{"id":47238,"date":"2018-11-16T08:28:36","date_gmt":"2018-11-16T07:28:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238"},"modified":"2018-11-16T08:28:36","modified_gmt":"2018-11-16T07:28:36","slug":"hinweise-des-tages-3248","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h01\">&Auml;nderung des Immissionsschutzgesetzes ist ein billiger Taschenspielertrick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h02\">Brexit means Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h03\">Der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien spitzt sich zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h04\">Merkel und Scholz schinden Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h05\">Einwanderungsgesetz: So will die Regierung den Zuzug von Ungelernten erleichtern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h06\">&ldquo;Autonome Republik&rdquo;: Ein Dorf macht sein Ding<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h07\">Aufstehen f&uuml;r einen neuen Sozialismus: Transformative, nicht konservierende Klassenpolitik ist das Gebot der Stunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h08\">Widerstand gegen Habecks Pl&auml;ne f&uuml;r eine Abkehr von Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h09\">Zwei-Prozent-R&uuml;stungsziel der NATO <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h10\">Urteil des EU-Gerichts: PKK war zu Unrecht auf Terrorliste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h11\">Skripal als Beispiel eines Informationskriegs gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h12\">Digitale Wundert&uuml;te<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h13\">Hat wer gesagt, dass es billig wird? Berliner Senat l&auml;sst Kritiker der Schulprivatisierung auflaufen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h14\">Widerstand gegen Grundrechteabbau h&auml;lt an: Immer mehr Menschen setzen sich gegen repressive Neufassungen der Polizeigesetze zur Wehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47238#h15\">Facebook kann Portale in die Bedeutungslosigkeit hinunterpegeln<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Auml;nderung des Immissionsschutzgesetzes ist ein billiger Taschenspielertrick<\/strong><br>\n&bdquo;Der Kabinettsbeschluss zur &Auml;nderung des Immissionsschutzgesetzes offenbart erneut die fundamentale Unf&auml;higkeit der Bundesregierung im Umgang mit dem Abgasskandal. Seit acht Jahren ignoriert die Bundesregierung die verbindlichen EU-Abgasgrenzwerte. Jetzt, wo sich Fahrverbote Stadt f&uuml;r Stadt ausbreiten und die zust&auml;ndigen Politiker weiterhin nicht willens sind, f&uuml;r die Einhaltung der Grenzwerte zu sorgen, sollen diese nun munter hochgeschraubt werden. Dieser Gesetzesentwurf ist nicht nur ein weiterer Tiefpunkt der GroKo, sondern auch ein billiger Taschenspielertrick ohne reale Auswirkungen&ldquo;, erkl&auml;rt Ingrid Remmers, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Remmers weiter:<br>\n&bdquo;Zur Erinnerung: Die Grenzwerte f&uuml;r Stickoxide gibt es aus einem gutem Grund, n&auml;mlich um die Gesundheit der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zu sch&uuml;tzen. Wir haben verbindliche EU-Abgasgrenzwerte einzuhalten, daher wird diese Schummel-Rechnung nicht aufgehen.<br>\nIn der Praxis wird dieses Gesetz keinerlei Wirkung entfalten. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Rechtm&auml;&szlig;igkeit von Diesel-Fahrverboten als kurzfristige Ma&szlig;nahmen zur Einhaltung des NO2-Grenzwerts Ende Februar best&auml;tigt. Die Verwaltungsgerichte werden sich an die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts halten und damit weiterhin Fahrverbote anordnen. Anstatt mit billigen Taschenspielertricks zu arbeiten, muss die Bundesregierung in der Luftreinhaltepolitik endlich Verantwortung &uuml;bernehmen. Hierzu z&auml;hlt vor allem eine fl&auml;chendeckende Hardware-L&ouml;sung aller deutschen Hersteller.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/aenderung-des-immissionsschutzgesetzes-ist-ein-billiger-taschenspielertrick\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Erste Autobahn f&uuml;r Diesel dicht<\/strong><br>\nEin Gericht ordnet f&uuml;r Essen ein Diesel-Fahrverbot auch auf der A 40 an. Die Entscheidung steht im Widerspruch zum Plan der Bundesregierung. [&hellip;]<br>\nDiese Entscheidungen stehen im klaren Widerspruch zum Plan der Bundesregierung, Fahrverbote k&uuml;nftig zu beschr&auml;nken. In einer Novelle des Bundesimmissionsschutzgesetzes, die das Kabinett am Donnerstag verabschiedete, wird festgelegt, dass Fahrverbote bei Messwerten von bis zu 50 Mikrogramm k&uuml;nftig in der Regel als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig gelten sollen.<br>\nUmwelthilfe-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer J&uuml;rgen Resch nannte diesen Plan &bdquo;europarechtswidrig&ldquo;. Die schwarz-rote Regierung bestreitet das und verweist darauf, dass die Vorgabe nicht verbindlich sei. Sei bedeute lediglich, dass bei geringer &Uuml;berschreitung eine Einhaltung auch durch andere Ma&szlig;nahmen als Fahrverbote erreicht werden k&ouml;nne.<br>\nGenau das sah das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen in seiner aktuellen Entscheidung aber anders. Das Fahrverbot sei &bdquo;notwendig, um eine schnellstm&ouml;gliche Einhaltung des seit nahezu neun Jahren verbindlichen Grenzwertes zu erreichen&ldquo;, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Gerichtsurteil-zum-Diesel-Fahrverbot\/!5548391\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Bundesregierung plant offenbar Massen&uuml;berwachung bei Diesel-Fahrverboten<\/strong><br>\nDie &Uuml;berwachung von Diesel-Fahrverboten sind personalintensiv und teuer. Eine automatisierte &Uuml;berwachung mit Kameras soll preiswerter sein, birgt aber Risiken.<br>\nDie Bundesregierung plant die von Gerichten angeordneten Fahrverbote mit einer automatisierten Erfassung aller Verkehrsteilnehmer durchzusetzen. Ein Gesetzentwurf, der heise online vorliegt, sieht daf&uuml;r einen automatisierten Datenbankabgleich mit dem Kraftfahrt-Bundesamt vor. Den &ldquo;Entwurf eines Neunten Gesetzes zur &Auml;nderung des Stra&szlig;enverkehrsgesetzes&rdquo; hat die Bundesregierung zwar noch nicht &ouml;ffentlich vorgestellt, doch Interessenverb&auml;nde der Polizei und von Herstellern von &Uuml;berwachungstechnik werben bereits daf&uuml;r. Die bisherigen Fahrverbote etwa in Hamburg zeigten bereits einen erh&ouml;hten Personalbedarf bei der Polizei zur Durchf&uuml;hrung von Verkehrskontrollen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Bundesregierung-plant-offenbar-Massenueberwachung-bei-Diesel-Fahrverboten-4221457.html\">Heise Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Brexit means Chaos<\/strong><br>\nOffiziell wollte in Br&uuml;ssel aber niemand zu den Chaos-Tagen in London Stellung nehmen. Obwohl alle Augen auf die Newsticker und Online-Portale gerichtet waren, tat man in der EU-Kommission so, als gehe der Brexit nun seinen ordnungsgem&auml;&szlig;en, weil vertraglich abgesicherten Gang. Das 585 Seiten starke Austritts-Abkommen wurde pr&auml;sentiert, als handele es sich um die normalste Sache der Welt &ndash; und nicht um einen Knebelvertrag.<br>\nDabei kann man ihn durchaus so bezeichnen. &ldquo;Die EU hat sich zu einem &uuml;berw&auml;ltigenden Teil durchgesetzt&rdquo;, urteilt der SPD-Europaabgeordnete Jens Geier. Austritt aus dem Binnenmarkt, Austritt aus der Zollunion, Aus f&uuml;r den Europ&auml;ischen Gerichtshof &ndash; nichts von alldem konnte May durchsetzen. In den ersten Jahren nach dem Brexit werde Gro&szlig;britannien in einer &auml;hnlichen Lage sein wie die Schweiz, so Geier: &ldquo;Sie &uuml;bernehmen den Gro&szlig;teil der EU-Regelungen, haben in Br&uuml;ssel aber nichts mehr zu sagen.&rdquo;<br>\nVerantwortlich f&uuml;r diesen &ldquo;Erfolg&rdquo; zeichnet vor allem die deutsche EU-Beamte Sabine Weyand. Die Expertin f&uuml;r knifflige Fragen sei eingesprungen, als die Gespr&auml;che im Oktober aus dem Ruder liefen und Verhandlungsf&uuml;hrer Michel Barnier nicht mehr weiter wusste, meldet der &ldquo;Guardian&rdquo;. Neben den offiziellen Gespr&auml;chskan&auml;len habe Weyand einen geheimen &ldquo;Tunnel&rdquo; er&ouml;ffnet, in dem die Verhandlungen weiterliefen, teilweise an Brexit-Minister Raab vorbei. Das Ergebnis entspricht zu 99 Prozent den deutsch-europ&auml;ischen W&uuml;nschen, es enth&auml;lt aber auch problematische Leerstellen. So wurden die besonders umstrittenen Fragen zur Agrar- und Fischereipolitik ausgeklammert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Brexit-means-Chaos-4222642.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Das Ende einer Zweckehe<\/strong><br>\nDas Ergebnis des Referendums, der ersten Abstimmung eines Mitgliedsstaates &uuml;ber einen Austritt, hat die EU schwer ersch&uuml;ttert. Bis zum 23. Juni 2016 hatte sie in ihrer Entwicklung nur eine Richtung gekannt &ndash; ein stetiges Wachstum: nach au&szlig;en durch die Aufnahme neuer Mitglieder, nach innen durch den Ausbau der Kooperation. Jetzt aber war nicht mehr nur rein theoretisch denkbar, sondern praktisch bewiesen, dass es keine Garantie auf ein weiteres Wachstum gab, dass nicht nur Stagnation, sondern sogar ein R&uuml;ckbau der Union in Zukunft als realistische Option einkalkuliert werden musste. Dies wog um so schwerer, als die Abstimmung &uuml;ber den Brexit zudem gezeigt hatte, dass die herk&ouml;mmlichen Kontrollmechanismen nicht mehr griffen: Von den Tories wusste man ja, dass sie in puncto EU gespalten waren; aber w&auml;hrend das Establishment der Labour Party sich in der &uuml;berwiegenden Mehrheit f&uuml;r den Verbleib in der Union stark gemacht hatte, hatten vor allem traditionelle Labour-Hochburgen f&uuml;r den Austritt gestimmt. F&uuml;r die gesellschaftlichen Milieus, die von der EU profitieren, war das alles um so bedrohlicher, als europaweite Umfragen kurz zuvor gezeigt hatten, dass eine ablehnende Haltung gegen&uuml;ber der Union verbreitet war. So stuften Anfang Juni 2016 in Spanien nur noch 47 Prozent der Bev&ouml;lkerung die EU positiv ein, 49 Prozent hingegen negativ. In Frankreich war das Verh&auml;ltnis mit 38 zu 61 Prozent noch schlechter f&uuml;r Br&uuml;ssel. Aus Schweden war berichtet worden, im Falle eines britischen Austritts wollten 36 Prozent der Bev&ouml;lkerung ebenfalls die EU verlassen, w&auml;hrend ihr nur 32 Prozent in jedem Fall die Treue halten mochten. Au&szlig;enministerin Margot Wallstr&ouml;m, die von 2004 bis 2010 EU-Kommissarin f&uuml;r Kommunikationsstrategie war und w&auml;hrend dieser Zeit eine positive Berichterstattung &uuml;ber die EU finanziell f&ouml;rderte, warnte vor einem &raquo;Spill-over-Effekt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/343683.brexit-das-ende-einer-zweckehe.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: An die EU gefesselt<\/strong><br>\nVon der EU erzwungene Festlegungen im Entwurf des Brexit-Abkommens f&uuml;hren zu massiven Verwerfungen in Gro&szlig;britannien und rufen Forderungen nach einem &ldquo;harten&rdquo; Brexit hervor. Die Festlegungen laufen darauf hinaus, dass London f&uuml;r 21 Monate, vielleicht sogar noch l&auml;nger neue EU-Vorschriften in nationale Regelwerke &uuml;bernehmen muss, ohne &uuml;ber sie mitbestimmen zu k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus zwingen sie das Vereinigte K&ouml;nigreich in eine Zollunion mit der EU, die eine eigenst&auml;ndige &ouml;konomische Entwicklung des Landes unm&ouml;glich macht, aus der London aber nur mit Zustimmung Br&uuml;ssels entkommen kann. Mehrere britische Minister und Staatssekret&auml;re sind gestern zur&uuml;ckgetreten; der aus dem Amt geschiedene Brexit-Minister Dominic Raab wirft der EU &ldquo;Erpressung&rdquo; vor. Die stellvertretende Verhandlungsf&uuml;hrerin der Union, die Deutsche Sabine Weyand, die eine hervorgehobene Rolle in den Verhandlungen gespielt hat, prahlt, Gro&szlig;britannien m&uuml;sse &ldquo;seine Regeln anpassen&rdquo;; die EU hingegen behalte &ldquo;die gesamte Kontrolle&rdquo;. Ein &ldquo;harter&rdquo; Brexit kostete deutsche Unternehmen Milliardensummen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7785\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien spitzt sich zu<\/strong><br>\n&ldquo;Die Realit&auml;ten werden Italien schnell einholen&rdquo;, f&uuml;gte Weber an. Ohne es auszusprechen, dr&uuml;ckte auch er damit die Hoffnung aus, dass M&auml;rkte das Land mit steigenden Zinsen &ldquo;zur Vernunft&rdquo; bringen. Diese Hoffnung macht sich, neben direkten Sanktionsdrohungen, immer st&auml;rker breit. Telepolis hatte dar&uuml;ber berichtet, dass der ehemalige Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem in diese Kerbe schlug, was die italienische Regierungspartei F&uuml;nf-Sterne-Bewegung (M5S) als einen &ldquo;Finanzstaatsstreich&rdquo; wertet.<br>\nW&auml;hrend Dijsselbloem das ebenfalls nicht klar und deutlich ausgesprochen hat, werden andere deutlicher. So hat der ehemalige Chefvolkswirt der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), J&uuml;rgen Stark, erkl&auml;rt, dass er davon ausgeht, dass die M&auml;rkte Italien zur Vernunft bringen werden. Er nimmt an (oder hofft er darauf?) &ldquo;dass die Ratingagenturen Italien weiter abstufen&rdquo; und sich damit die &ldquo;Risikopr&auml;mien f&uuml;r Italien erh&ouml;hen werden&rdquo;.<br>\nDas ist ungef&auml;hr auch die Konsequenz aus den Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi, der pl&ouml;tzlich im Fall seines Heimatlandes nicht eingreifen will, obwohl das die EZB lange Jahre gemacht hat, um den Euro nicht in Gefahr zu bringen.<br>\nDer Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael H&uuml;ther, sagte im Deutschlandfunk, die Vorgaben aus Br&uuml;ssel w&uuml;rden die Regierung in Rom &ldquo;nicht wirklich furchtbar interessieren&rdquo;. Doch auch er schiebt eine sehr deutliche Warnung nach angesichts des Schuldenbergs von 2,3 Billionen Euro, den Italien inzwischen angeh&auml;uft hat. Die italienische Regierung werde &ldquo;am Ende sehen, dass die Zinsen, die sie zu zahlen haben, h&ouml;her werden&rdquo;.<br>\nUm die Drohungen zuzuspitzen, f&uuml;gt H&uuml;ther an, dass Italien f&uuml;r eine Rettung zu gro&szlig; sei. Er sagt ein gef&auml;hrliches Experiment vorher: &ldquo;Das ist von der Gr&ouml;&szlig;e her einfach nicht m&ouml;glich und insofern werden wir den Test erleben, wie es wird, wenn die Kapitalm&auml;rkte die Anpassung erzwingen.&rdquo; Dabei fabuliert er dann auch &ldquo;Solidarit&auml;tsanleihen der B&uuml;rger&rdquo; und damit eine &ldquo;finanzielle Repression&rdquo; herbei.\n<blockquote><p>\nDie B&uuml;rger, die jetzt alle noch glauben, dass sie mit einem guten Regierungspartner unterwegs sind, werden sehen, dass sie in relativ kurzer Zeit mehr daf&uuml;r zahlen m&uuml;ssen.<br>\n<em>Michael H&uuml;ther <\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Jetzt fragt man sich, um auf die Aussagen von Weber zur&uuml;ckzukommen, wer hier tats&auml;chlich die Eurozone in Gefahr bringt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Haushaltsstreit-zwischen-der-EU-und-Italien-spitzt-sich-zu-4222579.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Streit um Italiens Haushalt<\/strong><br>\nEuropa t&auml;te besser daran, konstruktiv auf die italienische Position einzugehen und dem Land bei seinem gr&ouml;&szlig;ten Problem zu helfen: zehn Jahre ohne Wirtschaftswachstum. Von Beginn der 1990er Jahre bis zur Finanzkrise ist Italien genauso schnell gewachsen wie Deutschland. Aber 2008 h&ouml;rte das abrupt auf. Seitdem k&auml;mpft vor allem der S&uuml;den mit massiver (Jugend&shy;)Arbeitslosigkeit, die in einigen Regionen bei &uuml;ber 50% liegt und verlorene Generationen hervorgebracht hat. Europas Austerit&auml;tspolitik ist daf&uuml;r zumindest mitverantwortlich. W&auml;hrend der gesamten Zeit hat Italien aber eine konservative Haushaltsf&uuml;hrung praktiziert und permanente Prim&auml;r&uuml;bersch&uuml;sse gebildet. Abz&uuml;glich der Zinszahlungen auf den riesigen Altschuldenbestand, der vor allem in den 1970er und 1980er Jahren angeh&auml;uft wurde, haben italienische Regierungen seit &uuml;ber zwanzig Jahren nicht mehr &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt. Sogar einen Export&uuml;berschuss weist das Land auf.<br>\nDas Rezept f&uuml;r mehr Wachstum besteht also sicher nicht aus &bdquo;schmerzhaften Anpassungen&ldquo; zur Wiederherstellung von Wettbewerbsf&auml;higkeit. Aber es besteht auch nicht in sinnlosen Ausgabenprogrammen ohne nennenswerten langfristigen Effekt. Nach Einsch&auml;tzung vieler internationaler Beobachter fallen die Fr&uuml;hverrentungs&shy; und Grundeinkommensprogramme, die ma&szlig;geblich von der &bdquo;F&uuml;nf Sterne&ldquo;-&shy;Bewegung gepr&auml;gt sind, genau in diese Kategorie. Wenn der fiskalische Stimulus aber verpufft und von weiter steigenden Spreads aufgefressen wird, dann bekommt Italien nicht mehr Wachstum, sondern blo&szlig; noch mehr Schulden. Die Herausforderung wird also darin bestehen, mehr Geld an der richtigen Stelle auszugegeben und die M&auml;rkte zu &uuml;berzeugen, dass tats&auml;chlich Wachstumsimpulse gesetzt werden. Wo die richtige Stelle ist &ndash; im Bildungssystem, bei der Infrastruktur, beim Zugang zu Risikokapital f&uuml;r junge Unternehmen &ndash; muss letztlich die Regierung Conte entscheiden. Aber Europa kann sie dabei beraten und unterst&uuml;tzen, w&auml;hrend man parallel an einer Runderneuerung des Regelwerks der Eurozone arbeitet und nicht auf der Einhaltung von ohnehin obsoleten Fiskalvorschriften besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2018\/11\/streit-um-italiens-haushalt\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Merkel und Scholz schinden Zeit<\/strong><br>\n&ldquo;Sei nicht b&ouml;se&rdquo; lautete einst das Motto von Google. Dass Google kaum Steuern in Europa zahlt, ist jedoch nicht b&ouml;se, sondern Ergebnis schlechter Politik.<br>\nDie Steuertricks von Konzernen verursachen in der EU Steuerausf&auml;lle von Hunderten Milliarden Euro. Konzerne wie Google oder Apple zahlen in Europa oft weniger als einen Prozent Steuern auf ihre Gewinne, weil sie durch fiktive Zinsen oder Lizenzgeb&uuml;hren Gewinne &uuml;ber Landesgrenzen in Briefkastenfirmen in Niedrigsteuerl&auml;ndern schieben. Allein bis Ende 2016 betrugen die unversteuerten Auslandsgewinne von Google 60 Milliarden US-Dollar, so hoch wie die j&auml;hrlichen Steuereinnahmen von Tschechien oder Neuseeland. Apple zahlte 2014 in Irland 0,005 Prozent Steuern &ndash; 50 Euro f&uuml;r jede Million Gewinn.<br>\nDas System der internationalen Unternehmensbesteuerung ist &uuml;berholt: Die unterbesetzten Steuerbeh&ouml;rden m&uuml;ssten tausende konzerninterne Finanzfl&uuml;sse darauf abklopfen, ob Zinsen oder Lizenzgeb&uuml;hren &uuml;blichen Marktpreisen entsprechen oder der Gewinnverk&uuml;rzung dienen. Denn 60 Prozent des Welthandels findet innerhalb von Konzernen statt. In der Digitalwirtschaft existiert aber h&auml;ufig kein vergleichbarer Preis f&uuml;r Suchmaschinen-Algorithmen oder Smartphone-Patente, da Google, Apple &amp; Co. Quasi-Monopolisten sind.<br>\nTech-Giganten zahlen laut EU-Kommission im Schnitt 9,5 Prozent Steuern auf ihre Gewinne im Vergleich zu 23,2 Prozent f&uuml;r &uuml;brige Konzerne. Das Problem wird dadurch versch&auml;rft, dass Werbeanzeigen von Google ohne Betriebsst&auml;tte in Deutschland vertrieben werden, die f&uuml;r die Besteuerung ma&szlig;geblich ist. Die deutschen Nutzerdaten sind aber der Rohstoff ma&szlig;geschneiderter Werbung und tragen so zur Wertsch&ouml;pfung bei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_84784070\/digitalsteuer-fuer-tech-konzerne-merkel-und-scholz-schinden-zeit-.html\">T-Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Einwanderungsgesetz: So will die Regierung den Zuzug von Ungelernten erleichtern<\/strong><br>\nSchon heute k&ouml;nnen B&uuml;rger anderer EU-Staaten zuwandern, um sich in Deutschland einen Job zu suchen. F&uuml;r alle anderen gilt die Grundregel: Einreisen darf nur, wer schon einen Arbeitgeber gefunden hat &ndash; Ausnahmen gibt es nur f&uuml;r Akademiker. Das soll sich nach Wunsch der Bundesregierung &auml;ndern: Sie plant eine Ausweitung der legalen Zuwanderung von Nicht-EU-Ausl&auml;ndern.<br>\nErstens d&uuml;rfen auf Grundlage des sogenannten Fachkr&auml;fte-Zuwanderungsgesetzes, das noch vor Weihnachten vom Bundestag beschlossen werden soll, wohl auch erstmals arbeitswillige Migranten einreisen, die weder eine Berufsausbildung noch ein Angebot f&uuml;r einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz haben. [&hellip;]<br>\nFalls sich nichts Wesentliches mehr an dem nun vorliegenden Entwurf &auml;ndert, wird das geplante Gesetzeswerk weit &uuml;ber das Ziel hinausgehen, den Fachkr&auml;ftemangel zu lindern. In ihrer j&uuml;ngsten halbj&auml;hrlichen &bdquo;Engpassanalyse&ldquo; stellte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit jedoch zum wiederholten Male klar, dass &bdquo;von einem generellen Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland weiterhin nicht gesprochen werden&ldquo; k&ouml;nne.<br>\nDennoch hat sich die Bundesregierung der Position einiger Unternehmerverb&auml;nde und Stiftungen angeschlossen, dass Deutschland ungeachtet der vielen Arbeitslosen hierzulande und in anderen EU-Staaten eine st&auml;rkere Zuwanderung von nicht europ&auml;ischen Arbeitnehmern ben&ouml;tige; nicht nur mit Blick auf sogenannte Engpassberufe, bei denen Fachkr&auml;ftemangel herrscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article183929666\/Einwanderungsgesetz-So-will-die-Regierung-den-Zuzug-von-Ungelernten-erleichtern.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Auf den ersten Blick k&ouml;nnte man polemisch sagen, dass dann wirklich jeder einwandern darf: gelernt oder ungelernt, Berufsausbildung egal, geringf&uuml;gige Deutschkenntnisse und eine Stelle in einem Helferjob gen&uuml;gen. Auf den zweiten Blick gibt es schon noch ein paar Bedingungen vor der Zuwanderung, aber im Wesentlichen ist hier der Wunschkatalog der Arbeitgeberverb&auml;nde 1:1 abgearbeitet worden; das alles, wie sogar die WELT als Bef&uuml;rworterin von noch mehr Arbeitskr&auml;ftezuwanderung feststellt, &ldquo;ungeachtet der vielen Arbeitslosen hierzulande und in anderen EU-Staaten&rdquo; und obwohl &ldquo;von einem generellen Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland weiterhin nicht gesprochen werden kann&rdquo;. Neben einer radikalen Versch&auml;rfung des jetzt schon massiven Lohndrucks werden Millionen Arbeitslose in Deutschland und in der restlichen EU noch weniger Chancen auf eine Stelle haben, auf eine vern&uuml;nftig bezahlte sowieso nicht. Auch die Zuwanderung in eine Ausbildung soll massiv erleichtert werden, w&auml;hrend der DGB (f&uuml;r 2017 &ndash; wo sind die Zahlen f&uuml;r 2018?) 280.000 unversorgte Auszubildende alleine in Deutschland <a href=\"http:\/\/jugend.dgb.de\/meldungen\/ausbildung\/++co++13ad2736-6bb5-11e2-a7e1-5254004678b5\">meldet<\/a>, von der furchtbaren Stellenlage f&uuml;r Jugendliche vor allem in Spanien, Italien und Griechenland noch gar nicht gesprochen. Neoliberaler Irrsinn.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Autonome Republik&rdquo;: Ein Dorf macht sein Ding<\/strong><br>\nDie Parkmauern zieren Graffiti, nicht nachts in illegaler Heimlichkeit hingespr&uuml;ht, sondern vor aller Augen, mit Zustimmung der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung: Aufrufe zum Frieden, zur Gerechtigkeit, ein Wort ist besonders h&auml;ufig zu lesen &ndash; utop&iacute;a, Utopie. Und tats&auml;chlich ist es hier nicht, wie andernorts, bei blo&szlig;en Appellen geblieben.<br>\nDas Land von Marinaleda, gute 1.200 Hektar gro&szlig;, wird von einer Kooperative verwaltet. Der landwirtschaftliche Genossenschaftsverbund El Humoso baut Oliven und Artischocken, Zucchini und Bohnen an, die in der eigenen Dosenfabrik weiterverarbeitet werden; au&szlig;erdem Gew&uuml;rze wie Oregano. Und auch wenn die Landarbeiter von Marinaleda weiter jornaleros sind, f&uuml;r einen Arbeitstag von sechs Stunden auf dem Feld zum Lohn 47 Euro erhalten: Was El Humoso zus&auml;tzlich erwirtschaftet, flie&szlig;t hier nicht in die Kasse eines adeligen duque oder einer duquesa. Es kommt der Gemeinschaft zugute.<br>\nIn Marinaleda gibt es so gut wie keine Arbeitslosen, die soziale Schere geht kaum auseinander, ein Eigenheim kostet 15 Euro im Monat. Wichtige Entscheidungen werden in w&ouml;chentlichen Versammlungen, den asambleas, getroffen, zu denen alle Einwohner eingeladen sind, neben den Erwachsenen auch die Jugendlichen. Diese wahr gewordene Utopie ist eine Ausnahme in Andalusien, wo heute jeder Vierte ohne Job ist, bei den J&uuml;ngeren bis 24 sogar jeder zweite.<br>\nAuch wenn sich der wirtschaftliche Kreislauf eines Dorfes kaum mit dem einer Provinz, gar mit dem eines Landes vergleichen l&auml;sst &ndash; in Spanien liegt die Arbeitslosenquote bei fast 17 Prozent &ndash;, so wird Marinaleda doch gerne als Beispiel bem&uuml;ht: daf&uuml;r, dass eine gerechtere Verteilung die Gemeinschaft st&auml;rkt und allen zugutekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/entdecken\/reisen\/merian\/autonome-republik-marinaleda-utopie-wohlstand-gerechtigkeit\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Aufstehen f&uuml;r einen neuen Sozialismus: Transformative, nicht konservierende Klassenpolitik ist das Gebot der Stunde<\/strong><br>\nLange schien es, als geh&ouml;re das Wort &raquo;Klasse&laquo; in die Asservatenkammer verstaubter Ideen und gescheiterter Konzepte. In individualisierten Gesellschaften mit ihren pluralen Lebensstilen war es f&uuml;r viele analytisch ohne Wert, und politisch galt es als verzichtbar. Das beginnt sich angesichts der rechten Wahlerfolge zu &auml;ndern.<br>\nAusl&ouml;ser der neuen Klassendiskussion sind vor allem die hohen Arbeiteranteile in der stets klassen&uuml;bergreifend zusammengesetzten W&auml;hlerschaft rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen. Dass Teile der Lohnabh&auml;ngigen die populistische Rechte als legitimen Anwalt ihrer Interessen begreifen, ist zumindest teilweise ein hausgemachtes Problem der politischen Linken. So spielte die Klassenfrage bei der Wahl Donald Trumps eine entscheidende Rolle: &raquo;Klasse ist in diesem Kontext sehr bedeutsam. Ich denke, dass &ndash; obwohl Trump mit seinen Attacken auf moralische Grunds&auml;tze jedes Ma&szlig; gesprengt hat &ndash; die Arbeiter_innen eher im Hinblick auf Klasse denn auf Gender abgestimmt haben. Diese Kategorie scheint mir die Hauptmotivation bei den Wahlen gewesen zu sein. W&auml;hrend Gender und &rsaquo;race&lsaquo; lange Zeit sehr bedeutsam waren, steht mittlerweile die Klassenfrage wieder auf der Tagesordnung. Damit einher geht, dass identit&auml;tspolitische Strategien zunehmend infrage gestellt werden.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/aufstehen-fuer-einen-neuen-sozialismus-transformative-nicht-konservierende-klassenpolitik-ist-das-gebot-der-stunde--2271.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Widerstand gegen Habecks Pl&auml;ne f&uuml;r eine Abkehr von Hartz IV<\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Chef Habeck will Hartz IV abschaffen &ndash; f&uuml;r eine &ldquo;Garantiesicherung&rdquo; ohne Arbeitszwang. SPD-Vize Stegner h&auml;lt nun dagegen: &ldquo;Wer arbeiten kann, muss auch arbeiten.&rdquo; Union und FDP &uuml;ben ebenfalls Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/die-gruene-robert-habecks-plaene-fuer-hartz-iv-abkehr-stossen-auf-widerstand-a-1238428.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Stegner sorgt sich, dass dem Kapital auch immer genug ausbeutbare Arbeitskraft zur Verf&uuml;gung steht. &ldquo;Wer arbeiten kann, muss auch arbeiten.&rdquo; Das gilt aber nicht f&uuml;r Superreiche.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zwei-Prozent-R&uuml;stungsziel der NATO <\/strong><br>\nAm 08.11.2018 wurde im Bundestag &uuml;ber den Antrag der Fraktion Die Linke zum &ldquo;Zwei-Prozent-R&uuml;stungsziel der NATO&rdquo; abgestimmt. Dieser sah vor, die Planungen der NATO, dass alle Mitgliedstaaten ihre Milit&auml;rabgaben ab 2024 auf zwei Prozent ihres BIP erh&ouml;hen sollen, abzulehnen. Von insgesamt 651 anwesenden Abgeordneten stimmten 129 MdB dem Antrag zu, 520 lehnten ihn ab und zwei enthielten sich. Damit wurde der Antrag der Linken-Fraktion abgelehnt. Gr&uuml;ne und Linke stimmten dem Antrag vollst&auml;ndig zu, alle anderen Fraktionen stimmten dagegen oder enthielten sich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/bundestag\/abstimmungen\/zwei-prozent-ruestungsziel-der-nato\">abgeordnetenwatch.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.G.:<\/strong> Da sieht man, wie es in den Parteien aussieht und das bspw. die AfD nicht nur innpolitisch, sondern auch au&szlig;enpolitisch keinerlei Alternative darstellt. Vom Abstimmungsverhalten der Gr&uuml;nen lasse ich mich nicht t&auml;uschen, denn die beweisen beim Umgang mit Russland doch jeden Tag, was von ihnen zu erwarten ist, wenn sie wieder in der Regierung sitzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Urteil des EU-Gerichts: PKK war zu Unrecht auf Terrorliste<\/strong><br>\nEine gegen die verbotene kurdische Organisation PKK verh&auml;ngte Verm&ouml;genssperre war nicht ausreichend begr&uuml;ndet. Das geht aus einem Urteil des EU-Gerichts in Luxemburg hervor<br>\nDie kurdische Arbeiterpartei PKK ist zwischen den Jahren 2014 und 2017 zu Unrecht auf der EU-Terrorliste gef&uuml;hrt worden. Zu diesem Urteil kam das in Luxemburg ans&auml;ssige Gericht der Europ&auml;ischen Union. Das EU-Gericht erkl&auml;rte deshalb die zugrunde liegenden Beschl&uuml;sse der Mitgliedstaaten wegen Verfahrensfehlern f&uuml;r nichtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/pkk-war-zu-unrecht-auf-terrorliste-a-1238608.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Skripal als Beispiel eines Informationskriegs gegen Russland<\/strong><br>\nEs kommt immer darauf an, von welcher Seite man etwas wahrnimmt. Von westlicher Seite wird trotz aller offenen Fragen weitgehend das Narrativ akzeptiert und vielfach auch von Medien bef&ouml;rdert, dass der Anschlag auf Skripal mit Nowitschok vom russischen Geheimdienst GRU mit Billigung des Kreml und wahrscheinlich Wladimir Putin selbst durchgef&uuml;hrt wurde. Dazu ist die Haltung weit verbreitet, dass Russland versucht, die &ldquo;Wahrheit&rdquo; durch Informationsoperationen zu vernebeln und die &Ouml;ffentlichkeit mit Fake News zu beeinflussen, beispielsweise was die beiden Russen betrifft, die Gro&szlig;britannien als verd&auml;chtige T&auml;ter bezeichnet, die aber Putin selbst als ganz normale russische Gesch&auml;ftsleute in Schutz nahm.<br>\nWirkliche Beweise fehlen allerdings weiterhin, die britische Regierung l&auml;sst eher Medien und scheinbare unabh&auml;ngige Organisationen wie Bellingcat, deren Beziehungen zum Sicherheitsapparat unklar sind, f&uuml;r weitere &ldquo;Aufkl&auml;rung&rdquo; sorgen und h&auml;lt die Skripals vor der &Ouml;ffentlichkeit verborgen. Dabei war schon ganz zu Beginn der Verdacht berechtigt, dass die britische Regierung, die einen schweren Stand wegen des Brexit hat, schnell auf Russland als Verantwortlichem zeigt, um so wieder eine Einheit in der EU und der Nato und vor allem mit den USA gegen&uuml;ber dem gemeinsamen Feind zu erreichen. Das klappte auch mit einem konzertierten Vorgehen bei der Ausweisung von russischen Botschaftsangeh&ouml;rigen und anschlie&szlig;end mit Angriffen auf angebliche syrische Chemiewaffeneinrichtungen nach einem Vorfall in Duma, wo ebenfalls nicht nachgewiesen wurde, dass dort ein Giftgasangriff stattfand und wer ihn zu verantworten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Skripal-als-Beispiel-eines-Informationskriegs-gegen-Russland-4219167.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Digitale Wundert&uuml;te<\/strong><br>\nGro&szlig;artige Qualit&auml;tszuw&auml;chse f&uuml;r S 21 und das Stuttgarter S-Bahnnetz. Das versprechen sich die S-21-Projektpartner vom digitalen Zugleitsystem ETCS. Erfahrungen aus der Schweiz deuten jedoch auf Kapazit&auml;tseinbu&szlig;en hin.<br>\nEin Gl&uuml;ck, dass Stuttgart 21 sp&auml;ter fertig wird. Diesen Eindruck vermittelte die letzte Pressekonferenz des Lenkungskreises der S-21-Projektpartner. Denn der sp&auml;tere Termin erm&ouml;gliche, dass der gesamte Bahnknoten zu einem Leuchtturmprojekt werden k&ouml;nne. Man m&uuml;sse jetzt &ldquo;die Chance nutzen, die wir ohne die Verz&ouml;gerung nicht gehabt h&auml;tten&rdquo;, sagte Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart.<br>\nWer sich nun wundert, da S 21 bislang vor allem als nicht termingebundenes Leuchtturmprojekt zur Geldvernichtung von sich reden macht, dem sei gesagt: Hier geht es um einen anderen Leuchtturm, den der Digitalisierung. Genauer, um ETCS. Hinter dem K&uuml;rzel verbirgt das &ldquo;European Train Control System&rdquo;, ein digitales Zugbeeinflussungssystem, das bisherige Signal- und Zugleitsysteme &uuml;berfl&uuml;ssig und den Verkehr effizienter machen soll. Dadurch soll der &ldquo;Bahnknoten Stuttgart&rdquo;, und das meint Regionalpr&auml;sident Bopp mit &ldquo;Chance&rdquo;, in die Zukunft katapultiert, seine Kapazit&auml;t betr&auml;chtlich gesteigert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/398\/digitale-wundertuete-5468.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hat wer gesagt, dass es billig wird? Berliner Senat l&auml;sst Kritiker der Schulprivatisierung auflaufen <\/strong><br>\nIn der vergangenen Woche durften Gegner der Schulprivatisierung in Berlin das Abgeordnetenhaus mit ihren Stellungnahmen bel&auml;stigen. Die Volksinitiative &bdquo;Unsere Schulen&ldquo; hatte die Anh&ouml;rung durch das Sammeln von mehr als 30000 Unterschriften erzwungen. Per Beschluss nahmen die regierenden Parteien SPD, Gr&uuml;ne und &bdquo;Die Linke&ldquo; &bdquo;das Anliegen der Volksinitiative zur Kenntnis&ldquo; und begr&uuml;&szlig;ten &bdquo;das zivilgesellschaftliche Engagement der Antragstellenden zum Erhalt und zum Ausbau der Berliner Schulen&ldquo;. Das klingt nach &bdquo;Mach&lsquo;s gut und danke f&uuml;r den Fisch&ldquo; aus &bdquo;Per Anhalter durch die Galaxis&ldquo;.<br>\nSo ist es auch gemeint, denn weiter im Text hei&szlig;t es, dass dieses Anliegen am besten mit der durch den Senat beschlossenen &bdquo;Schulbauoffensive&ldquo; erreicht werden kann. Diese ist nichts anderes als die Enteignung und Entm&uuml;ndigung der Bezirke und die &Uuml;bertragung von Schulen, Grundst&uuml;cken und Bauauftr&auml;gen an die Howoge. Das gewinnorientierte landeseigene Wohnungsbauunternehmen soll mehr als 30 Schulen in Modulform &ndash; abgerissen ist schneller als saniert &ndash; neu bauen und etliche Geb&auml;ude instandsetzen. Die Immobilien gehen dann f&uuml;r 33 Jahre in den Besitz der Howoge, die Bezirke zahlen Miete samt Zinsen und Geb&uuml;hren.<br>\nLange vor dem ersten Spatenstich sind die Kosten &ndash; zun&auml;chst auf 5,5 Milliarden beziffert &ndash; explodiert. Laut Berichten der &bdquo;Berliner Zeitung&ldquo; beansprucht die Howoge gut 40 Prozent mehr Geld als geplant. Die Kosten f&uuml;r Neubau und Sanierung einzelner Standorte haben sich zum Teil verdoppelt. Die Volksinitiative &bdquo;Unsere Schulen&ldquo; rechnet inzwischen mit Mieten von &uuml;ber 25 Euro pro Quadratmeter und nennt das Ganze Mietwucher mit freundlicher Unterst&uuml;tzung des rot-rot-gr&uuml;nen Senats.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5046\/positionen\/9863\/Hat-wer-gesagt-dass-es-billig-wird.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Widerstand gegen Grundrechteabbau h&auml;lt an: Immer mehr Menschen setzen sich gegen repressive Neufassungen der Polizeigesetze zur Wehr<\/strong><br>\nDie Welle an Protesten gegen die repressiven Versch&auml;rfungen der Polizeigesetze verschiedener Bundesl&auml;nder rei&szlig;t nicht ab. Am vergangenen Wochenende gingen in Potsdam mehr als 2300 Menschen gegen Pl&auml;ne der Brandenburger Regierungskoalition von SPD und Linkspartei auf die Stra&szlig;e, die &auml;hnlich wie in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen massive Einschnitte in die Grund- und Freiheitsrechte der Bev&ouml;lkerung planen. Das &bdquo;B&uuml;ndnis gegen das neue Brandenburger Polizeigesetz&ldquo; &uuml;bte bereits im Vorfeld der Demonstration harsche Kritik an SPD und Linkspartei und warf Landesinnenminister Karl-Heinz Schr&ouml;ter (SPD) vor, nach bayerischem Vorbild ein neues Landespolizeigesetz einf&uuml;hren zu wollen, &bdquo;das rechtsstaatliche Prinzipien wie die Unschuldsvermutung und die Gewaltenteilung angreift&ldquo;. Im Gewand der vermeintlichen Terrorabwehr solle die Polizei neue Befugnisse bekommen, die eine lange Liste von Grundrechtseinschr&auml;nkungen beinhalten w&uuml;rden. &bdquo;Das als Lehre aus dem Faschismus eingef&uuml;hrte verfassungsrechtliche Trennungsgebot f&uuml;r geheimdienstliche und polizeiliche Methoden wird immer weiter ad absurdum gef&uuml;hrt&ldquo;, warnte der Zusammenschluss. So solle die Polizei k&uuml;nftig mit Spionagesoftware, auch Staatstrojaner genannt, verschl&uuml;sselte Kommunikation &uuml;berwachen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5046\/innenpolitik\/9846\/Widerstand-gegen-Grundrechteabbau-h%C3%A4lt-an.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Facebook kann Portale in die Bedeutungslosigkeit hinunterpegeln<\/strong><br>\nDas ver&auml;nderte Mediennutzungsverhalten bringt es mit sich, dass Medien auf Facebook pr&auml;sent sein m&uuml;ssen. Wenn Facebook also wie zu Beginn des Jahres seinen Newsfeed-Algorithmus &auml;ndert, verfolgen Medienh&auml;user die Ank&uuml;ndigung &auml;hnlich gebannt wie Bankh&auml;user die Leitzinsentscheidung der Fed. Facebook ist die Zentralbank der Informations&ouml;konomie. Von den opaken Algorithmen h&auml;ngt ab, ob ein Artikel geklickt oder eine Webseite besucht wird. Laut einer Untersuchung der Analytics-Firma SimilarWeb wurden beim US-Portal Vice voriges Jahr 48,1 Prozent aller Webseitenbesucher von Facebook weitergeleitet. Beim britischen Independent stammten 43,7 Prozent des Desktop-Traffics von Facebook. Beim Magazin New Yorker kam gut ein Viertel (26,6 Prozent) aller Webseitenbesucher von Facebook. Wenn der Konzern an seinen Algorithmen dreht, hat das massiven Einfluss auf den Traffic von Nachrichtenportalen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/facebook-algorithmus-digitalisierung-mark-zuckerberg-1.4207561\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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