{"id":46357,"date":"2018-10-04T08:25:42","date_gmt":"2018-10-04T06:25:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357"},"modified":"2018-10-04T08:25:42","modified_gmt":"2018-10-04T06:25:42","slug":"hinweise-des-tages-3218","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h01\">&ldquo;Angewandte politische Vernunft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h02\">Diesel-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h03\">Die heile Welt des Heiko Maas inmitten des Niedergangs seiner Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h04\">Rentenversicherung widerspricht R&uuml;rup<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h05\">Arbeitslosenquoten und Armutsgef&auml;hrdungsquoten 2007 und 2017 in den 14 Gro&szlig;st&auml;dten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h06\">USA m&uuml;ssen Iran-Sanktionen zur&uuml;cknehmen &ndash; urteilt der Internationale Gerichtshof in Den Haag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h07\">Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h08\">Jana Hensel und Wolfgang Engler im Gespr&auml;ch: &bdquo;Der Kollaps der ostdeutschen Gesellschaft war umfassend&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h09\">Sozialpopulismus statt Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h10\">I just visited Lula, the word&rsquo;s most prominent political prisoner.A &bdquo;soft coup&ldquo; in brazil&rsquo;s election will have global consequences.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h11\">Aus den Einsatzgebieten der Bundeswehr (I)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h12\">Diktatur der Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h13\">Kohle f&uuml;r Kohle: RWE und der Interessenkonflikt eines Abgeordneten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h14\">Tausende Kilometer Kreisstra&szlig;en in schlechtem Zustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46357#h15\">Eine Anh&ouml;rung im Europaparlament zu Steuerflucht und Geldw&auml;scherei ger&auml;t zum Swiss-Bashing<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Angewandte politische Vernunft&rdquo;<\/strong><br>\nDrei Minister voller Lob f&uuml;r ihren Kompromiss: Die Ressortchefs Seehofer, Heil und Altmaier haben die Eckpunkte zur Fachkr&auml;fteeinwanderung vorgestellt. Die Wirtschaft begr&uuml;&szlig;t das Vorhaben, aus der Opposition kommt Kritik.<br>\nInnenminister Horst Seehofer, Arbeitsminister Hubertus Heil und Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben in einer gemeinsamen Pressekonferenz den Kompromiss der Koalition zur Fachkr&auml;fteeinwanderung vorgestellt. Dieser soll Deutschland f&uuml;r qualifizierte Fachkr&auml;fte attraktiver machen. Das Gesetz soll auch den Zuzug entsprechender Jobsuchender aus Nicht-EU-Staaten ordnen und steuern.<br>\nDas Bundeskabinett hatte zuvor die Eckpunkte f&uuml;r das Gesetz beschlossen, auf die sich wiederum der Koalitionsausschuss in der Nacht geeinigt hatte.<br>\n&ldquo;Inl&auml;ndische Potenziale reichen nicht aus&rdquo;<br>\nSeehofer sagte, fehlende Fachkr&auml;fte seien schon heute ein Hauptproblem f&uuml;r Unternehmen. F&uuml;r ihn stehe an erster Stelle, inl&auml;ndische Potenziale und den europ&auml;ischen Arbeitsmarkt auszusch&ouml;pfen. Das reiche aber nicht aus, um die Wirtschaft zu stabilisieren&hellip;.<br>\nHeil: &ldquo;Das war h&ouml;chste Zeit&rdquo;<br>\nAuch Heil lobte, die Einigung sei Grundlage f&uuml;r ein modernes Einwanderungsgesetz, f&uuml;r das es h&ouml;chste Zeit sei: &ldquo;Das ist angewandte politische Vernunft.&rdquo; Es gebe Hinweise, dass der akuten Fachkr&auml;ftemangel zur Wachstumsbremse werden k&ouml;nne. Heil sprach von einer &ldquo;entscheidenden Frage f&uuml;r den Wohlstand in Deutschland&rdquo;&hellip;.<br>\nHeil betonte, es sollten nicht diejenigen in ihre Heimat zur&uuml;ckgeschickt werden, die in Deutschland gebraucht w&uuml;rden. Auch bei Geduldeten sei es wichtig, &ldquo;nicht die Falschen zur&uuml;ckschicken&rdquo;.<br>\nLob und Kritik f&uuml;r Einigung<br>\nWirtschaftsverb&auml;nde begr&uuml;&szlig;ten die Einigung. Die geplanten &Auml;nderungen seien &ldquo;&uuml;berf&auml;llig und richtig&rdquo;, erkl&auml;rte der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde, Steffen Kampeter. Er lobte zudem, dass die Einigung keinen &ldquo;Spurwechsel&rdquo; vorsieht. Die Regierung habe &ldquo;endlich Handlungsf&auml;higkeit in einem zukunftstr&auml;chtigen Politikfeld gezeigt&rdquo;, sagte Handwerkspr&auml;sident Hans Peter Wollseifer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fachkraeftezuwanderung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Treffende Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Hierzulande die Geh&auml;lter der Facharbeiter durch Konkurrenz dr&uuml;cken, der Wirtschaft der Herkunftsl&auml;nder qualifizierte Arbeitskr&auml;fte entziehen &ndash; das ist &ldquo;angewandte Vernunft&rdquo;. Alles mit dem Segen der SPD. Verlogener geht es nimmer!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Diesel-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Am Ende lacht die Industrie<\/strong><br>\nWas die Bundesregierung jetzt als Dieselkompromiss beschlossen hat, ist ein Hohn. Man muss nur ein paar Tage zur&uuml;ckschauen, um das zu erkennen.<br>\nAnfang vergangener Woche war ein Konzept von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bekannt geworden, das der Autoindustrie zumindest ein paar Dinge abverlangt h&auml;tte, w&auml;re es denn umgesetzt worden. Es h&auml;tte Dieselfahrern die Nachr&uuml;stung erlaubt, wenn sie in einer der 65 St&auml;dte leben oder arbeiten, in denen mehr Stickoxid in der Luft ist als erlaubt. Die Kunden sollten au&szlig;erdem ihre Dieselautos umtauschen k&ouml;nnen, um sich von dem Geld ein weniger sch&auml;dliches und betr&uuml;gerisches anderes Auto zu kaufen. Scheuers Plan war vergleichsweise harmlos, andere, darunter die SPD-Umweltministerin Svenja Schulze, forderten noch mehr.<br>\nUmso bitterer ist, dass nun selbst von Scheuers Plan kaum etwas geblieben ist. Die Bundesregierung fordert zwar Nachr&uuml;stungen auf Kosten der Hersteller, jedoch in einem so kleinen Umfang, dass der zweite Teil der Abmachung &ndash; ein Konjunkturprogramm namens Umtauschpr&auml;mie &ndash; die Verluste wieder wettmachen k&ouml;nnte. Die Autohersteller hatten gro&szlig;e Angst, dass die Kunden ein Umtauschrecht vor allem dazu nutzen w&uuml;rden, ihre dreckigen Diesel zur&uuml;ckzugeben und sich davon Autos ausl&auml;ndischer Produzenten zu kaufen. Wer k&ouml;nnte es ihnen verdenken, schlie&szlig;lich hatten die deutschen Hersteller (wenn auch nicht nur die) sie betrogen. Also strich Scheuer die Idee. Dabei ist es in jeder anderen Branche &uuml;blich, dass man ein Produkt zur&uuml;ckgeben kann, das nicht h&auml;lt, was man verspricht. F&uuml;r die Autoindustrie gelten offensichtlich andere Regeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-10\/diesel-kompromiss-grosse-koalition-bundesregierung-auto-industrie-fahrverbote\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Autoindustrie tanzt der Politik auf der Nase herum&rdquo;<\/strong><br>\nWas bringt das Diesel-Paket der Bundesregierung? Nicht viel, sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus M&uuml;ller. Im Gegenteil: Es wirke wie ein Sonderkonjunkturprogramm f&uuml;r VW und Co. Viel verspricht er sich hingegen von der Musterklage des Verbandes gegen Volkswagen.<br>\nSZ: Herr M&uuml;ller, ist das Paket, auf das sich die Bundesregierung geeinigt hat, die L&ouml;sung?<br>\nKlaus M&uuml;ller: F&uuml;r die Verbraucher ist &uuml;berhaupt nichts gewonnen, solange es keine eindeutigen und verl&auml;sslichen L&ouml;sungen gibt. Die Regierung hat aber nur ein Wunschpaket vorgelegt, das Vorschl&auml;ge und Erwartungen an die Automobilindustrie auflistet. Das ist keine L&ouml;sung f&uuml;r das reale Problem der Verbraucherinnen und Verbraucher: Sie haben ein angeblich umweltfreundliches Auto gekauft, jetzt drohen Fahrverbote und Wertverluste. Von den gesundheitssch&auml;dlichen Schadstoffen in der Luft mal ganz abgesehen. Grunds&auml;tzlich kann ein Ma&szlig;nahmenpaket aus Sonderrabatten und Nachr&uuml;stungen sinnvoll sein, um Fahrverbote zu vermeiden. Aber die Autoindustrie tanzt der Politik auf der Nase herum und ignoriert die Vereinbarung des Koalitionsausschusses. Das kann sich die Kanzlerin und ihre Koalition nicht gefallen lassen. Leider r&auml;umt auch der Verkehrsminister ein, dass bei der Hardware-Nachr&uuml;stung noch Gespr&auml;che auf der technischen und finanziellen Seite gef&uuml;hrt werden m&uuml;ssten. Wir hatten gehofft, dass die Nachtsitzung genau solche Kl&auml;rung bringt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/klaus-mueller-zum-diesel-gipfel-die-autoindustrie-tanzt-der-politik-auf-der-nase-herum-1.4153994\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Umwelthilfe bewertet &bdquo;Diesel-Konzept&ldquo; der Bundesregierung als &bdquo;Doppelte Nulll&ouml;sung&ldquo; &ndash; Merkel erneut vor der Automobilindustrie eingeknickt<\/strong><br>\nMit beschlossener &bdquo;Umtauschpr&auml;mie&ldquo; sollen schmutzige Euro 5 Diesel-Pkw durch ebenfalls schmutzige Euro 6 Diesel-Pkw ausgetauscht werden k&ouml;nnen &ndash; Keine Einigung mit den Herstellern auf eine verbindliche Hardware-Nachr&uuml;stung &ndash; Hersteller weiterhin nicht zur Kosten&uuml;bernahme bereit, Bundesregierung &bdquo;erwartet&ldquo; lediglich vom Hersteller die Kosten&uuml;bernahme &ndash; Auch bei Haftungsfrage knickt die Bundesregierung vor den Dieselkonzernen ein und befreit diese &ndash; Deutsche Umwelthilfe begl&uuml;ckw&uuml;nscht Andreas Scheuer, den Vertreter der Automobilindustrie in der Bundesregierung, f&uuml;r diese grandiose Lobbyleistung &ndash; Autoaktien reagieren mit Gewinnsprung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/deutsche-umwelthilfe-bewertet-diesel-konzept-der-bundesregierung-als-doppelte-nullloesung-merke\/\">Deutsche Umwelthilfe<\/a><\/li>\n<li><strong>Diesel-Konzept der Bundesregierung: Ein wirkungsloses Ma&szlig;nahmenpaket<\/strong><br>\n&ldquo;Das vorgestellte Ma&szlig;nahmenpaket ist eine herbe Entt&auml;uschung f&uuml;r die betrogenen Dieselfahrer und f&uuml;r alle Menschen, die tagt&auml;glich der hohen Schadstoffbelastung ausgesetzt sind. Union und SPD haben sich schon wieder zugunsten der Automobilindustrie geeinigt. Der Schutz der Konzerne ist dieser Bundesregierung wichtiger als der Schutz unserer Gesundheit und die Einhaltung von Gesetzen&ldquo;, erkl&auml;rt Ingrid Remmers, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Remmers weiter:<br>\n&bdquo;Wochenlang veranstaltete die Regierung bei der L&ouml;sung des Diesel-Desasters eine gro&szlig;e Shownummer: Heraus kommt ein nahezu wirkungsloses Ma&szlig;nahmenpaket. Die von der Bundesregierung vorgesehenen L&ouml;sungen betreffen bundesweit nur 14 St&auml;dte, dabei haben wir ein fl&auml;chendeckendes Abgasproblem in weit &uuml;ber 60 St&auml;dten.<br>\nAls wichtigste Ma&szlig;nahme pr&auml;sentiert uns die Bundesregierung die Umtauschpr&auml;mie. Das bedeutet im Klartext: Schmutzige Dieselfahrzeuge sollen durch gebrauchte oder neuere schmutzige Dieselfahrzeuge ersetzt werden. Ein hervorragendes Programm, um die Kassen der Autokonzerne weiter zu f&uuml;llen, aber nutzlos um die Luft in unseren St&auml;dten sauberer zu machen. Mit dieser Ma&szlig;nahmen-Mogelpackung steuert die Bundesregierung direkt auf die n&auml;chsten Fahrverbote zu.<br>\nAnstatt die gesetzlich vorgesehenen Bu&szlig;gelder zu verh&auml;ngen und fl&auml;chendeckende Hardware-Nachr&uuml;stungen auf Kosten der Hersteller zu beschlie&szlig;en, macht sich die Bundesregierung bei der Autoindustrie zum Bittsteller.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ingrid-remmers.info\/diesel-konzept-der-bundesregierung-ein-wirkungsloses-massnahmenpaket\/\">Ingrid Remmers DIE LINKE<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die heile Welt des Heiko Maas inmitten des Niedergangs seiner Partei<\/strong><br>\nHeiko Maas muss sich ja wirklich keine Sorgen um seine Partei machen. Wenn sie nach der n&auml;chsten Wahl als Mehrheitsbeschafferin nicht mehr gebraucht wird, dann l&auml;sst er sich halt auf Empfehlung seiner Schirmherrn im Atlantic Council an die Harvard Universit&auml;t berufen, so wie vor ihm Joschka Fischer und Sigmar Gabriel, und trommelt von dort wie diese daf&uuml;r, dass ein milit&auml;risch geeintes und starkes Europa mehr Verantwortung dabei &uuml;bernimmt, mit dem wichtigsten Partner USA &bdquo;Demokratie, Freiheit und Menschenrechte an m&ouml;glichst vielen Pl&auml;tzen der Welt zu verteidigen.&ldquo; (Zitat aus dem Interview.)<br>\nDass ausgerechnet der in Wahrheit sehr unpopul&auml;re und bei Wahlen durchgehend erfolglose Heiko Maas an diese Position gelangt ist, und so Gelegenheit hat, solche Spr&uuml;che abzusondern, die die verbliebenen friedliebenden SPD-Mitglieder und -W&auml;hler vor den Kopf sto&szlig;en, erkl&auml;rt sehr gut die Misere dieser Partei. Seine einzigen Wahlerfolge waren, dass er es mit starker Unterst&uuml;tzung des im Saarland hochpopul&auml;ren Ministerpr&auml;sidenten Oskar Lafontaine 1992 an die Spitze der Saar-Jusos und 1994 in den saarl&auml;ndischen Landtag geschafft hat. Er wurde daraufhin in Saarbr&uuml;cken Staatssekret&auml;r und 1998 Minister.<br>\nBei der n&auml;chsten Wahl, 1999, verlor die SPD die absolute Mehrheit und sank auf 44 Prozent. Maas wurde Fraktionsvorsitzender und Oppositionsf&uuml;hrer.<br>\nUnter seiner Spitzenkandidatur brach die SPD bei der n&auml;chsten Wahl 2004 auf 31 Prozent der Stimmen ein. Dieser Ausweis hartn&auml;ckiger Erfolglosigkeit reichte, damit Maas 2007 ins Pr&auml;sidium der Bundes-SPD geholt wurde.<br>\nAuch bei der Wahl 2009 im Saarland war Maas Spitzendkandidat. Er schaffte es, mit 24.5 Prozent alles bisher Dagewesene zu unterbieten.<br>\nNach dem vorzeitigen Ende der CDU-FDP-Gr&uuml;nen-Regierung im Saarland war Maas wieder Spitzenkandidat f&uuml;r die Wahlen 2012. Die SPD landete mit 30 Prozent f&uuml;nf Punkte hinter der CDU. Daf&uuml;r wurde Maas ein Jahr sp&auml;ter von der Parteif&uuml;hrung zum Bundes-Justizminister erkoren.<br>\nNach dem desastr&ouml;sen Wahlergebnis der SPD bei der Bundestagswahl 2017, zu dem er mit seinem weithin kritisierten Netzdurchsetzungsgesetz und der nicht bremsenden Mietpreisbremse nicht unwesentlich beigetragen haben d&uuml;rfte, wurde er 2018 zum Au&szlig;enminister bef&ouml;rdert.<br>\nDiese Karriere des Heiko Maas und seine dazu passende Haltung gegen&uuml;ber den Wahldesastern seiner Partei hilft das fast Unerkl&auml;rliche zu erkl&auml;ren, warum die SPD f&uuml;r jeden erkennbar seit Jahren dem Untergang entgegendriftet und das Personal im F&uuml;hrerhaus keinerlei Anstalten macht, umzusteuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1035-maas-heile-welt\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rentenversicherung widerspricht R&uuml;rup<\/strong><br>\nFreiwillige Beitragszahlungen an die Rentenkassen untergraben nicht die Solidit&auml;t der Rentenversicherung.<br>\nMit einem bemerkenswerten Leserbrief hat die Deutsche Rentenversicherung (DRV) jetzt auf einen in der vergangenen Woche erschienenen Beitrag des Wirtschaftswissenschaftlers und ehemaligen Vorsitzenden der f&uuml;nf Wirtschaftsweisen, Bert R&uuml;rup, im &ldquo;Handelsblatt&rdquo; reagiert. Der von R&uuml;rup erhobene Vorwurf, mit freiwilligen Beitragszahlungen an die Rentenversicherung lasse man sich auf ein betr&uuml;gerisches Schneeballsystem (&ldquo;Ponzi-System&rdquo;) ein, sei &ldquo;falsch und unredlich&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Brief der Rentenversicherung. In einem Ponzi-Spiel beruhe die Rendite aus den Beitr&auml;gen zus&auml;tzlicher Mitspieler, &ldquo;w&auml;hrend die Rendite der Rentenversicherung auf dem Lohnwachstum u.a. aufgrund von Produktivit&auml;tsfortschritten basiert&rdquo;.<br>\nR&uuml;rup hatte in seinem Beitrag Forderungen von Politikern widersprochen, die seit 2017 ausgeweitete M&ouml;glichkeit von freiwilligen Beitragszahlungen an die Rentenversicherung noch st&auml;rker auszudehnen. Da in einer umlagefinanzierten Sozialversicherung alle Pflicht- und freiwilligen Beitr&auml;ge der Finanzierung der laufenden Leistungen dienten, w&uuml;rden freiwillige Beitr&auml;ge das System &ldquo;destabilisieren&rdquo;, warnte R&uuml;rup. Seine Begr&uuml;ndung: Es sei nicht sichergestellt, &ldquo;dass sich auch in der Zukunft gen&uuml;gend freiwillige Einzahler finden, damit in der Vergangenheit mit freiwilligen Beitr&auml;gen erworbene Anspr&uuml;che bedient werden k&ouml;nnen&rdquo;. Zudem sei der aktuelle Rendite-Vorsprung der gesetzlichen Rentenversicherung gegen&uuml;ber sicheren Kapitalanlageformen wegen der zunehmenden Bev&ouml;lkerungsalterung und der k&uuml;nftig wieder steigenden Zinsen &ldquo;fl&uuml;chtig&rdquo;, so R&uuml;rup.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/nachrichten\/lesen\/rentenversicherung-widerspricht-ruerup.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitslosenquoten und Armutsgef&auml;hrdungsquoten 2007 und 2017 in den 14 Gro&szlig;st&auml;dten<\/strong><br>\nEin Blick auf die amtlichen Arbeitslosenquoten (gemessen an allen zivilen Erwerbspersonen) und die amtlichen Armutsgef&auml;hrdungsquoten (gemessen am Bundesmedian) in den 14 Gro&szlig;st&auml;dten (mit einem Bev&ouml;lkerungsstand von &uuml;ber 400.000 ohne die Region Hannover) in den Jahren 2007 und 2017 (dem aktuellsten Berichtsjahr mit Daten zur Armutsgef&auml;hrdung) &ndash; mit besonderer Beachtung der Stadt N&uuml;rnberg. &ldquo;Obwohl in allen Gro&szlig;st&auml;dten 2017 eine deutlich niedrigere Arbeitslosenquote ermittelt wurde als 2007, wurde 2017 in 11 der 14 Gro&szlig;st&auml;dte eine h&ouml;here Armutsgef&auml;hrdungsquote ermittelt als 2007.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/1137-arbeitslosenquoten-und-armutsgefaehrdungsquoten-2007-und-2017-in-den-14-grossstaedten.html\">BIAJ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>USA m&uuml;ssen Iran-Sanktionen zur&uuml;cknehmen &ndash; urteilt der Internationale Gerichtshof in Den Haag<\/strong><br>\nDer Internationale Gerichtshof in Den Haag gab einer Klage der iranischen Regierung teilweise Recht und wies die US-Regierung an, von im Mai verh&auml;ngten Sanktionen jene mit humanit&auml;rem und sicherheitsrelevantem Bezug unverz&uuml;glich zur&uuml;ckzunehmen. Eine Befolgung dieses Urteils durch die USA ist h&ouml;chst fraglich.<br>\nAm Mittwoch urteilte das h&ouml;chste Gericht der Vereinten Nationen, einige der von den USA verh&auml;ngten Sanktionen gegen den Iran seien illegal und m&uuml;ssten umgehend zur&uuml;ckgenommen werden. Washington verh&auml;ngte diese Sanktionen nachdem Donald Trump im Mai einseitig aus dem historischen Nuklearabkommen mit dem Iran ausgestiegen ist.<br>\nDer sogenannte &bdquo;Iran-Deal&ldquo; &ndash; den ich an anderer Stelle als &bdquo;Blaupause f&uuml;r friedliche, l&ouml;sungsorientierte Diplomatie&ldquo; im 21. Jahrhundert bezeichnete &ndash; beschnitt massiv das iranische Atomprogramm, im Gegenzug wurden einige Sanktionen gegen den Iran gelockert. Mit seinem R&uuml;ckzug aus dem Deal brach Trump das V&ouml;lkerrecht, da der Iran-Deal in UN-Resolution 2231 kodifiziert und damit v&ouml;lkerrechtlich bindend war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-10-03\/usa-muessen-iran-sanktionen-zuruecknehmen-urteilt-der-internationale-gerichtshof-in-den-haag\/\">Justice Now<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Es ist in der Tat zu erwarten, dass die USA das Urteil des IGH ignoriert. Hier ein Auszug aus Trump&rsquo;s Rede vor der UNO vom 25. September:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Die F&uuml;hrer des Iran s&auml;en Chaos, Tod und Zerst&ouml;rung. Sie respektieren weder ihre Nachbarn oder Grenzen noch die souver&auml;nen Rechte der Nationen. Stattdessen pl&uuml;ndern die iranischen F&uuml;hrer die Ressourcen der Nation, um sich selbst zu bereichern und Chaos im Nahen Osten und weit dar&uuml;ber hinaus zu verbreiten.<br>\n(&hellip;) Die Nachbarn des Iran haben einen hohen Tribut f&uuml;r die Agenda der Aggression und Expansion des Regimes gezahlt. Deshalb haben so viele L&auml;nder im Nahen Osten meine Entscheidung, die Vereinigten Staaten aus dem schrecklichen Iran Nuclear Deal von 2015 zur&uuml;ckzuziehen und Nuklearsanktionen wieder zu verh&auml;ngen, nachdr&uuml;cklich unterst&uuml;tzt.<br>\n(&hellip;) Die Vereinigten Staaten haben eine Kampagne des wirtschaftlichen Drucks gestartet, um dem Regime die Mittel zu verweigern, die es braucht, um seine blutige Agenda voranzubringen. Im vergangenen Monat haben wir damit begonnen, hart getroffene Nuklearsanktionen, die im Rahmen des Iran-Deals aufgehoben worden waren, wieder zu verh&auml;ngen. Zus&auml;tzliche Sanktionen werden am 5. November wieder aufgenommen, weitere werden folgen. Und wir arbeiten mit L&auml;ndern zusammen, die iranisches Roh&ouml;l importieren, um ihre Eink&auml;ufe erheblich zu reduzieren.<br>\n(&hellip;) Wir fordern alle Nationen auf, das iranische Regime zu isolieren, solange seine Aggression anh&auml;lt. Und wir bitten alle Nationen, das iranische Volk bei seinem Kampf um die Wiederherstellung seiner religi&ouml;sen und rechtschaffenen Bestimmung zu unterst&uuml;tzen&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tagesereignis.de\/2018\/09\/politik\/donald-trumps-haelt-hochgelobte-rede-vor-der-73-vollversammlung-der-un-in-new-york-deutsch\/6273\/\">Tagesereignis (Seite 3 )<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>dazu: <strong>Tornado-Einsatz sofort beenden<\/strong><br>\n&bdquo;Der Tornado-Einsatz der Bundeswehr zur Aufkl&auml;rung in Syrien und Irak muss sofort beendet werden und nicht erst in einem Jahr. Die Bundesregierung sollte sich endlich darauf konzentrieren, die humanit&auml;re Hilfe vor Ort zu verst&auml;rken und Syrien massiv beim Wiederaufbau zu unterst&uuml;tzen statt deutsche Soldaten weiter in eine vom V&ouml;lkerrecht nicht gedeckte Mission zu schicken&rdquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Milit&auml;reins&auml;tze sind kein Beitrag zur Bek&auml;mpfung des Terrorismus. Die Gefahr islamistischer Terroranschl&auml;ge ist im Zuge des Anti-IS-Einsatzes der Bundeswehr nicht kleiner, sondern gr&ouml;&szlig;er geworden. Angesichts der weiter unklaren politischen Verh&auml;ltnisse und ausbleibenden Regierungsbildung im Irak muss auch die deutsche Beteiligung an der milit&auml;rischen Ausbildungsmission im Irak beendet werden.<br>\nDie Bundesregierung muss alles f&uuml;r die tats&auml;chliche Stabilisierung der Region unternehmen. Dazu geh&ouml;ren ein Stopp der Waffenexporte in den Nahen Osten und der Erhalt des Atomabkommens mit dem Iran. Im Fall eines Scheiterns droht die Region mit einem atomaren Wettr&uuml;sten noch explosiver werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/tornado-einsatz-sofort-beenden\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen<\/strong><br>\nAm 2. Oktober erscheint im Westend Verlag das Buch &bdquo;Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen. Ein Aufruf an alle von Matthias Platzeck, Peter Gauweiler, Antje Vollmer, Oskar Lafontaine, Gabriele Krone-Schmalz, Peter Brandt, Daniela Dahn und vielen anderen&ldquo;, in dem die Herausgeberin Adelheid Bahr gemeinsam mit zahlreichen Pers&ouml;nlichkeiten des &ouml;ffentlichen Lebens f&uuml;r eine neue Entspannungspolitik gegen&uuml;ber Russland pl&auml;diert.<br>\n&bdquo;Amerika bleibt ein unentbehrlicher Faktor, Russland ist unverr&uuml;ckbar, und Europa mit Deutschland in der Mitte bildet den Kern unserer Interessen.&ldquo; Diesen Satz &auml;u&szlig;erte Egon Bahr mehrfach, zuletzt bei der Verleihung des Friedrich-Joseph-Haass-Preises 2015. Die deutsch-russischen Beziehungen stehen nach Bahr, dem Architekten von Willy Brandts Ostpolitik, in einem gro&szlig;en internationalen Kontext, aus dem sie in letzter Zeit jedoch immer wieder herausgerissen werden. Gerade heute braucht es daher umso dringender eine neue Entspannungspolitik und einen Dialog mit Russland, sagt Adelheid Bahr, die Witwe Egon Bahrs, und hat mit 25 Pers&ouml;nlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft einen Aufruf in Buchform verfasst, der auch bislang unver&ouml;ffentlichte Texte von Egon Bahr enth&auml;lt: &bdquo;Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen&ldquo;.<br>\n(&hellip;) Mit Beitr&auml;gen von Adelheid Bahr, Egon Bahr, Wolfgang Bittner, Peter Brandt, Mathias Br&ouml;ckers, Daniela Dahn, Friedrich Dieckmann, Frank Elbe, Justus Frantz, Sigmar Gabriel, Peter Gauweiler, Richard Kiessler, Gabriele Krone-Schmalz, Wolfgang Kubicki, Harald Kujat, Oskar Lafontaine, Albrecht M&uuml;ller, Matthias Platzeck, Detlef Prinz, Herwig Roggemann, Florian R&ouml;tzer, Evgeniya Sayko, Andr&eacute; Schmitz-Schwarzkopf, Hans-Joachim Spanger, Antje Vollmer, Konstantin Wecker und Willy Wimmer.<br>\nAdelheid Bahr (Hg.): &bdquo;Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen. Ein Aufruf an alle von Matthias Platzeck, Peter Gauweiler, Antje Vollmer, Oskar Lafontaine, Gabriele Krone-Schmalz, Peter Brandt, Daniela Dahn und vielen anderen&ldquo;, 208 Seiten, Westend, 2.10.2018<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/kommentare\/warum-wir-frieden-und-freundschaft-mit-russland-brauchen-pressemitteilung\/\">Westend Verlag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Siehe dazu auch den Text von Albrecht M&uuml;ller: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46344\">T&ouml;dlicher Wandel durch Konfrontation &ndash; Was uns vermutlich ins Haus steht<\/a> sowie von Gabriele Krone-Schmalz: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Warum-wir-Frieden-und-Freundschaft-mit-Russland-brauchen-4179222.html\">Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen<\/a> und von Mathias Br&ouml;ckers: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-2-10-2018-fuer-eine-neue-friedenspolitik\/\">F&uuml;r eine neue Friedenspolitik<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Ratloses Erschrecken<\/strong><br>\nZum Stand der deutsch-russischen Beziehungen<br>\n(&hellip;) Die erschreckende Politikferne der deutschen Politik<br>\nEgon Bahrs tiefer Sorge um die Zukunft des Kontinents entspringenden Worte, von der deutschen Presse einhellig verschwiegen, sind wirkungslos verhallt. Wenn die Au&szlig;enminister Steinmeier und Gabriel noch ein Gef&uuml;hl f&uuml;r die Absurdit&auml;t der Sanktionspolitik erkennen lie&szlig;en, so ist bei Gabriels Nachfolger kein Vorbehalt gegen&uuml;ber einer Politik mehr wahrzunehmen, die im Schlepptau US-amerikanischer Ambitionen gegen deutsche wie europ&auml;ische Interessen verst&ouml;&szlig;t.<br>\n(&hellip;) Das ist nicht zu hoch gegriffen, und wenn man auf Seiten der CDU Positionen von erschreckender Politikferne wahrnimmt, fragt man sich, wie die deutschen Sozialdemokraten hier gegensteuern. Ihre F&uuml;hrung unterl&auml;sst dies, wie sie so vieles unterl&auml;sst, was ihr und dem Land nottut. Die SPD hat in dem Bundestagswahlkampf des Jahres 2017 kein Wort &uuml;ber die deutsche Russlandpolitik verloren, die seit alters eine nationale Schicksalsfrage gewesen ist; sie hat den Ruf nach einem rationalen Umgang mit den russischen Sicherheitsbed&uuml;rfnissen einer rechtsgerichteten Partei &uuml;berlassen, die auch aus diesem Defizit ihre Existenzberechtigung ableitet. In einem Interview mit dem &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; hat der Politologe Wolfgang Merkel, Mitglied der SPD-Grundwertekommission, mit knappen Worten auch auf dieses Defizit verwiesen: &bdquo;Au&szlig;enminister Heiko Maas erkl&auml;rt, er sei wei&szlig; Gott nicht wegen Willy Brandt in die Politik gegangen. Die Abkehr von der Idee einer Ostpolitik und Sanktionen gegen Russland halte ich f&uuml;r einen gro&szlig;en Fehler. Unseren Interessen dient es jedenfalls nicht.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Das Erschreckende ist, dass deutsche Politik gegen&uuml;ber Russland nicht nur politische Errungenschaften verspielt hat, sondern auch die Ann&auml;herung der V&ouml;lker, bis hin zur Umkehrung eines bis dahin befriedeten und sogar freundschaftlichen Verh&auml;ltnisses&hellip;Ein Schaden ist angerichtet, dessen Wiedergutmachung gr&ouml;&szlig;te Anstrengungen erfordert, und in einer erfahrungslosen Politikergeneration ist niemand in Sicht, der die Kraft und den Willen aufbr&auml;chte, einen Weg selbstst&auml;ndigen Denkens und Handelns zu gehen, wie ihn Willy Brandt, Walter Scheel, Egon Bahr und viele andere einst in einer noch viel gef&auml;hrlicheren Situation im deutschen Interesse einschlugen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2018\/september\/ratloses-erschrecken\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jana Hensel und Wolfgang Engler im Gespr&auml;ch: &bdquo;Der Kollaps der ostdeutschen Gesellschaft war umfassend&ldquo;<\/strong><br>\nWer &uuml;ber den Osten nachdenkt, landet bei der DDR. Falsch, sagen Jana Hensel und Wolfgang Engler. Der Schl&uuml;ssel zum Verst&auml;ndnis der ostdeutschen Gesellschaft sei die Nachwendezeit &ndash; die &Uuml;berschattung der Demokratieerfahrung durch die Erfahrung der Br&uuml;chigkeit.<br>\nWas bedeutet es, ostdeutsch zu sein? Im Folgenden dokumentieren wir einen Ausschnitt aus dem Gespr&auml;ch im Deutschlandfunk Kultur mit Autorin Jana Hensel und Publizist Wolfgang Engler. Beide haben sich in ihren B&uuml;chern mit ostdeutschen Identit&auml;tsfragen besch&auml;ftigt und jetzt gemeinsam den Band &bdquo;Wer wir sind: Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein&ldquo; publiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/jana-hensel-und-wolfgang-engler-im-gespraech-der-kollaps.1270.de.html?dram:article_id=428203\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p>dazu: <strong>Erinnerungspolitik: DDR neu erz&auml;hlen<\/strong><br>\nDie meisten ehemaligen DDR-B&uuml;rger finden sich in der offiziellen Erinnerungspolitik nicht wieder. Sie reduziert das Leben in der DDR auf T&auml;ter und Opfer der Stasi. Der Historiker Karsten Krampitz pl&auml;diert f&uuml;r einen neuen Blick auf die DDR, ohne sie zu d&auml;monisieren, aber auch ohne sie zu verkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/erinnerungspolitik-ddr-neu-erzaehlen.1184.de.html?dram:article_id=427797\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sozialpopulismus statt Sozialpolitik<\/strong><br>\nDie AfD ist nicht die Partei der kleinen Leute, sondern die Partei des gro&szlig;en Geldes. Das kann jeder erkennen, der ihre Arbeit im Parlament oder ihre programmatischen &Auml;u&szlig;erungen verfolgt. Bisher gelingt es der AfD dies mit geschicktem politischen Marketing zu kaschieren. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend sich die AfD als Retterin des Wohlfahrtsstaates darstellt, bezieht sie Stellung gegen &ldquo;Dr&uuml;ckeberger&rdquo;, &ldquo;Faulenzer&rdquo; und &ldquo;Sozialschmarotzer&rdquo;, die gar nicht &ldquo;wirklich&rdquo; arm seien. Hartz-IV-Empf&auml;ngerInnen klagen angeblich auf hohem Niveau, obwohl sie das Steuergeld hart arbeitender B&uuml;rger verprassen.<br>\nIn dieselbe Richtung entwickelte sich der Migrations- und (Des-)Integrationsdiskurs: Wenn uns Zuwanderer &ndash; seit 2015 haupts&auml;chlich Fl&uuml;chtlinge muslimischen Glaubens &ndash; &uuml;berschwemmen und sich nicht integrieren oder assimilieren (lassen), werden wir zu Fremden im eigenen Land. Alle sozialen Probleme f&uuml;hrt die AfD auf die vermehrte Fluchtmigration zur&uuml;ck, w&auml;hrend sie die f&uuml;r den Um- bzw. Abbau des Sozialstaates ma&szlig;geblichen Entscheidungen wie die Deregulierung des Arbeitsmarktes im Rahmen der Agenda 2010 ausblendet, also etwa die Erleichterung der Befristung von Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen, die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes, die Liberalisierung der Leiharbeit oder die Einf&uuml;hrung von Mini- und Midijobs).<br>\nNirgends klaffen der Anspruch, unterprivilegierte Bev&ouml;lkerungsschichten zu vertreten, und die Wirklichkeit der AfD-Parlamentspraxis so weit auseinander wie im Bereich der Sozial-, Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik. Ein vertrauliches Strategiepapier, das der AfD-Bundesvorstand f&uuml;r das Wahljahr 2017 beschlossen hatte, r&auml;umte Probleme auf diesem Gebiet unverbl&uuml;mt ein:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++dbb22e04-c2fb-11e8-ab06-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Revolte der Abgeh&auml;ngten? Zum Verh&auml;ltnis von Rechtspopulismus und sozialer Ungleichheit<\/strong><br>\nNeuere Studien zeigen, dass Angeh&ouml;rige unterer Statuslagen besonders stark zur AfD neigen und dass sich diese Neigung unter anderem aus materiellen und symbolischen Abwertungserfahrungen ergibt. Kann eine progressivere und glaubhaftere Sozial- und Verteilungspolitik helfen, AfD-W&auml;hler\/innen zur&uuml;ckzugewinnen?<br>\nWir befinden uns gegenw&auml;rtig in einer Situation, die f&uuml;r die meisten Menschen bis vor wenigen Jahren eigentlich unvorstellbar schien, weil viele dachten, dass die Geschichte &ndash; zumindest in dieser Hinsicht &ndash; an ein Ende gekommen sei: Wir erleben, dass in Deutschland eine rechtspopulistische Partei sehr viele W&auml;hler hinter sich vereinen kann und dass deren Zahl ganz offensichtlich weiter anw&auml;chst. In der Folge dieser Entwicklung ist eine hitzige Diskussion dar&uuml;ber entbrannt, welche Menschen eigentlich diese Partei unterst&uuml;tzen. Hitzig ist die Diskussion deshalb, weil mit unterschiedlichen Antworten auf diese Frage auch unterschiedliche Erkl&auml;rungen f&uuml;r dieses Wahlverhalten einhergehen und damit letztlich auch unterschiedliche Rezepte daf&uuml;r, wie diese Menschen zu einer anderen Wahl bewegt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/wsi_blog_116016.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>I just visited Lula, the word&rsquo;s most prominent political prisoner.A &bdquo;soft coup&ldquo; in brazil&rsquo;s election will have global consequences.<\/strong><br>\nThe prisoner we visited, Luiz In&aacute;cio Lula da Silva &ndash; &ldquo;Lula,&rdquo; as he is universally known &mdash; has been sentenced to virtual life imprisonment, in solitary confinement, with no access to press or journals and with limited visits one day a week&hellip;.<br>\nTo Brazil&rsquo;s power structure, imprisoning Lula is not enough: They want to ensure that the population, as it prepares to vote, cannot hear from him at all, and are apparently willing to use any means to accomplish that goal.<br>\n(&hellip;) Brazil is facing an election that is of critical importance for its future. Lula is by far the most popular candidate and would easily win a fair election, not the outcome preferred by the plutocracy.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2018\/10\/02\/lula-brazil-election-noam-chomsky\/\">The intercept<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> &hellip; ganz nebenbei liefert Chomsky ein treffendes apercu zum Populismusbegriff als Kampfbegriff. &ldquo;Populismus&rdquo; ist danach aus Sicht der permanenten &ldquo;Eliten&rdquo; die Infragestellung ihrer ausschlie&szlig;lich vernunftgeleiteten und alternativlosen Wirtschafts- und Sozialpolitik durch die zur Unvernunft verf&uuml;hrten Regierten. Aufgabe der demokratischen Regierung ist es daher nach g&auml;ngigem Selbstverst&auml;ndnis (in meinen Worten), den Zugriff des unvern&uuml;nftigen Demos auf die Regierung des Staates zu verhindern &ndash; und dadurch den Zugriff der permanenten &ldquo;Elite&rdquo; auf die Regierung des Staates zu sichern. Aufgabe des Populismusbegriffs als Kampfbegriff ist es also, Forderungen nach politischer Ver&auml;nderung als irrational zu brandmarken.<br>\nInbegriff der dadurch bezweckten Zementierung der politischen Verh&auml;ltnisse in Deutschland ist selbstverst&auml;ndlich die Gro&szlig;e Koalition, f&uuml;r die Steinmeier und Merkel stehen. Sobald die jeweils herrschende Regierung f&uuml;r sich in Anspruch nimmt, in ihrer Handlungsweise alternativlos zu sein, stellt das einen Angriff auf die eigentliche Gesch&auml;ftsgrundlage der parlamentarischen Demokratie &ndash; die jederzeit bestehende M&ouml;glichkeit politischer Ver&auml;nderung auf Grund von Wahlen &ndash; dar.<br>\nStatt diesem Mechanismus im Wege der politischen Auseinandersetzung und eines m&ouml;glichen Regierungswechsels Raum zu geben, bedient sich die Regierung Merkel selbst eines vorpolitischen und f&uuml;r autokratische Regime kennzeichnenden Populismus. Nichts symbolisiert dies deutlicher als der mit einem Mal durch die Kanzlerin festgestellte Mangel an bezahlbarem Wohnraum, &uuml;ber den sie selbstverst&auml;ndlich pers&ouml;nlich &ndash; im Stile eines wohlwollenden Autokraten &ndash; sehr besorgt ist &ndash; ganz so, als sei dies nicht Ergebnis der von ihr im letzten Jahrzehnt verantworteten Politik. Die pers&ouml;nliche Sorge der Kanzlerin &ndash; auch in der Pflege &ndash; ersetzt Politik.<br>\nGanz unabh&auml;ngig davon, wo man parteipolitisch steht, ist die Funktionst&uuml;chtigkeit der parlamentarischen Demokratie eine Frage der politischen Hygiene. Wer Mist baut, geh&ouml;rt abgew&auml;hlt. Das Ph&auml;nomen der Gro&szlig;en Koalition in Deutschland und der sie vermeintlich staatstragend unterst&uuml;tzenden Claqueure, das ebendies verhindert, ist somit Ausdruck einer Regression des politischen Systems ins Vor- oder Postpolitische. Wo die politische Energie aber nicht mehr flie&szlig;en kann, verkommt sie zur faulenden Brache.<br>\nSo ist der Boden bereitet f&uuml;r die Anh&auml;nger der lupenreinen Autokratie, die den vom Merkel anlassweise praktizierten Populismus zum politischen Prinzip erheben und die Demokratie auch formal entsorgen wollen.<br>\nUm hier abzubrechen, gibt es also zwei Formen von Populismus: den politischen und den vorpolitischen. Beide Ph&auml;nomene absichtsvoll zu vermengen, ist ein Anschlag der Regierenden auf die Grundpfeiler unseres politischen Systems.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Aus den Einsatzgebieten der Bundeswehr (I)<\/strong><br>\nDie EU diskutiert neue Grenzverschiebungen in S&uuml;dosteuropa. Demnach k&ouml;nnte die F&uuml;hrung des Kosovo den serbischsprachigen Norden des von ihr beherrschten Gebiets der Kontrolle Belgrads &uuml;bertragen, w&auml;hrend sie das albanischsprachige Pre&scaron;evo-Tal im S&uuml;den Serbiens erhielte. Die EU-Au&szlig;enbeauftragte Federica Mogherini f&ouml;rdert &ndash; offenkundig mit R&uuml;ckendeckung Frankreichs &ndash; diesen Tausch, w&auml;hrend die Bundesregierung ihn ablehnt. Tats&auml;chlich folgt der Plan einer Arrondierung von Grenzen nach ethnischen Kriterien der Politik, die die Bundesregierung vor allem in den 1990er und 2000er Jahren in S&uuml;dosteuropa forciert hat. Die Bundeswehr, die seit fast 20 Jahren im Kosovo stationiert ist, bereitet inzwischen den weitgehenden Abzug vor und will sich nun vor allem auf Training und Ausr&uuml;stung der kosovarischen Streitkr&auml;fte konzentrieren, die begonnen haben, mit der NATO zu kooperieren. Die Bev&ouml;lkerung des Kosovo hingegen darbt nach fast zwei Jahrzehnten westlicher Besatzung: Das Gebiet ist das zweit&auml;rmste in Europa; nur die Milit&auml;rkooperation mit der NATO gedeiht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7742\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Diktatur der Konzerne<\/strong><br>\nWie sich die Politik von RWE am Hambacher Forst vorf&uuml;hren l&auml;sst, stellt die Demokratie in Frage. Eine Warnung aus ostdeutscher Perspektive.<br>\nIn was f&uuml;r einer Demokratie leben wir eigentlich? Warum kann und darf ein Unternehmen wie RWE die Handlungsf&auml;higkeit und das Gewaltmonopol des Staates in Frage stellen? Fragen wie diese dr&auml;ngen sich auf, wenn man das absurde Geschehen am Hambacher Forst beobachtet.<br>\nDer Energiekonzern RWE will einen 12.000 Jahre alten Wald abholzen, um Braunkohle abzubauen &ndash; also vollendete Tatsachen schaffen, obwohl eine von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission gerade &uuml;ber den baldigen, strukturierten Kohleausstieg ber&auml;t. Viele B&uuml;rger &ndash; besonders Ostdeutsche &ndash; erkennen darin die offene Kriegserkl&auml;rung eines Konzerns an das Regierungshandeln, und dieser Angriff kommt einem Paradigmenwechsel in unserer Demokratie gleich.<br>\n(&hellip;) Dass Polizei und Feuerwehr missbraucht werden, um auf Veranlassung der Bauministerin der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, trotz anh&auml;ngiger Gerichtsverfahren gerade jetzt die Natursch&uuml;tzer aus dem Forst zu zerren und ihre Baumh&auml;user zu zerst&ouml;ren, ist ungeheuerlich. Die nordrhein-westf&auml;lischen Politiker, von Ministerpr&auml;sident Laschet bis zu Innenminister Reul, wirken wie traurige Marionetten von RWE.<br>\n(&hellip;) Nach einer Umfrage von Zeit online vom 19. September lehnen 75 Prozent der Deutschen die Rodung des Hambacher Forstes ab. Das sind immerhin rund 60 Millionen B&uuml;rger. Welche Partei, welche Politik vertritt eigentlich deren Interessen in dieser demokratischen Republik?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Debatte-Hambacher-Forst\/!5536729\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Gedanken eines Polizisten zum Einsatz im Hambacher Forst: Zwischen Gerichtsurteil und Lebensraum<\/strong><br>\n&ldquo;Nachdem der Konflikt um den Hambacher Forst seit Jahren unbemerkt verlief, zumindest &uuml;berregional, pr&auml;gt er seit vielen Tagen die t&auml;glichen Nachrichten. W&auml;hrend ich als Kollege diesen &auml;u&szlig;erst umstrittenen Einsatz ein paar hundert Kilometer entfernt in Nachrichten und sozialen Netzwerken verfolge, macht es mich jeden Tag w&uuml;tender.<br>\nEs macht mich w&uuml;tend, zu sehen, wie Kollegen und Kolleginnen dort im Wald vor einen Karren gespannt werden, den sie nicht ziehen sollten. Die Polizei sieht sich vielfach mit dem Vorwurf konfrontiert, zum Handlanger einer Firma zu werden. Klar, das nervt.<br>\nAber so sehr ich dar&uuml;ber nachdenke, ich komme unter dem Strich einfach nicht dagegen an. Auch wenn ich da die Politik eher in der Rolle des Handlangers sehe. Meine Kritik richtet sich in keinster Weise gegen die Kollegen und Kolleginnen, die dort eingesetzt sind.<br>\nWarum w&auml;scht man hier die W&auml;sche eines milliardenschweren Konzerns, der f&uuml;r eine der dreckigsten Energien, gegen jegliche Vernunft und ohne R&uuml;cksicht einen riesigen Lebensraum abholzt? Ich sehe hier keinen B&uuml;rger in Not. Ich sehe keine Versammlung, die von unserer Verfassung abgedeckt ist und den entsprechenden Schutz erfordert. Ich sehe niemanden, der zum Schutz privater Rechte die Polizei hinzuzieht&hellip;.<br>\nEs gibt aber auch viel Protest, der sinnvoll ist, der gerechtfertigt ist und der, wenn man den Zustand unserer Erde ansieht, n&ouml;tig ist. Es w&auml;re &auml;u&szlig;erst leichtfertig, diese Leute als &ldquo;linke Spinner&rdquo; abzustempeln. Immerhin machen sich Menschen Gedanken und ich bin froh &uuml;ber jeden, der das tut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/polizistmensch.de\/2018\/09\/gedanken-eines-polizisten-zum-einsatz-im-hambacher-forst-zwischen-gerichtsurteil-und-lebensraum\/\">Polizist=Mensch<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Viele offene Fragen<\/strong><br>\nSechzehn Tage dauerte die R&auml;umung im bedrohten Wald. Einige Fragen bleiben: War die Palettenr&auml;umung etwa &uuml;berhaupt gerechtfertigt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Nach-Polizeieinsatz-im-Hambacher-Forst\/%215537883\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kohle f&uuml;r Kohle: RWE und der Interessenkonflikt eines Abgeordneten<\/strong><br>\nMehr als 90.000 Euro im Jahr &ndash; so viel erh&auml;lt ein NRW-Landtagsabgeordneter f&uuml;r seinen Teilzeitjob bei einer RWE-Tochter. Weil er dem Wirtschafts- und dem Umweltausschuss als stellvertretendes Mitglied angeh&ouml;rt, erh&auml;lt er privilegierten Zugang zu Informationen, die auch seinen Arbeitgeber betreffen k&ouml;nnen. Ein eklatanter Interessenkonflikt? Fragen zu seiner Doppelrolle will uns der CDU-Politiker Gregor Golland nicht beantworten.<br>\n(&hellip;) Seit 2004 sitzt er im Kreistag Rhein-Erft. Im selben Jahr begann er seine T&auml;tigkeit als Kaufm&auml;nnischer Angestellter f&uuml;r einen der wichtigsten Arbeitgeber der Region &ndash; den Energiekonzern RWE.<br>\nNach abgeordnetenwatch.de-Recherchen geh&ouml;rt Gregor Golland mit dieser T&auml;tigkeit zu den NRW-Landtagsabgeordneten mit den h&ouml;chsten Nebeneink&uuml;nften. Allein im Jahr 2015 kassierte der CDU-Politiker f&uuml;r seinen Teilzeitjob bei einer RWE-Tochter zwischen 90.000 und 120.000 Euro.<br>\nRWE ist Betreiber und Profiteur des Tagebaus. Der Konzern kann sich darauf verlassen, dass seine Interessen auch im Parlament vertreten werden. Auf dem Treffen im November machten Golland und seine Parteifreunde laut K&ouml;lner Stadtanzeiger deutlich, dass die Tagebaue in der Region bis 2040 beziehungsweise 2045 weiterlaufen sollen. Gesetze sollten ge&auml;ndert werden, um Umsiedlungen zu erleichtern &ndash; den folgenden Strukturwandel m&uuml;sse das Land, also die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, finanzieren.<br>\nGegen&uuml;ber dem K&ouml;lner Stadtanzeiger, der die abgeordnetenwatch.de-Recherchen zu den Nebent&auml;tigkeiten der NRW-Landtagsabgeordneten aufgegriffen hatte, sagte Golland:<br>\nIch arbeite einfach mehr als der Normalverdiener. Ich mache beide Jobs gut, sonst h&auml;tte ich sie nicht.<br>\nUnklar bleibt indes, was genau Golland bei RWE tut, oder anders ausgedr&uuml;ckt: warum er dem Konzern derart viel Geld wert ist. Zwei Anfragen von abgeordnetenwatch.de zu seiner Nebent&auml;tigkeit bei RWE lie&szlig; Golland unbeantwortet<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2017-01-18\/kohle-fuer-kohle-interessenkonflikt-eines-abgeordneten#pk_campaign=nl20180928\">abgeordnetenwatch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Ein t&uuml;chtiges Kerlchen ist er also nach eigener Selbsteinsch&auml;tzung. Und nat&uuml;rlich hat er sein &uuml;ppiges Doppelgehalt wohlverdient: Er arbeit halt doppelt so viel und macht es auch noch gut. Hier zeigt sich wieder der typische Realit&auml;tsverlust der Eliten, die ihr Einkommen damit rechtfertigen, dass es eben an ihre individuellen Leistungen angepasst sei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tausende Kilometer Kreisstra&szlig;en in schlechtem Zustand<\/strong><br>\nTausende Kilometer Kreisstra&szlig;en in Bayern befinden sich in schlechtem Zustand und m&uuml;ssten dringend saniert werden. Das ergibt eine gro&szlig; angelegte Umfrage des BR-Politmagazins Kontrovers bei den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden. [&hellip;]<br>\nWer nicht gen&uuml;gend Geld f&uuml;r die regelm&auml;&szlig;ige Erhaltung seiner Kreisstra&szlig;en ausgibt, riskiert, dass es hinterher sehr viel teurer wird. N&auml;mlich dann, wenn sie schlie&szlig;lich von Grund auf neu gemacht werden m&uuml;ssen. F&uuml;r schlechte Stra&szlig;enwartungen bekommt am Ende der Steuerzahler die Quittung. Denn eine grundhafte Stra&szlig;enerneuerung kostet das Zehnfache dessen, was die Beh&ouml;rden f&uuml;r eine regelm&auml;&szlig;ige Oberfl&auml;chensanierung ausgeben m&uuml;ssten, erkl&auml;rt Stra&szlig;enbauexperte Best.<br>\nBei der Stra&szlig;enerhaltung liegt der Fehler auch im System. Oftmals lassen sich Kosten f&uuml;r einen Neubau der Kreisstra&szlig;en auf den Freistaat abw&auml;lzen, w&auml;hrend die Kosten f&uuml;r die Fahrbahnsanierung die Landkreise und kreisfreien St&auml;dte selbst tragen m&uuml;ssen.<br>\nF&uuml;r Prof. Berthold Best m&uuml;sse sich auch der Freistaat Bayern Gedanken machen, wie er mehr Anreize f&uuml;r Investitionen in die Kreisstra&szlig;en schaffen k&ouml;nne. Wenn die Landkreise es nicht alleine bew&auml;ltigten, m&uuml;sse der Freistaat auch wesentlich mehr Geld zuschie&szlig;en, mahnt der Stra&szlig;enbauexperte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/tausende-kilometer-kreisstrassen-in-schlechtem-zustand,R5LMYBN\">BR Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Eine Anh&ouml;rung im Europaparlament zu Steuerflucht und Geldw&auml;scherei ger&auml;t zum Swiss-Bashing<\/strong><br>\nWhistleblower Rudolf Elmer und der ehemalige Banker Andreas Frank erheben eine Vielzahl teils schwerer Vorw&uuml;rfe und sprechen von der &laquo;Mutter aller Steueroasen&raquo;. Offizielle Vertreter der Schweiz waren nicht eingeladen.<br>\nGeht es um Steuerflucht und Geldw&auml;scherei, ist der Ruf der Schweiz im Ausland noch immer angeschlagen. Dies hat sich am Montagabend anl&auml;sslich einer Anh&ouml;rung des Sonderausschusses des EU-Parlaments f&uuml;r Finanzkriminalit&auml;t, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung in Stra&szlig;burg gezeigt. Das seit M&auml;rz t&auml;tige Gremium ist der mittlerweile vierte Ausschuss mit &auml;hnlicher Thematik; den ersten hatte das Parlament in Reaktion auf die Luxleaks-Affaire eingesetzt. Neben der Lage innerhalb der EU haben diese Aussch&uuml;sse wiederholt auch Drittl&auml;nder und insbesondere die Schweiz ins Visier genommen. Am Montag ging es um die Beziehungen der EU mit der Schweiz in Steuersachen und bei der Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;scherei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/swiss-bashing-im-europaparlament-ld.1424852\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> &bdquo;Swiss-Bashing&ldquo;? Ok, dass die NZZ nicht begeistert ist, wenn kompetente Bankenkritiker, wie Rudolf Elmer, sich kritisch zum Schweizer Bankensystem &auml;u&szlig;ern, mag verst&auml;ndlich sein. H&auml;tte die bankenfreundliche NZZ Elmer gelobt, h&auml;tte der auch irgendetwas falsch gemacht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-46357","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46357"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46360,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46357\/revisions\/46360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}