{"id":46442,"date":"2018-10-09T08:33:05","date_gmt":"2018-10-09T06:33:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442"},"modified":"2018-10-09T08:35:23","modified_gmt":"2018-10-09T06:35:23","slug":"hinweise-des-tages-3221","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p><p><!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h01\">Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h02\">Wir setzen auf das widerst&auml;ndige Bayern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h03\">Das Verm&ouml;gen der Familie Porsche w&auml;chst gewaltig &ndash; trotz Dieselskandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h04\">Parit&auml;t im Haifischbecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h05\">Hohe Mieten sind eine sehr effektive Grenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h06\">Das schmutzige Gesch&auml;ft mit Lkw-Fahrern aus Osteuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h07\">Klimarat fordert raschen Umbau der Weltwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h08\">Umweltpolitik findet in dieser Koalition nicht statt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h09\">Wieso es keinen Rechtsruck gibt, aber die extreme Rechte trotzdem w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h10\">Angriff von rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h11\">B&uuml;rgerrechtler bringen bayerisches Polizeigesetz vors Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h12\">Liberale Muslime weltweit sind von Linken in Europa entt&auml;uscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h13\">Wir haben mittlerweile ein Klima der Denunziation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h14\">Der w&uuml;ste Sohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h15\">Blo&szlig; nicht K&ouml;ln-Buchheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h16\">Hitler, feministisch gelesen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Brasilien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bolsonaro gewinnt erste Runde Brasilien: Rechtsau&szlig;en-Erfolg befl&uuml;gelt die M&auml;rkte<\/strong><br>\nDer klare Sieg des Rechtspopulisten Jair Bolsonaro bei der ersten Runde der brasilianischen Pr&auml;sidentschaftswahlen sorgt an den Aktien- und Devisenm&auml;rkten f&uuml;r gro&szlig;e Freude.<br>\nDer brasilianische Leitindex Bovespa gewann zur Er&ouml;ffnung in Sao Paulo 5,43 Prozent. In Frankfurt gewinnen die Titel des staatlichen &Ouml;lkonzerns Petrobras sogar &uuml;ber 13 Prozent.<br>\nAuch der Landesw&auml;hrung Real hat der Wahlsieg Bolsonaros einen Schub verliehen. Der Real wertete zum Dollar um &uuml;ber drei Prozent auf. Somit m&uuml;ssen f&uuml;r einen Dollar nur noch 3,76 Real nach 3,84 Real am Freitag bezahlt werden. &ldquo;Die Finanzm&auml;rkte favorisieren Bolsonaro, der im Falle eines Wahlsieges den Investmentbanker Paulo Guedes zum Superminister f&uuml;r Wirtschaft und Finanzen machen will&rdquo;, sagte LBBW-Analyst Martin G&uuml;th.<br>\nMarkt atmet auf<br>\nCommerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen sieht insgesamt nur ein begrenztes Aufwertungspotenzial f&uuml;r die brasilianische W&auml;hrung. Denn ein Sieg Bolsonaros sei zu einem gro&szlig;en Teil schon eingepreist. Zudem m&uuml;sse sich erst noch zeigen, wie viel Einfluss Guedes tats&auml;chlich auf die Wirtschaftspolitik des Landes haben werde, sollte er es ins Amt schaffen.<br>\nAuf Bolsonaro entfielen bei der Wahl am Sonntag 46,3 Prozent der Stimmen. Sein linker Kontrahent Fernando Haddad erreichte 29 Prozent. Bolsonaro zieht nun als klarer Favorit in die zweite Runde der Wahlen am 28. Oktober. &ldquo;Der Markt atmet auf, da Haddad, dessen Politik Brasilien nicht aus der wirtschaftlichen Talsohle befreien w&uuml;rde, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht Pr&auml;sident werden wird&rdquo;, sagte Edwin Gutierrez, Analyst bei Aberdeen Standard Investments. Bolsonaro k&uuml;ndigte unter anderem einen versch&auml;rften Kampf gegen Korruption und verst&auml;rkte Privatisierungen an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/boerse.ard.de\/anlagestrategie\/regionen\/brasilien-rechtsaussen-erfolg-befluegelt-die-maerkte100.html#xtor=export\">boerse.ARD.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Kapitalisten setzen auf Faschisten. Ziviler und weniger pr&auml;zise ausgedr&uuml;ckt: Anleger bevorzugen Reformer.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie auch immer, lesen Sie den Bericht von B&ouml;rse.ARD zum Wahlergebnis in Brasilien und &uuml;ber die Reaktion der B&ouml;rse und die Kommentare der Analysten. Nach allem was man &uuml;ber den Pr&auml;sidentschaftskandidaten Bolsonaro wei&szlig;, ist dessen N&auml;he zur Demokratie gleich null, er bef&uuml;rwortet Waffen und Gewalt, verachtet die Rechte der Frauen und setzt auf das Milit&auml;r, wo er auch herkommt.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist schon beachtlich, dass das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen einen solchen Bericht einschlie&szlig;lich der Kommentare der Analysten etc. pr&auml;sentiert. <\/em><\/p>\n<p><em>Das &uuml;berrascht uns allerdings nicht. Schon 1973 konnten wir beobachten, wie in den wirtschaftsnahen Medien Deutschlands dem Putsch von Pinochet gegen Allende Beifall gezollt wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Ehrenrettung des &Ouml;ffentlich-Rechtlichen Rundfunks kann ich auf einen aufkl&auml;renden Beitrag im Deutschlandfunk von gestern Abend hinweisen:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Klarer Sieg f&uuml;r Rechtsau&szlig;en<\/strong><br>\nDer Rechtsruck der W&auml;hler in Brasilien ist erschreckend, kommentiert Jule Reimer. Doch noch erschreckender sei, wie sehr Brasiliens traditionelle Elite Jair Bolsonaro hofiere. Nur Dank der Medien habe der Rechtsextreme mit seinen absurden Thesen beim Wahlvolk punkten k&ouml;nnen.<br>\ner etwas auf Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaat gibt, blickt heute mit Entsetzen nach Brasilien. Zwar wird es Ende Oktober noch eine Stichwahl um das Pr&auml;sidentenamt geben, doch die Ausgangsposition des Gewinners Jair Bolsonaro ist erschreckend gut. Jahrelang war er zwar eine etablierte, aber einsame Randfigur in der Politik. Einer, dem es vor allem dank h&auml;ufigem Partei-Wechsel gelang, sich im brasilianischen Parlament zu halten.<br>\nAber jetzt votierten 46 Prozent der Wahlg&auml;nger f&uuml;r diesen rechtsextremen Waffennarr, der sich lieber einen toten als einen schwulen Sohn w&uuml;nscht, der die Zeit der brasilianischen Milit&auml;rdiktatur als die gute alte und Demokratie als Schwachsinn verkauft, der frauenfeindliche Spr&uuml;che klopft, der L&uuml;gen und Beschimpfungen hemmungslos in die Welt twittert.<br>\nLeidet das halbe Land unter Ged&auml;chtnisschwund?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/praesidentschaftswahl-in-brasilien-klarer-sieg-fuer.720.de.html?dram:article_id=430015\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum so viele Brasilianer einen Radikalen wollen<\/strong><br>\nIn Brasilien gewinnt der Rechtsextreme Jair Bolsonaro die erste Runde der Pr&auml;sidentschaftswahl. Es ist das Ergebnis eines gescheiterten politischen Systems.<br>\nBrasilien steht ein politisches Erdbeben bevor. Der rechtsextreme Politiker Jair Bolsonaro hat die erste Runde der Pr&auml;sidentschaftswahlen mit 46 Prozent der Stimmen gewonnen und verfehlte damit die absolute Mehrheit nur knapp. Der 63-J&auml;hrige gilt nun als gro&szlig;er Favorit f&uuml;r den zweiten Wahlgang im gr&ouml;&szlig;ten, bev&ouml;lkerungsreichsten und wirtschaftlich st&auml;rksten Land Lateinamerikas.<br>\nIn der Stichwahl in drei Wochen trifft er auf den ehemaligen Bildungsminister und B&uuml;rgermeister von S&atilde;o Paulo, Fernando Haddad. Der 55-J&auml;hrige holte 29 Prozent der Stimmen. Er geh&ouml;rt zur linken Arbeiterpartei, die von 2003 bis 2016 das Staatsoberhaupt stellte, zun&auml;chst mit Lula da Silva und dann mit Dilma Rousseff. Letztere wurde in einem umstrittenen Impeachmentverfahren gest&uuml;rzt, seitdem regiert Michel Temer von der konservativen MDB, der nicht antrat.<br>\nDen dritten Platz erlangte der linksliberale Ex-Minister Ciro Gomes mit zw&ouml;lf Prozent. Er hat bereits seine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Haddad erkl&auml;rt. Bei der &bdquo;Wahl zwischen Demokratie und Faschismus&ldquo; sei klar, auf welcher Seite er stehe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/rechtsextremer-favorit-bolsonaro-warum-so-viele-brasilianer-einen-radikalen-wollen\/23161250.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong>  Es ist schon interessant: Wochenlang war es unseren Leitmedien nur eine kurze Meldung wert, dass Brasiliens Favorit auf die Pr&auml;sidentenwahl, Lula, mit juristischen Tricks von der Wahl ferngehalten wurde. Jetzt tun aber alle so, als sei das Kind so urpl&ouml;tzlich in den Brunnen gefallen. Wie w&auml;re es wohl gewesen, wenn westliche Medien und westliche Politiker sich st&auml;rker f&uuml;r Lula eingesetzt h&auml;tten? Aber Lula ist bekanntlich ein Linker, der nicht immer nach der neoliberalen Pfeife tanzt. Da riskieren wir es doch lieber, dass ein Faschist in Brasilien ans Ruder kommt und zeigen nach der Wahl eifrig Entsetzen. Das ist einfach nur verlogen!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wir setzen auf das widerst&auml;ndige Bayern<\/strong><br>\nLandtagswahl am Sonntag: Die Linke hofft nach Gro&szlig;demonstrationen in M&uuml;nchen auf Sprung ins Parlament. Ein Gespr&auml;ch mit Ates G&uuml;rpinar.<br>\nDie Linke k&ouml;nnte bei der Wahl an diesem Sonntag den Einzug in den bayerischen Landtag schaffen. Bei einer &raquo;Bayerntrend&laquo;-Umfrage des BR-Politikmagazins &raquo;Kontrovers&laquo; knackte sie Mitte September erstmals die F&uuml;nfprozenth&uuml;rde. Wieso hat das Ihre Partei in den vergangenen zehn Jahren nicht geschafft?<br>\nIn Bayern galt in einigen Ortschaften schon die SPD als linksradikal. Wenn ein Land seit Jahrzehnten erzreaktion&auml;r regiert wird, zeigt sich das auch an der Haltung der Bev&ouml;lkerung. Es hat gedauert, bis wir uns etablieren konnten.<br>\nJetzt gibt es in Bayern eine neue Entwicklung, Menschen zeigen ihren Protest auf der Stra&szlig;e. Einerseits liegt das am Rechtsruck durch das Erstarken der AfD, andererseits motivieren soziale Missst&auml;nde die Menschen dazu, wie fehlender g&uuml;nstiger Wohnraum oder der Pflegenotstand. Bei der Linkspartei stehen diese Themen im Vordergrund: Wir fordern bezahlbare Mieten durch den Bau von 40.000 Sozialwohnungen pro Jahr. Zudem haben wir das Volksbegehren &raquo;Stoppt den Pflegenotstand an den bayerischen Krankenh&auml;usern&laquo; im B&uuml;ndnis mit anderen auf den Weg gebracht. Statt Spezlwirtschaft, Elitenpolitik und Abbau von Grundrechten stehen wir f&uuml;r politische Alternativen, soziale Gerechtigkeit und &Ouml;kologie. (&hellip;)<br>\nSind Sie zu revolution&auml;r f&uuml;r bayerische Verh&auml;ltnisse?<br>\nSchon immer gab es das erzreaktion&auml;re Bayern, zugleich aber auch das widerst&auml;ndige &ndash; auf letzteres setzen wir. Hier gehen mehr Menschen auf die Stra&szlig;e als in anderen Bundesl&auml;ndern. Die Gr&uuml;nen sind im b&uuml;rgerlichen Lager angekommen und grenzen sich von konservativer Politik nicht mehr ab. Das wird auch bei ihren Koalitionen mit der CDU in Baden-W&uuml;rttemberg und Hessen sichtbar. Sie haben kein Problem, mit einem Seehofer oder S&ouml;der zu koalieren. Die SPD wiederum kann auch nicht dagegenhalten, selbst wenn sie es wollte. Sie hat erst j&uuml;ngst auf Bundesebene Glaubw&uuml;rdigkeit verspielt, etwa in der Causa des ehemaligen Verfassungsschutzpr&auml;sidenten Hans-Georg Maa&szlig;en. Bayern braucht die Linkspartei als Opposition.<br>\nWie stehen Sie zur Sammelbewegung &raquo;Aufstehen&laquo;?<br>\nDort sollen vor allem entt&auml;uschte Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne eingesammelt werden, denen ihre Parteien nicht links genug sind. Wir haben diese Probleme, sich von reaktion&auml;ren Parteien vereinnahmen zu lassen, nicht. Freilich gibt es Meinungsverschiedenheiten: Wir wollen Die Linke st&auml;rken und sind zuversichtlich, dass uns das mit den Sammlungsbewegungen gelingt, wie sie bei &raquo;No PAG&laquo;, &raquo;Ausgehetzt&laquo; und dem Pflegevolksbegehren zu sehen sind. Aber: Sahra Wagenknecht, Kochefin der Bundestagsfraktion und Mitinitiatorin von &raquo;Aufstehen&laquo;, unterst&uuml;tzt uns im Bayern-Wahlkampf &ndash; wie andere prominente Linke auch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/341263.landtagswahl-in-bayern-wir-setzen-auf-das-widerst%C3%A4ndige-bayern.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Verm&ouml;gen der Familie Porsche w&auml;chst gewaltig &ndash; trotz Dieselskandal<\/strong><br>\n&ldquo;Keine der gr&ouml;&szlig;eren deutschen Unternehmerdynastien erlebt eine solche Krise wie die Porsches. Doch trotz des Dieselskandals ist ihr Verm&ouml;gen st&auml;rker gewachsen als das fast aller anderen Milliard&auml;re.<br>\nNach Bekanntwerden des Dieselskandals folgten Milliardenstrafen in den USA und eine un&uuml;bersichtliche Zahl von Verfahren, auch in Deutschland. Staatsanwaltschaften in Niedersachsen und Bayern ermitteln. In etlichen deutschen St&auml;dten drohen Fahrverbote, die Autohersteller stritten mit der Bundesregierung um die Kosten der Nachr&uuml;stung.<br>\nIm Fr&uuml;hjahr wechselte der CEO bei Volkswagen: Auf Matthias M&uuml;ller folgte Herbert Diess. Und bei Audi wurde der langj&auml;hrige Chef Rupert Stadler verhaftet, der immer als besonderer Intimus der Familie Porsche galt.<br>\nDem Verm&ouml;gen hat das im Laufe des vergangenen Jahres nicht geschadet. Es ist um 3,5 Milliarden auf insgesamt zw&ouml;lf Milliarden Euro gestiegen. Das ergibt die neueste Sch&auml;tzung des Verm&ouml;gens der 1001 reichsten Deutschen des manager magazin. Die Sippe z&auml;hlt damit zu den gr&ouml;&szlig;ten Gewinnern unter den Reichsten und reiht sich als Newcomer sogar ein in die Riege der zehn reichsten Deutschen.<br>\nDer Grund f&uuml;r das Wachstum: Die B&ouml;rsenwerte von VW und der Porsche SE &ndash; in der die Porsches gemeinsam mit dem Familienstamm der Pi&euml;chs ihre 52 Prozent der VW-Stammaktien bunkern &ndash; haben sich wieder erholt. Denn die Gesch&auml;fte der Autohersteller laufen trotz allem erfreulich. Volkswagen konnte 2017 den Nettogewinn verdoppeln und im ersten Halbjahr 2018 abermals Rekorde melden. Das macht die Porsches immer reicher. Ganz egal, was Staatsanw&auml;lte oder Richter meinen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/porsche-unter-reichsten-deutschen-mit-am-erfolgreichsten-a-1231576.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Parit&auml;t im Haifischbecken<\/strong><br>\nAllein die Finanzbranche gibt f&uuml;r ihre Interessenvertretung nach Berechnung des Corporate Europe Observatory in der EU mehr als das 30-fache im Vergleich zu Nichtregierungsorganisationen, Verbraucherverb&auml;nden und Gewerkschaften zusammen aus.<br>\nDie Resultate dieser Einflussnahme sind allgegenw&auml;rtig. Trotz Pleite der US-Bank Lehman Brothers am 15. September 2008 und der damit verbundenen Finanzkrise dominiert die Finanzlobby weiterhin die Gesetzgebung. Ein Beispiel ist die H&ouml;he des Eigenkapitals der Banken: Mangelndes Eigenkapital war ein Hauptgrund f&uuml;r die Krise, da Banken Verluste nicht abfangen konnten. Banken sollten daher ihr Gesch&auml;ft zu mindestens 20 Prozent aus Eigenkapital finanzieren. So fordern es beispielsweise Stanford-&Ouml;konom Anat Admati, Martin Hellwig vom Europ&auml;ischen Ausschuss f&uuml;r Systemrisiken. Auch Studien der Bank of England auf Grundlage historischer Erfahrungen legen diesen Wert nahe. Die EU aber sieht lediglich drei Prozent vor. Diese Bescheidenheit geht auch auf das Konto der Finanzbranche, die ein h&ouml;heres Eigenkapital ablehnt. Schlie&szlig;lich sind Boni an die Eigenkapitalrendite gekoppelt &ndash; und die ist bei gleichem Gewinn umso h&ouml;her, je st&auml;rker Finanzinstitute ihr Gesch&auml;ft auf Kredit finanzieren.<br>\n&Auml;hnlich sieht es mit der Finanztransaktionssteuer aus, der geplanten und viel diskutierten Steuer auf den Wertpapier- und Devisenhandel. Nur vier Tage des weltweiten Devisenhandels im Jahr w&uuml;rden ausreichen, um den tats&auml;chlichen Welthandel zu finanzieren. Der Rest ist Selbstzweck &ndash; f&uuml;r die Finanzbranche gleichwohl lukrativ. Die Finanzlobby geht mit einer wahren Vielfalt an Mythen gegen die Steuer vor. Entsprechend wird deren Einf&uuml;hrung seit Jahren verschleppt. Zudem sind Ausnahmen geplant, die den unproduktiven Handel nicht entschleunigen, sondern lediglich umlenken w&uuml;rden.<br>\nDer Lobbyismus der Finanzbranche ist also besonders stark. Zugleich ist die Politik hier &uuml;berm&auml;&szlig;ig anf&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/paritaet-im-haifischbecken-3014\/\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hohe Mieten sind eine sehr effektive Grenze<\/strong><br>\nMenschen in Berlin-Kreuzberg oder dem Hamburger Schanzenviertel wohnen unter sich &ndash; merken das aber nicht. Soziologin Cornelia Koppetsch im Gespr&auml;ch &uuml;ber Innenst&auml;dte, die bald so homogen sind wie Reihenhaussiedlungen.<br>\nWas bedeuten die hohen Mieten und Kaufpreise f&uuml;r die soziale Mischung in unseren St&auml;dten?<br>\nAuch wenn dies kaum gewollt und den Beteiligten zumeist nicht bewusst ist: Die hohen Preise funktionieren wie eine hochgradig effektive Grenze.<br>\nWas meinen Sie damit?<br>\nIn den begehrten und teuren Stadtteilen lassen sich Personen aus unteren Schichten zunehmend gar nicht mehr antreffen. Die Viertel werden kulturell und sozial immer homogener. Auf diese Weise wird von klein auf der Kontakt mit Menschen aus anderen sozialen Schichten unterbunden. So etwa haben Arbeiterkinder in den 1970er Jahren oftmals noch selbstverst&auml;ndlich mit den Lehrerkindern auf der Stra&szlig;e gespielt. Das w&auml;re heute so kaum noch m&ouml;glich: Zum einen, weil die Nachbarschaften zunehmend entmischt sind und zum anderen, weil die Lehrer ihre Kinder nicht mehr so gerne auf der Stra&szlig;e spielen lassen, sondern mit dem Auto zum Musikunterricht oder Ballett fahren.<br>\nDie Innenstadt ist also bald so homogen wie eine Reihenhaussiedlung?<br>\nJa, diese Entwicklung hat ihre Wurzeln in den siebziger Jahren. Damals hat ein buntes, zumeist studentisches Alternativmilieu begonnen, damals noch sehr g&uuml;nstige und oft heruntergekommene Altbauquartiere als Lebensraum f&uuml;r sich zu entdecken. Dann haben sich ihre Bewohner im Zuge ihrer beruflichen Etablierung verb&uuml;rgerlicht, weitere Akademiker und auch Familien sind nachgezogen, wodurch sich die ehemaligen Alternativquartiere oftmals zu Hochburgen gehobener B&uuml;rgerlichkeit herausgeputzt haben. Denn dort sind ja nicht nur die Mieten und Eigentumswohnungen teurer geworden, sondern auch die Restaurants, Bio-Superm&auml;rkte und das Sportangebot.<br>\nWerden diese teuren Viertel heute auch bewusst gew&auml;hlt, um sich abzuschotten?<br>\nEiner aktuellen, von Marcel Helbig und Stefanie J&auml;hnen am Wissenschaftszentrum Berlin durchgef&uuml;hrten Studie zufolge, zeigt sich diese Tendenz zur sozialen Entmischung vor allem bei Familien mit Kindern: Ist die Nachbarschaft zu durchmischt, neigen viele Mittelschichtseltern dazu, ihre Kinder auf private Grundschulen zu geben. Gibt es diese Option nicht, ziehen sie eher weg, in ein sozial bessergestelltes, homogeneres Viertel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wohnen\/soziologin-cornelia-koppetsch-ueber-homogene-innenstaedte-15827087.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das schmutzige Gesch&auml;ft mit Lkw-Fahrern aus Osteuropa<\/strong><br>\nPylnev, muskul&ouml;s, kahlgeschoren und mit einem sch&uuml;chternen L&auml;cheln auf dem Jungsgesicht, ist ein moderner Wanderarbeiter. Er f&auml;hrt f&uuml;r eine Spedition in Polen, aber dort ist er nicht im Einsatz. Zum Dienstantritt f&auml;hrt er stattdessen mehr als 2000 Kilometer aus der Ukraine nach Deutschland, um dort den Lastzug von einem Kollegen zu &uuml;bernehmen. Dieses Mal in M&uuml;nchen. Anschlie&szlig;end steuert er zwei Monate lang kreuz und quer durch Westeuropa, mindestens 10 000 Kilometer im Monat. Wohin er welche Ladung bringt, erf&auml;hrt er von Tag zu Tag neu per SMS. Derzeit bringt er &bdquo;irgendwas aus Glas&ldquo; nach Belgien. Vor dort kann es nach Italien gehen oder nach Schweden. &bdquo;Ist mir auch egal&ldquo;, sagt er. Seine Frau und seinen zehnj&auml;hrigen Sohn sieht Pylnev nur alle drei Monate. &bdquo;Das ist sehr hart&rdquo;, gesteht er und wirft einen traurigen Blick auf das Foto neben den Armaturen. Aber der ukrainische Mindestlohn betr&auml;gt 100 Euro im Monat. &bdquo;Hier kriege ich bis zu 1800 Euro&ldquo;, sagt er, und das weitgehend steuerfrei und ohne Sozialabgaben. Die werden lediglich f&uuml;r den polnischen Mindestlohn von rund 500 Euro bezahlt. Dazu erh&auml;lt er eine Pauschale von 50 Euro f&uuml;r jeden Arbeitstag, solange er unterwegs ist. F&uuml;r seine Zeiten in der Heimat, f&uuml;r Krankheit und Altersvorsorge bekommt er dagegen fast nichts. Er h&auml;tte Anspruch darauf, so schreiben es die Gesetze der L&auml;nder vor, in denen er t&auml;tig ist. Aber das k&uuml;mmert weder seinen Arbeitgeber noch die Beh&ouml;rden. &bdquo;Und was soll ich schon machen?&ldquo;, fragt er achselzuckend.<br>\nSo wie Pylnev leben Hunderttausende auf den Stra&szlig;en Westeuropas. Ihre bis zu 500 PS starken Maschinen sind fast alle in Polen und anderen &ouml;stlichen EU-L&auml;ndern registriert. Die Fahnen an ihren Frontscheiben verraten, dass die Fahrer selbst meist noch weiter im Osten zu Hause sind, in Wei&szlig;russland, der Ukraine, in Moldawien, Serbien und Kasachstan. Sie f&uuml;hren ein einsames Leben auf der Autobahn und sind zugleich das logistische R&uuml;ckgrat der europ&auml;ischen &Ouml;konomie mit ihren Lieferketten &uuml;ber die Grenzen hinweg. Ohne sie w&uuml;rde kein Auto gebaut, blieben die Superm&auml;rkte leer und die Fabriken st&uuml;nden still. Doch beim Umgang mit seinen motorisierten Lastentr&auml;gern zeigt sich Europa von seiner schlechtesten Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/investigate-europe-recherche-das-schmutzige-geschaeft-mit-lkw-fahrern-aus-osteuropa\/23146010-all.html\">Tagesspigel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Bei der Ost-Erweitung der EU waren diese Folgen absehbar, bei diesem Wohlstandsgef&auml;lle. Die Erweitung der EU in Richtung Osten mit freiem Warenverkehr (neue Absatzgebiete), Kapital- und Arbeitskr&auml;fteverkehr wollte vor allem die Wirtschaft &ndash; mit willf&auml;hriger Unterst&uuml;tzung der Politik. Die Wirtschaft und einige (nicht alle) Politiker wussten genau, was das bedeutet. Das gemeine Volk wurde f&uuml;r dumm verkauft, die Erweiterung schmackhaft gemacht mit dem Argument von mehr Freiz&uuml;gigkeit beim Reisen durch den Wegfall von Grenzkontrollen. <\/em><\/p>\n<p><em>Wer das u. a. auszubaden hat, zeigt der Artikel auf. Diesen Beitrag sollten alle, die offene Grenzen wie eine heilige Monstranz vor sich tragen, sehr aufmerksam lesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Klimarat fordert raschen Umbau der Weltwirtschaft<\/strong><br>\nDer Weltklimarat IPCC hat ein entschlossenes Handeln angemahnt, um die Erderw&auml;rmung noch auf 1,5 Grad zu begrenzen. Notwendig seien &ldquo;schnelle, weitreichende und beispiellose &Auml;nderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Sonderbericht des IPCC, der im s&uuml;dkoreanischen Incheon ver&ouml;ffentlicht wurde. Sollte dieses 1,5-Grad-Ziel verfehlt werden, drohen den Wissenschaftlern zufolge dramatische Folgen f&uuml;r das Leben auf der Erde.<br>\nIn ihrem Bericht &ndash; eine der ma&szlig;geblichen wissenschaftlichen Grundlage f&uuml;r die Umsetzung des Klimaabkommens von Paris &ndash; gehen die 91 Autorinnen und Autoren davon aus, dass bereits heute eine Erw&auml;rmung von etwa einem Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu verzeichnen ist &ndash; mit erheblichen Folgen wie h&auml;ufigerem Extremwetter, steigendem Meeresspiegel und dem Verschwinden arktischen Meereises.<br>\nDemnach k&ouml;nnte die 1,5-Grad-Marke bereits 2030 erreicht werden. &ldquo;Die kommenden Jahre sind vermutlich die wichtigsten in der Menschheitsgeschichte&rdquo;, warnte die IPCC-Wissenschaftlerin Debra Roberts.<br>\nWie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Studie ausf&uuml;hren, gibt es Zweifel daran, ob das einstige Ziel, die Begrenzung der Erderw&auml;rmung auf zwei Grad, noch ausreicht.<br>\n&ldquo;Jede weitere Erw&auml;rmung, besonders &uuml;ber 1,5 Grad hinaus, vergr&ouml;&szlig;ert die Gefahr lang anhaltender oder nicht mehr umkehrbarer Ver&auml;nderungen wie etwa dem Verlust von &Ouml;kosystemen&rdquo;, sagte der Kieler Klimaforscher Hans-Otto P&ouml;rtner, der an dem IPCC-Bericht mitgearbeitet hat. P&ouml;rtner und die anderen Autoren fordern deshalb ein radikales Umdenken, vor allem im Energiesektor, bei Verkehr und Landwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2018-10\/weltklimarat-ipcc-duerre-sonderbericht-erderwaermung\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Umweltpolitik findet in dieser Koalition nicht statt<\/strong><br>\nIhr Ziel hatten sie schon erreicht, bevor sie aufbrachen. Ein Gericht hatte die Rodung des Hambacher Waldes gestoppt, dennoch zogen Zehntausende auf die &Auml;cker am Tagebau. Denn denen, die sich da gewehrt haben und immer noch wehren, geht es um mehr als nur 100 Hektar Wald. Am Rande des Hambacher Forstes wird &uuml;ber das fossile Deutschland verhandelt, &uuml;ber seine Rolle im Kampf gegen die Erderhitzung, das gr&ouml;&szlig;te Umweltproblem der Menschheit. Die J&uuml;ngeren k&auml;mpfen da mittlerweile schon f&uuml;r sich selbst, die &Auml;lteren f&uuml;r ihre Kinder und Enkel.<br>\nEin Menschheitsproblem? Aus der Bundesregierung h&ouml;rt man dazu wenig. K&uuml;rzlich war Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Den Haag zu Gast. Die Regierung dort, so musste sich der CDU-Mann anh&ouml;ren, wolle im Klimaschutz schneller werden, alle EU-Ziele anheben. Die Zeit sei reif f&uuml;r &ldquo;Drastisches&rdquo;. Altmaier entgegnete, man solle sich nur Ziele setzen, die sich auch erreichen lassen. Weniger Ambition geht kaum.<br>\nUmweltpolitik findet in dieser Koalition nicht statt. In der Union hat der Wirtschaftsfl&uuml;gel das Sagen, in der SPD das Gewerkschaftslager. Die Schnittmenge aus beidem ist das Gegenteil von Umwelt- und Klimaschutz. Die Umweltministerin von der SPD merkt zwar zuweilen zu Recht an, dass es auf einem toten Planeten keine Jobs gebe. Ein Aufschrei ist aber von ihr nicht &uuml;berliefert. Der Kanzlerin, die selbst mal Umweltministerin war, fehlt mittlerweile die Kraft, auch noch f&uuml;r mehr Klimaschutz zu k&auml;mpfen. Wie bei so vielen anderen Themen regiert auch hier die AfD l&auml;ngst mit: nur keinen mehr verprellen mit einer Politik, die zwar k&uuml;nftige Generationen sch&uuml;tzt, daf&uuml;r aber neue Unsicherheiten im Jetzt schafft. Mutlos ist die freundliche Beschreibung solcher Politik, verantwortungslos die treffendere.<br>\nDenn in einer entscheidenden Phase der internationalen Klimapolitik f&auml;llt neben den USA nun auch Europas wichtigstes Industrieland als treibende Kraft aus. Viele EU-Partner w&auml;ren zu mehr Klimaschutz bereit, neben den Niederlanden etwa Spanien, Portugal, Frankreich, D&auml;nemark, sogar Italien. Doch bei Abstimmungen zu einer klimafreundlicheren Energiepolitik in der EU fand sich Deutschland zuletzt im Lager der Osteurop&auml;er wieder. Die Idee des EU-Klimakommissars, das europ&auml;ische Klimaziel anzuheben, fertigte die Kanzlerin k&uuml;hl ab. Bei Autos dringt Berlin auf m&ouml;glichst schwache Klimavorgaben, w&auml;hrend andere das Ende des Verbrennungsmotors vorbereiten. Halb Europa will Tempo, Deutschland bremst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/klimawandel-deutschland-bundesregierung-1.4159516\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wieso es keinen Rechtsruck gibt, aber die extreme Rechte trotzdem w&auml;chst<\/strong><br>\nSp&auml;testens nach Chemnitz hei&szlig;t es, Deutschland sei nach rechts ger&uuml;ckt. Doch das stimmt nicht. Warum sind extrem rechte Parteien trotzdem so stark?<br>\nEs scheint ein Ruck durch Deutschland zu gehen. Und nicht nur durch Deutschland, nein, durch den ganzen Westen. Jedenfalls ist derzeit viel von einem Rechtsruck die Rede. Das Problem ist: Das Bild f&uuml;hrt in die Irre, es verstellt den Blick auf das, was wirklich passiert. Wenn es im Flugzeug ruckelt, werden alle Passagiere durchgesch&uuml;ttelt. Wenn man sich einen Ruck gibt, bewegt sich der ganze K&ouml;rper. Rechtsruck, das klingt, als verrutsche eine ganze Gesellschaft.<br>\nDas stimmt aber nicht.<br>\nDie Wirklichkeit ist viel komplizierter.<br>\nEine neue Konfliktlinie durchzieht die westlichen Gesellschaften. Aber woher kommt sie und was macht sie aus?<br>\nUm das zu verstehen, muss man die Fixierung auf den rechten Rand &uuml;berwinden und f&uuml;r eine Weile dorthin schauen, wo die Welt nicht immer zorniger und brauner wird, sondern offener, bunter und gr&uuml;ner. Erst dann wird klar, warum Parteien wie die AfD zunehmend zu Massenparteien werden und warum in Chemnitz Tausende an der Seite von Neonazis demonstrierten.<br>\nAber zuerst muss man in die Vergangenheit blicken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/gesellschaft\/id_84519312\/wieso-es-keinen-rechtsruck-gibt-aber-die-extreme-rechte-trotzdem-waechst.html\">Jonas Schaible auf t-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.L.:<\/strong> Mal ein ganz anderer Erkl&auml;rungsansatz als der von wirtschaftlicher Abgeh&auml;ngtheit. Nachdenkenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Angriff von rechts<\/strong><br>\nWer wissen will, was auf Deutschland zukommen w&uuml;rde, wenn die AfD an die Macht k&auml;me, der muss nur nach &Ouml;sterreich blicken. Dort steht ihre Schwester, die Freiheitliche Partei (FP&Ouml;), seit zehn Monaten in Regierungsverantwortung und ist voll am Werk.<br>\nZunehmend eng wird es auch f&uuml;r Gewerkschafter. Die Freiheitlichen haben in ihren Reihen nie wirklich Fu&szlig; fassen k&ouml;nnen. Also versuchen sie, ihnen zuzusetzen, wo sie nur k&ouml;nnen. Und dazu gibt es viele M&ouml;glichkeiten in einem Land, in dem Sozialpartnerschaft bisher gro&szlig; geschrieben worden ist.<br>\nZun&auml;chst ist es jedoch n&ouml;tig, diesen Widerspruch zu betonen: Die FP&Ouml; gibt sich gerne als die &ldquo;Partei des kleinen Mannes&rdquo;. Durchaus erfolgreich. Bei den j&uuml;ngsten Parlamentswahlen kam sie bei Arbeitern auf 59 Prozent. Die Sozialdemokraten mussten sich mit 19 Prozent begn&uuml;gen. Allerdings sind die Freiheitlichen vor allem deshalb erfolgreich, weil &Auml;ngste gegen&uuml;ber Migranten und Emotionen gegen&uuml;ber dem &ldquo;Establishment&rdquo; sch&uuml;ren, zu dem sie Journalisten und &ldquo;Funktion&auml;re&rdquo; und ausdr&uuml;cklich auch Arbeitnehmervertreter z&auml;hlen. In der Regierung liefert sie nun die Taten zu alledem und schw&auml;cht die Gewerkschafter so sehr, dass in immer mehr Bereichen ausgerechnet dem &ldquo;kleinen Mann&rdquo; (und der &ldquo;kleinen Frau&rdquo;) eine wichtige Lobby abhandenkommt. So viel zum Widerspruch.<br>\nProtest gegen die FP&Ouml; mit Schildern, auf denen steht: Omas gegen rechts.<br>\nJetzt zur Ausf&uuml;hrung. Der Bundeskongress des Gewerkschaftsbundes (&Ouml;GB) war am 14. Juni 2018 kaum zu Ende, da pr&auml;sentierten die Regierungsparteien &Ouml;VP und FP&Ouml; eine Initiative zur Arbeitszeitflexibilisierung, die Widerstand ausl&ouml;sen musste: Vorausgegangen war diesem Schritt keine Verhandlungsrunde, wie sie in solchen F&auml;llen in der Vergangenheit immer selbstverst&auml;ndlich gewesen war. Ja, es gab nicht einmal ein inszeniertes Bem&uuml;hen um eine Zustimmung aller Sozialpartner. Man ignorierte die Arbeitnehmervertreter ganz einfach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++99f596f2-c89d-11e8-a221-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>B&uuml;rgerrechtler bringen bayerisches Polizeigesetz vors Bundesverfassungsgericht<\/strong><br>\nDie Gesellschaft f&uuml;r Freiheitsrechte (GFF) und das B&uuml;ndnis &ldquo;NoPAG&rdquo; klagen gemeinsam in Karlsruhe gegen die j&uuml;ngste Reform des bayerischen Polizeiaufgabengesetzes (PAG). Die beiden Gruppierungen k&uuml;ndigten am Freitag in M&uuml;nchen an, die Beschwerde am Samstag beim Bundesverfassungsgericht einzureichen.<br>\nDer GFF-Vorsitzende Ulf Buermeyer argumentierte, dass das Gesetz &ldquo;hochproblematische Einzelma&szlig;nahmen&rdquo; erlaube wie &ldquo;den Einsatz von Explosivmitteln zur Gefahrenabwehr oder von Staatstrojanern zu &Uuml;berwachungszwecken&rdquo;. Zudem versto&szlig;e das PAG auch gegen zentrale rechtsstaatliche Grunds&auml;tze.<br>\nUnter den zehn Beschwerdef&uuml;hrern sind neben mehreren Rechtsanw&auml;lten viele Vertreter aus der Zivilgesellschaft. Sie wehren sich mit ihrer Klage vor allem dagegen, dass die bayerische Polizei nun schon bei einer nur &ldquo;drohenden Gefahr&rdquo; pr&auml;ventiv massiv eingreifen kann. So d&uuml;rften Ermittler etwa Personen au&szlig;erhalb ihrer Wohnungen durch V-Leute oder Drohnen &uuml;berwachen lassen, Bildaufnahmen anfertigen und sich heimlich Zugriff auf technische Ger&auml;te wie Smartphones und Computer im Rahmen der Quellen-Telekommunikations&uuml;berwachung sowie noch weitergehender heimlicher Online-Durchsuchungen verschaffen. Es m&uuml;ssten keine konkreten Anhaltspunkte daf&uuml;r vorliegen, dass von den Betroffenen &ldquo;&uuml;berhaupt irgendetwas droht&rdquo;.<br>\nDurch das neue, im Mai mit der Mehrheit der CSU im bayerischen Landtag beschlossene Gesetz k&ouml;nne die Polizei wie ein Geheimdienst agieren, moniert Frederick Heussner von der NoPAG-Allianz, der &uuml;ber 80 Organisationen sowie Parteien angeh&ouml;ren. Zu bef&uuml;rchten seien tiefe Eingriffe in die Privatsph&auml;re der Betroffenen. Diese k&ouml;nnten sich dagegen kaum wehren, da sie in der Regel nichts davon erf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Buergerrechtler-bringen-bayerisches-Polizeigesetz-vors-Bundesverfassungsgericht-4182040.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was an dieser Thematik noch delikat werden k&ouml;nnte ist die immer wahrscheinlicher werdende schwarz-gr&uuml;ne Koalition in Bayern und die Position der Gr&uuml;nen zum PAG. Noch lehnen die Gr&uuml;nen das neue bayerische Polizeiaufgabengesetz vehement ab &ndash; noch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Liberale Muslime weltweit sind von Linken in Europa entt&auml;uscht<\/strong><br>\nEine der gr&ouml;&szlig;ten Errungenschaften der Aufkl&auml;rung ist die Religionskritik, schreibt Schirmbeck und erinnert daran, dass Linke &ndash; und mit Linke meint er nicht nur die Partei &bdquo;Die Linke&ldquo;, sondern auch Gr&uuml;ne und SPD &ndash; vehement die christlichen Kirchen kritisierten, die in Deutschland noch bis vor ein paar Jahrzehnten diktierten, wie die Menschen zu leben hatten. Sie machten sich &ndash; besonders seit 1968 &ndash; religionskritische Merks&auml;tze zu Eigen. Etwa: &bdquo;Religion ist Opium f&uuml;r das Volk&ldquo;. So wollten sie Kirche und Religion demontierten.<br>\n&bdquo;Die Kritik an Dogmen, das war doch mal, das geh&ouml;rte sozusagen zum Eingemachten der Linken, &uuml;berlegen Sie, Str&ouml;bele, als der Papst kam, ist er rausgegangen aus dem Bundestag, Christentumskritik geh&ouml;rte immer bei den Linken und bei den Gr&uuml;nen dazu. Sobald das Wort &sbquo;Islam&lsquo; f&auml;llt, h&ouml;rt das auf.&ldquo;<br>\nKeine Kritik am Frauenbild im Islam, am Umgang mit Homosexualit&auml;t, keine Auseinandersetzung mit muslimischen Parallelgesellschaften oder der Gewaltfrage. Im Gegenteil, die Linken hofieren konservative Islamvertreter, so Schirmbecks Vorwurf. Reaktion&auml;re Islamstr&ouml;mungen k&ouml;nnten sich so in Deutschland immer weiter verfestigen und ausbreiten.<br>\n&bdquo;Insgesamt kann man sagen &ndash; und das erlebe ich nun seit meiner R&uuml;ckkehr aus Nordafrika, nach diesen zehn Jahren, und ich reise ja auch immer wieder dorthin, gibt es &uuml;berhaupt keine wirkliche Auseinandersetzung mit der Frage des Islam. Ich habe das erlebt seit 2001, seit 9\/11, gibt es zwei Worte: Die Verb&auml;nde sagen &sbquo;islamophob&lsquo;, wenn man kritische Fragen stellt, und die Gr&uuml;nen und Linken sagen &sbquo;Rassismus&lsquo;. Damit ist die Diskussion gekillt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/samuel-schirmbeck-liberale-muslime-weltweit-sind-von-linken.886.de.html?dram:article_id=429722\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wir haben mittlerweile ein Klima der Denunziation<\/strong><br>\nSeit einem Jahr berichten Frauen unter dem Hashtag #MeToo von ihren Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt. Durch die Initiative werde Gewalt gegen Frauen viel st&auml;rker thematisiert, sagte die Philosophin Svenja Fla&szlig;p&ouml;hler im Dlf. Die Debatte habe aber auch eine extreme Schlagseite.<br>\nKatja L&uuml;ckert: Svenja Flassp&ouml;hler, heute am Tag, an dem sich die MeToo-Bewegung zum ersten Mal j&auml;hrt, wurden auch die Friedensnobelpreise bekannt gegeben. Und sie gehen in diesem Jahr an zwei Menschen, die sich gegen Gewalt gegen Frauen richten, n&auml;mlich den kongolesischen Gyn&auml;kologen Denis Mukwege und die Jesidin Nadia Murad. Besteht f&uuml;r Sie da ein Zusammenhang, haben Sie das Gef&uuml;hl, Gewalt gegen Frauen ist im allgemeinen Diskurs st&auml;rker zum Thema geworden &ndash; obwohl wir doch deutliche Unterscheidungen machen m&uuml;ssen zwischen sexueller Gewalt, die im Kriegsfalle eingesetzt &ndash; und sexueller Gewalt in relativ friedlichen Gesellschaften des Westens?<br>\nSvenja Fla&szlig;p&ouml;hler: Zun&auml;chst einmal ist es nat&uuml;rlich vollkommen richtig beobachtet, dass unsere Aufmerksamkeitsschwelle enorm gesunken ist. Das hei&szlig;t, wir nehmen viel mehr wahr. Wir sehen viel mehr Gewalt gegen Frauen. Wir thematisieren die Gewalt gegen Frauen viel, viel st&auml;rker. Das wird klar an so prominenten Beispielen wie Cristiano Ronaldo, gegen den es jetzt Vergewaltigungsvorw&uuml;rfe gibt. Nat&uuml;rlich aber auch der Supreme Court-Kandidat Brett Kavanaugh, der in der Diskussion steht. Das hei&szlig;t, wir reden eigentlich gerade st&auml;ndig &uuml;ber Gewalt gegen Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ein-jahr-metoo-debatte-wir-haben-mittlerweile-ein-klima-der.691.de.html?dram:article_id=429837\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Linksliberalen haben offenbar ihren Gramsci gut gelesen. Es geht bei #Metoo auch um die Durchsetzung der kulturellen Hegemonie des links-b&uuml;rgerlichen Milieus. Die Problematik liegt, wie im obigen Beitrag erw&auml;hnt, darin, dass wer einmal durch #MeToo &ouml;ffentlich an den Pranger gestellt wurde, faktisch beruflich und sozial erledigt und in seiner Existenz massiv bedroht ist und zwar v&ouml;llig unbenommen davon ob die Vorw&uuml;rfe einer juristischen &Uuml;berpr&uuml;fung standhalten oder nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Dabei geht es nicht darum sexuelle Gewalt gegen Frauen zu verharmlosen. Es ist aber offensichtlich, dass #Metoo von privilegierten wei&szlig;en, akademisch gebildeten Frauen der oberen Mittelschicht ins Leben gerufen und weiter vorangetrieben wird. Die Frauen, die in ihrem Alltag dagegen massiver sexueller Repression ausgesetzt sind, Frauen aus der Arbeiterklasse aus den weniger gebildeten und in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen lebenden Schichten, kommen dabei &uuml;berhaupt nicht zu Wort.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;So kann man eine Person kaputt machen&rdquo;<\/strong><br>\nDer gr&ouml;&szlig;te #MeToo-Skandal in Schweden entz&uuml;ndete sich an dem renommierten Theatermacher Benny Fredriksson. Nach ungerechtfertigten Vorw&uuml;rfen brachte er sich um. Seine Frau, die Operns&auml;ngerin Anne Sofie von Otter, &auml;u&szlig;ert sich hier zum ersten Mal &uuml;ber die Trag&ouml;die.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/31\/anne-sofie-von-otter-benny-fredriksson-suizid\">ZEIT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der w&uuml;ste Sohn<\/strong><br>\nAngela Merkel preist Saudi-Arabien gern als Stabilit&auml;tsanker im Nahen Osten. Nicht erst das Verschwinden des Journalisten Jamal Khashoggi zeigt, dass dieses Bild &uuml;berholt ist. Schuld daran tr&auml;gt Kronprinz Mohammed bin Salman.<br>\nIrgendetwas Schlimmes muss Jamal Khashoggi zugesto&szlig;en sein. Vor sechs Tagen, am Dienstagmittag um 13.30 Uhr, hatte der Publizist einen Termin im Istanbuler Konsulat seines Heimatlandes Saudi-Arabien. Seither gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihm. T&uuml;rkische Regierungskreise beschuldigen das K&ouml;nigreich, Khashoggi umgebracht zu haben. Ermittler wollen herausgefunden haben, dass ein Team von 15 Agenten nach Istanbul gereist sei, den Journalisten im Konsulat ermordet und dann au&szlig;er Landes gebracht habe.<br>\nSaudi-Arabien weist diesen Vorwurf zur&uuml;ck &ndash; bleibt aber bislang eine &uuml;berzeugende Erkl&auml;rung daf&uuml;r schuldig, was mit Khashoggi passiert ist. Das Herrscherhaus behauptet, er habe das Konsulat nach kurzer Zeit verlassen. Einen Beleg daf&uuml;r liefert Riad nicht. Die &Uuml;berwachungskameras, die den Ein- und Ausgang des Konsulats filmten, seien am Dienstag leider ausgefallen. Khashoggis Verlobte Hatice Cengiz bestreitet kategorisch, dass er das Geb&auml;ude am vergangenen Dienstag verlie&szlig;. Sie habe bis nach Mitternacht vergebens auf den Mann gewartet, den sie am n&auml;chsten Tag heiraten wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/jamal-khashoggi-und-saudi-arabien-mohammed-bin-salman-ist-ein-gefaehrlicher-mann-a-1232133.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Blo&szlig; nicht K&ouml;ln-Buchheim<\/strong><br>\nBildung Lehrermangel, welcher Lehrermangel? B&uuml;rgerliche Schulen sind bei P&auml;dagoginnen beliebt.<br>\nGregor Stiels leitet die Grundschule &bdquo;An St. Theresia&ldquo; in K&ouml;ln-Buchheim, einem Brennpunkt auf der rechten Rheinseite. Rund 200 Kinder aus 40 Nationen kommen jeden Morgen in den Unterricht. Als vor eineinhalb Jahren eine Sonderp&auml;dagogin schwanger wurde, musste Stiels eine Studentin anheuern, die neben der Uni lehrt. Eine Fachkraft war einfach nicht zu bekommen. Zu diesem Schuljahr schrieb Stiels zwei Lehrerstellen aus. Einmal bekam er drei Bewerbungen, das andere Mal gar keine. &bdquo;Es ist verr&uuml;ckt&ldquo;, sagt der Rektor. &bdquo;Vor drei Jahren h&auml;tten wir noch 90 Zuschriften pro Stelle bekommen und eine echte Bestenauslese f&uuml;r unsere Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler vornehmen k&ouml;nnen. Jetzt ist das unm&ouml;glich.&ldquo;<br>\nSo wie Gregor Stiels geht es derzeit vielen Schulleitern. Lehrkr&auml;fte werden rar im Land. Die Bertelsmann-Stiftung hat vor einigen Monaten ausgerechnet, dass 60.000 Grundschullehrerinnen bis 2025 in den Ruhestand gehen und ersetzt werden m&uuml;ssen. Weitere 26.000 P&auml;dagogen w&uuml;rden ben&ouml;tigt, um die steigenden Sch&uuml;lerzahlen aufzufangen, 19.000 zus&auml;tzliche Kr&auml;fte br&auml;uchte es allein f&uuml;r den Ausbau der Ganztagsbetreuung &ndash; insgesamt also mehr als 100.000. Die Universit&auml;ten d&uuml;rften im selben Zeitraum aber nur 70.000 Lehramtsstudierende verlassen. Was Schulen derzeit erleben, sind dabei nur die Vorwehen eines Bildungsnotstandes: Den richtig gro&szlig;en Mangel erwarten die Bertelsmann-Forschenden erst in zwei Jahren. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/bloss-nicht-koeln-buchheim\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hitler, feministisch gelesen<\/strong><br>\nDrei Forschern ist ein b&ouml;ser Streich gelungen: Sie haben Teile der linken &ldquo;Gender Studies&rdquo;-Szene mit grotesken F&auml;lschungen blamiert. Nun werden sie als Rechte geschm&auml;ht &ndash; dabei geht es um etwas ganz anderes.<br>\nDer seltsamste der Artikel, die Helen Pluckrose und ihre Komplizen ver&ouml;ffentlichen konnten, ist der mit den Hunden.<br>\nDarin behauptet die &ndash; fiktive &ndash; Autorin, sie habe in einem Park in Portland, Oregon, die Genitalien von knapp 10.000 Hunden inspiziert und die Herr- und Frauchen dabei &uuml;ber deren sexuelle Orientierung und Pr&auml;ferenzen befragt. Das wiederum soll irgendetwas mit &ldquo;queerer Perfomativit&auml;t&rdquo; zu tun haben. In dem Text wird vorgeschlagen, M&auml;nner wie Hunde zu trainieren, damit sie nicht zu Vergewaltigern w&uuml;rden.<br>\nHelen Pluckrose, James A. Lindsay und Peter Boghossian, drei Wissenschaftler mit einer Mission, haben binnen eines guten Jahres 20 derartige Texte produziert, nach den Regeln und mit dem Literaturkanon der jeweiligen Fachrichtungen. Unter falschen oder geborgten Namen reichten sie die Artikel bei Fachzeitschriften ein. Bevor der Prozess abgeschlossen war, flogen sie auf &ndash; doch diverse Artikel waren schon erschienen, andere angenommen, weitere steckten im &Uuml;berarbeitungsprozess. Nun kann man die grotesken &ldquo;Forschungsarbeiten&rdquo; online nachlesen &ndash; samt zum Teil sehr befremdlichen Kommentaren von Gutachtern. &hellip;.<br>\nEiner der nun akzeptierten Artikel enth&auml;lt die These, dass es sinnvoll sei, dem Bodybuilding eine Erg&auml;nzung namens &ldquo;Fat Body Building&rdquo; an die Seite zu stellen. Aktives und stolzes Arbeiten am eigenen &Uuml;bergewicht m&uuml;sse als legitimer Sport akzeptiert werden.<br>\nEin anderer Artikel bestand aus umgeschriebenen und mit aktuellem kulturwissenschaftlichen Jargon angereicherten Passagen aus &ldquo;Mein Kampf&rdquo;. Einer warb f&uuml;r die Erm&auml;chtigung einer &ldquo;feministischen k&uuml;nstlichen Intelligenz&rdquo; mit absichtlich irrationalen Aspekten. Einer enthielt den Vorschlag, &ldquo;Privilegierte&rdquo;, also wei&szlig;e M&auml;nner, in universit&auml;ren Lehrveranstaltungen zum Schweigen zu verpflichten und sie zu zwingen, in Ketten auf dem Boden zu sitzen. Ein anonymer Gutachter bescheinigte diesem Artikel, er werde &ldquo;nach einer &Uuml;berarbeitung einen starken Beitrag zu der wachsenden Literatur &uuml;ber epistemische Ungerechtigkeit im Unterricht leisten&rdquo;. &hellip;.<br>\nIn der kultur- und geisteswissenschaftlichen Szene in den USA hat der aufwendige Streich einen Skandal ausgel&ouml;st. Die Herausgeber der vorgef&uuml;hrten Zeitschriften sind beleidigt, manche feministischen Wissenschaftlerinnen nennen die Aktion &ldquo;einen koordinierten Angriff von rechts&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/sozialer-konstruktivismus-forschungsstreich-in-den-usa-a-1231820.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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