{"id":46739,"date":"2018-10-27T11:45:41","date_gmt":"2018-10-27T09:45:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46739"},"modified":"2018-12-30T14:07:38","modified_gmt":"2018-12-30T13:07:38","slug":"haddad-vs-bolsonaro-brasiliens-dramatische-stichwahl-zwischen-demokratie-und-autoritaerem-unrechtsstaat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46739","title":{"rendered":"Haddad vs. Bolsonaro \u2013 Brasiliens dramatische Stichwahl zwischen Demokratie und autorit\u00e4rem Unrechtsstaat"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/181027-Haddad-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Am vergangenen 21. Oktober schienen die Millionenst&auml;dte Rio de Janeiro und S&atilde;o Paulo in Dystopien aus dem Reich der Literatur und des Science-Fiction-Kinos verwandelt. Zigtausende in Gelbgr&uuml;n gekleidete Menschen lauschten kurzen, von langen Pausen unterbrochenen und aus der Ferne auf Leinw&auml;nde unter offenem Himmel projizierten S&auml;tzen eines Mannes, der aus einem Hausgarten seine Drohungen in ein Handy bellte. Ein Bericht von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nJa, er sprach nicht wie ein normaler Mensch, sein K&ouml;rper schwankte hin und her, er <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uRj1EtZLcHU\">schlug einen kl&auml;ffenden Ton an<\/a>. &bdquo;Lasst uns die roten Kriminellen von der Landkarte Brasiliens fegen!&rdquo;. &bdquo;Dieses Gesockse, will es weiter hierbleiben, wird es sich dem Gesetz von uns allen unterordnen m&uuml;ssen! Entweder sie verlassen das Land oder sie landen im Gef&auml;ngnis!&rdquo;, lautete seine Drohung. Entlang S&atilde;o Paulos Nobelallee Paulista standen parkende Autos, die die Rede per Lautsprecher verst&auml;rkten. Vor der Leinwand geriet die Menge in Ekstase, erhob die Arme und jubelte dem &ldquo;Big Brother&rdquo; mit der Anbetung zu: &bdquo;Der Mythos &ndash; unser Mythos!&rdquo;.<\/p><p>Die Szene schien eine verbl&uuml;ffende Laien-Neuinszenierung jener &bdquo;Two Minutes Hate&ldquo;- (&bdquo;Zwei-Minuten-Hass&rdquo;)-Passage in George Orwells Polit-Klassiker &bdquo;1984&rdquo; und seiner genialen Filmfassung Michael Radfords, mit John Hurt und Richard Burton in den Hauptrollen. In jenem t&auml;glichen Ritual mussten die Anh&auml;nger des Faschistenf&uuml;hrers Ozeaniens sich einen Film &uuml;ber die Feinde der Partei ansehen und sich dabei zwei Minuten lang ihren tiefen Hass aus der verfinsterten Seele br&uuml;llen. Das schaffte der Zeremonienmeister mit dem Handy, der nicht Emmanuel Goldstein wie in Buch und Film, sondern Jair Bolsonaro hei&szlig;t.<\/p><p>Wenige Tage vor der Stichwahl, aus der am 28. Oktober der brasilianische Pr&auml;sident f&uuml;r die kommenden vier Jahre hervorgehen wird, steht das gr&ouml;&szlig;te Land Lateinamerikas unter Strom und versetzt auch einen Gro&szlig;teil der Welt in Spannung. Wie bekannt f&uuml;hrt bisher der Ex-Hauptmann des Heeres als Favorit die Umfragen an, weshalb selbst die Mehrheit der konservativen internationalen Leitmedien, die vor drei Jahren noch f&uuml;r eine illegale Amtsenthebung von Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff Stimmung machten, Warnungen vor einem autorit&auml;ren, gewaltt&auml;tigen und umweltfeindlichen Regime aussenden.<\/p><p>Die Justizermittlungen gegen die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46627\">schmutzige Wahlkampagne Bolsonaros<\/a> und seine ungeheuerlichen Drohungen, als Wahlsieger und k&uuml;nftiger Staatschef die Kriminalisierung und erbarmungslose Verfolgung der linken Opposition einzuleiten, haben mittlerweile auch in Brasilien einen Gro&szlig;teil konservativer Meinungsbildner umgestimmt, darunter vor allem Journalisten und Politiker, jedoch auch eine beachtliche Anzahl einflussreicher Vertreter der evangelikalen Kirchenszene, die geschlossen hinter dem faschistischen Pr&auml;sidentschaftsbewerber zu stehen schienen, doch nach geschickter Abwerbungstaktik vom Rivalen der Arbeiterpartei (PT), Fernando Haddad, von ihm abr&uuml;ckten.<\/p><p>Bolsonaros arrogante Weigerung &ndash; seine Kritiker sagen, es sei Angst &ndash; sich Fernsehdebatten mit Haddad zu stellen, k&ouml;nnte ihm zum Verh&auml;ngnis werden; selbst wenn der angebliche Hauptgrund seiner Debatten-Abwesenheit der ihn seit der Messerattacke begleitende, unwohl riechende Kolostomiebeutel ist.<\/p><p>Genauer betrachtet scheint Brasilien nicht in zwei hoffnungslos unvers&ouml;hnliche politisch-ideologische Lager, sondern vom weltweiten <em>Zeitgeist<\/em> gespalten: auf der einen Seite die Kr&auml;fte der demokratischen Toleranz, des sozialen Wohlstands und der Friedfertigkeit; auf der anderen der Block religi&ouml;ser Vorbeter des neoliberalen Mantras vom schlanken Staat und der skrupellosen Vorherrschaft des Marktes, gefolgt von indoktriniertem, ideologisiertem und brutalisiertem Fu&szlig;volk. Doch im brasilianischen Fall mit einem entscheidenden Unterschied: Hinter den Kulissen ziehen gewaltbereite Milit&auml;rs und eine in skandal&ouml;sem Ausma&szlig; rechtsradikal unterwanderte Justiz die F&auml;den; beide aufs Engste mit den USA liiert.<\/p><p><strong>Gelingt die &ldquo;Virada&rdquo;?<\/strong><\/p><p>In den letzten 72 Stunden vor dem nervenaufreibenden Urnengang von rund 147 Millionen stimmberechtigter Brasilianer ist allerdings im demokratischen Lager die Rede von der &ldquo;Virada&rdquo;, einer &ldquo;Wende&rdquo; in den Umfragen. Nach <a href=\"https:\/\/g1.globo.com\/politica\/eleicoes\/2018\/noticia\/2018\/10\/25\/datafolha-para-presidente-votos-validos-bolsonaro-56-haddad-44.ghtml\">j&uuml;ngsten Erhebungen des Datafolha-Instituts<\/a> brach Bolsonaros F&uuml;hrung von 59 Prozent auf 56 Prozent ein und stieg umgekehrt Fernando Haddads Stimmenpotenzial von 41 Prozent auf 44 Prozent. Bolsonaro b&uuml;&szlig;te also insgesamt 6 Prozent ein. In der ebenfalls am 25. Oktober ver&ouml;ffentlichten <a href=\"https:\/\/jornalggn.com.br\/noticia\/haddad-tem-39-contra-44-de-bolsonaro-em-nova-pesquisa-cut-voxpopuli\">Erhebung des Konkurrenzinstituts Vox Populi<\/a> im Auftrag des gewerkschaftlichen Dachverbandes CUT l&auml;ge Haddad nur noch 5 Prozent hinter dem Milit&auml;r, was im Lager der Arbeiterpartei und ihrer Verb&uuml;ndeten wohl etwas &uuml;berst&uuml;rzt als &bdquo;technisches Patt&rdquo; ausgelegt wird. Am 24. Oktober zelebrierten immerhin 70.000 Haddad-W&auml;hler in Rio de Janeiro den Umschwung.<\/p><p>Wahlexperten sch&auml;tzen jedenfalls, dass 15 Prozent der W&auml;hler nach wie vor unentschlossen sind und dass insgesamt 25 Prozent sich erst auf dem letzten Dr&uuml;cker, n&auml;mlich zwischen Donnerstag und Samstag, f&uuml;r einen der beiden Kandidaten entscheiden werden. So richtet die PT ihr besonderes Augenmerk auf das gewaltige Potenzial jener 29 Millionen, die im ersten Wahlgang zu Hause blieben. &bdquo;Wir d&uuml;rfen uns keine einzige Minute Pause erlauben! Jetzt hei&szlig;t es, &Auml;rmel hochkrempeln und nix wie auf die Stra&szlig;en!&rdquo;, ermutigte und ermahnte zugleich Pedro St&eacute;dile, legend&auml;rer Sprecher der Bewegung der Landlosen (MST), Lula- und Haddad-Verb&uuml;ndeter, seine Landsleute <a href=\"https:\/\/twitter.com\/stedile_mst\/status\/1055526656461307909\">per Twitter<\/a>.<\/p><p>Die Reaktion der Bolsonaro-Wahlleitung lie&szlig; nicht lange auf sich warten. Ein Reserve-General und potenzieller Verteidigungsminister in einer virtuellen Regierung des Faschisten lud nach wenigen Stunden <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JTkwq28qAv4\">ein Video<\/a> ins Netz, in dem er h&auml;mische Kritik an Datafolha &uuml;bte und die rechtsradikale Szene dazu aufrief, die neuesten Umfragen zu ignorieren. Sie seien nichts anderes als eine &bdquo;weitere Farce der Arbeiterpartei, die im &Uuml;brigen &hellip;&rdquo; &ndash; und bei dem Satz durfte man Heleno ohne schlechtes Gewissen das Wort abschneiden. Denn der ebenfalls rechtsradikale hohe Offizier betete zum zigsten Male die Litanei haarstr&auml;ubender und verlogener Behauptungen herunter &ndash; wie zum Beispiel, die PT habe &bdquo;das Land ruiniert&rdquo;, die seit Jahren das Grundmuster des <em>Anti-Petismo<\/em> bildet, also des fast missionarisch anmutenden Kreuzzugs gegen Altpr&auml;sident Lula und die gr&ouml;&szlig;te Volkspartei Brasiliens aller Zeiten, und vor allem ihren Ursprung in den Kasernen hat.<\/p><p><strong>Des Saubermanns Bolsonaro und seiner Verb&uuml;ndeten schmutzige Weste<\/strong><\/p><p>Jair Bolsonaro wird in der Tat von verlogenen Mythen umrankt, ist genau genommen jedoch ein Bluff. Seit 28 Jahren mit der Wanderung durch 9 unterschiedliche Parteizugeh&ouml;rigkeiten als Abgeordneter in Bras&iacute;lia aktiv, ist seine legislative Leistung gleich Null. Der wortradikale, doch des gepflegten Portugiesischen kaum m&auml;chtige Ex-Heereshauptmann war stets immer Mitglied des &bdquo;niederen Klerus&rdquo;, wie eine Abgeordnetengruppe mit wenig Eigenlicht bekannt ist. Allerdings f&uuml;hrt Bolsonaro die Statistik parlamentarischer Strafverfahren mit vielfachen Anklagen an, darunter wegen zahlloser Verleumdungen und angedrohter Vergewaltigung.<\/p><p>Einer der von ihm selbst angedichteten Mythen ist seine angebliche Unbestechlichkeit, die ihn an der Seite des von der rechtsradikalen Szene ebenfalls angebeteten Richters Sergio Moro als Vorreiter &ldquo;gegen die Korruption&rdquo; ausweise und legitimiere. Doch schon 2015 wackelte das Image, als sein Name in der <a href=\"https:\/\/www.diariodocentrodomundo.com.br\/o-que-jair-bolsonaro-esta-fazendo-na-lista-de-furnas-por-kiko-nogueira\/\">ber&uuml;chtigten Liste des privatisierten Energieversorgungsunternehmens Furnas<\/a> auftauchte, das im Jahr 2000 illegale Wahlspenden an 156 Kandidaten leistete, darunter an den seit Ende 2016 wegen schwerer Korruption inhaftierten Ex-Pr&auml;sidenten der Abgeordnetenkammer und Busenfreund Bolsonaros, Eduardo Cunha. Wie die Liste attestierte (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/181027-Haddad-02.pdf\">siehe Fotokopie Furnas<\/a>), erhielt der Milit&auml;r 50.000 Reais, etwa den gleichen Wert in Euro nach damaligem Umrechnungskurs (O que Jair Bolsonaro est&aacute; fazendo na Lista de Furnas&rdquo; &ndash; Diaro do Centro do Mundo, 17. Dezember 2017).<\/p><p>Drei Jahre sp&auml;ter hatten brasilianische Medien Zugang zu einer beachtlichen Liste von 13 Immobilien &ndash; zumeist in Rio de Janeiros gehobenen Wohnvierteln Copacabana, Barra da Tijuca und Urca gelegen &ndash; zum umgerechneten Marktpreis von mindestens 3,5 Millionen Euro, die der Pr&auml;sidentschaftskandidat und seine drei S&ouml;hne Fl&aacute;vio, Carlos und Eduardo &ndash; allesamt in politischen &Auml;mtern &ndash; in den vergangenen Jahren angeblich mit ihren Parlamentarierdi&auml;ten erworben haben wollen. Die Tageszeitung erhob Verdacht auf Geldw&auml;sche, die Ermittlungen wurden niemals von der Justiz ernstgenommen.<\/p><p>Als Skandal ersten Ranges platzte obendrein im Januar 2018 die Parasitierung des Staates durch die Familie Bolsonaro. Wie die Tageszeitung <em>Folha de S. Paulo<\/em> <a href=\"https:\/\/www1.folha.uol.com.br\/poder\/2018\/01\/1948729-com-imovel-proprio-bolsonaro-ganha-auxilio-moradia-da-camara.shtml\">ermittelte<\/a>, haben sich Jair Bolsonaro und sein Sohn Eduardo seit Ende der 1990-er Jahre eine zwar legale, jedoch ausschlie&szlig;lich f&uuml;r in der Hauptstadt wohnungslose Abgeordnete vom Parlament zugedachte Zahlung einer &ldquo;Mietzulage&rdquo; in monatlicher H&ouml;he von 6.167 Reais (umgerechnet 1.540 Euro) in die Tasche gesteckt. Bis Ende 2017 summierte sich die Zulagen-Aneignung auf 730.000 Reais, immerhin die stolze Summe von umgerechnet 182.500 Euro, die dem Gegenwert von 765 Arbeiter-Mindestl&ouml;hnen unter der Regierung Temer entsprechen.<\/p><p>Was aber war nicht legal an der Einkassierung? Illegal war die Inanspruchnahme, denn l&auml;ngst hatten die Bolsonaros Ende der 1990-er Jahre in Bras&iacute;lia eine rund 70 Quadratmeter gro&szlig;e 2-Zimmer-Wohnung erworben, deren Besitz sie vom rechtlichen Anspruch auf die Mietzulage ausschloss. Auf die unsaubere Mittelaneignung angesprochen, redete sich der Pr&auml;sidentschaftskandidat wiederholt mit nicht nachweisbaren Behauptungen heraus und unterstellte der Bekanntmachung des Missstands &bdquo;Verleumdungsabsichten&rdquo; durch Medien und die Arbeiterpartei.<\/p><p>Der Mythos von der &bdquo;unbestechlichen Rechten&rdquo;, die seit Jahren mit dem Mund voller Anklagen gegen &bdquo;die Korruption der PT&rdquo; zu Felde zieht, wurde endg&uuml;ltig in zwei F&auml;llen &ndash; der erste im vergangenen August, der zweite Mitte Oktober &ndash; begraben. Im ersten Fall wurde Bolsonaros Vizekandidat, Reserve-General Hamilton Mour&atilde;o, der <a href=\"https:\/\/brasil.elpais.com\/brasil\/2018\/04\/27\/politica\/1524850092_104085.html\">Beg&uuml;nstigung des spanischen R&uuml;stungskonzerns Tecnobit<\/a> beim Ankauf des Fire-Support-Simulator-Waffensystems beschuldigt, auf dessen Kosten auch dieser Feldherr &bdquo;gegen die Korruption&rdquo; mehrfache, famili&auml;r begleitete Europareisen mit Aufenthalt in Luxushotels und Restaurants genoss.<\/p><p>Im Mittelpunkt des wohl beeindruckendsten, jedoch vom Wahlkomitee Bolsonaros <a href=\"https:\/\/veja.abril.com.br\/politica\/paulo-guedes-e-investigado-pela-procuradoria-sob-suspeita-de-fraude\/\">rasch versteckten Skandals<\/a> steht des Kandidaten vorgemerkter Finanzminister, der ehemals f&uuml;r die Pinochet-Diktatur in Chile als Professor t&auml;tige &ldquo;Chicago Boy&rdquo; und Bankier Paulo Guedes. Die Staatsanw&auml;lte ermitteln gegen Guedes wegen des Verdachts von schwerem Betrug im Gesch&auml;ft mit staatlichen Pensionsfonds. Demnach nahm der Banker im Verlauf von sechs Jahren umgerechnet mindestens 250 Millionen Euro der halbstaatlichen Fonds Previ (Banco do Brazil), Petros (Petrobras), FUNCEF (Cash), Postalis (Post) und BNDESPar (Staatliche Bank f&uuml;r wirtschaftliche und soziale Entwicklung) auf, die er jedoch nicht gewinnbringend anlegte, sondern, so die Hinweise, den L&ouml;wenanteil davon in sein eigenes Unternehmen HSM Educacional SA investierte. Die Staatsanwaltschaft untersucht, ob das Gesch&auml;ft ohne angemessene Analyse und mit &uuml;berzogenen Gewinnen jemals genehmigt wurde.<\/p><p>Die Ermittlungen laufen ohne bisherige Verurteilung weiter. Also l&auml;uft auch Guedes unbek&uuml;mmert durch die Gegend und k&uuml;ndigt f&uuml;r den Fall eines Wahlsiegs Bolsonaros die radikale Privatisierung s&auml;mtlicher Staatsunternehmen an, die mit ca. 150 Milliarden Dollar die Staatsverschuldung entlasten sollen. Doch die demokratische &Ouml;ffentlichkeit staunt. Bisher verschwendete Guedes kein Sterbenswort &uuml;ber die Hauptursachen der Verschuldung: die schwindelerregenden Zinszahlungen an Schuldtiteleigner, aber vor allem die skandal&ouml;se Steuerhinterziehung &ndash; allem voran die der gro&szlig;en Landbesitzer &ndash; die 2017 die obsz&ouml;ne Summe von 1,3 Billionen Reais (umgerechnet ca. 250 Milliarden Euro) erreichte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/181027-Haddad-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Am vergangenen 21. Oktober schienen die Millionenst&auml;dte Rio de Janeiro und S&atilde;o Paulo in Dystopien aus dem Reich der Literatur und des Science-Fiction-Kinos verwandelt. Zigtausende in Gelbgr&uuml;n gekleidete Menschen lauschten kurzen, von langen Pausen unterbrochenen und aus der Ferne auf Leinw&auml;nde unter offenem Himmel<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46739\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[122,20,127,125,190],"tags":[2454,1613,2463,708,2220,1347],"class_list":["post-46739","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-demoskopieumfragen","category-landerberichte","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-rechte-gefahr","category-wahlen","tag-bolsonaro-jair","tag-brasilien","tag-haddad-fernando","tag-nichtwaehler","tag-stichwahl","tag-wahlkampf"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46739"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46739\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48060,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46739\/revisions\/48060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}