{"id":46374,"date":"2018-10-05T08:47:44","date_gmt":"2018-10-05T06:47:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374"},"modified":"2018-10-05T08:47:44","modified_gmt":"2018-10-05T06:47:44","slug":"hinweise-des-tages-3219","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h01\">Die ersten 100 Tage der gelb-gr&uuml;nen Regierung Italiens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h02\">Die CSU hat ein Problem!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h03\">&Auml;rger im Amri-U-Ausschuss Brisante Doppelrolle einer Beamtin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h04\">Mit einer koordinierten Aktion soll Russland an den Pranger gestellt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h05\">&bdquo;Es geht um die Aufrechterhaltung eines ideologischen Feindbildes&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h06\">Young people are rewiring capitalism with their McStrike<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h07\">Claudia M&auml;vers: &raquo;Mit dem Privatwagen durch das Forst-Revier&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h08\">Schnellere Umsetzung der Geldw&auml;scherichtlinie n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h09\">&ldquo;Nicht auf den Baum klettern!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h10\">Moorbrand im Emsland: Bundeswehr und Landkreis verwiesen auf Messungen, die es nicht gab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h11\">Missbrauch in der Katholischen Kirche: Keine Akten f&uuml;r den Staatsanwalt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h12\">Nicht wichtig genug &ndash; Wikipedia verweigerte Nobelpreistr&auml;gerin einen Eintrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h13\">Mamma mia!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h14\">Der Ork in deinem Kopf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h15\">&ldquo;Das ist gef&auml;hrlich f&uuml;r uns alle&rdquo;: Massive Kritik am Hassreport von Jan B&ouml;hmermanns Netzbewegung &ldquo;Reconquista Internet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46374#h16\">&bdquo;Babylon Berlin&rdquo; &ndash; Geb&uuml;hrenmillionen der ARD f&uuml;r Markterfolg von Pay-TV?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die ersten 100 Tage der gelb-gr&uuml;nen Regierung Italiens<\/strong><br>\nIn der Geschichte Italiens wurde bisher keiner Regierung mit einer derartigen Ablehnung des gesamten Establishments begegnet. Die wirtschaftlich M&auml;chtigen, die ganze Medienwelt und nat&uuml;rlich die Euro-Oligarchie haben der gelb-gr&uuml;nen Mehrheit den Krieg erkl&auml;rt. [&hellip;]<br>\nGernot Bodner &ndash; Pr&auml;ambel<br>\nDieser von der MAKROSKOP-Redaktion stark gek&uuml;rzte Artikel von Leonardo Mazzei erschien eine Woche vor Ank&uuml;ndigung des Budgetentwurfs (DEF, Documento di Economia e Finanza) durch die italienische Regierungskoalition aus F&uuml;nf Sterne Bewegung (Movimento 5 Stelle, M5S) und Lega. Mazzei endet mit der Betonung, dass die Budgetpl&auml;ne der wichtigste Indikator f&uuml;r die k&uuml;nftige Dynamik der widerspr&uuml;chlichen &bdquo;Regierung der Populisten&ldquo; sein werden und dass er nicht von einer Kapitulation vor dem Druck nach Budgetdisziplin aus Br&uuml;ssel auszugehe. Damit behielt er recht: entgegen dem Wunsch von Wirtschaftsminister Tria &ndash; dem von Staatspr&auml;sident Mattarella inthronisierten Stabilit&auml;tsgaranten gegen die &bdquo;Populisten&ldquo; &ndash; setzten Di Maio und Salvini ein geplantes Haushaltsdefizit von 2,4 % gegen die 1,6 % von Tria durch. Ziel ist in erster Linie die Finanzierung des Grundeinkommens, zentrales Wahlversprechen der M5S, sowie einer &Auml;nderung des neoliberalen Pensionssystems zugunsten der Arbeitnehmer.<br>\nIn einem Kurzkommentar vom 1. Oktober schreibt Mazzei dazu:<br>\n&bdquo;Freilich ist der Budgetentwurf keine Revolution &ndash; aber wer h&auml;tte das schon erwartet. (&hellip;) Es ging um etwas anderes: wird die Regierung dem Druck aus Br&uuml;ssel nachgeben oder sich widersetzten. Entscheidend war dabei auch die symbolische Ebene, etwa die angek&uuml;ndigte R&uuml;ckabwicklung des neoliberalen Pensionssystems als Zeichen jahrzehntelanger Austerit&auml;t. (&hellip;) F&uuml;r die Regierung waren die 2,4 % der Versuch eines Kompromisses. Aber dass dieser f&uuml;r die andere Seite nur schwer verdaulich ist, das werden wir in den Angriffen der n&auml;chsten Wochen sehen.&ldquo;<br>\nUnd in der Tat bringt sich die Phalanx aus Br&uuml;ssel, Berlin und &bdquo;den M&auml;rkten&ldquo; bereits in Stellung f&uuml;r eine Konfrontation mit offenem Ausgang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/10\/die-ersten-100-tage-der-gelb-gruenen-regierung-italiens\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die CSU hat ein Problem!<\/strong><br>\nDie Reaktionen des bayerischen Justiz- und des Innenministers zur Demonstration #jetztgilts in M&uuml;nchen belegen, dass die CSU kein Gesp&uuml;r mehr daf&uuml;r hat, wie der bayerische W&auml;hler tickt. Mit Diffamierung und Bevormundung von oben herab geht da n&auml;mlich gar nichts!<br>\nM&uuml;nchen zeigt, wie Demo auch gehen kann: Unter dem Motto #jetztgilts kamen am gestrigen Tag der Einheit erneut viele tausend in der M&uuml;nchner Innenstadt zusammen, um ihre Haltung und Meinung zu bekr&auml;ftigen: Gegen das bayerische Polizeiaufgabengesetz, gegen Abschiebungen und AnkER-Zentren, f&uuml;r Seenotrettung und Kirchenasyl und ganz generell gegen eine Politik der Angst, wie sie vor allem von der bayerischen Noch-Staatspartei CSU verbreitet wird. Es war dies nach #nopag, #ausgehetzt und #ausspekuliert nun die vierte gro&szlig;e Demonstration innerhalb weniger Monate in M&uuml;nchen. Trotz schlechten Wetters kamen, sagt die Polizei, rund 21.000 Teilnehmer. Die Veranstalter sprechen von bis zu 40.000.<br>\nDer Polizei in M&uuml;nchen gilt &ndash; wieder einmal &ndash; ein gro&szlig;es Lob: Hat sie doch aktuell mit der Wiesnwache auf dem Oktoberfest nicht nur die gr&ouml;&szlig;te Polizeidienststelle in Bayern zu stemmen und sieht dort jede Menge Unappetitlichkeiten und Unanst&auml;ndigkeiten der weitgehend betrunkenen &bdquo;Klienten&ldquo;. Zeitgleich dazu liefert sie bei der Begleitung dieser Demo erneut ein Beispiel daf&uuml;r ab, dass die &bdquo;M&uuml;nchner Linie&ldquo; unter dem Polizeipr&auml;sidenten Hubert Andr&auml; und seinem Stab Zeichen setzt f&uuml;r Polizeiarbeit mit Augenma&szlig;, Besonnenheit und politischer &Uuml;berparteilichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/die-csu-hat-ein-problem-8361\">Cives<\/a>\n<p>dazu: <strong>CSU sackt auf 33 Prozent<\/strong><br>\nBei der Landtagswahl in Bayern geht es f&uuml;r die CSU um sehr viel: Bislang konnte sie &ndash; abgesehen von der Legislaturperiode 2008 bis 2013 &ndash; seit den 1960er-Jahren immer allein regieren. Aktuell ist sie davon so weit entfernt wie noch nie.<br>\nWenn am Sonntag Landtagswahl w&auml;re, dann k&auml;me die CSU auf 33 Prozent. Das hat die Vorwahlumfrage in Bayern von Infratest Dimap f&uuml;r den ARD-DeutschlandTrend ergeben. Das w&auml;ren zwei Prozentpunkte weniger im Vergleich zum BayernTrend im September. Bei der Landtagswahl 2013 erreichte die CSU 47,7 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bayernwahl-vorwahlumfrage-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>S&ouml;der im Weltall<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/181005_hdt_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6862\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Auml;rger im Amri-U-Ausschuss Brisante Doppelrolle einer Beamtin<\/strong><br>\nBislang sa&szlig; Eva Maria H. als Regierungsvertreterin im U-Ausschuss zum Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Doch die Beamtin des Innenministeriums k&ouml;nnte auch eine Zeugin sein. Eine brisante Doppelrolle. [&hellip;]<br>\nEine m&ouml;gliche Zeugin als Aufpasserin im Ausschuss? Abgeordnete der Opposition sind emp&ouml;rt. &ldquo;Ungeheuerlich&rdquo;, &ldquo;Skandal&rdquo; hei&szlig;t es bei den Gr&uuml;nen. Obfrau Irene Mihalic ist sicher: Durch ihre Doppelrolle k&ouml;nne sich die Beamtin jetzt optimal auf ihre m&ouml;gliche Vernehmung vorbereiten. Martina Renner von der Linkspartei sieht die Arbeit des Ausschusses insgesamt gef&auml;hrdet. Es entstehe der Eindruck, dass Ministerium und Verfassungsschutz nicht an einer umfassenden Aufkl&auml;rung interessiert seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/amri-u-ausschuss-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>Innenministerium t&auml;uscht Amri-Untersuchungsausschuss<\/strong><br>\nDer Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz bringt immer neue Ungereimtheiten zutage. Wenn der Ausschuss Zeugen befragt, d&uuml;rfen andere potenzielle Zeugen nat&uuml;rlich nicht zuh&ouml;ren. Schon im M&auml;rz, unmittelbar nach der Konstituierung hatte die Obfrau der LINKEN, Martina Renner, deshalb die Bundesregierung aufgefordert, unverz&uuml;glich mitzuteilen, ob von ihr f&uuml;r die verschiedenen Ministerien entsandte Vertreter auch als Zeugen in Betracht kommen. Anschlie&szlig;end hatte dies der Ausschuss nochmals einstimmig von der Regierung eingefordert.<br>\nMehr als sechs Monate sp&auml;ter hat das Seehofer-Ministerium nun mitgeteilt, dass ausgerechnet seine Vertreterin in einer fr&uuml;heren Verwendung im Verfassungsschutz selbst enge Kontaktpersonen von Anis Amri bearbeitet hat. Die Vertreter der Regierung wachen unter anderem dar&uuml;ber, welche Fragen die Zeugen &ouml;ffentlich beantworten m&uuml;ssen und welche nicht. In den vergangenen Sitzungen hatte nun eben jene Vertreterin des Innenministeriums versucht, Fragen zu diesen und anderen Kontaktpersonen einzuschr&auml;nken.<br>\nDies ist nicht das erste Mal, dass die Regierung die parlamentarische Aufkl&auml;rung behindert. Kurz nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz hatte der bisherige BfV-Pr&auml;sident Maa&szlig;en noch behauptet, der Verfassungsschutz habe sich gar nicht mit ihm besch&auml;ftigt und keine V-Leute im Umfeld von Amri eingesetzt. Inzwischen ist klar, dass dies gelogen war. Das Seehofer-Ministerium hat nun erneut versucht, die Arbeit des Parlamentes zu behindern, indem eine potenzielle Zeugin andere Zeugen bei deren Aussage &uuml;berwacht.<br>\nDas ruft b&ouml;se Erinnerungen wach: Unmittelbar nach der Selbstenttarnung des NSU warfen Mitarbeiter im Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz die Aktenschredder an und vernichteten vermutlich eine Vielzahl von Beweisen zu den Rechtsterroristen und ihrem Umfeld. Erneut wird deutlich, dass der Verfassungsschutz die Aufkl&auml;rung sabotiert. Es wird sich zeigen, ob die Vertreter*innen der Gro&szlig;en Koalition ausreichend R&uuml;ckgrat besitzen, dem Auftrag der Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlages und des gesamten Parlamentes gerecht zu werden, oder ob sie erneut lieber den Geheimdienst vor demokratischer Transparenz besch&uuml;tzen.<br>\nMartina Renner hat jetzt in einem Brief (PDF) an Innenminister Seehofer deutlich dessen Vers&auml;umnisse und fehlende Aufkl&auml;rungsbereitschaft kritisiert. Sie fordert, dass der Minister mit seinem Ministerium und dessen nachgeordneten Beh&ouml;rden die Arbeit des Parlaments und dessen Untersuchungsausschusses uneingeschr&auml;nkt unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/innenministerium-taeuscht-amri-untersuchungsausschuss\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mit einer koordinierten Aktion soll Russland an den Pranger gestellt werden<\/strong><br>\nDie USA, Gro&szlig;britannien und die Niederlande haben eine Kampagne gegen die Cyberaktionen des russischen Geheimdienstes GRU gestartet [&hellip;]<br>\nIn einem koordinierten Vorgehen mit Gro&szlig;britannien und den USA wird von der niederl&auml;ndischen Regierung die britische Regierung unterst&uuml;tzt, nach der GRU-Cyberoperationen wie die in den Niederlanden das internationale Recht unterh&ouml;hlen. Der niederl&auml;ndische Regierungschef Rutte ver&ouml;ffentlichte als Zeichen der Verbundenheit eine gemeinsame Erkl&auml;rung mit der britischen Premierministerin May, die weiterhin, wie gerade der Parteitag der Tories gezeigt hatte, weiterhin kurz vor dem Sturz steht und wahrscheinlich auch deswegen dankbar f&uuml;r einen &auml;u&szlig;eren Feind ist. In der Erkl&auml;rung wurde auch die Verwendung des Nervengifts in Salisbury erw&auml;hnt.<br>\nAm Donnerstag hatte der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson bei einem Nato-Treffen in Br&uuml;ssel den russischen Geheimdienst GRU beschuldigt, &ldquo;r&uuml;cksichtlose und wahllose Cyberangriffe&rdquo; auszuf&uuml;hren, beispielsweise St&ouml;rungen des U-Bahn-Systems in Kiew oder der Diebstahl der medizinischen Daten von Sportlern oder der DNC-Emails. Man werde die Aktionen &ouml;ffentlich machen, verk&uuml;ndete Williamson, um Russland von solch einem Handeln in Zukunft abzuhalten. Und in einem Statement von Williamson hei&szlig;t es: &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht l&auml;nger zulassen, dass der GRU aggressiv in der ganzen Welt t&auml;tig ist, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden.&rdquo;<br>\n&Uuml;berdies kam die Ver&ouml;ffentlichung gleichzeitig mit der Bekanntgabe, dass das US-Justizministerium Anklage gegen sieben russische Agenten erhoben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mit-einer-koordinierten-Aktion-soll-Russland-an-den-Pranger-gestellt-werden-4181592.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Es geht um die Aufrechterhaltung eines ideologischen Feindbildes&ldquo;<\/strong><br>\nDer Iran habe sich an das Atomabkommen gehalten, so der Nahost-Experte Michael L&uuml;ders im Dlf. Trotzdem versuche Israel, das Land als Bedrohung darzustellen &ndash; mit fragw&uuml;rdigen Fakten. Im Kern gehe es darum, ein ideologisches Feindbild zu schaffen und gegebenenfalls auch milit&auml;risch gegen den Iran vorzugehen. [&hellip;]<br>\nM&uuml;ller: Herr L&uuml;ders, will der Iran nach wie vor Israel vernichten?<br>\nL&uuml;ders: Nein, das will er nicht, und es gab ja nicht ohne Grund zw&ouml;lfj&auml;hrige Verhandlungen mit dem Iran &uuml;ber ein Atomabkommen, das dann im Juli 2015 auch geschlossen worden ist. Seither wird dieses Atomabkommen von der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde in Wien &uuml;berwacht. Insgesamt zw&ouml;lf Berichte liegen mittlerweile vor &uuml;ber die Frage, ob der Iran alle Vereinbarungen eingehalten habe, die getroffen worden sind im Rahmen dieses Abkommens. Und die Antwort lautet ganz eindeutig: Ja! Der Iran hat sich an alle Verpflichtungen gehalten. Nichts desto trotz haben die USA wie bekannt im Mai dieses Abkommen aufgek&uuml;ndigt.<br>\nM&uuml;ller: Aber ich muss da noch mal nachfragen, um das klar einzuordnen. Sie sagen, die Aggression Irans gegen&uuml;ber Israel ist ad acta gelegt?<br>\nL&uuml;ders: Ich wei&szlig; nicht, ob man das so verallgemeinernd formulieren kann. Wir haben ein Regime, in dem es Hardliner gibt, und dieses Ph&auml;nomen der Hardliner ist nat&uuml;rlich kein iranisches Privileg. Die denken m&ouml;glicherweise in maximalen Kategorien. Aber wenn man die Politik des Irans n&uuml;chtern betrachtet und sich anschaut, wie pragmatisch sich der Iran verhalten hat gegen&uuml;ber den L&auml;ndern in der Region im Zuge des Atomabkommens, aber auch mit Blick auf vergangene Begegnungen, die bei uns in der breiteren &Ouml;ffentlichkeit kaum bekannt sind &ndash; zum Beispiel hat der damalige iranische Pr&auml;sident Khatami schon im Jahr 2003 den USA und Israel angeboten, in breitem Umfang miteinander zu reden, die Beziehungen zu normalisieren, und die iranischen Angebote beinhalteten damals auch, die Unterstellung f&uuml;r die in Israel als gef&auml;hrlich angesehene Schiiten-Miliz Hisbollah im S&uuml;dlibanon einzustellen, und die Antwort der damaligen Regierung George W. Bush war, wir sind nicht interessiert. Man muss auch das wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/israel-und-iran-es-geht-um-die-aufrechterhaltung-eines.694.de.html?dram:article_id=429707\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Young people are rewiring capitalism with their McStrike<\/strong><br>\nThe day McDonald&rsquo;s workers walked out on strike was the best day of Shen Batmaz&rsquo;s life: she has even tattooed the date on her arm. &ldquo;I was so tired and overwhelmed,&rdquo; she recalls as she stood on a picket line outside a branch of the fast-food chain in Crawley. &ldquo;I was standing there with people I worked with and loved; we were working together to achieve something. It was the most powerful I&rsquo;d ever felt in my life.&rdquo; McStrike was born.<br>\nThis week, retail and hospitality workers at JD Wetherspoon, McDonald&rsquo;s, Uber Eats and TGI Fridays will march out together in a coordinated strike. It is a battle that may determine the future of an increasingly precarious and exploited workforce.<br>\nBritain&rsquo;s unions were broken and battered by Thatcherism and never recovered. While more than half of workers were union members in 1979, today the figure is less than a quarter. It is the younger workers who are least likely to be unionised: a mere 8% of workers under 25 are members. The lack of any organised counterweight to the power of bosses has left many employees lacking security, ill treated at work, and paid derisory wages. Indeed, while Britain&rsquo;s workers suffered the worst squeeze in wages of any industrialised nation other than Greece, the fall has been felt sharpest by the youngest: for workers aged 18 to 21, real weekly wages collapsed by 16% in the years after the crash.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2018\/oct\/04\/young-people-capitalism-mcstrike-unions\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Claudia M&auml;vers: &raquo;Mit dem Privatwagen durch das Forst-Revier&laquo;<\/strong><br>\nEin Interview mit Claudia M&auml;vers &uuml;ber die Arbeitsbedingungen in der Forstwirtschaft am Beispiel Hessens. M&auml;vers ist Mitglied der Industriegewerkschaft BAU und Vorsitzende der Landesvertretung der Beamtinnen\/Beamten und Angestellten in Forst und Naturschutz, Hessen. [&hellip;]<br>\nDie zentrale Vorgabe f&uuml;r Hessen-Forst ist mindestens die schwarze Null, noch besser nat&uuml;rlich m&ouml;glichst hohe Einnahmen, damit auch Geld an den Landeshaushalt abgef&uuml;hrt werden kann. In den vergangenen Jahren waren das 10 Millionen Euro pro Jahr. Der Landesbetrieb macht dann eine entsprechende Planung auf Basis der zehnj&auml;hrigen Waldinventur mit der Nachhaltigkeitskontrolle als Rahmen. Und dieser Rahmen wird dann versucht auszusch&ouml;pfen. Ziel sind m&ouml;glichst hohe Holzpreise und das Abernten von m&ouml;glichst dickem Holz; das bringt mehr Gewinn. Hier werden Forst&auml;mter benachteiligt, in denen von der Natur aus eher d&uuml;nne H&ouml;lzer vorkommen. Natur und Wirtschaftlichkeit &ndash; das passt leider nicht immer zusammen. Es werden von Hessen-Forst m&ouml;glichst preisg&uuml;nstige Unternehmer mit der Holzernte beauftragt. Im &Uuml;brigen ist die Holzvermarktung nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig gewinntr&auml;chtig, weil sie sehr personalintensiv ist. Viel mehr Geld bringt die Bewirtschaftung von Liegenschaften, das sind beispielsweise Fl&auml;chen f&uuml;r Windkraftanlagen im Wald und die Vermarktung von &Ouml;kopunkten. &Ouml;kopunkte sind Leistungen f&uuml;r den Naturschutz, zum Beispiel die Wiederherstellung eines nat&uuml;rlichen Bachlaufes, die monet&auml;r bewertet werden. Diese &Ouml;kopunkte kann man dann handeln. Sie werden von jedem ben&ouml;tigt, der ein St&uuml;ckchen Natur zerst&ouml;rt. Wenn z.B. eine Autobahn gebaut wird, braucht man eine Menge &Ouml;kopunkte, um den entstandenen Schaden an anderer Stelle auszugleichen. Bei der Jagd etwa legen wir eine Menge Geld drauf. Die Wildsch&auml;den machen einen enormen Schaden und die Bejagung kostet eben auch viel Arbeitszeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/claudia-maevers-mit-dem-privatwagen-durch-das-forst-revier--2238.html\">Blickpunkt WiSo<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schnellere Umsetzung der Geldw&auml;scherichtlinie n&ouml;tig<\/strong><br>\nDie Umsetzung der geltenden Geldw&auml;schegesetze kommt kaum voran. Das sch&uuml;tzt Kriminelle und schadet der Demokratie,&ldquo; kommentiert der Europaabgeordnete Martin Schirdewan (DIE LINKE.), Koordinator der Linksfraktion im Europ&auml;ischen Parlament (GUE\/NGL) im Sonderausschuss zu Finanzkriminalit&auml;t, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung (TAX3), die heutige Aussprache im Plenum des Parlaments zu Geldw&auml;scherisiken im europ&auml;ischen Bankensektor.<br>\nDer Schattenberichterstatter zur 5. Geldw&auml;scherichtlinie (AMLD5) weiter: &bdquo;Mitgliedstaaten wie Malta sind unter der Billigung der dortigen politischen Regierung bereits l&auml;ngst zu Spielpl&auml;tzen f&uuml;r das schmutzige Geld von Autokraten und Kriminellen verkommen. Die Zust&auml;nde auf der Insel sind so katastrophal, dass sich jetzt die Europ&auml;ische Kommission &ndash; erstmalig &ndash; zum Einschreiten gezwungen sieht. Allerdings sind Europ&auml;ische Kommission und die Europ&auml;ische Bankenaufsicht im Kampf gegen Geldw&auml;sche heillos unterfinanziert. Hier braucht es dringend mehr Mittel und Personal.&ldquo;<br>\n&bdquo;Doch auch in Deutschland ist die Geldw&auml;schebek&auml;mpfung l&ouml;chrig wie ein Schweizer K&auml;se. Wie parlamentarische Anfragen der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag zutage gebracht haben, herrscht in der Geldw&auml;scheeinheit des Zolls (Financial Intelligence Unit, FIU) nach wie vor Chaos. Die Umbesetzung der Einheit vom Bundeskriminalamt zum Zoll, angeordnet vom damaligen Finanzminister Sch&auml;uble, f&uuml;hrte zu weniger Personal. Und dazu konnten Verdachtsf&auml;lle auf Geldw&auml;sche nur per Fax entgegengenommen werden konnten, da die entsprechende IT-Infrastruktur fehlte.&ldquo;<br>\n&bdquo;Die im Fr&uuml;hling verabschiedete &Uuml;berarbeitung der Geldw&auml;scherichtlinie verspricht Verbesserungen, bleibt in einigen zentralen Punkten aber hinter den Erwartungen. So hat man sich beispielsweise gegen eine verpflichtende Einf&uuml;hrung von Immobilienregistern ausgesprochen. Der Kampf gegen das schmutzige Geld ist noch lange nicht gewonnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/11996.schnellere-umsetzung-der-gelw%C3%A4scherichtlinie-n%C3%B6tig.html\">DIE LINKE im Europaparlament<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Nicht auf den Baum klettern!&rdquo;<\/strong><br>\nIm Hambacher Forst herrscht gespenstische Stille, RWE beginnt mit der Abriegelung des Gel&auml;ndes<br>\nDort, wo noch vor einer Woche das Baumhausdorf &ldquo;Kleingartenverein&rdquo; lag, versucht eine Aktivistin, ein Transparent in einen Baum zu h&auml;ngen. Sie kommt kaum einen Meter hoch, schon rennen zwei Polizisten herbei. &ldquo;Nicht auf den Baum klettern!&rdquo;, br&uuml;llen sie, als h&auml;tten sie eine schwere Straftat vor sich. Sie wollen offenbar um jeden Preis verhindern, dass wieder gebaut wird &ndash; jetzt, zwei Tage nach dem Abriss des letzten Baumhauses.<br>\nAn anderen Stellen im Hambacher Forst versuchen einige der Besetzer weiterhin, neue Anlagen zu errichten, doch der Elan, der noch am Wochenende herrschte, scheint dahin. Sie haben kaum noch Material, seit die Polizei bei einer Razzia im an den Wald grenzenden Wiesencamp alles beschlagnahmt hat. Das Camp selbst k&ouml;nnen die Beamten nicht r&auml;umen &ndash; die Wiese geh&ouml;rt RWE nicht, und der Besitzer duldet es.<br>\nNachdem die Polizei in den letzten Tagen teils gewaltsam die Aktivisten, die sich betont friedlich gaben, aus dem Wald gezerrt hat, wurde inzwischen der Gro&szlig;teil der Einheiten abgezogen. Nur an Waldwegen, Zug&auml;ngen und einigen strategisch wichtigen Punkten im Forst stehen noch Fahrzeuge und Polizisten. Ihre Helme haben die meisten inzwischen abgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nicht-auf-den-Baum-klettern-4180630.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Moorbrand im Emsland: Bundeswehr und Landkreis verwiesen auf Messungen, die es nicht gab<\/strong><br>\nSowohl die Bundeswehr als auch der Landkreis Emsland haben in den Tagen der gr&ouml;&szlig;ten Rauchentwicklung des Moorbrandes bei Meppen gesundheitliche Risiken f&uuml;r die Anlieger ihres Testgel&auml;ndes und weit &uuml;ber 1000 Einsatzkr&auml;fte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk verneint. Dabei verwiesen sie auf Messungen, die es nie gab, wie Recherchen der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; belegen. Daten, die eine Entwarnung gerechtfertigt h&auml;tten, lagen Bundeswehr und Beh&ouml;rde zum Zeitpunkt ihrer entsprechenden Erkl&auml;rungen nicht vor.<br>\n&ldquo;Die in den vergangenen Tagen bereits durchgef&uuml;hrten Luftmessungen werden heute fortgesetzt, die &Uuml;berwachung wird engmaschig durchgef&uuml;hrt&rdquo;, hei&szlig;t es etwa in einer Mitteilung der Wehrtechnischen Dienststelle f&uuml;r Waffen und Munition (WTD) vom 20. September. Mehrere Messungen hatte es bis zu diesem Zeitpunkt aber nicht gegeben, engmaschige und umfassende schon gar nicht.<br>\nDie Bundeswehr best&auml;tigte in dieser Woche auf Nachfrage der NOZ einen detaillierten Ablaufplan der Messungen. Von Kohlenmonoxid abgesehen hat sie demnach erst ab dem 20. September Luftschadstoffe messen lassen &ndash; 17 Tage nach Ausbruch des Brandes, drei Tage nach der maximalen Rauchentwicklung und einen Tag nach einer pauschalen &ouml;ffentlichen Feststellung der Bundeswehr vom 19. September, wonach, so w&ouml;rtlich, &ldquo;keine Gesundheitsgef&auml;hrdung durch die Rauchentwicklung&rdquo; bestehe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/58964\/4079101\">Presseportal<\/a>\n<p>dazu: <strong>Moorbrand: Bundeswehr pr&uuml;ft Belastung durch Radioaktivit&auml;t und Quecksilber<\/strong><br>\nEntwarnung hatten Bundeswehr und Landkreis Emsland bereits vorschnell gegeben, bevor &uuml;berhaupt umfassend gemessen wurde. Jetzt r&uuml;ckt im Fall des Moorbrands bei Meppen noch eine ganz andere etwaige Dimension der Gef&auml;hrdung in den Fokus. Wie die &ldquo;Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; berichtet, untersuchen Spezialisten Boden, Luft und Wasser auf Quecksilber und radioaktive Strahlung.<br>\nHintergrund: Auf dem Waffentestgel&auml;nde sollen in der Vergangenheit quecksilberhaltige Sprengk&ouml;rper beispielsweise der Nationalen Volksarmee der DDR sowie m&ouml;glicherweise uranhaltige Nato-Munition getestet worden sein. Wuchtmunition mit anderen, gegebenenfalls giftigen Schwermetallen wurde in jedem Fall verschossen. Diese und andere Stoffe k&ouml;nnten durch den riesigen Moorbrand mit seiner gewaltigen Rauchentwicklung freigesetzt worden sein. [&hellip;]<br>\nAuf dem Gel&auml;nde im Emsland wird seit der Kaiserzeit Munition getestet. Weder ist bekannt, welche Waffen in all den Jahren genau verschossen wurden, noch gibt es zuverl&auml;ssige Karten mit der Lage von Blindg&auml;ngern oder ein vollst&auml;ndiges Altlastenverzeichnis. Sie w&auml;ren ohnehin nur bedingt verl&auml;sslich, weil Geschossreste unter der Mooroberfl&auml;che anders als in fester Erde nicht zwangsl&auml;ufig dauerhaft an einer Stelle verbleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/58964\/4079407\">Presseportal<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Missbrauch in der Katholischen Kirche: Keine Akten f&uuml;r den Staatsanwalt?<\/strong><br>\nDeutschlands Bisch&ouml;fe haben die Opfer von Missbrauch in der Katholischen Kirche um Entschuldigung gebeten. Sie zeigten sich &bdquo;tief ersch&uuml;ttert und betroffen&ldquo;. Das ist gut, meint der Journalist und Buchautor Uwe Bork, aber Reue allein reicht nicht.<br>\nStellen Sie sich bitte einmal vor, Sie w&auml;ren Topmanager in einem Industrieunternehmen. Wie das Leben so spielt, geraten Sie in dieser Rolle in den unangenehmen Verdacht, Preise abgesprochen oder Lieferanten erpresst zu haben. Was man halt so treibt auf der dunklen Seite des Kapitalismus&hellip;<br>\nEs ist anzunehmen, dass bald ein paar schwere Limousinen und ger&auml;umige Kombis vor ihrer Firmenzentrale vorfahren und schweigsame M&auml;nner damit beginnen, Akten und Computer aus dem Haus zu tragen. Ja, unsere Justiz l&auml;sst in solchen F&auml;llen wirklich nicht mit sich spa&szlig;en. Und das ist auch gut so.<br>\nNun nehmen wir einmal an, Sie wirkten zwar wieder auf der F&uuml;hrungsebene eines internationalen Unternehmens, nur dass ihr Konzern sich dieses Mal nicht um irdische Gewinne k&uuml;mmert. Nein, ihm geht es um Sch&auml;tze im Himmel, und das mit einer Tradition, die selbst eingef&uuml;hrteste Firmen wie Start-ups aussehen l&auml;sst: Ihre katholische Kirche, bei weitem gr&ouml;&szlig;te aller Glaubensgemeinschaften auf der Welt, ist schlie&szlig;lich schon seit rund zweitausend Jahren im &ndash; Verzeihung &ndash; Gesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-keine-akten-fuer-den.1005.de.html?dram:article_id=429575\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nicht wichtig genug &ndash; Wikipedia verweigerte Nobelpreistr&auml;gerin einen Eintrag<\/strong><br>\nPhysikerin Donna Strickland bekommt den renommiertesten Wissenschaftspreis der Welt, weil ihre Forschung &ldquo;der Menschheit den gr&ouml;&szlig;ten Nutzen&rdquo; gebracht hat. Ein Moderator von Wikipedia sah das zuvor offenbar anders.<br>\nAls bekannt wurde, dass Donna Strickland als dritte Frau &uuml;berhaupt den Nobelpreis in Physik bekommt, hatte sie nicht mal einen Eintrag bei Wikipedia. Das Portal steht seit L&auml;ngerem in der Kritik, weil dort haupts&auml;chlich M&auml;nner schreiben und weibliche Biografien unterrepr&auml;sentiert sind. Nun wurde bekannt: Strickland h&auml;tte fast mal einen Eintrag bekommen, wenn ein Moderator diesen nicht f&uuml;r zu unwichtig gehalten h&auml;tte. [&hellip;]<br>\nDerweil diskutiert die Wikipedia-Gemeinschaft, ob sie die Kontroverse um die Unterrepr&auml;sentation von Frauen in den Artikel &uuml;ber Strickland aufnehmen soll. Laut der Nachrichtenseite &ldquo;Quartz&rdquo; handeln nur etwa 17 Prozent der biografischen Eintr&auml;ge auf Wikipedia von Frauen. Frauen in der Wissenschaft k&auml;men deutlich seltener vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/donna-strickland-wikipedia-verweigerte-nobelpreistraegerin-eintrag-a-1231494.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r die absurden Entscheidungskriterien bei der Wikipedia. Dies nun auf die &bdquo;Geschlechterfrage&ldquo; herunter zu brechen, ist ebenso irrsinnig wie kontraproduktiv. Ob allm&auml;chtige und vollkommen intransparente Admins nach unzureichenden Kriterien eigenm&auml;chtig &uuml;ber M&auml;nner oder Frauen entscheiden, spielt n&auml;mlich eine eher untergeordnete Rolle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mamma mia!<\/strong><br>\nSelbst wohlwollende Betrachter&shy;(innen) der SPD &ndash; und wer w&auml;re das derzeit nicht? &ndash; m&uuml;ssen eingestehen, dass diese ein infantiles Verh&auml;ltnis zur Kanzlerin hat. Wenn ihre f&uuml;hrenden Funktion&auml;re sich wieder einmal geschnitten haben, verhalten sie sich wie Kinder, die zur Mama laufen, sich beschweren und getr&ouml;stet werden wollen. Dazu geh&ouml;rt, dass die Kleinen &uuml;ber konkurrierende Geschwister klagen und verlangen, die Mutter solle gegen sie einschreiten. Bei jeder beliebigen Misshelligkeit &ndash; schlechtes Benehmen der CSU, Maa&szlig;en &ndash; erkl&auml;ren sie, die Kanzlerin m&uuml;sse diesem Treiben ein Ende bereiten. Da diese sich nicht dazu benutzen l&auml;sst, greinen sie anschlie&szlig;end: Merkel habe versagt.<br>\nDiese Quengelei erfolgt, w&auml;hrend die SPD in der Gro&szlig;en Koalition ist. Merkels angebliche Unbeweglichkeit verhindere gr&ouml;&szlig;ere Fortschritte. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5040\/positionen\/9527\/Mamma-mia!.htm\">Georg F&uuml;lberth in unsere zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Ork in deinem Kopf<\/strong><br>\nDabei liegt es eigentlich auf der Hand: Es gibt Ostdeutsche, die Hartz &Iota;V beziehen und Rassisten sind. Es gibt auch Ostdeutsche aus der Mittelklasse, die Rassisten sind. Und es gibt Ostdeutsche, die sehr viel Geld haben und Rassisten sind. Empirische Belege daf&uuml;r, dass im Osten die Rassisten eine Mehrheit stellen und das Problem vorrangig eines der sogenannten Unterschicht ist, gibt es nicht.<br>\nAusgerechnet die unteren Klassen zu Prototypen des h&auml;sslichen Deutschen zu machen, verharmlost das gesellschaftliche Problem des Rassismus &ndash; und es verst&auml;rkt bestehende Diskriminierungsstrukturen. Mittlerweile gibt es Sprachtherapeuten, die Arbeitnehmern auf Wunsch ihres Arbeitgebers den s&auml;chsischen Akzent abtrainieren. Offenbar f&uuml;rchten Unternehmer, ihr Gesch&auml;ft k&ouml;nne darunter leiden, wenn sie Menschen besch&auml;ftigen, die ihre s&auml;chsischen Wurzeln nicht verbergen. Studien belegen, dass Kinder mit Namen wie Kevin oder Mandy viele Nachteile in Schule und Beruf erfahren, weil ihnen die Zugeh&ouml;rigkeit zur unteren Klasse und eine Herkunft aus Ostdeutschland zugeschrieben wird.<br>\nWer Rassismus vor allem als individuellen Bildungs- und Charaktermangel begreift, bedient ein entpolitisiertes Verst&auml;ndnis des Rechtsrucks. Der Abbau des Sozialstaats, die Aush&ouml;hlung von B&uuml;rgerrechten oder die Versch&auml;rfung des Asylrechts erscheinen dann als Begleitumst&auml;nde, die einen rassistischen Mob ruhig stellen sollen. Als entwickele sich der Rassismus des &bdquo;P&ouml;bels&ldquo; im luftleeren Raum, und die Politik reagiere lediglich darauf. Wer also das Bild vom h&auml;sslichen Nazi-Proll aus dem Osten kultiviert, arbeitet sich an Vorurteilen ab, anstatt sich zu fragen, wer und was sie hervorbringt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-ork-in-deinem-kopf\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Das ist gef&auml;hrlich f&uuml;r uns alle&rdquo;: Massive Kritik am Hassreport von Jan B&ouml;hmermanns Netzbewegung &ldquo;Reconquista Internet&rdquo;<\/strong><br>\nDer am Montag ver&ouml;ffentlichte &ldquo;Hassreport&rdquo; von Jan B&ouml;hmermanns Netzbewegung &ldquo;Reconquista Internet&rdquo; zieht gr&ouml;&szlig;ere Kreise, als es den Machern lieb ist. Die Initiative &ldquo;Hooligans Gegen Satzbau&rdquo; kritisiert das 129 Seiten lange Dokument, indem exemplarisch f&uuml;nfzig &ldquo;Schmutz-Tweets&rdquo; und Hassnachrichten gelistet sind. In dem Report tauchen unter anderem Name und Adresse eines Tatverd&auml;chtigen von Chemnitz auf. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Hooligans gegen Satzbau&rdquo; kritisiert den Report auch als solchen. Zwar sei das Ansinnen gut, viele der darin angegriffenen Beitr&auml;ge w&uuml;rden jedoch der Meinungsfreiheit unterliegen. Auf Nachfrage von MEEDIA bezeichnen die &ldquo;Hooligans&rdquo; den Report als Mittel der &ldquo;Reichweitengenerierung&rdquo;, das wissenschaftlich betrachtet wertlos sei. &ldquo;Als Pranger in Papier-\/PDF-Form ist er geeignet, genau denen, die man eigentlich &lsquo;bek&auml;mpfen&rsquo; m&ouml;chte, in die H&auml;nde zu spielen&rdquo;, hei&szlig;t es weiter.<br>\nDie Initiative &ldquo;#ichbinhier&ldquo;, die sich seit 2017 gegen Hassrede auf Facebook einsetzt, unterst&uuml;tzt die Kritik. Zwar sei es gut, dass man damit auf Hass im Netz aufmerksam mache, die Art, wie dies getan wurde, sei aber missgl&uuml;ckt. Insbesondere weil solche Initiativen h&auml;ufig Rechte daf&uuml;r kritisieren, Personen an den Pranger zu stellen, d&uuml;rfe man sich nicht auf so ein Spiel einlassen und deren Vorgehensweise selbst &uuml;bernehmen. Besser w&auml;re es gewesen, wenn die Namen und Fotos der im Report erw&auml;hnten Personen geschw&auml;rzt seien. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Reconquista Internet&rdquo; hatte im Zuge der Ver&ouml;ffentlichung des Reportes zum &ldquo;Meldemarathon gegen Hassrede&rdquo; aufgerufen. In dieser Woche sollten Nutzer verst&auml;rkt ein Augenmerk auf die Hasskommentare im Netz legen und diese an die Online-Meldestelle &bdquo;Respect!&ldquo; weiterleiten. &bdquo;Respect!&ldquo; ist Teil des Demokratiezentrums Baden-W&uuml;rttemberg, das durch das Bundesprogramm &bdquo;Demokratie leben!&ldquo; und das baden-w&uuml;rttembergische Sozialministerium gef&ouml;rdert wird. Unter anderem Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) hatte sich auf Twitter zu dem Report ge&auml;u&szlig;ert. Dorothee B&auml;r (CSU), Staatsministerin f&uuml;r Digitalisierung, soll das Dokument per Mail angefragt haben.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/181005_hdt_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2018\/10\/04\/das-ist-gefaehrlich-fuer-uns-alle-massive-kritik-am-hassreport-von-jan-boehmermanns-netzbewegung-reconquista-internet\/\">Meedia<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Und dass ausgerechnet der ehemalige Justizminister Maas ein Projekt lobt, das von Aktivisten gegen Rechts als &bdquo;Pranger&ldquo; kritisiert wird, ist einfach nur noch peinlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Babylon Berlin&rdquo; &ndash; Geb&uuml;hrenmillionen der ARD f&uuml;r Markterfolg von Pay-TV?<\/strong><br>\nDie ARD feiert den Quotenerfolg des Starts der Serie &bdquo;Babylon Berlin&ldquo; als R&uuml;ckendeckung f&uuml;r das neue Kooperationsmodell mit dem Bezahlsender Sky. Dort fand auch die Erstauff&uuml;hrung statt. Die ARD beteuert, das Preis-Leistungs-Verh&auml;ltnis stimme. Dennoch bleiben Fragen. Zum Beispiel: Warum keine Erstausstrahlung im Ersten, das am meisten zahlte? [&hellip;]<br>\nIm Januar 2018, drei Monate nach der Premiere von &bdquo;Babylon Berlin&ldquo;, wurde bekannt, dass der Intendant des BR und fr&uuml;here Sprecher der Bundesregierung, Ulrich Wilhelm, der Juristischen Direktion seines Hauses im Jahr 2012 angezeigt hatte, dass er in einer besonderen privaten Beziehung zur Familie Mojto stehe. Mit der &bdquo;Degeto&ldquo; vereinbarte Wilhelm, (er ist als BR-Intendant Mitglied der Gesellschafterversammlung), dass er sich ab sofort aus allen Vertr&auml;gen der &bdquo;Degeto&ldquo; heraushalten werde, die eine Interessenkollision wegen seiner besonderen privaten Beziehung zur Familie Mojto bedeuten k&ouml;nnte. Da war von &bdquo;Babylon Berlin&ldquo; noch nichts am Fernsehhimmel zu sehen, aber die damals bereits bestehenden Gesch&auml;ftskontakte zwischen ARD und Jan Mojto und seinen Unternehmen boten Anlass genug f&uuml;r einen Juristen, Bauchschmerzen zu bekommen.<br>\nDiese besondere private Beziehung wurde 2014 schlie&szlig;lich insofern konkret, als Wilhelm eine der beiden bereits erw&auml;hnten T&ouml;chter von Jan Mojto heiratete. Wir erinnern uns: In diesem Jahr wurde erstmals die Zusammenarbeit von X-Filme, ARD, Sky und Beta-Film publik. Der Bayerische Rundfunk musste einr&auml;umen, dass sein Intendant &ndash; immerhin Volljurist &ndash; nach 2012 niemanden mehr dar&uuml;ber informierte, dass sp&auml;testens seit Dezember 2015 dessen Ehefrau die Kontrolle &uuml;ber die H&auml;lfte der &bdquo;Beta-Film&ldquo; aus&uuml;bte.<br>\nDennoch sehen weder BR noch Degeto irgendwelche Interessenkonflikte oder unzul&auml;ssige Beg&uuml;nstigungen oder dergleichen. Fast k&ouml;nnte man sagen, wen wundert es? Es ist nicht der einzige Fall in der ARD, bei dem derartige Konstellationen bekannt wurden, die mindestens fahrl&auml;ssig genannt werden k&ouml;nnen, im Hinblick auf den Imageschaden, der dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk durch den Verdacht von Vetternwirtschaft entsteht.<br>\nBleiben wir am besten gleich bei der &bdquo;Degeto&ldquo;. Deren Chefin ist seit 2012 Christine Strobl. Sie ist die Frau des baden-w&uuml;rttembergischen Ministers f&uuml;r Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl (CDU). Christine Strobl ist die Tochter von Wolfgang Sch&auml;uble (CDU), den man sicherlich nicht extra vorstellen muss. Vorhersehbar verbittet sich Christine Strobl genervt jeden Vorwurf der Vetternwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/gesellschaft\/20181003322515238-serie-ard-pay-tv\/\">Sputnik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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