{"id":46646,"date":"2018-10-19T15:53:59","date_gmt":"2018-10-19T13:53:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646"},"modified":"2018-10-19T15:53:59","modified_gmt":"2018-10-19T13:53:59","slug":"hinweise-des-tages-ii-367","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h01\">Weltpolitik ohne Washington<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h02\">Waffenexporte: Saudi-Arabien ist zweitbester Kunde der deutschen R&uuml;stungsindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h03\">McKinseys Ministerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h04\">Arm trotz Arbeit? Jeder zweite Aufstocker ist sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h05\">Auswirkungen des Mindestlohns auf die Nachfrage nach freien Mitarbeitern sind gering<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h06\">Nicht alle wollen weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h07\">Trendumkehr bei der Lebenserwartung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h08\">Paukenschlag in Amerika: NAFTA 2.0 ohne Schiedsgerichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h09\">Cum-Ex-Gesch&auml;fte: Diese Art Geldmacherei ist asozial<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h10\">Rohstoffe &ndash; und was haben wir damit zu tun?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h11\">Klimawandel dezimiert Nahrungskette im Regenwald<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h12\">&Ouml;sterreichs Jobcenter richten k&uuml;nftig mit Hilfe von Software &uuml;ber Arbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h13\">Die SPD hat nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h14\">Innenminister a.D. De Maizi&egrave;re wird Vorstandsvorsitzender der Telekom-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h15\">Zufall oder nicht?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Weltpolitik ohne Washington<\/strong><br>\nBerlin und die EU streben auf dem gestern gestarteten ASEM-Gipfel eine St&auml;rkung ihrer Stellung sowohl gegen&uuml;ber den USA als auch gegen&uuml;ber China an. Zu dem Gipfel sind Spitzenvertreter von insgesamt 51 Staaten aus Europa und Asien in Br&uuml;ssel eingetroffen; als Besonderheit gilt, dass die Vereinigten Staaten nicht beteiligt sind. ASEM (Asia-Europe Meeting) wurde 1996 gegr&uuml;ndet, um ein Gegengewicht gegen das US-dominierte APEC-Format (Asia-Pacific Economic Cooperation) zu bilden. Bis heute st&uuml;tzt APEC US-Anspr&uuml;che vor allem in Ost- und in S&uuml;dostasien, w&auml;hrend die EU ASEM als ihr Einflussinstrument zu nutzen sucht. &ldquo;Europa und Asien&rdquo; k&ouml;nnten, wenn sie sich zusammenschl&ouml;ssen, &ldquo;die Welt auf bedeutende Weise ver&auml;ndern&rdquo;, wird ein EU-Diplomat mit Blick auf den ASEM-Gipfel zitiert. Zugleich sucht sich die EU gegen China zu positionieren: Sie preist auf dem Gipfeltreffen ihre neue &ldquo;Konnektivit&auml;tsstrategie&rdquo; an, die als Gegenmodell zu Chinas &ldquo;Neuer Seidenstra&szlig;e&rdquo; konzipiert ist und Beijing auf den euro-asiatischen Transportkorridoren zur&uuml;ckdr&auml;ngen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7757\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Waffenexporte: Saudi-Arabien ist zweitbester Kunde der deutschen R&uuml;stungsindustrie<\/strong><br>\nEigentlich hatte die Gro&szlig;e Koalition versprochen, keine Waffen an Parteien im Jemenkrieg zu liefern. Dennoch hat die Bundesregierung seit Januar nur f&uuml;r ein Zielland mehr R&uuml;stungsexporte genehmigt als f&uuml;r Saudi-Arabien.<br>\nSaudi-Arabien ist eine f&uuml;hrende Kraft im Jemenkrieg &ndash; und dennoch bislang der zweitbeste Kunde der deutschen R&uuml;stungsindustrie im laufenden Jahr. Bis zum 30. September erteilte die Bundesregierung Exportgenehmigungen im Wert von 416,4 Millionen Euro f&uuml;r das Land, wie aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Gr&uuml;nen-Abgeordneten Omid Nouripour hervorgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/saudi-arabien-ist-zweitbester-kunde-der-deutschen-ruestungsindustrie-a-1234023.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie Berthold Brecht schon sagte: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>McKinseys Ministerin<\/strong><br>\nAngestellte von McKinsey in Zukunft ordnungsgem&auml;&szlig; als Ministeriumsmitarbeiter bei der Rentenkasse anzumelden, reicht Tobias Pfl&uuml;ger (Die Linke) nicht aus. &raquo;Das komplette System der externen Beratung muss in diesem Zusammenhang beendet werden&laquo;, sagte der verteidigungspolitische Sprecher seiner Fraktion im Bundestag am Donnerstag gegen&uuml;ber jW. Dabei gehe es ihm um ein Ende der &raquo;Einflussnahme von Industriekreisen auf die Politik&laquo;, wie er auf Nachfrage pr&auml;zisierte. Einzelne Projektauftr&auml;ge wie etwa wissenschaftliche Untersuchungen sollten laut Pfl&uuml;ger selbstverst&auml;ndlich auch weiterhin erlaubt sein.<br>\nSchon bevor man im BMVG von besagter Anzeige erfuhr, sei das Ministerium &raquo;mit dem Antrag auf Statusfeststellung f&uuml;r insgesamt sechs Personen&laquo; auf die Deutsche Rentenversicherung &raquo;zugegangen&laquo;, wie ein Sprecher am Donnerstag auf jW-Anfrage mitteilte. Den Vorwurf, Meldungen an die Sozialversicherungen &raquo;im Zusammenhang mit der Einbindung externer Unterst&uuml;tzungsleistungen&laquo; vors&auml;tzlich unterlassen zu haben, weist das Ministerium laut Stellungnahme &raquo;entschieden&laquo; zur&uuml;ck. Aus den entsprechenden Pr&uuml;fberichten des BRH habe man bereits Konsequenzen gezogen, hei&szlig;t es weiter. So werde die Vergabe im Ressort zen&shy;tralisiert, &raquo;um die Einhaltung von Qualit&auml;tsstandards sicherzustellen&laquo;. Auch soll demnach eine &raquo;Ermittlungsgruppe&laquo; Hinweisen von &raquo;grobem pers&ouml;nlichem Fehlverhalten von Einzelpersonen&laquo; nachgehen und &raquo;f&uuml;r Aufkl&auml;rung des Geschehenen&laquo; sorgen.<br>\nZwischen der Unternehmensberatung McKinsey &amp; Company mit Sitz in New York City und Ursula von der Leyen besteht eine besonders enge Beziehung. Nachdem sie Verteidigungsministerin geworden war, holte sie 2014 die McKinsey-Frau Katrin Suder ins Boot und machte sie zur beamteten Staatssekret&auml;rin. Der Auftrag: Die Beschaffung von Kriegsger&auml;t und Ausr&uuml;stung f&uuml;r die Truppe &raquo;optimieren&laquo;. Auch ein Sohn der Ministerin ist offenbar bei McKinsey unter Vertrag, so der Spiegel weiter. Auf dem Karrierenetzwerk &raquo;Linkedin&laquo; ist ein entsprechendes Profil von David von der Leyen zu finden. Suder jedenfalls leitet heute den &raquo;Digitalrat&laquo; der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/341898.wirtschaftsf%C3%B6rderung-mckinseys-ministerin.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arm trotz Arbeit? Jeder zweite Aufstocker ist sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt<\/strong><br>\nRund ein Viertel der knapp 4,26 Millionen erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Empf&auml;nger geht einer Erwerbst&auml;tigkeit nach. Bei der anschlie&szlig;enden Frage nach dem Ausma&szlig; der Erwerbsarmut gibt es allerdings unterschiedliche Meinungen.<br>\nKnapp 1,11 Millionen Erwerbst&auml;tige im Hartz-IV-Bezug z&auml;hlte die Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) im M&auml;rz 2018. W&auml;hrend einige das Indiz f&uuml;r ausufernde Erwerbsarmut werten, wehren sich andere Stellen, wie zum Beispiel das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) K&ouml;ln vehement gegen diese Lesart der Statistik. Wer hat also recht?<br>\nDie BA-Statistik der erwerbst&auml;tigen Hartz-IV-Empf&auml;nger (erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte) zeigt, dass mit einem Anteil von &uuml;ber einem Drittel Teilzeitbesch&auml;ftigte die gr&ouml;&szlig;te Gruppe unter den Aufstockern ausmachen. F&uuml;r sie d&uuml;rfte eher der Besch&auml;ftigungsumfang denn unzureichende L&ouml;hne der Grund f&uuml;r das Aufstocken mit Hartz IV sein. Mit 17,2 Prozent geht hingegen nur ein geringer Anteil der Aufstocker einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbesch&auml;ftigung nach. Dazu z&auml;hlen auch knapp 60.000 Auszubildende, die 5,2 Prozent an allen Aufstockern ausmachen. In Bezug auf die knapp 4,26 Millionen erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Empf&auml;nger reichte demnach lediglich f&uuml;r 3,1 Prozent von ihnen das Einkommen aus einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbesch&auml;ftigung (ohne Auszubildende) nicht zur Existenzsicherung aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/arm-trotz-arbeit-jeder-zweite-aufstocker-ist-sozialversicherungspflichtig-beschaeftigt\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<p><strong>dazu: 7,6 Millionen Menschen leben von Mindestsicherung<\/strong><br>\nHartz IV, Grundsicherung im Alter, Asylbewerber-Leistungen: Jeder elfte Mensch in Deutschland lebte 2017 von staatlichen Hilfen &ndash; 3,5 Prozent weniger als 2016. Im Osten war der R&uuml;ckgang besonders stark.<br>\nEs ist der zweite R&uuml;ckgang in Folge: Ende 2017 bezogen knapp 7,6 Millionen Menschen in Deutschland Leistungen der sozialen Mindestsicherung. Das waren 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Anteil der Empf&auml;nger an der Gesamtbev&ouml;lkerung lag Ende 2017 bei 9,2 Prozent und damit um 0,3 Punkte niedriger als 2016 und um 0,5 Punkte niedriger als 2015.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-und-co-7-6-millionen-menschen-leben-von-mindestsicherung-a-1234030.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2018\/10\/PD18_408_228.html;jsessionid=9EE5F3C6D869E4D682148E1A81A3267D.InternetLive1\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein weiterer Skandal, der inzwischen schulterzuckend hingenommen wird. Eine Folge der, die Gesellschaft spaltenden, neoliberalen Ideologie, die nicht die &ouml;konomischen Verh&auml;ltnisse als Ursache f&uuml;r Armut und prek&auml;re Lebensverh&auml;ltnisse sieht, sondern darin, dass sich die Betroffenen eben nicht &ldquo;marktkonform&rdquo; verhalten h&auml;tten. Entlarvend der Abschnitt, der indirekt erkl&auml;rt, weshalb die Hartz IV S&auml;tze grunds&auml;tzlich zu niedrig angesetzt sind, da bei einer Erh&ouml;hung pl&ouml;tzlich manifest w&uuml;rde, wie viele Menschen in Deutschland zu Armutsl&ouml;hnen arbeiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Auswirkungen des Mindestlohns auf die Nachfrage nach freien Mitarbeitern sind gering<\/strong><br>\nHat die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns dazu gef&uuml;hrt, dass die betroffenen Unternehmen statt regul&auml;r Besch&auml;ftigter verst&auml;rkt freie Mitarbeiter einstellen, weil sie diesen keinen Mindestlohn zahlen m&uuml;ssen? In einer Studie f&uuml;r die Mindestlohnkommission ist das IAB dieser Frage auf den Grund gegangen.<br>\nZum 1. Januar 2015 wurde in Deutschland ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro eingef&uuml;hrt. Damit waren Bef&uuml;rchtungen verbunden, dass Unternehmen nunmehr verst&auml;rkt Mitarbeiter besch&auml;ftigen w&uuml;rden, denen kein Mindestlohn gezahlt werden muss.<br>\nArbeitgeber k&ouml;nnten demnach auch vermehrt Auftr&auml;ge an freie Mitarbeiter vergeben haben. Diese besitzen einen Werk- oder Dienstvertrag und sind im rechtlichen Sinne selbstst&auml;ndig. Sie fallen daher nicht unter den Mindestlohn. Freie Mitarbeiter werden zudem nicht dauerhaft eingestellt, sondern erbringen einzelne, zeitlich begrenzte Leistungen. Das erm&ouml;glicht Unternehmen, personelle Kapazit&auml;ten flexibel auf- und abzubauen. Unternehmen, die aufgrund des Mindestlohns steigende Kosten und als Folge Auftragseinbr&uuml;che bef&uuml;rchteten, k&ouml;nnten also Neueinstellungen zur&uuml;ckgestellt und stattdessen freie Mitarbeiter beauftragt haben &ndash; so lautete jedenfalls das pessimistische Szenario.<br>\nDie Mindestlohnkommission hat daher das IAB beauftragt zu untersuchen, ob sich solche Effekte nachweisen lassen. In der Studie, die den Zeitraum von 2011 bis 2016 abdeckt, wurden mithilfe des IAB-Betriebspanels Betriebe, die vom Mindestlohn betroffen sind, mit Betrieben verglichen, die ihren Besch&auml;ftigten bereits vor der Mindestlohneinf&uuml;hrung mehr als 8,50 Euro zahlten. Da au&szlig;er dem Mindestlohn weitere Faktoren einen Einfluss auf die Nachfrage nach freien Mitarbeitern gehabt haben k&ouml;nnten, wurden diese Effekte so weit wie m&ouml;glich herausgerechnet. [&hellip;]<br>\nFreie Mitarbeiter wurden nach Einf&uuml;hrung des Mindestlohns zun&auml;chst nicht st&auml;rker nachgefragt. Erst im Jahr 2016 zeigte sich ein leichter Effekt des Mindestlohns auf die Einstellung von freien Mitarbeitern. Dieser ist haupts&auml;chlich durch Branchen getrieben, die bereits vor Einf&uuml;hrung des Mindestlohns verst&auml;rkt freie Mitarbeiter besch&auml;ftigt hatten. Die Zeitverz&ouml;gerung spricht allerdings eher nicht daf&uuml;r, dass diese Unternehmen freie Mitarbeiter vor allem deswegen einsetzen, um den Mindestlohn zu umgehen. Stattdessen k&ouml;nnten hierbei Schwankungen in der Auftragslage eine Rolle gespielt haben. Aussagen zu den Langzeiteffekten k&ouml;nnen jedoch erst auf Basis weiterer Analysen getroffen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iab-forum.de\/auswirkungen-des-mindestlohns-auf-die-nachfrage-nach-freien-mitarbeitern-sind-gering\/\">IAB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nicht alle wollen weg<\/strong><br>\nUnl&auml;ngst hat die Kanzlerin sehr deutlich gemacht, worum es der Gro&szlig;en Koalition mit dem Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz vor allem geht: Dessen &bdquo;hohe Dringlichkeit&ldquo;, sagte Angela Merkel am 6. Juni im Bundestag, werde erkennbar, &bdquo;wenn wir uns informieren, wie viele Unternehmen Fachkr&auml;fte suchen&ldquo;. Zwar w&uuml;rden die innereurop&auml;ische Freiz&uuml;gigkeit sowie die EU-Bluecard f&uuml;r Fachkr&auml;fte aus Drittstaaten Unternehmen bereits helfen. &bdquo;Aber gerade im Bereich der geringer bezahlten T&auml;tigkeiten&ldquo;, so Merkel, sei &bdquo;ganz wichtig, dass wir dieses Fachkr&auml;ftezuwanderungsgesetz aufgreifen.&ldquo;<br>\nArbeitsmigration in geringer bezahlte T&auml;tigkeiten &ndash; darum geht es letzten Endes. So, wie es die Unternehmen verlangen.<br>\nDer Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) etwa konstatierte in seinem Arbeitsmarktreport 2018, dass 48 Prozent der 24.000 von ihm befragten Unternehmen &bdquo;offene Stellen l&auml;ngerfristig nicht besetzen&ldquo; k&ouml;nnten, weil sie keine passenden Arbeitskr&auml;fte f&auml;nden. Auf ganz Deutschland hochgerechnet erg&auml;ben sich rund 1,6 Millionen Stellen, die deshalb nicht besetzt w&uuml;rden. Betroffen seien vor allem Zeitarbeitsfirmen, die Sicherheitswirtschaft, Gesundheits- und Sozialdienstleister sowie das Gastgewerbe. &bdquo;Nur inl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte reichen nicht mehr aus, um die vielen offenen Stellen zu besetzen&ldquo;, sagt der stellvertretende DIHK-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Achim Dercks. &bdquo;Wichtige Bausteine f&uuml;r die weitere Modernisierung der Zuwanderungsregelungen sind die &Ouml;ffnung &uuml;ber die Engpassberufe hinaus und der Wegfall der Vorrangpr&uuml;fung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/nicht-alle-wollen-weg\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Trendumkehr bei der Lebenserwartung<\/strong><br>\nNach der jetzt vom Statistischen Bundesamt (Destatis) vorgelegten Periodensterbetafel 2015\/2017 betr&auml;gt die statistische Lebenserwartung f&uuml;r neugeborene Jungen fast 78,4 Jahre. F&uuml;r neugeborene M&auml;dchen sind es knapp 83,2 Jahre. Im Vergleich zur Sterbetafel 2014\/2016 (VersicherungsJournal 27.3.2018) hat sich die Lebenserwartung nur geringf&uuml;gig ver&auml;ndert. Sie erh&ouml;hte sich bei den m&auml;nnlichen Neugeborenen um 0,05 Jahre, w&auml;hrend es bei den weiblichen Neugeborenen sogar um 0,02 Jahre bergab ging.<br>\nIm Vergleich zur Sterbetafel 2005\/2007 (VersicherungsJournal 25.8.2008) ist die Lebenserwartung f&uuml;r neugeborene Jungen um 1,5 Jahre gestiegen. F&uuml;r neugeborene M&auml;dchen ist sie in etwa gleich geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsjournal.de\/markt-und-politik\/trendumkehr-bei-der-lebenserwartung-133809.php\">VersicherungsJournal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Paukenschlag in Amerika: NAFTA 2.0 ohne Schiedsgerichte<\/strong><br>\nUSA und Kanada verzichten auf umstrittene Paralleljustiz f&uuml;r Konzerne &ndash; welche Auswirkungen hat das auf CETA?<br>\nDie USA und Kanada streichen die umstrittenen Konzernklagerechte aus NAFTA. Begr&uuml;ndung: Die Rechte von Umwelt, und Verbrauchern seien wichtiger als die von Konzernen. Das globale Schiedsgerichtssystem ger&auml;t dadurch immer mehr unter Druck. Was bedeutet das f&uuml;r CETA und JEFTA?<br>\nNach z&auml;hen Verhandlungen haben sich die USA und Kanada Ende September auf eine Neuauflage des gemeinsamen Freihandelsabkommens Nafta mit Mexiko geeinigt. Zwei Punkte springen ins Auge: Erstens enth&auml;lt es einen weitreichenden Mechanismus, &uuml;ber die Konzerne Regeln beeinflussen k&ouml;nnen &ndash; die sogenannte regulatorische Kooperation. Das ist besorgniserregend, weil dies den globalen Trend hin zu mehr Konzerneinfluss auf Politik &uuml;ber regulatorische Kooperation st&auml;rkt. Dazu mehr in naher Zukunft.<br>\nDer zweite Punkt ist bahnbrechend: Kanada und die USA verzichten auf die umstrittenen einseitigen Konzernklagerechte. Das ist erfreulich und k&ouml;nnte weitreichende Konsequenzen f&uuml;r das System der Investor-Staats-Klageverfahren (ISDS) weltweit haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2018\/10\/paukenschlag-in-amerika-nafta-2-0-ohne-schiedsgerichte\/\">Lobby Control<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Cum-Ex-Gesch&auml;fte: Diese Art Geldmacherei ist asozial<\/strong><br>\nDie Akteure der Cum-Ex-Gesch&auml;fte h&auml;tten jeglichen Anstand &uuml;ber Bord geworfen, kommentiert J&uuml;rgen Webermann. Sie seien nichts anderes als Schmarotzer, die sich das Geld erbeuteten, das f&uuml;r unsere Stra&szlig;en, Kinderg&auml;rten und Parks vorgesehen ist. Auch das Bundesfinanzministerium habe fahrl&auml;ssig gehandelt.<br>\nCum Ex, Cum Cum oder wie auch immer dieses Netzwerk aus Steuerberatern, Bankern und verm&ouml;genden Kunden die Gesch&auml;fte nennen mag: Diese Art Geldmacherei ist asozial. Wer Aktienpakete so lange hin und herschiebt, bis es dem Finanzamt kaum noch m&ouml;glich ist, durchzublicken, und wer mit diesem bewussten Verwirrspiel es auch noch schafft, am Ende zu Unrecht Steuergeld ausgesch&uuml;ttet zu bekommen, ist nichts anderes als ein Schmarotzer.<br>\nSelbst das Wort &bdquo;Gier&ldquo; ist in diesem Fall noch zu besch&ouml;nigend. Die Akteure waren nicht einfach nur &bdquo;gierig&ldquo;. Sie haben jeglichen Anstand und jegliche Moral &uuml;ber Bord geworfen. Sie handeln wie jemand, der ein Haus ausraubt und sich damit rechtfertigt, dass die T&uuml;r nicht abgeschlossen war. Wer, wie einige beschuldigte Banken, im Zusammenhang mit Cum Ex Gesch&auml;ften lediglich von Steueroptimierung spricht, hat einfach nicht verstanden, was unser Gemeinwesen zusammen h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/cum-ex-geschaefte-diese-art-geldmacherei-ist-asozial.720.de.html?dram:article_id=430941\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rohstoffe &ndash; und was haben wir damit zu tun?<\/strong><br>\nAllein in der ersten Stunde jedes Tages kommen wir mit Gold (Handy), Zinn (PVC, Brille oder Armbanduhr), Kakao und Palm&ouml;l (Nuss-Nougat Creme, M&uuml;sli), Erd&ouml;l (in Shampoos, im Benzin), Kohle (Strom), Aluminium (Autos oder in S- und U-Bahnen), Baumwolle (Kleidung), Holz (M&ouml;bel) und vielen weiteren Rohstoffen (Kaffee oder Tee, Metalle im Toaster und dem Auto) in Ber&uuml;hrung. Rohstoffe, die aus allen Teilen der Welt zu uns kommen. Deutschland geh&ouml;rt zu den Importweltmeistern von Rohstoffen.<br>\nDoch in den Herkunftsl&auml;ndern der Rohstoffe dominiert weiter die Armut &ndash; was auch an europ&auml;ischen Handelsabkommen liegt. Zudem werden Menschen im Bergbau ausgebeutet. Es kommt zu Kinderarbeit und anderen Menschenrechtsverletzungen. Mit unserem Rohstoffhunger zerst&ouml;ren wir zudem das Klima. Und gro&szlig;e Supermarktketten bestimmen &uuml;ber ihre Marktmacht die Anbaumethoden von landwirtschaftlichen Rohstoffen, inklusive Ackergiften und Zwangsarbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2018\/10\/18\/rohstoffe-und-was-haben-wir-damit-zu-tun\/\">Zebrablogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Klimawandel dezimiert Nahrungskette im Regenwald<\/strong><br>\nNeue Indizien f&uuml;r eine dramatische Entwicklung: Auch im Regenwald der Karibikinsel Puerto Rico verschwinden die Insekten &ndash; mit Folgen f&uuml;r das ganze &Ouml;kosystem.<br>\nSeit Jahren zeigen Studien &uuml;berall auf der Welt, dass es immer weniger Insekten gibt. Welches Ausma&szlig; dieser als &raquo;Insektensterben&laquo; betitelte R&uuml;ckgang hat, ist allerdings unklar, ebenso wie die Ursache: Im Verdacht stehen Pestizide und Landwirtschaft, aber auch Lichtverschmutzung und der Klimawandel. Eine neue Studie aus Puerto Rico demonstriert nun, wie drastisch ein ver&auml;ndertes Klima tropische Insekten dezimieren kann. Wie Bradford C. Lister vom Rensselaer Polytechnic Institute und Andres Garcia von der Universidad Nacional Aut&oacute;noma de M&eacute;xico in &raquo;PNAS&laquo; berichten, sank die Insektenbiomasse im Luquillo-Regenwald von Puerto Rico auf ein Viertel bis ein Sechzigstel gegen&uuml;ber den 1970er Jahren. In diesem Zeitraum stieg die Durchschnittstemperatur in der Region um zwei Grad Celsius.<br>\nDie Untersuchung deckt sich mit Vorhersagen, dass tropische &Ouml;kosysteme gegen&uuml;ber h&ouml;heren Temperaturen besonders anf&auml;llig seien. Im Gegensatz zu den gem&auml;&szlig;igten Breiten schwanken die Temperaturen der tropischen W&auml;lder im Tages- und Jahresverlauf nur sehr wenig. Entsprechend anf&auml;llig sind wirbellose Tiere wie Insekten dort f&uuml;r schnelle klimatische Ver&auml;nderungen &ndash; sie sind nicht an wechselnde Temperaturen angepasst. Die Studie ist ein Vergleich zwischen Insekten, die 1976 und 2012 mit den gleichen standardisierten Verfahren gefangen wurden, und weist darauf hin, dass die stark gestiegene Temperatur tats&auml;chlich einen deutlichen Effekt auf die Insekten hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/klimawandel-dezimiert-nahrungskette-im-regenwald\/1603032\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Ouml;sterreichs Jobcenter richten k&uuml;nftig mit Hilfe von Software &uuml;ber Arbeitslose<\/strong><br>\nIn &Ouml;sterreich teilt ab n&auml;chstem Jahr ein Algorithmus alle Jobsucher in Kategorien. Wer schlecht abschneidet, dem werden Zukunftschancen verbaut. Die Beh&ouml;rden bejubeln das als Effizienzsteigerung mit modernsten technischen Mitteln. Experten warnen hingegen vor automatisierter Diskriminierung.<br>\n220.000 Menschen sind nach neuesten Zahlen in &Ouml;sterreich arbeitslos. Damit m&ouml;glichst viele davon schnell wieder einen Job finden, finanziert der Staat &auml;hnlich wie in Deutschland Ma&szlig;nahmen zur Weiterbildung. Wer eine solche Schulung bezahlt bekommt, entscheidet das Arbeitsmarktservice (AMS), das &ouml;sterreichische Gegenst&uuml;ck zu den Jobcentern in Deutschland. Bereits ab Januar hilft den Beratern des AMS ein algorithmisches Empfehlungssystem, wie nun bekannt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/oesterreichs-jobcenter-richten-kuenftig-mit-hilfe-von-software-ueber-arbeitslose\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die SPD hat nichts<\/strong><br>\nNiedergang Nach der Wahl in Bayern herrscht Klarheit: Die Sozialdemokratie ist in dieser Republik &uuml;berfl&uuml;ssig geworden<br>\nWie laut muss ein Schuss knallen, damit die SPD ihn h&ouml;ren kann? Wie sehr darf sich eine Partei von der Angst vor einem Rechtsruck l&auml;hmen lassen? Wie lange will die SPD ihrem Verfall in der GroKo noch zusehen? In ihrer einstigen Hochburg M&uuml;nchen sackte die Partei am vergangenen Sonntag von 32,1 auf 13,6 Prozent, die Gr&uuml;nen legten von 12,1 auf 30,3 Prozent zu. Im Wahlkreis M&uuml;nchen-Mitte verlor die SPD mehr als 22 Prozentpunkte (also rund zwei Drittel ihrer W&auml;hlerschaft!), die Gr&uuml;nen steigerten sich um 22 Prozentpunkte und erreichten 42,5 Prozent. Ein Rekordergebnis, das selbst die CSU vor Neid erblassen lassen m&uuml;sste. F&uuml;nf der neun Direktmandate in der Landeshauptstadt fielen an die Gr&uuml;nen. In allen Gro&szlig;st&auml;dten wurden sie zu einer dominierenden Kraft. Weil die SPD die hohen Mieten und das Auseinanderdriften der Gesellschaft anprangerte &ndash; Entwicklungen, die sie in vergangenen Jahrzehnten als f&uuml;hrende Gro&szlig;stadtpartei mit herbeif&uuml;hrte &ndash;, st&uuml;rzte sie nun auf erb&auml;rmliche 9,7 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/die-spd-hat-nichts\">Wolfgang Michal in der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: SPD blinkt wieder links<\/strong><br>\nAndrea Nahles r&uuml;ckt von der Agendapolitik ab<br>\nKurz vor der Landtagswahl in Bayern meldete sich Andrea Nahles mit der Ank&uuml;ndigung, die SPD aus &bdquo;dem gedanklichen Gef&auml;ngnis der Agendapolitik&ldquo; zu befreien. Die Partei werde &bdquo;ein neues, modernes Sozialstaatskonzept entwickeln f&uuml;r den &sbquo;Sozialstaat 2025&rsquo;&ldquo;.<br>\nSieht man davon ab, dass diese Ank&uuml;ndigung direkt vor der Bayernwahl gemacht wurde &ndash; vermutlich um noch ein paar W&auml;hlerstimmen einzufangen &ndash;, so ist das Ganze mit Vorsicht zu genie&szlig;en. Allzu oft sind seitens der SPD Versprechungen bez&uuml;glich sozialer Gerechtigkeit, mehr Rechten f&uuml;r Besch&auml;ftigte oder besseren Umweltschutzes gemacht worden. Die anschlie&szlig;ende Politik war regelm&auml;&szlig;ig das Gegenteil. [&hellip;]<br>\nUnd nun will die SPD aus diesem &bdquo;gedanklichen Gef&auml;ngnis&ldquo; ausbrechen. Wie ernst das zu nehmen ist, wird sich zeigen, wenn tats&auml;chlich bis Ende des Jahres ein Konzept entwickelt wird, das der Ank&uuml;ndigung gerecht wird. Was m&uuml;sste enthalten sein? Doch wohl mindestens Ans&auml;tze f&uuml;r eine Politik zugunsten der Besch&auml;ftigten, der Erwerbslosen, der Kranken, der Rentner. Kurzum, zugunsten der Menschen, die durch die Agendapolitik benachteiligt wurden. Und nicht zu vergessen, eine solidarische Politik gegen&uuml;ber den Fl&uuml;chtlingen, eine deutliche Verbesserung der Personalbemessung in Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen, eine deutliche Erh&ouml;hung des Mindestlohns, eine &Uuml;berarbeitung des Betriebsverfassungsgesetzes in Richtung mehr Rechte f&uuml;r die Betriebsr&auml;te, Umweltschutz, der seinen Namen verdient, und eine aktive Friedenspolitik, in der Waffenexporte und Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr keinen Platz haben. Sozialstaat steht n&auml;mlich f&uuml;r mehr als das, was unter sozial verstanden wird.<br>\nDie Chancen f&uuml;r solche Inhalte stehen nicht gut bei der derzeitigen Verfasstheit der SPD, insbesondere nach dem Wahldesaster in Bayern und dem zu erwartenden Ergebnis in Hessen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5042\/wirtschaft_soziales\/9610\/SPD-blinkt-wieder-links.htm\">Unsere Zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Innenminister a.D. De Maizi&egrave;re wird Vorstandsvorsitzender der Telekom-Stiftung<\/strong><br>\nDer ehemalige Bundesinnenminister Thomas De Maizi&egrave;re wechselt schon im Herbst 2018 in den Konzernbereich der Deutschen Telekom. Die beantragte &bdquo;anwaltliche Beratung&ldquo; f&uuml;r die Deutsche Telekom AG hat ihm die Bundesregierung erst nach einer Karenzzeit von zw&ouml;lf Monate genehmigt. Er darf jedoch ab Herbst schon Vorstandsvorsitzender der Deutsche Telekom-Stiftung werden.<br>\nMitte M&auml;rz 2018 wurde Dr. Thomas De Maizi&egrave;re als Bundesinnenminister ausgewechselt. Damit blieb ihm nur noch der Status des einfachen Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Dorthin war er als direkt gew&auml;hlter Vertreter des Stimmkreises Mei&szlig;en in Sachsen gew&auml;hlt worden.<br>\nNeun Wochen sp&auml;ter zeigte De Maizi&egrave;re der Bundesregierung an, welche weiteren T&auml;tigkeiten er neben seinem Abgeordnetenmandat zu &uuml;bernehmen gedenkt:\n<ul>\n<li>Vorsitzender des Vorstandes des Deutschen Telekom-Stiftung,<\/li>\n<li>rechtsanwaltliche Beratungst&auml;tigkeit f&uuml;r die Deutsche Telekom AG in den Bereichen nationale, europ&auml;ische und internationale Telekommunikationsbeziehungen,<\/li>\n<li>selbstst&auml;ndige T&auml;tigkeit als Rechtsanwalt,<\/li>\n<li>Mitgliedschaft im Kuratorium der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius,<\/li>\n<li>T&auml;tigkeit als Redner und Autor gegen Honorar zu verschiedenen Anl&auml;ssen, sowie<\/li>\n<li>&Uuml;bernahme einer Honorarprofessur an der Universit&auml;t Leipzig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Vielfalt der T&auml;tigkeiten, die sich De Maizi&egrave;re hier genehmigen lassen wollte, spricht f&uuml;r einen ausgepr&auml;gten Wunsch, seine Erfahrungen und Netzwerke beruflich zu nutzen. Und nicht gerade daf&uuml;r, dass sich der direkt gew&auml;hlte Bundestagsabgeordnete f&uuml;r Mei&szlig;en nun mit vollem Einsatz auf die Aufgaben seines Bundestagsmandat st&uuml;rzen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/innenminister-a-d-de-maiziere-wird-vorsitzender-der-telekom-stiftung-8452\">Cives<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zufall oder nicht?<\/strong><br>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Ex-Landwirtschaftsminister Schmidt hatte Ende 2017 der Verl&auml;ngerung f&uuml;r <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Glyphosat?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Glyphosat<\/a> im Alleingang zugestimmt. Bald ist er Aufsichtsratsmitglied bei der DB AG, gr&ouml;&szlig;ter Abnehmer f&uuml;r Glyphosat in Deutschland. Zufall oder nicht? Transparenz w&auml;re f&uuml;r alle Seiten besser. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Lobbyregister?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Lobbyregister<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/lyyxUZPblU\">https:\/\/t.co\/lyyxUZPblU<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Jan Korte (@jankortemdb) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/jankortemdb\/status\/1052890267982987265?ref_src=twsrc%5Etfw\">18. Oktober 2018<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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