{"id":47272,"date":"2018-11-16T16:18:36","date_gmt":"2018-11-16T15:18:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272"},"modified":"2018-11-16T16:18:36","modified_gmt":"2018-11-16T15:18:36","slug":"hinweise-des-tages-ii-371","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h01\">Dem Bruch ein St&uuml;ckchen n&auml;her<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h02\">Schuldenstreit Alexa, bring Italiens Wirtschaft zum Laufen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h03\">Zu viele Schulden. Nein, nicht in Griechenland oder Italien, sondern mitten unter uns. Zum SchuldnerAtlas 2018 und den Ausstrahlungen der Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h04\">Arbeitsteilung statt Spaltung: Diether Dehm &uuml;ber linke Wahlergebnisse und die Auseinandersetzung in der LINKEN<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h05\">Fest der Extraprofite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h06\">Fahrverbote im Ruhrgebiet: &ldquo;Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&rdquo; und &ldquo;absurd&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h07\">Bodenpersonal am Hamburger Flughafen: Buckeln f&uuml;r den Billigflieger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h08\">Gefahr eines Krieges mit Russland und China?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h09\">Krisenmanagement&uuml;bung &bdquo;Hybrid Exercise Multilayer 18&ldquo; der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h10\">Zweierlei Kriegskalk&uuml;l: Israel nach Lieberman-R&uuml;cktritt.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h11\">Ost-Turkestan im Visier (I)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h12\">Gro&szlig;britannien blockiert R&uuml;ckgabe von 14 Tonnen Gold an Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h13\">Chlorpyrifos &ndash; Gefahr f&uuml;rs menschliche Hirn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h14\">Forschung: Wie sich Wissenschaft von der Gesellschaft abkoppelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47272#h15\">Sozialistische Linke k&auml;mpft sich voran: Zu den Halbzeitwahlen in den USA<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dem Bruch ein St&uuml;ckchen n&auml;her<\/strong><br>\nW&auml;hrend Ger&uuml;chte die Runde machten, dass ihre innerparteilichen Gegner ihren Kopf fordern, trat Theresa May allein vor die Presse. Nach f&uuml;nf zerm&uuml;rbenden Stunden, in denen sie ihr Kabinett zu &uuml;berzeugen versucht hatte, hielt eine bedr&auml;ngte Premierministerin an ihrem unbeliebten Deal fest. Festhalten, das kann sie am besten.<br>\nJetzt hat das Armdr&uuml;cken, das Erpressen und das Beschwatzen der Abgeordneten begonnen: Es ist doch zum Wohle des Landes! Nun m&uuml;ssen alle Farbe bekennen. Einige werden an ihren Prinzipien festhalten, andere nicht. Die Tories m&uuml;ssen sich &uuml;berlegen, ob die Zukunft Theresa May und ihrem Deal geh&ouml;rt oder doch eher den Brextremisten. Jeder potenzielle Labour-&Uuml;berl&auml;ufer muss sich fragen, ob sein Ortsverband ihm jemals vergeben k&ouml;nnte, wenn er diese Regierung mit seiner Stimme im Amt h&auml;lt.<br>\nUnterdessen wird der Brexit weiter als etwas verkauft, was er nicht ist: In ihrer Erkl&auml;rung von Mittwochabend erkl&auml;rte May, ihr Deal w&uuml;rde den Briten &bdquo;die Kontrolle &uuml;ber unser Geld, unsere Gesetze und unsere Grenzen&ldquo; zur&uuml;ckgeben und gleichzeitig Wirtschaft und Arbeitspl&auml;tze sichern. Nichts davon ist wahr. In dem ganzen langen Dokument finden sich jedenfalls keine Hinweise darauf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/brexit-theresa-may-grossbritannien\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schuldenstreit Alexa, bring Italiens Wirtschaft zum Laufen!<\/strong><br>\nWenn so viele Italiener gerade ziemlich w&uuml;tend Populisten gew&auml;hlt haben, die sich nicht an alte Empfehlungen halten, liegt das ja nur zu einem Teil daran, dass der Italiener halt irgendwie komisch ist. Italien hat jahrelang genau das gemacht, was die g&auml;ngige &ouml;konomische Lehre via Br&uuml;ssel und Wolfgang Sch&auml;uble so gefordert hat.<br>\nNur hat das eben erstens ziemlich wenig gebracht &ndash; was auch dem Italiener irgendwann aufgefallen ist. Und zweitens wirkt es jetzt entsprechend wenig &uuml;berzeugend, was den Italienern aus Br&uuml;ssel und Berlin als Rettung und Alternative zu den Polterpl&auml;nen der rechts-links-populistischen Regierung einf&auml;llt. Also: dass sie mal wieder irgendwas reformieren sollen. Nach altorthodoxer Lehre. So eine Art Wirtschaftstheologie.<br>\nNach ebendieser Urlehre muss ein Land ja immer ganz viele Regeln vereinfachen, irgendwie B&uuml;rokratie abbauen, es Unternehmen leichter machen, Kosten zu k&uuml;rzen, das Renteneintrittsalter eher anheben als senken, Schulden bremsen und der Bev&ouml;lkerung mehr Druck machen, auch mal schlecht bezahlter Arbeit nachzugehen. Weil dann die Wirtschaft dynamischer wird &ndash; und das ganz viel Arbeit und gl&uuml;ckliche Menschen schafft. Wenn das stimmen w&uuml;rde, m&uuml;sste Italiens Wirtschaft seit sp&auml;testens 2011 wenigstens tendenziell dynamischer und der Italiener definitiv gl&uuml;cklicher geworden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/italien-leidet-am-deutschen-wirtschaftsdogma-kolumne-a-1238664.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zu viele Schulden. Nein, nicht in Griechenland oder Italien, sondern mitten unter uns. Zum SchuldnerAtlas 2018 und den Ausstrahlungen der Altersarmut<\/strong><br>\nUnd j&auml;hrlich gr&uuml;&szlig;t das Schuldner-Murmeltier, so k&ouml;nnte man eine eigene Rubrik &uuml;berschrieben. Vor einem Jahr, am 7. November 2017, wurde hier dieser Beitrag ver&ouml;ffentlicht: Ambivalentes Wachstum: Die Wirtschaft brummt und die Zahl der &uuml;berschuldeten Menschen nimmt weiter zu. Darin findet man diese Ausf&uuml;hrungen: &raquo;Die Wirtschaft in Deutschland w&auml;chst und die Arbeitslosigkeit sinkt. Aber die Zahl der &uuml;berschuldeten Privatpersonen nimmt besonders im Westen zu, wie eine Studie zeigt. Die &Uuml;berschuldung von Privatpersonen in Deutschland ist seit 2014 zum vierten Mal in Folge gestiegen.&laquo; Das bezog sich auf den SchuldnerAtlas 2017, der von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nUnd in diesen Tagen meldet sich die Creditreform erneut zu Wort: &raquo;Die &Uuml;berschuldung von Privatpersonen in Deutschland ist seit 2014 zum f&uuml;nften Mal in Folge angestiegen. Die &Uuml;berschuldungsquote bleibt nahezu konstant, da die Bev&ouml;lkerung durch Zuwanderung und Migration nochmals leicht zugenommen hat. Zum Stichtag 1. Oktober 2018 wurde f&uuml;r Deutschland eine &Uuml;berschuldungsquote von 10,04 Prozent gemessen. Damit sind weiterhin &uuml;ber 6,9 Millionen B&uuml;rger &uuml;ber 18 Jahre &uuml;berschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsst&ouml;rungen auf.&laquo; Das ist eine der Erkenntnisse aus dem SchuldnerAtlas 2018. Insgesamt sind im Westen rund 5,82 Millionen Personen als &uuml;berschuldet zu betrachten, im Osten Deutschlands sind dies rund 1,11 Millionen Personen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/11\/15\/schuldneratlas-2018\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie der Staat die Situation gef&auml;hrdeter Jugendlicher erschwert<\/strong><br>\nKeine Altersgruppe in Deutschland ist so stark von Armut bedroht wie die der 18- bis 24-J&auml;hrigen. Dem &ldquo;Monitor Jugendarmut&rdquo; zufolge erschweren staatliche Sanktionen ihre Situation. Viele staatliche Hilfen enden mit Erreichen des 18. Lebensjahres. Auch deswegen sind Zehntausende Jugendliche obdachlos. Schwierig ist die Lage auch f&uuml;r Jugendliche aus Hartz-IV-Familien: Wenn sie eine Ausbildung beginnen oder auch von zu Hause ausziehen, werden Leistungen gek&uuml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/armutsgefahr-jugendliche-sanktionen-1.4212384\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitsteilung statt Spaltung: Diether Dehm &uuml;ber linke Wahlergebnisse und die Auseinandersetzung in der LINKEN<\/strong><br>\nAllem gro&szlig;artigen Einsatz der Wahlk&auml;mpfenden in Bayern und Hessen, aber auch der Wahlabend-Sch&ouml;nf&auml;rberroutine der Parteispitzen zum Trotz: die LINKE-Zuw&auml;chse waren nur winzige Bruchteile der SPD-Verluste; (SPD + LINKE in Bayern = 12Prozenmt; im einst roten Hessen = 26 Prozent, wo bei 400.000 verlorenen SPD-Stimmen die LINKE nur 20.000 dazugewann).<br>\nDie beiden &raquo;arbeitsorientierten&laquo; Parteien gewannen selten gegeneinander, eher miteinander, denn sie h&auml;ngen von der selben Meinungsf&uuml;hrerschaft ab. Und machen dabei &auml;hnliche Fehler. Sie gehen beide verschwenderisch mit ihrem charismatisch talentierten Personal um und sind stattdessen fanatisch besessen vom Engbedruckten, halten &raquo;Hungernden ihre Speisekarte hin&laquo;(Brecht), bzw. ihre Wahlprogramme. Aber warum soll jemand, der sich betrogen f&uuml;hlt, jemanden w&auml;hlen, nur, weil der ihm sein W&uuml;nsch-Dir-was vorspielt &ndash; ohne jede Gegenmachtsstrategie?<br>\nDie beg&auml;nne mit einem &ouml;ffentlichen Diskurs. &Uuml;ber ein Thema statt &uuml;ber ein rosagr&uuml;nliches Gem&uuml;sekonsortium. &Uuml;ber solch Au&szlig;erparlamentarisches &ndash; statt &uuml;ber R2G-Regierungsluftschl&ouml;sser &ndash; h&auml;tten LINKE und SPD l&auml;ngst beraten m&uuml;ssen. Bilateral, in &raquo;Aufstehen&laquo;- oder &raquo;Unteilbar&laquo;-Kontakten. Angst vorm Altern ist das, was urbane Milieus und l&auml;ndliche Arbeitskraftverk&auml;ufer*Innen eint; Altersdiskriminierung ist ja nur modisch gewordene Unkultur des asozialen Lohn- und Rentenraubs.<br>\nDie arbeitsorientierten Parteien brauchen einen gemeinsamen Gl&uuml;cksentwurf vom &raquo;vollwertigen dritten Lebensabschnitt&laquo; (der Psychologe Lucien Seve &uuml;ber Altersoffensive): zugespitzt, besungen, breit vernetzt. Gerade in l&auml;ndlichen Strukturen, wo die h&ouml;heren Links-Prozente in St&auml;dten regelm&auml;&szlig;ig weggestutzt werden. Denn: Zweidrittel wohnen in Gemeinden mit unter 100.000 Einwohnern. Laut Gramsci sollten sich auch Intellektuelle, statt diese als r&uuml;ckst&auml;ndig abzutun, auf l&auml;ndliche F&uuml;hlweisen einlassen. Und auch: &raquo;das Kleinb&uuml;rgertum nicht kampflos den Faschisten &uuml;berlassen&laquo; (Bloch). Der Kampf f&uuml;r Alte ist dort auch ein Kampf ums Alter: gegen rechts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1105700.linke-in-der-krise-arbeitsteilung-statt-spaltung.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fest der Extraprofite<\/strong><br>\nWeihnachten bei Amazon: Konsumschlacht, Ausbeutung und der Kampf ums Monopol<br>\nIm vergangenen Jahr stellte Amazon f&uuml;r das Weihnachtsgesch&auml;ft in Deutschland 13000 Saisonarbeiterinnen und -arbeiter befristet ein, ebenso viele wie der Konzern Festangestellte besch&auml;ftigt. Die braucht der Konzern. Laut einer Studie der Universit&auml;t Sankt Gallen, die das &bdquo;Handelsblatt&ldquo; letzte Woche vorstellte, macht Amazon in Deutschland aktuell viermal so viel Umsatz wie Karstadt und Kaufhof zusammen &ndash; 17 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Weltweit sind es 180 Milliarden. Jedes f&uuml;nfte Buch und 16 Prozent der Elektroartikel werden bei Amazon bestellt &ndash; das bezieht sich auf alle Ums&auml;tze, nicht nur online. Um diese Position auszubauen und zu st&auml;rken, ist mit &bdquo;Amazon Prime&ldquo; ein perfides System der Kundenbindung geschaffen worden, Ger&auml;te wie die Abh&ouml;reinrichtung &bdquo;Alexa&ldquo; werden billig verkauft und landen in den Wohnzimmern, um Kunden gar nicht mehr auf den Gedanken kommen zu lassen, man k&ouml;nnte woanders einkaufen.<br>\nUnd Amazon expandiert weiter: Der Lieferdienst &bdquo;Amazon Fresh&ldquo; bringt in Berlin, Hamburg und M&uuml;nchen Lebensmittel direkt an die T&uuml;r, &bdquo;Amazon Lending&ldquo; soll Mittelst&auml;ndische von Amazon-Krediten abh&auml;ngig machen und mit einem &bdquo;Pop-Up-Store&ldquo;, der nur f&uuml;r wenige Tage in Berlin am Ku&lsquo;damm ge&ouml;ffnet sein wird, will Amazon seinen Kunden erm&ouml;glichen, den Haarentferner erst einmal anfassen zu k&ouml;nnen, bevor er dem Gatten erst unter den Weihnachtsbaum und dann ins Nasenloch geschoben wird.<br>\nMit dem Expansionskurs verdr&auml;ngt Amazon auch jene, die bisher am Erfolg teilhaben durften und dazu wesentlich beigetragen haben. Der Online-H&auml;ndler ist selbst Anbieter und gleichzeitig Plattform f&uuml;r unz&auml;hlige H&auml;ndler, die ihre Waren &uuml;ber Amazon verkaufen. Da der US-Riese Zugriff auf die H&auml;ndler-Daten hat, kann er sich in profitable Gesch&auml;ftszweigen problemlos einklinken, um die Kunden selbst zu bedienen. Je mehr Marktmacht der US-Online-H&auml;ndler an einem Standort hat, desto st&auml;rker dr&auml;ngt er seine eigenen Plattformh&auml;ndler aus dem Markt &ndash; wie die Studie aus Sankt Gallen feststellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5046\/wirtschaft_soziales\/9830\/Fest-der-Extraprofite.htm%20\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fahrverbote im Ruhrgebiet: &ldquo;Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&rdquo; und &ldquo;absurd&rdquo;<\/strong><br>\nDas Dieselfahrverbot f&uuml;r die wichtige Autobahn 40 im Ruhrgebiet sorgt f&uuml;r Irritationen. Scharfe Kritik kommt von Verkehrsminister Scheuer. Experten sehen allerdings auch Vers&auml;umnisse bei den Kommunen.<br>\nCSU-Verkehrsminister Scheuer hat das neue Diesel-Urteil auf der viel befahrenen Autobahn 40 in Essen als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig bezeichnet. Zwar stehe es ihm nicht zu, die Justiz zu kritisieren, sagte er der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. &ldquo;Aber wenn eine Richterin ein Diesel-Fahrverbot f&uuml;r eine Autobahn anordnet, halte ich das f&uuml;r unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Das gibt es nirgendwo anders auf der Welt.&rdquo; Urteile wie diese gef&auml;hrdeten die Mobilit&auml;t Hunderttausender B&uuml;rger. &ldquo;Niemand versteht diese selbstzerst&ouml;rerische Debatte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/diesel-fahrverbot-essen-reaktionen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Erst jahrzehntelang lang auf dem Schoss der Autohersteller sitzen, die Augen schlie&szlig;en und Hinweise auf Schummeleien ignorieren, sich zuletzt gegen Hartware-L&ouml;sungen zu stellen, wie von der Industrie gew&uuml;nscht, und jetzt &ndash; da im Ruhrgebiet Volkes Horn droht &ndash; auf ein Gericht eindreschen, um von eigenen Vers&auml;umnissen abzulenken, durch solche &ldquo;Qualit&auml;ten&rdquo; zeichnen sich unsere Politiker aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bodenpersonal am Hamburger Flughafen: Buckeln f&uuml;r den Billigflieger<\/strong><br>\nEin Wochenende nach London oder ein Kurztrip in die Sonne: Die Anzahl der Starts und Landungen auf deutschen Flugh&auml;fen w&auml;chst und w&auml;chst. Das Reisen mit den Billigfliegern ist aber nur deshalb so erschwinglich, weil am Bodenpersonal gespart wird.<br>\nLangsam rollt der Airbus in seine Parkposition, unten auf der weiten Fl&auml;che vor dem Hamburger Flughafenterminal wartet schon das Bodenpersonal. Das fahrbare F&ouml;rderband zum Entladen der Koffer steht schon bereit. Und der Zeitdruck, unter dem die M&auml;nner in ihren Warnwesten stehen, ist h&ouml;her als ohnehin schon, erkl&auml;rt Nadine Bels:<br>\n&bdquo;Der Flieger ist jetzt reinkommend aus Z&uuml;rich und wird gleich wieder nach Barcelona rausgehen. Kommt leider ein bisschen versp&auml;tet rein. Daher wird der Turnaround gleich sehr zackig dahergehen m&uuml;ssen, weil die Standzeit nur 35 Minuten betr&auml;gt. Gewollt ist, dass der Flieger zeitnah wieder rausgeht.&ldquo;<br>\nNadine Bels leitet am Hamburger Helmut-Schmidt-Airport den Bereich der sogenannten &bdquo;Ground Ops&ldquo;, der Boden-Operationen. Die roten Warnlampen am Flugzeug gehen aus, ein dreik&ouml;pfiges Team schiebt ein F&ouml;rderband dicht an die Ladeluke, entriegelt die T&uuml;r zum Frachtraum, entl&auml;dt die ersten Koffer und Taschen.<br>\n&bdquo;Das ist knapp getaktet. Jeder hat seine bestimmte Anzahl von Minuten f&uuml;r seine T&auml;tigkeiten und das muss schon hintereinander gut laufen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/bodenpersonal-am-hamburger-flughafen-buckeln-fuer-den.1001.de.html?dram:article_id=433390\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gefahr eines Krieges mit Russland und China?<\/strong><br>\nDie Washington Post berichtete gestern, dass Vizepr&auml;sident Mike Pence den Ton gegen&uuml;ber China weiter versch&auml;rft hat. In einem ultimativen Ton wird gefordert, dass China sich den Forderungen der Vereinigten Staaten unterwerfen solle, ansonsten m&uuml;sse das Land mit einem allumfassenden Kalten Krieg rechnen. Die USA erkl&auml;ren, nach Asien gekommen zu sein, um zu bleiben. Nachdem kurz vorher der chinesische Pr&auml;sident dazu aufgerufen hatte, sich auf einen Krieg vorzubereiten, ist das eine erneute Eskalationsstufe, welche die Angst vor einer Konfrontation der beiden Superm&auml;chte weiter erh&ouml;ht. Ist ein Krieg tats&auml;chlich unabwendbar? Und wie sieht es mit der st&auml;ndig steigenden Aggression gegen&uuml;ber Russland aus?<br>\nSchon im M&auml;rz 2015 warnten die Wissenschaftler Stephan Cohen und John Mearsheimer am 2. M&auml;rz in Br&uuml;ssel davor, dass die USA einen Krieg mit Russland provozieren k&ouml;nnten. Kaum jemand nahm Notiz davon, die Medien hatten Wichtigeres zu berichten. Dass die USA einen milit&auml;rischen Konflikt mit Russland planen k&ouml;nnten, h&ouml;rt sich wie eine Verschw&ouml;rungstheorie an.<br>\nCohen ist einer der angesehensten amerikanischen Hochschullehrer f&uuml;r Russische Studien. Er h&auml;lt Vortr&auml;ge an den besten Universit&auml;ten des Landes, wie Princeton und New York University. Seine akademische Arbeit konzentriert sich auf die zeitgen&ouml;ssische russische Geschichte und Russlands Verh&auml;ltnis zu den Vereinigten Staaten. Und er &auml;u&szlig;ert Thesen, die den letzten Zweifler aufr&uuml;tteln sollten. Mearsheimer und Cohen erkl&auml;rten ihre Thesen an einem Runden Tisch, zu dem Mitglieder des Europaparlaments, Botschafter und hohe Diplomaten aus verschiedenen L&auml;ndern eingeladen worden waren. Auch Wissenschaftler der Ukraine waren anwesend. (&hellip;)<br>\nZusammenfassend stellt er fest: &ldquo;Wir hatten eine exzellente Sicherheitssituation hier in Europa vor 2008, und wir, der Westen, haben sie zerst&ouml;rt.&rdquo; Mearsheimer geht schon l&auml;nger davon aus, dass ein Krieg der USA gegen China unausweichlich werde Er reiste viele Male nach China ,um in Vortragsreihen davor zu warnen, dass China nicht friedlich wird aufsteigen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gefahr-eines-Krieges-mit-Russland-und-China-4221421.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Krisenmanagement&uuml;bung &bdquo;Hybrid Exercise Multilayer 18&ldquo; der EU<\/strong><br>\nMit milit&auml;rischen Mitteln gegen Fake News und Migration?<br>\nMomentan l&auml;uft vom 5. bis 23.11.2018 die Krisenmanagement&uuml;bung &bdquo;Hybrid Exercise Multilayer 18&ldquo; (HEX-ML 2018 PACE). Diese wird von der EU ausgerichtet. Auch die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich daran.<br>\nZiel der &Uuml;bung ist es, &bdquo;in Zusammenarbeit mit der NATO [&hellip;] Krisenmanagement und die Bew&auml;ltigung hybrider Bedrohungslagen&ldquo;, welche die EU und ihre Mitgliedstaaten betreffen k&ouml;nnten, einzu&uuml;ben und &bdquo;die Reaktionsf&auml;higkeit der EU auf kommende hybride Krisen zu verbessern.&ldquo;1 Im vergangenen Jahr fand bereits eine vergleichbare &Uuml;bung unter dem Namen PACE 2017 statt. Das Szenario ist sehr &auml;hnlich.<br>\nIn diesem Jahr sollen jedoch die EU-Mitgliedstaaten st&auml;rker eingebunden werden. Diese hatten die M&ouml;glichkeit, bevorzugte Bereiche einzubringen: Als hybride Bedrohungen, deren milit&auml;rische Beantwortung trainiert werden soll, brachten die Mitgliedstaaten die Bereiche Energie, Gesundheit, Cyber, Desinformation, maritime Ereignisse und einen Anstieg von Migration ein. Dass diese Bereiche nicht zivil, sondern milit&auml;risch &bdquo;gel&ouml;st&ldquo; werden sollen, ist Ausdruck einer zunehmenden Militarisierung der EU. Migration als milit&auml;rische Bedrohung zu betrachten ist falsch und f&uuml;r die Betroffenen sehr gef&auml;hrlich. Und auch eine Bek&auml;mpfung von Desinformation durch das Milit&auml;r ist &auml;u&szlig;erst fraglich. Christopher Schwitanski zeigt in der IMI-Analyse 2017\/23 sehr anschaulich, &bdquo;dass mit dem Kontern [z.B.] russischer Kommunikationsaktivit&auml;t keine neutrale Berichterstattung einhergeht, sondern eine einseitige Deutung des Konflikts &ndash; im Sinne von EU und Nato &ndash; der zufolge Russland die alleinige Schuld f&uuml;r die Eskalation in Osteuropa tr&auml;gt. Raum f&uuml;r politische Entspannung oder Konfliktl&ouml;sung wird ein solches Narrativ nicht bieten.&ldquo;2<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2018\/11\/16\/krisenmanagementuebung-hybrid-exercise-multilayer-18-der-eu\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zweierlei Kriegskalk&uuml;l: Israel nach Lieberman-R&uuml;cktritt.<\/strong><br>\nAvigdor Liebermans R&uuml;cktritt als Verteidigungsminister Israels entspringt klarem politischen Kalk&uuml;l. Ob es Neuwahlen zu Beginn des kommenden Jahres geben wird, ist noch nicht ausgemacht; dies h&auml;ngt davon ab, ob sie im machtpolitischen Interesse Benjamin Netanjahus liegen werden. Vor wenigen Wochen sah es noch ganz danach aus, im Moment ist es wieder ungewiss. Sollte es aber Neuwahlen geben, st&uuml;nde Lieberman im Hinblick darauf, was sich in den letzten Tagen im milit&auml;rischen Konflikt mit der Hamas im Gazastreifen zugetragen hat, schlecht da. Denn w&auml;hrend Netanjahu sich eher moderat gerierte, was das Ausma&szlig; des Einsatzes des israelischen Milit&auml;rs bei der neuerlichen Gewalteskalation anbelangt, war Lieberman der Meinung, man m&uuml;sse viel h&auml;rter vorgehen, als von Netanjahu zugelassen. Netanjahu konnte sich bei seinem relativ gem&auml;&szlig;igten Kurs auf Einsch&auml;tzungen und Empfehlungen des Milit&auml;rs berufen; die Armeespitze war an einem weiteren Krieg mit der Hamas nicht interessiert und setzte entschieden auf Deeskalation der auflodernden Gewalt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/343663.zweierlei-kriegskalk%C3%BCl.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ost-Turkestan im Visier (I)<\/strong><br>\nDie Bundesregierung beteiligt sich an der beginnenden westlichen Kampagne gegen China wegen chinesischer Anti-Terror-Ma&szlig;nahmen im Autonomen Gebiet Xinjiang. Die chinesischen Beh&ouml;rden gehen dort massiv gegen uigurische Terroristen und deren Umfeld vor: Diese werden in Lagern interniert, von denen Beijing erkl&auml;rt, es handle sich um &ldquo;Bildungszentren&rdquo;, w&auml;hrend westliche Regierungen sie als &ldquo;Umerziehungslager&rdquo; bezeichnen. Angaben &uuml;ber die Zahl der Internierten reichen von einigen 10.000 bis zu einer Million. Der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas hat China bei seinem Antrittsbesuch &ouml;ffentlich deswegen kritisiert; Beijing verwahrt sich gegen die Berliner Einmischung in seine inneren Angelegenheiten. Dem Terror uigurischer Separatisten gegen Han-Chinesen sind in den vergangenen Jahren Hunderte, wom&ouml;glich Tausende Menschen zum Opfer gefallen; uigurische Jihadisten k&auml;mpfen in den Reihen des IS. Dabei werden uigurische Separatisten, die Xinjiang als &ldquo;Ost-Turkestan&rdquo; von China abspalten wollen, aus dem westlichen Ausland unterst&uuml;tzt &ndash; auch aus Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7784\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien blockiert R&uuml;ckgabe von 14 Tonnen Gold an Venezuela<\/strong><br>\nDie Zentralbank von Gro&szlig;britannien weigert sich, venezolanisches Gold im Wert von rund 550 Millionen US-Dollar an den s&uuml;damerikanischen Staat zur&uuml;ckzugeben. Die Regierung Venezuelas habe seit zwei Monaten ohne Erfolg versucht, ihre Einlagen bei der Bank of England zu repatriieren. Dies geht aus Berichten der britischen Zeitung The Times und eigenen Recherchen von Reuters hervor.<br>\nDie Times schrieb von offiziellen, aber ungenannten britischen Quellen, die seitens der venezolanischen Regierung von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro eine Erkl&auml;rung &uuml;ber die beabsichtigte Verwendung der Goldreserven erwarten sollen. Die britischen Beh&ouml;rden wollten sicher gehen, dass damit keine &ldquo;Geldw&auml;sche&rdquo; get&auml;tigt werde oder &ldquo;dass Herr Maduro das Gold, das sich im Besitz des Staates befindet, beschlagnahmen und zum pers&ouml;nlichen Vorteil verkaufen k&ouml;nnte&rdquo;, wie weiter anonyme Quellen zitiert werden. Reuters berichtet, dass eine offizielle Auskunft weder von den britischen noch von den venezolanischen Zust&auml;ndigen zu erhalten war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/11\/217974\/grossbritannien-venezuela-gold\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Chlorpyrifos &ndash; Gefahr f&uuml;rs menschliche Hirn?<\/strong><br>\nDas Pestizid Chlorpyrifos steht im Verdacht, die Gehirnentwicklung beim Menschen zu sch&auml;digen. Seit 2006 ist es in der EU zugelassen &ndash; doch laut Recherchen des BR haben die Beh&ouml;rden dabei eine fehlerhafte Studie akzeptiert.<br>\nEs ist ein Bestseller, eines der in der Landwirtschaft am h&auml;ufigsten eingesetzten Pestizide: Chlorpyrifos. Der Wirkstoff f&uuml;r Pflanzenschutzmittel t&ouml;tet L&auml;use, Fruchtfliegen und andere Sch&auml;dlinge und wird beim Getreide- und Obstanbau eingesetzt. Seit Jahren steht Chlorpyrifos im Verdacht, die Gehirnentwicklung beim Menschen, insbesondere bei Ungeborenen im Mutterleib, zu sch&auml;digen. Die Folgen k&ouml;nnen zum Beispiel Aufmerksamkeitsst&ouml;rungen oder verminderte Intelligenz sein.<br>\nEine wissenschaftliche Untersuchung, die BR Recherche exklusiv vorliegt, kommt jetzt zu dem Schluss, dass Chlorpyrifos in der EU zugelassen wurde, obwohl eine wichtige Studie zur Gef&auml;hrlichkeit des Stoffes offenbar fehlerhaft war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/chlorpyrifos-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Forschung: Wie sich Wissenschaft von der Gesellschaft abkoppelt<\/strong><br>\nEin Wissenschaftsbetrieb, der nur auf Z&auml;hlbarkeit, Zitationsindizes und Internationalit&auml;t (also Englisch) setzt, verliert den Kontakt zur &Ouml;ffentlichkeit, kritisiert Matthias Gronemeyer. Dabei h&auml;tten Forscher eine Bringschuld gegen&uuml;ber der Gesellschaft.<br>\nLetztens bekam ich ein E-Mail aus China: Miss Linda Yang fragte mich in bestem Englisch, ob ich nicht bereit w&auml;re, bei einer internationalen Konferenz zu Erziehungsthemen in Jinan einen Vortrag zu halten. Man hatte sich offenbar M&uuml;he gegeben, denn die Einladung kam nicht ohne Verweis auf einen Artikel, den ich vor Zeiten in einem deutschen Fachorgan ver&ouml;ffentlicht hatte. Sonst werde ich nicht zu Konferenzen eingeladen, ich geh&ouml;re definitiv nicht zum akademischen Jetset.<br>\nSollte der Chinese hier etwas erkannt haben, was man hierzulande hartn&auml;ckig ignoriert? Ich war im ersten Moment ger&uuml;hrt. Das Ganze stellte sich dann schnell als Schmu heraus, als ein weiteres Potemkinsches Dorf im Wissenschaftsbetrieb, das gegen saftige Geb&uuml;hren einen klangvollen Eintrag im akademischen Lebenslauf verspricht.<br>\nAls ich zur&uuml;ckschrieb, dass mein &ndash; ebenso wie die chinesische Konferenz frei erfundenes &ndash; Institut f&uuml;r dieses Jahr kein Budget mehr habe, h&ouml;rte ich von Miss Yang nichts mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/forschung-wie-sich-wissenschaft-von-der-gesellschaft.1005.de.html?dram:article_id=433163\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sozialistische Linke k&auml;mpft sich voran: Zu den Halbzeitwahlen in den USA<\/strong><br>\nDie &bdquo;Mid-Term&ldquo;-Wahlen in den USA haben zu Fortschritten f&uuml;r diejenigen gef&uuml;hrt, die den Widerstand gegen Donald Trump anf&uuml;hren. Eine niemals vorher erreichte Zahl von 67 Mitgliedern der &bdquo;Demokratischen Sozialisten von Amerika&ldquo; (DSA) hat Mandate auf unterschiedlichen staatlichen Ebenen errungen. Zwei von ihnen &ndash; Alexandria Ocasio-Cortez, die in der Bronx (New York) kandidierte, und Rashida Tlaib, die in Detroit antrat &ndash; sind nun Mitglieder des Kongresses. Zus&auml;tzlich zu Tlaib, die pal&auml;stinensische Wurzeln hat, ist eine weitere Muslima, Ilhan Omar, die in Minneapolis antrat, in den Kongress gew&auml;hlt worden. Sie war eine der 68 Kandidatinnen und Kandidaten, die von der progressiven Organisation &bdquo;Unsere Revolution&ldquo; unterst&uuml;tzt wurde, die aus der Kampagne f&uuml;r Bernie Sanders entstanden war. Die &bdquo;Working Families Party&ldquo; (WFP) spielte eine f&uuml;hrende Rolle bei der siegreichen Kampagne von Jahana Hayes (Connecticut) und Ayanna Pressley (Massachusetts) &ndash; &uuml;brigens die beiden ersten schwarzen Frauen, die jemals einen der Neu-England-Staaten im Kongress repr&auml;sentieren. Die WFP spielte auch eine wichtige Rolle f&uuml;r Deb Haalands Sieg in New Mexiko &ndash; sie wird die erste Frau im Repr&auml;sentantenhaus mit indianischen Wurzeln sein. Gemeinsam ist allen linken und progressiven Kandidaten, dass sie &ndash; auch wenn sie als Demokraten antraten &ndash; ihre Arbeit auf Klein- statt auf Gro&szlig;spenden der Gesch&auml;ftswelt und freiwilligen, ehrenamtlichen Helfer statt auf hochbezahlten Berater st&uuml;tzten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5046\/internationale_politik\/9854\/Sozialistische-Linke-k%C3%A4mpft-sich-voran.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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