{"id":46706,"date":"2018-10-25T08:13:46","date_gmt":"2018-10-25T06:13:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706"},"modified":"2018-10-25T08:13:46","modified_gmt":"2018-10-25T06:13:46","slug":"hinweise-des-tages-3233","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h01\">Das Migrationsabkommen als letzter Sargnagel f&uuml;r die linken Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h02\">Europ&auml;ische Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h03\">Eurostat-Daten: Wenn Arbeit nicht vor Armut sch&uuml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h04\">R&uuml;stungsexporte <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h05\">Klaus Kleinfeld: Der Berater des Blutprinzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h06\">Millionenschwere Kriegsspiele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h07\">Milliarden-Bonus soll Revieren Kohleausstieg erleichtern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h08\">CumEx: Haben wir noch einen Staat, der Steuervergehen verfolgen will?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h09\">The violent reality of the EU border: police brutality in the Balkans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h10\">Politologe Butterwegge &uuml;ber AfD-Jahrestag: &bdquo;Gefahr droht ihr von innen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h11\">&raquo;Antikommunistische Reflexe spielen eine Rolle&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h12\">Freiwillige vor?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46706#h13\">Das Letzte: Finanzielle Zufriedenheit in Deutschland steigt auf Rekordhoch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Migrationsabkommen als letzter Sargnagel f&uuml;r die linken Parteien<\/strong><br>\nIm Dezember wollen die Bundesregierung und die meisten &uuml;brigen UN-Mitgliedsl&auml;nder in Marokko ein Globales Abkommen zur F&ouml;rderung der Arbeitsmigration unterzeichnen. Es ist die Frucht langer intensiver Lobbyarbeit der gro&szlig;en internationalen Konzerne. Am 8. November debattiert der Bundestag dar&uuml;ber &ndash; auf Antrag der AfD. Die linken und ehemals linken Parteien machen die Augen zu und &uuml;berlassen der AfD die Rolle des Verteidigers der Interessen der Arbeiter und kleinen Angestellten, mit denen Arbeitsmigranten in Konkurrenz gesetzt werden. Die Im-Stich-Gelassenen werden sich das merken.<br>\nDer Ort f&uuml;r die Zeremonie, Marokko, ist passender Weise derzeit das Haupttor, durch das afrikanische Migranten (via Spanien) die EU erreichen. Die letzten Meter des Abkommens bis zum finalen Entwurf hat die Bundesregierung zusammen mit Marokko als gemeinsame Vorsitzende des &ldquo;Globalen Forums f&uuml;r Migration und Entwicklung&rdquo; der UN mit betreut. Das Abkommen soll grenz&uuml;berschreitende Arbeitsmigration erleichtern und die Bedingungen daf&uuml;r verbessern. Die Koalitionsregierung aus Union und SPD hat den Pakt nach eigener Darstellung im Bericht &uuml;ber ihre UN-Aktivit&auml;ten &bdquo;politisch, inhaltlich, personell und finanziell vorangetrieben&ldquo; und &bdquo;durch Textvorschl&auml;ge aktiv gestaltet&ldquo;. Das Abkommen sei zwar als &bdquo;politisch verpflichtend&ldquo;, aber &bdquo;rechtlich nicht bindend&ldquo; konzipiert. Eine Zustimmung des Bundestags ist daher nicht n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1049-migrationsabkommen-sargnagel\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Irgendwann ist eine Grenze erreicht&rdquo;<\/strong><br>\nZehntausende Migranten sind in Spanien angekommen, seit der Seeweg nach Italien blockiert ist. Sie wollen weiter, doch viele bleiben. Das Land ist &uuml;berfordert.<br>\nWer in Barcelona nach den Fl&uuml;chtlingen fragt, landet ziemlich schnell bei der Polizei. Im Altstadtkommissariat der katalanischen Mossos d&rsquo;Esquadra werden die Probleme deutlich, die entstehen, wenn die Zahl der Ankommenden steigt. Der Wartesaal hier war in den vergangenen Wochen mehrfach gesperrt, weil er als Schlafsaal f&uuml;r minderj&auml;hrige Migranten dienen musste, duschen konnten sie im Fitnessstudio nebenan. Und hinter der Polizeistation, vor der romanischen Klosterkirche Sant Pau, die in Reisef&uuml;hrern als Rarit&auml;t gepriesen wird, schl&auml;gt seit dem Sommer allabendlich eine Gruppe afrikanischer Migrantinnen und Migranten ihr Matratzenlager auf, inklusive mobiler Kochstelle. &ldquo;Das ist doch kein Zustand&rdquo;, sagt eine Anwohnerin und sch&uuml;ttelt den Kopf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-10\/migration-asylpolitik-fluechtlinge-spanien\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Union<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Die Italiener wollen nicht von Br&uuml;ssel regiert werden&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Das Haushaltsrecht ist das Hoheitsrecht der Parlamente&ldquo;, betonte Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht im Dlf. So wie Br&uuml;ssel auf Italiens Haushaltsentwurf reagiert habe, treibe man das Land aus dem Euro. Der Entwurf enthalte sinnvolle Dinge wie Fr&uuml;hverrentung und eine bessere Arbeitslosenversicherung. [&hellip;]<br>\nMan muss sich diesen Haushalt genauer angucken. Da sind Dinge drin, die sind sehr sinnvoll. Beispielsweise hat Italien eine extrem hohe Arbeitslosigkeit, vor allem eine Jugendarbeitslosigkeit, teilweise von 30, 40 Prozent, vor allem im S&uuml;den des Landes, und sie haben eine extrem schlechte Arbeitslosenversicherung, deutlich schlechter noch als Hartz IV in Deutschland, um das mal zu vergleichen. Wenn Sie da gewisse Verbesserungen machen, oder wenn Sie Verbesserungen machen bei der Fr&uuml;hverrentung, was ja auch bei hoher Arbeitslosigkeit f&uuml;r viele Leute dann schlicht eine gewisse Erleichterung ist, dann ist das einfach sinnvoll.<br>\nEs gibt auch Steuererleichterungen. Da profitieren auch Wohlhabende. Dar&uuml;ber kann man sicherlich streiten. Aber noch mal: Ich finde, es ist einfach nicht die Hoheit der EU-Kommission, den einzelnen L&auml;ndern reinzuregieren in ihren Haushalt, weil damit machen wir die EU kaputt. Die Italiener wollen nicht von Br&uuml;ssel, sie wollen auch nicht von Berlin regiert werden, und wir geben im Grunde einer Regierung und gerade auch der nationalistischen Partei, die ja wirklich auch halb faschistisch ist, und einem Herrn Salvini eine extreme M&ouml;glichkeit, sich zu profilieren. Er macht mit Sicherheit im eigenen Land zurzeit gro&szlig;e Punkte und wird nicht etwa irgendwie dadurch in Schwierigkeiten kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/linken-politikerin-zu-italiens-budget-die-italiener-wollen.694.de.html?dram:article_id=431358%20\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Krisen au&szlig;er Kontrolle &ndash; Kriegsgefahr in EUropa?<\/strong><br>\nIrgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass in Br&uuml;ssel Masochisten am Ruder sind. Innerhalb nur einer Woche haben die EU-Lenker zwei Krisen losgetreten, f&uuml;r die sie keine L&ouml;sung kennen. Wom&ouml;glich gibt es gar keine.<br>\nLetzte Woche haben die EU-Chefs &ndash; gemeinsam mit T. May &ndash; die Chance verpasst, den Brexit unter Dach und Fach zu bringen. Auch ein Sondergipfel zum immer wahrscheinlicheren &ldquo;No deal&rdquo;-Szenario wurde abgeblasen. Damit droht die existenzielle Krise um Gro&szlig;britannien und Irland unbeherrschbar zu werden &ndash; und zwar sowohl in London, wo May schon regelrecht bekriegt wird, als auch in Br&uuml;ssel, wo man immer noch keinen Plan B hat. Als wenn man damit nicht schon genug h&auml;tte, hat die EU-Kommission nun auch noch &Ouml;l ins Feuer des Schuldenstreits mit Italien gegossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/zwei-kaum-beherrschbare-krisen-kriegsgefahr-in-europa\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Angst und Wut<\/strong><br>\nDer Anti-Brexit-Protest ist aller Ehren wert. Er offenbart aber auch schizophrenes Denken, geht es um den Zustand der EU Angst und Wut<br>\nGerade dr&auml;ngten sich &uuml;ber eine halbe Million Menschen durch London und verlangten ein zweites Brexit-Referendum. Das war &bdquo;Middle Britain&ldquo;, vorwiegend wei&szlig;, wohlerzogen und gebildet. Die Leute trugen Schilder, auf denen sie Theresa May h&ouml;flich baten, sie m&ouml;ge es sich noch einmal &uuml;berlegen, die britische &Ouml;konomie in den Abgrund zu st&uuml;rzen. In jeder normalen Epoche h&auml;tte eine solche Demonstration zumindest Nachdenken ausgel&ouml;st. Nur leben wir nicht in normalen Zeiten. Die britische Gesellschaft ist von Angst und Wut &uuml;ber den Brexit zerfressen, und das auf beiden Seiten. Als der Protest das West End erreichte, das kulturelle Zentrum Londons, berichteten Radiostationen voller Verachtung &uuml;ber den &bdquo;Marsch der Verlierer&ldquo;.<br>\nDie Reflektiertesten unter den Demonstranten erinnerten sich vielleicht, dass Anfang 2003 ein f&uuml;r das Land wesentlich repr&auml;sentativerer Marsch gegen den sich anbahnenden Irak-Krieg stattfand, aber einen Premier wie Tony Blair nicht bewog, davon abzulassen. Ein Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r die politische Ignoranz gegen&uuml;ber &ouml;ffentlichem Protest. Ohnehin bleibt die Frage, ob ein zweites Referendum anders ausgeht als das vom 23. Juni 2016. Sicher ist nur, dass ein solches Votum die Gesellschaft weiter spalten w&uuml;rde. Kaum jemand bezweifelt, dass die Rechtsnationalen von UKIP bis zu den Tory-Ultras mindestens eine Million Menschen zur Verteidigung des EU-Ausstiegs auf die Stra&szlig;e bek&auml;men.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/angst-und-wut\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurostat-Daten: Wenn Arbeit nicht vor Armut sch&uuml;tzt<\/strong><br>\nBefristet Besch&auml;ftigte und Teilzeitarbeiter sind in Deutschland deutlich st&auml;rker von Armut bedroht als noch vor zehn Jahren. Das zeigen neue Zahlen von Eurostat. Sie weisen zugleich aber auch eine Verbesserung aus.<br>\nBefristet Besch&auml;ftigte und Teilzeitarbeiter k&ouml;nnen nach Daten des Europ&auml;ischen Statistikamts Eurostat oft von ihrem Verdienst kaum leben. Demnach waren im vergangenen Jahr 18,3 Prozent der Arbeitnehmer mit einer befristeten Anstellung von Armut bedroht. Das geht aus einer neuen Erhebung des Amtes hervor. Im Jahr 2007 betrug die Quote noch 12,7 Prozent. Gegen&uuml;ber 2016 ging die Armutsgef&auml;hrung allerdings zur&uuml;ck &ndash; damals lag sie noch bei 20,5 Prozent.<br>\nUnter den Teilzeitbesch&auml;ftigten galten im Vorjahr 14 Prozent als armutsgef&auml;hrdet. Auch dieser Anteil liegt deutlich &uuml;ber der Zahl von 2007 &ndash; damals galten 10,1 Prozent als armutsgef&auml;hrdet. Allerdings stehen sie auch f&uuml;r einen R&uuml;ckgang gegen&uuml;ber 2015 (15,2 Prozent).<br>\nDie Eurostat-Daten best&auml;tigen Erhebungen, die in Deutschland vorgenommen wurden. So hatte erst in der vergangenen Woche die Nationale Armutskonferenz ihren j&auml;hrlichen Schattenbericht vorgelegt. Ihm zufolge ist zwischen 2004 und 2014 die Erwerbsarmut stark angestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/beschaeftigte-armut-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexporte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Orgie der Heuchelei<\/strong><br>\nDie Saudis haben den Journalisten Jamal Khashoggi grausam ermordet. Jetzt erleben wir, wie heuchlerisch und verlogen es in der Weltpolitik zugeht. Der Kasper im Wei&szlig;en Haus, der als US-Pr&auml;sident f&uuml;r die t&auml;glichen Drohnen-Morde und f&uuml;r die Opfer verdeckter Kriege verantwortlich ist, hebt den Zeigefinger und denkt nicht im Mindesten daran, seinen 110-Milliarden-R&uuml;stungsdeal in Frage zu stellen. Erdogan, der einen Krieg gegen die Kurden f&uuml;hrt, verlangt mit geheuchelter Emp&ouml;rung, dass dieser Mord aufgekl&auml;rt werden m&uuml;sse.<br>\nUnd der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas muss sich im heutigen Feuilleton der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&ldquo; vorwerfen lassen, dass er vor den Verbrechen der Saudis die Augen verschlie&szlig;t, wie viele andere &bdquo;Diplomaten&ldquo;, die ihre Waffen verkaufen wollen. Als Kronzeuge kommt ausgerechnet ein Gr&uuml;ner Bundestagsabgeordneter, Omid Nouripour, zu Wort, dessen moralische Emp&ouml;rung vergessen machen soll, dass auch die Gr&uuml;nen in Regierungsverantwortung Waffenlieferungen an die Saudis mitgetragen haben &ndash; und wenn die Jamaika-Regierung zustande gekommen w&auml;re, sicherlich auch bei den j&uuml;ngsten Waffen-Deals mit von der Partie w&auml;ren.<br>\nDie zutage tretende Heuchelei und Doppelmoral ist zum Kotzen. Die Welt wei&szlig; seit Jahren, dass die Saudis mit den vom Westen gelieferten Waffen im Jemen einen grausamen Krieg f&uuml;hren. Viele Menschen werden ermordet und Millionen sind vom Hungertod bedroht. Und dieses Wissen hat sie nicht an ihren ruchlosen Waffengesch&auml;ften gehindert. Angesichts dieser verlogenen Moral wird das Gesch&auml;ft mit dem Tod schamlos weiterlaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2010533715674752\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;stungsexporte weiter auf hohem Niveau<\/strong><br>\nEine Trendwende bei den R&uuml;stungsexporten ist nicht in Sicht, die Waffenausfuhren bleiben auf hohem Niveau. Von einer restriktiven R&uuml;stungsexportpolitik dieser Bundesregierung kann bei &uuml;ber 5500 Einzelgenehmigungen im ersten Halbjahr 2018 keine Rede sein. Absolut unverantwortlich ist die dramatische Steigerung der R&uuml;stungsexporte an die Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien, die im Jemen einen brutalen Krieg f&uuml;hrt und die Bev&ouml;lkerung aushungert&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich des heute im Kabinett verabschiedeten R&uuml;stungsexportberichts f&uuml;r das erste Halbjahr 2018. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Es ist ein politischer Offenbarungseid und eine moralische Bankrotterkl&auml;rung der Bundesregierung, dass R&uuml;stungsexporte an Entwicklungsl&auml;nder weiter auf Rekordniveau verharren. Das Letzte, was L&auml;nder brauchen, die von Armut, Unterern&auml;hrung, Hunger, mangelhafter Gesundheitsversorgung, einer hohen Kindersterblichkeitsrate, hoher Arbeitslosigkeit und mangelhaften Bildungsm&ouml;glichkeiten gepr&auml;gt sind, sind noch mehr Waffen.<br>\nDie Bundesregierung kommt ihrer Verantwortung f&uuml;r die Kontrolle des Endverbleibs der ausgef&uuml;hrten R&uuml;stungsg&uuml;ter in keiner Weise nach. Bei 17.067 Genehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsexporte im Jahr 2017 und im ersten Halbjahr 2018 wurden sage und schreibe drei Kontrollen vor Ort durchgef&uuml;hrt &ndash; in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Indien und in S&uuml;dkorea. Saudi-Arabien, das mittlerweile zweitwichtigster Empf&auml;nger deutscher Waffen ist, bleibt unbehelligt. DIE LINKE fordert daher ein Verbot von R&uuml;stungsexporten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/ruestungsexporte-weiter-auf-hohem-niveau\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Peene-Werft und der Fall Khashoggi<\/strong><br>\nNach dem Tod des regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi stehen auch Deutschlands Waffenexporte nach Saudi-Arabien wieder auf dem Pr&uuml;fstand. Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt das die Peene-Werft bei Wolgast, die f&uuml;r die Monarchie K&uuml;stenschutzboote herstellt. [&hellip;]<br>\nDer CDU-Wahlkreisvertreter im Bundestag, Philipp Amthor, gibt zu bedenken:<br>\n&bdquo;Die Peene-Werft stellt, das muss man wissen, eben keine klassischen Kriegsg&uuml;ter f&uuml;r den Jemen-Konflikt her, sondern K&uuml;stenschutzboote f&uuml;r Saudi-Arabien. Und dieser Auftrag ist ganz entscheidend f&uuml;r den Erhalt der Peene Werft. Deswegen sollten wir mit der notwendigen Sensibilit&auml;t vorgehen.&ldquo;<br>\nF&uuml;r Amthors Parlamentskollegin Kerstin Kassner (Die Linke) ist klar: Auch Wolgaster Boote d&uuml;rfen nicht geliefert werden. Ihre Frage bei der Bundesregierung habe ergeben, dass die Boote bewaffnet werden k&ouml;nnen und man nicht wisse, was tats&auml;chlich damit geschehe. An einem Niedergang der Peene-Werft samt zahlreichen Zulieferern in der Umgebung w&auml;ren &uuml;brigens der Bremer Mutterkonzern L&uuml;rssen und die Bundesregierung schuld, so die vorpommersche Bundespolitikerin im NDR:<br>\n&bdquo;Ich h&auml;tte mir gew&uuml;nscht, dass man viel eher ganz klar sagt: Nein, an Saudi-Arabien wird nicht geliefert. Und dann h&auml;tte sich &ndash; da bin ich auch ganz der Ansicht, dass da auch die Politik, also auch die Bundesregierung in der Pflicht ist zu helfen &ndash; der Unternehmer auf andere Aufgaben einstellen k&ouml;nnen. Aber so lange er darauf vertraut, das geht schon weiter, dann wird er keine Veranlassung sehen, gro&szlig;artig seine Strategien zu ver&auml;ndern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/milliardenauftrag-in-der-diskussion-die-peene-werft-und-der.1769.de.html?dram:article_id=431398\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Neu (Die Linke): Keine weiteren Ausfuhrgenehmigungen f&uuml;r Waffenexporte<\/strong><br>\nDer Linken-Obmann im Verteidigungsausschuss Alexander Neu fordert einen klaren R&uuml;stungsexport-Stopp nach Saudi-Arabien. Deutschen Herstellern Verdienstausf&auml;lle zu erstatten, w&auml;re kein Problem. F&uuml;r die deutsche Volkswirtschaft h&auml;tte es ohnehin kaum Auswirkungen, R&uuml;stungsexporte komplett einzustellen. [&hellip;]<br>\nEngels: Diejenigen, die auf einen etwas zur&uuml;ckhaltenderen Kurs einschwenken wollen, argumentieren ja immer, dass nun einmal R&uuml;stungsexporte auch knallharte Wirtschaftsinteressen sind. Nun ist die Frage: Wenn diese Patrouillen-Boote nicht geliefert werden, werden dann die Bundesregierung oder m&ouml;glicherweise andere Kr&auml;fte gezwungen sein, 162 Millionen zu bezahlen an Entsch&auml;digung an die Peene-Werft?<br>\nNeu: Schauen Sie, man h&auml;tte ja gar nicht diesen Deal abschlie&szlig;en m&uuml;ssen. Man wei&szlig; ja, dass Saudi-Arabien nicht unbedingt eine Musterdemokratie ist. Jetzt zu sagen, wir k&ouml;nnen diesen Deal nicht mehr aufhalten, weil sonst m&uuml;ssten wir eventuell Strafzahlungen machen an die Werke, das ist nat&uuml;rlich richtig. Aber niemand hat die Bundesregierung gezwungen, dass sie &uuml;berhaupt diesem Deal zustimmt. Da ist, glaube ich, eine falsche Argumentation.<br>\nAber auch die Schwierigkeit ist, wenn man sagt, wir m&uuml;ssten auf der europ&auml;ischen Ebene eine gemeinsame Position hervorbringen. Das ist zun&auml;chst einmal begr&uuml;&szlig;enswert, wenn Herr Altmaier das sagt. Aber es kann nat&uuml;rlich keine Ausrede sein, wenn die europ&auml;ischen Partner nicht mitziehen, zu sagen, okay, dann m&uuml;ssen wir auch mitziehen, ansonsten kommen wir in einen Konkurrenznachteil. Das finde ich sehr schwierig, eine solche Argumentation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ruestungsexportbericht-neu-die-linke-keine-weiteren.694.de.html?dram:article_id=431390\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Klaus Kleinfeld: Der Berater des Blutprinzen<\/strong><br>\nSeit einem Jahr ist Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld ein enger Berater des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Die T&ouml;tung des Journalisten Khashoggi scheint daran nichts zu &auml;ndern.<br>\nDer Job, den Klaus Kleinfeld vom saudischen Kronprinzen angeboten bekam, war an Gigantomanie kaum zu &uuml;bertreffen. Gleich eine ganze Stadt sollte der Ex-Siemens-Chef in der W&uuml;ste erschaffen: 500 Milliarden Dollar Budget, 26.500 Quadratkilometer, eine Baufl&auml;che so gro&szlig; wie Hessen, komplett gespeist aus erneuerbaren Energien, mit einem Industriepark, in dem fast nur noch Roboter arbeiten.<br>\n&ldquo;Neom&rdquo; hei&szlig;t das Phantasia von &Ouml;lprinz Mohammed bin Salman, zu deutsch: neue Zukunft. Das Jobangebot war verlockend f&uuml;r Kleinfeld, den einstigen Kosmopoliten und Dealmaker, der weder in der Korruptionsaff&auml;re bei Siemens, noch in einer Schlammschlacht bei seinem sp&auml;teren Arbeitgeber Alcoa eine gute Figur gemacht hatte. Im Oktober 2017 ging Kleinfeld in die W&uuml;ste, als Berater.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/klaus-kleinfeld-in-saudi-arabien-der-berater-von-mohammed-bin-salman-a-1234923.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Millionenschwere Kriegsspiele<\/strong><br>\nNATO &uuml;bt in Norwegen den Kampf gegen Russland. SPD verteidigt Ausgaben f&uuml;r Gro&szlig;man&ouml;ver. Proteste in Skandinavien<br>\nAm heutigen Donnerstag beginnt in Norwegen die &raquo;Kernphase&laquo; des NATO-Man&ouml;vers &raquo;Trident Juncture&laquo;. An dieser gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;r&uuml;bung des westlichen Kriegsb&uuml;ndnisses seit dem Ende des &raquo;Kalten Krieges&laquo; nehmen nach offiziellen Angaben rund 50.000 Soldaten aus den 29 NATO-Mitgliedsstaaten sowie den &raquo;Partnern&laquo; Finnland und Schweden teil. 250 Flugzeuge, 65 Schiffe und 10.000 Fahrzeuge sind vor allem im zentralen und &ouml;stlichen Norwegen und auf der Ostsee unterwegs, um den Krieg gegen Russland zu proben. &raquo;Nach der Annektierung der Krim durch Russland beschloss die NATO 2016 eine st&auml;rkere Abschreckung und Verteidigung&laquo;, machte der Bundeswehr-Soldatensender Radio Andernach, den die Zivilbev&ouml;lkerung nur in Ausnahmef&auml;llen h&ouml;ren darf, die Sto&szlig;richtung der Gro&szlig;&uuml;bung deutlich. F&uuml;r die Au&szlig;enstehenden versicherte NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg am Mittwoch in Br&uuml;ssel dagegen, dass die NATO &raquo;eine defensive Allianz&laquo; sei: &raquo;Alle Mitglieder der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sind eingeladen worden, Beobachter zu Trident Juncture zu entsenden, und ich begr&uuml;&szlig;e, dass Russland ebenso wie Belarus die Einladung angenommen haben.&laquo;<br>\nDie Bundeswehr hat 8.000 Uniformierte nach Skandinavien geschickt und stellt damit nach den USA das zweitgr&ouml;&szlig;te Truppenkontingent. 90 Millionen Euro l&auml;sst sich die Bundesregierung dieses Kriegsspiel kosten. &raquo;Dieses Geld ist gut angelegt&laquo;, verk&uuml;ndete am Dienstag der Sprecher der AG Sicherheits- und Verteidigungspolitik der SPD-Bundestagsfraktion, Fritz Felgentreu, auf der Homepage des Parteiorgans Vorw&auml;rts. &raquo;Denn die B&uuml;ndnisverteidigung, das Herz der NATO, bleibt eine leere H&uuml;lle, wenn Eins&auml;tze von gro&szlig;en Verb&auml;nden aus allen Mitgliedsl&auml;ndern des B&uuml;ndnisses nicht auch ab und zu ge&uuml;bt werden.&laquo; Die NATO brauche &raquo;jetzt auch wieder Panzer, Gesch&uuml;tze und Transportm&ouml;glichkeiten&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342262.trident-juncture-millionenschwere-kriegsspiele.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: NATO-Man&ouml;ver Trident Juncture: Der Aggressor ist nicht Russland<\/strong><br>\n&bdquo;Wer &ndash; wie NATO-Generalsekret&auml;r Stoltenberg &ndash; behauptet, dass eine NATO-&Uuml;bung mit 50.000 Soldatinnen und Soldaten nahe der russischen Grenze rein defensiv und nicht gegen Russland gerichtet w&auml;re, der muss die Realit&auml;t schon sehr gut ausblenden k&ouml;nnen. Viel offensichtlicher kann man vermeintliche Abschreckung gegen Russland schon gar nicht mehr zelebrieren&ldquo;, erkl&auml;rt Alexander Soranto Neu, f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE Obmann im Verteidigungsausschuss, anl&auml;sslich des am 25. Oktober startenden NATO-Man&ouml;vers &bdquo;Trident Juncture&ldquo; in Norwegen. Neu weiter:<br>\n&bdquo;Das NATO-Man&ouml;ver wird das gr&ouml;&szlig;te seit Ende des Kalten Krieges sein, und allein Deutschland wird sich mit rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten und 4.000 Milit&auml;rfahrzeugen daran beteiligen. Unter anderem soll getestet werden, wie schnell die NATO-Staaten bei einem bewaffneten Angriff ihre Truppen verlegen k&ouml;nnten. Die gesamte &Uuml;bung ist eine einzige Provokation und Drohgeb&auml;rde gegen&uuml;ber Russland. Es handelt sich nicht nur um verteidigungspolitischen Irrsinn auf Kosten der Steuerzahler, sondern auch um ein gef&auml;hrliches Spiel mit dem Feuer, denn die russische Seite wird es sich nicht nehmen lassen, im Gegenzug ebenfalls aufzur&uuml;sten und Milit&auml;rman&ouml;ver zu starten.<br>\nDabei ist diese Drohgeb&auml;rde gegen&uuml;ber Russland v&ouml;llig unn&ouml;tig. Der Milit&auml;rhaushalt der NATO-Staaten ist 14-mal h&ouml;her als der der Russischen F&ouml;deration. Russland hat momentan weder die materiellen noch die finanziellen und auch nicht die personellen F&auml;higkeiten, um die NATO &uuml;berhaupt erfolgreich angreifen zu k&ouml;nnen. Laut Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (BT-Drucksache 19\/4758) von mir ist selbst die Bundesregierung der Meinung, dass Russland auch in absehbarer Zeit keine Absicht hat, NATO Staaten anzugreifen. Hinzu kommt, dass NATO und NATO-Mitgliedstaaten in den letzten Jahren nachweislich viermal so viele Man&ouml;ver gestartet haben wie die Russische F&ouml;deration. Der Aggressor ist also definitiv nicht Russland. Trident Juncture ist daher v&ouml;llig absurd und wird von der russischen Seite als massive Bedrohung wahrgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/nato-manoever-trident-juncture-der-aggressor-ist-nicht-russland\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Offen f&uuml;r Krieg<\/strong><br>\nDie Bundeswehr hat sich mit R&uuml;ckendeckung der Politik von seinem grundgesetzlichen Auftrag der Verteidigung verabschiedet und strebt nach Ausweitung sowohl der Waffensysteme als auch der Ausgaben daf&uuml;r, sie strebt nach Expansion der Einsatzorte und -ziele. Aufr&uuml;stung, Interventionen und Kriege sollen wieder zum selbstverst&auml;ndlichen Repertoire der deutschen Politik geh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-10-24\/offen-fuer-krieg\/\">Justice Now<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Milliarden-Bonus soll Revieren Kohleausstieg erleichtern<\/strong>\n<ul>\n<li>Ein internes Papier der Kohlekommission zeigt, wie die Folgen eines Kohleausstiegs kompensiert werden sollen.<\/li>\n<li>Regionen, die von dem Ende der Kohle besonders betroffen w&auml;ren, sollen mit Milliardeninvestitionen entsch&auml;digt werden. Kommissionskreise gehen von einem zweistelligen Milliardenbetrag an Strukturhilfen aus.<\/li>\n<li>Das Geld soll unter anderem in bessere Eisenbahnverbindungen flie&szlig;en, au&szlig;erdem sollen Beh&ouml;rden in betroffene Regionen verlegt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kohleausstieg-kommission-subventionen-1.4184257\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Eine Zukunft jenseits der Schaufelradbagger und Kohlegruben<\/strong><br>\nDie gesellschaftliche Debatte um den geordneten Kohleausstieg muss endlich auf den Boden der Tatsachen zur&uuml;ck. Energiekonzerne wie RWE im Rheinland und LEAG in der Lausitz und die Gewerkschaften haben die Energiewende zu lange torpediert. Sie m&uuml;ssen ihren Besch&auml;ftigten und Mitgliedern endlich reinen Wein einschenken, statt weiter die Jobs-gegen-Klima-Karte zu spielen. Es ist l&auml;ngst keine Frage mehr, ob der Kohleausstieg kommt, sondern nur noch wann und wie&ldquo;, kommentiert Lorenz G&ouml;sta Beutin, energie- und klimapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Pro-Braunkohle-Proteste anl&auml;sslich der heutigen Tagung der Kohlekommission in Nordrhein-Westfalen. Beutin weiter:<br>\n&bdquo;Es ist bedauerlich, dass RWE seine Angestellten zur Wahrung seiner Konzerninteressen nach vorne schickt. Ohne mit der Wimper zu zucken werden durch den Anteiltausch des Essener Energieriesen mit E.ON tausende Besch&auml;ftigte auf der Stra&szlig;e landen. Ginge es der Aktiengesellschaft wirklich um die Menschen in Arbeit, so w&uuml;rde sie ihnen neue Perspektiven jenseits der Kohlegruben, Schaufelradbagger und Heizkessel bieten. Was die Besch&auml;ftigten und ihre Familien brauchen, ist eine planbare Zukunft ohne Existenzsorgen, keine Angstmache vor dem Strukturwandel zum Erhalt unserer aller Lebensgrundlagen.<br>\nDie Landesregierungen in den Kohlerevieren, aber auch die Bundesregierung stehen in einer historischen Verantwortung gegen&uuml;ber den Menschen in der auslaufenden Braunkohlewirtschaft. Es ist heuchlerisch, sich kurzfristig auf die Seite der Kohlekumpel zu schlagen, und sie sp&auml;ter fallen zu lassen. Das Pariser Klimaabkommen verpflichtet Deutschland zum raschen Ausstieg aus der Kohle. Die Kohlekommission der Bundesregierung muss jetzt schnell einen Fahrplan vorlegen, schon zu lange treibt die Unentschlossenheit der Groko einen Keil in die Bev&ouml;lkerung. DIE LINKE fordert ein Kohleausstiegsgesetz, ein Klimaschutzgesetz, eine staatliche Besch&auml;ftigungsgarantie und einen Strukturwandelfonds in H&ouml;he von 500 Millionen Euro pro Jahr.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eine-zukunft-jenseits-der-schaufelradbagger-und-kohlegruben\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>CumEx: Haben wir noch einen Staat, der Steuervergehen verfolgen will?<\/strong><br>\nAttac fordert Finanzminister Scholz auf, endlich zu handeln<br>\nDer bislang deutsche CumEx-Skandal entpuppt sich als der gr&ouml;&szlig;te bisher bekannte europ&auml;ische Steuerskandal. Systematisch wurden mit Hilfe von internationalen Beratungsunternehmen Steuerr&uuml;ckzahlungen f&uuml;r nie gezahlte Steuern in H&ouml;he von weit &uuml;ber 50 Milliarden Euro generiert.<br>\nUnd wieder einmal wurde dies nicht durch staatliche Untersuchungen aufgedeckt, sondern die Gesellschaft ist auf die Aktivit&auml;ten von mutigen B&uuml;rger*innen und Journalist*innen angewiesen. Es verst&auml;rkt sich wieder einmal der sch&auml;dliche Eindruck einer Kumpanei zwischen Gro&szlig;kapital, Staatsb&uuml;rokratie und Politik.<br>\nUm dem entgegenzutreten fordert Attac Finanzminister Scholz auf, endlich eine aktive Haltung zur Verfolgung von internationalem Steuerbetrug und Steuervermeidung einzunehmen und die bremsende Haltung der Bundesregierung zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/cumex-haben-wir-noch-einen-staat-der-steuervergehen-verfolgen-will\/\">attac<\/a>\n<p><strong>dazu: D&auml;nemark will Antworten von Deutschland<\/strong><br>\nD&auml;nemark will von der Bundesregierung wissen, ob bereits 2012 bekannt war, dass das Land im Visier der Cum-Ex-Steuerbetr&uuml;ger stand. Eine Warnung erhielten die D&auml;nen nicht &ndash; der Schaden geht in die Milliarden.<br>\nD&auml;nemarks Steuerminister Karsten Lauritzen fordert in der Cum-Ex-Aff&auml;re Antworten von der Bundesregierung. &ldquo;Die d&auml;nische Bev&ouml;lkerung braucht und verdient Klarheit, ob wir bei rechtzeitiger Warnung aus Deutschland den Betrug h&auml;tten stoppen k&ouml;nnen&rdquo;, sagte er.<br>\nHintergrund sind Medienberichte, nach denen die Beh&ouml;rden in Deutschland seit 2012 gewusst haben sollen, dass auch D&auml;nemark im Visier der Steuerbetr&uuml;ger war. Eine Warnung erhielten die D&auml;nen allerdings nicht. Bis 2015 soll so ein Schaden von rund 12,7 Milliarden Kronen (derzeit 1,7 Milliarden Euro) entstanden sein. Erst ein Hinweis der Bank of England f&uuml;hrte 2015 zur Aufdeckung des Betrugs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/cum-ex-betrug-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>The violent reality of the EU border: police brutality in the Balkans<\/strong><br>\nThe Croats have a long tradition of lethal intolerance: the Usta&scaron;e, important allies of the Germans in World War II, ethnic cleansing during the Yugoslavian war. Being in the EU does not see to have brought much change. Instead, as the Germans discovered 67 years ago and are rediscovering again, the Croat political elite can be very useful instruments for carrying out their policies, as the authors point out. Or as Open Democracy likes to spin it: &ldquo;Those prepared to make a stand against Croatian border violence in the EU parliament are in the minority, with the rise of the far right across Europe.&rdquo; In the orange glow of the evening sun, a steady stream of refugees can be seen returning to their makeshift encampments near the Bosnian border-town of Velika Kladu&scaron;a. Some wear bandages from previous &lsquo;push backs&rsquo; from Croatia. Others ask us where they might find treatment for newly inflicted wounds. &lsquo;They hit me on the backbone&rsquo; explains one man, lifting his shirt. Another refugee, recently returned from his first attempt to reach Italy, carefully rolls up his sleeve to reveal the bruises he sustained from his forced-deportation. As we write this article, refugees are being beaten, robbed and traumatised by Croatian police, while they attempt to claim asylum in the EU. Their clandestine journeys from Bosnia through to Italy, via Croatia and Slovenia, are referred to by refugees here as &ldquo;the game&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/thom-davies-karolina-augustova-arshad-isakjee-jelena-obradovic-wochnik-the-violent-reality-of-the-eu-border-police-brutality-in-the-balkans\">Brave New Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Politologe Butterwegge &uuml;ber AfD-Jahrestag: &bdquo;Gefahr droht ihr von innen&ldquo;<\/strong><br>\nMachen AfD-Abgeordnete &uuml;berhaupt klassische parlamentarische Arbeit?<br>\nJa, das trifft f&uuml;r einen Teil der Landesparlamente und weitestgehend f&uuml;r den Bundestag zu. Da wird in den Aussch&uuml;ssen professionell mitgearbeitet. Es gibt eine Doppelstrategie der AfD, die auf der parlamentarischen Ebene als seri&ouml;se Kraft auftritt, aber in Chemnitz oder Dortmund mit Neonazis marschieren und Druck auf der Stra&szlig;e machen l&auml;sst. In denjenigen Landtagen, wo der v&ouml;lkisch-nationalistische Fl&uuml;gel dominiert, also vor allem in Ostdeutschland, geht es aber weniger um echte Parlamentsarbeit. Da bildet vor allem der Plenarsaal mit seinen Debatten die B&uuml;hne. Im Bundestag stimmt die AfD je nach Thema aber durchaus qualifiziert ab &ndash; nicht etwa gegen alles, weil es von den &bdquo;Altparteien&ldquo; kommt. Bei der Diskussion um die Abschaffung des Solidarit&auml;tszuschlags zum Beispiel gab es interessante Konstellationen. Die AfD will ihn sofort abschaffen, die FDP 2019\/20 und die Gro&szlig;e Koalition bis 2021 erst mal zu 90 Prozent, danach aber ganz.<br>\nIn der AfD-Fraktion ist das aber durchaus umstritten: J&uuml;rgen-Pohl, AfD-Sozialpolitiker aus Th&uuml;ringen, will den Soli eigentlich behalten.<br>\nDer Soli trifft vor allem Menschen mit hohen Kapitalertr&auml;gen und gro&szlig;e Konzerne, weil er nicht blo&szlig; auf die Einkommensteuer ab einer bestimmten H&ouml;he, sondern auch auf die Kapitalertrag- und die K&ouml;rperschaftsteuer erhoben wird. Mit ihrer Forderung nach seiner Abschaffung macht die AfD neoliberale Politik, was nicht allen gef&auml;llt. Noch eher steht die AfD in der Rentenpolitik vor einer Zerrei&szlig;probe. Es gibt den v&ouml;lkisch-nationalistischen Fl&uuml;gel, der sich zu einem &bdquo;solidarischen Patriotismus&ldquo; bekennt, und eine offen wirtschaftsliberale Str&ouml;mung. In Ostdeutschland kehrt die AfD ihr soziales Gesicht heraus. Aber wenn es zum Schwur kommt, macht der v&ouml;lkisch-nationalistische Fl&uuml;gel bei der sozialen Demontage mit: Bj&ouml;rn H&ouml;cke zum Beispiel hat in einem Interview erkl&auml;rt, dass mit Blick auf die demographische Entwicklung ein weiterer Abbau des Sozialstaates unausweichlich sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Politologe-Butterwegge-ueber-AfD-Jahrestag\/!5541242\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&raquo;Antikommunistische Reflexe spielen eine Rolle&laquo;<\/strong><br>\nB&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen profitieren vielerorts von den Streitigkeiten in der Gro&szlig;en Koalition auf Bundesebene. In Hessen koaliert die Partei jedoch mit der CDU. Trotzdem gilt sie vielen W&auml;hlern als politische Alternative. Wie nehmen Sie die hessischen Gr&uuml;nen wahr?<br>\nDie Gr&uuml;nen &ndash; auch in Hessen &ndash; werden als die w&auml;hlbare Mitte in der Parteienlandschaft, als Antwort auf rechte Hetze wahrgenommen. Die Anmutung, sie t&auml;ten sich bei Asylrechtsversch&auml;rfungen schwer, reicht aus, von ihrer realen Politik, auch ihrer Zustimmung zu Kriegen, abzulenken. Eine durchaus richtige &ndash; wenn auch nicht ausreichende &ndash; Einf&uuml;hrung eines verbilligten Sch&uuml;lertickets in Hessen scheint den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern wichtiger zu sein als die gr&uuml;ne Zustimmung zur Einf&uuml;hrung von Staatstrojanern im Polizeigesetz oder ihr Umfallen beim Ausbau des Frankfurter Flughafens.<br>\nAber warum gelingt es den Gr&uuml;nen trotzdem, auf immer mehr Zustimmung zu kommen, w&auml;hrend Die Linke nicht einmal von der Schw&auml;che der SPD profitiert?<br>\nDas sind zwei eher unterschiedliche Problembereiche. Die Gr&uuml;nen profitieren als Partei der Mitte. Demgegen&uuml;ber ist unsere Position, dass der Klimawandel ohne grundlegende &Auml;nderung des Wirtschaftssystems nicht verhindert werden kann, schwieriger zu vermitteln. Und offensichtlich ist auch langj&auml;hrigen SPD-W&auml;hlerinnen und -W&auml;hlern die Kenntnis verlorengegangen, dass Kapital- und Machtkonzentration sowie die soziale Frage einerseits und Rechtsruck, Erstarken von Faschisten andererseits zusammenh&auml;ngen. Leider spielen hier auch im Jahr 2018 teils immer noch antikommunistische Reflexe eine Rolle, die die Politik in der alten Bundesrepublik gepr&auml;gt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342266.hessen-wahl-antikommunistische-reflexe-spielen-eine-rolle.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Freiwillige vor?<\/strong><br>\nDie Politik verpflichtet Unternehmen immer seltener, bestimmte Dinge zu tun. Neuestes Beispiel ist Ministerin Kl&ouml;ckners Vorschlag f&uuml;r ges&uuml;nderes Industrieessen<br>\nZu hohe Anteile von Salz, Zucker und Fett machen modernes Industrieessen ungesund. Man muss kein Ern&auml;hrungsexperte sein, um das wissen zu k&ouml;nnen. Man m&uuml;sste jedoch eine Ern&auml;hrungsministerin sein, um daran etwas &auml;ndern zu k&ouml;nnen. Julia Kl&ouml;ckner (CDU) leitet dieses Ressort und hat neulich damit kokettiert, dass sie etwas dagegen machen m&ouml;chte, denn eine Reduzierung sei unbedingt notwendig. Daher ihr Vorschlag: Die Gen&uuml;sse aus dem Tiefk&uuml;hlfach, Pizza zum Beispiel, sollten in kleineren Portionen gefertigt werden. Wenn der Fladen um 40 Prozent kleiner ist, so die k&uuml;hne Rechnung, dann reduziert man damit auch die genannten Komponenten um 40 Prozent. Und schon leben alle zufriedener und ges&uuml;nder bis an ihr Lebensende. [&hellip;]<br>\nWie ernst es Kl&ouml;ckner nun ist, l&auml;sst sich ziemlich leicht eruieren. Ihr Einsatz gegen ungesunde Geschmackstr&auml;ger, ohnehin eine rein auf Gr&ouml;&szlig;enminimierung fokussierte Schnapsidee, soll noch nicht mal gesetzlich vereinbart werden. Sie m&ouml;chte die Lebensmittelkonzerne freiwillig ins Boot holen, sagte sie der Presse. [&hellip;]<br>\nPolitik, die sich darauf beschr&auml;nkt, mit dem Zuruf &raquo;Freiwillige vor!&laquo; einem gesellschaftlichen Gestaltungsauftrag nachzukommen, gestaltet nur die eigene Ersetzbarkeit und degradiert sich zu einer Public-Relations-Agentur von Wirtschaftsunternehmen. Kl&ouml;ckners Vorschlag ist gerade deshalb besonders l&auml;cherlich, weil er als Bem&auml;ntelung ihrer eigenen ministeriellen Zahnlosigkeit dient. Eine Politik ohne Gesetzgebung ist wie Formpressschinken: Sieht beinahe wie echt aus, ist aber nichts als Betrug am Kunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1104212.julia-kloeckner-freiwillige-vor.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Letzte: Finanzielle Zufriedenheit in Deutschland steigt auf Rekordhoch<\/strong><br>\nDie Deutschen beurteilen ihre eigene finanzielle Situation so rosig wie noch nie in diesem Jahrtausend. Laut einer Umfrage des Sparkassenverbands ist die Zufriedenheit in Hessen am gr&ouml;&szlig;ten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/vermoegensbarometer-deutsche-sind-zufrieden-mit-ihrer-finanziellen-lage-a-1234752.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Meinungsmache vom Feinsten. Motto: Uns geht es allen gut! Allein wer die aktuelle Anstalt zur katastrophalen Lage auf dem Wohnungsmarkt gesehen hat, wird hier zu einem anderen Schluss kommen. <\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46680#h07%20\">Steigende Mietkosten verst&auml;rken Ungleichheit<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46619#h06%20\">Bittere Armut und unmenschliche Minijobs<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46646#h04%20\">Arm trotz Arbeit? Jeder zweite Aufstocker ist sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46593#h03%20\">Arbeit und Elend<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46661#h11%20\">Soziale Herkunft entscheidet &uuml;ber Chancen in der Schule<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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