{"id":46329,"date":"2018-10-01T16:13:29","date_gmt":"2018-10-01T14:13:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46329"},"modified":"2018-10-03T08:32:43","modified_gmt":"2018-10-03T06:32:43","slug":"auch-die-anstalt-kann-sich-mal-vertun-leserbriefe-und-anmerkungen-zur-sendung-vom-25-9-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46329","title":{"rendered":"Auch die \u201eAnstalt\u201c kann sich mal vertun. Leserbriefe und Anmerkungen zur Sendung vom 25.9.2018"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Dienstag lief eine neue <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-vom-25-september-2018-100.html\">Ausgabe<\/a> der &bdquo;Anstalt&ldquo; &uuml;ber den Sender ZDF. Sie enthielt wie &uuml;blich eine Reihe von kritischen und lehrreichen Elementen. Einiges habe ich mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Auch die Meinung der NachDenkSeiten-Leser ist zumindest bei einer wichtigen Passage ziemlich geteilt. In einem St&uuml;ck ging es um die Konkurrenz um Arbeit und Wohnraum zwischen einheimischen Lohnabh&auml;ngigen und Zuwanderern. <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-clip-4-140.html\">Siehe hier<\/a>. Die Auswirkung der Zuwanderung auf die L&ouml;hne sei quasi vernachl&auml;ssigbar. &ndash;  Zwei Leser &auml;u&szlig;erten sich nach der Sendung entt&auml;uscht dar&uuml;ber, dass die NachDenkSeiten zu der Sendung nicht gleich Stellung bezogen haben. Zugegeben, wir waren ein bisschen sprachlos. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8549\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-46329-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181002_Auch_die_Anstalt_kann_sich_mal_vertun_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181002_Auch_die_Anstalt_kann_sich_mal_vertun_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181002_Auch_die_Anstalt_kann_sich_mal_vertun_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181002_Auch_die_Anstalt_kann_sich_mal_vertun_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=46329-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181002_Auch_die_Anstalt_kann_sich_mal_vertun_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"181002_Auch_die_Anstalt_kann_sich_mal_vertun_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>A. Hier nun ein paar Anmerkungen zu den wichtigsten Aussagen:<\/strong><\/p><p>In der Sendung wurde offenbar mit Berufung auf eine Untersuchung behauptet, <\/p><ul>\n<li>die L&ouml;hne seien wegen der Migration gerade mal um 0,1 % gesunken, langfristig um 0,0 %,<\/li>\n<li>und die Arbeitslosigkeit sei lediglich um 0,024 % gestiegen. Mit diesen Zahlen wird vermittelt, dass es sich um eine vernachl&auml;ssigbare Gr&ouml;&szlig;enordnung handelt.<\/li>\n<\/ul><p>Der <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=2ahUKEwjLibq4tOXdAhVNyxoKHXBVCF8QFjAAegQICRAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.zdf.de%2Fassets%2Ffaktencheck-25-september-2018-100~original%3Fcb%3D1538047482435&amp;usg=AOvVaw21bdtmf_s-W_1P3MuujNCB\">Faktencheck der Sendung<\/a> l&auml;sst dann erkennen, dass sich die Macher der &bdquo;Anstalt&ldquo; auf Herrn Professor Herbert Br&uuml;cker aus Bamberg berufen. Dessen Meta-Studie mit dem Titel &bdquo;Neue Erkenntnisse zu den Arbeitsmarktwirkungen internationaler Migration &ndash; Ein kritischer &Uuml;berblick &uuml;ber vorliegende Befunde&ldquo; war <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/wsimit_2010_10_bruecker.pdf\">in den WSI-Mitteilungen erschienen<\/a> und scheint die Hauptquelle der &bdquo;Anstalt&ldquo; gewesen zu sein. Dazu ein paar Anmerkungen:<\/p><ol type=\"a\">\n<li>Einem Volkswirt (wie mir) muss es normalerweise schon ausgesprochen komisch vorkommen, wenn Ver&auml;nderungen mit konkreten Angaben hinter dem Komma ins Feld gef&uuml;hrt werden &ndash; also 0,1 % Ver&auml;nderung bei den L&ouml;hnen, oder 0,0 % langfristig. Mit solchen Ziffern wird eine Genauigkeit der Erkl&auml;rungsm&ouml;glichkeit vorgespiegelt, die es nicht gibt. Auf solchen h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen Ziffern dann ein Urteil &uuml;ber die Wirkung von Migration aufzubauen &ndash; das geht nicht.<\/li>\n<li>Richtig stutzig wird man dann, wenn man sich den Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung und den Zeitraum der Untersuchung des Herrn Professor Br&uuml;cker anschaut: die Studie ist in den WSI- Mitteilungen 10\/2010 (!)  erschienen, also vor acht Jahren, und damit auch vor der Zuwanderung einer gro&szlig;en Zahl von Migranten im Jahre 2015 und den folgenden Jahren. Der Autor der Studie schreibt selbst, dass die umfangreiche empirische Literatur, die er ausgewertet hat, aus den achtziger und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts stammt.<\/li>\n<li>Damals gab es noch kein Hartz IV und keinen Bundeskanzler, der den Niedriglohnsektor propagierte. Damals gab es noch eine intakte Arbeitslosenversicherung und am Anfang der Neunzigerjahre gab es einen Einheitsboom, der vermutlich die Elemente der Zuwanderung und ihre makro&ouml;konomischen und mikro&ouml;konomischen Folgen deutlich &uuml;berlagert hat. Das kann man auch von der Zinspolitik der Bundesbank sagen, die anfangs der Neunzigerjahre mit einer (wahnsinnigen) Erh&ouml;hung der Leitzinsen auf &uuml;ber 8 % in die &ouml;konomische Entwicklung eingriff. &ndash; Dies alles kann man doch nicht einfach weglassen, wenn man die Wirkung der aktuellen Zuwanderung auf den Arbeitsmarkt untersuchen und beschreiben will.<\/li>\n<\/ol><p><strong>Schlussbemerkung:<\/strong><\/p><p>Es gibt gute Gr&uuml;nde daf&uuml;r, die Folgen der Migration nicht schwarz zu malen. Es gibt gute Gr&uuml;nde daf&uuml;r, mit Fakten gegen die Schwarzmalerei anzugehen. Aber man sollte dabei mit seri&ouml;sen Zahlen und Daten arbeiten und nicht in Wunschdenken und Kaffeesatzleserei verfallen. Und wenn man zum Beispiel ein Urteil f&auml;llen will &uuml;ber die Frage, wie Migration einer gr&ouml;&szlig;eren Dimension insgesamt zu beurteilen ist, dann muss man zum Beispiel auch fragen, wie sie auf die Herkunftsl&auml;nder wirkt (siehe brain drain), dann muss man nicht nur fragen, wie Migration auf die L&ouml;hne und die Arbeitslosigkeit wirkt, sondern auch auf die politischen Verh&auml;ltnisse insgesamt, und man muss sich dar&uuml;ber Gedanken machen, wie die Menschen sinnvollerweise in der Welt verteilt sein sollen. Man muss sich auch fragen, ob Migration wirklich freiwillig und aus eigenem Interesse geschieht und wie man im anderen Fall anders helfen k&ouml;nnte. <\/p><p>Ein  Sendeformat wie die &bdquo;Anstalt&ldquo; kann solche komplexen Zusammenh&auml;nge nicht in einer Sendung komplett behandeln. Im konkreten Fall der &bdquo;Anstalt&ldquo; kann man mit gro&szlig;em Respekt auch darauf hinweisen, dass die Anstalt zum Beispiel auf die Ursachen der Migration schon mehrmals eingegangen ist, zum Beispiel <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JskxR_0X8rM\">hier &bdquo;US Interventionen als Ausl&ouml;ser f&uuml;r Flucht&ldquo;<\/a> und hier <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ULNdRKR7f-Y\">&ldquo;Wirtschaftsfl&uuml;chtlinge&rdquo; &amp; Milit&auml;risch-politische Strategien f&uuml;r den Fl&uuml;chtlingsgipfel &ndash; Die Anstalt &ndash; YouTube<\/a>.<\/p><p>Man kann nicht erwarten, dass in einer Sendung wie am 25. September dann erneut alle Aspekte zur Sprache kommen. Was man allerdings verlangen kann: dass nicht der Eindruck erweckt wird, auf der Basis eines Teilaspektes k&ouml;nne ein umfassendes Urteil &uuml;ber das Ph&auml;nomen Migration gef&auml;llt werden.<\/p><p>Wer sich ein bisschen umfassender informieren will, der findet eine differenzierte Betrachtung zum Beispiel bei Professor Julian  Nida-R&uuml;melin <a href=\"https:\/\/m.youtube.com\/watch?v=JWxtZUxfPt0\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/migration-ploetzlich-sitzt-ein-fremder-im-wohnzimmer-1.3577570\">hier<\/a>.<\/p><p>Zurzeit stehen wir in der gro&szlig;en Gefahr, dass der fortschrittliche Teil unserer Gesellschaft, also Linke, Sozialliberale und Gr&uuml;ne sich heillos zerstreiten und damit ihr ohnehin geringer Einfluss auf die politischen Geschehnisse in Deutschland noch geringer wird. Man kann diese Tendenz zur Spaltung der fortschrittlichen Kr&auml;fte an allen Ecken beobachten. Die &bdquo;Anstalt&ldquo; k&ouml;nnte helfen zu &uuml;berbr&uuml;cken.<\/p><p><strong>B. Leser-Mails zur Anstalt vom 25.9.2018<\/strong> <\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>jetzt bin ich als treuer NDS-Leser doch irritiert &ndash; und ehrlich gesagt auch ein wenig entt&auml;uscht.<\/p><p>Beinahe nie vergessen Sie auf &ldquo;Die Anstalt&rdquo; hinzuweisen und oft genug haben Sie sie auch lobend rezensiert.<\/p><p>Zur letzten Sendung nun aber kein Wort von Ihnen. Sollte das etwa damit zu tun haben, dass die Argumentation von Uthof und Wagner diesmal nicht ganz genau deckungsgleich mit der Ihren ist? Dass auch die beiden einer R&uuml;ckkehr des Nationalen eine klare Absage erteilen?<\/p><p>Wenn es so w&auml;re, w&auml;re es wirklich schade. Ich h&auml;tte gerade von den NDS erwartet, dass sie sich &ndash; gerne auch kritisch &ndash; mit den Fakten zur Sendung (insbesondere dem Punkt 6 im Faktencheck zur Sendung) auseinandersetzen. Immerhin widersprechen die Macher der Anstalt hier explizit der auch von Ihnen und Jens Berger vertretenen Argumentationslinie Sahra Wagenknechts, dernach Migranten zwangsl&auml;ufig zu h&ouml;herer Arbeitslosigkeit und zus&auml;tzlichem Lohndruck f&uuml;hren w&uuml;rden.    <\/p><p>Ich f&auml;nde es spannend, wenn Sie oder Herr Berger sich dazu beziehen w&uuml;rden. Schlie&szlig;lich hat Klaus von Wagner in der entsprechenden Szene die &bdquo;Bauchschmerzen&ldquo; (also die Ambivalenz), die linksorientierte Menschen in dieser Situation empfinden sehr sch&ouml;n ausgedr&uuml;ckt.<\/p><p>F&uuml;r mich ist die L&ouml;sung bzw. die Kompromissfindung in dieser Frage eines der grundlegenden Hindernisse, die auf dem Weg zu einer vereinigten, starken Linken unbedingt aus dem Weg zu r&auml;umen sind. <\/p><p>Mit Gr&uuml;&szlig;en aus Taufkirchen<br>\nMartin Sutor  <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseitenmacher,<\/p><p>wiederholt und zurecht wurde in den Nachdenkseiten auf die ZDF-Satiresendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo; hingewiesen, in welcher die Herren Uthoff und von Wagner oft genug &ldquo;Bildungsfernsehen&rdquo; im besten Sinne boten (spontan f&auml;llt mir z.B. die Sendung zu Leiharbeit\/Werkvertr&auml;gen ein).<\/p><p>Auf die Sendung vom 25.09.2018 haben Sie aber (noch) nicht hingewiesen. Ich habe sie trotzdem angesehen und war zuerst &uuml;berrascht und dann regelrecht entsetzt.<\/p><p>Dass nun auch hier im Halbsatz versteckt etwas Russland-Bashing (&ldquo;&hellip; da nimmt man dann direkt ein Nachbarsland&hellip;&rdquo; &ndash; Liza Kos) oder Wagenknecht-Bashing (&ldquo;Wann haben sie die Schmerzen?&rdquo; \/ &ldquo;Nach dem Aufstehen&rdquo; \/ &ldquo;Aha, das Wagenknecht-Syndrom&rdquo;) betrieben wird, mag vielleicht zur Anstalts-Linie (in dem Fall: Anstalt ZDF) geh&ouml;ren.<\/p><p>Wenn aber die ganze Rechts-AfD-Pegida-Problematik mit dem geringerem Frauenanteil im Osten der Republik (&ldquo;die gutgebildeten Frauen sind abgehauen&rdquo;) &ldquo;erkl&auml;rt&rdquo; wird, und wenn Frau Kebekus (die ja bei diesen Themen immer zur Hochform aufl&auml;uft) gar &ldquo;der Ejakulationsstau hebt die Hand zum Hitlergruss&rdquo; schlussfolgert, bleibt mir das Lachen im Halse stecken.<\/p><p>Auf welchem hohen moralischen Ross muss man sitzen, wenn man derart pauschal ganze Landstriche diffamiert? Waren nicht alle ganz stolz darauf, dass das &ldquo;#wirsindmehr&rdquo;-Konzert so gut besucht war, und sollte das nicht zeigen, dass auch &ldquo;im Osten&rdquo; die Mehrheit durchaus nicht rechtsextrem ist?<\/p><p>Herr von Wagner sinniert, dass er keine &ldquo;keine Tafelnummer mehr machen will&rdquo; &ndash; was schade w&auml;re, da doch die &ldquo;Tafelnummer&rdquo; zum sogenannten BAMF-Skandal das informativste an der Sendung war. Wobei man durchaus noch tiefer h&auml;tte sch&uuml;rfen k&ouml;nnen und sich z.B. fragen, ob die personelle Unterbesetzung des BAMF nicht durchaus Absicht war, um die Ereignisse im Herbst 2015 als &ldquo;schicksalhaft unabwendbar&rdquo; darstellen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Lieber pr&auml;sentiert man zur Auswirkung der Immigration zweifelhafte Prozentangaben (auf 2 Nachkommastellen genau!!!), die belegen sollen, dass &ldquo;fast keine&rdquo; Lohnniveausenkung festzustellen sei &ndash; etwa damals bei den Exilkubanern (!), die nach Florida zogen. Im Faktenblatt zur Sendung werden diesbez&uuml;glich seitenweise Literaturverweise aufgef&uuml;hrt, die zusammengefasst werden zu &ldquo;neuere Studien scheinen fr&uuml;here Sch&auml;tzungen zu best&auml;tigen&hellip;&rdquo; &ndash; wie d&uuml;rftig ist das denn?<\/p><p>Aber nichts darf das &ldquo;no borders&rdquo;-Idyll st&ouml;ren, denn &ldquo;Migration ver&auml;ndert die Gesellschaft immer zum Guten &ndash; immer!&rdquo;. Mit derart festen Vors&auml;tzen ist dann auch klar, dass im Herbst 2015 kein &ldquo;Rechtsbruch&rdquo; stattgefunden haben kann, denn &ldquo;offene Grenzen &ndash; Schengen &ndash; gab es doch schon&rdquo;. Dass es vielleich doch rechtliche Unterschiede geben k&ouml;nnte zwischen Unionsb&uuml;rgern und Immigranten\/Fl&uuml;chtlingen, wird nicht gesehen. Im &ldquo;Flaggenspiel&rdquo; wird gar versucht nachzuweisen, dass es einen Anspruch irgendeines Volkes auf ein Staatsgebiet garnicht geben k&ouml;nne, weil ja z.B. &ldquo;die Germanen die R&ouml;mer vertrieben haben&rdquo;. Nun &ndash; in meinem Geschichtsbuch gab es vor dieser Periode (der V&ouml;lkerwanderung) eine andere, in welcher ein nicht ganz unbekannter r&ouml;mischer Feldherr seinem diesbez&uuml;glichen Eroberungszug ein ganzes Buch widmete: C&auml;sars &ldquo;De bello gallico&rdquo;. <\/p><p>Vorsicht Ironie: Irgendjemand von den &ldquo;no borders&rdquo;-Propagandisten muss den bl&ouml;den Pal&auml;stinensern &lsquo;mal erkl&auml;ren, dass sie Ihren dummen Kampf um das &ldquo;Heimatland&rdquo; besser aufgeben und statt dessen nach Belgien oder ins Saarland ziehen k&ouml;nnten. Oder den bl&ouml;den Kurden, dass sie den Kampf um &ldquo;Kurdistan&rdquo; doch einer Zukunft in Italien oder in Niedersachen zuliebe aufgeben sollen. Auch den Ukrainerinnen und Ukrainern, die sich im Moment mit Gelegenheitsjobs in Polen und Weissrussland &uuml;ber Wasser halten, k&ouml;nnten wir in Hessen oder Nordrhein-Westfalen sicher ein besseres Leben bieten. Und zu guter Letzt k&ouml;nnte man die &ldquo;Problem-Sachsen&rdquo; mit etwas geschickter Werbung doch nach Florida locken &ndash; dort werden sie sicher mit offenen Armen empfangen, denn &ldquo;Migration ver&auml;ndert die Gesellschaft immer zum Guten &ndash; immer!&rdquo;. <\/p><p>Ich verstehe die Sorge um einen Rechtsruck in dieser Gesellschaft. Und nat&uuml;rlich auch die Sorge um das Schicksal der<br>\nImmigranten\/Fl&uuml;chtlinge. Nur &ndash; mit dieser Mischung aus Naivit&auml;t und Arroganz leistet man der guten Sache leider einen B&auml;rendienst. <\/p><p>&mdash;<\/p><p>Sie d&uuml;rfen diese eMail auch gerne an die Sendungsmacher weiterleiten &ndash; auf die Schnelle haben ich keinen direkten eMail-Kontakt zu Uthoff\/Wagner gefunden.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen<\/p><p>peter schulz<\/p><p>&ldquo;Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.&rdquo;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>damit sollten Sie sich bitte unbedingt auseinandersetzen!<\/p><p>Wichtig w&auml;re hierbei die Quellen entscheidender Argumente zu kennen, wie zum Beispiel, dass der Lohn durch Einwanderung nur kurzfristig gedr&uuml;ckt w&uuml;rde.<\/p><p>Einwanderung welchen Umfangs? Sind hierbei auch gro&szlig;e Fluchtbewegungen mit eingeschlossen oder haben eine gesonderte Betrachtung erhalten?<\/p><p>Ein Dialog mit Max Uthoff und oder Werner von Braun w&auml;re auch interessant&hellip;.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\">https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt<\/a><\/p><p>Vielen Dank!:)<\/p><p>Cheers<br>\nfuture<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Dienstag lief eine neue <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-vom-25-september-2018-100.html\">Ausgabe<\/a> der &bdquo;Anstalt&ldquo; &uuml;ber den Sender ZDF. Sie enthielt wie &uuml;blich eine Reihe von kritischen und lehrreichen Elementen. Einiges habe ich mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Auch die Meinung der NachDenkSeiten-Leser ist zumindest bei einer wichtigen Passage ziemlich geteilt. In einem St&uuml;ck ging es um die Konkurrenz um<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46329\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,107,165,103,183],"tags":[1998,1055,319,340],"class_list":["post-46329","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-audio-podcast","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-leserbriefe","category-medienkritik","tag-anstalt","tag-fluechtlinge","tag-lohnentwicklung","tag-zuwanderung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46329"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46329\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46355,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46329\/revisions\/46355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46329"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}