{"id":46578,"date":"2018-10-17T13:42:16","date_gmt":"2018-10-17T11:42:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46578"},"modified":"2018-10-17T15:05:47","modified_gmt":"2018-10-17T13:05:47","slug":"kanada-legalisiert-cannabis-sollte-deutschland-nachziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46578","title":{"rendered":"Kanada legalisiert Cannabis &#8211; Sollte Deutschland nachziehen?"},"content":{"rendered":"<p>Der Konsum von Cannabis wird in Kanada legalisiert. Deutschland t&auml;te gut daran, diesem Beispiel zu folgen und die gescheiterte repressive Drogenpolitik zu &uuml;berpr&uuml;fen: um eine bessere Pr&auml;vention gegen Drogenkonsum zu leisten und um die illegalen Kassen trockenzulegen.  Doch die Hoffnungen f&uuml;r ein Umdenken stehen schlecht &ndash; obwohl Kriminalbeamte, Suchtforscher und Strafrechtler seit langem eine Abkehr vom Verbot fordern. Gerade hat sich auch die prominent besetzte Weltdrogen-Kommission f&uuml;r eine staatliche Kontrolle aller Drogen ausgesprochen. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6559\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-46578-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181017_Kanada_legalisiert_Cannabis_Sollte_Deutschland_nachziehen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181017_Kanada_legalisiert_Cannabis_Sollte_Deutschland_nachziehen_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181017_Kanada_legalisiert_Cannabis_Sollte_Deutschland_nachziehen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181017_Kanada_legalisiert_Cannabis_Sollte_Deutschland_nachziehen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=46578-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181017_Kanada_legalisiert_Cannabis_Sollte_Deutschland_nachziehen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"181017_Kanada_legalisiert_Cannabis_Sollte_Deutschland_nachziehen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Kanada <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/cannabis-kanada-105.html\">legalisiert<\/a> den Konsum von Cannabis. Neben Uruguay ist es weltweit das zweite Land, das das Drogenverbot teilweise abschafft. Sollte auch Deutschland seine Drogenpolitik dahingehend &auml;ndern? Wenn es nach Suchtforschern, Kriminalbeamten und Strafrechtlern geht: ja. Auch die UNO kritisiert immer wieder die repressive internationale Drogenpolitik. Zu guter Letzt hat vergangene Woche die prominent besetzte Weltkommission f&uuml;r Drogenpolitik erneut ein Umdenken gefordert: Sie sieht eine staatliche Regulierung der Drogenm&auml;rkte als den effektivsten Weg, um die mit Drogenhandel verbundenen Verwerfungen unter Kontrolle zu bringen. Gemeinsamer Nenner vieler Kritiker: Die Staaten sollen das Geld absch&ouml;pfen, um die Mafia zu entmachten und um Pr&auml;vention und Drogen-Therapie f&uuml;r Suchtkranke zu finanzieren. <\/p><p>Bei der Diskussion um die Drogenpolitik muss jedwede Drogen-Verniedlichung oder gar Verherrlichung ge&auml;chtet werden. Ein drogenfreies Leben sollte das Ideal sein, ein solches Leben ist mutma&szlig;lich reicher als eines voller S&uuml;chte. Aber: Man sollte der Realit&auml;t Rechnung tragen. Dazu geh&ouml;rt die Erkenntnis, dass zahlreiche Menschen die Ideologie von der totalen Abstinenz nicht erf&uuml;llen k&ouml;nnen oder wollen. Drogenpolitik hat den Ruf  eines leichten Lifestyle-Themas &ndash; nichts k&ouml;nnte falscher sein, angesichts der <a href=\"https:\/\/www.gfintegrity.org\/report\/transnational-crime-and-the-developing-world\/\">Milliardengewinne<\/a>, der vielen Toten der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/kriminalitaet\/drogenkrieg-zahl-der-morde-in-mexiko-so-hoch-wie-noch-nie-15357199.html\">&bdquo;Drogenkriege&ldquo;<\/a> und der <a href=\"https:\/\/business.facebook.com\/artede\/videos\/1974392992575814\/\">Korruption<\/a>, die das Drogenverbot ausl&ouml;sen.  Um in der emotional gef&uuml;hrten Debatte nicht als &bdquo;Drogen-Verteidiger&ldquo; abgestempelt zu werden, hilft es, die zahlreichen seri&ouml;sen Kronzeugen gegen ein Drogenverbot zu zitieren.<\/p><p><strong>Seri&ouml;se deutsche und internationale Kronzeugen gegen das Drogenverbot<\/strong><\/p><p>Auf internationaler Ebene ist dies unter vielen anderen gewichtigen Stimmen die oben erw&auml;hnte Weltdrogen-Kommission: Die Politik m&uuml;sse alle Aspekte des Handels mit Rauschgift kontrollieren und nicht teilweise in kriminellen H&auml;nden lassen, sagte laut Nachrichtenagentur dpa k&uuml;rzlich die Pr&auml;sidentin der internationalen Vereinigung, Ruth Dreifuss. Ein Ende der Politik von Verboten sei ein absolut notwendiger Schritt, so Dreifuss, fr&uuml;here Bundespr&auml;sidentin der Schweiz, und betont: &bdquo;Es ist au&szlig;ergew&ouml;hnlich, dass Substanzen, die Drogen genannt werden, nicht unter staatlicher Kontrolle stehen.&ldquo; Die <a href=\"http:\/\/www.globalcommissionondrugs.org\">Weltkommission f&uuml;r Drogenpolitik<\/a> wurde 2011 gegr&uuml;ndet und hat derzeit 22 Mitglieder, darunter zw&ouml;lf ehemalige Staats- oder Regierungschefs wie Helen Clark (Neuseeland), George Papandreou (Griechenland) und Aleksander Kwasniewski (Polen). Auch der Literaturnobelpreistr&auml;ger Mario Vargas Llosa und der Unternehmer Richard Branson sitzen in dem Gremium. Vergangene Woche hat es einen aktuellen <a href=\"http:\/\/www.globalcommissionondrugs.org\">Bericht<\/a> vorgelegt.<\/p><p>In Deutschland macht sich &ndash; wiederum unter vielen anderen Experten-Gruppen &ndash; etwa der &bdquo;Schildower Kreis&ldquo; f&uuml;r eine Drogen-Legalisierung stark. Die Initiative ver&ouml;ffentlichte eine von &uuml;ber 120 Strafrechtsprofessoren unterzeichnete <a href=\"http:\/\/schildower-kreis.de\/resolution-deutscher-strafrechtsprofessorinnen-und-professoren-an-die-abgeordneten-des-deutschen-bundestages\/\">Resolution<\/a> zur dringenden &Uuml;berpr&uuml;fung der deutschen repressiven Drogenpolitik. Dem Aufruf hat sich auch die Neue Richtervereinigung &ndash; ein Zusammenschluss von Richtern und Staatsanw&auml;lten &ndash; angeschlossen. In der Resolution der renommierten Juristen hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nicht die Wirkung der Drogen ist das Problem, sondern die repressive Drogenpolitik schafft Probleme. Die &uuml;berwiegende Zahl der Drogenkonsumenten lebt ein normales Leben. Selbst abh&auml;ngige Konsumenten bleiben oftmals sozial integriert. Menschen mit problematischem Drogenkonsum brauchen Hilfe. Die Strafverfolgung hat f&uuml;r sie und alle anderen nur negative Folgen.<\/p>\n<p>Prohibition soll den sch&auml;dlichen Konsum bestimmter Drogen verhindern. Tats&auml;chlich kann sie dieses Ziel nicht erreichen. Das zeigen alle wissenschaftlich relevanten Untersuchungen. Sogar die Evaluation des 10-Jahres-Programms der UNO zur Drogenbek&auml;mpfung kommt im Jahr 2008 zu diesem Schluss. Prohibition schreckt zwar einige Menschen ab, verhindert aber Aufkl&auml;rung und vergr&ouml;&szlig;ert gleichzeitig dramatisch die gesundheitlichen und sozialen Sch&auml;den f&uuml;r diejenigen, die nicht abstinent leben wollen. Selbst in totalit&auml;ren Regimen und Strafanstalten kann Drogenkonsum nicht verhindert werden.<\/p>\n<p>Die Prohibition ist sch&auml;dlich f&uuml;r die Gesellschaft. Sie f&ouml;rdert die organisierte Kriminalit&auml;t und den Schwarzmarkt. Sie schr&auml;nkt B&uuml;rgerrechte ein und korrumpiert den Rechtsstaat. Durch massive Machtanballung bei Kartellen und Mafia nimmt die Gefahr eines Scheiterns der Zivilgesellschaft zu. Stimuliert durch gigantische Profite aus dem Drogenschwarzmarkt entstehen veritable Kriege zwischen Drogenkartellen und in Reaktion darauf sowohl eine Quasi-Militarisierung der Polizei als auch quasi-polizeiliche Funktionen des Milit&auml;rs. Auch dadurch erodieren staatliche Grundstrukturen. Sie hat desastr&ouml;se Auswirkungen auf Anbau- und Transitl&auml;nder. Sie behindert eine angemessene medizinische Versorgung.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>&bdquo;Wirklich gef&auml;hrlich sind nicht die Drogen, sondern das Verbot&ldquo;<\/strong><\/p><p>Und auch der Bund der Kriminalbeamten <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/experten\/schulz\/neue-drogenpolitik-noetig-duerfen-wir-drogenkonsumenten-weiter-kriminalisieren_id_4195103.html\">fordert<\/a> laut einem Medienbeitrag: &ldquo;Das Drogenverbot muss in Frage gestellt werden&ldquo;. In dem Artikel hei&szlig;t es: &bdquo;K&ouml;nnen wir mit unseren Methoden auch nur ansatzweise den Drogenhandel eind&auml;mmen? Rund 75 Prozent aller Drogendelikte sind Konsumentendelikte. Trotz fast in allen Bereichen gestiegener Sicherstellungsmengen sind die Drogenpreise stabil oder sinken sogar und noch nie haben weltweit so viele Menschen Drogen konsumiert wie heute.&ldquo; Die &bdquo;FAZ&ldquo; fasste diese geballte und eindeutige Experten-Meinung so <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/warum-die-legalisierung-von-drogen-unsere-kinder-schuetzt-13319753.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">zusammen<\/a>: &raquo;Es sind nicht Kiffer und Sozialromantiker, die f&uuml;r die Legalisierung von Drogen trommeln. Es sind Richter und Polizisten, die sagen: Wirklich gef&auml;hrlich ist das Verbot.&laquo;<\/p><p>Wie reagieren die deutschen Verantwortlichen f&uuml;r Drogenpolitik auf solche Impulse? &bdquo;In Deutschland scheitert dieser Fortschritt noch immer am Widerstand des konservativen Lagers, das sich so z&auml;h an eine ideologisch begr&uuml;ndete, von Fakten nicht gest&uuml;tzte Verbotsposition klammert, als w&uuml;rden CDU und CSU am Schwarzmarkt mitverdienen&ldquo;, wie die &bdquo;taz&ldquo; aktuell <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Cannabis-Legalisierung\/!5540619\/\">feststellt<\/a>.<\/p><p><strong>Legalisierung wird die Probleme nicht (sofort) l&ouml;sen<\/strong><\/p><p>Eine Legalisierung wird auf keinen Fall schlagartig alle Probleme des Drogenkomplexes l&ouml;sen. Zahlreiche Fragen sind noch ungekl&auml;rt &ndash; auch weil sich die ungewohnten Mechanismen einer neuen Drogenpolitik erst gesellschaftlich einspielen m&uuml;ssten: Wer darf was wem verkaufen? Wie funktioniert der Jugendschutz? Wie l&auml;uft die konkrete Organisation von Anbau, Verkauf und Besteuerung? Wie wird das Geld verteilt? Macht eine Legalisierung, die Kokain und Heroin nicht einschlie&szlig;t, Sinn? Werden die Cannabis-Konsumentenzahlen &ndash; entgegen der Prognosen &ndash; in die H&ouml;he schnellen? Diese Fragen bergen viel Ungewissheit &ndash; aber man muss zun&auml;chst neue Wege beschreiten, um sie beantworten zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Eine Beibehaltung der aktuellen Politik ist kaum eine Option. Zumal das Verbot, wie der Bund der Kriminalbeamten oben im Text feststellt, trotz der ausgegebenen Milliarden und den tausenden im &bdquo;Drogenkrieg&ldquo; geopferten Menschenleben den stetigen Handel mit Drogen nicht unterbinden kann:  Nach fast 50 Jahren &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/War_on_Drugs\">Krieg gegen die Drogen<\/a>&ldquo; werden den deutschen Kriminalbeamten zufolge mehr Drogen gehandelt und gebraucht als je zuvor, die Weltdrogen-Kommission spricht von aktuell mindestens 250 Millionen Konsumenten illegaler Substanzen weltweit. Diese Menschen werden durch ein Verbot weder besch&uuml;tzt noch &bdquo;geheilt&ldquo;. <\/p><p>Auch in dann staatlich kontrollierten Verfahren wird es zu Korruption kommen &ndash; aber mutma&szlig;lich in viel geringerem Ausma&szlig;, weil auch die Summen geringer sein werden und der ganze Bereich aus dem milit&auml;rischen Halbdunkel befreit wird. Dieser wichtige und bedrohliche milit&auml;rische Bereich der Drogenpolitik sprengt den Rahmen dieses Textes. Es sei aber erw&auml;hnt, dass die geopolitischen Verwerfungen durch das Drogenverbot die Verwerfungen des Suchtproblems bei Weitem &uuml;bertreffen, prominente Beispiele sind die j&uuml;ngere Entwicklung <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.com\/politics\/politics-news\/afghanistan-the-making-of-a-narco-state-48475\/\">Afghanistans<\/a> oder die <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-cia-contra-crack-connection\">Iran-Contra-Aff&auml;re<\/a>.<\/p><p>Auch sei festgestellt, dass die Einteilung in &bdquo;legale&ldquo; und &bdquo;illegale&ldquo; Substanzen willk&uuml;rlich und irrational erfolgt und sich weder an gesellschaftlichen Realit&auml;ten und Bed&uuml;rfnissen orientiert, noch an wissenschaftlichen Standards &ndash; etwa wenn man die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2017-05\/drogentote-deutschland-2016-drogen-rauschgiftkriminalitaet\">j&auml;hrlich &uuml;ber 70.000 Alkoholtoten<\/a> den nicht bekannten Cannabis-Toten gegen&uuml;berstellt.<\/p><p>Der Schwarzmarkt wird durch eine Legalisierung nicht verschwinden. Aber immerhin: Im US-Staat Colorado etwa ist der Anteil des Schwarzmarktes am Cannabis-Handel in k&uuml;rzester Zeit um &uuml;ber 70 Prozent auf 27 Prozent <a href=\"http:\/\/blogs.taz.de\/drogerie\/2017\/03\/26\/legalisierung-macht-sinn\/\">zur&uuml;ckgegangen<\/a>. Der Umgang der USA mit der Cannabis-Legalisierung erf&uuml;llt nebenbei bemerkt einmal mehr den Tatbestand der Heuchelei. W&auml;hrend die Welt unter den Folgen des mutma&szlig;lich vor allem von den USA einst installierten internationalen <a href=\"https:\/\/www.vox.com\/cards\/war-on-drugs-marijuana-cocaine-heroin-meth\/war-on-drugs-international-treaties\">Anti-Drogen-Regimes<\/a> &auml;chzt, legalisieren zahlreiche US-Bundesstaaten Cannabis und genie&szlig;en nun die gro&szlig;en Vorz&uuml;ge dieser Politik. <\/p><p><strong>USA: Allein Colorado nimmt j&auml;hrlich &uuml;ber 127 Millionen Dollar Cannabis-Steuer ein<\/strong><\/p><p>Was f&uuml;r Summen sich auch der deutsche Staat entgehen l&auml;sst, kann man in <a href=\"http:\/\/blogs.taz.de\/drogerie\/2017\/03\/26\/legalisierung-macht-sinn\/\">einigen Bundesstaaten der USA<\/a> also bereits gut in der Praxis beobachten: Die neun US-Bundesstaaten, <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/amerika\/ubersicht-marihuana-wie-sich-die-cannabis-legalisierung-in-den-usa-durchsetzt-ld.1313301\">die Cannabis legalisiert haben<\/a>, bezahlen von den sprudelnden Steuer-Millionen nicht nur Anti-Drogen-Pr&auml;vention, sondern auch wichtige Investitionen in ihre Kommunen. Allein Colorado hat nach <a href=\"http:\/\/blogs.taz.de\/drogerie\/2017\/03\/26\/legalisierung-macht-sinn\/\">Angaben der lokalen Steuerbeh&ouml;rde<\/a> 2016 &uuml;ber 127 Millionen US-Dollar an Cannabis-Steuern eingenommen. Dazu kommt der Wegfall der Beschaffungskriminalit&auml;t, die freiwerdenden Mittel bei der Polizei und die geretteten Leben, die nicht bei Verteilungsk&auml;mpfen geopfert werden.<\/p><p>Zum Abschluss noch eine aktuelle Stimme aus Kanada: &ldquo;Cannabis ist nicht gut f&uuml;r die Gesundheit, doch ein Verbot ist extrem gef&auml;hrlich und schlimmer als Cannabis&rdquo;, <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/id_84618678\/kanada-cannabis-verkauf-wird-legal-und-bereitet-sorgen.html\">sagt<\/a> Jean-Sebastien Fallu, Suchtexperte an der Universit&auml;t von Montr&eacute;al. Auch er verweist auf die &ldquo;katastrophalen Konsequenzen wie Stigmatisierung, Gewalt, Kriminalit&auml;t und Schwarzmarkt&ldquo;. Sollte Deutschland also dem kanadischen Beispiel folgen? Ja &ndash; und die Reformen der Drogenpolitik sollten bei diesem ersten wichtigen Schritt nicht stehenbleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Konsum von Cannabis wird in Kanada legalisiert. Deutschland t&auml;te gut daran, diesem Beispiel zu folgen und die gescheiterte repressive Drogenpolitik zu &uuml;berpr&uuml;fen: um eine bessere Pr&auml;vention gegen Drogenkonsum zu leisten und um die illegalen Kassen trockenzulegen. Doch die Hoffnungen f&uuml;r ein Umdenken stehen schlecht &ndash; obwohl Kriminalbeamte, Suchtforscher und Strafrechtler seit langem eine Abkehr<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46578\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,165,160,137],"tags":[1092,1200,1760,1571,1006,2397,639,2207,1556],"class_list":["post-46578","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-markt-und-staat","category-steuern-und-abgaben","tag-drogen","tag-kanada","tag-kriminalitaet","tag-mafia","tag-regulierung","tag-suchterkrankung","tag-uno","tag-uruguay","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46578","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46578"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46578\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46582,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46578\/revisions\/46582"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46578"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46578"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46578"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}