{"id":46680,"date":"2018-10-24T08:49:37","date_gmt":"2018-10-24T06:49:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680"},"modified":"2018-10-24T08:50:41","modified_gmt":"2018-10-24T06:50:41","slug":"hinweise-des-tages-3232","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h01\">Abschied vom INF-Vertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h02\">Gr&uuml;ne bei der Landtagswahl in Hessen: Punkt f&uuml;r Punkt ganz nach vorn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h03\">Pierre Moscovici &ndash; der letzte Socialiste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h04\">Ein Tag nach Cum-Ex Enth&uuml;llung: Sozialbetrug: Regierung jagt Sozialleistungs-Empf&auml;nger &ndash; aber schont Millionen-Betr&uuml;ger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h05\">Saudi Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h06\">Das war&rsquo;s f&uuml;r 2018<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h07\">Steigende Mietkosten verst&auml;rken Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h08\">Eliten-Forscher Hartmann: Eine kleine abgehobene Gruppe bringt die Demokratie in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h09\">Wie Merkels Hessen-Man&ouml;ver zum Eigentor wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h10\">Nationalismus und Faktenfeindschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h11\">Die EU ist am Ende &ndash; Es merkt nur keiner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h12\">Deutsche Rechtsradikale marschieren in Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h13\">Darum reagiert Trump auf Kashoggis Ermordung so zur&uuml;ckhaltend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h14\">Diktatur mit Ansage : Bolsonaros Drohungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h15\">Wenn Kinder Krieg spielen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h16\">AfD und Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h17\">Marktforscher fordern mehr Sorgfalt bei Berichten &uuml;ber Umfragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h18\">G&ouml;nn dir, Sawsan Chebli!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Abschied vom INF-Vertrag<\/strong><br>\nDeutsche Regierungspolitiker warnen vor einem Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem INF-Vertrag. US-Pr&auml;sident Donald Trump hatte diesen Schritt am Wochenende angek&uuml;ndigt. Der INF-Vertrag, der am 8. Dezember 1987 abgeschlossen wurde, verpflichtete die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion zur Vernichtung s&auml;mtlicher landgest&uuml;tzter nuklearer Mittelstreckenraketen und untersagte ihnen die erneute Beschaffung des Waffentyps. K&uuml;ndigt Washington das Abkommen, droht Europa ein weiterer nuklearer R&uuml;stungswettlauf. Experten kritisieren, f&uuml;r Trumps Behauptung, Moskau habe den INF-Vertrag gebrochen, l&auml;gen keine Beweise vor; umgekehrt seien Russlands Vorw&uuml;rfe, Washington versto&szlig;e mit seiner Raketenabwehr in Osteuropa seinerseits gegen das Abr&uuml;stungsabkommen, &ldquo;schwer zu entkr&auml;ften&rdquo;. F&uuml;hrende Berliner Milit&auml;rpolitiker warnen, eine etwaige Debatte &uuml;ber die erneute Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Europa k&ouml;nne nicht nur &ldquo;gewaltigen &ouml;ffentlichen Protest&rdquo; ausl&ouml;sen; sie verschiebe auch das milit&auml;rische Kr&auml;fteverh&auml;ltnis zu deutschen Ungunsten.<br>\n&ldquo;Keine belastbaren Informationen&rdquo;<br>\n(&hellip;) Die US-Administration hat keinerlei sichere Beweise f&uuml;r ihre Behauptung vorgebracht. Schon im vergangenen Dezember best&auml;tigte ein deutscher Luftwaffenoberst im Generalstabsdienst, der am Genfer Zentrum f&uuml;r Sicherheitspolitik forscht, &ldquo;belastbare und &uuml;berzeugende Informationen&rdquo; wie Fotos oder Videos, die die Vorw&uuml;rfe belegen w&uuml;rden, seien nicht bekannt. Man k&ouml;nne daher nur vermuten, dass die USA sich auf &ldquo;menschliche Quellen&rdquo;, also auf Geheimdienstangaben, st&uuml;tzten. Damit h&auml;tte die Behauptung, Russland verstie&szlig;e gegen den INF-Vertrag, dieselbe Qualit&auml;t wie die fr&uuml;here Behauptung, der Irak verf&uuml;ge &uuml;ber Massenvernichtungswaffen&hellip;<br>\n&ldquo;Schwer zu entkr&auml;ften&rdquo;<br>\nUmgekehrt gehen russische Stellen davon aus, dass die Vereinigten Staaten ihrerseits gegen den INF-Vertrag versto&szlig;en. Gegenstand des Vorwurfs ist in diesem Fall die NATO-Raketenabwehr (&ldquo;Aegis ashore&rdquo;), die auf einem St&uuml;tzpunkt im Rum&auml;nien bereits einsatzbereit ist und auf einem zweiten St&uuml;tzpunkt in Polen aufgebaut wird. &hellip;<br>\n&ldquo;Um die gegenseitigen Vorw&uuml;rfe auszur&auml;umen, w&auml;ren wechselseitige Informationen und Inspektionen notwendig&rdquo;, stellte im M&auml;rz die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) fest: &ldquo;Dazu m&uuml;sste das 2001 beendete INF-Inspektionsregime reaktiviert und modifiziert werden.&rdquo; Das w&auml;re nach Washingtons angek&uuml;ndigtem Austritt aus dem INF-Vertrag endg&uuml;ltig unm&ouml;glich. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung hat sich bislang in der NATO den US-Vorw&uuml;rfen angeschlossen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7759\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne bei der Landtagswahl in Hessen: Punkt f&uuml;r Punkt ganz nach vorn<\/strong><br>\nRot&ndash;Rot&ndash;Gr&uuml;n ist m&ouml;glich<br>\nEs gibt eine Reihe solcher Punkte, die die hessischen Gr&uuml;nen in den letzten f&uuml;nf Jahren bei ihrem Koalitionspartner CDU nicht haben durchsetzen k&ouml;nnen. Etwa eine gesetzliche Regelung, nach der St&auml;dte mit angespannter Wohnungssituation die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen verhindern k&ouml;nnen. Auch da verspricht die Partei f&uuml;r die n&auml;chste Legislaturperiode eine neue gesetzliche Regelung.<br>\nGut m&ouml;glich, dass die Hessen-Gr&uuml;nen nach der Landtagswahl am 28. Oktober ihre Themen tats&auml;chlich durchsetzen k&ouml;nnen. Der aktuelle Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir k&ouml;nnte neuer Ministerpr&auml;sident werden. In Umfragen liegt seine Partei bei 21 Prozent, genauso wie die SPD.<br>\nMinisterpr&auml;sident Volker Bouffiers CDU liegt mit aktuell 26 Prozent zw&ouml;lf Prozentpunkte unter dem Ergebnis von 2013. Rechnerisch m&ouml;glich w&auml;ren demnach Dreierb&uuml;ndnisse aus Gr&uuml;nen, SPD und Linken oder auch aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP. Eine Mehrheit f&uuml;r die amtierende schwarz-gr&uuml;ne Regierung ist in den Umfragen ungewiss.<br>\nDie Bilanz ist gemischt<br>\nIm Regierungsb&uuml;ndnis mit der CDU mussten die gr&uuml;nen Koalition&auml;re einige Kr&ouml;ten schlucken. Am Frankfurter Flughafen wird das dritte Terminal gebaut, im Wahlkampf 2013 hatten die Gr&uuml;nen noch dagegen plakatiert. Die von Al-Wazir ausgehandelte freiwillige &bdquo;L&auml;rmobergrenze&ldquo; sichert allenfalls den Status quo. Die Luftverkehrswirtschaft hat sich vorbehalten, sie aufzuk&uuml;ndigen, wenn sie zus&auml;tzliche Kapazit&auml;ten, sprich mehr Starts und Landungen braucht.<br>\nIm B&uuml;ndnis mit der CDU mussten die Gr&uuml;nen einige Kr&ouml;ten schlucken<br>\nAls Verkehrsminister darf Al-Wazir jetzt Autobahnabschnitte er&ouml;ffnen, gegen die Gr&uuml;ne und Umweltsch&uuml;tzer jahrzehntelang gestritten hatten. &bdquo;Damit die Diesel-Fahrer nicht die Dummen sind&ldquo;, klagt die schwarz-gr&uuml;ne Landesregierung sogar gegen das Diesel-Fahrverbot in Frankfurt.<br>\nDie Gr&uuml;nen haben aber auch einiges erreicht: &Uuml;berall im Land drehen sich mehr Windr&auml;der &ndash; mit der Angst vor &bdquo;Windkraftmonstern&ldquo; hatte die hessische CDU zuvor Wahlk&auml;mpfe bestritten. Gegen starke Widerst&auml;nde wurde der Staatsforst auf eine schonende Bewirtschaftung umgestellt.<br>\n(&hellip;) Der Welt sagte Tarek Al-Wazir, erst nach Ausz&auml;hlung aller Stimmen werde sich zeigen, &bdquo;was rechnerisch geht und &ndash; noch wichtiger &ndash; was mit wem inhaltlich geht&ldquo;. Sein Regierungschef Bouffier und Bundeskanzlerin Angela Merkel warnten schon mal vorsorglich vor einer m&ouml;glichen linken Mehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5541085\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sicher haben die Gr&uuml;nen hier und da Akzente gesetzt &ndash; aber der &ndash; vor vielen Jahren von den Gr&uuml;nen bek&auml;mpfte &ndash; Flughafen Frankfurt und der Autoverkehr sind sogar gewachsen, die Wohnungsnot auch, und die Gr&uuml;nen haben dem harten hessischen Polizeigesetz zugestimmt (<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5511982\/\">die taz berichtete<\/a>) &ldquo;Sogar&rdquo;, h&auml;tte man fr&uuml;her erg&auml;nzt, &ldquo;logisch&rdquo;, mu&szlig; man heute sagen: eine ganz und gar angepa&szlig;te neoliberal-konservative Partei, f&uuml;r die die taz hier Werbung macht. Die Gr&uuml;nen werden &ldquo;Punkt f&uuml;r Punkt immer schw&auml;rzer&rdquo;, mu&szlig; man leider sagen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pierre Moscovici &ndash; der letzte Socialiste<\/strong><br>\n(&hellip;) Pierre Moscovici, der als Europ&auml;ischer Kommissar f&uuml;r Wirtschaft und Finanzen der letzte franz&ouml;sische Sozialist sein d&uuml;rfte, der ein hohes politisches Amt bekleidet, hat (zusammen mit dem zust&auml;ndigen Vizepr&auml;sidenten der Kommission, Valdis Dombrovskis) einen Brief geschrieben (hier in Englisch zu finden). Er schrieb dem italienischen Finanzminister als Antwort auf den Haushaltsentwurf der italienischen Regierung, man sehe in dem Entwurf eine in der Geschichte des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspaktes beispiellose Abweichung von den vereinbarten K&uuml;rzungen der Staatsausgaben. Beide geben der italienischen Regierung bis heute Mittag Zeit, um darauf zu antworten.<br>\nDas ist starker Tobak, der darauf hindeutet, dass die Kommission unter F&uuml;hrung eines franz&ouml;sischen Kommissars, der einer untergegangenen Partei namens Parti Socialiste angeh&ouml;rt, an Italien ein Exempel statuieren will. Da auch die EZB nichts tut, um die &bdquo;M&auml;rkte&ldquo; im Zaum zu halten, wo mit italienischen Staatsanleihen spekuliert wird, braut sich &uuml;ber der italienischen Regierung der perfekte Sturm zusammen. Ohne Zweifel hat dieser Sturm das Ziel, die gerade gew&auml;hlte italienische Regierung zu entmachten oder sie wenigstens so weit einzusch&uuml;chtern, dass sie sich in die europ&auml;ische &bdquo;Disziplin&ldquo; einf&uuml;gt.<br>\nWer macht den perfekten Sturm?<br>\nMan kann auch sicher sein, dass die Vorbereitung dieses Sturmes konzertiert abgelaufen ist und die deutsche Regierung daran ma&szlig;geblich beteiligt war&hellip;.<br>\nWas sollte Italien tun?<br>\n(&hellip;) Italiens Wege aus der Krise sind entweder juristisch verbaut, von anderen L&auml;ndern blockiert oder aus Gr&uuml;nden unpassierbar, die Italien nicht zu verantworten hat. Der Weg &uuml;ber steigende Export&uuml;bersch&uuml;sse, den Italien fr&uuml;her oft mit Erfolg gegangen ist, gibt es in der W&auml;hrungsunion nicht mehr, weil Deutschland mit seiner durch jahrelanges Lohndumping erworbenen &uuml;berragenden Wettbewerbsstellung jeden Versuch in diese Richtung blockiert. Absolute Lohnsenkungen w&uuml;rden, nicht anders als in Griechenland, zu einem Zusammenbruch des ohnehin schwachen Binnenmarktes f&uuml;hren und die Arbeitslosigkeit unmittelbar erh&ouml;hen.<br>\nDie M&ouml;glichkeiten der Geldpolitik sind f&uuml;r Italien und ganz Europa l&auml;ngst ausgereizt, so dass man von den Unternehmen, vom &bdquo;Markt&ldquo;, keine L&ouml;sung erwarten kann. Zudem sind auch in Italien die Unternehmen Netto-Sparer, was bedeutet, dass sie die Nachfragesituation unmittelbar verschlechtern statt sie zu verbessern. Es bleibt logisch zwingend in dieser Lage nur der Staat, der versuchen kann, &uuml;ber steigende Ausgaben und steigende Defizite das Land aus der jahrelangen Krise zu f&uuml;hren. Wer diesen Weg politisch oder juristisch blockiert, ist ein Narr&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/10\/pierre-moscovici-der-letzte-socialiste\/\">Heiner Flassbeck bei Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Tag nach Cum-Ex Enth&uuml;llung: Sozialbetrug: Regierung jagt Sozialleistungs-Empf&auml;nger &ndash; aber schont Millionen-Betr&uuml;ger<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich soll vom Cum-Ex-Steuerbetrug st&auml;rker betroffen sein als bisher bekannt. Dabei holen sich Aktien-H&auml;ndler Steuern vom Staat zur&uuml;ck, die sie gar nicht bezahlt haben. Europaweit geht man von 55 Milliarden Euro Schaden aus. Doch statt &bdquo;Jagd auf Steuerbetr&uuml;ger&ldquo; l&auml;sst Kickl &uuml;ber die Kronen Zeitung am n&auml;chsten Tag ank&uuml;ndigen: &bdquo;Spezialeinheit von Innenminister Herbert Kickl (FP&Ouml;) macht jetzt Jagd auf Sozialbetr&uuml;ger&ldquo;. W&auml;hrend man bei den &Auml;rmsten genau schaut, ob sie nicht ein paar Euro zu viel bekommen, werden Unternehmer kaum noch kontrolliert. Ganz im Gegenteil: Bei ihnen werden Kontrollen und Strafen abgebaut &ndash; obwohl es um Milliarden geht. Ein &Uuml;berblick.<br>\n(&hellip;) Wenn Unternehmen Sozialbetrug begehen, wird weggeschaut<br>\nDas alles passt ins Bild. Obwohl die gro&szlig;en Summen bei Sozialbetrug auf Unternehmerseite liegen, schw&auml;cht die &Ouml;VP-FP&Ouml;-Regierung die Kontrollen und reduziert die Strafen. Interesse an zahnlosen Regeln haben vor allem gro&szlig;e Unternehmen, die Lohn- und Sozialdumping betreiben wollen. Und auf die scheint die Regierung zu h&ouml;ren:<br>\nDie Pr&uuml;fer der Gebietskrankenkassen werden dem Finanzminister unterstellt &ndash; sie d&uuml;rfen Scheinselbst&auml;ndigkeit aber nicht mehr pr&uuml;fen.<br>\nDa Pr&uuml;fer im Finanzministerium aber abgebaut werden, werden es insgesamt weniger.<br>\nUnd sollte dennoch ein Unternehmer erwischt werden, kommt er mit g&uuml;nstigen Pauschalen davon&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/sozialbetrueger-kickl\/\">kontrat.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Saudi Arabien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie Blackstone mit saudischem Geld eines von Trumps zentralen Wahlversprechen finanzieren wollte<\/strong><br>\nDie amerikanische Private-Equity-Firma Blackstone hatte von den Saudis eine Zusage &uuml;ber 20 Mrd. $ f&uuml;r einen Infrastrukturfonds erhalten. Als Gegenleistung erhielten die Araber auch besondere Konditionen und Rabatte.<br>\nDas Vorhaben von Blackstone war in seinen Dimensionen spektakul&auml;r. Im Mai 2017 hatte das Private-Equity-Unternehmen angek&uuml;ndigt, einen Infrastrukturfonds von 40 Mrd. $ bereitzustellen. Die H&auml;lfte des Geldes hatte der saudiarabische Staatsfonds (Public Investment Fund, PIF) zugesagt, den Rest sollten andere Investoren beisteuern. Mit diesem Kapital sowie zus&auml;tzlichen Krediten, so die damalige Mitteilung, sollte in Infrastrukturprojekte im Umfang von 100 Mrd. $ investiert werden, haupts&auml;chlich in den USA. Die Erneuerung der veralteten Infrastruktur in den Vereinigten Staaten war eines der Versprechen von US-Pr&auml;sident Donald Trump.<br>\nMit der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi und der internationalen Kritik an Saudi-Arabien erscheint der Milliardenfonds nun pl&ouml;tzlich in einem anderen Licht. Selbst der Blackstone-CEO Stephen Schwarzman hat seine Teilnahme an der Future Investment Initiative, einer Wirtschaftskonferenz in Riad, abgesagt. Dies, obwohl er (wie etwa auch Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam) im Advisory Board der Veranstaltung sitzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/der-massgeschneiderte-deal-von-blackstone-mit-saudiarabien-ld.1430028\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>USA k&uuml;ndigen erste Sanktionen gegen Saudi-Arabien an<\/strong><br>\nEs sei nicht hinnehmbar, dass ein Journalist durch Gewalt zum Schweigen gebracht werde: Mit diesen Worten haben die USA Sanktionen gegen Riad eingeleitet. Trump sprach im Fall Khashoggi von einer dilettantisch verschleierten T&ouml;tung. Nach dem gewaltsamen Tod des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi haben die USA erste Strafma&szlig;nahmen gegen 21 saudi-arabische Verd&auml;chtige eingeleitet. Der amerikanische Au&szlig;enminister Mike Pompeo sagte am Dienstag in Washington, die USA h&auml;tten Verd&auml;chtige in den Geheimdiensten, vom K&ouml;nigshof, aus dem Au&szlig;enministerium und aus anderen saudi-arabischen Ministerien identifiziert. &ldquo;Wir ergreifen angemessene Ma&szlig;nahmen, die den Entzug von Visa beinhalten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/fall-jamal-khashoggi-donald-trump-spricht-von-dilettantisch-verschleierter-toetung-a-1234800.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die USA entziehen also einigen &bdquo;Verd&auml;chtigen&ldquo; die Visa &ndash; eine unglaublich harte &bdquo;Sanktion&ldquo;. Und hinter den Kulissen laufen die Gesch&auml;fte weiter blendend &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Milliardendeals unterm Kronleuchter<\/strong>\n<ul>\n<li>Saudi-Arabien ist auf der Investorenkonferenz in Riad trotz einer m&ouml;glichen Verwicklung in den Tod des Journalisten Khashoggis ein gefragter Gesch&auml;ftspartner.<\/li>\n<li>Mehr als 20 Chefs von Firmen wie JP Morgan, Ford, Uber, der Deutschen Bank und zuletzt auch Siemens hatten ihre Teilnahme abgesagt.<\/li>\n<li>Saudi-Arabiens &Ouml;lminister dr&uuml;ckt seine &ldquo;Dankbarkeit f&uuml;r die vielen Freunde&rdquo; aus, die den Weg nach Riad gefunden haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ungef&auml;hr zu jener Zeit, als in Ankara der t&uuml;rkische Staatspr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan beginnt, &uuml;ber die Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi zu sprechen, wird am Dienstag im gro&szlig;en Ballsaal des Ritz Carlton in Riad ein schwerer Tisch mit goldenen Ornamenten auf die B&uuml;hne getragen. &ldquo;Es geht hier auf dem Future Investment Forum nicht nur um philosophische Fragen, sondern auch darum, Gesch&auml;fte zu machen&rdquo;, sagt Moderator Naser el-Tibi, der sonst f&uuml;r den regierungstreuen Fernsehsender al-Arabiya arbeitet. &ldquo;Die Unterzeichnung von Vertr&auml;gen und Absichtserkl&auml;rungen wird die Attraktivit&auml;t des K&ouml;nigreichs Saudi-Arabien f&uuml;r Investoren herausheben&rdquo;, ruft er. Mehr als zwei Dutzend Vertr&auml;ge, Gesamtwert: mehr als 50 Milliarden Dollar.<br>\nManche der Deals waren zuvor schon bekannt, aber die Botschaft ist klar: Trotz des schwerwiegenden Verdachts, dass Khashoggi get&ouml;tet wurde auf Anweisung h&ouml;chster Kreise, ja vielleicht des m&auml;chtigen Kronprinzen Mohammed bin Salman h&ouml;chstselbst, ist Saudi-Arabien weltweit ein gefragter Gesch&auml;ftspartner, hat die Monarchie viele Freunde, auch im Ausland, obwohl sich westliche Partner im Moment lieber nicht &ouml;ffentlich mit ihren Vertretern zeigen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/investorenkonferenz-in-riad-milliardendeals-unterm-kronleuchter-1.4181994\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das war&rsquo;s f&uuml;r 2018<\/strong><br>\nBei angemessener Besetzung der Schichten in den Krankenh&auml;usern w&auml;re ab heute kein Personal mehr da. Besch&auml;ftigte &raquo;feiern Neujahr&laquo;<br>\nIn den Krankenh&auml;usern wurde Silvester vorverlegt: Schon in der Nacht zum Dienstag wollten Pflegekr&auml;fte vielerorts den Jahreswechsel begehen &ndash; allerdings mit Selters statt Sekt, denn zu feiern gibt es nichts. F&uuml;r 2018 w&auml;re das vorhandene Personal bereits am 22. Oktober aufgebraucht, wenn die Schichten so besetzt w&uuml;rden, wie es f&uuml;r eine sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten notwendig w&auml;re. Das hat die Gewerkschaft Verdi auf Grundlage einer Befragung errechnet, an der sich bundesweit rund 600 Stationsteams beteiligten.<br>\n&raquo;Zwischen dem 23. Oktober und dem 31. Dezember bricht die Versorgung in den Krankenh&auml;usern nur deshalb nicht zusammen, weil Pflegekr&auml;fte regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber ihre Grenzen gehen, um Patienten und ihr Team nicht im Stich zu lassen&laquo;, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia B&uuml;hler am Montag in einer Mitteilung. &raquo;Das ist ein Skandal, auf den die Besch&auml;ftigten an diesem Tag bundesweit hinweisen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342122.mangel-im-gesundheitswesen-das-war-s-f%C3%BCr-2018.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steigende Mietkosten verst&auml;rken Ungleichheit<\/strong><br>\nIm Verh&auml;ltnis zu ihrem Einkommen zahlen Geringverdiener immer mehr f&uuml;r Wohnraum &ndash; Gutverdiener dagegen immer weniger.<br>\nDie Schere zwischen Armen und Reichen geht durch die steigenden Miet- und Wohnkosten in Deutschland weiter auseinander. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie der Humboldt-Universit&auml;t in Kooperation mit dem University College in London. Die Wissenschaftler haben dabei die Einkommens- und Verbraucherstichprobe der Amtlichen Statistik zwischen 1993 und 2013 beobachtet und Daten von mehr als 100.000 Menschen ausgewertet.<br>\nDemnach m&uuml;ssen Geringverdiener im Verh&auml;ltnis zu ihrem Einkommen immer mehr f&uuml;rs Wohnen bezahlen. Gleichzeitig sanken im Beobachtungszeitraum die Kosten f&uuml;r Mieten und Wohnen bei Personen mit den h&ouml;chsten Einkommen. Mussten sie 1993 f&uuml;r Wohnraum noch 16 Prozent ihres Einkommens aufbringen, waren es 2013 noch 14 Prozent. Bei den 20 Prozent mit den geringsten Einkommen, stiegen die prozentualen Wohnkosten dagegen von 27 auf 39 Prozent.<br>\nReall&ouml;hne f&uuml;r Arme sinken &ndash; f&uuml;r Reiche nicht<br>\n&bdquo;Der Befund hat uns &uuml;berrascht&ldquo;, sagte Bernd Fitzenberger, Mitautor und Leiter des &Ouml;konometrie-Instituts an der Humboldt-Universit&auml;t, dem Tagesspiegel. Der &uuml;berproportionale Anstieg der Wohnkosten versch&auml;rfe die Ungleichheit in Deutschland. &bdquo;Die Schere geht an zwei Seiten auseinander&ldquo;, sagte Fitzenberger und verwies auf die wachsende Lohnungleichheit. Der Studie zufolge sanken die Reall&ouml;hne f&uuml;r die untersten 20 Prozent der Einkommen in dem Untersuchungszeitraum um acht Prozent. Bei mittleren Einkommen entwickelten sich die Reall&ouml;hne zwischen 1993 und 2013 konstant leicht positiv. Bei Personen mit den besten Einkommen stiegen die Reall&ouml;hne am st&auml;rksten um durchschnittlich sieben Prozent&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/studie-der-humboldt-universitaet-berlin-steigende-mietkosten-verstaerken-ungleichheit\/23216720.html\">Tagespiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Jetzt erreicht der Mietpreisboom die Provinz<\/strong><br>\nIn Deutschlands gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten sind Mietwohnungen f&uuml;r Normalverdiener mittlerweile unerschwinglich. Viele Menschen m&uuml;ssen deshalb, wenn sie eine neue Bleibe suchen, die Stadt verlassen und ins Umland ziehen &ndash; teilweise sogar noch weiter weg. Deshalb steigen jetzt auch in kleineren St&auml;dten die Mieten deutlich an.<br>\nDas geht aus einer aktuellen Wohnungsmarktstatistik des Immobilienverbands IVD hervor. Demzufolge geht der Preisanstieg bei Neuvermietungen in St&auml;dten mit mehr als 50.000 Einwohnern zur&uuml;ck oder stagniert &ndash; je nach Ausstattungsstandard. In kleineren Orten mit weniger als 50.000 Einwohnern ging es dagegen seit dem dritten Quartal 2017 sprunghaft nach oben.<br>\nSo verzeichnete der IVD in Gemeinden mit einer Gr&ouml;&szlig;e zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern einen Mietpreisanstieg von durchschnittlich rund sieben Prozent &ndash; bezogen auf Immobilien mit einem mittleren Wohnwert und einem Baujahr nach 1949. In Gemeinden mit 10.000 bis 20.000 Einwohnern gab es sogar einen Preisaufschlag von zehn Prozent. Im Vorjahr hatten diese Werte noch bei 1,8 beziehungsweise 0,5 Prozent gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/immobilien\/article182528114\/IVD-Studie-zum-Wohnungsmarkt-Mietpreise-im-Umland-von-Grossstaedten-steigen.html\">Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eliten-Forscher Hartmann: Eine kleine abgehobene Gruppe bringt die Demokratie in Gefahr<\/strong><br>\nSie sitzen in den obersten Etagen der Wirtschaft und sind eng mit Regierung und Medien verzahnt. Rund 4.000 Menschen in Deutschland und 1.000 in &Ouml;sterreich z&auml;hlt der Soziologe Michael Hartmann zur &bdquo;Elite&ldquo;. Sie selbst stammen aus gro&szlig;b&uuml;rgerlichen Familien und haben es wieder in Top-Positionen geschafft. Und jedes Jahr trennt sie noch mehr vom Rest der Gesellschaft: Die soziale Ungleichheit nimmt zu und bleibt f&uuml;r die Elite eine abstrakte Diskussion &ndash; denn sie wissen nicht, wie normale Menschen leben und kennen niemanden, der von existenziellen Sorgen geplagt ist. Trotz ihrer Abgehobenheit treffen sie Entscheidungen, die uns alle betreffen, wie uns Hartmann im Interview erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/elite-soziale-ungleichheit-hartmann\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie Merkels Hessen-Man&ouml;ver zum Eigentor wurde<\/strong><br>\nAngela Merkel will Frankfurt vor Fahrverboten retten &ndash; und Parteifreund Volker Bouffier vor einem Wahldebakel. Doch der wei&szlig; gar nichts von seinem Gl&uuml;ck und torpediert die Pl&auml;ne der Kanzlerin &ndash; unfreiwillig.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) m&uuml;sste sich ziemlich gut auskennen mit einem Gesetz, dessen Name ein echter Zungenbrecher ist: BImSchG. Das steht f&uuml;r Bundesimmissionsschutzgesetz. Als ehemalige Bundesumweltministerin wei&szlig; sie, dass diese 73 Paragraphen so ziemlich das beste sind, was der Gesundheit von 80 Millionen B&uuml;rgern passieren konnte. Darin geregelt sind Grenzwerte f&uuml;r den Aussto&szlig; giftiger Stoffe, aus Fabrikschloten, Kraftwerken &ndash; aber auch aus dem Auspuff von Autos.<br>\nDoch ihr Wissen sch&uuml;tzt die Kanzlerin offenbar nicht vor einer peinlichen Panne bei dem Versuch, ein Fahrverbot in Frankfurt am Main zu verhindern. Die Bundesregierung will das Bundesimmissionsschutzgesetz &auml;ndern. So sollen Dieselfahrer weiterhin Zugang zur Innenstadt der Bankenmetropole haben. Auf diese Weise will Merkel zugleich eine Wahlschlappe ihres Parteikollegen Volker Bouffier bei der hessischen Landtagswahl am kommenden Sonntag vermeiden. Doch es ist alles andere als sicher, ob die Rechnung aufgeht.<br>\n(&hellip;) Offensichtlich haben sich die Spitzenpolitiker der CDU nicht recht abgestimmt in ihrer Strategie, die Dieselfahrer (und W&auml;hler) in Frankfurt zu beruhigen. W&auml;hrend die Kanzlerin Frankfurt mit ihrer BImSchG-&Auml;nderung vor Fahrverboten retten wollte, hat Bouffier die Stadt mit seiner unvorsichtig in seinem Brief erw&auml;hnten Messstation am B&ouml;rneplatz in den Kreis der Fahrverbotsst&auml;dte hineinkatapultiert, gewisserma&szlig;en mit Brief und Siegel. Das Umweltbundesamt best&auml;tigte gegen&uuml;ber dem SPIEGEL, dass f&uuml;r Frankfurt nun offiziell 54 Mikrogramm und nicht mehr 47 gelten. Ein Fahrverbot d&uuml;rfte nun kaum noch zu verhindern sein.<br>\nKanzlerin und Landesvater stehen jetzt blamiert da. Die Dieselfahrer z&uuml;rnen &uuml;ber eine Politik, die sie und ihre von Wertverlusten betroffenen Wagen im Regen stehen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/diesel-fahrverbot-in-frankfurt-wie-merkel-sich-verzockte-a-1234498.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nationalismus und Faktenfeindschaft<\/strong><br>\nDie globale Finanz- und Wirtschaftskrise, die 2008 begann, war der gr&ouml;&szlig;te wirtschaftliche Belastungstest seit der Gro&szlig;en Depression und die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung f&uuml;r die gesellschaftlichen und politischen Systeme seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie brachte nicht nur Finanzm&auml;rkte und W&auml;hrungen in Gefahr, sondern deckte zugleich ernste Regulierungs- und Steuerungsdefizite auf, die noch immer nicht vollst&auml;ndig behoben sind.<br>\nTats&auml;chlich wird man die Krise von 2008 aller Voraussicht nach als einen Wendepunkt in Erinnerung behalten. Aber nicht, weil sie zu Reformen f&uuml;hrte, die die wirtschaftliche Belastbarkeit st&auml;rkten und Schw&auml;chen beseitigten. Im Gegenteil: Das Vers&auml;umnis der Regierungen, Lehren aus der Gro&szlig;en Rezession zu ziehen, k&ouml;nnte den Weg f&uuml;r eine Reihe neuer wirtschaftlicher und sonstiger Krisen in den kommenden Jahrzehnten bereiten.<br>\n(&hellip;) Immer mehr billiges Geld schafft letztlich neue gef&auml;hrliche Finanzinstrumente<br>\nDurch billiges Geld angeheizte bedeutende technologische Fortschritte k&ouml;nnen an den M&auml;rkten zu derart schnellen Ver&auml;nderungen f&uuml;hren, dass der politische und institutionelle Wandel nicht nachkommt. Und es k&ouml;nnen neue M&auml;rkte entstehen, die fr&uuml;hen Anwendern oder Investoren, die davon profitieren, dass sie den nationalen und internationalen Regulierungsbeh&ouml;rden immer mehrere Schritte voraus sind, enorme Gewinne bieten.<br>\nGenau das ist im Vorfeld der Krise von 2008 passiert. Neue, durch die Technologie erm&ouml;glichte Finanzinstrumente boten einigen Gelegenheit, enorme Summen zu verdienen. Doch die Regulierungsbeh&ouml;rden konnten mit den Neuerungen nicht Schritt halten, und diese brachten dann letztlich Risiken hervor, die die gesamte Volkswirtschaft in Mitleidenschaft zogen. Dies verweist auf einen grundlegenden Unterschied zwischen den globalen Krisen des 21. Jahrhunderts und beispielsweise der Gro&szlig;en Depression der 1930er-Jahre oder in der Tat allen vergangenen Krisen am Aktienmarkt. Aufgrund des Wachstums des Finanzsektors profitieren mehr Akteure kurzfristig von der unzureichenden Regulierung und schwachen Steuerung, was die Verhinderung heutiger Krisen erschwert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++11c6707a-d6a9-11e8-89c7-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die EU ist am Ende &ndash; Es merkt nur keiner<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel versammeln sich die Staats- und Regierungschefs der EU zu einem weiteren Gipfel. Die immergleichen Rituale und Reden t&auml;uschen dar&uuml;ber hinweg, dass die EU in ihrer bisherigen Form erledigt ist. Eine weitere Integration wird es nicht geben.<br>\nNat&uuml;rlich gibt es die EU noch, ihre Organe arbeiten zuverl&auml;ssig und b&uuml;rokratisch wie eh und je. Und sie begl&uuml;ckt die B&uuml;rger ihrer Mitgliedsstaaten immer noch mit absurden und unn&ouml;tigen Vorschriften. J&uuml;ngstes Beispiel: Die neuen Berliner S-Bahn-Z&uuml;ge, die ab 2021 eingesetzt werden sollen, bekommen aufgrund einer EU-Richtlinie ein neues und besonders nervig piepsendes T&uuml;rschlie&szlig;signal. Kein D&uuml;-Di-D&uuml; mehr in Berlin.<br>\n&Auml;rgernisse wie dieses d&uuml;rfen nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die EU seit mindestens drei Jahren nicht mehr funktioniert. Die Staats- und Regierungschefs, die sich am Mittwochabend zu einem neuen Gipfel in Br&uuml;ssel versammelt haben, finden in wichtigen Fragen keine gemeinsame Linie mehr. Statt zu wirklichen Kompromissen kommt es seit Jahren nur noch zu gesichtswahrenden Scheinl&ouml;sungen. In immer mehr Staaten gewinnen sogenannte populistische Parteien an Bedeutung, die eine weitere Integration ablehnen.<br>\nDer sich derzeit zuspitzende Konflikt zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung k&ouml;nnte die Krise der EU offen zu Tage treten lassen und die Existenz des Euro in Frage stellen. W&auml;hrend der Euro-Krise ab 2010 gelang es Deutschland noch, die EU auf den deutschen Pfad der Austerit&auml;t zu bringen und die griechische Regierung 2015 brutal zur Unterwerfung zu zwingen.<br>\nBei Italien wird das nicht funktionieren. Italien ist zu gro&szlig;, seine Schulden sind auch f&uuml;r die EU und die Banken ein Problem. Und die italienische Regierung ist &ndash; anders als die griechische &ndash; entschlossen und vorbereitet, im Fall der F&auml;lle den Ausstieg aus dem Euro zu wagen. Welche Folgen ein solcher Schritt f&uuml;r die Union und ihre gemeinsame W&auml;hrung h&auml;tte, ist nicht abzusehen.<br>\nDie W&auml;hrungsunion war von Anfang an eine Fehlkonstruktion. Der Euro hat den L&auml;ndern des S&uuml;dens enorm viel Wachstum und Wohlstand gekostet, w&auml;hrend er der deutschen Wirtschaft einen enormen Exportboom beschert hat. Die Ungleichgewichte sind nicht kleiner, sondern gr&ouml;&szlig;er geworden, so dass ein Ende mit Schrecken statt des Schreckens ohne Ende immer wahrscheinlicher wird&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/77961-merkt-es-keiner-eu-ist\/?fbclid=IwAR33K50huQULg7Fy-h9GjKHXT017RvbGT2-K_O6uHm15lipi80PugqsTq-c%20\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche Rechtsradikale marschieren in Kiew<\/strong><br>\nNazismus in der Ukraine ist ein Thema, zu dem die deutschen Medien gerne schweigen. Doch das d&uuml;rfte nun zunehmend schwieriger werden: Deutsche Neo-Nazis beteiligten sich mit eigenen Delegationen und Fahnen an einem ukrainischen Nationalisten-Marsch, zu dem Tausende gekommen waren. Anlass war der &ldquo;Tag der Vaterlandsverteidiger&rdquo;.<br>\n(&hellip;) Unter den Demonstranten in Kiew sah man in auff&auml;lligem Outfit und mit eigenen Fahnen und einem Transparent auch Mitglieder der NPD-Jugendorganisation &ldquo;Junge Nationalisten&rdquo; und der NPD-Abspaltung &ldquo;Der Dritte Weg&rdquo;.<br>\n(&hellip;) Erst im Juli dieses Jahres war herausgekommen, dass die Bundeswehr seit 2014 verwundete ukrainische Soldaten, darunter mutma&szlig;lich auch Rechtsradikale des Asow-Bataillons, mit einem speziell ausger&uuml;steten Lazarett-Flugzeug nach Deutschland ausfliegen und in Bundeswehrkrankenh&auml;usern behandeln l&auml;sst.<br>\nF&uuml;r alle, die sich mit der Ukraine besch&auml;ftigen, ist die Teilnahme von deutschen Rechtsradikalen an einer Demonstration in Kiew, nicht erstaunlich. Kontakte zwischen der NPD und der rechtsradikalen Partei Swoboda, deren Militante sich f&uuml;hrend am Staatsstreich in Kiew beteiligten, gab es bereits 2013, also noch vor dem Maidan in Kiew&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/77982-deutsche-rechtsradikale-marschieren-in-kiew\/?fbclid=IwAR3BUqDnEL-Bo012V-A1jJNZUwM_yA_cdIq7QNFy_P3ySZfPCJGQ6rE_sqk#.W82mutr6OGU.facebook\">Rt Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Darum reagiert Trump auf Kashoggis Ermordung so zur&uuml;ckhaltend<\/strong><br>\nNicht die Politik, die wirtschaftlichen Interessen diktieren die Welt. Das zeigt sich gerade jetzt wieder in aller Deutlichkeit.<br>\nBei einem Wahlkampfauftritt vor Milit&auml;rs auf dem Luftwaffenst&uuml;tzpunkt Luke in Arizona nannte US-Pr&auml;sident Donald Trump die vom K&ouml;nigshaus in Riad angebotene Erkl&auml;rung f&uuml;r den gewaltsamen Tod von Jamal Kashoggi &laquo;glaubw&uuml;rdig&raquo; und wertete die Festnahme von 18 an der T&ouml;tung des Regimekritikers beteiligten Personen als &laquo;ersten gro&szlig;en Schritt&raquo;. Gleich im n&auml;chsten Atemzug lobte Trump Saudiarabien als &laquo;gro&szlig;artigen Verb&uuml;ndeten&raquo; und verwies auf die saudischen Auftr&auml;ge an US-Unternehmen in H&ouml;he von 450 Milliarden Dollar, die er von seinem Besuch in Riad im April 2017 &ndash; seiner ersten Auslandsreise als Pr&auml;sident &ndash; mitgebracht hatte. &laquo;Darunter 110 Milliarden Dollar f&uuml;r neue Waffen, die viele Jobs in unserer R&uuml;stungsindustrie sichern und in erster Linie Euch zu Gute kommen&raquo;, betonte Trump gegen&uuml;ber den Milit&auml;rs gleich mehrfach.<br>\nDoch die &auml;u&szlig;erst lukrativen R&uuml;stungsgesch&auml;fte mit Riad sind nicht der einzige Grund f&uuml;r die windelweiche Haltung der Trump-Administration gegen&uuml;ber dem Regime in Riad. Der US-Pr&auml;sident braucht dringend eine Erh&ouml;hung der saudischen &Ouml;lproduktion und Exporte, um &ndash; insbesondere vor den US-Zwischenwahlen im November &ndash; ein weiteres Ansteigen der Benzin- und Heiz&ouml;lpreise sowie andere negative innenpolitische Folgen seiner Sanktionspolitik gegen Iran zu verhindern. Schon seit Mai ist die Nachfrage auf dem Welt-&Ouml;lmarkt gr&ouml;sser als das Angebot. Der Preis f&uuml;r ein Fass stieg seitdem von rund 50 auf knapp 75 US-Dollar. Entsprechend zogen die Benzinpreise in den USA in den letzten f&uuml;nf Monaten bereits deutlich an.<br>\n(&hellip;) Neben der &Ouml;lwaffe hat das Regime in Riad noch ein weiteres Druckmittel, um im Fall Kashoggi sch&auml;rfere Kritik oder gar handfeste Sanktionsma&szlig;nahmen der Trump-Administration zu verhindern. Saudiarabien ist der zw&ouml;lftgr&ouml;sste Gl&auml;ubiger der USA&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Saudiarabien-Kashoggi-Trump-Rustungsgeschafte\">infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Diktatur mit Ansage : Bolsonaros Drohungen<\/strong><br>\nWelchem politischen Lager man dort auch angeh&ouml;rt: Wer in Brasilien am kommenden Sonntag nicht f&uuml;r Fernando Haddad stimmt, &ouml;ffnet der Barbarei die T&uuml;r, ebnet einem Psychopathen den Weg zur Macht. 46 Prozent der g&uuml;ltig W&auml;hlenden liefen in der ersten Runde dem Rattenf&auml;nger nach, der mit dem Segen evangelikaler Sekten und der Hilfe des gro&szlig;en Geldes Goebbels&rsquo; Methoden in unsere Zeit &uuml;bertr&auml;gt. F&uuml;r Faschisten in der oder ohne die Maske der Demokraten weltweit w&auml;re ein Sieg Jair Bolsonaros dank Massenmanipulation ein Quantensprung. In der imperialistischen Rollback-Strategie f&uuml;r Lateinamerika kommt dem gr&ouml;&szlig;ten Land der Region eine entscheidende Rolle zu. Der &raquo;sanfte&laquo; Putsch 2016 st&uuml;rzte Brasiliens schwache Demokratie ins Chaos. Der von Mainstreammedien immer wieder als rechtskonservativer oder rechtspopulistischer Politiker verharmloste Bolsonaro machte noch nie ein Geheimnis daraus, dass er f&uuml;r die terroristische Herrschaftsvariante steht. Bei einem gro&szlig;en Teil der Oberschicht brauchte er da nicht erst am republikanischen Lack kratzen.<br>\nIn einer am Telefon gehaltenen und auf Demos seiner Anh&auml;nger in S&atilde;o Paulo und weiteren Orten &uuml;bertragenen Ansprache lie&szlig; Bolsonaro an diesem Sonntag einmal mehr wissen, was Brasilien und der politische Gegner von ihm zu erwarten haben. Die Roten will er aus &raquo;unserem Vaterland verbannen&laquo; oder in den Knast stecken lassen. Seine Unterst&uuml;tzer stellten die Mehrheit dar und seien &raquo;das wahre Brasilien&laquo;. Die der Arbeiterpartei (PT) h&auml;tten &raquo;2016 verloren und werden kommende Woche wieder verlieren. Nur, dass die S&auml;uberung diesmal sehr viel gr&ouml;&szlig;er ausf&auml;llt&laquo; &ndash; wie man sie in der Geschichte Brasiliens &raquo;noch nie erlebt&laquo; habe. An Luiz In&aacute;cio Lula da Silva gewandt, k&uuml;ndigte er an: &raquo;Du wirst im Knast verfaulen.&laquo; Seinem Gegenkandidaten Haddad versprach Bolsonaro, dass auch dieser auf dem Weg ins Gef&auml;ngnis sei: &raquo;Aber nicht, um dich (Lula) zu besuchen, sondern um ein paar Jahre an deiner Seite zu verbringen.&laquo; Offen droht Bolsonaro mit dem Milit&auml;r, will die &raquo;PT-Bande&laquo; mit Hilfe der Polizei das F&uuml;rchten lehren. Die Aktivit&auml;ten der &raquo;Banditen von MST und MTST&laquo;, der Landlosen- und der &raquo;Bewegung der obdachlosen Arbeiter&laquo; will er als Terrorismus einstufen und verfolgen lassen.<br>\nBolsonaro m&ouml;chte zur&uuml;ck zu den Methoden der Diktatur, die f&uuml;r ihn leider nicht mehr Tote &raquo;als ein Karneval in Rio&laquo; zur Folge hatte und deren Folterknecht Oberst Ustra er &ouml;ffentlich sein Idol nennt. Der innere Feind ist derselbe geblieben, das Aufstacheln zu Hass und Gewalt bleibt straflos. Bolsonaros Anh&auml;nger folgen ihm. Justiz und Polizei stehen Pate, gehen bereits gegen linke Organisationen vor. Dem liberalen B&uuml;rgertum wird immerhin langsam unwohl. Der Faschismus an der Schwelle zur Macht ist die Quittung daf&uuml;r, dass Brasilien mit den Verbrechen der Junta nie abrechnete, dass der tiefe Staat intakt blieb.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342158.diktatur-mit-ansage.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bolsonaros Angriff auf Brasiliens Demokratie<\/strong><br>\n2016 wurde die linksgerichtete Dilma Rousseff vom rechtsau&szlig;en Kleptokraten und Oligarchen Michel Temer und seiner neoliberalen Kaste hinweggeputscht. Bei den j&uuml;ngsten Wahlen gewann nun Jair Bolsonaro, der als eine hochexplosive Mischung aus Donald Trump, General al-Sisi und Rodrigo Duterte beschrieben werden kann &ndash; ein faschistischer Offizier wird in K&uuml;rze die f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;te Demokratie der Welt regieren.<br>\n(&hellip;) Hunger, Gewalt, Arbeitslosigkeit, Niedrigl&ouml;hne, Umweltzerst&ouml;rung, soziale Ungleichheit &ndash; die allt&auml;glichen Probleme in Brasilien f&uuml;llen eine lange Liste an Problemen. Statt um L&ouml;sungen in den politischen, wirtschaftlichen, sozialen und &ouml;kologischen Verwerfungen zu ringen, korrumpierte sich das System von oben so, dass mit Bolsonaro fast schon die logische Konsequenz in den Startl&ouml;chern steht. Eine Vielzahl an sozialen Gruppen, die der Kandidat bereits beschimpft und verbal praktisch schon vor Amtsantritt zum Abschuss freigab, werden mit Angst und Schrecken auf die Stichwahl zwischen dem rechtsextremen Bolsonaro und dem zentristischen Fernando Haddad (PT) Ende des Monats schauen.<br>\n(&hellip;) Schon schnellte die Landesw&auml;hrung Real nach oben, nachdem fast die H&auml;lfte der zur Wahl Gegangenen ihre Stimme an den rechtsradikalen Kandidaten gegeben hatten. Die liberale Demokratie hat sich im Zuge der Deregulierung der M&auml;rkte und dem Abbau elementarer Staatsverantwortlichkeiten selbst geschw&auml;cht. Bolsonaros Aufstieg in Brasilien ist ein klassisches Symptom des Zerfalls und zeugt von massivem Staatsversagen. Die Hoffnungen derer, die nicht f&uuml;r Brasiliens faschistoiden Pr&auml;sidenten in spe votieren, ruhen nun auf Fernando Haddad, der einzige Kandidat aus der b&uuml;rgerlichen Mitte. Das ehemalige Hoffnungsland des Kontinents steht so 2018 vor der gr&ouml;&szlig;ten Z&auml;sur seit der formalen Einf&uuml;hrung der Demokratie. Am 28. Oktober wird sich zeigen, ob Bolsonaro auch die letzten Prozent noch mobilisieren kann. In diesem Falle bek&auml;me auch Brasilien ein &uuml;beraus h&auml;ssliches Antlitz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-10-23\/bolsonaros-angriff-auf-brasiliens-demokratie\/\">justice now<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wenn Kinder Krieg spielen<\/strong><br>\nSie singen die Nationalhymne, lernen mit Waffen umzugehen und marschieren in Uniform: Statt in der Sonne zu liegen, verbringen viele amerikanische Sch&uuml;ler ihre Freizeit mit Drill und Unterricht. Die Fotografin Sarah Blesener ist sechs Monate durch die USA gereist und hat zw&ouml;lf milit&auml;rische Trainingslager f&uuml;r Kinder und Jugendliche besucht.<br>\nVor zwei Jahren fotografierte Blesener &auml;hnliche Programme in Russland &ndash; in den Vereinigten Staaten kritisierten daraufhin viele diese Camps, nannten sie nationalistisch. &ldquo;Dabei gibt es ganz &Auml;hnliches auch bei uns&rdquo;, sagt die Fotografin. Sie beschloss, in die USA zur&uuml;ckzukehren und dort die patriotische und milit&auml;rische Erziehung zu dokumentieren. (&hellip;)<br>\nJ&auml;hrlich werden hier etwa eine halbe Million amerikanischer Kinder und Jugendliche unterrichtet: in patriotischen Lagern, die darauf abzielen, die Liebe zu Amerika zu f&ouml;rdern und Wissen &uuml;ber die religi&ouml;sen Werte des Landes zu vermitteln; in milit&auml;rischen Camps, in denen die Teilnehmer Disziplin erlernen und eine k&ouml;rperliche Ausbildung erhalten; oder in &Uuml;berlebensschulen, in denen sie erfahren, wie man Notunterk&uuml;nfte baut oder was bei einer Naturkatastrophe zu tun ist. (&hellip;)Viele der Jugendlager werden privat gef&uuml;hrt und finanziert, von ehemaligen oder derzeitigen Milit&auml;rangeh&ouml;rigen geleitet. Alle w&uuml;rden leugnen, dass es sich um Rekrutierungslager handele. &ldquo;Aber das sind sie nat&uuml;rlich&rdquo;, sagt Blesener. &ldquo;Ein Kind in einem so jungen Alter an eine Aktivit&auml;t oder eine Weltanschauung heranzuf&uuml;hren, ist eindeutig ein Weg, es in diese Richtung zu lenken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/usa-tausende-kinder-und-jugendliche-verbringen-ihre-schulferien-in-militaercamps-a-1228774.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dass auch hierzulande Minderj&auml;hrige bei der Bundeswehr sind, d&uuml;rfte\/sollte bekannt sein. Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45710#h11\">Bundeswehr: Plakatkampagne mit einer Anmerkung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>AfD und Gewerkschaften<\/strong><br>\n(&hellip;) Eine seri&ouml;se Bilanz, wie weit es dem rechten Rand gelungen ist, sich in den Betrieben und Betriebsr&auml;ten fest zu setzen, kann erst nach Abschluss der Betriebsratswahlen gezogen werden. Allein im Bereich der IG Metall wird in circa 11.000 Betrieben um 78.000 Betriebsratsmandate gek&auml;mpft. Erste Ergebnisse aber gibt es schon.<br>\nHier nur in Stichworten:<br>\nBei Daimler sind rechte Listen unter verschiedenen Namen in fast allen Werken im S&uuml;den angetreten. In Untert&uuml;rkheim mit seinen fast 30.000 Besch&auml;ftigten erreichte die IG Metall 37 der 47 Sitze im Betriebsrat, drei mehr als bei der letzten Wahl. Das &bdquo;Zentrum Automobil&ldquo;, seit 2014 mit 4 Sitzen im Betriebsrat und dieses Mal von J&uuml;rgen Els&auml;sser, Compact &amp; Co. gef&ouml;rdert, erreichte nun 6 Sitze, sein Zugewinn ging auf Kosten &bdquo;unabh&auml;ngiger&ldquo; und &bdquo;christlicher&ldquo; Betriebsr&auml;te. Wobei anzumerken ist, dass nicht nur bei Daimler immer wieder auch rechte migrantische Kandidaten und Str&ouml;mungen auftreten, wie t&uuml;rkische graue W&ouml;lfe, die griechische &bdquo;Morgenr&ouml;te&ldquo; und so weiter&hellip;.<br>\nWie auch immer die Ergebnisse am Ende ausfallen werden: Die IG Metall wird sie ebenso wie alle anderen DGB-Gewerkschaften auswerten und &uuml;ber Konsequenzen nachdenken m&uuml;ssen. Verharmlosen, bagatellisieren und &bdquo;einbinden&ldquo; als etwas &bdquo;randst&auml;ndige&ldquo; Betriebsr&auml;te wird nicht gehen. Das ist unvereinbar mit den antifaschistischen Grunds&auml;tzen der Gewerkschaften und auch unvereinbar mit Artikel 1 unseres Grundgesetzes, der &ndash; siehe Artikel 75 Betriebsverfassungsgesetz &ndash; auch in den Betrieben wirksam verteidigt werden muss. Es kann sein, dass am Ende eine Art &bdquo;Unvereinbarkeitsbeschluss&ldquo; des n&auml;chsten Gewerkschaftstages &ndash; bei der IG Metall findet er Ende 2019 statt &ndash; stehen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2018\/10\/afd-und-gewerkschaften-46053.html\">R&uuml;diger Loetzer im Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Marktforscher fordern mehr Sorgfalt bei Berichten &uuml;ber Umfragen<\/strong><br>\nDer ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute wendet sich in einem offenem Brief an Vertreter der Medien. Hierin fordern sie, sorgf&auml;ltiger mit dem Begriff Rep&auml;sentativit&auml;t umzugehen.<br>\n&bdquo;Seit einiger Zeit nehmen wir mit gro&szlig;er Sorge wahr, dass in Zeitungen und Zeitschriften, in Radio- und Fernsehberichten sowie in der Onlineberichterstattung Umfrageergebnisse vermehrt als repr&auml;sentativ bezeichnet werden, auch wenn diese nicht repr&auml;sentativ sind&ldquo;, schreiben Vorstand und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung in dem offenen Brief des ADM, der heute an Deutschlands Medienvertreter geht und der planung&amp;analyse, dem Marktforschungsportal der HORIZONT-Medien, exklusiv vorliegt. &bdquo;Dies ist ein unhaltbarer Zustand&ldquo;, hei&szlig;t es dort verbunden mit der Appell, dass &bdquo;die Bezeichnung &sbquo;repr&auml;sentativ&lsquo; in der Berichterstattung korrekt verwendet wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.horizont.net\/planung-analyse\/nachrichten\/streit-um-repraesentativitaet-marktforscher-fordern-mehr-sorgfalt-bei-berichten-ueber-umfragen-170494\">Horizont<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>G&ouml;nn dir, Sawsan Chebli!<\/strong><br>\nDie SPD-Politikerin tr&auml;gt auf einem Foto von 2014 Rolex &ndash; wie einige ihrer Kollegen aus anderen Parteien auch. Und wird heftig daf&uuml;r angegriffen. Eine Frau und Muslima mit einem solchen Statussymbol &ndash; das scheint f&uuml;r manche zuviel zu sein. Stilkritik einer absurden Debatte.<br>\n&raquo;Every Rolex tells a story&laquo; hei&szlig;t der aktuelle Slogan der Uhrenmarke &ndash; kann Werbung treffender sein? Denn die neueste Geschichte, die geht so: Ein kleines M&auml;dchen, dessen pal&auml;stinensische Eltern einst geflohen sind, w&auml;chst mit 12 Geschwistern in zwei Zimmern in Berlin-Moabit auf, studiert nach der Schule Politikwissenschaften und steigt erst ins Ausw&auml;rtige Amt, dann zur Staatssekret&auml;rin in der Berliner SPD auf. &raquo;Was f&uuml;r eine Erfolgsstory!&laquo;, will man an dieser Stelle bereits rufen. Aber die Geschichte geht nat&uuml;rlich noch weiter, es fehlt ja noch der Auftritt der besagten Uhr. [&hellip;]<br>\nDie hat sich die Karrierefrau namens Sawsan Chebli offensichtlich irgendwann geleistet, das kann man auf Fotos von 2014 sehen, wo sie eine Rolex Datejust 36 f&uuml;r 7300 Euro tr&auml;gt. Klassische Amerikanischer-Traum-Dramaturgie also. Seht her! Jeder kann es schaffen! Strengt euch an!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/vorgeknoepft-die-modekolumne\/goenn-dir-sawsan-chebli-86284\">SZ Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Leider vergisst das SZ Magazin darauf hinzuweisen, dass Chebli in den Sozialen Netzwerken vor allem wegen ihrer himmelschreienden Inkompetenz und Verlogenheit auf ihrem Posten als Sprecherin des Ausw&auml;rtigen Amts bekannt ist, die sich dann auch noch deutlich mit ihrem &uuml;bersteigerten Ego bei&szlig;t. Die &bdquo;Story&ldquo; ist also nicht: Flei&szlig;ige Migrantin hat Erfolg und zeigt ihn. Sondern: Inkompetente Opportunistin hat Erfolg.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-46680","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46680","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46680"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46680\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46684,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46680\/revisions\/46684"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}