{"id":4696,"date":"2010-03-05T16:12:39","date_gmt":"2010-03-05T15:12:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4696"},"modified":"2010-03-05T16:12:39","modified_gmt":"2010-03-05T15:12:39","slug":"hinweise-des-tages-2-126","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4696","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Sozialere EU; Memorandum; Griechenland; Deutschlands Sparsamkeit; abw&auml;rts mit der Deutschen Bank; Bahn: Kein Geld f&uuml;r Strecken; Frauenerwerbsarbeit in Ostdeutschland; Nebent&auml;tigkeiten; umstrittene Verfassungsrichterin; Rezept gegen neue Krise gesucht; Keynes f&uuml;r das 21.Jahrhundert; Stadtr&auml;nder; Westerwelles Sinkflug; Obamas Einsatz ohne Wirkung; Freiheit ist in Afghanistan kein Ziel mehr; Hochschulzulassungschaos dauert an; nicht ausbildungsf&auml;hig; Prix Pantheon an Georg Schramm. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Opposition fordert neue, sozialere Zielausrichtung f&uuml;r die EU-Strategie &ldquo;Europa 2020&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">MEMORANDUM-Kurzfassung 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Ist Deutschlands Sparsamkeit schuld an den Problemen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Deutsche Bank: Es geht abw&auml;rts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Deutsche Bahn: Kein Geld zum Bau wichtiger Strecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Frauen in Ostdeutschland erwirtschaften h&auml;ufiger ihren Lebensunterhalt selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Nebent&auml;tigkeit von Abgeordneten: Nur die halbe Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Umstrittene Verfassungsrichterin: Keine R&uuml;ckendeckung f&uuml;r Karin Wolski<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Recht und Freiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Gesucht: Rezept gegen eine neue Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Neues Buch &uuml;ber Keynes: Robert Skidelsky &ldquo;Keynes f&uuml;r das 21. Jahrhundert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Zum Beispiel Wittenberge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">W&uuml;nsche am Rande der Stadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Deutschlandtrend: Westerwelle im Sinkflug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Einsatz ohne Wirkung? Barack Obamas Nahost-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Afghanistan: Freiheit ist kein Ziel mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zulassungsprobleme dauern an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Die Reifepr&uuml;fung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Prix Pantheon 2010: Preistr&auml;ger in der Kategorie &rdquo;Reif und Bekloppt&rdquo;: Georg Schramm<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4696&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Opposition fordert neue, sozialere Zielausrichtung f&uuml;r die EU-Strategie &ldquo;Europa 2020&rdquo;<\/strong><br>\nDie neue Wirtschafts- und Wachstumsstrategie &rdquo;Europa 2020&ldquo; soll nach dem Willen der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Linke und der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen andere Ziele als die bisherige Lissabon-Strategie haben und insgesamt sozialer ausgestaltet werden. In einem Antrag (17\/882) erkl&auml;ren die Sozialdemokraten, dass Europa eine neue Strategie mit klar formulierten Zielen brauche, die den &rdquo;den Gleichklang nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung und Wohlstand, sozialen Schutz und Besch&auml;ftigung und den Schutz der nat&uuml;rlichen Ressourcen&ldquo; herstellt. Das Programm &rdquo;Europa 2020&ldquo; ersetzt die 2010 auslaufende Lissabon-Strategie, die die EU bis zum Jahr 2010 zum &rdquo;wettbewerbsf&auml;higsten, dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum&ldquo; machen sollte. Nach Meinung der SPD wurde dieses Ziel nicht erreicht. &rdquo;Dies lag an einer Vielzahl inkonsistenter und teilweise unrealistischer Ziele sowie an der unzureichenden Verkn&uuml;pfung von wirtschaftlichen, sozialen und &ouml;kologischen Aspekten&ldquo;, schreibt die Fraktion zur Begr&uuml;ndung.<br>\nIn Zukunft soll sich die EU daher auf vier verschiedene Ziele konzentrieren. Die St&auml;rkung von Besch&auml;ftigung und sozialer Sicherheit steht dabei an erster Stelle. Dabei soll das Ziel der Vollbesch&auml;ftigung &rdquo;in den Mittelpunkt aller Bem&uuml;hungen&ldquo; gestellt werden. Auch soll die soziale Dimension der EU deutlich gest&auml;rkt werden. Als zweites Ziel nennt die SPD die Verwirklichung einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik, bei der das Wirtschaftswachstum mit einem verringerten Energie- und Ressourcenverbrauch vorangebracht werden soll. Drittens wollen die Sozialdemokraten die weltweite Partnerschaft st&auml;rken. Die globale Armutsbek&auml;mpfung ist dabei Teil einer nachhaltigen europ&auml;ischen Wohlstandsstrategie, hei&szlig;t es in dem Papier. Unter dem Stichwort &rdquo;Governance verbessern&ldquo; fordert die SPD unter anderem, die Wirtschaftspolitiken der einzelnen Mitgliedstaaten &rdquo;zum Zwecke einer Wirtschaftsregierung&ldquo; besser miteinander zu verzahnen sowie eine st&auml;rkere Einbindung der Sozialpartner, des Europ&auml;ischen Parlaments und der nationalen Parlamente in politische Entscheidungen.<br>\nDie Fraktion Die Linke fordert in einem Antrag (17\/902) eine soziale Fortschrittsklausel in das EU-Vertragswerk aufzunehmen. Damit soll in Zukunft festgelegt werden, dass die sozialen Grundrechte und der soziale Fortschritt Vorrang vor den Wettbewerbsregeln haben sollen. Zu diesem Zweck verlangt die Fraktion dem Vertrag &uuml;ber die Europ&auml;ische Union (EUV) und dem Vertrag &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV) ein entsprechendes Protokoll beizuf&uuml;gen&hellip;Zur Begr&uuml;ndung schreibt die Fraktion, dass die Rechtssprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofes (EuGH) soziale Grundrechte in Frage gestellt habe. Die Entscheidungen des EuGH h&auml;tten gezeigt, dass bestimmte wirtschaftliche und wettbewerbsrechtliche Regeln Vorrang vor sozialen Belangen h&auml;tten. Die Linke verweist auf einen Antrag (16\/13056), in dem die Fraktion bereits in der letzten Legislaturperiode gefordert hatte, die soziale Fortschrittsklausel in das EU-Vertragswerk aufzunehmen.<br>\nAuch die Gr&uuml;nen setzen sich in einem Antrag (17\/898) bei der Strategie &rdquo;EU 2020&ldquo; f&uuml;r eine Neuausrichtung der Zielsetzung ein. Sie bem&auml;ngeln, dass es bei der Lissabon-Strategie zu einer &rdquo;zunehmenden Verselbstst&auml;ndigung des Wachstums- und Besch&auml;ftigungsziels, zu falschen Priorit&auml;tensetzungen und damit zur Vernachl&auml;ssigung der Nachhaltigkeitsziele&ldquo; gekommen sei. Die Strategie 2020 muss nach Meinung der Gr&uuml;nen &rdquo;mehr sein als eine blo&szlig;e Exitstrategie aus der Wirtschafts- und Finanzkrise&ldquo;. Die Gr&uuml;nen fordern f&uuml;r Europa einen &rdquo;Green New Deal&ldquo;, der darauf basieren m&uuml;sse, nicht mehr auf Kosten anderer und der Umwelt zu leben. Schl&uuml;sselelemente f&uuml;r ein Soziales Europa seien neben fairen Arbeitsbedingungen, soziale Mindeststandards und eine St&auml;rkung der sozialen Sicherungssysteme. Zudem brauche Europa eine st&auml;rker koordinierte Wirtschaftspolitik. Auf den Finanzm&auml;rkten und beim Verbraucherschutz m&uuml;ssten die B&uuml;rger europaweit zudem besser gesch&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_03\/2010_068\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>MEMORANDUM-Kurzfassung 2010: &ldquo;Sozial-&Ouml;kologische Regulierung statt Sparpolitik und Steuergeschenken&rdquo;<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik hat in der vergangenen Woche die Kurzfassung des MEMORANDUM 2010 an Unterst&uuml;tzerinnen und Unterst&uuml;tzer versandt. Wer sich f&uuml;r die MEMORANDUM-Kurzfassung interessiert, kann sie &ndash; unter Angabe der Briefanschrift &ndash; &uuml;ber&nbsp;<a href=\"mailto:memorandum@t-online.de\">memorandum@t-online.de<\/a>&nbsp;anfordern. Kostenlos.<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Thomas Fricke &ndash; Experiment am lebenden Griechen<\/strong><br>\nDie Kanzlerin dr&auml;ngt Athen zu etwas, was sie im eigenen Land als kontraproduktiv ablehnt: Mitten in der Rezession radikal zu konsolidieren. Ein waghalsiger Versuch, der auch f&uuml;r Deutschland teuer werden kann.<br>\nBei &Ouml;konomen ist derzeit in Mode, wirtschaftliche Ph&auml;nomene am lebenden Objekt zu testen statt in abstrakten Modellen. Das ist prima. Und die Griechen haben gerade beste Chancen, zu Kollektivprobanden eines gro&szlig;en wirtschaftspolitischen Experiments zu werden. Immerhin hat in der Weltgeschichte noch keine Regierung versprechen m&uuml;ssen, so schnell und rabiat ein Staatsdefizit abzubauen &ndash; um ein Zehntel der Gesamtwirtschaftsleistung in drei Jahren. Und zwar mitten in der Rezession, was bekanntlich alle anderen Regierungen der Welt als wirtschaftlich kontraproduktiv bis zwecklos ablehnen.<br>\nEntsprechend offen scheint, wie das Experiment am lebenden Griechen ausgeht. Es ist gut m&ouml;glich, dass die Probanden als abschreckendes Beispiel daf&uuml;r enden, wie man es nicht macht. Dann k&ouml;nnte der gro&szlig;e deutsche Lehreifer auf die Deutschen zur&uuml;ckschlagen&hellip;<br>\nWas es bringt, in der Krise germanischem Maso-Verst&auml;ndnis von &Ouml;konomie zu folgen, k&ouml;nnen die Griechen ahnen. Vor Wochen stand das erste Stabilisierungspaket. Dann stellte sich heraus, dass die Konjunktur schlechter ist, sodass wieder Milliarden an Steuereinnahmen fehlten und weitere Milliarden zu k&uuml;rzen waren. Auch f&uuml;r Griechenland gilt, dass jeder R&uuml;ckgang des BIPs um ein Prozent das Defizit um einen halben Punkt erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-thomas-fricke-experiment-am-lebenden-griechen\/50084218.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen<\/strong><br>\nAuch wenn es vielleicht verr&uuml;ckt klingt: Wenn wir den Griechen doch noch mit Milliarden Euro aushelfen m&uuml;ssen, sollten sie daf&uuml;r auch etwas hergeben &ndash; z. B. ein paar ihrer wundersch&ouml;nen Inseln. Motto: Ihr kriegt Kohle. Wir kriegen Korfu.&nbsp; FDP-Finanzexperte Frank Sch&auml;ffler zu BILD: &bdquo;Die Kanzlerin darf keinen Rechtsbruch begehen, darf Griechenland keine Hilfen versprechen. Der griechische Staat muss sich radikal von Beteiligungen an Firmen trennen und auch Grundbesitz, z. B. unbewohnte Inseln, verkaufen.&ldquo; CDU-Mittelstandschef Josef Schlarmann: &bdquo;Ein Bankrotteur muss alles, was er hat, zu Geld machen &ndash; um seine Gl&auml;ubiger zu bedienen. Griechenland besitzt Geb&auml;ude, Firmen und unbewohnte Inseln, die f&uuml;r die Schuldentilgung eingesetzt werden k&ouml;nnen.&ldquo; Marco Wanderwitz, Chef der Jungen Gruppe in der Union, zu BILD: &bdquo;Das Vertrauen in Griechenland ist schwer gesch&auml;digt. Wenn die EU und damit auch Deutschland den Griechen Geld geben soll, muss es daf&uuml;r gerade im Sinne der jungen Generation auch Sicherheiten geben, die im Notfall verkauft werden k&ouml;nnen. Dabei kommen zum Beispiel auch einige griechische Inseln infrage.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/wirtschaft\/2010\/03\/04\/pleite-griechen\/regierung-athen-sparen-verkauft-inseln-pleite-akropolis.html##\">BILD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> H&auml;tten unter einem Bundeskanzler Kohl CDU-Politiker dem Deutschlandbild in Europa einen solchen Schaden zuf&uuml;gen d&uuml;rfen? H&auml;tte Bild das gedruckt? Es verwundert fast ein wenig, dass unter den Leserkommentaren eines Artikels des <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/business\/2010\/mar\/04\/greece-sell-islands-german-mps\/print\">Guardian<\/a> nur einer auf den zweiten Weltkrieg verweist:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Did someone mention the war? Perhaps the German government should return the loot it stole from the Greek state during the Second World War and pay compensation for the plundering of Greek homes and factories, the crippling of the economy, destruction of the countryside and infrastructure, and the burning of villages and schools. Perhaps Germany should also compensate Greece for causing the deaths of 300,000 people after it requisitioned food, for the 100,000 people killed in reprisals following mass resistance and for the wiping out of Greece&rsquo;s entire Jewish community.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wer sind wir, dass wir uns als Lehrmeister Europas aufspielen? Schlimm genug, dass wir Griechenland zu einer Austerit&auml;tspolitik zwingen, die im Endeffekt nur den Schuldenstand erh&ouml;hen wird. Der Anschlag durchgeknallter Politiker im Verein mit einem auflagengeilen Massenblatt auf den europ&auml;ischen Gedanken muss Konsequenzen haben. Die Bundeskanzlerin sollte den Besuch des griechischen Regierungschefs Giorgos Papandreou nutzen, um sich von diesen &Auml;u&szlig;erungen distanzieren. Helmut Kohls Beitrag zur Wiedervereinigung mag &uuml;bersch&auml;tzt sein, aber seine Rolle als Europ&auml;er ist unbestritten. Solche Spr&uuml;che h&auml;tte er nie durchgehen lassen. Angela Merkel sollte sich daran erinnern.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ist Deutschlands Sparsamkeit schuld an den Problemen?<\/strong><br>\nEs mehren sich die Stimmen, die Deutschlands Sparsamkeit und Lohndumping als Krisenmotor sehen.<br>\nDass Sparen in einer Krise zu deren Versch&auml;rfung beitragen kann, ist bekannt. Doch genau das ist das Rezept, das angesichts der explodierenden Haushaltsdefizite nun &uuml;berall empfohlen und gefordert wird. Griechenland hat nun erwartungsgem&auml;&szlig; einen dritten Sparplan vorgelegt. Steuern sollen massiv erh&ouml;ht und Ausgaben deutlich gek&uuml;rzt werden. Doch immer mehr Analysten sehen das Problem im &ldquo;Wirtschaftskraftwerk&rdquo; Deutschland. Wir konsumierten zu wenig und h&auml;tten &uuml;ber die Nicht-Lohnerh&ouml;hungspolitik andere zu &ldquo;Bettlern&rdquo; gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32198\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Ein lesenswerter Beitrag! Kritisch ist jedoch folgender Passus am Ende des Telepolis-Betrages zu werten:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Allerdings haben diese Analysen, welche die Nachfrage und den Konsum ankurbeln wollen, ein Problem: Wachstum ist bei endlichen Ressourcen eben begrenzt. Die Konsumspirale kann nicht unendlich weiter gedreht werden.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li><em>Es besteht kein Automatismus zwischen dem Wachstum des privaten Verbrauchs und einer daran gekoppelten linearen Zunahme des Ressourcenverbrauchs (Stichworte: Recycling, energie- und rohstoffschonende Produktion). Das st&auml;rkere Wachstum des Binnenmarktes kann dar&uuml;ber hinaus auch durch das Wachstum des nicht rohstoffintensiven Dienstleistungssektors (z.B. Kinder- und Altenbetreuung, Kranken- und Pflegeberufe, Bildungssektor) flankiert werden.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Konzepte, welche in Deutschland &ndash; wie Telepolis schreibt &ndash; &ldquo;die Nachfrage und den Konsum ankurbeln wollen&rdquo;, f&uuml;hren auch deswegen nicht notwendigerweise zu einem h&ouml;heren Rohstoffverbrauch, weil zumindest teilweise lediglich eine Substitution des Ressourcenverbrauchs stattfinden w&uuml;rde: Die St&auml;rkung des Binnenmarktes w&uuml;rde einher gehen mit einer teilweisen R&uuml;ckf&uuml;hrung der in den vergangenen Jahren drastisch nach oben getriebenen Exportfixierung der deutschen Wirtschaft.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>German MPs trim &euro;5.6bn from federal budget<\/strong><br>\nGerman parliamentarians on Friday trimmed &euro;5.6bn from the federal budget for the present year, in a bid to reduce the government&rsquo;s net borrowing requirement &ndash; and send a clear signal of budgetary discipline to the rest of the European Union.<br>\nThe cuts, agreed after a 14-hour session of the Bundestag budget committee, will mostly affect spending on welfare and unemployment benefits, and on interest payments on government debt.<br>\nThe action is likely to cause criticism in other EU member states that have been urging Germany to increase public spending in order to stimulate domestic demand and help the recovery of the rest of the eurozone.<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/cms\/s\/0\/02b33352-283e-11df-9f8f-00144feabdc0.html?nclick_check=1\">Financial Times<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JA:<\/strong> Interessante Reaktion: die andere EU-L&auml;nder kritisieren Deutschland daf&uuml;r, dass es die Ausgaben der &ouml;ffentlichen Haushalte reduziert.Deutschland soll mehr ausgeben.<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em>In Deutschland gibt es kaum  Berichterstattung zu diesem Aspekt.<\/em><\/li>\n<li><em>Hei&szlig;t es nicht sonst immer gerade bei den Angelsachsen, der Staat solle schrumpfen und Aufgaben abgeben?<\/em><\/li>\n<li><em>Staatsausgaben sind nicht per se gut f&uuml;r die Konjunktur und gelegentlich sogar sch&auml;dlich, man denke z. B. an die Bankenrettungspakete.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Bank: Es geht abw&auml;rts<\/strong><br>\nDie Ratingagentur Moody&rsquo;s stuft die Kreditw&uuml;rdigkeit der Deutschen Bank deutlich herab &ndash; und Chef Josef Ackermann bleibt cool. Doch H&auml;ndler bangen: Trifft die Abwertung auch andere Banken?<br>\nDie Ratingagentur Moody&rsquo;s stufte die Kreditw&uuml;rdigkeit der Deutschen Bank &uuml;berraschend um zwei Noten herab. Die europ&auml;ische W&auml;hrung fiel danach auf ein Tagestief von 1,3552 Dollar.<br>\nDie Herabstufung bedeutet f&uuml;r die Deutsche Bank, dass sie k&uuml;nftig h&ouml;here Zinsen zahlen muss, wenn sie sich refinanziert.<br>\nAls Grund f&uuml;r die Herabstufung nannte Moody&rsquo;s, die Bank sei zu abh&auml;ngig vom Investmentgesch&auml;ft.<br>\nDie Fokussierung auf das Kapitalmarktgesch&auml;ft mache die Deutsche Bank anf&auml;llig f&uuml;r Schwankungen, argumentiert Moody&rsquo;s. Die stabileren Sparten wie das Privatkunden- und das Firmenkundengesch&auml;ft entwickelten sich dagegen nach Ansicht der Ratingagentur nicht wie erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/868\/505074\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allm&auml;hlich d&auml;mmert es einigen, dass sich die seri&ouml;sen Sparten wie das Privat- und Firmenkundengesch&auml;ft der Deutschen Bank nicht wie angek&uuml;ndigt entwickeln und die Fokussierung&nbsp; auf das Kapitalmarktgesch&auml;ft Risiken in sich birgt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Bahn: Kein Geld zum Bau wichtiger Strecken<\/strong><br>\nDie Bahn muss den Ausbau des Schienennetzes drastisch drosseln. Aus einer &Uuml;bersicht, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, geht hervor, dass 46 &ldquo;vordringliche&rdquo; Aus- und Neubauprojekte vorerst nicht realisiert werden k&ouml;nnen. Viele h&auml;tten bis 2015 fertig sein sollen, doch wie sich nun zeigt, ist ihre Finanzierung nicht einmal bis 2025 gesichert. Nach Ansicht der Opposition droht &ldquo;ein Verkehrsinfarkt&rdquo;.<br>\nBahn-Chef R&uuml;diger Grube hatte das Papier vor einigen Tagen im Verkehrsausschuss des Bundestags pr&auml;sentiert. Daraus geht hervor, dass die Bahn bis 2025 j&auml;hrlich 1,8 Milliarden Euro f&uuml;r Investitionen in die Infrastruktur ben&ouml;tigen w&uuml;rde, um die wichtigsten Projekte zu realisieren. Nach den derzeitigen Haushaltsplanungen stehen ihr jedoch ab 2011 &ndash; nach Auslaufen der Konjunkturprogramme &ndash; j&auml;hrlich nur 1,16 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/855\/505061\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber f&uuml;r das Prestigeobjekt des Stuttgarter Hauptbahnhofs ist noch Geld da.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frauen in Ostdeutschland erwirtschaften h&auml;ufiger ihren Lebensunterhalt selbst<\/strong><br>\nDie Zahl der Paar-Haushalte, in denen beide Partner ungef&auml;hr gleich viel zum Einkommen beitragen, ist in Ostdeutschland mit rund 44 Prozent deutlich h&ouml;her als in Westdeutschland (rund 28 Prozent). Sie ist in den letzten 20 Jahren in den neuen L&auml;ndern praktisch unver&auml;ndert geblieben, w&auml;hrend sie im Westen etwas anstieg. Die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der ostdeutschen Frauen ist wirtschaftlich f&uuml;r sich selbst verantwortlich. Die Hausfrauenehe ist fast bedeutungslos. Bei knapp drei Viertel aller Paare in Ostdeutschland sind beide Partner erwerbst&auml;tig. Teilzeitarbeit spielt f&uuml;r Frauen im Osten ebenfalls eine geringere Rolle als im Westen. Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall unterscheiden sich damit Paare in Ost- und Westdeutschland beim Erwerbsverhalten deutlich. Das zeigt eine Untersuchung von Dr. Christina Klenner, Forscherin am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nAuf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) hat die WSI-Forscherin die Einkommensverh&auml;ltnisse von Paarhaushalten mit und ohne Kinder analysiert. Zentrales Ergebnis: Dass beide Partner erwerbst&auml;tig sind, ist in Ostdeutschland nach wie vor die Regel. Zweiverdienerpaare dominierten im Jahr 2007 mit 72 Prozent. Rechnet man die Haushalte mit einem arbeitslosen Partner hinzu, ist die Quote mit 83 Prozent genauso hoch wie 1990. Lediglich 6 Prozent der Frauen in Paarhaushalten nehmen nicht am Erwerbsleben teil, f&uuml;hren also eine klassische Hausfrauenehe. In Westdeutschland liegt ihr Anteil bei 20 Prozent, ist im Vergleich zu 1990, als es 34 Prozent waren, aber deutlich gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_103019.html#link\">B&ouml;ckler Impuls 4\/2010<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nebent&auml;tigkeit von Abgeordneten: Nur die halbe Wahrheit<\/strong><br>\nBei den Politikerbiografien auf der Internet-Seite des Bundestages sind ihre Bruttoeinnahmen lediglich in Stufen zwischen 1000, 3500 und 7000 Euro oder dar&uuml;ber aufgef&uuml;hrt. Da bei h&ouml;heren Betr&auml;gen die Grenzen aber nach oben offen blieben, sei die wirkliche H&ouml;he des Verdiensts aus den Angaben nicht ersichtlich, kritisiert Dagmar Enkelmann von den Linken.<br>\nDie jetzige Regelung sei unzureichend, sagt auch Thomas Oppermann, Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der SPD: &ldquo;B&uuml;rger m&uuml;ssen aber sofort erkennen, wovon die Abgeordneten leben.&rdquo; Deshalb schl&auml;gt er vor, oberhalb von 7000 Euro weitere Stufen in Schritten von 10.000 Euro einzuf&uuml;hren. Um bessere Vergleichbarkeit herzustellen, fordert Oppermann, bei der Offenlegung grunds&auml;tzlich alle Eink&uuml;nfte auf das Jahr umzurechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2384057_Nebentaetigkeit-von-Abgeordneten-Nur-die-halbe-Wahrheit.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> An den Parlamentarischen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der FDP: Die Arbeit eines Abgeordneten besteht in seiner Arbeit im Parlament. Bei diversen Politikern fragt man sich, wie sie bei der F&uuml;lle von Nebent&auml;tigkeiten ihren Aufgaben im Parlament zum Wohle des deutschen Volkes nachkommen k&ouml;nnen. Das Bundesverfassungsgericht hat klipp und klar festgestellt: Das Abgeordneten-Mandat ist kein Nebenjob. Im Grund w&auml;re es angebracht noch einen Schritt weiter zu gehen und z.B. Abgeordnete, die gleichzeitig Positionen in Verb&auml;nden vertreten, als Anw&auml;lte f&uuml;r die Interessen von Unternehmen eintreten oder als Aufsichtsr&auml;te in der Privatwirtschaft arbeiten, von der Arbeit in bestimmten Aussch&uuml;ssen und von Abstimmungen auszuschlie&szlig;en, um die Interessenskonflikte zu vermeiden. &ndash; Im &Uuml;brigen steht in Deutschaland immer noch die Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption aus, die die Regelung des Straftatbestandes der Abgeordnetenbestechung in der Bundesrepublik versch&auml;rfen w&uuml;rde. Die Konvention wurde inzwischen von 140 Staaten ratifiziert. Von den G20-Staaten haben allein Deutschland, Indien, Japan und Saudi-Arabien die UN-Konvention nicht ratifiziert, von den europ&auml;ischen Staaten Deutschland, Estland, Irland, Island, Kosovo, Liechtenstein, die Tschechische Republik und die Ukraine.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Umstrittene Verfassungsrichterin: Keine R&uuml;ckendeckung f&uuml;r Karin Wolski<\/strong><br>\nEinen Tag nachdem Karin Wolski einen R&uuml;cktritt kategorisch abgelehnt hatte, hat die Opposition im Landtag den Druck auf die hessische Verfassungsrichterin erh&ouml;ht. Die Position des CDU-Mitglieds Wolski sei unhaltbar geworden, sie schade dem Ansehen des Hessischen Staatsgerichtshofs, und die Union m&uuml;sse die Richterin deshalb zum Amtsverzicht bewegen. Sprecher der Regierungsfraktionen CDU und FDP wiesen auf die Gewaltenteilung und die Unabh&auml;ngigkeit der Richter hin, st&auml;rkten Wolski aber auch nicht den R&uuml;cken.<br>\nJustizminister J&ouml;rg-Uwe Hahn (FDP) blieb trotz mehrmaliger Aufforderung, ans Rednerpult zu treten, auf der Regierungsbank sitzen. Hinter vorgehaltener Hand hie&szlig; es, sowohl bei den Ministern als auch in den Reihen der Abgeordneten gebe es kaum noch Verst&auml;ndnis f&uuml;r das &bdquo;Festklammern&ldquo; Wolskis am Amt.<br>\nWolskis Ehemann Michael steht seit fast f&uuml;nf Monaten wegen Steuerhinterziehung in Millionenh&ouml;he in Darmstadt vor Gericht. Aus Sicht der Opposition ist w&auml;hrend der Verhandlung deutlich geworden, dass die Richterin ebenfalls von Zuwendungen einer Frankfurter Unternehmerwitwe an den Anwalt Wolski profitiert hat.<br>\nWolski habe jahrelang keine Steuererkl&auml;rung abgegeben und unter einer Scheinadresse sechs Autos angemeldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC\/Doc~E96FBB4597BCF4D61A9CD9C7CEE90C773~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Recht und Freiheit<\/strong><br>\nDie &ldquo;Sauerland-Gruppe&rdquo; zeigt, wie gut der deutsche Staat gewappnet ist gegen Terroristen. Ohne Vorratsdatenspeicherung. Ohne BKA-Gesetz. Ohne Online-Durchsuchung. Sondern allein durch saubere Polizeiarbeit.- Der Kern der Sauerland-Gruppe waren zwei junge Kerle, die aus disfunktionalen Familien stammten. Au&szlig;enseiter, die auf der Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft nicht zurechtkamen und schlie&szlig;lich in den Bann islamistischer Gewaltprediger gerieten. In deren gewaltt&auml;tiger Perversion des Islam fanden Gelowicz und seine Mitstreiter ihre (selbst)-m&ouml;rderische Berufung. Der Ruf nach neuen Befugnissen f&uuml;r Polizei und Geheimdienste greift aber zu kurz. Wir m&uuml;ssen diese Gruppe junger M&auml;nner in den Blick nehmen, die in der deutschen Gesellschaft des fr&uuml;hen 21. Jahrhunderts nur noch Chancenlosigkeit erblicken. Sie gilt es zu erreichen &ndash; und ihnen eine Alternative aufzuzeigen. Eine erfolgreiche Sozialpolitik ist auch eine erfolgreiche Sicherheitspolitik. Sie ist aber deutlich komplizierter und oft auch teurer als der einseitige Ausbau staatlicher &Uuml;berwachung und Repressionsma&szlig;nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2384052&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gesucht: Rezept gegen eine neue Krise<\/strong><br>\nDie Bundesregierung sucht die Institute aus, die die Gemeinschaftsdiagnose erstellen und damit die Grundlage f&uuml;r die Wirtschaftspolitik legen. Gibt es eine neue wissenschaftliche Politikberatung? Will die schwarz-gelbe Koalition eine breite Debatte mit vielen Denkans&auml;tzen? Oder greift sie auf die Erfahrung der Institute zur&uuml;ck, die die &ldquo;Leitlinien der wirtschaftlichen Entwicklung&rdquo; bislang vorgegeben haben? Diesmal haben sich sechs Institute und Konsortien beworben. Schon in der Vorauswahl ausgeschieden war das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung in Berlin. Die Regierung gibt keine Begr&uuml;ndung ab, doch d&uuml;rfte eine Rolle gespielt haben, dass die Berliner mit der Deutsche Bank Research antreten wollten. &ldquo;Es w&auml;re schwer vermittelbar, wenn sich die Politik in einer Krise von Bankern beraten lie&szlig;e, die von diesen Bankern mit verursacht wurde&rdquo;, sagt IMK-Direktor Horn. Der Direktor des einzigen keynesianisch orientierten Instituts unter den Bewerbern hat in den letzten drei Jahren in einem Konsortium unter F&uuml;hrung des IWH selbst Lehrgeld gezahlt: Im letzten Herbstgutachten hie&szlig; es, die Bundesregierung m&uuml;sse das durch die Rettungspakete gestiegene Staatsdefizit schnell wieder abbauen &ndash; und j&auml;hrlich 12 Milliarden Euro einsparen. Dass die IMK-Experten das f&uuml;r vollkommen kontraproduktiv hielten, taucht nicht einmal als Minderheitenmeinung auf &ndash; denn dazu fehlte die Zustimmung des IWH.<br>\n&ldquo;Wegen un&uuml;berbr&uuml;ckbarer Differenzen haben wir uns getrennt&rdquo;, sagt Horn. Nach den j&uuml;ngsten Erfahrungen k&ouml;nne es in der Wirtschaftspolitik &ldquo;kein ,Weiter so&rsquo; geben&rdquo;. Stattdessen m&uuml;sse man sich der Regulierung der Finanzm&auml;rkte, aber auch der starken weltweiten Ungleichgewichte sowohl bei Einkommen und Verm&ouml;gen als auch in den Leistungsbilanzen annehmen. Nun will das IMK mit dem Wifo und dem National Institute of Economic and Social Research aus London zusammenarbeiten. Die Chancen auf einen Zuschlag sieht Horn so: &ldquo;Wenn die Regierung Pluralit&auml;t fordert, k&ouml;nnen wir das leisten &ndash; besser als die Konkurrenz.&rdquo; Offen sei jedoch, &ldquo;ob das opportun ist&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F03%2F05%2Fa0155&amp;cHash=834347ea21\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neues Buch &uuml;ber Keynes: Robert Skidelsky &ldquo;Keynes f&uuml;r das 21. Jahrhundert&rdquo;<\/strong><br>\nDie marktradikale Chicago-Schule wie der moderate Neokeynesianismus verabschiedeten Keynes&acute; Theorie. An die Stelle makro&ouml;konomischer Konzepte trat nun die Logik individueller Entscheidungen sowie die Theorie &ldquo;rationaler Entscheidungen&rdquo;, die sich angeblich aus der F&auml;higkeit der M&auml;rkte zur Selbststeuerung ergaben. Statt auf die prinzipielle Offenheit und Unsicherheit der Zukunft und damit auch der Aussichten &ouml;konomischen Handelns, wie sie Keynes vertrat, setzte die neoklassische Schule auf die Wahrscheinlichkeit, die sie in komplexen mathematischen Modellen abbildete.<br>\nDie &Ouml;konomen dagegen &ldquo;stehen daneben und schauen zu, wie die Politiker versuchen, aus den Tr&uuml;mmern des Marktsystems zu retten, was noch zu retten ist&rdquo;, schreibt Skidelsky. Sein Fazit ist gnadenlos: Die Krise ist &ldquo;das Resultat des intellektuellen Versagens der wirtschaftswissenschaftlichen Profession&rdquo; und erwies &ldquo;die ungl&uuml;ckselige Nutzlosigkeit des gr&ouml;&szlig;ten Teils der derzeit tonangebenden akademischen monet&auml;ren &Ouml;konomie.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/2383031_Neues-Buch-ueber-Keynes-Ebenso-Philosoph-und-Moralist-wie-oekonom.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich widerspreche allerdings der These, dass die sozialliberale Koalition in Deutschland &bdquo;mit ihrem Latein am Ende&ldquo; war. Es war vielmehr so, dass die Marktradikalen (Lambsdorff, Tietmeyer) schon in der Regierung Schmidt immer mehr die Oberhand gewannen, und dem Keynesianismus (unpr&auml;tenti&ouml;ser: einer aktiven Finanz- und Besch&auml;ftigungspolitik) das Wasser abgruben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zum Beispiel Wittenberge<\/strong><br>\nWittenberge besa&szlig; mal internationale Bedeutung. Hier stand das modernste N&auml;hmaschinenwerk der Welt. Nach der Wende kam f&uuml;r Viele der Absturz &ndash; f&uuml;r manche eine Chance. Wie gehen die Menschen damit um? 28 Soziologen und Ethnologen haben Ihnen beim Leben zugesehen. Man vernimmt in Wittenberge das asynchrone Ticken verschiedener Zeitzonen. Es scheint, als h&auml;tten die Einwohner nach 1989 keine gemeinsame Zeitrechnung mehr gefunden. Im Unterschied zu anderen strukturarmen Gegenden im Westen von Deutschland wiegt in Wittenberge das Gewicht der Vergangenheit schwer. Der Kontrast zum einstigen, sozialistischen &raquo;Wir&laquo; l&auml;sst die heutige Zersplitterung der Gesellschaft umso tiefer und st&auml;rker sp&uuml;rbar werden. Es gibt die Welt der Arbeitslosen, und es gibt r&uuml;stige Rentner mit Goldkettchen, denen die Wende einen Wohlstandsgewinn gebracht hat und die in ihren Einfamilienh&auml;usern am Rande der Stadt sitzen und nur sich selber verstehen. Einer von ihnen dr&uuml;ckt seine Abgrenzung von den Menschen in der Bahnstra&szlig;e so aus: &raquo;Die lassen seit Jahren den Kopf h&auml;ngen, das hilft doch auch nichts.&laquo; Und dann gibt es noch die Gespenster von Wittenberge. Die Guten unter den alten Geistern haben sich still in ein sch&ouml;ngemaltes Damals zur&uuml;ckgezogen. Von Muckefuck und Butterstullen schw&auml;rmt eine &auml;ltere Plattenbaubewohnerin, endlos zitiert sie Texte von DDR-Kinderliedern, die sie sich zur&uuml;ckw&uuml;nscht. F&uuml;r &raquo;ihre&laquo; Langzeitarbeitslosen organisiert sie im Hinterhof Kaffeekr&auml;nzchen. Nur hier sei es noch wie fr&uuml;her, nur hier halte man noch zusammen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/10\/Forschungsprojekt-Wittenberge?page=all&amp;print=true\">ZEIT.de &ndash; Forschungsprojekt Wittenberge<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/10\/Wittenberge-Thesen?page=all&amp;print=true\">ZEIT.de &ndash; Wittenberge Thesen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>W&uuml;nsche am Rande der Stadt<\/strong><br>\nVon hier gingen vor f&uuml;nf Jahren die Unruhen in der Pariser Banlieue aus. Wie sieht es in Clichy-sous-Bois heute aus? Kein Schwimmbad, kein Kino. Doch am meisten fehlt eine gute Verkehrsanbindung nach Paris. Am Tag des Besuchs in Clichy-sous-Bois ist auch Pr&auml;sident Sarkozy in der Banlieue unterwegs, begleitet von einer Delegation des Innen- und Finanzministeriums. Das Programm beginnt mit einem Besuch der Polizeistation von &Eacute;pinay-sur-Seine und endet mit einem runden Tisch in Perreux-sur-Marne. Dort unterbreitet Sarkozy seine Vorstellungen von einer Verbesserung der Situation in der Banlieue: Er will, dass die Zahl der &Uuml;berwachungskameras verdreifacht wird &ndash; derzeit gibt es in Frankreich 22.000 -, und den Drogenhandel bek&auml;mpfen. Mit den W&uuml;nschen der Betroffenen hat dies nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F03%2F04%2Fa0129&amp;cHash=6cd239f98a\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und wo stehen unsere &ldquo;Banlieues&rdquo;?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutschlandtrend: Westerwelle im Sinkflug<\/strong><br>\nFDP-Chef Guido Westerwelle ist bei den Bundesb&uuml;rgern unten durch &ndash; seine Partei legt aber zu. Bei Fragen nach der Hartz-IV-Debatte zeigt sich, dass die Befragten sehr genau differenzieren. Eine Mehrheit von 74 Prozent findet es gut, dass Westerwelle die Diskussion angesto&szlig;en hat, aber die Richtung missf&auml;llt: 55 Prozent sind der Meinung, der Vizekanzler wolle sich auf Kosten der Schwachen in der Gesellschaft profilieren. Der Vorbehalt gegen&uuml;ber die FDP, sie sei eine Partei der sozialen K&auml;lte, hat im Zuge der Hartz-IV-Diskussion wieder an Gewicht gewonnen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2384063&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.infratest-dimap.de\/uploads\/media\/ARD-DeutschlandTREND_Maerz2010.pdf\">Infratest-Dimap [PDF &ndash; 351 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Titel m&uuml;sste eigentlich lauten: Westerwelles Rechnung geht auf. Ein Leser der NDS schrieb dazu: &ldquo;Da es f&uuml;r die Methode &lsquo;nach oben buckeln und nach unten treten&rsquo; vermutlich au&szlig;erhalb der FDP mehr Anh&auml;nger gibt als dass FDP-Anh&auml;nger wegen dieser intoleranten Kampagne ihm verloren gehen, sieht der FDP-Saldo positiv aus.&rdquo; Sowohl im Bund wie auch in NRW hat die FDP seit Westerwelles Hartz-IV-Hetze zugelegt. Auf jeden Fall&nbsp; schl&auml;gt sich die Auffassung, der FDP-Vorsitzende habe sich prim&auml;r auf Kosten der Schwachen in der Gesellschaft profilieren wollen (55 Prozent), nicht in der Bewertung der Diskussion &uuml;ber Hartz-IV nieder. Verantwortlich f&uuml;r dieses Missverh&auml;ltnis ist auch die Reaktion von Politik und Medien, f&uuml;r die Angelas Merkels Vorlage gilt: In der Tonlage falsch, aber inhaltlich richtig. Die kritischen Beitr&auml;ge, die Westerwelle im Einzelnen Fehler nachweisen, sind gewi&szlig; sinnvoll, f&uuml;hren aber am Wesentlichen vorbei. Ausgrenzung von Minderheiten sollte in Deutschland etwas geschichtsbewusster nicht als falscher Ton pr&auml;sentiert werden, sondern als Anfang von Ende eines zivilisierten Deutschlands.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Einsatz ohne Wirkung? Barack Obamas Nahost-Politik<\/strong><br>\nDas Grundproblem der Pr&auml;sidentschaft Barack Obamas besteht darin, dass er zu viele politische Gro&szlig;projekte gleichzeitig anschieben will &ndash; mit dem Ergebnis, dass ihm f&uuml;r jedes einzelne die Kraft, Konzentration und Konsistenz fehlen, die es zu einem erfolgreichen Abschluss braucht. Allein in der Au&szlig;enpolitik reicht die Liste der &ldquo;Priorit&auml;ten&rdquo; vom Krieg in Afghanistan &uuml;ber die Neugestaltung des amerikanisch-russischen Verh&auml;ltnisses bis zum Streit um das iranische Atomprogramm. Hinzu tritt die ambitionierte innenpolitische Agenda. Schon heute verfestigt sich daher das Narrativ vom begnadeten Redner und Vers&ouml;hner, der das gr&ouml;&szlig;te politische Talent seiner Generation war, aber zu fr&uuml;h in h&ouml;chste Verantwortung geriet und es trotz gro&szlig;em Initiativreichtum nicht vermochte, konkrete Ergebnisse und nachhaltige Vorteile f&uuml;r sein Volk zu erzielen &hellip;<br>\nGegenw&auml;rtig jedoch ist die strategische Situation ern&uuml;chternd. Iran ist als eigentlicher Sieger aus den Kriegen Bushs hervorgegangen: Befreit von den Gegnern im Irak und in Afghanistan ist der Weg zur regionalen Vormacht geebnet. Israelis und Pal&auml;stinenser haben sich von Obama abgewendet und sind in ihren Positionen verh&auml;rtet. Andere regionale Akteure halten sich zur&uuml;ck, solange die USA so unbestimmt auftreten. Insgesamt wirkt die amerikanische Nahost-Politik ideenlos, das Land machtpolitisch geschw&auml;cht und der Pr&auml;sident durch die Vielzahl der internationalen und heimischen Herausforderungen abgelenkt. Zugleich wirkt der Einfluss anderer gro&szlig;er M&auml;chte wie China und Russland auf die Region eher kontraproduktiv. Es ist Zeit f&uuml;r Europa, sich st&auml;rker in Nahost zu engagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2010\/09\/Beilage\/004.html\">Das Parlament<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Afghanistan: Freiheit ist kein Ziel mehr<\/strong><br>\nDeutsche Politiker wollen nicht mehr f&uuml;r Menschenrechte, sondern nur noch f&uuml;r westliche Interessen k&auml;mpfen lassen. Eine Bilanz<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F03%2F04%2Fa0133&amp;cHash=e318ba1c21\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zulassungsprobleme dauern an<\/strong><br>\nDie Probleme der Studienplatzvergabe in Numerus-clausus-F&auml;chern dauern an. Nach einer Erhebung der Kultusministerkonferenz (KMK), &uuml;ber die die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtete, waren wegen organisatorischer M&auml;ngel vier Wochen nach Beginn des Wintersemesters im November 2009 immer noch &bdquo;mindestens 18 000 Studienpl&auml;tze&ldquo; in den begehrten Mangelf&auml;chern mit Orts-NC unbesetzt. Laut Bericht sei das System der Zulassung trotz der jetzt erstmals eingesetzten Studienplatzb&ouml;rse zur Nachvermittlung f&uuml;r Studierende wie f&uuml;r Hochschulen weiterhin &bdquo;unbefriedigend&ldquo;. Mit der Studienplatzb&ouml;rse habe sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht verbessert. Die eigentlichen Probleme &ndash; die nichtabgeglichenen Mehrfachbewerbungen und Mehrfachzulassungen sowie die langwierigen Nachr&uuml;ckverfahren &ndash; &bdquo;konnte und kann (die Studienplatzb&ouml;rse) jedoch nicht beheben&ldquo;. Fr&uuml;hestens im Herbst 2011 wird die Computer-Software f&uuml;r die Studienzulassung in NC-F&auml;chern mit dem geplanten &bdquo;dialogorientierten Serviceverfahren&ldquo; via Internet einsatzbereit sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forschung-und-lehre.de\/wordpress\/?p=4040\">Forschung &amp; Lehre<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL<\/strong>: Siehe dazu: <a href=\"?p=4082\">&ldquo;Hochschulzulassung: Vom Versagen der Politik und der Scheu vor Verantwortung&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Reifepr&uuml;fung<\/strong><br>\nSchlechte Nachrichten, die die Deutsche Presse-Agentur da heute Morgen um 5.30 Uhr unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Jeder zweite Schulabg&auml;nger &lsquo;nicht ausbildungsreif'&rdquo; verk&uuml;ndet hat.<br>\nDoch es reich nicht immer aus, wenn einem so ein Entwurf vorliegt &mdash; man muss ihn auch verstehen. Und das ist gar nicht so einfach, wie ein Sprecher des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung uns gegen&uuml;ber zugab.<br>\nDer Journalist von dpa habe einfach die Zahl aller Schulabg&auml;nger aus dem Jahr 2008 mit der Zahl der Eintritte in sogenannte berufsgrundbildende Ma&szlig;nahmen verglichen und war so auf einen Wert von 47,3% gekommen. &Uuml;bersehen hatte er dabei aber, dass diese Ma&szlig;nahmen auch von Abg&auml;ngern anderer Jahrg&auml;nge in Anspruch genommen werden k&ouml;nnen, dass sie mehrfach besucht (und dann auch mehrfach gez&auml;hlt) werden k&ouml;nnen und dass sie teilweise von &ldquo;ausbildungsreifen&rdquo; Jugendlichen zur Qualifikationsverbesserung genutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/16782\/die-reifepruefung\/\">BildBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers GK:<\/strong> Beim Lesen des kompletten BILDblog-Beitrags fragt man sich unwillk&uuml;rlich: Ist Unwissenheit und Unf&auml;higkeit unserer Medien die Ursache f&uuml;r die Falschinterpretation des Datenmaterials oder steckt Absicht dahinter? Fakt ist, dass die Sch&ouml;nf&auml;rberei der Situation auf dem Lehrstellemarkt seit der Diskussion um die Einf&uuml;hrung einer Ausbildungsplatzabgabe f&uuml;r nicht ausbildungswillige Unternehmen einhergeht mit einer permanenten Schuldzuweisung an die angeblich in gro&szlig;en Teilen &ldquo;dummen&rdquo; Schulabg&auml;nger. Der Gro&szlig;teil unserer Medien bet&auml;tigte sich w&auml;hrend der Debatte um die Einf&uuml;hrung einer Ausbildungsplatzabgabe als unkritischer Lautsprecher der Wirtschaftsverb&auml;nde sowie von Union und FDP.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Prix Pantheon 2010: Preistr&auml;ger in der Kategorie &rdquo;Reif und Bekloppt&rdquo;: Georg Schramm<\/strong><br>\nZornig und wortgewaltig ist Georg Schramm mittlerweile der gro&szlig;e Moralist und Humanist des aktuellen deutschen Kabaretts. Hinter seinen Attacken gegen den allumfassenden Schlendrian und die Verwurstung unserer &Uuml;berzeugungen in der Politik scheint der kategorische Konjunktiv einer Gesellschaft auf, die gerecht und solidarisch gestaltet ist. Jeder seiner Auftritte ger&auml;t zu einer w&uuml;tenden Abrechnung &ldquo;mit den Hampelm&auml;nnern, die uns Politik vorspielen d&uuml;rfen&rdquo;, und l&auml;sst in uns die Hoffnung keimen, dass politisches Kabarett tats&auml;chlich etwas bewirken m&ouml;ge! &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pantheon.de\/prix\/SchrammGeorg.htm\">Prix Pantheo<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Sozialere EU; Memorandum; Griechenland; Deutschlands Sparsamkeit; abw&auml;rts mit der Deutschen Bank; Bahn: Kein Geld f&uuml;r Strecken; Frauenerwerbsarbeit in Ostdeutschland; Nebent&auml;tigkeiten; umstrittene Verfassungsrichterin; Rezept gegen neue Krise gesucht; Keynes f&uuml;r das 21.Jahrhundert; Stadtr&auml;nder; Westerwelles Sinkflug; Obamas Einsatz ohne Wirkung; Freiheit ist in Afghanistan kein Ziel mehr; Hochschulzulassungschaos dauert an; nicht ausbildungsf&auml;hig;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4696\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4696","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4696"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4696\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4699,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4696\/revisions\/4699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}