{"id":46973,"date":"2018-11-11T09:00:53","date_gmt":"2018-11-11T08:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973"},"modified":"2018-11-09T13:45:34","modified_gmt":"2018-11-09T12:45:34","slug":"hinweise-der-woche-87","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h01\">Iran-Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h02\">Migration &ndash; Zeichen von Freiheit oder zu bek&auml;mpfendes &Uuml;bel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h03\">Merz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h04\">Blackrock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h05\">Wirtschaftsweise wollen soziale Spaltung vertiefen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h06\">Big Business mit Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h07\">Der Spagat: Die deutsche Asienpolitik zwischen Kommerz und Geostrategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h08\">Brasiliens neuer Pr&auml;sident Bolsonaro ist ein Nazi &ndash; h&ouml;ren wir ihm kurz zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h09\">Bis zu 18 Monate im Lkw: So werden Fahrer in Europa ausgebeutet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h10\">Warum Forderungen nach einem h&ouml;heren Mindestlohn wohlfeil sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h11\">Teilhabechancen-Gesetz: &bdquo;Endlich wird etwas getan f&uuml;r die Langzeitarbeitslosen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h12\">Vereinte Nationen kritisieren Deutschland f&uuml;r Hartz-IV-Regime<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h13\">Das M&auml;rchen von den teuren Alten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973#h14\">Scholz streicht Milliarden: Groko verschiebt Ausbau von Ganztagsschulen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Iran-Sanktionen <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Unsichtbare &Ouml;ltanker<\/strong><br>\nIran will US-Sanktionen umgehen. Ausnahmen f&uuml;r acht L&auml;nder<br>\nDie USA nehmen acht Staaten vor&uuml;bergehend von den selbstherrlich verh&auml;ngten Strafma&szlig;nahmen wegen Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran aus. Washington werde Importe iranischen &Ouml;ls durch Italien, Griechenland, die T&uuml;rkei, China, Taiwan, Indien, Japan und S&uuml;dkorea zun&auml;chst nicht bestrafen, sagte US-Au&szlig;enminister Michael &raquo;Mike&laquo; Pompeo am Montag in Washington. &raquo;Wir setzen unsere Anstrengungen fort, alle Nationen auf null zu bekommen.&laquo; Die befristeten Ausnahmen seien &raquo;besonderen Umst&auml;nden&laquo; dieser L&auml;nder und dem &Ouml;lmarkt geschuldet. Mehr als 20 Staaten h&auml;tten ihre &Ouml;limporte aus dem Iran bereits beendet. &raquo;Das Regime hat seit Mai mehr als 2,5 Milliarden Dollar an &Ouml;lums&auml;tzen verloren.&laquo;<br>\nDie USA hatten am Montag ihre bislang gravierendsten Wirtschaftsbeschr&auml;nkungen gegen die Islamische Republik in Kraft gesetzt. Sie sollen vor allem die &Ouml;lindustrie, den Banken- und Finanzsektor sowie die Transportbranche mit den wichtigen H&auml;fen treffen. Teheran reagierte darauf mit der Ank&uuml;ndigung, die &raquo;illegalen und ungerechten Sanktionen mit Stolz umgehen&laquo; zu wollen, &raquo;weil sie gegen internationale Regeln versto&szlig;en&laquo;. Pr&auml;sident Hassan Rohani warf Washington am Montag in einer Fernsehansprache vor, einen Wirtschaftskrieg gegen sein Land zu f&uuml;hren. &raquo;Ich denke, dass in der Geschichte Amerikas noch nie jemand im Wei&szlig;en Haus gesessen hat, der so gegen Gesetze und internationale &Uuml;bereinkommen war.&laquo;<br>\nDerweil haben sich Irans &Ouml;ltanker seit Ende Oktober &raquo;unsichtbar gemacht&laquo;. Sie sind vom Radar verschwunden, weil s&auml;mtliche Schiffe ihre Transponder abgeschaltet haben, mit denen ihre Bewegungen normalerweise verfolgt werden k&ouml;nnen. Wer ihren Kurs nun &uuml;berwachen will, muss dies &uuml;ber Satellitenbilder tun.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump hatte den Ausstieg seines Landes aus dem 2015 unterzeichneten Atomabkommen mit Teheran erkl&auml;rt und will den Iran zu neuen Verhandlungen &uuml;ber einen neuen Vertrag zwingen, der auch das Raketenprogramm beschr&auml;nkt und milit&auml;rische Aktivit&auml;ten Teherans in den Nachbarl&auml;ndern beendet. Rohani lehnte neue Verhandlungen jedoch ab, solange die USA nicht zu dem bestehenden Abkommen zur&uuml;ckgekehrt seien. &raquo;Respektiert erst die Verhandlungen, die wir abgeschlossen haben, so dass es eine Basis f&uuml;r neue Verhandlungen gibt&laquo;, sagte der iranische Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/342993.us-sanktionen-gegen-iran-unsichtbare-%C3%B6ltanker.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Wehrlos gegen Trump &ndash; Wehrhaft mit Maa&szlig;en?<\/strong><br>\nUnd es hat psscht gemacht. So w&uuml;rde man in Frankreich die Nicht-Reaktion der EU auf die US-Sanktionen gegen Iran umschreiben. Aus Br&uuml;ssel kam nichts als hei&szlig;e Luft &ndash; Europa ist wehrlos und l&auml;sst sich von US-Pr&auml;sident Trump vorf&uuml;hren.<br>\nTrump verband die &ldquo;h&auml;rtesten Sanktionen aller Zeiten&rdquo; (Eigenlob) n&auml;mlich mit Ausnahmen f&uuml;r Italien und Griechenland. Beide EU-L&auml;nder d&uuml;rfen weiter &Ouml;l aus Iran importieren, ohne US-Sanktionen f&uuml;rchten zu m&uuml;ssen.<br>\nF&uuml;r alle anderen hingegen gelten strikte Beschr&auml;nkungen, die sogar mit Hilfe des Finanzdienstleisters SWIFT durchgesetzt werden sollen. Dabei sitzt SWIFT nicht in Washington, sondern in Br&uuml;ssel &ndash; und untersteht EU-Recht!<br>\nDoch aus Br&uuml;ssel kam keine Reaktion. Die EU-Kommission verwies lediglich auf ein Statement der EU-Au&szlig;envertreterin Mogherini vom letzten Freitag. Darin bekennt sich die EU nochmals zum Atomabkommen mit Iran.<br>\nDie versprochene Zweckgesellschaft zur Abwicklung von Gesch&auml;ften mit Iran hingegen l&auml;sst auf sich warten. Und ein &ldquo;europ&auml;isches SWIFT&rdquo;, das Au&szlig;enminister Maas mal angedacht hatte, ist auch nicht in Sicht.<br>\nDie EU geht schweigend und wehrlos in den gr&ouml;&szlig;ten au&szlig;enpolitischen Konflikt seit dem Irak-Krieg. Von einem &ldquo;Europa, das sch&uuml;tzt&rdquo; (Juncker) und einem &ldquo;souver&auml;nen Europa&rdquo; ist nichts zu sehen.<br>\nWir haben uns nicht einmal &ldquo;ein St&uuml;ck weit unabh&auml;ngiger&rdquo; gemacht, wie Merkel versprochen hatte. Dabei h&auml;ngt von dem Atomabkommen mit Iran &ndash; folgt man der offiziellen EU-Doktrin &ndash; nicht weniger als die Sicherheit Europas ab&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/wehrlos-gegen-trump-mit-maassen\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Europ&auml;ische Maulhelden<\/strong><br>\nDie neuen US-Strafma&szlig;nahmen gegen Teheran sind in Kraft. Die EU tut nichts &ndash; die Angst vor dem Zorn der Amerikaner ist zu gro&szlig;.<br>\n(&hellip;) Die geplante Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle &ndash; SPV), die den Handel mit Iran am US-Finanzsystem vorbei organisieren sollte, ist nicht einsatzbereit. Der Grund sagt eigentlich alles: Es findet sich kein EU-Land, das der SPV als Hauptsitz dienen will. Die Angst, den Zorn der Amerikaner auf sich zu ziehen, ist gr&ouml;&szlig;er als der Wille, das Atomabkommen zu retten. W&auml;hrend Trump handelt, stehen die Europ&auml;er als Maulhelden da.<br>\nDer mangelnde Mut kann ziemlich ungem&uuml;tliche Folgen haben. Nicht nur wird Washington die Europ&auml;er au&szlig;enpolitisch noch weniger ernst nehmen als bisher schon &ndash; auch jenseits des Konflikts um den Atomdeal. Auch die iranische Regierung wird nicht mehr glauben, dass Europa den US-Sanktionen noch etwas entgegensetzen kann.<br>\n(&hellip;) Im schlimmsten Fall k&ouml;nnte ein gescheitertes Nuklearabkommen dazu f&uuml;hren, dass der Iran auch den Atomwaffensperrvertrag aufk&uuml;ndigt. Denn den Moderaten in Teheran gehen die Argumente aus, w&auml;hrend die Hardliner schon immer gesagt haben, dass die Kompromisse beim Nuklearprogramm ein Fehler waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-US-Sanktionen-gegen-Iran\/%215544523\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Haut endlich mal auf den Tisch!<\/strong><br>\nLiebe Freunde, deutschen Firmen drohen existenzgef&auml;hrdende US-Sanktionen, wenn sie weiter mit Iran Handel treiben. Das ist, wie wenn Deutschland US-Firmen rauswerfen w&uuml;rde, nur weil sie Gesch&auml;fte mit L&auml;ndern machen, die uns nicht gefallen. Die US-Drohungen gegen deutsche Unternehmen sind ein massiver v&ouml;lkerrechtswidriger Eingriff in die Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands. Die Bundesregierung nimmt ihn viel zu unterw&uuml;rfig hin. Wir sind nicht der Scho&szlig;hund der USA.<br>\nDie Instabilit&auml;t im mittleren Osten ist Schuld der USA<br>\nDie USA wollen mit ihren v&ouml;lkerrechtswidrigen Sanktionen angeblich die Instabilit&auml;t im Mittleren Osten und den gestiegenen Einfluss des Iran verringern. Doch an beidem sind sie selber schuld. Sie haben den Mittleren Osten angez&uuml;ndet. Und den Iran seit 2003 durch unglaubliche strategische Eseleien st&auml;ndig gest&auml;rkt:\n<ul>\n<li>2003 haben sie durch ihren kriminellen Krieg gegen den Irak das gr&ouml;&szlig;te strategische Gegengewicht zu Iran, Saddam Hussein, beseitigt. Und den Irak an die Seite des Iran getrieben.<\/li>\n<li>Durch milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung auch terroristischer Bewegungen in Syrien haben sie ab 2011 Assad in die Arme des Irans (und Russlands) getrieben.<\/li>\n<li>Das Gleiche gilt f&uuml;r den Jemen. Einer der Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r die Anlehnung der Huthis an den Iran ist die massive Mitwirkung der USA an den saudischen Bombenangriffen und an der m&ouml;rderischen Hungerblockade gegen den Jemen seit 2015.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Iran, aus dem ich gerade zur&uuml;ckgekehrt bin, ist &bdquo;kein Waisenknabe&ldquo;, kein demokratisches Musterland. Aber er ist friedliebender als die USA. Er hat anders als die USA seit fast 300 Jahren kein anderes Land angegriffen. Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r den Weltfrieden sind die USA selbst.<br>\nDer Bruch des Nuklear-Abkommens durch die USA ist ein Schlag gegen die gesamte internationale Abr&uuml;stungspolitik<\/p>\n<ol>\n<li>Saddam Hussein r&uuml;stete auf Druck der USA ab. Als er keine gef&auml;hrlichen Waffen mehr hatte, &uuml;berfielen die USA sein Land.<\/li>\n<li>Gaddafi gab auf Wunsch der USA sein Atomprogramm auf. Als er abger&uuml;stet hatte, fielen die USA und Frankreich auch &uuml;ber ihn her.<\/li>\n<li>Iran unterwarf sein ziviles Nuklearprogramm auf Forderung der USA den weltweit sch&auml;rfsten Kontrollen. Als Antwort verh&auml;ngen die USA gegen Iran nun die &bdquo;sch&auml;rfsten Sanktionen aller Zeiten&ldquo;. Das ist hinterh&auml;ltig.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Welches Land der Welt wird nach all diesen Wortbr&uuml;chen der USA noch bereit sein, echte Abr&uuml;stungsvertr&auml;ge mit den USA zu schlie&szlig;en? M&ouml;glicherweise keines. Das ist nicht gut so.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JuergenTodenhoefer\/?__tn__=%2CdkC-R&amp;eid=ARDQB1Nl-0jK2NAZMobO2ajM6Bm5duow11slSPeLVcEffM_mzCmiY6MPr23OMhbwfJCAfmPJoRM6QMfS&amp;hc_ref=ARTsiT9TpkDnQBvbFPbAXREQkZSGem0XOEFG0Q8zKB5MH-Z-hmmSfQzy8-XnDSrzReI&amp;fref=nf\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Migration &ndash; Zeichen von Freiheit oder zu bek&auml;mpfendes &Uuml;bel<\/strong><br>\nEs sollten auch die Stimmen der Menschen aus dem globalen S&uuml;den und der europ&auml;ischen Peripherie geh&ouml;rt werden, die sich kritisch zur Migration &auml;u&szlig;ern und auf die Folgen f&uuml;r die Betroffenen und ihre Herkunftsl&auml;nder hinweisen.<br>\n&ldquo;Es ist nicht Europa, das uns ein Leben in W&uuml;rde schuldet, sondern mein Land.&rdquo; Dieser Satz steht &uuml;ber einem Essay von Saikou Suwareh Jabai. Dort bringt der gambische Journalist einige Argumente in die Debatte um Migration ein, die sich manche der &ldquo;Refuge Welcome&rdquo;-Bewegung doch einmal durch den Kopf gehen lassen sollten.<br>\nEr schildert dort die ganz individuellen Folgen der Migration am Beispiel seiner beiden Br&uuml;der:<br>\n&bdquo;Meine beiden Br&uuml;der wurden aus Spanien und Italien insgesamt viermal zur&uuml;ck nach Marokko deportiert. Jedes Mal hatten sie geglaubt, es nun endlich geschafft zu haben, und jedes Mal waren sie unendlich frustriert. Der J&uuml;ngere, Abdou, entschloss sich nach zw&ouml;lf Jahren vergeblicher Versuche zur&uuml;ckzukehren. Der andere, Amfaal, reist bis heute zwischen verschiedenen nordafrikanischen Staaten hin und her.&ldquo;<br>\nUnd er beschreibt die Geschehnisse aus der Perspektive des kleinen Bruders, der zur&uuml;ckbleiben musste:<br>\n&bdquo;Auch ich habe unz&auml;hlige Male daran gedacht zu gehen, aber ich blieb, weil sonst niemand mehr &uuml;briggeblieben w&auml;re, um sich um die Eltern zu k&uuml;mmern. Irgendwann wurde mir klar, dass ich es mit meinen F&auml;higkeiten und der richtigen Ausbildung auch in Gambia schaffen k&ouml;nnte, f&uuml;r mich und meine Familie zu sorgen. Ich wollte nicht mein Leben riskieren f&uuml;r eine Reise, die im Grunde eine Selbstmordmission ist.&ldquo;<br>\nEr entschlie&szlig;t sich, nicht dem Beispiel seiner Br&uuml;der und vieler Gleichaltriger zu folgen, auch aus Verantwortung gegen&uuml;ber seinen Verwandten.<br>\n&bdquo;In all diesen Jahren ging ich in meinem Dorf noch zur Schule; meine Kindheit war gepr&auml;gt von dem Unbehagen, meine Br&uuml;der nicht um mich zu haben. Noch viel schwieriger fand ich es, nichts von ihnen zu h&ouml;ren, w&auml;hrend zugleich t&auml;glich neue Nachrichten von gesunkenen Booten und steigenden Zahlen toter Migranten auftauchten, deren Identit&auml;t nirgendwo dokumentiert ist.&ldquo;<br>\nDamit spricht Jabai eine wichtige Frage an, die bei vielen aus der &ldquo;Refugee Welcome&rdquo;-Bewegung meistens ausgespart wird. Welche Folgen hat denn eine Migration vor allem junger gut ausgebildeter Menschen f&uuml;r deren Herkunftsl&auml;nder? Was hat sie f&uuml;r Folgen f&uuml;r die, die zu alt, zu schwach und zu krank zum Migrieren sind? &hellip;<br>\nNun f&auml;llt auf, dass Jabei kaum Kritik an den europ&auml;ischen L&auml;ndern &uuml;bt. Das ist verst&auml;ndlich, weil er eben die Verantwortung der Regierungen der afrikanischen L&auml;nder anspricht, die alles, was schlecht in ihren L&auml;ndern l&auml;uft, oft auf den Kolonialismus und die fortdauernde Ausbeutung des afrikanischen Kontinents schieben und das eigene Verstricktsein in dieses System ausblenden.<br>\nTrotzdem ist festzuhalten, dass neben den oft autorit&auml;ren Eliten der verschiedenen afrikanischen L&auml;nder eben die neokolonialistischen Beziehungen ein Haupthindernis f&uuml;r eine selbstst&auml;ndige Entwicklung des afrikanischen Kontinents sind. Daf&uuml;r gibt es viele Beispiele und sie auszuf&uuml;hren, dauert lange.<br>\nDa k&ouml;nnte man beschreiben, wie afrikanische L&auml;nder als M&uuml;llhalde des globalen Nordens benutzt, wie Meere vor dem afrikanischen Kontinent leergefischt werden, wie ungerechte Vertr&auml;ge daf&uuml;r sorgen, dass die L&auml;nder unterentwickelt gehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Migration-Zeichen-von-Freiheit-oder-zu-bekaempfendes-Uebel-4210708.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie das Ausw&auml;rtige Amt dem Volk den Migrationspakt sch&ouml;nl&uuml;gt<\/strong><br>\nDas f&uuml;r den UN-Migrationspakt in Deutschland federf&uuml;hrende Au&szlig;enministerium unter Heiko Maas (SPD) verteidigt den Migrationspakt gegen Kritik. Damit &auml;u&szlig;ert die Regierung sich immerhin kurz vor Unterzeichnung einmal zu diesem UN-Gro&szlig;projekt. Die Behauptungen, die sie zu dessen Verteidigung vorbringt, sind jedoch bestenfalls irref&uuml;hrend.<br>\nDie Nachrichtenagentur Reuters berichtet, mit Blick auf Kritik der AfD habe ein Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amts am Freitag in Berlin gesagt, wer sich die M&uuml;he mache, den Pakt anzusehen, werde feststellen, &ldquo;dass hier &Auml;ngste gesch&uuml;rt werden auf Basis einer politischen Erkl&auml;rung, die so nicht zu rechtfertigen sind&rdquo;. Der Pakt formuliere Ziele. Wie sie umgesetzt w&uuml;rden, stehe den Mitgliedsstaaten offen. Dies gelte etwa, wenn es darum gehe, zur Bek&auml;mpfung illegaler Migration M&ouml;glichkeiten f&uuml;r legale Migration zu schaffen. &rdquo;<br>\nDas ist irref&uuml;hrend. Erst einmal ist im Pakt nirgends von illegaler Migration oder gesetzwidriger Migration die Rede, sondern nur von &bdquo;irregul&auml;rer&ldquo; Migration. Das klingt freundlicher und kommt nicht von ungef&auml;hr, denn Gesetzes&uuml;bertretungen w&uuml;rden Sanktionen nahelegen, die der Pakt aber vermieden sehen will. Wichtiger ist: Die Schaffung von mehr (!) M&ouml;glichkeiten f&uuml;r legale Migration wird nicht vorrangig mit der Bek&auml;mpfung illegaler (irregul&auml;rer) Migration begr&uuml;ndet, sondern vor allem mit den gro&szlig;en Vorteilen, die Migration angeblich f&uuml;r alle Beteiligten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1060-aa-migrationsabkommen\">Norbert Haering<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merz <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eingefleischter Atlantiker will Nachfolger von Merkel werden<\/strong><br>\nDer heutige Konzern-Verwaltungsrat Friedrich Merz rief dazu auf, sich klar auf die Seite der USA zu stellen.<br>\n&laquo;Nur die USA k&ouml;nnen dank ihrer milit&auml;rischen St&auml;rke die Freiheit verteidigen und f&uuml;r die Weltordnung sorgen&raquo;, hatte der fr&uuml;here CDU-Politiker und heutige Aufsichtsratspr&auml;sident von Blackrock und Verwaltungsrat des AXA Versicherungskonzerns am 1. September 2016 an einem Impuls-Ap&eacute;ro in Bern erkl&auml;rt. Um dem &laquo;asiatischen Vordringen&raquo; zu begegnen, m&uuml;sse Europa mit den USA unbedingt das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP abschliessen. Dies sei f&uuml;r das Verh&auml;ltnis mit den USA der &laquo;Lackmustest&raquo;. (&hellip;)<br>\nNeben dem islamischen Terrorismus, dessen &laquo;Ursachenbek&auml;mpfung fast nicht m&ouml;glich&raquo; sei, bezeichnete Merz als gr&ouml;sste Gefahren das &laquo;zunehmend aggressive China&raquo; und &laquo;Russland mit seinen immer dreister werdenden Angriffen auf Datennetze&raquo;. Dass die USA im Ausland das Gleiche tun, erw&auml;hnte Merz nicht.<br>\nEs ist das Weltbild eines kalten Kriegers. Verbreitet wird es von der Nato und vom milit&auml;risch-industriellen Komplex, vor dem schon US-Pr&auml;sident Dwight D. Eisenhower im Jahr 1961 gewarnt hatte, und der heute auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einen noch viel st&auml;rkeren Einfluss aus&uuml;bt als damals.<br>\nObwohl die USA milit&auml;risch um ein Vielfaches st&auml;rker sind als Russland oder China, werden deren Gefahren heraufbeschworen.<br>\nObwohl die USA im Cyber-Krieg f&uuml;hrend sind, werden vermutete Cyberangriffe aus Russland oder China als einseitige Aggression dargestellt.<br>\nWenn der Westen das Gleiche tut wie Russland oder China, ist es gut und gerechtfertigt, weil es beim Westen angeblich um die Freiheit auf der ganzen Welt geht und bei den andern um Diktatur.<br>\nV&ouml;lkerrechtswidrige Kriege der USA im Irak oder in Syrien oder &ndash; mit sehr aktiver Unterst&uuml;tzung der USA &ndash; der Saudis in Jemen oder der T&uuml;rken in Syrien und im Irak werden anders eingestuft und bewertet als die v&ouml;lkerrechtswidrige R&uuml;cknahme der Krim mit der mehrheitlich russisch-gesinnten Bev&ouml;lkerung oder das v&ouml;lkerrechtswidrige Besetzen kleiner Inseln von China.<br>\nDas im Westen mit Nato-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkten umzingelte Russland und das im S&uuml;den und Osten ebenfalls milit&auml;risch umzingelte China sollen sich vom Westen nicht bedroht f&uuml;hlen. China und Russland sollen es gef&auml;lligst den USA &uuml;berlassen, &laquo;f&uuml;r die Weltordnung zu sorgen&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesellschaft\/Merz-Ein-kalter-Krieger-will-Nachfolger-von-Merkel-werden\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><strong>Mann der Moneten &ndash; Friedrich Merz<\/strong><br>\nBerater, Bevollm&auml;chtigter, Beaufsichtiger: Friedrich Merz hat seit seinem Abschied aus der aktiven Politik &Auml;mter und Mandate geh&auml;uft. Damit soll Schluss sein, wenn er an der CDU-Spitze steht. Auf dem Weg dorthin, wird es wohl aber noch etliche Fragen geben.<br>\n5000 Euro am Tag. Das war das Honorar von Friedrich Merz, als er &ldquo;Ver&auml;u&szlig;erungsbevollm&auml;chtigter&rdquo; f&uuml;r die mit massiven Staatshilfen gest&uuml;tzte Landesbank WestLB war. Es war einer von vielen Top-Jobs in der Privatwirtschaft, die Merz in den vergangenen Jahren innehatte &ndash; und innehat. Seit seinem Abschied aus der aktiven Politik 2009 legte er eine erfolgreiche Karriere hin: Merz, der Multifunktion&auml;r und Netzwerker.<br>\nDer heute 62 Jahre alte Jurist arbeitet bereits seit 2005 im D&uuml;sseldorfer B&uuml;ro der international t&auml;tigen Kanzlei Mayer Brown. Merz ber&auml;t dort nach Angaben der Kanzlei Unternehmen bei Fusionen, zu seinen Mandanten z&auml;hlen &ldquo;zahlreiche Dax-Unternehmen und internationale Konzerne&rdquo;. Merz hat daneben zahlreiche Posten inne: Er ist Chef des Aufsichtsrats beim Verm&ouml;gensverwalter Blackrock Deutschland und f&uuml;hrt auch den Aufsichtsrat des Arnsberger Unternehmens Wepa, das etwa Toilettenpapier herstellt.<br>\nAu&szlig;erdem leitet Merz das Kontrollgremium des Flughafens K&ouml;ln-Bonn und ist Aufsichtsratsmitglied bei der Privatbank HSBC Deutschland. Er sitzt zudem im Verwaltungsrat des Schweizer Zugbauers und Siemens-Konkurrenten Stadler Rail. Merz ist also bestens vernetzt. Seine Aufsichtsratsmandate will er dem Vernehmen nach niederlegen, sollte er im Dezember zum neuen CDU-Vorsitzenden gew&auml;hlt werden.<br>\nEiner der Posten von Merz, die nun vor allem in die Schlagzeilen kommen, ist der als Aufsichtsratschef beim deutschen Ableger von Blackrock. Die weltgr&ouml;&szlig;te Fondsgesellschaft hat eine enorme Macht an den Finanzm&auml;rkten. Kritiker wie die Journalistin Heike Buchter (&ldquo;Die Zeit&rdquo;), die 2015 das Buch &ldquo;Blackrock &ndash; Eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld&rdquo; ver&ouml;ffentlichte, betrachten das Unternehmen mit Sitz in New York als Gefahr f&uuml;r die Weltwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-vielen-lukrativen-Jobs-des-Friedrich-Merz-article20701977.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bereits vom Mai dieses Jahres aber aktueller denn je. Und es ist absurd, ein lupenreiner Lobbyist des gr&ouml;&szlig;ten Finanzinvestors der Welt wird von interessierten Kreisen bereits als zuk&uuml;nftiger Bundeskanzler gehandelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum Geldverdienen in Deutschland ein Makel ist<\/strong><br>\nIst Friedrich Merz wirklich der Abgesandte des b&ouml;sen US-Finanzkapitalismus? Wenn Politiker mal Geld in der Wirtschaft verdient haben, macht das viele Deutsche automatisch misstrauisch. Dabei ist das v&ouml;llig ungerecht.<br>\nFriedrich Merz also will CDU-Chef werden, wom&ouml;glich auch Kanzler. Und das gr&ouml;&szlig;te Hindernis auf seinem Weg liegt dabei offenbar nicht darin, dass seine Gegenkandidaten Annegret Kamp-Karrenbauer und Jens Spahn &uuml;berm&auml;chtig w&auml;ren. Sondern in dem Umstand, dass Merz die vergangenen Jahre Geld in der &ldquo;freien Wirtschaft&rdquo; verdient hat, vor allem als Aufsichtsratschef des US-Verm&ouml;gensverwalters Blackrock.<br>\nSeit Merz sein Comeback lanciert hat, tobt in Internetforen, den sozialen Medien und teilweile auch in klassischen Medien der Furor. Setze sich Merz durch, unterw&uuml;rfen sich die st&auml;rkste Partei des Landes und wom&ouml;glich auch die Regierung den Interessen eines obskuren Anlagefonds aus New York, hei&szlig;t es.<br>\nWie genau das geschehen und was dann passieren soll, wird nicht klar. Aber die Meinungen sind gefestigt, querbeet durch die politische Landschaft. So tief kann der Riss in der Gesellschaft gar nicht sein, als dass man sich nicht darauf einigen k&ouml;nnte, dass alles, was irgendwie nach viel Geld riecht, per se verwerflich ist. Wer diese Meinung nicht teilt, ist naiv oder ein von der Finanzlobby gekaufter Claqueur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/friedrich-merz-warum-geldverdienen-in-deutschland-ein-makel-ist-a-1236554.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> dieser Kommentar ist ein reines Propagandast&uuml;ck. Es soll Merz und Blackrock reinwaschen. Es wird der Eindruck erweckt, Blackrock verhalte sich halt so wie andere Anleger. Das ist falsch. Die NachDenkSeiten haben schon vor l&auml;ngerer Zeit darauf hingewiesen, dass Blackrock seine besondere Gr&ouml;&szlig;e und Macht ausspielt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>ARD-aktuell macht dem Merz die R&auml;uberleiter<\/strong><br>\nF&uuml;r den Bewerber um den CDU-Vorsitz wird der Rote Teppich ausgerollt \/ ARD-aktuell missachtet ihre gesetzlichen Programmrichtlinien<br>\nDie Tagesschau und ihre Geschwistersendungen der ARD-aktuell bew&auml;hren sich derzeit als Steigb&uuml;gelhalter des Finanzmanagers Friedrich Merz bei dessen Bewerbung um den CDU-Vorsitz. Er ist als Vorsitzender des Vereins &bdquo;Atlantik-Br&uuml;cke&ldquo; ein Wassertr&auml;ger der USA und der Geldaristokratie; ein Transatlantiker par excellence, verbr&uuml;dert im Geiste mit ARD-Repr&auml;sentanten wie dem Tagesthemen-Moderator Zamperoni, Tina Hassel, dem WDR-Intendanten Buhrow, WDR-Fernsehprogrammdirektor Sch&ouml;nenborn und dem BR-Intendanten Wilhelm, die wie viele andere namhafte Figuren des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks Atlantikbr&uuml;cken-Vereinsmitglieder sind. Zwar schreibt das Gesetz dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk vor, in seinem Informationsangebot die Grunds&auml;tze der Unabh&auml;ngigkeit und Objektivit&auml;t zu wahren, seine Nachrichtensendungen parteipolitisch neutral zu gestalten, der Wahrheit verpflichtet, um Vollst&auml;ndigkeit bem&uuml;ht. Im Falle Merz praktiziert der Laden jedoch wieder einmal parteipolitische Vetternwirtschaft.<br>\nKanzlerin Angela Merkel hatte nach der Serie von Wahlschlappen ihrer Partei am 29. Oktober &ouml;ffentlich erkl&auml;rt, auf dem CDU-Parteitag im Dezember nicht noch einmal f&uuml;r den Vorsitz kandidieren zu wollen. Schon vorher waren mehrere Bewerber um das Parteiamt bekannt. Die ARD-aktuell nannte in ihren ersten Sendungen nach dem Merkel-Auftritt aber nur zwei, beide politische Funktionstr&auml;ger: CDU-Generalsekret&auml;rin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn. Die hatten nun flugs ebenfalls &bdquo;ihren Hut in den Ring geworfen.&ldquo; Die Scheinsachlichkeit w&auml;hrte allerdings nur Stunden. Noch gleichentags brachte die Tagesschau wie alle anderen Mainstreammedien einen Nachfolgekandidaten &bdquo;ins Gespr&auml;ch&ldquo;: Friedrich Merz. Der hatte sich zwar bis dahin noch gar nicht als Bewerber gemeldet, aber offenbar schon viele Wochen zuvor partei- und medieninterne Strippen gezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2018\/11\/02\/ard-aktuell-macht-dem-merz-die-raeuberleiter\/\">Friedhelm Klinkhammer und Volker Br&auml;utigam<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Blackrock<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Blackrock-Kapitalismus<\/strong><br>\nDas neue transatlantische Finanzkartell (&hellip;)<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te dieser Finanzinvestoren hei&szlig;t Blackrock, der &bdquo;schwarze Fels&ldquo;. Sein Gr&uuml;nder Laurence Fink gilt als Initiator jener angeblichen &bdquo;Wertpapiere&ldquo;, die aus verbrieften, also von den Banken weiterverkauften und dann geb&uuml;ndelten Immobilienkrediten gebildet werden. Diese von Fink mitentwickelten Finanzspekulationen verhalfen Blackrock zu seinem ersten gro&szlig;en Sprung. Sie f&uuml;hrten 2007 zum Bankrott der traditionellen westlichen Banken, der sogenannten Finanzkrise. Das verwaltete Verm&ouml;gen von Blackrock schnellte in dieser Zeit rapide in die H&ouml;he &ndash; von etwa 300 Mrd. US-Dollar im Jahre 2004 auf 1,3 Billionen im Jahre 2008.<br>\nDer n&auml;chste gro&szlig;e Sprung gelang Blackrock in den zwei Jahren seit der &bdquo;Abwicklung&ldquo; der Finanzkrise. Die US-Regierung unter Pr&auml;sident Barack Obama beauftragte Blackrock damals, bankrotte Banken und Versicherungen mit Steuergeldern zu retten, beispielsweise den Versicherungskonzern American International Group bzw. die von ihm unzureichend versicherten Kunden wie Goldman Sachs und Deutsche Bank.[3] Der Regierungsauftrag brachte f&uuml;r Blackrock nicht nur ein dreistelliges Millionen-Honorar, sondern verschaffte der Firma durch die so entstandene staatlich-private Insiderposition eine noch bessere Markt- und Machtstellung: In den zwei Jahren bis 2009 schnellte das von Blackrock verwaltete Verm&ouml;gen auf 3,3 Billionen hoch.<br>\nInzwischen, im Jahr 2016, betr&auml;gt es bereits 4,9 Billionen, bei weiter steigendem Trend nach oben. Heute besitzt Blackrock 70 Niederlassungen in 30 Staaten (Aufsichtsratchef des deutschen Ablegers ist die neoliberale Speerspitze der CDU, Friedrich Merz). Der absolute Schwerpunkt liegt dabei auf den USA und der EU. Dabei ben&ouml;tigt das Unternehmen trotz seiner Gr&ouml;&szlig;e nur 13&thinsp;000 Besch&auml;ftigte, zum Vergleich: Die (vom Umfang ihrer Gesch&auml;fte) sehr viel kleinere Deutsche Bank besch&auml;ftigt achtmal so viele Mitarbeiter.<br>\nGemeinsam mit weiteren gleichartigen, aber kleineren Finanzinvestoren bildet Blackrock eine neue transnationale Macht, die sich grundlegend von der Politik der bisherigen Gro&szlig;banken, traditionellen reichen Unternehmerclans und vereinzelten Staatsfonds etwa aus Norwegen, Katar und Saudi-Arabien unterscheidet. Denn Blackrock operiert hochgradig vernetzt: So ist Blackrock heute etwa Gro&szlig;aktion&auml;r in allen 30 deutschen DAX-Konzernen, in mehreren sogar Hauptaktion&auml;r.[4] Im Jahr 2012 war Blackrock gleichzeitig Gro&szlig;aktion&auml;r in 282 der 300 gr&ouml;&szlig;ten westlichen Kapitalgesellschaften, dicht gefolgt von Vanguard (267), AXA (247), State Street (247), Fidelity (239), JP Morgan Chase (219), Capital Group (172), der franz&ouml;sischen Bankengruppe BPCE (156), der Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale (122) und der britischen Legal &amp; General Group (106).[5] Diese Finanzinvestoren waren im selben Jahr nach der Zahl ihrer Eigentumsanteile in gro&szlig;en Unternehmen die Top Ten. Dies zeigt auch die transatlantischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse: Sechs Investoren haben ihren Sitz in den USA, drei in Frankreich, einer in Gro&szlig;britannien.[6]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2016\/oktober\/blackrock-kapitalismus\">Werner R&uuml;gemer in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>M&auml;chtig und unbekannt &ndash; Der Verm&ouml;gensverwalter BlackRock<\/strong><br>\nBlackRock ist der gr&ouml;&szlig;te Verm&ouml;gensverwalter der Welt und dennoch bei vielen unbekannt &ndash; bis jetzt. Denn nun will der Aufsichtsratsvorsitzende des Deutschlandgesch&auml;ftes, der ehemalige Spitzenpolitiker Friedrich Merz, CDU-Vorsitzender werden. (&hellip;)<br>\nAls Aktiengesellschaft geh&ouml;rt BlackRock seinen Aktion&auml;ren &ndash; momentan 1301 nat&uuml;rlichen oder juristischen Personen. Doch der plurale Eindruck gro&szlig;er Streuung von Interessen t&auml;uscht aus zwei Gr&uuml;nden. Erstens sind die vier Hauptaktion&auml;re von BlackRock selber Investmentgesellschaften. Deren Investitionsverhalten bewegt M&auml;rkte, wirkt sich auf hunderttausende von Jobs aus und kann die Wohlfahrt gesamter Volkswirtschaften beeinflussen.<br>\nZweitens existiert eine gro&szlig;e personelle Verflechtung der M&auml;nner und Frauen, die dieses Gesch&auml;ft betreiben &ndash; &uuml;ber Aufsichtsr&auml;te, Firmen&uuml;bernahmen und &Uuml;berkreuzverflechtungen. Besonders stark diskutiert werden die Verbindungen zwischen BlackRock und dem Finanzimperium der Rothschildt-Familie. So arbeitete BlackRock Vorstand Larry Fink bis 1992 unter dem Vorstand Randall Rothschild bei Blackstone, der gr&ouml;&szlig;ten Immobilienfirma der Welt. 2009 kaufte Fink die Verm&ouml;gensverwaltung der britischen Barclays-Bank.Forscher der eidgen&ouml;ssischen technischen Hochschule Z&uuml;rich haben 2011 in einer seri&ouml;sen Studie die &uuml;beraus engen Verflechtungen im internationalen Finanzgesch&auml;ft herausgearbeitet. (&hellip;)<br>\nAls Aktion&auml;r beteiligt an tausenden Unternehmen weltweit, ist BlackRocks Einfluss auf Produkte, Jobs und auch Standorte enorm. Mindestens genauso atemberaubend ist der Blick auf die Unternehmen, deren Miteigent&uuml;mer BlackRock ist. Auch viele &bdquo;bayerische&ldquo; DAX-Unternehmen geh&ouml;ren dazu, von Allianz und M&uuml;nchner R&uuml;ck &uuml;ber Siemens, adidas, Linde und Infineon bis zu BMW. (&hellip;)<br>\nFormell Vorsitzender des Aufsichtsrats von BlackRock seit 2016, ist Friedrich Merz ein weiteres Beispiel f&uuml;r ehemalige politische Funktion&auml;re, die dem Unternehmen dienen. Prominentestes Beispiel ist vielleicht Philipp Hildebrand, ehemaliger Chef der Schweizer Notenbank, Inhaber einer der wichtigsten Positionen der Finanzwelt. Er wechselte 2012 sogar in den Vorstand von BlackRock. Selbstverst&auml;ndlich vertritt BlackRock auch in Br&uuml;ssel mit Lobbyisten bei EU-Parlament und Kommission seine Interessen. Vor allem geht es dabei um Deregulierung der Finanzm&auml;rkte, zum Beispiel durch Privatisierung von staatlicher Altersvorsorge, aber auch um Beratung der EZB bei der Bew&auml;ltigung von Finanzkrisen. Weil die Berater so an der Aufsicht all der Banken mitwirken, an denen ihr Arbeitgeber selbst gro&szlig;e Aktienpakete h&auml;lt, ist Kritik programmiert. Da werde &bdquo;einem privaten Unternehmen eine hoheitliche Aufgabe anvertraut, das ist grunds&auml;tzlich falsch&ldquo;, mahnt der Bank&ouml;konom Martin Hellwig, ehemals Chef der Monopolkommission.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/maechtig-und-unbekannt-der-vermoegensverwalter-blackrock,R82tSPH\">BR<\/a><\/li>\n<li><strong>Umstrittene Steuergesch&auml;fte: Ermittlungen bei Blackrock <\/strong><br>\nErmittler der K&ouml;lner Staatsanwaltschaft haben laut Medienberichten am Dienstag (06.11.2018) R&auml;ume des weltgr&ouml;&szlig;ten US-Verm&ouml;gensverwalters Blackrock in M&uuml;nchen durchsucht. Grund sei ein Ermittlungsverfahren zu Dividenden-Steuertricks (&ldquo;Cum-Ex&rdquo;), berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nEin Sprecher des US-Konzerns betonte: &ldquo;Blackrock arbeitet in einer laufenden Untersuchung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Transaktionen im Zeitraum 2007 bis 2011 uneingeschr&auml;nkt mit den Ermittlungsbeh&ouml;rden zusammen.&rdquo; Die Staatsanwaltschaften M&uuml;nchen und K&ouml;ln wollten sich nicht zur Sache &auml;u&szlig;ern.<br>\nMerz verspricht Zusammenarbeit mit Ermittlern<br>\nEr habe in Deutschland den Blackrock-Vorstand &ldquo;angewiesen, mit den Ermittlungsbeh&ouml;rden zusammenzuarbeiten und alle Dokumente auf den Tisch zu legen&rdquo;, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der BlackRock Asset Management Deutschland AG, Friedrich Merz. Er kandidiert aktuell f&uuml;r die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Vorsitzender. Merz ist seit dem Fr&uuml;hjahr 2016 Aufsichtsratschef der deutschen Tochtergesellschaft von Blackrock.<br>\n&ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Gesch&auml;fte verursachten Steuerschaden in Milliardenh&ouml;he<br>\nBei &ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Gesch&auml;ften schieben Investoren rund um den Dividendenstichtag Aktien mit (&ldquo;cum&rdquo;) und ohne (&ldquo;ex&rdquo;) Aussch&uuml;ttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten hin und her. Die Folge: Sie konnten sich so eine nur einmal gezahlte Kapitalertragssteuer mehrfach vom Fiskus erstatten lassen. F&uuml;r die Steuerzahler entstand ein Schaden in Milliardenh&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/blackrock-durchsuchungen-koeln-100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Stellt sich die Frage, ob der oberste BlackRock-Deutschland-Aufseher Merz von der systematischen Steuerumgehung in Milliardenh&ouml;he nichts gewusst hat, nichts davon wissen wollte oder &ndash; was wohl am wahrscheinlichsten ist &ndash; diese Praxis voll unterst&uuml;tzt hat. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirtschaftsweise wollen soziale Spaltung vertiefen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Forderungen der Wirtschaftsweisen im aktuellen Jahresgutachten lassen sich allesamt auf einen Nenner bringen: Unternehmen entlasten, soziale Spaltung vertiefen. Diese Vorschl&auml;ge sind absurd, sie gef&auml;hrden den sozialen Zusammenhalt und damit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Mittel f&uuml;r den Sachverst&auml;ndigenrat Wirtschaft sind reine Steuerverschwendung&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, das Jahresgutachten des Sachverst&auml;ndigenrats Wirtschaft. Ernst weiter: &bdquo;Mit ihrer Ablehnung einer lenkenden Industriepolitik verkennen die Mitglieder des Sachverst&auml;ndigenrats Wirtschaft, Peter Bofinger ausgenommen, dass wirtschaftlich erfolgreiche L&auml;nder wie China, Japan oder die USA technologischen Fortschritt durch staatliche Einflussnahme erreicht haben.<br>\nAuch die Forderung nach einer weiteren Erh&ouml;hung des gesetzlichen Renteneintrittsalters ist weltfremd und geht an den Interessen der Bev&ouml;lkerung vollst&auml;ndig vorbei. Gleiches gilt f&uuml;r die Kritik an den ohnehin unzureichenden bereits realisierten oder geplanten Reformen zur Einschr&auml;nkung von Leiharbeit, Kettenbefristungen und sachgrundlosen Befristungen. Leidtragende solcher Vorschl&auml;ge sind die, die in besonderem Ma&szlig;e auf staatlichen Schutz angewiesen sind. Der Traum von einer B&uuml;rgerpauschale, die Beitr&auml;ge zur Gesetzlichen Krankenversicherung vom Einkommen entkoppelt, sowie das Ansinnen, Fahrverbote durch eine St&auml;dte-Maut zu ersetzen, schaden ebenfalls Menschen mit niedrigen Einkommen und erh&ouml;hen die soziale Spaltung. Der Sachverst&auml;ndigenrat empfiehlt weiterhin, den Ausbau der digitalen Infrastruktur &sbquo;technologieneutral&lsquo; zu gestalten, den fl&auml;chendeckenden Aufbau eines Glasfasernetzes zu &uuml;berdenken und die Netzneutralit&auml;t zu lockern. Auch dies geht auf Kosten der ohnehin abgeh&auml;ngten l&auml;ndlichen R&auml;ume. Der verst&auml;rkte internationale Steuerwettbewerb sorgt f&uuml;r weitere Steuerausf&auml;lle und trifft abermals diejenigen, die auf eine gute &ouml;ffentliche Ausstattung angewiesen sind.<br>\nUnter dem Strich ist das Gutachten v&ouml;llig unbrauchbar, der Erkenntnisgewinn ist minimal, und die avisierten Ziele sind g&auml;nzlich unsozial.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/wirtschaftsweise-wollen-soziale-spaltung-vertiefen\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Im Hinblick auf China und Japan hat Klaus Ernst absolut recht. Dort wurde oder wird durch den Staat gezielt Industriepolitik betrieben. Chinesische Firmenaufk&auml;ufe im Westen werden massiv durch staatliche Kredite gest&uuml;tzt. Es ist fast schon trivial, in diesem Zusammenhang wieder einmal darauf hinzuweisen, dass die m&auml;chtigste Wirtschaftsnation w&auml;hrend der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts, England, geradezu idealtypisch protektionistische Handelspolitik betrieben hat. Das Fazit ist v&ouml;llig korrekt: F&uuml;r diesen neoliberalen Schwachsinn auch noch Steuergelder zu verschwenden ist absurd.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Sachverst&auml;ndige lenken Deutschland aufs Abstellgleis: DGB kritisiert Gutachten der Wirtschaftsweisen<\/strong><br>\nAuf deutliche Kritik des Deutschen Gewerkschaftsbunds st&ouml;&szlig;t das neue Jahresgutachten des Sachverst&auml;ndigenrats (SVR). &bdquo;Wer die wirtschaftspolitischen Weichen in diese Richtung stellt, lenkt das Land aufs Abstellgleis&ldquo;, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan K&ouml;rzell am Mittwoch in Berlin.<br>\nDie steuerpolitischen Empfehlungen des SVR weisen laut K&ouml;rzell in die falsche Richtung: &bdquo;Wenn der Rat bei der Unternehmensbesteuerung empfiehlt, den von den USA angefachten Steuerwettbewerb mitzumachen, w&auml;re das ein Einstieg in den Wettlauf nach unten. Die Konzerne w&uuml;rden letztlich noch weniger zum Gemeinwohl und zur &ouml;ffentlichen Infrastruktur beitragen. Schon an diesem Punkt zeigt sich, wie wichtig das Sondervotum von zumindest einem Wirtschaftsweisen ist &ndash; und es ist gut, dass Peter Bofinger hier widerspricht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++5b7a5168-e276-11e8-9d0a-52540088cada\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Wenn Trump die Steuern f&uuml;r Unternehmen senkt, die einen positiven Finanzierungssaldo haben, ist das kaum zu verstehen aber dennoch eine andere Sache als das, was der Sachverst&auml;ndigenrat in Form der Nachahmung der Bundesregierung empfiehlt. Wenn Deutschland Steuern f&uuml;r Unternehmen senken soll, die ebenfalls &Uuml;bersch&uuml;sse angeh&auml;uft haben, ist das noch absurder. Denn Trump erh&ouml;ht die Staatsverschuldung seines Landes permanent, die Bundesregierung predigt hingegen die Schwarze Null und tut alles f&uuml;r eine Begrenzung der Neuverschuldung. Wie soll das also funktionieren, was der Sachverst&auml;ndigenrat da vorschl&auml;gt? Das ginge ja nur, wenn das Ausland bereit ist, noch mehr Schulden zu machen und gleichzeitig Peter Altmaier und Olaf Scholz zu ertragen, die dem Ausland oberlehrerhaft vorwerfen, immer wieder zu hohe Defizite einzugehen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Big Business mit Steuern<\/strong><br>\nAls ich nach der Jahrtausendwende begann, mich mit Steuerpolitik und Steueroasen zu besch&auml;ftigen, bekam ich Hassmails und Anrufe. Insbesondere &auml;ltere Herren meinten, Steuerflucht verteidigen zu m&uuml;ssen: Hohe Besteuerung sei unvertretbar, niemand zahle gerne Steuern, und der Staat gebe das Geld f&uuml;r Waffen aus. Im Laufe der Zeit wurden die Hassmails weniger. Nach der Ver&ouml;ffentlichung der Recherchen zu geleakten Papers gingen Vortragseinladungen ein, deren Organisatoren erwarteten, dass Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Steuerpraktiken eine Wende, vielleicht sogar eine Revolution einl&auml;uten w&uuml;rde. Die Cum-Ex-Gesch&auml;fte &uuml;bertreffen bisherige Enth&uuml;llungen. Die Nutzer der Konstruktion sollen nicht nur Steuern vorenthalten, sondern &ouml;ffentliche Gelder ohne Gegenleistung erhalten haben. Warum bleibt die Emp&ouml;rung &uuml;bersichtlich?<br>\nDas mag einerseits am Schleimer-Bias liegen: Viele Menschen identifizieren sich nach oben, grenzen sich nach unten ab und vergleichen sich mit ihrem Umfeld. Andererseits besteht ein Expertise-Bias. Expertise in Steuerfragen ist ein wachsendes kommerzielles Feld. Eine Untersuchungskommission des US-amerikanischen Senats zur Rolle professioneller Steuer-Serviceanbieter stellte schon 2005 fest, dass Verk&auml;ufe dubioser Steuerprodukte Big Business geworden sind, das talentierte Professionelle aus den renommierten gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmen des Landes, Anwaltskanzleien, Anlageberatungsfirmen und Banken betreiben. Nach einer britischen Studie arbeiten in den vier gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmen viermal so viel Experten zu Verrechnungspreisen wie in Finanz&auml;mtern. In Deutschland stieg die Zahl der Steuerberater und Steueranw&auml;lte erheblich, das Personal in Finanz&auml;mtern wurde reduziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/cum-ex-geschaefte-big-business-mit-steuern-a-1611661\">FR<\/a>\n<p><strong>dazu: Steuerhinterziehung kostet 100 Milliarden<\/strong><br>\nBrigitte Unger, wissenschaftliche Direktorin des WSI in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, &uuml;ber Steueroasen und Steuers&uuml;nder-CDs: &bdquo;Es ist ein m&uuml;hsamer Weg, die Elite wieder dazu zu bringen, ihren Beitrag zu einer zivilisierten Gesellschaft zu leisten.&ldquo;<br>\nSteuern sind der Preis, den wir f&uuml;r eine zivilisierte Gesellschaft zahlen, meinte 1870 Oliver Wendell Holmes, Richter am obersten US-Bundesgericht. Der R&uuml;ckgang der Steueraufkommen in Prozent des BIP in der EU seit der Finanzkrise stimmt jedoch nachdenklich, ob wir uns von dieser postulierten Zivilisation nicht gerade wieder entfernen. Die von der EU proklamierten vier Freiheiten scheinen sich auch in der Freiheit, keine Steuern zu zahlen, niederzuschlagen. Die Elite hat Oasen gefunden, um Gelder aus Steuerhinterziehung zu parken. Gesch&uuml;tzt vom Bankgeheimnis in Andorra, Monaco und der Schweiz, von Stiftungskonstruktionen in Liechtenstein und Luxemburg, haben sich immer mehr EU-B&uuml;rger der Steuerpflicht entzogen. Wiewohl die Definition einer Steueroase in der Literatur variiert, kommen diese f&uuml;nf europ&auml;ischen L&auml;nder in diversen Steueroasenlisten vor. Die OECD, die seit 2000 j&auml;hrlich eine solche Liste erstellt, bezeichnete sie als nicht kooperative Steueroasenl&auml;nder. Doch 2009 wurden &ndash; nach diplomatischen Interventionen und Anpassungen &ndash; alle genannten L&auml;nder von der Liste entfernt. Die Probleme sind geblieben.<br>\nSch&auml;tzungen zufolge verliert Deutschland j&auml;hrlich rund 100 Milliarden Euro an Steuereinnahmen durch Steuerhinterziehung. Angesichts steigenden Budgetdrucks gerieten deshalb die Steuerhinterzieher ins Visier. Deutsche Beh&ouml;rden kauften erstmals im Januar 2006 eine CD aus Liechtenstein mit Steuerdaten von rund 800 Personen. Im Oktober 2010 bezahlten Steuerfahnder f&uuml;r Kundendaten der Schweizer Bank Julius B&auml;r und im Oktober 2011 f&uuml;r rund 3000 Kontoinformationen aus Luxemburg. 2012 kaufte Nordrhein-Westfalen mehrere CDs, ohne die Namen der Banken zu nennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/41281_41291.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p>\n<p><strong>und: KPMG, Deloitte, PWC, EY &ndash; Wie eng die Bande zwischen Politik und Wirtschaftspr&uuml;fern sind<\/strong><br>\nDie vier gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmen helfen Konzernen, Steuern zu sparen. Das hindert die Regierung nicht daran, sie ebenfalls anzuheuern<br>\nWenn es darum geht, m&ouml;glichst wenig Steuern zu zahlen, sind Unternehmen pfiffig. Deutschland verliert j&auml;hrlich rund 17 Milliarden Euro, weil internationale Konzerne wissen, wie man &ndash; legale &ndash; Steuervorteile und -schlupfl&ouml;cher nutzt. Beraten werden sie dabei h&auml;ufig von den vier gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftspr&uuml;fungsunternehmen, den sogenannten &bdquo;Big Four&ldquo;: PricewaterhouseCoopers (PWC), KPMG, Deloitte und Ernst &amp; Young (EY). Gleichzeitig vergibt der Staat Millionenauftr&auml;ge an die vier gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fer.<br>\nDie Wirtschaftspr&uuml;fer werben im Internet mit ihrer Steuersparexpertise. KPMG bietet die Umgestaltung von Unternehmen zur Optimierung von Steuerzahlungen an. Bei Deloitte wird auch nicht vor &bdquo;grenz&uuml;berschreitender Steuerplanung&ldquo; zur&uuml;ck geschreckt, also etwa der Verlagerung von Gewinnen ins Ausland. EY wirbt mit seinen &bdquo;&uuml;ber 35 000 Fachmitarbeitern&ldquo;, darunter seien &bdquo;hochrangige ehemalige Mitarbeiter von Finanzverwaltungen&ldquo;. Diese helfen unter anderem bei der &bdquo;Ermittlung&ldquo; von &bdquo;steuereffizienten Konzernverrechnungspreisen&ldquo;. PWC ber&auml;t Unternehmen, wie die ideale Rechtsform und der optimale &bdquo;Konzernaufbau&ldquo; aussehen k&ouml;nnten. Insgesamt soll &bdquo;die Gesamtbelastung mit Steuern in einem angemessenen Rahmen&ldquo; gehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/kpmg-deloitte-pwc-ey-wie-eng-die-bande-zwischen-politik-und-wirtschaftspruefern-sind\/23288424.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Spagat: Die deutsche Asienpolitik zwischen Kommerz und Geostrategie<\/strong><br>\nDas Pentagon hat eine Studie ver&ouml;ffentlicht, nach der das US-Milit&auml;r bei wesentlichen technologischen Produkten und Materialien in erheblichem Ma&szlig;e von Importen aus der VR China oder anderen asiatischen Staaten abh&auml;ngig ist. Dies betr&auml;fe Computerplatinen, Lithium-Batterien, seltene Erden und anderes Equipment, welches f&uuml;r das US-Milit&auml;r von strategischer Bedeutung sei. Auch sei das Pentagon seit langem besorgt &uuml;ber in gelieferter Elektronik verborgene sogenannte Kill Switches (Not-Ausschalter), mit denen sich im Konfliktfall strategisch wichtige Elektronik ausschalten lie&szlig;e. Ebenso bef&uuml;rchten die US-Milit&auml;rs, dass Chips zur Spionage oder zum Abh&ouml;ren genutzt w&uuml;rden. Gleichzeitig wurde die bekannte Klage wiederholt, nach der China US-Technologie stehle und seine Industrie illegal subventioniere. China wird als &bdquo;wachsendes Risiko f&uuml;r die US-Verteidigungsindustrie&ldquo; charakterisiert. Dies kommt von einem milit&auml;risch-geheimdienstlich-industriellen Komplex, der, alles in allem, bekanntlich &uuml;ber Mittel von mehr als einer Billion Dollar pro Jahr verf&uuml;gt.<br>\n&Auml;hnliche T&ouml;ne sind seit kurzem vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zu h&ouml;ren. Nach Agenturmeldungen ruft der BDI seine Unternehmen dazu auf, ihre Abh&auml;ngigkeit vom chinesischen Markt zu verringern. Es gelte, die &bdquo;die Chancen des wirtschaftlichen Austausches mit China&ldquo; zu nutzen. &bdquo;Die Risiken, vor die uns China stellt&ldquo;, d&uuml;rften dabei aber nicht ausgeblendet werden. Eine &bdquo;echte &Ouml;ffnung des chinesischen Marktes&ldquo; werde wahrscheinlich nie stattfinden, so der Unternehmerverband. Es bestehe ein &bdquo;Systemwettbewerb&ldquo; zwischen &bdquo;unserem Modell der offenen Marktwirtschaft und Chinas staatlich gelenkter Wirtschaft&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5045\/wirtschaft_soziales\/9778\/Der-Spagat.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Brasiliens neuer Pr&auml;sident Bolsonaro ist ein Nazi &ndash; h&ouml;ren wir ihm kurz zu<\/strong><br>\n(&hellip;) Bolsonaro wird gerne mit Donald Trump verglichen, &bdquo;der brasilianische Trump&ldquo; oder &bdquo;Trump of the Tropics&ldquo; sind die griffigen Labels der Medien, mit deren Hilfe sie Bolsonaro verst&auml;ndlich machen wollen &ndash; ein Mediendilettantismus, der in die Irre f&uuml;hrt, da dieser Vergleich viel zu kurz greift: Bolsonaro potenziert die Abscheulichkeiten seines US-Kollegen, ist noch giftiger und hasserf&uuml;llter als der giftige und hasserf&uuml;llte Despot im Wei&szlig;en Haus. Politikwissenschaftler Martin Dudenh&ouml;ffer fand auf JusticeNow! eine passendere Einordnung, als er Bolsonaro als eine Verschmelzung aus dem &bdquo;demagogischen US-Pr&auml;sidenten Donald Trump, dem militaristischen &auml;gyptischen Diktator al-Sisi und dem philippinischen Tyrannen, Pr&auml;sident Rodrigo Duterte&ldquo; bezeichnete.<br>\nBolsonaro ist durch und durch ein strammer Nazi. Ein Bilderbuch-Faschist. Ein homophober Frauenfeind, ein Rassist. 29 seiner eigenen Statements geben einen Einblick in Bolsonaros menschenfeindliches Weltbild:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-11-03\/brasiliens-neuer-praesident-bolsonaro-ist-ein-nazi-hoeren-wir-ihm-kurz-zu\/\">justice now<\/a>\n<p><strong>dazu: Brasilien: Parteig&auml;nger von Bolsonaro verbreiten &ldquo;Feindesliste&rdquo;<\/strong><br>\nBras&iacute;lia. Anh&auml;nger des designierten Pr&auml;sidenten von Brasilien, Jair Bolsonaro, haben eine Liste mit Namen von &uuml;ber 700 Schauspielern, Journalisten, Autoren, Theologen und K&uuml;nstlern ver&ouml;ffentlicht, die sie zu &ldquo;Feinden&rdquo; erkl&auml;ren, da sie sich gegen den ultrarechten Politiker gestellt hatten. Das berichtet der lateinamerikanische Fernsehsender Telesur unter Berufung auf die brasilianische Tageszeitung Folha de S. Paulo. Die Pers&ouml;nlichkeiten hatten im Vorfeld der Wahlen das Manifest &ldquo;Demokratie Ja&rdquo; unterzeichnet, in dem sie vor den Gefahren eines Wahlsieges der Rechten gewarnt und aufgerufen hatten, gesellschaftliche Kr&auml;fte zur Verteidigung der Demokratie und der Toleranz zusammenzubringen. Unter ihnen sind die Schauspielerinnen Camila Pitanga und Patr&iacute;cia Pillar, der Journalist und Schriftsteller Fernando Morais, die Musiker Caetano Veloso, Chico Buarque und Gilberto Gil sowie die Befreiungstheologen Frei Betto und Leonardo Boff.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/11\/217287\/brasilien-feindesliste-bolsonaro\">Amerika 21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> So etwas nennt man auch noch Todeslisten<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Bolsonaro droht mit Abbruch diplomatischer Beziehungen zu Kuba<\/strong><br>\nRio de Janeiro. Wenige Tage nach seiner Wahl hat Brasiliens designierter Pr&auml;sident Jair Bolsonaro erkl&auml;rt, es gebe f&uuml;r sein Land &ldquo;keinen Grund&rdquo;, mit Kuba weiterhin diplomatische Beziehungen zu unterhalten. Das sozialistische Land w&uuml;rde &ldquo;gegen die Menschenrechte versto&szlig;en&rdquo; und dar&uuml;ber hinaus seien dort &ldquo;keine Gesch&auml;fte zu machen&rdquo;, sagte der Ultrarechte. In einem Interview mit der Zeitung &ldquo;Correio Braziliense&rdquo; kritisierte Bolsonaro dar&uuml;ber hinaus das kubanische &Auml;rzteprogramm in seinem Land.<br>\nIn dessen Rahmen arbeiten derzeit &uuml;ber 11.000 kubanische &Auml;rzte und Medizinfachkr&auml;fte in Brasilien, h&auml;ufig in Gegenden, die bisher v&ouml;llig ohne einheimische &Auml;rzte auskommen mussten. Die Tatsache, dass der kubanische Staat damit Einnahmen erzielt und nur einen Teil des Geldes direkt an die &Auml;rzte ausbezahlt, ist f&uuml;r Bolsonaro offenbar Grund genug, nicht nur das gesamte Programm, sondern auch die Beziehungen mit Kuba in Frage zu stellen. &ldquo;K&ouml;nnen wir diplomatische Beziehungen zu einem Land aufrechterhalten, das seine Leute derart behandelt?&rdquo;, fragte er in dem Interview&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/11\/217366\/bolsonaro-brasilien-kuba-beziehungen\">Amerika 21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bis zu 18 Monate im Lkw: So werden Fahrer in Europa ausgebeutet<\/strong><br>\nEinige Habseligkeiten in der Plastikt&uuml;te, Kochen und Essen am Stra&szlig;enrand, Schlafen in der Fahrerkabine &ndash; und das Tag f&uuml;r Tag, bis zu anderthalb Jahre lang. So mussten Dutzende philippinische Lkw-Fahrer auf europ&auml;ischen Stra&szlig;en leben. Aufgedeckt haben den Fall jetzt europ&auml;ische Gewerkschaften und das DGB-Projekt &ldquo;Faire Mobilit&auml;t&rdquo;.<br>\nEs bestehe der &ldquo;dringende Verdacht auf Menschenhandel und Arbeitsausbeutung&rdquo;, berichtet das DGB-Projekt &ldquo;Faire Mobilit&auml;t&rdquo;. Aufgedeckt worden sind F&auml;lle in D&auml;nemark, den Niederlanden &ndash; und in Deutschland: In Ense, in der N&auml;he von Dortmund, sitzen 16 philippinische Fahrer auf dem Betriebsgel&auml;nde einer Logistik-Firma. Gewerkschafter aus den Niederlanden und von Faire Mobilit&auml;t sind seit Samstag in Ense vor Ort und unterst&uuml;tzen die Fahrer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++27e975da-e2c7-11e8-ac1b-52540088cada\">DGB<\/a>\n<p><strong>dazu: Amerikas neue Sklaven &ndash; Menschenhandel in den USA<\/strong><br>\nZwischen H&uuml;hnerkot und dem Leben zu acht im Wohnwagen: Jugendliche aus Lateinamerika schuften auf H&uuml;hnerfarmen in den USA, unter falschen Versprechungen von Schleusern ins Land gelockt.<br>\nDie Dokumentation zeigt, wie eine Gruppe von Teenagern aus Guatemala gezwungen wurde, gegen ihren Willen auf einer H&uuml;hnerfarm in Ohio zu arbeiten. Die Investigativ-Reporterin Daffodil Altan enth&uuml;llt ein kriminelles Netzwerk, das unbegleitete Minderj&auml;hrige ausbeutet.<br>\nSie deckt dabei auch die unr&uuml;hmliche Rolle der US-Regierung auf, die die Jugendlichen an ihre Menschenh&auml;ndler regelrecht ausliefert &ndash; indem sie trotz scharfer Grenzkontrollen bei angeblichen Angeh&ouml;rigen der unbegleiteten Fl&uuml;chtlinge, die jedoch h&auml;ufig ihre Schleuser sind, nicht so genau hinschaut.<br>\nBrancheninsider, Opfer und beschuldigte Menschenh&auml;ndler schildern dabei ihre jeweilige Sicht. &ldquo;Das geh&ouml;rt zu den Dingen, die man lieber nicht wissen will. Ahnt man, dass da was nicht stimmt? Wahrscheinlich. Aber nachbohren tut man lieber nicht&rdquo;, bringt ein ehemaliger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer H&uuml;hnerfarm die Kultur des Wegschauens im Umgang mit illegalen Arbeitsmigranten auf den Punkt.<br>\nDer Fall beleuchtet das Problem des Menschenhandels in den USA mehr als 150 Jahre nach der offiziellen Abschaffung der Sklaverei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfinfo-doku\/amerika-neue-sklaven--menschenhandel-in-den-usa-100.html\">ZDF Info<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Warum Forderungen nach einem h&ouml;heren Mindestlohn wohlfeil sind<\/strong><br>\nBei der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns wurde bewusst daf&uuml;r gesorgt, dass jede &bdquo;politische &Uuml;bergriffigkeit&ldquo; verhindert werden kann. Das h&auml;lt geneigte Politiker jedoch nicht davon, den Mindestlohn in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden zu politisieren &ndash; ohne jedoch die Konsequenzen aus dieser Forderung zu ziehen. Ein Kommentar von Stefan Sell.<br>\n(&hellip;) Umstritten war nat&uuml;rlich auch die H&ouml;he der Lohnuntergrenze &ndash; dass wir mit 8,50 Euro pro Stunde gestartet sind, ist ja nun wirklich nicht sachlogisch im engeren Sinne begr&uuml;ndbar gewesen, sondern war und ist eine politische Setzung. Einige h&auml;tten damals gerne einen noch tieferen Einstiegslohn gesehen, anderen war jeder Betrag unter der zweistelligen Hausnummer 10 Euro deutlich zu niedrig. Ob der gew&auml;hlte Betrag letztendlich zu niedrig war, dar&uuml;ber kann man erbittert streiten. Aber nicht dar&uuml;ber, wie er sich nun entwickeln wird.<br>\nDenn die damals bei der Implementierung dieser Lohnuntergrenze zust&auml;ndige Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat bei der Frage der Anpassung mit der Mindestlohnkommission und dem zugrundeliegenden Regelwerk ganz bewusst einen Mechanismus geschaffen, der verhindern soll, dass der politisch gesetzte Mindestlohn st&auml;rker angehoben werden kann. Und Nahles hat wahrhaft deutsche Qualit&auml;tsarbeit abgeliefert: Denn auch wenn einige Leute es wollten &ndash; es wird mit diesem Regelwerk keinen ordentlichen Schluck aus der Mindestlohnpulle geben k&ouml;nnen: Die bisherigen Anhebungen des Mindestlohns sind nicht Pi-mal-Daumen festgelegt worden, sondern folgen einer ganz eigenen, zugleich in sich abgeschlossenen Dynamisierungslogik, die jede &bdquo;politische &Uuml;bergriffigkeit&ldquo; im Sinne einer deutlichen Anhebung verhindert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/warum-forderungen-nach-einem-hoeheren-mindestlohn-wohlfeil-sind-28408\">Makronom<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> &Uuml;ber den Mechanismus zur Entwicklung und Festlegung des Mindestlohnes. Lesenswert<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: So weit klaffen die Prognosen zu den Folgen des Mindestlohns und die Realit&auml;t auseinander<\/strong><br>\nVor der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns hatten sich zahlreiche &Ouml;konomInnen mit Prognosen &uuml;bertroffen, welche enormen Besch&auml;ftigungseffekte die Lohnuntergrenze verursachen w&uuml;rde. Die ersten empirischen Ergebnisse zeigen jedoch: Tats&auml;chlich hatte der Mindestlohn h&ouml;chstens mikroskopische Besch&auml;ftigungseffekte und konnte vielmehr die Einkommenssituation der niedrigen Einkommensschichten verbessern.<br>\n(&hellip;) K&uuml;hle Fakten<br>\nEtwa ein Jahr nachdem am 1. Januar 2015 in Deutschland ein &ndash; aus westeurop&auml;ischer Perspektive relativ niedriger &ndash; gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde eingef&uuml;hrt wurde, lassen sich die tats&auml;chlichen Auswirkungen auf die Besch&auml;ftigung beobachten. Die ersten empirischen Auswertungen zeigen: Etwas weniger Aufgeregtheit h&auml;tte der Debatte gutgetan. Die meisten Modelle lagen n&auml;mlich weit daneben. Die Modellprognosen waren weit h&ouml;her als die Besch&auml;ftigungseffekte, die in Wirklichkeit eintraten&hellip;<br>\nEntgegen der Prognosen war eine Umwandlung prek&auml;rer Minijobs in sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit zu verzeichnen. Dar&uuml;ber hinaus verzeichneten die von Niedrigl&ouml;hnen besonders stark betroffenen Besch&auml;ftigtengruppen (wie Frauen oder gering Qualifizierte) &uuml;berdurchschnittliche Einkommenssteigerungen.<br>\nMindestlohn sichert ab<br>\nUnd Deutschland ist kein Einzelfall. Die faktenbasierte Forschung zu Mindestl&ouml;hnen zeigt, dass internationale Studien im besten Fall geringe Besch&auml;ftigungseffekte nachweisen. Gleichzeitig verbessern sie die Situation der niedrigsten Einkommensgruppen. Weil Frauen weniger verdienen als M&auml;nner, wirkt sich f&uuml;r sie der Mindestlohn auch st&auml;rker aus: In Deutschland profitierten von der Einf&uuml;hrung doppelt so viele Frauen wie M&auml;nner. Somit ist der Mindestlohn zwar kein allm&auml;chtiges, aber doch ein wichtiges Instrument zur Bek&auml;mpfung von Erwerbsarmut und Ungleichheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/so-weit-klaffen-die-prognosen-zu-den-folgen-des-mindestlohns-und-die-realitaet-auseinander-20490\">Makronom<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Teilhabechancen-Gesetz: &bdquo;Endlich wird etwas getan f&uuml;r die Langzeitarbeitslosen&ldquo;<\/strong><br>\nUlrich Schneider vom Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband begr&uuml;&szlig;t das geplante Teilhabechancen-Gesetz f&uuml;r Langzeitarbeitslose grunds&auml;tzlich. Auch sie h&auml;tten ein Recht auf Arbeit, sagte er im Dlf. Allerdings sei die Zielgruppe zu klein gefasst und das Gesetz zu &bdquo;verregelt&ldquo;.<br>\nB&uuml;&uuml;sker: Herr Schneider, die Regierung tut gezielt etwas f&uuml;r Langzeitarbeitslose. Wie gro&szlig; sind da Ihre Freudenspr&uuml;nge?<br>\nSchneider: Na, ich h&uuml;pfe schon, aber nicht sonderlich hoch. Auf der einen Seite ist nat&uuml;rlich absolut anzuerkennen, dass endlich, muss man sagen, etwas getan wird f&uuml;r die Langzeitarbeitslosen. Wir haben Hunderttausende von Menschen, von denen wir wissen, sie sind einfach nicht mehr ohne weiteres vermittelbar auf dem ersten Arbeitsmarkt. Auch die haben ein Recht auf Arbeit. Deswegen ist das, was der Arbeitsminister Hubertus Heil hier auf den Weg bringt, absolut richtig.<br>\nNur &ndash; und darin besteht das Problem wie so oft in der Gro&szlig;en Koalition &ndash;, die Richtung ist richtig. Aber kaum, dass man losgefahren ist, wird schon die Handbremse angezogen, das ganze Gesetz so verregelt, dass man sich schon Sorgen machen muss, ob es &uuml;berhaupt ein Erfolg werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/teilhabechancen-gesetz-endlich-wird-etwas-getan-fuer-die.694.de.html?dram:article_id=432657\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: DGB setzt sich durch: Tarifl&ouml;hne auch f&uuml;r sozialen Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nMit dem &ldquo;Teilhabechancengesetz&rdquo; will die Bundesregierung Langzeitarbeitslosen neue Job-Perspektiven er&ouml;ffnen: Ein sozialer Arbeitsmarkt soll ihnen gef&ouml;rderte Stellen in Unternehmen, sozialen Einrichtungen oder St&auml;dten und Gemeinden erm&ouml;glichen. Die F&ouml;rderung sollte sich bisher allerdings nicht an Tarifl&ouml;hnen, sondern am Mindestlohn orientieren. Doch jetzt setzt die Koalition eine Forderung der Gewerkschaften um.<br>\nNur Mindestlohn f&uuml;r sozialen Arbeitsmarkt?<br>\nDie Pl&auml;ne der Bundesregierung f&uuml;r einen sozialen Arbeitsmarkt sahen im Kern urspr&uuml;nglich zwei Punkte vor:<br>\nLangzeitarbeitslose arbeiten sozialversicherungspflichtig bei Arbeitgebern in der Wirtschaft, sozialen Einrichtungen oder Kommunen<br>\nIn den ersten beiden Jahren gibt es einen &ouml;ffentlichen Zuschuss von 100 Prozent zum gesetzlichen Mindestlohn &ndash; in jedem weiteren Jahr wird dieser Zuschuss um 10 Prozentpunkte gek&uuml;rzt bei einer maximalen F&ouml;rderdauer von f&uuml;nf Jahren<br>\nDas Problem: Wenn sich die Zusch&uuml;sse am gesetzlichen Mindestlohn orientiert h&auml;tten, h&auml;tte das alle Arbeitgeber benachteiligt, die verbindliche Tarifvertr&auml;ge mit Gewerkschaften abgeschlossen haben. Sie h&auml;tten die Differenz zwischen Mindestlohn und Tariflohn selbst ausgleichen m&uuml;ssen. &ldquo;Diese F&ouml;rderkonditionen sind so unattraktiv, dass sich viele potentielle Einsatzstellen nicht beteiligen werden, die eigentlich f&uuml;r die Besch&auml;ftigung Langzeitarbeitsloser aufgeschlossen sind&rdquo;, kritisierte bereits im Sommer 2018 DGB-Vorstand Annelie Buntenbach. Au&szlig;erdem h&auml;tte so die Gefahr bestanden, &ldquo;dass vor allem Arbeitspl&auml;tze im Niedriglohnsektor geschaffen werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++06a077c8-e116-11e8-8951-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vereinte Nationen kritisieren Deutschland f&uuml;r Hartz-IV-Regime<\/strong><br>\nDie UN kritisieren in ihrem aktuellen Abschlussbericht zur weltweiten Einhaltung des UN-Sozialpaktes in deutlichen Worten das Hartz-IV-System. Doch auf Nachfrage von RT auf der Bundespressekonferenz wurde deutlich, das Sozialministerium kannte den Bericht gar nicht.<br>\nIm Rahmen einer regelm&auml;&szlig;igen &Uuml;berpr&uuml;fung des UN-Sozialpaktes hat der Sozialausschuss des Hochkommissariats f&uuml;r Menschenrechte seinen Abschlussbericht vorgelegt. Die Vereinten Nationen kritisieren darin sehr explizit das Hartz-IV-System. Der Ausschuss empfiehlt unter anderem &ldquo;eine Erh&ouml;hung der Grundsicherung durch eine Verbesserung der Berechnungsmethode&rdquo;.<br>\nDaneben fordern die UN insbesondere die &Uuml;berpr&uuml;fung der Sanktionspraxis in den Jobcentern. Erh&ouml;ht werden m&uuml;ssten auch die Miets&auml;tze, um den hohen Preisen am Wohnungsmarkt zu entsprechen. Zudem sollten arme Haushalte vor Stromsperrungen gesch&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/78808-vereinte-nationen-kritisieren-deutschland-fur-hartz-iv\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bundesregierung spart j&auml;hrlich 25 Milliarden durch Herunterrechnen der HartzIV-S&auml;tze.<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat in den letzten Jahren den Regelsatz f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger systematisch nach unten gerechnet &ndash; mit weitreichenden Folgen auch f&uuml;r Rentner und Einkommenssteuerzahler. Nach Berechnungen des ARD-Politmagazins MONITOR spart sie damit insgesamt 25 Milliarden Euro pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/extras\/pressemeldung-hartz-vier-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen von den teuren Alten<\/strong><br>\nDie Gesellschaft wird &auml;lter und dem Gesundheitswesen droht die Kostenexplosion. Klingt einleuchtend, ist aber falsch. Alte Menschen sind nicht das Problem. Die Umstrukturierung von einem Gesundheitswesen in eine Gesundheitswirtschaft ist der Kern des &Uuml;bels.<br>\nUnser Gesundheitswesen ist in Gefahr! Das h&ouml;rt man immer wieder. Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr gehe davon aus, dass die Gesundheit bald nicht mehr bezahlbar sein werde. Der medizinische Fortschritt mache die Medizin immer teurer, deswegen k&ouml;nne er nicht mehr allen zugutekommen. Man werde rationieren, priorisieren und zuteilen m&uuml;ssen. Und dann ist da au&szlig;erdem auch noch die immer weiter steigende Lebenserwartung, die immer gr&ouml;&szlig;er werdende Zahl alter Menschen. &Auml;lter ist kr&auml;nker ist teurer, so lautet die Schreckensformel. Aber stimmt das eigentlich alles?<br>\nDer Begriff der Kostenexplosion wurde 1974 von dem damaligen Gesundheitsminister von Rheinland-Pfalz, Heiner Gei&szlig;ler, in die politische Diskussion eingef&uuml;hrt. Mithilfe einer irref&uuml;hrenden Visualisierung von eigentlich recht geringen statistischen Schwankungen der Gesundheitskosten entstand der Eindruck einer steil ansteigenden Kostenkurve. Der Spiegel setzte daraufhin mit der Serie: &bdquo;Krankheitskosten: Die Bombe tickt&ldquo; im Jahr 1975 das ganze Land unter Strom. Sp&auml;testens jetzt war klar: Es bestand dringender Handlungsbedarf!<br>\nIm Jahr 1998 erschien ein Taschenbuch mit dem Titel &bdquo;Das M&auml;rchen von der Kostenexplosion&ldquo; und entwickelte sich schnell zu einem Bestseller. Bis dahin hatte der Begriff der Kostenexplosion aber schon enorme Bedeutung in s&auml;mtlichen Diskussionen &uuml;ber die Zukunft des Gesundheitswesens erlangt. Alle Welt war der Meinung, dass das Gesundheitswesen bald nicht mehr bezahlbar sein werde und l&auml;ngerfristig auf den totalen Zusammenbruch zusteuere.<br>\nTats&auml;chlich gibt es aber gar keine Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Es hat auch noch nie eine gegeben. Die Ausgaben f&uuml;r das Gesundheitssystem sind in unserem Land seit Jahrzehnten konstant. Sie betragen 10 bis 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts mit minimalen Ausschl&auml;gen nach oben oder unten, und zwar nicht weil die Kosten explodieren, sondern wegen konjunktureller Schwankungen dieses Bruttoinlandsprodukts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Privatisierung-des-Gesundheitswesens\/!5544982\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Scholz streicht Milliarden: Groko verschiebt Ausbau von Ganztagsschulen<\/strong><br>\nUnion und SPD verschieben eines ihrer zentralen Projekte aus dem Koalitionsvertrag: den Ausbau von Ganztagsschulen und der Hortbetreuung f&uuml;r Grundsch&uuml;ler. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) die eigentlich f&uuml;r dieses Programm eingeplanten zwei Milliarden Euro wieder aus der Haushaltsplanung f&uuml;r 2019 gestrichen.<br>\nDer Betrag war in dem im Sommer von Bundeskabinett beschlossenen Etatentwurf noch in Form einer &bdquo;globalen Mehrausgabe&ldquo; vorgesehen. Dieser Posten ist in der Fassung, die bei der sogenannten Bereinigungssitzung des Bundestags-Haushaltsausschusses am Donnerstag beschlossen werden soll, nicht mehr enthalten. [&hellip;]<br>\nDer Spielraum f&uuml;r andere Ausgaben steigt entsprechend. Scholz hatte bereits angek&uuml;ndigt, mehr Geld f&uuml;r die Entwicklungshilfe und die Verteidigung bereit zu stellen. Das ergibt sich auch aus seiner Vorlage f&uuml;r die Bereinigungssitzung im Bundestag, die dem RND vorliegt. Danach soll das Entwicklungsministerium 260 Millionen Euro mehr bekommen als urspr&uuml;nglich geplant, f&uuml;r das Verteidigungsministerium ist f&uuml;r das n&auml;chste Jahr ein Plus von 320 Millionen Euro vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/rnd\/scholz-streicht-milliarden-groko-verschiebt-ausbau-von-ganztagsschulen-31549518\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Mehr Geld f&uuml;r R&uuml;stung und daf&uuml;r weniger Mittel f&uuml;r Bildung. Ob das die klaren Ziele und Botschaften sind, von denen die SPD-F&uuml;hrungsspitze zu Beginn der Woche gesprochen hat? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46973\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-46973","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46973","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46973"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46973\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46976,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46973\/revisions\/46976"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46973"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46973"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46973"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}