{"id":46772,"date":"2018-10-29T08:29:27","date_gmt":"2018-10-29T07:29:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772"},"modified":"2018-10-29T09:24:13","modified_gmt":"2018-10-29T08:24:13","slug":"hinweise-des-tages-3235","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h01\">Hessenwahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h02\">Rechtsextremer Wahlsieger Bolsonaro will &ldquo;das Schicksal Brasiliens &auml;ndern&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h03\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h04\">Steuerbetrug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h05\">Dollar-Milliard&auml;re werden mehr und reicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h06\">Trotz Sanktionen: Gr&ouml;&szlig;te US-Pensionsfonds investieren in russische Verm&ouml;genswerte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h07\">Wie sich Selbstst&auml;ndige endlich die Krankenkasse leisten k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h08\">Wenn Entwicklungshilfe Armut f&ouml;rdert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h09\">Riester wirft Bild-Zeitung vor, allgemeine Zusatzrente verhindert zu haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h10\">Braunkohle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h11\">Politische Relativit&auml;tstheorie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h12\">Die offene Wunde NSU &ndash; Die offene Wunde BRD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h13\">Nach Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung: Bundesregierung will lieber keine Wei&szlig;helme mehr aufnehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h14\">Microsoft will Milit&auml;r und Geheimdienste beliefern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h15\">Facebook Censorship of Alternative Media &lsquo;Just the Beginning,&rsquo; Warns Top Neocon Insider<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h16\">Steuergeld nicht f&uuml;r Klientelpolitik missbrauchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h17\">Wie Deutschlands Schulsystem gerechter werden k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h18\">Deutschland will Erdogan-kritischen Journalisten ausweisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46772#h19\">Habeck und die BILD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hessenwahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Koalition in Berlin angez&auml;hlt<\/strong><br>\nDas n&auml;chste W&auml;hlervotum, das einen gro&szlig;en Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust anzeigt. Die schwarz-gr&uuml;ne Koalition in Wiesbaden zittert um die Mehrheit<br>\nDie meisten Stimmen gab es f&uuml;r die CDU. Bei der ARD-Hochrechnung um 23 Uhr 27 waren es 26,9 Prozent. Aber die Union steckte auch die gr&ouml;&szlig;te Schlappe ein: Sie verlor sagenhafte 11,4 Prozentpunkte gegen&uuml;ber der Landtagswahl 2013. Auch die andere Partei der Berliner Koalitionsregierung, die SPD, verlor massenhaft W&auml;hler. Sie kam laut der genannten Hochrechnung auf 20,1 Prozent und verlor damit 10,6 Prozentpunkte im Vergleich zur vorhergehenden Landtagswahl.<br>\nDie gro&szlig;en Stimmen-Gewinner sind, wie schon berichtet, die Gr&uuml;nen und die AfD. Die AfD erreichte ein Plus von 9,1 und die Gr&uuml;nen legten um 8,5 Prozent zu. Beim Gesamtanteil liegen die Gr&uuml;nen jedoch mit 19,6 Prozent mit gro&szlig;em Abstand vor der AfD, der um die angegebene Uhrzeit ein Anteil von 13,2 hochgerechnet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Hessenwahl-Koalition-in-Berlin-angezaehlt-4205599.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>LINKE holt ihr bisher st&auml;rkstes Ergebnis bei einer Hessen-Wahl<\/strong><br>\nEs dauert eine gute Stunde, bis sich LINKEN-Parteichefin Katja Kipping in den sozialen Netzwerken zum Ausgang der Landtagswahl in Hessen &auml;u&szlig;erte. &raquo;Wir ziehen gest&auml;rkt in den Landtag ein&laquo;, kommentierte Kipping die aktuellen Hochrechnungen, wonach die LINKE etwa sechs Prozent der W&auml;hlerstimmen erreicht.<br>\nDoch schon in diese erste Reaktion der Parteivorsitzenden mischt sich Nachdenklichkeit. &raquo;Wir m&uuml;ssen uns dennoch fragen, warum wir nicht mehr werden &amp; die SPD muss sich fragen, wie sie ihre babylonische Gefangenschaft in der Merkel-Regierung beenden will.&laquo; W&auml;hrend die Aussage zu den Sozialdemkoraten noch als typische &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber sie politische Konkurrenz zu verstehen ist, zwingt die Aussage zum Zustand der eigenen Partei zur Selbstkritik. [&hellip;]<br>\nZwar gelang der LINKEN im Vergleich zur Wahl vor f&uuml;nf Jahren der Einzug in den Wiesbadener Landtag dieses Mal ohne Zitterpartie. Damals &uuml;bersprangen die Genossen die F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde nur knapp mit 5,2 Prozent. Doch in den Umfragen vor der Wahl hatte die Linkspartei deutlich besser abgeschnitten. Fast durchweg lag die Partei in den letzten Monaten bei acht Prozent. Die Erwartungen d&uuml;rften insofern h&ouml;her gelegen haben, gleichwohl die Partei damit ihr bestes Ergebnis bei einer hessischen Landtagswahl holte. [&hellip;]\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/GroKo?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#GroKo<\/a> erleidet (wieder) Erdrutschverluste. Gr&uuml;ne Wahlgewinner halten schwarze Wahlverlierer an der Macht. Die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/LINKE?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#LINKE<\/a> zieht gest&auml;rkt in den Landtag ein. Herzlichen Dank an alle Wahlk&auml;mpferInnen und das tolle Spitzenteam! <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/hessenwahl2018?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#hessenwahl2018<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/LtwHe?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#LtwHe<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/ltwhe18?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#ltwhe18<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Bernd Riexinger (@b_riexinger) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/b_riexinger\/status\/1056608684393091073?ref_src=twsrc%5Etfw\">28. Oktober 2018<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1104536.linkspartei-linke-holt-ihr-bisher-staerkstes-ergebnis-bei-einer-hessen-wahl.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> In absoluten Zahlen hat die Linkspartei in Hessen im Vergleich zur Bundestagswahl im letzten Jahr 90.000 Stimmen &ndash; das ist ein ganzes Drittel &ndash; verloren. So langsam sollte sich der Parteivorstand doch mal die Frage stellen, warum die Linke nicht mehr als Alternative wahrgenommen wird. Ein Sch&ouml;nreden der Niederlage, wie es am gestrigen Abend vom Vorstand ja zur Gen&uuml;ge getan wurde, ist da eher kontraproduktiv.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne bei den j&uuml;ngsten W&auml;hlern st&auml;rkste Kraft, CDU und SPD abgeschlagen<\/strong><br>\nBei der Hessen-Wahl gab es deutliche Verschiebungen der Stimmenanteile &ndash; weg von CDU und SPD und hin zu Gr&uuml;nen und der AfD. Ein Blick auf die Demografie zeigt, welche Partei bei welcher Gruppe ihre St&auml;rken und Schw&auml;chen hatte.\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/181029-hdt-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/181029-hdt-02-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article182880982\/Landtagswahl-Hessen-2018-Wen-waehlen-die-Alten-wen-die-Jungen-wen-die-Klugen.html\">WELT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Vor allem die CDU hat auch ein demographisches Problem. Ihr sterben schlicht die W&auml;hler weg. Wenn man sich die Zahlen der Unter-60-J&auml;hrigen anschaut, kann man bereits erahnen, dass die Gr&uuml;nen &uuml;ber kurz oder lang zum zweiten gro&szlig;en Spieler im politischen System werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rechtsextremer Wahlsieger Bolsonaro will &ldquo;das Schicksal Brasiliens &auml;ndern&rdquo;<\/strong><br>\nNach seinem Sieg bei der Pr&auml;sidentenwahl in Brasilien hat der Rechtsextreme Jair Bolsonaro einen radikalen Politikwechsel angek&uuml;ndigt. &ldquo;Ich werde das Schicksal des Landes ver&auml;ndern&rdquo;, sagte der Ex-Milit&auml;r am Sonntag. &ldquo;Jetzt wird nicht weiter mit dem Sozialismus, dem Kommunismus, dem Populismus und dem Linksextremismus geflirtet.&rdquo; Allerdings zeigte sich der ultrarechte Ex-Milit&auml;r auch vers&ouml;hnlich. Er sprach von einem &ldquo;Brasilien der unterschiedlichen Meinungen, Farben und Orientierungen.&rdquo; In dem mit harten Bandagen gef&uuml;hrten Wahlkampf hatte Bolsonaro noch Minderheiten und Linke verunglimpft und von &ldquo;S&auml;uberungen&rdquo; schwadroniert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000090237309\/Wahlsieger-Bolsonaro-will-das-Schicksal-Brasiliens-aendern\">derStandard.at<\/a>\n<p><strong>dazu: Jair Bolsonaro is elected President of Brazil. Read his extremist, far-right positions in his own words<\/strong><br>\nJAIR BOLSONARO WAS elected president of Brazil on Sunday evening. The far-right candidate received more than 55 percent of valid votes. His opponent, Fernando Haddad of the Workers&rsquo; Party, received less than 45 percent. In a country with compulsory voting, almost 29 percent of adults preferred to annul or not cast their ballot.<br>\nAcross Brazil, city streets echoed with fireworks, shouts, and car horns as preliminary election results came in. Thousands of supporters, many dressed in green and yellow, assembled outside the president-elect&rsquo;s beach-front residence in Rio de Janeiro. On S&atilde;o Paulo&rsquo;s main street, Avenida Paulista, police used tear gas to separate Haddad and Bolsonaro voters.<br>\nBolsonaro, who has taken aim at the media throughout his campaign, chose to make his first statement after the election via Facebook Live, rather than a press conference. &ldquo;We could not continue to flirt with socialism, communism, populism, and the extremism of the left,&rdquo; he said. The broadcast was picked up by major TV networks, but repeatedly froze due to connection issues. &ldquo;All of the promises made to political groups and the people will be kept,&rdquo; he added.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2018\/10\/28\/jair-bolsonaro-elected-president-brazil\/\">The Intercept<\/a><\/p>\n<p><em>NachDenkSeiten werden dazu im Laufe des Tages auf den eine erste Wahlanalyse von Frederico F&uuml;llgraf ver&ouml;ffentlichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kurz und schlecht<\/strong><br>\nWas muss ein europ&auml;ischer Regierungschef und Ratspr&auml;sident wissen, der Italien ma&szlig;regelt? M&uuml;sste er nicht, bevor er &uuml;berhaupt etwas sagt, nachweisen, dass er sich &uuml;ber die Zusammenh&auml;nge, um die es geht, informiert hat?<br>\nDer junge Herr Kurz, der auch &ouml;sterreichischer Bundeskanzler und derzeit zugleich Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Rates ist, hat Italien aufgefordert, seine Wirtschaftspolitik zu &auml;ndern. In einem Interview mit einer italienischen Zeitung warnte er (laut ORF) Italien davor, zu einem zweiten Griechenland zu werden. Man wolle nicht, dass wieder ein &auml;hnlicher Fall wie in Griechenland vorkommt. Man m&uuml;sse von der letzten Finanzkrise und von der Lage in Griechenland lernen. Deswegen, so Kurz, sei es von lebenswichtiger Bedeutung, sich an die Regeln zu halten, vor allem wenn es um die EU-Finanzstabilit&auml;t geht. Das gelte auch f&uuml;r Italien. Daher unterst&uuml;tze er voll den Beschluss der EU-Kommission zu Italiens Budgetplan.<br>\nKurz sagte auch, die italienische Regierung solle die Forderungen der EU-Kommission nach &Auml;nderung der Haushaltspl&auml;ne respektieren. Italiens Haushaltsplan sei in der jetzigen Form &bdquo;unannehmbar&ldquo;, weil damit die Verschuldung stiege, w&auml;hrend Europa immer noch die Folgen der letzten Finanzkrise zu bew&auml;ltigen haben. Europa m&uuml;sse beweisen, dass es ein zweites Griechenland nicht erlauben werde. Kanzler Kurz w&ouml;rtlich: &bdquo;Wir m&uuml;ssen alle f&uuml;r die Reduzierung der Schuldenlast in der EU k&auml;mpfen, um wettbewerbsf&auml;higer zu werden&ldquo;. (&hellip;)<br>\nWenn der gew&auml;hlte Repr&auml;sentant eines kleinen Volkes und der von den &uuml;brigen Repr&auml;sentanten gew&auml;hlte Pr&auml;sident bei den Fragen, bei denen es um das Schicksal Europas geht, niemals von seinen Beratern und den gesamten europ&auml;ischen Institutionen auch nur mit den einschl&auml;gigen logischen Zusammenh&auml;ngen konfrontiert wird, ist &ndash; wie Shakespeare schon wusste &ndash; etwas grunds&auml;tzlich faul im Staate D&auml;nemark. Wie kann es sein, dass auf all den Ebenen, auf denen solche Fragen diskutiert werden, niemand mit ausreichend gro&szlig;er Verantwortung und Macht sitzt, der den Pr&auml;sidenten des europ&auml;ischen Rates beiseite zieht und sagt, dass die Dinge nicht so einfach sind, wie sie &uuml;blicherweise in der doch sehr provinziellen &ouml;sterreichischen Presse und an den &ouml;sterreichischen Stammtischen diskutiert werden?<br>\nDass die sogenannte Wissenschaft bei &ouml;konomischen Fragen vollst&auml;ndig versagt, ist nichts Neues. Dass es jedoch gelungen ist, einen so dichten ideologischen Schleier &uuml;ber &ouml;konomische Vorg&auml;nge zu legen, dass selbst rein mit menschlicher Logik zu entscheidende Fragen nicht mehr bis zur Ebene der Politik durchdringen, ist immer wieder aufs Neue erstaunlich. Genau hier scheitert nicht nur die Gesellschaft, die sich selbst f&uuml;r eine offene Gesellschaft h&auml;lt, sondern hier scheitert der Gedanke, es k&ouml;nne so etwas wie eine ernsthafte und verantwortliche politische Repr&auml;sentanz f&uuml;r die gro&szlig;e Masse der Menschen geben. Genau hier scheitert die Demokratie und &ouml;ffnet der Willk&uuml;r T&uuml;r und Tor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/10\/kurz-und-schlecht\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum Deutschland wieder helfen muss<\/strong><br>\nItaliens Krise droht zu eskalieren. Und die Euro-Verantwortlichen scheinen die gleichen Fehler zu machen wie im Fall Griechenland. Alarm!<br>\nItaliens neu-populistische Regierende haben angek&uuml;ndigt, mehr Geld auszugeben, als es ihre Vorg&auml;nger versprochen haben &ndash; seitdem herrscht helle Aufregung. Mal poltern Br&uuml;sseler Kommissare, dass so etwas nie dagewesen sei. Mal liest man, wie Italien jetzt ungehemmt Schulden mache. Und an den Finanzm&auml;rkten scheint &auml;hnliche Sorge zu herrschen. Immerhin sind italienische Staatsanleihen offenbar so unbeliebt geworden, dass sie nur noch mit h&ouml;heren Zinsen an Mann und Frau zu bringen sind &ndash; eine Art Risikopr&auml;mie darauf, dass die Italiener ihre Schulden vielleicht bald nicht mehr bedienen k&ouml;nnten.<br>\nJetzt l&auml;sst sich dar&uuml;ber streiten, ob das, was die Regierung in Rom da angek&uuml;ndigt hat, all die Superlative der vergangenen Wochen faktisch rechtfertigt. Das eigentlich Bedrohliche ist, dass sich die Panik zu verselbst&auml;ndigen begonnen hat &ndash; und der Italo-Absturz in jedem Moment zu einer sich selbst erf&uuml;llenden Prophezeiung werden kann. Und dass damit &ndash; weil es diesmal um Italien und nicht um das kleine Griechenland geht &ndash; eine weit schlimmere Eskalation droht als in der ersten Eurokrise. Gut m&ouml;glich, dass es sogar in unserem ureigenen Interesse ist, dem Land mit den Populisten dann aus dieser Spirale wieder herauszuhelfen.<br>\nKlar, es kommt einer Provokation gleich, was die Regierenden in Rom da gerade veranstalten. Und man muss auch keine Sympathie f&uuml;r das Poltern von Luigi Di Maio und Matteo Salvini haben. Aber ganz im Ernst: Ein Staatsdefizit von 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung in einem hoch entwickelten Land ist kein Grund, den betreffenden Staat vor der Pleite zu sehen. Auch bei einem hohen Altschuldenstand nicht, wie ihn die Italiener haben. Das wird weder ein pl&ouml;tzliches Hochschnellen der Staatsschuldenquote mit sich bringen. Noch &auml;ndert es sehr viel am Grundbefund, dass Italiens Staatsfinanzen jenseits der Zinslasten aus alten Zeiten solider sind als die vieler anderer L&auml;nder. L&auml;sst man die Zinszahlungen au&szlig;en vor, weist der Haushalt nach wie vor einen &Uuml;berschuss aus. (&hellip;)<br>\nDurch eine italienische Pleite w&auml;ren gleich reihenweise deutsche und franz&ouml;sische Banken getroffen. Auch die ohnehin schon schw&auml;chelnde deutsche Konjunktur k&ouml;nnte kippen &ndash; und die erste Rezession seit Langem drohen. Italien steht ja nicht nur f&uuml;r rund f&uuml;nf Prozent der deutschen Exporte. Sondern ist auch wichtigster Handelspartner von Frankreich, das wiederum Deutschlands zweitwichtigster Absatzmarkt ist.<br>\nEs hat etwas Absurdes sich vorzustellen, dass Deutsche und Franzosen in K&uuml;rze die Euro-Notenbank darin unterst&uuml;tzen k&ouml;nnten, einer rechts-links-populistischen Regierung zu Hilfe zu kommen. Gut m&ouml;glich, dass es schon in K&uuml;rze so weit ist. Nicht um Italiens Regierung zu retten, sondern um gr&ouml;&szlig;eren Schaden von unserer W&auml;hrung abzuwenden und die n&auml;chste finanzielle Katastrophe auch f&uuml;r uns zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/italien-panik-warum-deutschland-wieder-helfen-muss-kolumne-a-1235200.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Beitr&auml;ge wie dieser sind &ndash; leider &ndash; eine Ausnahme auf &bdquo;SPON&ldquo;. Der Titel des n&auml;chsten &bdquo;Spiegel&ldquo; (Ausgabe 44\/2018) lautet &bdquo;Die Erpressung. Italien greift an. Europa droht die n&auml;chste Schuldenkrise&ldquo;. In derselben Ausgabe dieser Artikel:<\/em><\/p>\n<p><strong>Schulden als Waffe<\/strong><br>\nW&auml;hrungsunion &#8239;Die Angst vor der Eurokrise kehrt zur&uuml;ck: Wenn Italien im Streit mit Br&uuml;ssel nicht nachgibt, droht eine Kettenreaktion. Am Ende k&ouml;nnte ein Austritt des Landes aus der Gemeinschaftsw&auml;hrung stehen &ndash; mit unkalkulierbaren Folgen f&uuml;r den Rest Europas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/\/index-14333.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die gleiche Hetze, wie gegen Griechenland, wieder mit einer v&ouml;lligen Verdrehung der Ursachen. Nichts gelernt, aber gar nichts und der Spiegel nat&uuml;rlich wieder an vorderster Front, wenn es um die Durchsetzung der neoliberalen Agenda in Europa geht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuerbetrug<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fabio De Masi &amp; Sahra Wagenknecht: &raquo;Die Bundesregierung hat den Raubzug an den Steuerzahlern vertuscht&laquo;<\/strong><br>\nIn den Medien ist die Rede vom &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten Steuerraub in der Geschichte&ldquo;. Mit Cum-Ex Gesch&auml;ften haben Banken, Investoren und Steuerberater die europ&auml;ischen Steuerzahler um mindestens 55 Milliarden Euro erleichtert.<br>\nForscher der Universit&auml;t Mannheim haben berechnet, dass alleine in Deutschland fast 32 Milliarden Steuergelder geraubt wurden. Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende und Fabio De Masi, finanzpolitischer Sprecher, sprechen &uuml;ber den organisierten Steuerraub, der sich sich 13 Jahre lang unter den Augen der Bundesregierung vollzog.<br>\nEs gibt kaum eine Bank mit Rang und Namen in Europa, die nicht in den Skandal verwickelt ist. Gegen einige der Akteure ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Die Cum-Ex H&auml;ndler berufen sich darauf, das ihre Tricks legal w&auml;ren. Sind sie das?<br>\nSahra Wagenknecht: Jedem war klar, dass es nicht rechtens sein kann, sich Steuern f&uuml;r Dinge erstatten zu lassen, die man gar nicht wirklich besitzt. Stellen Sie sich vor, Sie w&uuml;rden nur f&uuml;r die Steuererkl&auml;rung Dinge kaufen, anschlie&szlig;end zur&uuml;ckgeben, die Rechnungen aber trotzdem als Werbungskosten geltend machen &ndash; und f&uuml;r Cum-Ex w&uuml;rden 20 ihrer Freunde auch noch eine Kopie der Rechnung mit einreichen.<br>\nFabio De Masi: Nur dass es sich nicht um Computer oder Drucker handelt, sondern um milliardenschwere Aktienpakete.<br>\nUnd die Politik wusste davon?<br>\nSahra Wagenknecht: Sie hat diesen Betrug &uuml;ber Jahre erm&ouml;glicht. Schon in den 90ern gab es Warnungen bei den Finanzbeh&ouml;rden. 2007 landete ein Vorschlag des Bankenverbandes zu den dubiosen Aktiendeals im Gesetz. Der lieferte eine konkrete Anleitung, wie man diese Betrugsgesch&auml;fte k&uuml;nftig &uuml;ber das Ausland abwickeln kann. Erst 2012 wurde dieses Schlupfloch gestopft.<br>\nDas Schlupfloch wurde gestopft &ndash; hei&szlig;t das, der Cum-Ex Handel ist Geschichte?<br>\nFabio De Masi: Nein, die Party der Finanzmafia ist nicht vorbei. Im EU Ausland gibt es weiterhin Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Cum-Ex oder Cum Cum. Auch in Deutschland k&ouml;nnten weiter L&uuml;cken bestehen, wenn die Finanzaufsicht pennt. Und das tut sie regelm&auml;&szlig;ig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/2087.fabio-de-masi-sahra-wagenknecht-die-bundesregierung-hat-den-raubzug-an-den-steuerzahlern-vertuscht.html%20\">Fabio De Masi<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum es OK ist, dass wir das Leben von Superreichen finanzieren<\/strong><br>\nWenn es nicht OK w&auml;re, w&uuml;rden wir uns ja aufregen, oder?<br>\n55,2 Milliarden Euro. Das ist die Summe, die ein Netzwerk aus Anw&auml;lten, Investment-Bankern und superreichen Investoren den Steuerzahlern in ganz Europa geklaut hat. Das meiste davon kommt vom deutschen Staat, den sie am energischsten gepl&uuml;ndert haben: 31,8 Milliarden Euro.<br>\nDas sind 31,8 Milliarden Euro, die der deutsche Staat eigentlich in das Gemeinwohl h&auml;tte investieren sollen. Stattdessen ist das Geld direkt in der Tasche der Investoren und ihrer Handlanger gelandet.<br>\nUm das greifbar zu machen: Das ist genug Geld, um in jede Schule in Deutschland rund eine Million Euro zu investieren.<br>\nHerausgefunden hat das ein europaweiter Zusammenschluss aus Investigativ-Journalisten, die Ergebnisse haben sie letzten Donnerstag ver&ouml;ffentlicht. Darin erkl&auml;ren sie, wie die Leute hinter den sogenannten Cum-Ex- und Cum-Cum-Gesch&auml;ften die Staatskassen auf dem ganzen Kontinent ausgepl&uuml;ndert haben. Die T&auml;ter wussten genau, woher das Geld kam: &ldquo;Wer sich nicht damit identifizieren kann, dass in Deutschland weniger Kinderg&auml;rten gebaut werden, weil wir solche Gesch&auml;fte machen, der ist hier falsch&rdquo; &ndash; ein Zitat, das so bei einem Meeting von Cum-Ex-Investoren in Frankfurt gefallen sein soll. (&hellip;)<br>\nEigentlich ist die Summe von 31,8 Milliarden Euro schon seit 2017 bekannt, als die Zeit sie das erste Mal ver&ouml;ffentlichte &ndash; und auch damals hat die Enth&uuml;llung so gut wie keine &ouml;ffentliche Debatte ausgel&ouml;st, bis jetzt ist das Thema noch in keiner einzigen Talkshow aufgetaucht. Zum Thema &ldquo;Fl&uuml;chtlinge&rdquo; gab es allein im ersten Halbjahr 2018 schon neun Talkrunden.<br>\nZum Vergleich muss man sich nur anschauen, wie lautstark und emotional die Debatte um die arabischen Gro&szlig;familien aus Neuk&ouml;lln gef&uuml;hrt wird. Um das mal einzuordnen: Dem wahrscheinlich erfolgreichsten der kriminellen Berliner Clans, der Familie R., wirft die Staatsanwaltschaft jetzt vor, mit illegalem Geld Immobilien im Wert von rund 10 Millionen Euro gekauft zu haben. Das ist nicht gut &ndash; aber nichts gegen 31,8 Milliarden Euro, die ein paar Superreiche dem Staat einfach direkt aus der Tasche genommen haben. Trotzdem interessiert das eine praktisch alle &ndash; vom Boulevard bis zur FAZ, vom Busfahrer bis zum Bundestagsabgeordneten &ndash; und das andere fast niemanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vice.com\/de\/article\/3kmm4j\/cum-ex-steuergelder-warum-es-ok-ist-dass-wir-das-leben-von-superreichen-finanzieren%20\">Vice<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere der Hinweis auf den Inhalt von Talkshows ist interessant: Kann es sein, dass das Thema Migration &ndash; ganz im Sinne der neoliberalen Ideologie &ndash; von der Diskussion &uuml;ber politisch wichtige Themen (wie z.B. diese Steuerbetr&uuml;gereien) ablenken soll?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Dollar-Milliard&auml;re werden mehr und reicher<\/strong><br>\nSteigende B&ouml;rsenkurse, in die H&ouml;he schie&szlig;ende Immobilienpreise und niedrige Zinsen haben das Verm&ouml;gen von Milliard&auml;ren im vergangenen Jahr um satte 19 Prozent steigen lassen &ndash; auf eine Rekordsumme von knapp 9 Billionen US-Dollar. Dieses Verm&ouml;gen teilen sich der Studie zu Folge aktuell knapp 2200 M&auml;nner und Frauen auf der Welt. Vor allem in China stehen die Chancen gut, Milliard&auml;r zu werden: Chinas Superreiche sind mit einem Anstieg ihrer Verm&ouml;gen um fast 40 Prozent Weltspitze &ndash; und auch die Anzahl chinesischer Milliard&auml;re w&auml;chst rasant. Drei neue Milliard&auml;re kamen 2017 pro Woche allein in Asien dazu &ndash; zwei davon aus China. Da es sich hierbei zum &uuml;berwiegenden Teil um Selfmade-Milliard&auml;re handelt, liegt der Schluss nahe, dass diese Milliard&auml;re zumindest zum Teil einen starken Anteil an Innovationen haben. (&hellip;)<br>\nDer Anstieg der Superreichen hat aber nat&uuml;rlich auch eine Kehrseite: Denn seit Jahrzehnten driftet die soziale Schere in den meisten Gesellschaften immer weiter auseinander. &bdquo;Es ist nicht ganz einfach. Weil auf der einen Seite Selfmade-Milliard&auml;re die Innovationst&auml;tigkeit widerspiegeln. Auf der anderen Seite wissen wir, dass gerade im Bereich Kapitalvermehrung, Kapitalanlage, Verm&ouml;gende leichteren Zugang haben, ihr Kapital zu vermehren als weniger Verm&ouml;gende &ndash; und das nat&uuml;rlich einen Multiplikator-Effekt ausl&ouml;st in der Ungleichverteilung. Irgendwo muss man da ein Korrektiv einf&uuml;hren.&ldquo;<br>\nSagt der Wirtschaftswissenschaftler Alexander Ludwig von der Universit&auml;t in Frankfurt. Auch in Deutschland ist der Studie zu Folge &uuml;brigens die Zahl der Milliard&auml;re gewachsen &ndash; von 117 auf 123. Damit stammt jeder f&uuml;nfte Milliard&auml;r in Europa aus Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rekordvermoegen-dollar-milliardaere-werden-mehr-und-reicher.766.de.html?dram:article_id=431567\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dazu passt mit einem Fokus auf die Situation in Deutschland: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39443\">Video mit Professor Hartmann beim Pleisweiler Gespr&auml;ch &uuml;ber Reichtum und Eliten. Interessant. Faktenreich. Sehenswert.<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trotz Sanktionen: Gr&ouml;&szlig;te US-Pensionsfonds investieren in russische Verm&ouml;genswerte<\/strong><br>\nDie zunehmenden politischen Spannungen zwischen Moskau und Washington sowie die endlosen Drohungen der USA, immer mehr Sanktionen zu verh&auml;ngen, haben dennoch die gr&ouml;&szlig;ten US-amerikanischen Pensionsfonds bisher nicht daran gehindert, in Russland zu investieren.<br>\nDas California Public Employees&rsquo; Retirement System (Calpers), das die Altersvorsorge f&uuml;r fast zwei Millionen US-Amerikaner verwaltet, investiert 1,1 Milliarden US-Dollar in russische Verm&ouml;genswerte, einschlie&szlig;lich staatlich herausgegebener Anleihen und Aktien von Unternehmen, die von US-Sanktionen betroffen sind. Das berichtet die russische Wirtschaftszeitung RBK.<br>\nAbgesehen von der Staatsverschuldung Russlands, h&auml;lt der Fonds, der die Renten der kalifornischen Feuerwehrleute und Polizisten kontrolliert, angeblich auch 872 Millionen US-Dollar an Hinterlegungsscheinen russischer Unternehmen &ndash; davon 658 Millionen US-Dollar an solchen Unternehmen, die mit US-Sanktionen belegt sind.<br>\nCalpers investierte in die russischen Energieunternehmen Rosneft, Gazprom, Nowatek und Surgutneftegas. Der kalifornische Pensionsfonds erwarb au&szlig;erdem staatlich reduzierte Sberbank-Aktien im Wert von 238 Millionen US-Dollar, die in den USA gehandelt werden, und Depotquittungen der Bank WTB im Wert von 12,5 Millionen US-Dollar, die in Europa gehandelt werden.<br>\nDie sektoralen Sanktionen der USA verbieten US-amerikanischen Investoren den Handel mit zuvor ausgegebenen Papieren nicht. Der Defending American Security from Kremlin Aggression Act (DASKAA), der von den US-Senatoren Lindsey Graham und Robert Menendez eingebracht wurde, verlangt von der Gesetzgebung jedoch, dass die Verm&ouml;genswerte solcher russischer Kreditgeber wie Sberbank, WTB, Gazprombank, Rosselchozbank und Promswjasbank eingefroren und von US-Dollar-Transaktionen isoliert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/wirtschaft\/78070-grosste-us-pensionsfonds-investieren-in\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie sich Selbstst&auml;ndige endlich die Krankenkasse leisten k&ouml;nnen<\/strong><br>\nF&uuml;r selbstst&auml;ndige Kleinunternehmer war die Krankenkasse bisher ein teures &Auml;rgernis. Viele fl&uuml;chteten in die private Versicherung &ndash; und landeten in der Armutsfalle. Ein neues Gesetz schafft Abhilfe.<br>\nVor gut einer Woche hat die Gro&szlig;e Koalition die parit&auml;tische Finanzierung der Krankenversicherung wieder eingef&uuml;hrt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen ab 2019 die gleichen Anteile f&uuml;r die Krankenkasse &ndash; so wie fr&uuml;her. Ein fast historischer Schritt.<br>\nDaneben ging eine mindestens ebenso wichtige Ma&szlig;nahme v&ouml;llig unter: Selbstst&auml;ndige werden nicht l&auml;nger durch &uuml;berzogene Mindestbeitr&auml;ge aus der Krankenkasse vergrault, am Gr&uuml;nden gehindert oder in die privaten Krankenversicherungen getrieben &ndash; die sie sich dann im fortgeschrittenen Alter nicht mehr leisten k&ouml;nnen.<br>\nBislang gehen die Krankenkassen bei Selbstst&auml;ndigen ohne gro&szlig;es Einkommen von einem fiktiven Einkommen von 2284 Euro im Monat aus. Das macht in diesem Jahr 400 bis 420 Euro monatlichen Beitrag f&uuml;r Krankenkasse und Pflegeversicherung. Den m&uuml;ssen Selbstst&auml;ndige, anders als Angestellte, dann auch noch allein tragen. Einen Arbeitgeber zum Teilen der Belastung haben sie ja nicht.<br>\nDas ist ziemlich viel Geld. Besonders f&uuml;r Menschen, die zum Beispiel gerade ihre eigene digitale Agentur er&ouml;ffnet haben und zum sogenannten digitalen Prekariat z&auml;hlen. Aber auch f&uuml;r den Einmann-Malerbetrieb und den Fahrradkurier, die mit 1000 oder 1500 Euro im Monat &uuml;ber die Runden kommen m&uuml;ssen.<br>\nNoch schlimmer ist es f&uuml;r selbstst&auml;ndige Einzelunternehmer, die in einer unternehmerischen Krise stecken und vielleicht sogar rote Zahlen schreiben. Viele Selbstst&auml;ndige sind deshalb in der Vergangenheit fr&uuml;h in die private Krankenversicherung gewechselt, weil die f&uuml;r junge Menschen oft Tarife angeboten hat, die erst mal deutlich preiswerter waren.<br>\n2012, das ist das Jahr, aus dem die letzten offiziellen Sch&auml;tzungen der privaten Krankenversicherer (PKV) zur Zahl der Selbstst&auml;ndigen vorliegen, waren es rund 1,3 Millionen. Die Zahl d&uuml;rfte heute eher niedriger liegen, so der Verband diese Woche. Und es gibt sogar Leute, die sich gar nicht versichert haben &ndash; trotz der gesetzlichen Pflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/wie-selbststaendige-sich-endlich-die-krankenkasse-leisten-koennen-a-1235366.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Manchmal muss man die Gro&szlig;e Koalition auch loben. Diese Novelle war richtig und auch &uuml;berf&auml;llig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wenn Entwicklungshilfe Armut f&ouml;rdert<\/strong><br>\nEtwa zwei Milliarden US-Dollar haben die USA in den vergangenen drei Jahren in die so genannte Allianz f&uuml;r Wohlstand im N&ouml;rdlichen Dreieck gesteckt &ndash; damit sind die drei Hauptherkunftsl&auml;nder von Migranten Guatemala, El Salvador und Honduras gemeint. (&hellip;)<br>\nDie Fluchtursachen habe das nicht beseitigt, im Gegenteil meint der mexikanische Politologe Nayar L&oacute;pez: &ldquo;Das ist eher eine &ouml;ffentlichkeitswirksame Politik, die ihre Grenzen hat. Versucht wird, ein altes Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis aufrecht zu erhalten, aber es wird nicht in soziale Komponenten investiert, Strukturen werden nicht wirklich verbessert.<br>\nArmut, Gewalt, Arbeitslosigkeit &ndash; da habe sich in den vergangenen Jahren rein gar nichts getan, sagt Lopez; &ldquo;Im Gegenteil: Die Fl&uuml;chtlingskarawane zeigt ja das Scheitern dieser Almosenpolitik nur zu allzu deutlich auf. Das war schon in den 1960er-Jahren so, als US-Pr&auml;sident Kennedy die Allianz f&uuml;r den Fortschritt ausrief. Auch dadurch gab es keinen Wandel.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDie Ungleichheit in Mittelamerika ist extrem geblieben: Zwei Drittel der Honduraner leben in Armut. Auf der anderen Seite z&auml;hlt das kleine Land die zweitmeisten Million&auml;re der Region. Eine kleine Elite bestimmt Politik und Wirtschaft. Der Traum von einem besseren Leben treibt die verarmten Menschen seit Jahrzehnten in die USA. Als Fluchtgr&uuml;nde hinzugekommen sind Unsicherheit und Gewalt, die in den Elendsvierteln herrschen.<br>\nWer bettelarm ist und keine Aufstiegschancen sieht, schlie&szlig;t sich eher einer der kriminellen Jugendbanden, den Maras, an. Investiert haben L&auml;nder wie Honduras die US-Hilfe vor allem in ihre Sicherheitskr&auml;fte oder die Infrastruktur. Die Wirtschaft setzt auf die Ausbeutung von Bodensch&auml;tzen. Wenn indigene Ureinwohner damit nicht einverstanden sind, werden sie oft von Sicherheitskr&auml;ften unterdr&uuml;ckt, die ausl&auml;ndischen Investoren den Weg ebnen. Oder sie werden von Paramilit&auml;rs ermordet, so wie auch viele Umweltsch&uuml;tzer und Menschenrechtler. (&hellip;)<br>\nDie US-Hilfe zu streichen, w&uuml;rde sich auf die ohnehin verarmte Bev&ouml;lkerung kaum auswirken, meint Romero. Die Honduraner in der Fl&uuml;chtlingskarawane sagen: Finanzielle Hilfe der US-Regierung ist bei uns nie angekommen. Eine sp&uuml;rbare Linderung ihrer Armut haben sie nur durch die &Uuml;berweisungen von Angeh&ouml;rigen erfahren, die bereits in den USA leben.<br>\n2017 waren das 4,3 Milliarden Dollar. Diese R&uuml;ck&uuml;berweisungen sind f&uuml;r Honduras die Hauptdevisenquelle und machen etwa 18 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Die Armut beseitigen auch sie nicht, ermutigen aber vor allem junge Menschen, Arbeit im Norden zu suchen, um auch ihre Familien unterst&uuml;tzen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/guatemala-mexiko-119.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und wie sieht die Entwicklungshilfe Deutschlands z.B. gegen&uuml;ber Staaten Afrikas aus? Wie solidarisch sind deutsche Bundesregierungen gegen&uuml;ber &auml;rmeren Staaten innerhalb der EU?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Riester wirft Bild-Zeitung vor, allgemeine Zusatzrente verhindert zu haben<\/strong><br>\nEr habe das Vorhaben, alle Arbeitnehmer und Selbstst&auml;ndige obligatorisch einzubeziehen, einem engen Kreis um den damaligen Bundeskanzler Schr&ouml;der vorgeschlagen, sagte Riester im Deutschlandfunk. Kurz darauf habe die Bild-Zeitung sich bei ihm gemeldet. Sie habe eine Kampagne zu seiner Abl&ouml;sung angedroht, das aber zun&auml;chst gegen ein Exklusivinterview fallen lassen. Gleichwohl habe Bild dann massiv gegen das Vorhaben angeschrieben und eine parlamentarische Mehrheit unm&ouml;glich gemacht. Riester meinte, er traue dem damaligen Kanzleramtschef Hombach ohne weiteres zu, die Information &uuml;ber den Plan an das Boulevardblatt weitergegeben zu haben.<br>\nDem zweiten Kabinett Schr&ouml;der geh&ouml;rte Riester ab 2002 nicht mehr an. Das Arbeits- und das Wirtschaftsressort wurden zusammengefasst, mit dem SPD-Politiker Clement an der Spitze. Riester sagte, Schr&ouml;der halte die Zusammenlegung und die Entscheidung f&uuml;r Clement heute f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Fehler seiner Kanzlerschaft. Das habe ihm der Altkanzler vor einiger Zeit unter vier Augen gesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ex-arbeitsminister-riester-wirft-bild-zeitung-vor.1939.de.html?drn:news_id=939358\">Dlf24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rentenversicherung zu Gunsten der Finanzindustrie, dass war <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-politiker-walter-riester-die-rente-die-seinen-namen.1295.de.html?dram:article_id=431527\">die genuine Aufgabe des Herren Riester<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 2009 stieg Walter Riester unter anderem als Berater bei der MaschmeyerR&uuml;rup AG ein, die Staaten, Banken und Versicherungen bei der Entwicklung von Renten und Finanzprodukten ber&auml;t.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Braunkohle<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kampf mit umstrittenen Fakten<\/strong><br>\nDer Kohleausstieg kostet Jobs, f&uuml;hrt zu Strommangel und rettet den Hambacher Wald auch nicht: Was ist dran an diesen Argumenten der Kohle-Fans?<br>\nBedroht ein fr&uuml;herer Kohleausstieg wirklich &bdquo;Hunderttausende Jobs&ldquo;?<br>\nIm Mittelpunkt der Gewerkschaftsproteste gegen einen schnellen Kohleausstieg steht die Sorge um Arbeitspl&auml;tze. &bdquo;Wir sind laut f&uuml;r unsere Jobs&ldquo; lautet das Motto. Im Aufruftext schreibt die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), eine &bdquo;einseitige Klimapolitik&ldquo; w&uuml;rde &bdquo;Hunderttausende&ldquo; Jobs gef&auml;hrden. (&hellip;)<br>\nDer Braunkohleverband selbst spricht in seinen Statistiken von knapp 20.000 Menschen, die direkt in den Tagebauen und den von ihnen versorgten Kraftwerken besch&auml;ftigt sind. Ber&uuml;cksichtigt man auch die Besch&auml;ftigten bei Lieferanten, ihre Ausgaben f&uuml;r den privaten Konsum und die Investitionen der Unternehmen, ergibt sich laut einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (PDF) im Auftrag des Braunkohleverbands eine Gesamtzahl von 72.000 Arbeitspl&auml;tzen, die von der Braunkohle abh&auml;ngen und demnach durch einen Kohleausstieg bedroht w&auml;ren.<br>\nDiese Berechnung ist allerdings umstritten. So ber&uuml;cksichtigt die Studie nicht, dass infolge eines Kohleausstiegs zwangsl&auml;ufig andere Formen der Stromerzeugung zunehmen m&uuml;ssen, also Wind-, Gas- und Solarkraftwerke sowie Speicher &ndash; was mit der Schaffung neuer Arbeitspl&auml;tze einhergeht (wenn auch nicht notwendigerweise am selben Ort). (&hellip;)<br>\nAndere Studien sehen die Auswirkung auf die Besch&auml;ftigung denn auch deutlich optimistischer. So kommt etwa das Freiburger &Ouml;ko-Institut in einer Analyse f&uuml;r das Umweltbundesamt zu dem Schluss, dass auch ein beschleunigter Kohleausstieg, wie er zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele erforderlich ist, weitgehend ohne betriebsbedingte K&uuml;ndigungen erfolgen k&ouml;nnte. Grund ist die ungew&ouml;hnliche Altersstruktur in der Kohlebranche: Fast zwei Drittel der Besch&auml;ftigten in den Tagebauen werden bis zum Jahr 2030 ohnehin in den Ruhestand gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kohleausstieg-und-Hambacher-Wald\/%215543114\/%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Ende Gel&auml;nde am Hambacher Tagebau<\/strong><br>\nAttac-Aktive aus der ganzen Bundesrepublik beteiligen sich am Wochenende an den Aktionen des B&uuml;ndnisses Ende Gel&auml;nde am Tagebau Hambach. Gemeinsam mit tausenden anderen Klimaaktivist*innen werden sie ein Zeichen setzen gegen den weiteren Abbau und die Verstromung von Kohle, eine der zentralen Ursachen f&uuml;r die globale Klimaerw&auml;rmung und ihre verheerenden &ouml;kologischen und sozialen Folgen.<br>\nMit dem vorl&auml;ufigen Rodungsstopp im Hambacher Wald durch das Oberverwaltungsgericht M&uuml;nster hat die Bewegung f&uuml;r Klimagerechtigkeit einen wichtigen Etappensieg auf dem Weg zum Kohleausstieg erzielt. Gemeinsam mit anderen Partnern fordert Attac einen raschen Kohleausstieg bis 2025, als ersten Schritt hin zu einem sozial-&ouml;kologischen Umbau unserer Gesellschaft.<br>\nNachdem die Kettens&auml;gen gestoppt wurden, sind nun die Braunkohlebagger an der Reihe. Mit Aktionen Zivilen Ungehorsams werden die Aktivist*innen Schienen, Zufahrten oder Bagger blockieren, um Kraftwerke von der Kohlezufuhr abzuschneiden.<br>\n&bdquo;Wenn es in den kommenden Monaten gelingt, den politischen Druck aufrecht zu erhalten, k&ouml;nnte die Rettung des Hambacher Waldes der &sbquo;Fukushima-Moment&lsquo; f&uuml;r den Kohlekomplex in der Bundesrepublik gewesen sein&ldquo;, sagt Alexis Passadakis von der Attac-Arbeitsgruppe Energie, Klima, Umwelt. &bdquo;Das klimapolitische Roll-back der letzten Bundesregierungen, unter anderen durch die Entkernung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, hat gezeigt, dass allein mit dem Ausbau von Erneuerbaren Energien und dem Druck auf fossile Energietr&auml;ger, eine tats&auml;chliche Energiewende nicht zu machen ist. Solange die politische Macht transnationaler Energiekonzerne wie RWE nicht gebrochen wird, droht eine Klimapolitik, die sich an dem wissenschaftlichen Sachstand orientiert, ausgebremst zu werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/attac-aktive-bei-ende-gelaende-am-hambacher-tagebau\/%20\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>David gegen Kohliath<\/strong><br>\nJetzt jammern VW, RWE und Konsorten, sie w&uuml;rden von der &Ouml;ko-Stimmung diffamiert und bedr&auml;ngt. In Wahrheit haben sie immer noch die Macht. (&hellip;)<br>\nDie Reichen und Einflussreichen stilisieren sich zu Opfern. Nur zur Erinnerung: Die Deutsche Umwelthilfe, die Politik und Autoindustrie vor den Gerichten blamiert, hatte 2017 ein Budget von 8 Millionen Euro. Daimler schafft das als Gewinn vor Steuern in zwei Arbeitsstunden. (&hellip;)<br>\nDieses Machtgef&auml;lle zwischen hilflosen &Ouml;kos und fast allm&auml;chtiger Politik\/Wirtschaft wird nun gedreht: Erst mal sollen die Umweltverb&auml;nde sich um Jobs k&uuml;mmern, ehe sie die Welt retten. Ganz falsch. Umweltverb&auml;nde sollen f&uuml;r die Umwelt k&auml;mpfen, weil die sonst keine Stimme hat. So wie Gewerkschaften f&uuml;r Jobs streiten. Den Ausgleich dazwischen muss gef&auml;lligst die Politik schaffen.<br>\nWer Umweltsch&uuml;tzer zu Gewerkschaften&shy; macht, der betreibt die Herrschaftspolitik der Konzerne. Warum dreht niemand den Spie&szlig; um? Und verlangt von den Gewerkschaften&shy; (Motto: &bdquo;Es gibt keine Jobs auf einem toten Planeten&ldquo;) einen realistischen Plan zur Verhinderung des Klimawandels? Daran k&ouml;nnte sich die Bergbau-Gewerkschaft IG BCE mal versuchen. Dann w&uuml;rde sie zu Recht die Sympathien ernten, die David gegen Goliath zufliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kolumne-Wir-retten-die-Welt\/%215545860\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Politische Relativit&auml;tstheorie<\/strong><br>\nWir sind die Guten! Das ist der Slogan einer Elite, die sich komplett vom Rest der Bev&ouml;lkerung abgeschottet hat. Entfremdung nennt man so etwas. Es bleibt nur eine Folgerung: Game over! (&hellip;)<br>\nDer Fall Khashoggi illustriert die im politischen Lager des Westens grassierende Verwahrlosung, und sie hat auch ein System. Es besteht aus einer komplett falsch verstandenen Relativit&auml;tstheorie.<br>\nAber in Zeiten des Glaubw&uuml;rdigkeitsverfalles ist auch dieses sekund&auml;r. W&auml;hrend ein Einzelschicksal zum Kulminationspunkt einer bedeutungslosen Symbolpolitik hochstilisiert wird, werden quantitativ wie qualitativ bedeutende Ereignisse aus dem Blickfeld genommen.<br>\nDas ist von den Relationen unangemessen und grenzte an eine pathologisch zu kategorisierende Wahrnehmungsst&ouml;rung, verberge sich nicht dahinter das bewusste System einer gezielten Verschleierung.<br>\nDas ist es, was uns der Fall Khashoggi lehrt. Es geht nicht um die Emp&ouml;rung &uuml;ber einen abscheulichen Mord. Es geht um die Ablenkung von Kriegen und Kriegsvorbereitungen und um die Verschleierung eigener Mitschuld im Sinne sehr materieller Unterst&uuml;tzung eines M&ouml;rderregimes.<br>\n&bdquo;Wir sind die Guten&ldquo;, das ist der Slogan einer Elite, die sich komplett vom Rest der Bev&ouml;lkerung abgeschottet hat und nicht einmal mehr ahnt, was in den K&ouml;pfen derer, die derartig unw&uuml;rdige Schauspiele beobachten, vor sich geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2018\/10\/26\/politische-relativitaetstheorie\/\">Neue Debatte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die offene Wunde NSU &ndash; Die offene Wunde BRD<\/strong><br>\nRAF-Attentate, Oktoberfestbombe, NSU-Morde und LKW-Anschlag &ndash; die deutschen Terrorkomplexe haben einen Zusammenhang<br>\nEine solche Situation hat es in der Geschichte der Bundesrepublik bisher nicht gegeben. Die Mord- und Bombenserie verbunden mit dem Namen &ldquo;NSU&rdquo; hat zu &uuml;ber einem Dutzend Untersuchungsaussch&uuml;sse im Bundestag und in mehreren Landtagen gef&uuml;hrt. Der Prozess in M&uuml;nchen hat mit mehr als f&uuml;nf Jahren Dauer Justizgeschichte geschrieben. Sieben Jahre halten die politischen Aufkl&auml;rungsbem&uuml;hungen seit dem Auffliegen des NSU-Kerntrios im November 2011 an. Und doch sind immer noch mehr Fragen offen als beantwortet.<br>\nSchaupl&auml;tze der Auseinandersetzung verschwinden, wie das Staatsschutzverfahren vor dem Oberlandesgericht in M&uuml;nchen, aber neue entstehen, wie der Untersuchungsausschuss in Mecklenburg-Vorpommern. Der Mord in Rostock am 25. Februar 2004, bisher eher im Schatten anderer F&auml;lle, birgt ein eigenes Geheimnis. Es war der einzige Mord in Ostdeutschland. Mehmet Turgut wurde nicht ins Gesicht geschossen, wie es den anderen Opfern geschah. Er musste sich auf den Boden legen und wurde dann hingerichtet.<br>\nIn Brandenburg, Th&uuml;ringen und Sachsen tagen Parlamentarier weiterhin Monat f&uuml;r Monat. In Hamburg, Ort des dritten Mordes, fordert eine Initiative ebenfalls einen Untersuchungsausschuss. Gleiches gilt f&uuml;r Berlin, wo verschiedene Str&auml;nge der NSU-Geschichte zusammenlaufen und entscheidende Figuren des rechten Sektors als V-Leute gef&uuml;hrt wurden.<br>\nIn Bayern hat es einen ersten Untersuchungsausschuss gegeben, aber vieles ist ungekl&auml;rt geblieben: Warum drei Morde sowie ein Sprengstoffanschlag in N&uuml;rnberg? Warum f&uuml;nf der zehn Todesopfer in dem Freistaat? Die Nebenklageanw&auml;ltin Seda Basay-Yildiz stie&szlig; in den Ermittlungsakten auf Sachverhalte, die es denkbar erscheinen lassen, dass zwischen dem Opfer Ismail Yasar und den mutma&szlig;lichen M&ouml;rdern B&ouml;hnhardt und Mundlos eine Personenkennkette existierte, die &uuml;ber einen N&uuml;rnberger Neonazi f&uuml;hrte, mit dem Yasar einmal Schwierigkeiten hatte. Gab es einen Zusammenhang? War der Mord ein Racheakt? Waren die NSU-Killer demnach vielleicht Auftragsm&ouml;rder? Dann m&uuml;sste es auch Auftraggeber geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-offene-Wunde-NSU-Die-offene-Wunde-BRD-4205265.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nach Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung: Bundesregierung will lieber keine Wei&szlig;helme mehr aufnehmen<\/strong><br>\nDrei Mitglieder der sogenannten syrischen Rettungsorganisation &bdquo;Wei&szlig;helme&ldquo; kamen am 18. Oktober mit 14 Familienmitgliedern &uuml;ber Frankfurt am Main nach Deutschland. Und zwar &ldquo;nach &ldquo;umfassender Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung&rdquo;, wie das Innenministerium (BMI) betonte. Innenminister Horst Seehofer hatte nach der Evakuierung von 422 Mitgliedern und deren Familienangeh&ouml;rigen durch die israelische Armee am 22. Juli zugesichert, acht der umstrittenen Wei&szlig;helme und deren Kernfamilien in Deutschland aufzunehmen. Die Evakuierung durch Israel erfolgte auf Wunsch auch der deutschen Bundesregierung.<br>\nRT Deutsch wollte nun auf der aktuellen Bundespressekonferenz wissen, welche Ergebnisse die Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fungen der in Jordanien verbliebenen f&uuml;nf Wei&szlig;helme ergeben haben und wie das weitere Procedere bez&uuml;glich deren &Uuml;berf&uuml;hrung nach Deutschland aussehen wird.<br>\nDie Antwort des Innenministeriums &uuml;berrascht. Laut der Sprecherin des BMI will die Bundesrepublik nun nur drei Wei&szlig;helme samt Familien aufnehmen. Bei den anderen, so die Sprecherin auf der BPK am 24. Oktober, w&auml;re die Evakuierung aus Syrien nicht gelungen.<br>\nDoch diese Darstellung widerspricht allen fr&uuml;heren Darstellungen des BMI und Ausw&auml;rtigen Amtes (AA). Beide Ministerien betonten wenige Tage nach der Evakuierung, dass &ldquo;die acht aus Syrien geretteten Wei&szlig;helme und ihre Familien&rdquo;, in den kommenden drei Monaten nach Deutschland kommen werden. Von einer nicht gelungenen Evakuierung der f&uuml;r Deutschland vorgesehenen &ldquo;Zivilsch&uuml;tzer&rdquo; war nie die Rede. Die Antworten des BMI wie auch des AA auf die Frage von RT Redakteur Florian Warweg, ob die jetzt verk&uuml;ndete Reduzierung der Anzahl aufzunehmender Wei&szlig;helme etwa auf die Ergebnisse der Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sei, sprechen wiederum f&uuml;r sich:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/78220-nach-sicherheitsuberprufung-bundesregierung-will-lieber-keine-weisshelme\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mit etwas Sarkasmus k&ouml;nnte hinzugef&uuml;gt werden: Es kann doch nicht sein, dass &bdquo;der Russe&ldquo; &ndash; hier der russische Au&szlig;enminister Lawrow &ndash; tats&auml;chlich die Wahrheit sagt, oder? Ehe diese deutsche Bundesregierung einen Fehler oder eine Fehleinsch&auml;tzung zugibt, m&uuml;ssten die Akten wohl &ouml;ffentlich zug&auml;nglich gemacht werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Microsoft will Milit&auml;r und Geheimdienste beliefern<\/strong><br>\nMicrosoft sieht keinen Grund, auf Gesch&auml;fte mit dem US-amerikanischen Milit&auml;r und den Geheimdiensten zu verzichten. Laut einem Bericht der New York Times kommentierte Brad Smith, Chefsyndicus des Unternehmens, diesen Standpunkt so: &ldquo;Microsoft wurde in den Vereinigten Staaten geboren, hat seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten und ist aufgrund der Vorteile gro&szlig;geworden, die es mit sich bringt, in diesem Land angesiedelt zu sein.&rdquo;<br>\nSmith und weitere Firmenvertreter erkl&auml;rten ihre Absicht, Milit&auml;r und Geheimdienst zu unterst&uuml;tzen, dem Bericht zufolge auf einer Veranstaltung am gestrigen Freitag in einem ungew&ouml;hnlich kleinen, bescheidenen Rahmen. Inzwischen ver&ouml;ffentlichte Smith auf dem Microsoft-Blog ebenfalls eine Stellungnahme zu Microsofts Engagement bei Milit&auml;r-Projekten.<br>\nErst in der vergangenen Woche hatten Mitarbeiter von Microsoft und Amazon sich anonym gegen eine Beteiligung ihrer Unternehmen an Milit&auml;rprojekten ausgesprochen. In einem offenen Brief kritisierten Microsoft-Mitarbeiter, dass ihr Unternehmen an der 10 Milliarden schweren Ausschreibung des US-Verteidigungsministeriums zum Betrieb des Cloud-Systems Joint Enterprise Defense Infrastructure (Jedi) teilnimmt und fordern das Unternehmen dazu auf, die Beteiligung an Projekten dieser Art k&uuml;nftig auszuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Microsoft-will-Militaer-und-Geheimdienste-beliefern-4205383.html\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Facebook Censorship of Alternative Media &lsquo;Just the Beginning,&rsquo; Warns Top Neocon Insider<\/strong><br>\nThis October, Facebook and Twitter deleted the accounts of hundreds of users, including many alternative media outlets maintained by American users. Among those wiped out in the coordinated purge were popular sites that scrutinized police brutality and U.S. interventionism, like The Free Thought Project, Anti-Media, and Cop Block, along with the pages of journalists like Rachel Blevins.<br>\nFacebook claimed that these pages had &ldquo;broken our rules against spam and coordinated inauthentic behavior.&rdquo; However, sites like The Free Thought Project were verified by Facebook and widely recognized as legitimate sources of news and opinion. John Vibes, an independent reporter who contributed to Free Thought, accused Facebook of &ldquo;favoring mainstream sources and silencing alternative voices.&rdquo;<br>\nIn comments published here for the first time, a neoconservative Washington insider has apparently claimed a degree of credit for the recent purge &mdash; and promised more takedowns in the near future.<br>\n&ldquo;Russia, China, and other foreign states take advantage of our open political system,&rdquo; remarked Jamie Fly, a senior fellow and director of the Asia program at the influential think tank the German Marshall Fund, which is funded by the U.S. government and NATO. &ldquo;They can invent stories that get repeated and spread through different sites. So we are just starting to push back. Just this last week Facebook began starting to take down sites. So this is just the beginning.&rdquo;<br>\nFly went on to complain that &ldquo;all you need is an email&rdquo; to set up a Facebook or Twitter account, lamenting the sites&rsquo; accessibility to members of the general public. He predicted a long struggle on a global scale to fix the situation, and pointed out that to do so would require constant vigilance.<br>\nFly made these stunning comments to Jeb Sprague, who is a visiting faculty in sociology at the University of California-Santa Barbara and co-author of this article. The two spoke during a lunch break at a conference on Asian security organized by the Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, Germany on Oct. 15 and 16.<br>\nThe remarks by Fly &mdash; &ldquo;we are just starting to push back&rdquo; &mdash; seemed to confirm the worst fears of the alternative online media community. If he was to be believed, the latest purge was motivated by politics, not spam prevention, and was driven by powerful interests hostile to dissident views, particularly where American state violence is concerned.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2018\/10\/24\/facebook-censorship-of-alternative-media-just-the-beginning-warns-top-neocon-insider\/\">Consortium News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.B.:<\/strong> Dieser Artikel von einer sehr guten US Seite (&hellip;) zeigt die Machenschaften von Facebook &amp; Co in den USA,die sicher auch bei uns noch mehr um sich greifen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Steuergeld nicht f&uuml;r Klientelpolitik missbrauchen<\/strong><br>\nAls die Steuersch&auml;tzer des Bundesfinanzministeriums im Mai verk&uuml;ndeten, dass sie in den kommenden drei Jahren Mehreinnahmen von &uuml;ber 60 Milliarden Euro erwarteten, weckte das gro&szlig;e Begehrlichkeiten der Steuerlobby: Es sei an der Zeit, die Gutverdiener zu entlasten, durch eine Abschaffung des Solis, eine Erh&ouml;hung des Einkommensniveaus, ab dem der Spitzensteuersatz greift, oder einer Senkung des Spitzensteuersatzes.<br>\nDoch die Politik sollte dringend der Versuchung widerstehen, mit diesen Geldern eine Klientelpolitik zulasten k&uuml;nftiger Generationen zu betreiben. Auch deshalb, weil die prognostizierten Mehreinnahmen nur ein halbes Jahr sp&auml;ter zusammengeschrumpft sind: Mit nur 6,7 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen k&ouml;nnten Bund, L&auml;nder und Kommunen bis 2022 rechnen, verk&uuml;ndete der Bundesfinanzminister am Donnerstag, also gerade mal einem Zehntel.<br>\nForderungen nach Steuerentlastungen sind unabh&auml;ngig von der H&ouml;he der Mehreinnahmen fehl am Platz. Eine kluge Zukunftspolitik w&uuml;rde die heutigen Steuereinnahmen f&uuml;r Investitionen in den Wirtschaftsstandort Deutschland und in k&uuml;nftige Generationen nutzen.<br>\nDie Steuerlobby f&uuml;hrt gerne an, &ldquo;Steuergerechtigkeit&rdquo; gebiete es, die Menschen zu entlasten, die die h&ouml;chsten Steuern zahlen, n&auml;mlich die Verm&ouml;genden und Einkommensstarken. Eine ehrliche Analyse zeigt jedoch, dass die einkommensst&auml;rksten 30 Prozent der Deutschen seit 1998 deutlich entlastet worden sind. Dagegen werden die unteren 70 Prozent heute steuerlich deutlich st&auml;rker belastet als noch vor 20 Jahren. Gerade die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent im Jahre 2005 bedeutet, dass einkommensschwache Menschen einen deutlich h&ouml;heren Anteil ihres Einkommens an Steuern entrichten m&uuml;ssen. Meint man das ernst mit der &ldquo;Steuergerechtigkeit&rdquo;, dann ist schwer verst&auml;ndlich, wie das durch eine weitere Entlastung der Bessergestellten zu rechtfertigen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-10\/steuerschaetzung-ueberschuss-steuerlobby-steuersenkung-zukunftsinvestitionen\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Immerhin sagt es mal einer. Ich halte Fratzscher weiterhin f&uuml;r einen Neoliberalen im Schafspelz, aber hier argumentiert er klipp und klar und richtig. &Uuml;berhaupt ist der Hinweis auf die h&ouml;here Steuerlast der Besserverdiener (die in den letzten 25 Jahren schon drastisch reduziert worden ist) sowieso kein Argument: in einem Sozialstaat *muss* die Belastung der starken Schultern h&ouml;her sein, m&uuml;ssen die Starken f&uuml;r die Schwachen mitsorgen, das ist die Definition. Und nach dieser Definition hat sich Deutschland schon viel zu stark vom Sozialstaatsmodell entfernt, weil dank degressiver Sozialabgaben und Abgeltungssteuer f&uuml;r Kapitalertr&auml;ge die Abgabenlast insgesamt sp&auml;testens seit der Schr&ouml;der-Fischer-Regierung degressiv wirkt, die &ldquo;starken Schultern&rdquo; proportional *weniger* Steuern und Abgaben zahlen als die Mittelschicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wie Deutschlands Schulsystem gerechter werden k&ouml;nnte<\/strong><br>\nSeit Jahren diskutiert Deutschland &uuml;ber Chancengleichheit im Bildungssystem. Doch trotz vieler Reformen und Leuchtturmprojekte tut sich nur wenig, wie eine OECD-Studie diese Woche erneut gezeigt hat.<br>\n15-j&auml;hrige Sch&uuml;ler aus sozial benachteiligten Familien schneiden beim Pisa-Test sehr viel schlechter ab, als Kinder aus privilegierten Familien: In den Naturwissenschaften entspricht der Leistungsunterschied ganzen drei Schuljahren. In den meisten anderen OECD-L&auml;ndern sind diese Leistungsunterschiede weitaus geringer.<br>\nIn Deutschland sind die Kinder aus sozial schwachen Familien dagegen gleich doppelt benachteiligt: Kinder mit niedrigem sozio&ouml;konomischen Hintergrund besuchen n&auml;mlich oft Schulen, in denen die anderen Sch&uuml;ler aus einem &auml;hnlichen Umfeld kommen. Sie bleiben unter sich und schneiden deshalb auch schlechter ab, als wenn sie in eine Schule mit Kindern aus besser gestellten Familien gingen.<br>\nCampus &amp; Karriere fragt: Warum h&auml;ngt Bildungserfolg in Deutschland immer noch so stark von der Herkunft ab? Was machen andere L&auml;nder besser? Wie sollte man Schulen in sozialen Brennpunkten f&ouml;rdern? Und: Welche Konzepte k&ouml;nnten diese Chancen-Ungleichheiten beseitigen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-oberschicht-foerdert-sich-selbst-wie-deutschlands.680.de.html?dram:article_id=431607\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46686\">PISA: Das deutsche Schulsystem ist unsozial &ndash; Und doch &auml;ndert sich nichts<\/a>&ldquo;. Interessant ist auch ein <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dev\/1919076.pdf\">Zitat aus einem OECD-Strategiepapier<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Um das Haushaltsdefizit zu reduzieren, sind sehr substanzielle Einschnitte im Bereich der &ouml;ffentlichen Investitionen oder die K&uuml;rzung der Mittel f&uuml;r laufende Kosten ohne jedes politische Risiko. Wenn Mittel f&uuml;r laufende Kosten gek&uuml;rzt werden, dann sollte die Quantit&auml;t der Dienstleistung nicht reduziert werden, auch wenn die Qualit&auml;t darunter leidet. Beispielsweise lassen sich Haushaltsmittel f&uuml;r Schulen und Universit&auml;ten k&uuml;rzen, aber es w&auml;re gef&auml;hrlich, die Zahl der Studierenden zu beschr&auml;nken. Familien reagieren gewaltsam, wenn ihren Kindern der Zugang verweigert wird, aber nicht auf eine allm&auml;hliche Absenkung der Qualit&auml;t der dargebotenen Bildung, und so kann die Schule immer mehr dazu &uuml;bergehen, f&uuml;r bestimmte Zwecke von den Familien Eigenbeitr&auml;ge zu verlangen, oder bestimmte T&auml;tigkeiten ganz einstellen. Dabei sollte nur nach und nach so vorgegangen werden, z.B. in einer Schule, aber nicht in der benachbarten Einrichtung, um jede allgemeine Unzufriedenheit der Bev&ouml;lkerung zu vermeiden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Hat also auch die OECD selbst nicht mit dazu beigetragen, dass das deutsche Schulsystem &ndash; h&ouml;flich formuliert &ndash; bestenfalls suboptimal funktioniert?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Deutschland will Erdogan-kritischen Journalisten ausweisen<\/strong><br>\nAdil Yigit soll die Bundesrepublik Ende Januar verlassen. Bei einer Pressekonferenz von Erdogan und Kanzlerin Merkel protestierte er mit einem T-Shirt.<br>\nDeutschland will Ende Januar den t&uuml;rkischen Regierungskritiker und Journalisten Adil Yigit in die T&uuml;rkei ausweisen. Am Freitag habe er den Bescheid bekommen, sagte Yigit der Deutschen Presse-Agentur. Der 60-J&auml;hrige f&uuml;hrt die Entscheidung auf seine prominente Protestaktion w&auml;hrend einer Pressekonferenz des t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan und Kanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt Ende September zur&uuml;ck. Damals trug der in Hamburg lebende Journalist ein wei&szlig;es T-Shirt mit der Aufschrift &ldquo;Gazetecilere &Ouml;zg&uuml;rl&uuml;k &ndash; Freiheit f&uuml;r Journalisten in der T&uuml;rkei&rdquo;. Als es zu Unruhe kam, griffen deutsche Sicherheitskr&auml;fte ein und brachten Yigit aus dem Saal. Erdogan l&auml;chelte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/erdogan-journalist-t-shirt-ausweisung-1.4189272\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie passt das eigentlich zu unseren Sonntagsreden von Meinungs- und Pressefreiheit?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Habeck und die BILD<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/181029-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/181029-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p><em>Das Originalzitat lautet &uuml;brigens:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Der Punkt ist, dass die Bundesregierung viel zu lange nach dem Prinzip &bdquo;Kopf in den Sand&ldquo; agiert hat.Der Syrienkrieg eskalierte schon vor 2015 und die Lage in den Fl&uuml;chtlingslagern wurde immer dramatischer. Aber die Bundesregierung hat Warnungen ignoriert und das Land nicht vorbereitet. Sie hat vers&auml;umt, die Beh&ouml;rden personell, finanziell und strukturell so zu st&auml;rken, dass sie geordnete Verfahren f&uuml;r eine humanit&auml;re Aufnahme durchf&uuml;hren k&ouml;nnen. Zudem h&auml;tte sie f&uuml;r europ&auml;ische Alternativen zum Dublin-Verfahren sorgen m&uuml;ssen, weil das System offenkundig weder fair war noch funktionierte. Dieses Auf-Sicht-Fahren ist das Problem.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Gegen das Zitat ist nichts einzuwenden. Wieder einmal verf&auml;hrt die BILD nach dem gleichen Prinzip, das bei Sahra Wagenknecht auch immer wieder vorexerziert wird. Nun also Habeck und das einen Tag vor der Hessen-Wahl. Mitleid w&auml;re hier aber fehl am Platz, da gerade die Gr&uuml;nen immer wieder solche fragw&uuml;rdigen &Uuml;berschriften aufgegriffen haben, um gegen Wagenknecht zu polemisieren. In Kipping-Kreisen wurde Habeck &uuml;brigens schon wegen des BILD-Titels &bdquo;Grenzenpopulismus&ldquo; vorgeworfen &hellip; freilich ohne auf das eigentliche Zitat einzugehen. Aber auch das kennt man ja schon zu gen&uuml;ge.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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