{"id":4735,"date":"2010-03-10T09:08:40","date_gmt":"2010-03-10T08:08:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4735"},"modified":"2010-04-01T10:05:38","modified_gmt":"2010-04-01T09:05:38","slug":"hinweise-des-tages-1095","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4735","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu folgenden Themen: Griechenland, Europa-W&auml;hrungsfonds, Westerwelles Stil, Frontal21, NRW-Wahlkampf, Axel Weber, Kommunale Besch&auml;ftigungsprogramm floppt (KR\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Daumenschrauben helfen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Sparpolitik: Griechen stehen vor mageren Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Europa in der Krise: Streit &uuml;ber W&auml;hrungsfonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Der Stil dient dem Abtasten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Eine Richtigstellung zu &bdquo;Dr. Guido Westerwelle und die Hartz IV-Ausgaben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Soziale H&auml;ngematte h&auml;ngt an d&uuml;nnen F&auml;den<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Um Antwort  wird gebeten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">NRW-Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Kaum neue Jobs in den Kommunen: Besch&auml;ftigungsprogramm f&uuml;r Arbeitslose floppt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Wachhunde oder Lemminge? Der Journalismus und die Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Risiko Lebensversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Entwicklung durch Handel?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Blo&szlig; nicht Axel Weber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">&ldquo;Ethische Verbrechen&rdquo; in Honduras<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4735&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Daumenschrauben helfen nicht<\/strong><br>\nGriechenland und ganz S&uuml;deuropa brauchen einen Ausgleich, weil man dort, zu Recht, das deutsche Lohndumping der vergangenen zehn Jahre nicht mitgemacht hat. Diesen Ausgleich muss man auf mittlere Frist hinbekommen, sonst ist der Euro nicht zu halten.<br>\nVon Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2401922_Flassbeck-Spiecker-Daumenschrauben-helfen-nicht.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sparpolitik: Griechen stehen vor mageren Jahren<\/strong><br>\nDie Sparpolitik hinterl&auml;sst bei der griechischen Volkswirtschaft ihre Spuren: Der R&uuml;ckgang der Wirtschaftleistung des Landes k&ouml;nnte in diesem Jahr bis zu f&uuml;nf Prozent betragen. Das d&uuml;rfte die Staatsfinanzen erneut belasten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/_b=2529896,_p=6,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man kann das auch pessimistischer sehen. Immerhin ist das Bruttoinlandsprodukt im letzten Quartal gegen&uuml;ber dem Vorjahresquartal um  2,6 Prozent zur&uuml;ckgegangen, auf das Jahr gerechnet um 2 Prozent, ohne Sparprogramm und Steuererh&ouml;hungen. Eine Haupteinnahmequelle Griechenlands, der Fremdenverkehr,  ist eingebrochen. Der Tourismus trug 2008 noch 18 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Ca. 340 000 Griechen leben unmittelbar vom Tourismus, indirekt h&auml;ngen sogar 800 000 Jobs an der Branche. Solange sich die europ&auml;ische Wirtschaft nicht erholt, d&uuml;rften Wachstumsimpulse von au&szlig;en ausbleiben. Da der R&uuml;ckgang des BIP automatisch das Haushaltsdefizit  erh&ouml;ht, mu&szlig; noch mehr gespart werden, das das BIP sinkt weiter, das Defizit steigt usw. In der Logik der von unserer Kanzlerin gelobten  Radikalprogramme entsteht ein Teufelskreislauf. Lettland mit seinem IWF-Sparprogramm l&auml;&szlig;t gr&uuml;&szlig;en: das Bruttoinlandsprodukt fiel im vierten Quartal um 17,7 Prozent.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europa in der Krise : Streit &uuml;ber W&auml;hrungsfonds<\/strong><br>\nDie Idee eines Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds entfacht einen Grundsatz-Streit zwischen Bundesregierung und Bundesbank.<br>\n&ldquo;Eine europ&auml;ische Organisation zur Haushaltshilfe lehnen wir ab&rdquo;, erkl&auml;rte der Bundesbankpr&auml;sident kategorisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2403400_Europa-in-der-Krise-Streit-ueber-Waehrungsfonds.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Stil dient dem Abtasten<\/strong><br>\nDie Debatte um Guido Westerwelles &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber die Bezieher von Hartz IV wird als Stilkritik gef&uuml;hrt. Und nebenbei kann man herausfinden, wie es um das Widerstandspotenzial der B&uuml;rger bestellt ist. Westerwelle mag als Radikaler hingestellt werden, aber was er sagt, haben in den letzten zehn Jahren unter wohlwollender Beachtung der Medien&ouml;ffentlichkeit die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, der konservativ-wirtschaftsliberale Fl&uuml;gel der CDU, aber auch der fr&uuml;here Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der propagiert. Westerwelle wird aufgefallen sein, dass der Platz in der Sozialpolitik, den er gerade so stolz und selbstbewusst antritt, seit einiger Zeit verwaist ist. Das bietet ihm die Gelegenheit zur Profilierung gegen&uuml;ber Merkel, die in dem Ruf steht, sich am Konsens zu orientieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/09\/40472.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Richtigstellung zu &bdquo;Dr. Guido Westerwelle und die Hartz IV-Ausgaben&ldquo;<\/strong><br>\nDer Vizekanzler, Au&szlig;enminister und FDP-Vorsitzende hatte zu den Hartz IV-Ausgaben geschrieben &hellip;\n<blockquote><p>&bdquo;45 Milliarden Euro haben wir vergangenes Jahr f&uuml;r Hartz IV ausgegeben. Obwohl wir heute 1,5 Millionen Arbeitslose weniger haben als im Jahr 2004, sind es trotzdem 6,5 Milliarden Euro mehr als damals.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>&hellip; und in diesem Zusammenhang den folgenden Satz &bdquo;vergessen&ldquo;:<\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;2004 wurden von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld, das vorrangige Sicherungssystem bei Arbeitslosigkeit, 29 Milliarden Euro ausgegeben, im Krisenjahr 2009 waren dies 12 Milliarden Euro weniger. (17 Milliarden Euro)&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe hatte dies zum Anlass genommen, die folgende Frage zu stellen: &bdquo;Wurde der Satz aus Unkenntnis der sozialen Sicherungssysteme &bdquo;vergessen&ldquo; oder sollten die Leserinnen und Leser des Gastkommentars durch das Verschweigen (&bdquo;Vergessen&ldquo;) bewusst belogen werden, um Stimmung zu machen (Demagogie)?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100309_raffelwelle-in-westerhueschen.pdf\">BIAJ [PDF &ndash; 180 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Soziale H&auml;ngematte h&auml;ngt an d&uuml;nnen F&auml;den<\/strong><br>\nDie &Ouml;VP will &ldquo;Sozialbetr&uuml;gern den Kampf ansagen&rdquo; und pr&auml;sentiert eine Liste von Missbrauchsf&auml;llen &ndash; Doch ein Gegencheck des STANDARD zeigt: Die schwarze Anklage h&auml;lt einer genauen &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand.<br>\nIn Westerwellemanier m&ouml;chten die &ouml;sterreichischen Konservativen den &ldquo;Sozialschmarotzern&rdquo; den Kampf ansagen. Da wird auch argumentativ gerne direkt auf den deutschen Au&szlig;enminister zur&uuml;ckgegriffen und eine Missbrauchsquote von 20% verk&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1267743626853\/Soziale-Haengematte-haengt-an-duennen-Faeden\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Um Antwort  wird gebeten<\/strong><br>\nvon Herbert Klar und Steffen Judzikowski<br>\nFDP-Spenden, noble Essen und Nobelhotel-Er&ouml;ffnungen: Damit allein hat Guido Westerwelle viel zu tun. Ab und an muss er beruflich auf Reisen. Der Mann ist schlie&szlig;lich Au&szlig;enminister. In seiner Begleitung treffen sich dann nicht selten die aus seinen Spenderkreisen oder Essens-Runden wieder. Das macht stutzig. Egal ob Westerwelle dienstlich oder privat im Einsatz ist &ndash; die auff&auml;llig treuen Freunde sind an seiner Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/30\/0,1872,8046174,00.html?dr=1\">Frontal 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen JK:<\/strong> Ein recht sch&ouml;ner Bericht &uuml;ber Herren Westerwelles famose Spezis (Leistungstr&auml;ger oder besser Steuerhinterzieher). Darunter ein gewisser Herr Boersch, der ein Dutzend Briefkastenfirmen in der Schweiz betreibt. Sch&ouml;ner kann man diesen Herren nicht entlarven. Wobei angesichts dessen die Heuchelei dieses Herren einfach widerw&auml;rtig ist. Mehr dazu auch in den <a href=\"?p=4181#h13\">NDS vom 09.09.2009<\/a>: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wahl-2009\/bundestagswahl\/westerwelles-wirtschaftsberater-die-dubiosen-kontakte-des-herrn-boersch-1507211.html\">Die dubiosen Kontakte des Herrn Boersch<\/a>. Ebenfalss interessant die zwielichtige Rolle der Anwaltskanzlei Freshfields bei der Verstaatlichung der HRE:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><strong>Verstaatlichung per Gesetz<\/strong><\/p>\n<p>M&ouml;glich wurde die in der Geschichte Deutschlands bisher einmalige Verstaatlichung einer Bank durch das so genannte Finanzmarktstabilisierungsgesetz. Es wurde unter Federf&uuml;hrung des Bundesfinanzministeriums im Herbst vergangenen Jahres innerhalb einer Woche entworfen, beraten und verabschiedet. Ma&szlig;geblich an der Entstehung des Gesetzes beteiligt war die Anwaltskanzlei Freshfields. Die lobt sich selbst auf ihrer Internetseite &ldquo;f&uuml;r die Entwicklung des einzigartigen Enteignungsgesetzes, um mit unkooperativen Aktion&auml;ren der Hypo Real Estate Bank fertig zu werden.&rdquo;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>&ldquo;Gesetz schw&auml;cht Aktion&auml;rsstellung&rdquo;<\/strong><\/p>\n<p>Dabei z&auml;hlte die Hypo Real Estate in der Vergangenheit zu den Kunden der Anwaltskanzlei. Diese wickelte ausgerechnet auch den Kauf der Depfa-Bank ab, in dessen Folge die HRE in den Abgrund gerissen wurde. Einen Interessenkonflikt will das Finanzministerium trotzdem nicht erkennen.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>NRW-Wahlkampf<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Falscher Doktor in Nordrhein-Westfalen &ndash; R&uuml;ttgers neuestes Problem<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt5l1\/politik\/984\/505189\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD in Nordrhein-Westfalen &ndash; Das n&auml;chste Eigentor<\/strong><br>\nKommentar von Susanne H&ouml;ll<br>\nMit ihrem Hartz-IV-Vorsto&szlig; verspielt Hannelore Kraft wom&ouml;glich die Wahlchancen in D&uuml;sseldorf . Die SPD muss n&auml;mlich vor Kameras und Mikrophonen erkl&auml;ren, warum sie und insbesondere ihre Spitzenkandidatin keine Anh&auml;nger der t&ouml;richten Sozialstaatskampagne von Guido Westerwelle sind.<br>\nF&uuml;r jede andere Partei w&auml;re solch ein Fehltritt eine Belastung &ndash; f&uuml;r die SPD in Nordrhein-Westfalen ist es ein Debakel!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt3m1\/politik\/287\/505478\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kaum neue Jobs in den Kommunen: Besch&auml;ftigungsprogramm f&uuml;r Arbeitslose floppt<\/strong><br>\nDas vom fr&uuml;heren SPD-Arbeitsminister Franz M&uuml;ntefering eingef&uuml;hrte kommunale Besch&auml;ftigungsprogramm f&uuml;r Langzeitarbeitslose hat die Erwartungen nicht erf&uuml;llt. Im Westen erwies sich das &ldquo;Kommunal-Kombi&rdquo; genannte Programm von 2008 sogar als totaler Flop.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/beschaeftigung100.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wachhunde oder Lemminge? Der Journalismus und die Finanzkrise<\/strong><br>\nHans-J&uuml;rgen Arlt und Wolfgang Storz haben der Branche in einer gestern vorgestellten Studie f&uuml;r die gewerkschaftsnahe Otto-Brenner-Stiftung einmal auf den Zahn gef&uuml;hlt. Sie untersuchten die Berichterstattung der Finanz- und Wirtschaftsredaktionen von f&uuml;nf &uuml;berregionalen Tageszeitungen (FTD, SZ, FAZ, Handelsblatt und taz), der dpa und der ARD-Tagesschau als reichweitenst&auml;rkste Nachrichtensendung im Fernsehen. Anhand von f&uuml;nf Fallstudien wurde dabei die Berichterstattung der letzten zehn Jahre analysiert. Das Ergebnis &uuml;berrascht nicht und f&auml;llt f&uuml;r die untersuchten Massenmedien verheerend aus. Vor der Krise berichteten die untersuchten Publikationen meist unkritisch &uuml;ber die Finanzm&auml;rkte, Gegenmeinungen und Kritiker kamen kaum zu Wort und dem Konsumenten wurde ein tieferer Einblick in die Hintergr&uuml;nde der Finanzm&auml;rkte und der Finanzmarktpolitik verwehrt. Stattdessen dominierten die PR-Schablonen von Akteuren wie Banken, Managern oder Unternehmen beziehungsweise deren Interessengruppen die Berichterstattung. Der Wachhund hat das St&uuml;ck Fleisch vom Einbrecher mit Freude vertilgt und sich zum Verdauungsschlaf in die Sonne gelegt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/2101\/wachhunde-oder-lemminge-der-journalismus-und-die-finanzkrise\">Spiegelfechter<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/publikationen\/obs-arbeitshefte\/shop\/wirtschaftsjournalismus-in-der-krise-ah63.html\">Otto Brenner Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Risiko Lebensversicherung<\/strong><br>\nF&uuml;r die Assekuranz wird das Gesch&auml;ft mit Lebensversicherungen immer unattraktiver. Kunden m&uuml;ssen sich bei der Auswahl ihres Anbieters k&uuml;nftig &uuml;berlegen, ob der wohl &uuml;berlebt.<br>\nAn das, was bei Delta Lloyd eben passiert ist, werden sich Versicherungskunden gew&ouml;hnen m&uuml;ssen: Konzerne legen Lebensversicherungst&ouml;chter einfach still, weil sie keine Zukunft mehr f&uuml;r sie sehen. Das Neugesch&auml;ft wird eingestellt, die bestehenden Vertr&auml;ge abgewickelt. Run-off hei&szlig;t dieses &ldquo;Ablaufen&rdquo; der Vertr&auml;ge in der Branche &ndash; durch das sich die Lage f&uuml;r Kunden zu verschlechtern droht. Zieht sich eine Gesellschaft ganz vom Markt zur&uuml;ck, kann ihr der Ruf gleichg&uuml;ltig sein &ndash; und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie ihre Kunden entsprechend behandelt. Delta Lloyd hatte bereits Ende 2009 angek&uuml;ndigt, die laufenden Vertr&auml;ge 2010 nur noch mit 3,2 Prozent auf den Sparanteil zu verzinsen. Vorher waren es vier Prozent. Munich Re nimmt das Risiko eines Imageschadens in Kauf. Die Kunden d&uuml;rfen nicht erwarten, dass sich ihre ohnehin magere Verzinsung noch einmal verbessert. F&uuml;r die Versicherten ist es schwer, ohne h&ouml;here Verluste den Anbieter zu wechseln, bei manchen Angeboten wie R&uuml;rup-Renten sogar fast unm&ouml;glich. Das liegt an der besonderen Konstruktion der deutschen Lebensversicherung: Mit einem Kundenstamm, der auf Gedeih oder Verderb an ein Unternehmen gekettet ist, geht man schon mal ruppiger um. Dazu geh&ouml;rt auch der in angels&auml;chsischen L&auml;ndern &uuml;bliche Verkauf ganzer Best&auml;nde an Run-off-Spezialisten. Schlie&szlig;lich kann die Abwicklung 30 oder 40 Jahre dauern. Da ist es einfacher, die Vertr&auml;ge an jemanden abzugeben, der nichts weiter macht als Abwicklung &ndash; und dessen Gewinn davon abh&auml;ngt, wie wenig er den Kunden zukommen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:abwicklung-risiko-lebensversicherung\/50085489.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In dem Artikel ist ein bemerkenswerter Satz versteckt. F&uuml;r den niederl&auml;ndischen Versicherer Delta Lloyd Groep sei das Gesch&auml;ft zu wettbewerbsintensiv, &ldquo;dazu komme das immer enger werdende Aufsichtsrecht mit Vorschriften und Gerichtsentscheidungen, die nach Ansicht der Niederl&auml;nder die Kunden beg&uuml;nstigen.&rdquo; Da wird doch eine Grundregel des heutigen Finanzkapitals gelassen ausgesprochen: Das Gesch&auml;ft lohnt sich nur, wenn der Kunde nicht beg&uuml;nstigt ist. Interessant auch die Ausf&uuml;hrungen zur&nbsp; privaten Rentenversicherung, die ein profitabler Selbstl&auml;ufer zu werden versprach, &bdquo;weil Regierungen die staatliche Rente zusammenstreichen&ldquo;, jetzt aber aufgrund der Versch&auml;rfung der Aufsichtsregeln nicht mehr profitabel erscheint. Klarer kann man nicht sagen, dass sich das Gesch&auml;ft mit der privaten Altersvorsorge nur dann lohnt, wenn die Einlagen der Kunden mit gr&ouml;&szlig;tem Risiko bespielt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Entwicklung durch Handel?<\/strong><br>\nHandelsliberalisierung kann eine wachstumsf&ouml;rdernde Ausrichtung der Geld-, Finanz- und Strukturpolitik nicht ersetzen. Auf makro&ouml;konomischer Ebene besonders zu beachten ist die Bedeutung eines niedrigen Zinsniveaus f&uuml;r die Investitionst&auml;tigkeit und die Bedeutung des Wechselkurses f&uuml;r den Au&szlig;enhandel. Letzterer ist eine Schl&uuml;sselvariable f&uuml;r die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit und damit f&uuml;r die H&ouml;he der Exporte und Importe einer Volkswirtschaft. Es gilt daher, &Uuml;berbewertung und Instabilit&auml;t des Wechselkurses zu vermeiden. &Uuml;berbewertung benachteiligt die einheimischen Produzenten und f&uuml;hrt durch eine Verbilligung der Importe bei gleichzeitiger Verteuerung der Exporte tendenziell zu einem Handelsdefizit. Wechselkursinstabilit&auml;t impliziert zus&auml;tzliche Unsicherheit f&uuml;r die einheimischen Produzenten und Investoren, mit tendenziell negativen R&uuml;ckwirkungen auf ihre Investionsbereitschaft und auf die Finanzierungskosten. Aus diesen Gr&uuml;nden sollte so weit wie m&ouml;glich verhindert werden, dass spekulative Kapitalbewegungen Fehlentwicklungen des Wechselkurses bewirken. Dies kann entweder durch Kapitalverkehrskontrollen auf nationaler Ebene oder durch internationale Ma&szlig;nahmen im Rahmen einer Reform des internationalen W&auml;hrungssystems geschehen.<br>\nHandelsliberalisierung kann dann Wachstum und Entwicklung f&ouml;rdern, wenn sie nicht allgemein und radikal vollzogen wird, sondern selektiv und schrittweise, und dabei integraler Bestandteil einer umfassenderen Entwicklungsstrategie ist, in der verschiedene nationale wirtschaftspolitische Instrumente koh&auml;rent eingesetzt werden.<br>\nVon Detlef J. Kotte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2010\/10\/Beilage\/003.html\">Das Parlament<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Blo&szlig; nicht Axel Weber<\/strong><br>\nDie Kanzlerin will den Bundesbankpr&auml;sidenten unbedingt auf den Chefsessel der EZB hieven. Das ist ein Fehler. Er d&uuml;rfte als Pr&auml;sident der Bank seine bisher falsche Geldpolitik effektiv durchsetzen &ndash; zum Schaden Europas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-zeise-bloss-nicht-axel-weber\/50082412.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers GK:<\/strong> Lucas Zeise trifft in seiner ftd-Kolumne den Nagel auf den Kopf! Zu dem italienischen Kandidaten Mario Draghi schreibt Lucas Zeise:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Der Mann, der als Alternative zu Weber bereitsteht, ist ein Italiener, der bei Goldman Sachs gewirkt und eine amerikanische &Ouml;konomieausbildung genossen hat &ndash; da kann man eine eisenharte Hand nicht verlangen oder erwarten.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Sofern der ehemalige Goldman Sachs-Mitarbeiter Mario Draghi gen&uuml;gende politische &ldquo;Geschmeidigkeit&rdquo; aufbringen und sich zu einem rigiden geldpolitischen Kurs verpflichten w&uuml;rde, st&uuml;nde seiner Nominierung zum EZB-Chef aus deutscher Sicht nichts im Wege, denn auch die Bundeskanzlerin unterh&auml;lt enge Beziehungen zu Goldman Sachs: Der Goldmann Sachs-Berater Ottmar Issing ist Leiter der von der Bundesregierung eingesetzten Expertengruppe &bdquo;Neue Finanzmarktarchitektur&ldquo; und zugleich Berater von Angela Merkel. Von Angela Merkel ist auch bekannt, dass sie sich vom Deutschland Chef von Goldman Sachs, Dibelius, beraten l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Ethische Verbrechen&rdquo; in Honduras<\/strong><br>\nSeit dem Putsch wurden zahlreiche Demokratie-Aktivisten ermordet, die deutsche Naumann-Stiftung macht Stimmung gegen Regimegegner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/147207\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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