{"id":46510,"date":"2018-10-14T11:45:37","date_gmt":"2018-10-14T09:45:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46510"},"modified":"2018-10-15T07:24:40","modified_gmt":"2018-10-15T05:24:40","slug":"leserbriefe-zu-diversen-themen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46510","title":{"rendered":"Leserbriefe zu diversen Themen"},"content":{"rendered":"<p>In der letzten Zeit erreichten uns einige interessante Leserbriefe zu verschiedenen Themen, die wir im Folgenden wiedergeben.   Es ist zur Abwechslung mal eine bunte Mischung, da  es sich bei den Leserbriefen teilweise um &bdquo;Solit&auml;re&ldquo; zum jeweiligen Artikel handelte.  Auch die weiterf&uuml;hrenden Links bieten Stoff zum Nachdenken am heutigen Sonntag.  Ein Dank an die Leser und Leserbriefschreiber!  Vielleicht gelingt es ja, noch gemeinsam etwas zum Positiven zu ver&auml;ndern, und wenn es nur die Sichtweise ist.  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Zu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46207\">Eine &bdquo;Kulturnation&ldquo; l&auml;sst ihre Kinder im Stich &ndash; Die Missachtung des Musikunterrichts ist ein Skandal<\/a><\/strong><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Riegel,<br>\nich halte es f&uuml;r angemessen, das Wort &ldquo;Kulturnation&rdquo; in Ihrem Artikel in Anf&uuml;hrungszeichen zu setzen. Denn, wir sind keine. Zumindest keine besonders tolle. Der Hirnforscher Manfred Spitzer weist in seinen Vortr&auml;gen, Aufs&auml;tzen, B&uuml;chern immer wieder darauf hin, dass er die F&auml;cher<\/p><ul>\n<li>Musik<\/li>\n<li>Theaterspiel<\/li>\n<li>Sport<\/li>\n<\/ul><p>f&uuml;r die wichtigsten Schulf&auml;cher <a href=\"https:\/\/www.luzernerzeitung.ch\/panorama\/lernen-laut-hirnforscher-sind-kunst-und-sport-die-wichtigsten-schulfaecher-ld.91801\">h&auml;lt<\/a>. Ihm m&ouml;chte ich zustimmen. Nach meiner Einsch&auml;tzung, und auch da benennt Spitzer Details aus seiner Sicht als Hirnforscher, werden wir mit diesem uns&auml;glichen &ldquo;Digitalpakt&rdquo;, bei dem alle Parteien jubilieren, uns eine Generation erschaffen, die bis zum Maximum konsumieren wird, aber auch maximal verbl&ouml;det. Es ist nur logisch, dass Spitzer angefeindet wird, da er die digitale &ldquo;Demenz&rdquo; angreift, und damit einen riesigen Markt und dessen Gewinne in Frage stellt.<\/p><p>Denken wir kurz zur&uuml;ck: In den 20ern brachte A.Einstein die Relativit&auml;tstheorie in die Welt. Bis heute ein geniales Werk. Der hatte keine &ldquo;digitale Ausbildung&rdquo;, weil es Quatsch ist, daf&uuml;r zu pl&auml;dieren, dass nur so heutzutage Gro&szlig;es vollbracht werden k&ouml;nne. Er ist das beste Beispiel daf&uuml;r. <\/p><p>1954 starb der Dirigent Wihelm Furtw&auml;ngler. Danach kam kein Deutscher mehr, dem die Aufgabe zuteil wurde, die Berliner Philharmoniker zu leiten. Wenn der derzeitige Chef Sir Simon Rattle (Brite) n&auml;chstes Jahr den Dirigentenstab &uuml;bergibt, wird ihn ein Russe (Kirill Petrenko) entgegen nehmen. Dessen derzeitiger Job an der Bayrischen Staatsoper wird dann erneut ein Russe &uuml;bernehmen(Vladimir Jurowski). <\/p><p>Wie man sieht, wurden diesbez&uuml;glich offensichtlich vor langer Zeit keine\/falsche Weichen gestellt. Gru&szlig; an die Kultusminister, bitte weiterschlafen&hellip;<\/p><p>Es geht aber auch anders: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jos%C3%A9_Antonio_Abreu\">Jos&eacute; Antonio Abreu<\/a>, der dieses Jahr starb, engagierte sich f&uuml;r die F&ouml;rderung junger Musik-Talente in Venezuela. Er erkannte, genau wie Spitzer das beschreibt, dass in <strong>jungen<\/strong> Jahren eine F&ouml;rderung begabter Musiker aussergew&ouml;hnliche Erfolge haben wird. So entstand das von der Regierung gef&ouml;rderte Programm &ldquo;El Sistema&rdquo;. Einer der Gro&szlig;en entstammt daraus, der j&uuml;ngste Stardirigent unserer Zeit: Gustavo Dudamel. Schon vor 10 Jahren wurde ihm die Leitung des Los Angeles Philharmonic Orchestra &uuml;bertragen. F&uuml;r mich folgerichtig, dieses Orchester ist eines der Besten. Etwa zur gleichen Zeit leitete dieser begnadete Dirigent die Oberstufenmusiker seines Landes an. Es ist f&uuml;r mich einfach nicht vorstellbar, junge Menschen hier in DE mit solch hoher Professionalit&auml;t und Begeisterung <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=amSqQ5XNaGE\">h&ouml;chstem Schwierigkeitsgrad<\/a> musizierend zu erleben. <\/p><p>Dabei wissen wir doch, wie es geht. Schon in den 50ern hat Leonard Bernstein es vorgemacht. Mit <em>Young People&rsquo;s Concert<\/em> rief er eine ganze Nation auf. Die Medien spielten mit, das TV spielte mit. N&auml;her kann man jungen Menschen die Musik nicht mehr bringen. Das w&auml;re allemal eine bessere Besch&auml;ftigung, als sich mit virtuellen &ldquo;Gefahren&rdquo; nicht vorhandener Bedrohungen aus dem Osten zu befassen und sogar Nicht-Vollj&auml;hrige f&uuml;r den Kriegsdienst daf&uuml;r zu gewinnen. <\/p><p>Gru&szlig; R.B.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Siehe hierzu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46264\">das kommende Pleisweiler Gespr&auml;ch<\/a>.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Zu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46389\">Nachtrag zur Unglaubw&uuml;rdigkeit der Tagesschau und zur erkennbaren Gleichrichtung vieler Medien. Wer steuert Medien und Politik?<\/a><\/strong><\/p><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Redaktion,<\/p><p>gestern ver&ouml;ffentlichte Norbert H&auml;ring in seinem Blog <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1036-eurasien\">die Vorstellung eines Buches<\/a>, welches zum Teil zur Erhellung beitragen kann.<\/p><p>Grob widergegeben geht es um zwei differierende Strategien: hie die der Geopolitk der USA als Weltdominierender Macht, da&nbsp; <strong>Russia&rsquo;s Geoeconomic Strategy for a Greater Eurasia<\/strong>&rdquo; von&nbsp;<strong>Glenn Diesen<\/strong> (so der Titel des Buches).<\/p><p>Es werden einige US-Politiker zitiert, die mit dem Begriff &ldquo;<strong>Vasall<\/strong>&rdquo; hantieren.<\/p><p>Hierzu die Wikipedia:<\/p><blockquote><p>\nEin&nbsp;<strong>Vasall<\/strong>&nbsp;(von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Keltische_Sprachen\">keltisch<\/a>&nbsp;gwas, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Latein\">lateinisch<\/a>&nbsp;vassus&nbsp;&bdquo;<strong>Knecht<\/strong>&ldquo;) war im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fr%C3%BChmittelalter\">fr&uuml;hen Mittelalter<\/a>&nbsp;(5.&minus;7.&nbsp;Jahrhundert) ein Herr, der sich freiwillig als Gefolgsmann in den Dienst eines anderen Herren stellte und sich diesem f&uuml;r bestimmte milit&auml;rische oder diplomatische Dienstleistungen verpflichtete. Der Vasall musste eine bestimmte Anzahl an Soldaten zur Verf&uuml;gung stellen, um somit den Dienstherrn in dessen Krieg zu unterst&uuml;tzen. Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lehnspflicht\">Lehnspflicht<\/a>&nbsp;bestand aber auch aus&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abgabe_(Geldleistung)\">Abgaben<\/a>, zum Beispiel f&uuml;r die herrschaftlichen Kriegsdienste, oder aus &auml;hnlichen Leistungen. Der Vasall genoss im Gegenzug den Schutz seines Lehnsherren.\n<\/p><\/blockquote><p>Dass ein Vasall h&auml;ufig auch Geiseln ( eigener Nachwuchs ) an den Hof des Herren senden musste machte das Verh&auml;ltnis dann fester. Wurden die Geiseln doch in fr&uuml;hester Jugend an den Hof gebracht und in Sinne des Herrschers erzogen (indoktriniert).<\/p><p>Und wenn ich mir dies vor Augen halte, erkl&auml;ren sich mir einseitige Berichterstattungen gegen (u.a.) Russland ungef&auml;hr so:<\/p><p>Der Vasall (nicht nur) Deutschland entwickelt das &ouml;ffentlich-rechtliche Informationssystem &ndash; selbstredend unter Aufsicht des Herren &ndash; und kann seine Feudal-Nachrangigen mit Pfr&uuml;nden begl&uuml;cken (Parteien, Klerus, Gewerkschaften,&hellip;), wenn diese sich an die Richtlinienkompetenz des Herrschers halten. Innnerhalb dieses Rahmens d&uuml;rfen die Vasallen und Feudal-Nachrangige relativ frei entscheiden. Es werden Hofberichterstatter\/innen eingestellt und werden z.B. &uuml;ber die Route &ldquo;Nordatlantik&rdquo; zur Komplettierung ihrer Ausbildung in Richtung Herrscher gesandt, wo sie die Dokrin des Herrschers derart verinnerlichen, dass ihnen selbst&auml;ndiges kritisches Denken gegen&uuml;ber dem Herrscher verlorengeht.<\/p><p>F&uuml;r private Presse gilt das Gleiche.<\/p><p>Und Schwupps, nach einigen Jahren als z.B. Washingtonkorrespondent\/in kommt ein Hofberichterstatter &ndash; der vielleicht so gut schreibt wie U. Wickert &ndash; zur&uuml;ck und erkl&auml;rt uns die Welt.<\/p><p>Man siehe: der Kapital-Feudalismus funktioniert wie im Mittelalter.<\/p><p>Und was Christian Dicke in seinem Leserbrief von Mausfeld zitiert ist nur eine sehr richtige Nebenfunktion:<\/p><p>Lass die Leute ein Fussball-Sommerm&auml;rchen feiern und besprechen, die K&ouml;pfe sind dann damit besch&auml;ftigt und es werden Gesetze verabschiedet, die auf keine Kuhaut mehr passen.<\/p><p>Sch&ouml;nen kynischen Gru&szlig; aus Hamburg<br>\nAndreas Bollmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der Nachdenkseiten!<\/p><p>Vorwegschicken m&ouml;chte ich, dass ich Ihre Arbeit sch&auml;tze &ndash; trotz der einen oder anderen Kritik, hier und da. Aber das ist ja eigentlich normal, dass man nicht immer einer Meinung sein kann.<\/p><p>Diesmal allerdings m&ouml;chte ich, vielleicht, weniger eine Kritik als ein tiefes Unbehagen vorbringen. Und das, obwohl ich im Grunde ziemlich einig bin mit Ihnen, dass es in der Tat eine ziemlich koh&auml;rente Ausrichtung der &ldquo;offiziellen&rdquo; Medien gibt, insbesondere darin, jede Form auch nur im Ansatz grunds&auml;tzliche Kritik (und als grunds&auml;tzlich wird ja inzwischen auch schon eine schlicht neo-keynesianische Position wie die von H. Flassbeck betrachtet) am neoliberalen Mainstream des Populismus zu zeihen und damit eine inhaltliche Auseinandersetzung zu umgehen respektive abzuw&uuml;rgen. Mein Unbehagen bezieht sich auf den im Betreff dieser Mail zitierten Beitrag un hier speziell auf einen Link, der im zweiten publizierten Leserbrief (von Herrn Dicke) zitiert wird. Ich bin nicht in der Lage, den Sachgehalt des Textes von A. Fomin auf free21 zu &uuml;berpr&uuml;fen, noch zu widerlegen oder zu best&auml;tigen. Aber mein Gef&uuml;hl gegen&uuml;ber diesem Text ist ein sehr ungutes. <\/p><p>Ich denke, allein schon die Auswahl der Tweets ist seltsam, mit Sicherheit sind es nicht nur 19.000 zu dem Thema sondern sehr, sehr viel mehr. Dann auch der eine konkret (mit Faksimile) zitierte. Dass es den gab\/gibt soll gar nicht bestritten werden. Aber ich frage mich schon, wenn ich so einen Artikel lese: Cui bono? <\/p><p>Es ist doch klar, dass es unter den Fl&uuml;chtlingen Infos und Ger&uuml;chte dar&uuml;ber gibt, welches Land warum am besten ist als Fluchtziel. Und sicherlich werden haufenweise falsche und richtige Hoffnungen &ndash; auch aus bestimmten Interessen &ndash; gestreut. Aber die Tatsache, dass zu einem bestimmten Zeitpunktein regelrechter Fl&uuml;chtlingsstrom entstand auf Twittertweets zur&uuml;ckzuf&uuml;hren scheint mir denn doch sehr gewagt. Zumal ein Punkt nur schwerlich zu erkl&auml;ren w&auml;re: Wieso kam es eigentlich, dass die proportional gr&ouml;sste Zahl der Fl&uuml;chtlinge nach Schweden wollte (und bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auch ging), obwohl doch Schweden in den Tweets kaum als fl&uuml;chtlingsfreundliches Land genannt wurde?<\/p><p>Ich sag&rsquo;s einfach mal rundheraus, wie mein Empfinden ist: Bei diesem Artikel (dem, auf den im Link hingewiesen wird) kommt in mir tats&auml;chlich ein tiefes Unbehagen hoch, denn er liest ich, wie die verschw&ouml;rerischen &ldquo;Analysen&rdquo; auf den Seiten der Identit&auml;ren und Rechten &hellip; Und auch der eigentliche sch&ouml;ne Satz von H. M. Enzensberger (als er noch ein Aufkl&auml;rer und Kritiker der BRD war) &ldquo;Keine Angst vorm Beifall von der falschen Seite&rdquo; hilft mir in diesem konkreten Fall &ldquo;aus der Patsche&rdquo;. Es w&auml;re sehr schade, wenn man sich zum n&uuml;tzlichen Idioten eigentlich vollkommen kontr&auml;rer Positionen machen w&uuml;rde.<\/p><p>Dass es die Rechte ist, die das soziale und kulturelle Elend adressiert &ndash; und nicht eine sozialdemokratische oder auch linke Opposition, das ist eine Trag&ouml;die (f&uuml;r die es Gr&uuml;nde gibt), die man abwenden muss. Aber das darf nicht dazu f&uuml;hren, deren Spiel zu spielen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen,<\/p><p>Ulrich Hausmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller<\/p><p>Guten Morgen aus Porto.<\/p><p>Dass immer noch viele die Tagesschau einschalten, ist wohl eine richtige, wenn auch v&ouml;llig unverst&auml;ndliche Beobachtung. Dass die NATO eine immer aggressivere Politik meint, inszenieren zu m&uuml;ssen, dass sie daf&uuml;r widerw&auml;rtige Propaganda betreibt, die die modernen Hofberichterstatter gierig, aber bewusstlos aufgreifen, obwohl sie angeblich der &ouml;ffentlichen Information dienen, dass die NATO einen Feind aufbauen muss und sich daf&uuml;r wieder einmal Russland ausgeguckt hat, all das ist auch leider zutreffend.<\/p><p>Nur: Dass die ARD Tagesschau Glaubw&uuml;rdigkeit hat oder von vielen, die da einschalten, als glaubw&uuml;rdig angesehen wird, muss man nicht unbedingt annehemen. Wer immer noch Tagesschau einschaltet, macht das sicher auch aus einer tiefsitzenden Gewohnheit heraus, das ist ein Reflex abends um 8. Gibt es eigentlich ein Profil der Tagesschau-Einschalter? Sie haben als Medienanalyst doch sicher die eine oder andere Information.<\/p><p>Nat&uuml;rlich haben Sie Recht: Auch an Reflexen und Gewohnheiten muss man arbeiten. Insofern bleibt Ihr Fazit am Schluss.<\/p><p>Viele Gr&uuml;sse und weiterhin alles Gute.<br>\nIhr Lothar G&uuml;ndling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Zu Russland<\/strong><\/p><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS,<\/p><p>macht unbedingt weiter so und noch besser. Mir ist aufgefallen, dass Ihr gut &uuml;ber Russland und Putin berichtet, aber weniger &uuml;ber die Russische Zentralbank, bzw. die Leute, die hinter Putin stehen. Das w&auml;re aber m.E. unbedingt wichtig, die Strippenzieher hinter der Politik mehr ins Licht zu holen. <\/p><p>Wir brauchen Visionen f&uuml;r eine bessere Zukunft. Dazu m&uuml;ssen wir erst einmal analysieren, was denn in der Vergangenheit schief gelaufen ist. Und mir fehlt da ein wenig, dass eindeutig der sogenannte &bdquo;real existierende Sozialismus&ldquo; in der DDR und der Sowjetunion als das gekennzeichnet wird, was er wirklich war: Ein Fake, eine T&auml;uschung, eine Elitendiktatur. Den richtigen Sozialismus hatten wir doch gar nicht. Wie gesagt &ndash; die Arbeiterklasse war &uuml;berhaupt nicht Eigent&uuml;mer ihrer Produktionsmittel. Sie hatten keine Anteilsscheine Ihrer Fabriken, keine Grundbucheintr&auml;ge und kein wirkliches Stimmrecht. Auch die Frauen waren nicht wirklich gleichberechtigt. In den m&auml;nnlichen Eliten gab es, wie heute, nur Quotenfrauen. Wirklichen Einfluss hatten sie genau so wenig wie heute Frau Merkel. Wobei es noch nicht mal eine Generalsekret&auml;rin gab. <\/p><p>Warum wird das heute nicht breit diskutiert und der Begriff des Sozialismus\/Kommunismus wieder rehabilitiert ? Ich bin kein Verschw&ouml;rungstheoretiker, aber ich halte es zum Beispiel nicht f&uuml;r ausgeschlossen, dass Lenin in der Schweiz nicht nur mit dem deutschen Geheimdienst, sondern auch mit einigen Bankern gesprochen hat. Einigen, die gro&szlig;en Einfluss hatten.  Die Rolle der Banken im Sozialismus scheint mir ebenfalls noch nicht richtig aufgearbeitet zu sein worden. <\/p><p>In einer k&uuml;nftigen besseren, friedlichen und demokratischen Gesellschaft weltweit haben die Arbeiter Grundbucheintr&auml;ge und Anteilsscheine ihrer Fabriken und bestimmen in einer Generalversammlung selbst &uuml;ber die Produktion und w&auml;hlen bzw. beauftragen einen Direktor und eine Betriebsleitung aus ihrer Mitte. Und es gibt crowd funding und solidarische Landwirtschaft ,Theater und K&uuml;nstlervereinigungen in Selbstverwaltung. Die gro&szlig;e Weltverwaltung kann schon &uuml;ber einer weiter entwickelte UNO geregelt werden. <\/p><p>Und weiter,eine Gesellschaft mit tats&auml;chlicher Gleichberechtigung der Frau hat auch eine andere Basis als eine &bdquo;sozialistische Ehe&ldquo;. Eine gemeinschaftliche friedliche Lebensweise besteht nicht aus Brot und Spiele oder teile und herrsche. Die Gef&uuml;hle zwischen Mann und Frau , Zusammenleben oder Treue, Trennungen, Partnerschaften werden nicht durch Sakramente oder Gesetze, Rechtsanw&auml;lte und Jugend&auml;mter geregelt. Das entscheiden die Betreffenden selbst ! Wer verantwortungs- und w&uuml;rdevoll erzogen ist, der wird immer danach streben, dass es seinen Kindern besser geht. Die Gesellschaft wird Kindern und ihren M&uuml;ttern eine geb&uuml;hrende Stellung einr&auml;umen, einschlie&szlig;lich einer geb&uuml;hrenden Versorgung. Es wird aber eine gesetzliche Unterhaltspflicht nicht mehr brauchen. &ldquo;Make love, not war&rdquo;<\/p><p>wird dann durch die gesamte Gesellschaft umgesetzt. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen alle tolle Zeremonien abhalten und sich ewige Treue schw&ouml;ren, die das wollen. Es sind aber naturgem&auml;&szlig; nur ganz wenige, die ein Leben lang in einer H&uuml;tte zusammen leben werden. Das ist doch &uuml;berhaupt nicht schlimm. Ich hatte auf der Arbeitsstelle einen Kollegen, der mich jeden Morgen mit dem Spruch begr&uuml;&szlig;te: &bdquo;Reinhard, die Welt ist schlecht !&ldquo;  Und ich sagte ihm jeden Morgen:&ldquo;J&uuml;rgen, die Welt ist gro&szlig;, bunt, sch&ouml;n und voller Frauen !&ldquo; Wir k&ouml;nnen schwarz und wei&szlig; zu kaffeebraunen Kindern machen. Ich finde das total spannend. Fr&uuml;her gingen Handwerksgesellen auf die Walz zu Fu&szlig; durch Europa. Wir k&ouml;nnen heute nicht nur in den L&auml;ndern Europas, sondern in der ganzen Welt lernen und arbeiten. Das ist doch wahnsinnig sch&ouml;n. Das wird doch nie langweilig! Das schafft man in einem Menschenleben doch gar nicht !  Und wer heimatverbunden ist, der lebt sein Leben lang in seinem Dorf. Alles ist m&ouml;glich ! <\/p><p>Machen wir es !<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en aus Mirow<br>\nReinhard Maa&szlig;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Zu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46458#h04\">Nein hei&szlig;t nein!<\/a><\/strong><\/p><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>zu dem Varoufakis Statement:<\/p><p>Diejenigen unter uns, die zwar gegen den Brexit sind, aber auch verzweifelt eine Wiederbelebung der Demokratie anstreben, k&ouml;nnen kein zweites Referendum unterst&uuml;tzen, weil man diesen Menschen damit im Wesentlichen mitteilen w&uuml;rde: &bdquo;Ihr habt die falsche Entscheidung getroffen. Jetzt &uuml;berlegt noch einmal und liefert dann das &sbquo;richtige&lsquo; Urteil ab.&rdquo; Wenn wir das tun, best&auml;tigen wir ihren Verdacht, dass die Demokratie nur respektiert wird, wenn sie nicht respektiert werden. Die einzigen Nutznie&szlig;er w&auml;ren im Endeffekt Boris Johnson und Konsorten, die wollen, dass die schweigende Mehrheit weiterhin still, reaktion&auml;r und best&uuml;rzt bleibt, w&auml;hrend sie regieren&hellip;<\/p><p>Gestern haben ich auf Arte die Sendung &ldquo;Fake America Great Again &ndash; Wie Facebook und Co. die Demokratie gef&auml;hrden&rdquo; gesehen und dort wurde auch explizit dargelegt, dass und wie die Brexit Kampagne massiv von Cambridge Analytica beeinflusst wurde. Dass das in so einem Umfang m&ouml;glich ist, war damals noch nicht im Bewusstsein der &Ouml;ffentlichkeit. Ich bin auch nicht unbedingt der Meinung, dass dieses Europa mit den Briten in der Form eine w&uuml;nschenswerte Zukunft f&uuml;r uns bereit h&auml;lt, aber wenn man so argumentiert wie Varoufakis das tut, dann &uuml;bersieht man die wirklichen Kr&auml;fte, die dieses Referendum gepr&auml;gt haben. Und rechtfertigt damit im Prinzip die Beeinflussung von Robert Mercer, Breitbart News, der Datenfirma Cambridge Analytica und Facebook&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nDeswegen greift Varoufakis Argument in meinen Augen in dem Punkt daneben. Und die Nutznie&szlig;er bleiben diejenigen die diese Entscheidung mit Hilfe ihrer gekauften Meinungsmacht herbeigef&uuml;hrt haben.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGerhard Sperling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Zu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46442#h09\">Wieso es keinen Rechtsruck gibt, aber die extreme Rechte trotzdem w&auml;chst<\/a><\/strong><\/p><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<br>\nich m&ouml;chte folgenden Leserbrief zu obigem Beitrag posten:<br>\n&nbsp;<br>\nAntagonismus &uuml;ber den Rechtsruck<br>\n&nbsp;<br>\nHier mal ein anderer Ansatz zur Erkl&auml;rung des sog. Rechtsrucks, der behauptet, da&szlig; es ihn gar nicht g&auml;be, was ja einen inneren Widerspruch bedeutet. Es kommen interessante und zustimmungsw&uuml;rdige Argumente vor, aber das Fazit scheint mir recht naiv und unlogisch zu sein:<br>\n&nbsp;<br>\n&ldquo;7. Alles deutet darauf hin, dass die extreme Rechte eine Minderheit bleiben wird, wenn auch eine relevante. Wirklichen politischen Einfluss kann sie nur erobern, wenn andere Parteien ihre Politik umsetzen, ihre Sprache &uuml;bernehmen oder mit ihr koalieren. Die k&ouml;nnen das aber auch verweigern. Eine Schl&uuml;sselrolle kommt den Konservativen zu. Sie k&ouml;nnen, nein, sie m&uuml;ssen die H&uuml;ter der demokratischen Ordnung sein.<\/p><p>8. Wenn das misslingt, wenn die autorit&auml;re extreme Rechte doch an die Macht kommt, zerst&ouml;rt sie die Demokratie. In Ungarn, Polen, auch &Ouml;sterreich und den USA ist das zu beobachten. Dann kann sie wirklich die ganze Gesellschaft verr&uuml;cken. Ohne vorherigen Rechtsruck.&rdquo;<\/p><p>Ad 7. &ndash; Es ist schon jetzt ein Ammenm&auml;rchen, da&szlig; die Rechten eine Minderheit bleiben w&uuml;rden. Genau das passiert ja gerade in Europa, wobei dies am Beispiel der CSU &ndash; und teilweise auch der CDU und SPD &ndash; zu demonstrieren ist. Sie haben die Sprache der AfD und viele Argumente &uuml;bernommen, sogar Koaltionsabsichten sind schon erkennbar. Die Konservativen haben versagt und werden niemals willens oder in der Lage sein &ldquo;H&uuml;ter der demokratischen Ordnung&rdquo; zu sein.<\/p><p>Ad 8. &ndash; Was soll denn das f&uuml;r ein Schwachsinn sein? Die extreme Rechte hat ja schon in einigen L&auml;ndern die Macht errungen und ist in anderen gewaltig auf dem Vormarsch. Ergo hat der Rechtsruck doch schon lange stattgefunden. Sie kann die Gesellschaft nicht &ldquo;verr&uuml;cken&rdquo;, sie hat es schon getan und zwar in dem Sinne von &ldquo;verr&uuml;ckt machen&rdquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Bayernwahl am Sonntag kann schon einen Gegenbeweis gegen&uuml;ber den Thesen von Jonas Schaible liefern. Die CSU hat einen Denkzettel verdient &ndash; wenn ihn ihr die AfD erteilt, dann mu&szlig; es so sein, obwohl es kein Wunschgedanke von mir darstellt, die AfD erstarken zu sehen.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nPeter A. Weber<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der letzten Zeit erreichten uns einige interessante Leserbriefe zu verschiedenen Themen, die wir im Folgenden wiedergeben. Es ist zur Abwechslung mal eine bunte Mischung, da es sich bei den Leserbriefen teilweise um &bdquo;Solit&auml;re&ldquo; zum jeweiligen Artikel handelte. Auch die weiterf&uuml;hrenden Links bieten Stoff zum Nachdenken am heutigen Sonntag. Ein Dank an die Leser und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46510\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,917,103,183,125,11],"tags":[1843,2094,1055,2102,1352,259,2132,451,1338,1292],"class_list":["post-46510","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-kultur-und-kulturpolitik","category-leserbriefe","category-medienkritik","category-rechte-gefahr","category-strategien-der-meinungsmache","tag-brexit","tag-digitalisierung","tag-fluechtlinge","tag-geostrategie","tag-rechtsruck","tag-russland","tag-sozialismus","tag-tagesschau","tag-transatlantiker","tag-varoufakis-yanis"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46510","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46510"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46510\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46523,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46510\/revisions\/46523"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}