{"id":46920,"date":"2018-11-07T08:24:53","date_gmt":"2018-11-07T07:24:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920"},"modified":"2018-11-07T08:24:53","modified_gmt":"2018-11-07T07:24:53","slug":"hinweise-des-tages-3241","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h01\">Iran-Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h02\">Umstrittene Steuergesch&auml;fte: Ermittlungen bei Blackrock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h03\">&raquo;Majest&auml;t, gengs&rsquo; heim&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h04\">Die EU ist kein Staat und wird auch keiner werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h05\">Brasiliens neuer Pr&auml;sident Bolsonaro ist ein Nazi &ndash; h&ouml;ren wir ihm kurz zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h06\">Warum Forderungen nach einem h&ouml;heren Mindestlohn wohlfeil sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h07\">Steuerstreit in der Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h08\">Arbeitsrecht: Urlaubsanspruch: EuGH-Urteil st&auml;rkt Arbeitnehmerrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h09\">DGB setzt sich durch: Tarifl&ouml;hne auch f&uuml;r sozialen Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h10\">Klinik Augsburg: Verdi setzt sich durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h11\">&ldquo;Viele Kinder gehen hungrig zur Schule&rdquo;: Emp&ouml;render UN-Bericht &uuml;ber soziale Lage in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h12\">Etat f&uuml;r die Verteidigung: Das Plus f&uuml;r 2019 wird aufgestockt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h13\">R&uuml;stungsexporte: SPD-Kurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h14\">Mitglieder einer Bande<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h15\">Veranstaltungen unter Beschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h16\">F&uuml;r wen deutsche Konzerne im US-Wahlkampf spendeten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h17\">Wenn Medien etwas &auml;ndern w&uuml;rden, w&auml;ren sie schon l&auml;ngst verboten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46920#h18\">Den Kampf um die Wahrheit gehen sie sportlich an<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Iran-Sanktionen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Unsichtbare &Ouml;ltanker<\/strong><br>\nIran will US-Sanktionen umgehen. Ausnahmen f&uuml;r acht L&auml;nder<br>\nDie USA nehmen acht Staaten vor&uuml;bergehend von den selbstherrlich verh&auml;ngten Strafma&szlig;nahmen wegen Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran aus. Washington werde Importe iranischen &Ouml;ls durch Italien, Griechenland, die T&uuml;rkei, China, Taiwan, Indien, Japan und S&uuml;dkorea zun&auml;chst nicht bestrafen, sagte US-Au&szlig;enminister Michael &raquo;Mike&laquo; Pompeo am Montag in Washington. &raquo;Wir setzen unsere Anstrengungen fort, alle Nationen auf null zu bekommen.&laquo; Die befristeten Ausnahmen seien &raquo;besonderen Umst&auml;nden&laquo; dieser L&auml;nder und dem &Ouml;lmarkt geschuldet. Mehr als 20 Staaten h&auml;tten ihre &Ouml;limporte aus dem Iran bereits beendet. &raquo;Das Regime hat seit Mai mehr als 2,5 Milliarden Dollar an &Ouml;lums&auml;tzen verloren.&laquo;<br>\nDie USA hatten am Montag ihre bislang gravierendsten Wirtschaftsbeschr&auml;nkungen gegen die Islamische Republik in Kraft gesetzt. Sie sollen vor allem die &Ouml;lindustrie, den Banken- und Finanzsektor sowie die Transportbranche mit den wichtigen H&auml;fen treffen. Teheran reagierte darauf mit der Ank&uuml;ndigung, die &raquo;illegalen und ungerechten Sanktionen mit Stolz umgehen&laquo; zu wollen, &raquo;weil sie gegen internationale Regeln versto&szlig;en&laquo;. Pr&auml;sident Hassan Rohani warf Washington am Montag in einer Fernsehansprache vor, einen Wirtschaftskrieg gegen sein Land zu f&uuml;hren. &raquo;Ich denke, dass in der Geschichte Amerikas noch nie jemand im Wei&szlig;en Haus gesessen hat, der so gegen Gesetze und internationale &Uuml;bereinkommen war.&laquo;<br>\nDerweil haben sich Irans &Ouml;ltanker seit Ende Oktober &raquo;unsichtbar gemacht&laquo;. Sie sind vom Radar verschwunden, weil s&auml;mtliche Schiffe ihre Transponder abgeschaltet haben, mit denen ihre Bewegungen normalerweise verfolgt werden k&ouml;nnen. Wer ihren Kurs nun &uuml;berwachen will, muss dies &uuml;ber Satellitenbilder tun.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump hatte den Ausstieg seines Landes aus dem 2015 unterzeichneten Atomabkommen mit Teheran erkl&auml;rt und will den Iran zu neuen Verhandlungen &uuml;ber einen neuen Vertrag zwingen, der auch das Raketenprogramm beschr&auml;nkt und milit&auml;rische Aktivit&auml;ten Teherans in den Nachbarl&auml;ndern beendet. Rohani lehnte neue Verhandlungen jedoch ab, solange die USA nicht zu dem bestehenden Abkommen zur&uuml;ckgekehrt seien. &raquo;Respektiert erst die Verhandlungen, die wir abgeschlossen haben, so dass es eine Basis f&uuml;r neue Verhandlungen gibt&laquo;, sagte der iranische Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342993.us-sanktionen-gegen-iran-unsichtbare-%C3%B6ltanker.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Wehrlos gegen Trump &ndash; Wehrhaft mit Maa&szlig;en?<\/strong><br>\nUnd es hat psscht gemacht. So w&uuml;rde man in Frankreich die Nicht-Reaktion der EU auf die US-Sanktionen gegen Iran umschreiben. Aus Br&uuml;ssel kam nichts als hei&szlig;e Luft &ndash; Europa ist wehrlos und l&auml;sst sich von US-Pr&auml;sident Trump vorf&uuml;hren.<br>\nTrump verband die &ldquo;h&auml;rtesten Sanktionen aller Zeiten&rdquo; (Eigenlob) n&auml;mlich mit Ausnahmen f&uuml;r Italien und Griechenland. Beide EU-L&auml;nder d&uuml;rfen weiter &Ouml;l aus Iran importieren, ohne US-Sanktionen f&uuml;rchten zu m&uuml;ssen.<br>\nF&uuml;r alle anderen hingegen gelten strikte Beschr&auml;nkungen, die sogar mit Hilfe des Finanzdienstleisters SWIFT durchgesetzt werden sollen. Dabei sitzt SWIFT nicht in Washington, sondern in Br&uuml;ssel &ndash; und untersteht EU-Recht!<br>\nDoch aus Br&uuml;ssel kam keine Reaktion. Die EU-Kommission verwies lediglich auf ein Statement der EU-Au&szlig;envertreterin Mogherini vom letzten Freitag. Darin bekennt sich die EU nochmals zum Atomabkommen mit Iran.<br>\nDie versprochene Zweckgesellschaft zur Abwicklung von Gesch&auml;ften mit Iran hingegen l&auml;sst auf sich warten. Und ein &ldquo;europ&auml;isches SWIFT&rdquo;, das Au&szlig;enminister Maas mal angedacht hatte, ist auch nicht in Sicht.<br>\nDie EU geht schweigend und wehrlos in den gr&ouml;&szlig;ten au&szlig;enpolitischen Konflikt seit dem Irak-Krieg. Von einem &ldquo;Europa, das sch&uuml;tzt&rdquo; (Juncker) und einem &ldquo;souver&auml;nen Europa&rdquo; ist nichts zu sehen.<br>\nWir haben uns nicht einmal &ldquo;ein St&uuml;ck weit unabh&auml;ngiger&rdquo; gemacht, wie Merkel versprochen hatte. Dabei h&auml;ngt von dem Atomabkommen mit Iran &ndash; folgt man der offiziellen EU-Doktrin &ndash; nicht weniger als die Sicherheit Europas ab&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/wehrlos-gegen-trump-mit-maassen\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Europ&auml;ische Maulhelden<\/strong><br>\nDie neuen US-Strafma&szlig;nahmen gegen Teheran sind in Kraft. Die EU tut nichts &ndash; die Angst vor dem Zorn der Amerikaner ist zu gro&szlig;.<br>\n(&hellip;) Die geplante Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle &ndash; SPV), die den Handel mit Iran am US-Finanzsystem vorbei organisieren sollte, ist nicht einsatzbereit. Der Grund sagt eigentlich alles: Es findet sich kein EU-Land, das der SPV als Hauptsitz dienen will. Die Angst, den Zorn der Amerikaner auf sich zu ziehen, ist gr&ouml;&szlig;er als der Wille, das Atomabkommen zu retten. W&auml;hrend Trump handelt, stehen die Europ&auml;er als Maulhelden da.<br>\nDer mangelnde Mut kann ziemlich ungem&uuml;tliche Folgen haben. Nicht nur wird Washington die Europ&auml;er au&szlig;enpolitisch noch weniger ernst nehmen als bisher schon &ndash; auch jenseits des Konflikts um den Atomdeal. Auch die iranische Regierung wird nicht mehr glauben, dass Europa den US-Sanktionen noch etwas entgegensetzen kann.<br>\n(&hellip;) Im schlimmsten Fall k&ouml;nnte ein gescheitertes Nuklearabkommen dazu f&uuml;hren, dass der Iran auch den Atomwaffensperrvertrag aufk&uuml;ndigt. Denn den Moderaten in Teheran gehen die Argumente aus, w&auml;hrend die Hardliner schon immer gesagt haben, dass die Kompromisse beim Nuklearprogramm ein Fehler waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-US-Sanktionen-gegen-Iran\/%215544523\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Haut endlich mal auf den Tisch!<\/strong><br>\nLiebe Freunde, deutschen Firmen drohen existenzgef&auml;hrdende US-Sanktionen, wenn sie weiter mit Iran Handel treiben. Das ist, wie wenn Deutschland US-Firmen rauswerfen w&uuml;rde, nur weil sie Gesch&auml;fte mit L&auml;ndern machen, die uns nicht gefallen. Die US-Drohungen gegen deutsche Unternehmen sind ein massiver v&ouml;lkerrechtswidriger Eingriff in die Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands. Die Bundesregierung nimmt ihn viel zu unterw&uuml;rfig hin. Wir sind nicht der Scho&szlig;hund der USA.<br>\nDie Instabilit&auml;t im mittleren Osten ist Schuld der USA<br>\nDie USA wollen mit ihren v&ouml;lkerrechtswidrigen Sanktionen angeblich die Instabilit&auml;t im Mittleren Osten und den gestiegenen Einfluss des Iran verringern. Doch an beidem sind sie selber schuld. Sie haben den Mittleren Osten angez&uuml;ndet. Und den Iran seit 2003 durch unglaubliche strategische Eseleien st&auml;ndig gest&auml;rkt:\n<ul>\n<li>2003 haben sie durch ihren kriminellen Krieg gegen den Irak das gr&ouml;&szlig;te strategische Gegengewicht zu Iran, Saddam Hussein, beseitigt. Und den Irak an die Seite des Iran getrieben.<\/li>\n<li>Durch milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung auch terroristischer Bewegungen in Syrien haben sie ab 2011 Assad in die Arme des Irans (und Russlands) getrieben.<\/li>\n<li>Das Gleiche gilt f&uuml;r den Jemen. Einer der Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r die Anlehnung der Huthis an den Iran ist die massive Mitwirkung der USA an den saudischen Bombenangriffen und an der m&ouml;rderischen Hungerblockade gegen den Jemen seit 2015.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Iran, aus dem ich gerade zur&uuml;ckgekehrt bin, ist &bdquo;kein Waisenknabe&ldquo;, kein demokratisches Musterland. Aber er ist friedliebender als die USA. Er hat anders als die USA seit fast 300 Jahren kein anderes Land angegriffen. Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r den Weltfrieden sind die USA selbst.<br>\nDer Bruch des Nuklear-Abkommens durch die USA ist ein Schlag gegen die gesamte internationale Abr&uuml;stungspolitik<\/p>\n<ol>\n<li>Saddam Hussein r&uuml;stete auf Druck der USA ab. Als er keine gef&auml;hrlichen Waffen mehr hatte, &uuml;berfielen die USA sein Land.<\/li>\n<li>Gaddafi gab auf Wunsch der USA sein Atomprogramm auf. Als er abger&uuml;stet hatte, fielen die USA und Frankreich auch &uuml;ber ihn her.<\/li>\n<li>Iran unterwarf sein ziviles Nuklearprogramm auf Forderung der USA den weltweit sch&auml;rfsten Kontrollen. Als Antwort verh&auml;ngen die USA gegen Iran nun die &bdquo;sch&auml;rfsten Sanktionen aller Zeiten&ldquo;. Das ist hinterh&auml;ltig.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Welches Land der Welt wird nach all diesen Wortbr&uuml;chen der USA noch bereit sein, echte Abr&uuml;stungsvertr&auml;ge mit den USA zu schlie&szlig;en? M&ouml;glicherweise keines. Das ist nicht gut so.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JuergenTodenhoefer\/?__tn__=%2CdkC-R&amp;eid=ARDQB1Nl-0jK2NAZMobO2ajM6Bm5duow11slSPeLVcEffM_mzCmiY6MPr23OMhbwfJCAfmPJoRM6QMfS&amp;hc_ref=ARTsiT9TpkDnQBvbFPbAXREQkZSGem0XOEFG0Q8zKB5MH-Z-hmmSfQzy8-XnDSrzReI&amp;fref=nf\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Umstrittene Steuergesch&auml;fte: Ermittlungen bei Blackrock<\/strong>\n<ul>\n<li>Medienberichte: Durchsuchung bei Blackrock<\/li>\n<li>K&ouml;lner Staatsanwaltschaft ermittelt<\/li>\n<li>Merz (CDU) sagt Kooperation zu<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ermittler der K&ouml;lner Staatsanwaltschaft haben laut Medienberichten am Dienstag (06.11.2018) R&auml;ume des weltgr&ouml;&szlig;ten US-Verm&ouml;gensverwalters Blackrock in M&uuml;nchen durchsucht. Grund sei ein Ermittlungsverfahren zu Dividenden-Steuertricks (&ldquo;Cum-Ex&rdquo;), berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nEin Sprecher des US-Konzerns betonte: &ldquo;Blackrock arbeitet in einer laufenden Untersuchung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Transaktionen im Zeitraum 2007 bis 2011 uneingeschr&auml;nkt mit den Ermittlungsbeh&ouml;rden zusammen.&rdquo; Die Staatsanwaltschaften M&uuml;nchen und K&ouml;ln wollten sich nicht zur Sache &auml;u&szlig;ern.<br>\nMerz verspricht Zusammenarbeit mit Ermittlern<br>\nEr habe in Deutschland den Blackrock-Vorstand &ldquo;angewiesen, mit den Ermittlungsbeh&ouml;rden zusammenzuarbeiten und alle Dokumente auf den Tisch zu legen&rdquo;, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der BlackRock Asset Management Deutschland AG, Friedrich Merz. Er kandidiert aktuell f&uuml;r die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Vorsitzender. Merz ist seit dem Fr&uuml;hjahr 2016 Aufsichtsratschef der deutschen Tochtergesellschaft von Blackrock.<br>\n&ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Gesch&auml;fte verursachten Steuerschaden in Milliardenh&ouml;he<br>\nBei &ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Gesch&auml;ften schieben Investoren rund um den Dividendenstichtag Aktien mit (&ldquo;cum&rdquo;) und ohne (&ldquo;ex&rdquo;) Aussch&uuml;ttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten hin und her. Die Folge: Sie konnten sich so eine nur einmal gezahlte Kapitalertragssteuer mehrfach vom Fiskus erstatten lassen. F&uuml;r die Steuerzahler entstand ein Schaden in Milliardenh&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/blackrock-durchsuchungen-koeln-100.html\">WDR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Stellt sich die Frage, ob der oberste BlackRock-Deutschland-Aufseher Merz von der systematischen Steuerumgehung in Milliardenh&ouml;he nichts gewusst hat, nichts davon wissen wollte oder &ndash; was wohl am wahrscheinlichsten ist &ndash; diese Praxis voll unterst&uuml;tzt hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&raquo;Majest&auml;t, gengs&rsquo; heim&laquo;<\/strong><br>\nVor 100 Jahren wurde in Bayern die Republik ausgerufen. Die aus ihr hervorgegangene M&uuml;nchner R&auml;tedemokratie wurde mit brutaler Gewalt zerschlagen<br>\nMitte Oktober erschien in der Gie&szlig;ener Edition Georg-B&uuml;chner-Club unter dem Titel &raquo;Zwischen Anarchismus und Populismus&laquo; eine Sammlung von Texten des Sozialpsychologen G&ouml;tz Eisenberg. Wir dokumentieren einen gek&uuml;rzten Beitrag zur Geschichte der Revolution in Bayern, die mit der Absetzung des K&ouml;nigs Ludwigs III. am 7. November 1918 ihren Anfang nahm. Die Redaktion dankt Autor und Verlag f&uuml;r die freundliche Genehmigung zum Vorabdruck. (jW)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/343109.100-jahre-novemberrevolution-majest%C3%A4t-gengs-heim.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die EU ist kein Staat und wird auch keiner werden<\/strong><br>\nInterview der Zeitschrift &Ouml;kologiePolitik mit Andreas Wehr<br>\n(&hellip;) Welche au&szlig;enpolitischen Ziele verfolgt die EU?<br>\nDas Bild vom &bdquo;Gemeinsamen Haus Europa&ldquo; stand nach Ende des Kalten Krieges f&uuml;r die Hoffnung, dass eine neue europ&auml;ische Friedensordnung etabliert werden k&ouml;nnte. Das h&auml;tte aber die Aufl&ouml;sung der NATO und die Bildung eines kollektiven Sicherheitssystems unter Einbeziehung Russlands verlangt. Es war Michail Gorbatschow, der vom &bdquo;Gemeinsamen Haus Europa&ldquo; sprach. Doch es kam bekanntlich anders: Warschauer Pakt und sogar die Sowjetunion l&ouml;sten sich zwar auf. Die NATO aber nicht. Im Gegenteil: Obwohl Gorbatschow zugesichert worden war, dass sich die NATO nicht nach Osten ausweiten werde, nahm sie ein osteurop&auml;isches Land nach dem anderen auf. Sp&auml;testens ab Beginn der Pr&auml;sidentschaft Wladimir Putins im Jahr 2000 wird von der westlichen Politik und den dortigen Massenmedien das alte Freund-Feind-Denken gegen&uuml;ber Russland wieder bedient.<br>\nIst Putin an den schlechten Beziehungen nicht auch ma&szlig;geblich beteiligt?<br>\nRussland hat aufgrund seiner historischen Erfahrungen starke und berechtigte &Auml;ngste vor Einkreisungen und Invasionen. Denken wir an den deutschen Angriff im Zweiten Weltkrieg, der fast 10 Millionen sowjetischen Soldaten und 15 Millionen Zivilisten das Leben kostete. Oder an den Ersten Weltkrieg, als 1918 zun&auml;chst das deutsche Kaiserreich und anschlie&szlig;end die westlichen Staaten unter F&uuml;hrung von Gro&szlig;britannien, Frankreich und den USA versuchten, die junge Sowjetunion zu erw&uuml;rgen&hellip;<br>\nWelche Bedeutung hat die Fl&uuml;chtlingsthematik f&uuml;r die Zukunft der EU?<br>\nEine enorme! Da die EU ganz offensichtlich die Migrationskrise als Gemeinschaft nicht bew&auml;ltigen kann, entwickeln die Nationalstaaten ihre eigenen spezifischen Antworten. Begonnen hatten damit die osteurop&auml;ischen Visegr&aacute;dstaaten, vor allem Ungarn. Stand es anfangs noch weitgehend isoliert da, so findet es inzwischen immer mehr Verst&auml;ndnis und Nachahmer. Unter F&uuml;hrung Sloweniens und &Ouml;sterreichs wurde die Balkanroute geschlossen. Italien weigert sich inzwischen, &uuml;ber das Mittelmeer kommende Fl&uuml;chtlinge und Migranten aufzunehmen. Es reagierte damit auf den Umstand, dass von ihm zwar verlangt wird, gem&auml;&szlig; dem Abkommen von Dublin als Erstaufnahmeland die Ankommenden ins Asylverfahren zu nehmen, sich die &uuml;brigen EU-Staaten aber weigern, Italien Migranten abzunehmen. Auch Deutschland macht bei den nationalen Alleing&auml;ngen keine Ausnahme. Die &bdquo;Willkommenskultur&ldquo; war ohne R&uuml;cksprache mit den anderen EU-L&auml;ndern einseitig verk&uuml;ndet und das Abkommen der EU mit der T&uuml;rkei von Bundeskanzlerin Merkel im Alleingang ausgehandelt worden.<br>\nBleibt es bei der Unf&auml;higkeit der EU, die Migrationsproblematik durch gemeinsame Anstrengungen zu bew&auml;ltigen, so scheitert sie zugleich bei ihrem Bem&uuml;hen, eine koh&auml;rente EU-Innen- und Rechtspolitik zu etablieren, denn eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik bildet deren Kern. Die Unf&auml;higkeit zur L&ouml;sung dieser Frage stellt auch bisherige Erfolge der EU infrage. So wird sich die im Schengenraum weitgehend realisierte Aufhebung der Binnengrenzen nicht aufrechterhalten lassen, sollten wieder &uuml;berall Grenzkontrollen eingef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.andreas-wehr.eu\/die-eu-ist-kein-staat-und-wird-auch-keiner-werden.html\">Andreas Wehr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Brasiliens neuer Pr&auml;sident Bolsonaro ist ein Nazi &ndash; h&ouml;ren wir ihm kurz zu<\/strong><br>\n(&hellip;) Bolsonaro wird gerne mit Donald Trump verglichen, &bdquo;der brasilianische Trump&ldquo; oder &bdquo;Trump of the Tropics&ldquo; sind die griffigen Labels der Medien, mit deren Hilfe sie Bolsonaro verst&auml;ndlich machen wollen &ndash; ein Mediendilettantismus, der in die Irre f&uuml;hrt, da dieser Vergleich viel zu kurz greift: Bolsonaro potenziert die Abscheulichkeiten seines US-Kollegen, ist noch giftiger und hasserf&uuml;llter als der giftige und hasserf&uuml;llte Despot im Wei&szlig;en Haus. Politikwissenschaftler Martin Dudenh&ouml;ffer fand auf JusticeNow! eine passendere Einordnung, als er Bolsonaro als eine Verschmelzung aus dem &bdquo;demagogischen US-Pr&auml;sidenten Donald Trump, dem militaristischen &auml;gyptischen Diktator al-Sisi und dem philippinischen Tyrannen, Pr&auml;sident Rodrigo Duterte&ldquo; bezeichnete.<br>\nBolsonaro ist durch und durch ein strammer Nazi. Ein Bilderbuch-Faschist. Ein homophober Frauenfeind, ein Rassist. 29 seiner eigenen Statements geben einen Einblick in Bolsonaros menschenfeindliches Weltbild:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-11-03\/brasiliens-neuer-praesident-bolsonaro-ist-ein-nazi-hoeren-wir-ihm-kurz-zu\/\">justice now<\/a>\n<p><strong>Dazu: Brasilien: Parteig&auml;nger von Bolsonaro verbreiten &ldquo;Feindesliste&rdquo;<\/strong><br>\nBras&iacute;lia. Anh&auml;nger des designierten Pr&auml;sidenten von Brasilien, Jair Bolsonaro, haben eine Liste mit Namen von &uuml;ber 700 Schauspielern, Journalisten, Autoren, Theologen und K&uuml;nstlern ver&ouml;ffentlicht, die sie zu &ldquo;Feinden&rdquo; erkl&auml;ren, da sie sich gegen den ultrarechten Politiker gestellt hatten. Das berichtet der lateinamerikanische Fernsehsender Telesur unter Berufung auf die brasilianische Tageszeitung Folha de S. Paulo. Die Pers&ouml;nlichkeiten hatten im Vorfeld der Wahlen das Manifest &ldquo;Demokratie Ja&rdquo; unterzeichnet, in dem sie vor den Gefahren eines Wahlsieges der Rechten gewarnt und aufgerufen hatten, gesellschaftliche Kr&auml;fte zur Verteidigung der Demokratie und der Toleranz zusammenzubringen. Unter ihnen sind die Schauspielerinnen Camila Pitanga und Patr&iacute;cia Pillar, der Journalist und Schriftsteller Fernando Morais, die Musiker Caetano Veloso, Chico Buarque und Gilberto Gil sowie die Befreiungstheologen Frei Betto und Leonardo Boff.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/11\/217287\/brasilien-feindesliste-bolsonaro\">Amerika 21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> So etwas nennt man auch noch Todeslisten<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Bolsonaro droht mit Abbruch diplomatischer Beziehungen zu Kuba<\/strong><br>\nRio de Janeiro. Wenige Tage nach seiner Wahl hat Brasiliens designierter Pr&auml;sident Jair Bolsonaro erkl&auml;rt, es gebe f&uuml;r sein Land &ldquo;keinen Grund&rdquo;, mit Kuba weiterhin diplomatische Beziehungen zu unterhalten. Das sozialistische Land w&uuml;rde &ldquo;gegen die Menschenrechte versto&szlig;en&rdquo; und dar&uuml;ber hinaus seien dort &ldquo;keine Gesch&auml;fte zu machen&rdquo;, sagte der Ultrarechte. In einem Interview mit der Zeitung &ldquo;Correio Braziliense&rdquo; kritisierte Bolsonaro dar&uuml;ber hinaus das kubanische &Auml;rzteprogramm in seinem Land.<br>\nIn dessen Rahmen arbeiten derzeit &uuml;ber 11.000 kubanische &Auml;rzte und Medizinfachkr&auml;fte in Brasilien, h&auml;ufig in Gegenden, die bisher v&ouml;llig ohne einheimische &Auml;rzte auskommen mussten. Die Tatsache, dass der kubanische Staat damit Einnahmen erzielt und nur einen Teil des Geldes direkt an die &Auml;rzte ausbezahlt, ist f&uuml;r Bolsonaro offenbar Grund genug, nicht nur das gesamte Programm, sondern auch die Beziehungen mit Kuba in Frage zu stellen. &ldquo;K&ouml;nnen wir diplomatische Beziehungen zu einem Land aufrechterhalten, das seine Leute derart behandelt?&rdquo;, fragte er in dem Interview&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/11\/217366\/bolsonaro-brasilien-kuba-beziehungen\">Amerika 21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum Forderungen nach einem h&ouml;heren Mindestlohn wohlfeil sind<\/strong><br>\nBei der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns wurde bewusst daf&uuml;r gesorgt, dass jede &bdquo;politische &Uuml;bergriffigkeit&ldquo; verhindert werden kann. Das h&auml;lt geneigte Politiker jedoch nicht davon, den Mindestlohn in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden zu politisieren &ndash; ohne jedoch die Konsequenzen aus dieser Forderung zu ziehen. Ein Kommentar von Stefan Sell.<br>\n(&hellip;) Umstritten war nat&uuml;rlich auch die H&ouml;he der Lohnuntergrenze &ndash; dass wir mit 8,50 Euro pro Stunde gestartet sind, ist ja nun wirklich nicht sachlogisch im engeren Sinne begr&uuml;ndbar gewesen, sondern war und ist eine politische Setzung. Einige h&auml;tten damals gerne einen noch tieferen Einstiegslohn gesehen, anderen war jeder Betrag unter der zweistelligen Hausnummer 10 Euro deutlich zu niedrig. Ob der gew&auml;hlte Betrag letztendlich zu niedrig war, dar&uuml;ber kann man erbittert streiten. Aber nicht dar&uuml;ber, wie er sich nun entwickeln wird.<br>\nDenn die damals bei der Implementierung dieser Lohnuntergrenze zust&auml;ndige Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat bei der Frage der Anpassung mit der Mindestlohnkommission und dem zugrundeliegenden Regelwerk ganz bewusst einen Mechanismus geschaffen, der verhindern soll, dass der politisch gesetzte Mindestlohn st&auml;rker angehoben werden kann. Und Nahles hat wahrhaft deutsche Qualit&auml;tsarbeit abgeliefert: Denn auch wenn einige Leute es wollten &ndash; es wird mit diesem Regelwerk keinen ordentlichen Schluck aus der Mindestlohnpulle geben k&ouml;nnen: Die bisherigen Anhebungen des Mindestlohns sind nicht Pi-mal-Daumen festgelegt worden, sondern folgen einer ganz eigenen, zugleich in sich abgeschlossenen Dynamisierungslogik, die jede &bdquo;politische &Uuml;bergriffigkeit&ldquo; im Sinne einer deutlichen Anhebung verhindert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/warum-forderungen-nach-einem-hoeheren-mindestlohn-wohlfeil-sind-28408\">Makronom<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> &Uuml;ber den Mechanismus zur Entwicklung und Festlegung des Mindestlohnes. Lesenswert<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: So weit klaffen die Prognosen zu den Folgen des Mindestlohns und die Realit&auml;t auseinander<\/strong><br>\nVor der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns hatten sich zahlreiche &Ouml;konomInnen mit Prognosen &uuml;bertroffen, welche enormen Besch&auml;ftigungseffekte die Lohnuntergrenze verursachen w&uuml;rde. Die ersten empirischen Ergebnisse zeigen jedoch: Tats&auml;chlich hatte der Mindestlohn h&ouml;chstens mikroskopische Besch&auml;ftigungseffekte und konnte vielmehr die Einkommenssituation der niedrigen Einkommensschichten verbessern.<br>\n(&hellip;) K&uuml;hle Fakten<br>\nEtwa ein Jahr nachdem am 1. Januar 2015 in Deutschland ein &ndash; aus westeurop&auml;ischer Perspektive relativ niedriger &ndash; gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde eingef&uuml;hrt wurde, lassen sich die tats&auml;chlichen Auswirkungen auf die Besch&auml;ftigung beobachten. Die ersten empirischen Auswertungen zeigen: Etwas weniger Aufgeregtheit h&auml;tte der Debatte gutgetan. Die meisten Modelle lagen n&auml;mlich weit daneben. Die Modellprognosen waren weit h&ouml;her als die Besch&auml;ftigungseffekte, die in Wirklichkeit eintraten&hellip;<br>\nEntgegen der Prognosen war eine Umwandlung prek&auml;rer Minijobs in sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit zu verzeichnen. Dar&uuml;ber hinaus verzeichneten die von Niedrigl&ouml;hnen besonders stark betroffenen Besch&auml;ftigtengruppen (wie Frauen oder gering Qualifizierte) &uuml;berdurchschnittliche Einkommenssteigerungen.<br>\nMindestlohn sichert ab<br>\nUnd Deutschland ist kein Einzelfall. Die faktenbasierte Forschung zu Mindestl&ouml;hnen zeigt, dass internationale Studien im besten Fall geringe Besch&auml;ftigungseffekte nachweisen. Gleichzeitig verbessern sie die Situation der niedrigsten Einkommensgruppen. Weil Frauen weniger verdienen als M&auml;nner, wirkt sich f&uuml;r sie der Mindestlohn auch st&auml;rker aus: In Deutschland profitierten von der Einf&uuml;hrung doppelt so viele Frauen wie M&auml;nner. Somit ist der Mindestlohn zwar kein allm&auml;chtiges, aber doch ein wichtiges Instrument zur Bek&auml;mpfung von Erwerbsarmut und Ungleichheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/so-weit-klaffen-die-prognosen-zu-den-folgen-des-mindestlohns-und-die-realitaet-auseinander-20490\">Makronom<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuerstreit in der Union<\/strong><br>\nMerkel will Soli st&auml;rker senken &ndash; und auch Spitzenverdiener entlasten<br>\nDie Kanzlerin will auf dem CDU-Parteitag einen Freibetrag vorschlagen, der auch Spitzenverdiener entlasten soll. Dem Wirtschaftsfl&uuml;gel geht das nicht weit genug.<br>\nAngela Merkel musste sich einiges anh&ouml;ren, als sie k&uuml;rzlich beim Tag der Deutschen Industrie auftrat. Der Dauerstreit in der Gro&szlig;en Koalition ver&auml;rgerte die Wirtschaftsvertreter, und mehr noch die Unt&auml;tigkeit in der Steuerpolitik. Das &bdquo;grenzt an unterlassene Hilfeleistung&ldquo;, beschwerte sich der Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf. Besonders regte ihn auf, dass viele Unternehmer den Solidarit&auml;tszuschlag nach den Pl&auml;nen der Koalition auch weiterhin voll zahlen m&uuml;ssen.<br>\nDie Beschwerden &uuml;ber die Steuerpolitik machten offenbar Eindruck bei der Kanzlerin und Noch-CDU-Chefin. Auf die meisten Kritikpunkte ging sie kaum ein, doch zum Solidarit&auml;tszuschlag &auml;u&szlig;erte sie sich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/steuerstreit-in-der-union-merkelwill-soli-staerker-senken-und-auch-spitzenverdiener-entlasten\/23277448.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die gro&szlig;e Sozialdemokratin und Kanzlerin der Mitte Angela Merkel tut das, was sie am besten kann und 18 Jahre als CDU-Parteivorsitzende und 13 Jahre als Bundeskanzlerin exekutiert hat: ungeniert und vor aller Augen das Land auspl&uuml;ndern, um Unternehmerinteressen zu bedienen. &Uuml;berall und f&uuml;r alles M&ouml;gliche fehlt in Deutschland angeblich Geld: f&uuml;r eine ordentliche Infrastruktur, f&uuml;r mehr Lehrer, f&uuml;r Krankenh&auml;user und Krankenpfleger, f&uuml;r die Geh&auml;lter der &ouml;ffentlichen Angestellten. Aber wenn nach unfassbaren und unbezahlbaren Steuersenkungen f&uuml;r Spitzenverdiener und Kapitalgesellschaften noch einmal 20 Milliarden Euro j&auml;hrlich an Unternehmen verschenkt werden sollen &ndash; auf Gehei&szlig; des BDI-Pr&auml;sidenten und an einen Sektor der Volkswirtschaft, der seit 20 Jahren nicht mehr wei&szlig;, wohin mit dem Geld -, dann ist Angela Merkel vorne dabei. Die beste Bundeskanzlerin, die man f&uuml;r Geld kaufen kann &ndash; gleichauf mit Gerhard Schr&ouml;der.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitsrecht: Urlaubsanspruch: EuGH-Urteil st&auml;rkt Arbeitnehmerrechte<\/strong><br>\nDer Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub verf&auml;llt nicht automatisch, wenn die Besch&auml;ftigten diesen nicht beantragt haben; &uuml;berdies kann der Urlaubsanspruch auch vererbt werden. Das hat der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) heute entschieden und damit die Rechte der Arbeitnehmer gest&auml;rkt. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach begr&uuml;&szlig;te den Richterspruch:<br>\n&bdquo;Der EuGH hat klargestellt, dass es der Verantwortung des Arbeitgebers obliegt, den Urlaub zu gew&auml;hren. Das ist eine wichtige Grundsatzentscheidung zum Schutz der Arbeitnehmerrechte. Ein Arbeitnehmer kann die ihm zustehenden Urlaubstage nicht deshalb verlieren, weil er keinen Urlaub beantragt hat.<br>\nDie bisher in Deutschland geltende Rechtslage bevorteilte viele Unternehmen: Wenn ein Arbeitnehmer seinen Urlaub nicht beantragt hatte, verfiel dieser innerhalb einer bestimmten Frist automatisch.<br>\nRepr&auml;sentative Studien zeigen, dass die sch&ouml;nsten Tage des Jahres vor allem der zunehmenden Arbeitsverdichtung und Arbeitshetze zum Opfer fallen. In Branchen mit besonders hoher Arbeitszeitbelastung, etwa im Reinigungs- und Baugewerbe, und in Verbindung mit der Sorge um den Verlust des Arbeitsplatzes ist dieses Ph&auml;nomen besonders verbreitet. Mit einer freiwilligen Entscheidung &uuml;ber den Verzicht auf Urlaub hat das nichts zu tun.<br>\nRichtigerweise stellte der EuGH fest, dass der Arbeitnehmer als schw&auml;chere Partei des Arbeitsverh&auml;ltnisses wirksam davon abgeschreckt werden kann, seine Rechte gegen&uuml;ber seinem Arbeitgeber ausdr&uuml;cklich einzufordern &ndash; so sieht es n&auml;mlich vielerorts tats&auml;chlich aus. Der Praxis, dass Arbeitgeber die Unt&auml;tigkeit der Besch&auml;ftigten zu ihrem Nachteil aussitzen k&ouml;nnen, wird mit diesem Richterspruch der rechtliche Boden entzogen.<br>\nAuch mit der Entscheidung, dass ein nicht genommener, bezahlter Erholungsurlaub eines verstorbenen Arbeitnehmers als finanzielle Verg&uuml;tung von seinen Erben eingefordert werden kann, hat der EuGH eine wichtige Klarstellung vollzogen, die wir begr&uuml;&szlig;en. So wird auch der finanzielle Aspekt des Rechts auf Urlaub ausdr&uuml;cklich gest&auml;rkt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++a19ffde6-e1b8-11e8-bedf-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>DGB setzt sich durch: Tarifl&ouml;hne auch f&uuml;r sozialen Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nMit dem &ldquo;Teilhabechancengesetz&rdquo; will die Bundesregierung Langzeitarbeitslosen neue Job-Perspektiven er&ouml;ffnen: Ein sozialer Arbeitsmarkt soll ihnen gef&ouml;rderte Stellen in Unternehmen, sozialen Einrichtungen oder St&auml;dten und Gemeinden erm&ouml;glichen. Die F&ouml;rderung sollte sich bisher allerdings nicht an Tarifl&ouml;hnen, sondern am Mindestlohn orientieren. Doch jetzt setzt die Koalition eine Forderung der Gewerkschaften um.<br>\nNur Mindestlohn f&uuml;r sozialen Arbeitsmarkt?<br>\nDie Pl&auml;ne der Bundesregierung f&uuml;r einen sozialen Arbeitsmarkt sahen im Kern urspr&uuml;nglich zwei Punkte vor:<br>\nLangzeitarbeitslose arbeiten sozialversicherungspflichtig bei Arbeitgebern in der Wirtschaft, sozialen Einrichtungen oder Kommunen<br>\nIn den ersten beiden Jahren gibt es einen &ouml;ffentlichen Zuschuss von 100 Prozent zum gesetzlichen Mindestlohn &ndash; in jedem weiteren Jahr wird dieser Zuschuss um 10 Prozentpunkte gek&uuml;rzt bei einer maximalen F&ouml;rderdauer von f&uuml;nf Jahren<br>\nDas Problem: Wenn sich die Zusch&uuml;sse am gesetzlichen Mindestlohn orientiert h&auml;tten, h&auml;tte das alle Arbeitgeber benachteiligt, die verbindliche Tarifvertr&auml;ge mit Gewerkschaften abgeschlossen haben. Sie h&auml;tten die Differenz zwischen Mindestlohn und Tariflohn selbst ausgleichen m&uuml;ssen. &ldquo;Diese F&ouml;rderkonditionen sind so unattraktiv, dass sich viele potentielle Einsatzstellen nicht beteiligen werden, die eigentlich f&uuml;r die Besch&auml;ftigung Langzeitarbeitsloser aufgeschlossen sind&rdquo;, kritisierte bereits im Sommer 2018 DGB-Vorstand Annelie Buntenbach. Au&szlig;erdem h&auml;tte so die Gefahr bestanden, &ldquo;dass vor allem Arbeitspl&auml;tze im Niedriglohnsektor geschaffen werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++06a077c8-e116-11e8-8951-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Klinik Augsburg: Verdi setzt sich durch<\/strong><br>\nKrankenhausbesch&auml;ftigte erreichen weitere Vereinbarung f&uuml;r mehr Personal und Entlastung<br>\nN&auml;chster Erfolg f&uuml;r Verdi in der Tarifbewegung f&uuml;r Entlastung an Krankenh&auml;usern: Nach monatelangen Auseinandersetzungen und drei Warnstreiks hat nun auch die Leitung des Klinikums Augsburg nachgegeben und eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft unterzeichnet. Diese orientiert sich weitgehend an den Vertr&auml;gen, die Verdi zuletzt in den Unikliniken D&uuml;sseldorf, Essen und Homburg durchgesetzt hatte. Die Einigung kam kurzfristig vor Ende einer dreiw&ouml;chigen Urabstimmung zustande, in der sich insgesamt 93 Prozent der Verdi-Mitglieder f&uuml;r einen Erzwingungsstreik aussprachen. Den Deal verhindern kann jetzt nur noch die bayerische Landesregierung. Deren Ministerien f&uuml;r Wissenschaft und Finanzen m&uuml;ssen ihre Zustimmung geben, weil das bisher kommunale Krankenhaus zum Jahreswechsel in eine landeseigene Universit&auml;tsklinik umgewandelt wird.<br>\nKnackpunkt in der Bewegung, mit der sich Gewerkschafter in Krankenh&auml;usern bundesweit f&uuml;r mehr Personal einsetzen, war der Erfolg am Uniklinikum D&uuml;sseldorf Ende August. Hier hatte das Management erbittert versucht, einen &raquo;Eingriff in die unternehmerische Freiheit&laquo; in Form von gewerkschaftlichen Mitspracherechten beim Personaleinsatz zu verhindern. In gro&szlig;fl&auml;chigen Anzeigen beschuldigte es die Streikenden, die Patientenversorgung zu gef&auml;hrden. Doch das verfing weder in der Bev&ouml;lkerung noch bei den Besch&auml;ftigten, die sich unbeirrt f&uuml;r ihre Forderungen einsetzten. Nach 44 Streiktagen erreichte Verdi schlie&szlig;lich im Schlichtungsverfahren eine Vereinbarung, die &uuml;ber die bisher an der Berliner Charit&eacute; und anderswo geschlossenen Kompromisse hinausgeht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/343043.kampf-um-bessere-arbeitsbedingungen-klinik-augsburg-verdi-setzt-sich-durch.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Viele Kinder gehen hungrig zur Schule&rdquo;: Emp&ouml;render UN-Bericht &uuml;ber soziale Lage in Deutschland<\/strong><br>\nUngleiche Lebensstandards in Ost und West, prek&auml;re Arbeitsbedingungen, Mindestlohn-Umgehung, zu niedrige Hartz-IV-S&auml;tze, Kinderarmut, Sch&uuml;ler, die hungrig zur Schule gehen, und Wohnungsnot: Die Anzahl der Kritikpunkte des UN-Berichts sind ersch&uuml;tternd.<br>\nDer UN-Bericht, der im Oktober dieses Jahres vom UN-Wirtschafts- und Sozialrat angenommen wurde, kritisiert die immer noch gravierenden Unterschiede hinsichtlich der Lebensverh&auml;ltnisse in Ost- und Westdeutschland. Der Rat empfiehlt der Bundesregierung, Ma&szlig;nahmen durchzuf&uuml;hren, um sicherzustellen, dass die im UN-Sozialpakt festgeschriebenen und auch in Deutschland g&uuml;ltigen Rechte von der Bev&ouml;lkerung in Anspruch genommen werden k&ouml;nnen, unabh&auml;ngig vom Wohnort. Die UN kritisiert zudem, dass die Bundesregierung nicht gen&uuml;gend Ma&szlig;nahmen umsetzt, um sicherzustellen, dass Menschenrechte, auch von Privatunternehmen, respektiert werden.<br>\nWeiter bem&auml;ngelte der Sozialausschuss des Weltbundes, dass &ldquo;eine sehr gro&szlig;e Anzahl von Menschen in diversen Formen prek&auml;rer Besch&auml;ftigung arbeiten&rdquo;. Diese Besch&auml;ftigten w&uuml;rden &ldquo;geringe Geh&auml;lter bekommen&rdquo; und einen &ldquo;niedrigen sozialen Schutz genie&szlig;en&rdquo;. Auch zeigten sich die Experten alarmiert, dass in Deutschland immer mehr Menschen zus&auml;tzlich zu ihrem Arbeitslohn auf Hartz IV und andere Sozialleistungen angewiesen sind&hellip;.<br>\nDie Experten kritisieren, dass &ldquo;das Niveau der grundlegenden Sozialleistungen nicht gen&uuml;gt, um den Empf&auml;ngern und deren Familien einen angemessenen Lebensstandard zu erm&ouml;glichen&rdquo;. Die Berechnung der Hartz-IV-S&auml;tze sei verfehlt. Der Ausschuss &auml;u&szlig;erte zudem seine Besorgnis &uuml;ber die Sanktionen gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger. Der Bericht empfiehlt der Bundesregierung, die Hartz-IV-S&auml;tze auf ein akzeptables Niveau zu erh&ouml;hen.<br>\nEin weiterer Kritikpunkt, der im UN-Bericht benannt wird, ist die Kinderarmut&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/78814-viele-kinder-gehen-hungrig-zur\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Etat f&uuml;r die Verteidigung: Das Plus f&uuml;r 2019 wird aufgestockt<\/strong><br>\nF&uuml;r die Verteidigung soll es 2019 noch einmal 323 Millionen Euro mehr geben. Es gibt aber noch Kritik am Haushaltsentwurf &ndash; und das ausgerechnet beim Thema Sparen.<br>\nIm kommenden Jahr wird der Verteidigungshaushalt noch ein wenig gr&ouml;&szlig;er ausfallen als bislang bekannt. 323 Millionen Euro zus&auml;tzlich erh&auml;lt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen f&uuml;r den Wehretat 2019. In diesem Jahr betrug das Budget 38,95 Milliarden Euro.<br>\nDas Finanzministerium teilte in seiner Haushaltsvorlage vom Juli 2018 dem Verteidigungsministerium f&uuml;r das Jahr 2019 42,9 Milliarden Euro zu. Auch das Entwicklungsministerium bekommt mehr Geld, denn so war es im Koalitionsvertrag vereinbart worden: Erh&ouml;hungen zu gleichen Teilen an das Verteidigungs- wie auch das Entwicklungsministerium und an das Ausw&auml;rtige Amt.<br>\n(&hellip;) Neue Schiffe, neue Raketenabwehr, neue Hubschrauber<br>\nNeben mehr Geld soll das Verteidigungsministerium Zusagen f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere R&uuml;stungsprojekte erhalten, sogenannte Verpflichtungserm&auml;chtigungen. Sie erm&ouml;glichen es, Auftr&auml;ge an Konzerne zu vergeben. Insgesamt sieht die Vorlage 7,9 Milliarden Euro in Form dieser Verpflichtungserm&auml;chtigungen f&uuml;r den Einzelplan 14 vor &ndash; also den Wehretat. Die Marine soll U-Boote bekommen, ein Mehrzweckkampfschiff (MKS 180) und die Luftwaffe eine Raketenabwehr (TLVS).<br>\nAu&szlig;erdem steht die Beschaffung neuer Transporthubschrauber an. Noch ist gar nicht klar, welchen neuen Helikopter die Bundeswehr anschaffen will. Im Rennen sind die US-Konzerne Boeing und Lockheed Martin. Aber die Finanzierung ist schon mal gesichert: 5,6 Milliarden Euro stehen daf&uuml;r in den kommenden Jahren zur Verf&uuml;gung. Die Bundeswehr braucht das Ger&auml;t, die alten CH-53 m&uuml;ssen sp&auml;testens 2030 au&szlig;er Dienst gestellt werden.<br>\nEine weitere Besonderheit: Das Ministerium darf die Mittel zwischen den R&uuml;stungsprojekten hin und her schieben. Das k&ouml;nnte dann wichtig werden, wenn es bei einem Projekt zu Verz&ouml;gerungen kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/verteidigung-etat-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>Dazu: Drohnen f&uuml;r die Bundeswehr: Bewaffnung offensichtlich konkreter geplant als bisher bekannt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stationierung in Israel umgeht offenbar deutsche Zulassungsanforderungen <\/li>\n<li>Opposition spricht von T&auml;uschung der &Ouml;ffentlichkeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ ist die Bewaffnung der Drohnen f&uuml;r die Bundeswehr deutlich konkreter geplant als bisher bekannt. Das geht aus dem Vertrag f&uuml;r die Beschaffung der Drohne G-HERON TP hervor, der REPORT MAINZ exklusiv vorliegt. Darin werden bereits konkrete Schritte f&uuml;r die Bewaffnung der unbemannten Luftfahrzeuge festgelegt. So wird unter anderem die Anpassung und der Einbau der Munition f&uuml;r die deutsche Version der Drohne vereinbart. Dar&uuml;ber hinaus die taktische Ausbildung der Soldaten an dem bewaffneten System. Au&szlig;erdem werden sehr konkrete Anforderungen f&uuml;r bewaffnete Eins&auml;tze formuliert.<br>\nAm 13. Juni dieses Jahres wurde im Deutschen Bundestag eine der bedeutendsten Milit&auml;rauftr&auml;ge aus j&uuml;ngster Vergangenheit beschlossen. Es ging um die Anschaffung von f&uuml;nf israelischen Drohnen vom Typ HERON TP und dazugeh&ouml;rige Dienstleistungen. Der Auftrag bel&auml;uft sich auf knapp 900 Millionen Euro f&uuml;r eine Anmietung der Flugger&auml;te.<br>\nIn Zusammenhang mit dem Gro&szlig;auftrag gab Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen stets zu Protokoll, dass es sich nicht um eine bewaffnete Drohne handele. Die Entscheidung zur Bewaffnung w&uuml;rde erst getroffen, nachdem eine breite gesellschaftliche Debatte stattgefunden habe. So steht es auch im Koalitionsvertrag.<br>\n(&hellip;) Es geht nicht um den Schutz von Truppen, sondern es geht um den Abschuss von Fahrzeugen und Personen. Das Problem ist, dass die &Ouml;ffentlichkeit dar&uuml;ber nicht wirklich in Kenntnis gesetzt wird, weil im Grunde genommen ist klar: Man hat jetzt das Ziel, eine bewaffnete Drohne anzuschaffen und mit der vor allem in Mali oder in Afghanistan zu agieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/report\/drohnen-fuer-die-bundeswehr-bewaffnung-offensichtlich-konkreter-geplant-als-bisher-bekannt\/-\/id=233454\/did=22515512\/nid=233454\/zzkpbo\/index.html?fbclid=IwAR1fCc1xwPGBZOw-inHI9Ie1rpVsKaAOD9Fa84YpVRHKw1_twA2PXEhgaos\">Das Erste<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexporte: SPD-Kurs<\/strong><br>\nDie Welt berichtet &uuml;ber ein Papier, das nun im SPD-Umfeld kursiert, in dem eine strengere R&uuml;stungsexportpraxis eingefordert wird: &bdquo;Der sozialdemokratische Bundestagsgeordnete Lars Castellucci will das Profil der SPD als &bdquo;Friedenspartei&ldquo; sch&auml;rfen. [Castellucci ] strebt den Vorsitz der strauchelnden Baden-W&uuml;rttemberg-SPD an. In einem Brief an Parteichefin Nahles, der WELT vorliegt, fordert er einen grundlegenden Kurswechsel bei der Ausfuhr von Waffen und Ausr&uuml;stung. [&hellip;] Die Forderungen gehen weit &uuml;ber die derzeit geltenden Regeln hinaus. Castellucci hat sie in einer Beschlussvorlage der &Uuml;berschrift &bdquo;Eine strenge R&uuml;stungsexportpolitik verwirklichen&ldquo; zusammengefasst. [&hellip;] Castellucci schl&auml;gt unter anderem vor: &bdquo;Antr&auml;ge auf die Ausfuhr von Kriegswaffen, leichten und Kleinwaffen sowie R&uuml;stungsg&uuml;tern nach Drittstaaten (alle Staaten, die nicht Mitglied in EU oder Nato oder gleichgestellt sind) &hellip; werden grunds&auml;tzlich von der Bundesregierung nicht genehmigt.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/11\/04\/ruestungsexporte-spd-kurs\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article183153922\/Lars-Castellucci-SPD-Politiker-fordert-Stopp-von-Ruestungsexporten-ueber-Nato-hinaus.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die genannte Forderung ist lobenswert. Ob Herr Castellucci sich aber gegen diese SPD-Spitze durchsetzen bzw. ob seine Forderung umgesetzt wird? Zweifel d&uuml;rften angebracht sein &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mitglieder einer Bande<\/strong><br>\nVerantwortliche von Heckler &amp; Koch wussten genau, dass illegale Waffenexporte in mexikanische Unruheprovinzen gingen. Dennoch k&ouml;nnte es im Prozess gegen die Oberndorfer Waffenfirma vor dem Stuttgarter Landgericht Freispr&uuml;che geben. Ein &Uuml;berblick &uuml;ber die Verhandlungstage und ihre Vorgeschichte.<br>\n(&hellip;) F&uuml;nf ehemalige Manager und Mitarbeiter von Heckler &amp; Koch m&uuml;ssen sich verantworten, weil sie im Verdacht stehen, gewerbs- und bandenm&auml;&szlig;igen gegen das Au&szlig;enwirtschaftsgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz versto&szlig;en zu haben. Ein sechster Angeklagter, Markus B., der fr&uuml;here H&amp;K-Verkaufsrepr&auml;sentant in Mexiko, ist nicht vor Ort erschienen, sein Verfahren will das Gericht daher abgetrennt behandeln. Mittlerweile wird B. per internationalem Haftbefehl gesucht. Wahrscheinlich ohne Erfolg, da er mexikanischer Staatsb&uuml;rger ist und nicht ausgeliefert werden muss.<br>\nDen &uuml;brigen f&uuml;nf Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft vor, bewusst mehrere tausend G-36-Gewehre und Ersatzteile in Unruheprovinzen in Mexiko geliefert zu haben. Am 16. August 2010 meldete &ldquo;Der Spiegel&rdquo; erstmals, dass Staatsanw&auml;lte den Verdacht pr&uuml;ften, Heckler &amp; Koch k&ouml;nne mit &ldquo;Exporten in mexikanische Unruheprovinzen gegen das Au&szlig;enwirtschaftsgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz versto&szlig;en&rdquo; haben. Am selben Tag best&auml;tigte der damalige Sprecher der Rottweiler Staatsanwaltschaft J&uuml;rgen Rasenack auf Anfrage, es sei &ldquo;ein gr&ouml;&szlig;eres Wirtschaftsstrafverfahren&rdquo; anh&auml;ngig, das die Rottweiler an ihre Stuttgarter Kollegen weiter gereicht h&auml;tten, diese seien &ldquo;Spezialisten f&uuml;r Wirtschaftsstraftaten&rdquo;.<br>\nNun sitzen hier unter anderem zwei ehemalige H&amp;K-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer auf der Anklagebank. Vier der f&uuml;nf Beschuldigten sollen laut Staatsanwaltschaft in unterschiedlicher Beteiligung &ldquo;als Mitglieder einer Bande&rdquo; ohne Genehmigung Kriegswaffen ausgef&uuml;hrt haben. Der f&uuml;nfte habe fahrl&auml;ssig gehandelt. Die Angeklagten waren zwischen 2005 und 2009 zu unterschiedlichen Zeiten bei Heckler &amp; Koch und h&auml;tten daf&uuml;r gesorgt, dass etwa 4700 G-36-Gewehre im Wert von mehr als vier Millionen Euro in vier mexikanische Bundesstaaten &ndash; Chihuahua, Guerrero, Jalisco und Chiapas &ndash; geliefert wurden, obwohl der Waffenexport in diese Unruhe-Regionen illegal ist. Alle h&auml;tten, wie die Staatsanwaltschaft ausf&uuml;hrt, gewusst, dass die Ausfuhren nicht erlaubt waren, es aber geduldet oder nicht verhindert, weil sie sich &ldquo;eine nicht ganz unerhebliche Einnahmequelle&rdquo; versprachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/396\/mitglieder-einer-bande-5437.html#\">Kontext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Veranstaltungen unter Beschuss<\/strong><br>\nEs sind Rechtsextreme, die unsereins mit dem falschen Vorwurf von Antisemitismus zum Schweigen bringen wollen<br>\nVeranstaltungen, die sich etwa mit &bdquo;Israel, Pal&auml;stina und den Grenzen des Sagbaren&ldquo; &ndash; so der Titel von Andreas Zumachs Referat am kommenden Mittwoch an der M&uuml;nchner Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t (LMU) &ndash; befassen, sind immer massiveren Angriffen ausgesetzt. Diese Angriffe kommen vor allem von rechten Kr&auml;ften, die sich links-liberal geben, indem sie Angst vor Antisemitismus vorsch&uuml;tzen und sich als &bdquo;Freunde Israels&ldquo; bezeichnen. Besonders aktiv sind sie derzeit in M&uuml;nchen und Umgebung, aber sie sind so gut organisiert, dass es auch den Rest der Republik betrifft.<br>\n(&hellip;) Es ist an der Zeit, eindeutig zu zeigen, wer hier welche Absichten verfolgt und welchem Zweck sie dienen sollen. Israel driftet nicht nach rechts, Israels Regierung und mit ihr viele Israelis sind bereits am rechten Rand angekommen. Das zeigt sich nicht nur im israelischen Alltag, das zeigt sich offen an der Spitze des Staates mit einem Ministerpr&auml;sidenten, der die N&auml;he von rechtsextremen Rassisten sucht, indem er sich anfreundet mit Politikern wie Trump, Orban, Wilders und Strache und sogar zur Vereidigung des Faschisten Bolsonaro nach Brasilien fahren m&ouml;chte: Die israelische Regierung hat nichts gegen Faschisten, solange sie die israelische Unterdr&uuml;ckungspolitik gegen Pal&auml;stinenser rechtfertigen.<br>\nEine intellektuelle Auseinandersetzung bei uns in Deutschland mit Israels Besatzungspolitik und ihren Folgen, mit Aufforderungen zu gewaltfreien Aktionen und mit dem Ziel, ein friedliches (Zusammen)-Leben von Israelis und Pal&auml;stinensern zu erm&ouml;glichen, darf nicht von rechten Kr&auml;ften verhindert werden &ndash; ganz gleich welche Motivation sie vort&auml;uschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bibjetzt.wordpress.com\/\">BIB Aktuell<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gegen Pal&auml;stinenser und f&uuml;r die Linke?<\/strong><br>\nMichael Leutert darf die Linkspartei nicht weiter im Haushaltsausschuss vertreten.<br>\nSehr geehrte Mitglieder der Bundestagsfraktion DIE LINKE,<br>\n&auml;u&szlig;erst irritiert haben wir zu Kenntnis genommen, dass Michael Leutert, Mitglied Ihrer Fraktion sowie Ihr zust&auml;ndiger Berichterstatter im Haushaltsausschuss f&uuml;r die internationalen Etats, gemeinsam mit der Israel-Lobby-Organisation Mideast Freedom Forum Berlin e.V. (MFFB) am 17. Oktober 2018 eine extrem einseitige &bdquo;Studie&ldquo; im Bundestag vorstellte, in der pal&auml;stinensische Opfer der Besatzungspolitik diffamiert und Bestrafungsma&szlig;nahmen gegen die Pal&auml;stinensische Autorit&auml;t gefordert werden1.<br>\nDas MFFB, das unter anderem auch die Kampagne &bdquo;Stop the Bomb&ldquo; in Deutschland tr&auml;gt, pflegt enge Kontakte zur israelischen Regierung und fordert seit Jahren eine bellizistische Politik gegen&uuml;ber dem Iran. In der Vergangenheit diffamierte diese Organisation auch die Linkspartei als &bdquo;Vorreiter der Anti-Israel-Bewegung&ldquo; und erdichtete sich sogar &bdquo;eine Linie&ldquo; von anti-israelischer Rhetorik, die sich &bdquo;von Gysi zu Erdogan, Hugo Chavez und der iranischen F&uuml;hrung&ldquo; zieht.<br>\nAuch in der von Leutert vorgestellten &bdquo;Studie&ldquo; unter dem Titel &bdquo;Sozialhilfe f&uuml;r Terror und Gewalt?&ldquo; argumentiert das MFFB propagandistisch und entstellt Tatsachen und Zusammenh&auml;nge auf perfideste Art und Weise&hellip;<br>\n(&hellip;) Dass diese Person die Linkspartei in nicht-&ouml;ffentlichen Berichterstattergespr&auml;chen des Haushaltsausschuss vertritt, in denen Themen wie die Finanzierung von humanit&auml;rer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in den besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten wie auch in Israel debattiert und entschieden werden, ist ein Affront gegen&uuml;ber der israelischen und der pal&auml;stinensischen Friedensbewegung. Leutert scheint, wie wir dargelegt haben, in diesem sensiblen Thema nicht die Interessen der Linkspartei sondern eher diejenigen einer rechtsradikalen Regierung zu vertreten.<br>\nDeswegen pl&auml;dieren wir an Sie zu &uuml;berdenken, ob Herr Leutert f&uuml;r diese Position der richtige Vertreter ist.<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;dische Stimme f&uuml;r gerechten Frieden in Nahost e.V<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.juedische-stimme.de\/2018\/10\/30\/gegen-palaestinenser-und-fuer-die-linke\/\">J&uuml;dische Stimme<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>F&uuml;r wen deutsche Konzerne im US-Wahlkampf spendeten<\/strong><br>\n5,2 Milliarden Dollar: Noch nie wurde bei US-Zwischenwahlen so viel Geld gespendet wie in diesem Jahr. Auch deutsche Top-Unternehmen waren &uuml;ber Umwege dabei &ndash; und hatten einen Favoriten. [&hellip;]<br>\nDer Chemie-Riese BASF soll auf diesem Weg am meisten Geld gespendet haben: 632.000 Dollar. Auf Platz zwei folgt demnach die Deutsche Telekom mit 604.000 Dollar. Insgesamt haben dem Bericht zufolge 17 deutsche Unternehmen Geld gegeben, darunter unter anderem auch Daimler, der Autozulieferer Schaeffler, Bayer, Boehringer Ingelheim, Fresenius, HeidelbergCement, Merck und Siemens.<br>\n60 Prozent aller Spenden gingen laut &ldquo;Welt&rdquo; an die Republikaner von Pr&auml;sident Trump. Der Spendenverein der Deutschen Bank gab demnach sogar 70 Prozent seiner Zuwendungen den Konservativen. Der IT-Konzern SAP pr&auml;ferierte hingegen die oppositionellen Demokraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/midterms-wie-basf-telekom-und-bayer-donald-trump-unterstuetzen-a-1237105.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wenn Medien etwas &auml;ndern w&uuml;rden, w&auml;ren sie schon l&auml;ngst verboten<\/strong><br>\n(&hellip;) Theoretisch offeriert die Demokratie dem wahlberechtigten Volk au&szlig;erdem ein Werkzeug der Willensbildung: die Medien. Die Medien sollen einen Marktplatz der Ideen schaffen, auf dem sich der Souver&auml;n informiert, also die wahlberechtigte Bev&ouml;lkerung, sie diskutiert in den Medien wie gut die Herrschaft der Herrschenden aus der Sicht der Beherrschten funktioniert, ob die Machthaber sich an die Regeln halten, die Lebensgrundlagen und den Wohlstand aller Staatsb&uuml;rger oder sogar aller Menschen mehren, die Umwelt erhalten und ob es bessere Ideen gibt, wie das erreicht werden kann. Soweit die Theorie. Die Wirklichkeit der Wessis war lange Zeit nicht allzu weit vom diesem Ideal entfernt, es gab keine un&uuml;berbr&uuml;ckbare Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit&hellip;. Auf der anderen Seite der Mauer war der Rock des Sozialismus einigerma&szlig;en warm, aber viel zu eng und spie&szlig;ig.<br>\nTendenziell war es im Westen bunter und interessanter. Ganz wichtig: Der Soundtrack des West-Systems war deutlich besser. Aus diesem Grund konnte der Kapitalismus lange auf die Loyalit&auml;t seiner Arbeitnehmer bauen. Ab den 50er Jahren bis zur Jahrtausendwende gab es einen pragmatischen Grund, warum Zustimmung zur Gesellschaftsordnung weit verbreitet war. Es ging den Subjekten, was im Wortsinn &bdquo;Unterworfene&ldquo; bedeutet, ganz gut und vor allem jedes Jahr ein bisschen besser. Es gab eine Krankenversicherung, die Rente und kostenlose Schulbildung und selten, manchmal, unm&ouml;glich war es nicht, sogar eine Universit&auml;tsausbildung f&uuml;r die Kinder der unteren Schichten, die einen Klassenaufstieg erm&ouml;glichte. Mit anderen Worten: die Zukunft war nicht die schlechteste. Wer meckerte, h&ouml;rte im Westen von genervten Werkt&auml;tigen stets: Dann geh doch nach dr&uuml;ben!<br>\nMittlerweile ist der Kapitalismus nicht mehr so toll&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-6-11-2018-wenn-medien-etwas-aendern-wuerden-waeren-sie-schon-laengst-verboten\">Dirk Pohlmann auf KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Den Kampf um die Wahrheit gehen sie sportlich an<\/strong><br>\nEin Jahr lang hat die Regisseurin Liz Garbus das Team der New York Times bei dessen Berichterstattung &uuml;ber Donald Trump begleitet, angefangen beim Amtseid des neuen Pr&auml;sidenten im Januar 2017.<br>\nDie Dokuserie ist ein gelungenes Beispiel f&uuml;r einen Trend in Film und Fernsehen: die intensive Besch&auml;ftigung mit journalistischer Arbeit.<br>\nTats&auml;chlich f&uuml;hlt sich die Dokumentation Mission Wahrheit schon nach ein paar Minuten wie eine fiktionale Serie an, was nat&uuml;rlich am Score und an der feinen Kameraarbeit liegt, aber eben auch an der Redaktion der New York Times. Man lernt also Elisabeth Bumiller kennen, Leiterin des Washington-B&uuml;ros, erfahrene Frau, unaufgeregt, abgebr&uuml;ht, aber nicht auf diese zynische Art. Man sieht Maggie Haberman, die mal beim Boulevardblatt New York Post gearbeitet hat und jetzt, bei der Times, eine Art Vertrauensperson f&uuml;r Donald Trump ist, sie kennt ihn schon &uuml;ber zwanzig Jahre. Und schlie&szlig;lich Dean Baquet, der Chefredakteur, sehr souver&auml;n beim Kaffeeholen in Downtown, sehr souver&auml;n in der Redaktion. Feiner Anzug, h&uuml;bscher Trenchcoat, in Gegenwart von Baquet verstr&ouml;men sogar die gestapelten Kopierpapier-Pakete ihre eigene Eleganz.<br>\n[&hellip;] All das ist bester Stoff f&uuml;r Filme und Dokumentationen. Journalismus &ndash; da geht es um was. Und da sind viele gern bereit, von sich zu erz&auml;hlen. Wenn das Team der New York Times sich bereitwillig bei der Arbeit zusehen l&auml;sst, ist das auch eine Antwort auf Trump, der die Journalisten d&auml;monisiert. Das Gegengift der Journalisten: Offenheit, Transparenz. Dass die Arbeit intensiver erkl&auml;rt und begleitet werden muss als fr&uuml;her, ist sowieso klar. Fr&uuml;her war alles schwieriger? Herrje. Chefredakteur Dean Baquet, vor Jahrzehnten selbst Reporter, sagt: &ldquo;Journalisten m&uuml;ssen heute h&auml;rter arbeiten als zu meiner Zeit. Es ist ein 24-Stunden-Job. Man muss auf Twitter und in anderen Netzwerken aktiv sein, man muss im Fernsehen auftreten, Artikel schreiben und aufpassen, dass man nicht von der Washington Post geschlagen wird. Es wird immer h&auml;rter.&rdquo;<br>\nSo liefert diese Dokumentation Erkl&auml;rungsmuster auch f&uuml;r deutsche Journalisten, die sich selbst manchmal fragen, warum andere deutsche Journalisten immer und immer sp&auml;tabends bei Illner oder Lanz sitzen, obwohl sie die Washington Post von dort aus doch gar nicht schlagen k&ouml;nnen. Es geht um Wesentlicheres.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/new-york-times-donald-trump-journalismus-1.4197889\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ach Gott, wie naiv. Als w&uuml;rde die NYT eine Dokumentarfilmerin einen echten Einblick in ihre Arbeit geben w&uuml;rde. Hier wird Transparenz simuliert und ein inszenierter Einblick hinter die Kulissen vermarktet. Der aufkl&auml;rerische Wert d&uuml;rfte sich dabei eher in Kategorie &bdquo;Homestory&ldquo; abspielen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-46920","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46920"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46920\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46923,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46920\/revisions\/46923"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}