{"id":46400,"date":"2018-10-05T16:52:37","date_gmt":"2018-10-05T14:52:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400"},"modified":"2018-10-05T16:52:37","modified_gmt":"2018-10-05T14:52:37","slug":"hinweise-des-tages-ii-365","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h01\">Friedensnobelpreis geht an Nadia Murad und Denis Mukwege f&uuml;r ihren Kampf zur Beendigung sexueller Gewalt im Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h02\">Unscharfer Kampfbegriff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h03\">28 Jahre Deutsche Einheit: Ost-West-Gef&auml;lle nicht beseitigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h04\">Der kalte Krieg um Eurasien &ndash; von Moskau aus betrachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h05\">Faschisten lassen gr&uuml;&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h06\">Auf Profit ausgerichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h07\">Verwaltete Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h08\">6,77 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h09\">Mecklenburg-Vorpommern: Warum Ackerfl&auml;chen so teuer geworden sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h10\">Erdogan | Widerworte vom Watschenmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h11\">Strategischer Verb&uuml;ndeter im Kaukasus (I)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h12\">Pr&auml;sidentschaftswahl in Brasilien Samba zwischen Klinge und Knast<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h13\">Krebskranker Sportler bekommt keinen Handyvertrag &ndash; &ldquo;Ich k&ouml;nne die Mindestlaufzeit nicht erf&uuml;llen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46400#h14\">Das Letzte: Geschichtsrevisionismus &agrave; la Heiko Maas<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Friedensnobelpreis geht an Nadia Murad und Denis Mukwege f&uuml;r ihren Kampf zur Beendigung sexueller Gewalt im Krieg<\/strong><br>\nSchutz der Rechte von Frauen und M&auml;dchen im Krieg<br>\nDer Friedensnobelpreis 2018 wurde an die kurdische Jesidin Nadia Murad und den kongolesischen Gyn&auml;kologen Denis Mukwege f&uuml;r ihren unerm&uuml;dlichen Kampf f&uuml;r den Schutz der Rechte von Frauen und M&auml;dchen in bewaffneten Konflikten verliehen.<br>\nAm Freitagmittag gab das norwegische Komitee die Gewinner des Friedensnobelpreis 2018 bekannt: Der renommierte Friedenspreis wurde an Nadia Murad und Denis Mukwege &bdquo;f&uuml;r ihre Bem&uuml;hungen zur Beendigung sexueller Gewalt als Waffe in Kriegen und bewaffneten Konflikten verliehen.&ldquo;<br>\nNadia Murad ist eine kurdische Jesidin aus dem Irak. Sie wurde 2014 als Neunzehnj&auml;hrige vom sogenannten Islamischen Staat (IS) aus ihrem Heimatdorf Kocho nahe der irakischen Stadt Sindschar im irakisch-syrischen Grenzgebiet entf&uuml;hrt und im August 2014 von IS-K&auml;mpfern in die Stadt Mossul im Nordirak verschleppt. Mossul wurde im Juni 2014 von IS-K&auml;mpfern regelrecht &uuml;berrannt und innerhalb weniger Tage eingenommen. Es kam zum Exodus aus der Stadt, die seitdem als de-facto-Hauptstadt des &bdquo;Kalifats&ldquo; im Irak fungierte.<br>\nAls Nadia in Mossul gefangen gehalten war, wurde sie gefoltert, geschlagen und vergewaltigt, brennende Zigaretten wurden auf ihr ausgedr&uuml;ckt. Sie war eine von 6.700 Frauen, die im Irak von IS-Terroristen entf&uuml;hrt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-10-05\/friedensnobelpreis-geht-an-nadia-murad-und-denis-mukwege-fuer-ihren-kampf-zur-beendigung-sexueller-gewalt-im-krieg\/\">Justice Now<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nadia Murad und Denis Mukwege haben Friedensnobelpreis mehr als verdient<\/strong><br>\n&bdquo;Das Nobelkomitee in Oslo ehrt mit Nadia Murad und Denis Mukwege zwei mutige Kriegsgegner und K&auml;mpfer f&uuml;r die Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis. Sie sind mutige Menschen und gro&szlig;e Vorbilder im Kampf f&uuml;r Gerechtigkeit und Frieden. Beide haben diese wichtige Auszeichnung mehr als verdient&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Die Irakerin Nadia Murad hat den Genozid an den Jesiden im Jahr 2014, Sklavenhandel und Vergewaltigungen der Terrorbande ,Islamischer Staat&rsquo; &uuml;berlebt; der kongolesische Arzt Denis Mukwege hilft vergewaltigten Frauen und ist wegen seines Engagements gegen sexualisierte Kriegsgewalt nur knapp einem Mordanschlag entgangen. Beide demonstrieren mit ihrem Engagement, wie wichtig und richtig es ist, aufzustehen gegen Unrecht und Gewalt, nicht stummes Opfer zu bleiben, sondern laut die Stimme zu erheben und die T&auml;ter zur Rechenschaft zu ziehen.<br>\nDIE LINKE begl&uuml;ckw&uuml;nscht Nadia Murad und Denis Mukwege zum Friedensnobelpreis.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/nadia-murad-und-denis-mukwege-haben-friedensnobelpreis-mehr-als-verdient\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Unscharfer Kampfbegriff<\/strong><br>\nEin Kampfbegriff ist zum Modewort geworden. Nahezu inflation&auml;r wird heute dem politischen Gegner &bdquo;Populismus&ldquo; vorgeworfen. Oft dient die Anschuldigung als Totschlagargument. Doch was genau damit gemeint ist, bleibt meist unklar.<br>\nEin Kennzeichen von Populisten soll es sein, den W&auml;hler mit einfachen Antworten auf komplexe Sachfragen beeindrucken zu wollen. Nach dieser (Teil)-Definition ist heute allerdings nahezu jeder erfolgreiche Politiker ein Populist. Inzwischen besch&auml;ftigen n&auml;mlich alle Parteien Kohorten von Fachleuten, die ihre Botschaften kurz und f&uuml;r jeden verst&auml;ndlich auf den Punkt bringen sollen. Aussagen m&uuml;ssen m&ouml;glichst popul&auml;r klingen. Differenzierungen oder Fragezeichen fallen dabei in der Regel unter den Tisch. Wer sich dem verweigert, findet immer seltener noch Geh&ouml;r. Und: Angela Merkel galt jahrelang als gro&szlig;e Zaudererin, die ihre Entscheidungen oft ma&szlig;geblich von Umfrageergebnisse also von popul&auml;ren Stimmungen, abh&auml;ngig machte. War oder ist sie also eine Populistin?<br>\nEin weiteres Merkmal von populistischen Politik-Konzepten soll es sein, den Gegensatz zwischen &bdquo;Volk&ldquo; und &bdquo;Eliten&ldquo; zu betonen. Eine solche Frontenstellung greift als pauschales Schwarz-Wei&szlig;-Gem&auml;lde sicherlich viel zu kurz. [&hellip;]<br>\nGenau das aber machen viele, die den Begriff Populismus heute verwenden. Sie greifen damit teilweise auch linke Politiker an, die tiefgreifende soziale Reformen verlangen, die einen Bruch mit der seit zwei Jahrzehnten geltenden neoliberalen Doktrin fordern. Beispielsweise bei der Rente, im Gesundheitswesen oder auf dem Arbeitsmarkt. Millionen Menschen w&uuml;rden davon profitieren. Nat&uuml;rlich sind solche Forderungen popul&auml;r. Aber sie sind damit noch lange nicht populistisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/epaper.zeitungsverlag-aachen.de\/2.0\/article\/ca00d8fec1\">Joachim Zinsen in den Aachner Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>28 Jahre Deutsche Einheit: Ost-West-Gef&auml;lle nicht beseitigt<\/strong><br>\nZum 28. Mal j&auml;hrte sich diese Woche die Deutsche Einheit. Trotz dieser langen Zeit sind die Menschen in Deutschland seit der Wiedervereinigung immer noch weit von gleichen Lebensverh&auml;ltnissen entfernt. Um dies zu &auml;ndern braucht es eine wachsende Wirtschaft und gute Infrastruktur &ndash; und zwar in allen Teilen Deutschlands, fordert der DGB-klartext.<br>\nDie Deutsche Einheit j&auml;hrte sich diese Woche zum 28. Mal. Die innerdeutsche Mauer ist etwa genauso so lange Geschichte wie sie Familien, Freunde und Gesellschaften voneinander getrennt hat. Knapp ein Viertel der heutigen Bev&ouml;lkerung wurde nach der Wiedervereinigung geboren und hat folglich keine eigenen Erinnerungen an die deutsch-deutsche Teilung. Kurzum: Es ist viel Zeit ins Land gegangen &ndash; eigentlich auch viel Zeit, um ungleiche Arbeits- und Lebensverh&auml;ltnisse zwischen Ost und West zu beseitigen. Doch hierbei bleibt weiter viel zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++dc1934b0-c7dc-11e8-8610-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<p>dazu: <strong>1994: Mission erf&uuml;llt<\/strong><br>\nZeitgeschichte Die Treuhand hat den Osten deindustrialisiert. Anfangs gilt ihre Schocktherapie als Muster f&uuml;r osteurop&auml;ische Nachbarl&auml;nder &ndash; doch das &auml;ndert sich schneller als gedacht<br>\nMarktwirtschaft und Privatisierung hatten einheimische &Ouml;konomen wie ihre westlichen Berater Anfang der 1990er Jahre in Osteuropa zu Zielmarken des Umbruchs erkl&auml;rt. Welche Methoden kamen daf&uuml;r in Betracht? Nur so viel stand fest, die notwendigen Ma&szlig;nahmen sollten en bloc getroffen werden. Kein schrittweises Vorgehen, kein Gradualismus, stattdessen eine Schocktherapie, die f&uuml;r vollendete Tatsachen sorgte. Demzufolge wurde den Regierungen Polens und der Tschechoslowakei zur Privatisierung von Staatsbetrieben &agrave; la deutscher Treuhand geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/1994-mission-erfuellt\">der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der kalte Krieg um Eurasien &ndash; von Moskau aus betrachtet<\/strong><br>\nWer sich wundert, wie es nach einer Phase der Entspannung in den 1990er Jahren zu dem neuen Kalten Krieg, der akuten Gefahr einer milit&auml;rischen Konfrontation zwischen den USA und Russland sowie der allgegenw&auml;rtigen D&auml;monisierung Russlands kommen konnte, dem sei das neue Buch &ldquo;Russia&rsquo;s Geoeconomic Strategy for a Greater Eurasia&rdquo; von Glenn Diesen aus dem Jahr 2017 empfohlen.<br>\nIn der gebunenen Variante ist das Buch mit knapp 130 Euro leider sehr teuer &ndash; Qualit&auml;t hat offensichtlich ihren Preis. Es gibt eine eBook-Version f&uuml;r 31 Euro, aber nur beim amerikanischen Fast-Monopolisten Amazon.<br>\nAutor Glenn Diesen stammt aus Norwegen. Er hat in Australien und in St. Petersburg studiert, in Australien in Philosophie und in den Niederlanden in Sozialwissenschaften promoviert. Er lehrte zun&auml;chst in Universit&auml;ten in Australien und ist derzeit Professor an der NRU Higher School of Economics in Moskau, die als eine der drei f&uuml;hrenden Universit&auml;ten Russlands gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1036-eurasien\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Faschisten lassen gr&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\nDas ukrainische Parlament hat die Gru&szlig;formel &raquo;Ruhm der Ukraine &ndash; Den Helden Ruhm&laquo; verpflichtend f&uuml;r Milit&auml;r und Polizei eingef&uuml;hrt. In der Armee gilt au&szlig;erdem nicht mehr die aus sowjetischer Zeit stammende &uuml;bliche Anrede &raquo;Towarisch&laquo; (Kamerad oder Genosse), sondern &raquo;Herr&laquo; beziehungsweise &raquo;Frau&laquo;. 271 Mitglieder der Rada in &shy;Kiew stimmten am Donnerstag auf Antrag von Pr&auml;sident Petro Poroschenko f&uuml;r die &Auml;nderung &ndash; mindestens 226 Stimmen w&auml;ren notwendig gewesen. Die Parole war im Winter 2013\/14 bei den gewaltsamen Protesten in Kiew sowie w&auml;hrend des Putsches von Nationalisten und Neofaschisten am 22. Februar 2014 wieder benutzt worden. Sie wird mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Die Kiewer Regierung will sich damit in die Tradition der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und der antisowjetischen Banden der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) stellen. Die OUN kollaborierte mit Wehrmacht und SS im Zweiten Weltkrieg bei der Ermordung von Juden und Kommunisten, die UPA massakrierte 1943 Zehntausende Polen. In Polen und Russland sind beide Organisationen ge&auml;chtet. [&hellip;]<br>\nBei der Parlamentssitzung wurde auch das Sondergesetz f&uuml;r den Donbass verl&auml;ngert. Es w&auml;re kommende Woche ausgelaufen. Nun gilt es bis Ende 2019. Damit will Kiew einen vor&uuml;bergehenden Sonderstatus f&uuml;r die Gebiete Donezk und Lugansk m&ouml;glich machen. Dies kann aber erst in Kraft treten, wenn dort Regionalwahlen nach ukrainischem Recht abgehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/341033.ukraine-faschisten-lassen-gr%C3%BC%C3%9Fen.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ausw&auml;rtiges Amt zur Verl&auml;ngerung des Sonderstatusgesetzes f&uuml;r Teile der Verwaltungsgebiete Donezk und Luhansk<\/strong><br>\nDie Bundesregierung begr&uuml;&szlig;t die heutige Verl&auml;ngerung des Sonderstatusgesetzes f&uuml;r Teile der Verwaltungsgebiete Donezk und Luhansk durch das ukrainische Parlament. Die Geltung des Sonderstatusgesetzes wurde bis zum 31. Dezember 2019 verl&auml;ngert.<br>\nDiese Entscheidung ist ein erneuter Beweis daf&uuml;r, dass die Ukraine fest zu Ihren Verpflichtungen aus den Minsker Abkommen steht.<br>\nWir rufen die Parteien des Konflikts in der Ostukraine dazu auf, alle in den Minsker Vereinbarungen festgelegten Verpflichtungen umzusetzen, insbesondere die Waffenruhe einzuhalten, schwere Waffen zur&uuml;ckzuziehen und ihre Truppen aus den im Rahmen der Trilateralen Kontaktgruppe im Jahr 2016 beschlossenen Entflechtungszonen zu entfernen.<br>\nDie Minsker Vereinbarungen sehen die Abhaltung von Lokalwahlen im Rahmen der ukrainischen Gesetzgebung vor. Jede andere Form von &bdquo;Wahlen&ldquo;, wie sie von den Separatisten angek&uuml;ndigt wurden, widerspr&auml;che Buchstaben und Geist der Abkommen und w&uuml;rde daher als nichtig betrachtet. Wir appellieren daher an alle Seiten, darauf hinzuwirken, dass die f&uuml;r den 11. November geplanten &bdquo;Wahlen&ldquo; nicht stattfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/aa-sonderstatusgesetz-ostukraine\/2144378\">Ausw&auml;rtiges Amt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Wie das Ausw&auml;rtige Amt zum neuen Sprachgesetz in der Ukraine steht, bleibt laut dieser Stellungnahme offen. Dabei hatte Heiko Maas doch vor kurzem noch <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article181531208\/Heiko-Maas-Nationalismus-ist-die-Mutter-aller-politischen-Probleme.html\">erkl&auml;rt<\/a>: &bdquo;Nationalismus ist die Mutter aller politischen Probleme&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Auf Profit ausgerichtet<\/strong><br>\nDas System der Fallpauschalen setzt die Kliniken unter Druck &ndash; B&uuml;ndnis &bdquo;Krankenhaus statt Fabrik&ldquo; zeigt die Hintergr&uuml;nde<br>\nPersonal fehlt, Keime breiten sich aus, Profit geht vor Gesundheit: Der Alltag im Krankenhaus zeigt die Folgen der Gesundheitspolitik. Der Hebel, mit dem die Patienten in den Rahmen der Rendite gepresst werden, sind die Fallpauschalen (DRGs). Das B&uuml;ndnis &bdquo;Krankenhaus statt Fabrik&ldquo; will mit einem Kongress den Widerstand gegen dieses System st&auml;rken. UZ dokumentiert Ausz&uuml;ge aus der Brosch&uuml;re des B&uuml;ndnisses.<br>\nSeit dreizehn Jahren gilt f&uuml;r deutsche Krankenh&auml;user das Abrechnungssystem der Fallpauschalen (engl. Diagnosis Related Groups, DRGs). Schon bei Einf&uuml;hrung dieses Systems warnten viele Kenner des Gesundheitswesens vor dramatischen Fehlentwicklungen in den Krankenh&auml;usern. Zehn Jahre sp&auml;ter wissen wir: Die Warnungen waren berechtigt. [&hellip;]<br>\nDas B&uuml;ndnis Krankenhaus statt Fabrik wendet sich gegen die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens in Deutschland und daher insbesondere gegen das System der Krankenhausfinanzierung durch DRGs. Wir treten ein f&uuml;r die bedarfsgerechte Finanzierung der Krankenh&auml;user und ihres Personals. [&hellip;]<br>\nAuf den ersten Blick erscheint die Idee einer Krankenhausfinanzierung &uuml;ber Fallpauschalen nachvollziehbar und fair. Der Leistungsumfang eines Krankenhauses wird dabei mit moderner IT-Technologie wirklichkeitsgetreu abgebildet. Geld gibt es nur f&uuml;r behandelte Krankheitsf&auml;lle und zwar: gleiches Geld f&uuml;r gleiche Leistungen. Am Ende entspricht das Budget eines Krankenhauses der Anzahl seiner PatientInnen und dem Aufwand ihrer Behandlung. [&hellip;]<br>\nIhre Betriebskosten m&uuml;ssen Krankenh&auml;user fast ausschlie&szlig;lich aus Erl&ouml;sen aus dem Fallpauschalensystem erwirtschaften. F&uuml;r die aufnahmebereite Vorhaltung bedarfsnotwendiger Einrichtungen der Daseinsvorsorge wie Krei&szlig;saal oder Intensivstation gibt es kein Geld, sondern nur f&uuml;r tats&auml;chlich behandelte &bdquo;F&auml;lle&ldquo;. Das unternehmerische Risiko wechselnder Auslastung liegt beim Krankenhaus. Zur Abrechnung werden mit erheblichem b&uuml;rokratischen Aufwand alle behandelten PatientInnen anhand ihrer Diagnosen und Prozeduren (z.&thinsp;B. Operationen) computergest&uuml;tzt jeweils einer von mehr als tausend diagnosebezogenen Fallgruppen zugeordnet. Diese Gruppen sollen medizinisch und hinsichtlich des finanziellen Behandlungsaufwandes m&ouml;glichst gleich sein (homogen). Anhand detaillierter Ist-Kosten-Analysen errechnet das Institut f&uuml;r das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) jedes Jahr f&uuml;r jede DRG den Durchschnitt der Behandlungskosten und setzt ihn ins Verh&auml;ltnis zum Durchschnitt aller Krankenhausf&auml;lle (sog. Relativgewicht einer DRG). Die H&ouml;he der Fallpauschale (der Preis) f&uuml;r eine DRG, beispielsweise mit Relativgewicht 1,00, die also den Durchschnittskosten einer Krankenhausbehandlung entspricht, wird politisch festgesetzt (sog. Landesbasisfallwert). [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5040\/wirtschaft_soziales\/9497\/Auf-Profit-ausgerichtet.htm\">unsere zeit<\/a>\n<p>dazu: <strong>Am unteren Ende<\/strong><br>\nNach Willen Spahns werden Pflegekr&auml;fte demn&auml;chst ordentlich entlohnt, im Idealfall im Rahmen eines Fl&auml;chentarifvertrags, den Verdi schon lange fordert. Krankenkassen und andere Kostentr&auml;ger k&ouml;nnten Leistungen dann nicht mehr deshalb ablehnen, weil sie &ndash; wie im Sozialgesetzbuch vorgeschrieben &ndash; &bdquo;unwirtschaftlich&ldquo; sind, und sie deshalb &bdquo;preisg&uuml;nstigere&ldquo; bevorzugen m&uuml;ssen. Dieses Lohndumping soll es nicht mehr geben.<br>\nDas allerdings betrifft nur Patienten, die vom Krankenhaus nach Hause gehen und dort ambulant versorgt werden, wendet die Deutsche Stiftung Patientenschutz ein. Pflegebed&uuml;rftige, die zu Hause gewaschen und angezogen werden, sind Zuzahler. In diesen F&auml;llen wird nur ein Teil der Kosten erstattet, m&ouml;glicherweise m&uuml;ssen sie f&uuml;r die Mehrkosten aufkommen. Die Pflegedienste ihrerseits bleiben bei der Abrechnung ohnehin gern unter der Kostenerstattungspflicht, um nicht offenlegen zu m&uuml;ssen, was sie ihren Mitarbeitern bezahlen. Genau diese Transparenz aber fordert das Gesetz. Der Teufel steckt also im Detail. Wer schon einmal die lange Reise mit einem Pflegebed&uuml;rftigen, den Gutachtern des Medizinischen Dienstes, den Krankenkassen und denjenigen, die tagt&auml;glich vor Ort ihr Bestes tun, mitgemacht hat, wei&szlig; das.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ulrike-baureithel\/am-unteren-ende\">der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verwaltete Armut<\/strong><br>\nAuf Notlagen und Missst&auml;nde reagiert der b&uuml;rgerliche Staat mit einer Sozialpolitik. Die hat enge Grenzen, denn sie darf die ehernen Prinzipien der Marktwirtschaft nicht gef&auml;hrden<br>\nIn den kommenden Tagen erscheint im Hamburger VSA-Verlag das von Renate Dillmann und Arian Schiffer-Nasserie verfasste Buch &raquo;Der soziale Staat&laquo;. Wir ver&ouml;ffentlichen daraus im Folgenden vorab und mit freundlicher Genehmigung der Autoren und des Verlags den ersten Teil des Fazits. (jW)<br>\nSozialstaat und Sozialpolitik werden in Gesellschaft und Wissenschaft gleicherma&szlig;en daf&uuml;r ger&uuml;hmt, dass sie organisierte staatliche Hilfe darstellen. Sie gelten als G&uuml;tesiegel moderner Staaten. Und gerade die Bundesrepublik l&auml;sst sich f&uuml;r ihre weit ausgebaute und funktionierende Sozialpolitik gerne loben. Die verschiedenen Handlungsfelder dieser Sozialpolitik zeugen allerdings zun&auml;chst einmal davon, wie viele Notlagen und Missst&auml;nde in dieser Gesellschaft existieren. Denn Hilfe unterstellt Hilfsbed&uuml;rftigkeit, d.h. Notlagen, aus denen Betroffene alleine nicht herauskommen.<br>\nWenn eine ganze Abteilung des Staates eigens daf&uuml;r eingerichtet wird, diese Notlagen zu bew&auml;ltigen, dann k&ouml;nnen die F&auml;lle nicht zuf&auml;llig auftreten. Allen Verlautbarungen &uuml;ber die segensreichen Wirkungen des &raquo;freien Markts&laquo; und seiner unsichtbaren Hand zum Trotz rechnet zumindest der soziale Staat damit, dass seine Gesellschaft regelm&auml;&szlig;ig ein ganzes Sortiment von Sozialf&auml;llen hervorbringt. Das, was die Sozialwissenschaft als &raquo;Lebensrisiken&laquo; der modernen Individuen bezeichnet, ist der Sache nach die Armut jener, die den Reichtum dieser Gesellschaft als Lohnabh&auml;ngige mit ihrer Arbeit herstellen, vermehren und verwalten. Arm sind sie, weil sie ausgeschlossen sind von den Produktionsmitteln, um in der &raquo;Marktwirtschaft&laquo; selbst&auml;ndig Waren zu produzieren, zu verkaufen und damit Geld zu verdienen. In diesem objektiven &ndash; weil am Ma&szlig;stab dieser Gesellschaft g&uuml;ltigen &ndash; Sinn sind sie absolut arm. Das begr&uuml;ndet &uuml;berhaupt ihre Lohnabh&auml;ngigkeit.<br>\nUm das Geld zu verdienen, das die Lohnabh&auml;ngigen zur verfassungsgem&auml;&szlig;en Wahrnehmung ihrer Freiheit und zur &raquo;Entfaltung ihrer Pers&ouml;nlichkeit&laquo; bef&auml;higt, m&uuml;ssen sie ihre Arbeitskraft verkaufen. Sie m&uuml;ssen ihren Willen, ihre Kraft und ihre Lebenszeit in den Dienst eines &raquo;Arbeitgebers&laquo; stellen, der mit ihren Leistungen sein Kapital zu mehren sucht. Davon sind sie abh&auml;ngig. Damit unterliegt ihre materielle Existenz einer fundamentalen Bedingung: Lohn und Brot verdienen sie nur, wenn sie mit ihrer Arbeit fremden Reichtum vermehren. Ein Einkommen erzielen sie nur dann, wenn ihre Arbeit &raquo;rentabel&laquo; ist, d. h. wenn sie mit ihrer Arbeit mehr Reichtum bzw. mehr Wert schaffen, als sie an Lohn daf&uuml;r erhalten. Lohn und Leistung sind dementsprechend. In diesem ganz und gar nicht beliebigen Sinn sind die Lohnbezieher relativ arm, n&auml;mlich relativ zu dem Reichtum, den sie herstellen und lebenslang vermehren m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/341086.sozialpolitik-verwaltete-armut.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>6,77 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<\/strong><br>\nRund 2,32 Millionen Arbeitslose gab es im Juli 2018. Doch mit knapp 6,77 Millionen lebten nahezu dreimal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter &uuml;ber zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.<br>\nIm Juli (teilweise aktuellste verf&uuml;gbare Werte durch Wartezeiten in der Statistik) gab es rund 2,32 Millionen Arbeitslose gem&auml;&szlig; der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Gleichzeitig lebten aber knapp 6,77 Millionen Menschen von Arbeitslosengeld und\/oder Hartz-IV-Leistungen. Knapp 761.000 Menschen bezogen Arbeitslosengeld und rund 6,07 Millionen Menschen lebten in einem Hartz-IV-Haushalt, einer so genannten Bedarfsgemeinschaft, darunter &uuml;ber 2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (Juni 2018). 68.000 (gerundeter Wert aus Mai, aktuelle Zahlen sind nur mit Wartezeit verf&uuml;gbar) von ihnen waren Doppelbezieher von Arbeitslosengeld und Hartz-IV-Leistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/677-millionen-menschen-leben-von-arbeitslosengeld-oder-hartz-iv-leistungen\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mecklenburg-Vorpommern: Warum Ackerfl&auml;chen so teuer geworden sind<\/strong><br>\nIm Vergleich der ostdeutschen Bundesl&auml;nder sind die Kauf- und Pachtpreis f&uuml;r Ackerfl&auml;chen in Mecklenburg-Vorpommern mit Abstand die h&ouml;chsten. Mit daf&uuml;r verantwortlich sind Biogasbauern und Gro&szlig;investoren, die bisher nichts mit Landwirtschaft am Hut hatten. Nur wenige Kilometer von G&uuml;strow entfernt inmitten von Wald und Feldern gelegen: Das Domgut Dehmen mit 3000 Puten, mit Rindern, Schweinen und drei H&auml;hnchenanlagen. &bdquo;Alles Bio&ldquo;, sagt Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Martin Bohn bei einer Hofbesichtigung im Kremser. Mit auf dem hohen Wagen: Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus von der SPD. Eine gute Gelegenheit f&uuml;r Martin Bohn, eines der dr&auml;ngendsten Probleme der heimischen Landwirte anzusprechen: die Explosion der Bodenpreise.<br>\n&bdquo;Das ist nat&uuml;rlich ein Kampf um Fl&auml;chen. Jedes Jahr gehen einige LPGs &ndash; oder alte LGPs &ndash; &uuml;ber den Tisch des Notars. Und alle wissen, dass gro&szlig;e Investoren, die gar nicht aus der Landwirtschaft kommen, ihr Geld in der Landwirtschaft anlegen.&ldquo; Wer heutzutage landwirtschaftliche Nutzfl&auml;chen kaufen will, muss hier neun Mal so viel berappen wie noch 1995, n&auml;mlich durchschnittlich 23.000 bis 25.000 Euro pro Hektar Acker und ca. 8.000 Euro pro Hektar Wiese. Auch die Pacht f&auml;llt entsprechend saftig aus, bis zu 480 Euro pro Hektar und Jahr derzeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/mecklenburg-vorpommern-warum-ackerflaechen-so-teuer.1001.de.html?dram:article_id=429700\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Widerworte vom Watschenmann<\/strong><br>\nBeim Staatsbesuch des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten war wenig zu gewinnen &ndash; umso mehr wurde verloren Widerworte vom Watschenmann<br>\nHat der t&uuml;rkische Pr&auml;sident darauf bestanden, in Deutschland als Staatsgast der Premiummarke behandelt zu werden? Oder war man auf deutscher Seite vorrangig darauf bedacht, Recep Tayyip Erdogan mit h&ouml;chsten Ehren zu umgeben, auf dass der Gast sp&uuml;rt, wie sehr er als Partner gefragt ist? Beides denkbar und nicht ehrenr&uuml;hrig. Peinlich wird es nur, wenn in Berlin das protokollarische Repertoire ausgesch&ouml;pft und zugleich gezeigt wird, wie sehr man sich damit qu&auml;lt. Zum Ausdruck gebracht durch subtile Kritik in Pressestatements, Bankettreden und das protokollarische Understatement des zust&auml;ndigen Ministerpr&auml;sidenten beim Empfang Erdogans in NRW. Staatsvisiten sind keine Sympathieerkl&auml;rungen. Also er&uuml;brigt sich die Sorge, sie k&ouml;nnten derart missverstanden werden.<br>\nDie gegens&auml;tzlichen Vorstellungen &uuml;ber Demokratie, Staat und Justiz sind mit der jetzigen t&uuml;rkischen F&uuml;hrung nicht verhandelbar. Sie beharrt als Autokratie auf politischer Autonomie. Ein bilateraler Gipfel kann daran nichts &auml;ndern und ist erst recht keine Reparaturagenda f&uuml;r deutsch-t&uuml;rkische Beziehungen, die nach Erdogans Aufritt bei der Moschee-Er&ouml;ffnung in K&ouml;ln noch zerr&uuml;tteter wirken als vor dem Staatsbesuch. Dieser Pr&auml;sident behandelt seine t&uuml;rkischen Anh&auml;nger hierzulande wie eine f&uuml;nfte Kolonne und schadet so ihrem Status in Deutschland gleich zweifach: Er ermuntert zur Abschottung und sch&uuml;rt dadurch das Misstrauen der deutschen Mehrheitsbev&ouml;lkerung. Fragt sich nur, hat der Besuchsverlauf bis zum K&ouml;ln-Trip bei Erdogan den provokativen Furor noch angefacht?<br>\nDie Au&szlig;enpolitik der &Auml;ra Merkel beherrscht ein Missionierungseifer, der h&auml;ufig diplomatische Professionalit&auml;t vermissen l&auml;sst. Unabl&auml;ssig wird suggeriert, Deutschland sei mit moral- und menschenrechtsgest&uuml;tzter Proklamation anderen Staaten &uuml;berlegen. Man m&uuml;sse Wertebewusstsein ausstellen und diene so eigenen Interessen am besten. Seht, wir halten die Hand ins Wasser und den rei&szlig;enden Strom auf. Dieser Hang zur Selbstvergewisserung erinnert an das Unvermeidliche notorischer Reflexe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/widerworte-vom-watschenmann\">der Freitag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Erdogans Arbeitslager<\/strong><br>\nTote und Verhaftungen: Ohne R&uuml;cksicht auf Besch&auml;ftigte wird der Bau des dritten Istanbuler Flughafens weiter vorangetrieben<br>\nAls &raquo;Ort, an dem Tr&auml;ume wahr werden&laquo;, bewirbt das Firmenkonsortium Istanbul Grand Airport AS (IGA) den dritten, im Bau befindlichen, Istanbuler Flughafen. Nach dem Willen des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan soll der Airport mit sechs Landebahnen und einer Kapazit&auml;t von 200 Millionen Reisenden pro Jahr bereits in weniger als einem Monat am 29. Oktober &ndash; dem 95. Jahrestag der Gr&uuml;ndung der T&uuml;rkischen Repu&shy;blik &ndash; er&ouml;ffnet werden. F&uuml;r Zehntausende Arbeiter, die in einer Rekordzeit von nur viereinhalb Jahren dieses zentrale Prestigeprojekt der AKP-Regierung errichten, wird dagegen ein t&auml;glicher Alptraum wahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/340951.repression-gegen-arbeiter-in-t%C3%BCrkei-erdogans-arbeitslager.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Strategischer Verb&uuml;ndeter im Kaukasus (I)<\/strong><br>\nGeorgien, &ldquo;Partnerland&rdquo; der n&auml;chste Woche beginnenden Frankfurter Buchmesse, reduziert seine Abh&auml;ngigkeit von den westlichen M&auml;chten und bem&uuml;ht sich in Kooperation mit Russland und China um eine gr&ouml;&szlig;ere Eigenst&auml;ndigkeit. Dies ergibt sich aus der vorsichtigen Vers&ouml;hnungspolitik gegen&uuml;ber Russland, die die seit 2013 regierende Koalition des &ldquo;Georgischen Traums&rdquo; betreibt, und aus der Einbindung des Landes in Chinas &ldquo;Neue Seidenstra&szlig;e&rdquo;. Beides entspricht nicht den Vorstellungen Berlins. Deutschland hat seit 1992 eine wichtige Rolle in dem Kaukasusland gespielt und unter anderem seine Assoziierung an die EU forciert. Es f&ouml;rdert zudem zwar nicht den Beitritt Georgiens zur NATO, aber doch eine enge Kooperation des Landes mit dem Kriegsb&uuml;ndnis; Tiflis z&auml;hlt zu den gr&ouml;&szlig;ten Truppenstellern beim NATO-Einsatz in Afghanistan. Die W&uuml;rdigung, die Georgien nun als &ldquo;Partnerland&rdquo; der Buchmesse erf&auml;hrt, passt zu j&uuml;ngsten Bem&uuml;hungen Berlins um eine Intensivierung der Kooperation mit dem Land, die die Bundesregierung und Industriellenkreise j&uuml;ngst forcierten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7743\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pr&auml;sidentschaftswahl in Brasilien Samba zwischen Klinge und Knast<\/strong><br>\nDie Brasilianer w&auml;hlen einen neuen Pr&auml;sidenten. Ex-Pr&auml;sident Lula sitzt im Gef&auml;ngnis und rechtsau&szlig;en-Kandidat Bolsonaro lag bis vor kurzem im Krankenhaus, verletzt durch ein Attentat. Das machte ihn zum Helden. Und nun auch zum Sieger?<br>\nDer aussichtsreichste Kandidat wird mitten in der Kampagne verhaftet, versucht aber stur, aus der Zelle weiter die Strippen zu ziehen. Der neue Favorit wird niedergestochen und f&uuml;hrt den Wahlkampf vom Krankenbett aus. Kandidaten in der Mitte des politischen Spektrums g&auml;be es auch, aber sie gehen zwischen diesen beiden Polen chancenlos unter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/praesidentschaftswahl-in-brasilien-samba-zwischen-klinge.979.de.html?dram:article_id=429654\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Krebskranker Sportler bekommt keinen Handyvertrag &ndash; &ldquo;Ich k&ouml;nne die Mindestlaufzeit nicht erf&uuml;llen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Ex-Stabhochspringer Tim Lobinger ist an Leuk&auml;mie erkrankt. Jetzt erz&auml;hlt er in einem Interview, dass er deswegen keinen neuen Handyvertrag abschlie&szlig;en durfte. Der fr&uuml;here Stabhochspringer Tim Lobinger hat wegen seines Gesundheitszustands nach eigenen Angaben keinen neuen Handyvertrag bekommen. Als er k&uuml;rzlich ein gutes Angebot mit der Mindestlaufzeit von 24 Monaten gesehen habe, sei seine Anfrage abgelehnt worden, sagte Lobinger dem Magazin &ldquo;Bunte&rdquo;: &ldquo;Mit der Begr&uuml;ndung, ich k&ouml;nne die Mindestlaufzeit aufgrund meiner Erkrankung ja wohl nicht erf&uuml;llen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/leute\/tim-lobinger-kein-2-jahres-handyvertrag-wegen-krebserkrankung-a-1231417.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist dann wohl die totale &Ouml;konomisierung der Gesellschaft, die ein Ziel des Neoliberalismus ist. Solche Sachen lassen einen stets w&uuml;tend und hilflos zur&uuml;ck. Schade, dass die &ldquo;Bunte&rdquo; den Handyanbieter nicht namentlich nennt &ndash; wahrscheinlich handelt es sich um einen Werbekunden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Geschichtsrevisionismus &agrave; la Heiko Maas<\/strong><br>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">\"Die Amerikaner haben die deutsche Einheit erm&ouml;glicht, das werden wir niemals vergessen. Wenn der Atlantik politisch breiter wird, m&uuml;ssen wir mehr und umso stabilere Br&uuml;cken bauen.\" AM <a href=\"https:\/\/twitter.com\/HeikoMaas?ref_src=twsrc%5Etfw\">@HeikoMaas<\/a> er&ouml;ffnet in Washington das Deutschlandjahr USA <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/WunderbarTogether?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#WunderbarTogether<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/tgBHosWC4P\">pic.twitter.com\/tgBHosWC4P<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Ausw&auml;rtiges Amt (@AuswaertigesAmt) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/AuswaertigesAmt\/status\/1048210456349986818?ref_src=twsrc%5Etfw\">5. Oktober 2018<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/AuswaertigesAmt\/status\/1047764428094099457\">Ausw&auml;rtiges Amt via Twitter<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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