{"id":46351,"date":"2018-10-03T08:19:20","date_gmt":"2018-10-03T06:19:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46351"},"modified":"2019-06-02T10:53:46","modified_gmt":"2019-06-02T08:53:46","slug":"der-feiertag-eine-gute-gelegenheit-etwas-nuechterner-auf-den-beginn-der-bundesrepublik-und-auf-adenauer-zu-blicken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46351","title":{"rendered":"Der Feiertag \u2013 eine gute Gelegenheit, etwas n\u00fcchterner auf den Beginn der Bundesrepublik und auf Adenauer zu blicken"},"content":{"rendered":"<p>Die Mehrzahl der Westdeutschen hat vermutlich mit Glanz in den Augen auf Konrad Adenauer geblickt. Dass dieser die Chance, schon Anfang der F&uuml;nfzigerjahre die beiden Teile Deutschlands zu vereinen, missachtete und fahren lie&szlig; und dass er zuallererst dem Gro&szlig;en Geld verbunden war, haben wir und unsere Kinder weder in der Schule noch aus den Zeitungen und im Fernsehen erfahren. Werner R&uuml;gemer liefert zum &bdquo;Tag der deutschen Einheit&ldquo; mit dem folgenden Text ein St&uuml;ck der notwendigen Aufkl&auml;rung &uuml;ber Adenauer, seinen allumfassenden Opportunismus und das Gro&szlig;e Geld. &Uuml;ber die verpassten Chancen zulasten unserer &bdquo;Br&uuml;der und Schwestern im Osten&ldquo; folgt dann mehr bei n&auml;chster Gelegenheit und aus eigener Erfahrung. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n<strong>&bdquo;Meinetwegen auch Hitler&ldquo;<br>\nKonrad Adenauers politische &bdquo;Mitte&ldquo;: Von der deutschen Monarchie zum transatlantischen Kapitalismus<\/strong><\/p><p><strong>Von Werner R&uuml;gemer<\/strong><\/p><p>Konrad Adenauer hat alle politischen Regime des 20. Jahrhunderts erlebt und mitgepr&auml;gt: Die Monarchie (als Spitzenbeamter und Oberb&uuml;rgermeister der Frontstadt K&ouml;ln), die Weimarer Republik (u.a. als Pr&auml;sident des Preu&szlig;ischen Staatsrats), den Nationalsozialismus (durch seine privilegierte Unt&auml;tigkeit), die unmittelbare Nachkriegszeit (CDU-Gr&uuml;ndung) und schlie&szlig;lich die Bundesrepublik (Gr&uuml;ndungskanzler). Diese politischen Regime und die Rollen Adenauers sehen sehr unterschiedlich aus, aber sie haben eines gemeinsam: Sie sicherten den Bestand des Kapitalismus in Deutschland und Westeuropa. Es ist aufschlussreich, wie unterschiedlich diese Rollen, subjektiv verortet in der politischen &bdquo;Mitte&ldquo;, aussehen k&ouml;nnen und doch dasselbe Ziel haben. Dabei waren &bdquo;Deutschland&ldquo; und &bdquo;das deutsche Volk&ldquo; f&uuml;r Adenauer immer nationalistische und populistische Parolen &ndash;  aber das Territorium f&uuml;r das Kapital in Deutschland war nie festgelegt, sondern hatte bewegliche Grenzen. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p><strong><em>&bdquo;Meinetwegen auch Hitler&ldquo;<\/em><\/strong><br>\nNach seiner Abwahl als K&ouml;lner Oberb&uuml;rgermeister im M&auml;rz 1933 und nach der Regierungs&uuml;bernahme durch Hitler fand Adenauer Aufnahme im Benediktinerkloster Maria Laach in der Eifel. Dessen Abt, sein Freund Ildefons Herwegen, predigte &ouml;ffentlich den Segen Gottes auf Hitler herab. Von dort schrieb Adenauer im Juni 1933 an seine Freundin Dora Pferdmenges, Gattin des Gesellschafters der Bank Sal. Oppenheim und Aufsichtsratsmitglied der Dresdner Bank: Meine Partei, das katholische Zentrum, hat versagt, weil es sich &bdquo;in den letzten Jahren nicht rechtzeitig mit neuem Geiste erf&uuml;llt&ldquo; hat. &bdquo;Meines Erachtens ist unsere einzige Rettung ein Monarch, ein Hohenzoller oder meinetwegen auch Hitler, erst Reichspr&auml;sident auf Lebenszeit, dann kommt die folgende Stufe. Dadurch w&uuml;rde die Bewegung in ein ruhigeres Fahrwasser kommen&ldquo;. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Der christliche Monarchist Adenauer konstatierte also, dass die b&uuml;rgerlichen Honoratiorenparteien wie auch seine eigene Partei nicht in der Lage gewesen waren, angesichts der St&auml;rke der Arbeiterbewegung und der Massendemokratie, den Kapitalismus als System zu retten. Die brutalere Variante der Hitler-Diktatur war f&uuml;r ihn dann die n&auml;chstliegende. Er bejahte sie als die nach den Umst&auml;nden einzig m&ouml;gliche L&ouml;sung.<\/p><p><strong><em>Politische Mitte<\/em><\/strong><br>\nDiese Beurteilung der Lage hat eine lange Vorgeschichte. Gehen wir zun&auml;chst nur kurz zur&uuml;ck.<\/p><p>Im Februar 1932 hatte Adenauer in seiner letzten Wahlkampfrede seine Partei, das Zentrum, als politische Mitte definiert: &bdquo;Seit dem Jahre 1918 hat sich Deutschland nicht mehr in einer so gefahrvollen Situation befunden wie jetzt. Zwei radikale Lager stehen sich gegen&uuml;ber: Auf der einen Seite die radikalisierte Rechte mit einer privaten Armee, auf der anderen Seite die Kommunisten, die au&szlig;erordentlich gef&auml;hrlich sind, nicht nur wegen ihrer Organisation, ihrer Waffen und Hemmungslosigkeit, sondern noch gef&auml;hrlicher wegen ihrer geistigen Ideen, die sie ins Volk schleudern. Zwischen diesen beiden Lagern stehen eigentlich nur wir&hellip; Es ergibt sich daher f&uuml;r uns eine Aufgabe von mindest so gro&szlig;er Bedeutung wie 1918\/19, die Aufgabe, eine Mitte zu sammeln, die absolut notwendig ist, damit das Volk nicht in zwei Teile zerf&auml;llt; alles zu tun, was die Gegens&auml;tze mildert und beseitigt&hellip; In diesem Wahlkampfe kann es sich nicht darum handeln, ob es dem einen oder anderen Stande schlechter geht; in diesem Wahlkampfe handelt es sich um viel gr&ouml;&szlig;ere und h&ouml;here Dinge, es handelt sich um die Gesamtexistenz des Deutschen Volkes.&ldquo; [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Wie sah nun die &bdquo;Mitte&ldquo; aus, die Adenauer sammeln wollte? Aus seiner Rede geht schon hervor, dass er die SPD und die Gewerkschaften nicht meint. In der Mitte zwischen KPD und NSDAP gab es f&uuml;r ihn nur das katholische Zentrum. Da gab es also gar nichts zum Sammeln. <\/p><p>Er musste also doch woanders sammeln. Deshalb n&auml;herte sich Adenauer ab Mitte 1932 auch formell der NSDAP in verschiedenen Formen.<\/p><p>Nachdem im Staat Preu&szlig;en ab Mai 1932 nach der Wahl aus SPD und Zentrum keine Regierung mehr zustande kam, forderte Adenauer: Zur &Uuml;berwindung der Krise m&uuml;ssen &bdquo;alle konservativen Kr&auml;fte zwischen Zentrum und NSDAP&ldquo; versammelt werden. [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Zur Sammlung der Mitte geh&ouml;rte dann also die NSDAP und Adenauer bezeichnete sie besch&ouml;nigend als &bdquo;konservativ&ldquo;!<\/p><p>Am 6. August 1932 schrieb er: &bdquo;Die Zentrumspartei verlangt dringend den Eintritt der Nationalsozialisten in die Reichsregierung. Sie wird bereit sein, alsdann diese Regierung zu tolerieren. Der Begriff des Tolerierens ist dehnbar zwischen positiver Mitarbeit und Gewehr bei Fussstehen.&ldquo; [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>Wir sehen also auch einen extremen biegsamen Opportunismus innerhalb dessen, was ihm als &bdquo;konservativ&ldquo; galt: Mit den Nazis konnte man z.B. entweder abwarten oder auch positiv zusammenarbeiten. Das alles m&uuml;ndet folgerichtig in das &bdquo;Meinetwegen auch Hitler&ldquo;. <\/p><p><strong><em>Mit der Sozialdemokratie gegen die Arbeiterbewegung<\/em><\/strong><br>\nAdenauer konnte bei Bedarf auch anders, jedenfalls kurzzeitig, aber f&uuml;r dasselbe Ziel. Wir gehen jetzt etwas weiter zur&uuml;ck. Er hatte die Situation von 1933 mit der von 1918\/19 verglichen. 1918 war durch die verbreitete Kritik am Krieg und am Kaiserreich und durch die Arbeiter- und Soldatenr&auml;te und Streiks der Bestand des Kapitalismus durchaus gef&auml;hrdet. <\/p><p>Adenauer war schon vor dem 1. Weltkrieg der h&ouml;chste Beamte in K&ouml;ln (Erster Beigeordneter), im Krieg wurde er 1917 zum Oberb&uuml;rgermeister gew&auml;hlt. Er war verantwortlich f&uuml;r die kriegswirtschaftliche Steuerung der Stadt. K&ouml;ln war die Festungs- und Frontstadt im Westen gegen den Erzfeind Frankreich. Adenauer war &uuml;berzeugter Monarchist und hetzte gegen Frankreich. Von K&ouml;ln aus starteten zu Kriegsbeginn 1914 die ersten Bombardierungen der Kriegsgeschichte von St&auml;dten aus der Luft. Zeppeline flogen von hier mit ihren Bomben zu den Abw&uuml;rfen &uuml;ber L&uuml;ttich und Antwerpen, dann auch London. Nach K&ouml;ln hatte die Ruhr- und die Chemieindustrie ihre Produktionsst&auml;tten verlagert. <\/p><p>Adenauer geh&ouml;rte zum Kreis der Durchhaltepolitiker und Durchhalteindustriellen, die trotz drohender Niederlage keine Friedensverhandlungen, sondern weiter ihre Kanonen und Giftgase verkaufen  wollten. &Uuml;ber die Toten des britischen Bombardements an Pfingsten 1918 sagte Adenauer: &bdquo;Sie sind gestorben f&uuml;r Deutschland&ldquo;. Er hoffte auf die neue Offensive im Westen und forderte in der Stadtvertretung die K&ouml;lner Bev&ouml;lkerung auf, &bdquo;alle Unbilden des Krieges weiterhin mit Ausdauer und Vaterlandsliebe zu ertragen.&ldquo; [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Zum Durchhalten machte er Zugest&auml;ndnisse an die Sozialdemokratie und an die Arbeiter. Obwohl die SPD nach dem preu&szlig;ischen Kommunalwahlrecht keine Sitze im K&ouml;lner Stadtrat hatte, verzichteten Adenauer und die beiden Parteien der Liberalen und des Zentrums 1916 auf die Aufstellung eigener Kandidaten und lie&szlig;en drei SPD-Mitglieder reinrutschen, darunter den beredten Chefredakteur des SPD-Organs &bdquo;Rheinische Zeitung&ldquo;, Wilhelm Vollmann. Adenauer traf sich mit Gewerkschaftsf&uuml;hrern. Er unterst&uuml;tzte die Erh&ouml;hung der L&ouml;hne in der R&uuml;stungsindustrie. Aus dem Stadthaushalt finanzierte er Essen f&uuml;r die Kinder von R&uuml;stungsarbeiterinnen. <\/p><p><strong><em>Rettung der Stadt K&ouml;ln vor der Revolution<\/em><\/strong><br>\nAls im November 1918 Matrosen mit dem Zug nach K&ouml;ln kommen wollten, forderte Adenauer den Kommandanten der Festung K&ouml;ln auf, die Matrosen auf offener Strecke aufzuhalten. Er riskierte ein Blutbad. [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Aber der Festungskommandant konnte der Aufforderung nicht nachkommen, denn seine Offiziere und Soldaten waren weggelaufen. Die Matrosen stiegen am Hauptbahnhof aus und wurden begeistert begr&uuml;&szlig;t. Adenauer schaltete blitzschnell um. Er stellte dem Arbeiter- und Soldatenrat das Rathaus zur Verf&uuml;gung, Telefon, Schreibkr&auml;fte und Lebensmittel inklusive. Er f&ouml;rderte aber auch die &Uuml;bernahme der F&uuml;hrung des Arbeiter- und Soldatenrats durch die SPD-Funktion&auml;re Wilhelm Sollmann und Johannes Meerfeld. Aber gleichzeitig gr&uuml;ndete er den parallelen Wohlfahrtsausschuss. Da holte er Sollmann auch dazu, au&szlig;erdem das Zentrum, Unternehmer und die Industrie- und Handelskammer. Hier wurden die praktischen Ma&szlig;nahmen durchgef&uuml;hrt. Man lie&szlig; den Arbeiter- und Soldatenrat im Rathaus sich totlaufen und dann durch die britische Besatzungsregierung aufl&ouml;sen. <\/p><p>Adenauer r&uuml;hmte sich, so mit der Sozialdemokratie die Stadt K&ouml;ln vor der Revolution gerettet zu haben. Aber er begr&uuml;&szlig;te die Weimarer Demokratie keinesfalls, sie war eine Notl&ouml;sung. Er hing immer noch der Monarchie an. Er kritisierte &ouml;ffentlich die &bdquo;sch&auml;ndliche, verh&auml;ngnisvolle Flucht&ldquo; von Kaiser Wilhelm II. ins Exil, [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] das ihm in der niederl&auml;ndischen Monarchie gew&auml;hrt worden war.<\/p><p>W&auml;hrend der Weimarer Republik arbeitete der K&ouml;lner OB mit der rechten Sozialdemokratie im Stadtrat zusammen, mit Sollmann, Meerfeld und dem sp&auml;teren DGB-Vorsitzenden Hans B&ouml;ckler. Er machte zwei rechte Sozialdemokraten zu Dezernenten. Der eine, Meerfeld, bekam noch die Ehrendoktorw&uuml;rde der Universit&auml;t dazu. Ab Mitte der 1920er Jahre hielt er die SPD dann allerdings schrittweise auf Distanz. <\/p><p><strong><em>Taktisches B&uuml;ndnis mit der KPD, Bewunderung f&uuml;r Mussolini<\/em><\/strong><br>\nWenn es gar nicht anders ging, dann paktierte Adenauer auch mit den Kommunisten, jedenfalls einmal. Es ging um eines der Renommierprojekte des Oberb&uuml;rgermeisters, den Bau einer neuen Verkehrsbr&uuml;cke &uuml;ber den Rhein, die M&uuml;lheimer Br&uuml;cke. Die Ausf&uuml;hrung einer modernen H&auml;ngebr&uuml;cke, die von den befreundeten Konzernen Felten &amp; Guilleaume und Krupp gebaut werden sollte, war teuer. Die SPD lehnte ab. Adenauer fing die gro&szlig;e Fraktion der KPD ein mit dem Argument, in Leningrad w&uuml;rde die Sowjetregierung nur noch solche modernen H&auml;ngebr&uuml;cken bauen. So br&uuml;skierte er seine getreuen SPD-B&uuml;ndnispartner wie Wilhelm Sollmann, den Fraktionschef im Stadtrat, brachte aber das Projekt durch.<\/p><p>Gegen Ende der Weimarer Republik kamen aber die rein taktischen B&uuml;ndnispartner SPD und KPD f&uuml;r die rettende Sammlung der Mitte gegen Hitler &uuml;berhaupt nicht mehr infrage. Gleichzeitig stieg seine Bewunderung f&uuml;r Mussolini. Adenauer dr&auml;ngte ihn, mit einem Stand an der gro&szlig;en internationalen Presseausstellung &bdquo;Pressa&ldquo; 1928 in K&ouml;ln teilzunehmen &ndash; &uuml;brigens: auch die aufstrebende Sowjetunion bekam einen gro&szlig;en Pavillon. 1929 gratulierte er Mussolini zum Abschluss des Lateranvertrages mit dem Vatikan und zur Etablierung des Katholizismus als Staatsreligion. Adenauer setzte zudem die Berufung Carl Schmitts, des sp&auml;teren &bdquo;Kronjuristen Hitlers&ldquo;, als hochbezahlten Professor an der K&ouml;lner Universit&auml;t durch.<\/p><p>Wir kommen nun zu der bestimmenden Konstante im politischen Leben Adenauers.<\/p><p><strong><em>Die Konstante: enge Beziehungen zu den f&uuml;hrenden Kapitalisten<\/em><\/strong><br>\nIm pers&ouml;nlichen und politischen Leben Adenauers gab es in allen Regierungsformen in Deutschland und bei allen taktischen Man&ouml;vern eine Konstante: die enge, vielfach auch ganz pers&ouml;nliche Beziehung zum Spitzenpersonal des rheinischen, dann des deutschen und danach auch des US-Kapitals.<\/p><p>K&ouml;ln war seit Mitte des 19. Jahrhunderts der Standort der vier Investmentbanken, die die Industrie im Ruhrgebiet, teilweise auch in Luxemburg und Belgien finanzierten: Sal. Oppenheim, Schaafhausen, J. H. Stein und Levy. Sie finanzierten z.B. in Luxemburg den Stahlkonzern ARBED und die Banque International de Luxembourg (BIL). Adenauers erste F&ouml;rderer waren Louis Hagen, der Eigent&uuml;mer der Bank Levy, Rheinbraun-Chef Paul Silverberg und Joseph Neven DuMont, der Eigent&uuml;mer der mit dem preu&szlig;ischen K&ouml;nigshaus und Reichskanzler Bismarck eng verbundenen K&ouml;lnischen Zeitung. Hagen war bis 1932 Pr&auml;sident der K&ouml;lner IHK, Silverberg war dessen Nachfolger. Beide wurden mit jeweils f&uuml;nf Dutzend Mandaten die Aufsichtsratsk&ouml;nige der Weimarer Republik.<\/p><p>Auch die R&uuml;stungsindustriellen des Ruhrgebiets wie Gustav Krupp, August und Ernst Thyssen, Hugo Stinnes und der Chef des Chemiekonzerns Bayer, Carl  Duisberg, waren gegen Ende des 1. Weltkriegs mit dem K&ouml;lner Oberb&uuml;rgermeister befreundet. Sie hatten Betriebe in die Frontstadt K&ouml;ln verlegt und setzten sich ab 1917 f&uuml;r die Fortsetzung des Krieges ein. Sie erzwangen die Absetzung des f&uuml;r Friedensverhandlungen geneigten Reichskanzlers Bethmann-Hollweg. <\/p><p>Ab 1921 erhielt Adenauer hochdotierte Aufsichtsratsposten: bei RWE, Rheinbraun, Deutsche Lufthansa, Deutsche Bank, Ruhrgas und in einer Reihe kommunaler Unternehmen. Mit den Tantiemen wurde er nicht nur der reichste Politiker des Deutschen Reiches, sondern best&uuml;ckte auch eine dicke schwarze Kasse zur populistischen Landschaftspflege: Spenden an Karnevals-, Krieger- und Frauenvereine, an Polo- und Aeroclubs, an &bdquo;notleidende Beamte&ldquo;. [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>In zwei Industriellengruppen beriet Adenauer in einer Art Nebenregierung die politische Umgr&uuml;ndung des Deutschen Reiches, gegen die Weimarer Republik. Zum einen im <strong>Bund zur Erneuerung des Reiches<\/strong>. Zum anderen im &auml;hnlich zusammengesetzten <strong>Reichswirtschaftsrat<\/strong> mit Duisberg, Ernst von Borsig (Borsigwerke) und Albert V&ouml;gler (Vereinigte Stahlwerke): Man setzte sich u.a. im Preu&szlig;ischen Staatsrat gegen Verstaatlichungen durch die  Reichsregierung und f&uuml;r die Privatisierung etwa der Reichsbahn ein.<\/p><p>August Thyssen schrieb ihm 1925: &bdquo;Hoffentlich kommt bald die Stunde, wo Sie mit t&uuml;chtigen Leuten an die Spitze der Regierung treten, die unsere Bed&uuml;rfnisse verstehen.&ldquo;<\/p><p>1927 gr&uuml;ndete Adenauer mit dem Kabelfabrikanten Guilleaume von Felten &amp; Guilleaume, dem Braunkohle-Chef Silverberg, dem Kaufhausunternehmer Alfred Tietz und den Bankiers Oppenheim, Hagen, von Schnitzler und dem Freiherrn Kurt von Schr&ouml;der (beide in der Bank J.H. Stein) die K&ouml;lner Sektion des Rotary Clubs. Von Schr&ouml;der wird ab Ende 1932 die Kanzlerschaft Hitlers einf&auml;deln.<\/p><p>Adenauer agierte mit den Ruhrindustriellen ebenfalls in der Deutschen Kolonialgesellschaft (DKG) und forderte als deren Vizepr&auml;sident die R&uuml;ckgabe der deutschen Kolonien. Bei der Ausstellung Pressa 1928 prangte auf gro&szlig;em Plakat ein Ausspruch von Adenauer: &bdquo;Wir m&uuml;ssen f&uuml;r unser Volk mehr Raum haben und daher Kolonien&ldquo;. Daneben hingen zwei Landkarten, eine mit dem Umriss Deutschlands und der &Uuml;berschrift &bdquo;60 Millionen ohne Raum&ldquo;; daneben  die Landkarte Afrikas mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Raum ohne Volk&ldquo;.<\/p><p>Ab 1921 war Adenauer Pr&auml;sident des Preu&szlig;ischen Staatsrats. Er betrieb ihn als eine Art Nebenregierung, z.B. im Verh&auml;ltnis zu Mussolini, zu dem der  Reichsau&szlig;enminister Gustav Stresemann Distanz hielt. Adenauer setzte mit Mussolini, gegen die Reichsregierung, das Italienische Kulturinstitut in K&ouml;ln durch und lie&szlig; es aus der Stadtkasse finanzieren &ndash; es war das einzige derartige Institut in Deutschland vor 1933. <\/p><p><strong><em>Prinzipiell kein Widerstand gegen den Nationalsozialismus<\/em><\/strong><br>\nAdenauer lehnte jeglichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus prinzipiell ab. Wegen seiner Prominenz suchten ihn Vertreter aller Widerstandsrichtungen auf: KPD, Zentrum, christliche Gewerkschafter, G&ouml;rdeler-Kreis mit Stauffenberg. Adenauer lehnte jegliche Zusammenarbeit ab.<\/p><p>Er hielt engen pers&ouml;nlichen Kontakt mit Pferdmenges, dessen Bank Oppenheim bzw. dann ab 1939 Bank Pferdmenges kriegswichtig und an Arisierungen beteiligt war; mit Carl Duisberg, dem IG Farben-Chef; mit Friedrich Flick und ab 1940 mit dem neuen Deutsche-Bank-Chef Hermann-Josef Abs.<\/p><p>Adenauer erhielt vom nationalsozialistischen Regime &ndash; durch die Vermittlung Hermann G&ouml;rings &ndash; nicht nur seine Oberb&uuml;rgermeister-Pension, sondern auch die Erstattung f&uuml;r seine enteignete Villa in K&ouml;ln. Er hielt Verbindungen zu ausl&auml;ndischen Unternehmern aufrecht, konnte ins Ausland reisen, in der Schweiz Urlaub machen, G&auml;ste empfangen, Auslandssender h&ouml;ren. Er war &uuml;ber die Judenverfolgung in Deutschland und im Ausland zeitnah informiert, er stabilisierte das Unrechtssystem durch seinen prominenten Nicht-Widerstand und machte sich mitschuldig. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p><strong><em>Nach dem 2. Weltkrieg:<br>\nGegen Linke in der CDU, gegen SPD, Verbot der KPD<\/em><\/strong><br>\nNach dem Krieg beschwor Adenauer wieder die Mitte zwischen Linken und Rechten. Er wandte sich aber scharf gegen die Linke, nicht nur gegen SPD und KPD, sondern auch gegen die gewerkschaftlich orientierte Linke innerhalb der CDU, zum einen durch die Demagogie des Ahlener Programms: Die Aussage, dass &bdquo;das kapitalistische Wirtschaftssystem den staatlichen und sozialen Interessen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden&ldquo; sei, glaubten Adenauer und sein Mitverfasser Pferdmenges selbst &uuml;berhaupt nicht, aber sie mussten 1947 zun&auml;chst die antikapitalistische Stimmung der gewerkschaftsnahen CDU-Basis ber&uuml;cksichtigen. Zwei Jahre sp&auml;ter, in den &bdquo;D&uuml;sseldorfer Leits&auml;tzen&ldquo;, dem Programm f&uuml;r die erste Bundestagswahl 1949, waren solche Formulierungen vollst&auml;ndig verschwunden.<\/p><p>Zum anderen halfen die US-Milit&auml;rregierung und die CIA. Sie sorgten u.a.  daf&uuml;r, dass der wichtigste Konkurrent um den CDU-Vorsitz, der gewerkschaftsnahe Ex-Kanzler des Deutschen Reiches und ebenfalls Zentrumspolitiker, Joseph Wirth, ausgebootet wurde, etwa durch Verweigerung von Visa: Erst 1948, als alles entschieden war, durfte Wirth aus der Schweiz, wohin er, im Unterschied zu Adenauer, ins Exil gegangen war, in die Westzonen ausreisen.<\/p><p>Im Kanzleramt traf sich Adenauer mit seinem K&uuml;chenkabinett aus Pferdmenges, Abs, G&uuml;nter Henle (Kl&ouml;ckner) und dem BDI-Pr&auml;sidenten Berg h&auml;ufiger als mit seinen Ministern. Er stimmte insbesondere seine Au&szlig;enpolitik, aber auch die Entlassung von verurteilten Unternehmern mit dem US-Hochkommissar John McCloy (Weltbank, Rockefeller, Chase Manhattan) ab. Dabei ging es auch um den nachtr&auml;glichen Transfer der Gewinne der US-Niederlassungen in Deutschland, die f&uuml;r die Nazis ab 1933 produziert hatten: Ford, General Motors, IBM, Standard Oil, Coca Cola und viele weitere. <\/p><p>Adenauer hatte seit dem Dawes-Plan (1924) engen Kontakt mit Wall-Street-Bankern. F&uuml;r die Stadt K&ouml;ln hatte er Kommunalanleihen an der Wall Street aufgenommen und nicht zur&uuml;ckgezahlt. F&uuml;r die Ansiedlung von Ford gew&auml;hrte er am Stadtrat vorbei heimliche Steuervorteile und f&ouml;rderte die Gr&uuml;ndung der US-Handelskammer. <\/p><p>Adenauers Intimfreund und Finanzberater Pferdmenges organisierte dann ab 1948 zusammen mit dem BDI-Pr&auml;sidenten Berg die heimliche Bespendung der f&uuml;r die Adenauer-Regierungen erforderlichen Parteien CDU, FDP, Deutsche Partei und BHE. [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Auch diese Konstellation wird wieder als Sammlung der &bdquo;Mitte&ldquo; ausgegeben, obwohl sie nach rechts offen und gegen Links gerichtet war. <\/p><p>Da die neu gegr&uuml;ndete Bundesrepublik Deutschland zun&auml;chst au&szlig;enpolitisch durch die Hohen Kommissare der Westalliierten vertreten wurde, hatte der neugegr&uuml;ndete Staat kein Au&szlig;enministerium. Das Ausw&auml;rtige Amt wurde deshalb erst 1951 neu aufgebaut, und zwar unter Adenauer, der zus&auml;tzlich das Amt des Au&szlig;enministers &uuml;bernahm. Deshalb erhielt dieses Ministerium einen noch h&ouml;heren Anteil an Ex-Nazis.  <\/p><p>Adenauer lie&szlig; nicht nur die SPD und dann vor allem den aufstrebenden Politiker Willy Brandt &uuml;berwachen und diskriminieren, sondern er lie&szlig; auch  grundgesetzwidrig die Kommunisten verfolgen und die KPD verbieten. [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p><strong><em>Dreimal Separatstaat: Voller Erfolg beim dritten Versuch<\/em><\/strong><\/p><p>F&uuml;r Adenauer und seine Freunde aus Banken und Industrie waren die jeweiligen Grenzen Deutschlands  nicht verbindlich, sondern zweitrangig. Beim Ruf nach deutschen Kolonien hatten Adenauer und seine Freunde in der Deutschen Kolonialgesellschaft das auch schon demonstriert. Sie experimentierten mit weiteren ver&auml;nderten staatlichen Grenzen, zun&auml;chst nach dem 1. Weltkrieg im nahen Westeuropa, innerhalb des Deutschen Reiches und dann nach dem 2. Weltkrieg auch transatlantisch.<\/p><p>Daf&uuml;r warb Adenauer beim Wahlvolk populistisch mit dem &bdquo;Deutschland&ldquo;-Klischee. Der Toten aus dem britischen Bombenkrieg &uuml;ber K&ouml;ln gedachte er tr&ouml;stend als &bdquo;gestorben f&uuml;r Deutschland&ldquo;. Er appellierte bis zur Bundesrepublik an das deutsche Volk als Einheit, propagierte deutsche Interessen, &bdquo;Treue dem deutschen Volke!&ldquo; und &bdquo;Liebe dem deutschen Vaterland!&ldquo; <\/p><p><strong><em>1. Rheinischer Separatstaat<\/em><\/strong><br>\nGegen die Demokratisierung der Weimarer Republik &ndash; Verstaatlichungen, 8-Stunden-Tag, Legalisierung der Gewerkschaften und Betriebsr&auml;te &ndash; experimentierten Adenauer und seine Unternehmens- und Bankiersfreunde und das gehobene katholische Milieu im Rheinland mit Konzepten eines rheinischen Separatstaates und einer eigenen Notenbank. Am deutschen Au&szlig;enministerium vorbei nahm der f&uuml;hrende Ruhrindustrielle Hugo Stinnes 1923 Adenauer mit nach Paris, um auszuloten, ob in der franz&ouml;sischen Regierung Interesse an einer westeurop&auml;ischen Wirtschaftsunion bestehe. Frankreich und das Ruhrgebiet sollten mit Belgien und Luxemburg in eine Zoll- und Wirtschaftsunion zusammengefasst werden. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] So sollte der Versailler Vertrag durch eine grenz&uuml;berschreitende, halbstaatliche Selbstorganisation des Kapitals unterlaufen werden: Der bisherige deutsche Staat und seine Grenzen waren kein Essential. Aber insbesondere wegen der Ablehnung durch die Bank of England und die franz&ouml;sische Nationalbank &ndash; auf deren Beziehungen der Separatstaat und seine Notenbank angewiesen gewesen w&auml;re &ndash; ruderte man pragmatisch schnell zur&uuml;ck zum &bdquo;Deutschen Reich&ldquo; in seinen bisherigen Grenzen. <\/p><p><strong><em>2. Preu&szlig;ischer Staat als Separatstaat innerhalb des Deutschen Reiches<\/em><\/strong><br>\nAber auch innerhalb des Deutschen Reiches wurden gegen die Weimarer Verfassung (halb)staatliche Grenzen eingezogen. Der Preu&szlig;ische Staat bestand innerhalb des Deutschen Reiches als eigener Staat weiter, mit eigener Regierung, mit Landtag und einem Oberhaus, dem Staatsrat. Dieser preu&szlig;ische Teil- und Separatstaat umfasste zwei Drittel des deutschen Territoriums. Er war f&uuml;r Adenauer der monarchistische Wurmfortsatz, ein Staat im Staate, ein  innerer Gegenstaat innerhalb des Deutschen Reichs und ein Bollwerk gegen die Weimarer Demokratie. Adenauer war von Anfang bis Ende, von 1921 bis 1933,  Pr&auml;sident des Preu&szlig;ischen Staatsrates. Er hielt an dieser Funktion fest, w&auml;hrend er Angebote f&uuml;r eine Kanzlerschaft des Deutschen Reiches ablehnte. Im Staatsrat pl&auml;dierte Adenauer fr&uuml;her als sonstwo f&uuml;r die Zusammenarbeit des Zentrums mit der NSDAP. Gleichzeitig spielte der ge&uuml;bte Demagoge populistisch mit kritischen Spitzen gegen das protestantische Preu&szlig;en, mit dem man als guter Katholik nichts zu tun haben wolle. Im Verh&auml;ltnis zum faschistischen Staat Mussolinis machte Adenauer als K&ouml;lner Oberb&uuml;rgermeister seine eigene Au&szlig;enpolitik gegen die distanzierte Haltung des Reichsau&szlig;enministers Stresemann.<\/p><p><strong><em>3. Separatstaat Bundesrepublik Deutschland<\/em><\/strong><br>\nNach 1945 lehnte Adenauer, in &Uuml;bereinstimmung mit den westlichen Alliierten und insbesondere mit der US-Regierung und den US-Konzernen, die Erhaltung eines deutschen Gesamtstaates bedingungslos ab. Ein neues staatliches Gebilde, der westdeutsche Teil- und Separatstaat, war f&uuml;r die Rettung des deutschen und westeurop&auml;ischen Kapitals vor Demokratisierung und Enteignung sowie f&uuml;r die Interessen des US-amerikanischen Kapitals entscheidend. Daf&uuml;r wurde Deutschland gespalten, wurden staatliche und wirtschaftliche Funktionen auch transnational und transatlantisch an die Europ&auml;ische Gemeinschaft f&uuml;r Kohle und Stahl, an die Europ&auml;ische Gemeinschaft, dann an die Europ&auml;ische Wirtschaftsgemeinschaft und die Europ&auml;ische Union, an die Europ&auml;ische Atomunion sowie an die NATO (sie hat neben der milit&auml;rischen auch eine parlamentarische Ebene und wirtschaftliche Aufgaben) &uuml;bertragen, ohne demokratische Legitimation. <\/p><p><em>Von Werner R&uuml;gemer jetzt erschienen: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverst&auml;ndliche Notizen zum Aufstieg der neuen Finanzakteure. K&ouml;ln 2018, Papyrossa-Verlag, 357 Seiten, 19,90 Euro.<\/em> <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] &bdquo;Populistisch&ldquo; bedeutet: Dem Volk (populus) bzw. dessen Mehrheit werden Gemeinsamkeiten vorgegaukelt (Deutschland als auch soziale Einheit) und damit Versprechungen gemacht (Arbeitspl&auml;tze, Wohlstand, Frieden, Heimat, Sicherheit f&uuml;r alle), die durch die politische und wirtschaftliche Praxis gar nicht eingehalten werden k&ouml;nnen oder sollen.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Freundschaft in schwerer Zeit. Die Briefe Konrad Adenauers an Dora Pferdmenges 1933 &ndash; 1949. Bonn 2007, S. 68<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Adenauer im Dritten Reich, hg. von Hans Peter Mensing. Berlin 1991, S. 53f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Henning K&ouml;hler: Adenauer. Eine politische Biographie. Berlin 1994, S. 268<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] G&uuml;nther Schulz (Hg.): Konrad Adenauer 1917 &ndash; 1933, K&ouml;ln 2007, S. 184<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Mario Kramp: 1914: Vom Traum zum Albtraum. K&ouml;ln 2014, S. 84<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Werner Biermann: Konrad Adenauer. Ein Jahrhundertleben. Berlin 2017, S. 109<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Biermann ebd. S. 113<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Colonia Corrupta, K&ouml;ln 2015, 8. erweiterte Auflage, S. 35ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Werner R&uuml;gemer: 1933 &ndash; K&ouml;lns Oberb&uuml;rgermeister Konrad Adenauer wird durch einen Bankier abgel&ouml;st, in: Ders.: Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet. K&ouml;ln 2017, S. 79ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Colonia Corrupta. K&ouml;ln 2015 (8. Auflage), S. 15ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Josef Foschepoth: Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im kalten B&uuml;rgerkrieg. G&ouml;ttingen 2017<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Peter Wulf: Hugo Stinnes. Wirtschaft und Politik 1918 &ndash; 1924. Stuttgart 1979, S. 34 und 57 S. 493 und 201<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mehrzahl der Westdeutschen hat vermutlich mit Glanz in den Augen auf Konrad Adenauer geblickt. Dass dieser die Chance, schon Anfang der F&uuml;nfzigerjahre die beiden Teile Deutschlands zu vereinen, missachtete und fahren lie&szlig; und dass er zuallererst dem Gro&szlig;en Geld verbunden war, haben wir und unsere Kinder weder in der Schule noch aus den Zeitungen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46351\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[198,165,127],"tags":[1114,1543,909,1792,1451,2250,835,416,2155,1475,2283,1203,1977,2475,966],"class_list":["post-46351","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-lobbyismus-und-politische-korruption","tag-adenauer-konrad","tag-deutsche-einheit","tag-kapitalismus","tag-kolonialismus","tag-monarchie","tag-nachkriegszeit","tag-nationalismus","tag-nationalsozialismus","tag-opportunismus","tag-parteispenden","tag-revolution","tag-separatismus","tag-transatlantische-partnerschaft","tag-weimarer-republik","tag-weltkrieg"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46351","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46351"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46351\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52224,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46351\/revisions\/52224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46351"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46351"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46351"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}