{"id":46396,"date":"2018-10-07T09:00:00","date_gmt":"2018-10-07T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396"},"modified":"2018-10-05T15:57:27","modified_gmt":"2018-10-05T13:57:27","slug":"hinweise-der-woche-82","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396#h01\">Womit hat Ex-Doppelagent Skripal sein Geld verdient?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396#h02\">Propaganda in der Wikipedia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396#h03\">Die Eliteangeh&ouml;rigen geh&ouml;ren zu den Gewinnern der gesellschaftlichen Spaltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396#h04\">Bafin-Chef prangert zu laxe Kreditvergabe an &ndash; und warnt vor einem &bdquo;perfekten Sturm&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396#h05\">Rentenversicherung widerspricht R&uuml;rup<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396#h06\">Der Ork in deinem Kopf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396#h07\">Mit einer koordinierten Aktion soll Russland an den Pranger gestellt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396#h08\">&bdquo;Es geht um die Aufrechterhaltung eines ideologischen Feindbildes&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396#h09\">Raus aus der Braunzone!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46396#h10\">F&ouml;rdergelder f&uuml;r Exzellenzuniversit&auml;ten: &bdquo;Die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen, die immer gewinnen&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Womit hat Ex-Doppelagent Skripal sein Geld verdient?<\/strong><br>\nDer mit seiner Tochter weiter von der &Ouml;ffentlichkeit ausgesperrte Agent hat weiter mit Geheimdiensten kooperiert, offenbar auch gegen russische Kriminelle etwa in Spanien. [&hellip;]<br>\nSergei Skripal hatte dem britischen Geheimdienst Informationen &uuml;ber seine Kollegen vermittelt, also &uuml;ber andere Geheimdienstmitarbeiter, angeblich einige hundert. Ob er das aus Idealismus machte, ist schwer zu sagen, auf jeden Fall d&uuml;rfte das Geld, das er f&uuml;rs Spionieren erhielt, eine wichtige Rolle gespielt haben. Schon vor seiner Rolle als Doppelagent war er Gesch&auml;ftlichem nicht abgeneigt. In Spanien, wo er bei der russischen Botschaft als Milit&auml;rattach&eacute; arbeitete, hatte er einen Spanier kennengelernt, mit dem er im Geheimen einen Weinimport startete. [&hellip;]<br>\nWie schon andere Medien berichtet hatten, scheint Skripal weiter t&auml;tig und viel herumgereist zu sein. Vermutlich in Absprache mit dem britischen Geheimdienst soll er anderen europ&auml;ischen Geheimdiensten etwa in Estland, Spanien oder der Tschechischen Republik Informationen &uuml;ber den russischen Geheimdienst vermittelt haben. Wenn das zutrifft, war vermutlich auch Geld im Spiel. Oft soll er auch weiterhin in Spanien gewesen und sich dort mit Mitarbeitern des spanischen Geheimdienstes CNI getroffen haben. Angeblich soll er dort mitgeholfen haben, gegen russische Kriminelle vorzugehen. Auch Litvinenko soll mit dem spanischen Geheimdienst gegen organisierte Kriminalit&auml;t von Russen kooperiert haben. Damit w&auml;re man nicht nur bei russischen Geheimdiensten, sondern auch bei russischen Mafia-Organisationen oder aus Russland geflohenen Reichen\/Oligarchen, die sich gerne in Gro&szlig;britannien oder Spanien ansiedelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Womit-hat-Ex-Doppelagent-Skripal-sein-Geld-verdient-4178743.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Florian R&ouml;tzer stellt die richtigen Fragen und kommt zu interessanten Antworten. Warum findet man eigentlich solche guten Artikel nicht in den klassischen Medien? Beim SPIEGEL ver&ouml;ffentlichte in dieser Woche ein siebenk&ouml;pfiges(!) Redaktionsteam eine &bdquo;investigative Reportage&ldquo; &uuml;ber eine angebliche Vergewaltigung durch den Fu&szlig;baller Ronaldo in Las Vegas aus dem Jahr 2009. So unterschiedlich k&ouml;nnen die Vorstellungen von gutem Journalismus sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Propaganda in der Wikipedia<\/strong><br>\nDie Online-Enzyklop&auml;die Wikipedia ist ein integraler Bestandteil des transatlantischen Medien- und Informationssystems. In der folgenden Analyse werden zentrale Aspekte ihrer Organisationsstruktur, Funktionsweise und Manipulation dargestellt. [&hellip;]<br>\nDas Problem der Manipulation der Wikipedia besteht seit deren Gr&uuml;ndung. Der Fokus liegt dabei meist auf dem sogenannten &raquo;Vandalismus&laquo; (Verunstaltung von Artikeln) sowie auf kommerziell motivierter Manipulation durch Konzerne, PR-Agenturen und bezahlte Autoren.<br>\nVerbreitet ist aber auch die politische und geopolitische Manipulation durch Aktivisten, Regierungen und Geheimdienste: So wurde bereits 2007 durch den sogenannten WikiScanner nachgewiesen, dass Mitarbeiter der US-Geheimdienste CIA und FBI Wikipedia-Eintr&auml;ge beispielsweise zum Irak-Krieg und dem US-Milit&auml;rgef&auml;ngnis in Guantanamo editierten.<br>\nInzwischen ist indes offenkundig, dass die Manipulation der Wikipedia insbesondere bei geopolitischen und einigen gesellschaftspolitischen Themen nicht mehr nur vereinzelt und &raquo;von au&szlig;en&laquo; geschieht, sondern systematisch und &raquo;von innen&laquo;: Verschiedene Einflussgruppen haben ihre Akteure in der Hierarchie der Wikipedia als Sichter und Administratoren platziert und k&ouml;nnen dadurch relevante Artikel gezielt bearbeiten, unerw&uuml;nschte Bearbeitungen entfernen und unerw&uuml;nschte Autoren sperren.<br>\nZahlreiche Wikipedianer beklagen denn auch ein aggressives und frustrierendes Klima innerhalb der Wikipedia; die Anzahl der aktiven Autoren ist seit Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig, wodurch sich politisch oder ideologisch motivierte Akteure zunehmend etablieren und die &raquo;freie Enzyklop&auml;die&laquo; &uuml;bernehmen konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/swprs.org\/propaganda-in-der-wikipedia\/\">Swiss Propaganda Research<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Eliteangeh&ouml;rigen geh&ouml;ren zu den Gewinnern der gesellschaftlichen Spaltung<\/strong><br>\nIn seinem Buch Die Abgehobenen analysiert der Soziologe Michael Hartmann die Beschaffenheit und Strukturen der gesellschaftlichen Elite und schildert wie deren Ideologie und Anschauung den politischen und &ouml;ffentlichen Diskurs durchdringt.Herr Hartmann, wie tickt denn unsere &ldquo;Elite&rdquo;, ist sie eher d&auml;mlich oder eher geisteskrank?<br>\nMichael Hartmann: Weder noch. Solche Kategorien sind so gut wie immer ungeeignet, um Denken und Handeln von Eliten zu bewerten und zu kritisieren. Selbst in extremen F&auml;llen wie bei Donald Trump f&uuml;hren sie zu nichts. Trump d&uuml;rfte keine intellektuelle Leuchte und zudem ausgesprochen narzisstisch sein, letzteres vermutlich aber auch nicht sehr viel mehr als sein vielgelobter franz&ouml;sischer Kollege Macron. Er ist aber kein politischer Idiot.<br>\nEr macht eine aus seiner Sicht und auch aus der seiner meisten W&auml;hler sehr zweckm&auml;&szlig;ige Politik. Daran &auml;ndern noch so viele Enth&uuml;llungsb&uuml;cher und -artikel nichts, wenn sie sich, wie bisher, nur auf die pers&ouml;nlichen Macken des Pr&auml;sidenten konzentrieren statt auf die sozialen Auswirkungen seiner Politik.<br>\nUm Eliten wirksam kritisieren zu k&ouml;nnen, muss man sich immer an den alten Satz halten: &ldquo;An ihren Taten sollt ihr sie messen.&rdquo; Welche Konsequenzen hat ihr Vorgehen f&uuml;r die Masse der Bev&ouml;lkerung? Das ist der richtige Ma&szlig;stab.<br>\nAus welchen Leuten setzt sie sich zusammen?<br>\nMichael Hartmann: Sie besteht aus den Personen, die in den wichtigen gesellschaftlichen Bereichen die zentralen Machtpositionen bekleiden. In den meisten F&auml;llen sind sie wie Regierungsmitglieder, hohe Verwaltungsbeamte, Bundesrichter, Chefredakteure oder Topmanager durch Wahl oder Ernennung in das Spitzenamt gelangt. Manchmal verf&uuml;gen sie aber auch &uuml;ber die entsprechende Macht, weil ihnen gro&szlig;e Unternehmen geh&ouml;ren oder Teile davon wie etwa den Quandt-Erben bei BMW oder den Familien Porsche und Piech bei VW. F&uuml;r die Bundesrepublik sind das insgesamt um die 4.000 Personen.<br>\nWas ist ihr ideologischer Konsens?<br>\nDie &uuml;berwiegende Mehrheit h&auml;ngt im Kern nach wie vor der neoliberalen Ideologie von der &uuml;berlegenen Effizienz der M&auml;rkte an. Als Hauptgrund f&uuml;r die Finanzmarktkrise von 2008 wird von ihnen deshalb die Staatsverschuldung angesehen und nicht die Deregulierung des Finanzsektors.<br>\nDas war bereits wenige Jahre nach der Finanzkrise so. Das zeigt unsere Elitestudie von 2012, in deren Rahmen die Inhaber der 1000 wichtigsten Machtpositionen Deutschlands befragt wurden. Schon damals sah nicht einmal jeder f&uuml;nfte die Deregulierung als entscheidende Ursache der Krise an.<br>\nF&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Eliten ist aus demselben Grund auch die Schr&ouml;dersche Agenda-Politik immer noch ebenso unumstritten wie das brachiale Vorgehen gegen&uuml;ber Griechenland in der Euro-Krise. Von diesem Grundkonsens weichen bislang nur wenige Elitemitglieder ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Eliteangehoerigen-gehoeren-zu-den-Gewinnern-der-gesellschaftlichen-Spaltung-4177339.html?wt_mc=rss.tp.beitrag.atom\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bafin-Chef prangert zu laxe Kreditvergabe an &ndash; und warnt vor einem &bdquo;perfekten Sturm&ldquo;<\/strong><br>\nDie laxe Kreditvergabe deutscher Banken bereitet Felix Hufeld Sorgen. In einem Abschwung mit mehr Firmenpleiten droht den Instituten ein b&ouml;ses Ende.<br>\nDie Commerzbank ist nach deutlichen Kursverlusten aus dem Leitindex Dax geflogen, die Deutsche Bank aus dem Euro Stoxx 50. Und auch viele andere Geldh&auml;user tun sich schwer, nachhaltige Gewinne einzufahren. Felix Hufeld, der Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin, ist deshalb besorgt. Denn wenn es nach Jahren des Booms zu einem Wirtschaftsabschwung kommen sollte, droht vielen Banken ein b&ouml;ses Ende.<br>\n&bdquo;Eine konjunkturelle Sch&ouml;nwetterperiode, wie wir sie aktuell erleben, ist nicht der Normalfall. Das sollten die Banken auch bei der Kreditvergabe ber&uuml;cksichtigen&ldquo;, sagte Hufeld in einem Interview mit dem Handelsblatt.<br>\nBauchschmerzen bereitet dem obersten Finanzaufseher vor allem, dass zahlreiche Banken ihr Kreditgesch&auml;ft derzeit aggressiv ausweiten und dabei zum Teil ihre Vergabestandards lockern. &bdquo;Eine zu laxe Kreditvergabe kann in der Zukunft zu gro&szlig;en Problemen f&uuml;hren&ldquo;, warnte Hufeld. &bdquo;Falls dann parallel noch weitere Risikofaktoren hinzukommen, etwa geopolitische Risiken oder ein Einbruch der Konjunktur und bei den Immobilienpreisen, k&ouml;nnte ein perfekter Sturm drohen.&ldquo;<br>\nAktuell gebe das Kreditwachstum am Immobilienmarkt noch keinen Anlass zu akuter Sorge. &bdquo;Aber die Immobilienpreisentwicklung ist beunruhigend&ldquo;, so Hufeld. &bdquo;Wenn die Preise so weiter steigen und sich auch in ein &Uuml;berma&szlig; an Kreditwachstum &uuml;bersetzen w&uuml;rden, k&ouml;nnten wir aktiv werden&ldquo;, warnte der Bafin-Pr&auml;sident. So k&ouml;nne die Bafin in einem ersten Schritt von den Instituten &bdquo;detailliertere Informationen einholen&ldquo;. Au&szlig;erdem k&ouml;nne die Beh&ouml;rde notfalls auch Extra-Kapitalpuffer f&uuml;r Immobilienkredite verlangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/felix-hufeld-im-interview-bafin-chef-prangert-zu-laxe-kreditvergabe-an-und-warnt-vor-einem-perfekten-sturm\/23127630.html?ticket=ST-6617524-uvXnz0bhwsZLhWqC4llE-ap3\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rentenversicherung widerspricht R&uuml;rup<\/strong><br>\nFreiwillige Beitragszahlungen an die Rentenkassen untergraben nicht die Solidit&auml;t der Rentenversicherung.<br>\nMit einem bemerkenswerten Leserbrief hat die Deutsche Rentenversicherung (DRV) jetzt auf einen in der vergangenen Woche erschienenen Beitrag des Wirtschaftswissenschaftlers und ehemaligen Vorsitzenden der f&uuml;nf Wirtschaftsweisen, Bert R&uuml;rup, im &ldquo;Handelsblatt&rdquo; reagiert. Der von R&uuml;rup erhobene Vorwurf, mit freiwilligen Beitragszahlungen an die Rentenversicherung lasse man sich auf ein betr&uuml;gerisches Schneeballsystem (&ldquo;Ponzi-System&rdquo;) ein, sei &ldquo;falsch und unredlich&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Brief der Rentenversicherung. In einem Ponzi-Spiel beruhe die Rendite aus den Beitr&auml;gen zus&auml;tzlicher Mitspieler, &ldquo;w&auml;hrend die Rendite der Rentenversicherung auf dem Lohnwachstum u.a. aufgrund von Produktivit&auml;tsfortschritten basiert&rdquo;.<br>\nR&uuml;rup hatte in seinem Beitrag Forderungen von Politikern widersprochen, die seit 2017 ausgeweitete M&ouml;glichkeit von freiwilligen Beitragszahlungen an die Rentenversicherung noch st&auml;rker auszudehnen. Da in einer umlagefinanzierten Sozialversicherung alle Pflicht- und freiwilligen Beitr&auml;ge der Finanzierung der laufenden Leistungen dienten, w&uuml;rden freiwillige Beitr&auml;ge das System &ldquo;destabilisieren&rdquo;, warnte R&uuml;rup. Seine Begr&uuml;ndung: Es sei nicht sichergestellt, &ldquo;dass sich auch in der Zukunft gen&uuml;gend freiwillige Einzahler finden, damit in der Vergangenheit mit freiwilligen Beitr&auml;gen erworbene Anspr&uuml;che bedient werden k&ouml;nnen&rdquo;. Zudem sei der aktuelle Rendite-Vorsprung der gesetzlichen Rentenversicherung gegen&uuml;ber sicheren Kapitalanlageformen wegen der zunehmenden Bev&ouml;lkerungsalterung und der k&uuml;nftig wieder steigenden Zinsen &ldquo;fl&uuml;chtig&rdquo;, so R&uuml;rup.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/nachrichten\/lesen\/rentenversicherung-widerspricht-ruerup.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Ork in deinem Kopf<\/strong><br>\nDabei liegt es eigentlich auf der Hand: Es gibt Ostdeutsche, die Hartz &Iota;V beziehen und Rassisten sind. Es gibt auch Ostdeutsche aus der Mittelklasse, die Rassisten sind. Und es gibt Ostdeutsche, die sehr viel Geld haben und Rassisten sind. Empirische Belege daf&uuml;r, dass im Osten die Rassisten eine Mehrheit stellen und das Problem vorrangig eines der sogenannten Unterschicht ist, gibt es nicht.<br>\nAusgerechnet die unteren Klassen zu Prototypen des h&auml;sslichen Deutschen zu machen, verharmlost das gesellschaftliche Problem des Rassismus &ndash; und es verst&auml;rkt bestehende Diskriminierungsstrukturen. Mittlerweile gibt es Sprachtherapeuten, die Arbeitnehmern auf Wunsch ihres Arbeitgebers den s&auml;chsischen Akzent abtrainieren. Offenbar f&uuml;rchten Unternehmer, ihr Gesch&auml;ft k&ouml;nne darunter leiden, wenn sie Menschen besch&auml;ftigen, die ihre s&auml;chsischen Wurzeln nicht verbergen. Studien belegen, dass Kinder mit Namen wie Kevin oder Mandy viele Nachteile in Schule und Beruf erfahren, weil ihnen die Zugeh&ouml;rigkeit zur unteren Klasse und eine Herkunft aus Ostdeutschland zugeschrieben wird.<br>\nWer Rassismus vor allem als individuellen Bildungs- und Charaktermangel begreift, bedient ein entpolitisiertes Verst&auml;ndnis des Rechtsrucks. Der Abbau des Sozialstaats, die Aush&ouml;hlung von B&uuml;rgerrechten oder die Versch&auml;rfung des Asylrechts erscheinen dann als Begleitumst&auml;nde, die einen rassistischen Mob ruhig stellen sollen. Als entwickele sich der Rassismus des &bdquo;P&ouml;bels&ldquo; im luftleeren Raum, und die Politik reagiere lediglich darauf. Wer also das Bild vom h&auml;sslichen Nazi-Proll aus dem Osten kultiviert, arbeitet sich an Vorurteilen ab, anstatt sich zu fragen, wer und was sie hervorbringt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-ork-in-deinem-kopf\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mit einer koordinierten Aktion soll Russland an den Pranger gestellt werden<\/strong><br>\nDie USA, Gro&szlig;britannien und die Niederlande haben eine Kampagne gegen die Cyberaktionen des russischen Geheimdienstes GRU gestartet [&hellip;]<br>\nIn einem koordinierten Vorgehen mit Gro&szlig;britannien und den USA wird von der niederl&auml;ndischen Regierung die britische Regierung unterst&uuml;tzt, nach der GRU-Cyberoperationen wie die in den Niederlanden das internationale Recht unterh&ouml;hlen. Der niederl&auml;ndische Regierungschef Rutte ver&ouml;ffentlichte als Zeichen der Verbundenheit eine gemeinsame Erkl&auml;rung mit der britischen Premierministerin May, die weiterhin, wie gerade der Parteitag der Tories gezeigt hatte, weiterhin kurz vor dem Sturz steht und wahrscheinlich auch deswegen dankbar f&uuml;r einen &auml;u&szlig;eren Feind ist. In der Erkl&auml;rung wurde auch die Verwendung des Nervengifts in Salisbury erw&auml;hnt.<br>\nAm Donnerstag hatte der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson bei einem Nato-Treffen in Br&uuml;ssel den russischen Geheimdienst GRU beschuldigt, &ldquo;r&uuml;cksichtlose und wahllose Cyberangriffe&rdquo; auszuf&uuml;hren, beispielsweise St&ouml;rungen des U-Bahn-Systems in Kiew oder der Diebstahl der medizinischen Daten von Sportlern oder der DNC-Emails. Man werde die Aktionen &ouml;ffentlich machen, verk&uuml;ndete Williamson, um Russland von solch einem Handeln in Zukunft abzuhalten. Und in einem Statement von Williamson hei&szlig;t es: &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht l&auml;nger zulassen, dass der GRU aggressiv in der ganzen Welt t&auml;tig ist, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden.&rdquo;<br>\n&Uuml;berdies kam die Ver&ouml;ffentlichung gleichzeitig mit der Bekanntgabe, dass das US-Justizministerium Anklage gegen sieben russische Agenten erhoben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mit-einer-koordinierten-Aktion-soll-Russland-an-den-Pranger-gestellt-werden-4181592.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Es geht um die Aufrechterhaltung eines ideologischen Feindbildes&ldquo;<\/strong><br>\nDer Iran habe sich an das Atomabkommen gehalten, so der Nahost-Experte Michael L&uuml;ders im Dlf. Trotzdem versuche Israel, das Land als Bedrohung darzustellen &ndash; mit fragw&uuml;rdigen Fakten. Im Kern gehe es darum, ein ideologisches Feindbild zu schaffen und gegebenenfalls auch milit&auml;risch gegen den Iran vorzugehen. [&hellip;]<br>\nM&uuml;ller: Herr L&uuml;ders, will der Iran nach wie vor Israel vernichten?<br>\nL&uuml;ders: Nein, das will er nicht, und es gab ja nicht ohne Grund zw&ouml;lfj&auml;hrige Verhandlungen mit dem Iran &uuml;ber ein Atomabkommen, das dann im Juli 2015 auch geschlossen worden ist. Seither wird dieses Atomabkommen von der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde in Wien &uuml;berwacht. Insgesamt zw&ouml;lf Berichte liegen mittlerweile vor &uuml;ber die Frage, ob der Iran alle Vereinbarungen eingehalten habe, die getroffen worden sind im Rahmen dieses Abkommens. Und die Antwort lautet ganz eindeutig: Ja! Der Iran hat sich an alle Verpflichtungen gehalten. Nichts desto trotz haben die USA wie bekannt im Mai dieses Abkommen aufgek&uuml;ndigt.<br>\nM&uuml;ller: Aber ich muss da noch mal nachfragen, um das klar einzuordnen. Sie sagen, die Aggression Irans gegen&uuml;ber Israel ist ad acta gelegt?<br>\nL&uuml;ders: Ich wei&szlig; nicht, ob man das so verallgemeinernd formulieren kann. Wir haben ein Regime, in dem es Hardliner gibt, und dieses Ph&auml;nomen der Hardliner ist nat&uuml;rlich kein iranisches Privileg. Die denken m&ouml;glicherweise in maximalen Kategorien. Aber wenn man die Politik des Irans n&uuml;chtern betrachtet und sich anschaut, wie pragmatisch sich der Iran verhalten hat gegen&uuml;ber den L&auml;ndern in der Region im Zuge des Atomabkommens, aber auch mit Blick auf vergangene Begegnungen, die bei uns in der breiteren &Ouml;ffentlichkeit kaum bekannt sind &ndash; zum Beispiel hat der damalige iranische Pr&auml;sident Khatami schon im Jahr 2003 den USA und Israel angeboten, in breitem Umfang miteinander zu reden, die Beziehungen zu normalisieren, und die iranischen Angebote beinhalteten damals auch, die Unterstellung f&uuml;r die in Israel als gef&auml;hrlich angesehene Schiiten-Miliz Hisbollah im S&uuml;dlibanon einzustellen, und die Antwort der damaligen Regierung George W. Bush war, wir sind nicht interessiert. Man muss auch das wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/israel-und-iran-es-geht-um-die-aufrechterhaltung-eines.694.de.html?dram:article_id=429707\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Raus aus der Braunzone!<\/strong><br>\nDer Hambacher Forst und Chemnitz liegen meilenweit auseinander. Unser Autor warnt davor, politische Str&ouml;mungen von rechts- und linksau&szlig;en gleichzusetzen. Die Extremismustheorie diffamiere die antikapitalistische Linke und verharmlose rassistische Gewalt.<br>\nBei der R&auml;umung des Hambacher Forstes f&uuml;r den Braunkohleabbau durch den Energiekonzern RWE wurden mehrere Tausend Polizisten gegen Umweltaktivisten und sich wehrende Baumhaus-Bewohner eingesetzt, w&auml;hrend die Staatsmacht bei den Hetzjagden am Rande der Demonstration von Rassisten, Rechtsextremisten und Neonazis in Chemnitz am 27. August in Unterzahl und weitgehend unt&auml;tig blieb. Gleichwohl klagte die stellvertretende Chemnitzer SPD-Vorsitzende Sabine Sieble im &ldquo;Vorw&auml;rts&rdquo; mit Blick auf den Protestzug unter dem Motto &ldquo;Herz statt Hetze&rdquo; am 1. September &uuml;ber den &ldquo;fr&ouml;hlich-unbedarften Demotourismus&rdquo; ausw&auml;rtiger Teilnehmer und die &ldquo;militante Antifa&rdquo;, um abschlie&szlig;end zu bemerken: &ldquo;Wir m&uuml;ssen als Sozialdemokraten mit klarer Haltung und wahrhaftig f&uuml;r unsere Demokratie und ihre Werte einstehen und d&uuml;rfen im Kampf gegen Rechtsextremismus nicht den Falschen die Hand reichen, allein weil es &lsquo;gegen rechts&rsquo; geht. Dann sind wir auch &uuml;berzeugend(er) f&uuml;r die Mehrheit, die jetzt oftmals noch schweigt und die wir so dringend brauchen.&rdquo; [&hellip;]<br>\nAntisemitismus in den eigenen Reihen wird f&uuml;r die Mehrheitsgesellschaft ertr&auml;glicher, wenn er nicht blo&szlig; Rechtsextremisten, sondern auch der Labour Party unter Jeremy Corbyn und Muslimen im eigenen Land angelastet werden kann. So behauptete der junge CDU-Bundestagsabgeordnete Paul Ziemiak in der Sendung &ldquo;Anne Will&rdquo; am 16. September, dass sich &ldquo;alle Extreme&rdquo; im Antisemitismus einig seien, der bei Rechtsradikalen, Linksradikalen und Islamisten gleicherma&szlig;en auftrete. Als der fr&uuml;here Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo das Signum des gegenw&auml;rtigen Zeitalters im &ldquo;Toben der Extreme&rdquo; sah und die AfD mit den in der Bedeutungslosigkeit versunkenen Republikanern verglich, war das Thema &ldquo;Die Demokratie gemeinsam retten&rdquo; endg&uuml;ltig durch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/391\/raus-aus-der-braunzone-5363.html\">Christoph Butterwegge auf Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>F&ouml;rdergelder f&uuml;r Exzellenzuniversit&auml;ten: &bdquo;Die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen, die immer gewinnen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Elitenforscher Michael Hartmann sieht die F&ouml;rderung der Exzellenzuniversit&auml;ten kritisch. Er bef&uuml;rchte eine Spaltung der Hochschullandschaft, sagte Hartmann im Dlf. Einen Wettbewerb gebe es im Grunde nicht. Es gebe einige Gr&uuml;nde, warum die es bei der Exzellenzstrategie mehr Verlierer als Gewinner gebe. [&hellip;]<br>\nGebert: Einer Ihrer Hauptkritikpunkte ist, dass die F&ouml;rderung die Hochschullandschaft spaltet. Hat sich diese Analyse von Ihnen mit der Entscheidung fortgesetzt?<br>\nHartmann: Ja. Also, wenn man sich anguckt, welche Hochschulen gewinnen, das meinte ich mit den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen, das sind eigentlich immer dieselben. Und das gilt ja nicht nur f&uuml;r Universit&auml;ten, das gilt ja auch f&uuml;r die F&auml;cher. Also, wenn Sie sich angucken, Geistes- und Sozialwissenschaften, die haben jetzt, glaube ich, zehn von 57 Clustern, das ist auch immer dasselbe. Das ist ungef&auml;hr ein Sechstel, was auf diese F&auml;cher entf&auml;llt, sodass man sagen kann: Generell ist es, sowohl, was die Unis, als auch, was die F&auml;cher angeht, die Hierarchie, die durch die Exzellenzinitiative verst&auml;rkt worden ist, das ist von Runde zu Runde best&auml;tigt worden.<br>\nGebert: Das hei&szlig;t, der Wettbewerb, der da ja eigentlich herrschen soll, existiert im Grunde gar nicht?<br>\nHartmann: Nein, im Grunde gibt es keinen Wettbewerb, weil diejenigen, die schon bevor die Exzellenzinitiative gestartet worden ist, deutliche Wettbewerbsvorteile hatten, vor allem durch enge Verbindungen zu Max-Planck-Instituten, durch das Renommee der jeweiligen Uni, die Tradition &ndash; also M&uuml;nchen, Berlin, Heidelberg, Aachen und so &ndash;, die haben durch die Exzellenzinitiative finanziell, indem sie halt mehr Drittmittel bekommen haben, wie auch symbolisch, das ist ja auch ein symbolischer Wert, wenn man sich als Elite- oder Exzellenzuni bezeichnen kann, die haben alle dazugewonnen und die Exzellenzstrategie wird das ja noch mal verst&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/foerdergelder-fuer-exzellenzuniversitaeten-die-ueblichen.680.de.html?dram:article_id=429321\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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