{"id":46906,"date":"2018-11-06T08:28:42","date_gmt":"2018-11-06T07:28:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906"},"modified":"2018-11-07T08:27:02","modified_gmt":"2018-11-07T07:27:02","slug":"hinweise-des-tages-3240","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h01\">Mit dem Kopf durch die Wand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h02\">Merz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h03\">Neuer Plan von Ralf Stegner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h04\">Gro&szlig;e M&auml;rchenerz&auml;hlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h05\">Wie das Ausw&auml;rtige Amt dem Volk den Migrationspakt sch&ouml;nl&uuml;gt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h06\">Migration &ndash; Zeichen von Freiheit oder zu bek&auml;mpfendes &Uuml;bel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h07\">Big Business mit Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h08\">Das M&auml;rchen von den teuren Alten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h09\">Minijobs: Staatlich subventionierte Lohndr&uuml;ckerei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h10\">Zahl der Armen steigt, Mittelschicht schrumpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h11\">Vereinte Nationen kritisieren Deutschland f&uuml;r Hartz-IV-Regime<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h12\">Wo Pflegenotstand ein Fremdwort ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h13\">F&uuml;r Arme und Alte ist kein Platz mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h14\">Von Thatcher lernen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h15\">Bolsonaros Nachbarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h16\">Pakistan: Fanatiker halten ein Land in Geiselhaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h17\">Alexandria Ocasio-Cortez &ndash; die Hoffnung der linken Demokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46906#h18\">Niemand will mehr miteinander sprechen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mit dem Kopf durch die Wand<\/strong><br>\nMaa&szlig;en wollte seine Sicht der Dinge klarmachen, lie&szlig; die Rede vor internationalen Geheimdienstlern sp&auml;ter ins Deutsche &uuml;bersetzen &ndash; und wartete wohl darauf, dass sie durchgestochen wird. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r seine Abschiedsworte hatte Maa&szlig;en den &bdquo;Berner Club&ldquo; ausgew&auml;hlt, den Kreis der europ&auml;ischen Chefs der Inlandsgeheimdienste. Es waren Gleichgesinnte, in der Runde f&uuml;hlt er sich wohl. Am 18. Oktober traf sich die Runde in Warschau. Maa&szlig;en hatte angek&uuml;ndigt, dass er sich verabschieden wollte. Er sprach auf Englisch, seine Rede soll er selbst geschrieben haben. Seine Kollegen applaudieren, sie bedauern, dass sie einen erfahrenen Verfassungssch&uuml;tzer verlieren. Nichts dringt nach au&szlig;en. [&hellip;]<br>\nEnde Oktober, Anfang November sollte eigentlich ein neuer Verfassungsschutzchef ernannt werden. Eine gute Zeit also, um auf die Geschichtsschreibung Einfluss zu nehmen. Maa&szlig;en lie&szlig; seine Rede ins Deutsche &uuml;bersetzen und stellte sie ins Intranet des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz. Aus Erfahrung wei&szlig; er, dass irgendwann alles nach au&szlig;en dringt. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Ich habe bereits viel an deutscher Medienmanipulation und russischer Desinformation erlebt&ldquo;, sagte Maa&szlig;en laut Redemanuskript. &bdquo;Dass aber Politiker und Medien &sbquo;Hetzjagden&lsquo; frei erfinden oder zumindest ungepr&uuml;ft diese Falschinformation verbreiten, war f&uuml;r mich eine neue Qualit&auml;t von Falschberichterstattung in Deutschland.&ldquo; Mit Politikern ist allen voran die Kanzlerin selbst gemeint, Merkel und ihr Sprecher Steffen Seibert hatten von Hetzjagden in Chemnitz gesprochen.<br>\nDie Forderungen nach seiner Entlassung in den Medien von gr&uuml;nen und linken Politikern, &bdquo;die sich durch mich bei ihrer Falschberichterstattung ertappt f&uuml;hlten&ldquo;, sei f&uuml;r &bdquo;linksradikale Kr&auml;fte in der SPD&ldquo; der &bdquo;willkommene Anlass&ldquo;, um einen Bruch dieser Regierungskoalition zu provozieren. &bdquo;Da ich in Deutschland als Kritiker einer idealistischen, naiven und linken Ausl&auml;nder- und Sicherheitspolitik bekannt bin, war dies f&uuml;r meine politischen Gegner und f&uuml;r einige Medien auch ein Anlass, um mich aus meinem Amt zu dr&auml;ngen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nIm einstweiligen Ruhestand bekommt Maa&szlig;en f&uuml;r weitere drei Monate seine Dienstbez&uuml;ge und anschlie&szlig;end f&uuml;r h&ouml;chstens drei Jahre ein &Uuml;bergangsgeld, das 71,75 Prozent der &bdquo;ruhegehaltf&auml;higen Dienstbez&uuml;ge&ldquo; betr&auml;gt. Die setzen sich zusammen aus dem Grundgehalt (f&uuml;r Maa&szlig;en, Besoldungsstufe B 9, sind das gut 11.000 Euro im Monat) plus Zulagen. Mit Erreichen des Pensionsalters bekommt er eine seinen geleisteten Dienstjahren entsprechende Pension.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/analyse-zu-maassen-mit-dem-kopf-durch-die-wand-15875807.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wer in der SPD &bdquo;linksradikale Kr&auml;fte&ldquo; verortet, ist als oberster Verfassungssch&uuml;tzer nat&uuml;rlich nicht haltbar. Davon abgesehen trifft Maa&szlig;en mit seinen zugespitzten Formulierungen jedoch einen wunden Punkt. Die Klarheit, mit der Seibert und viele Medien von einer &bdquo;Hetzjagd&ldquo; sprachen, war und ist nicht durch Fakten gedeckt. Der Vorwurf der Verbreitung von Fake News ist hier zutreffend. Fake News hat jedoch auch Maa&szlig;en selbst verbreitet, als er in der BamS unkte, das &bdquo;Hasi-Video&ldquo; sei eine Manipulation, um von dem &bdquo;Mord an einem Deutschen&ldquo; abzulenken. Die entscheidende Frage bleibt: Warum wurde Maa&szlig;en nicht gleich in den einstweiligen Ruhestand versetzt? Hat sich an der Bewertung durch die Rede so viel ge&auml;ndert? Oder waren es nicht doch vielmehr die Landtagswahlen in Bayern, die Seehofer freie Hand gegeben haben?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mann der Moneten &ndash; Friedrich Merz<\/strong><br>\nBerater, Bevollm&auml;chtigter, Beaufsichtiger: Friedrich Merz hat seit seinem Abschied aus der aktiven Politik &Auml;mter und Mandate geh&auml;uft. Damit soll Schluss sein, wenn er an der CDU-Spitze steht. Auf dem Weg dorthin, wird es wohl aber noch etliche Fragen geben.<br>\n5000 Euro am Tag. Das war das Honorar von Friedrich Merz, als er &ldquo;Ver&auml;u&szlig;erungsbevollm&auml;chtigter&rdquo; f&uuml;r die mit massiven Staatshilfen gest&uuml;tzte Landesbank WestLB war. Es war einer von vielen Top-Jobs in der Privatwirtschaft, die Merz in den vergangenen Jahren innehatte &ndash; und innehat. Seit seinem Abschied aus der aktiven Politik 2009 legte er eine erfolgreiche Karriere hin: Merz, der Multifunktion&auml;r und Netzwerker.<br>\nDer heute 62 Jahre alte Jurist arbeitet bereits seit 2005 im D&uuml;sseldorfer B&uuml;ro der international t&auml;tigen Kanzlei Mayer Brown. Merz ber&auml;t dort nach Angaben der Kanzlei Unternehmen bei Fusionen, zu seinen Mandanten z&auml;hlen &ldquo;zahlreiche Dax-Unternehmen und internationale Konzerne&rdquo;. Merz hat daneben zahlreiche Posten inne: Er ist Chef des Aufsichtsrats beim Verm&ouml;gensverwalter Blackrock Deutschland und f&uuml;hrt auch den Aufsichtsrat des Arnsberger Unternehmens Wepa, das etwa Toilettenpapier herstellt.<br>\nAu&szlig;erdem leitet Merz das Kontrollgremium des Flughafens K&ouml;ln-Bonn und ist Aufsichtsratsmitglied bei der Privatbank HSBC Deutschland. Er sitzt zudem im Verwaltungsrat des Schweizer Zugbauers und Siemens-Konkurrenten Stadler Rail. Merz ist also bestens vernetzt. Seine Aufsichtsratsmandate will er dem Vernehmen nach niederlegen, sollte er im Dezember zum neuen CDU-Vorsitzenden gew&auml;hlt werden.<br>\nEiner der Posten von Merz, die nun vor allem in die Schlagzeilen kommen, ist der als Aufsichtsratschef beim deutschen Ableger von Blackrock. Die weltgr&ouml;&szlig;te Fondsgesellschaft hat eine enorme Macht an den Finanzm&auml;rkten. Kritiker wie die Journalistin Heike Buchter (&ldquo;Die Zeit&rdquo;), die 2015 das Buch &ldquo;Blackrock &ndash; Eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld&rdquo; ver&ouml;ffentlichte, betrachten das Unternehmen mit Sitz in New York als Gefahr f&uuml;r die Weltwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-vielen-lukrativen-Jobs-des-Friedrich-Merz-article20701977.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bereits vom Mai dieses Jahres aber aktueller denn je. Und es ist absurd, ein lupenreiner Lobbyist des gr&ouml;&szlig;ten Finanzinvestors der Welt wird von interessierten Kreisen bereits als zuk&uuml;nftiger Bundeskanzler gehandelt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein Geldkonzern auf dem Weg zur globalen Vorherrschaft<\/strong><br>\nEr verwaltet die Ersparnisse von Millionen Anlegern, ist Europas gr&ouml;&szlig;ter Aktion&auml;r &ndash; und seine langen Arme reichen bis in Regierungen. Wie der Finanzkonzern Blackrock zum m&auml;chtigsten Unternehmen der Welt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/blackrock-ein-geldkonzern-auf-dem-weg-zur-globalen-vorherrschaft\/21246966.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>in Angst- oder Wunschgegner?<\/strong><br>\nFinanzlobbyist Friedrich Merz will sich als CDU-Chef sozialpolitisch engagieren. Die Linkspartei kann schwer glauben, dass er sein Wort h&auml;lt. Dennoch k&ouml;nnte man mit ihm leben.<br>\nDiese Aussage findet die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im deutschen Bundestag, Sevim Dagdelen, unglaubw&uuml;rdig: &ldquo;Man kann doch nicht auf der einen Seite in h&ouml;chster Position f&uuml;r einen Finanzkonzern arbeiten, dessen Gesch&auml;ftsmodell auf Profit, absoluter Ausbeutung und der Zerst&ouml;rung von sozialen Sicherungssystemen beruht und auf der anderen Seite behaupten, dass man sozial engagiert sei.&rdquo;<br>\nDagdelen bezieht sich auf das US-Finanzunternehmen Blackrock. Bei dessen deutscher Tochter ist Merz seit Anfang 2016 Aufsichtsratschef. Auf seiner Pressekonferenz am Mittwoch erkl&auml;rte Merz dazu: &ldquo;Das ist ein Verm&ouml;gensverwalter. Diese Firma verwaltet das Verm&ouml;gen Hunderttausender Kunden treuh&auml;nderisch, und sie vertrauen uns das Geld an.&rdquo;<br>\nEs geht um viel Geld. Weltweit kommt Blackrock auf ein Anlagevolumen von gut sechs Billionen US-Dollar. Merz arbeite also nicht f&uuml;r eine kleine Nischenfirma, &ldquo;sondern f&uuml;r einen der m&auml;chtigsten Akteure am Finanzmarkt, der uns echt Sorgen machen muss&rdquo;, meint der Finanzexperte der Gr&uuml;nen, Gerhard Schick.<br>\n&ldquo;Entweder ein Kanzlerkandidat und Kanzler, der f&uuml;r die US-Finanzmafia steht, oder jemand, der tats&auml;chlich f&uuml;r eine soziale und friedliche Wende in diesem Land steht, statt diesem brutalen Neoliberalismus, der von Merz und Co. vertreten wird&rdquo;, sagt Dagdelen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/merz-linkspartei-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine politische Polarisierung durch Merz muss nicht falsch sein. Es stellt sich nur die Frage wer soll derjenige sein, der tats&auml;chlich f&uuml;r eine soziale und friedliche Wende in diesem Land steht bzw. genauso entscheidend aus welcher Partei sollte der oder diejenige kommen? Eine Kanzlerkandidatur aus einer, von einer einstmaligen Volkspartei zu einer marginalisierten Kleinpartei geschrumpften Partei, w&auml;re sicher unangemessen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wird Merz der neue Schulz?<\/strong><br>\nDer aktuelle Hype um Friedrich Merz erinnert etwas an den Schulzzug Anfang 2017. Genauer besehen haben beide Politiker vor allem einen Vorzug: Dass sie nicht Angela Merkel sind.<br>\nNachdem Angela Merkel am Montag ihren Verzicht auf eine erneute Kandidatur f&uuml;r den CDU-Vorsitz ank&uuml;ndigte, gibt es aktuell sechs Bewerber f&uuml;r die Nachfolge. Drei Kandidaten aus der Basis (die bereits vor ihrem R&uuml;ckzug ihre Kandidatur angek&uuml;ndigt hatten) &ndash; und Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz, die sich kurz nach ihrer Ank&uuml;ndigung als Kandidaten meldeten. Der ebenfalls als Bewerber gehandelte nordrhein-westf&auml;lische CDU-Ministerpr&auml;sident Armin Laschet erkl&auml;rte am Mittwoch, dass er ein Antreten erst dann in Betracht ziehen will, wenn nicht nur der Bundesparteivorsitz, sondern auch der Kanzlerposten zur Verf&uuml;gung steht.<br>\nDie Menge an Medienaufmerksamkeit, die die sechs Kandidaten genie&szlig;en, ist sehr unterschiedlich. Dass die drei Bewerber aus der Basis weniger abbekommen, &uuml;berrascht dabei am wenigsten: Ihre Chancen werden als gering eingesch&auml;tzt und ihre Namen ziehen in &Uuml;berschriften potenziell weniger Klicks und K&auml;ufer als die der drei bekannteren. Aber auch die Aufmerksamkeit f&uuml;r diese Drei verteilt sich zumindest in den Mainstreammedien ebenfalls ungleich: Annegret Kramp-Karrenbauer und der (eher in Sozialen Medien pr&auml;sente) Jens Spahn stehen dort deutlich seltener im Zentrum als Friedrich Merz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wird-Merz-der-neue-Schulz-4209185.html?wt_mc=rss.tp.beitrag.atom\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Autor liegt hier m.E. ziemlich falsch. W&auml;hrend man sich bei Schulz, wie sich im R&uuml;ckblick gezeigt hat, einen b&ouml;sen Schabernack erlaubte, er wurde im Verlauf des Wahlkampfes von den selben, die ihn hoch geschrieben haben auch wieder herunter geschrieben, stehen hinter Merz ganz andere Interessen und Akteure.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nicht alles, was ein Vergleich ist, hinkt. Parallelen k&ouml;nnten sich bestenfalls ergeben, wenn Merz nun aus taktischen Gr&uuml;nden dem Neoliberalismus und dem Konservativismus &ouml;ffentlich abschw&ouml;rt und sich zum &bdquo;modernen&ldquo; Kandidaten der Mitte stilisiert. Das wird Merz aber nicht machen. Warum auch? Au&szlig;erdem d&uuml;rfte Merz auch &uuml;ber bessere Berater als Schulz verf&uuml;gen. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neuer Plan von Ralf Stegner<\/strong><br>\nRalf Stegner, macht indessen Schlagzeilen mit einem &ldquo;internen Positionspapier&rdquo;, das dem Spiegel und der ARD. Begleitet wird das von Stegners Ansage, dass der Verbleib in der Berliner Regierungskoalition unsicher ist: &ldquo;Weder sind wir um jeden Preis in die Gro&szlig;e Koalition gegangen, noch werden wir um jeden Preis in der Gro&szlig;en Koalition bleiben.&rdquo;<br>\n&ldquo;Eine Gro&szlig;e Koalition, die nicht f&uuml;r Stabilit&auml;t sorge, habe keine Existenzberechtigung. Die Koalition m&uuml;sse drastisch und rasch ihre Arbeit und das Erscheinungsbild &auml;ndern&rdquo;, zitiert die Tageschau und der Spiegel. Wie viel Stabilit&auml;t gewinnt man mit der Aussage, dass man sich alles auch anders &uuml;berlegen kann? Das Hin- und Her kennt man seit der Bundestagswahl 2017. Die totale dogmatisch ausge&uuml;bte Transparenz ist in Beziehungen nicht immer hilfreich, sie kann auch total unklug sein, wenn man damit zum Beispiel st&auml;ndig die totale Ratlosigkeit zum Besten gibt. Das gilt auch f&uuml;r die Beziehung zu W&auml;hlern.<br>\nIn seinem 10-Punkte-Papier fordert Stegner immerhin ein neues &ldquo;Sozialstaatskonzept&rdquo;. Das scheint der neue Schl&uuml;sselbegriff zu sein, auch die bayrische SPD-Vorsitzende Natascha Kahnen hat es nach der gro&szlig;en Wahlschlappe ausgepackt. Es klingt nach einem guten Versprechen, zumal Stegner dazu anmerkt, dass Hartz-IV seiner Ansicht nach &ldquo;ausgedient&rdquo; habe, wie berichtet wird. Er will Gro&szlig;es: &ldquo;Eine Minireform Nummer 137 ist keine Option.&rdquo;<br>\nStattdessen soll ein &ldquo;solidarisches Grundeinkommen und eine Kindergrundsicherung angestrebt werden. Ein Ziel sei zudem eine sanktionsfreies Existenzminimum. Die SPD m&uuml;sse sich au&szlig;erdem f&uuml;r kostenfreie Bildung vom Kindergarten bis zum Meisterbrief oder dem Master-Abschluss einsetzen&rdquo;. Auch das sind sch&ouml;n Versprechen. Nur ist der Kernvorschlag &ldquo;Grundeinkommen&rdquo; schon derart in Diskussionen zerpfl&uuml;ckt worden, dass es an der Zeit ist, ein tragf&auml;higes, durch die Dispute ausgereiftes Konzept vorzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/SPD-Neuer-Plan-von-Ralf-Stegner-4210200.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mit der unsozialen Idee eines Grundeinkommens hat es auch die franz&ouml;sische Schwesterpartei der SPD schon probiert. Der Erfolg war &uuml;berschaubar. Die PS-Pr&auml;sidentschaftskandidat und Grundeinkommens-Frontmann Benoit Hamon holte in der ersten Runde der Wahlen historisch schlechte 6,36%, die PS folgte bei den Parlamentswahlen mit 7,44%. Da h&auml;tte sogar die SPD noch ein wenig Luft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gro&szlig;e M&auml;rchenerz&auml;hlung<\/strong><br>\nZurzeit l&auml;uft eine gro&szlig;e M&auml;rchenerz&auml;hlung, wonach die SPD in der Bundesregierung doch eine gute Politik betreibe, diese nur nicht wahrgenommen w&uuml;rde, weil Streitereien und &Auml;hnliches diesen positiven Eindruck &uuml;berlagerten.<br>\nDas ist so schrecklich schlecht, dass man ausrasten k&ouml;nnte. Die SPD macht keine gute Regierungsarbeit, sondern das glatte Gegenteil von dem, was einmal mit sozialer Gerechtigkeit beschrieben worden ist.<br>\nDer Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD ist die Fortsetzung des Weiter so, nur mit sch&ouml;nen Begriffen wie Aufbruch, Dynamik usw. So etwas nennt man Mogelpackung. Das haben viele kluge Menschen schon im M&auml;rz festgestellt. Die festgeschriebenen Ergebnisse &auml;ndern nichts an der unsozialen Entwicklung hierzulande oder am unsolidarischen K&uuml;rzungskurs in Europa. (&hellip;)<br>\nDie SPD steht nicht f&uuml;r den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern f&uuml;r eine der gr&ouml;&szlig;ten Spaltungen. Das Programm dazu lautete Agenda 2010. Es wirkt bis heute. Die Sozialdemokraten wollen dar&uuml;ber aber nur insofern nachdenken, als sie sich die Frage stellen, was nach Hartz IV wohl kommen k&ouml;nnte.<br>\nEin Bewusstsein dar&uuml;ber, was mit der Agenda-Politik angerichtet worden ist, existiert offenbar immer noch nicht. Damit ist die SPD auch verantwortlich daf&uuml;r, dass inzwischen vielmehr Arbeitnehmer nicht mehr die SPD, sondern eine offen arbeitnehmer- und fremdenfeinliche Partei wie die AfD w&auml;hlen. Das scheint die SPD-F&uuml;hrung aber nicht die Bohne zu interessieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/181105grosse-maerchenerzaehlung\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie das Ausw&auml;rtige Amt dem Volk den Migrationspakt sch&ouml;nl&uuml;gt<\/strong><br>\nDas f&uuml;r den UN-Migrationspakt in Deutschland federf&uuml;hrende Au&szlig;enministerium unter Heiko Maas (SPD) verteidigt den Migrationspakt gegen Kritik. Damit &auml;u&szlig;ert die Regierung sich immerhin kurz vor Unterzeichnung einmal zu diesem UN-Gro&szlig;projekt. Die Behauptungen, die sie zu dessen Verteidigung vorbringt, sind jedoch bestenfalls irref&uuml;hrend.<br>\nDie Nachrichtenagentur Reuters berichtet, mit Blick auf Kritik der AfD habe ein Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amts am Freitag in Berlin gesagt, wer sich die M&uuml;he mache, den Pakt anzusehen, werde feststellen, &ldquo;dass hier &Auml;ngste gesch&uuml;rt werden auf Basis einer politischen Erkl&auml;rung, die so nicht zu rechtfertigen sind&rdquo;. Der Pakt formuliere Ziele. Wie sie umgesetzt w&uuml;rden, stehe den Mitgliedsstaaten offen. Dies gelte etwa, wenn es darum gehe, zur Bek&auml;mpfung illegaler Migration M&ouml;glichkeiten f&uuml;r legale Migration zu schaffen. &rdquo;<br>\nDas ist irref&uuml;hrend. Erst einmal ist im Pakt nirgends von illegaler Migration oder gesetzwidriger Migration die Rede, sondern nur von &bdquo;irregul&auml;rer&ldquo; Migration. Das klingt freundlicher und kommt nicht von ungef&auml;hr, denn Gesetzes&uuml;bertretungen w&uuml;rden Sanktionen nahelegen, die der Pakt aber vermieden sehen will. Wichtiger ist: Die Schaffung von mehr (!) M&ouml;glichkeiten f&uuml;r legale Migration wird nicht vorrangig mit der Bek&auml;mpfung illegaler (irregul&auml;rer) Migration begr&uuml;ndet, sondern vor allem mit den gro&szlig;en Vorteilen, die Migration angeblich f&uuml;r alle Beteiligten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1060-aa-migrationsabkommen\">Norbert Haering<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Migration &ndash; Zeichen von Freiheit oder zu bek&auml;mpfendes &Uuml;bel<\/strong><br>\nEs sollten auch die Stimmen der Menschen aus dem globalen S&uuml;den und der europ&auml;ischen Peripherie geh&ouml;rt werden, die sich kritisch zur Migration &auml;u&szlig;ern und auf die Folgen f&uuml;r die Betroffenen und ihre Herkunftsl&auml;nder hinweisen.<br>\n&ldquo;Es ist nicht Europa, das uns ein Leben in W&uuml;rde schuldet, sondern mein Land.&rdquo; Dieser Satz steht &uuml;ber einem Essay von Saikou Suwareh Jabai. Dort bringt der gambische Journalist einige Argumente in die Debatte um Migration ein, die sich manche der &ldquo;Refuge Welcome&rdquo;-Bewegung doch einmal durch den Kopf gehen lassen sollten.<br>\nEr schildert dort die ganz individuellen Folgen der Migration am Beispiel seiner beiden Br&uuml;der:<br>\n&bdquo;Meine beiden Br&uuml;der wurden aus Spanien und Italien insgesamt viermal zur&uuml;ck nach Marokko deportiert. Jedes Mal hatten sie geglaubt, es nun endlich geschafft zu haben, und jedes Mal waren sie unendlich frustriert. Der J&uuml;ngere, Abdou, entschloss sich nach zw&ouml;lf Jahren vergeblicher Versuche zur&uuml;ckzukehren. Der andere, Amfaal, reist bis heute zwischen verschiedenen nordafrikanischen Staaten hin und her.&ldquo;<br>\nUnd er beschreibt die Geschehnisse aus der Perspektive des kleinen Bruders, der zur&uuml;ckbleiben musste:<br>\n&bdquo;Auch ich habe unz&auml;hlige Male daran gedacht zu gehen, aber ich blieb, weil sonst niemand mehr &uuml;briggeblieben w&auml;re, um sich um die Eltern zu k&uuml;mmern. Irgendwann wurde mir klar, dass ich es mit meinen F&auml;higkeiten und der richtigen Ausbildung auch in Gambia schaffen k&ouml;nnte, f&uuml;r mich und meine Familie zu sorgen. Ich wollte nicht mein Leben riskieren f&uuml;r eine Reise, die im Grunde eine Selbstmordmission ist.&ldquo;<br>\nEr entschlie&szlig;t sich, nicht dem Beispiel seiner Br&uuml;der und vieler Gleichaltriger zu folgen, auch aus Verantwortung gegen&uuml;ber seinen Verwandten.<br>\n&bdquo;In all diesen Jahren ging ich in meinem Dorf noch zur Schule; meine Kindheit war gepr&auml;gt von dem Unbehagen, meine Br&uuml;der nicht um mich zu haben. Noch viel schwieriger fand ich es, nichts von ihnen zu h&ouml;ren, w&auml;hrend zugleich t&auml;glich neue Nachrichten von gesunkenen Booten und steigenden Zahlen toter Migranten auftauchten, deren Identit&auml;t nirgendwo dokumentiert ist.&ldquo;<br>\nDamit spricht Jabai eine wichtige Frage an, die bei vielen aus der &ldquo;Refugee Welcome&rdquo;-Bewegung meistens ausgespart wird. Welche Folgen hat denn eine Migration vor allem junger gut ausgebildeter Menschen f&uuml;r deren Herkunftsl&auml;nder? Was hat sie f&uuml;r Folgen f&uuml;r die, die zu alt, zu schwach und zu krank zum Migrieren sind? &hellip;<br>\nNun f&auml;llt auf, dass Jabei kaum Kritik an den europ&auml;ischen L&auml;ndern &uuml;bt. Das ist verst&auml;ndlich, weil er eben die Verantwortung der Regierungen der afrikanischen L&auml;nder anspricht, die alles, was schlecht in ihren L&auml;ndern l&auml;uft, oft auf den Kolonialismus und die fortdauernde Ausbeutung des afrikanischen Kontinents schieben und das eigene Verstricktsein in dieses System ausblenden.<br>\nTrotzdem ist festzuhalten, dass neben den oft autorit&auml;ren Eliten der verschiedenen afrikanischen L&auml;nder eben die neokolonialistischen Beziehungen ein Haupthindernis f&uuml;r eine selbstst&auml;ndige Entwicklung des afrikanischen Kontinents sind. Daf&uuml;r gibt es viele Beispiele und sie auszuf&uuml;hren, dauert lange.<br>\nDa k&ouml;nnte man beschreiben, wie afrikanische L&auml;nder als M&uuml;llhalde des globalen Nordens benutzt, wie Meere vor dem afrikanischen Kontinent leergefischt werden, wie ungerechte Vertr&auml;ge daf&uuml;r sorgen, dass die L&auml;nder unterentwickelt gehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Migration-Zeichen-von-Freiheit-oder-zu-bekaempfendes-Uebel-4210708.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Big Business mit Steuern<\/strong><br>\nAls ich nach der Jahrtausendwende begann, mich mit Steuerpolitik und Steueroasen zu besch&auml;ftigen, bekam ich Hassmails und Anrufe. Insbesondere &auml;ltere Herren meinten, Steuerflucht verteidigen zu m&uuml;ssen: Hohe Besteuerung sei unvertretbar, niemand zahle gerne Steuern, und der Staat gebe das Geld f&uuml;r Waffen aus. Im Laufe der Zeit wurden die Hassmails weniger. Nach der Ver&ouml;ffentlichung der Recherchen zu geleakten Papers gingen Vortragseinladungen ein, deren Organisatoren erwarteten, dass Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Steuerpraktiken eine Wende, vielleicht sogar eine Revolution einl&auml;uten w&uuml;rde. Die Cum-Ex-Gesch&auml;fte &uuml;bertreffen bisherige Enth&uuml;llungen. Die Nutzer der Konstruktion sollen nicht nur Steuern vorenthalten, sondern &ouml;ffentliche Gelder ohne Gegenleistung erhalten haben. Warum bleibt die Emp&ouml;rung &uuml;bersichtlich?<br>\nDas mag einerseits am Schleimer-Bias liegen: Viele Menschen identifizieren sich nach oben, grenzen sich nach unten ab und vergleichen sich mit ihrem Umfeld. Andererseits besteht ein Expertise-Bias. Expertise in Steuerfragen ist ein wachsendes kommerzielles Feld. Eine Untersuchungskommission des US-amerikanischen Senats zur Rolle professioneller Steuer-Serviceanbieter stellte schon 2005 fest, dass Verk&auml;ufe dubioser Steuerprodukte Big Business geworden sind, das talentierte Professionelle aus den renommierten gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmen des Landes, Anwaltskanzleien, Anlageberatungsfirmen und Banken betreiben. Nach einer britischen Studie arbeiten in den vier gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmen viermal so viel Experten zu Verrechnungspreisen wie in Finanz&auml;mtern. In Deutschland stieg die Zahl der Steuerberater und Steueranw&auml;lte erheblich, das Personal in Finanz&auml;mtern wurde reduziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/cum-ex-geschaefte-big-business-mit-steuern-a-1611661\">FR<\/a>\n<p><strong>dazu: Steuerhinterziehung kostet 100 Milliarden<\/strong><br>\nBrigitte Unger, wissenschaftliche Direktorin des WSI in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, &uuml;ber Steueroasen und Steuers&uuml;nder-CDs: &bdquo;Es ist ein m&uuml;hsamer Weg, die Elite wieder dazu zu bringen, ihren Beitrag zu einer zivilisierten Gesellschaft zu leisten.&ldquo;<br>\nSteuern sind der Preis, den wir f&uuml;r eine zivilisierte Gesellschaft zahlen, meinte 1870 Oliver Wendell Holmes, Richter am obersten US-Bundesgericht. Der R&uuml;ckgang der Steueraufkommen in Prozent des BIP in der EU seit der Finanzkrise stimmt jedoch nachdenklich, ob wir uns von dieser postulierten Zivilisation nicht gerade wieder entfernen. Die von der EU proklamierten vier Freiheiten scheinen sich auch in der Freiheit, keine Steuern zu zahlen, niederzuschlagen. Die Elite hat Oasen gefunden, um Gelder aus Steuerhinterziehung zu parken. Gesch&uuml;tzt vom Bankgeheimnis in Andorra, Monaco und der Schweiz, von Stiftungskonstruktionen in Liechtenstein und Luxemburg, haben sich immer mehr EU-B&uuml;rger der Steuerpflicht entzogen. Wiewohl die Definition einer Steueroase in der Literatur variiert, kommen diese f&uuml;nf europ&auml;ischen L&auml;nder in diversen Steueroasenlisten vor. Die OECD, die seit 2000 j&auml;hrlich eine solche Liste erstellt, bezeichnete sie als nicht kooperative Steueroasenl&auml;nder. Doch 2009 wurden &ndash; nach diplomatischen Interventionen und Anpassungen &ndash; alle genannten L&auml;nder von der Liste entfernt. Die Probleme sind geblieben.<br>\nSch&auml;tzungen zufolge verliert Deutschland j&auml;hrlich rund 100 Milliarden Euro an Steuereinnahmen durch Steuerhinterziehung. Angesichts steigenden Budgetdrucks gerieten deshalb die Steuerhinterzieher ins Visier. Deutsche Beh&ouml;rden kauften erstmals im Januar 2006 eine CD aus Liechtenstein mit Steuerdaten von rund 800 Personen. Im Oktober 2010 bezahlten Steuerfahnder f&uuml;r Kundendaten der Schweizer Bank Julius B&auml;r und im Oktober 2011 f&uuml;r rund 3000 Kontoinformationen aus Luxemburg. 2012 kaufte Nordrhein-Westfalen mehrere CDs, ohne die Namen der Banken zu nennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/41281_41291.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen von den teuren Alten<\/strong><br>\nDie Gesellschaft wird &auml;lter und dem Gesundheitswesen droht die Kostenexplosion. Klingt einleuchtend, ist aber falsch. Alte Menschen sind nicht das Problem. Die Umstrukturierung von einem Gesundheitswesen in eine Gesundheitswirtschaft ist der Kern des &Uuml;bels.<br>\nUnser Gesundheitswesen ist in Gefahr! Das h&ouml;rt man immer wieder. Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr gehe davon aus, dass die Gesundheit bald nicht mehr bezahlbar sein werde. Der medizinische Fortschritt mache die Medizin immer teurer, deswegen k&ouml;nne er nicht mehr allen zugutekommen. Man werde rationieren, priorisieren und zuteilen m&uuml;ssen. Und dann ist da au&szlig;erdem auch noch die immer weiter steigende Lebenserwartung, die immer gr&ouml;&szlig;er werdende Zahl alter Menschen. &Auml;lter ist kr&auml;nker ist teurer, so lautet die Schreckensformel. Aber stimmt das eigentlich alles?<br>\nDer Begriff der Kostenexplosion wurde 1974 von dem damaligen Gesundheitsminister von Rheinland-Pfalz, Heiner Gei&szlig;ler, in die politische Diskussion eingef&uuml;hrt. Mithilfe einer irref&uuml;hrenden Visualisierung von eigentlich recht geringen statistischen Schwankungen der Gesundheitskosten entstand der Eindruck einer steil ansteigenden Kostenkurve. Der Spiegel setzte daraufhin mit der Serie: &bdquo;Krankheitskosten: Die Bombe tickt&ldquo; im Jahr 1975 das ganze Land unter Strom. Sp&auml;testens jetzt war klar: Es bestand dringender Handlungsbedarf!<br>\nIm Jahr 1998 erschien ein Taschenbuch mit dem Titel &bdquo;Das M&auml;rchen von der Kostenexplosion&ldquo; und entwickelte sich schnell zu einem Bestseller. Bis dahin hatte der Begriff der Kostenexplosion aber schon enorme Bedeutung in s&auml;mtlichen Diskussionen &uuml;ber die Zukunft des Gesundheitswesens erlangt. Alle Welt war der Meinung, dass das Gesundheitswesen bald nicht mehr bezahlbar sein werde und l&auml;ngerfristig auf den totalen Zusammenbruch zusteuere.<br>\nTats&auml;chlich gibt es aber gar keine Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Es hat auch noch nie eine gegeben. Die Ausgaben f&uuml;r das Gesundheitssystem sind in unserem Land seit Jahrzehnten konstant. Sie betragen 10 bis 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts mit minimalen Ausschl&auml;gen nach oben oder unten, und zwar nicht weil die Kosten explodieren, sondern wegen konjunktureller Schwankungen dieses Bruttoinlandsprodukts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Privatisierung-des-Gesundheitswesens\/!5544982\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Minijobs: Staatlich subventionierte Lohndr&uuml;ckerei<\/strong><br>\nAuswertung der Antwort der Bundesregierung (PDF) auf die Kleine Anfrage &bdquo;Ausma&szlig; und Struktur der geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung&rdquo; (BT-Drs. 19\/4681) von Susanne Ferschl u.a. und der Fraktion DIE LINKE.<br>\nZusammenfassung:<br>\n2018 war jede\/r f&uuml;nfte abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte ein Minijobbender: 23 Prozent betrug der Anteil der geringf&uuml;gig entlohnt Besch&auml;ftigten an bundesweit allen Besch&auml;ftigten. Die Anzahl der Minijobbenden insgesamt ist seit 2003 um 35 Prozent angewachsen. Immer mehr Menschen sind auf einen Zweitjob angewiesen: Jede\/r Zw&ouml;lfte sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigte (8,5 Prozent) &uuml;bt eine geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung im Nebenjob aus &ndash; knapp eine knappe Millionen Menschen mehr als vor 10 Jahren.<br>\nZugenommen haben auch geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse nach Erreichen der Regelaltersgrenze: Die Zahl der minijobbenden Rentner*innen hat sich seit 2003 verdoppelt &ndash; das ist ein Anstieg um eine halbe Millionen. Zu Beginn des Jahres 2018 arbeiteten knapp eine Millionen Rentner*innen in einem Minijob (+ 27 Prozent in den vergangenen sechs Jahren).<br>\nJede\/r zweite geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte ist im Haupterwerbsalter zwischen 25 und 55 Jahren. Entgegen landl&auml;ufiger Vorurteile verf&uuml;gen geringf&uuml;gig entlohnte Besch&auml;ftigte in der Mehrheit &uuml;ber einen anerkannten Berufsabschluss (51 Prozent) oder einen akademischen Abschluss (7,6 Prozent). Minijobs f&uuml;hren zu Armut im Erwerbsleben und im Alter: Der Anteil der Minijobbenden, die auf den Bruttolohn bezogen unterhalb der Niedriglohnschwelle entlohnt werden, lag 2014 bei 64,8 Prozent. Der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Minijobbenden lag im gleichen Jahr bei 9,40 Euro (West 9,58 Euro und Ost 7,86 Euro). Dieser Verdienst entspricht 55 Prozent des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes in 2014: 16,97 Euro (West 17,46 Euro und Ost 13,80 Euro) f&uuml;r das Jahr 2014.<br>\nDas Gastgewerbe besch&auml;ftigte 2017 in absoluten Zahlen die meisten Minijobbenden. Folglich erhielten die Besch&auml;ftigten dieser Branche auch die mit Abstand h&ouml;chsten Zahlungsanspr&uuml;che: Knapp eine Million Euro zahlte der Staat Aufstockungsleistungen an geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte im Gastgewerbe. Insgesamt waren es 2017 rund 4,3 Milliarden Euro SGB II-Leistungen, die f&uuml;r die Aufstockung von geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten aufgewandt wurden &ndash; 61,5 Millionen Euro mehr als noch vor 10 Jahren.<br>\nSusanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, kommentiert:<br>\n&ldquo;Die Zahl der Minijobs w&auml;chst und regul&auml;re Jobs werden ersetzt. Die oft gut ausgebildeten Minijobbenden k&ouml;nnen vom Lohn nicht leben und sind auf staatliche Unterst&uuml;tzung angewiesen. So subventioniert der Staat Unternehmen, die durch Minijobs an L&ouml;hnen sparen. Das ist staatlich subventionierte Lohndr&uuml;ckerei. Wenn immer mehr Rentner*innen und Besch&auml;ftigte zus&auml;tzlich im Minijob arbeiten, hei&szlig;t das Problem: Armut trotz Arbeit! Die l&auml;ngt &uuml;berf&auml;llige Anhebung des Mindestlohns auf ein armutsfestes Niveau von mindestens 12 Euro, wie es DIE LINKE seit Langem fordert, w&auml;re ein wichtiger Schritt zur Austrocknung dieses Niedriglohnsektors!&rdquo;<br>\nHier gibt es die Ergebnisse im Einzelnen zum Herunterladen als PDF<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/minijobs-staatlich-subventionierte-lohndrueckerei\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zahl der Armen steigt, Mittelschicht schrumpft<\/strong><br>\nWer arm ist, bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit arm. Wer reich ist, bleibt reich. Und das dauerhaft. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts, WSI, der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Trotz positiver konjunktureller Entwicklungen, sagte die Autorin der Studie, Dorothee Sparnnagel, w&uuml;rden sich die R&auml;nder verfestigen. Das lasse sich daran ablesen, dass mehr Haushalte u&#776;ber mindestens fu&#776;nf Jahre hinweg einkommensarm oder einkommensreich seien. Sparnnagel warnte daher,  &bdquo;dass damit die Gefahr gegeben ist, dass sich Lebenswelten auseinander bewegen. Und ich halte das f&uuml;r eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r die Demokratie. Dass eine gut integrierte Mitte verloren geht und das alles auseinander bricht.&ldquo;<br>\nArmut in Deutschland wird der Studie zufolge f&uuml;r immer mehr Menschen zu einer Art Dauerzustand: Lebten Anfang der Neunzigerjahre noch 3,1 Prozent der Bev&ouml;lkerung in dauerhafter Armut, sind es laut Studie aktuell schon 5,4 Prozent &ndash; eine Steigerung um 74 Prozent. Gleichzeitig sei seit 2005 der Anteil der dauerhaft Reichen wieder gestiegen, der Anteil der Haushalte mit mittleren Einkommen aber gesunken. Dem Verteilungsbericht nach lebten 1991 gut elf Prozent aller Personen hierzulande in armen Haushalten, 2015 seien es knapp 17 Prozent gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verteilungsbericht-2018-zahl-der-armen-steigt-mittelschicht.1766.de.html?dram:article_id=432364\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Zum Verteilungsbericht der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/112132_116759.htm\">Einkommen in Deutschland: Verfestigung an den R&auml;ndern<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Vom Verlust der inneren W&uuml;rde<\/strong><br>\nRund 15,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ist fast jeder f&uuml;nfte. Viele k&auml;mpfen nicht nur gegen den Geldmangel &ndash; sondern auch darum, ihr Gesicht zu wahren.<br>\n&bdquo;Ja, Tomaten, Paprika, keine Gr&uuml;ne &ndash; und wenn es geht Suppengr&uuml;n.&ldquo; Jeden Donnerstag kommt Brigitte K&ouml;hler zu einer der 45 Lebensmittelausgabestellen der Berliner Tafel. F&uuml;r den eher symbolischen Betrag von 1,50 Euro bekommt sie hier Lebensmittel. &bdquo;Na die ersten eins, zwei Male, da habe ich geweint. Ja, ja. Man muss erst mal diesen inneren Schweinehund &uuml;berwinden, erst mal diesen ersten Schritt machen, wo viele sich sagen: ich gehe nicht betteln.&ldquo;<br>\nDie 62-J&auml;hrige hat fast ihr ganzes Leben lang gearbeitet, dann wurde sie krank, nun lebt sie von Hartz IV. Das reicht vorne und hinten nicht. &bdquo;Ich muss von meiner Miete 70 Euro zuzahlen von meinem Hartz IV. Ich muss meinen Strom selber bezahlen, mein Telefon muss ich selber bezahlen. Meine Fahrkarte, die muss ich selber bezahlen. Also ich habe so, ich w&uuml;rde mal sagen, so gute 150 Euro, wenn es hoch kommt, f&uuml;r den Monat.&ldquo;<br>\nBrigitte K&ouml;hler kann sich einschr&auml;nken, dass sei nicht das Problem, aber ihre Enkelin soll nicht allzu sehr darunter leiden, dass Omi ihr nichts bieten kann. &bdquo;Meine Enkelin kommt n&auml;chstes Wochenende. Ich habe es extra zum Monatsanfang, damit ich mit ihr wenigstens einmal ins Kino gehen kann. Und ich wei&szlig;, dass dieses Geld mir in der Woche darauf fehlt. Aber das ist mir egal, das muss das Kind nicht wissen. Denn viel kann ich leider Gottes f&uuml;r meine Enkel nicht tun.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/armut-in-deutschland-vom-verlust-der-inneren-wuerde.769.de.html?dram:article_id=431994\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vereinte Nationen kritisieren Deutschland f&uuml;r Hartz-IV-Regime<\/strong><br>\nDie UN kritisieren in ihrem aktuellen Abschlussbericht zur weltweiten Einhaltung des UN-Sozialpaktes in deutlichen Worten das Hartz-IV-System. Doch auf Nachfrage von RT auf der Bundespressekonferenz wurde deutlich, das Sozialministerium kannte den Bericht gar nicht.<br>\nIm Rahmen einer regelm&auml;&szlig;igen &Uuml;berpr&uuml;fung des UN-Sozialpaktes hat der Sozialausschuss des Hochkommissariats f&uuml;r Menschenrechte seinen Abschlussbericht vorgelegt. Die Vereinten Nationen kritisieren darin sehr explizit das Hartz-IV-System. Der Ausschuss empfiehlt unter anderem &ldquo;eine Erh&ouml;hung der Grundsicherung durch eine Verbesserung der Berechnungsmethode&rdquo;.<br>\nDaneben fordern die UN insbesondere die &Uuml;berpr&uuml;fung der Sanktionspraxis in den Jobcentern. Erh&ouml;ht werden m&uuml;ssten auch die Miets&auml;tze, um den hohen Preisen am Wohnungsmarkt zu entsprechen. Zudem sollten arme Haushalte vor Stromsperrungen gesch&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/78808-vereinte-nationen-kritisieren-deutschland-fur-hartz-iv\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bundesregierung spart j&auml;hrlich 25 Milliarden durch Herunterrechnen der #HartzIV-S&auml;tze.<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat in den letzten Jahren den Regelsatz f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger systematisch nach unten gerechnet &ndash; mit weitreichenden Folgen auch f&uuml;r Rentner und Einkommenssteuerzahler.  Nach Berechnungen des ARD-Politmagazins MONITOR spart sie damit insgesamt 25 Milliarden Euro pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/extras\/pressemeldung-hartz-vier-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wo Pflegenotstand ein Fremdwort ist<\/strong><br>\nN&ouml;tige Leistungen werden in D&auml;nemark bei Bedarf gratis zugeteilt, damit alte Menschen m&ouml;glichst lange zu Hause wohnen. Wenn es dann nicht mehr geht, legt bei der Miete im Altersheim der Staat einfach den Rest drauf &ndash; sollte die Rente nicht reichen.<br>\nIn D&auml;nemark bekommt jeder ab dem Alter von 75 Jahren einen sogenannten &bdquo;vorbeugenden Besuch&ldquo; von einem kommunalen Gutachter. Stellt dieser fest, dass die Person Pflege oder praktische Hilfe braucht, bekommt sie die entsprechenden Leistungen gratis zugeteilt.<br>\nTine Rostgaard ist Professorin f&uuml;r Vergleichende Sozialwissenschaften. Am nationalen Forschungs- und Analysezentrum f&uuml;r Sozialwissenschaften, VIVE, besch&auml;ftigt sie sich vor allem mit der Finanzierung und Organisation von Altenpflege.<br>\n&bdquo;In den skandinavischen L&auml;ndern ist traditionell der Staat &ndash; oder in diesem Fall die Kommune &ndash; verantwortlich f&uuml;r Serviceleistungen, die nah am B&uuml;rger sind. Das gilt vor allem f&uuml;r die Altenpflege, aber auch zum Beispiel f&uuml;r die Kinderbetreuung. Nat&uuml;rlich hilft die Familie auch, aber besonders, wenn es um die pers&ouml;nliche Pflege geht, dann m&ouml;chten wir gerne, dass die Kommune kommt und uns hilft.&ldquo;<br>\nUnd die Kommune m&ouml;chte gerne, dass die Alten so lange wie m&ouml;glich zu Hause leben.<br>\n&bdquo;Das wurde Ende der 80er-Jahre eingef&uuml;hrt. Wir stellten fest, dass es teuer war mit so vielen im Altersheim, also weiteten wir die mobile Altenpflege aus, damit mehr Menschen zu Hause Hilfe bekommen konnten. Damals f&uuml;hrten wir auch das Prinzip ein, dass die &Auml;lteren so viel wie m&ouml;glich selbst bew&auml;ltigen sollen.&ldquo;<br>\nSeit 2015 ist das Prinzip der Selbsthilfe in D&auml;nemark gesetzlich festgelegt. Die Kommune muss &auml;lteren Personen, die sie f&uuml;r fit genug einsch&auml;tzt, einen sogenannten Rehabilitationsverlauf anbieten. Etwa 10 bis 12 Wochen lang hilft dann ein Physio- oder Ergotherapeut den Alten, besser im Alltag zurechtzukommen: zum Beispiel selber aus dem Bett zu kommen oder sich selbst Essen zu kochen. In Kopenhagen geht man davon aus, dass 80 Prozent aller, die Pflege beantragen, mit einem Rehabilitationsverlauf besser bedient w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/sozialstaat-daenemark-wo-pflegenotstand-ein-fremdwort-ist.976.de.html?dram:article_id=432408\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>F&uuml;r Arme und Alte ist kein Platz mehr<\/strong><br>\nIm Kosmosviertel wird saniert; ein Block nach dem anderen kommt an die Reihe, danach steigen die Mieten. Doch wer eine Weile in der Siedlung unterwegs ist, merkt, dass hier mehr auf dem Spiel steht als das Schicksal der Mieter. Zusammen mit den Mieten w&auml;chst die soziale Ungleichheit. Die Dynamik auf dem Mietmarkt hat in den vergangenen Jahren vor allem die unteren Schichten an die Peripherie getrieben. F&uuml;r die Menschen im Kosmosviertel gibt es nun in Berlin keine Orte mehr, an die sie noch ausweichen k&ouml;nnen.<br>\nDas Quartier sollte mal ein Vorzeigeviertel werden, schon der Name klingt nach Zukunft. Die Planer haben es Ende der 80er-Jahre am Rei&szlig;brett entworfen, Venusstra&szlig;e, Siriusstra&szlig;e, eine Utopie mit rechten Winkeln; gedacht war sie f&uuml;r die Mitarbeiter der DDR-Fluglinie Interflug. Dann kam die Wende. Das Land verkaufte den gr&ouml;&szlig;ten Teil an den M&uuml;nchener Gesch&auml;ftsmann Helmut Hagemann, einen fr&uuml;heren Senior-Partner bei McKinsey. Dessen Firma Sch&ouml;nefeld Wohnen h&auml;lt rund 1 800 von 2 300 Wohnungen. Seit den 90er Jahren kamen die H&auml;user herunter, daf&uuml;r waren die Mieten billig.<br>\n&ldquo;Discountwohnen&rdquo; nennen Soziologen dieses Gesch&auml;ftsmodell. &ldquo;Es geht darum, dass Investitionen unterlassen werden. Dabei setzt man auf Zielgruppen, die sonst hohe H&uuml;rden auf dem Mietmarkt haben, w&auml;hrend man den H&ouml;chstsatz aussch&ouml;pft, den die &Auml;mter &uuml;bernehmen&rdquo;, sagt die Sozialwissenschaftlerin Susanna Raab, die ihre Masterarbeit &uuml;ber das Kosmosviertel schrieb; ihre Recherchen best&auml;tigten die These, dass diese Strategie Entmischung bef&ouml;rdert: &ldquo;Es ist auff&auml;llig, dass es dort eine hohe Konzentration von Armut gibt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/story.berliner-zeitung.de\/kosmosviertel\/\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Von Thatcher lernen<\/strong><br>\nEin Gespenst geht um in Europa und anderen L&auml;ndern des einstmals so goldenen Westens&ldquo;, schreiben Georg See&szlig;len und Markus Metz in ihrem Buch Der Rechtsruck (Bertz + Fischer 2018), &bdquo;das Gespenst des Rechtspopulismus.&ldquo; Ginge es nach der belgischen Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe, k&ouml;nnte hier wohl ruhig die stilistisch pr&auml;gnantere Variante ohne &bdquo;Rechts-&ldquo; stehen. Auch verb&auml;nde sie mit diesem &bdquo;Gespenst des Populismus&ldquo; wohl ein nicht un&auml;hnliches Sendungsbewusstsein wie seinerzeit die Autoren des Kommunistischen Manifests. Denn f&uuml;r Mouffe befinden wir uns derzeit in einem &bdquo;populistischen Moment&ldquo;, in dem die tief greifende Krise der neoliberalen Hegemonie zum Ausdruck kommt.<br>\nEs ist also zugleich der Moment der Chantal Mouffe, hat sie doch einen Gro&szlig;teil ihres Lebens &ndash; teils gemeinsam mit ihrem 2014 verstorbenen Mann Ernesto Laclau &ndash; der Entwicklung einer populistischen Strategie zur Bek&auml;mpfung des Neoliberalismus gewidmet. Nun hat sie zwar nicht direkt ein &bdquo;populistisches Manifest&ldquo; geschrieben, aber doch ein eindringliches Pl&auml;doyer F&uuml;r einen linken Populismus. F&uuml;r Kenner ihres Werks wird es wenig Neues enthalten. Es bietet vielmehr eine konzise und pr&auml;gnante, wenn auch stellenweise etwas redundante Einf&uuml;hrung in dieses Werk vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage. So ist das B&uuml;chlein auch nicht als Beitrag zum &bdquo;bereits jetzt &uuml;berreich bestellten Feld der &sbquo;Populismusforschung&lsquo;&ldquo; gedacht, wie Mouffe klarstellt, sondern als &bdquo;politische Intervention&ldquo;. Sie will den gegenw&auml;rtigen &bdquo;populistischen Moment&ldquo; ergreifen, um die Hegemonie der neoliberalen Postpolitik durch eine &bdquo;radikale Demokratie&ldquo; abzul&ouml;sen.<br>\nDenn eben die Krise des Neoliberalismus hat diesen &bdquo;populistischen Moment&ldquo; erzeugt, der von rechts bisher wesentlich erfolgreicher genutzt wurde. Dem will Mouffe entgegenwirken, wie sie und Laclau bereits 1985 mit ihrem Buch Hegemonie und radikale Demokratie dem heraufziehenden Sieg des Neoliberalismus in Gestalt Margaret Thatchers &uuml;ber die keynesianische Sozialdemokratie der Nachkriegszeit entgegenwirken wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/tom-wohlfarth\/von-thatcher-lernen\">freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bolsonaros Nachbarn<\/strong><br>\nNach einem Jahrzehnt mehrheitlich linker Regierungen in Lateinamerika ist das Pendel in den vergangenen drei Jahren nach rechts geschwungen: Dem Wahlsieg des konservativen Liberalen Mauricio Macri in Argentinien im Oktober 2015 folgten rechte und liberale Wahlerfolge in Chile, Peru, Kolumbien oder Paraguay. In Brasilien wurde 2016 Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff vom Senat ihres Amts enthoben &ndash; das war das Ende der 13j&auml;hrigen Herrschaft der linken Arbeiterpartei. Der Wahlsieg des Ex-Milit&auml;rs Jair Bolsonaro ist aber der bislang radikalste Ausdruck des allgemeinen Rechtsrucks, den Politologe Juan Gabriel Tokatlian so erkl&auml;rt: (&hellip;)<br>\n&bdquo;Eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme des linken Progressismus&lsquo; in Lateinamerika ist, dass er bislang keine Selbstkritik ge&uuml;bt hat. Und wenn die Linke das Voranschreiten der Rechten aufhalten will, muss sie breite, neue Koalitionen bilden und andere Themen aufgreifen. Sie war gut darin, gegen die soziale Ungleichheit und f&uuml;r Menschenrechte einzutreten, und den Staat gegen&uuml;ber dem Markt zu st&auml;rken. Aber f&uuml;r Probleme wie Kriminalit&auml;t und Korruption fehlen ihr Strategien.&ldquo;<br>\nBrasilien hat eine exorbitante Mordrate: Im Durchschnitt werden jeden Tag 175 Menschen umgebracht. Dass die B&uuml;rger die Unsicherheit satthaben und &uuml;ber die Korruption der politischen Klasse emp&ouml;rt sind, hat ma&szlig;geblich zum Wahlsieg des rechtsautorit&auml;ren Jair Bolsonaro beigetragen. In Mexiko dagegen, wo die Menschen ebenfalls unter ausufernder Gewalt und tiefverwurzelter Korruption leiden, ist nun mit Andr&eacute;s Manuel L&oacute;pez Obrador ein Linksnationalist der Hoffnungstr&auml;ger. Seine konservativen Vorg&auml;nger hatten die gravierenden Probleme nicht in den Griff bekommen. Wenn der neue mexikanische Pr&auml;sident n&auml;chsten Monat sein Amt antritt, wird die kleine, heterogene Gruppe linksregierter L&auml;nder ein wenig wachsen. Neben Bolivien und Uruguay geh&ouml;ren ihr das autorit&auml;r regierte Nicaragua, das kommunistische Kuba und das nicht mehr demokratische Venezuela an. Jair Bolsonaros Triumph in Brasilien wirft die Frage auf, ob mit ihm eine Milit&auml;rintervention in Venezuela m&ouml;glich w&auml;re, um das Regime des autorit&auml;ren Sozialisten Nicol&aacute;s Maduro zu st&uuml;rzen. Der Politologe Mauricio Jaramillo von der kolumbianischen Universidad del Rosario wiegelt ab:<br>\n&bdquo;Es w&auml;re sehr schwierig, in Lateinamerika einen Konsens f&uuml;r ein milit&auml;risches Eingreifen zustande zu bringen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/lateinamerika-bolsonaros-nachbarn.799.de.html?dram:article_id=432194\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Pakistan: Fanatiker halten ein Land in Geiselhaft<\/strong><br>\nBei den Demonstrationen von Islamisten in Pakistan gegen die Freilassung der Christin Asia Bibi waren letzte Woche in Islamabad und einer Handvoll anderer St&auml;dte jeweils &ldquo;nur&rdquo; ein paar Tausend Fanatiker auf den Stra&szlig;en. Doch es waren jeweils ein paar Tausend ganz spezielle Fanatiker, die eine Drohung vor sich her tragen: Das Land mit einem Bombenteppich zu &uuml;berziehen.<br>\nIm November 2017 hatte sich die Armee geweigert, eine Blockade von ein paar Tausend Islamisten aufzul&ouml;sen. Dazu gab es auch Bilder von Armeeangeh&ouml;rigen, die Geld an die Fanatiker verteilten, die drei Wochen die Hauptstadt des Landes in Geiselhaft gehalten hatten: So blieb der damaligen Sharif Regierung nichts anderes &uuml;brig, als die Forderung einer radikalen Minderheit zu erf&uuml;llen.<br>\nDas Gleiche passierte auch am Samstag: Die Regierung von Imran Khan gab den Forderungen der Extremisten nach. So wurde Asia Bibi untersagt, das Land zu verlassen. Dazu lie&szlig; die Regierung eine Revision gegen den Freispruch der Christin zu. Auch wurden alle festgenommenen Randalierer freigelassen. Der Anwalt von Asia Bibi, dessen Mandantin 9 Jahre in Untersuchungshaft sa&szlig;, hat Pakistan nach Morddrohungen verlassen. Und gegen die Obersten Richter, die Bibi freigesprochen haben, sind unz&auml;hlige Morddrohungen ausgesprochen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Pakistan-Fanatiker-halten-ein-Land-in-Geiselhaft-4210452.html?wt_mc=rss.tp.beitrag.atom\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Alexandria Ocasio-Cortez &ndash; die Hoffnung der linken Demokraten<\/strong><br>\nJung, weiblich, Latina und aus der Arbeiterschicht &ndash; viel Aufmerksamkeit hat im US-Wahlkampf eine 29-J&auml;hrige in New York auf sich gezogen: Alexandria Ocasio-Cortez d&uuml;rfte die j&uuml;ngste Abgeordnete im Kongress werden. In der &Ouml;ffentlichkeit ist sie schon jetzt ein Star.<br>\nIn den letzten Tagen vor der Wahl gibt es nur ein Ziel: so viele wie m&ouml;glich zu erreichen, an den Termin am 6. November zu erinnern und um ihre Stimme f&uuml;r Alexandria Ocasio-Cortez zu bitten.<br>\nWo bis vor kurzem noch ein Rechtsanwalt seine Dienste angeboten hat, quellen jetzt wackelige Regale mit bedruckten T-Shirts &uuml;ber, mit Kisten von Flyern in Englisch, Spanisch, Koreanisch und Chinesisch. Die W&auml;nde sind mit Plakaten von Alexandria gepflastert, mit Zeitungsartikeln und Wochenpl&auml;nen f&uuml;r den Stra&szlig;enwahlkampf. Wer will, findet in einer Ecke hei&szlig;es Wasser, Plastikbecher, l&ouml;slichen Kaffee und Milchpulver.<br>\nZeit f&uuml;r ein Gespr&auml;ch? Eine junge Frau im lila Ocasio-Shirt sch&uuml;ttelt entschieden die schulterlangen blonden Locken. Gerade hat sie Nachschub die Treppe hinaufgeschleppt: Haushaltspapier, S&uuml;&szlig;igkeiten, Badreiniger. Und ist jetzt schon auf dem Sprung zu einem anderen Termin. In der ganzen Welt mag Alexandria viel Aufmerksamkeit bekommen, sagt sie noch im Gehen, aber hier in ihrem Bezirk nicht. Hier gingen die Leute selten zur Wahl. Also m&uuml;ssen sie in den letzten Tagen an diesen entscheidenden Termin erinnert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/midterms-in-den-usa-alexandria-ocasio-cortez-die-hoffnung.1773.de.html?dram:article_id=431827\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Niemand will mehr miteinander sprechen<\/strong><br>\nDie Kolumnistin und Buchautorin Margarete Stokowski hat eine Lesung in der renommierten M&uuml;nchner Buchhandlung Lehmkuhl abgesagt, weil dort B&uuml;cher des rechten Antaios-Verlags verkauft werden. Daraufhin erkl&auml;rte der Lehmkuhl-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Michael Lemling: &ldquo;Wer sich gegen Rechts engagiert, sollte wissen, was Rechte denken und lesen, wie sie argumentieren.&rdquo; Ein Anruf in der Buchhandlung.<br>\nHerr Lemling, Ihre Stellungnahme liest sich wie ein Essay. Worum geht es Ihnen?<br>\nMichael Lemling: Wir beobachten, dass die Debatten, die wir auf den Buchmessen erlebt haben, jetzt in den Buchhandlungen ankommen, sobald man politische Veranstaltungen macht. K&uuml;rzlich hat die Berliner Buchhandlung &ldquo;Montag&rdquo; den stellvertretenden Politikchef vom Focus, Alexander Wendt, eingeladen, weil er ein Buch &uuml;ber Drogen geschrieben hat. Dann haben sie festgestellt, dass er die &ldquo;Charta 2017&rdquo; und die &ldquo;Erkl&auml;rung 2018&rdquo; unterschrieben hatte, und ihn blitzschnell wieder ausgeladen. Bei uns ist es jetzt andersherum, aber im Grunde &auml;hnlich: Niemand will mehr miteinander sprechen.<br>\nW&uuml;rden Sie eine Lesung mit Margarete Stokowski schon als politische Veranstaltung begreifen?<br>\nBis vor Kurzem haben bei uns eigentlich ausschlie&szlig;lich Autoren und Autorinnen gelesen, die Romane geschrieben haben. Seit letztem Jahr sind wir umgeschwenkt, auch weil sich die Debatten allesamt in unserem Programm niederschlagen. Wir haben Diskussionen veranstaltet &uuml;ber die Rechten, &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge und im Falle von Margarete Stokowski w&auml;re es eben um Feminismus gegangen.<br>\nHat sich die Rolle der Buchhandlungen ver&auml;ndert?<br>\nBuchhandlungen sollten Orte f&uuml;r Debatten sein, die B&uuml;cher sind ja eh schon da. Bei uns ging es damit los, dass wir uns in die Kampagne f&uuml;r Deniz Y&uuml;cel eingeschaltet haben, Plakate aufgeh&auml;ngt, seine B&uuml;cher pr&auml;sentiert. Wir k&ouml;nnen und m&uuml;ssen aber mehr tun. Die Meinungsfreiheit ist international immer st&auml;rker bedroht, Journalisten, Autoren und auch Buchh&auml;ndler landen im Gef&auml;ngnis, die Debatten sind hysterisch und vergiftet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/lesung-stokowski-muenchen-1.4197825\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es immer wieder erstaunlich welche verquere Vorstellung von Meinungs- und Redefreiheit gerade diejenigen haben, die ansonsten bei jeder auch noch so marginalen und gef&uuml;hlten Diskriminierung von vermeintlichen Minderheiten auf die Barrikaden gehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-46906","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46906"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46906\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46926,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46906\/revisions\/46926"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}