{"id":46653,"date":"2018-10-22T08:24:40","date_gmt":"2018-10-22T06:24:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653"},"modified":"2018-10-22T08:24:40","modified_gmt":"2018-10-22T06:24:40","slug":"hinweise-des-tages-3230","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h01\">Abr&uuml;stungsvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h02\">Von der Leyen macht die Schotten dicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h03\">Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h04\">Der Atlantic Council bl&auml;st zu Zensur und Bestrafung abweichender Meinungen: Merkel und EU handeln sofort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h05\">Habt ihr noch alle Espresso-Tassen im Schrank?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h06\">Ausbeutung von Billiglohnarbeitern: Verloren in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h07\">Wei&szlig;e Ritter sollen Chinesen abwehren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h08\">Europa bleibt ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;scher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h09\">Israel darf und muss kritisiert werden &ndash; sagt Moshe Zuckermann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h10\">Wem geh&ouml;rt Berlin? Woher das Geld kommt &ndash; und wie es zu Beton wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h11\">Autorin &uuml;ber Jobs f&uuml;r Gefl&uuml;chtete: &bdquo;Viele Berufe sind nicht bekannt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h12\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46653#h13\">&bdquo;Die Angst war vorher da&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Abr&uuml;stungsvertrag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Trump gef&auml;hrdet den Weltfrieden<\/strong><br>\nJetzt will Trump auch den Vertrag zur Begrenzung der nuklearen Mittelstreckenraketen (INF) k&uuml;ndigen. Der Vertrag wurde 1987 geschlossen und verpflichtete die Vereinigten Staaten und die damalige UdSSR, keine Raketen mit der Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometer zu bauen.<br>\nDiese erneute K&uuml;ndigung eines internationalen Vertrages durch die USA nach der K&uuml;ndigung des Iran-Abkommens zeigt, dass den USA das V&ouml;lkerrecht und internationale Vertr&auml;ge nichts bedeuten. Auf Teufel komm raus wird weiter aufger&uuml;stet. Die USA geben jetzt 700 Milliarden Dollar f&uuml;r R&uuml;stung aus (Russland rund 66 Milliarden) und Russland wird weiter eingekreist. Ein Blick auf die Landkarte, den die Propaganda-Medien der &ldquo;westlichen Wertegemeinschaft&rdquo; verweigern, gen&uuml;gt, um die Einkreisungspolitik der USA gegen&uuml;ber Russland zu belegen. Nachdem die USA Raketenbasen in Polen und Rum&auml;nien haben, k&ouml;nnten sie, wenn sie neue moderne Mittelstreckenraketen installieren, Moskau innerhalb k&uuml;rzester Frist erreichen. Aber nat&uuml;rlich haben diese Raketenbasen nichts mit einer Bedrohung Russlands zu tun, sondern dienen nur dazu, m&ouml;gliche iranische Raketen zu zerst&ouml;ren!<br>\nDie von Aufr&uuml;stung, L&uuml;gen und Propaganda bestimmte Au&szlig;enpolitik macht die Welt immer unsicherer. Millionen verhungern gleichzeitig jedes Jahr &ndash; der ehemalige UNO-Sonderberichterstatter f&uuml;r das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, nennt das Mord &ndash; oder sterben an Krankheiten und viele Tausend kommen in Kriegen ums Leben. Da f&auml;llt auf, dass die Frage, die der britische Autor Harold Pinter 2005 bei der Verleihung des Literatur-Nobelpreises gestellt hat, immer noch nicht beantwortet ist: &bdquo;Wie viele Menschen muss man t&ouml;ten, bis man sich die Bezeichnung verdient hat, ein Massenm&ouml;rder und Kriegsverbrecher zu sein?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2006472756080848\/?type=3&amp;theater%20\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung nennt Ausstieg &bdquo;verheerend&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung kritisiert den angek&uuml;ndigten Ausstieg der USA aus einem wichtigen Abr&uuml;stungsvertrag mit Russland.<br>\nEs sei eine verheerende Entscheidung von Pr&auml;sident Trump, den INF-Vertrag aufzugeben, schrieb der Staatsminister im Ausw&auml;rtigen Amt, Annen, auf Twitter. Er f&uuml;gte hinzu, man werde weiter f&uuml;r eine nukleare Abr&uuml;stung arbeiten. Auch die Opposition kritisiert den Alleingang der US-Regierung. Linke-Verteidigungspolitiker Neu sagte, die Aufk&uuml;ndigung erh&ouml;he die Gefahr eines Nuklearkrieges immens. Gr&uuml;nen-Politikerin Brugger sprach von einem Scherbenhaufen, den der US-Pr&auml;sident mit seinen Alleing&auml;ngen hinterlasse. FDP-Fraktionschef Graf Lambsdorff forderte die USA auf, die Nato-Partner in ihre Planungen einzubeziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/us-atomabkommen-mit-russland-bundesregierung-nennt-ausstieg.1939.de.html?drn:news_id=937535\">Dlf24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Glauben diese deutschen Politiker ernsthaft, mit solchen Worten die US-Regierung beeindrucken zu k&ouml;nnen? Deutschland hat &ndash; zumindest bisher &ndash; im Wesentlichen die US-Politik mitgetragen. Selbst dem Ziel von US-Pr&auml;sident Trump, den anderen NATO-Partnern h&ouml;here Milit&auml;rausgaben abzuverlangen, wird faktisch gefolgt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Au&szlig;enminister Maas zur Ank&uuml;ndigung der USA, sich aus dem INF-Vertrag zur&uuml;ck zu ziehen<\/strong><br>\nDie Ank&uuml;ndigung der USA sich aus dem INF-Vertrag zur&uuml;ck ziehen zu wollen, ist bedauerlich. Sie stellt uns und Europa vor schwierige Fragen. Der INF-Vertrag, der Russland und den USA den Besitz und die Erprobung landgest&uuml;tzter Mittelstreckenraketen verbietet, ist seit 30 Jahren eine wichtige S&auml;ule unserer europ&auml;ischen Sicherheitsarchitektur. Gerade f&uuml;r uns in Europa ist er damit von herausragender Bedeutung.<br>\nWir haben Russland in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgefordert, die schwerwiegenden Vorw&uuml;rfe der Verletzung des INF-Vertrags auszur&auml;umen. Bisher hat Russland dies nicht getan. Wir werben auch gegen&uuml;ber den USA daf&uuml;r, m&ouml;gliche Konsequenzen zu bedenken. Ein Ende des Vertrags h&auml;tte negative Folgen auch f&uuml;r den &bdquo;New START-Vertrag&ldquo;, den wir dringend brauchen, um die Erfolge bei der nuklearen Abr&uuml;stung auch &uuml;ber 2021 hinaus festzuschreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/aussenminister-inf-vertrag\/2151668\">Ausw&auml;rtiges Amt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Es ist nicht zu fassen. Auch bei dieser einseitigen Aufk&uuml;ndigung eines v&ouml;lkerrechtlichen Vertrages durch die USA schafft es dieser Au&szlig;enminister mit zwei S&auml;tzen, den Russen die Verantwortung in die Schuhe zu schieben. Nat&uuml;rlich werden wieder keine Beweise vom Ankl&auml;ger verlangt. Der Beschuldigte soll gef&auml;lligst seine Unschuld beweisen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von der Leyen macht die Schotten dicht<\/strong><br>\nEs l&auml;uft derzeit nicht rund f&uuml;r Ursula von der Leyen, weder in ihrer Partei, noch in ihrem Staatsamt. In der CDU wird &uuml;ber m&ouml;gliche Nachfolgekandidaten f&uuml;r die angeschlagene Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel spekuliert, von der Leyens Name aber spielt dabei keine Rolle. Dabei galt sie lange als aussichtsreichste Reserve f&uuml;r Merkel.<br>\nDer Grund f&uuml;r den Bedeutungsverlust in der CDU ist ihre Amtsf&uuml;hrung im Verteidigungsministerium. F&uuml;nf Jahre ist von der Leyen nun Chefin der Bundeswehr und versucht sich an deren Neuaufstellung. Doch dabei kommt sie kaum voran. Ergebnisse ihrer als &bdquo;Trendwenden&ldquo; ausgerufenen Strukturreformen lassen auf sich warten. Das Tagesgesch&auml;ft ist zunehmend von Krisenmanagement gepr&auml;gt, das Verh&auml;ltnis der Ministerin zu den Soldaten und Beamten von gegenseitigem Misstrauen.<br>\nEinen Beleg daf&uuml;r lieferte von der Leyen in dieser Woche selbst. Am sp&auml;ten Mittwochnachmittag verschickte die im Ministerium f&uuml;r die Beziehungen zum Deutschen Bundestag zust&auml;ndige Referatsleiterin eine als Verschlusssache gekennzeichnete Mail an einen breiten Verteiler im Haus. Inhalt: Ein Redeverbot f&uuml;r alle Mitarbeiter gegen&uuml;ber den Volksvertretern im Parlament. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend ein Sprecher des Wehrressorts auf Anfrage mitteilte, man nehme zu internem Schriftverkehr keine Stellung, sind die Abgeordneten alarmiert. &bdquo;Das sind wohl Brandschutzmauern, die da hochgezogen werden sollen&ldquo;, sagt Wolfgang Hellmich (SPD), Vorsitzender des Verteidigungsausschusses. &bdquo;Das k&ouml;nnen wir uns nicht gefallen lassen. Wir werden auf unser Recht und unsere Verpflichtung pochen, mit unseren Soldaten zu reden. Es handelt sich n&auml;mlich um Staatsb&uuml;rger in Uniform.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article182430382\/Redeverbot-fuer-die-Bundeswehr-Von-der-Leyen-macht-die-Schotten-dicht.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42556\">Warum fordert eigentlich niemand Ursula von der Leyen zum R&uuml;cktritt auf?<\/a>&ldquo;. <\/em><\/p>\n<p><em>Bereits ihr Vorg&auml;nger im Amt, Herr De Maizi&egrave;re, hatte keine gute Figur gemacht. Auch das k&ouml;nnte die SPD zum Anlass nehmen, diese Koalition zu beenden. Stattdessen kommen jedoch lediglich mahnende Worte wie die des Verteidigungsausschuss-Vorsitzenden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Maulkorb f&uuml;r Beamte und Truppe? Verteidigungsministerium spricht von &bdquo;nicht abgestimmter Mail&ldquo;<\/strong><br>\nDas Verteidigungsministerium hat indirekt einen Bericht der Welt best&auml;tigt, dass Beamte und Soldaten erneut angewiesen wurden, dienstliche Gespr&auml;che mit Abgeordneten genehmigen zu lassen &ndash; weist aber einen Zusammenhang mit den aktuell diskutierten und umstrittenen Auftr&auml;gen f&uuml;r Berater im Ministerium zur&uuml;ck. Bei der Weisung habe es sich um eine nicht abgestimmte interne Mail gehandelt. (&hellip;)<br>\nDie Regelungen f&uuml;r Gespr&auml;che mit Abgeordneten sind nicht neu &ndash; aber der erneute Hinweis in dieser Woche, in der die strittigen Berater-Leistungen unter anderem im Haushaltsausschuss des Bundestages Thema waren, erweckte einen anderen Eindruck: Es wurde nicht zuletzt von Abgeordneten der Opposition so verstanden, dass unter dem Eindruck der Debatte der Kontakt zwischen Ministeriums- und Bundeswehrangeh&ouml;rigen und dem Parlament unterbunden werden solle.<br>\nAllerdings, das ist auch ein merkw&uuml;rdiger Aspekt der Geschichte: Nach Informationen von Augen geradeaus! wurde die interne Mail mit der Anweisung im Ministerium nicht breit verteilt; auch ins Intranet wurde sie nicht eingestellt. Welche Bedeutung sie tats&auml;chlich hatte, bleibt damit vorerst unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augengeradeaus.net\/2018\/10\/maulkorb-fuer-beamte-und-truppe-verteidigungsministerium-spricht-von-nicht-abgestimmter-mail\/\">Augen geradeaus!<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Saudi-Arabien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Tagesdosis 20.10.2018 &ndash; Der Fall Khashoggi: Was steckt dahinter?<\/strong><br>\nKhashoggi, 60, hatte am 2. Oktober die saudische Botschaft in Istanbul aufgesucht, um dort Papiere f&uuml;r seine bevorstehende Hochzeit mit einer t&uuml;rkischen Staatsangeh&ouml;rigen zu beantragen. Vor dem Betreten des Geb&auml;udes hatte er seiner Verlobten aus Sorge, dass man ihn vielleicht festhalten werde, die Telefonnummer eines hohen Beraters von Pr&auml;sident Erdogan gegeben.<br>\nIn der Tat tauchte Khashoggi nicht wieder auf, so dass seine Verlobte den Berater informierte. Was dann passierte, entwickelte sich innerhalb k&uuml;rzester Zeit zu einer weltweit beachteten Aff&auml;re: T&uuml;rkische Beh&ouml;rden behaupteten, Khashoggi sei in der Botschaft ermordet worden und ver&ouml;ffentlichten Bildaufnahmen eines 15k&ouml;pfigen saudischen Kommandos, darunter mehrere Mitarbeiter des k&ouml;niglichen Geheimdienstes, das kurz vor Khashoggis Verschwinden an- und kurz danach wieder abgereist war.<br>\nKurze Zeit sp&auml;ter meldeten zwei t&uuml;rkische Tageszeitungen, man verf&uuml;ge &uuml;ber Ton- und Videoaufzeichnungen von Khashoggis Ermordung. Daraufhin verlangte die t&uuml;rkische Regierung f&uuml;r ihre Beh&ouml;rden Zutritt zur saudischen Botschaft, um vor Ort ermitteln zu k&ouml;nnen. Die F&uuml;hrung in Riad lehnte rundheraus ab und beharrte darauf, Khashoggi habe die Botschaft lebend verlassen, konnte ihre Version der Ereignisse aber nicht belegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-20-10-2018-der-fall-khashoggi-was-steckt-dahinter\/\">KenFM<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Trump und bin Salman gemeinsame Sache machen<\/strong><br>\nSaudi-Arabiens Kronprinz wirbt in der Region f&uuml;r den US-Nahost-Friedensplan. Die Interessen der Pal&auml;stinenser spielen dabei kaum noch eine Rolle.<br>\nEs soll der Deal des Jahrhunderts werden. Und er k&ouml;nnte den Nahen Osten grundlegend ver&auml;ndern. Frieden zwischen Israelis und Pal&auml;stinenser &ndash; das ist Donald Trumps Ziel. Der US-Pr&auml;sident will damit das schaffen, was all seinen Vorg&auml;ngern misslang. Daf&uuml;r braucht es Unterst&uuml;tzer und Verb&uuml;ndete in der Region. Nicht zuletzt, um den arabischen Staaten ein m&ouml;gliches Abkommen schmackhaft zu machen.<br>\nDabei kommt vor allem dem saudischen K&ouml;nigshaus eine besondere Bedeutung zu. Die Golfmonarchie soll ihren Einfluss in Trumps Sinne geltend machen. Was nicht zuletzt hei&szlig;t, die jahrzehntealte Konfrontation mit dem j&uuml;dischen Staat hinter sich zu lassen. Genau dieses Ziel scheint Kronprinz Mohammed bin Salman als Saudi-Arabiens starker Mann zu verfolgen.<br>\nF&uuml;r Washington ist der 33-J&auml;hrige damit unverzichtbar. Auch das d&uuml;rfte ein Grund f&uuml;r die US-Administration sein, an den guten Beziehungen festzuhalten. Sogar der Mord an dem regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi soll das Jahrhundertprojekt &bdquo;Frieden im Nahen Osten &ldquo; m&ouml;glichst nicht gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/friedensplan-fuer-nahost-wie-trump-und-bin-salman-gemeinsame-sache-machen\/23212618.html%20\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>McKinsey soll K&ouml;nigshaus beim Kampf gegen Kritiker geholfen haben<\/strong><br>\nMitten in der Aff&auml;re um den get&ouml;teten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi ver&ouml;ffentlicht die &ldquo;New York Times&rdquo; eine Geschichte, die es in sich hat. Der Bericht der renommierten US-Zeitung legt offen, wie aktiv das Regime in Riad in sozialen Netzwerken ist &ndash; und wie es die von einer westlichen Beraterfirma gesammelten Informationen gegen Kritiker verwendet haben soll.<br>\nDer Enth&uuml;llung zufolge soll der US-Konzern McKinsey im Auftrag Riads einen Bericht erstellt haben, in dem die &ouml;ffentliche Wahrnehmung der von Saudi-Arabien im Jahr 2015 angek&uuml;ndigten wirtschaftlichen Sparma&szlig;nahmen diskutiert worden sein soll.<br>\nDie Zeitung, der eine Kopie des neunseitigen Berichts vorliegen soll, schreibt, dass die Ma&szlig;nahmen laut McKinsey-Bericht vor allem in den sozialen Netzwerken diskutiert wurden und dort in der Summe negativ. Die Debatte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter wurde demnach laut McKinsey von drei Personen bestimmt, die im Beraterreport offenbar genannt werden:\n<ul>\n<li>der Schriftsteller Khalid al-Alkami,<\/li>\n<li>Omar Abdulaziz, ein junger Dissident in Kanada,<\/li>\n<li>ein anonymer Nutzer namens Ahmad.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nachdem der McKinsey-Bericht damals ver&ouml;ffentlicht wurde, wurde einer der drei Genannten nach Angaben der Menschenrechtsgruppe ALQST verhaftet, wie die Zeitung schreibt. Der Dissident Omar Abdulaziz sagte der Zeitung, die Regierung habe zwei seiner Br&uuml;der verhaftet und sein Handy gehackt. Zudem wurde der Twitter-Account von &ldquo;Ahmad&rdquo; demnach geschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/saudi-arabien-mckinsey-half-koenigshaus-%20beim-kampf-gegen-kritiker-a-1234321.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> F&uuml;r Geld machen (nicht nur) die Meckies alles! Auch als sog. Mitglied der &ldquo;westlichen Wertegemeinschaft&rdquo;. Es geht nie um Menschenrechte, sondern immer ums Geld!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Wir haben deutlich mehr Fragen als Antworten&ldquo;<\/strong><br>\nHerr Maas, klare Frage, die mit ja oder mit nein zu beantworten ist: sollte Deutschland Waffenlieferungen an Saudi-Arabien stoppen?<br>\nEs sind in der Vergangenheit im Verh&auml;ltnis zu den Antr&auml;gen, die es gegeben hat, nur noch wenige Waffen nach Saudi-Arabien geliefert worden. Ich glaube, solange diese Untersuchungen andauern, solange wir nicht wissen, was da geschehen ist, gibt es keine Grundlage auf der positive Entscheidungen f&uuml;r R&uuml;stungsexporte nach Saudi-Arabien zu treffen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/maas-tagesthemen-khashoggi\/2151664%20\">Ausw&auml;rtiges Amt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist eine verr&auml;terische Sprache: Au&szlig;enminister Maas sagt sinngem&auml;&szlig;, aktuell d&uuml;rfe es keine R&uuml;stungsexporte nach Saudi-Arabien geben. Laut Koalitionsvertrag sind diese Exporte aber g&auml;nzlich ausgeschlossen, da das Land Krieg im Jemen f&uuml;hrt. Doch dazu sagt der Au&szlig;enminister nichts, er wird allerdings auch nicht danach gefragt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Atlantic Council bl&auml;st zu Zensur und Bestrafung abweichender Meinungen: Merkel und EU handeln sofort<\/strong><br>\nIm September ver&ouml;ffentlichte der Atlantic Council im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums eine Brosch&uuml;re mit dem vielsagenden (&uuml;bersetzten) Titel &bdquo;Wessen Wahrheit?: Souver&auml;nit&auml;t, Desinformation und wie man die Schlacht um das Vertrauen gewinnt&ldquo;. Hauptempfehlung: Nicht staatstragende, unbequeme Meinungen und Informationen sind zu zensieren, am besten auf indirektem, unauff&auml;lligem Wege. Wie auf Befehl machen sich unsere Bundeskanzlerin und die EU an die Arbeit.<br>\nDer Atlantic Council besteht aus hochm&ouml;genden Pers&ouml;nlichkeiten der (westlichen) Unternehmenswelt und Politik. Er ist eng mit US-Regierung und Nato verflochten. Nun hat er eine Zensuranleitung ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;) Die Brosch&uuml;re gibt die Erkenntnisse einer Tagung des Kommandos f&uuml;r Spezialoperationen der US-Armee USSOCOM im M&auml;rz wieder, an der neben Milit&auml;rs auch Vertreter der Polizei und von Tech-Konzernen wie Microsoft teilnahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1048-desinformation\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Habt ihr noch alle Espresso-Tassen im Schrank?<\/strong><br>\nLeute, habt ihr noch alle Espresso-Tassen im Schrank? Nur noch mal zur Einordnung: Die Regierung hat nur einen kleinen Teil dessen anzusetzen gewagt, was sie eigentlich vorhatte. Es geht derzeit nicht darum, dass Italiens Regierung mit ihren Pl&auml;nen die Maastricht-Kriterien bricht &ndash; mit 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bliebe das Staatsdefizit nach wie vor unter der Drei-Prozent-Marke. Es hatte nur die vorherige Regierung noch versprochen, den Fehlbetrag ehrgeizig auf nur noch 0,8 Prozent zu senken. Womit Italien im internationalen Vergleich ein Musterli gewesen w&auml;re &ndash; an zweiter Stelle der G7-Staaten hinter den Deutschen. Trumps Amerika d&uuml;rfte auf das mehr als Siebenfache an Fehlbetr&auml;gen im Etat kommen. (&hellip;)<br>\nDa hilft auch das Gezeter wenig, dass die Italiener doch so viele (Alt-)Schulden haben. Ist schon richtig. Nur liegen die etwa in Japan viel h&ouml;her &ndash; ohne dass jemand gleich kreischt, das Land k&ouml;nnte pleitegehen. Dabei hat es in Japan seit Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 kein Jahr mehr gegeben, wo das Land Maastricht erf&uuml;llt h&auml;tte.<br>\nSelbst bei einem Defizit von 2,4 Prozent w&uuml;rde in Italien die Schuldenquote in den n&auml;chsten Jahren nicht weiter steigen, r&auml;umt Ifo-Chef Clemens Fuest ein. Nicht toll, ok. Aber auch kein Grund, von ungebremster Schluderei zu palavern. Das Fatale ist, dass der wohlfeile deutsche Befund vom schludernden Italiener in etwa das Gegenteil von dem ist, was die Italiener seit Jahren tats&auml;chlich erleben. Sp&auml;testens seit dem Antritt von Mario Monti 2011 folgte &uuml;ber sieben Jahre eine Reformregierung der n&auml;chsten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/italien-panik-eu-kommission-macht-alles-schlimmer-a-1233986.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ein absolut treffender Artikel, der die ganze Idiotie des Neoliberalismus entlarvt. Die Spar- und Reformprogramme der vorhergehenden italienischen Regierungen haben wesentlich zur Wahl der aktuellen Regierung, der b&ouml;sen &ldquo;Populisten&rdquo; beigetragen. Die Antwort der EU-Kommission, einfach noch mehr Sparen und Reformen. In welcher irren Welt lebt man in Br&uuml;ssel eigentlich? Dar&uuml;ber sollten auch jene gut nachdenken, die sich immer so gerne &ldquo;proeurop&auml;isch&rdquo; geben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ausbeutung von Billiglohnarbeitern: Verloren in Europa<\/strong><br>\nAls Bulgariens Wirtschaft abst&uuml;rzt, zieht Stanimir Panow nach Hamburg-Wilhelmsburg. Er hofft auf ein besseres Leben, doch er landet auf dem sogenannten Arbeiterstrich &ndash; in einem System der Ausbeutung, von dem deutsche Verbraucher massiv profitieren. [&hellip;]<br>\nPanow kann Rigipsplatten und Dachschindeln anbringen, W&auml;nde fliesen, Mauern hochziehen, er sagt, er mache eigentlich alles. Er ist jetzt 64 Jahre alt. Seine Schultern sind noch breit, seine Oberarme noch kr&auml;ftig, aber auf seinem Kopf fehlen schon die meisten Haare, in seinem Mund fehlen die ersten Z&auml;hne, und in seiner Prostata wurde k&uuml;rzlich ein b&ouml;sartiger Tumor entdeckt.<br>\nPanow hat keine R&uuml;cklagen. Er f&uuml;rchtet die Zeit, in der er zu schwach zum Arbeiten sein wird. In der das Warten auf den Tod beginnt. [&hellip;]<br>\nEr landete auf dem sogenannten Arbeiterstrich, in einem System aus Scheinselbstst&auml;ndigkeit, halblegalen Mietverh&auml;ltnissen und Dumpingl&ouml;hnen. In einer Welt ohne Sicherheit und Sozialleistungen. In Strukturen, die sich in Deutschland und in anderen EU-L&auml;ndern immer mehr verfestigen. Strukturen, die ausgerechnet eine zentrale Errungenschaft der Europ&auml;ischen Union erst m&ouml;glich macht: das Grundrecht eines jeden EU-B&uuml;rgers in jedem EU-Staat zu arbeiten.<br>\nDie sogenannte Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit hat viele Vorteile. Sie er&ouml;ffnet EU-B&uuml;rgern neue Jobchancen, belebt die Arbeitsm&auml;rkte, vergr&ouml;&szlig;ert die Fluktuation von Fachkr&auml;ften und tr&auml;gt zum Wirtschaftswachstum bei. Doch sie beg&uuml;nstigt auch einen Schattensektor, in dem in Deutschland wohl Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Menschen arbeiten und gegen den die Beh&ouml;rden nur halbherzig vorgehen.<br>\nWir wollten dieses System der Ausbeutung genau verstehen. Warum landen Menschen wie Panow auf dem Arbeiterstrich? Warum kommen sie dort nicht wieder weg? Warum wird illegale Lohnarbeit nicht konsequenter bek&auml;mpft?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsmigration-wie-bulgaren-in-hamburg-ausgebeutet-werden-a-1232762.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was ist eine EU wert, die diese Arbeitnehmer nicht vor Ausbeutung und illegalen Arbeitsverh&auml;ltnissen sch&uuml;tzt, die Millionen keine Perspektive bietet &ndash; die, genau genommen, solche Lebensverh&auml;ltnisse guthei&szlig;t und f&ouml;rdert? Und wenn weder die EU noch der deutsche Staat solche Arbeitnehmerschicksale regulieren und in Ordnung bringen (wollen), wie kann man dann noch mehr Arbeitszuwanderung fordern?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wei&szlig;e Ritter sollen Chinesen abwehren<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will den Einstieg Chinas in deutsche Unternehmen durch einheimische Firmen eind&auml;mmen. Sollte sich ein Einstieg nicht gesetzlich verbieten lassen, will er k&uuml;nftig auch pers&ouml;nlich nach deutschen Investoren zur Abwehr suchen. Solche Investoren werden in der Wirtschaft als wei&szlig;e Ritter bezeichnet. &ldquo;Es gibt in der deutschen Wirtschaft viel Verst&auml;ndnis f&uuml;r meine Auffassung, dass wir einen Ausverkauf sicherheitsrelevanter Technologien nicht zulassen d&uuml;rfen&rdquo;, sagte der CDU-Politiker dem &ldquo;Spiegel&rdquo;.<br>\nDie Bundesregierung hat wegen der Einkaufstour chinesischer Konzerne in Deutschland eine Wende eingeleitet und schaut jetzt genauer hin, ob dadurch die Sicherheit gef&auml;hrdet ist oder der Abfluss von Spitzentechnologie droht. Der Staat verhinderte mit Hilfe der eigenen KfW-Bank den Einstieg des Reichs der Mitte bei dem Stromnetzbetreiber 50 Hertz und verbot den Verkauf eines hochspezialisierten Mittelst&auml;ndlers an ein chinesisches Unternehmen. Das Umdenken ist eine S&auml;ule von Altmaiers angek&uuml;ndigter Industriestrategie, die er in dem Interview skizzierte.<br>\nDie Zweite solle aus dem &ldquo;St&auml;rken&rdquo; von Zukunftstechnologie bestehen, erkl&auml;rt er. Der Minister will in ausgew&auml;hlten Hochtechnologiebranchen mit einer staatlichen &ldquo;Anschubfinanzierung&rdquo; Firmenkonsortien aufbauen, die im internationalen Wettbewerb bestehen k&ouml;nnen. Der Staat m&uuml;sse sich &ldquo;raushalten, wo es gut l&auml;uft, zum Beispiel in dem relativ jungen Gesch&auml;ftsfeld des 3-D-Drucks, wo wir Weltspitze sind&rdquo;, sagte Altmaier. &ldquo;Aber dort, wo es die Unternehmen aus eigener Kraft allein nicht schaffen, wie bei Batteriezellproduktion oder k&uuml;nstlicher Intelligenz, muss der Staat zeitlich begrenzt Hilfe leisten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Weisse-Ritter-sollen-Chinesen-abwehren-article20679159.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Also ist der vielfach beschworene &bdquo;freie Markt&ldquo; auch aus Sicht der konservativ-neoliberalen Bundesregierung lediglich eine Illusion oder Worth&uuml;lse f&uuml;r &bdquo;Sonntagsreden&ldquo;, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europa bleibt ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;scher<\/strong><br>\nSchon f&uuml;nfmal haben das EU-Parlament und der Ministerrat die Richtlinie zur Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche versch&auml;rft. Von der Gro&szlig;bank &uuml;ber den Immobilienmakler bis zum Notar sind alle beteiligten Akteure verpflichtet, die Herkunft des Geldes ihrer Kunden zu pr&uuml;fen und Verdachtsf&auml;lle den Beh&ouml;rden zu melden. An den europ&auml;ischen Institutionen und ihrer Gesetzgebung liegt es also nicht. Doch deren Umsetzung scheitert auf breiter Front, und das ist kein Zufall. Denn die obliegt allein den nationalen Regierungen und ihren Beh&ouml;rden. Deren Interesse aber gilt zuallererst der F&ouml;rderung ihrer Wirtschaft, nicht zuletzt durch ausl&auml;ndische Investoren. Da liegt es nahe, nicht allzu genau hinzugucken, woher das Geld kommt. Und das gilt keineswegs nur f&uuml;r die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen in Malta oder Zypern. Auch die in Deutschland zust&auml;ndige &bdquo;Financial Intelligence Unit&ldquo; beim Bundeszollamt ist seit Langem hoffnungslos unterbesetzt und &uuml;berfordert. W&auml;ren dagegen die existierenden Regeln durchgesetzt worden, h&auml;tte etwa die Geldw&auml;sche der kriminellen arabischen Clans in Berlin beim Immobilienkauf schon 2008 entdeckt werden k&ouml;nnen, ergab k&uuml;rzlich eine Recherche des Handelsblatts. Es fehle einfach &bdquo;an energischem Willen&ldquo; der Politik, best&auml;tigt Frank Buckenhofer, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/geldwaesche-in-der-eu-europa-bleibt-ein-paradies-fuer-geldwaescher\/23204922.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Israel darf und muss kritisiert werden &ndash; sagt Moshe Zuckermann<\/strong><br>\nEin neues Buch zum Thema Antisemitismus kl&auml;rt die Frage, ob Kritik an Israel, wie behauptet, die neue Form von Antisemitismus ist.<br>\nDas fach- und sachkundige Buch zur Frage, ob Kritik an Israel in jedem Fall eine neue &ndash; zu verurteilende &ndash; Form von Antisemitismus ist, oder eben nicht, und warum, war &uuml;berf&auml;llig. Jetzt ist es erschienen. Der Autor, Moshe Zuckermann, ist f&uuml;r das Thema pr&auml;destiniert wie kaum ein anderer: Er ist der Sohn polnisch-j&uuml;discher Holocaust-&Uuml;berlebender, ist in Israel geboren, hat in Deutschland studiert (schreibt also selber in deutscher Sprache), war jahrelang Professor f&uuml;r deutsche Geschichte an der Universit&auml;t Tel Aviv und kennt so Israel und Deutschland nicht nur als promovierter Wissenschaftler, sondern ebenso aus eigener langj&auml;hriger Lebenserfahrung.<br>\nMoshe Zuckermann spricht Klartext. Er kritisiert nicht nur, er verurteilt in harten Worten, was zumal in Deutschland zwischenzeitlich die Norm ist: dass &laquo;Israel&raquo; und &laquo;Zionismus&raquo; in h&ouml;chst fahrl&auml;ssiger Weise mit &laquo;den Juden&raquo; vermischt und &ndash; im Interesse Israels &ndash; de facto gleichgesetzt werden. Er kritisiert und verurteilt in harten Worten die neue Taktik der (vor allem deutschen) Antisemitismus-J&auml;ger, Veranstaltungen, an denen es zu Kritik an Israel kommen kann, durch K&uuml;ndigung der Veranstaltungsr&auml;ume oder gar Auftrittsverbote zu verhindern &ndash; und er z&auml;hlt konkret mehrere solche Machenschaften etwa im Jahr 2017 auf. Er kritisiert und verurteilt aufs sch&auml;rfste die neue Methode, Israel-kritische Juden als Selbsthasser und sogar selber als Antisemiten hinzustellen. Viele Deutsche, sagt Zuckermann, glauben sich von der Schuld am Holocaust befreien zu k&ouml;nnen, indem sie sich jetzt mit Israel solidarisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesellschaft\/Deutschland-Israel-Antisemitismus-Moshe-Zuckermann%20\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Schmerzpunkte im israelischen und deutschen Bewusstsein erforschen<\/strong><br>\nMoshe Zuckermann hat seinen kritischen Verstand von Jugend an trainiert. Schon als Gymnasiast in Frankfurt am Main entdeckte der in Tel Aviv geborene Soziologe und Historiker &bdquo;seinen Adorno&ldquo;. Bis heute wird er nicht m&uuml;de, alles in Frage zu stellen.<br>\n&bdquo;Ich bin in einem Slum aufgewachsen&ldquo; sagt der Historiker und Soziologe Moshe Zuckermann. Ein Jahr nach der Staatsgr&uuml;ndung Israels wurde er als Sohn polnischer &Uuml;berlebender des Konzentrationslagers Auschwitz in Tel Aviv geboren. Und solange seine Eltern keine Wiedergutmachung bekamen, war die Familie bitterarm. Die Familiensprache war Jiddisch und bis heute ist Moshe Zuckermann dankbar, dass der Holocaust in seiner Familie nicht verschwiegen wurde. &bdquo;Bei uns zu Hause, im Gegensatz zu sehr, sehr vielen anderen Familien in dieser Zeit wurde gesprochen, wof&uuml;r ich meinen Eltern bis zum heutigen Tag dankbar bin, weil es befreiend war&ldquo;. (&hellip;)<br>\nJetzt ist sein Buch &bdquo;Der allgegenw&auml;rtige Antisemit oder die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit&ldquo; erschienen, f&uuml;r das er derzeit hart angegriffen wird. Das geht so weit, dass dem Sohn von Holocaust-&Uuml;berlebenden Antisemitismus vorgeworfen wird;  unter anderem, weil er einerseits die Politik seines Landes schonungslos kritisiert, aber auch den Umgang der Deutschen mit dem Antisemitismus sehr kritisch ins Visier nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/soziologe-moshe-zuckermann-schmerzpunkte-im-israelischen.970.de.html?dram:article_id=431035\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wem geh&ouml;rt Berlin? Woher das Geld kommt &ndash; und wie es zu Beton wird<\/strong><br>\nWem geh&ouml;rt die Stadt? Den Eigent&uuml;mern. Und jenen, die sich ein St&uuml;ck Berlin kaufen. Ein &Uuml;berblick &uuml;ber den Immobilienmarkt &ndash; zum Start unserer B&uuml;rgerrecherche. [&hellip;]<br>\nGanze Stadtteile wurden mit dem Geld von offenen oder geschlossen Fonds gebaut, B&uuml;rohochh&auml;user in Frankfurt am Main, London oder New York geh&ouml;ren ihnen. Ihre Bl&uuml;tezeit hatten sie in Deutschland, als der Bund Steuergeschenke (Sonder-Afa) f&uuml;r den Aufbau Ost verschenkte zur Ankurbelung des Neubaus. Immobilienfonds werden von Banken und Fondsgesellschaften aufgelegt. Eine Sonderform des geschlossenen Immobilienfonds, aufgelegt von der &bdquo;Bankgesellschaft Berlin&ldquo;, f&uuml;hrte zu deren Ruin und hinterlie&szlig; dem Land Milliarden-Risiken.<br>\nAn einem Fonds kann sich jeder beteiligen, er kauft einen Anteil und auf diese Summe ist meistens die Haftung begrenzt. Geschlossene Fonds finanzieren und bauen meistens einzelne Projekte und der Anleger geht das damit verbundene Risiko ein. Offene Fonds besitzen dutzende von Objekten und streuen so das Risiko. Den Anlegern werden in Prospekten &bdquo;Aussch&uuml;ttungen&ldquo; versprochen. Das ist eine Art Zinszahlung, die von den Mieteinnahmen stammt. Die genaue Rendite h&auml;ngt dann von Steuervorteilen und pers&ouml;nlichem Steuersatz ab. Aus den geschlossenen Fonds k&ouml;nnen Anleger oft erst nach Jahrzehnten aussteigen, wenn die Immobilie verkauft wird.<br>\nBei den offenen Fonds ist der Ausstieg (fast) jederzeit m&ouml;glich zum jeweiligen &bdquo;Kurswert&ldquo;. Nur in Notlagen wie in der Finanzkrise mussten offene Fonds schlie&szlig;en, weil pl&ouml;tzlich viele oder alle Anleger ihr Geld abziehen wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/wem-gehoert-berlin-woher-das-geld-kommt-und-wie-es-zu-beton-wird\/23194330.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Autorin &uuml;ber Jobs f&uuml;r Gefl&uuml;chtete: &bdquo;Viele Berufe sind nicht bekannt&ldquo;<\/strong><br>\nViktoria Doll hat einen Bewerbungsratgeber f&uuml;r Gefl&uuml;chtete geschrieben. Sie erz&auml;hlt, warum angehende Friedhofsg&auml;rtner und K&ouml;che gute Chancen haben.<br>\ntaz: Frau Doll, Bewerbungsratgeber gibt es auf dem Markt etwa so viele wie f&uuml;r gesunde Ern&auml;hrung oder sch&ouml;ne Beziehungen. Warum haben Sie noch einen Ratgeber geschrieben?<br>\nViktoria Doll: Mein Bewerbungsratgeber richtet sich speziell an Gefl&uuml;chtete und Migranten. Das ist eine ganz andere Zielgruppe, die spezielle Bed&uuml;rfnisse hat. [&hellip;]<br>\nNach welchen Kriterien haben Sie die Berufe ausgew&auml;hlt?<br>\nEs sind Berufe, die f&uuml;r meine Zielgruppe geeignet sind, die also auch ohne Schulabschl&uuml;sse und ohne Erfahrung infrage kommen.<br>\nWas sind das f&uuml;r Berufe? Welche sind bei Gefl&uuml;chteten beliebt?<br>\nDas sind tendenziell alle Berufe, die sich im Lager- oder auch im ganzen Sicherheitskomplex abspielen. Interessant ist aber nat&uuml;rlich auch der Pflegebereich. In dem Buch gibt es einen Block &uuml;ber Ausbildungen, weil viele das Konzept so in dieser Form wie bei uns nicht kennen. Genauso wie eine Vielzahl von Berufen, die entweder nicht bekannt sind oder auf die sie schlicht nicht kommen.<br>\nZum Beispiel?<br>\nDer des Kochs. Da bleiben zahlreiche Stellen offen, die Chancen stehen auch ohne Zeugnisse wirklich gut. Oder auch der des Friedhofsg&auml;rtners &ndash; den kennen viele &uuml;berhaupt nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5540692\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Angeblich geht es hier um Berufe, f&uuml;r die man &ldquo;[keine] Schulabschl&uuml;sse und [keine] Erfahrung&rdquo; braucht &ndash; und dann werden &ldquo;der Pflegebereich&rdquo;, Koch und Friedhofsg&auml;rtner genannt. M&ouml;glicherweise von der hohen akademischen Warte der Frau Doll allesamt &ldquo;unqualifizierte Berufe&rdquo;, f&uuml;r die aber in der realen Welt Ausbildungen ben&ouml;tigt werden und eine erhebliche Qualifikation verlangt wird. Dann folgt eine Liste der typischen Berufe aus dem Niedrigstlohnbereich, Lagerhelfer, Sicherheitsdienst: ich vermute mal zu ihren Gunsten, dass Frau Doll nicht bewusst, sondern unbewusst neoliberale Denkmuster at its best von sich gibt. Denn T&auml;tigkeiten in diesem Bereich sind allesamt nicht deshalb so unbeliebt, weil sie &ldquo;unqualifiziert&rdquo;, sondern weil sie extrem schlecht bezahlt sind (das gilt im &Uuml;brigen auch f&uuml;r K&ouml;che &ndash; &ldquo;Da bleiben zahlreiche Stellen offen&rdquo;, weil viele Stunden f&uuml;r wenig Geld verlangt werden). Frau Doll hilft also mit ihrer Arbeit, Vorurteile &uuml;ber Niedriglohnjobs (&ldquo;unqualifiziert f&uuml;r Unqualifizierte&rdquo;) aufrechtzuerhalten und dem Niedriglohnsektor Frischfleisch zuzuf&uuml;hren, also das neoliberale System am Laufen zu halten. Wertvoller w&auml;re m. E., sich f&uuml;r bessere Bezahlung allerorten und f&uuml;r Ausbildungen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge einzusetzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SPD-Urgestein Dre&szlig;ler fordert R&uuml;cktritt der Parteispitze<\/strong><br>\nNach dem historisch schlechten Wahlergebnis in Bayern fordert SPD-Urgestein Rudolf Dre&szlig;ler den R&uuml;cktritt der Parteispitze: &bdquo;Die ganze Mannschaft, die die gro&szlig;e Koalition als Ultima Ratio gefeiert hat, h&auml;tte zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen&ldquo;, sagte er in der ARD-Sendung &bdquo;Maischberger&ldquo;.<br>\nMit bundesweit 16 Prozent in den Umfragen und 9,7 Prozent der Stimmen in Bayern sei man auch keine Volkspartei mehr, schimpft Dre&szlig;ler. Die genaue Analyse der Wahlergebnisse zeige, dass die SPD in zahlreichen bayerischen Wahlkreisen jenseits von Gro&szlig;st&auml;dten teilweise an der F&uuml;nf-Prozent-Marke lag. F&uuml;r Dre&szlig;ler ist klar: &bdquo;Wenn eine Parteif&uuml;hrung diesen Schuss nicht h&ouml;rt, geh&ouml;rt sie ausgetauscht.&ldquo; Das Schlimmste aber war f&uuml;r den langj&auml;hrigen SPD-Sozialexperten die Erkl&auml;rungen der SPD-F&uuml;hrung f&uuml;r das Wahldebakel, der Streit zwischen CDU und CSU habe ihr bei dem Wahlergebnis geschadet. &bdquo;F&uuml;r wie bescheuert muss man den W&auml;hler halten, um so einen Unsinn von sich zu geben? So ein Satz ist nicht nur einf&auml;ltig, der ist einfallslos&ldquo;, so Dre&szlig;ler. (&hellip;)<br>\nEinen Ausweg sieht Dre&szlig;ler nur in einer radikalen Kehrtwende. Die Partei m&uuml;sse sich auf die Ideale der Sozialdemokratie zur&uuml;ckbesinnen. Und dieser Prozess k&ouml;nne nur in der Opposition stattfinden. Deshalb habe er im M&auml;rz auch gegen die Wiederauflage der Gro&szlig;en Koalition gestimmt. &bdquo;Wenn man regiert, kann man nicht gleichzeitig neben dieser Regierungsarbeit eine Partei erneuern, wenn die H&auml;lfte des Regierungsprogramms an die Substanz sozialdemokratischen Gedankengutes geht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/maischberger-spd-urgestein-dressler-fordert-ruecktritt-der-parteispitze_id_9776313.html%20\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auch zu diesem Thema Position bezogen. Sie deckt sich weitestgehend mit der von Rudolf Dre&szlig;ler. Erinnert sei u.a. an:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42012\">Sich erneuern in der Opposition oder in der Regierung? Anmerkungen zum Sonderparteitag der SPD und der Rolle des Juso-Vorsitzenden.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41465\">Wie schlecht es um die SPD steht, zeigt auch ein Blick auf den Nachwuchs<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41982\">Der Abstieg der SPD in die Bedeutungslosigkeit hat zwei Namen: Schr&ouml;der, und dann: M&uuml;ntefering. &ndash; Geben Sie den folgenden Text bitte an Sozialdemokratinnen\/en weiter.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>SPD-Positionspapier: Das Gegenteil einer zeitgem&auml;&szlig;en sozialdemokratischen Entspannungspolitik<\/strong><br>\nAlso wird die Erneuerung der SPD wohl auf dem Feld der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik stattfinden, mag sich dann manch einer denken. Umso erstaunter nimmt man dann das k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte Positionspapier zur Au&szlig;enpolitik der Bundestagsfraktion der SPD zur Kenntnis, das mit &ldquo;Dialog &ndash; Vertrauen &ndash; Sicherheit&rdquo; &uuml;berschrieben ist. Erstaunt mag man auch &uuml;ber den Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung sein, denn w&auml;hrend die SPD auf allen ihr zur Verf&uuml;gung stehenden medialen Kan&auml;len zur Mitgestaltung am Erneuerungsprozess einl&auml;dt, sich angeblich bereit f&uuml;r einen umf&auml;nglich gef&uuml;hrten Dialog zeigt und vorgeblich schonungslos die gemachten Fehler analysieren m&ouml;chte, zurrt die Bundestagsfraktion die au&szlig;enpolitischen Positionen f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre schon mal fest.<br>\nMan l&auml;dt zum Dialog ein und signalisiert schon jetzt, wie gleichg&uuml;ltig einem das Ergebnis dieses Dialogs sein wird. Das zeigt deutlich: Die erneuerte SPD wird ganz die alte sein. Die Basis kann diskutieren wie sie will, gemacht wird, was die Parteispitze f&uuml;r gut und karrieref&ouml;rdernd h&auml;lt &ndash; basta.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/77864-spd-positionspapier-gegenteil-einer-zeitgemaessen-sozialdemokratischen-entspannungspolitik\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>Oppermann pocht auf deutliche Erh&ouml;hung des Mindestlohns<\/strong><br>\nThomas Oppermann hat die SPD angesichts ihrer schlechten Wahlergebnisse dazu aufgerufen, ihr linkes Profil zu sch&auml;rfen. Der Bundestagsvizepr&auml;sident schlug daf&uuml;r unter anderem vor, den Mindestlohn auf zw&ouml;lf Euro pro Stunde zu erh&ouml;hen.<br>\nEr halte das f&uuml;r angemessen, sagte der ehemalige SPD-Fraktionschef der Nachrichtenagentur dpa. Denn es gebe einen Niedriglohnsektor, &ldquo;in dem die Menschen extrem hart arbeiten, aber mit dem Netto nicht zufrieden sein k&ouml;nnen&rdquo;. Derzeit liegt der Mindestlohn bei 8,84 Euro. (&hellip;)<br>\nZudem forderte Oppermann gleiche L&ouml;hne in Ost wie West. &ldquo;Wieso gibt es nach fast 30 Jahren deutscher Einheit immer noch ein Lohngef&auml;lle zwischen Ost- und Westdeutschland?&rdquo; Nat&uuml;rlich seien daf&uuml;r die Tarifparteien zust&auml;ndig. &ldquo;Aber viele Menschen f&uuml;hlen sich in ihrer Lebensleistung abgewertet&rdquo;, so Oppermann.<br>\nAls eine Ursache f&uuml;r den SPD-Absturz auf 14 Prozent in Umfragen, hinter Gr&uuml;ne und AfD, sieht Oppermann, dass die Partei mit eigenen Themen nicht durchdringt. Oppermann lehnte Vorschl&auml;ge ab, die SPD solle sich vom Konzept der Volkspartei verabschieden und nicht mehr versuchen, eine Politik f&uuml;r alle Interessensgruppen anzubieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-oppermann-pocht-auf-deutliche-erhoehung-des-mindestlohns-1.4178451%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Diese Forderung von Oppermann ist voller Widerspr&uuml;che. Als erstes: wieso kommt eine solche Forderung ausgerechnet von einem Parteirechten in der SPD, und wie ernst ist sie gemeint? Zweitens hat die SPD unter Schr&ouml;der mit der Agenda 2010 zusammen mit dem Niedriglohn &uuml;berhaupt keine Untergrenzen (au&szlig;er der &ndash; sehr dehnbaren &ndash; &ldquo;Sittenwidrigkeit&rdquo;) eingef&uuml;hrt und fand damals auch 5 oder 6 Euro pro Stunde absolut akzeptabel &ndash; woher der Sinneswandel? Drittens gibt es den Mindestlohn nur, *weil* die SPD mit Hartz IV und der Ausweitung der Leiharbeit massiven Druck auf die L&ouml;hne ausge&uuml;bt hat, als leichte Korrektur; viertens hat die SPD alle Forderungen nach einem Mindestlohn bis 2013 abgelehnt und ihn dann &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; auf einem viel zu niedrigen Niveau eingef&uuml;hrt. Sechstens mu&szlig; die SPD nicht aus der Opposition heraus &ldquo;fordern&rdquo;, sondern kann als Regierungspartei Politik machen: wer ist wirklich der Adressat der Forderung? Und siebtens hat Oppermann trotz aller Ungereimtheiten einfach recht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Es ist das &uuml;bliche Linksblinken vor einer Wahl. Andrea Nahles hat &Auml;hnliches vor dem Urnengang in Bayern getan, als sie davon sprach, dass sich die SPD aus &bdquo;dem gedanklichen Gef&auml;ngnis der Agendapolitik&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h13\">befreien m&uuml;sse<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Dietmar Bartsch &uuml;ber Oppermanns Mindestlohnw&uuml;nsche<\/strong><br>\nLieber Thomas Oppermann, gew&ouml;hnlich halte ich mich mit schlauen Ratschl&auml;gen zur&uuml;ck, aber wenn ich das lese, kriege ich wirklich einen Hals. Linkes Profil sch&auml;rft die SPD nicht mit leeren Versprechungen, von denen jeder wei&szlig;, dass sie keinen Cent wert sind, solange Ihr Euch an Merkel und Seehofer kettet. Ja, 12 Euro Mindestlohn sind dringend n&ouml;tig. Den Antrag meiner Fraktion vom 21. M&auml;rz 2017 (http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/115\/1811599.pdf) habt ihr mit der Union niedergestimmt. Damals hatten aber SPD, LINKE und Gr&uuml;ne eine Mehrheit im Bundestag. Diese Mehrheit ist heute futsch und erodiert zunehmend schneller. Die SPD muss ihren gordischen Knoten schleunigst l&ouml;sen, wenn Mitte-Links &uuml;berhaupt eine Zukunft im Bund haben soll. Die Hoffnung, liebe Sozialdemokraten, stirbt zuletzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/DietmarBartschMdB\/posts\/2025700740846584?__tn__=-R%20\">Dietmar Bartsch via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Die Angst war vorher da&ldquo;<\/strong><br>\nDer Dramaturg Bernd Stegemann ist &ldquo;Aufstehen&rdquo;-Vordenker. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber die soziale Frage sowie den Unterschied zwischen Politischem und Politik. (&hellip;)<br>\nMuss man, um zu dieser Gleichheit zu gelangen, auch dem rechten Populismus einen linken entgegensetzen?<br>\nEs bringt nichts, gegen das Rechte mit den Waffen des Rechten zu k&auml;mpfen. Entscheidend ist f&uuml;r mich, dass die Rechten an einem bestimmten Punkt anzugreifen sind: der sozialen Frage. Die AfD ist als Lucke-Partei aus einem Hardcore-Neoliberalismus hervorgegangen. Interessant ist, wie dort die Rentenfrage verdr&auml;ngt wird. Die ist f&uuml;r die AfD das, was die Migrationsfrage f&uuml;r die CDU ist. Und daran wird sie hoffentlich zerbrechen.<br>\nUnd wenn man mit der materiellen Frage am Ende nicht weiterkommt?<br>\nDann sehe ich schwarz. Man muss doch die Verh&auml;ltnisse ver&auml;ndern, damit die Leute weniger Angst vor der Zukunft haben. In den Siebzigern hie&szlig; es: 35-Stunden- Woche und der ausl&auml;ndische Mitarbeiter soll vern&uuml;nftig behandelt werden. Das war ein Paket der Gewerkschaften, das emotional verstanden wurde. Das Paket, das der Neoliberalismus schn&uuml;rt, besagt: In China arbeiten auch alle 50 Stunden die Woche, au&szlig;erdem musst du deine Sprache politisch korrekt im Griff haben. Das l&ouml;st nur Wut aus.<br>\nUnd deshalb soll man die &Auml;ngste der Menschen ernst nehmen, wie es mantram&auml;&szlig;ig hei&szlig;t? Das signalisiert doch, es g&auml;be Anlass zur Sorge. Vor Gefl&uuml;chteten vor allem.<br>\nDie Angst entsteht nicht, weil pl&ouml;tzlich der Gefl&uuml;chtete nebenan wohnt. Die Angst war vorher da. Weil Sorge um den Arbeitsplatz besteht, vor &Uuml;berschuldung, um die Zukunft der Kinder. Pl&ouml;tzlich kommt ein Politiker, der sagt, &uuml;brigens, die Ursache all deiner &Auml;ngste ist der fremde Mensch, der nebenan wohnt. Das ist S&uuml;ndenbock-Theorie.<br>\nSahra Wagenknecht richtet sich doch auch gegen &bdquo;offene Grenzen&ldquo;. Wegen der angeblichen Forderung danach hat sich &bdquo;Aufstehen&ldquo; schlie&szlig;lich nicht an der gro&szlig;en #Unteilbar-Demo in Berlin beteiligt.<br>\nMitglieder von &bdquo;Aufstehen&ldquo; haben sich an der Demo beteiligt. Sahra Wagenknecht versucht als eine der wenigen Linken die eben beschriebenen Unterscheidungen zu Politik zu machen. Dass man sie verk&uuml;rzt und missverst&auml;ndlich interpretieren will, ist bedauerlich. Und au&szlig;erdem k&ouml;nnen diejenigen, die &bdquo;Aufstehen&ldquo; diffamieren wollen, die Frage, wie sie den Sozialstaat in einer grenzenlosen Welt erhalten wollen, nicht beantworten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/aufstehen-sammlungsbewegung-die-angst-war-vorher-da\/23194296.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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