{"id":46854,"date":"2018-11-02T08:18:14","date_gmt":"2018-11-02T07:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854"},"modified":"2018-11-02T08:18:14","modified_gmt":"2018-11-02T07:18:14","slug":"hinweise-des-tages-3238","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h01\">Armut in Deutschland: Vom Verlust der inneren W&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h02\">Umfragen zu Merkel-Nachfolge: Merkw&uuml;rdige Mehrheiten f&uuml;r Merz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h03\">Die schwarze Witwe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h04\">Schon Fake oder nur Shake?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h05\">Wirklich ein Problem?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h06\">Scholz fordert 12 Euro Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h07\">Geheimer als TTIP: Was die Finanzlobby im Schatten des Brexit vorantreiben will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h08\">Cum-Ex-Skandal, Italien, Schattenbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h09\">Der neue Systemkonflikt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h10\">Aff&auml;re im Verteidigungsministerium Von der Leyen r&auml;umt gravierende M&auml;ngel bei Vergabe von Beraterjobs ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h11\">Brasilien: Milit&auml;r in Regierung, soziale Bewegung &ldquo;terroristisch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h12\">Im Treibhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h13\">Zerst&ouml;rung von Lebensr&auml;umen: Zahl der Wirbeltiere schrumpft dramatisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h14\">Die ignorierte &Ouml;l-Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h15\">War was?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46854#h16\">Das Letzte: Banden prellen Staat um 50 Millionen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Armut in Deutschland: Vom Verlust der inneren W&uuml;rde<\/strong><br>\nRund 15,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ist fast jeder f&uuml;nfte. Viele k&auml;mpfen nicht nur gegen den Geldmangel &ndash; sondern auch darum, ihr Gesicht zu wahren.<br>\n&bdquo;Ja, Tomaten, Paprika, keine Gr&uuml;ne &ndash; und wenn es geht Suppengr&uuml;n.&ldquo; Jeden Donnerstag kommt Brigitte K&ouml;hler zu einer der 45 Lebensmittelausgabestellen der Berliner Tafel. F&uuml;r den eher symbolischen Betrag von 1,50 Euro bekommt sie hier Lebensmittel. &bdquo;Na die ersten eins, zwei Male, da habe ich geweint. Ja, ja. Man muss erst mal diesen inneren Schweinehund &uuml;berwinden, erst mal diesen ersten Schritt machen, wo viele sich sagen: ich gehe nicht betteln.&ldquo;<br>\nDie 62-J&auml;hrige hat fast ihr ganzes Leben lang gearbeitet, dann wurde sie krank, nun lebt sie von Hartz IV. Das reicht vorne und hinten nicht. &bdquo;Ich muss von meiner Miete 70 Euro zuzahlen von meinem Hartz IV. Ich muss meinen Strom selber bezahlen, mein Telefon muss ich selber bezahlen. Meine Fahrkarte, die muss ich selber bezahlen. Also ich habe so, ich w&uuml;rde mal sagen, so gute 150 Euro, wenn es hoch kommt, f&uuml;r den Monat.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/armut-in-deutschland-vom-verlust-der-inneren-wuerde.769.de.html?dram:article_id=431994\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2018\/10\/PD18_421_634.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>dazu: Karlsruhe pr&uuml;ft Hungerstrafen<\/strong><br>\nVerletzen Hartz-IV-Sanktionen Grundrechte? Im Januar will sich das Bundesverfassungsgericht damit befassen (&hellip;)<br>\nZugrunde liegt ein Fall, bei dem das Jobcenter Erfurt einen jungen Mann zweimal hintereinander f&uuml;r jeweils drei Monate sanktioniert hatte. Weil er ein Arbeitsangebot abgelehnt hatte, k&uuml;rzte es ihm die Leistungen zun&auml;chst um 30 Prozent. Kurz darauf lehnte es der Mann ab, auf Probe zu arbeiten. Das Amt strich ihm 60 Prozent der Bez&uuml;ge. Die Richter im th&uuml;ringischen Gotha bezweifelten, dass die Praxis mit dem Grundgesetz vereinbar ist, und riefen das BVerfG an. Beim ersten Anlauf scheiterten sie an einem &raquo;Formfehler&laquo;, doch 2016 legten sie nach. Das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) decke gerade noch das Minimum ab, K&uuml;rzungen k&ouml;nnten &raquo;zu einer Lebensgef&auml;hrdung oder Beeintr&auml;chtigung der Gesundheit f&uuml;hren&laquo;, so die Sozialrichter.<br>\nDer Verein Tacheles ist eine von 19 Institutionen, die Karlsruhe vor zwei Jahren um Stellungnahme gebeten hatte. Er ist nicht der einzige, der die Hungerstrafen f&uuml;r &raquo;v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&laquo; und einen massiven Rechtsbruch h&auml;lt. Der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband erkl&auml;rte, Sanktionen erzeugten Angst und f&uuml;hrten in die Verelendung. Dazu zitierte er aus einer BVerfG-Entscheidung von 1977. Danach sei selbst Schwerverbrechern die Existenz zu sichern. Die Ablehnung eines Jobs sei indes nicht einmal eine Straftat. Der Hilfeverein Erlacher H&ouml;he beschrieb dramatische Fallbeispiele und kritisierte die Willk&uuml;r, die Sachbearbeiter kraft Gesetzes aus&uuml;ben k&ouml;nnten. Es gen&uuml;ge ein einseitiger Vorwurf, Widerspr&uuml;che und Klagen entfalteten im &raquo;Hartz-IV-Sonderrecht&laquo; keine aufschiebende Wirkung. (&hellip;)<br>\nLediglich f&uuml;nf Institutionen bef&uuml;rworten die rabiate Strafpraxis vehement. Neben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), dem Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) und der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde (BdA) geh&ouml;ren dazu der Landkreis- und der St&auml;dtetag. Wie &uuml;blich erkl&auml;rten sie, Jobcenter k&ouml;nnten schlie&szlig;lich Sachgutscheine gew&auml;hren. Betroffene m&uuml;ssten eben &raquo;mitwirken&laquo;, um den Strafen zu entgehen. Auch gebe es aus ihrer Sicht kein &raquo;Grundrecht auf bedingungslose Gew&auml;hrung von Sozialleistungen&laquo;.<br>\nDer Tacheles-Vorsitzende Harald Thom&eacute; begr&uuml;&szlig;te am Dienstag, dass Karlsruhe endlich ein Grundsatzurteil anvisiere, &raquo;nachdem &uuml;ber Monate und Jahre andere Entscheidungen vorrangig zu bearbeiten waren&laquo;. &raquo;Wir d&uuml;rfen gespannt sein&laquo;, konstatierte Thom&eacute;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342716.sozialstaat-karlsruhe-pr%C3%BCft-hungerstrafen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Umfragen zu Merkel-Nachfolge: Merkw&uuml;rdige Mehrheiten f&uuml;r Merz<\/strong><br>\nSchon kurz nachdem Angela Merkel ihren R&uuml;ckzug als CDU-Chefin ank&uuml;ndigte, schrieben viele Medien &uuml;ber den Kandidaten Friedrich Merz &ndash; noch bevor er &uuml;berhaupt seine Bewerbung f&uuml;r den Parteivorsitz best&auml;tigte. Umfragen sollen das &ouml;ffentliche Interesse am Politiker belegen &ndash; doch es fehlt an Aussagekraft.<br>\nWen wollen &bdquo;die Deutschen&ldquo; als Nachfolger oder Nachfolgerin von CDU-Chefin Angela Merkel haben? Eine Frage, die Medien seit Montag auch mit Umfragen zu kl&auml;ren versuchen. Reporter von RTL und n-tv haben zum Beispiel auf der Stra&szlig;e gefragt, was Leute von Friedrich Merz halten: &bdquo;Gar nicht, noch nie geh&ouml;rt.&ldquo;<br>\nEin Problem nicht nur auf der Stra&szlig;e, sondern wom&ouml;glich auch f&uuml;r die demoskopischen Umfragen. Kennen eigentlich genug Befragte schon die Kandidaten? F&uuml;r die Spiegel-online-Umfrage etwa hat das Umfrageunternehmen Civey nicht nur am Dienstag, sondern auch schon am Montag Daten erhoben &ndash; ausschlie&szlig;lich online. Dabei hatten da nur Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn ihre Kandidatur erkl&auml;rt, die offizielle Erkl&auml;rung von Friedrich Merz stand noch aus.<br>\nCivey fragte zwar ergebnisoffen: &bdquo;Welcher Politiker sollte CDU-Chef werden?&ldquo; &ndash; stellte aber neben den dreien auch den noch z&ouml;gernden Armin Laschet zur Auswahl und drei CDU-Politiker, die gar nicht kandidieren wollen &ndash; was weder YouGov f&uuml;r das Handelsblatt noch Forsa f&uuml;r RTL und n-tv gemacht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/umfragen-zu-merkel-nachfolge-merkwuerdige-mehrheiten-fuer.2907.de.html?dram:article_id=431939\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Interessant, dass der Deutschlandfunk dies aufgreift. Aber das Hochgeschreibe Merz&rsquo; etwa durch den Spiegel, durch zweifelhafte Umfragen, die suggerieren sollten, dass eine Mehrheit der B&uuml;rger f&uuml;r einen CDU-Vorsitzenden Merz sei, war dann wohl doch zu offensichtlich, als dass den einen oder anderen nicht auffallen w&uuml;rde, dass explizite Interessen hinter einem CDU-Vorsitzenden Merz stehen. Hier ist aber zu vermuten, dass der Deutschlandfunk nicht pl&ouml;tzlich zu einem kritischen Journalismus zur&uuml;ckgefunden hat &ndash; dessen Berichterstattung &uuml;ber Russland spricht eine andere Sprache &ndash; sondern es soll wohl verhindert werden, dass der Kandidat noch vor der Wahl durch den Eindruck besch&auml;digt wird, er sei eben nur der verl&auml;ngerte Arm der Finanzindustrie und der US-Oligarchie.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Transparency: Friedrich Merz muss Fragen beantworten<\/strong><br>\nDie Anti-Korruptions-Organisation Transparency Deutschland hat sich angesichts der Kandidatur von Friedrich Merz f&uuml;r den CDU-Parteivorsitz kritisch &uuml;ber dessen T&auml;tigkeiten in der Wirtschaft ge&auml;u&szlig;ert.<br>\n&bdquo;Friedrich Merz wird den Mitgliedern der CDU erkl&auml;ren m&uuml;ssen, wie er sich in seinen diversen Funktionen in der Finanzwirtschaft f&uuml;r ein gesellschaftlich verantwortliches Handeln seiner Auftraggeber eingesetzt hat &ndash; etwa als Aufsichtsrat der Privatbank HSBC Deutschland, die in Cum-Ex-Gesch&auml;fte verwickelt war&ldquo;, sagte die Transparency-Vorsitzende Edda M&uuml;ller der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. &bdquo;Er muss zeigen, wie er diese Erfahrungen f&uuml;r eine gemeinwohlorientierte Politik einsetzen will.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/anti-korruptions-organisation-transparency-friedrich-merz-muss-fragen-beantworten-a-1612195\">FR Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die schwarze Witwe<\/strong><br>\nDer ehemalige &bdquo;Spiegel&ldquo;-Reporter J&uuml;rgen Leinemann hat den Opportunismus seiner Kolleginnen und Kollegen mit folgendem Satz charakterisiert: &bdquo;Jeder Bundeskanzler besitzt in der Bundespressekonferenz eine absolute Mehrheit&ldquo;. Verst&auml;ndlich, dass die W&uuml;rdigungen der zu Ende gehenden politischen &Auml;ra Angela Merkels reichlich gequ&auml;lt daherkommen.<br>\nDass sie flei&szlig;ig ist, will ihr niemand absprechen. Aber schon das Loblied auf ihre Bescheidenheit kann man nur singen, wenn man sich keine Gedanken dar&uuml;ber macht, warum sie sich schon 2005 ein Bild der Zarin Katharina der Gro&szlig;en auf ihren Schreibtisch stellte.<br>\nViele sehen in dem Ausstieg aus der Kernenergie, der Abschaffung der Wehrpflicht und der &Ouml;ffnung der CDU f&uuml;r ein moderneres Familienbild wegweisende Entscheidungen, die ihre Kanzlerschaft gepr&auml;gt haben.<br>\nKritisiert wird aber zu Recht ihre erratische &bdquo;Fl&uuml;chtlingspolitik&ldquo;, die mit der &Ouml;ffnung der Grenzen, den Selfies mit Syrern und dem &bdquo;Wir schaffen das&ldquo; begann und mit der Abschottung der Au&szlig;engrenzen Europas, der Kumpanei mit Erdogan und zwielichtigen Machthabern und Warlords in Afrika und Abschiebungen nach Afghanistan endete.<br>\nBezeichnenderweise wird von ihren Anh&auml;ngern in der Bundespressekonferenz vergessen, dass sie vier S&auml;ulen der Nachkriegspolitik eingerissen und damit Deutschland gro&szlig;en Schaden zugef&uuml;gt hat:<br>\n1. Den die Gesellschaft stabilisierenden Sozialstaat hat sie zusammen mit SPD, FDP und Gr&uuml;nen abgebaut und mit ihrer Politik, die zu zunehmender Ungleichheit von Einkommen und Verm&ouml;gen f&uuml;hrt, die soziale Spaltung vergr&ouml;&szlig;ert.<br>\n2. Die Europapolitik der guten Nachbarschaft gab sie auf und setzte sich &ndash; Beispiele sind Fl&uuml;chtlingspolitik, Finanz- und K&uuml;rzungsdiktate, Energie- und Umweltpolitik &ndash; oft r&uuml;cksichtslos &uuml;ber die Einw&auml;nde der europ&auml;ischen Partner hinweg.<br>\n3. Die Ost- und Entspannungspolitik, die zum Frieden und Ausgleich mit Russland f&uuml;hrte, wurde mit ihrer Zustimmung durch die Fortsetzung der Nato-Osterweiterung und die zunehmende Konfrontation mit Russland abgel&ouml;st.<br>\n4. Die jahrzehntelang die Au&szlig;enpolitik Deutschlands pr&auml;gende milit&auml;rische Zur&uuml;ckhaltung hat sie aufgegeben, sie schickte die Bundeswehr in v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege, billigte exzessive Waffenexporte auch an Kriegsparteien und stimmte als treue Vasallin der US-Politik der Vorgabe Trumps bereitwillig zu, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r R&uuml;stung auszugeben.<br>\nMit ihrem Mantra &bdquo;Deutschland geht es gut&ldquo; redet sie sich ihre Bilanz sch&ouml;n und will das zunehmende Auseinanderfallen der Gesellschaft und ihre gravierenden Fehlentscheidungen nicht sehen.<br>\nDenkt man zudem noch an die braven CDU-M&auml;nner, die sie mit ihrer machttaktischen Raffinesse erledigt hat, dann wird sie nicht als Mutter Theresa, sondern eher als schwarze Witwe in Erinnerung bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2022346141160176\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schon Fake oder nur Shake?<\/strong><br>\nStatistiken werden meist so interpretiert, dass ein f&uuml;r die Masse der deutschen Medien &bdquo;richtiges Ergebnis&ldquo; herauskommt. Das gilt besonders bei der Arbeitslosigkeit, wo man seit Jahrzehnten auf Intelligenz verzichtet.<br>\n&bdquo;Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt auf Rekordwert&ldquo;, so oder &auml;hnlich vermeldeten gestern landauf landab unsere ach so verl&auml;sslichen Medien (hier die FAZ oder hier bei Spiegel-Online), dass wieder einmal ein toller deutscher Erfolg am &bdquo;Arbeitsmarkt&ldquo; zu verzeichnen ist. Und in der Tat, die Quote ist im Oktober sehr niedrig gewesen. Sie ist aber, und darauf kommt es bei der Betrachtung von Monat zu Monat eigentlich an, schon seit vielen Monaten sehr niedrig. Denkt man dar&uuml;ber nicht nach, kann man Monat f&uuml;r Monat einen gro&szlig;en Erfolg melden, den es vielleicht bei einer vern&uuml;nftigen Betrachtung schon lange nicht mehr gibt.<br>\nNeben dem in den Medien &uuml;blichen Vergleich des jetzigen Monats mit dem entsprechenden Monat des Vorjahres gibt es jedoch eine viel intelligentere Art der Betrachtung und auch die wird von der Bundesagentur regelm&auml;&szlig;ig ver&ouml;ffentlicht. Bei der Berechnung der sogenannten saisonbereinigten Werte wird mit einfachen und bew&auml;hrten statistischen Verfahren aus den Originalzahlen die Ver&auml;nderung herausgerechnet, die sich von Monat zu Monat aufgrund der &uuml;blichen saisonalen Ver&auml;nderungen ergeben haben. (&hellip;)<br>\nDie Bundesagentur weist diese saisonbereinigten Zahlen in ihrem Monatsbericht f&uuml;r die vergangenen Monate auch aus, man muss sie folglich nur anschauen und dar&uuml;ber berichten. Beide Zahlen sind eindeutig wichtiger als die der Arbeitslosigkeit, weil die Zahl der Arbeitslosen auch dadurch schwankt, dass mehr oder weniger Menschen sich in besch&auml;ftigungspolitischen Ma&szlig;nahmen befinden, also nicht wirklich Arbeit gefunden haben.<br>\nIst die Meldung mit dem Rekordwert bei der Arbeitslosigkeit folglich richtig oder nicht? Man kann sich sicher auf den Standpunkt stellen, formal sei sie richtig. Sie ist kein offensichtliches Fake, aber sie ist eindeutig Shake, man hat die Statistik so lange gesch&uuml;ttelt, bis das &bdquo;Richtige&ldquo; im Sinne der Medien und des Mainstream herauskam.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/10\/schon-fake-oder-nur-shake\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirklich ein Problem?<\/strong><br>\nEin echter Mangel m&uuml;sste l&auml;ngst steigende L&ouml;hne nach sich ziehen: Warum wird seit mehr als 30 Jahren vor einen Fachkr&auml;ftemangel gewarnt, der so nie eingetreten ist?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/?mode=play&amp;obj=76862\">3sat Mediathek<\/a>\n<p><strong>dazu: Ausbildungsmarktbilanz 2017\/18: Die Gleichzeitigkeit der Gegens&auml;tze: Immer mehr Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt, aber auch mehr unversorgte Bewerber<\/strong><br>\nMan kann sich das am Beispiel des Gastgewerbes verdeutlichen &ndash; ein Bereich, in dem die Besch&auml;ftigung (trotz aller Katastrophenszenarien, die beispielsweise vor und nach der Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns an die &ouml;ffentliche Wand gemalt wurden) weiterhin ansteigt &ndash; nicht aber die Ausbildungszahlen, die sind sogar stark eingebrochen: So gab es 2007 noch &uuml;ber 46.000 neue Ausbildungsverh&auml;ltnisse im Gastgewerbe, 2017 hat sich diese Zahl auf 24.000 fast halbiert. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten in diesem Bereich um mehr als 38 Prozent angestiegen, die Zahl der geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten hat sogar um 44 Prozent zugelegt.<br>\nZeitgleich waren 24.500 Bewerber noch unversorgt, 800 mehr als vor einem Jahr. Damit blieben 5 Prozent der gemeldeten Bewerber ohne Ausbildungsstelle oder alternatives Angebot. Neben den unversorgten Bewerbern gibt es 54.100 Bewerber, die zum 30. September zwar in eine Alternative eingem&uuml;ndet sind, ihren Vermittlungswunsch in eine duale Ausbildung jedoch aufrechterhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/11\/01\/ausbildungsmarktbilanz-2017-18-die-gleichzeitigkeit-der-gegensaetze\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Scholz fordert 12 Euro Mindestlohn<\/strong><br>\nDer Mindestlohn steigt n&auml;chstes Jahr auf 9,19 Euro. Finanzminister Scholz ist das zu wenig. Der SPD-Vize fordert eine deutliche Anhebung &ndash; aber das ist h&ouml;chst unwahrscheinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/scholz-fordert-12-euro-mindestlohn-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.C.:<\/strong> Wieso wird immer etwas gefordert, obwohl die SPD gar keinen Mumm hat, es durchzusetzen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geheimer als TTIP: Was die Finanzlobby im Schatten des Brexit vorantreiben will<\/strong><br>\nDie Finanzindustrie ist in Br&uuml;ssel weiterhin sehr m&auml;chtig. Wie m&auml;chtig, belegen die aktuellen Verhandlungen zu einem Handelsabkommen zwischen der EU und Gro&szlig;britannien, die gerade im Schatten des Brexit ablaufen. Die Finanzlobby versucht dieses Abkommen massiv zu ihren Gunsten zu beeinflussen &ndash; und die &Ouml;ffentlichkeit bekommt davon nichts mit. Denn die Vorbereitungen laufen sogar geheimer ab als bei den TTIP-Verhandlungen zwischen den USA und der EU.<br>\nAls wir die britische Regierung nach Protokollen von Treffen mit der Finanzlobby fragten, weigerte sie sich diese rauszugeben und bezeichnete die Anfrage als &ldquo;fishing expedition,&rdquo; zu deutsch als &ldquo;unbotm&auml;&szlig;ige Ausforschung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2018\/10\/geheimer-als-ttip-die-brexit-verhandlungen-zur-handelspolitik\/\">Lobby Control<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Cum-Ex-Skandal, Italien, Schattenbericht<\/strong><br>\nDie Sache scheint sonnenklar: Mit ihrem Budgetentwurf hat sich die populistische italienische Regierung bewu&szlig;t &uuml;ber die Haushaltsregeln der EU hinweggesetzt. Die EU-Kommission konnte daher gar nicht anders, als den Entwurf zur&uuml;ckzuweisen und eine Neuvorlage in drei Wochen zu fordern. Denn an den Regeln, so die herrschende Meinung, kann und darf man nicht r&uuml;tteln.<br>\nDie Finanzexperten vom Br&uuml;sseler Thinktank Bruegel tun dies aber doch &ndash; und kommen zu &uuml;berraschenden Ergebnissen. Die Regeln &ndash; der Stabilit&auml;tspakt, der Fiskalpakt, der Six-Pack und Two-Pack &ndash; h&auml;tten die Eurokrise nicht nur nicht verhindert, sondern durch Austerit&auml;t auch noch versch&auml;rft, so die Autoren.<br>\nAktuell noch spannender ist die Kritik am EU-Konzept des &ldquo;strukturellen Defizits&rdquo;, das in der Debatte um den italienischen Budgetentwurf eine zentrale Rolle spielt. Br&uuml;ssel fordert n&auml;mlich von Rom, dieses um konjunkturelle Einfl&uuml;sse bereinigte Defizit um 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung zu senken.<br>\nDies w&uuml;rde neue Einsparungen und Einschnitte in die Sozialsysteme bedeuten &ndash; wie schon in den vergangenen Jahren, als Italien den Empfehlungen der EU-Kommission folgte. Nur auf diese Weise, so gibt sich die Kommission sicher, lasse sich das Ziel eines &ldquo;strukturell ausgeglichenen Haushalts&rdquo; erreichen.<br>\nDie Bruegel-Experten haben jedoch einen wichtigen Einwand: Das Konzept eines &ldquo;strukturell ausgeglichenen Haushalts&rdquo; lasse sich in der Praxis nicht nachvollziehen, da es auf Sch&auml;tzungen beruht &ndash; und &ldquo;massiven Fehlern&rdquo; unterliege. Mit anderen Worten: Die EU-Regeln sind auf Sand gebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/cum-ex-skandal-italien-schattenbericht-28284\">Eric Bonse auf Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der neue Systemkonflikt<\/strong><br>\nF&uuml;hrende Kreise der deutschen Wirtschaft dringen auf mehr &ouml;konomische Distanz gegen&uuml;ber China. Das Land, gr&ouml;&szlig;ter Handelspartner und drittgr&ouml;&szlig;ter Investitionsstandort deutscher Unternehmen &uuml;berhaupt, sei zwar &ldquo;ein dynamischer Markt&rdquo;, stehe allerdings gleichzeitig in einem &ldquo;Systemwettbewerb&rdquo; mit dem Westen, hei&szlig;t es in einem aktuellen Papier aus dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Es komme deshalb darauf an, &ldquo;bestehende Abh&auml;ngigkeiten&rdquo; von der Volksrepublik &ldquo;zu minimieren&rdquo;. Der BDI &auml;u&szlig;ert das zu einer Zeit, zu der Washington seinen Wirtschaftskrieg gegen Beijing versch&auml;rft und deutsche Unternehmer die Bef&uuml;rchtung &auml;u&szlig;ern, die Trump-Administration k&ouml;nne von ihnen &ndash; wie im Falle der Iran-Sanktionen &ndash; einen schrittweisen R&uuml;ckzug aus China fordern. Am heutigen Freitag treiben Unternehmer und Wirtschaftsminister Peter Altmaier auf einer Wirtschaftskonferenz in Jakarta die Suche nach alternativen Standorten in S&uuml;dostasien voran. Ein prominenter US-Milit&auml;r erkl&auml;rt derweil einen Krieg gegen China in sp&auml;testens 15 Jahren f&uuml;r wahrscheinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7771\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Aff&auml;re im Verteidigungsministerium Von der Leyen r&auml;umt gravierende M&auml;ngel bei Vergabe von Beraterjobs ein<\/strong><br>\nDie Aff&auml;re um millionenschwere Beratervertr&auml;ge im Verteidigungsressort weitet sich aus. Nach SPIEGEL-Information muss Ministerin von der Leyen nach internen Recherchen systematische Vers&auml;umnisse in ihrem Haus einr&auml;umen.<br>\nDas Verteidigungsministerium hat schwerwiegende und systematische M&auml;ngel bei der Vergabe von millionenschweren Auftr&auml;gen an externe Unternehmensberatungen einger&auml;umt. Die Verst&ouml;&szlig;e bekommen damit so viel Sprengkraft, dass auch Ministerin Ursula von der Leyen in Gefahr ger&auml;t.<br>\nDas Eingest&auml;ndnis ist deutlich und wird in einem vertraulichen Bericht des Bundesrechnungshofs vom Mittwoch zitiert. Demnach habe das Ministerium der CDU-Politikerin gegen&uuml;ber den Pr&uuml;fern &ldquo;selbst festgestellt, dass der Einsatz externer Dritter in der Bundeswehr in den Jahren 2015 bis 2017 in zahlreichen F&auml;llen nicht ordnungsgem&auml;&szlig; war&rdquo;. Dieser Ton ist neu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ursula-von-der-leyen-raeumt-gravierende-maengel-bei-vergabe-von-berater-jobs-ein-a-1236122.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Brasilien: Milit&auml;r in Regierung, soziale Bewegung &ldquo;terroristisch&rdquo;<\/strong><br>\nNach der Wahl des Rechtsextremisten Jair Bolsonaro droht eine massive Zuspitzung der politischen und sozialen Auseinandersetzungen<br>\nNach der Wahl des Rechtsextremisten Jair Bolsonaro zum neuen Pr&auml;sidenten von Brasilien am Sonntag zeichnen sich die ersten Grundz&uuml;ge seiner Regierungs- und Personalpolitik ab. Nach Angaben brasilianischer Medien will der 63-J&auml;hrige mindestens vier Milit&auml;rs in sein Kabinett aufnehmen. General Augusto Heleno soll Verteidigungsminister werden, Oberstleutnant Marcos Pontes soll das Wissenschaftsressort leiten. Auch die Ministerien f&uuml;r Infrastruktur und Bildung sollen Armeeangeh&ouml;rigen unterstehen.<br>\nBolsonaro, der sich mehrfach als Anh&auml;nger der Diktatur (1964-1985) geoutet hat, setzt damit auch in der Personalpolitik auf eine Militarisierung der Innenpolitik und eine neue radikale Frontstellung gegen soziale Bewegungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Brasilien-Militaer-in-Regierung-soziale-Bewegung-terroristisch-4207966.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Im Treibhaus<\/strong><br>\nWenn die globale Erderw&auml;rmung noch begrenzt werden soll, wird es h&ouml;chste Zeit, die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren<br>\nNachdem sich jahrzehntelang in den internationalen Klimaverhandlungen viel zu wenig getan hat, dr&auml;ngt die Zeit inzwischen sehr. Das hat Anfang Oktober der IPCC, die UN-Organisation f&uuml;r Klimawissenschaften, deutlich gemacht. Dass die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosph&auml;re steigt, ist sp&auml;testens seit den sp&auml;ten 1950er Jahren durch Messungen auf Hawaii belegt. Die an der dortigen Station festgestellten Werte kommen wegen der H&ouml;he des Messpunktes und seiner Ferne von allen Quellen und Senken dem atmosph&auml;rischen Durchschnitt sehr nahe. Von durchschnittlich knapp 316 Millionstel Volumenanteilen (ppm, Parts per million) 1959 ist die dort festgestellte Konzentration an Kohlendioxid (CO2) inzwischen auf knapp 407 ppm im vergangenen Jahr gestiegen. In vorindustriellen Zeiten betrug sie etwa 280 ppm.<br>\nDass diese Zunahme f&uuml;r die Menschheit irgendwann zum Problem werden k&ouml;nnte, diskutierten einige Wissenschaftler bereits um die Wende zum 20. Jahrhundert und vermehrt in den 1920er Jahren. 1965 mahnte die American Society for the Advancement of Science (Amerikanische Gesellschaft f&uuml;r die F&ouml;rderung der Wissenschaften) in einem Bericht an den US-Pr&auml;sidenten Lyndon B. Johnson, dass die Menschheit &raquo;innerhalb weniger Jahrhunderte den Kohlenstoff der Atmosph&auml;re wieder zuf&uuml;hrt, der ihr &uuml;ber einen Zeitraum von einer halben Milliarde Jahren durch Pflanzen entzogen und im Sediment begraben worden war&laquo;. Einige Jahre zuvor waren die Messungen auf dem Vulkan Mauna Loa auf Hawaii aufgenommenen worden, so dass der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosph&auml;re keine blo&szlig;e Hypothese mehr war, sondern nachgewiesen werden konnte. Auf dieser Basis warnten die Wissenschaftler die US-Regierung schon 1965 vor der globalen Erw&auml;rmung, die dies unweigerlich nach sich ziehen m&uuml;sse. Die Rolle des CO2 als Treibhausgas war in der Wissenschaft im Prinzip bereits seit den Laborversuchen des irischen Naturforschers John Tyndall 1859 bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342751.klimaerw%C3%A4rmung-im-treibhaus.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zerst&ouml;rung von Lebensr&auml;umen: Zahl der Wirbeltiere schrumpft dramatisch<\/strong><br>\nDer Mensch macht sich weiter breit auf der Erde &ndash; und das hat Folgen f&uuml;r die Tierwelt. Seit Beginn der Siebzigerjahre haben die Wirbeltierbest&auml;nde im Schnitt um rund 60 Prozent abgenommen.<br>\nDie Ergebnisse sind mehr als beunruhigend: Laut einer gro&szlig;en Untersuchung sind die Best&auml;nde Tausender Wirbeltierarten auf der Erde in den vergangenen Jahrzehnten um mehr als die H&auml;lfte geschrumpft. Der R&uuml;ckgang zwischen 1970 und 2014 betrage im Schnitt 60 Prozent, hei&szlig;t es im Living Planet Report 2018 der Umweltstiftung WWF und der Zoologischen Gesellschaft London.<br>\nAuch in den vergangenen zwei Jahren habe der Trend mit weiteren zwei Prozent R&uuml;ckgang angehalten. Als Beispiele f&uuml;r Tiere, deren Best&auml;nde schrumpfen, wurden etwa der Irawadi-Delfin, die Feldlerche, das Rebhuhn und der St&ouml;r genannt. Die Angaben beruhen auf Daten von rund 16.700 untersuchten Populationen und rund 4000 Wirbeltierarten weltweit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/artenschutz-dramatischer-rueckgang-bei-tausenden-wirbeltierarten-a-1235879.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die ignorierte &Ouml;l-Katastrophe<\/strong><br>\nMehr als 110.000 Liter am Tag: Seit 15 Jahren sickert &Ouml;l ungehindert in den Golf von Mexiko. Alle Versuche, die vielen Lecks zu stoppen, sind gescheitert &ndash; und finanzielle Interessen verhindern eine Besserung.<br>\nIm April 2010 ereignete sich im Golf von Mexiko eine der gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;l-Katastrophen. Eine Explosion zerst&ouml;rte die Bohrinsel Deepwater Horizon, t&ouml;tete elf Menschen und lie&szlig; &Ouml;l in nie gesehenem Ausma&szlig; ins Meer flie&szlig;en &ndash; mit schwerwiegenden Folgen f&uuml;r die Umwelt. Das Desaster brachte eine andere schleichende &Ouml;l-Katastrophe an die Oberfl&auml;che. Im Juni jenes Jahres werteten Experten der Umweltorganisation Skytruth Satelliten- und Luftbilder der betroffenen Region aus und entdeckten eine dunkle &Ouml;llinie, die sich wie ein langer Faden durch das Gew&auml;sser des Golfs von Mexiko zog. Mit Deepwater Horizon gab es keinen Zusammenhang. Das &Ouml;l musste von anderen Quellen stammen.<br>\nTats&auml;chlich hatte schon sechs Jahre vor der Deepwater-Horizon-Katastrophe der Orkan Ivan einen gewaltigen Erdrutsch am Meeresboden des Golfs von Mexikos ausgel&ouml;st, der eine Bohrinsel der Firma Taylor Energy umkippte. Seitdem sickert, von der &Ouml;ffentlichkeit weitgehend unbemerkt, &Ouml;l ins Meer &ndash; aus 28 verschiedenen Quellen, die mit der Bohrinsel verbunden waren. Taylor Energy unternahm mehrere Versuche, die Lecks zu schlie&szlig;en. Sie blieben aber unvollkommen. Im Jahr 2008 verkaufte die Firma ihre &Ouml;lquellen an ein s&uuml;dkoreanisches Konsortium und stellte in einem Vergleich mit den Beh&ouml;rden 666 Millionen Dollar f&uuml;r die L&ouml;sung des Problems zur&uuml;ck.<br>\nTaylor Energy gelang es, die &Ouml;l-Katastrophe weitgehend unbemerkt von einer gr&ouml;&szlig;eren &Ouml;ffentlichkeit zu halten, weil die austretende &Ouml;lmenge &ndash; basierend auf Firmenangaben &ndash; notorisch untersch&auml;tzt wurde. Ein Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) f&ouml;rderte im Jahr 2015 zu Tage, dass nach seri&ouml;sen Kalkulationen 20 Mal mehr &Ouml;l in den Golf floss als bis dahin angenommen. Das Unternehmen blieb nicht tatenlos. Es gab vielmehr mehr als 200 Millionen Dollar f&uuml;r Versuche aus, die Quellen abzudichten, aber nur bei einem Drittel gelang es. Schwere St&uuml;rme behinderten den Fortgang der Arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/die-ignorierte-oel-katastrophe-im-golf-von-mexiko-15854819.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>War was?<\/strong><br>\nNoch redete niemand vom Ende der &Auml;ra Merkel. Noch hatte die Kanzlerin ihren Verzicht auf das Amt der CDU-Vorsitzenden nicht erkl&auml;rt. Noch schien es, als h&auml;tte das &ldquo;Weiter so&rdquo; der gro&szlig;en Koalition in Berlin doch noch eine Chance. Es war Sonntagabend, Hessen hatte seinen neuen Landtag gew&auml;hlt. CDU und SPD, die gro&szlig;en Verlierer, erz&auml;hlten etwas von &ldquo;Fahrpl&auml;nen&rdquo; und &ldquo;Sacharbeit&rdquo; und einem Leben ohne Streit, mit dem man den Leuten schon zeigen werde, was f&uuml;r eine tolle Politik man macht.<br>\nDie Gr&uuml;nen, neben der AfD die gro&szlig;en Gewinner, hatten am Ende mit ihren fast 20 Prozent der Landesregierung die schwarz-gr&uuml;ne Mehrheit und dem ehemaligen CDU-Sheriff Volker Bouffier das Amt des Ministerpr&auml;sidenten gerettet. Die Alternative einer gr&uuml;n-rot-roten Mehrheit, die nach den Umfragen in Reichweite gelegen hatte, war verfehlt. Das bereitete nicht nur Bouffier gro&szlig;e Freude, sondern auch vielen Gr&uuml;nen, die erst gar nicht &uuml;berlegen mussten, ob sie nicht doch mal wieder eine linke Landesregierung wagen wollten.<br>\nIn den folgenden Stunden lieferte die Partei der Stunde einen beeindruckenden Beweis ihrer Geschlossenheit ab. &ldquo;So gr&uuml;n war Hessen noch nie&rdquo;, verk&uuml;ndete Landes-Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. &ldquo;So gr&uuml;n war Hessen noch nie&rdquo;, erg&auml;nzte Landes-Umweltministerin Priska Hinz. Und was sagte Annalena Baerbock, die Bundesvorsitzende? &ldquo;So gr&uuml;n war Hessen noch nie.&rdquo;<br>\nWas Robert Habeck sagte, der andere Bundesvorsitzende, wird hier nicht verraten. Nur noch so viel: Michael Kellner, der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Gr&uuml;nen, tanzte aus der Reihe und stellte den Satzbau eigenm&auml;chtig um: &ldquo;Noch nie war Hessen so gr&uuml;n.&rdquo; Ist halt vom linken Fl&uuml;gel &uuml;briggeblieben, der Kellner, typisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/396\/war-was-5432.html#\">Stephan Hebel auf Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Banden prellen Staat um 50 Millionen<\/strong><br>\nDurch falsche Angaben sollen kriminelle Banden im vergangenen Jahr Sch&auml;tzungen zufolge Hartz-IV-Leistungen erschlichen haben. Die Bundesregierung sch&auml;tzt den Schaden auf 50 Millionen Euro.<br>\nKriminelle Banden haben den Staat 2017 durch falsche Angaben f&uuml;r Hartz-IV-Leistungen um mindestens 50 Millionen Euro betrogen. Das geht auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, die der ARD vorliegt. Zuerst hatte die &ldquo;Rheinische Post&rdquo; dar&uuml;ber berichtet. Missbrauchsf&auml;lle durch Banden wurden erstmals f&uuml;r 2017 ermittelt. Laut Bundesregierung gab es 4400 F&auml;lle.<br>\nDer Gro&szlig;teil der F&auml;lle fokussiert sich dem Bericht zufolge auf Ballungsr&auml;ume. Wie aus der Antwort hervorgeht, verf&uuml;gten viele Job-Center &uuml;ber zu wenig Personal, um Leistungsmissbr&auml;uche ausreichend aufzudecken. &ldquo;Das Vertrauen in die Handlungsf&auml;higkeit des Rechtsstaates darf nicht durch Nachl&auml;ssigkeit beim Kampf gegen den Leistungsmissbrauch gef&auml;hrdet werden&rdquo;, zitiert die &ldquo;Rheinische Post&rdquo; den sozialpolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, Pascal Kober: &ldquo;Die bisherigen Ma&szlig;nahmen sind hierf&uuml;r vollkommen unzureichend.&rdquo;<br>\nVon bandenm&auml;&szlig;iger Kriminalit&auml;t ist auszugehen, wenn Gruppen den Staat systematisch prellen, indem sie etwa falsche Angaben &uuml;ber Familienangeh&ouml;rige, Wohnungen oder geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungen machen, um Hartz-IV-Leistungen zu beziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/banden-betrug-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder absolut plumpe Hetze gegen Erwerbslose und Hartz IV Bezieher. Man vergleiche diese Summe mit den 31,8 Milliarden Euro Schaden, der den Steuerzahlern durch Cum-Ex-Gesch&auml;fte entstanden ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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