{"id":46619,"date":"2018-10-19T08:26:31","date_gmt":"2018-10-19T06:26:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619"},"modified":"2018-10-19T08:36:21","modified_gmt":"2018-10-19T06:36:21","slug":"hinweise-des-tages-3229","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h01\">Warum die EU nicht zu retten und ein Austritt keine L&ouml;sung ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h02\">Sechs L&uuml;gen &uuml;ber den internationalen Handel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h03\">Das kommende Beben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h04\">Cum-Ex-Files: Bundesregierung hat europ&auml;ische Steuerzahler geprellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h05\">Alt und auf Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h06\">Bittere Armut und unmenschliche Minijobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h07\">Wohnen &ndash; Ware oder Menschenrecht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h08\">Die VW-Rabatte sind eine Frechheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h09\">Air Berlin: Aufkl&auml;rung kann jetzt nur noch der Gang nach Karlsruhe bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h10\">Merkel kn&ouml;pft sich Orb&aacute;n vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h11\">Der Prinz und der Journalist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h12\">Irrsinn mit Methode: &Uuml;ber die Biowaffen-Forschung der USA und Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h13\">Kirchen halfen Kriegsverbrechern: Barmherzigkeit f&uuml;r Massenm&ouml;rder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h14\">Anklage gegen Temer gefordert<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Warum die EU nicht zu retten und ein Austritt keine L&ouml;sung ist<\/strong><br>\nDie EU sei im Korsett neoliberaler Vertr&auml;ge gefangen, die systematisch Konzerninteressen Vorrang vor sozialen Standards, Menschenrechten und Umweltschutz geben, so Lisa Mittendrein. Eine sozial-&ouml;kologische Reform der Union sei faktisch unm&ouml;glich. Auf der anderen Seite biete ein Ausstieg aus EU oder Euro in den meisten F&auml;llen keine L&ouml;sung. Um diesem Dilemma zu entrinnen, brauche es strategischen Ungehorsam, um &ouml;ffentliche Interessen durchzusetzen, auch wenn sie mit EU-Recht in Konflikt geraten.<br>\nKapitalinteressen erhalten in der EU systematisch Vorrang vor sozialen Standards, Menschenrechten und Umweltschutz, so Lisa Mittendrein. Standortkonkurrenz und Steuerdumping treibe die Staaten in eine Spirale nach unten. Die Konstruktion des Euro erlaube es au&szlig;erdem Exportl&auml;ndern wie Deutschland, die s&uuml;deurop&auml;ischen Nachbarn durch Niedriglohnpolitik an die Wand zu dr&uuml;cken, massive Krisen dort seien die Folge. Diese Mechanismen sind, so Mittendrein, bereits in den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen angelegt. Um sie im Sinne einer sozialen und &ouml;kologischen Wende zu &auml;ndern, br&auml;uchte es einstimmige Beschl&uuml;sse im EU-Rat &ndash; die jedoch angesichts der rechten und neoliberalen Dominanz in der EU illusorisch sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/de\/sendungen\/warum-die-eu-nicht-zu-retten-und-ein-austritt-keine-loesung-ist\">Kontext TV<\/a>\n<p><strong>dazu: So kann Europa nicht funktionieren<\/strong><br>\nDie Volkswirtschaft Italien will Schulden f&uuml;r teure Wahlgeschenke machen &ndash; die Last sollen Steuerzahler aus EU-Staaten mit Sparhaushalten tragen. Das ist unglaublich unversch&auml;mt.<br>\nIrgendwie kommt mir das ziemlich bekannt vor: Da lebt ein Land aus der Eurozone &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse, h&auml;lt sich nicht an die europ&auml;ischen Spielregeln und am Ende ist das Erpessungspotenzial so hoch, dass es einen EU-Gipfel nach dem anderen braucht, um den Euro zu retten. Kennen Sie, oder? Aber diesmal geht es nicht um Griechenland, sondern um Italien. Eine Volkswirtschaft, die um ein vielfaches gr&ouml;&szlig;er und damit ein deutlich gr&ouml;&szlig;eres Risiko ist. Ein echtes &ouml;konomisches Schwergewicht.<br>\nAllerdings: Es gibt einen gro&szlig;en Unterschied: Denn eigentlich ist Italien reich. Das Verm&ouml;gen, das die B&uuml;rger zwischen Bozen und Palermo angeh&auml;uft haben, ist im Schnitt h&ouml;her als das deutsche. Deshalb ist der angemeldete Etat aus Rom so unglaublich unversch&auml;mt.<br>\nEs ist schlicht und einfach nicht akzeptabel, dass Menschen aus Spanien, aus Portugal, denen wir harte Einschnitte zumuten, die Italiener mit durchf&uuml;ttern m&uuml;ssten. Nur weil eine rechtspopulistische Regierung nette Wahlgeschenke verteilen will. Nein, so kann Europa nicht funktionieren.<br>\nWenn die Regierung in Rom wenigstens die marode Infrastruktur verbessern und die unglaubliche B&uuml;rokratie in Italien abbauen w&uuml;rde. Aber nichts davon passiert. Stattdessen sucht sie Streit mit Br&uuml;ssel. Das ist dreist. Die EU zerbr&ouml;selt eh von Tag zu Tag mehr, wenn Leute wie Salvini sie vor sich hertreiben. Und so sehr ich Italien, das Land und die Leute mag, aber Mensch: Macht endlich mal eure Hausaufgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/italien-etat-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; schie&szlig;en sich auf Italien ein, wieder mit einem arroganten Unterton und wie im Fall Griechenland, mit &auml;hnlichem Tenor, Italien lasse sich auf Kosten der anderen EU-Mitglieder &ldquo;durchf&uuml;ttern&rdquo; und &ldquo;lebe &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse&rdquo;. Ein absolut bodenloser Kommentar aus der Ecke des Bayerischen Rundfunks, der die Verh&auml;ltnisse auf den Kopf stellt. Nicht die italienische Regierung verantwortet den Zerfall der EU, sondern das deutsche Austerit&auml;tsdiktat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, dass der Autor zwar merkt, dass die EU von Tag zu Tag zerbr&ouml;selt, das aber in erster Linie an Leuten wie Salvini festmacht und nicht am bestimmenden &bdquo;wir&ldquo;, welches den Menschen in S&uuml;deuropa harte Einschnitte zumutet. Salvini ist ja nur deshalb im Amt, weil die italienische Vorg&auml;ngerregierung das erfolglose Austerit&auml;tsdiktat aus Br&uuml;ssel und Berlin immer brav umgesetzt hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Beispiellose &Uuml;bertreibung im Defizit-Streit<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat Italien eine beispiellose Abweichung von europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsregeln vorgeworfen. Gleichzeitig r&uuml;gt sie auch noch Frankreich, Spanien, Portugal und Belgien &ndash; eine beispiellose &Uuml;bertreibung. Die erh&ouml;hten Ausgaben machten es unwahrscheinlich, dass Italien seine Staatsschulden wie zugesagt senken k&ouml;nne, hie&szlig; es in einem blauen Brief der Kommission, der am Donnerstag in Rom &uuml;berreicht wurde. Dabei sind die Staatsschulden auch in den vergangenen Jahren nicht gesunken &ndash; als sich Italien an die EU-Regeln hielt. Das Problem sind n&auml;mlich nicht die Neuschulden, sondern das fehlende Wachstum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/beispiellose-uebertreibung-betretenes-schweigen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sechs L&uuml;gen &uuml;ber den internationalen Handel<\/strong><br>\nMan sollte nicht alles glauben, was &uuml;ber internationalen Handel und Freihandelsabkommen erz&auml;hlt wird: Sechs falsche Behauptungen &ndash; und wie man sie widerlegt.<br>\nNach 500 Tagen der Pr&auml;sidentschaft von Donald Trump ist klar, dass zwischen seinen Aussagen und der Wahrheit kein systematischer Zusammenhang besteht. Er prahlt sogar mit seinem mangelnden Interesse an der Wahrheit, indem er darauf hinweist, dass er keine Ahnung hatte, was das US-Au&szlig;enhandelsdefizit mit Kanada war, als er den kanadischen Premierminister Justin Trudeau mit einem angeblichen &raquo;100 Milliarden Dollar Handelsdefizit&laquo; konfrontierte. (Die tats&auml;chliche Zahl liegt bei etwa 20 Milliarden Dollar.)<br>\nAber Donald Trumps Verachtung f&uuml;r die Wahrheit sollte nicht dazu f&uuml;hren, dass auch der Rest von uns zu L&uuml;gnern wird. In der Tat ist es wichtiger denn je, dass die Argumente fortschrittlicher Menschen in der Realit&auml;t gr&uuml;nden. Dies gilt insbesondere f&uuml;r den internationalen Handel, wo das L&uuml;gen schon lange vor dem Eintritt von Donald Trump in die Politik Standard war. Hier sind sechs verbreitete L&uuml;gen, die es verdienen, zur&uuml;ckgewiesen zu werden, wann immer sie auftauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2241\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<p><strong>dazu: Die USA &bdquo;vergiften&rdquo; die Welt<\/strong><br>\nIm Juli hat Kanada sein Ministerium f&uuml;r Internationalen Handel in Ministerium f&uuml;r Multilateralen Internationalen Handel umbenannt. Es zielt darauf, Handelsbeziehungen mit mehreren L&auml;ndern auszubauen und die Abh&auml;ngigkeit von den Vereinigten Staaten zu mindern. Eines der multilateralen Ziell&auml;nder ist China.<br>\nDas k&uuml;rzlich unterzeichnete Nordamerikanische Freihandelsabkommen (USMCA) allerdings hat weder die kanadische Abh&auml;ngigkeit von den USA geschw&auml;cht, noch die Freiheit garantiert, mit anderen Handelspartnern Handelsabkommen zu verhandeln. Gem&auml;&szlig; dem USMCA-Artikel 32 d&uuml;rfen die L&auml;nder innerhalb von sechs Monaten aus dem USMCA-Abkommen austreten, wenn ein anderes Land ein Freihandelsabkommen mit einem nicht marktwirtschaftlichen Land unterzeichnet. Dieser Artikel betrifft China. Die britische Zeitung Financial Times kommentierte, dass in dem neuen USMCA-Abkommen viele Artikel gegen China enthalten seien und Kanada und Mexiko dabei mitwirken.<br>\nDer US-Handelsminister Wilbur Ross bezeichnet den Artikel 32 als Giftpille, die auch in die anderen Freihandelsabkommen zwischen den USA und Partnern wie Japan, EU und Gro&szlig;britannien aufgenommen werden soll. Aber k&ouml;nnen die USA es schaffen, ein neues Handelssystem ohne China aufzubauen, um China zu isolieren?<br>\nDas &bdquo;Giftpille-Abkommen&rdquo; ist vor allem ein ungleicher Vertrag zwischen den USA und ihren Handelspartnern. Es ist weder frei noch fair und zielt darauf ab, die Prinzipien &bdquo;America First&rdquo; und &bdquo;Make America Great Again&rdquo; durchzusetzen. Damit berauben die USA dank ihrer starken Handelsmacht Kanada und Mexiko ihrer Souver&auml;nit&auml;t und Freiheit.<br>\nK&ouml;nnen andere Handelspartner die &bdquo;Giftklauseln&rdquo; der USA akzeptieren? Zweifelslos haben solche Forderungen und die &bdquo;Giftklauseln&rdquo; Japan in eine sehr schwierige Lage versetzt. Immerhin ist China der gr&ouml;&szlig;te Handelspartner Japans und auch der gr&ouml;&szlig;te Exportmarkt. Um es mit den Worten von EU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk zu sagen: Braucht man mit Freunden wie den USA noch Feinde?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2018\/10\/15\/1s284630.htm\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn die EU und insbesondere Deutschland das mitmachen, ist die Abh&auml;ngigkeit von den USA oder der Vasallen-Status innerhalb des br&ouml;ckelnden US-Imperiums noch offensichtlicher. Ist China tats&auml;chlich ein &ldquo;nicht marktwirtschaftliches Land&rdquo;? Vielmehr scheint die US-Politik &ndash; nicht erst seit Pr&auml;sident Trump &ndash; ein Interesse daran zu haben, China die Rolle des Feindbildes einzunehmen zu lassen, die fr&uuml;her die Sowjetunion hatte &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das kommende Beben<\/strong><br>\nW&auml;hrend das &ldquo;Prosperit&auml;tsmodell&rdquo; an seinem Erfolg zugrunde ging, wird der Neoliberalismus an seinem Misserfolg scheitern. Denn die wichtigsten Krisenerscheinungen werden sich in einer neuerlichen Finanzkrise dramatisch versch&auml;rfen, wieder ausgel&ouml;st durch simultane B&auml;renm&auml;rkte, insbesondere von Aktien und Immobilien (Abbildung 1), sowie zus&auml;tzlich von (Staats)Anleihen &ndash; drei Bullenm&auml;rkten haben in den letzten Jahren wieder ein enormes &ldquo;Entwertungspotential&rdquo; aufgebaut. An Ausl&ouml;sern einer Finanzschmelze wird es nicht fehlen, von Handelskriegen bis zu einer Eskalation der Konflikte um den Brexit, die T&uuml;rkei, Russland oder den Nahen Osten.<br>\nDarauf kann die Politik auf zweierlei Weise reagieren: Entweder, sie h&auml;lt weiterhin an der neoliberalen &bdquo;Navigationskarte&ldquo; fest und verordnet &ndash; wie 2010 &ndash; &bdquo;more of the same&ldquo;, oder sie kn&uuml;pft nach 50-j&auml;hriger Gegen-Aufkl&auml;rung wieder an die Tradition von Emanzipation und (damit) von Selbst-Erm&auml;chtigung zur (Mit)Gestaltung der Gesellschaft an. [&hellip;]<br>\nW&uuml;rde die W&auml;hrungsunion aufgel&ouml;st, m&uuml;sste jede einzelne &bdquo;Karte&ldquo; (Finanztitel) vom Euro auf eine der 19 neuen\/alten nationalen W&auml;hrungen &bdquo;umgewertet&ldquo; werden. Dabei erg&auml;ben sich 342 bilaterale Gl&auml;ubiger- und Schuldnerbeziehungen mit jeweils unterschiedlichen Typen von Finanztiteln (von Bankeinlagen bis zu Derivaten). Eine geordnete Abwicklung des Euro ist deshalb nicht m&ouml;glich. Wie in der Natur so gibt es auch in der Gesellschaft irreversible Prozesse: Man kann 19 Fl&uuml;ssigkeiten in einen Krug gie&szlig;en, trennen kann man sie nicht mehr.<br>\nZudem w&uuml;rde ein Scheitern des Euro enorme &bdquo;Wutenergien&ldquo; freisetzen, die sich vor allem gegen Deutschland richten wird. Denn in den Krisenl&auml;ndern hat die von der &bdquo;deutschen EU&ldquo; diktierte Sparpolitik ein Desaster angerichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wie-wird-der-neoliberalismus-enden%20\">Stephan Schulmeister in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Cum-Ex-Files: Bundesregierung hat europ&auml;ische Steuerzahler geprellt<\/strong><br>\nDas Staatsversagen Deutschlands bei Cum-Ex hat deutsche Steuerzahler und europ&auml;ische Partner wie Frankreich Milliarden gekostet. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) warnte andere Staaten offenbar mit 13 Jahren Versp&auml;tung, w&auml;hrend Bankster die Staatskassen in Europa wie eine Weihnachtsgans ausnahmen. Bankvorst&auml;nde m&uuml;ssen endlich haftbar gemacht werden. Gangster im Nadelstreifen geh&ouml;ren hinter Gitter, und auch die M&ouml;glichkeiten zu Unternehmensstrafen bzw. dem Entzug der Banklizenz m&uuml;ssen erweitert werden&rdquo;, kommentiert der stellvertretende Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Fabio De Masi, die heutigen Ver&ouml;ffentlichung der &bdquo;Cum-Ex-Files&ldquo; durch ein europ&auml;isches Mediennetzwerk. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung hat die Abzocke jahrelang laufen und Finanzlobbyisten im BMF an vermeintlichen L&ouml;sungen arbeiten lassen. Auch hat der zwischenstaatliche Informationsaustausch versagt. Die EU-Kommission hat nun im Rahmen der Kapitalmarktunion vereinfachte Erstattungsregeln f&uuml;r Kapitalsteuern vorgeschlagen, was Missbrauchsrisiken f&uuml;r F&auml;lle wie Cum-Ex erh&ouml;hen k&ouml;nnte. Die Bundesregierung muss nun den internationalen Partnern Amtshilfe leisten. Schwere Steuerkriminalit&auml;t muss in allen F&auml;llen eine Geldw&auml;sche-Vortat werden, um Banken zu Geldw&auml;scheverdachtsmeldungen zu verpflichten. Der Bundestag sollte sich zeitnah erneut mit den Vorg&auml;ngen um Cum-Ex und Cum-Cum befassen. Wir brauchen auf europ&auml;ischer Ebene wasserdichte Regeln gegen die Finanzmafia und mehr Zusammenarbeit der Finanz- und Strafverfolgungsbeh&ouml;rden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/cum-ex-files-bundesregierung-hat-europaeische-steuerzahler-geprellt\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Gr&ouml;&szlig;ter Fall der Finanzkriminalit&auml;t in der Geschichte der Bundesrepublik&rdquo;<\/strong><br>\nMit dubiosen Aktiengesch&auml;ften haben Banken und Investoren jahrelang in die Steuerkasse gegriffen. Der Gr&uuml;nen-Politiker und Finanzexperte Gerhard Schick kritisiert, dass die EU-Regierungen die Deals nicht vorher gestoppt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/cum-ex-skandal-das-geld-floss-an-eine-gruppe-von-betruegern-a-1233956.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Offenbar ein Riesenskandal. Aber kapieren tut man das nicht, wenn man das Interview mit dem gr&uuml;nen Abgeordneten Schick liest. Der bl&auml;st sich zwar enorm auf, aber richtig erkl&auml;ren tut er nicht, wie die Sache funktioniert und wer namentlich daf&uuml;r verantwortlich ist und davon profitiert hat. Ein typisches Spiegel Interview.<\/em><\/p>\n<p><em>Wo war eigentlich Herr Sch&auml;uble, als diese kriminellen Gesch&auml;fte einget&uuml;tet worden sind? Er war doch die ganze Zeit &uuml;ber Bundesfinanzminister. Sollen wir glauben, dass er von diesen Machenschaften nichts gewusst hat? Oder sollen wir annehmen, dass er den Banken ein paar besonders lukrative Gesch&auml;fte zulasten der Steuerzahler g&ouml;nnte? Damit sie sich aus ihrer Schieflage erheben k&ouml;nnen!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Alt und auf Arbeit<\/strong><br>\nDer Anteil der 65- bis 69j&auml;hrigen, die einer Erwerbst&auml;tigkeit nachgehen, habe sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt, erkl&auml;rte Juliane Gude vom Statistischen Bundesamt gestern bei der Pressekonferenz in Berlin. 2007 habe ihr Anteil bei 7,1 Prozent gelegen, 2017 schon bei 16,1 Prozent. Das liege daran, dass einige Senioren noch ihre berufliche Lebenserfahrung einbringen wollen und k&ouml;nnen. Andere m&uuml;ssten &raquo;aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden bis ins hohe Alter arbeiten&laquo;. Jeder dritte im Alter zwischen 65 und 74 Jahren war dabei selbst&auml;ndig.<br>\nDer Gro&szlig;teil der arbeitenden Senioren seien Menschen, &raquo;die noch arbeiten wollen und das auch k&ouml;nnen&laquo;, meinte Claudia Vogel vom Deutschen Zentrum f&uuml;r Altersfragen gegen&uuml;ber dpa. Vogel leitet die regelm&auml;&szlig;ig durchgef&uuml;hrte &raquo;Alterserhebung&laquo; des Zentrums. Die letzte Erhebung aus dem Jahr 2014 will herausgefunden haben: Spa&szlig; an der Arbeit war mit gro&szlig;em Abstand der h&auml;ufigste Grund, warum Menschen im Rentenalter noch arbeiteten (67 Prozent), gefolgt vom Interesse an anderen Menschen. 40 Prozent gaben demnach an, aus finanziellen Gr&uuml;nden weiter zu arbeiten.<br>\n&raquo;Eine vorausschauende Seniorenpolitik sollte eigentlich darauf abzielen, dass Menschen, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben, ihren wohlverdienten Ruhestand in W&uuml;rde genie&szlig;en k&ouml;nnen. Die Realit&auml;t ist jedoch stockfinster&laquo;, erkl&auml;rte dazu am Donnerstag Katrin Werner, die seniorenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag. Werner weiter: &raquo;F&uuml;r viele reicht das Geld vorne und hinten nicht aus, weshalb sie zum Aufpolieren ihrer mickrigen Rente auf Nebenjobs angewiesen sind.&laquo; Es sei jetzt &raquo;allerh&ouml;chste Eisenbahn&laquo;, dieses Problem der Altersarmut in Angriff zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/341918.leben-im-alter-alt-und-auf-arbeit.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Eine vorausschauende Seniorenpolitik w&uuml;rde &auml;ltere Menschen nicht zu Erwerbst&auml;tigkeit zwingen<\/strong><br>\nEs ist jetzt allerh&ouml;chste Eisenbahn, dieses Problem der Altersarmut in Angriff zu nehmen. Perspektivisch wird der Anteil der &auml;lteren Bev&ouml;lkerung steigen und die Problematik sogar noch versch&auml;rft. Es stimmt, dass viele Seniorinnen und Senioren freiwillig weiterarbeiten und ihre lebenslangen Erfahrungen weitergeben wollen. Daran soll nat&uuml;rlich auch niemand gehindert werden. Wenn diese Arbeit aber als Alternative zur drohenden Einsamkeit durch fehlende soziale Kontakte gesehen wird, ist auch das kritisch zu bewerten. Hier ist die Bundesregierung aufgefordert, bessere Konzepte vorzulegen und beispielsweise mehr Begegnungszentren f&uuml;r &auml;ltere Menschen zu schaffen.<br>\nDer rentenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Matthias W. Birkwald, erg&auml;nzt: &bdquo;Was wir im Kern brauchen, um der Altersarmut entgegenzuwirken, ist eine Solidarische Mindestrente von 1050 Euro netto und eine Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eine-vorausschauende-seniorenpolitik-wuerde-aeltere-menschen-nicht-zu-erwerbstaetigkeit-zwingen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: R&uuml;rup empfiehlt Anhebung des Rentenalters &uuml;ber 67 Jahre hinaus<\/strong><br>\nWie lange wird die heutige Jugend des Landes sp&auml;ter arbeiten m&uuml;ssen? Geht es nach dem fr&uuml;heren Chef der Wirtschaftsweisen, Bert R&uuml;rup, macht der demografische Wandel eine weitere Anhebung des Rentenalters &uuml;ber 67 Jahre hinaus notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article182292610\/Ex-Wirtschaftsweisen-Chef-Ruerup-empfiehlt-Anhebung-des-Rentenalters-ueber-67-Jahre-hinaus.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Und t&auml;glich gr&uuml;&szlig;t das Murmeltier. Eine St&auml;rkung der gesetzlichen Rente kommt dem &bdquo;Top-&Ouml;konomen&ldquo; nat&uuml;rlich nicht in den Sinn. Er schl&auml;gt wieder das vor, was die B&uuml;rger am wenigsten wollen, wie eine <a href=\"http:\/\/www.forschungsgruppe.de\/Umfragen\/Politbarometer\/Archiv\/Politbarometer_2018\/August_II_2018\/\">Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen<\/a> im August herausgefunden hat. Die Menschen pl&auml;dieren mehrheitlich f&uuml;r eine St&auml;rkung der gesetzlichen Rentenversicherung und sprechen sich sogar mit 38 Prozent daf&uuml;r aus, die Beitr&auml;ge zu erh&ouml;hen. Das ist trotz des medialen Dauerfeuers gegen die gesetzliche Rentenversicherung immer noch ein beachtlicher Wert. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bittere Armut und unmenschliche Minijobs<\/strong><br>\nDieses Erbe der letzten Regierung unter einem SPD-Kanzler bleibt pr&auml;sent: Der Niedriglohnbereich, ausgebaut unter Gerhard Schr&ouml;der, nimmt einen zentralen Platz im sogenannten Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz ein.<br>\nDort wird aufgezeigt, dass sich nicht nur Arbeitslose, sondern auch eine stetig wachsende Zahl von Menschen, die einem Erwerb nachgehen, selbst in Deutschland mit bitteren Ph&auml;nomenen der Armut herumschlagen m&uuml;ssen. Dass dies aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden versteckt wird, passt zum Namen des Berichts.<br>\nOffiziell wird der Begriff &ldquo;Schattenbericht&rdquo; von Barbara Eschen, der Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz (Mitglieder hier), damit begr&uuml;ndet, dass er als eine Art Parallelbericht zum Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (siehe dazu: &ldquo;Westliche Demokratie&rdquo; ist hohl: Reichtum regiert fungieren soll. Es geht um eine Parallelwelt, die kaum, wenn &uuml;berhaupt, von denen wahrgenommen wird, die damit nicht in Ber&uuml;hrung kommen oder nicht in Ber&uuml;hrung kommen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bittere-Armut-und-unmenschliche-Minijobs-4194330.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Raus aus der Teilzeitfalle &ndash; Befristete Teilzeit f&uuml;r alle erm&ouml;glichen!<\/strong><br>\nMeist f&uuml;hren pers&ouml;nliche oder famili&auml;re Umst&auml;nde dazu, dass der Wunsch entsteht, Arbeitszeit zu reduzieren. Auf lange Sicht ist Teilzeitarbeit aber eine Form prek&auml;rer Arbeit &ndash; der Lohn reicht oft nicht zum Leben. Die L&ouml;hne m&uuml;ssen zum Teil vom Staat aufgestockt werden und Altersarmut ist damit vorprogrammiert.<br>\nTrotzdem sind immer mehr Menschen teilzeitbesch&auml;ftigt. Zwischen 1996 und 2016 hat sich die Zahl der Teilzeitbesch&auml;ftigten verdoppelt. Inzwischen arbeitet jeder vierte Besch&auml;ftigte in Teilzeit. Allerdings nicht immer freiwillig: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtsaus dem Jahr 2016 w&uuml;rden etwa 2,6 Millionen Besch&auml;ftigte, darunter 1,3 Millionen Frauen, ihre Arbeitszeit gern aufstocken wollen. Insbesondere Besch&auml;ftigte in Kleinbetrieben mit bis zu 50 Besch&auml;ftigten w&uuml;rden gern mehr arbeiten.<br>\nSehr h&auml;ufig sind es Frauen, die f&uuml;r Kindererziehungs- oder Pflegezeiten beruflich k&uuml;rzer treten. Daher ist es kaum &uuml;berraschend, dass sie es sind, die in der oft zitierten Teilzeitfalle festh&auml;ngen. Einmal die Arbeitszeit reduziert, haben sie kaum eine Chance, diese wieder zu erh&ouml;hen.<br>\nEine gesetzliche Regelung soll deshalb dieser Benachteiligung Abhilfe schaffen und den Besch&auml;ftigten das Recht einr&auml;umen, ihre abgesenkte Arbeitszeit wieder zu erh&ouml;hen &ndash; das von der Gro&szlig;en Koalition gestrickte Br&uuml;ckenteilzeitgesetz.<br>\nDieser positive Ansatz des Gesetzes wird leider zunichte gemacht, da es durch eingezogene H&uuml;rden in 98 Prozent der Betriebe nicht greift und dort nicht umgesetzt werden muss.<br>\nDadurch, dass das Recht auf befristete Teilzeit erst bei Unternehmen mit mehr als 45 Besch&auml;ftigten greift, werden 14,4 Millionen Besch&auml;ftigte von diesem R&uuml;ckkehrrecht ausgeschlossen und haben keinen Anspruch, ihre Arbeitszeit wieder zu erh&ouml;hen.<br>\nDIE LINKE fordert in ihrem Antrag &bdquo;R&uuml;ckkehrrecht in Vollzeit f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten&ldquo; (PDF), dass die M&ouml;glichkeit, vor&uuml;bergehend die Arbeitszeit zu reduzieren, allen Besch&auml;ftigten offensteht &ndash; egal, ob es um Erziehung von Kindern, die Pflege von Angeh&ouml;rigen oder einfach um mehr freie Zeit f&uuml;r das Privatleben geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/raus-aus-der-teilzeitfalle-befristete-teilzeit-fuer-alle-ermoeglichen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wohnen &ndash; Ware oder Menschenrecht?<\/strong><br>\nIm Rhein-Main-Gebiet landen immer gr&ouml;&szlig;ere Teile des Einkommens der Arbeiterfamilien bei den Miethaien. Lohnerh&ouml;hungen werden durch Mietsteigerungen mehr als aufgefressen. Inzwischen gibt dort jeder f&uuml;nfte Haushalt mehr als 40 Prozent und jeder zweite Haushalt mehr als 30 Prozent seines Einkommens f&uuml;r die Miete aus. &Auml;hnlich ist die Situation in Kassel und in den mittelhessischen Oberzentren Gie&szlig;en und Marburg.<br>\nWie dramatisch die Wohnraumsituation inzwischen ist, hat eine aktuelle Studie des Pestel-Instituts zum Wohnungsmarkt in Hessen aufgezeigt. Hessen ist, bezogen auf die Einwohnerzahl, das Fl&auml;chenland mit dem gr&ouml;&szlig;ten Wohnungsdefizit. Ende 2017 fehlten 70 000 Wohnungen.<br>\nWer jetzt glaubt, die Damen und Herren aus den Vorst&auml;nden der gro&szlig;en Konzerne und Banken und andere Reiche und Superreiche h&auml;tten inzwischen ein Problem, in Frankfurt, Darmstadt oder Wiesbaden eine Luxuswohnung zu finden, liegt falsch. Wohnungen in den gehobenen Preislagen gibt es genug. Der Mangel konzentriert sich ausschlie&szlig;lich auf die unteren und mittleren Preissegmente. Kein Wunder, denn allein in den letzten vier Jahren ist die Zahl der Sozialwohnungen in Hessen um 26 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Aktuell suchen hier ca. 50 000 Menschen eine Sozialwohnung. Dem stehen gerade einmal 582 genehmigte Sozialwohnungen 2017 gegen&uuml;ber. [&hellip;]<br>\nDie Ank&uuml;ndigung, in dieser Legislaturperiode 100 000 Sozialwohnungen zu bauen, h&ouml;rt sich auf den ersten Blick gut an. Dass aber im gleichen Zeitraum 150 000 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen, zeigt, dass die Ank&uuml;ndigung noch nicht einmal der sprichw&ouml;rtliche Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein ist. Nach Einsch&auml;tzung der IG BAU m&uuml;ssten j&auml;hrlich 400 000 Wohnungen, davon 100 000 preis- und belegungsgebunden, gebaut werden.<br>\nDie Zahlen zeigen, dass der sogenannte freie Markt nichts regelt und dass im Kapitalismus das soziale Grundrecht Wohnen, ebenso wie andere Grundrechte wie Gesundheit oder Bildung, zu einer Ware verkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5042\/innenpolitik\/9606\/Wohnen%C2%A0%E2%80%93-Ware-oder-Menschenrecht.htm%20\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die VW-Rabatte sind eine Frechheit<\/strong><br>\nEs ist ein gro&szlig;er Tag, finden zumindest die Herren bei Volkswagen. Immerhin leiste man mit dem neuen Umtauschprogramm nun &ldquo;einen signifikanten Beitrag zur Verbesserung der Luftqualit&auml;t&rdquo; in den St&auml;dten, hei&szlig;t es aus Wolfsburg. Das ist nat&uuml;rlich ein schlechter Scherz: dass ein Konzern, der f&uuml;r den wohl gr&ouml;&szlig;ten Industriebetrug der Nachkriegsgeschichte verantwortlich ist, nun so tut, als st&uuml;nde die Sorge um das Gemeinwohl hinter den neuen Pr&auml;mien.<br>\nBis zu 10 000 Euro will der Konzern zahlen, wenn ein alter Diesel verschrottet und ein neuer gekauft wird. Volkswagen bietet dieses Umtauschprogramm deshalb an, weil der Konzern das f&uuml;r die wirtschaftlich schlaueste Strategie h&auml;lt. Es ist die Angst vor teuren Hardware-Nachr&uuml;stungen und vor Fahrverboten, die der Kalkulation dieser Pr&auml;mien zugrunde liegt: Bevor man mehrere Tausend Euro investieren muss, um ein dreckiges Auto ein bisschen sauberer zu bekommen, verkauft man lieber ein neues Auto mit h&ouml;heren Rabatten, verdient noch daran und ist das Problem los.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/diesel-vw-kommentar-1.4175555\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Air Berlin: Aufkl&auml;rung kann jetzt nur noch der Gang nach Karlsruhe bringen<\/strong><br>\nIm Fall Air Berlin kann jetzt nur noch der Gang nach Karlsruhe die Bundesregierung zu Transparenz zwingen. Auch ein Jahr nach Vergabe des 150-Millionen-Euro-schweren Kredits verweigert die Bundesregierung die Einsicht in zentrale Dokumente. Diese Mauertaktik der Bundesregierung bei der Aufkl&auml;rung der Vergabe des Air Berlin-Kredits ist inakzeptabel. Das Bundesverfassungsgericht wird anhand dieses Falles jetzt grunds&auml;tzlich zu kl&auml;ren haben, ob das Parlament sein Kontrollrecht gegen&uuml;ber der Bundesregierung k&uuml;nftig noch vollumf&auml;nglich aus&uuml;ben kann&rdquo;, erkl&auml;rt Pascal Meiser, dienstleistungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im zust&auml;ndigen Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und Energie. Hintergrund ist der Beitritt der Fraktion DIE LINKE zu einem Organstreitverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht. Die Fraktionen B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und DIE LINKE wollen auf diesem Wege die Informationsrechte der Abgeordneten st&auml;rken, um die verfassungsrechtlich garantierte demokratische Kontrolle der Regierung auch tats&auml;chlich aus&uuml;ben zu k&ouml;nnen. Dabei geht es vor allem um ein zentrales Gutachten des Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmens PwC im Fall Air Berlin. Bislang verweigert die Bundesregierung die Herausgabe. Von der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts sind aber dar&uuml;ber hinaus auch Auswirkungen auf das parlamentarische Kontrollrecht zu erwarten. Meiser weiter:<br>\n&bdquo;Seit fast einem Jahr verweigert die Bundesregierung die Herausgabe des Gutachtens, das der zentralen Kreditvergabe zugrunde liegt. Nicht einmal in der Geheimschutzstelle des Bundestages wird uns als Abgeordneten die Einsichtnahme erlaubt. Die Frage, wer die Verantwortung f&uuml;r die missgl&uuml;ckte Vergabe des 150-Millionen-Euro-schweren Kredits an die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin tr&auml;gt, ist jedoch letztendlich nur mit Hilfe des PwC-Gutachtens zu beantworten. Das Gutachten ist auch deshalb von zentraler Bedeutung, weil sich daraus weitere R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Rolle der Bundesregierung bei der Abwicklung von Air Berlin ergeben k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/air-berlin-aufklaerung-kann-jetzt-nur-noch-der-gang-nach-karlsruhe-bringen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten sich mit den Entwicklungen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=air-berlin\">rund um Air Berlin ebenfalls befasst<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Merkel kn&ouml;pft sich Orb&aacute;n vor<\/strong><br>\nBeim Treffen der konservativen Regierungschefs eskaliert der Streit mit Viktor Orb&aacute;n. Kanzlerin Angela Merkel wirft Ungarns Premier seine N&auml;he zu Italiens rechtem Lega-Chef Matteo Salvini vor. [&hellip;]<br>\nIm kleinen Kreis hatte sich Merkel schon mehrfach &uuml;ber die Wortwahl emp&ouml;rt. Salvini profiliert sich mit einer harten Fl&uuml;chtlingspolitik und teilweise uns&auml;glichen Aussagen &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge. So hatte Salvini in einem Facebook-Video Fl&uuml;chtlinge auf einem Rettungsschiff einmal als &ldquo;Menschenfleisch&rdquo; bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/angela-merkel-knoepft-sich-viktor-orban-vor-eu-gipfel-vor-a-1233941.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Billigste Meinungsmache. Merkel, die K&auml;mpferin f&uuml;r Humanit&auml;t (Fl&uuml;chtlinge) und Rechtsstaatlichkeit. Dar&uuml;ber, dass Merkel sich den saudischen Diktator Mohammed bin Salman einmal &ldquo;vorgekn&ouml;pft&rdquo; h&auml;tte, war bisher nichts zu h&ouml;ren. Und wo war Merkels &ldquo;Humanit&auml;t&rdquo;, angesichts der Verh&auml;ltnisse in Deutschland, wie sie der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46593#h03\">j&uuml;ngste Bericht der Nationalen Armutskonferenz wieder veranschaulicht hat<\/a>? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Prinz und der Journalist<\/strong><br>\nWie das falsche Bild eines massenmordenden Prinzen durch das falsche Bild eines angeblichen &ldquo;Dissidenten&rdquo; zerst&ouml;rt wird<br>\n100.000 Tote im Jemen, die auf das Konto eines Angriffskrieges von Saudi-Arabien mit der Hilfe der USA und Gro&szlig;britanniens gehen, haben nur wenig Aufregung in westlichen Medien verursacht. Aber der Tod eines einzelnen Journalisten, vermutlich in einem Konsulat Saudi-Arabiens in der T&uuml;rkei, schl&auml;gt hohe Wellen. Und dabei sind gro&szlig;e Teile der Berichte &uuml;ber den angeblichen &ldquo;Dissidenten&rdquo; ganz einfach falsch. Aber so ist das schon mal in der Politik. Nicht &uuml;ber Massenmorde, Kriege oder V&ouml;lkermode stolpern &ldquo;Helden&rdquo;, sondern &uuml;ber medial hervorgehobene, im Verh&auml;ltnis kleine Taten. [&hellip;]<br>\nErdogan ist bekannterweise ein Anh&auml;nger der Muslimbr&uuml;der. Der F&uuml;hrer der Bewegung in Saudi-Arabien soll der angeblich get&ouml;tete Journalist Jamal Khashoggi gewesen sein. Durch diese simple Tatsache werden zwei Dinge offensichtlich: 1. Khashoggi war kein &ldquo;Dissident&rdquo; im westlichen Sinn, der sich f&uuml;r Demokratie und Freiheit einsetzte. Vielmehr war er ein &uuml;berzeugter Anh&auml;nger von islamistischen, nicht wirklich freiheitlich-demokratischen Systemen. Einzelheiten, die manche &uuml;berraschen werden, hat Thomas Pany ver&ouml;ffentlicht. Daraus ergibt sich 2. die Rolle Erdogans. Auch selbst Muslimbruder, verband ihn die politische &Uuml;berzeugung mit Khashoggi, und die beiden hatten angeblich eine gute Beziehung. Erdogan befindet sich in einem historischen geopolitischen Konflikt mit Saudi-Arabien und strebt die Vorherrschaft im Mittleren Osten, mindestens in den arabischen L&auml;ndern, an. Eine Rolle, die Saudi-Arabien f&uuml;r sich beansprucht.<br>\nW&auml;re es nicht die T&uuml;rkei gewesen, k&ouml;nnte man ziemlich sicher sein, dass der Vorgang unter den Teppich gekehrt worden w&auml;re. Aber Erdogan nutzt die Geschichte gen&uuml;sslich, um seine politische Agenda zu verfolgen, und er versucht, das Thema so lange wie m&ouml;glich in den Schlagzeilen zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Prinz-und-der-Journalist-4194357.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Keine Mordwerkzeuge mehr f&uuml;r Saudi-Arabien<\/strong><br>\n&bdquo;Die Kriegsverbrechen im Jemen und der Mord am Journalisten Khashoggi m&uuml;ssen Konsequenzen haben. Der Export weiterer Mordwerkzeuge an die saudische Diktatur muss sofort gestoppt werden. Business as usual mit der islamistischen Monarchie k&auml;me einem Freibrief f&uuml;r Mord und Kriegsverbrechen gleich&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;W&auml;hrend im Fall von Sergej Skripal sofort russische Diplomaten in vorauseilendem Gehorsam ausgewiesen wurden, bel&auml;sst man es bei Saudi-Arabien bei wohlfeilen halbseichten Aufforderungen zur r&uuml;ckhaltlosen Aufkl&auml;rung. Das signalisiert den Saudis, dass sie sich alles erlauben k&ouml;nnen. Und es zeigt die Doppelmoral der Bundesregierung.<br>\nSaudi-Arabien ist eine Gefahr f&uuml;r Frieden und Stabilit&auml;t in der Region und der ganzen Welt. Und es ist eine Gefahr f&uuml;r Meinungs- und Pressefreiheit sowie die Menschenrechte. Die Bundesregierung muss endlich diplomatische Konsequenzen ziehen und ihre schauderhafte N&auml;he zur Kopf-ab-Diktatur beenden. Au&szlig;enminister Heiko Maas ist aufgefordert, Haltung zu zeigen, die er sonst bei jeder Gelegenheit einfordert. Die R&uuml;stungsexporte an Riad m&uuml;ssen sofort gestoppt, die Reisehinweise des Ausw&auml;rtigen Amtes f&uuml;r Saudi-Arabien versch&auml;rft werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/keine-mordwerkzeuge-mehr-fuer-saudi-arabien\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch Satire: &ldquo;Folter und Enthauptung waren doch bis jetzt auch kein Problem&rdquo;: Saudis ratlos, was sie beim Khashoggi-Mord falsch gemacht haben<\/strong><br>\nRiad (dpo) &ndash; Saudi-Arabien versteht die Welt nicht mehr: Nach den emp&ouml;rten internationalen Reaktionen auf die bestialische Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi zeigte sich das saudische K&ouml;nigreich verwundert, dass Folter und Enthauptungen pl&ouml;tzlich ein Problem f&uuml;r seine westlichen Partner darstellen.<br>\n&ldquo;Seit Jahrzehnten wenden wir bei Dissidenten Folter an und enthaupten unliebsame Kritiker, ohne dass sich jemand gro&szlig; beschwert hat&rdquo;, erkl&auml;rte Kronprinz Mohammed bin Salman in Riad. &ldquo;Stockhiebe, &ouml;ffentliche Hinrichtungen, gewaltsame Niederschlagung von Aufst&auml;nden &ndash; das alles war nie ein Problem.&rdquo;<br>\nNicht einmal die Tatsache, dass die saudische Luftwaffe im Jemen tausende Zivilisten t&ouml;tet und mit ihrer r&uuml;cksichtslosen Kriegsf&uuml;hrung den Hungertod von Millionen Menschen riskiert, hat die Weltgemeinschaft bislang gro&szlig; gest&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/10\/khashoggi-bin-salman.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Irrsinn mit Methode: &Uuml;ber die Biowaffen-Forschung der USA und Deutschlands<\/strong><br>\nEs ist Irrsinn mit Methode einschlie&szlig;lich gef&auml;hrlichem Bl&ouml;dsinn. Das &bdquo;Bayern-SDI&ldquo; des Markus S&ouml;der besagt, was nicht nur an bayerischen Kaminen in M&uuml;nchen, der Stadt der sieben Dax-Konzerne, getr&auml;umt wird: Die deutschen Eichen sollen wieder in den Himmel wachsen. Un&uuml;bertroffen aber bleibt bei Irrsinn mit wissenschaftlicher Methode &bdquo;Mordamerika&ldquo; (Peter Hacks). Am 5. Oktober berichtete der Leiter des FAZ-Ressorts &bdquo;Natur und Wissenschaft&ldquo;, der Biologe Joachim M&uuml;ller-Jung, von einem US-Forschungsprogramm, das an die 50er Jahre erinnert. Damals wurde die CIA zeitweilig verd&auml;chtigt, missliebigen Staaten gefr&auml;&szlig;ige Kartoffelk&auml;fer auf die Knollen&auml;cker zu schicken. Das war am Ausgang der Dampfmaschinen&auml;ra, heute ist alles High-Tech. M&uuml;ller-Jung legt das anhand einer Charakteristik der &bdquo;Darpa&ldquo; dar. Die sei &bdquo;wissenschaftlicher Arm des amerikanischen Verteidigungsministeriums, ebenso ber&uuml;hmt wie ber&uuml;chtigt f&uuml;r ihren radikalen Innovationsgeist&ldquo;. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek komme bei ihr &bdquo;schon mal ins Schw&auml;rmen&ldquo;. F&uuml;r die CDU-Politikerin stand die Darpa n&auml;mlich Pate, als sie die &bdquo;neue Hundert-Millionen-Euro-&sbquo;Agentur zur F&ouml;rderung von Sprunginnovationen&rsquo;&ldquo; per Kabinettsbeschluss im August auf den Weg brachte. M&uuml;ller-Jung: &bdquo;Wo die Darpa mit ihrem prallen Dollars&auml;ckel s&auml;t, schie&szlig;en gro&szlig;e Ideen und technische Revolutionen wie Pilze aus dem Boden. So jedenfalls die Legende.&ldquo; Das klingt im Petagon-Umfeld schlecht und ist es auch, wie der Autor zeigt.<br>\nDie Darpa hat n&auml;mlich ein Forschungsprogramm mit 27 Millionen US-Dollar ausgestattet, das den Titel &bdquo;Insect Allies&ldquo; &ndash; &bdquo;Insekten als Verb&uuml;ndete&ldquo; tr&auml;gt. Angeblich geht es um &bdquo;Gegenma&szlig;nahmen f&uuml;r den Fall nat&uuml;rlicher und technisch erzeugter Gefahren f&uuml;r die Nahrungsversorgung und die amerikanische Landwirtschaft&ldquo;. Also Landesverteidigung gegen Bioangriffe?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5042\/positionen\/9644\/Irrsinn-mit-Methode.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kirchen halfen Kriegsverbrechern: Barmherzigkeit f&uuml;r Massenm&ouml;rder<\/strong><br>\nSie trugen Schuld an Massakern und Deportationen &ndash; und fanden Beistand bei Bisch&ouml;fen. Irritierend energisch verlangten christliche W&uuml;rdentr&auml;ger die Freilassung von Nazit&auml;tern.<br>\nEs sind etwa 30 vergilbte Briefe, handgeschrieben in blauer Tinte, verfasst zwischen 1951 und 1961. Sie liegen in einem r&ouml;mischen Kirchenarchiv und sind adressiert an Bischof Alois Hudal, seinerzeit Rektor von Santa Maria dell&rsquo;Anima, der deutschen Pilgerkirche in der Ewigen Stadt. Autor der Zeilen: Herbert Kappler, ein rechtskr&auml;ftig verurteilter NS-Kriegsverbrecher.<br>\nKappler war Kommandeur der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (SD) des Reichsf&uuml;hrers SS. Im M&auml;rz 1944 hatte er in Rom das Massaker in den Ardeatinischen H&ouml;hlen befehligt und mit ausgef&uuml;hrt. In einem stillgelegten Bergwerk am Stadtrand Roms waren 335 Italiener hingerichtet worden &ndash; die Rache der Deutschen f&uuml;r einen Partisanenanschlag.<br>\nNach dem Krieg verurteilte ein r&ouml;misches Milit&auml;rgericht Kappler zu lebenslanger Haft. Bereits ab 1947 konnte der Massenm&ouml;rder auf die Hilfe Hudals z&auml;hlen. Der &ouml;sterreichische Bischof hatte im &ldquo;Dritten Reich&rdquo; mit den Nazis sympathisiert. Er betreute Kappler seelsorgerisch und setzte sich f&uuml;r dessen Amnestie ein.<br>\nGleichzeitig war Hudal ein zentraler Aktivposten der sogenannten Rattenlinie, &uuml;ber die Hunderte NS-T&auml;ter nach S&uuml;damerika entkamen, darunter Hauptverantwortliche f&uuml;r den Holocaust wie Adolf Eichmann und Josef Mengele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/einestages\/ns-verbrecher-die-barmherzige-hilfe-der-kirchen-a-1233489.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Anklage gegen Temer gefordert<\/strong><br>\nDie brasilianische Bundespolizei fordert, dass Pr&auml;sident Michel Temer angeklagt wird. Sie wirft ihm Korruption, Geldw&auml;scherei und kriminelle Gesch&auml;fte vor.<br>\nDie brasilianische Bundespolizei hat die Staatsanwaltschaft aufgefordert, Pr&auml;sident Michel Temer wegen Korruption, Geldw&auml;sche und krimineller Gesch&auml;fte anzuklagen. Laut einem Polizeibericht hat Temer zwischen 2000 und 2014 Bestechungsgelder in der H&ouml;he von rund 1,6 Millionen Franken von Firmen aus dem Hafensektor erhalten. Im Gegenzug daf&uuml;r soll er im Mai 2017 ein Dekret, welches das Hafengesetz modifizierte, zugunsten von diesen erlassen haben. Weitere 4,6 Millionen Franken sollen von den Unternehmen zudem direkt an seine Partei Movimiento Democr&aacute;tico Brasile&ntilde;o geflossen sein.<br>\nDie Polizei ermittelte 13 Monate lang gegen den seit Mai 2016 amtierenden Staatschef. Temer weist seit Beginn der Untersuchungen jede Schuld von sich. Seine Anw&auml;lte forderten am Mittwoch das Oberste Gericht auf, den j&uuml;ngsten Polizeibericht f&uuml;r nichtig zu erkl&auml;ren. Die Staatsanwaltschaft entscheidet nun, ob sie Anklage erhebt, weitere Ermittlungen anordnet oder die Akte schliesst.<br>\nDer Oberste Gerichtshof kann gem&auml;ss der Verfassung aber nur dann gegen den Pr&auml;sidenten ermitteln, wenn er dazu vom Parlament beauftragt wird. Die Staatsanwaltschaft hatte im vergangenen Jahr zwei Mal Klage gegen Temer wegen Korruption und krimineller Aktivit&auml;ten eingereicht. Beide Male verhinderten die Abgeordneten Ermittlungen gegen ihn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/anklage-gegen-temer-gefordert-ld.1429375\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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