{"id":46821,"date":"2018-10-31T08:22:35","date_gmt":"2018-10-31T07:22:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821"},"modified":"2018-10-31T08:22:35","modified_gmt":"2018-10-31T07:22:35","slug":"hinweise-des-tages-3237","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h01\">Chancen ergreifen statt abwehren &ndash; Die Linke st&auml;rken!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h02\">Sozialdemokrat*innen wollen R&uuml;cktritt der gesamten SPD-F&uuml;hrungsspitze und Sonderparteitag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h03\">Friedrich Merz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h04\">Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h05\">Die Kanzlerin, die nichts wollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h06\">Humanity has wiped out 60% of animal populations since 1970, report finds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h07\">Absturz statt Aufbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h08\">Es gibt keine richtige Politik in der falschen Wirtschaftsideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h09\">Der Immobilienmarkt ist anf&auml;llig f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h10\">Gute Gesundheitsversorgung statt Kostendisziplin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h11\">3 von 4 Besch&auml;ftigten k&ouml;nnen kaum von ihrer Arbeit leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h12\">Scheitert Stuttgart 21 am Brandschutz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h13\">Zwei Drittel der M&auml;nner sind &uuml;bergewichtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h14\">Umdenken? Fehlanzeige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h15\">Erneute Konfrontation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h16\">Schwere Verwerfungen an Berliner FH &bdquo;Die Hochschule wird aus politischen Gr&uuml;nden ruiniert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46821#h17\">Massenwanderungen haben sowohl in den Herkunftsl&auml;ndern als auch den Ziell&auml;ndern der Migranten negative Effekte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Chancen ergreifen statt abwehren &ndash; Die Linke st&auml;rken!<\/strong><br>\nEine popul&auml;re linke Alternative zur herrschenden Politik ist n&ouml;tiger denn je. Die neoliberale Politik treibt die Entfesselung der M&auml;rkte, Privatisierung und Umverteilung zugunsten der Reichen weiter voran. Die Demokratie wird ausgeh&ouml;hlt, Konfrontation und Aufr&uuml;stung betrieben, hierzulande, in der EU und weltweit. Die nationalistische Rechte erstarkt, indem sie &Auml;ngste vor sozialem Abstieg und vor Zuwanderung anspricht und sich als Protestpartei darstellt. Dabei steht sie selbst gegen soziale Politik, treibt sie die Menschen gegeneinander und lenkt ab von wirklichen Alternativen. Die neoliberal deformierte Sozialdemokratie erlebt einen rapiden Niedergang.<br>\nDoch es gibt auch positive Entwicklungen: Besch&auml;ftigte k&auml;mpfen mit gro&szlig;er Unterst&uuml;tzung aus der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r bessere L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen. Hunderttausende Menschen gehen #unteilbar gegen Rassismus und gegen Rechts auf die Stra&szlig;e, wehren sich gegen steigende Mieten, k&auml;mpfen gegen die drohende Klimakatastrophe, oder unterst&uuml;tzen die neue linke Sammlungsbewegung Aufstehen. Unsere Partei DIE LINKE ist an vielen Bewegungen aktiv beteiligt und gewinnt neue Mitglieder. Sie schafft es aber bisher nicht, die Verluste der SPD auszugleichen und das Erstarken der AfD zu verhindern. Unterschiedliche Ansichten und Einsch&auml;tzungen und eine Debatte dar&uuml;ber sind normal in einer demokratischen Partei. Sie m&uuml;ssen aber sachlich und fair miteinander ausgetragen werden. Entscheidend ist, dass wir uns auf das konzentrieren, was uns verbindet. Nur so werden wir unserer erh&ouml;hten Verantwortung gerecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/starke-linke.de\/?fbclid=IwAR1DRxKGFq17s4WjC17cl3diF3Ay9SxvGLseGSb71fPBofjpRLy18Z2g0_Q\">Starke Linke<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unserer Leserin T.G.:<\/strong> Egal, wo man in der Partei DIE LINKE steht, man sollte zur Kenntnis nehmen, dass mit dem Image der Partei und dem Kurs, den Riexinger und Kipping eingeschlagen haben, es leider nicht gelingt, erheblich st&auml;rker zu werden. Und es gelingt kaum insbesondere ehemalige SPD-W&auml;hler, Entt&auml;uschte oder Arbeiter hinzuzugewinnen. Aufstehen k&ouml;nnte eine Chance sein, die Partei zu st&auml;rken und zu verbreitern. Sozusagen ein erg&auml;nzendes Angebot f&uuml;r all jene, die (noch) nicht in Parteien eintreten wollen. Eine sachliche Auseinandersetzung &uuml;ber die Chancen der Sammlungsbewegung ist angesichts der schlechten Lage f&uuml;r die politische Linke gewiss nicht zu viel verlangt. Es w&auml;re w&uuml;nschenswert, wenn sich diese Einsicht bei denjenigen in der Linkspartei, die Wagenknecht lieber gestern als heute abs&auml;gen w&uuml;rden, durchsetzen w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sozialdemokrat*innen wollen R&uuml;cktritt der gesamten SPD-F&uuml;hrungsspitze und Sonderparteitag<\/strong><br>\nJetzt oder nie. Es ist nach 12 Uhr. Die Talfahrt der SPD wird zum freien Fall. Schluss mit Beschwichtigungen, mit &bdquo;Ruhe bewahren&ldquo; und dem angeblich x-ten Neustart in der Gro&szlig;en Koalition. Es geht l&auml;ngst nicht mehr um Machtoptionen und Posten, sondern ums nackte &Uuml;berleben der Sozialdemokratie. Wir brauchen einen radikalen Neuanfang. [&hellip;]<br>\nWir schlagen vor:\n<ul>\n<li>Die schnellstm&ouml;gliche Einberufung eines SPD-Sonderparteitags, auf dem &uuml;ber das Ende der GroKo und &uuml;ber die Neuausrichtung &ndash; inhaltlich, personell, strukturell &ndash; debattiert wird.<\/li>\n<li>Den R&uuml;cktritt der SPD-F&uuml;hrungsspitze.<\/li>\n<li>Die Urwahl der\/des SPD-Parteivorsitzenden. Die Kandidat*innen sollen zuvor eine eigene inhaltliche Programmatik und eine Vision f&uuml;r die Zukunft der Partei entwickeln und diese bei Veranstaltungen in allen Regionen Deutschlands vorstellen. Nach dem Vorbild von Labour UK sollten extra Mitgliedschaften eingef&uuml;hrt werden, welche zur Teilnahme an der Urwahl f&uuml;hren.<\/li>\n<li>Danach sollte die Person mit den meisten Stimmen auf einem erneuten Parteitag als Vorsitzende*r best&auml;tigt werden und der gesamte Vorstand neu gew&auml;hlt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.marco-buelow.de\/sozialdemokratinnen-wollen-ruecktritt-der-gesamten-spd-fuehrungsspitze-und-sonderparteitag\/\">Marco B&uuml;low, MdB (SPD)<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Es geht ums nackte &Uuml;berleben der SPD&ldquo;<\/strong><br>\nDie SPD-Basis kritisiert ihre Spitze. Personelle Konsequenzen sind nach dem schlechten Abschneiden bei den Wahlen in Bayern und Hessen ein Thema. Besonders Andrea Nahles steht hier unter Druck.<br>\nZehn Sozialdemokraten wollen einen radikalen Neuanfang und fordern in einem Aufruf den R&uuml;cktritt der gesamten SPD-Parteif&uuml;hrung; sieben von ihnen geh&ouml;ren zur linken &bdquo;Aufstehen&ldquo;-Bewegung. Das ist kein Zufall.<br>\nAuch in der SPD g&auml;rt angesichts der enormen Stimmverluste bei den vergangenen Wahlen der Wunsch nach einem Umbau der Parteif&uuml;hrung. Am Montag forderten zehn Sozialdemokraten den R&uuml;cktritt der gesamten F&uuml;hrungsspitze. Nicht nur das Ausma&szlig; der R&uuml;cktrittsforderung ist beachtlich.<br>\nDer Aufruf hat eine weitere Auff&auml;lligkeit: Mindestens sieben der zehn Unterzeichner sind Mitglieder oder Anh&auml;nger von Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo;, der Kritiker vorwerfen, den linken Parteien eher zu schaden, als zu nutzen. Ein Detail, das in dem Aufruf nicht deutlich wird.<br>\nVer&ouml;ffentlicht wurde dieser auf der Website des Bundestagsabgeordneten Marco B&uuml;low, einem der sendungsbewusstesten &bdquo;Aufstehen&ldquo;-Mitglieder. In dem Text hei&szlig;t es in dramatischem Ton: &bdquo;Es geht l&auml;ngst nicht mehr um Machtoptionen und Posten, sondern ums nackte &Uuml;berleben der Sozialdemokratie. Wir brauchen einen radikalen Neuanfang.&ldquo;<br>\nDeshalb m&uuml;sse die SPD-F&uuml;hrungsspitze zur&uuml;cktreten. Dann h&auml;tten die Sozialdemokraten immer noch die Chance, die Menschen zu &uuml;berzeugen und Glaubw&uuml;rdigkeit zur&uuml;ckzugewinnen.<br>\nUnterzeichnet hat den Text neben B&uuml;low auch der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Botschafter Rudolf Dre&szlig;ler. Auch er ist Mitglied der Sammlungsbewegung und sieht darin die einzige Chance der SPD auf eine Machtperspektive.<br>\nAuch Simone Lange, Oberb&uuml;rgermeisterin von Flensburg, hat die R&uuml;cktrittsforderung unterzeichnet. Sie war bei der Vorstellung der Sammlungsbewegung in der Bundespressekonferenz dabei und gilt als eines der prominenteren Mitglieder. Im April trat sie bei der Wahl zur Bundesvorsitzenden der SPD an &ndash; gegen Andrea Nahles, die am Ende gewann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article183023504\/Aufruf-zum-Ruecktritt-Es-geht-ums-nackte-Ueberleben-der-SPD.html\">WELT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Friedrich Merz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Habe nicht die Absicht, in die Politik zur&uuml;ckzukehren&rdquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Fraktionsvorsitzende der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion will jetzt Vorsitzender der CDU werden. Dr&auml;ngt jetzt BlackRock in die Schaltstellen der Politik?<br>\nAlso, das haben wir ja noch nie erlebt. Da sagt ein ehemaliger Politiker, dass er der Politik ein f&uuml;r alle Ad&eacute; sagt. Um dann mit Volldampf ins Zentrum politischer Macht vorzusto&szlig;en. Noch-Kanzlerin Angela Merkel hatte im Jahre 2009 dem damaligen Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz klar gemacht, dass f&uuml;r sie beide im politischen Raumschiff Berlin kein Platz sei. &ldquo;Angie&rdquo; sorgte daf&uuml;r, dass der Zweimetermann Merz in die politische Versenkung verklappt wurde.<br>\nUnd nun ist der Jurist aus Brilon wieder da. Hat sich selber als Kandidaten f&uuml;r den CDU-Vorsitz ins Gespr&auml;ch gebracht. Die Politik-Abstinenz hat ihm gut getan. Ein sichtlich erholter Merz pr&auml;sentiert sich den Fotoblitzen der Presse. In den letzten neun Jahren ist er nur st&auml;rker geworden; gesundheitlich, vernetzungstechnisch und, nicht zu vergessen: finanziell.<br>\nWie schafft man das? Zun&auml;chst einmal: Merz ist nicht aus der Politik ausgestiegen. Er ist lediglich von der einen Politik-Ebene in die andere gewechselt. Umgestiegen aus der Ebene der &ouml;ffentlich einsehbaren parlamentarischen Demokratie in die nicht-&ouml;ffentliche Parallelstruktur der diskreten Pressure Groups und Stiftungen, die in der Postdemokratie (ein Begriff des englischen Soziologen Colin Crouch) die politischen Paradigmen bestimmen. Die als Lobbyorganisationen daf&uuml;r sorgen, dass nicht nur politische Detailfragen in ihrem Sinne bestimmt werden, sondern auch die langfristige Perspektive stimmt.<br>\nDie ehrenwerte Atlantikbr&uuml;cke mit ihren 500 F&uuml;hrungskr&auml;ften aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien sorgt in diesem Sinne seit den 1950er Jahren daf&uuml;r, dass die Bundesrepublik Deutschland stets eine Politik macht, die in enger Synchronisation mit der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika vollzogen wird.<br>\n(&hellip;) Wie sieht also, abschlie&szlig;end gefragt, sein Standing verglichen mit Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn aus? Ob Merz sich dazu eignet, der CDU\/CSU die W&auml;hler zur&uuml;ckzuholen, die zur AfD abgewandert sind, ist fraglich. 2009 galt er als Rechtsau&szlig;en in der deutschen Politik-Landschaft. Mit seiner Forderung nach Durchsetzung der deutschen Leitkultur innerhalb einer Multikulti-Gesellschaft wirkt er heute im allgemeinen Rechtsruck geradezu gem&auml;&szlig;igt konservativ. Als USA-Vorbeter und als geradezu idealtypischer Vertreter des &ldquo;raffenden Standes&rdquo; d&uuml;rfte Merz bei AfD-Leuten nicht gut ankommen. Da m&uuml;sste er mindestens so viel Kreide fressen wie Alice Weidel.<br>\nNichtsdestoweniger hat die Christenunion nicht viele derart eloquente und bisweilen auch charmante Politiker aufzuweisen wie Friedrich Merz. Vielleicht will er ja auch nur CDU-Vorsitzender werden, und nicht auch noch Kanzler. Vielleicht will er ja mit seiner Erfahrung im politischen Business nur die h&ouml;lzerne Kanzlerschaft seines Atlantik-Br&uuml;cken-Freundes Jens Spahn tatkr&auml;ftig begleiten und unterst&uuml;tzen. Das w&auml;re das ideale transatlantische und marktradikale Gespann. &ldquo;Schau&rsquo;n wir mal!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Friedrich-Merz-Habe-nicht-die-Absicht-in-die-Politik-zurueckzukehren-4207518.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Zur Person Friedrich Merz siehe auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46793\">den Kommentar von Jens Berger vom 29. Oktober auf den Nachdenkseiten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Im Auftrag des Geldes<\/strong><br>\nFriedrich Merz will CDU-Parteichef werden, nachdem er jahrelang Cheflobbyist von Blackrock war. Experten werfen der weltgr&ouml;&szlig;ten Fondsgesellschaft zu gro&szlig;en Einfluss vor.<br>\n(&hellip;) Merz kandiert im Dezember f&uuml;r den Parteivorsitz der CDU, das hat er am Dienstag offiziell best&auml;tigt&hellip;Seit Anfang 2016 ist Merz auch Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Tochtergesellschaft von Blackrock, dem gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalter der Welt.<br>\nBlackrock ist ein Unternehmen, das das Geld seiner Kundinnen und Kunden weltweit in Fonds sammelt und vor allem in Aktien investiert &ndash; mit dem Ziel, es m&ouml;glichst zu vermehren. J&uuml;ngsten Angaben zufolge verf&uuml;gt das Unternehmen derzeit &uuml;ber ein Anlagevolumen von 6,3 Billionen Dollar. Eine schier unfassbare Summe, fast doppelt so hoch wie die deutsche Wirtschaftsleistung in einem Jahr (3,7 Billionen Dollar).<br>\n(&hellip;) Kritik von Wettbewerbsh&uuml;tern<br>\nBei Merz aber k&ouml;nnten andere Umst&auml;nde seine Aussichten auf den CDU-Vorsitz belasten. Wirtschaftsexperten werfen dem US-Unternehmen Blackrock vor, einen zu gro&szlig;en Einfluss auf die deutsche Wirtschaft auszu&uuml;ben. Die Fondsgesellschaft h&auml;lt schon l&auml;nger betr&auml;chtliche Aktienpakte aller 30 deutschen Unternehmen, die im Dax repr&auml;sentiert sind. Bei Post, Allianz und Bayer beispielsweise war Blackrock zuletzt mit mehr als sieben Prozent beteiligt, am Dax insgesamt mit 4,5 Prozent. Immer wieder wird berichtet, dass sich die Konzernf&uuml;hrung aus New York auch aktiv in die Entscheidungen der deutschen Manager und Managerinnen einmische.<br>\nEin umstrittenes Unternehmen also. Und in diesem spielte Merz eine wichtige Rolle. Als er vor rund drei Jahren den Posten antrat, teilte das Unternehmen mit, dass seine Aufgabe &uuml;ber die reine Aufsichtsfunktion hinausginge. Er solle eine &ldquo;weiter gefasste Beraterrolle einnehmen, in der er die Beziehungen mit wesentlichen Kunden, Regulierern und Regulierungsbeh&ouml;rden in Deutschland f&uuml;r Blackrock f&ouml;rdern wird&rdquo;, schrieb sein Arbeitgeber damals. Merz war also der zentrale Lobbyist f&uuml;r Blackrock in Deutschland und hat &ndash; wenn er seinen Job gut gemacht hat &ndash; darauf hingewirkt, dass der Staat dem Unternehmen m&ouml;glichst wenige Hindernisse in den Weg legt.<br>\nZu weiterem Erkl&auml;rungsbedarf k&ouml;nnte auch ein Posten in einem anderen Finanzunternehmen f&uuml;hren, f&uuml;r das Merz seit Anfang 2010 als Mitglied im Aufsichtsrat sitzt. Die D&uuml;sseldorfer Privatbank HSBC Trinkaus ist laut dem Abschlussbericht des Bundestagsuntersuchungsausschusses in Steuergesch&auml;fte verwickelt gewesen, die der &Ouml;ffentlichkeit erst seit einiger Zeit unter dem Namen Cum-Ex bekannt sind. Dabei geht es um Steuerr&uuml;ckerstattungen aus Aktiengesch&auml;ften, die Investoren nicht zustehen&hellip;.<br>\nAuch die Anwaltskanzlei Mayer Brown, f&uuml;r die Merz weiterhin t&auml;tig ist, verdient auf ihre Art mit Cum-Ex Geld. Auf ihrer Website wirbt die Soziet&auml;t: &ldquo;Markteilnehmer k&ouml;nnten als Resultat aus Cum-Ex-Gesch&auml;ften wachsenden Rechtsrisiken gegen&uuml;berstehen.&rdquo; Die deutschen Steuerbeh&ouml;rden h&auml;tten ihre Ermittlungen intensiviert, um m&ouml;gliche Steuerdelikte aufzukl&auml;ren. Die Kanzlei wolle ihren Kunden dabei behilflich sein, diesem &ldquo;Risiko entgegenzuwirken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-10\/friedrich-merz-blackrock-aufsichtsrat-lobbyist-cum-ex\">Zeit online<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuererkl&auml;rungen, die auf keinen Bierdeckel passen<\/strong><br>\nMerz&rsquo; &ldquo;brillante&rdquo; Vereinfachung, wie es in gegenw&auml;rtigen deutschen Leitmedien bewundernd hei&szlig;t, der Bierdeckel, auf den eine ganze Steuererkl&auml;rung passen m&uuml;sse, ist gewiss eine demagogische H&ouml;chstleistung:<br>\ndenn Merz&rsquo; arbeitet als Anwalt und Berater f&uuml;r Konzerne, nicht zuletzt f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Aktieneigent&uuml;mer der gegenw&auml;rtigen Welt, BlackRock, deren Steuererkl&auml;rungen mehrere tausend Seiten lang sind, und in denen m&ouml;glicherweise zudem das wichtigste fehlt: Beispiel: allein der 5,02 Prozent BlackRock-Aktien Anteil am Braunkohle-Verbrenner RWE AG sind auf  154 Briefkastenfirmen verteilt, die auf den Namen BlackRock lauten, und domiziliert sind in einem knappen Dutzend Finanzoasen zwischen Delaware, Luxemburg, den Niederlanden und den Cayman Islands.<br>\nQuelle: Werner R&uuml;gemer\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zur Erinnerung f&uuml;r alle Vergesslichen hier noch einmal ein Artikel aus dem Jahre 2008 &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Friedrich Merz h&auml;lt 132 Euro Hartz IV f&uuml;r genug<\/strong><br>\nErst wollte er die Steuererkl&auml;rung auf einem Bierdeckel einf&uuml;hren, jetzt verteidigt CDU-Politiker Friedrich Merz die umstrittene Hartz-IV-Studie, die einen Regelsatz von 132 Euro f&uuml;r ausreichend h&auml;lt. Auf der Klausurtagung der FDP rief Merz zu einer Offensive f&uuml;r die Marktwirtschaft auf. Dabei sollten Sozialleistungen weiter beschr&auml;nkt werden. [&hellip;]<br>\nSchon heute reiche das Wachstum der Volkswirtschaft nicht mehr aus, um alle Versprechen zu erf&uuml;llen. Gerade in der Arbeitnehmerschaft k&ouml;nne man durchaus Zustimmung erwarten, wenn man sage, dass nicht nur eine Ausweitung, sondern auch Begrenzung des Sozialstaates sinnvoll sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/article2433139\/Friedrich-Merz-haelt-132-Euro-Hartz-IV-fuer-genug.html?wtmc=socialmedia.facebook.shared.web&amp;fbclid=IwAR1zA-1JJ2hRX4CPYxPa1_fX-2T8_kdTF07Kxn55o0Qa0MGC22Lystq_x7s\">WELT<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Brasilien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erschie&szlig;en und wegsperren<\/strong><br>\nBrasiliens k&uuml;nftiger Staatschef sieht das Land im Krieg und setzt auf Gewalt<br>\nNach dem Wahlsieg des Faschisten Jair Bolsonaro am vergangenen Sonntag steht Brasilien ein reaktion&auml;rer Umbau des Staates bevor. In seinem ersten Fernsehinterview nach der Wahl bekr&auml;ftigte der k&uuml;nftige Staatschef dem Sender Record TV gegen&uuml;ber seine harte Linie. So werde man alle Aktionen der Bewegung der Landlosen (MST) und der Obdachlosen (MTST) k&uuml;nftig als &raquo;Terrorismus&laquo; verfolgen, k&uuml;ndigte der Exmilit&auml;r an. &raquo;Soll das Gef&auml;ngnis die Alternative dazu sein, auf der Stra&szlig;e oder am Rande der Verkehrswege zu leben?&laquo; fragte deshalb am Dienstag Nacho Lemus vom lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur. In Brasilien fehlen sechs Millionen Wohnungen, ein Prozent der Landbesitzer verf&uuml;gt &uuml;ber 45 Prozent des gesamten Grund und Bodens.<br>\nAm Montag (Ortszeit) besetzten rund 100 Ind&iacute;genas in Curitiba den Sitz der Gesundheitsbeh&ouml;rde Funasa, um gegen die Drohungen der k&uuml;nftigen Machthaber und Angriffe der Gro&szlig;grundbesitzer zu protestieren. In zahlreichen St&auml;dten waren zudem am Dienstag (Ortszeit) Kundgebungen und Demonstrationen zur Verteidigung der Verfassung und gegen den reaktion&auml;ren Umbau angek&uuml;ndigt.<br>\nBolsonaro sieht Brasilien als &raquo;im Krieg&laquo; befindlich an, wie er &shy;Record TVsagte. Der designierte Staatschef will deshalb den Erwerb von Feuerwaffen erleichtern und forderte die Polizei auf, &ouml;fter zu schie&szlig;en. Je mehr Tote es durch den Einsatz der Beamten gebe, desto mehr werde die Gewalt zur&uuml;ckgehen, behauptete er. Auch ein Lastwagenfahrer, der einen Dieb erschie&szlig;e, der ihm den Ersatzreifen stehlen wolle, habe in &raquo;rechtm&auml;&szlig;iger Notwehr&laquo; gehandelt.<br>\nBolsonaros wichtigste Unterst&uuml;tzer melden derweil bereits ihre Anspr&uuml;che an. So verlangte der m&auml;chtige Zusammenschluss evangelikaler Parlamentsabgeordneter eine &raquo;Modernisierung des Staates&laquo;. Darunter verstehen die Religi&ouml;sen einem Bericht der Zeitschrift F&oacute;rum zufolge unter anderem die Abschaffung des Kultur-, des Wissenschafts- und des Umweltministeriums.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342630.brasilien-erschie%C3%9Fen-und-wegsperren.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Bolsonaro holt Star-Richter ins Kabinett<\/strong><br>\n(&hellip;)  Der neu gew&auml;hlte brasilianische Pr&auml;sident Jair Bolsonaro will den prominentesten Korruptionsermittler des Landes zu seinem Justizminister machen. Er werde Richter Sergio Moro den Posten in seinem Kabinett anbieten, sagte der Rechtextremist im ersten Fernsehinterview seit seinem Wahlsieg.<br>\nMoro hat als Untersuchungsrichter die Ermittlungen zu &ldquo;Lava Jato&rdquo; (Autow&auml;scherei) &ndash; dem gr&ouml;&szlig;ten Korruptionsskandal Lateinamerikas &ndash; ma&szlig;geblich vorangetrieben. Im vergangenen Jahr verurteilte er Ex-Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva in erster Instanz wegen Bestechlichkeit zu einer Freiheitsstrafe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/jair-bolsonaro-103.html\">Tageschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Die Nachdenkseiten haben bereits mehrmals &uuml;ber die zwielichtige Rolle der Justiz in Brasilien sowie auch &uuml;ber den korrupten Richter Moro berichtet. Siehe hierzu insbesondere <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39196\">den Beitrag von Frederico F&uuml;llgraf<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Moro kritiklos als &bdquo;Star-Richter&ldquo; zu pr&auml;sentieren wirft die Frage auf, ob die zust&auml;ndigen Redakteure bei SPIEGEL Online schlicht uninformiert oder b&ouml;sartige Sympathisanten der Rechten sind. Hoffen wir mal, das Ersteres der Fall ist. Moro ist der Geburtshelfer Bolsonaros und die zentrale Figur der brasilianischen Rechtsextremen, wie Frederico F&uuml;llgraf gleich mehrfach bei uns klarstellte (u.a. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36249\">hier<\/a>)<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Kanzlerin, die nichts wollte<\/strong><br>\nMerkel l&auml;sst ein erodierendes Europa und ein sozial gespaltenes Deutschland zur&uuml;ck. Jetzt m&uuml;ssen die vernachl&auml;ssigten Konflikte auf den Tisch.<br>\nMan kann Angela Merkels Kanzlerschaft nicht als gescheitert betrachten. Denn zum Scheitern geh&ouml;ren Ziele. Und die hatte Angela Merkel eigentlich nie. Stets ging es nur darum, den Laden irgendwie am Laufen zu halten. Nicht einmal im Moment ihres R&uuml;cktritts lie&szlig; die CDU-Politikerin so etwas wie Ansporn erkennen, als ein Journalist sie fragte, was sie denn noch bis zum Ende ihrer Kanzlerschaft erreichen wolle. Mehr als ein gelangweiltes Lippenbekenntnis zum ohnehin ambitionslosen Koalitionsvertrag gab Merkel nicht. Damit ist klar, dass auch in der Endphase ihrer Regierungszeit nichts Revolution&auml;res mehr zu erwarten ist.<br>\nDas ist typisch f&uuml;r Angela Merkel. Stets fuhr die angez&auml;hlte Bundeskanzlerin auf Sicht. Und die klaren Entscheidungen, die sie traf, waren h&auml;ufig falsch. Beispiel Eurokrise: W&auml;hrend Merkel nach Ausbruch der Finanzkrise ab 2008 die deutschen Autobauer mit der Abwrackpr&auml;mie &uuml;ber Wasser hielt, zwang sie dem Rest Europas w&auml;hrend der nachfolgenden Eurokrise einen Sparkurs auf. Vor allem Griechenland wurde in den Ruin getrieben, das Land ist wegen der von Berlin vorangetriebenen Austerit&auml;tspolitik auf Generatio&shy;nen zur&uuml;ckgeworfen. Merkel interessierte das nicht. Einen Schuldenschnitt lehnte sie stets ab und lie&szlig; den EU-Partner mit Verweis auf die gemeinsamen &bdquo;Regeln&ldquo; in die Rezession abgleiten.<br>\n(&hellip;) Die Realit&auml;t sieht anders aus. Merkel l&auml;sst ein erodierendes Europa und ein sozial gespaltenes Deutschland zur&uuml;ck. Eigentlich muss man f&uuml;r ihren R&uuml;cktritt dankbar sein. Mit dem Abgang der Konsenskanzlerin k&ouml;nnten nun endlich all die gesellschaftlichen Konflikte diskutiert werden, die unter der Gro&szlig;en Gesellschaftlichen Koalition unter den Tisch gekehrt wurden.<br>\nMan k&ouml;nnte dar&uuml;ber reden, wie eine Eurozone so gestaltet werden kann, dass nicht haupts&auml;chlich Deutschland von ihr profitiert. Wie wir einen Sozialstaat wiederherstellen k&ouml;nnen, der diesen Namen verdient. Und wie man Reiche in Deutschland und Unternehmen in Europa dazu zwingen kann, sich angemessen an der Finanzierung des Gemeinwohls zu beteiligen. Die Zeit des faulen Konsenses ist vorbei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Merkels-Vorsitz-Verzicht\/!5543968\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Jedes Wort ein Treffer. Endlich mal eine wahrhaftige und realistische Betrachtung des Desasters, das Merkel angerichtet hat und zur&uuml;ckl&auml;sst, zwischen all den unertr&auml;glichen Elogen (<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Angela-Merkels-Ausstieg\/!5543633\/\">leider &ldquo;nat&uuml;rlich&rdquo; auch in der taz<\/a>) auf die gro&szlig;e Klimakanzlerin\/die Retterin Europas\/die humane Fl&uuml;chtlingskanzlerin. Dummerweise wird Merkel gleich <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5544017\/\">im taz-Artikel nebenan<\/a> wieder mehrfach gew&uuml;rdigt, sie h&auml;tte die CDU &ldquo;sozialdemokratisiert&rdquo; &ndash; sicher: mit Lohnsenkungen und Sozialabbau, mit Unternehmensteuersenkungen und Milliardensubventionen f&uuml;r Dieselbetr&uuml;ger, mit Austerit&auml;tsterror in der EU und maximaler Fl&uuml;chtlingsabwehr. Warum wollen so wenige Leute die Realit&auml;t sehen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Humanity has wiped out 60% of animal populations since 1970, report finds<\/strong><br>\nThe huge loss is a tragedy in itself but also threatens the survival of civilisation, say the world&rsquo;s leading scientists<br>\nHumanity has wiped out 60% of mammals, birds, fish and reptiles since 1970, leading the world&rsquo;s foremost experts to warn that the annihilation of wildlife is now an emergency that threatens civilisation.<br>\nThe new estimate of the massacre of wildlife is made in a major report produced by WWF and involving 59 scientists from across the globe. It finds that the vast and growing consumption of food and resources by the global population is destroying the web of life, billions of years in the making, upon which human society ultimately depends for clean air, water and everything else.<br>\n&ldquo;We are sleepwalking towards the edge of a cliff&rdquo; said Mike Barrett, executive director of science and conservation at WWF. &ldquo;If there was a 60% decline in the human population, that would be equivalent to emptying North America, South America, Africa, Europe, China and Oceania. That is the scale of what we have done.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2018\/oct\/30\/humanity-wiped-out-animals-since-1970-major-report-finds\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Dies ist keine Folge einer Naturkatastrophe, sondern das Resultat des entfesselten Kapitalismus. Ein weiterer Beleg daf&uuml;r, dass es so nicht weitergehen kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Absturz statt Aufbruch<\/strong><br>\nFrankreich und Polen haben die Entscheidung von Kanzlerin Merkel zum schrittweisen R&uuml;ckzug aus der Politik gew&uuml;rdigt. &ldquo;Sie hat niemals vergessen, was Europas Werte sind&rdquo;, sagte Pr&auml;sident Macron. Meint er das ernst?<br>\nWer die Kanzlerin von Anfang an beobachtet hat &ndash; und nicht erst seit ein paar Jahren, wie der Newcomer Macron &ndash; muss zu einem anderen Urteil kommen. Die meiste Zeit waren Merkel &ldquo;Europas Werte&rdquo; ziemlich egal.<br>\nErst lie&szlig; sie Griechenland h&auml;ngen, als das Land in Schieflage geriet. Dann zwang sie Spanien unter den Euro-Rettungsschirm &ndash; und setzte unn&ouml;tig harte Austerit&auml;tsprogramme durch, die gro&szlig;es Leid angerichtet haben.<br>\nGleichzeitig schaute Merkel beharrlich weg, als immer mehr Fl&uuml;chtlinge &uuml;bers Mittelmeer nach Spanien, Italien und Griechenland kamen. Ex-Kommissionschef Barroso weinte, Merkel l&auml;chelte k&uuml;hl.<br>\nErst als die Krise 2015 nach Deutschland her&uuml;ber schwappte, beschwor die Kanzlerin pl&ouml;tzlich eine &ldquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&rdquo; &ndash; die sie in ihrem schmutzigen Deal mit Sultan Erdogan dann gleich wieder verriet.<br>\nAuch der &ldquo;Aufbruch f&uuml;r Europa&rdquo;, den die scheidende CDU-Chefin erst Macron, dann Ex-SPD-Chef Schulz und sp&auml;ter (per Koalitionsvertrag) ganz Deutschland versprochen hat, war Merkel kein Herzensanliegen.<br>\nIm Zentrum standen deutsche Wirtschaftsinteressen<br>\nSie lie&szlig; sich weder von Werten noch von Wahlversprechen leiten, sondern von deutschen Wirtschaftsinteressen &ndash; allen voran jenen der Autoindustrie, wie sich im Dieselgate zeigte und immer noch zeigt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/absturz-statt-aufbruch\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Es gibt keine richtige Politik in der falschen Wirtschaftsideologie<\/strong><br>\nSchon wieder st&uuml;rzen die Altparteien ab, aber kein Politiker st&uuml;rzt mit. Die gr&uuml;ne Scheinbl&uuml;te zeigt, dass die wirtschaftliche Scheinbl&uuml;te Deutschlands entlarvt werden muss, um wirklich etwas zu &auml;ndern.<br>\n(&hellip;) Weiter geht es auch mit immer dem gleichen &bdquo;Spitzenpersonal&ldquo;. Zwei Mal hintereinander bei Landtagswahlen mehr als zehn Prozent zu verlieren, ist in der modernen Demokratie, wo die Politiker nichts anderes gelernt haben als Politik, f&uuml;r niemanden ein Grund, politische Verantwortung zu &uuml;bernehmen und unmittelbar zur&uuml;ckzutreten. Angela Merkel will wenigstens einen weniger wichtigen Posten abgeben, aber die SPD wird wahrscheinlich noch unter die 5-Prozenth&uuml;rde fallen, ohne dass sich irgendjemand daf&uuml;r verantwortlich f&uuml;hlt&hellip;.<br>\nSozialdemokratie und Christdemokratie am Ende<br>\nWer gestern Abend das Statement von Andrea Nahles zur Hessenwahl geh&ouml;rt und gesehen hat, wei&szlig;, dass die Partei erledigt ist. Die Parteivorsitzende tritt nach zwei solch gravierenden Schlappen wie der Bayern- und der Hessenwahl mit leeren Floskeln und prozeduralen Ank&uuml;ndigungen vor das Volk. Sie kann offensichtlich keinen inhaltlichen Satz sagen, weil sie genau wei&szlig;, dass der die Sache nur verschlimmert. Die Sozialdemokratie hat sich selbst jeden relevanten Inhaltes beraubt und wird untergehen, weil sie nicht einmal mehr als Mehrheitsbeschaffer f&uuml;r die Konservativen gebraucht wird. Diese Rolle haben die Gr&uuml;nen fast ger&auml;uschlos &uuml;bernommen.<br>\nDoch auch die Christdemokraten verlieren massiv, weil sie ihre einzige Legitimation gegen&uuml;ber der Masse der Bev&ouml;lkerung, n&auml;mlich f&uuml;r allgemeinen Wohlstand zu sorgen, mehr und mehr einb&uuml;&szlig;en. Deutschland geht es ja scheinbar gut, aber viele merken, dass es ihnen kaum hilft, wenn es Deutschland gut geht. In den modernen Zeiten des Neoliberalismus gilt n&auml;mlich bei konservativer Herrschaft nicht mehr, was zu den Zeiten eines Ludwig Erhard noch gegolten hat: Wenn es den Reichen gut geht, geht es den anderen zumindest so gut, dass sie zufrieden sind und die Klappe halten. Jetzt geht es den Reichen sogar supergut, aber viele der anderen m&uuml;ssen sich durchschlagen und bemerken, wie unglaublich ungerecht diese Gesellschaft geworden ist.<br>\nWirtschaftsblinde politische Elite<br>\n(&hellip;) Wo es scheinbar keine Alternative gibt, w&auml;hlen die B&uuml;rger pl&ouml;tzlich Alternativen &ndash; selbst wenn sie sich nur so nennen wie die Gr&uuml;nen oder die AfD. So ist Trump an die Macht gekommen und so wurde gestern in Brasilien eine Karikatur von einem Politiker zum Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt, nur weil er verspricht, alles anders zu machen.<br>\nEine politische Elite, die auf beiden Augen wirtschaftsblind durch die Gegend taumelt, ist weder in Hessen noch in Brasilien mit einer stabilen Demokratie vereinbar&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/10\/es-gibt-keine-richtige-politik-in-der-falschen-wirtschaftsideologie\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Immobilienmarkt ist anf&auml;llig f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/strong><br>\nDer deutsche Immobilienmarkt ist lukrativ &ndash; auch f&uuml;r Kriminelle. Der Bundesregierung zufolge kennzeichnet die Branche ein &bdquo;herausgehobenes Risiko&ldquo; f&uuml;r Geldw&auml;sche. Hohe Wertstabilit&auml;t plus schwache staatliche Kontrolle plus hohe Intransparenz machen den Markt attraktiv. Es fehlt ein zentrales Immobilienregister, in dem die tats&auml;chlichen Eigent&uuml;mer aufgef&uuml;hrt sind. In die lokalen Grundb&uuml;cher, die zwar digitalisiert, aber nicht miteinander verkn&uuml;pft sind, kann jede x-beliebige Briefkastenfirma eingetragen werden. Finanzexperten und das Bundeskriminalamt sch&auml;tzen, dass rund zehn Prozent der j&auml;hrlich auf dem deutschen Immobilienmarkt umgesetzten 250 Milliarden Euro zu Geldw&auml;schezwecken eingesetzt werden. Das sind 25 Milliarden Euro aus Drogen-, Waffen- oder Menschenhandel, die zur Preisspirale nach oben beitragen. Geldw&auml;scher nehmen Verluste von bis zu 60 Prozent in Kauf &ndash; neben schlechten Bankkonditionen auch &uuml;berh&ouml;hte Preise f&uuml;r Immobilien.<br>\nDie wenigsten Makler melden Verdachtsf&auml;lle<br>\nZwar sind nach dem deutschen Geldw&auml;schegesetz neben Banken, Steuerberatern, Rechtsanw&auml;lten und Notaren auch Immobilienmakler dazu verpflichtet, Verdachtsf&auml;lle zu melden. Doch die wenigsten tun das. Nur drei Prozent aller angezeigten Verdachtsf&auml;lle stammen von ihnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/zwielichtige-geschaefte-der-immobilienmarkt-ist-anfaellig-fuer-geldwaesche\/23239530.html\">Tagespiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gute Gesundheitsversorgung statt Kostendisziplin<\/strong><br>\nEU-Kommissar Andriukaitis kritisiert heute die &Uuml;berversorgung in deutschen Krankenh&auml;usern. Seine Mahnung zu mehr Kostendisziplin im Gesundheitswesen geht allerdings am Kern des Problems vorbei, denn das Fallpauschalensystem setzt falsche Anreize. Leistungsausweitungen f&uuml;hren zu h&ouml;heren Gewinnen. Einsparungen im Gesundheitswesen, wie sie der EU-Kommission vorschweben, treffen gerade Geringverdiener in Form von Leistungsk&uuml;rzungen und h&ouml;heren Eigenbeteiligungen. Wir brauchen keine neoliberale Spardoktrin, sondern eine Gesundheitsversorgung, die sich am tats&auml;chlichen Bedarf der Menschen orientiert&ldquo;, erkl&auml;rt Achim Kessler, Sprecher f&uuml;r Gesundheits&ouml;konomie und Obmann im Ausschuss f&uuml;r Gesundheit der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag anl&auml;sslich der aktuellen Forderung nach mehr Kostendisziplin der EU-Kommission. Kessler weiter:<br>\n&bdquo;Eine hohe Lebenserwartung ist nicht nur Ergebnis einer effizienten Gesundheitsversorgung, sondern h&auml;ngt auch von der gerechten Verteilung der G&uuml;ter und Lebenschancen sowie sozialer Teilhabe innerhalb einer Gesellschaft ab. Hier ist die Bundesregierung in der Pflicht, Lebensverh&auml;ltnisse zu schaffen, die allen Menschen in Deutschland ein m&ouml;glichst sorgenfreies- und planbares Leben erm&ouml;glichen: Faire Arbeitsbedingungen und L&ouml;hne, bezahlbarer Wohnraum, sichere Renten.<br>\nEine sozial gerechte und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung wird es nur mit der Abschaffung des Fallpauschalensystems und mit Einf&uuml;hrung einer Solidarischen Gesundheits- und Pflegeversicherung geben, in die alle Menschen in Deutschland nach ihren M&ouml;glichkeiten einzahlen und bestm&ouml;gliche Versorgung erhalten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/gute-gesundheitsversorgung-statt-kostendisziplin\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>3 von 4 Besch&auml;ftigten k&ouml;nnen kaum von ihrer Arbeit leben<\/strong><br>\nFast jeder zweite Besch&auml;ftigte in &Ouml;sterreich kommt mit dem Einkommen nur schwer &uuml;ber die Runden &ndash; bei 220.000 reicht das Geld gar nicht zum Leben. Schlecht bezahlte Jobs gibt es vor allem in der Reinigungsbranche, der Gastronomie und im Verkauf. Es sind vor allem Frauen und Migranten, die unterbezahlt sind.Der &Ouml;sterreichische Arbeitsklima-Index untersucht die Arbeitsbedingungen von Besch&auml;ftigten in &Ouml;sterreich. Dabei geht es auch darum, nach Lohnh&ouml;hen, Arbeitsbelastung und Zufriedenheit mit dem Job zu fragen. Laut Arbeitsklima-Index 2018 reicht bei 46 Prozent der Besch&auml;ftigten in &Ouml;sterreich das Einkommen kaum zum Leben. Bei 6 Prozent reicht es gar nicht aus &ndash; das sind 220.000 Menschen. Die Arbeiterkammer fordert deshalb h&ouml;here Mindestl&ouml;hne.<br>\nSchlechte Bezahlung in Branchen mit vielen Frauen<br>\nBetroffen sind vor allem Frauen. Die Branchen, in denen sie arbeiten, sind besonders schlecht entlohnt. 16 Prozent der Reinigungskr&auml;fte sagen, dass ihr Einkommen nicht zum Leben reicht. Bei fast 60 Prozent reicht es nur schwer. Das bedeutet, dass 3 von 4 Reinigungskr&auml;ften nicht oder fast nicht von ihrem Lohn leben k&ouml;nnen.<br>\n&Auml;hnlich ist es im Gastgewerbe und ihm Verkauf: Bei den Kellnerinnen und Kellnern und bei Kassierern und Kassiererinnen kommen 3 von 4 Besch&auml;ftigten schlecht oder gar nicht mit ihrem Gehalt aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/schlecht-bezahlte-jobs-3-von-4-beschaeftigten-koennen-kaum-von-ihrer-arbeit-leben\/\">kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Scheitert Stuttgart 21 am Brandschutz?<\/strong><br>\nZu enge Fluchtwege, schlechter Rauchabzug: Ein von den Stuttgart-21-GegnerInnen vorgelegtes Gutachten zeigt grobe M&auml;ngel beim Bahnprojekt.<br>\nEin Brand im Tunnel zum geplanten Tiefbahnhof Stuttgart 21 oder in der Station selbst k&ouml;nnte verheerende Folgen haben. Die Fluchtkorridore sind zu eng, der Rauchabzug greift zu langsam, und es k&ouml;nnten mehr Passagiere auf den Bahnsteigen sein als f&uuml;r die Genehmigung der Anlagen angegeben.<br>\nDas stellen zumindest die beiden Brandschutzexperten Hans Heydemann und Christoph Engelhard in einem Gutachten f&uuml;r das Aktionsb&uuml;ndnis Stuttgart 21 fest. &bdquo;Es liegen so viele Verst&ouml;&szlig;e gegen die Vorschriften des Eisenbahnbundesamts (EBA) vor, dass der Brandschutz nicht genehmigungsf&auml;hig ist&ldquo;, sagt Heydemann und fordert von der Beh&ouml;rde, erteilte Genehmigungen zur&uuml;ckzunehmen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Maengel-an-Stuttgarter-Bahnhofsprojekt\/!5543728\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zwei Drittel der M&auml;nner sind &uuml;bergewichtig<\/strong><br>\nZu wenig Bewegung, zu viele Kalorien: In Deutschland sind zwei von drei M&auml;nnern &uuml;bergewichtig. Je &auml;lter sie werden, umso mehr nehmen sie zu. [&hellip;]<br>\nDie Angaben basieren auf dem sogenannten Body-Mass-Index (BMI), der das K&ouml;rpergewicht ins Verh&auml;ltnis zur K&ouml;rpergr&ouml;&szlig;e setzt. Die Weltgesundheitsorganisation(WHO) stuft Erwachsene mit einem BMI &uuml;ber 25 als &uuml;bergewichtig ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/ernaehrung\/deutschland-zwei-drittel-der-maenner-sind-uebergewichtig-a-1235847.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> W&uuml;rde man die BMI-Grenze auf 20 herabsetzen, w&auml;ren sogar fast alle M&auml;nner &bdquo;&uuml;bergewichtig&ldquo;. Diese willk&uuml;rlichen Grenzwerte sind einfach nicht geeignet f&uuml;r die Aussagen, f&uuml;r die sei herangezogen werden. Wenn man nur nach dem BMI geht, w&auml;re wohl jeder Kraftsportler deutlich &bdquo;&uuml;bergewichtig&ldquo;. Es ist auch vollkommen normal, dass ein gesetzterer Herr andere K&ouml;rperformen hat als ein androgyner J&uuml;ngling. Die Natur denkt sich dabei schon was. Aber warum gilt Letzterer offenbar als Ma&szlig;stab f&uuml;r die Frage der &Uuml;bergewichtigkeit?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Umdenken? Fehlanzeige<\/strong><br>\nVerantwortungsloses Gepl&auml;nkel: Nach desastr&ouml;sen Wahlergebnissen setzen fr&uuml;here &raquo;Volksparteien&laquo; faktisch auf ein Weiter so<br>\nDie Serie von Wahlschlappen der fr&uuml;heren &raquo;Volksparteien&laquo; hat sich am Sonntag fortgesetzt. Insgesamt 22,3 Prozentpunkte &ndash; und damit jeweils mehr als zehn Punkte &ndash; der hessischen W&auml;hlerstimmen verloren CDU und SPD, die im Bund die Regierung stellen, bei der hessischen Landtagswahl am vergangenen Sonntag. Trotz dieses desastr&ouml;sen Ergebnisses setzten die Spitzen von CDU und SPD im Nachgang zu diesem neuerlichen Vertrauensverlust auf die &uuml;blichen Rituale, deren die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler zunehmend &uuml;berdr&uuml;ssig sind. So lie&szlig; sich der noch amtierende hessische Ministerpr&auml;sident Volker Bouffier (CDU) am Sonntag dazu hinrei&szlig;en, trotz der herben Schlappe seiner Partei zu betonen, dass die Christdemokraten vom W&auml;hler einen Regierungsauftrag erhalten h&auml;tten. Die Bundesvorsitzende der SPD, Andrea Nahles, k&uuml;ndigte als vermeintliche Konsequenz aus dem historisch schlechten Abschneiden ihrer Partei an, gemeinsam mit ihrem Generalsekret&auml;r Lars Klingbeil einen &raquo;verbindlichen Fahrplan&laquo; f&uuml;r die Regierungskoalition in Berlin vorzulegen. Dies obwohl s&auml;mtliche politischen Vorhaben der Bundesregierung aus CDU\/CSU und SPD bereits detailliert im Koalitionsvertrag festgeschrieben sind, Nahles&rsquo; Ansage somit bestenfalls als neuerliche W&auml;hlert&auml;uschung zu werten sein d&uuml;rfte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342574.hessen-wahl-umdenken-fehlanzeige.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Erneute Konfrontation<\/strong><br>\nUN-Vollversammlung stimmt &uuml;ber Aufhebung der Blockade Kubas ab. USA wollen Havanna weiter isolieren<br>\nDie Vollversammlung der Vereinten Nationen stimmt am heutigen Mittwoch zum 27. Mal &uuml;ber eine Resolution ab, in der die Beendigung der US-Blockade gegen Kuba gefordert wird. Nach der von den damaligen Pr&auml;sidenten Ra&uacute;l Castro und Barack Obama eingeleiteten kurzen Tauwetterperiode war die von Kuba j&auml;hrlich eingebrachte Resolution im Oktober 2016 zum ersten Mal ohne Gegenstimme angenommen worden, da sich die USA und Israel enthalten hatten. Im vergangenen Jahr votierten die beiden L&auml;nder wieder dagegen.<br>\nEs gilt als sicher, dass auch jetzt fast alle der 193 Mitgliedsl&auml;nder der Weltorganisation wie in den Vorjahren f&uuml;r die Resolution stimmen werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342640.kuba-erneute-konfrontation.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> jedes Jahr das gleiche Ritual: 191 L&auml;nder von 193 stimmen f&uuml;r die Aufhebung der Blockade Kubas. Die USA und Israel stimmen dagegen. <\/em><\/p>\n<p><em>Die USA machen immer was sie wollen, auch wenn der Rest der Welt dagegen ist. Sie haben einseitig das Pariser Klimaschutzabkommen gek&uuml;ndigt, und das Atomabkommen mit dem Iran aufgek&uuml;ndigt. Sie haben den ABM- Vertrag gek&uuml;ndigt und k&uuml;rzlich auch den INF-Vertag, um nur einige der Alleing&auml;nge hier aufzuz&auml;hlen. Es wird h&ouml;chste Zeit, sich das nicht mehr bieten zu lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schwere Verwerfungen an Berliner FH &bdquo;Die Hochschule wird aus politischen Gr&uuml;nden ruiniert&ldquo;<\/strong><br>\n26 Professoren werfen ihren Kollegen vor, die Berliner Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Recht auf konservativen und wirtschaftsliberalen Kurs bringen zu wollen.<br>\n(&hellip;) Entwickelt sich die HWR zu einer &bdquo;blo&szlig;en Management-Schule&ldquo;, in der die Studierenden nur noch lernen, wie man wirtschaftliche Prozesse in Unternehmen optimiert? Die Kritiker, eine Minderheit, werfen der Mehrheit der Professoren und dem Dekanat vor, bei Berufungen und bei der Gestaltung des Curriculums &bdquo;rigoros&ldquo; die eigene politische Linie durchzusetzen. Diese Linie charakterisieren sie mit Begriffen wie &bdquo;rechts&ldquo;, &bdquo;konservativ&ldquo; und &bdquo;wirtschaftsliberal&ldquo;. Sei es fr&uuml;her gute Sitte gewesen, eine &bdquo;Kompromisskultur&ldquo; zu pflegen, &bdquo;akademische Argumente auszutauschen&ldquo; und auch der Minderheit die Durchsetzung von Interessen zu gew&auml;hren, regiere die Mehrheit im Fachbereichsrat seit ein paar Jahren &bdquo;durch&ldquo;, berichten eine Professorin und ein Professor dem Tagesspiegel. &bdquo;Die Hochschule wird aus politischen Gr&uuml;nden ruiniert&ldquo;, sagt der Professor. Beide wollen anonym bleiben. Sie f&uuml;rchten nicht nur die Feindseligkeit der Kollegen, sondern auch Disziplinierungsma&szlig;nahmen durch die Leitung. Entsprechende Drohungen gegen Einzelne habe es bereits gegeben. &bdquo;Ich traue allen alles zu&ldquo;, sagt die Professorin. Die Stimmung sei &bdquo;furchtbar&ldquo;. Allerdings weist HWR-Pr&auml;sident Andreas Zaby die Aussage, Mitarbeitern seien Disziplinarma&szlig;nahmen angedroht worden, als falsch zur&uuml;ck&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/hwr-berlin-die-hochschule-wird-aus-politischen-gruenden-ruiniert\/23248088.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Massenwanderungen haben sowohl in den Herkunftsl&auml;ndern als auch den Ziell&auml;ndern der Migranten negative Effekte<\/strong><br>\n(&hellip;) Hannes Hofbauer: Marx und Engels hatten bez&uuml;glich der Arbeitsmigration keine konsistente, durchgehende Haltung. Klar war den beiden, dass &ndash; wie Marx schreibt &ndash; &ldquo;die englische Bourgeoisie das irische Elend nicht nur ausnutzt, um durch die erzwungene Einwanderung der armen Iren die Lage der Arbeiterklasse in England zu verschlechtern, sondern sie hat &uuml;berdies das Proletariat in zwei feindliche Lager gespalten.&rdquo;<br>\nMarx spricht hier sehr deutlich die Funktion der Migration als Lohndr&uuml;ckerei und Spaltung des Arbeitsmarktes an und untermauert diese nicht nur mit sozio&ouml;konomischen Argumenten, sondern auch mit kulturellen, wenn er schreibt: &ldquo;Der gew&ouml;hnliche englische Arbeiter ha&szlig;t den irischen als einen Konkurrenten, der die L&ouml;hne und den Lebensstandard herabdr&uuml;ckt. Er empfindet ihm gegen&uuml;ber nationale und religi&ouml;se Antipathien.&rdquo;<br>\nSo k&ouml;nnte man heute nicht mehr argumentieren, ohne des Kulturalismus verd&auml;chtigt zu werden, obwohl das Zitat recht aktuell klingt, wenn man den &ldquo;irischen Konkurrenten&rdquo; durch den &ldquo;polnischen Konkurrenten&rdquo; ersetzt. Der Ausgang des Referendums &uuml;ber den Brexit im Juni 2016 ist genau dieser Konkurrenzsituation am Arbeitsmarkt geschuldet.<br>\nIn meinem Buch f&uuml;hre ich das auf die rasche und ungesch&uuml;tzte &Ouml;ffnung des Arbeitsmarktes in Gro&szlig;britannien anl&auml;sslich der EU-Osterweiterung im Jahr 2004 zur&uuml;ck. W&auml;hrend Deutschland und &Ouml;sterreich den Zuzug billiger Arbeitskr&auml;fte aus Osteuropa, wo der Durchschnittslohn in Polen damals acht Mal unter dem deutschen lag, um insgesamt sieben Jahre hinausschoben, hat England seinen Arbeitsmarkt sofort ge&ouml;ffnet. Die britischen Arbeiter reagierten im Juni 2016 entsprechend&hellip;.<br>\nLinksradikale, in operaistischer Tradition stehende Stimmen sehen auch heute wieder im Migranten ein revolution&auml;res Potential und sehnen einen &ldquo;Kosmopolitismus von unten&rdquo; herbei. W&uuml;nschen kann man sich viel, die Wirklichkeit des Kapitalismus sieht allerdings anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Massenwanderungen-haben-sowohl-in-den-Herkunftslaendern-als-auch-den-Ziellaendern-der-Migranten-4205760.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Siehe dazu auch das <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/programme\/der-fehlende-part\/77539-kritik-migration-oesterreichischer-historiker-hannes-hofbauer-im-gespraech\/\">Gespr&auml;ch von Hannes Hofbauer mit Jasmin Kosubek<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46695\">Der Link dazu auf den Nachdenkseiten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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