{"id":4701,"date":"2010-03-08T08:55:02","date_gmt":"2010-03-08T07:55:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4701"},"modified":"2010-03-08T08:55:02","modified_gmt":"2010-03-08T07:55:02","slug":"hinweise-des-tages-1093","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4701","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu folgenden Themen: Zweifel des Guido W., SPD-Politiker reiten auf der Westerwelle, Niedriglohn, Dresdner-&Uuml;bernahme, Studienfinanzierung, Interview mit Wolfgang Neskovic, Bahn, Finanzkrise (KR\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Die Zweifel des Guido W.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">SPD-Politiker reiten auf der Westerwelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Politiker und Hartz IV: Wie haltet Ihr es mit der Menschenw&uuml;rde?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Sparen, wo es nicht so wehtut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Niedriglohn: &ldquo;Jeder Achte schafft den Aufstieg&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Schroders-Fondsmanager im Gespr&auml;ch: &bdquo;Gro&szlig;britanniens Gesch&auml;ftsmodell ist nicht haltbar&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Dresdner-&Uuml;bernahme: Gericht hebt Entlastung von Commerzbank-Bossen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Studienfinanzierung: Vorsicht, Schuldenfalle!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Schwarzliberale Zensur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Interview mit Wolfgang Neskovic zur Wahl des neuen Verfassungsrichters: Wenig transparent und der Bedeutung unangemessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">SPD will zur&uuml;ck zum parit&auml;tischen Beitragssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Sch&auml;uble verriegelt offene Immobilienfonds; Immobilienfonds: Ende einer Illusion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Meinungsfreiheit f&uuml;r Ausl&auml;nderfeinde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Pfusch an U-Bahn-Baustellen: Baugewerbe beklagt Preisdruck-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Die Krise &ndash; ein Schauspiel der Ohnmacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Volksabstimmung &ndash; Isl&auml;nder lehnen Entsch&auml;digungen f&uuml;r Icesave-Verluste ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Scharfes Gesetz gegen Korruption in Bolivien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4701&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Zweifel des Guido W.<\/strong><br>\nDer Missbrauch von Sozialleistungen ist eines der kleinsten Probleme dieses Landes. Das scheint FDP-Chef Westerwelle nicht zu gefallen. Wider jede Vernunft bezweifelt er schlicht gesicherte Daten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/924\/505129\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Der Text enth&auml;lt gut verwertbare Daten. Interessant f&uuml;r alle, die Argumente f&uuml;r ihre Gespr&auml;che, Reden, Texte brauchen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>SPD-Politiker reiten auf der Westerwelle<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hartz IV-Empf&auml;nger sollen gemeinn&uuml;tzige Arbeiten verrichten<\/strong><br>\nDie SPD erh&ouml;ht den Druck auf Hartz-IV-Empf&auml;nger: Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei, Hannelore Kraft, sprach sich daf&uuml;r aus, Langzeitarbeitslose f&uuml;r gemeinn&uuml;tzige Arbeit etwa in Altenheimen oder Sportvereinen einzusetzen. Berlins Regierender B&uuml;rgermeister, Klaus Wowereit, m&ouml;chte den Aufstiegswillen &bdquo;notfalls auch durch K&uuml;rzungen etwas befl&uuml;geln&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/spd-hartz-iv-empfaenger-sollen-gemeinnuetzige-arbeiten-verrichten;2541479\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD-Vize Kraft fordert gemeinn&uuml;tzigen Einsatz von Hartz-IV-Empf&auml;ngern<\/strong><br>\nFDP-Chef Westerwelle hat mit seiner Polemik gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger heftige Kritik hervorgerufen. Doch auch in der SPD macht man sich Gedanken, wie man von der reinen Unterst&uuml;tzung der Betroffenen wegkommen kann &ndash; durch deren ehrenamtlichen Einsatz in sozialen Einrichtungen zum Beispiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-682124,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Trauerspiel, jetzt versucht auch die SPD, mit Hartz-IV bei den NRW-Wahlen zu punkten: Statt Ein-Euro-Jobs mit Null-Euro-Jobs. &ldquo;Diese Menschen k&ouml;nnen zum Beispiel in Altenheimen Senioren B&uuml;cher vorlesen, in Sportvereinen helfen oder Stra&szlig;en sauber halten&rdquo;. Wo ist da der Unterschied zum &ldquo;Schnee Schippen&rdquo; Westerwelles. Versteht sich, dass FDP-Generalsekret&auml;rs Christian Lindner die Vorlage aufgreift und sich freut, dass die SPD endlich ein Einsehen habe: &ldquo;Wir fordern die SPD auf, in der Tradition von Gerhard Schr&ouml;der und Wolfgang Clement zu einer Politik des Forderns und F&ouml;rderns zur&uuml;ckzukehren.&rdquo; Ganz abgesehen davon, dass auch durch einen &ldquo;Gemeinwohl-orientierten Arbeitsmarkt&rdquo; normale Jobs verdr&auml;ngt w&uuml;rden und dass bei einer anderen Arbeitsmarktpolitik (D&auml;nemark) kein Viertel der Langzeitarbeitslosen chancenlos w&auml;re, erweist Hannelore Kraft der SPD einen B&auml;rendienst. Sie nimmt der SPD-Kritik an Westerwelle die Glaubw&uuml;rdigkeit. Da n&uuml;tzt es wenig, wenn Kraft behauptet, es ginge ihr um eine &ldquo;w&uuml;rdevolle Perspektive&rdquo; f&uuml;r Langzeitarbeitslose. Jenseits der Frage, was Kraft will, entsteht doch der Eindruck, dass die SPD die erfolgreiche Arbeitsdienst-Masche Westerwelles kopiert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Eines will Hannelore Kraft jedenfalls nicht: die Wahl gewinnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hartz-IV-Vorsto&szlig;: DGB unterst&uuml;tzt Kraft<\/strong><br>\nIn der Diskussion &uuml;ber einen gemeinn&uuml;tzigen Einsatz von Hartz-IV-Empf&auml;ngern verteidigt der DGB die nordrhein-westf&auml;lische SPD-Landeschefin Kraft gegen Kritik. &ldquo;Wir brauchen die Diskussion &uuml;ber einen dritten kommunalen Arbeitsmarkt f&uuml;r Menschen, die so viele Handicaps haben, dass sie in regul&auml;re Besch&auml;ftigung nicht zu vermitteln sind&ldquo;, sagte der Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Guntram Schneider, den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe vom Montag.<br>\nAuch die SPD-Bundestagsfraktion st&auml;rkt ihr den R&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/hartz-iv-vorstoss-dgb-unterstuetzt-kraft_aid_487494.html\">FOCUS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Dass Arbeitende in Wahrheit deutlich mehr Nettoeinkommen haben und der Anteil der Hartz IV-Empf&auml;nger, die sich nicht um eine Verbesserung ihres sozialen Status bem&uuml;hen, unbedeutend ist, wei&szlig; Westerwelle nat&uuml;rlich genau.<br>\nDoch er steckt in einer Zwickm&uuml;hle. Der Wahlerfolg der FDP war der Auftrag an die Partei, auch in Zeiten der Krise gro&szlig;e Verm&ouml;gen vor Besteuerung und Sozialabgaben zu sch&uuml;tzen.<br>\nEin Einfluss der FDP auf die Politik der Bundesregierung ist allerdings kaum zu erkennen (von Abstrusit&auml;ten wie der Steuersenkung f&uuml;r Hoteliers einmal abgesehen). Zwar kann von einer Sozialdemokratisierung der CDU keine Rede sein, doch das Tempo, das ihr von der rot-gr&uuml;nen Koalition vorgegeben wurde, h&auml;lt die Regierung beim weiteren Abriss des Sozialstaats (siehe z.B. die Kopfpauschale) durchaus. Mehr geht nicht, ohne dass die CDU ihren Status als Volkspartei gef&auml;hrdet.<br>\nWesterwelle hofft, die frustrierten FDP-W&auml;hler mit populistischen Tiraden noch eine Weile hinhalten zu k&ouml;nnen. Den Umfrageergebnissen zufolge scheint er damit freilich gescheitert zu sein. Opportunismus kann also kaum der Grund sein, weshalb Hannelore Kraft, Klaus Wowereit, Guntram Schneider und Hubertus Heil (alle SPD) Westerwelles Arbeitsdienst-Forderungen in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung folgen. K&ouml;nnte es sein, dass sie sich blo&szlig; durch das von Westerwelle vergiftete Klima der &ouml;ffentlichen Diskussion dazu ermuntert f&uuml;hlten, offen zu sagen, wie sie wirklich &uuml;ber Langzeitarbeitslose denken?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Politiker und Hartz IV: Wie haltet Ihr es mit der Menschenw&uuml;rde?<\/strong><br>\nPolitiker m&uuml;ssen aufh&ouml;ren, Hilfsbed&uuml;rftige pauschal zu verd&auml;chtigen. Die Achtung vor den Menschen fehlt in der Sozialstaatsdebatte. Ein Gastbeitrag von Nikolaus Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/66\/505268\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sparen, wo es nicht so wehtut<\/strong><br>\n&ldquo;F&ouml;rdern und Fordern&rdquo;, lautete das Motto der rot-gr&uuml;nen Hartz-Reformen. Das F&ouml;rdern kam schon immer zu kurz &ndash; und Schwarz-Gelb scheint daran nichts &auml;ndern zu wollen. Im Gegenteil: Am fr&uuml;hen Freitagmorgen sperrten die Haushaltspolitiker 600 Millionen Euro, die 2010 f&uuml;r die Qualifizierung von Arbeitslosen gedacht sind. Mit dieser Ma&szlig;nahme gingen die Beratungen f&uuml;r den Bundeshaushalt zu Ende. Der Bundestag wird das Zahlenwerk in zwei Wochen verabschieden. F&uuml;r die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und die Jobcenter in den Kommunen hei&szlig;t das: Sie haben 600 Millionen Euro weniger zur Verf&uuml;gung als im letzten Jahr. Das sind knapp zehn Prozent der gesamten Mittel f&uuml;r Fortbildung und Eingliederung (6,6 Milliarden).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2010%2F03%2F06%2Fa0110&amp;cHash=1e532eb64b\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Traurig genug, dass Deutschland laut OECD beim Arbeitslosengeld II auf Platz 14 innerhalb der OECD-L&auml;nder liegt. Ein deutscher Durchschnittsverdiener bekommt nur 36 % seines fr&uuml;heren Nettolohns. Selbst beim Arbeitslosengeld I liegen wir mit 60 % vom letzten Nettolohn auf Platz 12. Und jetzt wird auch noch bei der Qualifizierung von Arbeitslosen gespart und das Prinzip &ldquo;F&ouml;rdern&ldquo; endg&uuml;ltig als M&auml;rchen entlarvt. Ich habe jetzt gerade nicht die Zahlen dazu parat, aber unsere Politiker sollten, wenn sie von der Flexibilit&auml;t der D&auml;nen faseln, sich mal anschauen, was die D&auml;nen f&uuml;r die Qualifizierung ihrer Arbeitslosen ausgeben &ndash; vom Arbeitslosengeld ganz zu schweigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Niedriglohn: &ldquo;Jeder Achte schafft den Aufstieg&rdquo;<\/strong><br>\nIn gro&szlig;en Unternehmen schaffen es Geringverdiener leichter in besser bezahlte Positionen. Warum, das erkl&auml;rt Jens Stephani vom Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung<br>\nZEIT ONLINE: Herr Stephani, wer wenig verdient, wird immer wenig verdienen. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere aktuelle Studien zum Thema Niedriglohn. Sie arbeiten f&uuml;r das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und haben die Aufstiegschancen von Besch&auml;ftigten im Niedriglohnbereich untersucht. Ist dieser Bereich eine Sackgasse?<br>\n[&hellip;]<br>\n&ldquo;Erstaunlich f&uuml;r mich war auch, dass viele Besch&auml;ftigte im Niedriglohnsektor nicht schlecht qualifiziert sind: Rund 60 Prozent haben ein Fachabitur oder eine Ausbildung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/35\/niedriglohn-aufstieg\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Unterst&uuml;tzers JA:<\/strong> Die ZEIT kommt aus ihrer armseligen wirtschaftsliberalen (?) Hartz-IV-\/Niedriglohn-Apologetik einfach nicht heraus. Dass man &uuml;bersieht (?), dass es keine Erfolgsmeldung sein kann, wenn 87% den Niedriglohnsektor nicht verlassen k&ouml;nnen&hellip; dass man sich &uuml;ber die hohe Qualifikation der Betroffenen wundert &hellip; gleich <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/35\/niedriglohn-aufstieg?commentstart=1#cid-428046\">der erste Kommentar trifft voll ins Schwarze<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Selbstbesch&auml;ftigung f&uuml;r Akademiker&ldquo;<br>\nSehr oft ist die Ironie des Lebens unterhaltsamer als das sch&ouml;nste Kabarett:<\/p>\n<ol>\n<li>Sind Zahlen aus dem Bereich 1999 &ndash; 2005, mit Verlaub gesagt, steinalt und repr&auml;sentieren bestenfalls Zahlen aus dem beginnenden Strukturwandel. Wir erinnern uns an die erlahmte Hand eines Wirtschaftskanzlers.<\/li>\n<li>Es braucht nicht viel gesunden Menschenverstand, um zur Erkenntnis zu kommen, dass der Aufstieg in gr&ouml;&szlig;eren Firmen wahrscheinlicher ist.<br>\nFangen wir im Zwei-Mann-Betrieb an: Dort gibt es Chef und Mitarbeiter. Wohin soll der Mitarbeiter aufsteigen? Im 20-Mann-Betrieb ist die Situation nicht viel anders.<\/li>\n<li>Wir wollen bei aller Zahlenakrobatik nicht vergessen, dass die gro&szlig;en Unternehmer durch Auslagerung in Zweigfirmen, Auslagerung in Zeitarbeitsfirmen, Auslagerung in Niedrigstlohnfirmen ohne tarifliche Firmen einen Gro&szlig;teil der Geringverdiener erzeugt haben.<\/li>\n<li>Nat&uuml;rlich kommt es auf die Perspektive an: Man wird den Eindruck nicht los, als w&uuml;rde das IAB nur die Ausgestaltung seines Elfenbeinturmes betreiben.<\/li>\n<li>Die Mitarbeiter des IAB k&ouml;nnen sich nicht ernsthaft &uuml;ber die Bildungsqualit&auml;t der Niedrigl&ouml;hner gewundert haben. Die Ausbeutung der Jungarchitekten war schon vor 15 Jahren in der Hochkonjunktur des Bauwesens bekannt. Die Ausbeutung der Praktikanten mit Hochschulabschluss ist auch kein neues Thema.<\/li>\n<li>Wenn 7 von 8 Niedrigl&ouml;hnern der Aufstieg nicht gelingt, ist das keine Perspektive, die den Betroffenen Mut machen kann. Insbesondere dann nicht, wenn &uuml;ber die Nachhaltigkeit und Qualit&auml;t des sogenannten &ldquo;Aufstieges&rdquo; keine Aussage getroffen wird.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schroders-Fondsmanager im Gespr&auml;ch: &bdquo;Gro&szlig;britanniens Gesch&auml;ftsmodell ist nicht haltbar&ldquo;<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien k&ouml;nnte eine lange Pause mit niedrigem Wirtschaftswachstum drohen, glaubt David Scammel. Er ist Fondsmanager bei Schroders, einer Gesellschaft, die 167 Milliarden Euro verwaltet.<br>\nScammel h&auml;lt Gro&szlig;britanniens starke Abh&auml;ngigkeit vom Finanzsektor f&uuml;r k&uuml;nftig nicht mehr tragbar &ndash; die Industrie werde zulegen m&uuml;ssen, um das Vertrauen der Investoren zu st&auml;rken: &bdquo;Ungef&auml;hr 30 Prozent aller Steuereinnahmen stammten noch vor der Krise effektiv aus dem Finanzsektor in der City. Gro&szlig;britannien wird wieder eine st&auml;rkere Industrie haben m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375\/Doc~EF147164A6AC54681A16B2DAB7D7CAF6C~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Unterst&uuml;tzers JA:<\/strong> Und dieser Finanzmarktunsinn wird Deutschland immer noch empfohlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Dresdner-&Uuml;bernahme: Gericht hebt Entlastung von Commerzbank-Bossen auf<\/strong><br>\nPeinliche Schlappe f&uuml;r Klaus-Peter M&uuml;ller und Martin Blessing, den Aufsichtsrats- und den Vorstandschef der Commerzbank: Das Landgericht Frankfurt hat die Entlastung der beiden Manager f&uuml;r 2008 aufgehoben. Die Kl&auml;ger hatten Ansto&szlig; am Beschluss zur &Uuml;bernahme der Dresdner Bank genommen &ndash; und der Richter folgte ihrem Einwand. Er hob die Entlastung<br>\nder Leitungsgremien in seinem Urteil wieder auf. Der Beschluss gilt also auch f&uuml;r alle &uuml;brigen Vorst&auml;nde und Aufsichtsr&auml;te der Commerzbank zeigen, die im Jahr 2008 die Dresdner Bank von der Allianz zeigen &uuml;bernommen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,682140,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Unterst&uuml;tzers JA:<\/strong> Der vom Staat finanzierte unselige Deal war also nicht einmal aktienrechtlich haltbar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Studienfinanzierung: Vorsicht, Schuldenfalle!<\/strong><br>\nKein Geld f&uuml;rs Studium? Kredite sollen helfen. Aber nicht jedes Darlehensmodell ist seri&ouml;s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/10\/C-Stipendien?page=all\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Der Artikel ist zum Gl&uuml;ck besser als die obige Zusammenfassung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schwarzliberale Zensur<\/strong><br>\nDer Fastenprediger vom Nockherberg tritt zur&uuml;ck, das Bayerische Fernsehen beugt sich der Staatsgewalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32210\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Zur Fastenrede von Bruder Barnabas (Michael Lerchenberg) auf dem Nockherberg <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/bayerisches-fernsehen\/nockherberg-fastenrede-video-ID1267529048296.xml\">geht&rsquo;s hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu als Kommentar ein Leserbrief von Hans Bleibinhaus an die SZ:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><strong>Der &bdquo;Eklat&ldquo; nach der Predigt<\/strong><br>\nEs dr&auml;ngt sich der Verdacht auf, dass Michael Lerchenbergs zweifellos anfechtbarer (<em><strong>AM:<\/strong> Da, nur da, bin ich anderer Meinung als Freund Bleibinhaus. Wieso anfechtbar? <strong>KR:<\/strong> Ich stimme Hans Bleibinhaus ausdr&uuml;cklich zu.<\/em>) KZ-Vergleich ein willkommener Vorwand ist, von der politischen Bu&szlig;predigt wieder zur altbekannten Schenkelklopfer-Gaudi auf dem Nockherberg zur&uuml;ckzukehren.<br>\nDie reflexhaft in den Vordergrund geschobene Emp&ouml;rung &uuml;ber eine Verharmlosung der Qualen der KZ-Opfer ersetzt leider das Nachdenken &uuml;ber die gesellschaftlichen Folgen einer Minderheitenhetze um des politischen Vorteils willen.<br>\nKlar ist, dass nicht jede Minderheitenhatz zu Konzentrationslagern und Massenmord f&uuml;hrt.<br>\nAber jede Verfolgung wehrloser Gruppen beginnt mit einer verbalen Ausgrenzung und Verhetzung. Lange vor der Nazizeit waren die Juden das Ziel, heute z&uuml;ndelt man mit Moslems, T&uuml;rken und &ndash; wie praktisch f&uuml;r die FDP zur Verschleierung ihrer gnadenlosen Politik f&uuml;r die Reichen &ndash; vorgeblichen oder tats&auml;chlichen Hartz-IV-Faulenzern.<br>\nDie Devise &bdquo;Wehret den Anf&auml;ngen&ldquo; gilt eben nicht nur gegen die unverbesserlichen Antisemiten, sondern gegen alle, die ihre politische Suppe durch ein rhetorisches Feuer gegen Minderheiten w&auml;rmen wollen. Weil dieser Sinn von Lerchenbergs &bdquo;Grenzverletzung&ldquo; (Knobloch) und die ganze Bu&szlig;predigt der vorherrschenden politischen Klasse unangenehm ist, ernten deren Verfasser Heuchelei, Emp&ouml;rung und wom&ouml;glich den Rauswurf.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Interview mit Wolfgang Neskovic zur Wahl des neuen Verfassungsrichters: Wenig transparent und der Bedeutung unangemessen<\/strong><br>\nDie Verk&uuml;ndigung des Urteils zur Vorratsdatenspeicherung war die voraussichtlich letzte Amtshandlung des scheidenden Verfassungsgerichtspr&auml;sidenten Hans-J&uuml;rgen Papier. Heute will der Richter-Wahlausschuss des Deutschen Bundestages einen Nachr&uuml;cker bestimmen. Vorsitzender des Gremiums ist Wolfgang Neskovic. Er war 15 Jahre lang SPD-Mitglied und 12 Jahre Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen in Schleswig-Holstein. Bekannt wurde er 1994, als ein von ihm formulierter Vorlagebeschluss des Landgerichts L&uuml;beck an das Bundesverfassungsgericht zu &Auml;nderungen in der Bestrafungspraxis f&uuml;r den Besitz geringer Mengen Marihuana f&uuml;hrte. 1995 schloss er sich den Gr&uuml;nen an, deren F&uuml;hrung er im Zusammenhang mit dem Kosovokrieg scharf kritisierte. 2005 verlie&szlig; der mittlerweile zum BGH aufgestiegene Richter auch diese Partei und zog er auf einer offenen Landesliste der Linken in den Bundestag ein.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat eine einzigartige politische Macht. Es kann nahezu jede Entscheidung des Parlaments, der Regierung und der Justiz kassieren. Die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zum Lissabon-Vertrag, zu Hartz IV und zur Vorratsdatenspeicherung belegen dies eindrucksvoll. Die Bedeutung der Bundesverfassungsrichterwahl spiegelt sich in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion allerdings nicht angemessen wieder. Insbesondere im linken politischen Denken wird die Macht der Bundesverfassungsrichter str&auml;flich untersch&auml;tzt. Ronald Reagan hat einmal gesagt: &ldquo;Die Wahl eines Richters zum Obersten Gerichtshof ersetzt 20 Jahre Kongressarbeit.&rdquo; Die &Auml;u&szlig;erung zeigt, dass Konservative die machpolitische Seite der Richterwahl gewisserma&szlig;en als Teil ihres genetisch-politischen Programms ansehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=32202&amp;mode=print\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Ich kann der Hauptbotschaft dieses Interviews nicht folgen. So kenne ich durchaus eine Menge Linker, die die Bedeutung der Zusammensetzung des obersten Gerichtes durchaus erkennen. Linke, die ich kenne, machen sich schon lange Sorgen zum Beispiel wegen der familienpolitischen Entscheidungen, wegen der Entscheidung zur Verm&ouml;gensteuer, wegen der erkennbaren Tendenz des bisherigen Pr&auml;sidenten Papier, das Sozialstaatsversprechen zu relativieren, und so weiter. Meines Erachtens verharmlosen der Interviewte und der Interviewer auch die bisherigen Entscheidungen, wenn sie feststellen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Heribert Prantl bezeichnete die Tatsache, dass die Verfassungsrichter von den Parteien nominiert wurden und in der Vergangenheit trotzdem relativ unabh&auml;ngig entschieden, einmal als &ldquo;Wunder von Karlsruhe&rdquo;. Wie stehen die Chancen, dass dieser wundersame Zustand in der Zukunft anh&auml;lt?<br>\n<strong>Wolfgang Neskovic:<\/strong> Im Grundsatz teile ich die Auffassung von Herrn Prantl. Es ist schon erstaunlich, wie sich die Richterkollegen am Bundesverfassungsgericht von den sie nominierenden Parteien emanzipieren. Ausnahmen best&auml;tigen da eher die Regel. Nichtsdestotrotz halte ich eine Reform der Richterwahl aus den genannten Gr&uuml;nden f&uuml;r dringend erforderlich.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Von einem &bdquo;Wunder von Karlsruhe&ldquo; kann ich wenig erkennen. Am wenigsten zum Beispiel in den Entscheidungen zur Kommerzialisierung des Rundfunks. Hier hat Karlsruhe geholfen, die Schleusen f&uuml;r eine h&ouml;chst fragw&uuml;rdige Entwicklung zu &ouml;ffnen. Und diese Entscheidung war &uuml;brigens personell bestens vorbereitet. Von Unabh&auml;ngigkeit von den Unions-Parteien konnte keine Rede sein. Und deshalb wundert mich Neskovics Best&auml;tigung der Feststellung, in Karlsruhe h&auml;tte es ein Wunder gegeben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD will zur&uuml;ck zum parit&auml;tischen Beitragssystem<\/strong><br>\nDie SPD r&uuml;ckt von ihren eigenen Reform-Beschl&uuml;ssen in der Gesundheitspolitik ab und will die Zusatz- und Sonderbeitr&auml;ge f&uuml;r Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen abschaffen. Stattdessen soll das Gesundheitswesen k&uuml;nftig wieder parit&auml;tisch zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie aus Steuermitteln finanziert werden. Dies sieht ein Antrag vor, den die SPD am Donnerstag im Bundestag einbrachte und mit dem sie sich von den Pl&auml;nen der schwarz-gelben Bundesregierung scharf abgrenzt. Nach den Vorstellungen von Union und FDP soll der Beitrag der Arbeitgeber zur Gesetzlichen Krankenversicherung eingefroren werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.krankenkassen.de\/dpa\/167631.html\">Krankenkassen-Newsticker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Genau wie beim Mindestlohn. Solche Forderungen werden von der SPD aufgestellt, wenn klar ist, dass sie nicht durchsetzbar sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sch&auml;uble verriegelt offene Immobilienfonds<\/strong><br>\nDer Handel mit offenen Fonds soll stark beschnitten werden. Die Anbieter laufen Sturm &ndash; doch Anleger k&ouml;nnen die Regeln locker verkraften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/immobilien\/:mindesthaltefristen-schaeuble-verriegelt-offene-immobilienfonds\/50084250.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><strong>Immobilienfonds: Ende einer Illusion<\/strong><br>\nH&auml;user sind eine eher solide, aber recht sperrige Form der Geldanlage. Diese simple Wahrheit versuchten offene Immobilienfonds jahrzehntelang zu ignorieren und sich als Alternative zu hochliquiden Anlagen wie Geldmarktfonds zu positionieren. Wenn Sch&auml;uble nun Mindesthaltefristen vorschreiben will, ist das ein wichtiger erster Schritt, um die Probleme der offenen Immobilienfonds anzugehen. Damit w&uuml;rde zumindest f&uuml;r das Neugesch&auml;ft klargestellt, dass diese Fondsart sich nicht f&uuml;r Anleger eignet, die ihr Geld m&ouml;glicherweise kurzfristig anderweitig unterbringen wollen. F&uuml;r die Fondsgesellschaften, die sich vehement gegen eine Mindesthaltefrist wehren, w&auml;re das eine herbe, aber notwendige Niederlage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/immobilien\/:immobilienfonds-ende-einer-illusion\/50084236.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Meinungsfreiheit f&uuml;r Ausl&auml;nderfeinde<\/strong><br>\n&ldquo;Ausl&auml;nder-R&uuml;ckf&uuml;hrung &ndash; f&uuml;r ein lebenswertes deutsches Augsburg&rdquo;, so plakatierte das &ldquo;Augsburger B&uuml;ndnis &ndash; nationale Opposition&rdquo; im Juni 2002. Der &ouml;rtliche Wahlzusammenschluss von NPD, DVU und &ldquo;Republikanern&rdquo; warb damit f&uuml;r eine Aktionswoche. Das Landgericht Augsburg hat daraufhin drei Verantwortliche zu Geldstrafen verurteilt. Es wertete das Plakat als Volksverhetzung, weil es die Aussage enthalte, dass Augsburg mit Ausl&auml;ndern nicht lebenswert sei. Sie w&uuml;rden dabei als unterwertig dargestellt, ohne Lebensrecht in der Gemeinschaft. Dadurch werde die Menschenw&uuml;rde verletzt. &ndash; Das Verfassungsgericht best&auml;tigte nun zwar seine st&auml;ndige Rechtsprechung, dass die Menschenw&uuml;rde stets Vorrang vor der Meinungsfreiheit habe. Bei &Auml;u&szlig;erungen zu &ouml;ffentlichen Themen spreche aber die Vermutung f&uuml;r die freie Rede. Auch rechtsextremistische Meinungen seien vom Grundgesetz gesch&uuml;tzt, so die Richter. Im konkreten Fall h&auml;tten die Augsburger Richter keine Verletzung der Menschenw&uuml;rde belegen k&ouml;nnen. Auf dem Plakat w&uuml;rden Ausl&auml;nder zwar als Problem, aber nicht zwingend &ldquo;ver&auml;chtlich&rdquo; dargestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F03%2F06%2Fa0124&amp;cHash=21193f9489\">TAZ<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/entscheidungen\/rk20100204_1bvr036904.html\">Bundesverfassungsgericht<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ganz spontan lese ich das Plakat in Sinne des Landgerichts, dass die Stadt mit Ausl&auml;ndern nicht lebenswert sei. Wenn nun das Verfassungsgericht darauf abstellt, dass dies nur eine m&ouml;gliche Interpretation sei und der Text das alleine nicht hergebe, fehlt den Richtern m.E. die Kenntnis und\/oder das Bewu&szlig;tsein geschweige die Sensibilit&auml;t f&uuml;r das auf immer durch die Abscheulichkeiten unsere Geschichte vergiftete Wortpaar &ldquo;lebenswert\/lebensunwert&rdquo;. Das Verfassungsgericht stellt dann v&ouml;llig &uuml;berfl&uuml;ssig darauf ab, dass erst durch die Art und Weise der R&uuml;ckf&uuml;hrung, durch Anreiz oder Zwang, &ldquo;Ausl&auml;nder entrechtet oder zum Objekt gemacht&rdquo; w&uuml;rden. Wahrscheinlich bin ich zu wenig Jurist, um zu begreifen, warum hier n&auml;her zu begr&uuml;nden w&auml;re, dass hier ein Angriff auf die Menschenw&uuml;rde vorliege. Auch wenn davon auszugehen ist, dass das Amtsgericht Augsburg, diese Begr&uuml;ndung locker nachreichen kann, allein die Website &ldquo;Augsburger B&uuml;ndnis &ndash; Nationale Opposition&rdquo; bietet einiges, und bei ihrer urspr&uuml;nglichen Auffassung bleiben wird, signalisiert das Urteil des Verfassungsgerichts , dass in Deutschland Volksverhetzung m&ouml;glich ist. Man mu&szlig; es nur schlau genug anstellen. &ndash; Vor dem Hintergrund der von Roland Koch begonnenen und von Guido Westerwelle am Kochen gehaltenen Hetze gegen Hartz IV- Bezieher eine Katastrophe! Hetze als Wahlkampfmittel, wir sind wieder einmal so weit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pfusch an U-Bahn-Baustellen: Baugewerbe beklagt Preisdruck-Politik<\/strong><br>\nDas Baugewerbe gibt der Politik eine Mitschuld an Pfuschereien wie sie gerade in K&ouml;ln und D&uuml;sseldorf publik wurden. Der Staat sei als Auftraggeber daf&uuml;r verantwortlich, dass Facharbeiter kaum noch zu bezahlen seien. Nur durch Dumpingl&ouml;hne k&ouml;nne man im harten Preiswettbewerb bestehen.<br>\nNach der Aufdeckung eklatanter Pfuschereien beim Bau der U-Bahnen in K&ouml;ln und D&uuml;sseldorf gibt das Baugewerbe der Politik eine Mitschuld. Der Pr&auml;sident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Hans-Hartwig Loewenstein, sagte der Zeitung &ldquo;Rheinpfalz am Sonntag&rdquo;: &ldquo;Der Staat hat als &ouml;ffentlicher Bauherr ma&szlig;geblichen Anteil am sinkenden<br>\nQualifikationsniveau auf den Baustellen.&rdquo; Wer glaube, mit immer mehr gering- oder unzureichend qualifizierten Mitarbeitern mehr Qualit&auml;t erreichen zu k&ouml;nnen, der irre, betonte<br>\nLoewenstein. Auch die &Auml;nderung an der Handwerksordnung habe dazu gef&uuml;hrt, dass zu gro&szlig;en Teilen aus Osteuropa stammende, weitgehend unqualifizierte Bauarbeiter als Scheinselbst&auml;ndige auf den Baustellen t&auml;tig seien.<br>\nLoewenstein erkl&auml;rte, die Verb&auml;nde h&auml;tten fr&uuml;h auf die Konsequenzen aufmerksam gemacht, doch die damalige rot-gr&uuml;ne Bundesregierung habe die Warnungen in den Wind geschlagen. Deshalb d&uuml;rfe man sich nicht wundern, &ldquo;wenn der Pfusch allgegenw&auml;rtig wird&rdquo;. Mit Strafversch&auml;rfung lasse sich allerdings nur wenig bewirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,682153,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Krise &ndash; ein Schauspiel der Ohnmacht<\/strong><br>\nDie Hauptverursacher der Krise sind gleichzeitig deren Gewinner. Den Kampf um eine Neuordnung der Finanzbranche haben Angela Merkel und ihre Kollegen gar nicht erst angetreten. Tats&auml;chlich sind Merkel, Sarkozy, Obama und ihre Mitstreiter auf diesem Weg bis heute keinen Schritt vorangekommen. Der moralische Protz ihrer Versprechungen steht im umgekehrten Verh&auml;ltnis zu den tats&auml;chlich ergriffenen Ma&szlig;nahmen und verstellt den Blick auf ein Politikversagen, dass eher fr&uuml;her als sp&auml;ter das ganze Netz der globalisierten Wirtschaft zu zerrei&szlig;en droht. Bis heute wurde keiner der Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Im Gegenteil: Die Hauptverursacher der Krise sind nun sogar die Gewinner und schanzen sich schon wieder zweistellige Millionengeh&auml;lter zu. Und immer sichtbarer wird, dass die Fehlentwicklung der globalisierten Finanzwelt einer kleinen Clique aus den F&uuml;hrungsetagen von etwa 15 globalen Finanzkonzernen eine Macht in die H&auml;nde gespielt hat, die sich jeder demokratischen Kontrolle entzieht. Das begann schon damit, dass die Bankf&uuml;rsten selbst die Bedingungen diktierten, zu denen ihre Geldkonzerne mit Steuergeld gerettet wurden. In Deutschland ging das so weit, dass der Vertreter der Geldwirtschaft, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, pers&ouml;nlich die Kernpunkte mit der ahnungslosen Kanzlerin und ihrem &uuml;berforderten Finanzminister aushandeln konnte. &hellip;<br>\nQuelle:<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Finanzkrise-Angela-Merkel;art141,3049950?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Eine durchaus informative und kritische Zusammenfassung des Standes zur Finanzkrise. Lesenswert, obwohl Nachdenkseitenlesern vieles bekannt ist. An manchen Punkten halte ich die Einsch&auml;tzung des Autos allerdings f&uuml;r verwegen. Zum Beispiel ist die Bundeskanzlerin nicht ahnungslos, und der damals amtierende Finanzminister Steinbr&uuml;ck hat das Spiel mitgespielt; nicht weil er &uuml;berfordert war, sondern weil er wie auch Merkel mit der vom Autor Schumann erw&auml;hnten Clique zusammenh&auml;ngt. &bdquo;Ahnungslos&ldquo; und &bdquo;&uuml;berfordert&ldquo; &ndash; das ist eine Verharmlosung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Volksabstimmung: Isl&auml;nder lehnen Entsch&auml;digungen f&uuml;r Icesave-Verluste ab<\/strong><br>\nDie Isl&auml;nder wollen nicht zahlen: Sie lehnten per Referendum den Plan ihrer Regierung nahezu einstimmig ab, f&uuml;r die Pleite der Bank Icesave aufzukommen. Gro&szlig;britannien und die Niederlande fordern f&uuml;r geprellte Anleger 3,8 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-682168,00.html\">SpiegelOnline<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Scharfes Gesetz gegen Korruption in Bolivien<\/strong><br>\nDer bolivianische Senat hat Mitte der Woche ein &ldquo;Gesetz zur Korruptionsbek&auml;mpfung, illegalen Bereicherung und Verm&ouml;gens&uuml;berpr&uuml;fung&rdquo; verabschiedet.<br>\nErstmals ist nun die strafrechtliche Verfolgung von &ouml;ffentlichen Amtstr&auml;gern m&ouml;glich, die sich illegal an G&uuml;tern des Staates bereichert haben. Wer pl&ouml;tzlich zu Reichtum gekommen ist, muss fortan bei Beh&ouml;rdenverdacht den Ursprung seines Verm&ouml;gens erkl&auml;ren. Die Sanktionen reichen von einer m&ouml;glichen Enteignung des Privatbesitzes bis hin zu Gef&auml;ngnisstrafen von bis zu 14 Jahren.<br>\nMit der erkl&auml;rten Unverj&auml;hrbarkeit ist das neue Gesetz mit seinen 38 Paragraphen ein scharfes Schwert: Es gilt r&uuml;ckwirkend und kennt nur in Ausnahmen Verj&auml;hrung. Es nimmt keine R&uuml;cksicht auf Immunit&auml;t oder Sonderstellung von Ministern, Parlamentariern, Staatsbediensteten oder Funktion&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amerika21.de\/nachrichten\/inhalt\/2010\/maerz\/bolivien-93746489-korruption\">Amerika 21<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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