{"id":47182,"date":"2018-11-14T08:29:00","date_gmt":"2018-11-14T07:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182"},"modified":"2018-11-15T09:44:08","modified_gmt":"2018-11-15T08:44:08","slug":"hinweise-des-tages-3246","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h01\">Hillary for President in 2020? Die Demokratische Partei ist verkommen bis ins Mark<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h02\">Linke, die gern Erf&uuml;llungsgehilfen des Kapitals sein wollen &ndash; aber bitte mit Haltung (mit Nachtrag zu Telepolis)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h03\">Bundesregierung: Nach langem Streit steht der erste Entwurf f&uuml;rs Einwanderungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h04\">Apropos marktkonforme Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h05\">IWF stellt Italien ein vernichtendes Zeugnis aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h06\">Riesen- Spende an die CDU&bdquo;: BMW hat Merkel im Sack&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h07\">Zinsen f&uuml;r Steuerbetr&uuml;ger: Deutschland lie&szlig; sich Milliardensumme entgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h08\">Die Schulden der anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h09\">Wir brauchen gerechte Preise!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h10\">Karlsruhe pr&uuml;ft Hartz-IV-Sanktionen &ndash; Darf man das Existenzminimum k&uuml;rzen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h11\">&Ouml;sterreich: Ausbildungsgeld f&uuml;r vollj&auml;hrige Lehrlinge halbiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h12\">Traum vom Blitzkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h13\">Abgeordnete reisen zu Kampfdrohnen der Bundeswehr nach Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h14\">&ldquo;B&uuml;rgerwehren&rdquo; &ndash; bei Rechten besonders beliebt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h15\">Geplanter Mordanschlag an Pr&auml;sident S&aacute;nchez: &ldquo;Kein Terrorismus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h16\">Saudi-Arabien: Was ist eigentlich so besonders am Fall Khashoggi?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h17\">Im Jemen opfert der Westen ein ganzes Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h18\">Journalismus: Facebook kann Portale in die Bedeutungslosigkeit herunterpegeln<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hillary for President in 2020? Die Demokratische Partei ist verkommen bis ins Mark<\/strong><br>\nZwei Insider der Demokratischen Partei schrieben in einem Meinungsartikel im Wall Street Journal, dass ihrer Meinung nach Hillary Clinton 2020 erneut f&uuml;r die US-Pr&auml;sidentschaft kandidieren wird. Dies w&uuml;rde die gerade von unten links aufkommende Erneuerung der Partei vollkommen zunichtemachen.<br>\nHillary Will Run Again titelte am Sonntag ein Meinungsartikel zweier Autoren im konservativen, neoliberalen Wall Street Journal, die erneute Pr&auml;sidentschaftskandidatur von Hillary Clinton 2020 meinend. (Dass der Artikel ausgerechnet im Wall Street Journal erschien, spricht B&auml;nde.)<br>\nDer Artikel dient keiner offiziellen Ank&uuml;ndigung von Clintons Kandidatur, doch meinen die beiden Demokraten-Insider: &bdquo;Wir k&ouml;nnen damit rechnen, dass sie wieder kandidieren wird.&ldquo; Mark Penn, einer der beiden Koautoren des Artikels, war sieben Jahre lange Clintons Berater und gilt als Hillary-Vertrauter. Es ist unwahrscheinlich, dass beide Autoren ihre gute Reputation f&uuml;r blo&szlig;e Spekulation aufs Spiel setzen w&uuml;rden. Es ist anzunehmen, dass sie auf Konkretes zur&uuml;ckgreifen, aus taktischen Gr&uuml;nden jedoch im Unkonkreten verbleiben.<br>\nClinton selbst hat eine 2020-Kandidatur &ouml;ffentlich bislang weder eindeutig bejaht noch verneint, doch in einem TV-Interview Ende Oktober antwortete sie auf die Frage, ob sie erneut kandidieren wolle, zun&auml;chst &bdquo;Nein&ldquo;, um dann mit &bdquo;Aber ich w&auml;re gerne Pr&auml;sidentin&ldquo; selbst die T&uuml;ren f&uuml;r Spekulationen weit aufzusto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-11-13\/hillary-for-president-in-2020\/\">Justice Now!<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dies d&uuml;rfte vor allem Donald Trump freuen, dem eine Kandidatur Clintons beste Chancen auf eine zweite Amtszeit garantieren w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Linke, die gern Erf&uuml;llungsgehilfen des Kapitals sein wollen &ndash; aber bitte mit Haltung (mit Nachtrag zu Telepolis)<\/strong><br>\nEs ist bezeichnend. Auf meine mit Belegen gespickten, hundertausendfach gelesenen Blogposts dazu, wie das Migrationsabkommen die Interessen der internationalen Gro&szlig;konzerne bedient und dass es auch auf deren Lobbying zur&uuml;ckgeht, ernte ich von linker Seite nichts als dr&ouml;hnendes Schweigen. Kaum ein Ansatz von Kritik, nur Schweigen. Wenn mit Sahra Wagenknecht eine f&uuml;hrende Politikerin der Linken einen derartigen Text zustimmend zur Lekt&uuml;re empfiehlt, l&ouml;st das angeblich sogar eine Revolte in ihrer Fraktion aus.<br>\nHier der Link zum inkriminierten Artikel: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1049-migrationsabkommen-sargnagel\">Das Migrationsabkommen als letzter Sargnagel f&uuml;r die linken Parteien<\/a><br>\nDarin zitiere ich einen f&uuml;hrenden Wissenschaftler des globalen S&uuml;dens und die Citigroup dazu, dass die Behauptung, die Abwanderungsl&auml;nder profitierten, eine interessengeleitete L&uuml;ge ist. Auch dass die mit Migration befassten UN-Organisationen das anders sahen, bevor das Weltwirtschaftsforum sie umdrehte, bleibt nicht unerw&auml;hnt, ebenso wenig, dass gerade die untersten Lohngruppen mit Zuwanderern um Jobs und soziale Leistungen konkurrieren d&uuml;rfen.<br>\nEs ist also im linken auf-die-Haltung-kommt-es-an-Umfeld verboten &uuml;ber solche Probleme auch nur zu diskutieren. Wenn Widerlegen nicht geht, ist Totschweigen von unangenehmen Ziel- und Haltungskonflikten die erste Linkenpflicht.<br>\nPassend zum von mir gew&auml;hlten Sargnagel-Bild res&uuml;miert der SPON-Artikel &uuml;ber eine Zeit nach einer m&ouml;glichen Vertreibung der Fraktionsvorsitzenden:<br>\n&bdquo;Wagenknechts Gegner hoffen, dass dann endlich Ruhe einkehrt.&ldquo;<br>\nDas d&uuml;rfte stimmen. Auf dem medialen Friedhof der &bdquo;sonstigen&ldquo; Parteien  ist es meist ziemlich ruhig.<br>\nNachtrag (13.11.) Auf Telepolis zeigt der ber&uuml;chtigte Peter Nowak wozu haltungslinke Dialektik f&auml;hig ist. Er weist die Verantwortung f&uuml;r die Diskussionsverweigerung des Kipping-Lagers Wagenknecht zu, die zwar Recht habe, die aber dieses Lager mit Diskussionsaufforderungen unn&ouml;tig provoziere. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Gr&uuml;ne und Linke und die Migration&rdquo; hei&szlig;t es bei ihm:<br>\n&ldquo;Wagenknecht hat auch keine Schritte getan, um den Konflikt zu deeskalieren. Das zeigte der letzte Tweet, in dem sie ihre Ablehnung des UN-Migrationspaktes mit einem Artikel des Handelsblatt-Journalisten Norbert H&auml;ring begr&uuml;ndet, der schon lange als Wagenknecht-Anh&auml;nger auftritt und der sich auch von KenFM interviewen l&auml;sst. Dass sie damit ihren Kritikern neue Argumente liefert, muss ihr bewusst sein. Da bleibt dann keine Zeit mehr, &uuml;ber Sinn und Unsinn des UN-Migrationspakts zu diskutieren. Dessen prim&auml;res Ziel ist die regulierte Einwanderung nach &ouml;konomischen Aspekten. Es g&auml;be also gen&uuml;gend Grund f&uuml;r linke Kritik auch an den UN-Migrationspakt&hellip;<br>\nDie Linke kann da von den Gr&uuml;nen noch lernen, wie man strittige Positionen im Kleingedruckten versenkt. Und Sahra Wagenknecht h&auml;tte f&uuml;r weniger Aufregung gesorgt, wenn sie statt des Artikels von Norbert H&auml;ring genau diese Stelle des gr&uuml;nen Leitantrags zur Untermauerung ihrer Position verbreitet h&auml;tte. (Peter Nowak)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1066-sargnagel\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.P.:<\/strong> Diese Partei ist nicht mehr genuin links. Es ist eine neugr&uuml;ne Lifestyle Partei. Bei der Konfrontation mit anderen Meinungen analysiert und diskutiert man nicht mehr, sondern man stellt sich auf die richtige Seite und f&uuml;hlt sich gut. Besser zu sein, muss sich gut anf&uuml;hlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundesregierung: Nach langem Streit steht der erste Entwurf f&uuml;rs Einwanderungsgesetz<\/strong><br>\n&Uuml;ber Monate hinweg gab es keine Einigkeit &uuml;bers Zuwanderungsgesetz der GroKo. Nun liegt ein Referentenentwurf vor. Ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte sollen demnach f&uuml;r sechs Monate nach Deutschland kommen d&uuml;rfen &ndash; und m&uuml;ssen eine Grundvoraussetzung erf&uuml;llen.<br>\nIngenieure, B&auml;cker und andere Fachkr&auml;fte aus Nicht-EU-Staaten sollen in Zukunft zur Arbeitsplatzsuche f&uuml;r sechs Monate nach Deutschland kommen d&uuml;rfen. Das sieht das geplante Fachkr&auml;ftezuwanderungsgesetz der Bundesregierung vor, f&uuml;r das es nun einen Referentenentwurf gibt. Er lag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vor.<br>\nDie Fachkr&auml;fte mit Berufsausbildung m&uuml;ssen &bdquo;&uuml;ber ausreichende deutsche Sprachkenntnisse oder h&ouml;here deutsche Sprachkenntnisse verf&uuml;gen, soweit letztere f&uuml;r die Berufsaus&uuml;bung erforderlich sind&ldquo;, hei&szlig;t es darin<br>\nNach langem Streit und einer Einigung in der Koalition hatte das Bundeskabinett Anfang Oktober ein entsprechendes Eckpunktepapier beschlossen. Das Gesetz soll laut dem Entwurf durch Beschleunigungen bei der Anerkennung ausl&auml;ndischer Abschl&uuml;sse erg&auml;nzt werden &ndash; und durch eine verst&auml;rkte F&ouml;rderung des Erwerbs der deutschen Sprache im Ausland. Eine bisherige Beschr&auml;nkung auf Berufe mit Engp&auml;ssen soll entfallen.<br>\nAuf die Vorrangpr&uuml;fung, nach der Ausl&auml;nder nur eingestellt werden d&uuml;rfen, wenn kein Deutscher den Job machen kann, soll im Grundsatz verzichtet werden. &bdquo;Verbunden wird dies jedoch mit der M&ouml;glichkeit, auf Ver&auml;nderungen des Arbeitsmarktes unkompliziert reagieren zu k&ouml;nnen und die Vorrangpr&uuml;fung in Arbeitsmarktregionen mit &uuml;berdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit oder f&uuml;r bestimmte Berufe beizubehalten beziehungsweise kurzfristig wieder einzuf&uuml;hren&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Entwurf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article183805704\/Bundesregierung-Nach-langem-Streit-steht-der-erste-Entwurf-fuers-Einwanderungsgesetz.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong>Der v&ouml;llige Wahnsinn. Ein solches Gesetz schafft den offensten Arbeitsmarkt der Welt, in dem gleichzeitig <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/tatsaechliche-arbeitslosigkeit\/2018\/\">offiziell 3,2 Millionen<\/a> und realistisch sicher &uuml;ber 4 Millionen Menschen arbeitslos sind, die Arbeitslosenrate 8% &uuml;bersteigt. Kein Wort auch zu den viel zu niedrigen L&ouml;hnen in Deutschland, die die Propaganda vom Fachkr&auml;ftemangel ganz offensichtlich entlarven Mit dem bisherigen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zuwanderungsgesetz\">Zuwanderungsgesetz<\/a> &ndash; immerhin gibt es das geforderte Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz schon seit 2005 &ndash; d&uuml;rfen Nicht-EU-Ausl&auml;nder nur mit Hochschulabschluss und immerhin einem Mindestgehalt in Deutschland arbeiten; jetzt sollen, abgesehen von der Anforderung an deutsche Sprachkenntnisse und eine Berufsausbildung, die letzten Regulierungen entfernt werden. Qualifizierte Arbeit zu jedem Preis, den die Arbeitgeberseite vorgibt, Lohndruck ohne Ende und steigende Arbeitslosigkeit: genau so stellt sich &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; den idealen Arbeitsmarkt vor. Zus&auml;tzlich die Auswirkungen potentiell unbegrenzter Zuwanderung auf den knappen Wohnraum, da werden die n&auml;chsten Jahre noch weniger lustig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Apropos marktkonforme Demokratie<\/strong><br>\n(&hellip;) Heute l&auml;uft die Frist ab, die die EU-Kommission Italien gegeben hatte, um seine Haushaltspl&auml;ne den Stabilit&auml;tskriterien der Eurozone anzupassen. &ldquo;Italien muss jetzt liefern&rdquo;, hei&szlig;t es in der Kommission. Doch niemand rechnet damit, dass Rom dazu bereit ist. Es d&uuml;rfte also auf Strafma&szlig;nahmen gegen Italien hinauslaufen, die EU steuert auf einen Gro&szlig;konflikt zu. In Br&uuml;ssel und Berlin hofft man darauf, dass die M&auml;rkte die italienische Regierung zur Vernunft bringen werden. Doch ist das mehr als ein frommer Wunsch? Hat etwa schon mal ein Stop-Schild einen Amokfahrer aufgehalten?&rdquo;<br>\nDas ist eigentlich ungeheuerlich, f&uuml;r wie selbstverst&auml;ndlich es Medien, aber auch vermeintlich progressive Politiker inzwischen halten, dass die M&auml;rkte einer Regierung und einem Volk schon zeigen werden, wo es langgeht. Zur Vernunft bringen, ist dabei die h&uuml;bsche Umschreibung f&uuml;r einen Vorgang, der nichts anderes als eine Drohung ist. Dieses Politikverst&auml;ndnis hat die jetzige italienische Regierung, &uuml;ber die alle schimpfen, &uuml;berhaupt erst ins Amt gebracht. Denn ihre Vorg&auml;nger haben alle Vorgaben aus Br&uuml;ssel und Berlin immer brav erf&uuml;llt, so bescheuert und sch&auml;dlich sie auch waren.<br>\nNun hat die bizarre Vorstellung von Vernunft noch eine weitere Facette. Die Forderungen an die Italiener sind selbst unter den Bedingungen der Austerit&auml;tsfanatiker in Br&uuml;ssel und Berlin total &uuml;berzogen. Darauf weist Linken-Politiker Fabio De Masi hin. Er schreibt:<br>\n&ldquo;Deutschland, Frankreich, Spanien &ndash; sie alle haben bereits folgenlos gegen den Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt versto&szlig;en, w&auml;hrend Italien sogar unter der Defizitvorgabe bleibt. Italien erwirtschaftet selbst mit 2,4 Prozent Defizit Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse vor Zinsen (Prim&auml;r&uuml;bersch&uuml;sse). Laut OECD hat das Land auch wie kaum eine andere gro&szlig;e Volkswirtschaft orthodoxe Strukturreformen umgesetzt &ndash; also Deregulierung des Arbeitsmarktes, Privatisierungen sowie Lohn- und Rentenk&uuml;rzungen.&ldquo;<br>\nEs geht bei Italien also weder um Vernunft, noch um die Einhaltung von absurden Vorgaben, sondern einzig und allein darum, die Muskeln spielen zu lassen, weil die niedergetrampelte Demokratie nicht zu den gew&uuml;nschten marktkonformen Wahlergebnissen und dem entsprechenden Regierungshandeln f&uuml;hrt. Es sind also nicht die Italiener, die Amok laufen, sondern Politiker und Journalisten hierzulande, die nach 13 Jahren Merkel offenbar jeden Bezugsrahmen zur Demokratie verloren haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/181112apropos-marktkonforme-demokratie\">taublog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>IWF stellt Italien ein vernichtendes Zeugnis aus<\/strong><br>\nBis Mitternacht muss Italien einen neuen Haushalt bei der EU vorlegen. Die fordert weniger Schulden. Und auch der IWF verzweifelt an Italiens Pl&auml;nen &ndash; sie verspr&auml;chen nur kurzfristig positive Effekte. Langfrisitig droht die Rezession.<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat die wirtschaftliche Entwicklung und den Haushaltsplan Italiens unter die Lupe genommen &ndash; und was die Finanzexperten zu sehen bekamen, stimmte sie nicht froh. Das vom Regierungsb&uuml;ndnis aus rechter Lega und populistischer F&uuml;nf-Sterne-Bewegung geplante Budget, das in einem historischen Schritt schon von der EU-Kommission zur&uuml;ckgewiesen worden war, bekommt nun auch von den Vereinten Nationen ausgesprochen schlechte Noten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article183802820\/IWF-stellt-dem-italienischen-Haushalt-vernichtendes-Zeugnis-aus.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der IWF ist unendlich peinlich &ndash; nicht nur, weil er wieder und wieder mit den selben Hardcore-neoliberalen Rezepten (&ldquo;Strukturreformen&rdquo;) um die Ecke kommt, die empirisch wieder und wieder als wirtschafts- und gesellschaftsfeindlicher Unsinn entlarvt worden sind, sondern auch, weil er keine Alternativen anzubieten hat. Zu Recht beklagt der IWF die schlimme wirtschaftliche Situation vieler Italiener: &ldquo;Das reale pers&ouml;nliche Einkommen ist auf dem Niveau von vor zwei Jahrzehnten, die Arbeitslosigkeit liegt im Berichtszeitraum um die zehn Prozent, und die Lebensbedingungen f&uuml;r Menschen mittleren Alters und j&uuml;ngere Generationen sind erodiert&rdquo; &ndash; nur sind alle diese Probleme nicht das Ergebnis von 5 Monaten Lega-5Sterne-Regierung, sondern der Regierungen der letzten zwanzig Jahre, die sich mal mehr, mal weniger strikt an neoliberale Rezepte gehalten haben und in der Zwangsjacke Euro zusammen mit Lohndumping-Deutschland gefangen waren. Da&szlig; die geplante (niedrige) Arbeitslosenhilfe &ldquo;Anreize in der Bev&ouml;lkerung [zur Aufnahme einer Arbeit] senken&rdquo; k&ouml;nnte, die es angesichts von <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/17316\/umfrage\/arbeitslosenquote-in-italien\/\">11% offizieller Arbeitslosigkeit<\/a> und &uuml;ber 35% bei Jugendlichen nicht gibt, ist in den neoliberalen Modellen &ndash; es gibt nur freiwillige Arbeitslosigkeit &ndash; undenkbar. &ldquo;Auch das fr&uuml;here Rentenalter kommt beim IWF nicht gut an.&rdquo; Ein Zweck der h&ouml;chst popul&auml;ren R&uuml;cknahme der Erh&ouml;hung des Rentenalters ist die R&auml;umung von Arbeitspl&auml;tzen, die dann J&uuml;ngere einnehmen k&ouml;nnten. &ldquo;Der Wegzug von Italienern in andere L&auml;nder sei auf einem F&uuml;nf-Jahres-Hoch.&rdquo; Das ist sehr schlimm, aber daran sind nicht Lega und 5 Sterne schuld, die mit ihrer &ldquo;Schuldenpolitik&rdquo; immerhin versuchen, Perspektiven f&uuml;r junge Menschen im Land selbst zu schaffen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Riesen- Spende an die CDU&bdquo;: BMW hat Merkel im Sack&ldquo;<\/strong><br>\nErst verhindert die Bundesregierung strengere Abgasnormen f&uuml;r Autos, dann wird bekannt, dass BMW-Gro&szlig;aktion&auml;re kurz zuvor der CDU fast 700.000 Euro gespendet haben. Entsprechend laut ist die Emp&ouml;rung jetzt.<br>\nDie CDU kann ihr Budget kr&auml;ftig aufbessern: Vergangene Woche verbuchte die Partei auf ihrem Konto drei Gro&szlig;spenden von insgesamt 690.000 Euro der Industriellenfamilie Quandt, die erhebliche Anteile am Autobauer BMW h&auml;lt. Wie auf der Webseite des Bundestags ver&ouml;ffentlicht, spendeten Johanna Quandt ebenso wie ihre Kinder Susanne Klatten und Stefan Quandt der CDU am 9. Oktober jeweils 230.000 Euro.<br>\nVon der CDU wurde am Dienstag darauf verwiesen, dass man selbst die Meldung beim Bundestag gemacht habe. Die Familie Quandt geh&ouml;re seit vielen Jahren zu den wichtigen Unterst&uuml;tzern der CDU.<br>\n(&hellip;) Die Spende sei zudem auch ein Anerkenntnis, &bdquo;f&uuml;r die sehr erfolgreiche Arbeit der Bundeskanzlerin bei der Bew&auml;ltigung der Euro-Krise&ldquo;. Die Entscheidung &uuml;ber die insgesamt drei Spenden &aacute; 230.000 Euro sei bereits im Fr&uuml;hjahr gefallen. Darin enthalten seien auch Zuwendungen von dreimal je 60.000 Euro f&uuml;r die hessische CDU. Der Familienvertreter wies weiter darauf hin, dass die Familie bereits seit Jahrzehnten b&uuml;rgerliche Parteien unterst&uuml;tze&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/riesen-spende-an-die-cdu-bmw-hat-merkel-im-sack\/8934938.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zinsen f&uuml;r Steuerbetr&uuml;ger: Deutschland lie&szlig; sich Milliardensumme entgehen<\/strong><br>\nF&uuml;r viel Geld kauften Finanzbeh&ouml;rden die Daten von Steuerhinterziehern. Laut Bundesrechnungshof vers&auml;umten sie dann aber, eine Milliarde Euro an Zinsen einzutreiben. Auch bei anderen F&auml;llen wundern sich die Rechnungspr&uuml;fer.<br>\nKaum etwas hat Steuerhinterzieher in den vergangenen Jahren so aufgescheucht wie der Ankauf von CDs mit gestohlenen Kundendaten ausl&auml;ndischer Banken. Aus Furcht, ihr Name k&ouml;nnte sich auf einem der Silberlinge finden, zeigten sich viele B&uuml;rger selbst an. Der Staat konnte in gro&szlig;em Stil nachkassieren.<br>\nDoch dabei w&auml;re noch deutlich mehr drin gewesen. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrechnungshof (BRH) in seinem Jahresbericht, der am Dienstag ver&ouml;ffentlicht wird und dem SPIEGEL vorab vorlag. Demnach lie&szlig;en sich die Finanzbeh&ouml;rden seit 2010 Einnahmen in H&ouml;he von einer Milliarde Euro entgehen, weil sie nur Hinterziehungszinsen auf Jahressteuern erhoben &ndash; nicht aber auf ebenfalls steuerpflichtige Vorauszahlungen zur Einkommensteuer. Diese m&uuml;ssen vor allem Selbstst&auml;ndige und Freiberufler regelm&auml;&szlig;ig &uuml;berweisen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundesrechnungshof-kritisiert-versaeumte-steuerstrafen-a-1238127.html\">SPON<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bericht des Bundesrechnungshofs: Schlampereien auf 300 Seiten<\/strong><br>\n&Uuml;berteuerte Krankentransporter bei der Bundeswehr, abenteuerliche Ausreden aus dem Verkehrsministerium, lasches Vorgehen gegen Steuerbetrug: Ein Papier des Bundesrechnungshofs listet F&auml;lle von Steuerverschwendung auf.<br>\n&hellip; wenn man den Bericht des Bundesrechnungshofs liest. Auf 300 Seiten listet er finanzielle Fehltritte auf. Und die kosten Milliarden. So haben deutsche Beh&ouml;rden zwar die ber&uuml;hmten Steuer-CDs aus dem Ausland aufgekauft, aber die Finanz&auml;mter nicht alle Hinterziehungszinsen eingefordert. &ldquo;Das haben die Finanz&auml;mter vergessen. So sind dem Staat seit 2010 rund eine Milliarde Euro entgangen. Das liegt schlicht daran, dass der Finanzminister den Finanz&auml;mtern keine Vorgaben gemacht hat&rdquo;, sagt Scheller.<br>\nAuch an anderer Stelle lassen es die Finanzbeh&ouml;rden schleifen. So w&uuml;rden immer seltener die Umsatzsteuerzahlungen von Unternehmen gepr&uuml;ft. Inzwischen kann ein Unternehmer rein rechnerisch davon ausgehen, dass es in seinem ganzen Berufsleben keine einzige Sonderpr&uuml;fung gibt. &ldquo;Alle 71 Jahre taucht ein Betriebspr&uuml;fer im Unternehmen auf. Dieses Quote hat sich verschlechtert. Immer mehr potenzielle Hinterziehung bleibt unentdeckt&rdquo;, sagt Scheller.<br>\nVerschwendung bei der Bundeswehr<br>\n20 Seiten in dem Bericht entfallen allein auf die Bundeswehr&hellip;<br>\nRisiken f&uuml;r den Bundeshaushalt gibt es in den kommenden Jahren genug: Der Brexit, der Wegfall des Solidarit&auml;tszuschlags, mehr Geld vom Bund f&uuml;r die Rentenversicherung. Bundesrechnungshofpr&auml;sident Kay Scheller appelliert: Es braucht einen tragf&auml;higen Haushalt, damit der Bund auch dann noch handeln kann, wenn die Rahmenbedingungen nicht mehr so gut sind wie heute.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundesrechnungshof-bericht-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Schulden der anderen<\/strong><br>\nDeutschlands Wirtschaftsexporte steigen und steigen, der Staatshaushalt ist ausgeglichen. Das erscheint so vorbildlich, dass deutsche Politiker diese Erfolge ihren KollegInnen in anderen L&auml;ndern immer wieder gern unter die Nase reiben. Das ist nicht nur eitel, sondern &uuml;bersieht die globalen Zusammenh&auml;nge auf fatale Weise. Ein Blick auf die neuesten Daten macht das deutlich.<br>\nDeutsche Politiker sind enorm stolz auf die hiesigen Export&uuml;bersch&uuml;sse und den ausgeglichenen Staatshaushalt &ndash; und empfehlen anderen Regierungen, dem deutschen Beispiel zu folgen, also Schulden abzubauen und mehr zu exportieren. Dabei wird gern &uuml;bersehen, dass deutsche &ldquo;Stabilit&auml;t&rdquo; und ausl&auml;ndische Defizite zusammenh&auml;ngen. Auch Deutschland lebt von Schulden &ndash; denen der anderen. Das machen die neuen Exportzahlen wieder deutlich.<br>\n(&hellip;) Der Erfolg der deutschen Wirtschaft h&auml;ngt somit erstens stark an ausl&auml;ndischer Verschuldung. Wenn all diese L&auml;nder hart sparen w&uuml;rden, s&auml;he es die hiesige Konjunktur alt aus&hellip;.<br>\nEs ist albern, die deutsche Wettbewerbsf&auml;higkeit zu bezweifeln<br>\nAngesichts dieser Exporterfolge ist es albern, &uuml;ber eine Schw&auml;che von Deutschlands internationaler Wettbewerbsf&auml;higkeit zu klagen oder dar&uuml;ber, dass das Ausland so unsolide wirtschaftet, w&auml;hrend hier zu Lande alles richtig gemacht wird. &Uuml;ber eine derartige Ignoranz  machte sich bereits vor 160 Jahren Karl Marx in der New York Daily Tribune lustig. Damals beschwerten sich britische &Ouml;konomen &uuml;ber die Krise auf ihrem Exportmarkt USA: &ldquo;Man sagte, der englische Handel w&auml;re gesund, aber &ndash; o weh! &ndash; seine Kunden und vor allem die Yankees w&auml;ren ungesund. Der gesunde Zustand eines Handels, dessen Gesundheit nur auf einer Seite existiert &ndash; das ist ein Gedanke, der eines britischen &Ouml;konomen w&uuml;rdig ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++b2e65628-e68f-11e8-aa18-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wir brauchen gerechte Preise!<\/strong><br>\nDer Markt hat immer Recht? Nein, meint Christoph Fleischmann. Denn das Prinzip Angebot und Nachfrage sorge nicht f&uuml;r Gerechtigkeit. Entsprechend d&uuml;rfe man es nicht allein dem Markt &uuml;berlassen, die Preise festzulegen.<br>\n&bdquo;Der Markt macht den Preis.&ldquo; Das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Das ist die Standardantwort von Konzernvertretern, wenn man darauf hinweist, dass die N&auml;herinnen in Bangladesch oder die Kakaobauern an der Elfenbeink&uuml;ste f&uuml;r ihre Arbeit bzw. die Produkte ihrer Arbeit zu wenig Geld bekommen. So wenig, dass es f&uuml;r ein w&uuml;rdiges Leben nicht reicht. Der Markt macht den Preis. Und die Gerechtigkeit?<br>\nDie kommt erst dann ins Spiel, wenn das Geschehen auf dem Markt vorbei ist. Wenn wir von sozialer Gerechtigkeit reden, dann meinen wir in der Regel die Umverteilung der Marktergebnisse mit Hilfe von Steuern und Sozialtransfers. Oder wir reden von Chancengerechtigkeit: Dann geht es darum, den Zugang zum Markt gleichberechtigt zu organisieren. Aber der Markt selber ist nicht gerecht oder ungerecht, er funktioniert nach einer anderen Logik, nach der von Angebot und Nachfrage eben.<br>\n(&hellip;) Die Handelspartner sind ungleich m&auml;chtig<br>\nWie aber kann man einen gerechten Preis bestimmen? &hellip;Der Produzent eines Gutes muss ein anst&auml;ndiges Auskommen haben und die Konsumenten von lebenswichtigen G&uuml;tern m&uuml;ssen es zu erschwinglichen Preisen beziehen k&ouml;nnen: Es soll einen Ausgleich zwischen Produzenten- und Konsumenteninteressen geben.<br>\n&hellip; Dieser Ausgleich ger&auml;t am ehesten in Gefahr, wenn sich zwei ungleich m&auml;chtige Handelspartner gegen&uuml;berstehen. Der Verhungernde und der Fernh&auml;ndler, der Getreide anliefert, agieren nicht auf Augenh&ouml;he: Ein Preis, den die beiden frei aushandeln, ist sicher kein gerechter Preis, kein Preis, der beider Auskommen in gleicher Weise ber&uuml;cksichtigt. Deshalb gab es nicht selten in mittelalterlichen St&auml;dten Preistaxen f&uuml;r lebenswichtige G&uuml;ter: also von der Obrigkeit festgelegte Preise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kapitalismus-wir-brauchen-gerechte-preise.1005.de.html?dram:article_id=433001\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Karlsruhe pr&uuml;ft Hartz-IV-Sanktionen &ndash; Darf man das Existenzminimum k&uuml;rzen?<\/strong><br>\n14 Jahre nach der Einf&uuml;hrung von Hartz IV will sich das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe erstmals mit der Sanktionspraxis der Jobcenter befassen. Verhandelt werde voraussichtlich am 15. und 16. Januar 2019, teilte es dem Erwerbslosenverein Tacheles mit.<br>\nDie obersten deutschen Richter sollen entscheiden, ob die j&auml;hrlich hunderttausendfach verh&auml;ngten K&uuml;rzungen der als Existenzminimum deklarierten Leistungen gegen die Grundrechte auf Menschenw&uuml;rde, k&ouml;rperliche Unversehrtheit und freie Berufswahl versto&szlig;en.<br>\nJugendliche und Ausl&auml;nder besonders h&auml;ufig sanktioniert<br>\nKein Geld f&uuml;r Essen und Strom, der Vermieter droht mit K&uuml;ndigung, Rechnungen bleiben liegen, Schulden h&auml;ufen sich an &ndash; amtliche Hilfe ausgeschlossen: Dieses Szenario bedroht Hartz-IV-Bezieher permanent&hellip;. Je nach Art der &ldquo;Pflichtverletzung&rdquo; k&uuml;rzen die &Auml;mter die Bez&uuml;ge f&uuml;r drei Monate um zehn, 30, 60 oder 100 Prozent &ndash; also ganz und gar!<br>\n(&hellip;) Sozialrichter: Leben und Gesundheit gef&auml;hrdet<br>\nBei Hartz IV gehe es um das ohnehin m&ouml;glicherweise zu niedrig bemessene Existenzminimum, erkl&auml;rte das Sozialgericht Gotha, als es im Mai 2015 das BVerfG anrief. Werde das Minimum gek&uuml;rzt, sei ein menschenw&uuml;rdiges Leben in der Bundesrepublik nicht mehr m&ouml;glich, so die Th&uuml;ringer Richter.Denn Betroffene k&ouml;nnten mangels fehlender R&uuml;cklagen selbst absolute Grundbed&uuml;rfnisse wie Nahrung, Wohnung und medizinische Versorgung meist nicht mehr sicherstellen. Dies f&uuml;hre schnell &bdquo;zu einer Lebensgef&auml;hrdung oder Beeintr&auml;chtigung der Gesundheit&ldquo;, erkl&auml;rten sie in ihrer Richtervorlage.<br>\n(&hellip;) Erpressungsinstrument f&uuml;r Lohndr&uuml;ckerei<br>\nKritiker beklagen seit langem Hartz IV als staatliches Erpressungsinstrument. So auch die Linksfraktion im Bundestag: Bei ihren j&auml;hrlichen Antr&auml;gen f&uuml;r die Abschaffung der Sanktionen r&uuml;gt sie stets auch deren negative Wirkung auf die L&ouml;hne. W&uuml;rden Menschen durch existenzielle Drohungen in schlecht bezahlte Jobs gezwungen, dr&uuml;cke dies auch die L&ouml;hne, und der Niedriglohnsektor weite sich folglich ebenso immer st&auml;rker aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/79038-weniger-als-das-minimum-karlsruhe-prueft-hartz-iv-sanktionen\/?fbclid=IwAR0ytLzts2tAFBHfLnyLWo1QYYSVR_dEqfmLKWReRh4aZWVIibBpQm_AkFw\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: Ausbildungsgeld f&uuml;r vollj&auml;hrige Lehrlinge halbiert<\/strong><br>\nLehrlinge: Tausenden wird das Ausbildungsgeld halbiert. Jetzt brechen viele ihre Lehre ab<br>\nSeit 1. September 2018 verdienen vollj&auml;hrige Lehrlinge in &uuml;berbetrieblichen Ausbildungsst&auml;tten nur noch die H&auml;lfte. Grund sind K&uuml;rzungen der Regierungen beim AMS (WM: Arbeitsmarktservice). Die Folgen: Viele Lehrlinge brechen ihre Ausbildung ab &ndash; weil das halbierte Ausbildungsgeld nicht mehr zum Leben reicht.<br>\nAuch, wer vollj&auml;hrig ist, kann in &Ouml;sterreich eine Lehre absolvieren und so zum Facharbeiter oder zur Facharbeiterin werden. Wenn sie das in einer &uuml;berbetrieblichen Lehrwerkst&auml;tte machen, erhalten sie Ausbildungsgeld. Es ist das &Auml;quivalent zur Lehrlingsentsch&auml;digung in Betrieben.<br>\nDoch genau dieses Ausbildungsgeld wurde jetzt f&uuml;r Vollj&auml;hrige halbiert. Statt 750 Euro pro Monat erhalten Lehrlinge in den ersten beiden Ausbildungsjahren nur noch 325 Euro. Erst im dritten Lehrjahr gibt es den vollen Betrag. Das bringt die Lehrlinge in Bedr&auml;ngnis. Denn die knapp 325 Euro decken bei vielen nicht mal die Wohnkosten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/lehrlinge-ausbildungsgeld-halbiert\">kontrat.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Traum vom Blitzkrieg<\/strong><br>\nUrsula von der Leyen wirbt in Mali und Niger f&uuml;r EU-Armee. Kramp-Karrenbauer will Kontrolle von Abgeordneten vor Auslandseins&auml;tzen einschr&auml;nken<br>\nBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat einen Besuch in Mali am Montag genutzt, um f&uuml;r den Aufbau einer gemeinsamen Truppe der EU-Staaten zu werben. &raquo;Ich bin der festen &Uuml;berzeugung, dass wir in absehbarer Zeit eine Armee der Europ&auml;er haben werden&laquo;, sagte sie einer Meldung der Deutschen Presseagentur zufolge in Bamako. Dabei will sich Frau Ministerin nicht zu sehr von gew&auml;hlten Abgeordneten auf die Finger schauen lassen. Streitkr&auml;fte m&uuml;ssten durch Parlamentarier getragen und unterst&uuml;tzt werden, &raquo;aber ich glaube, wir k&ouml;nnen in den Verfahren besser und schneller werden&laquo;. So k&ouml;nnten die europ&auml;ischen Nationen einen Ausschuss bilden, um schneller zu Ergebnissen zu kommen. Dieser Ausschuss solle die Verantwortung &raquo;f&uuml;r die unterschiedlichen Nationen, die die Armee der Europ&auml;er bilden&laquo;, &uuml;bernehmen.<br>\nWas das f&uuml;r die Union konkret bedeutet, machte CDU-Generalsekret&auml;rin Annegret Kramp-Karrenbauer gegen&uuml;ber dem Internetportal t-online.&thinsp;de klar: &raquo;Ich glaube, dass eine europ&auml;ische Armee Sinn macht. Auf dem Weg dorthin werden wir den Parlamentsvorbehalt f&uuml;r Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr ein St&uuml;ck zur&uuml;ckfahren m&uuml;ssen.&laquo; Bislang muss die Entsendung von deutschen Soldaten zu Kriegseins&auml;tzen in andere L&auml;nder vorab vom Bundestag genehmigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/343415.von-der-leyen-in-westafrika-traum-vom-blitzkrieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Abgeordnete reisen zu Kampfdrohnen der Bundeswehr nach Israel<\/strong><br>\nSeit heute befinden sich der europapolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE sowie stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss, Andrej Hunko, und der verteidigungspolitische Sprecher der Fraktion, Tobias Pfl&uuml;ger, zu einem Arbeitsbesuch in Israel. Hintergrund ist die bald beginnende Ausbildung von Bundeswehrsoldaten an Kampfdrohnen. Die eigentliche Beschaffung wird &uuml;ber einen Leasingvertrag &uuml;ber neun Jahre mit dem R&uuml;stungskonzern Airbus abgewickelt. Die Luftfahrzeuge vom Typ &bdquo;Heron TP&ldquo; sollen &uuml;ber einen Vertrag mit der israelischen Regierung am Milit&auml;rflugplatz Tel Nof stationiert werden. Dort befindet sich bereits ein Containerdorf f&uuml;r die deutsche Luftwaffe. Dazu erkl&auml;rt Andrej Hunko:<br>\n&bdquo;Der umstrittene Zuschlag f&uuml;r den israelischen Hersteller IAI erfolgte ohne Ausschreibung und wurde vom Verteidigungsministerium mit einer speziellen Rakete begr&uuml;ndet, die es nur in Israel gebe. Diese k&ouml;nne nicht in Modelle der Konkurrenz aus den USA einger&uuml;stet werden. &Uuml;ber diese angebliche Wunderwaffe und auch ihren Preis wollen wir mehr erfahren. Zudem ist die Firma IAI gerade in einen Korruptionsskandal verwickelt, der das unmittelbare Umfeld von Benjamin Netanyahu betrifft. Es muss aufgekl&auml;rt werden, ob auch Airbus als Hauptauftragnehmer des deutschen Drohnendeals darin verwickelt ist.&rdquo;<br>\nTobias Pfl&uuml;ger erg&auml;nzt: &bdquo;Wir wollen sehen, wie deutsche Soldaten in Israel ausgebildet werden. Die ,Heron TP&rsquo; ist bewaffnungsf&auml;hig. Doch f&uuml;r den Einsatz von Kampfdrohnen hat der Bundestag kein gr&uuml;nes Licht gegeben. Die Bundesverteidigungsministerin hatte versprochen, dass es eine breite Debatte geben soll, ob bewaffnete Drohnen angeschafft werden oder nicht. Wir sagen: Gezielte T&ouml;tungen und au&szlig;ergerichtliche Hinrichtungen d&uuml;rfen der Bundeswehr nicht erlaubt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/abgeordnete-reisen-zu-kampfdrohnen-der-bundeswehr-nach-israel\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;B&uuml;rgerwehren&rdquo; &ndash; bei Rechten besonders beliebt<\/strong><br>\nIm Blick hat das Innenministerium &ldquo;B&uuml;rgerwehren&rdquo;, also Gruppierungen &ldquo;abseits staatlicher Strukturen und ohne gesetzliche Legitimation&rdquo;. Sie g&auml;ben vor, nach eigenen Ma&szlig;st&auml;ben f&uuml;r Sicherheit und Ordnung einzutreten. Die &uuml;berwiegende Anzahl dieser &ldquo;B&uuml;rgerwehren&rdquo; aus den vergangenen Jahren k&ouml;nnten der rechten Szene zugeordnet werden. Rechtsextremisten erweckten immer wieder den Eindruck, dass B&uuml;rgerwehren notwendig seien.<br>\nNach tats&auml;chlichen oder mutma&szlig;lichen Straftaten von Migranten fordern sie B&uuml;rger zur &ldquo;Gegenwehr&rdquo; auf. Manchmal initiierten sie diese auch. Seit Herbst 2016 f&uuml;hren auch Angeh&ouml;rige der Kleinpartei &ldquo;Der III. Weg&rdquo; regelm&auml;&szlig;ige so genannte &ldquo;nationale Streifen&rdquo; durch. So wollten sie einer vermeintlich grassierenden Ausl&auml;ndergewalt Einhalt gebieten.<br>\n&ldquo;Allein seit 2014 sind 25 selbsternannte B&uuml;rgerwehren &ndash; die meisten davon aus dem rechten Milieu &ndash; strafrechtlich in Erscheinung getreten&rdquo;, sagte Benjamin Strasser, Innenexperte der FDP-Fraktion im Bundestag. Deshalb m&uuml;sse durch Sicherheitsbeh&ouml;rden und Nachrichtendienst genau unter die Lupe genommen werden, welches Personenpotenzial sich dort tummelt.<br>\n(&hellip;) Schusswaffen&uuml;bungen<br>\nRechtsextremisten bildeten sich zudem auch an Schusswaffen aus. Die meisten dieser Trainings w&uuml;rden auf legalem Weg an kommerziell betriebenen, &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Schie&szlig;anlagen in Deutschland durchgef&uuml;hrt &ndash; aber auch im umliegenden europ&auml;ischen Ausland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/rechtsextremismus-fdp-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Wer erinnert sich noch an die &bdquo;Wehrsportgruppe Hoffmann&ldquo; in den 70er Jahren? Die Wehrsportgruppe war eingebunden in die Gladio-Geheimarmeen in Europa und mutma&szlig;lich Drahtzieher hinter dem Anschlag auf das M&uuml;nchner Oktoberfest 1980. Vielleicht existieren diese Strukturen noch immer. Die B&uuml;rgerwehren w&uuml;rden sich leicht als Reservearmeen dazu eignen, wenn man sie von au&szlig;en richtig &bdquo;f&uuml;hrt&ldquo;. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wehrsportgruppe-Hoffmann-und-Gladio-3381314.html\">Siehe hierzu hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Geplanter Mordanschlag an Pr&auml;sident S&aacute;nchez: &ldquo;Kein Terrorismus&rdquo;<\/strong><br>\nDass der Mordplan eines Scharfsch&uuml;tzen unter den Teppich gekehrt werden sollte, best&auml;tigt Auffassungen, wonach Spaniens Justiz auf dem rechten Auge blind ist<br>\nDie spanischen Ewiggestrigen sind schwer emp&ouml;rt dar&uuml;ber, dass die sozialdemokratische Regierung Hand an das Mausoleum legen will, das sich der spanische Diktator Franco noch zu Lebzeiten errichten lie&szlig;. Inzwischen wurde von der sozialdemokratischen Regierung beschlossen, dass der Diktator exhumiert werden soll, was Franco-Anh&auml;nger an die Waffen treibt.<br>\nDass der Mitl&auml;ufer bei den Rechtsextremen (El Mundo), Manuel Murillo, f&uuml;r seine Mordpl&auml;ne schon am 19. September verhaftet wurde, ist erst vergangene Woche an die &Ouml;ffentlichkeit gedrungen, dabei ist der Scharfsch&uuml;tze, der &uuml;ber ein gro&szlig;es Waffenarsenal verf&uuml;gt, seit Wochen inhaftiert.<br>\nAus seinen Pl&auml;nen hatte der Ultra auf der Suche nach Unterst&uuml;tzern per WhatsApp kein Hehl gemacht. Der Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes war aber kein Spinner, sondern er verf&uuml;gte &uuml;ber die n&ouml;tige Ausr&uuml;stung, etliche Gewehre, darunter auch ein Scharfsch&uuml;tzengewehr und die n&ouml;tige Ausbildung.<br>\n(&hellip;) Es ist ein neuer Justizskandal, der sich zu den vielen hinzugesellt, die die letzten Wochen und Monate Spanien ersch&uuml;ttern, wie die Vorg&auml;nge um illegale Verurteilungen von Basken oder dass unter h&ouml;chst merkw&uuml;rdigen Umst&auml;nden verbraucherfreundliche Urteile kassiert werden, weil sie Banken einige Milliarden kosten w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Geplanter-Mordanschlag-an-Praesident-Sanchez-Kein-Terrorismus-4219220.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Saudi-Arabien: Was ist eigentlich so besonders am Fall Khashoggi?<\/strong><br>\nWeshalb diese Aufregung im Fall des Mordes an Jamal Khashoggi? Die Saudis haben gute Gr&uuml;nde, sich verwundert diese Frage zu stellen. Schlie&szlig;lich sind Folter, Enthauptungen, Entf&uuml;hrungen im Ausland und spurloses Verschwinden f&uuml;r die saudische Monarchie g&auml;ngige Praxis.<br>\nAls erstes ist zu diesem Fall zu sagen, dass die aktuelle saudische Erkl&auml;rung, dass ein geplantes Verh&ouml;r mit Entf&uuml;hrung schiefgelaufen sei, zwar falsch ist, doch dass sie gleichwohl etwas f&uuml;r sich hat. Es ist g&auml;ngige Praxis. Die Saudis entf&uuml;hren seit Jahren Dissidenten und bringen sie ins K&ouml;nigreich zur&uuml;ck, um sie heimlich zu t&ouml;ten.<br>\nSo bringt der ehemalige britische Botschafter Craig Murray die Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi am 2. Oktober 2018 im Istanbuler Konsulat der Golfmonarchie auf den Punkt. Und schaut man sich die lange Liste der &ldquo;g&auml;ngigen Praxis&rdquo; Saudi-Arabiens an, so haben die Saudis gute Gr&uuml;nde, sich &uuml;ber die aktuelle Aufregung im Fall Khashoggi zu wundern. Denn besonders ist an diesem Fall &ldquo;g&auml;ngiger Praxis&rdquo; letztlich &ndash; nichts<br>\n(&hellip;) Seit Jahrzehnten verbreitet die Golfmonarchie mit dem Wahabismus die &ldquo;sektiererischste, frauen- und homosexuellenfeindlichste sowie rassistischste und antisemitischste Version des Islam&rdquo;, schreibt Poch und verdeutlicht die finanziellen Gr&ouml;&szlig;enordnungen des saudischen Islamisierungs-Programms:<br>\nDaf&uuml;r gibt das K&ouml;nigreich j&auml;hrlich etwa acht Milliarden US-Dollar aus, ein &auml;hnlicher Betrag wie es ihn f&uuml;r Waffen ausgibt oder &uuml;ber die Pilgerreisen zu den heiligen St&auml;tten des Islam einnimmt. Acht Milliarden sind sechs- oder siebenmal so viel wie die UdSSR in ihren besten Jahren f&uuml;r Propaganda ausgegeben haben und 32-mal mehr als der Jahreshaushalt des Vatikans betr&auml;gt (Zahlen von 2011).<br>\nHunderte von Studenten aus der muslimischen Welt w&uuml;rden j&auml;hrlich an der Universit&auml;t von Medina mit Stipendien gef&ouml;rdert, um diesen wahabitischen Islam Saudi-Arabiens zu verbreiten. Denn ihr Vertrag verpflichte sie, nach Abschluss des Studiums in ihre Herkunftsl&auml;nder zur&uuml;ckzukehren. So habe eine ganze Armee von Hirnlosen die traditionellen muslimischen Kleriker in Subsahara-Afrika und einem Gro&szlig;teil der islamischen Welt ersetzt.<br>\nAlle F&uuml;hrer der gro&szlig;en muslimischen Organisationen in Senegal, Mali, Niger usw. haben die Universit&auml;t von Medina durchlaufen, die in den letzten Jahrzehnten 25.000 bis 30.000 Kader ausgebildet hat&rdquo;, zitiert Poch den Experten und Buchautor zu diesem Thema, Pierre Consesa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/79055-saudi-arabien-was-ist-eigentlich-so-besonders-am-fall-khashoggi\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Im Jemen opfert der Westen ein ganzes Volk<\/strong><br>\nNach vier Kriegsjahren leidet jeder zweite Jemenit an Hunger. Parallel breitet sich die Cholera rasend schnell aus. Ma&szlig;geblich verantwortlich f&uuml;r die prek&auml;re Lage ist Saudi-Arabien. Der Westen reagiert emp&ouml;rt &ndash; will aber dennoch weiter Gesch&auml;fte machen.<br>\n(&hellip;) Zwar hat die Bundesregierung alle R&uuml;stungsexporte an die Kriegspartei Saudi-Arabien gestoppt. Ausl&ouml;ser daf&uuml;r war aber nicht die humanit&auml;re Katastrophe im Jemen, sondern der gewaltsame Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in einem t&uuml;rkischen Konsulat. Und ob der Exportstopp &uuml;berhaupt von Dauer sein wird, ist fraglich. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier h&auml;lt einen deutschen Alleingang in der Sache jedenfalls f&uuml;r wenig sinnvoll.<br>\n&ldquo;Es hat keine Folgen positiver Art, wenn nur wir die Exporte nicht weiter durchf&uuml;hren, aber gleichzeitig andere L&auml;nder diese L&uuml;cke f&uuml;llen&rdquo;, erkl&auml;rte er Ende Oktober. Doch eine europ&auml;ische Einigung ist nicht in Sicht. Unter anderem Frankreich stellt sich gegen eine Exportsperre. Das sagt viel aus &uuml;ber die Art und Weise, wie im Westen rote Linien gezogen werden. Saudi-Arabien hat seit Kriegsbeginn mit einer Seeblockade und der systematischen Zerst&ouml;rung der jemenitischen Infrastruktur ma&szlig;geblich zur prek&auml;ren Lage der rund 27 Millionen Zivilisten beigetragen. Doch weder das langsame Aushungern des Landes noch Luftschl&auml;ge gegen zivile Ziele &ndash; wie etwa der Bombenangriff auf ein Krankenhaus von &Auml;rzte ohne Grenzen 2016 &ndash; wurden von der internationalen Gemeinschaft wirksam sanktioniert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Im-Jemen-opfert-der-Westen-ein-ganzes-Volk-article20717813.html\">ntv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Journalismus: Facebook kann Portale in die Bedeutungslosigkeit herunterpegeln<\/strong><br>\nLaut einer Erhebung des Pew Research Center beziehen 43 Prozent der erwachsenen US-B&uuml;rger News auf Facebook. Wenn der Konzern an seinen Algorithmen dreht, hat das massiven Einfluss auf den Traffic von Nachrichtenportalen. Zugleich investieren Facebook und Google Milliarden in journalistische Projekte. &hellip; Laut einer Erhebung des Pew Research Center beziehen 43 Prozent der erwachsenen US-B&uuml;rger News auf Facebook. Die H&auml;lfte dieser Gruppe, also gut ein Viertel aller US-B&uuml;rger, nutzt Facebook als alleinige Informationsquelle. F&uuml;r immer mehr Leute ist Facebook also das Fenster zur Welt. &hellip; Laut einer Untersuchung der Analytics-Firma SimilarWeb wurden beim US-Portal Vice voriges Jahr 48,1 Prozent aller Webseitenbesucher von Facebook weitergeleitet. Beim britischen Independent stammten 43,7 Prozent des Desktop-Traffics von Facebook. Beim Magazin New Yorker kam gut ein Viertel (26,6 Prozent) aller Webseitenbesucher von Facebook.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/facebook-algorithmus-digitalisierung-mark-zuckerberg-1.4207561\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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