{"id":46380,"date":"2018-10-05T11:02:58","date_gmt":"2018-10-05T09:02:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46380"},"modified":"2018-10-05T16:56:54","modified_gmt":"2018-10-05T14:56:54","slug":"leserbriefe-zum-30-pleisweiler-gespraech-am-21-oktober-verbaut-die-digitale-revolution-unseren-kindern-die-zukunft-mit-prof-dr-gertraud-teuchert-noodt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46380","title":{"rendered":"Leserbriefe zum 30. Pleisweiler Gespr\u00e4ch am 21. Oktober: \u201eVerbaut die digitale Revolution unseren Kindern die Zukunft?\u201c  Mit Prof. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt"},"content":{"rendered":"<p>Am Anfang stand ein Artikel von Tobias Riegel, zum <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45396\">Handyverbot in Frankreich<\/a> an den dortigen Schulen, und den darauf <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45490\">folgenden Leser-Stimmen<\/a>. Diese lie&szlig;en Albrecht M&uuml;ller zur Feder greifen und es entstanden diese Beitr&auml;ge: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45596\">Ein Bauherr beginnt auch nicht mit dem Dach. Die digitale Revolution verbaut unseren Kindern die Zukunft<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45631\">Eine andere Sicht von der Digitalisierung und ein Musterbeispiel f&uuml;r Verlautbarungsjournalismus<\/a>, was wiederum die Idee f&uuml;r das n&auml;chste Pleisweiler Gespr&auml;ch aufkeimen lie&szlig;. Soviel zur Vorgeschichte, die hoffentlich bei der Einordnung der breit gef&auml;cherten Leserbriefe hilft.  Es wird beim Lesen schnell klar, wie wichtig diese Themen einerseits sind und wie stiefm&uuml;tterlich sie andererseits in unserer Gesellschaft behandelt werden. Wahrscheinlich wird Prof. Dr. Teuchert-Noodt nicht dazu kommen, alle diese Themen in ihrem Vortrag zu behandeln, aber auch ihre Kernthemen werden mehr als interessant sein.  Wir hoffen, mit diesen Leserbeitr&auml;gen vielleicht Ihr Interesse am <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46264\">kommenden Pleisweiler Gespr&auml;ch<\/a> zu wecken und Sie zu einer Reise in die S&uuml;dpfalz zu ermutigen, so es Ihnen m&ouml;glich ist. Ein Thema, das f&uuml;r junge Menschen, Eltern, Lehrer und eigentlich jeden von immenser Bedeutung ist.  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ein Bauherr beginnt auch nicht mit dem Dach. Die digitale Revolution verbaut unseren Kindern die Zukunft. <\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>das Thema hat meiner Meinung nach ungeheure Brisanz. Wenn man sich mit der aktuellen Forschungslage auseinandersetzt, kann man diesen Hype um die Digitalisierung der Bildung nicht nachvollziehen. <\/p><p>Es kann keine Bef&uuml;rwortung von elektronischen Medien geben, angesichts der vielf&auml;ltigen Auswirkungen dieser auf die kindliche Entwicklung. Dabei sind die Gesundheitsgefahren der immer st&auml;rker um sich greifenden Funktechnologie noch gar nicht ber&uuml;cksichtigt und auch hier gibt es mehr Hinweise auf eine Sch&auml;digung als dass keine Auswirkungen zu erwarten w&auml;ren. Kinder sind bei dieser Technologie st&auml;rker gef&auml;hrdet als Erwachsene. <\/p><p>Bemerkenswert neben allen Studien in diesem Zusammenhang ist ein Blick in die Kinderstuben von Managern der Silicon Valley Eliten. <\/p><p>Dort sind elektronische Medien im Kindesalter verp&ouml;nt. Die Kinder besuchen private Waldorf und Montessori Schulen in denen es keine Computer gibt und eher auf Tafel mit Kreide sowie Stricknadel und Matsch gesetzt wird. Der Wert liegt hier in der Beziehung zwischen Lehrer und Sch&uuml;ler. (Das sollte vielleicht mal jemand unserem (Be)Denkverweigerer Lindner mitteilen.) <\/p><p>In der New York Times gibt es hierzu Berichte. <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2014\/09\/11\/fashion\/steve-jobs-apple-was-a-low-tech-parent.html\">https:\/\/www.nytimes.com\/2014\/09\/11\/fashion\/steve-jobs-apple-was-a-low-tech-parent.html<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2011\/10\/23\/technology\/at-waldorf-school-in-silicon-valley-technology-%20can-wait.html\">https:\/\/www.nytimes.com\/2011\/10\/23\/technology\/at-waldorf-school-in-silicon-valley-technology- can-wait.html<\/a><\/p><p>Angesichts der heutzutage sowieso schon weit verbreiteten elektronischen Mediennutzung w&auml;re ein Raum der Abstinenz doch eher ein Gewinn. Die Bedienung von PC und Co ist nicht kompliziert und Jugendliche beherrschen den technischen Umgang ohnehin. Die Silicon Valley Eliten haben keine Angst davor, dass ihre Kinder irgendetwas verpassen k&ouml;nnten. <\/p><p>Ein weiterer Aspekt ist die Gefahr einer epidemischen Ausbreitung der Kurzsichtigkeit, mit der Gefahr sp&auml;ter blind zu werden. Asien ist hier ein schlechtes Beispiel und eine Warnung. <\/p><p>In Europa haben wir mittlerweile 30 Prozent kurzsichtige Kinder und Jugendliche, in China 80 Prozent und in S&uuml;dkorea &uuml;ber 90 Prozent. <\/p><p>Es gibt zahlreiche Publikationen, die auf den Zusammenhang zwischen Smartphone Gebrauch und Kurzsichtigkeit hinweisen. <\/p><p>Zu Suchtgefahren und Ablenkung die mit dieser Technologie verbunden sind. <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/digitale-dealer-auf-entzug\">https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/digitale-dealer-auf-entzug<\/a><\/p><p>Aus dem Artikel:<br>\nBezeichnenderweise entw&ouml;hnen sich viele der kritischen Mittdrei&szlig;iger-Tech-Experten von ihren eigenen Produkten und schicken ihre Kinder in Silicon Valley auf Eliteschulen, in denen iPhones, Tablets, ja sogar Laptops tabu sind. Sie scheinen den Rat aus einer Biggie-Smalls-Liedzeile zu befolgen, dass ein Crack-Dealer die Finger von seiner eigenen Ware lassen sollte: &bdquo;Never get high on your own supply.&ldquo; <\/p><p>Vielleicht sollte man das Smartphone in Sillyphone umbenennen&hellip;. P.S.<br>\nVielen Dank f&uuml;r Ihre Beitr&auml;ge zur Meinungsvielfalt und Aufkl&auml;rung. Mfg<br>\nS.S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr S,<\/p><p>Bezug nehmend auf den Hinweis zum 30. Pleisweiler Gespr&auml;ch am 21. Oktober: &bdquo;Verbaut die digitale Revolution unseren Kindern die Zukunft?&ldquo;<\/p><p>m&ouml;chte ich Sie darauf hinweisen, dass zu diesem wichtigen Thema ein weiterer Aspekt automatisch dazugeh&ouml;ren sollte, n&auml;mlich der gesundheitlich sch&auml;dliche Aspekt von zu viel Blaulicht.<\/p><p>Das Thema ist bis heute eher in Fachkreisen bekannt und wird seitens der breiten &Ouml;ffentlichkeit weitgehend ignoriert.<\/p><p>Die t&auml;gliche &Uuml;berflutung von insbesondere Kinderaugen durch Smartphones, allerlei Pads, Internet- &amp; TV-Ger&auml;te birgt ungeahnte Risiken, die am 21. Oktober ebenfalls kommuniziert werden sollten.<\/p><p>Diese flachen Endger&auml;te verwenden eine LED-Hintergrundbeleuchtung auf Quecksilberbasis mit einem unnat&uuml;rlich hohen Blaulichtanteil.&nbsp;Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass durch die exzessive, t&auml;gliche Nutzung u.a. die Erkrankungsraten an altersbedingter Makuladegeneration, die sp&auml;ter zur Erblindung f&uuml;hrt,&nbsp; in den n&auml;chsten Jahren und Jahrzehnten stark ansteigen werden, wobei die Betroffenen immer j&uuml;nger werden.<\/p><p>Dazu 2 Links:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.i-magazin.com\/gesundes-licht-vs-lichtgefahren\/\">https:\/\/www.i-magazin.com\/gesundes-licht-vs-lichtgefahren\/<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/gesundheit\/LED-Lampen-foerdern-Makuladegeneration,led266.html\">https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/gesundheit\/LED-Lampen-foerdern-Makuladegeneration,led266.html<\/a><\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMarc Wilhelm Lennartz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>die Einladung der Neurobiologin Frau Prof. Teuchert-Noodt zu dem Pleisweiler Gespr&auml;ch ist eine sehr gute Idee. Ihre Vortr&auml;ge zeigen die Gefahren der Digitalisierung f&uuml;r die kindliche Entwicklung deutlich auf. Ebenfalls sollten Sie Peter Hensinger von diagnose: funk zu einem Vortrag einladen. Herr Hensinger zeigt in seinen Vortr&auml;gen sehr umfassend die Probleme, die mit der Verbreitung&nbsp; der Digitalisierung einhergehen, auf. &Uuml;berhaupt sollten Sie Ihre Leser auf die vielen hoch interessanten Artikel und Untersuchungen auf der Homepage von diagnose: funk zum Thema Strahlung von Telefonen und W-lan etc. aufmerksam machen. Ein wichtiger Beitrag ist der Film bzw. auch das dazugeh&ouml;rende Buch von Klaus Scheidsteger <a href=\"https:\/\/www.diagnose-funk.org\/aktivitaeten\/veranstaltungen-demos\/thank-you-for-calling\/film-und-regie\">&ldquo;Thank you for calling&rdquo;<\/a>, der &uuml;ber die Machenschaften der &ldquo;Strahlungsindustrie&rdquo;, wie es auch Jens Wernicke in seinem Artikel <a href=\"http:\/\/www.free21.org\/das-strahlungskartell\/\">&ldquo;Das Strahlungskartell&rdquo;<\/a> beschreibt, hervorragend aufkl&auml;rt. Sowohl Film wie auch Buch werden leider in der &ouml;ffentlichen Diskussion &ndash; wie so h&auml;ufig &ndash; nicht erw&auml;hnt. Im Film zeigt Scheidsteger, welche Probleme Wissenschaftler bekommen, wenn sie &ouml;ffentlich auf die Gefahren der Strahlung von Handys etc.&nbsp; &ndash; gest&uuml;tzt durch ihre wissenschaftlichen Studien &ndash; aufmerksam machen. Diese Vorg&auml;nge erinnern an die Auseinandersetzungen mit der Tabakindustrie, wo Wissenschaftler und Kritiker mundtot gemacht wurden.<\/p><p>Viele Eltern und B&uuml;rger wissen nicht, dass der Weltgesundheitsbeh&ouml;rde Untersuchungen &uuml;ber die Handy, W-lan und DECT-Strahlung vorliegen, die deutlich zeigen, dass die Strahlung zu DNA-Br&uuml;chen f&uuml;hren kann. Konsequent weitergedacht brauchen wir uns nicht &uuml;ber die zahlreichen krebserkrankten Menschen in dieser Welt wundern. Gerade die Macher der Internetseiten von diagnose-funk haben sich seit vielen Jahren die Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Gefahren von Strahlung jeglicher Art zur Aufgabe gemacht.<\/p><p>Eine weitere wichtige Stimme im &ldquo;Kampf&rdquo; gegen die Digitalisierung in der Schule ist <a href=\"https:\/\/www.diagnose-funk.org\/publikationen\/artikel\/detail?newsid=1063\">Prof. Ralf Lankau<\/a>. Auch er zeigt sehr deutlich, dass beim digitalen Ausbau von Schule und Hochschulen der Kommerz im Vordergrund steht. Den Firmen, wie z.B. der Bertelsmann-Stiftung, geht es vor allem um die Sammlung von Daten (Profilbildung) der Nutzer in Schule und Hochschule. Das Thema Bildung &ndash; im Sinne von Humboldt &ndash; spielt bei diesen Firmen &uuml;berhaupt keine Rolle. <\/p><p>Zum Schluss m&ouml;chte ich noch auf die Publikationen von Prof. Krautz u.a. zum Thema Manipulation der Bildung aufmerksamen machen. Ebenso wie Prof. Lankau zeigen die Autoren deutlich auf, wie die europ&auml;ische Bildungslandschaft seit 1960 systematisch mit Hilfe der OECD vom Bildungsansatz zum Kompetenzansatz umgebaut wird. Das Buch ist das Ergebnis einer Tagung an der Universit&auml;t Wuppertal, wo diese Autoren ihre Forschungsergebnisse vor einem gro&szlig;en und interessierten Publikum vorstellten. <\/p><p>Die oben genannten B&uuml;cher und Filme verdienen einen gr&ouml;&szlig;eren interessierten Kreis von H&ouml;rer und Lesern in unserer Gesellschaft.<\/p><p>Mit lieben Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen Lang<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>dass Sie auf Ihren Seiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45596\">am 21.08.2018<\/a> und nochmals am 23.08.2018 unter dem Titel: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45631\">&ldquo;Eine andere Sicht von der Digitalisierung und ein Musterbeispiel f&uuml;r Verlautbarungsjournalismus&rdquo;<\/a> auf den Text der Bielefelder Neurobiologin Gertraud Teuchert-Noodt in umwelt &middot; medizin &middot; gesellschaft 4\/2016 aufmerksam gemacht haben, freut mich. <\/p><p>Bisher kannte ich nur einen Interview-Beitrag ebenfalls aus der Zeitschrift Umwelt Medizin Gesellschaft (UMG 30 | 3\/2017), der mich an einen ebenfalls Interviewbeitrag mit dem Psychiater \/ Hirnforscher Manfred Spitzer unter dem Titel: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/digitales-klassenzimmer-psychiater-wenn-kinder-nur-wischen.694.de.html?dram:article_id=412480\">&ldquo;Spitzer: Digitales Klassenzimmer&rdquo;<\/a> im Deutschlandfunk am 08.03.2018 erinnert.<\/p><p>Wiederum bemerkenswert finde ich, dass Gertraud Teuchert-Noodt auf eine Ver&ouml;ffentlichung des israelisch\/US-amerikanischen Psychologen und emeritierten Hochschullehrers Daniel Kahneman, der 2002 mit Vernon L. Smith den Wirtschafts-Nobelpreis erhielt, verweist mit dem Titel &ldquo;Schnelles Denken, langsames Denken&rdquo; (englischer Originaltitel: Thinking, Fast and Slow, 2011\/2012). Darin werden seine Forschungen (oft gemeinsam mit Amos Tversky) aus mehreren Jahrzehnten zum schnellen, instinktiven und emotionalen &ldquo;System 1&rdquo; und dem langsameren, Dinge durchdenkenden und logischeren &ldquo;System 2&rdquo; zusammengefasst. Wie sich das bei der Nutzung von elektronischen Medien, insbesondere bei Kindern in bestimmten Entwicklungsabschnitten auswirken kann\/d&uuml;rfte, erscheint bedenklich. Dazu kommen u.a. noch etwa die schon zu dieser Zeit vorliegenden Erkenntnisse des Psychologen Michal Kosinski zu Analyse- und Manipulationsmethoden bei &ldquo;Big Data&rdquo; (z.B. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2016-12\/us-wahl-donald-trump-facebook-big-data-cambridge-analytica\">hier<\/a>).<\/p><p>Schlie&szlig;lich sei dazu auf eine Initiative zur F&ouml;rderung eines kompetenten und selbstbestimmten Umgangs von Kindern und Jugendlichen mit digitalen Medien zur Unterst&uuml;tzung von Eltern, Schulen und Betroffenen und zur Vernetzung von Experten und Facheinrichtungen hingewiesen, das als Gemeinschafts-Projekt unter dem Namen <a href=\"https:\/\/www.diagnose-media.org\/\">&raquo;diagnose:media&laquo;<\/a> mit einer neuen Webseite und einem durch ein Autorenteam verfassten Ratgeber &ndash; im September 2018 an den Start gehen soll. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDietmar Freund<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion, <\/p><p>eine digitalisierte Arbeitswelt verlangt vor allem nach &ldquo;flexibleren Arbeitszeiten&rdquo; &ndash; bei zunehmend standartisierten Arbeiten wird menschliche Arbeitskraft nur noch sporadisch vor&uuml;bergehend gebraucht. Durch Digitalisierung wird die &ldquo;Sch&ouml;ne neue (Arbeits)-Welt&rdquo; in einen riesigen Computer verwandelt, m&ouml;glicherweise in ein einziges virtuelles Konzentrationslager. Staatliche Geheimdienste und die Internetgiganten (GAFAM) haben &Uuml;berwachungs- und Manipulationsm&ouml;glichkeiten, dagegen waren Gestapo und Stasi die reinsten Chorknaben. Wirtschaftsunternehmen und deren Kapitalgeber sind an wirtschaftlicher Vormachtstellung in der digitalen &Auml;ra interessiert, nicht aber an Verantwortung f&uuml;r die B&uuml;rger. Eine Zeit lang glaubte man, durch das Internet gebe es mehr Demokratie &ndash; diese Euphorie ist mittlerweile verflogen. Eine Gesellschaft, die durch Google, Amazon, Facebook sowie von staatlichen Geheimdiensten auf Schritt und Tritt &uuml;berwacht wird, ist nicht mehr, sondern weniger selbstbestimmt &ndash; und wird in ihren b&uuml;rgerlicher Freiheiten zunehmend st&auml;rker beschnitten. <\/p><p>VG Michael Wrazidlo, Essen <\/p><p>p.s.: Gefahren der Digitalisierung werden in dem Buch &ldquo;Das Ende der Demokratie&rdquo; von Yvonne Hofstetter ziemlich umfassend beschrieben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Anfang stand ein Artikel von Tobias Riegel, zum <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45396\">Handyverbot in Frankreich<\/a> an den dortigen Schulen, und den darauf <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45490\">folgenden Leser-Stimmen<\/a>. Diese lie&szlig;en Albrecht M&uuml;ller zur Feder greifen und es entstanden diese Beitr&auml;ge: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45596\">Ein Bauherr beginnt auch nicht mit dem Dach. Die digitale Revolution verbaut unseren Kindern die Zukunft<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45631\">Eine<\/a><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46380\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[151,103,211],"tags":[2094,929,1554,652,2397,2451],"class_list":["post-46380","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildungspolitik","category-leserbriefe","category-veranstaltungshinweiseveranstaltungen","tag-digitalisierung","tag-krankheiten","tag-orwell-2-0","tag-pleisweiler-gespraech","tag-suchterkrankung","tag-teuchert-noodt-gertraud"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46380","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46380"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46380\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46407,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46380\/revisions\/46407"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46380"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46380"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}