{"id":46554,"date":"2018-10-16T08:21:34","date_gmt":"2018-10-16T06:21:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554"},"modified":"2018-10-16T08:21:34","modified_gmt":"2018-10-16T06:21:34","slug":"hinweise-des-tages-3226","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h01\">&bdquo;Aufstehen&ldquo; links liegenlassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h02\">Wagenknecht f&uuml;hlt sich gemobbt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h03\">Die Sammelbewegung ist da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h04\">Krieg und Klimawandel lassen Hunger auf der Welt wachsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h05\">175.000 neue Pflegekr&auml;fte braucht das Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h06\">Die Gesundheit der Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h07\">Is your phone tainted by the misery of the 35,000 children in Congo&rsquo;s mines?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h08\">Breitscheidplatz: Polizei &uuml;bersah Bild mit Waffe auf Anis Amris Handy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h09\">Rechnungshof r&uuml;gt Scheuer ungew&ouml;hnlich scharf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h10\">Die &ldquo;Verwolfung&rdquo; Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h11\">Ein Sturm zieht auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h12\">Helnwein warnt vor &ldquo;Nazi&rdquo;-Keule und bewundert Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h13\">Jenseits vom Schwelen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h14\">Eine andere Welt ist m&ouml;glich &ndash; aber als Drohung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h15\">Kritik der Migration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46554#h16\">20 Jahre Hofgarten Aschaffenburg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Aufstehen&ldquo; links liegenlassen<\/strong><br>\n&bdquo;Unteilbar&ldquo; war ein Erfolg, weil die Demo breit aufgestellt war. Das zeugt nicht von Beliebigkeit, sondern davon, was gesellschaftlich auf dem Spiel steht.<br>\nWer sich immer schon gefragt hat, was es mit dieser Multitude auf sich hat, die durch die linken Debatten geistert: Samstag war sie in Berlin zu besichtigen. Die wohl historische Gr&ouml;&szlig;e der &bdquo;unteilbar&ldquo;-Demo war nicht das Ergebnis inhaltlicher Beliebigkeit. &bdquo;Unteilbar&ldquo; war keine hohle Phrase, kein strategisches Ungef&auml;hr. Das Motto hat genau die Anschlussf&auml;higkeit geboten, die es braucht, um die ganze Breite dessen zu erfassen, was gesellschaftlich auf dem Spiel steht. [&hellip;]<br>\nAndersherum ist es bestenfalls Linksnationalismus. Und der befindet sich nach dem Wochenende in wirklich j&auml;mmerlicher Gesellschaft. Gegen &bdquo;unteilbar&ldquo; sprachen sich reaktion&auml;re Teile der Berliner CDU (&bdquo;linksradikale Verbrecher&ldquo;), versprengte DKPlerInnen, ein sehr kleiner Bodensatz der antideutschen Linken &ndash; und eben Sahra Wagenknecht f&uuml;r ihre so genannte Sammlungsbewegung &bdquo;aufstehen&ldquo; aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5542706\/\">Christian Jakob in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man lese und staune. Sahra Wagenknecht sprach sich also gegen &bdquo;unteilbar&ldquo; aus und dies auch noch im Namen ihrer &bdquo;so genannten&ldquo; Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo;. Da fragt man sich, wo Herr Jakob &ndash; lt. taz ist ja dort zust&auml;ndig f&uuml;r Reportage &amp; Recherche &ndash; das recherchiert haben will. Das oft &ndash; und noch &ouml;fters falsch &ndash; zitierte Statement von Wagenknecht zu &bdquo;unteilbar&ldquo; stammt aus einer Veranstaltung der Bundestagsfraktion der Linken, die in voller L&auml;nge als <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tZRePbjpoUQ\">Videoaufzeichnung<\/a> verf&uuml;gbar ist. Wer sich das Video anschaut, merkt sofort, dass Sahra Wagenknecht sich keinesfalls gegen &bdquo;unteilbar&ldquo; ausgesprochen hat, sondern lediglich einige Passagen aus dem Aufruf zur Demonstration kritisiert hat.. Im Video hei&szlig;t es (ab Minute 56:10) von Sahra Wagenknecht &hellip;<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Wir sind nicht formal dabei, aber es wird sicherlich Leute von uns geben, die da hingehen, wobei ich ehrlich sage, wenn ich mir den Aufruf ansehe: Ich halte es f&uuml;r absolut richtig, wenn viele Leute gegen Rassismus und Rechtsentwicklung auf die Strasse gehen. Aber auch in diesem Aufruf sehe ich eine Tendenz, wo eine bestimmete Position, n&auml;mlich offene Grenzen f&uuml;r alle, schon wieder als die bestimmende Position dargestellt wird. Und ich finde, damit macht man es kleiner. Man hat dann immer noch &lsquo;ne gro&szlig;e Demonstration, aber man grenzt damit Menschen aus, die genauso bereit w&auml;ren und genauso &uuml;berzeugt sind, dass man Rassismus entgegen treten muss. Und deswegen sehe ich eben, dass wir in Zukunft st&auml;rker Bewegungen brauchen, die diese Menschen einnbeziehen. Weil, es ist ein bestimmtes Milieu, das dort demonstriert und es ist ein anderes, was man dort nicht finden wird.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wie man diese S&auml;tze boshaft in der Art und Weise umdeuten kann, dass Wagenknecht &ndash; sogar im Namen von &bdquo;Aufstehen&ldquo; &ndash; die Demonstration ablehnen soll, ist ein offenes R&auml;tsel. Dass &bdquo;Aufstehen&ldquo; sehr wohl f&uuml;r die Demo mobilisiert hat, zeigen nicht zuletzt die Aufrufe von <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=R4U0_jJxD3s\">Marco B&uuml;low und Steve Hudson<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RUgSk-H9NSk\">Fabio De Masi<\/a>. Zahlreiche Videos (Z.B. dieses <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/melanie.koch.1970\/posts\/2253146804698717\">hier<\/a>) belegen auch, dass &bdquo;Aufstehen&ldquo; mit einem Wagen und einem eigenen Block mitmarschiert ist. <\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/181016-hdt-01_.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\n<em>Steve Hudson, Fabi De Masi, Ludger Volmer u.a. bei &bdquo;unteilbar&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Nicht Wagenknecht, sondern die taz spaltet das linke Lager. Und dies mit Vorsatz! Denn es ist auszuschlie&szlig;en, dass die &bdquo;Rechercheabteilung&ldquo; der taz das Orignialzitat nicht kannte, zumal das eigene Blatt Wagenknecht in einem vorher erschienen <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5542273\/\">Artikel<\/a> &ndash; trotz eigenwilliger Auslegung &ndash; sehr wohl korrekt zitierte. Und ganz sicher lag der taz auch die <a href=\"https:\/\/m.facebook.com\/story.php?story_fbid=243088219693362&amp;id=202102663791918\">diesbez&uuml;gliche Pressemeldung vor<\/a>, die bereits am Freitag, also einen Tag vor der Demo und drei Tage vor dem Kommentar von Christian Jakob ver&ouml;ffentlich wurde &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Aufstehen weist falsche Berichte zur&uuml;ck.<\/strong><br>\nIn aktuellen Pressemeldungen wird behauptet, Sahra Wagenknecht habe der unteilbar-Demonstration am Samstag &bdquo;eine Absage erteilt&ldquo;. Zudem wird der Umstand, dass Mitglieder von &bdquo;Aufstehen&ldquo; an der Demo teilnehmen, als Distanzierung von ihr gewertet.<br>\nRichtig ist, dass Sahra Wagenknecht auf einer Veranstaltung in Berlin inhaltliche Kritik an dem Aufruf zur unteilbar-Demo formuliert, sich aber unabh&auml;ngig davon daf&uuml;r ausgesprochen hat, dass m&ouml;glichst viele Menschen gegen Rechtsentwicklung und Rassismus auf die Stra&szlig;e gehen. Sie hat daf&uuml;r geworben, in Zukunft auch Menschen in diesen Protest einzubeziehen, die f&uuml;r eine Regulierung der Migration eintreten. Auch hat sie bereits auf dieser Veranstaltung angek&uuml;ndigt, dass sich auch Mitglieder von &bdquo;Aufstehen&ldquo; an der unteilbar-Demo beteiligen werden.<br>\n&bdquo;Aufstehen&ldquo; versteht sich seit seiner Gr&uuml;ndung als plurale Organisation, in der unterschiedliche Auffassungen ihren Platz haben. Diese Pluralit&auml;t wird es auch in Zukunft geben. Unterschiedliche Meinungen sind daher kein Ausdruck einer Distanzierung, sondern eine Selbstverst&auml;ndlichkeit in einer Organisation, die sich als &uuml;berparteiliche plurale Sammlungsbewegung versteht.<br>\nWir werden unsere Energie darauf investieren in den kommenden Monaten den Druck auf der Strasse gegen soziale Spaltung, den N&auml;hrboden der Rechten, zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/story.php?story_fbid=243088219693362&amp;id=202102663791918\">Aufstehen via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wagenknecht f&uuml;hlt sich gemobbt<\/strong><br>\nEinige Linke machen Sahra Wagenknecht f&uuml;r das maue Abschneiden in Bayern verantwortlich. Sie selbst f&uuml;rchtet eine Kampagne gegen sich.<br>\nDie kritischen &Auml;u&szlig;erungen Sahra Wagenknechts zur &bdquo;Unteilbar&ldquo;-Demonstration gegen Rassismus am Wochenende besch&auml;ftigten die Linksfraktion auch in dieser Woche. Das Thema wird h&ouml;chstwahrscheinlich in der Fraktionssitzung am Dienstag aufgerufen. &bdquo;Wir werden und wir m&uuml;ssen dar&uuml;ber reden&ldquo;, sagt der Abgeordnete Niema Movassat der taz.<br>\nUnter dem Tagesordnungspunkt &bdquo;Aktuelles&ldquo; werden die Abgeordneten unter anderem auch &uuml;ber die Bayern-Wahl reden, bei der die Linke mit 3,2 Prozent den Einzug in den Landtag klar verpasst hat. Movassat sieht einen Zusammenhang zwischen dem mauen Abschneiden am Sonntag und der Distanzierung Wagenknechts von &bdquo;Unteilbar&ldquo; am Sonnabend. &bdquo;Im Vorfeld der Bayern-Wahl war das sicherlich nicht hilfreich&ldquo;, meint Movassat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5542893\/\">Anna Lehmann in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin G.L.:<\/strong> Anna Lehmann wird in Berliner Journalisten Kreisen gerne als sowas wie Kippings zweite Pressesprecherin bezeichnet, da ihre Einseitigkeit mehr als auff&auml;llig ist. Nun stellt der Kipping\/Riexinger-Vertraute Movassat die recht bl&ouml;de Andeutung in den Raum, dass Wagenknecht am Scheitern der Partei in Bayern Schuld sei. Manche sind sich eben f&uuml;r nix zu schade. Wenn eine linke Partei noch nicht einmal 5% bei den <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/++co++db53b02e-d073-11e8-9cb9-52540088cada\">GewerkschafterInnen erh&auml;lt<\/a> (und die AFD dort erschreckend stark ist), dann ist es traurig und es bedarf vermutlich Debatten um Strategien, aber es ist infam dies Frau Wagenknecht in die Schuhe zu schieben. 2008 erhielt die Linke in Bayern noch 10% der Gewerkschaft Stimmen.Viele in der Linken (Movassat offenbar nicht) wollen nun erstmal still halten bis die Hessen Wahl vorbei ist. Danach ist wohl damit zu rechnen, dass Leute um Kipping\/Riexinger in der Bundestagsfraktion versuchen werden, Sahra Wagenknecht final abzus&auml;gen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bei all dem darf man auch nicht vergessen, dass Movassat &uuml;ber die nordrhein-westf&auml;lische Liste der Linkspartei in den Bundestag eingezogen ist; seinen Platz in Berlin also ganz direkt Sahra Wagenknecht verdankt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Sammelbewegung ist da<\/strong><br>\nSeit August hatte ein breites B&uuml;ndnis aus mehr als 450 bundesweiten Organisationen, Prominenten und lokalen Gruppen unter dem Motto &ldquo;Solidarit&auml;t statt Ausgrenzung &ndash; f&uuml;r eine offene und freie Gesellschaft&rdquo; mobilisiert. Unter ihnen so unterschiedliche Organisationen wie Pro Asyl, die Naturfreunde, der Eishockey-Verein Eisb&auml;ren Berlin und der Zentralrat der Muslime. Aber auch der Satiriker Jan B&ouml;hmermann, die Publizistin Carolin Emcke und die Band Die &Auml;rzte. Auch Tausende Privatpersonen unterzeichneten den Aufruf.  &hellip;.<br>\nHans-J&uuml;rgen Fellmann-Meilicke, 62, hat sich hinter dem Lautsprecherwagen der Seebr&uuml;cke eingereiht. Der Verein setzt sich f&uuml;r die Rettung Gefl&uuml;chteter im Mittelmeer ein. Im Spanienurlaub erlebte Fellmann-Meilicke, von Beruf Arzt, wie ein Fl&uuml;chtlingsboot kenterte und mehrere Menschen starben &ndash; ein einschneidendes Erlebnis f&uuml;r ihn. Um sich f&uuml;r Seenotrettung einzusetzen, ist er aus Potsdam zur Demo angereist.<br>\nDer Demonstrationszug von Unteilbar ist in verschiedene Gruppen mit eigenen Lautsprecherwagen unterteilt. Hinter dem Fronttransparent kommt recht schnell die Seebr&uuml;cken-Gruppe, in der viele orangene Rettungswesten tragen. Von anderen Wagen schallt laute Musik, der Bass des Wagens mit der Aufschrift &ldquo;Wendy-Leserinnen gegen rechts&rdquo; ist schon von Weitem zu h&ouml;ren. Der &ldquo;Glitzernde Block&rdquo; ist an den silber-goldenen Rettungsdecken zu erkennen, die Teilnehmer als Fahnen schwenken.<br>\nJe nach Thema und Musik unterscheiden sich die Demo-Teilnehmer in unmittelbarer N&auml;he der Wagen. W&auml;hrend eine Gruppe mit Antifa-Flagge &ldquo;Nationalismus raus aus den K&ouml;pfen&rdquo; skandiert, l&auml;uft nicht weit davon eine Gruppe grauhaariger Gewerkschafter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-10\/unteilbar-demonstration-berlin-gegen-rechts\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man vergleiche einmal diese Berichterstattung und die Kommentierung in den &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; zu #Unteilbar mit jener &uuml;ber die Demonstration gegen das Freihandelsabkommen TTIP vom Herbst 2015, die  ebenfalls in Berlin mit einer &auml;hnlich hohen Anzahl an Teilnehmern stattfand. Wenn dar&uuml;ber &uuml;berhaupt berichtet w&uuml;rde, dann nur als Randnotiz oder in diffamierender Weise, in dem den Demonstranten unterstellt wurde sie seien <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27897\">nationalistisch und rechtspopulistisch<\/a> und w&uuml;rden das Gesch&auml;ft der AfD besorgen, da sie gegen die neoliberale Freihandelsideologie protestierten. Es ist zudem nicht bekannt, dass auch nur ein f&uuml;hrender Politiker der neoliberalen Mitte auf der TTIP-Demo zu sehen war, geschweige denn, dass er sich positiv dazu ge&auml;u&szlig;ert h&auml;tten wie nun zu #Unteilbar (&ldquo;Nahles und Maas unterst&uuml;tzen Demo&rdquo;). Was nicht &uuml;berrascht ber&uuml;hrte der Protest gegen das TTIP doch die direkten &ouml;konomischen Interessen der deutschen Oligarchie. Die positive und prominente Berichterstattung &uuml;ber #Unteilbar durch alle &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; zeigt, dass diese ihre &ouml;konomischen Interessen durch diese Demo aber in keiner Weise ber&uuml;hrt sieht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Krieg und Klimawandel lassen Hunger auf der Welt wachsen<\/strong><br>\nAm Welthungertag ist klar: 821 Millionen Menschen haben zu wenig zu essen &ndash; Appell von NGOs an Bundesregierung<br>\n&ldquo;Gef&uuml;hl in der Magengegend, das durch das Bed&uuml;rfnis nach Nahrung hervorgerufen wird; Verlangen, etwas zu essen.&rdquo; Die Duden-Definition von Hunger ist klar, jeder kennt dieses Gef&uuml;hl. Um es loszuwerden, isst man etwas. So leicht es aber klingen mag, weltweit leiden 821 Millionen Menschen daran, nicht genug Nahrung zu sich nehmen zu k&ouml;nnen. Zu diesem Ergebnis kommt der Welthunger-Index (WHI) anl&auml;sslich des heutigen Welthungertages.<br>\nDabei habe es seit 2000, seit das erste Mal dementsprechende Daten erhoben wurden, lange eine positive Entwicklung im Kampf gegen Hunger gegeben. Zeitweise ist die Zahl der Hungernden um 28 Prozent gesunken. &ldquo;Seit eineinhalb Jahren steigen die Zahlen der Betroffenen aber wieder&rdquo;, erkl&auml;rt B&auml;rbel Dieckmann, Pr&auml;sidentin der Welthungerhilfe, dem STANDARD. Die deutsche Hilfsorganisation ver&ouml;ffentlicht mit der irischen Organisation Concern Worldwide j&auml;hrlich den WHI, der von Experten vom International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington ermittelt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000089401227\/Krieg-und-Klimawandel-lassen-Hunger-auf-der-Welt-wachsen\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>175.000 neue Pflegekr&auml;fte braucht das Land<\/strong><br>\nDas IW hat anhand der heutigen Zahlen und angesichts des demografischen Wandels den k&uuml;nftigen Bedarf an Pflegefachkr&auml;ften errechnet. Demnach k&ouml;nnten in nicht einmal 20 Jahren bis zu 175.000 weitere Besch&auml;ftigte in der Pflege ben&ouml;tigt werden. Um diesem Fachkr&auml;ftemangel zu begegnen schl&auml;gt H&uuml;ther vor, den Pflegebereich st&auml;rker zu deregulieren: &bdquo;Die Regulierung sollte flexibilisiert werden. Sonst bleiben alle politischen Bem&uuml;hungen stecken und der Effekt ist &uuml;berschaubar.&rdquo;<br>\nH&uuml;ther forderte insbesondere, dass Pflegeeinrichtungen auch gewinnorientiert wirtschaften sollten: &bdquo;Bislang ist es ein System, das aus sich heraus keine Innovation zul&auml;sst.&rdquo; Die Regulierung verhindere, dass beispielsweise mehr in den Bereich Digitalisierung investiert werde. Sie f&uuml;hre au&szlig;erdem dazu, dass Altenpfleger finanziell deutlich schlechter gestellt seien als Gesundheits- und Krankenpfleger, referierte der Direktor des arbeitgebernahen Wirtschaftsinstituts.<br>\nIn den vergangenen Jahren hat die Bundesregierung das Pflegest&auml;rkungsgesetz auf den Weg gebracht, f&uuml;r eine neue Definition des Pflegebegriffs gesorgt und eine einheitliche Ausbildung in der Altenpflege, der Kranken- und Kinderkrankenpflege angesto&szlig;en. Ma&szlig;nahmen, denen der IW-Direktor Positives abgewinnen kann. Doch diese Reformvorhaben reichten laut H&uuml;ther nicht aus.<br>\nEr fordert, die Finanzierung der Pflege st&auml;rker in den Fokus der politischen Debatte zu nehmen. Au&szlig;erdem sprach sich H&uuml;ther daf&uuml;r aus, politisch zu diskutieren, inwiefern die Einf&uuml;hrung einer Pflegevollversicherung sinnvoll sein k&ouml;nnte. In diesem Fall sprach er sich f&uuml;r &bdquo;eine zweite S&auml;ule in Form eines kapitalgedeckten Systems&rdquo; aus, da ansonsten die Kosten angesichts einer alternden Bev&ouml;lkerung aus dem Ruder zu laufen drohten. Die finanzielle Mehrbelastung durch den h&ouml;heren Bedarf an Besch&auml;ftigten im Pflegebereich bis 2035 ist allerdings nicht der Teil der Berechnungen des Instituts.<br>\nHeike Baehrens, die Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, sieht sich durch die Prognose des IW in ihren pflegepolitischen Zielen und Vorhaben best&auml;rkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/175000-neue-pflegekraefte-braucht-land\">Vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dies wirft ein bezeichnendes Schlaglicht auf den aktuellen Zustand der SPD, wenn im Vorw&auml;rts neoliberale Propaganda beklatscht wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Gesundheit der Reichen<\/strong><br>\nie italienische Journalistin Geraldina Colotti warnt vor dem &raquo;neuen Hitler in Lateinamerika&laquo;, und der brasilianische Theologe Leonardo Boff nennt Jair Bolsonaro einen &raquo;Nazi&laquo;. Aus gutem Grund. Der ehemalige Fallschirmj&auml;ger, der nach der Stichwahl am 28. Oktober neuer Pr&auml;sident Brasiliens werden k&ouml;nnte, verherrlicht Adolf Hitler und die Milit&auml;rdiktatur von 1964 bis 1985. Bolsonaro verteidigt den Mord an Oppositionellen, ist f&uuml;r Folter und hetzt gegen Schwarze und Homosexuelle. Die rechtskonservative Tageszeitung Nuevo Herald in Miami st&ouml;rt das nicht. Einen Tag nachdem er im ersten Wahlgang 46 Prozent der Stimmen erhalten hatte, frohlockte das Blatt am 8. Oktober: &raquo;Bolsonaro ist der gr&ouml;&szlig;te Alptraum f&uuml;r Kuba.&laquo; Die ihm ideologisch nahestehenden Contras in Miami, Madrid und Havanna hoffen darauf, dass der Faschist die guten Beziehungen zwischen Brasilien und Kuba beenden wird.<br>\nIm August hatte Bolsonaro versprochen, bei einem endg&uuml;ltigen Wahlsieg die rund 8.500 derzeit im Land t&auml;tigen kubanischen Mediziner nach Hause zu schicken. Die &uuml;berwiegend hellh&auml;utige Zuh&ouml;rerschaft bei einer Veranstaltung der Sozial-liberalen Partei (PSL) im wohlhabenden Bundesstaat S&atilde;o Paulo applaudierte frenetisch, als der Pr&auml;sidentschaftskandidat ins Mikrophon schrie: &raquo;Wir werden die Kubaner aus Brasilien hinauswerfen!&laquo; Dasselbe Publikum hatte zuvor Attacken gegen Gewerkschaften und die Ank&uuml;ndigungen beklatscht, die Steuern f&uuml;r Reiche zu senken, aus der &raquo;kommunistischen UNO&laquo; auszutreten, die Rechte der indigenen Ureinwohner zu beschneiden und den Amazonaswald zur Ausbeutung freizugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/341558.brasilien-kuba-die-gesundheit-der-reichen.html\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Is your phone tainted by the misery of the 35,000 children in Congo&rsquo;s mines?<\/strong><br>\nMy field research shows that children as young as six are among those risking their lives amid toxic dust to mine cobalt for the world&rsquo;s big electronics firms<br>\nUntil recently, I knew cobalt only as a colour. Falling somewhere between the ocean and the sky, cobalt blue has been prized by artists from the Ming dynasty in China to the masters of French Impressionism. But there is another kind of cobalt, an industrial form that is not cherished for its complexion on a palette, but for its ubiquity across modern life.<br>\nThis cobalt is found in every lithium-ion rechargeable battery on the planet &ndash; from smartphones to tablets to laptops to electric vehicles. It is also used to fashion superalloys to manufacture jet engines, gas turbines and magnetic steel. You cannot send an email, check social media, drive an electric car or fly home for the holidays without using this cobalt. As I learned on a recent research trip to the Democratic Republic of the Congo, this cobalt is not awash in cerulean hues. Instead, it is smeared in misery and blood.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/global-development\/2018\/oct\/12\/phone-misery-children-congo-cobalt-mines-drc\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Breitscheidplatz: Polizei &uuml;bersah Bild mit Waffe auf Anis Amris Handy<\/strong><br>\nDie Berliner Polizei hat vor dem Anschlag ein Telefon des Terroristen Anis Amri ausgewertet. Doch wie schon in NRW bemerkten Ermittler ein Detail nicht.<br>\nDas Berliner Landeskriminalamt hat nach eigenen Angaben ein beschlagnahmtes Handy des sp&auml;teren Attent&auml;ters Anis Amri mehrere Monate vor dem Anschlag am Breitscheidplatz gr&uuml;ndlich untersucht. Trotzdem &uuml;bersahen der zust&auml;ndige Ermittler wie auch Beamte in Nordrhein-Westfalen ein Foto von Amri mit einer Schusswaffe. Das sagte der damalige Leiter des zust&auml;ndigen Kommissariats vor dem Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses aus.<br>\nDas Bundeskriminalamt schlie&szlig;t laut einem Bericht des rbb nicht aus, dass diese Waffe die sp&auml;tere Tatwaffe war, mit der Amri den Fahrer des LKW erschoss, mit dem er dann den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt ver&uuml;bte.<br>\nDer Ermittler sagte vor dem Untersuchungsausschuss, er habe sich &ldquo;sehr intensiv&rdquo; mit den Daten befasst. &ldquo;Ich habe jedes Bild mit einer bestimmten Gr&ouml;&szlig;e mir angeschaut.&rdquo; Im Nachhinein habe er erfahren, dass auf dem Handy auch ein sehr kleines Bild gespeichert war, das Amri mit einer Schusswaffe zeigt. &ldquo;Demnach kann ich nicht sagen, dass ich alles gesichtet habe&rdquo;, sagte der Mann, der in der Zeit bis kurz vor dem Anschlag 2016 Leiter des f&uuml;r Amri zust&auml;ndigen Kommissariats war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2018-10\/breitscheidplatz-berlin-anis-amri-terroranschlag-polizei-waffe-daten\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Tricks und Halbwahrheiten&ldquo;<\/strong><br>\nIm Untersuchungsausschuss zum Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz sorgt eine Personalie f&uuml;r Emp&ouml;rung: Die &bdquo;Aufpasserin&ldquo; der Regierung war beim Verfassungsschutz mit Amris Kontaktleuten befasst. Die Abgeordneten sehen das Vertrauen zerst&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article181925974\/Amri-Untersuchungsausschuss-Tricks-und-Halbwahrheiten.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Wenn der Verfassungsschutz einen Untersuchungsausschuss &ldquo;unterwandert&rdquo;<\/strong><br>\nAbgeordnete im Bundestag haben es mit immer gr&ouml;&szlig;erem Widerstand der Sicherheitsbeh&ouml;rden zu tun. Weiterer Spitzel im Umfeld des mutma&szlig;lichen Attent&auml;ters?<br>\n12 Tote und Dutzende zum Teil Schwerverletzte sind das Resultat des Anschlages auf den Weihnachtsmarkt in Berlin im Dezember 2016. Man muss daran erinnern angesichts der befremdlichen Auseinandersetzungen in und um die Untersuchungsaussch&uuml;sse der Parlamente, hinter denen zu verschwinden droht, worum es eigentlich geht. Hauptfiguren sind im Bundestagsausschuss seit einigen Wochen bezeichnenderweise Beamte des Verfassungsschutzes.<br>\nGleichzeitig gab es im U-Ausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin Hinweise auf einen weiteren Informanten einer Sicherheitsbeh&ouml;rde im Umfeld von Anis Amri. Damit h&auml;tte sich die Zahl identifizierter V-Leute mittlerweile auf sechs erh&ouml;ht. Hinter dem angeblichen &ldquo;Einzelt&auml;ter&rdquo; vom Breitscheidplatz wird in Umrissen ein gr&ouml;&szlig;eres Szenario sichtbar.<br>\nEine dieser amtlichen Hauptfiguren im Amri-Ausschuss des Bundestages ist Eva Maria H. Mit Beginn der Sitzungen im M&auml;rz 2018 sa&szlig; die Oberregierungsr&auml;tin als Vertreterin des Bundesinnenministeriums (BMI) in der Runde. Neben den Abgeordneten haben auch Vertreter der Bundesregierung, der Sicherheitsbeh&ouml;rden und der L&auml;nder dort einen festen Platz. Und zwar auch in nicht-&ouml;ffentlichen und internen Sitzungen des Parlamentsgremiums. Hinterfragt wird diese Praxis bisher nicht. Ein festgeschriebenes Recht der Exekutivorgane ist sie aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Amri-Wenn-der-Verfassungsschutz-einen-Untersuchungsausschuss-unterwandert-4190503.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rechnungshof r&uuml;gt Scheuer ungew&ouml;hnlich scharf<\/strong><br>\nVerkehrsminister Scheuer will ein Autobahn-Teilst&uuml;ck in Hessen privatisieren. Doch der Bundesrechnungshof ist entsetzt &uuml;ber die l&uuml;cken- und mangelhafte Kalkulation und erteilt Scheuer eine unmissverst&auml;ndliche R&uuml;ge.<br>\nNeuer &Auml;rger f&uuml;r Andreas Scheuer (CSU): In ungew&ouml;hnlich drastischen Worten r&uuml;gt der Bundesrechnungshof die milliardenschweren Pl&auml;ne des Bundesverkehrsministers, ein Autobahn-Teilst&uuml;ck in Hessen zu privatisieren &ndash; und zugleich mit Steuergeld zu f&ouml;rdern.<br>\nDas Ministerium k&ouml;nne nicht nachweisen, dass die von Scheuer f&uuml;r 2020 angestrebte &bdquo;&ouml;ffentlich-private Partnerschaft&ldquo; (&Ouml;PP) f&uuml;r den Anschluss der A 49 an die A 5 billiger sei als ein Bau in staatlicher Hand, erkl&auml;rt der Rechnungshof dem Haushaltsausschuss des Bundestages in einem 15-seitigem Bericht. Vielmehr weise die Kalkulation des Ministeriums dazu absichtliche L&uuml;cken und M&auml;ngel auf. Dass der Bau in &Ouml;PP sch&ouml;ngerechnet werden muss, legt nahe, dass er eben nicht g&uuml;nstiger ist. Zudem erf&uuml;llt die Ministeriumsrechnung laut dem Schreiben von Anfang Oktober nicht die Bedingungen, unter denen der Bundestag das Staatsgeld in H&ouml;he von 1,1 Milliarden Euro f&uuml;r das Bauprojekt bewilligt hat. &bdquo;Der Bundesrechnungshof&ldquo;, schreiben deshalb die sonst sehr diplomatischen Finanzpr&uuml;fer der weisungsfreien Beh&ouml;rde, &bdquo;sieht im Vorgehen des BMVI eine grobe Missachtung des Parlaments.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/a49-bei-neuental-rechnungshof-ruegt-scheuer-ungewoehnlich-scharf-a-1600673\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die &ldquo;Verwolfung&rdquo; Deutschlands<\/strong><br>\nDurch Berlins Stra&szlig;en fahren mehrere Fahrzeuge in der Aufmachung der ber&uuml;chtigten t&uuml;rkischen Spezialeinheiten &ldquo;&Ouml;zel Harekat&rdquo;. In Hamburg posiert eine Bodygard -Truppe auf dem Rollfeld bei der Pr&auml;sidentenmaschine Erdogans zum G 20 Gipfel. In K&ouml;ln wird bei Erdogans Er&ouml;ffnung der Ditib-Moschee der Wolfsgru&szlig; gezeigt.<br>\nLangsam erwachen die deutschen Medien aus ihrem Dornr&ouml;schenschlaf und richten ihre Aufmerksamkeit auf die t&uuml;rkischen nationalistischen Netzwerke in Deutschland. Lange wurde auch von den Sicherheitsbeh&ouml;rden weggeschaut, wenn es um die Grauen W&ouml;lfe und deren in der T&uuml;rkei mit Erdogans AK-Parti regierende rechtsextreme MHP ging.<br>\nIn Deutschland hat sich ein gef&auml;hrliches Netzwerk von t&uuml;rkischen Faschisten, Islamisten und nationalistischen Erdogan-Anh&auml;ngern herausgebildet, die den deutschen Rechtsextremen in nichts nachstehen.<br>\nMehrere Fahrzeuge mit dem Emblem der ber&uuml;chtigten Anti-Terror-Einheit &ldquo;&Ouml;zel Harekat&rdquo; wurden letzte Woche in Berlin gesehen. Sie fuhren durch die Stra&szlig;en von Neuk&ouml;lln, Kreuzberg und Berlin-Mitte. In Bezirken also, wo die t&uuml;rkische und kurdische Opposition in der t&uuml;rkeist&auml;mmigen Community stark ist. Die Berliner Zeitung berichtete, die teuren Autos, darunter ein 7er-BMW, h&auml;tten allesamt Berliner Kennzeichen gehabt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Verwolfung-Deutschlands-4190758.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Sturm zieht auf<\/strong><br>\nSPD-Generalsekret&auml;r Lars Klingbeil hatte vor ein paar Tagen angek&uuml;ndigt, dass man nicht wie sonst zusammenstehen werde, mit einem Gl&auml;schen in der Hand, um gemeinsam darauf zu warten, wie weit die Balken in den Diagrammen im Fernsehen wachsen &ndash; oder eben auch nicht. Aber ganz wegtauchen kann die Parteispitze nat&uuml;rlich nicht. SPD-Chefin Andrea Nahles hat ein Statement angek&uuml;ndigt. Das ist die n&uuml;chterne und kontrollierbare Form, mit dem miesen Ergebnis umzugehen: unter zehn Prozent. In Bayern nur noch f&uuml;nftst&auml;rkste Kraft. Dass es so schlimm kommt? Die Genossen in Bayern und die in Berlin hatten es anders erhofft. Nahles legt am Sonntagabend einen Kurzauftritt hin, nur wenige Minuten. Dies sei ein &ldquo;sehr schlechtes Ergebnis f&uuml;r die SPD&rdquo;, sie habe die W&auml;hler nicht &uuml;berzeugen k&ouml;nnen. Sie habe sich an der Regierung auch nicht von den andauernden Richtungsstreitigkeiten zwischen CDU und CSU freimachen k&ouml;nnen.<br>\nUnd nun? Will sie analysieren &ndash; &ldquo;auf allen Ebenen&rdquo;. Was das Zusammenspiel von Bundespartei und Landesverband angeht, war von Anfang an der Wurm drin. Als Nahles im April an die Spitze der SPD gew&auml;hlt wurde, hatte sie die Kampagne der Bayern geerbt. Die war eng auf die Spitzenkandidatin Natascha Kohnen zugeschnitten und &ndash; aus dieser Perspektive betrachtet &ndash; wohl auch stimmig. Kohnen hat sich nicht verbiegen lassen. Sie war flei&szlig;ig im Wahlkampf unterwegs. Ihre Wahlkampfauftritte hatten aber immer auch die Anmutung des Exklusiven: &ldquo;Kohnen Plus&rdquo; hie&szlig; ihr Lieblingsformat, Auftritte auf kleinen B&uuml;hnen, Gespr&auml;che mit interessanten G&auml;sten. Ein paar Gedanken austauschen statt Krawall schlagen. Aber damit hat sich die Partei in Bayern auch selbst noch viel kleiner gemacht, als sie ohnehin schon ist.<br>\nNahles haderte mit diesem Kurs. Sie h&auml;tte Kohnen auch lieber in st&auml;rkerer Abgrenzung zu den Gr&uuml;nen gesehen, die im Wahlkampf zudem viel agiler wirkten. Umgekehrt h&auml;tte Kohnen sich gew&uuml;nscht, dass die Bundespartei ihr nicht den ohnehin schon schwierigen Wahlkampf verhagelt. Aber so kam es bekanntlich. In der Anh&auml;ngerschaft wird die gro&szlig;e Koalition als Wurzel allen &Uuml;bels ausgemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-nach-der-landtagswahl-ein-sturm-zieht-auf-1.4167244\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Toll, man will das bayerische Wahlergebnis und die Konsequenzen &ldquo;auf allen Ebenen&ldquo; analysieren. Wurde das nicht nach jeder krachenden Wahlniederlage der vergangenen Jahre versprochen? Was ist dabei herausgekommen? Richtig, gar nichts. Die SPD macht einfach weiter bis sie dort ankommt, wo der bayerische Landesverband bereits angekommen ist, in der politischen Bedeutungslosigkeit.<\/em><\/p>\n<p><em>Nach wie vor will man nicht eingestehen, dass die Agenda 2010 und die damit verbundene &Uuml;bernahme der neoliberalen Ideologie, der Anfang vom Ende war. Kein SPD-Spitzenpolitiker hat es bisher fertiggebracht, sich klar von der Agenda 2010 zu distanzieren. Im Gegenteil &ndash; diese wird weiter als sozialdemokratische Gro&szlig;tat betrachtet. Konsequent beruft man auch weiter lupenreine Neoliberale in Spitzenpositionen, wie Olaf Scholz, der die Austerit&auml;tspolitik eines Wolfgang Sch&auml;uble einfach weiterf&uuml;hrt oder einen Hubertus Heil, der die Arbeitgeberpropaganda eines &ldquo;Fachkr&auml;ftemangels&rdquo; unreflektiert nachplappert und sich w&uuml;nscht, dass  die deutsche Wirtschaft, dass Einwanderungsgesetz dann auch wirklich aktiv nutzt; oder Personen wie Andrea Nahles, die als Bundesministerin f&uuml;r Arbeit und Soziales in der vergangenen Gro&szlig;en Koalition die Hartz-IV-Sanktionen weiter versch&auml;rfen lies.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Helnwein warnt vor &ldquo;Nazi&rdquo;-Keule und bewundert Wagenknecht<\/strong><br>\nEr lebt in Irland und den USA, seine Heimat &Ouml;sterreich liebt er. Der Maler Gottfried Helnwein will auch mit 70 mit gesellschaftskritischen Motiven aufr&uuml;tteln. Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr sieht er nicht in Donald Trump, sondern in der &ldquo;politischen Korrektheit&rdquo;.<br>\nWie beurteilen Sie das politische und gesellschaftliche Klima?<br>\nDie aus Amerika kommende sogenannte &ldquo;political correctness&rdquo; ist eine Katastrophe. Sie ist das Ende der freien Rede. Wenn man mit einem einzigen Tweet seine Karriere zerst&ouml;ren kann, wird niemand mehr wagen, offen zu kommunizieren. Die Liste der Worte, die mittlerweile auf dem Index stehen, wird immer l&auml;nger. In den USA werden immer mehr Werke der Weltliteratur, unter ihnen Mark Twains Meisterwerk &ldquo;Huckleberry Finn&rdquo;, aus Schulen und Bibliotheken entfernt, weil den PC-Inquisitoren bestimmte Worte missfallen. Comedians wie Seinfeld und John Cleese weigern sich mittlerweile, in Colleges aufzutreten, weil sie sich nicht dem PC-Terror der Studenten aussetzen wollen.<br>\nDie sozialen Medien als Problem?<br>\nDie Allmacht der Social Media ist erschreckend. Jeder beliebige Lynchmob im Internet kann mit einem entsprechenden Shitstorm jede Person, die ihm nicht passt, vernichten. Ich halte es auch f&uuml;r einen schweren Fehler, gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung pauschal als &ldquo;Nazis&rdquo;, &ldquo;Pack&rdquo; oder &ldquo;Abschaum&rdquo; zu bezeichnen, nur weil es uns nicht passt, was sie w&auml;hlen. Ich glaube nicht, dass es immer mehr Rassisten und Nazis bei uns gibt, sondern dass mehr und mehr Menschen Angst haben und ihr Vertrauen in die etablierten Parteien verlieren.<br>\nDie Dauerkrise um die Zuwanderung gilt als ein Grund f&uuml;r die Angst. Aus Ihrer Sicht berechtigt?<br>\nWir reden immer nur &uuml;ber den zweiten Teil dieses Problems: Die Fl&uuml;chtlinge oder Migranten, die bei uns ankommen. Der erste Teil dieses Problems &ndash; die Ursachen dieser modernen V&ouml;lkerwanderung &ndash; werden komplett ausgeblendet. Die jahrzehntelangen Vernichtungsfeldz&uuml;ge und Pl&uuml;nderungen der sogenannten Dritten Welt durch die sogenannte Erste Welt, vor allem durch das anglo-amerikanische Empire und seine Verb&uuml;ndeten, haben gro&szlig;e Teile des Nahen Ostens und Afrikas praktisch unbewohnbar gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.monopol-magazin.de\/sahra-wagenknecht-ist-sicher-die-intelligenteste-politikerin-deutschlands\">Monopol<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jenseits vom Schwelen<\/strong><br>\nBernd Riexingers Buch &uuml;ber Klassenpolitik kommt mit vielsagenden L&uuml;cken daher<br>\nSchwer, nicht gleich mit Kapitel f&uuml;nf zu beginnen. Denn das verhei&szlig;t Kabale, Gossip, Popcornstimmung. Solidarit&auml;t ohne Grenzen: Klasse &ndash; Migration &ndash; Identit&auml;t(en). Eigentlich will Bernd Riexinger in seinem Buch eine Neue Klassenpolitik entwerfen. Wenn er aber schon im Inhaltsverzeichnis ein Reizwort ans n&auml;chste reiht, kann es ihm tats&auml;chlich nur um den vermeintlichen Streit zwischen Identit&auml;tspolitik und sozialer Frage in der Linkspartei gehen. [&hellip;]<br>\nWer die Lekt&uuml;re des Buches doch vorne beginnt, kommt w&auml;hrend der ersten vier Kapitel aus dem Staunen kaum heraus: Aufruf zum Klassenkampf, Marx-Zitate, Lob des Rheinischen Kapitalismus, Kritik an Mietenexplosion, Wettbewerbsprinzip im Bildungs- und Gesundheitssektor, Prekarisierung der Arbeitswelt. Es klingt wie abgeschrieben aus den Bestsellern einer gewissen Sahra Wagenknecht. Wer sich nicht auskennt, fragt sich da zwangsl&auml;ufig: Wieso um alles in der Welt wirkt diese Partei so zerstritten wie keine andere?<br>\nEine Antwort gibt das Popcornkapitel. Riexingers Abneigung gegen die Lieblingsfeindin der Parteif&uuml;hrung ist so gro&szlig;, dass er hier (wie im ganzen Buch) kein einziges Mal Wagenknechts Namen nennt. Pappkamerad ist Bernd Stegemann, den die Medien zum Vordenker der Sammlungsbewegung Aufstehen ernannt haben. Der, so Riexinger, wolle die Arbeitsmigration begrenzen und diffamiere &bdquo;Vertreter*innen der ,offenen Grenzen&lsquo;&ldquo; als naiv. Au&szlig;erdem behaupte er, die Linke habe &bdquo;die Arbeiterklasse&ldquo; vernachl&auml;ssigt, und sich dem postmodernen Linksliberalismus zugewandt. [&hellip;]<br>\nAuf der anderen Seite zeigt das Buch aufschlussreiche L&uuml;cken: kein Wort &uuml;ber die in der Partei schwelenden Debatten um ein linkes Einwanderungsgesetz oder ein bedingungsloses Grundeinkommen. Geh&ouml;ren diese Themen etwa nicht zu einer Neuen Klassenpolitik? Bei beidem vertritt Riexinger bislang eine andere Haltung als Kipping. Sp&auml;testens hier dr&auml;ngt sich der Verdacht auf, dass Riexinger den Machtkampf in seiner Partei schriftlich fortsetzt. Er will Wagenknechts Einfluss zur&uuml;ckdr&auml;ngen und m&ouml;chte darum Kipping nicht angreifen. Als Parteivorsitzender ist das nat&uuml;rlich sein gutes Recht. Als Leser f&uuml;hlt man sich verschaukelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/jenseits-vom-schwelen\">Christian Baron im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eine andere Welt ist m&ouml;glich &ndash; aber als Drohung<\/strong><br>\nEs gibt heute eine globalisierte Klasse der Informationsarbeiter, der die meisten von uns angeh&ouml;ren und die viel homogener und m&auml;chtiger ist, als sie denkt. Es sind gut gebildete, tendenziell eher junge Menschen, die sich kulturell zunehmend global orientieren, die die &ldquo;New York Times&rdquo; lesen statt die Tagesschau zu sehen, die viele ausl&auml;ndische Freunde und viele Freunde im Ausland haben, die viel reisen, aber nicht unbedingt, um in den Urlaub zu fahren. Es ist eine Klasse, die fast ausschlie&szlig;lich in Gro&szlig;st&auml;dten lebt, die so fl&uuml;ssig Englisch spricht wie ihre Muttersprache, f&uuml;r die Europa kein abstraktes Etwas ist, sondern eine gelebte Realit&auml;t, wenn sie zum Jobwechsel von Madrid nach Stockholm zieht.<br>\nEuropa und Nordamerika m&ouml;gen Schwerpunkte sein, doch die Klasse ist tats&auml;chlich global. Eine wachsende Gruppe global orientierter Menschen gibt es in jedem Land dieser Erde, und sie ist gut vernetzt. Diese neue globalisierte Klasse sitzt in den Medien, in den StartUps und NGOs, in den Parteien, und weil sie die Informationen kontrolliert (&bdquo;liberal media&ldquo;, &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;), gibt sie &uuml;berall kulturell und politisch den Takt vor. Das hei&szlig;t nicht, dass sie politisch homogen im eigentlichen Sinne ist &ndash; zumindest empfindet sie sich nicht so &ndash; sie ist zum Beispiel in Deutschland fast im gesamten Parteienspektrum zu finden, in der CDU, SPD, LINKE, GR&Uuml;NE, FDP. Diese Klasse entspringt dem B&uuml;rgertum, aber hat sich von ihm emanzipiert. (&hellip;)<br>\nDie globale Klasse hat zwar sehr reiche Individuen hervorgebracht, vor allem im Silicon Valley, aber interessanter Weise nutzen sie diesen Reichtum vor allem wieder, um es in diskursives Kapital zur&uuml;ckzuverwandeln; in andere StartUps oder in ambitionierte Weltrettungsprogramme. Denn insgeheim wei&szlig; sie l&auml;ngst, was die eigentliche Quelle ihrer Macht ist: Sie kontrolliert den Diskurs, sie kontrolliert die Moral.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/die-globale-klasse-eine-andere-welt-ist-moeglich-aber-als-drohung\/14737914.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Artikel greift einige interessante Aspekte der aktuellen Entwicklung, einer sich nicht alleine materiell, sondern auch kulturell immer mehr polarisierenden Gesellschaft, auf. Er bemerkt richtig, dass, die hier so genannte globale Klasse die &ouml;ffentlichen Diskurse zu dominiert, und dass deren Angeh&ouml;rige sich vornehmlich aus der oberen Mittelschicht rekrutieren, wobei man hier wieder bei der Klassenfrage landet und konstatieren kann, dass Bewegungen wie #Unteilbar Ausdruck der kulturellen Hegemonie dieser  globale Klasse, oder wie es der Beitrag sch&ouml;n formuliert, einer &bdquo;kulturelle Gentrifizierung&rdquo; sind und das schlichte Gegenteil dessen was sie propagieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kritik der Migration<\/strong><br>\nIst Migration grunds&auml;tzlich zu bejahen? Oder ist sie nicht vielmehr ein wichtiger Bestandteil von Ausbeutungsstrukturen? Die N&auml;herin in einer bengalischen Bekleidungsfabrik erf&uuml;llt jedenfalls vergleichbare Funktionen im weltweiten Konkurrenzkampf wie der aus Asien nach Europa gekommene Migrant. Beide sind gezwungen, ihre Arbeitskraft extrem billig auf den Markt zu werfen. Doch w&auml;hrend sich die &Ouml;ffentlichkeit dar&uuml;ber einig ist, Weltmarktfabriken in Billiglohnl&auml;ndern zu kritisieren, umgibt den Import billiger ArbeiterInnen in die Zentren der Weltwirtschaft ein Mythos von Mobilit&auml;t, die als fortschrittlich gilt. Das sozial, regional und kulturell zerst&ouml;rerische Potenzial der Migration in den Herkunfts- und Ziell&auml;ndern ger&auml;t damit aus dem Blickfeld.<br>\nHannes Hofbauer gibt einen historischen &Uuml;berblick &uuml;ber die gro&szlig;en Wanderungsbewegungen und ruft die Ursachen daf&uuml;r in Erinnerung, die von Umweltkatastrophen &uuml;ber Kriege bis zu Krisen reichen, von denen die allermeisten menschlichen Eingriffen geschuldet sind. So zeichnen allein von westlichen Allianzen gef&uuml;hrte Kriege f&uuml;r Millionen entwurzelte Menschen verantwortlich, die ebenso ihrer Lebensgrundlagen beraubt sind wie jene, die von ihrem Land vertrieben werden. Diesen Verwerfungen ist es geschuldet, dass ganze Generationen junger Menschen im globalen S&uuml;den, aber auch im Osten Europas ihre pers&ouml;nliche Zukunft in der Emigration sehen.<br>\nMit der Massenmigration aus der Peripherie werden die Folgen der weltweiten Ungleichheit nun auch in den europ&auml;ischen Zentralr&auml;umen &ndash; negativ &ndash; sp&uuml;rbar. Deregulierungen am Arbeits- und Wohnungsmarkt erreichen neue Dimensionen. Eine politische Antwort darauf scheint nur die Rechte zu haben, indem sie statt einer notwendigen Kritik an der Migration die Migranten zu S&uuml;ndenb&ouml;cken macht.<br>\nDie Linke hingegen str&auml;ubt sich, den strukturell zerst&ouml;rerischen Charakter von Wanderungsbewegungen zu erkennen. Eine Kritik am Wesen der Migration und ihren Triebkr&auml;ften sowie eine klare Benennung ihrer Opfer und Profiteure ist &uuml;berf&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mediashop.at\/buecher\/kritik-der-migration-2\/\">Promedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>20 Jahre Hofgarten Aschaffenburg<\/strong><br>\nDie Geschichte begann vor genau zwanzig Jahren. 1998 er&ouml;ffnete Urban Priol das Hofgarten-Kabarett. Es gab gro&szlig;e Anfangsschwierigkeiten und die Akzeptanz, zumindest in der Kommunalpolitik, war nicht sehr gro&szlig;.<br>\nDoch Urban Priol, der so verr&uuml;ckt war, sein eigenes Geld in ein denkmalgesch&uuml;tztes Haus zu stecken, um dort eine Kabarettb&uuml;hne zu etablieren, lie&szlig; sich nicht beirren und zog dieses Projekt mit viel Enthusiasmus durch.<br>\nHeute geh&ouml;rt der Hofgarten, genau wie sein Gr&uuml;nder Urban Priol, zur ersten Liga im deutschen Kabarett. Man geht gern in den Hofgarten. Und weil das ein Grund zum Feiern ist, trafen sich Urban Priol und seine G&auml;ste am 16. September 2018 zu einem spontanen Kabarettfest &ndash; ganz ohne die &uuml;blichen Reden, Festschriften oder Gru&szlig;worte. Keine Lobhudelei, daf&uuml;r Kabarett satt!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/programmkalender\/ausstrahlung-1537818.html\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Absolut H&ouml;renswert. Urban Priol und Georg Schramm in H&ouml;chstform.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-46554","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46554","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46554"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46554\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46557,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46554\/revisions\/46557"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46554"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46554"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46554"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}