{"id":47280,"date":"2018-11-19T08:27:48","date_gmt":"2018-11-19T07:27:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280"},"modified":"2018-11-19T11:15:31","modified_gmt":"2018-11-19T10:15:31","slug":"hinweise-des-tages-3249","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h01\">UN-Migrationspakt verwaltet weltweite Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h02\">DGB-Chef Hoffmann lehnt Gr&uuml;nen-Pl&auml;ne f&uuml;r Hartz IV ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h03\">Mehr Merz wagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h04\">Warum Eliten f&uuml;r Ungerechtigkeit sorgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h05\">Steuerraub stoppen! Olaf, hol die Cum-Ex-Milliarden zur&uuml;ck!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h06\">&ldquo;Grundsicherung&rdquo; statt Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h07\">Die dunkle Seite von Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h08\">Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h09\">Studie: Risiko von Braunkohle-Folgesch&auml;den lastet auf Steuerzahlern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h10\">Wessen Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h11\">Autolobby und Fahrverbote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h12\">Eurozonenbudget ist Luftnummer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h13\">Scholz will Soldaten l&auml;nger dienen lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h14\">Hannibals Schattenarmee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h15\">Neuer Verfassungsschutzchef fordert Zugriff auf verschl&uuml;sselte Kommunikation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h16\">USA planten geheime Anklage gegen Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h17\">CIA macht saudischen Kronprinzen f&uuml;r Khashoggi-Mord verantwortlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47280#h18\">Brillanter Denker und Aktivist &ndash; Noam Chomsky wird 90<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>UN-Migrationspakt verwaltet weltweite Ungleichheit<\/strong><br>\nUrsachen der Migration wie ungleiche Entwicklung, Kriege und Vertreibungen werden nicht thematisiert<br>\nDer f&uuml;r den 10. Dezember 2018 vorgesehene Festakt im marokkanischen Marrakesch sollte ungetr&uuml;bt &uuml;ber die B&uuml;hne gehen. Den Text des &ldquo;Globalen Pakts f&uuml;r eine sichere, geordnete und regul&auml;re Migration&rdquo;, der seit 30. Juli vorliegt, hatte au&szlig;er den ihn erstellenden Schreibern bis vor kurzem kaum jemand gelesen. Als es dann doch einige taten, kam Unruhe in die Staatenwelt. Immer mehr L&auml;nder springen ab. Ihre Gr&uuml;nde m&ouml;gen fragw&uuml;rdig bis inakzeptabel sein, der UN-Migrationspakt ist es jedenfalls auch.<br>\nBeginnen wir mit dem Bild der Migration, wie es dem Pakt zugrunde liegt. Dort hei&szlig;t es: &ldquo;Wir anerkennen, dass Migration eine Quelle von Wohlstand, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung in unserer globalisierten Welt ist&rdquo; (Punkt 8). Die Wirklichkeit spiegelt sich in dieser Definition nicht wieder. Migration mag zwar f&uuml;r einige (Kapital)Gruppen, die sich der Ausbeutung von MigrantInnen bedienen k&ouml;nnen, eine Quelle des Wohlstandes sein, f&uuml;r die absolute Mehrheit der MigrantInnen &ndash; ob durch Kriege oder &ouml;konomische Krisen zur Wanderung in fremde L&auml;nder getrieben &ndash; stimmt diese Wahrnehmung ebenso wenig wie f&uuml;r die Ans&auml;ssigen in den Ziell&auml;ndern der Massenwanderungen. Der gehobene Mittelstand mag da und dort von billigen Putzkr&auml;ften und Altenpflegerinnen profitieren, die weniger Betuchten sp&uuml;ren die Konkurrenz am Arbeits- und Wohnungsmarkt.<br>\nUm es klar zu machen: Migration ist Ausdruck zunehmender regionaler Disparit&auml;ten und sozialer Ungleichheiten. Der &Ouml;konom Branko Milanovic hat diese f&uuml;r jeden Beobachter erkennbare Schieflage in Zahlen gegossen. Demnach ist das haupts&auml;chliche Verteilungsproblem zwischen Arm und Reich zunehmend dem Faktor Ort gegen&uuml;ber dem Faktor Klasse zuzuschreiben, in anderen Worten: Es ist entscheidender geworden, wo man geboren wird, als in welcher Schicht man aufw&auml;chst. Einkommensdifferenzen von 1:50 (im weltweiten Vergleich) oder 1:8 (innerhalb der EU, z.B. zwischen Bulgarien und Deutschland) sind die entscheidenden Triebkr&auml;fte f&uuml;r Wanderungsbewegungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/UN-Migrationspakt-verwaltet-weltweite-Ungleichheit-4224403.html\">Hannes Hofbauer auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>DGB-Chef Hoffmann lehnt Gr&uuml;nen-Pl&auml;ne f&uuml;r Hartz IV ab<\/strong><br>\nHerr Hoffmann, in aller K&uuml;rze: War Hartz IV eher Fluch oder eher Segen f&uuml;r den Arbeitsmarkt?<br>\nReiner Hoffmann: Beides. [&hellip;]<br>\nWelcher Teil von Hartz IV muss bleiben?<br>\nEinige Punkte waren sinnvoll, zum Beispiel die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld.<br>\nDie Gr&uuml;nen wollen das Hartz-System reformieren, indem sie Arbeitslose nicht mehr zwingen wollen, Arbeit aufzunehmen. Kann das gut gehen?<br>\nDas ist keine gute Idee. Erwerbsarbeit ist mehr als nur Broterwerb. Arbeit ist Teilhabe und wichtig f&uuml;r den sozialen Zusammenhalt. Die Gr&uuml;nen wollen Menschen eine staatliche Leistung zahlen &ndash; ohne Bedingungen und ohne Perspektive f&uuml;r den Arbeitsmarkt. Das wollen die meisten gar nicht. Wir sollten Menschen nicht ausmustern. Ich bin gegen jede Form von Stilllegungspr&auml;mien &ndash; wie immer man sie nennt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/politik\/dgb-chef-hoffmann-lehnt-gruenen-plaene-fuer-hartz-iv-ab-id215815093.html?fbclid=IwAR0svL7VwQ54WDTJU35u9v348sd_hi1MumE0qjUP1cnG_tJ7BB6mqVmpbWE\">WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jascha Jaworski:<\/strong> Reiner Hoffmann rechtfertigt hier nicht nur die Streichung der Arbeitslosenhilfe, also den Abbau sozialer Rechte der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, er begr&uuml;ndet auch das wahrlich drakonische Sanktionsregime ernsthaft mit sozialem Zusammenhalt? Wie surreal geht es eigentlich noch solch einen Zusammenhang herzustellen? Haben zudem der Abbau der Leistungen bei Arbeitslosigkeit, die Versch&auml;rfung von Zumutbarkeit und Sanktionierungen die Machtverh&auml;ltnisse auf &ldquo;dem Arbeitsmarkt&rdquo; wohl gest&auml;rkt oder geschw&auml;cht? Wessen Interessen vertritt der Mann da oben? Und wer holt ihn da weg? Welch unzivilisierte Zeiten, in denen den Menschen in einem reichen Land Wohnung und Heizung gestrichen wird, wenn sie nicht gehorchen. Erinnerung: Unter 25j&auml;hrige Personen erhalten diese Totalsanktion bereits beim zweiten &ldquo;Verhaltensversto&szlig;&rdquo;, da werden Wohnungslose produziert, und die am schwersten betroffene Gruppe im ALG-II sind ohnehin die alleinerziehenden M&uuml;tter! Hier wird also Kinderarmut produziert! Und der oberste Gewerkschaftsvertreter rechtfertigt sie ohne Not! Erinnert sei an die scharfe R&uuml;ge des Pr&uuml;fausschusses zum UN-Sozialpakt, die erst gegen Deutschland und sein ALG-II-System <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=12950\">ausgeteilt wurde<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So einen Quatsch verbreitet der DBG-Chef. Das zeigt wie weit der Herr von der Lebensrealit&auml;t der Menschen entfernt ist und welche gesellschaftspolitische Rolle der DGB inzwischen hat. Welche Teilhabe vermittelt eine Arbeit bei der der Lohn nicht einmal zum reinen Lebenserhalt ausreicht? Welche Teilhabe vermitteln dem&uuml;tigende und erniedrigende Arbeitsbedingungen und welchen sozialen Zusammenhalt schaffen diese? Im Grunde ist Hoffmann also f&uuml;r den Erhalt des  Hartz IV Repressionsregimes.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist das die Einzelmeinung des Herrn Hoffmann oder Konsens innerhalb des DGB und seiner Einzel-Gewerkschaften? Oder sprach Herr Hoffmann in seiner Eigenschaft als SPD-Mitglied?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mehr Merz wagen<\/strong><br>\nEs ist jetzt genau 20 Jahre her, aber viel hat sich seitdem nicht ge&auml;ndert. Im Herbst 1998 regiert in Deutschland erstmals eine rot-gr&uuml;ne Bundesregierung. Der neue Finanzminister hei&szlig;t Hans Eichel, er kommt von der SPD, und als eine der ersten Amtshandlungen beruft er einen gewissen Heribert Zitzelsberger zum Staatssekret&auml;r. Der leitet die Steuerabteilung des Chemiekonzerns Bayer. In der Regierung soll er sich um die rot-gr&uuml;ne Steuerreform k&uuml;mmern, die unter anderem vorsieht, die Abgabenlast f&uuml;r Unternehmen deutlich zu senken.<br>\nDie Unruhe in der SPD ist gro&szlig;, besonders auf ihrem linken Fl&uuml;gel. Ausgerechnet ein Mann der Industrie soll f&uuml;r die sozialdemokratische Partei eine Steuerreform aushecken, die auch noch das Gro&szlig;kapital beg&uuml;nstigt. Dieses wiederum zeigt sich zufrieden. Auf der Hauptversammlung von Bayer sagt der damalige Konzernchef Manfred Schneider zu den Aktion&auml;ren: &ldquo;Wir haben unseren besten Steuer-Mann nach Bonn abgegeben. Ich hoffe, dass er so von Bayer infiltriert worden ist, dass er die richtigen Wege einleiten wird.&rdquo;<br>\nJa, Schneider sagte wirklich &ldquo;infiltriert&rdquo;, ein Wort, das man eher aus der Welt der Geheimdienste kennt. So etwas traut sich heute, 20 Jahre sp&auml;ter, niemand mehr, aber ansonsten ist vieles &auml;hnlich: Ein Mann will von der Wirtschaft in die Politik wechseln, und die &Ouml;ffentlichkeit reagiert darauf mit gro&szlig;er Skepsis. Der Mann ist Friedrich Merz, einst Hoffnungstr&auml;ger der CDU, der sich 2007 im Streit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel aus der Politik zur&uuml;ckzog, als Partner zu einer Rechtsanwaltskanzlei wechselte und derzeit f&uuml;nf Aufsichtsratsmandate h&auml;lt, darunter f&uuml;r den Verm&ouml;gensverwalter Blackrock Deutschland und die Bank HSBC Trinkaus &amp; Burkhardt. Jetzt, da Merkel ihren R&uuml;ckzug von der CDU-Spitze angek&uuml;ndigt hat, kehrt Merz als einer von drei Kandidaten f&uuml;r ihre Nachfolge zur&uuml;ck, es ist auch vorstellbar, dass er Kanzler wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/cdu-vorsitz-mehr-merz-wagen-1.4214100?fbclid=IwAR1-1W5ftZJhnWfywGScQ4o0HqcyEctfrtjDO3l2Kb8JjjNZtLZAy7rIsVU%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Iden des M&auml;rz<\/strong><br>\nDie S&uuml;ddeutsche Zeitung spie&szlig;t mich in einem interessanten St&uuml;ck auf und behauptet mehr #Merz mehr BlackRock oder GoldmanSachs w&uuml;rden der Politik gut tun. Das erste Missverst&auml;ndnis ist ja schon, dass Leute wie Merz wegen ihres Sachverstandes angeheuert werden und somit die Politik bereichern. Die werden wegen ihres Telefonbuches aus der Wirtschaft angeheuert.<br>\nAber mein Problem sind gar nicht Leute aus der Wirtschaft sondern Leute aus Unternehmen, die M&auml;rkte beherrschen und Steuerzahler ausnehmen. Und w&uuml;rde die These stimmen, dass sich Goldman Sachs Banker mit SPD Parteibuch f&uuml;r besonders harte Regulierung einsetzen, warum beerdigt Finanzminister Olaf Scholz mit Goldman Staatssekret&auml;r dann die Finanztransaktionssteuer und fordert trotz Deutsche Bank Schlamassel gr&ouml;&szlig;ere Banken in Europa ?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/posts\/938170786382621?__xts__[0]=68.ARDpfo5deDL6LzJxmo6WXCgMDCFLXGTAkKjjYd9_5QCzQhNph5csRA_a1oL1dK_JXF-nDherGHLBF8FV5xLm9vzmM_VZm8aVEmClXGznhrDZ0eiadLWRLpQfKT1UVCwSg-stJYIZF2Y-0wsUl0VDrRy2PyyVMpPVS082si1RZToP5lQ1JENyjUKHMLWLkikaqE41cEDZbUmAQVn-aAl62GZO8E2sbFGbhqkEHfZIQui2Xi_wLOA4va3JVdRFuien_ZH0QvEqZegnLZ66CZhSKkgV5MFFHNAKm10aGFP2hhVpcDxtE-axaymoe71bTby2RfZ46a5qg38v0rxDE5vtprk&amp;__tn__=-R\">Fabio De Masi via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum Eliten f&uuml;r Ungerechtigkeit sorgen<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit dem Eliteforscher Michael Hartmann<br>\nDie Eliten werden immer mehr zur geschlossenen Gesellschaft. Das gilt nicht nur f&uuml;r die Wirtschafts-, sondern zunehmend auch f&uuml;r die politische Elite.<br>\nDie Thesen von Hartmann auf einen Blick:<br>\nDie Eliten in Deutschland- seien es die politische oder wirtschaftliche Elite- schotten sich immer mehr gegen&uuml;ber den realen sozialen Missst&auml;nden ab. Sie treffen Entscheidungen, die nur f&uuml;r sie von Vorteil sind und damit bef&ouml;rdern sie die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland.<br>\nUrsache f&uuml;r diese Entwicklung: Die Eliten werden immer homogener, das hei&szlig;t, unter ihnen finden sich immer weniger Menschen aus den unteren sozialen Schichten, sondern fast nur die besserverdienende obere Schicht, die nat&uuml;rlich eine v&ouml;llig andere Sicht auf soziale Probleme hat, wie die Kluft zwischen Arm und Reich.<br>\nMan muss die Homogenit&auml;t und Abgehobenheit der politischen Eliten, die besonders die Volksparteien betreffen, aufheben. Es w&auml;re schon viel gewonnen, wenn man diejenigen, die in &bdquo;normalen&ldquo; Positionen arbeiten, wieder f&uuml;r Politik begeistern k&ouml;nnte. Das sind Krankenschwestern, Polizisten bis hin zu Grundschullehrern &ndash; also Berufe, die nicht zum Prekariat geh&ouml;ren, aber eben auch keine akademischen Berufe, sondern sie geh&ouml;ren zum mittleren Bereich. Und gerade Menschen aus diesem Bereich w&uuml;rden sich aufgrund eigener Erfahrungen ganz neu f&uuml;r die &Uuml;berwindung sozialer Ungerechtigkeiten einsetzen und damit die Parteipogramme auch &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/wissen\/eliten-ungerechtigkeit\/-\/id=660374\/did=22553862\/nid=660374\/1kkhi3a\/index.html\">SWR 2<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/-\/id=22553864\/property=download\/nid=660374\/l2ffvd\/swr2-wissen-20181111.pdf\">hier<\/a> k&ouml;nnen Sie das gesamte Interview nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerraub stoppen! Olaf, hol die Cum-Ex-Milliarden zur&uuml;ck!<\/strong><br>\nAttac-Aktivisten skandalisieren Besuch von Olaf Scholz auf der Euro Finance Week (&hellip;)<br>\nDer Finanzminister trifft sich lieber bei Sekt und H&auml;ppchen mit Vertretern der Finanzwirtschaft, statt aktiv die Verfolgung von internationalem Steuerbetrug und -vermeidung in Milliardenh&ouml;he sowie eine Reform des Finanzsystems voranzutreiben. &ldquo;Olaf Scholz besucht die Topmanager internationaler Banken, als w&auml;re nichts geschehen. Die B&uuml;rger*innen wurden aber gerade mit Hilfe dieser Unternehmen durch Cum-Ex-Gesch&auml;fte in H&ouml;he von bis zu 33 Milliarden Euro Steuergeld bestohlen&rdquo;, stellt Alfred Eibl, Mitglied des Koordinierungskreises von Attac fest. &ldquo;Statt von den Banken Schadenersatz und rigorose Aufkl&auml;rung zu verlangen, gew&auml;hrt der Finanzminister mit seinem Besuch politische Protektion. Jeder ehrliche Mensch muss sich damit als Trottel f&uuml;hlen.&rdquo; Besonders erschreckend ist, dass der gr&ouml;&szlig;te bisher bekannte europ&auml;ische Steuerskandal nicht durch staatliche Untersuchungen aufgedeckt wurde, sondern wiederum von mutigen Einzelpersonen und Journalist*innen. (&hellip;)<br>\nAttac fordert deshalb:<br>\nEine Generalklausel (Missbrauchsklausel) in der Steuergesetzgebung, die Unternehmen unter Strafandrohung verbietet, organisatorische oder buchhalterische Ma&szlig;nahmen vorzunehmen mit dem Ziel<br>\nGewinne nicht voll zu versteuern<br>\nSteuern nicht an dem Ort zu zahlen, wo die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit stattfindet<br>\nSteuerr&uuml;ckzahlungen zu erlangen, obwohl keine entsprechenden Steuern gezahlt wurden.<br>\nEin Unternehmensstrafrecht: Steuervergehen von Firmen m&uuml;ssen unabh&auml;ngig von Nachweis der individuellen Schuld einzelner Manager*innen mit einem Bu&szlig;geld bis zum zehnfachen Betrag der nicht gezahlten Steuer bestraft werden k&ouml;nnen.<br>\nManager*innen m&uuml;ssen verpflichtet werden, Verst&ouml;&szlig;e gegen das Steuerrecht aktiv zu verhindern. Danach machen sie sich strafbar, wenn sie nicht nachweisen k&ouml;nnen, dass sie alle notwendigen Ma&szlig;nahmen ergriffen haben, um illegale Steuervermeidung zu verhindern. Firmen m&uuml;ssen f&uuml;r jeden Gesch&auml;ftsbereich Verantwortliche im Management benennen.<br>\nDie gleichen Regeln m&uuml;ssen auch f&uuml;r Steuerberatungsfirmen gelten. Bei Verst&ouml;&szlig;en k&ouml;nnen diesen auch die Lizenz entzogen werden.<br>\nEine wirksame europ&auml;ische Steuerbeh&ouml;rde und eine europ&auml;ische Finanzpolizei, die bei Steuerdelikten von internationalen Konzernen t&auml;tig werden kann. Zugleich muss das Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern gest&auml;rkt und in die Lage versetzt werden, eigenst&auml;ndig Ermittlungen an sich zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/steuerraub-stoppen-olaf-hol-die-cum-ex-milliarden-zurueck\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Grundsicherung&rdquo; statt Hartz IV<\/strong><br>\nDie SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat sich f&uuml;r eine tiefgreifende Reform der sozialen Sicherungssysteme ausgesprochen. &ldquo;Die neue Grundsicherung muss ein B&uuml;rgergeld sein&rdquo;, schreibt sie in einem Gastbeitrag f&uuml;r die &ldquo;FAZ&rdquo;. Im Gegensatz zu Hartz IV m&uuml;ssten die Leistungen klar und ausk&ouml;mmlich sein und Sanktionen weitgehend entfallen. Das st&auml;rke den sozialen Zusammenhalt.<br>\nNahles hatte vor einer Woche bei einem Debattencamp der SPD eine &ldquo;Sozialstaatsreform 2025&rdquo; angek&uuml;ndigt und betont: &ldquo;Wir werden Hartz IV hinter uns lassen.&rdquo; Mit h&ouml;heren Mindestl&ouml;hnen, Zusch&uuml;ssen zu Sozialabgaben und Steuerboni w&uuml;rden viel weniger Menschen auf Grundsicherung angewiesen sein. (&hellip;)<br>\nVor allem die Zahl von zwei Millionen Kindern, die in Armut leben, m&uuml;sse verringert werden. &ldquo;Wir brauchen eine eigenst&auml;ndige Kindergrundsicherung, die Kinder aus der Sozialhilfe holt und Teilhabe schafft&rdquo;, schreibt Nahles. Au&szlig;erdem k&ouml;nne ein besseres Wohngeld verhindern, &ldquo;dass Menschen angesichts explodierender Mieten in die Grundsicherung getrieben werden&rdquo;. Derzeit betr&auml;gt der Hartz-IV-Satz 416 Euro pro Monat.<br>\nNahles will auch weniger B&uuml;rokratie und H&auml;rte. &ldquo;Zum Symbol f&uuml;r das Misstrauen des Staates gegen&uuml;ber den Grundsicherungsbeziehern sind die Sanktionen geworden&rdquo;, kritisierte sie mit Blick auf das in der SPD-Kanzlerschaft von Gerhard Schr&ouml;der eingef&uuml;hrte System mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe. Konkrete finanzielle Ideen unterbreitet Nahles allerdings nicht. (&hellip;)<br>\nSPD-Arbeitsminister Hubertus Heil pl&auml;dierte f&uuml;r mehr Gro&szlig;z&uuml;gigkeit bei Verm&ouml;gensanrechnungen. &ldquo;F&uuml;r mich bemisst sich die Qualit&auml;t der Grundsicherung aber nicht nur an der Frage, wie hoch die finanzielle Unterst&uuml;tzung ist, sondern an der F&auml;higkeit, Menschen aus der Not zu holen und in Arbeit zu bringen&rdquo;, sagte er dem &ldquo;Spiegel&rdquo;.<br>\nDer Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband begr&uuml;&szlig;te die &Uuml;berlegungen von Nahles und Heil. Die Grundsicherung d&uuml;rfe sich nicht in erster Linie vom Gedanken leiten lassen, wie sich Missbrauch verhindern lasse, erkl&auml;rte Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Ulrich Schneider. &ldquo;Wir brauchen ein Grundsicherungssystem, das angstfrei funktioniert, Teilhabe erm&ouml;glicht und auf Sanktionierung und Drangsalierung vollst&auml;ndig verzichtet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/nahles-hartz-altmaier-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn Frau Nahles und Herr Heil sich &ndash; viel zu sp&auml;t, aber immerhin &ndash; einig sind, dass die sog. Hartz-Gesetzgebung so nicht bleiben k&ouml;nne, warum &auml;ndern sie dann nichts? Oder kommt nun wieder das Gerede vom &bdquo;Wir wollen ja, aber die Unionsparteien nicht&ldquo;? Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47007#h16\">&bdquo;Wir werden Hartz IV hinter uns lassen&ldquo;<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die dunkle Seite von Amazon<\/strong><br>\nBald ist Weihnachten &ndash; und Amazon heuert Saisonarbeiter an, damit unsere P&auml;ckchen auch rechtzeitig verschickt werden. Johannes Br&ouml;ckers hat ein kleines, w&uuml;tendes Buch &uuml;ber den Online-Riesen geschrieben. (&hellip;)<br>\nSie haben sich f&uuml;r Ihr Buch &bdquo;Schnauze, Alexa&ldquo; intensiv mit Amazon und dessen Gr&uuml;nder Jeff Bezos befasst. Sie legen dar, wie Bezos seinen Laden zum Marktf&uuml;hrer gemacht hat, wie Zehntausende kleiner H&auml;ndler ruiniert oder geschluckt werden, wie Amazon Gewinne kleinrechnet, bis das Unternehmen in Europa eine Steuerr&uuml;ckzahlung von 15 Millionen Euro bekommt. Angesichts der Wucht, mit der Amazon den Onlinehandel umgekrempelt hat, k&ouml;nnen ein paar Konsumverweigerer ja wohl nicht viel ausrichten&hellip;<br>\nAmazon ist ja nicht der einzige smarte Laden im Internet. Aber Amazon ist ein gutes Beispiel, weil Jeff Bezos so marktradikal vorgeht. Da kann man alles ablesen, was ein Unternehmen an Schaden anrichten kann. F&uuml;r diesen vermeintlichen Komfort, der uns da verkauft wird, bezahlen wir nicht nur mit unseren Daten, sondern mit unseren individuellen Pers&ouml;nlichkeitsrechten. Und wenn ich das ein bisschen weiter nach vorne spiele, dann wird mir Angst und Bange,..<br>\nWarum das?<br>\nAm Beispiel China kann man schon ablesen, was da kommen k&ouml;nnte. Der chinesische Staat will ja sein B&uuml;rgerbewertungssystem Citizen Scoring einf&uuml;hren. Und f&uuml;r die Verarbeitung der Daten nutzt er dann Alibaba, das chinesische Pendant zu Amazon. Problematisch ist dabei nicht nur, dass die B&uuml;rger mit einem Bonussystem klassifiziert werden, etwa 500 Millionen Chinesen machen ja sowieso schon mit bei Alipay und was Alibaba noch so an Dienstleistungen bietet. Bedr&uuml;ckend ist, dass Finanzgesch&auml;ft, Konsumwelt und Staat quasi schon ein Konstrukt sind. Wenn du kein Geld hast oder der Staat findet, du darfst aus bestimmten Gr&uuml;nden nicht mehr mitmachen, dann hei&szlig;t es: Ein Klick und du bist drau&szlig;en. Eine grauenhafte Vorstellung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/kultur\/netz-tv-kritik-medien\/netz\/amazon-die-dunkle-seite-von-amazon-a-1622367\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rente<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mehr werden! Laut werden! Deutlich positionieren!<\/strong><br>\nZwei Initiativen, die Aufmerksamkeit und Unterst&uuml;tzung verdienen:<br>\nC. S. hat <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/erwerbsminderungsrente-gleiches-recht-fuer-alle\">eine wichtige Petition gestartet<\/a>.<br>\nErwerbsminderungsrente &ndash; gleiches Recht f&uuml;r alle!<br>\nSchon die Verbesserung der Erwerbsminderungsrente 2014 galt nur f&uuml;r die Neu-Rentner. Das Gleiche soll sich jetzt wiederholen. Die Verbesserungen sollen nur f&uuml;r Neu-Rentner ab 2019 gelten. Damit werden die Ungerechtigkeiten nicht nur unertr&auml;glich gesteigert. Es wird auch ein Spaltpilz in die Welt gesetzt. Dar&uuml;ber hinaus sind die beschlossenen Gesetzes&auml;nderungen auch v&ouml;llig unzureichend. Das muss dringend ge&auml;ndert werden. Die Petition fordert richtige Korrekturen. Bitte unterst&uuml;tzen und verbreiten.<br>\nIm kommenden Jahr finden wichtige Gewerkschaftstage bei der IG Metall und ver.di statt. Die Gewerkschaften sind die st&auml;rksten sozialpolitischen Organisationen in diesem Land. Jedenfalls sollten sie es sein und die Satzungen erheben diesen Anspruch auch. Um dem Anspruch gerecht zu werden braucht es klare Positionen. Die sind in den vergangenen Jahren leider durch eine Reihe zweifelhafter Kompromisse oder Anpassungen an Anti-Reform-Gesetzen in wichtigen Fragen verloren gegangen.<br>\nIn Norddeutschland haben sich gewerkschaftliche Seniorenpolitiker (&bdquo;Seniorenaufstand&ldquo;) zusammengesetzt und haben Antr&auml;ge an ihre Gewerkschaftstage formuliert, die eine klare (Wieder-)Positionierung der Gewerkschaften erm&ouml;glichen sollen.<br>\nWir stellen sie hier f&uuml;r Beschlussfassungen in und au&szlig;erhalb von Gewerkschaftsgremien zur Verf&uuml;gung:<br>\nVorwort zu den Antr&auml;gen<br>\nWahrung der Menschenw&uuml;rde von Kindern und &auml;lteren Menschen ist ein Grundgesetzgebot<br>\nDas Rentenniveau auf eine Nettoersatzquote von mindestens 75% anheben.<br>\nMindestrente &uuml;ber der Armutsschwelle &ndash; gegenw&auml;rtig 1.050&euro; &ndash; einf&uuml;hren.<br>\nErwerbst&auml;tigenversicherung der Schl&uuml;ssel f&uuml;r zukunftsfeste Renten.<br>\nRecht auf Rente ab 60 ohne Abschl&auml;ge nach 40 Versicherungsjahren.<br>\nGesetzesinitiativen zur Verringerung der Geschlechterversorgungsl&uuml;cke.<br>\nKlare Anforderungen und Ziele f&uuml;r gute Betriebsrenten.<br>\nAbschaffung der Doppelverbeitragung in der Sozialversicherung.<br>\nEine nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Rente erm&ouml;glichen.<br>\nErwerbsminderungsrente deutlich verbessern &ndash; Berufsunf&auml;higkeitsrente wieder einf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/mehr-werden-laut-werden-deutlich-positionieren\/%20\">Seniorenaufstand<\/a><\/li>\n<li><strong>Annelie Buntenbach: &ldquo;Die Rente muss zum Leben reichen&rdquo;<\/strong><br>\nAnnelie Buntenbach, Chefin der Deutschen Rentenversicherung, spricht &uuml;ber Altersarmut, die M&uuml;tterrente und verr&auml;t, welches Land bei der Altersvorsorge vorbildlich ist<br>\nFrau Buntenbach, der heutigen Rentnergeneration geht es so gut wie noch nie. Gleichzeitig h&auml;lt sich das Thema Altersarmut hartn&auml;ckig im politischen Diskurs. Wie passt das zusammen?<br>\nTats&auml;chlich beziehen nur drei Prozent aller Rentner Leistungen der Grundsicherung. Aber in der Zukunft droht viel mehr Menschen eine Rente in H&ouml;he des Existenzminimums oder sogar darunter. Deshalb muss die Politik am Arbeitsmarkt und bei der gesetzlichen Rente umsteuern. Wir haben immer noch einen viel zu gro&szlig;en Niedriglohnsektor, in dem viele Menschen nicht genug verdienen, um ausreichend hohe Rentenanspr&uuml;che zu erwerben. Zudem darf das Rentenniveau nicht sinken. Aus diesem Grund war es richtig, das Rentenniveau bis 2025 zu stabilisieren. Jetzt muss es darum gehen, auf lange Sicht die Leistungsf&auml;higkeit der Rente sicherzustellen.<br>\nDie Renten steigen im kommenden Jahr um &uuml;ber drei Prozent. Wie l&auml;sst sich das der arbeitenden Bev&ouml;lkerung vermitteln, die von solchen Lohnsteigerungen in der Regel nur tr&auml;umen kann?<br>\nDie Renten h&auml;ngen grunds&auml;tzlich an der Lohnentwicklung. Die hinkt da deutlich hinterher, wo Betriebe nicht tarifgebunden sind und Besch&auml;ftigte nicht Gewerkschaftsmitglieder sind. Wir brauchen eine gute Lohnentwicklung f&uuml;r alle, das geht nur mit einer st&auml;rkeren Tarifbindung der Unternehmen. Aber das ist kein Argument gegen eine Anpassung der Renten. Auch Rentner sollen an der Steigerung des gesellschaftlichen Wohlstands teilhaben, daf&uuml;r haben sie ihr ganzes Arbeitsleben selber ihren Teil beigetragen. zulassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.suedkurier.de\/ueberregional\/wirtschaft\/Annelie-Buntenbach-Die-Rente-muss-zum-Leben-reichen;art416,9958765\">S&uuml;dkurier<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie: Risiko von Braunkohle-Folgesch&auml;den lastet auf Steuerzahlern<\/strong><br>\nDie Risiken, dass die nordrhein-westf&auml;lischen Steuerzahler f&uuml;r die Rekultivierung und Folgesch&auml;den der Braunkohletagebaue aufkommen m&uuml;ssen, sind durch Konzernumstrukturierungen bei RWE gestiegen. Trotzdem hat die Landesregierung kaum Fortschritte bei der Sicherung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Tagebaufolgesch&auml;den gemacht. Dies zeigt eine neue Studie des Forum &Ouml;kologisch-Soziale Marktwirtschaft (F&Ouml;S), die der Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Klima-Allianz Deutschland in Auftrag gegeben haben.<br>\n&ldquo;RWE versucht mit allen Mitteln, sich der immensen Folgekosten des Braunkohle-Gesch&auml;fts zu entledigen&rdquo;, erkl&auml;rt Thomas Kr&auml;merk&auml;mper, stellvertretender Landes-Vorsitzender des BUND NRW. &bdquo;Die Landesregierung soll endlich t&auml;tig werden und die im Bundesberggesetz vorgesehenen Sicherheitsleistungen erheben. Au&szlig;erdem muss die Bundesregierung nachbessern bei der Nachhaftung von Mutterunternehmen und bei neuen Umstrukturierungen. Wir brauchen einen &ouml;ffentlich-rechtlichen Fonds, in den RWE f&uuml;r die Minimierung der Tagebaufolgesch&auml;den einzahlt.&ldquo;<br>\nDas Festhalten der Landesregierung an der derzeitigen R&uuml;ckstellungspraxis ist mit einem hohen Risiko der Kosten&uuml;bernahme durch das Bundesland Nordrhein-Westfalen verbunden, wie die Studie zeigt. Grund daf&uuml;r sind die angespannte finanzielle Lage und die j&uuml;ngsten Umstrukturierungen der RWE sowie der zu erwartende Beschluss zum Kohleausstieg. Die Ausgliederung von innogy etwa habe gezeigt, dass der Konzern Umstrukturierungen nutzt, um sich von Haftungsanspr&uuml;chen zu befreien. Durch die Umstrukturierungen zwischen E.on und RWE sei von einem erh&ouml;hten Risiko f&uuml;r die Finanzierungsvorsorge auszugehen, so die Studie. Denn das sichere Netzgesch&auml;ft k&ouml;nne zuk&uuml;nftig nicht mehr als Absicherung der bergbaubedingten R&uuml;ckstellungen dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bund-nrw.de\/service\/presse\/detail\/news\/studie-risiko-von-braunkohle-folgeschaeden-lastet-auf-steuerzahlern\/%20\">BUND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wessen Europa?<\/strong><br>\nDieser Staatenbund r&uuml;stet auf, hat in seinem Innern ein radikales Marktregime etabliert und riegelt seine Grenzen hermetisch ab. Zum Charakter der realexistierenden EU und den Aussichten f&uuml;r ihre Ver&auml;nderung<br>\nEine linke EU-Politik verlangt, zumal im bevorstehenden Wahlkampf zur Abstimmung &uuml;ber die Zusammensetzung des Europ&auml;ischen Parlaments Ende Mai 2019, eine klare Vorstellung davon, was diese Europ&auml;ische Union ist. Ihre gegenw&auml;rtige Verfasstheit ist ausf&uuml;hrlich in zwei v&ouml;lkerrechtlichen Vertr&auml;gen festgeschrieben: dem &raquo;Vertrag &uuml;ber die EU&laquo; (EUV) und dem gleichrangigen &raquo;Vertrag &uuml;ber die Arbeitsweise der EU&laquo; (AEUV). Es handelt sich nicht um origin&auml;re, sondern gewisserma&szlig;en um alte Vertr&auml;ge,1 die durch den Vertrag von Lissabon 2007 letztmalig ge&auml;ndert worden sind, nachdem eine Verfassung der EU nach Volksabstimmungen in Frankreich am 29. Mai und am 1. Juni 2005 in den Niederlanden gescheitert war. Beide Vertr&auml;ge bilden die zentrale Rechtsquelle, das &raquo;Prim&auml;rrecht&laquo; der EU, von dem das &raquo;Sekund&auml;rrecht&laquo;, also die erlassenen Rechtsakte, jener kaum zu durchdringende Wust von Verordnungen, Richtlinien, Entscheidungen, Empfehlungen und Beschl&uuml;ssen, abgeleitet sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/343824.europ%C3%A4ische-union-wessen-europa.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Autolobby und Fahrverbote<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Scheuer will Diesel-Fahrverbote verhindern<\/strong><br>\nCSU-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sich unzufrieden mit dem Gerichtsurteil zu den neuen Diesel-Fahrverboten in Essen ge&auml;u&szlig;ert. Zwar stehe es ihm nicht zu, die Justiz zu kritisieren, sagte er der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. &ldquo;Aber wenn eine Richterin ein Diesel-Fahrverbot f&uuml;r eine Autobahn anordnet, halte ich das f&uuml;r unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Das gibt es nirgendwo anders auf der Welt.&rdquo; Urteile wie diese gef&auml;hrdeten die Mobilit&auml;t Hunderttausender B&uuml;rger. &ldquo;Niemand versteht diese selbstzerst&ouml;rerische Debatte.&rdquo;<br>\nSolche Diskussionen gebe es nur in Deutschland und &ldquo;auch nur aus einer unglaublichen Wohlstandssituation heraus&rdquo;, kritisierte der CSU-Minister bei einer CDU-Veranstaltung in Stuttgart, kurz nachdem das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eine Diesel-Fahrverbotszone f&uuml;r Essen angeordnet hatte, zu der auch die viel befahrene Autobahn A40 geh&ouml;rt.<br>\nScheuer forderte SPD-Umweltministerin Svenja Schulze auf, die Schadstoffwerte f&uuml;r dieses Jahr m&ouml;glichst schnell vorzulegen, die die Fahrverbote verhindern k&ouml;nnten. &ldquo;Entscheidend sind die Messwerte von 2018&rdquo;, sagte er dem &ldquo;Focus&rdquo;. &ldquo;Das Bundesumweltministerium muss die vorlegen &ndash; und zwar so rechtzeitig, dass manche Fahrverbote gar nicht erst in Kraft treten.&rdquo; Dies solle schon Anfang 2019 geschehen. &ldquo;Das ist ja keine Hexerei.&rdquo;<br>\nZudem warf er Schulze eine bewusste Falschinformation der Verbraucher vor. &ldquo;Sie behauptet, es sei kein Problem, dass ab 2019 Hardware-Nachr&uuml;stungen beginnen k&ouml;nnten&rdquo;, zitiert ihn der &ldquo;Focus&rdquo; weiter. &ldquo;Tatsache ist: Bei Nachr&uuml;stungen gibt es riesige technische und rechtliche Fragen. Wir machen jetzt sehr z&uuml;gig die Vorschrift, dann erst werden die Produkte entwickelt.&rdquo; Scheuer drohte der Umweltministerin, er werde &ldquo;nicht mehr zulassen, dass man sich jeden Tag &auml;u&szlig;ert &ndash; ohne die daf&uuml;r n&ouml;tigen Kenntnisse zu haben&rdquo;. Im Umweltministerium gebe es den technischen Sachverstand nicht, die Machbarkeit von Nachr&uuml;stungen zu beurteilen, die es im Verkehrsministerium gebe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Scheuer-will-Diesel-Fahrverbote-verhindern-article20724647.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>CDU nimmt Finanzierung der Deutschen Umwelthilfe ins Visier<\/strong><br>\nWeil sie ein Fahrverbot nach dem anderen erzwingt, muss die Deutsche Umwelthilfe viel Kritik einstecken. Die CDU will ihr die Finanzierung erschweren.<br>\nDie CDU k&ouml;nnte bei ihrem bevorstehenden Bundesparteitag die Gemeinn&uuml;tzigkeit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) infrage stellen. Eine Aberkennung fordert der CDU-Bezirksverband Nordw&uuml;rttemberg von Verkehrsstaatssekret&auml;r Steffen Bilger in einem entsprechenden Antrag. Das geht aus dem vorl&auml;ufigen Antragsbuch der CDU f&uuml;r den Parteitag am 7.\/8. Dezember in Hamburg hervor, das dem Handelsblatt vorliegt.<br>\nDie Antragskommission der Partei empfiehlt darin, den Antrag in der Fassung anzunehmen: &bdquo;Die CDU Deutschlands fordert zu pr&uuml;fen, ob die Deutsche Umwelthilfe noch die Kriterien f&uuml;r die Gemeinn&uuml;tzigkeit erf&uuml;llt.&ldquo; Falls die DUH den Status verliert, wird es f&uuml;r sie m&ouml;glicherweise schwieriger, sich zu finanzieren. Spenden an sie sind dann nicht mehr absetzbar.<br>\nIn einem weiteren Antrag fordert Bilgers Bezirksverband, die Umwelthilfe k&uuml;nftig von der M&ouml;glichkeit zur Erhebung von Verbandsklagen im Verwaltungsprozessrecht auszuschlie&szlig;en. Eine Abstimmung dar&uuml;ber ist aber unwahrscheinlich. Die Antragskommission empfiehlt hierzu, den Antrag zur weiteren Beratung an die CDU\/CSU-Bundestagsfraktion zu &uuml;berweisen.<br>\nAuch im Netz formiert sich Widerstand gegen die Umwelthilfe. Eine Online-Petition, die mittlerweile rund 61.000 Menschen unterschrieben haben (Stand 17.11.2018, 18 Uhr), fordert, dass dem Verein der Status der Gemeinn&uuml;tzigkeit aberkannt werden soll. Der Vorwurf: Die DUH missbrauche den Status zu &bdquo;wirtschaftlichen Zwecken und sch&auml;digt die Allgemeinheit durch Vorsatz&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/diesel-debatte-cdu-nimmt-finanzierung-der-deutschen-umwelthilfe-ins-visier\/23649656.html?fbclid=IwAR3t1KQb4x4y3WFeZqiO895jMS67LaYF-NiOBadsTJzgyM3qs012freCqWU&amp;ticket=ST-1858826-7aT4UFb3I6WW9lZwO7mT-ap1\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann zu den Fahrverboten durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Aber einer NGO die Gemeinn&uuml;tzigkeit zu entziehen, weil sie eine Position eingenommen hat, die Gesundheitsgefahren h&ouml;her als die Interessen deutscher Automobilhersteller wertet, ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Und wenn die DUH von Wladimir Putin h&ouml;chstpers&ouml;nlich finanziert wurde, &auml;ndert dies kein Jota daran, dass ihre Aufdeckungen beim Dieselskandal einen Industrieskandal aufgedeckt haben, an dem ohne wenn und aber die Automobilhersteller und die deutsche Politik und nicht die DUH verantwortlich ist. Den Boten schlechter Nachrichten zu erschie&szlig;en, hilft selten weiter.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eurozonenbudget ist Luftnummer<\/strong><br>\n&bdquo;Der deutsch-franz&ouml;zische Kompromiss zum Eurozonenbudget soll Macron vor den Europawahlen helfen sein Gesicht zu wahren. Eine Stabilisierung der Eurozone wird so nicht erreicht. Dabei w&auml;re ein Euro-Budget zur Stabilisierung von Investitionen durchaus sinnvoll&ldquo;, kommentiert der stellvertretende Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion, Fabio De Masi, die Einigung Deutschlands und Frankreichs auf ein Eurobudget. De Masi, der auch der deutsch-franz&ouml;sischen Arbeitsgruppe des Deutschen Bundestages angeh&ouml;rt, weiter:<br>\n&bdquo;Das Budget soll aus dem EU-Haushalt aufgebracht werden, der wegen des Brexits ohnehin unter Druck steht. Damit werden keine zus&auml;tzlichen &ouml;ffentlichen Investitionen erzielt sondern lediglich zu Lasten anderer Haushaltstitel umgeschichtet. Zudem wird das Budget an nachfragehemmende Strukturreformen wie Lohn- und Rentenk&uuml;rzungen gekn&uuml;pft. Schlie&szlig;lich ist jedes Budget &uuml;berfordert die Eurozone zu stabilisieren, wenn Deutschland seine chronischen Export&uuml;bersch&uuml;sse nicht abbaut und mehr &ouml;ffentlich investiert. Deutschlands Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse versto&szlig;en gegen das EU Verfahren gegen makro&ouml;konomische Ungleichgewichte, werden jedoch nicht sanktioniert. Das ist ein Fehler.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eurozonenbudget-ist-luftnummer\/\">Die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Scholz will Soldaten l&auml;nger dienen lassen<\/strong><br>\nZwischen Finanzminister Scholz und Verteidigungsministerin von der Leyen bahnt sich Streit an. Nach SPIEGEL-Informationen will der SPD-Mann die Dienstzeit aller Soldaten verl&auml;ngern. Ein Affront gegen die Kollegin.<br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz will eine deutlich l&auml;ngere Dienstzeit f&uuml;r Soldaten durchsetzen. &ldquo;Zur nachhaltigen St&auml;rkung der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr fordert das Bundesfinanzministerium (BMF) die Erh&ouml;hung der allgemeinen und der besonderen Altersgrenzen der Berufssoldatinnen und -soldaten&rdquo; hei&szlig;t es in einem Brief seines Ministeriums an das Verteidigungsministerium vom 24. Oktober.<br>\nAls Grund f&uuml;hrt sein Haus die steigende Lebenserwartung, die allgemeine Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit und die &ldquo;erheblichen Stellenbesetzungsprobleme in der Bundeswehr an&rdquo;. Folglich sei eine Verl&auml;ngerung der Dienstzeit f&uuml;r die rund 170.000 Bundeswehrsoldaten &ldquo;geboten&rdquo;, so das Schreiben, das dem SPIEGEL vorliegt.<br>\nIn dem Brief wird das Scholz-Ministerium konkret: So sollen Gener&auml;le und Oberste bis 67 dienen, alle anderen Berufssoldaten bis 65 Jahre. Sollte dies nicht umgesetzt werden, hei&szlig;t es drohend, k&ouml;nne ein vorgelegtes Gesetzespaket zur nachhaltigen Steigerung der personellen Einsatzbereitschaft &ldquo;vom Bundesministerium der Finanzen nicht mitgetragen werden&rdquo;.<br>\nIm Verteidigungsministerium sorgt der Brief f&uuml;r erhebliche Verwirrung. Niemand in der Leitung hatte mit einer solchen Einmischung von Scholz gerechnet. Entsprechend &ldquo;&uuml;berrascht&rdquo; zeigte sich ein Sprecher auf SPIEGEL-Nachfragen zu den Forderungen. Ziemlich vage hie&szlig; es nur, man wolle an einem Kompromiss mit dem Finanzressort arbeiten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-olaf-scholz-will-soldaten-laenger-dienen-lassen-a-1238951.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es darf wohl angenommen werden, dass mit Herrn Scholz die SPD-Spitze am Konzept der l&auml;ngeren Lebensarbeitszeit festhalten m&ouml;chte. Dieses SPD-Spitzenpersonal ist einfach unbelehrbar &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hannibals Schattenarmee<\/strong><br>\nEr ist der Kopf eines bundesweiten Untergrundnetzwerkes &ndash; mit besten Verbindungen in deutsche Beh&ouml;rden.<br>\nAm 13.September 2017, einem Mittwoch, bekommt Andr&eacute; S. in Sindelfingen Besuch vom Geheimdienst der Bundeswehr. Mal wieder. S. ist Soldat beim Kommando Spezialkr&auml;fte in Baden-W&uuml;rttemberg. Er geh&ouml;rt zu den am besten ausgebildeten Soldaten der Bundeswehr, ein Elitek&auml;mpfer. Der Mann, der ihn besucht, ist ein Oberstleutnant des Milit&auml;rischen Abschirmdiensts. Er ist gekommen, um S. &uuml;ber rechtsextreme Tendenzen in seiner Kompanie zu befragen.<br>\nF&uuml;r S. ist das kein ungew&ouml;hnlicher Termin. Seit L&auml;ngerem schon trifft er sich regelm&auml;&szlig;ig mit dem MAD. Die Aufgabe des Nachrichtendiensts der Bundeswehr ist es, extremistische Entwicklungen innerhalb der Armee zu erkennen und zu verhindern. Der MAD nennt S. eine &bdquo;Auskunftsperson&ldquo;.<br>\nAn diesem Tag im September bekommt S. f&uuml;r seine Ausk&uuml;nfte offenbar etwas zur&uuml;ck: Der MAD-Mann berichtet ihm wohl von Ermittlungen des Generalbundesanwalts gegen ein geheimes Netzwerk von M&auml;nnern, die geplant haben sollen, Politiker und Aktivisten aus dem linken Spektrum zu t&ouml;ten. Die Bundesanwaltschaft sieht darin die Vorbereitung einer schweren, staatsgef&auml;hrdenden Gewalttat &ndash; Terror also.<br>\nVon den Razzien, die es kurz zuvor in Norddeutschland gegeben hat, wei&szlig; Andr&eacute; S. zu diesem Zeitpunkt bereits. An diesem 13. September soll er aber erfahren haben, dass weitere Durchsuchungen und Befragungen kurz bevorstehen. So steht es in einer Anklageschrift des Amtsgerichts K&ouml;ln, das zurzeit einen Prozess gegen den MAD-Mitarbeiter wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Rechtes-Netzwerk-in-der-Bundeswehr\/!5548926\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neuer Verfassungsschutzchef fordert Zugriff auf verschl&uuml;sselte Kommunikation<\/strong><br>\nDer neue Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, sorgt sich darum, dass die Geheimdienste aufgrund zunehmender Verschl&uuml;sselung im Internet &ldquo;blind und taub&rdquo; werden. &ldquo;Wir m&uuml;ssen das Problem des Going Dark in Griff bekommen&rdquo;, forderte der Jurist am Freitag in der zweiten &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) des Bundestags in Berlin.<br>\nLaut Forschern der Harvard-Universit&auml;t existiert das auch von Strafverfolgern in den USA immer wieder in den &ldquo;Crypto Wars&rdquo; vorgebrachte Problem nicht wirklich, da digitale Anwendungen eine Flut an &uuml;bertragenen Daten mit sich br&auml;chten, die sich h&auml;ufig in Echtzeit &uuml;berwachen lie&szlig;en. &ldquo;Wir k&ouml;nnen weniger Informationen &uuml;ber eine Person bekommen als in analogen Zeiten&rdquo;, hielt Haldenwang dem entgegen. Die Spione seien n&auml;mlich nicht imstande, die gro&szlig;e Masse an Daten effektiv auszuwerten. Daher m&uuml;ssten die &ldquo;technischen M&ouml;glichkeiten&rdquo; f&uuml;r einen Zugriff auf verschl&uuml;sselte Daten verbessert werden, ohne die Freiheitsrechte der B&uuml;rger massiv einzuschr&auml;nken. (&hellip;)<br>\nAuch soziale Netzwerke und die geschlossenen Gruppen darin sind Haldenwang ein Dorn im Auge. Facebook &amp; Co. fungierten als &ldquo;Aufputschmittel und Tatort&rdquo; in einem f&uuml;r Extremisten und Terroristen. Sie beg&uuml;nstigten ein &ldquo;Klima der Enthemmung&rdquo; und dienten als &ldquo;Brandbeschleuniger f&uuml;r sp&auml;tere physische Gewalt&rdquo;. Die rechtsextreme &ldquo;Oldschool Society&rdquo; etwa habe per Social Media f&uuml;r Anschlagspl&auml;ne auf Asylbewerberheime geworben, auch zu den j&uuml;ngsten Ausschreitungen in Chemnitz sei dar&uuml;ber mobilisiert worden.<br>\nAufrufe zu Demos von Neonazis und Hooligans h&auml;tten sich &uuml;ber die sozialen Netzwerk &ldquo;innerhalb von Stunden verbreitet&rdquo;, f&uuml;hrte der Verfassungsschutzchef aus. Bei einer offenen Kommunikation h&auml;tten Beh&ouml;rdenmitarbeiter die Pl&auml;ne noch &ldquo;mitplotten&rdquo; k&ouml;nnen, doch viele gewaltbereite Personen h&auml;tten sich auch in geschlossenen Netzwerken ausgetauscht. Auch &ldquo;Reichsb&uuml;rger und Selbstverwalter&rdquo; sowie islamistische Terroristen nutzten intensiv das Internet, Linksextremisten steigerten hier ihre Kampagnenf&auml;higkeit etwa rund um die Proteste gegen den G20-Gipfel oder im Hambacher Forst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Neuer-Verfassungsschutzchef-fordert-Zugriff-auf-verschluesselte-Kommunikation-4223818.html\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>USA planten geheime Anklage gegen Julian Assange<\/strong><br>\nDas US-Justizministerium hat eine Anklage gegen den Mitbegr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks vorbereitet. Das geht aus Gerichtsakten hervor, die ein Blogger ver&ouml;ffentlicht hat, berichtet die New York Times. Das Blatt bezeichnet die Entwicklung als &ldquo;dramatische Eskalation in dem jahrelangen Kampf der US-Regierung gegen Assange und die Enth&uuml;llungsgruppe&rdquo;.<br>\nBislang war nicht klar, ob die US-Strafverfolgungsbeh&ouml;rden Assange anklagen wollen. Der unl&auml;ngst geschasste Justizminister Jeff Sessions hatte die Verfolgung von Assange zwar zur Priorit&auml;t der Regierung erkl&auml;rt, Details waren aber nicht bekanntgeworden. &Ouml;ffentlich wurde der Schritt der US-Justiz nun durch ein Versehen bei der Ausarbeitung der Anklageschrift wegen Sexualdelikten gegen einen Mann namens Seitu Sulayman Kokayi. Auf der zweiten Seite erw&auml;hnt die Staatsanwaltschaft unvermittelt, dass die Klage gegen Assange &ldquo;aufgrund der Raffinesse des Angeklagten und des &ouml;ffentlichen Interesses an dem Fall&rdquo; vertraulich behandelt werden sollte.<br>\n&ldquo;Fehlerhaft&rdquo; sei der Schriftsatz gewesen, gestand der Sprecher der Staatsanwaltschaft im &ouml;stlichen Verwaltungsbezirk von Virginia, Joshua Stueve, ein. Es sei nicht beabsichtigt gewesen, Assanges Namen zu nennen. Die New York Times vermutet, dass die Verfasser des Schriftsatzes aus der bislang geheimen Assange-Akte aus Bequemlichkeit Textpassagen kopiert und das bislang vertraulich behandelte Vorgehen gegen den Wikileaks-Gr&uuml;nder damit publik gemacht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-planten-geheime-Anklage-gegen-Julian-Assange-4223973.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>CIA macht saudischen Kronprinzen f&uuml;r Khashoggi-Mord verantwortlich<\/strong><br>\nVerbindung direkt ins saudische K&ouml;nigshaus: Der Geheimdienst CIA h&auml;lt Mohammed bin Salman offenbar f&uuml;r den Auftraggeber des Mordes an Kritiker Jamal Khashoggi. Jetzt w&auml;chst der Druck auf US-Pr&auml;sident Trump.<br>\nDer US-Geheimdienst CIA kommt nach Medienberichten zu der Einsch&auml;tzung, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman die T&ouml;tung des Journalisten Jamal Khashoggi angeordnet hat. Die CIA sei zu dieser Schlussfolgerung gekommen, nachdem sie mehrere Quellen ausgewertet habe, darunter ein Telefongespr&auml;ch zwischen dem Bruder des Kronprinzen und Khashoggi, berichtete die &ldquo;Washington Post&rdquo; unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.<br>\nBei dem Telefonat habe Khalid bin Salman, Saudi-arabischer Botschafter in den USA, zu Khashoggi gesagt, dass er in das saudi-arabische Konsulat in Istanbul kommen solle, um Dokumente abzuholen, schrieb die Zeitung. Er habe dem Journalisten zugesagt, dass dies sicher sei. Khalid bin Salman habe den Anruf auf Anordnung seines Bruders get&auml;tigt.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump ist indes nach eigenen Angaben noch nicht vom Auslandsgeheimdienst CIA &uuml;ber dessen Einsch&auml;tzung zur Ermordung Khashoggis unterrichtet worden. Trump sagte am Samstagmorgen (Ortszeit) vor seinem Abflug nach Kalifornien, er werde noch am selben Tag &uuml;ber die Erkenntnisse informiert werden. Bislang sei ihm gesagt worden, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman keine Rolle bei der T&ouml;tung gespielt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/jamal-khashoggi-cia-sieht-saudischen-kronprinz-hinter-ermordung-a-1238984.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Brillanter Denker und Aktivist &ndash; Noam Chomsky wird 90<\/strong><br>\nEr ist einer der gro&szlig;en linken Intellektuellen der USA: Noam Chomsky, Philosoph, Sprachwissenschaftler, Kritiker, Aktivist und Vision&auml;r. Am 7. Dezember wird er 90 Jahre alt. Gerade ist seine Schrift &ldquo;Kampf oder Untergang!&rdquo; erschienen, ein leidenschaftlicher Appell, &ldquo;gegen die Herren der Menschheit&rdquo; aufzustehen. ttt hat den brillanten Denker in seinem Heimatort Tucson im US-Bundesstaat Arizona besucht.<br>\nNoam Chomsky, emeritierter Professor f&uuml;r Linguistik am Bostoner MIT und seit 2017 in Arizona zu Hause, hat auch mit knapp 90 nicht vor, sich zur Ruhe zu setzen. Zu viele Fragen sind unbeantwortet, zu viele Probleme ungel&ouml;st. Menschheitsfragen, existenzielle Probleme, mit denen er sich zeitlebens auseinandergesetzt hat.<br>\nBis heute findet er harsche Worte, wenn er die amerikanische Politik kritisiert. Donald Trump hat er als &ldquo;Abrissbirne&rdquo; der Demokratie bezeichnet. Das Leugnen des Klimawandels nennt er &ldquo;selbstzerst&ouml;rerisch&rdquo;. Und der gesamten westlichen Welt bescheinigt er moralisches Versagen. Chomsky will uns aufr&uuml;tteln, indem er uns klar macht, wie wenig Zeit uns zum Umdenken bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/ttt-18112018-noam-chomsky-100.html\">TTT<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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