{"id":46569,"date":"2018-10-17T08:20:22","date_gmt":"2018-10-17T06:20:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569"},"modified":"2018-10-17T08:20:22","modified_gmt":"2018-10-17T06:20:22","slug":"hinweise-des-tages-3227","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h01\">Jelzins Sturm auf das Wei&szlig;e Haus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h02\">Skripal und Saudi-Journalist: Selten wurden die Doppelstandards der Bundesregierung so deutlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h03\">Die gro&szlig;e Entzauberung &ndash; Die Legende von der liberalen US-Hegemonie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h04\">Konzepte f&uuml;r eine moderne Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h05\">Wie Krankenkassen beim Betrug in der Pflege zusehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h06\">Der gro&szlig;e Diebstahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h07\">Berlin muss sich wappnen gegen Investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h08\">&bdquo;Wir sind nur die Treuh&auml;nder k&uuml;nftiger Generationen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h09\">Ein neues Klima der Verantwortung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h10\">&bdquo;Der Kalte Krieg hat Afrika mehr geschadet als die Kolonialzeit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h11\">Punktabzug f&uuml;r Frauen, M&uuml;tter und &uuml;ber 50-J&auml;hrige:<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h12\">Medienskandal im Verteidigungsministerium. Ministerin von der Leyen zur Aufkl&auml;rung verpflichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h13\">&ldquo;Tod den Moskauern!&rdquo; 15.000 Radikale marschieren zu Ehren des Hitler-Kollaborateurs Bandera in Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h14\">Daphne Caruana Galizia &ndash; Geldw&auml;sche und Straflosigkeit wirksam bek&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h15\">Reif f&uuml;r die Insel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46569#h16\">Wie Google zum Medien-M&auml;zen wurde<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jelzins Sturm auf das Wei&szlig;e Haus<\/strong><br>\nVor 25 Jahre starben hunderte Menschen in den Stra&szlig;enk&auml;mpfen Moskaus und dem Beschuss des russischen Parlaments. Das National Security Archiv ver&ouml;ffentlicht hierzu Dokumente der US-Regierung<br>\nDie Verfassungskrise von 1993, die zu Stra&szlig;enschlachten in Moskau und dem Befehl des Pr&auml;sidenten Boris Jelzin f&uuml;hrte, Panzer auf das Parlament des russischen Staates schie&szlig;en zu lassen, ist ein Ereignis, das im Westen erstaunlich wenig bekannt ist, w&auml;hrend es in Russland eine gravierende Z&auml;sur in der eigenen Geschichte bildet. Die offiziellen Opferzahlen belaufen sich auf 187 Tote sowie 437 Verletzte. Inoffizielle Angaben liegen deutlich h&ouml;her. Das National Security Archiv der George Washington Universit&auml;t (Washington) hat nun eine Reihe von Dokumenten der US-Regierung ver&ouml;ffentlicht, die ein sch&auml;rferes Licht auf die Rolle der USA in der gr&ouml;&szlig;ten Staatskrise Russlands seit dem Zerfall der Sowjetunion werfen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Jelzins-Sturm-auf-das-Weisse-Haus-4189856.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Eine sehr gute und faktenreiche Schilderung der damaligen Ereignisse. Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Skripal und Saudi-Journalist: Selten wurden die Doppelstandards der Bundesregierung so deutlich<\/strong><br>\nLegt man die Reaktion der Bundesregierung auf das mutma&szlig;liche Skripal-Attentat als Messlatte an, dann m&uuml;sste es jetzt Sanktionen gegen Saudi-Arabien hageln. Doch diesmal betonte der Regierungssprecher: &ldquo;Wir k&ouml;nnen doch nicht Ermittlungsergebnissen vorgreifen.&rdquo;<br>\nAls am 4. M&auml;rz 2018 der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal zusammen mit seiner Tochter Julia bewusstlos in der englischen Stadt Salisbury aufgefunden wurde, dauerte es nicht lange, bis die britische Regierung behauptete, die Skripals seien einem Attentat mittels des Nervengiftes Nowitschok &ldquo;aus russischer Produktion&rdquo; zum Opfer gefallen.<br>\nAuf Grundlage der britischen Behauptungen wurden in weiterer Folge Dutzende russische Diplomaten aus EU-L&auml;ndern ausgewiesen. Auch die Bundesregierung wies &ldquo;als Signal der Solidarit&auml;t&rdquo; vier russische Diplomaten aus, bevor die britischen Strafermittler &uuml;berhaupt mit ihren Ermittlungen begonnen hatten. Bis heute verweist die Bundesregierung, ohne weitere Belege anzuf&uuml;hren, auf die &ldquo;hohe Plausibilit&auml;t&rdquo; der Schuld Russlands.<br>\nGanz anders stellt sich die Reaktion der Bundesregierung im Fall des mutma&szlig;lich im saudischen Konsulat von Istanbul ermordeten Exil-Journalisten Dschamal Chaschukdschi dar&hellip;<br>\n(&hellip;) Begr&uuml;ndet wird die Zur&uuml;ckhaltung von Regierungssprecher Seibert mit dem Verweis darauf, man wolle &ldquo;m&ouml;glichen Ermittlungsergebnissen&rdquo; nicht vorgreifen. Die Frage von RT Deutsch, wieso die Bundesregierung jetzt im Fall des saudischen Journalisten die Ermittlungsergebnisse abwarten will, aber in der Causa Skripal nicht gez&ouml;gert hatte, Diplomaten auszuweisen, ohne dass dazu bereits Ermittlungsergebnisse vorlagen, beantwortete der Regierungssprecher auf seine ganz eigene Weise..<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/77677-skripal-und-saudi-journalist-doppelstandard-bundesregierung\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>Dazu: For Khashoggi, a Tangled Mix of Royal Service and Islamist Sympathies<\/strong><br>\nJamal Khashoggi landed in Washington last fall, leaving behind a long list of bad news back home.<br>\nAfter a successful career as an adviser to and unofficial spokesman for the royal family of Saudi Arabia, he had been barred from writing in the kingdom, even on Twitter, by the new crown prince. His column in a Saudi-owned Arab newspaper was canceled. His marriage was collapsing. His relatives had been forbidden to travel to pressure him to stop criticizing the kingdom&rsquo;s rulers.<br>\nThen, after he arrived in the United States, a wave of arrests put a number of his Saudi friends behind bars, and he made his difficult decision: It was too dangerous to return home anytime soon &mdash; and maybe forever.<br>\nSo in the United States, he reinvented himself as a critic, contributing columns to The Washington Post and believing he had found safety in the West.<br>\nBut as it turned out, the West&rsquo;s protection extended only so far.<br>\nMr. Khashoggi was last seen on Oct. 2 entering the Saudi Consulate in Istanbul, where he needed to pick up a document for his wedding. There, Turkish officials say, a team of Saudi agents killed and dismembered him&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2018\/10\/14\/world\/middleeast\/jamal-khashoggi-saudi-arabia.html?action=click&amp;contentCollection=world&amp;contentPlacement=10&amp;module=stream_unit&amp;pgtype=sectionfront&amp;region=stream&amp;rref=collection%2Fsectioncollection%2Fworld&amp;version=latest\">The New York Times<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Wer ist (oder war?) Kashoggi? Lesenswerter Artikel der NY Times &uuml;ber die Person Kashoggi und seinen Werdegang, seine Beziehungen zum saudischen K&ouml;nigshaus und zu Osama Bin Laden&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e Entzauberung &ndash; Die Legende von der liberalen US-Hegemonie<\/strong><br>\nUnsere gespaltene Elite kam j&uuml;ngst in Washington zusammen, um den verstorbenen republikanischen Senator John McCain zu w&uuml;rdigen. Bei dieser Gedenkveranstaltung bekundete sie lager&uuml;bergreifend ihre Besorgnis &uuml;ber den Zustand unserer Demokratie. Besser sp&auml;t als nie, m&ouml;chte man ihr zurufen: Denn diese Elite hat &uuml;ber Jahrzehnte einem zunehmend absurden moralischen Imperialismus gefr&ouml;nt. Jetzt ist es tats&auml;chlich an der Zeit, dass sie ihre Position &uuml;berdenkt.<br>\nDas betrifft auch eine verbreitete Illusion: Hier und im Ausland belehrt man uns, Pr&auml;sident Donald Trump w&uuml;rde die &bdquo;liberale Weltordnung&ldquo; untergraben oder habe sie gar schon zerst&ouml;rt Aber welche &bdquo;liberale Weltordnung&ldquo; soll das sein? Als die Nato 1949 gegr&uuml;ndet wurde, umfasste sie auch Portugal und die T&uuml;rkei, die damals kaum als Musterdemokratien gelten durften. Spanien, diktatorisch regiert von General Franco, wurde wenig sp&auml;ter de facto ebenfalls ein Mitglied, als es 1959 eine milit&auml;rische Allianz mit den USA einging. Gro&szlig;britannien focht in den fr&uuml;hen 1950er Jahren einen bitteren Krieg im aussichtslosen Versuch, seine Kolonie in Kenia zu halten. Und Frankreich verteidigte vergeblich seinen Griff um Indochina und sp&auml;ter Algerien. Die USA ihrerseits konzentrierten sich damals nicht eben auf den Export der Demokratie, da sie viel zu sehr damit besch&auml;ftigt waren, weltweit gef&uuml;gige diktatorische Regime zu installieren.<br>\nZweifellos boten die Institutionen der westlichen L&auml;nder seinerzeit im Inland Freiheiten, die im sowjetischen Block unvorstellbar waren, aber dieser Vergleich ist billig. Schauen wir uns nur die j&uuml;ngste Vergangenheit an: Zu dieser Weltordnung geh&ouml;ren heute auch die saudi-arabische &Ouml;lmonarchie und China, die unentbehrliche Macht, &ndash; und keines dieser Regime ist vom Gedankengut liberaler Vordenker wie John Stuart Mill oder John Dewey gepr&auml;gt.<br>\nIn einigen osteurop&auml;ischen Mitgliedstaaten der EU wiederum ist die Demokratie j&uuml;ngst massiv unter Beschuss geraten. Aber auch dies ging dem Aufstieg Trumps voraus. Das wirft die gro&szlig;e Frage auf, ob die &Ouml;konomien der USA und Europas optimale Bedingungen f&uuml;r die Entwicklung einer liberalen Kultur bieten. Darauf geben die W&auml;hler der United Kingdom Independence Party, des franz&ouml;sischen Rassemblement National und der deutschen AfD, aber auch all jene, die in unserem Land zu Trumps Kundgebungen kommen, ziemlich deprimierende Antworten. Donald Trump ist demnach nicht die Ursache f&uuml;r die St&ouml;rung oder gar den Zerfall des Bestehenden, sondern dessen Konsequenz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2018\/oktober\/die-grosse-entzauberung\">Norman Birnbaum in den Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK und Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Konzepte f&uuml;r eine moderne Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\nEs besteht kein Zweifel daran, dass das gegenw&auml;rtige Wirtschaftssystem dramatisch versagt: Nicht nur, dass Millionen von Menschen weiterhin unter Arbeitslosigkeit, Armut und sozialer Ausgrenzung leiden, sondern es zerst&ouml;rt auch buchst&auml;blich den Planeten, von dem unser &Uuml;berleben abh&auml;ngt.<br>\nWenn wir von einer &bdquo;modernen Wirtschaftspolitik&ldquo; sprechen, sollten wir zun&auml;chst pr&auml;zisieren, was wir damit meinen. Ich w&uuml;rde argumentieren, dass eine &bdquo;moderne&ldquo; Wirtschaftspolitik in erster Linie eine &bdquo;effiziente&ldquo; sein sollte &ndash; wobei die Effizienz nicht an Wirtschaftswachstum, Produktivit&auml;t oder Gewinn, sondern an menschlichen und &ouml;kologischen Aspekten gemessen wird.<br>\nEin effizientes Wirtschaftssystem<br>\nIn diesem Sinne ist eine effiziente Wirtschaftspolitik aus progressiver Sicht eine, die die materiellen und psychologischen Bedingungen so vieler Menschen wie m&ouml;glich verbessert, die den Einzelnen in die Lage versetzt, sein Potenzial voll auszudr&uuml;cken und &ndash; angesichts der massiven &ouml;kologischen Herausforderungen &ndash; all dies mit dem weiteren &Uuml;berleben des biologischen Lebens auf dem Planeten vereinbar macht.<br>\nMit anderen Worten, eine effiziente Wirtschaftspolitik ist eine Politik, in der sich die Wirtschaft im Hinblick auf die F&ouml;rderung des Gemeinwohls und die Maximierung des Potenzials f&uuml;r alle B&uuml;rger im Rahmen der &ouml;kologischen Nachhaltigkeit artikuliert. Das hei&szlig;t, eine Wirtschaft, die uns und dem Planeten dient und nicht umgekehrt.<br>\nEs besteht kein Zweifel daran, dass das gegenw&auml;rtige Wirtschaftssystem in all diesen Aspekten dramatisch versagt: Nicht nur, dass Millionen von Menschen weiterhin unter Arbeitslosigkeit, Armut und sozialer Ausgrenzung leiden; schon das f&uuml;hrt zu einer kolossalen Verschwendung des menschlichen Potenzials, selbst in den reichsten L&auml;ndern der Welt &ndash; insbesondere in Europa. Sondern es zerst&ouml;rt auch buchst&auml;blich den Planeten, von dem unser &Uuml;berleben abh&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/10\/konzepte-fuer-eine-moderne-wirtschaftspolitik\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie Krankenkassen beim Betrug in der Pflege zusehen<\/strong><br>\nSystematisch nehmen Betr&uuml;ger das deutsche Pflegesystem aus &ndash; zulasten der Beitragszahler. Ein interner Bericht aus dem Gesundheitswesen zeigt nun, dass viele Krankenversicherungen die Abzocke einfach geschehen lassen.<br>\nDas Geld f&uuml;r Pflegebed&uuml;rftige wird knapp. Allein in diesem Jahr fehlten den Pflegekassen rund drei Milliarden Euro, warnt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) &ndash; und l&auml;sst die Pflegebeitr&auml;ge erh&ouml;hen. Dabei g&auml;be es andere M&ouml;glichkeiten: Bis zu zwei Drittel des Defizits lie&szlig;en sich vermeiden, sch&auml;tzen Kriminologen, wenn man entschieden gegen Betr&uuml;ger vorginge. Diese pl&uuml;ndern immer mehr Pflegegelder. Doch der Gro&szlig;teil der Krankenkassen versagt dabei, dem kriminellen Treiben Einhalt zu gebieten.<br>\nDie Methoden der Betr&uuml;ger: Pflegedienste rechnen Arbeit ab, obwohl Angeh&ouml;rige die Kranken versorgt haben. Sie schmuggeln angeblich erbrachte Leistungen in die Abrechnungen, geben ungelernte Pflegekr&auml;fte mit gef&auml;lschten Zeugnissen als qualifizierte Mitarbeiter aus, besch&auml;ftigen weniger Pflegepersonal als die Kasse ihnen bezahlt. Auch Banden der organisierten Kriminalit&auml;t greifen im Selbstbedienungssystem Pflege gerne zu.<br>\nNach SPIEGEL-Informationen haben die Krankenkassen deutschlandweit 2016 und 2017 zusammen 14 Millionen Euro an Sch&auml;den durch Abrechnungsbetrug in der ambulanten Pflege erfolgreich zur&uuml;ckgefordert &ndash; doppelt so viel wie in den zwei Jahren zuvor, und mehr als jemals. Doch verglichen mit dem wirklichen Schaden ist diese Summe l&auml;cherlich gering. Experten sch&auml;tzen, dass durch Betrug allein in der ambulanten Pflege rund zwei Milliarden Euro j&auml;hrlich verloren gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/wie-krankenkassen-beim-betrug-in-der-pflege-zusehen-a-1232905.html\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der gro&szlig;e Diebstahl<\/strong><br>\n(&hellip;) Es ist zutreffend, dass die Treuhandanstalt, wie die Staatssekret&auml;rin in ihrer Antwort formulierte, &raquo;von der Regierung Modrow gegr&uuml;ndet&laquo; wurde. Aufgabe der Anstalt sollten der Schutz und die Bewahrung des Volkseigentums sein. Doch nach den &raquo;ersten freien Wahlen&laquo; und der Bildung der von der CDU gef&uuml;hrten &Uuml;bergabe-Regierung unter Lothar de Maizi&egrave;re wurde die Treuhandanstalt in ihr Gegenteil verkehrt. Und das ging v&ouml;llig demokratisch vonstatten. Kurz nach seiner Wahl zum DDR-Regierungschef traf sich de Maizi&egrave;re mit Vertretern westdeutscher Banken. Diese redeten mit ihm Tacheles. Eine Kreditgew&auml;hrung machten sie von der eindeutigen Ausrichtung der Treuhandanstalt auf eine Privatisierung der Staatsbetriebe, einschlie&szlig;lich Grund und Boden, abh&auml;ngig. Eine Woche sp&auml;ter forderten die Gro&szlig;banken auf einem weiteren Treffen mit dem DDR-Regierungschef ein entsprechendes Volkskammergesetz. Nach intensiven Beratungen in Bonn und Berlin wurde es am 17. Juni 1990 vom letzten Parlament der DDR verabschiedet und sp&auml;ter mit dem Einigungsvertrag Teil des Bundesrechtes. Sein Auftrag lautete: &raquo;Das volkseigene Verm&ouml;gen ist zu privatisieren.&laquo;<br>\nDer Treuhandanstalt, was f&uuml;r ein sch&ouml;ner, beruhigender Name, also den &raquo;treuen H&auml;nden&laquo; wurden unter anderem anvertraut: 8500 Kombinate und Betriebe, 20.000 gro&szlig;e und kleine Einzelhandelsgesch&auml;fte, 7500 Betriebe der Gastronomie, 900 Buchl&auml;den, 1854 Apotheken, 3,68 Millionen Hektar land- und forstwirtschaftliche Fl&auml;chen und 25 Milliarden Quadratmeter Immobilien.<br>\nKaum dass der Anschluss der DDR an die BRD vollzogen war, begann die Privatisierung des Volkseigentums, &uuml;berst&uuml;rzt, nahezu fiebrig, so, als bef&uuml;rchtete man, dass die Russen oder die Kommunisten vor Abschluss der Restauration des Kapitalismus wiederkommen k&ouml;nnten.<br>\nEine Entsch&auml;digung der bisherigen Eigent&uuml;mer &ndash; der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger der DDR &ndash; erfolgte nicht. Ihre entsch&auml;digungslose Enteignung war nichts anderes als ein millionenfacher Diebstahl, einmalig in der deutschen Geschichte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/19-2018&amp;textfile=4524\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Berlin muss sich wappnen gegen Investoren<\/strong><br>\nDer Architekt Markus Appenzeller sieht die Hauptstadt gef&auml;hrdet &ndash; durch den weltweiten Trend zu Renditeimmobilien.<br>\nHerr Appenzeller, Sie sind mit Ihrem Planungsb&uuml;ro in St&auml;dten weltweit aktiv. Sind wir Berliner besonders von der Wohnungsnot betroffen?<br>\nNein, das ist ein globales Problem. &Uuml;berall, wo ich hinkomme, ob in China, in Afrika oder in Europa, gibt es kaum noch bezahlbaren Wohnraum in St&auml;dten. Durch den gro&szlig;en Drang in die Innenst&auml;dte werden vor allem die unteren Einkommensschichten verdr&auml;ngt. Diese Dynamik wird durch einen zweiten Trend zus&auml;tzlich angeheizt.<br>\nUnd der w&auml;re?<br>\nStadtentwicklung ist mittlerweile ein globalisiertes Gesch&auml;ftsfeld, in das immer mehr Geld flie&szlig;t. Man trifft immer wieder auf die gleichen Player, die an verschiedensten Stellen der Welt investieren. Ich war diese Woche in Nairobi, da ist ein Projektentwickler aus London mit Investoren aktiv, die wir aus Russland und den USA kennen.<br>\nWar das nicht schon immer so?<br>\nNein. Fr&uuml;her waren Projektentwickler beschr&auml;nkt auf ein Land oder eine Region. Heute suchen sie sich gemeinsam mit Investoren zunehmend weltweit interessante Objekte, mit denen man gute Rendite erzielen kann. Seit f&uuml;nf, sechs Jahren ist auch Deutschland im Fokus.<br>\nWenn so viel gebaut wird, m&uuml;sste dadurch der Wohnraum nicht billiger werden?<br>\nEin Gro&szlig;teil der Preissteigerungen hat nichts mit der realen Nachfrage nach Wohnraum zu tun. Die gibt es, doch der explodierende virtuelle Immobilienmarkt kommt nun als Preistreiber hinzu. Er hat nicht mehr den Stadtbewohner als Mieter und Endverbraucher im Fokus. Sondern Investoren, die ihr Geld anlegen wollen. Die Folgen sind absurd: Man baut komplett am realen Bedarf vorbei und schafft Wohnraum, der im Zweifel gar nicht als Wohnraum gedacht ist, sondern nur als Geldanlageobjekt&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/wohnungspolitik-berlin-muss-sich-wappnen-gegen-investoren\/23189758.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Wir sind nur die Treuh&auml;nder k&uuml;nftiger Generationen&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Wir sind nur die Treuh&auml;nder k&uuml;nftiger Generationen&ldquo;<br>\nWenn kein Wunder geschehe, werde Deutschland weder seine Klimaziele f&uuml;r 2020 noch f&uuml;r 2030 erreichen, sagte Ottmar Edenhofer im Interview der Woche des Dlf. Der neue Direktor des Potsdam-Instituts f&uuml;r Klimafolgenforschung spricht sich f&uuml;r einen CO2-Mindestpreis und eine rasche Reduktion des Kohlestroms aus.<br>\nOttmar Edenhofer im Gespr&auml;ch mit Georg Ehring<br>\nEhring: Das hei&szlig;t, der Klimawandel entwickelt sich schneller, als es die Wissenschaft fr&uuml;her erwartet hat, kann man das so sagen?<br>\nEdenhofer: Ja, also es ist jedenfalls nicht so, dass wir die Folgen des Klimawandels &uuml;bersch&auml;tzt haben, sondern wir haben die Folgen des Klimawandels eher untersch&auml;tzt.<br>\n(&hellip;) Ehring: Die Physiker haben nachgewiesen, dass der Mensch das Klima ver&auml;ndert und Sie besch&auml;ftigen sich als &Ouml;konom vor allem damit, wie der Klimawandel gebremst werden kann. Die Bundesregierung sagt jetzt nach dem 1,5-Bericht des Weltklimarats, sie will ihren Weg konsequent fortsetzen, h&ouml;here Klimaziele zun&auml;chst einmal nicht. Was halten Sie davon?<br>\nEdenhofer: Die Bundesregierung wird dieses selbst gesetzte Ziel 2020 verfehlen und wird, wenn kein Wunder passiert, auch das 2030-Ziel verfehlen. Und jetzt geht es um die Frage, welche Klimaziele soll sich eigentlich die Bundesregierung setzen. Also, 2030 sind ja so in etwa 50 Prozent Emissionsminderung gegen&uuml;ber 1990. Das w&uuml;rde hei&szlig;en, dass der Stromsektor, weil der am billigsten zu dekarbonisieren ist, mehr machen muss, so etwa minus 60 Prozent. Wenn wir das schaffen w&uuml;rden, w&auml;ren wir schon ganz gut. Man k&ouml;nnte dann aus meiner Sicht auch noch dar&uuml;ber reden, dass man die Klimaziele ansch&auml;rft, aber das gr&ouml;&szlig;te Problem mit der Politik ist ja Folgendes: Die Politik ist im Augenblick immer dabei, f&uuml;r die ferne Zukunft immer ehrgeizigere Ziele zu formulieren, aber die notwendigen Mittel, um die zu erreichen, nicht zu ergreifen. Und aus meiner Sicht ist die entscheidende Frage jetzt, was in der Kohlekommission passiert, denn in der Kohlekommission steht jetzt zur Debatte, dass zumindest das 2030-Ziel erreicht werden kann. Aus meiner Sicht w&auml;re es sinnvoll, im Lichte des 1,5-Grad-Berichtes die Klimaziele anzusch&auml;rfen, aber wenn die Regierung jetzt die Ziele nicht ansch&auml;rfen will, dann muss sie jetzt unbedingt daf&uuml;r sorgen, dass zumindest die 2030-Ziele erreicht werden. Dann k&ouml;nnte man immer noch &uuml;ber ein Ansch&auml;rfen der Ziele diskutieren, denn wenn man schon mal was erreicht hat, ist es leichter, den n&auml;chsten Schritt zu tun. Aber jetzt muss die Bundesregierung zeigen, dass sie beim Kohleausstieg tats&auml;chlich diesen ersten Schritt gehen kann und gehen will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/klimaforscher-edenhofer-wir-sind-nur-die-treuhaender.868.de.html?dram:article_id=430455\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein neues Klima der Verantwortung<\/strong><br>\nBeim Klimaschutz denken viele: Was kann ich schon beitragen? Dabei sollte die Frage lauten: Wie kann ich meinen Anteil an den Klimasch&auml;den wiedergutmachen?<br>\nDie Uhr stand beim Klimaschutz lange auf &raquo;f&uuml;nf vor zw&ouml;lf&laquo;, doch das ist vorbei. Inzwischen lassen sich Hitzewellen auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zur&uuml;ckf&uuml;hren &ndash; die ersten beobachteten Klimasch&auml;den, f&uuml;r die wir verantwortlich sind. Und vergangene Woche hat der Weltklimarat IPCC in einem neuen Bericht aufgezeigt, wie deutlich sich die Welt in den kommenden 20 bis 30 Jahren ver&auml;ndern wird, wenn die globale Durchschnittstemperatur um ein weiteres halbes Grad auf 1,5 Grad &uuml;ber dem vorindustriellen Niveau steigt. Diese Erw&auml;rmung zu vermeiden, ist rechnerisch m&ouml;glich, doch diese Rechnung hat mit der Realit&auml;t nur noch wenig zu tun.<br>\nDie aktuellen Klimaschutzpl&auml;ne aller L&auml;nder summieren sich f&uuml;r das Jahr 2030 auf rund 55 Milliarden Tonnen CO2, doch um das 1,5-Grad-Ziel des Klimavertrags von Paris einzuhalten, w&auml;re es notwendig, die Emissionen auf 25 Milliarden Tonnen zu verringern. Eine dramatische L&uuml;cke von rund 30 Milliarden Tonnen CO2 im Jahr. Die L&uuml;cke reduziert sich auf 18 Milliarden Tonnen, wenn man einen Anstieg um zwei Grad zul&auml;sst, was der Weltklimavertrag aber schon nicht mehr erlaubt. Laut Vertragstext muss der Anstieg &raquo;deutlich unter zwei Grad Celsius&laquo; bleiben &ndash; und es m&uuml;ssen Anstrengungen unternommen werden, um ihn unter 1,5 Grad zu halten. Zwischen 1,5 und 2,0 Grad werden die Klimasch&auml;den deutlich schlimmer, sagt der IPCC.<br>\nRealistischere Klimaschutzziele angemahnt<br>\nObwohl der IPCC also nur ein winzig kleines bisschen Hoffnung l&auml;sst, klammern sich viele daran. Die Bundesministerinnen Svenja Schulze (Umwelt) und Anja Karliczek (Forschung) werten den IPCC-Bericht als &raquo;weiteren Beleg f&uuml;r die Dringlichkeit der Bek&auml;mpfung des Klimawandels&laquo;. Doch sie ziehen keine Schl&uuml;sse daraus &ndash; alles bleibt wie gehabt. Die offizielle Linie lautet: Wir halten uns an den Klimavertrag und werden es schon irgendwie schaffen. Blo&szlig; nicht an der allgemeinen Entschlossenheit zweifeln &ndash; obwohl sie bisher nicht gen&uuml;gt hat, um Klimasch&auml;den zu vermeiden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/ein-neues-klima-der-verantwortung\/1602764\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Der Kalte Krieg hat Afrika mehr geschadet als die Kolonialzeit&ldquo;<\/strong><br>\nG&uuml;nter Nooke (59, CDU) ist Afrika-Beauftragter der Regierung. Mit B.Z. sprach er unter anderem &uuml;ber Migration, Entwicklungshilfe und Rohstoffe.<br>\nDas Thema Zuwanderung hat Afrika in den Fokus ger&uuml;ckt. B.Z. befragte den Afrikabeauftragten der Bundeskanzlerin, G&uuml;nter Nooke (59, CDU), nach den Zust&auml;nden auf dem Kontinent, den er seit seinem Amtsantritt 2010 oft bereist hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/deutschland\/afrikabeauftragter-guenter-nooke-der-kalte-krieg-hat-afrika-mehr-geschadet-als-die-kolonialzeit\">BZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Interview ist zweifelsohne interessant und Nookes Aussagen bieten sowohl Ansatz f&uuml;r Kritik als auch erfreuliche ehrliche Analyseans&auml;tze. Wer die afrikanischen Staaten wie kleine Kinder behandelt, tut ihnen damit keinen Gefallen. Wer, wie Nooke, den Norden und seine Macht im internationalen Handel aus der Kritik ausspart, tut jedoch der Debatte auch keinen Gefallen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Punktabzug f&uuml;r Frauen, M&uuml;tter und &uuml;ber 50-J&auml;hrige:<\/strong><br>\nGeht es nach den Pl&auml;nen der schwarz-blauen Regierung, entscheidet ab 2020 kein Mensch, sondern ein Computer dar&uuml;ber, wen das AMS (WM: Arbeitsmarkt Service &Ouml;sterreich) f&ouml;rdern soll und wen nicht. Menschen werden vom AMS-Algorithmus in drei Kategorien eingeteilt. Wer in der letzten Gruppe landet, wird aufgegeben.<br>\n(&hellip;) Weniger Punkte f&uuml;r Frauen, Behinderte und Menschen &uuml;ber 50<br>\nUm die Kategorisierung vorzunehmen, werden in den Algorithmus verschiedene pers&ouml;nliche Merkmale eingespeist &ndash; manche davon bringen Pluspunkte, andere Minuspunkte. So starten Arbeitssuchende &uuml;ber 50 gleich mal mit einem Minus von 0,7 Punkten wegen ihres Alters. Beeintr&auml;chtigte Menschen erhalten ein Minus von 0,67 Punkten. Frauen werden gleich doppelt benachteiligt: Sie erhalten zun&auml;chst aufgrund ihres Geschlechts einen Abzug von 0,14 Punkten. Au&szlig;erdem werden f&uuml;r Betreuungspflichten 0,15 Punkte abgezogen &ndash; diesen Abzug sieht der AMS-Algorithmus nur f&uuml;r M&uuml;tter, nicht aber f&uuml;r V&auml;ter vor.<br>\nArbeitssuchende werden in drei Kategorien eingeteilt<br>\nAus Unterlagen f&uuml;r den Verwaltungsrat des AMS geht hervor, dass Arbeitslose aufgrund ihrer Punkte eine von drei Kennzeichnungen bekommen. Diese stehen f&uuml;r drei &bdquo;Segmente&ldquo;<br>\nGr&uuml;n (hohe Arbeitsmarktchancen), gelb (mittlere Chancen) und rot (wenig Chancen). An einem durchschnittlichen Tag im Jahr 2017 w&auml;ren ca. 120.000 der 340.000 Arbeitslosen dem niedrigsten Segment zugeordnet, 170.000 dem mittleren, und 50.000 dem h&ouml;chsten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/ams-algorithmus\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Medienskandal im Verteidigungsministerium. Ministerin von der Leyen zur Aufkl&auml;rung verpflichtet<\/strong><br>\nMdB S&ouml;ren Pellmann erzwingt Offenlegung der Anzahl rechtsextremer Vorg&auml;nge in der Bundeswehr &ndash; Zahlen werden vorab exklusiv an Presse durchgestochen<br>\nDer direkt gew&auml;hlte linke Leipziger Bundestagsabgeordnete S&ouml;ren Pellmann erkundigte sich am 28. September 2018 per schriftlicher Anfrage bei der Bundesregierung &uuml;ber den Kenntnisstand von rechtsextremen Vorf&auml;llen in der Bundeswehr in den Jahren 2015-2018.  Die Beantwortung der Anfrage erfolgte nicht wie &uuml;blich innerhalb der Wochenfrist (Eingangsbest&auml;tigung am 1. Oktober 2018), sondern wurde auf Bitten der Bundesregierung mehrfach verschoben. Nun berichtet die &bdquo;Rheinische Post&ldquo; heute exklusiv &uuml;ber Teile der Antwort und der Sprecher des Verteidigungsministeriums &auml;u&szlig;ert sich hierzu, obwohl die offizielle Antwort auf die schriftliche Anfrage von S&ouml;ren Pellmann noch aussteht.<br>\nS&ouml;ren Pellmann erkl&auml;rt hierzu: &bdquo;Die 151 rechtsextremen Verdachtsf&auml;lle in der Bundeswehr allein in diesem Jahr zeichnen ein erschreckendes Bild &uuml;ber die politische Verfasstheit einiger Truppenteile. Augenscheinlich sind auch dem Verteidigungsministerium diese und weitere Fallzahlen unangenehm. Offenkundig wurde deshalb die Beantwortung der Anfrage zun&auml;chst verschleppt und nunmehr vorab an ministeriums- freundliche Medien durchgestochen, um eine genehme Berichterstattung zu erreichen. Der Text in der &bdquo;Rheinischen Post&ldquo; spricht B&auml;nde, ist reiner Verlautbarungsjournalismus und dadurch der durchsichtige Versuch einer Manipulation der &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nMit diesem Vorgehen verletzt das Bundesverteidigungsministerium gezielt parlamentarische Regeln und zugleich meine Rechte als Abgeordneter. Das ist ein Skandal, den ich nicht hinnehme. Ich werde daher noch heute die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen schriftlich auffordern, entsprechende Disziplinarma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber den Verantwortlichen zu ergreifen und diese Praxis in ihrem Hause unverz&uuml;glich zu beenden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.soeren-pellmann.de\/home\/home\/detail\/news\/medienskandal-im-verteidigungsministerium-ministerin-von-der-leyen-zur-aufklaerung-verpflichtet\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Tod den Moskauern!&rdquo; 15.000 Radikale marschieren zu Ehren des Hitler-Kollaborateurs Bandera in Kiew<\/strong><br>\nLaut Polizeiangaben sind gestern (Anm.: WM: am Sonntag, 14. Oktober) 15.000 Menschen auf die Stra&szlig;en Kiews gezogen, um sich an einem nationalistischen Marsch zu Ehren der Bandera-Truppen, die im Zweiten Weltkrieg gegen die Rote Armee gek&auml;mpft haben, zu beteiligen und deren Jahrestag zu feiern. Es kamen verschiedenste Gruppierungen ukrainischer Nationalisten zusammen, darunter im Parlament vertretene Parteien bis hin zu paramilit&auml;rischen und offen rechtsextremen Gruppen, von denen viele ihre Gesichter vermummten.<br>\nIm Chor skandierte die Menge &ldquo;Ruhm der Ukraine&rdquo; und machte Lobges&auml;nge auf Stepan Bandera, den Mann, der vor 76 Jahren die Ukrainische Aufst&auml;ndische Armee gr&uuml;ndete. Das Gr&uuml;ndungsdatum, der 14. Oktober, wurde 2015 unter Petro Poroschenko als offizieller Staatsfeiertag &ldquo;Tag des Verteidigers der Ukraine&rdquo; anerkannt und eingef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/kurzclips\/77610-tod-moskauern-15000-radikale-marschieren-kiew\/?fbclid=IwAR3ZuSG-4AuYPRgCgyQkdOcdb0EuPS0flcJWTid9ltT_FeD1fCaCx2owmo4#.W8Tu7z2WrXA.facebook\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Daphne Caruana Galizia &ndash; Geldw&auml;sche und Straflosigkeit wirksam bek&auml;mpfen<\/strong><br>\n&bdquo;Malta wird weiter mafi&ouml;s regiert. Auch ein Jahr nach dem Attentat auf die Journalistin Daphne Caruana Galizia, der wir heute gedenken, ist eine umfassende Aufkl&auml;rung nicht in Sicht. Es ist daher auch gut, dass die EU-Kommission wegen akuter Geldw&auml;sche-Risiken Forderungen an Malta formuliert, die von der maltesischen Anti-Geldw&auml;sche-Einheit verbindlich umgesetzt werden m&uuml;ssen&rdquo;, erkl&auml;rt der stellvertretende Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Fabio De Masi, anl&auml;sslich des ersten Todestages der ermordeten Journalistin. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Auf Malta herrscht weiterhin eine Kultur der Straflosigkeit. Der Fisch stinkt vom Kopf her. Vetternwirtschaft und Geldw&auml;sche der Mafia &ndash; zum Beispiel &uuml;ber Online-Gl&uuml;ckspiel &ndash; sind das Gesch&auml;ftsmodell. Malta bleibt ein R&uuml;ckzugsraum f&uuml;r das organisierte Verbrechen. Daher ist es verst&auml;ndlich, wenn Caruana Galizias Familie eine unabh&auml;ngige Untersuchung des Mordes fordert.<br>\nUm Steueroasen wie Malta zu schlie&szlig;en, braucht es etwa &ouml;ffentliche Register der wahren Eigent&uuml;mer von Briefkastenfirmen sowie drastische Strafen gegen Geldw&auml;sche bis hin zum Entzug der Banklizenz. Der Fall der Danske Bank mit m&ouml;glichen Verbindungen zur Deutschen Bank zeigt die Dimension des Problems. Auch Deutschland ist bei Geldw&auml;sche &ndash; insbesondere im Immobiliensektor &ndash; Gangster&rsquo;s Paradise. Zudem k&ouml;nnte Deutschland mit Quellen- bzw. Strafsteuern auf Finanzstr&ouml;me, die nach Malta flie&szlig;en, im Kampf gegen Steuerdumping vorangehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/daphne-caruana-galizia-geldwaesche-und-straflosigkeit-wirksam-bekaempfen\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Reif f&uuml;r die Insel<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Trump will Taiwan aufr&uuml;sten. Volksrepublik warnt vor westlicher Einmischung<br>\nDie &raquo;abtr&uuml;nnige Provinz&laquo; r&uuml;stet auf: Taiwan will verst&auml;rkt US-R&uuml;stungsg&uuml;ter erwerben, berichtete die in Hongkong ans&auml;ssige South China Morning Post am Montag. Es stehen U-Boote, der neue Kampfjet F-35 &raquo;Lightning II&laquo; und M1A2-Abrams-Panzer auf der Bestelliste. Der Zeitpunkt ist seitens Taipehs geschickt gew&auml;hlt: Unter US-Pr&auml;sident Donald Trump sollen die Karten im ostasiatischen Raum neu gemischt werden. Das Pentagon lie&szlig; verlauten, &raquo;mehr normalen milit&auml;rischen Au&szlig;enhandel&laquo; mit der Insel zuzulassen. Nach Jahren des eher vorsichtigen Umgangs mit den alten Verb&uuml;ndeten auf Taiwan deutet dies auf eine forcierte Aufr&uuml;stung hin.<br>\nDie volle Brisanz dieses Stimmungsumschwungs in Washington l&auml;sst sich nur verstehen, wenn die besondere Situation Taiwans ber&uuml;cksichtigt wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/341774.vr-china-reif-f%C3%BCr-die-insel.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wie Google zum Medien-M&auml;zen wurde<\/strong><br>\nDie Kritik der Schweizer Verlage am Suchmaschinenkonzern ist leise geworden. Kein Wunder: Er &uuml;berweist ihnen Millionen Euro. Recherchen zeigen jetzt erstmals, wer wie viel Geld erh&auml;lt. [&hellip;]<br>\n2016 machte Google 450 Millionen Franken Umsatz mit Onlinewerbung in der Schweiz. 2017 waren es 1,4 Milliarden Franken. 2018 soll die 2-Milliarden-Franken-Marke geknackt werden. F&uuml;r die Schweizer Verlage bleiben nur noch Brosamen.<br>\nDas neue Mediengesetz dreht sich auch um die Frage, wie Journalismus in Zukunft finanziert werden soll.<br>\n&Uuml;ber Google? Kein Wort.<br>\nDie Verleger sind zahm geworden<br>\nDabei klang es einst noch ganz anders.<br>\nEin Leistungsschutzrecht wie in Deutschland? Google zur Kasse bitten f&uuml;r das Ausspielen von Pressemeldungen? Es gab Zeiten, da lieb&auml;ugelten auch die Schweizer Verleger mit dieser Idee. Weil sie glaubten, am l&auml;ngeren Hebel zu sitzen.<br>\n2007 drohte Hanspeter Lebrument, damals Pr&auml;sident der Verleger, an einem Kongress, Google vor Gericht zu ziehen, sollte der Suchmaschinenkonzern die Verlage nicht f&uuml;r &laquo;Google News&raquo; entsch&auml;digen. &laquo;Google hat Angst vor uns&raquo;, behauptete Lebrument. Google komme &laquo;jetzt langsam auf die Welt&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2018\/10\/15\/wie-google-zum-medien-maezen-wurde\">Republik<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-46569","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46569"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46569\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46571,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46569\/revisions\/46571"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}