{"id":46730,"date":"2018-10-28T09:00:53","date_gmt":"2018-10-28T08:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730"},"modified":"2018-10-26T12:44:38","modified_gmt":"2018-10-26T10:44:38","slug":"hinweise-der-woche-85","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h01\">Millionenschwere Kriegsspiele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h02\">Abschied vom INF-Vertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h03\">R&uuml;stungsexporte nach Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h04\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h05\">Angst und Wut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h06\">CumEx: Haben wir noch einen Staat, der Steuervergehen verfolgen will?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h07\">Steigende Mietkosten verst&auml;rken Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h08\">Freiwillige vor?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h09\">Das war&rsquo;s f&uuml;r 2018<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h10\">Das Migrationsabkommen als letzter Sargnagel f&uuml;r die linken Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h11\">Autorit&auml;re Versuchungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h12\">Es geht nicht um die Nation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730#h13\">Gr&uuml;ne bei der Landtagswahl in Hessen: Punkt f&uuml;r Punkt ganz nach vorn<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Millionenschwere Kriegsspiele<\/strong><br>\nNATO &uuml;bt in Norwegen den Kampf gegen Russland. SPD verteidigt Ausgaben f&uuml;r Gro&szlig;man&ouml;ver. Proteste in Skandinavien<br>\nAm heutigen Donnerstag beginnt in Norwegen die &raquo;Kernphase&laquo; des NATO-Man&ouml;vers &raquo;Trident Juncture&laquo;. An dieser gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;r&uuml;bung des westlichen Kriegsb&uuml;ndnisses seit dem Ende des &raquo;Kalten Krieges&laquo; nehmen nach offiziellen Angaben rund 50.000 Soldaten aus den 29 NATO-Mitgliedsstaaten sowie den &raquo;Partnern&laquo; Finnland und Schweden teil. 250 Flugzeuge, 65 Schiffe und 10.000 Fahrzeuge sind vor allem im zentralen und &ouml;stlichen Norwegen und auf der Ostsee unterwegs, um den Krieg gegen Russland zu proben. &raquo;Nach der Annektierung der Krim durch Russland beschloss die NATO 2016 eine st&auml;rkere Abschreckung und Verteidigung&laquo;, machte der Bundeswehr-Soldatensender Radio Andernach, den die Zivilbev&ouml;lkerung nur in Ausnahmef&auml;llen h&ouml;ren darf, die Sto&szlig;richtung der Gro&szlig;&uuml;bung deutlich. F&uuml;r die Au&szlig;enstehenden versicherte NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg am Mittwoch in Br&uuml;ssel dagegen, dass die NATO &raquo;eine defensive Allianz&laquo; sei: &raquo;Alle Mitglieder der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sind eingeladen worden, Beobachter zu Trident Juncture zu entsenden, und ich begr&uuml;&szlig;e, dass Russland ebenso wie Belarus die Einladung angenommen haben.&laquo;<br>\nDie Bundeswehr hat 8.000 Uniformierte nach Skandinavien geschickt und stellt damit nach den USA das zweitgr&ouml;&szlig;te Truppenkontingent. 90 Millionen Euro l&auml;sst sich die Bundesregierung dieses Kriegsspiel kosten. &raquo;Dieses Geld ist gut angelegt&laquo;, verk&uuml;ndete am Dienstag der Sprecher der AG Sicherheits- und Verteidigungspolitik der SPD-Bundestagsfraktion, Fritz Felgentreu, auf der Homepage des Parteiorgans Vorw&auml;rts. &raquo;Denn die B&uuml;ndnisverteidigung, das Herz der NATO, bleibt eine leere H&uuml;lle, wenn Eins&auml;tze von gro&szlig;en Verb&auml;nden aus allen Mitgliedsl&auml;ndern des B&uuml;ndnisses nicht auch ab und zu ge&uuml;bt werden.&laquo; Die NATO brauche &raquo;jetzt auch wieder Panzer, Gesch&uuml;tze und Transportm&ouml;glichkeiten&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342262.trident-juncture-millionenschwere-kriegsspiele.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: NATO-Man&ouml;ver Trident Juncture: Der Aggressor ist nicht Russland<\/strong><br>\n&bdquo;Wer &ndash; wie NATO-Generalsekret&auml;r Stoltenberg &ndash; behauptet, dass eine NATO-&Uuml;bung mit 50.000 Soldatinnen und Soldaten nahe der russischen Grenze rein defensiv und nicht gegen Russland gerichtet w&auml;re, der muss die Realit&auml;t schon sehr gut ausblenden k&ouml;nnen. Viel offensichtlicher kann man vermeintliche Abschreckung gegen Russland schon gar nicht mehr zelebrieren&ldquo;, erkl&auml;rt Alexander Soranto Neu, f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE Obmann im Verteidigungsausschuss, anl&auml;sslich des am 25. Oktober startenden NATO-Man&ouml;vers &bdquo;Trident Juncture&ldquo; in Norwegen. Neu weiter:<br>\n&bdquo;Das NATO-Man&ouml;ver wird das gr&ouml;&szlig;te seit Ende des Kalten Krieges sein, und allein Deutschland wird sich mit rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten und 4.000 Milit&auml;rfahrzeugen daran beteiligen. Unter anderem soll getestet werden, wie schnell die NATO-Staaten bei einem bewaffneten Angriff ihre Truppen verlegen k&ouml;nnten. Die gesamte &Uuml;bung ist eine einzige Provokation und Drohgeb&auml;rde gegen&uuml;ber Russland. Es handelt sich nicht nur um verteidigungspolitischen Irrsinn auf Kosten der Steuerzahler, sondern auch um ein gef&auml;hrliches Spiel mit dem Feuer, denn die russische Seite wird es sich nicht nehmen lassen, im Gegenzug ebenfalls aufzur&uuml;sten und Milit&auml;rman&ouml;ver zu starten.<br>\nDabei ist diese Drohgeb&auml;rde gegen&uuml;ber Russland v&ouml;llig unn&ouml;tig. Der Milit&auml;rhaushalt der NATO-Staaten ist 14-mal h&ouml;her als der der Russischen F&ouml;deration. Russland hat momentan weder die materiellen noch die finanziellen und auch nicht die personellen F&auml;higkeiten, um die NATO &uuml;berhaupt erfolgreich angreifen zu k&ouml;nnen. Laut Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (BT-Drucksache 19\/4758) von mir ist selbst die Bundesregierung der Meinung, dass Russland auch in absehbarer Zeit keine Absicht hat, NATO Staaten anzugreifen. Hinzu kommt, dass NATO und NATO-Mitgliedstaaten in den letzten Jahren nachweislich viermal so viele Man&ouml;ver gestartet haben wie die Russische F&ouml;deration. Der Aggressor ist also definitiv nicht Russland. Trident Juncture ist daher v&ouml;llig absurd und wird von der russischen Seite als massive Bedrohung wahrgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/nato-manoever-trident-juncture-der-aggressor-ist-nicht-russland\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Abschied vom INF-Vertrag<\/strong><br>\nDeutsche Regierungspolitiker warnen vor einem Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem INF-Vertrag. US-Pr&auml;sident Donald Trump hatte diesen Schritt am Wochenende angek&uuml;ndigt. Der INF-Vertrag, der am 8. Dezember 1987 abgeschlossen wurde, verpflichtete die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion zur Vernichtung s&auml;mtlicher landgest&uuml;tzter nuklearer Mittelstreckenraketen und untersagte ihnen die erneute Beschaffung des Waffentyps. K&uuml;ndigt Washington das Abkommen, droht Europa ein weiterer nuklearer R&uuml;stungswettlauf. Experten kritisieren, f&uuml;r Trumps Behauptung, Moskau habe den INF-Vertrag gebrochen, l&auml;gen keine Beweise vor; umgekehrt seien Russlands Vorw&uuml;rfe, Washington versto&szlig;e mit seiner Raketenabwehr in Osteuropa seinerseits gegen das Abr&uuml;stungsabkommen, &ldquo;schwer zu entkr&auml;ften&rdquo;. F&uuml;hrende Berliner Milit&auml;rpolitiker warnen, eine etwaige Debatte &uuml;ber die erneute Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Europa k&ouml;nne nicht nur &ldquo;gewaltigen &ouml;ffentlichen Protest&rdquo; ausl&ouml;sen; sie verschiebe auch das milit&auml;rische Kr&auml;fteverh&auml;ltnis zu deutschen Ungunsten.<br>\n&ldquo;Keine belastbaren Informationen&rdquo;<br>\n(&hellip;) Die US-Administration hat keinerlei sichere Beweise f&uuml;r ihre Behauptung vorgebracht. Schon im vergangenen Dezember best&auml;tigte ein deutscher Luftwaffenoberst im Generalstabsdienst, der am Genfer Zentrum f&uuml;r Sicherheitspolitik forscht, &ldquo;belastbare und &uuml;berzeugende Informationen&rdquo; wie Fotos oder Videos, die die Vorw&uuml;rfe belegen w&uuml;rden, seien nicht bekannt. Man k&ouml;nne daher nur vermuten, dass die USA sich auf &ldquo;menschliche Quellen&rdquo;, also auf Geheimdienstangaben, st&uuml;tzten. Damit h&auml;tte die Behauptung, Russland verstie&szlig;e gegen den INF-Vertrag, dieselbe Qualit&auml;t wie die fr&uuml;here Behauptung, der Irak verf&uuml;ge &uuml;ber Massenvernichtungswaffen&hellip;<br>\n&ldquo;Schwer zu entkr&auml;ften&rdquo;<br>\nUmgekehrt gehen russische Stellen davon aus, dass die Vereinigten Staaten ihrerseits gegen den INF-Vertrag versto&szlig;en. Gegenstand des Vorwurfs ist in diesem Fall die NATO-Raketenabwehr (&ldquo;Aegis ashore&rdquo;), die auf einem St&uuml;tzpunkt im Rum&auml;nien bereits einsatzbereit ist und auf einem zweiten St&uuml;tzpunkt in Polen aufgebaut wird. &hellip;<br>\n&ldquo;Um die gegenseitigen Vorw&uuml;rfe auszur&auml;umen, w&auml;ren wechselseitige Informationen und Inspektionen notwendig&rdquo;, stellte im M&auml;rz die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) fest: &ldquo;Dazu m&uuml;sste das 2001 beendete INF-Inspektionsregime reaktiviert und modifiziert werden.&rdquo; Das w&auml;re nach Washingtons angek&uuml;ndigtem Austritt aus dem INF-Vertrag endg&uuml;ltig unm&ouml;glich. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung hat sich bislang in der NATO den US-Vorw&uuml;rfen angeschlossen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7759\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexporte nach Saudi-Arabien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Orgie der Heuchelei<\/strong><br>\nDie Saudis haben den Journalisten Jamal Khashoggi grausam ermordet. Jetzt erleben wir, wie heuchlerisch und verlogen es in der Weltpolitik zugeht. Der Kasper im Wei&szlig;en Haus, der als US-Pr&auml;sident f&uuml;r die t&auml;glichen Drohnen-Morde und f&uuml;r die Opfer verdeckter Kriege verantwortlich ist, hebt den Zeigefinger und denkt nicht im Mindesten daran, seinen 110-Milliarden-R&uuml;stungsdeal in Frage zu stellen. Erdogan, der einen Krieg gegen die Kurden f&uuml;hrt, verlangt mit geheuchelter Emp&ouml;rung, dass dieser Mord aufgekl&auml;rt werden m&uuml;sse.<br>\nUnd der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas muss sich im heutigen Feuilleton der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&ldquo; vorwerfen lassen, dass er vor den Verbrechen der Saudis die Augen verschlie&szlig;t, wie viele andere &bdquo;Diplomaten&ldquo;, die ihre Waffen verkaufen wollen. Als Kronzeuge kommt ausgerechnet ein Gr&uuml;ner Bundestagsabgeordneter, Omid Nouripour, zu Wort, dessen moralische Emp&ouml;rung vergessen machen soll, dass auch die Gr&uuml;nen in Regierungsverantwortung Waffenlieferungen an die Saudis mitgetragen haben &ndash; und wenn die Jamaika-Regierung zustande gekommen w&auml;re, sicherlich auch bei den j&uuml;ngsten Waffen-Deals mit von der Partie w&auml;ren.<br>\nDie zutage tretende Heuchelei und Doppelmoral ist zum Kotzen. Die Welt wei&szlig; seit Jahren, dass die Saudis mit den vom Westen gelieferten Waffen im Jemen einen grausamen Krieg f&uuml;hren. Viele Menschen werden ermordet und Millionen sind vom Hungertod bedroht. Und dieses Wissen hat sie nicht an ihren ruchlosen Waffengesch&auml;ften gehindert. Angesichts dieser verlogenen Moral wird das Gesch&auml;ft mit dem Tod schamlos weiterlaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2010533715674752\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;stungsexporte weiter auf hohem Niveau<\/strong><br>\nEine Trendwende bei den R&uuml;stungsexporten ist nicht in Sicht, die Waffenausfuhren bleiben auf hohem Niveau. Von einer restriktiven R&uuml;stungsexportpolitik dieser Bundesregierung kann bei &uuml;ber 5500 Einzelgenehmigungen im ersten Halbjahr 2018 keine Rede sein. Absolut unverantwortlich ist die dramatische Steigerung der R&uuml;stungsexporte an die Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien, die im Jemen einen brutalen Krieg f&uuml;hrt und die Bev&ouml;lkerung aushungert&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich des heute im Kabinett verabschiedeten R&uuml;stungsexportberichts f&uuml;r das erste Halbjahr 2018. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Es ist ein politischer Offenbarungseid und eine moralische Bankrotterkl&auml;rung der Bundesregierung, dass R&uuml;stungsexporte an Entwicklungsl&auml;nder weiter auf Rekordniveau verharren. Das Letzte, was L&auml;nder brauchen, die von Armut, Unterern&auml;hrung, Hunger, mangelhafter Gesundheitsversorgung, einer hohen Kindersterblichkeitsrate, hoher Arbeitslosigkeit und mangelhaften Bildungsm&ouml;glichkeiten gepr&auml;gt sind, sind noch mehr Waffen.<br>\nDie Bundesregierung kommt ihrer Verantwortung f&uuml;r die Kontrolle des Endverbleibs der ausgef&uuml;hrten R&uuml;stungsg&uuml;ter in keiner Weise nach. Bei 17.067 Genehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsexporte im Jahr 2017 und im ersten Halbjahr 2018 wurden sage und schreibe drei Kontrollen vor Ort durchgef&uuml;hrt &ndash; in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Indien und in S&uuml;dkorea. Saudi-Arabien, das mittlerweile zweitwichtigster Empf&auml;nger deutscher Waffen ist, bleibt unbehelligt. DIE LINKE fordert daher ein Verbot von R&uuml;stungsexporten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/ruestungsexporte-weiter-auf-hohem-niveau\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland liefert, Saudi-Arabien t&ouml;tet: Die &bdquo;westliche Wertegemeinschaft&ldquo; ist eine Lebensl&uuml;ge<\/strong><br>\nGestern wurden im Jemen bei einem Angriff der Saudi-Emirate-Koalition auf eine Fabrik mindestens 16 Zivilisten get&ouml;tet. Ein R&uuml;stungsexportbericht der Bundesregierung ergab, dass in den ersten drei Quartalen 2018 R&uuml;stungslieferungen in H&ouml;he von 416 Millionen Euro an Saudi-Arabien genehmigt wurden, in ganz 2017 waren es 254 Millionen. Deutschland macht sich zum Komplizen am Genozid im Jemen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-10-25\/deutschland-liefert-saudi-arabien-toetet\/\">Justice Now<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Peene-Werft und der Fall Khashoggi<\/strong><br>\nNach dem Tod des regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi stehen auch Deutschlands Waffenexporte nach Saudi-Arabien wieder auf dem Pr&uuml;fstand. Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt das die Peene-Werft bei Wolgast, die f&uuml;r die Monarchie K&uuml;stenschutzboote herstellt. [&hellip;]<br>\nDer CDU-Wahlkreisvertreter im Bundestag, Philipp Amthor, gibt zu bedenken:<br>\n&bdquo;Die Peene-Werft stellt, das muss man wissen, eben keine klassischen Kriegsg&uuml;ter f&uuml;r den Jemen-Konflikt her, sondern K&uuml;stenschutzboote f&uuml;r Saudi-Arabien. Und dieser Auftrag ist ganz entscheidend f&uuml;r den Erhalt der Peene Werft. Deswegen sollten wir mit der notwendigen Sensibilit&auml;t vorgehen.&ldquo;<br>\nF&uuml;r Amthors Parlamentskollegin Kerstin Kassner (Die Linke) ist klar: Auch Wolgaster Boote d&uuml;rfen nicht geliefert werden. Ihre Frage bei der Bundesregierung habe ergeben, dass die Boote bewaffnet werden k&ouml;nnen und man nicht wisse, was tats&auml;chlich damit geschehe. An einem Niedergang der Peene-Werft samt zahlreichen Zulieferern in der Umgebung w&auml;ren &uuml;brigens der Bremer Mutterkonzern L&uuml;rssen und die Bundesregierung schuld, so die vorpommersche Bundespolitikerin im NDR:<br>\n&bdquo;Ich h&auml;tte mir gew&uuml;nscht, dass man viel eher ganz klar sagt: Nein, an Saudi-Arabien wird nicht geliefert. Und dann h&auml;tte sich &ndash; da bin ich auch ganz der Ansicht, dass da auch die Politik, also auch die Bundesregierung in der Pflicht ist zu helfen &ndash; der Unternehmer auf andere Aufgaben einstellen k&ouml;nnen. Aber so lange er darauf vertraut, das geht schon weiter, dann wird er keine Veranlassung sehen, gro&szlig;artig seine Strategien zu ver&auml;ndern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/milliardenauftrag-in-der-diskussion-die-peene-werft-und-der.1769.de.html?dram:article_id=431398\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Neu (Die Linke): Keine weiteren Ausfuhrgenehmigungen f&uuml;r Waffenexporte<\/strong><br>\nDer Linken-Obmann im Verteidigungsausschuss Alexander Neu fordert einen klaren R&uuml;stungsexport-Stopp nach Saudi-Arabien. Deutschen Herstellern Verdienstausf&auml;lle zu erstatten, w&auml;re kein Problem. F&uuml;r die deutsche Volkswirtschaft h&auml;tte es ohnehin kaum Auswirkungen, R&uuml;stungsexporte komplett einzustellen. [&hellip;]<br>\nEngels: Diejenigen, die auf einen etwas zur&uuml;ckhaltenderen Kurs einschwenken wollen, argumentieren ja immer, dass nun einmal R&uuml;stungsexporte auch knallharte Wirtschaftsinteressen sind. Nun ist die Frage: Wenn diese Patrouillen-Boote nicht geliefert werden, werden dann die Bundesregierung oder m&ouml;glicherweise andere Kr&auml;fte gezwungen sein, 162 Millionen zu bezahlen an Entsch&auml;digung an die Peene-Werft?<br>\nNeu: Schauen Sie, man h&auml;tte ja gar nicht diesen Deal abschlie&szlig;en m&uuml;ssen. Man wei&szlig; ja, dass Saudi-Arabien nicht unbedingt eine Musterdemokratie ist. Jetzt zu sagen, wir k&ouml;nnen diesen Deal nicht mehr aufhalten, weil sonst m&uuml;ssten wir eventuell Strafzahlungen machen an die Werke, das ist nat&uuml;rlich richtig. Aber niemand hat die Bundesregierung gezwungen, dass sie &uuml;berhaupt diesem Deal zustimmt. Da ist, glaube ich, eine falsche Argumentation.<br>\nAber auch die Schwierigkeit ist, wenn man sagt, wir m&uuml;ssten auf der europ&auml;ischen Ebene eine gemeinsame Position hervorbringen. Das ist zun&auml;chst einmal begr&uuml;&szlig;enswert, wenn Herr Altmaier das sagt. Aber es kann nat&uuml;rlich keine Ausrede sein, wenn die europ&auml;ischen Partner nicht mitziehen, zu sagen, okay, dann m&uuml;ssen wir auch mitziehen, ansonsten kommen wir in einen Konkurrenznachteil. Das finde ich sehr schwierig, eine solche Argumentation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ruestungsexportbericht-neu-die-linke-keine-weiteren.694.de.html?dram:article_id=431390\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Pierre Moscovici &ndash; der letzte Socialiste<\/strong><br>\n(&hellip;) Pierre Moscovici, der als Europ&auml;ischer Kommissar f&uuml;r Wirtschaft und Finanzen der letzte franz&ouml;sische Sozialist sein d&uuml;rfte, der ein hohes politisches Amt bekleidet, hat (zusammen mit dem zust&auml;ndigen Vizepr&auml;sidenten der Kommission, Valdis Dombrovskis) einen Brief geschrieben (hier in Englisch zu finden). Er schrieb dem italienischen Finanzminister als Antwort auf den Haushaltsentwurf der italienischen Regierung, man sehe in dem Entwurf eine in der Geschichte des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspaktes beispiellose Abweichung von den vereinbarten K&uuml;rzungen der Staatsausgaben. Beide geben der italienischen Regierung bis heute Mittag Zeit, um darauf zu antworten.<br>\nDas ist starker Tobak, der darauf hindeutet, dass die Kommission unter F&uuml;hrung eines franz&ouml;sischen Kommissars, der einer untergegangenen Partei namens Parti Socialiste angeh&ouml;rt, an Italien ein Exempel statuieren will. Da auch die EZB nichts tut, um die &bdquo;M&auml;rkte&ldquo; im Zaum zu halten, wo mit italienischen Staatsanleihen spekuliert wird, braut sich &uuml;ber der italienischen Regierung der perfekte Sturm zusammen. Ohne Zweifel hat dieser Sturm das Ziel, die gerade gew&auml;hlte italienische Regierung zu entmachten oder sie wenigstens so weit einzusch&uuml;chtern, dass sie sich in die europ&auml;ische &bdquo;Disziplin&ldquo; einf&uuml;gt.<br>\nWer macht den perfekten Sturm?<br>\nMan kann auch sicher sein, dass die Vorbereitung dieses Sturmes konzertiert abgelaufen ist und die deutsche Regierung daran ma&szlig;geblich beteiligt war&hellip;.<br>\nWas sollte Italien tun?<br>\n(&hellip;) Italiens Wege aus der Krise sind entweder juristisch verbaut, von anderen L&auml;ndern blockiert oder aus Gr&uuml;nden unpassierbar, die Italien nicht zu verantworten hat. Der Weg &uuml;ber steigende Export&uuml;bersch&uuml;sse, den Italien fr&uuml;her oft mit Erfolg gegangen ist, gibt es in der W&auml;hrungsunion nicht mehr, weil Deutschland mit seiner durch jahrelanges Lohndumping erworbenen &uuml;berragenden Wettbewerbsstellung jeden Versuch in diese Richtung blockiert. Absolute Lohnsenkungen w&uuml;rden, nicht anders als in Griechenland, zu einem Zusammenbruch des ohnehin schwachen Binnenmarktes f&uuml;hren und die Arbeitslosigkeit unmittelbar erh&ouml;hen.<br>\nDie M&ouml;glichkeiten der Geldpolitik sind f&uuml;r Italien und ganz Europa l&auml;ngst ausgereizt, so dass man von den Unternehmen, vom &bdquo;Markt&ldquo;, keine L&ouml;sung erwarten kann. Zudem sind auch in Italien die Unternehmen Netto-Sparer, was bedeutet, dass sie die Nachfragesituation unmittelbar verschlechtern statt sie zu verbessern. Es bleibt logisch zwingend in dieser Lage nur der Staat, der versuchen kann, &uuml;ber steigende Ausgaben und steigende Defizite das Land aus der jahrelangen Krise zu f&uuml;hren. Wer diesen Weg politisch oder juristisch blockiert, ist ein Narr&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/10\/pierre-moscovici-der-letzte-socialiste\/\">Heiner Flassbeck bei Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Habt ihr noch alle Espresso-Tassen im Schrank?<\/strong><br>\nLeute, habt ihr noch alle Espresso-Tassen im Schrank? Nur noch mal zur Einordnung: Die Regierung hat nur einen kleinen Teil dessen anzusetzen gewagt, was sie eigentlich vorhatte. Es geht derzeit nicht darum, dass Italiens Regierung mit ihren Pl&auml;nen die Maastricht-Kriterien bricht &ndash; mit 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bliebe das Staatsdefizit nach wie vor unter der Drei-Prozent-Marke. Es hatte nur die vorherige Regierung noch versprochen, den Fehlbetrag ehrgeizig auf nur noch 0,8 Prozent zu senken. Womit Italien im internationalen Vergleich ein Musterli gewesen w&auml;re &ndash; an zweiter Stelle der G7-Staaten hinter den Deutschen. Trumps Amerika d&uuml;rfte auf das mehr als Siebenfache an Fehlbetr&auml;gen im Etat kommen. (&hellip;)<br>\nDa hilft auch das Gezeter wenig, dass die Italiener doch so viele (Alt-)Schulden haben. Ist schon richtig. Nur liegen die etwa in Japan viel h&ouml;her &ndash; ohne dass jemand gleich kreischt, das Land k&ouml;nnte pleitegehen. Dabei hat es in Japan seit Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 kein Jahr mehr gegeben, wo das Land Maastricht erf&uuml;llt h&auml;tte.<br>\nSelbst bei einem Defizit von 2,4 Prozent w&uuml;rde in Italien die Schuldenquote in den n&auml;chsten Jahren nicht weiter steigen, r&auml;umt Ifo-Chef Clemens Fuest ein. Nicht toll, ok. Aber auch kein Grund, von ungebremster Schluderei zu palavern. Das Fatale ist, dass der wohlfeile deutsche Befund vom schludernden Italiener in etwa das Gegenteil von dem ist, was die Italiener seit Jahren tats&auml;chlich erleben. Sp&auml;testens seit dem Antritt von Mario Monti 2011 folgte &uuml;ber sieben Jahre eine Reformregierung der n&auml;chsten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/italien-panik-eu-kommission-macht-alles-schlimmer-a-1233986.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ein absolut treffender Artikel, der die ganze Idiotie des Neoliberalismus entlarvt. Die Spar- und Reformprogramme der vorhergehenden italienischen Regierungen haben wesentlich zur Wahl der aktuellen Regierung, der b&ouml;sen &ldquo;Populisten&rdquo; beigetragen. Die Antwort der EU-Kommission, einfach noch mehr Sparen und Reformen. In welcher irren Welt lebt man in Br&uuml;ssel eigentlich? Dar&uuml;ber sollten auch jene gut nachdenken, die sich immer so gerne &ldquo;proeurop&auml;isch&rdquo; geben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Die Italiener wollen nicht von Br&uuml;ssel regiert werden&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Das Haushaltsrecht ist das Hoheitsrecht der Parlamente&ldquo;, betonte Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht im Dlf. So wie Br&uuml;ssel auf Italiens Haushaltsentwurf reagiert habe, treibe man das Land aus dem Euro. Der Entwurf enthalte sinnvolle Dinge wie Fr&uuml;hverrentung und eine bessere Arbeitslosenversicherung. [&hellip;]<br>\nMan muss sich diesen Haushalt genauer angucken. Da sind Dinge drin, die sind sehr sinnvoll. Beispielsweise hat Italien eine extrem hohe Arbeitslosigkeit, vor allem eine Jugendarbeitslosigkeit, teilweise von 30, 40 Prozent, vor allem im S&uuml;den des Landes, und sie haben eine extrem schlechte Arbeitslosenversicherung, deutlich schlechter noch als Hartz IV in Deutschland, um das mal zu vergleichen. Wenn Sie da gewisse Verbesserungen machen, oder wenn Sie Verbesserungen machen bei der Fr&uuml;hverrentung, was ja auch bei hoher Arbeitslosigkeit f&uuml;r viele Leute dann schlicht eine gewisse Erleichterung ist, dann ist das einfach sinnvoll.<br>\nEs gibt auch Steuererleichterungen. Da profitieren auch Wohlhabende. Dar&uuml;ber kann man sicherlich streiten. Aber noch mal: Ich finde, es ist einfach nicht die Hoheit der EU-Kommission, den einzelnen L&auml;ndern reinzuregieren in ihren Haushalt, weil damit machen wir die EU kaputt. Die Italiener wollen nicht von Br&uuml;ssel, sie wollen auch nicht von Berlin regiert werden, und wir geben im Grunde einer Regierung und gerade auch der nationalistischen Partei, die ja wirklich auch halb faschistisch ist, und einem Herrn Salvini eine extreme M&ouml;glichkeit, sich zu profilieren. Er macht mit Sicherheit im eigenen Land zurzeit gro&szlig;e Punkte und wird nicht etwa irgendwie dadurch in Schwierigkeiten kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/linken-politikerin-zu-italiens-budget-die-italiener-wollen.694.de.html?dram:article_id=431358\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Angst und Wut<\/strong><br>\nDer Anti-Brexit-Protest ist aller Ehren wert. Er offenbart aber auch schizophrenes Denken, geht es um den Zustand der EU Angst und Wut<br>\nGerade dr&auml;ngten sich &uuml;ber eine halbe Million Menschen durch London und verlangten ein zweites Brexit-Referendum. Das war &bdquo;Middle Britain&ldquo;, vorwiegend wei&szlig;, wohlerzogen und gebildet. Die Leute trugen Schilder, auf denen sie Theresa May h&ouml;flich baten, sie m&ouml;ge es sich noch einmal &uuml;berlegen, die britische &Ouml;konomie in den Abgrund zu st&uuml;rzen. In jeder normalen Epoche h&auml;tte eine solche Demonstration zumindest Nachdenken ausgel&ouml;st. Nur leben wir nicht in normalen Zeiten. Die britische Gesellschaft ist von Angst und Wut &uuml;ber den Brexit zerfressen, und das auf beiden Seiten. Als der Protest das West End erreichte, das kulturelle Zentrum Londons, berichteten Radiostationen voller Verachtung &uuml;ber den &bdquo;Marsch der Verlierer&ldquo;.<br>\nDie Reflektiertesten unter den Demonstranten erinnerten sich vielleicht, dass Anfang 2003 ein f&uuml;r das Land wesentlich repr&auml;sentativerer Marsch gegen den sich anbahnenden Irak-Krieg stattfand, aber einen Premier wie Tony Blair nicht bewog, davon abzulassen. Ein Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r die politische Ignoranz gegen&uuml;ber &ouml;ffentlichem Protest. Ohnehin bleibt die Frage, ob ein zweites Referendum anders ausgeht als das vom 23. Juni 2016. Sicher ist nur, dass ein solches Votum die Gesellschaft weiter spalten w&uuml;rde. Kaum jemand bezweifelt, dass die Rechtsnationalen von UKIP bis zu den Tory-Ultras mindestens eine Million Menschen zur Verteidigung des EU-Ausstiegs auf die Stra&szlig;e bek&auml;men.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/angst-und-wut\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>CumEx: Haben wir noch einen Staat, der Steuervergehen verfolgen will?<\/strong><br>\nAttac fordert Finanzminister Scholz auf, endlich zu handeln<br>\nDer bislang deutsche CumEx-Skandal entpuppt sich als der gr&ouml;&szlig;te bisher bekannte europ&auml;ische Steuerskandal. Systematisch wurden mit Hilfe von internationalen Beratungsunternehmen Steuerr&uuml;ckzahlungen f&uuml;r nie gezahlte Steuern in H&ouml;he von weit &uuml;ber 50 Milliarden Euro generiert.<br>\nUnd wieder einmal wurde dies nicht durch staatliche Untersuchungen aufgedeckt, sondern die Gesellschaft ist auf die Aktivit&auml;ten von mutigen B&uuml;rger*innen und Journalist*innen angewiesen. Es verst&auml;rkt sich wieder einmal der sch&auml;dliche Eindruck einer Kumpanei zwischen Gro&szlig;kapital, Staatsb&uuml;rokratie und Politik.<br>\nUm dem entgegenzutreten fordert Attac Finanzminister Scholz auf, endlich eine aktive Haltung zur Verfolgung von internationalem Steuerbetrug und Steuervermeidung einzunehmen und die bremsende Haltung der Bundesregierung zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/cumex-haben-wir-noch-einen-staat-der-steuervergehen-verfolgen-will\/\">attac<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein Tag nach Cum-Ex Enth&uuml;llung: Sozialbetrug: Regierung jagt Sozialleistungs-Empf&auml;nger &ndash; aber schont Millionen-Betr&uuml;ger<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich soll vom Cum-Ex-Steuerbetrug st&auml;rker betroffen sein als bisher bekannt. Dabei holen sich Aktien-H&auml;ndler Steuern vom Staat zur&uuml;ck, die sie gar nicht bezahlt haben. Europaweit geht man von 55 Milliarden Euro Schaden aus. Doch statt &bdquo;Jagd auf Steuerbetr&uuml;ger&ldquo; l&auml;sst Kickl &uuml;ber die Kronen Zeitung am n&auml;chsten Tag ank&uuml;ndigen: &bdquo;Spezialeinheit von Innenminister Herbert Kickl (FP&Ouml;) macht jetzt Jagd auf Sozialbetr&uuml;ger&ldquo;. W&auml;hrend man bei den &Auml;rmsten genau schaut, ob sie nicht ein paar Euro zu viel bekommen, werden Unternehmer kaum noch kontrolliert. Ganz im Gegenteil: Bei ihnen werden Kontrollen und Strafen abgebaut &ndash; obwohl es um Milliarden geht. Ein &Uuml;berblick.<br>\n(&hellip;) Wenn Unternehmen Sozialbetrug begehen, wird weggeschaut<br>\nDas alles passt ins Bild. Obwohl die gro&szlig;en Summen bei Sozialbetrug auf Unternehmerseite liegen, schw&auml;cht die &Ouml;VP-FP&Ouml;-Regierung die Kontrollen und reduziert die Strafen. Interesse an zahnlosen Regeln haben vor allem gro&szlig;e Unternehmen, die Lohn- und Sozialdumping betreiben wollen. Und auf die scheint die Regierung zu h&ouml;ren:<br>\nDie Pr&uuml;fer der Gebietskrankenkassen werden dem Finanzminister unterstellt &ndash; sie d&uuml;rfen Scheinselbst&auml;ndigkeit aber nicht mehr pr&uuml;fen.<br>\nDa Pr&uuml;fer im Finanzministerium aber abgebaut werden, werden es insgesamt weniger.<br>\nUnd sollte dennoch ein Unternehmer erwischt werden, kommt er mit g&uuml;nstigen Pauschalen davon&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/sozialbetrueger-kickl\/\">kontrast.at<\/a><\/p>\n<p><strong>und: So bestehlen uns Superreiche: eine Anleitung in 6 Schritten<\/strong><br>\nEs ist der wohl gr&ouml;&szlig;te Steuerskandal der deutschen Geschichte: Jahrelang haben sich reiche Menschen ihre einmal gezahlte Steuer, gleich mehrfach zur&uuml;ck erstatten lassen. Und das auf Kosten der Steuerzahler &ndash; also zu unser aller Schaden.<br>\nDas ARD-Magazin &bdquo;Panorama&ldquo;, die Wochenzeitung &bdquo;Die Zeit&ldquo; und &bdquo;Zeit Online&ldquo; hatten schon im vergangenen Jahr &uuml;ber den Steuerbetrug berichtet. Danach meldeten sich Journalisten aus ganz Europa und die Geschichte nahm neue Dimensionen an: Es zeigte sich, dass die sogenannten Cum-Ex- und Cum-Cum-Gesch&auml;fte nicht nur Deutschland selbst betreffen.<br>\nDer Betrug geht &uuml;ber die Landesgrenzen hinaus und der Schaden ist deutlich gr&ouml;&szlig;er als bisher bekannt. Gestern ver&ouml;ffentlichte die europaweite Recherchekooperation unter der Leitung des Recherchezentrums &bdquo;Correctiv&ldquo; ihre Ergebnisse. Aber noch einmal von vorne&hellip;<br>\nWer Aktien, kauft, hofft nicht nur darauf, dass der Unternehmenswert und damit auch der Wert der Unternehmensanteile &uuml;ber die Jahre steigen &ndash; einmal im Jahr werden die Aktion&auml;re auch direkt am Gewinn beteiligt. F&uuml;r jede Aktie, die sie besitzen, bekommen sie eine bestimmte Summe ausgezahlt. Das ist ihr Anteil am Gewinn des Unternehmens, die sogenannte Dividende. 25 Prozent davon flie&szlig;en als Kapitalertragsteuer an den Staat.<br>\nRund um diesen Stichtag, wird die Aktie schnell zwischen Banken, Investoren und Fonds hin und her geschoben. Das Ziel: Verwirrung schaffen. Durch den schnellen Handel mit den Aktien, kann das Finanzamt nur schwer verfolgen, wer sie eigentlich wirklich besa&szlig;. Das Ergebnis: Das Finanzamt stellt gleich mehrere Steuerbescheide aus und die Investoren lassen sich die Steuern gleich mehrfach zur&uuml;ck erstatten, obwohl sie teils kein einziges Mal ein Anrecht darauf hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orange.handelsblatt.com\/artikel\/50621\">Orange by Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Laut Selbstauskunft will Orange komplexe Sachverhalte in einfacher Sprache erkl&auml;ren. Das ist hier gut gelungen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steigende Mietkosten verst&auml;rken Ungleichheit<\/strong><br>\nIm Verh&auml;ltnis zu ihrem Einkommen zahlen Geringverdiener immer mehr f&uuml;r Wohnraum &ndash; Gutverdiener dagegen immer weniger.<br>\nDie Schere zwischen Armen und Reichen geht durch die steigenden Miet- und Wohnkosten in Deutschland weiter auseinander. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie der Humboldt-Universit&auml;t in Kooperation mit dem University College in London. Die Wissenschaftler haben dabei die Einkommens- und Verbraucherstichprobe der Amtlichen Statistik zwischen 1993 und 2013 beobachtet und Daten von mehr als 100.000 Menschen ausgewertet.<br>\nDemnach m&uuml;ssen Geringverdiener im Verh&auml;ltnis zu ihrem Einkommen immer mehr f&uuml;rs Wohnen bezahlen. Gleichzeitig sanken im Beobachtungszeitraum die Kosten f&uuml;r Mieten und Wohnen bei Personen mit den h&ouml;chsten Einkommen. Mussten sie 1993 f&uuml;r Wohnraum noch 16 Prozent ihres Einkommens aufbringen, waren es 2013 noch 14 Prozent. Bei den 20 Prozent mit den geringsten Einkommen, stiegen die prozentualen Wohnkosten dagegen von 27 auf 39 Prozent.<br>\nReall&ouml;hne f&uuml;r Arme sinken &ndash; f&uuml;r Reiche nicht<br>\n&bdquo;Der Befund hat uns &uuml;berrascht&ldquo;, sagte Bernd Fitzenberger, Mitautor und Leiter des &Ouml;konometrie-Instituts an der Humboldt-Universit&auml;t, dem Tagesspiegel. Der &uuml;berproportionale Anstieg der Wohnkosten versch&auml;rfe die Ungleichheit in Deutschland. &bdquo;Die Schere geht an zwei Seiten auseinander&ldquo;, sagte Fitzenberger und verwies auf die wachsende Lohnungleichheit. Der Studie zufolge sanken die Reall&ouml;hne f&uuml;r die untersten 20 Prozent der Einkommen in dem Untersuchungszeitraum um acht Prozent. Bei mittleren Einkommen entwickelten sich die Reall&ouml;hne zwischen 1993 und 2013 konstant leicht positiv. Bei Personen mit den besten Einkommen stiegen die Reall&ouml;hne am st&auml;rksten um durchschnittlich sieben Prozent&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/studie-der-humboldt-universitaet-berlin-steigende-mietkosten-verstaerken-ungleichheit\/23216720.html\">Tagespiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Armutsrisiko Mietwohnung<\/strong><br>\nEine Million Haushalte in der Bundesrepublik verf&uuml;gen nach Abzug der Mietkosten nur noch &uuml;ber ein Nettoeinkommen, das unter dem Niveau des Hartz-IV-Regelsatzes liegt, sagt Adolf Bauer, Pr&auml;sident des Sozialverbandes Deutschland (SoVD). Am Donnerstag hat der SoVD in Berlin ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten zur Entwicklung der &raquo;Wohnungsfrage&laquo; in Deutschland vorgestellt. Verfasst hat es der Sozialwissenschaftler Stephan Junker; er hat vor allem versucht, die Auswirkungen herauszuarbeiten, die die Kombination aus explodierenden Mieten und Wohnungsmangel auf die Verfestigung von Armut und Ungleichheit hat.<br>\nArme wohnen &raquo;billig&laquo;, m&uuml;ssen im Verh&auml;ltnis zum Haushaltseinkommen aber deutlich mehr f&uuml;r das Wohnen ausgeben als Normalverdiener und Reiche. Und das in st&auml;ndig steigendem Ma&szlig;e: Von 1993 bis 2014 &ndash; das letzte Jahr, f&uuml;r das entsprechende Daten des Mikrozensus vorliegen &ndash; ist der Studie zufolge die mittlere Miete st&auml;rker gestiegen als das mittlere Einkommen, und zwar sowohl in Ost- wie in Westdeutschland. Der Mietanstieg trifft die &Auml;rmsten besonders hart, da ihre Einkommen seit den 1990er Jahren stagnieren oder sogar zur&uuml;ckgegangen sind.<br>\nDie H&auml;lfte der Miethaushalte wendet Junker zufolge mindestens 29 Prozent des jeweils verf&uuml;gbaren Nettoeinkommens f&uuml;r die Bruttokaltmiete auf. Bei armen Haushalten mit weniger als 1.300 Euro Nettoeinkommen liegt dieser Anteil bei 46 Prozent &ndash; also erheblich h&ouml;her. Wer dagegen netto mehr als 4.500 Euro im Monat zur Verf&uuml;gung hat, m&uuml;sse nur 17 Prozent f&uuml;r das Wohnen ausgeben. Die Mietbelastungsquote verh&auml;lt sich also genau umgekehrt proportional zum verf&uuml;gbaren Einkommen. Sie ist bei den Haushalten am geringsten, die &uuml;ber mehr als 140 Prozent des mittleren Einkommens verf&uuml;gen &ndash; und bei denen am h&ouml;chsten, die weniger als 60 Prozent zur Verf&uuml;gung haben.<br>\nBesonders betroffen seien Alleinerziehende, Rentner, Pflegebed&uuml;rftige und ganz allgemein Menschen mit Migrationshintergrund. Es gebe zudem Hinweise, dass letztere von einer Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt betroffen seien, die ihren Zugang zu bezahlbarem Wohnraum zus&auml;tzlich einschr&auml;nke. Besonders stark werden in Zukunft Haushalte ohne Wohneigentum betroffen sein, die ab 2030 in Rente gehen, da bei ihnen mit einer hohen Rate an Altersarmut zu rechnen sei. &raquo;Die Mietpreisentwicklung vertieft die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft&laquo;, fasste Bauer zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342352.mietpreisexplosion-armutsrisiko-mietwohnung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freiwillige vor?<\/strong><br>\nDie Politik verpflichtet Unternehmen immer seltener, bestimmte Dinge zu tun. Neuestes Beispiel ist Ministerin Kl&ouml;ckners Vorschlag f&uuml;r ges&uuml;nderes Industrieessen<br>\nZu hohe Anteile von Salz, Zucker und Fett machen modernes Industrieessen ungesund. Man muss kein Ern&auml;hrungsexperte sein, um das wissen zu k&ouml;nnen. Man m&uuml;sste jedoch eine Ern&auml;hrungsministerin sein, um daran etwas &auml;ndern zu k&ouml;nnen. Julia Kl&ouml;ckner (CDU) leitet dieses Ressort und hat neulich damit kokettiert, dass sie etwas dagegen machen m&ouml;chte, denn eine Reduzierung sei unbedingt notwendig. Daher ihr Vorschlag: Die Gen&uuml;sse aus dem Tiefk&uuml;hlfach, Pizza zum Beispiel, sollten in kleineren Portionen gefertigt werden. Wenn der Fladen um 40 Prozent kleiner ist, so die k&uuml;hne Rechnung, dann reduziert man damit auch die genannten Komponenten um 40 Prozent. Und schon leben alle zufriedener und ges&uuml;nder bis an ihr Lebensende. [&hellip;]<br>\nWie ernst es Kl&ouml;ckner nun ist, l&auml;sst sich ziemlich leicht eruieren. Ihr Einsatz gegen ungesunde Geschmackstr&auml;ger, ohnehin eine rein auf Gr&ouml;&szlig;enminimierung fokussierte Schnapsidee, soll noch nicht mal gesetzlich vereinbart werden. Sie m&ouml;chte die Lebensmittelkonzerne freiwillig ins Boot holen, sagte sie der Presse. [&hellip;]<br>\nPolitik, die sich darauf beschr&auml;nkt, mit dem Zuruf &raquo;Freiwillige vor!&laquo; einem gesellschaftlichen Gestaltungsauftrag nachzukommen, gestaltet nur die eigene Ersetzbarkeit und degradiert sich zu einer Public-Relations-Agentur von Wirtschaftsunternehmen. Kl&ouml;ckners Vorschlag ist gerade deshalb besonders l&auml;cherlich, weil er als Bem&auml;ntelung ihrer eigenen ministeriellen Zahnlosigkeit dient. Eine Politik ohne Gesetzgebung ist wie Formpressschinken: Sieht beinahe wie echt aus, ist aber nichts als Betrug am Kunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1104212.julia-kloeckner-freiwillige-vor.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das war&rsquo;s f&uuml;r 2018<\/strong><br>\nBei angemessener Besetzung der Schichten in den Krankenh&auml;usern w&auml;re ab heute kein Personal mehr da. Besch&auml;ftigte &raquo;feiern Neujahr&laquo;<br>\nIn den Krankenh&auml;usern wurde Silvester vorverlegt: Schon in der Nacht zum Dienstag wollten Pflegekr&auml;fte vielerorts den Jahreswechsel begehen &ndash; allerdings mit Selters statt Sekt, denn zu feiern gibt es nichts. F&uuml;r 2018 w&auml;re das vorhandene Personal bereits am 22. Oktober aufgebraucht, wenn die Schichten so besetzt w&uuml;rden, wie es f&uuml;r eine sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten notwendig w&auml;re. Das hat die Gewerkschaft Verdi auf Grundlage einer Befragung errechnet, an der sich bundesweit rund 600 Stationsteams beteiligten.<br>\n&raquo;Zwischen dem 23. Oktober und dem 31. Dezember bricht die Versorgung in den Krankenh&auml;usern nur deshalb nicht zusammen, weil Pflegekr&auml;fte regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber ihre Grenzen gehen, um Patienten und ihr Team nicht im Stich zu lassen&laquo;, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia B&uuml;hler am Montag in einer Mitteilung. &raquo;Das ist ein Skandal, auf den die Besch&auml;ftigten an diesem Tag bundesweit hinweisen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342122.mangel-im-gesundheitswesen-das-war-s-f%C3%BCr-2018.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Migrationsabkommen als letzter Sargnagel f&uuml;r die linken Parteien<\/strong><br>\nIm Dezember wollen die Bundesregierung und die meisten &uuml;brigen UN-Mitgliedsl&auml;nder in Marokko ein Globales Abkommen zur F&ouml;rderung der Arbeitsmigration unterzeichnen. Es ist die Frucht langer intensiver Lobbyarbeit der gro&szlig;en internationalen Konzerne. Am 8. November debattiert der Bundestag dar&uuml;ber &ndash; auf Antrag der AfD. Die linken und ehemals linken Parteien machen die Augen zu und &uuml;berlassen der AfD die Rolle des Verteidigers der Interessen der Arbeiter und kleinen Angestellten, mit denen Arbeitsmigranten in Konkurrenz gesetzt werden. Die Im-Stich-Gelassenen werden sich das merken.<br>\nDer Ort f&uuml;r die Zeremonie, Marokko, ist passender Weise derzeit das Haupttor, durch das afrikanische Migranten (via Spanien) die EU erreichen. Die letzten Meter des Abkommens bis zum finalen Entwurf hat die Bundesregierung zusammen mit Marokko als gemeinsame Vorsitzende des &ldquo;Globalen Forums f&uuml;r Migration und Entwicklung&rdquo; der UN mit betreut. Das Abkommen soll grenz&uuml;berschreitende Arbeitsmigration erleichtern und die Bedingungen daf&uuml;r verbessern. Die Koalitionsregierung aus Union und SPD hat den Pakt nach eigener Darstellung im Bericht &uuml;ber ihre UN-Aktivit&auml;ten &bdquo;politisch, inhaltlich, personell und finanziell vorangetrieben&ldquo; und &bdquo;durch Textvorschl&auml;ge aktiv gestaltet&ldquo;. Das Abkommen sei zwar als &bdquo;politisch verpflichtend&ldquo;, aber &bdquo;rechtlich nicht bindend&ldquo; konzipiert. Eine Zustimmung des Bundestags ist daher nicht n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1049-migrationsabkommen-sargnagel\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Ausbeutung von Billiglohnarbeitern: Verloren in Europa<\/strong><br>\nAls Bulgariens Wirtschaft abst&uuml;rzt, zieht Stanimir Panow nach Hamburg-Wilhelmsburg. Er hofft auf ein besseres Leben, doch er landet auf dem sogenannten Arbeiterstrich &ndash; in einem System der Ausbeutung, von dem deutsche Verbraucher massiv profitieren. [&hellip;]<br>\nPanow kann Rigipsplatten und Dachschindeln anbringen, W&auml;nde fliesen, Mauern hochziehen, er sagt, er mache eigentlich alles. Er ist jetzt 64 Jahre alt. Seine Schultern sind noch breit, seine Oberarme noch kr&auml;ftig, aber auf seinem Kopf fehlen schon die meisten Haare, in seinem Mund fehlen die ersten Z&auml;hne, und in seiner Prostata wurde k&uuml;rzlich ein b&ouml;sartiger Tumor entdeckt.<br>\nPanow hat keine R&uuml;cklagen. Er f&uuml;rchtet die Zeit, in der er zu schwach zum Arbeiten sein wird. In der das Warten auf den Tod beginnt. [&hellip;]<br>\nEr landete auf dem sogenannten Arbeiterstrich, in einem System aus Scheinselbstst&auml;ndigkeit, halblegalen Mietverh&auml;ltnissen und Dumpingl&ouml;hnen. In einer Welt ohne Sicherheit und Sozialleistungen. In Strukturen, die sich in Deutschland und in anderen EU-L&auml;ndern immer mehr verfestigen. Strukturen, die ausgerechnet eine zentrale Errungenschaft der Europ&auml;ischen Union erst m&ouml;glich macht: das Grundrecht eines jeden EU-B&uuml;rgers in jedem EU-Staat zu arbeiten.<br>\nDie sogenannte Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit hat viele Vorteile. Sie er&ouml;ffnet EU-B&uuml;rgern neue Jobchancen, belebt die Arbeitsm&auml;rkte, vergr&ouml;&szlig;ert die Fluktuation von Fachkr&auml;ften und tr&auml;gt zum Wirtschaftswachstum bei. Doch sie beg&uuml;nstigt auch einen Schattensektor, in dem in Deutschland wohl Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Menschen arbeiten und gegen den die Beh&ouml;rden nur halbherzig vorgehen.<br>\nWir wollten dieses System der Ausbeutung genau verstehen. Warum landen Menschen wie Panow auf dem Arbeiterstrich? Warum kommen sie dort nicht wieder weg? Warum wird illegale Lohnarbeit nicht konsequenter bek&auml;mpft?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsmigration-wie-bulgaren-in-hamburg-ausgebeutet-werden-a-1232762.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was ist eine EU wert, die diese Arbeitnehmer nicht vor Ausbeutung und illegalen Arbeitsverh&auml;ltnissen sch&uuml;tzt, die Millionen keine Perspektive bietet &ndash; die, genau genommen, solche Lebensverh&auml;ltnisse guthei&szlig;t und f&ouml;rdert? Und wenn weder die EU noch der deutsche Staat solche Arbeitnehmerschicksale regulieren und in Ordnung bringen (wollen), wie kann man dann noch mehr Arbeitszuwanderung fordern?<\/em><\/p>\n<p><strong>Und: Die Entsenderichtlinie vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof<\/strong><br>\nNeuigkeiten von der Entsenderichtlinie: Auf die politische folgt eine rechtliche Kl&auml;rung. Polen und Ungarn haben Klagen beim Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) eingereicht.<br>\nMakroskop-Leser erinnern sich (oder lesen es hier noch einmal nach): Ende Mai stimmte das Europ&auml;ische Parlament (EP) einem zwischen Ministerrat und EP ausgehandelten Kompromiss f&uuml;r eine Reform der Entsenderichtlinie (96\/71\/EG) zu. F&uuml;r eine solche Reform hatten die Gewerkschaften lange gek&auml;mpft. Denn der Gegenstand der Reform ist f&uuml;r die Gewerkschaften von elementarer Bedeutung. Es geht um nicht weniger als um das Territorialit&auml;tsprinzip des Arbeitsrechts (ein Land, ein Arbeitsrecht). K&ouml;nnen sich Arbeitgeber aussuchen, ob sie im Inland das inl&auml;ndische oder ein ausl&auml;ndisches Arbeitsrecht anwenden wollen, wird jeder Kampf um eine gute Ausgestaltung des inl&auml;ndischen Arbeitsrechts sinnlos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/10\/die-entsenderichtlinie-vor-dem-europaeischen-gerichtshof\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Autorit&auml;re Versuchungen<\/strong><br>\n&bdquo;Deutsche Zust&auml;nde&ldquo; &ndash; so hie&szlig; die zehnb&auml;ndige Dauerbeobachtung der Gesellschaft durch eine Gruppe Wissenschaftler unter dem Soziologen Wilhelm Heitmeyer. Darin wurden Auspr&auml;gungen von Abwertung, Diskriminierung und Ausgrenzung abgebildet. Heitmeyer legt nun nach und zeichnet ein d&uuml;steres Bild.<br>\nZum Aufstieg der Gauland-Partei kam es aus der Perspektive des Soziologen nach einer langen Serie von Ver&auml;nderungen, die viele als Kontrollverlust erleben. Dazu z&auml;hlen die Globalisierung und Hartz IV ebenso wie der islamistische Terror und die Fl&uuml;chtlingswanderung. Das Ausd&uuml;nnen sozialer Netze und ein Mangel an gesellschaftlicher Anerkennung f&uuml;r Zur&uuml;ckleibende, das habe seit den neunziger Jahren Millionen in wutgetr&auml;nkte Apathie getrieben. Europaweit.<br>\n&bdquo;Autorit&auml;re Versuchungen sind vor diesem Hintergrund vor allem als Reaktionen auf individuellen oder gesellschaftlichen Kontrollverlust zu interpretieren. Sie erzeugen eine Nachfrage nach politischen Angeboten, die darauf abzielen, die Kontrolle wiederherzustellen &ndash; und zwar durch Aus&uuml;bung von Macht und Herrschaft sowie &uuml;ber Ausgrenzung und Diskriminierung.&ldquo;<br>\nMotor dieser Entwicklung war aus Sicht des versierten Langzeitbeobachters deutscher Zust&auml;nde vor allem der, wie er ihn nennt &bdquo;autorit&auml;re Kapitalismus&ldquo;. Der sei ab den neunziger Jahren in unserer Gesellschaft zur brutalen Landnahme &uuml;bergegangen, &auml;hnlich wie in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern und den USA. Heitmeyer hat dies bereits 2001 in einem Text beschrieben und damals einen starken Rechtspopulismus als Folge vorhergesagt.<br>\nImmer mehr Menschen erlebten seitdem, dass sie weniger Kontrolle &uuml;ber ihr individuelles Leben haben, immer &ouml;fter wurde Anpassung verlangt und zugleich das Gef&uuml;hl verst&auml;rkt, die Demokratie lasse einen im Stich. Heitmeyer nennt die vergangenen drei&szlig;ig Jahre &bdquo;entsicherte Jahrzehnte&ldquo; und konstatiert, dass die politischen und gesellschaftlichen Eliten diese Entwicklung stets bagatellisiert h&auml;tten. Die Radikalisierung rechtspopulistischer Einstellungen sei dann seit der Finanzkrise 2008 sichtbar geworden, lange vor den Pegida-Demonstrationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wilhelm-heitmeyer-autoritaere-versuchungen.1310.de.html?dram:article_id=430995\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Es geht nicht um die Nation<\/strong><br>\nInterview Sahra Wagenknecht im Gespr&auml;ch mit Jakob Augstein &uuml;ber &bdquo;Aufstehen&ldquo;, &bdquo;Unteilbar&ldquo; und die W&auml;hler der AfD.<br>\nJakob Augstein: Frau Wagenknecht, in Berlin haben sich j&uuml;ngst weit mehr als 100.000 Menschen unter dem Zeichen #Unteilbar zu einer Demonstration gegen Rassismus und f&uuml;r eine zivile Gesellschaft zusammengefunden. Ihre Sammlungsbewegung war &ndash; jedenfalls offiziell &ndash; nicht dabei. Warum nicht?<br>\nSahra Wagenknecht: Es gab auf der Demo auch einen Block von Aufstehen, und entgegen anderslautenden Presseberichten habe ich mich nicht von der Kundgebung distanziert. Vielmehr hatte ich bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass ich mich freue, wenn viele Menschen gegen Rassismus und rechte Hetze auf die Stra&szlig;e gehen. Was denn sonst? Ich habe allerdings dazugesagt, dass ich den Aufruf zu Unteilbar extrem schwach finde: Es gibt darin keine einzige konkrete soziale Forderung, politische Verantwortlichkeiten f&uuml;r den Rechtstrend und f&uuml;r Flucht und Migration werden konsequent ausgeklammert. Der Text zielt auf ein bestimmtes Milieu, w&auml;hrend diejenigen, die eher globalisierungskritisch und zuwanderungsskeptisch sind, nicht angesprochen werden. Aber genau die muss man erreichen, will man den Rechtstrend wirklich stoppen.<br>\nAber wenn es um Solidarit&auml;t mit den Schw&auml;chsten geht &ndash; mit den Migranten &ndash;, m&uuml;ssen dann nicht alle Meinungsverschiedenheiten hintanstehen?<br>\nSelbstverst&auml;ndlich brauchen wir mehr Solidarit&auml;t in unserer Gesellschaft. Die Unterst&uuml;tzung von Fl&uuml;chtlingen und ihre Verteidigung gegen rechte Hetzer ist dabei ein wichtiger Punkt. Aber wer eine solidarische und tolerante Gesellschaft fordert und sich nicht zugleich gegen versch&auml;rfte Ausbeutung und eine zunehmende Verrohung unserer &ouml;konomischen Beziehungen wendet, ist unehrlich. Wenn die Leidtragenden der neoliberalen Globalisierung hier bei uns das Gef&uuml;hl bekommen, dass die gesellschaftliche Linke sich f&uuml;r ihr Schicksal nicht mehr interessiert, treiben wir sie der Rechten in die Arme. [&hellip;]<br>\nSie sind aber noch einer anderen Kritik begegnet: Man wirft Ihnen vor, einen Gegensatz zwischen den Interessen der Arbeiterklasse, den prek&auml;r Besch&auml;ftigten, den Verlierern der Globalisierung auf der einen und einer modernen, urbanen, progressiven Linken auf der anderen Seite aufzubauen.<br>\nDiesen Gegensatz gibt es bei n&auml;herer Betrachtung nicht: den &bdquo;Neuen Sozialen Bewegungen&ldquo; schadet es am meisten, wenn sie ein B&uuml;ndnis mit dem Neoliberalismus eingehen. Homosexuelle leiden ebenso wie Heteros unter Hartz IV und schlechten L&ouml;hnen. Menschen mit Migrationshintergrund sind ohnehin &uuml;berproportional von Armut betroffen. Wer f&uuml;r Antidiskriminierung, Antirassismus und Feminismus k&auml;mpft, kann die soziale Frage nicht ausklammern. Oder der ganze Kampf wird hohl und diskreditiert sich in den Augen der &Auml;rmeren. Deshalb ist der identit&auml;tspolitische Ansatz f&uuml;r die Linke eine gef&auml;hrliche Sackgasse. Wir wollen zusammenf&uuml;hren, nicht spalten. Darum m&uuml;ssen wir auf die Globalisierungsverlierer zugehen, die &Auml;rmeren, die Frustrierten, die sich aus gutem Grund im Stich gelassen f&uuml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/es-geht-nicht-um-die-nation\">Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Sahra Wagenknecht im Interview mit der MOZ &ndash; &bdquo;Parteien ver&auml;ndern &ndash; vor allem die SPD&ldquo;<\/strong><br>\nKaum jemand polarisiert so wie sie. Schon fr&uuml;her schieden sich die Geister in der PDS und sp&auml;ter in der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo;, wenn es um sie geht. Nun hat sie eine Sammlungsbewegung ins Leben gerufen, die so umstritten ist, wie die Fraktionschefin selbst. Andr&eacute; Bochow hat mit Sahra Wagenknecht gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.moz.de\/artikel-ansicht\/dg\/0\/1\/1687307\/\">MOZ.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieses Interview ist etwas grunds&auml;tzlicher angelegt. Auch deshalb weisen wir darauf hin.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne bei der Landtagswahl in Hessen: Punkt f&uuml;r Punkt ganz nach vorn<\/strong><br>\nRot&ndash;Rot&ndash;Gr&uuml;n ist m&ouml;glich<br>\nEs gibt eine Reihe solcher Punkte, die die hessischen Gr&uuml;nen in den letzten f&uuml;nf Jahren bei ihrem Koalitionspartner CDU nicht haben durchsetzen k&ouml;nnen. Etwa eine gesetzliche Regelung, nach der St&auml;dte mit angespannter Wohnungssituation die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen verhindern k&ouml;nnen. Auch da verspricht die Partei f&uuml;r die n&auml;chste Legislaturperiode eine neue gesetzliche Regelung.<br>\nGut m&ouml;glich, dass die Hessen-Gr&uuml;nen nach der Landtagswahl am 28. Oktober ihre Themen tats&auml;chlich durchsetzen k&ouml;nnen. Der aktuelle Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir k&ouml;nnte neuer Ministerpr&auml;sident werden. In Umfragen liegt seine Partei bei 21 Prozent, genauso wie die SPD.<br>\nMinisterpr&auml;sident Volker Bouffiers CDU liegt mit aktuell 26 Prozent zw&ouml;lf Prozentpunkte unter dem Ergebnis von 2013. Rechnerisch m&ouml;glich w&auml;ren demnach Dreierb&uuml;ndnisse aus Gr&uuml;nen, SPD und Linken oder auch aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP. Eine Mehrheit f&uuml;r die amtierende schwarz-gr&uuml;ne Regierung ist in den Umfragen ungewiss.<br>\nDie Bilanz ist gemischt<br>\nIm Regierungsb&uuml;ndnis mit der CDU mussten die gr&uuml;nen Koalition&auml;re einige Kr&ouml;ten schlucken. Am Frankfurter Flughafen wird das dritte Terminal gebaut, im Wahlkampf 2013 hatten die Gr&uuml;nen noch dagegen plakatiert. Die von Al-Wazir ausgehandelte freiwillige &bdquo;L&auml;rmobergrenze&ldquo; sichert allenfalls den Status quo. Die Luftverkehrswirtschaft hat sich vorbehalten, sie aufzuk&uuml;ndigen, wenn sie zus&auml;tzliche Kapazit&auml;ten, sprich mehr Starts und Landungen braucht.<br>\nIm B&uuml;ndnis mit der CDU mussten die Gr&uuml;nen einige Kr&ouml;ten schlucken<br>\nAls Verkehrsminister darf Al-Wazir jetzt Autobahnabschnitte er&ouml;ffnen, gegen die Gr&uuml;ne und Umweltsch&uuml;tzer jahrzehntelang gestritten hatten. &bdquo;Damit die Diesel-Fahrer nicht die Dummen sind&ldquo;, klagt die schwarz-gr&uuml;ne Landesregierung sogar gegen das Diesel-Fahrverbot in Frankfurt.<br>\nDie Gr&uuml;nen haben aber auch einiges erreicht: &Uuml;berall im Land drehen sich mehr Windr&auml;der &ndash; mit der Angst vor &bdquo;Windkraftmonstern&ldquo; hatte die hessische CDU zuvor Wahlk&auml;mpfe bestritten. Gegen starke Widerst&auml;nde wurde der Staatsforst auf eine schonende Bewirtschaftung umgestellt.<br>\n(&hellip;) Der Welt sagte Tarek Al-Wazir, erst nach Ausz&auml;hlung aller Stimmen werde sich zeigen, &bdquo;was rechnerisch geht und &ndash; noch wichtiger &ndash; was mit wem inhaltlich geht&ldquo;. Sein Regierungschef Bouffier und Bundeskanzlerin Angela Merkel warnten schon mal vorsorglich vor einer m&ouml;glichen linken Mehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5541085\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sicher haben die Gr&uuml;nen hier und da Akzente gesetzt &ndash; aber der &ndash; vor vielen Jahren von den Gr&uuml;nen bek&auml;mpfte &ndash; Flughafen Frankfurt und der Autoverkehr sind sogar gewachsen, die Wohnungsnot auch, und die Gr&uuml;nen haben dem harten hessischen Polizeigesetz zugestimmt (die taz berichtete) &ldquo;Sogar&rdquo;, h&auml;tte man fr&uuml;her erg&auml;nzt, &ldquo;logisch&rdquo;, mu&szlig; man heute sagen: eine ganz und gar angepa&szlig;te neoliberal-konservative Partei, f&uuml;r die die taz hier Werbung macht. Die Gr&uuml;nen werden &ldquo;Punkt f&uuml;r Punkt immer schw&auml;rzer&rdquo;, mu&szlig; man leider sagen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46730\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-46730","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46730"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46730\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46733,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46730\/revisions\/46733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}