{"id":47389,"date":"2018-11-25T09:00:49","date_gmt":"2018-11-25T08:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389"},"modified":"2018-11-23T11:57:36","modified_gmt":"2018-11-23T10:57:36","slug":"hinweise-der-woche-89","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h01\">&bdquo;High Noon&ldquo;: Der Kampf gegen die Pressefreiheit in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h02\">UN-Migrationspakt\/Einwanderungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h03\">PESCO-R&uuml;stungsprojekte: Deutschland, Italien und Frankreich sahnen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h04\">Deutsche Regierung verf&uuml;gt Stopp der Waffenlieferungen an Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h05\">Ermittlungen gegen Bank-Mitarbeiter: Spur zu neuem Steuerraub<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h06\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h07\">Wirtschaftswissenschaftler Sell &uuml;ber Studie: Geld vom Staat kommt bei Kindern an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h08\">Finanzsenator will Abgeordnetenhaus ausschalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h09\">Die Miet-Gewinnmaschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h10\">CDU nimmt Finanzierung der Deutschen Umwelthilfe ins Visier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h11\">Frankreich: Abgeordnete beschlie&szlig;en Gesetz gegen &ldquo;Fake News&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389#h12\">Brillanter Denker und Aktivist &ndash; Noam Chomsky wird 90<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;High Noon&ldquo;: Der Kampf gegen die Pressefreiheit in den USA<\/strong><br>\nUnabsichtlich, durch einen bl&ouml;den Fehler (1), kam am 15. November zutage, was das Justizministerium unter Donald Trump mit Julian Assange vorhat, dessen Asyl in der ecuadorianischen Botschaft nach steter Bearbeitung der neuen Regierung des s&uuml;damerikanischen Staates durch die US Regierung nur noch in Tagen bemessen ist.<br>\nBeim Kopieren eines Textabschnittes von einer Anklageschrift zur anderen wurde eine Passage verwendet, aus der hervorgeht, dass eine sogenannte &bdquo;Geheime Anklageschrift&ldquo; gegen Julian Assange existiert. Sie sollte erst in dem Moment ver&ouml;ffentlicht werden, in dem der Gr&uuml;nder von Wikileaks in London festgenommen wird. Und offenbar, so schlie&szlig;t das bisher nicht f&uuml;r anti-amerikanische Verschw&ouml;rungstheorien bekannte &bdquo;Wall Street Journal&ldquo; aus den Passagen, soll eine Spionage-Anklage gegen Julian Assange erhoben werden.(2) Der Passus &bdquo;Informationen, die die nationale Sicherheit betreffen&ldquo; er&ouml;ffnet ungeahnte M&ouml;glichkeiten der Strafverfolgung, zum Beispiel ein nicht-&ouml;ffentliches Verfahren vor einem Milit&auml;rgericht, mit den entsprechenden drakonischen Strafen. Was noch in der Wundert&uuml;te des US Justizministeriums auf Assange wartet, ist unbekannt, klar ist nur, dass es eine Anklage mit verschiedenen Punkten ist.<br>\nDarum ging es, von Anfang an. Nicht um die fadenscheinige Verfolgung einer &bdquo;Vergewaltigung&ldquo;. Selten demaskierte sich das herrschende Recht so sehr als das Recht der Herrschenden. Die US-Regierung, der &bdquo;Tiefe Staat&ldquo; und der finanziell-industriell-milt&auml;rische Komplex wollten und werden Rache nehmen f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung vieler geheimer Dokumente durch Wikileaks. Beweise f&uuml;r Machenschaften, die eigentlich nie in das glei&szlig;ende Licht der &Ouml;ffentlichkeit geraten sollten.<br>\nDie Supermacht, die gerne einzige Supermacht des Planeten bleiben w&uuml;rde, war des &ouml;fteren durch Wikileaks blo&szlig;gestellt worden. So mit dem Video &bdquo;Collateral Murder&ldquo;, das die Vernichtung einer Kameracrew im Irak dokumentierte, mit Unterlagen zu Guantanamo, mit Botschaftsdepeschen, mit Dokumenten zum Abh&ouml;ren der deutschen Regierung durch die NSA, mit Protokollen des NSA-Untersuchungsausschusses in den USA, mit den Teilnehmerlisten der Bilderberg Konferenzen und last but not least mit den Emails des Wahlkampfteams von Hillary Clinton, die belegten, mit welch schmutzigen Methoden Clinton gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders vorgegangen war.<br>\nJulian Assange hat den Kaiser zu oft nackt pr&auml;sentiert. Daf&uuml;r soll er bestraft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-20-11-2018-high-noon-der-kampf-gegen-die-pressefreiheit-in-den-usa\/\">Dirk Pohlmann auf KenFM<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch unseren Appell <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47313\">&bdquo;Solidarit&auml;t mit Assange. Nutzen Sie bitte alle Ihre Beziehungen und Kontakte zum Protest.&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>UN-Migrationspakt\/Einwanderungsgesetz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>UN-Migrationspakt verwaltet weltweite Ungleichheit<\/strong><br>\nUrsachen der Migration wie ungleiche Entwicklung, Kriege und Vertreibungen werden nicht thematisiert<br>\nDer f&uuml;r den 10. Dezember 2018 vorgesehene Festakt im marokkanischen Marrakesch sollte ungetr&uuml;bt &uuml;ber die B&uuml;hne gehen. Den Text des &ldquo;Globalen Pakts f&uuml;r eine sichere, geordnete und regul&auml;re Migration&rdquo;, der seit 30. Juli vorliegt, hatte au&szlig;er den ihn erstellenden Schreibern bis vor kurzem kaum jemand gelesen. Als es dann doch einige taten, kam Unruhe in die Staatenwelt. Immer mehr L&auml;nder springen ab. Ihre Gr&uuml;nde m&ouml;gen fragw&uuml;rdig bis inakzeptabel sein, der UN-Migrationspakt ist es jedenfalls auch.<br>\nBeginnen wir mit dem Bild der Migration, wie es dem Pakt zugrunde liegt. Dort hei&szlig;t es: &ldquo;Wir anerkennen, dass Migration eine Quelle von Wohlstand, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung in unserer globalisierten Welt ist&rdquo; (Punkt 8). Die Wirklichkeit spiegelt sich in dieser Definition nicht wieder. Migration mag zwar f&uuml;r einige (Kapital)Gruppen, die sich der Ausbeutung von MigrantInnen bedienen k&ouml;nnen, eine Quelle des Wohlstandes sein, f&uuml;r die absolute Mehrheit der MigrantInnen &ndash; ob durch Kriege oder &ouml;konomische Krisen zur Wanderung in fremde L&auml;nder getrieben &ndash; stimmt diese Wahrnehmung ebenso wenig wie f&uuml;r die Ans&auml;ssigen in den Ziell&auml;ndern der Massenwanderungen. Der gehobene Mittelstand mag da und dort von billigen Putzkr&auml;ften und Altenpflegerinnen profitieren, die weniger Betuchten sp&uuml;ren die Konkurrenz am Arbeits- und Wohnungsmarkt.<br>\nUm es klar zu machen: Migration ist Ausdruck zunehmender regionaler Disparit&auml;ten und sozialer Ungleichheiten. Der &Ouml;konom Branko Milanovic hat diese f&uuml;r jeden Beobachter erkennbare Schieflage in Zahlen gegossen. Demnach ist das haupts&auml;chliche Verteilungsproblem zwischen Arm und Reich zunehmend dem Faktor Ort gegen&uuml;ber dem Faktor Klasse zuzuschreiben, in anderen Worten: Es ist entscheidender geworden, wo man geboren wird, als in welcher Schicht man aufw&auml;chst. Einkommensdifferenzen von 1:50 (im weltweiten Vergleich) oder 1:8 (innerhalb der EU, z.B. zwischen Bulgarien und Deutschland) sind die entscheidenden Triebkr&auml;fte f&uuml;r Wanderungsbewegungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/UN-Migrationspakt-verwaltet-weltweite-Ungleichheit-4224403.html\">Hannes Hofbauer auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Widerstand gegen Uno-Migrationspakt &ndash; Wollen wir Schwerkraft? Stimmen Sie jetzt ab!<\/strong><br>\nRechtspopulisten in aller Herren L&auml;nder wettern gegen den Uno-Migrationspakt. Jetzt will auch Gesundheitsminister Jens Spahn auf dem CDU-Parteitag dar&uuml;ber abstimmen lassen. Offenbar stellt er sich aus taktischen Erw&auml;gungen d&uuml;mmer, als er ist.<br>\nMigration ist eine Tatsache. Etwas, das geschehen ist und noch geschieht, jetzt im Moment, das auch weiterhin geschehen wird und sich im Geschehen selbst vollzieht. Ein gegebener Umstand. Als Sachverhalt so zwingend wie die Schwerkraft, auf deren Gesetze es keinen Einfluss hat, ob man sie f&uuml;r gut oder schlecht h&auml;lt.<br>\nIm englischen Sprachgebrauch wird solchen Unabweislichkeiten gern mit einem salopp ermunternden &ldquo;Deal with it!&rdquo; begegnet.<br>\nAuch menschliche Wander- oder Ausweichbewegungen vor Krieg, Hunger oder Armut sind nicht gut oder schlecht. Sie sind. Finden statt. Tragen sich zu. Weshalb schon der Begriff &ldquo;Uno-Migrationspakt&rdquo; f&uuml;r ein Dokument, das die Vereinten Nationen am 10. und 11. Dezember in Marokko ihrer Generalversammlung vorlegen wollen, eine irref&uuml;hrende Verk&uuml;rzung ist.<br>\nEs ist keine Hymne auf die Migration, sondern ein rechtlich nicht bindender, hoffentlich aber normative Kraft entfaltender Versuch, mit weltweit etwa 260 Millionen entwurzelten Menschen umzugehen.<br>\nDas Papier erkennt an, was ist, n&auml;mlich Migration ein &ldquo;bestimmendes Merkmal unserer globalisierten Welt&rdquo;. Es geht darum, sie &ldquo;zum Nutzen aller zu gestalten&rdquo; [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/uno-migrationspakt-warum-sich-jens-spahn-duemmer-stellt-als-er-ist-kommentar-a-1239466.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es wird schon stimmen, da&szlig; Jens Spahn die Diskussion &uuml;ber den UN-Migrationspakt vor allem aus taktischen &Uuml;berlegungen fordert, und um sich als besonders konservativer, &ldquo;migrationskritischer&rdquo; Kandidat zu pr&auml;sentieren. Leider ist der SPIEGEL noch deutlich schlimmer, indem er gezielt Meinung macht und seine Leser f&uuml;r dumm verkauft. Wenn der UN-Migrationspakt lediglich die Existenz von Migration feststellte, dann w&auml;re er tats&auml;chlich sinnlos. Der Autor unterschl&auml;gt mal eben die entscheidenden Punkte (neben der Forderung, mit Migranten menschlich umzugehen): da&szlig; Arbeitsmigration <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1049-migrationsabkommen-sargnagel\">gef&ouml;rdert werden soll<\/a> und da&szlig; Migration einseitig und ohne Argumente als &ldquo;eine Quelle des Wohlstands, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung [&hellip;] zum Nutzen aller&rdquo; dargestellt wird. Alle diese Behauptungen sind aber mehr als zweifelhaft und geh&ouml;rt nat&uuml;rlich auf Parteitagen und in Parlamenten diskutiert. Der SPIEGEL geht mit aktiver Desinformation und Denunziation anderer politischer Meinungen voran und soll sich dann nicht &uuml;ber die Beurteilung als L&uuml;genpresse beschweren. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Standort Deutschland: Fachfl&uuml;chtlinge gesucht!<\/strong><br>\nFachkr&auml;ftemangel: Ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte zwischen rassistischer Hetze, brutaler Ausbeutung und Integrations-Heuchelei.<br>\nDie Diskussion dar&uuml;ber, wie viele Gefl&uuml;chtete herkommen d&uuml;rfen, wo sie abgefangen und wie sie &raquo;integriert&laquo; werden sollen, findet l&auml;ngst in einer Festung statt. Europa und die BRD haben sich wieder abgeschottet, die Zahl der Asylantr&auml;ge ist auf das Niveau der fr&uuml;hen 90er Jahre gesunken. Dahinter verschwindet die Tatsache, dass sich die Leute, die in den letzten Jahren angekommen sind, so schnell in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt integriert haben, wie noch keine Zuwanderergeneration vor ihnen &ndash; genauso wie die Tatsache &uuml;brigens, dass viele wieder gegangen sind.1<br>\nDie Debatte wird trotzdem am Laufen gehalten bzw. hochgekocht. Einerseits als Drohung gegen die ArbeiterInnen, die schon l&auml;nger hier leben: Da sind noch viele andere, die eure Arbeitspl&auml;tze wollen &ndash; also stellt nicht solche Anspr&uuml;che! Andererseits, um die Neuangekommenen unter st&auml;ndigem Druck zu halten.<br>\nGenau aus diesem Grund gestaltet Innenminister Seehofer die Abschiebungen so dramatisch wie m&ouml;glich, damit es auch alle mitkriegen. Genau wie die R&uuml;ckf&uuml;hrungsabkommen mit Spanien und Griechenland sind das in Wirklichkeit gr&ouml;&szlig;tenteils symbolische Aktionen &ndash; aber sie halten Schreckgespenster am Leben.<br>\nSp&auml;testens der Skandal um das Bremer BAMF2 (der sich inzwischen als Nullnummer herausgestellt hat)3 und die Auseinandersetzungen um die Abschiebung von Sami A. haben deutlich gemacht, dass im Staat heftige Auseinandersetzungen toben.4 Und trotz der umfassenden Versuche, alle Migranten zu registrieren und zu &uuml;berwachen, wissen die Institutionen nicht genau, wer hier ist, an welchem Ort, und was die Leute machen. Offizielle Statistiken und Zahlen sind mit gro&szlig;er Vorsicht zu genie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/standort-deutschland-fachfluechtlinge-gegen-fachkraeftemangel-gesucht\/\">arbeitsunrecht in deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Erst will die Regierung den Migrationspakt annehmen und dann ein Einwanderungsgesetz, das diesem widersprich<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will eine Woche nach Zustimmung zum UN-Migrationspakt, ein Einwanderungsgesetz beschlie&szlig;en. Im Pakt verpflichtet sich Deutschland, Migranten Zugang zu Grundleistungen zu geben. Im Einwanderungsgesetz will die Regierung den Zugang von Migranten zu Sozialleistungen ausschlie&szlig;en. Die Vorgeschichte des Einwanderungsgesetzes legt nahe, in welche Richtung der Konflikt aufgel&ouml;st werden wird.<br>\nMit ihrem Fachkr&auml;fte-Einwanderungsgesetz, das die Bundesregierung kurz vor Weihnachten im Kabinett beschlie&szlig;en will, setzt sie Ziel 5 des Migrationspakts um, n&auml;mlich bessere und flexiblere Wege f&uuml;r regul&auml;re Migration zu schaffen, die den Bed&uuml;rfnissen der Arbeitgeber (&bdquo;lokalen Arbeitsm&auml;rkte&ldquo;) gerecht werden.<br>\nIn dem Gesetzentwurf hei&szlig;t es, &uuml;bereinstimmenden Medienberichten zufolge, das Arbeitsmigranten von au&szlig;erhalb der EU &ndash; nur um diese geht es im Einwanderungsgesetz &ndash; f&uuml;nf Jahre lang keine Sozialleistungen beziehen k&ouml;nnen. Werden sie arbeitslos, sind sie ohne Unterhalt und irgendwelche staatlichen Leistungen, zum Beispiel &auml;rztliche Versorgung im Krankheitsfall. Das widerspricht diametral der Selbstverpflichtung, die die Bundesregierung mit dem UN-Migrationspakt am 11.12. eingehen will:<br>\n&bdquo;Wir verpflichten uns, sicherzustellen, dass alle Migranten ungeachtet ihres Migrationsstatus ihre Menschenrechte durch einen sicheren Zugang zu Grundleistungen wahrnehmen k&ouml;nnen. Wir verpflichten uns ferner zur St&auml;rkung von Leistungserbringungssystemen, die Migranten einschlie&szlig;en, ungeachtet dessen, dass Staatsangeh&ouml;rige und regul&auml;re Migranten m&ouml;glicherweise Anspruch auf umfassendere Leistungen haben.&ldquo;<br>\nVor allem abgelehnte Asylbewerber, die nach dem Gesetzentwurf k&uuml;nftig zu Arbeitsmigranten werden d&uuml;rfen, werden in ein extremes Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis zu ihren Arbeitgebern gesetzt, aber nicht nur sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/2-uncategorised\/1072-einwanderungsgesetz\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Soviel auch zur Glaubw&uuml;rdigkeit der Hartz IV Debatte bei der SPD. Man will also den Bereich prek&auml;rer Arbeit und des Niedriglohns mit allen Mitteln aufrecht erhalten, wenn nicht gar &uuml;ber das neue Fachkr&auml;fte-Einwanderungsgesetz vergr&ouml;&szlig;ern. Die SPD dem Kapital immer treu zu Diensten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Geplantes Einwanderungsgesetz widerspricht Migrationspakt<\/strong><br>\nDie Absicht, qualifizierte Fachkr&auml;fte aus Entwicklungsl&auml;ndern f&uuml;r die deutsche Wirtschaft abzuwerben, widerspricht dem viel diskutierten UN-Migrationspakt. Unter Ziel 2: &bdquo;Minimierung nachteiliger Triebkr&auml;fte und struktureller Faktoren, die Menschen dazu bewegen, ihre Herkunftsl&auml;nder zu verlassen&ldquo;, hei&szlig;t es:<br>\n&bdquo;Wir verpflichten uns, f&ouml;rderliche politische, wirtschaftliche und soziale Bedingungen, sowie Umweltbedingungen zu schaffen, unter denen die Menschen in ihren eigenen L&auml;ndern ein friedliches, produktives und nachhaltiges Leben f&uuml;hren k&ouml;nnen&hellip;<br>\nUm diese Verpflichtung zu verwirklichen, werden wir in die Erschlie&szlig;ung von Humanressourcen investieren, durch F&ouml;rderung von Unternehmertum, Bildung, berufsausbildenden und -qualifizierenden Programmen und Partnerschaften sowie die Schaffung produktiver Arbeitspl&auml;tze, entsprechend den Bed&uuml;rfnissen des Arbeitsmarktes und in Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und den Gewerkschaften, mit dem Ziel, die Jugendarbeitslosigkeit zu senken, die Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskr&auml;fte (&sbquo;brain drain&lsquo;) zu vermeiden und die Zuwanderung hochqualifizierter Arbeitskr&auml;fte (&sbquo;brain gain&lsquo;) in den Herkunftsl&auml;ndern zu optimieren sowie die demografische Dividende bestm&ouml;glich zu nutzen.&ldquo;<br>\nWenn man dieses Ziel ernst nimmt, dann kann man das beabsichtigte Einwanderungsgesetz nicht verabschieden, weil es vom Geist des deutschen Besch&auml;ftigungsnationalismus gepr&auml;gt ist (siehe vorherigen Post). Wir d&uuml;rfen beispielsweise nicht &Auml;rzte und Krankenschwestern aus Afrika abwerben, sondern sollten medizinisches und pflegerisches Personal dorthin schicken. Vorbild sind &Auml;rzte aus Deutschland, die in eigener Initiative nach Afrika gehen, um zu helfen &ndash; beispielsweise Dr. Hans Schales, lange Jahre &Auml;rztlicher Direktor und Chefarzt der Gyn&auml;kologie und Geburtshilfe an einem Saarbr&uuml;cker Krankenhaus und sein Afrikaprojekt Dr. Schales e.V.. Oder Dr. Michael Weber, Chefarzt der Unfallchirurgie in der Marienhausklinik Saarlouis und Initiator des Vereins Osteomyelitishilfe e.V.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2050883381639785\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>PESCO-R&uuml;stungsprojekte: Deutschland, Italien und Frankreich sahnen ab<\/strong><br>\nEingef&uuml;hrt wurden Sanktionsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r r&uuml;stungsunwillige Staaten<br>\nIm November 2017 bekundeten eine Reihe von EU-Mitgliedsstaaten durch die Unterzeichnung eines Notifizierungspapiers ihr formales Interesse, sich an der &ldquo;St&auml;ndigen Strukturierten Zusammenarbeit&rdquo;, englisch abgek&uuml;rzt &ldquo;PESCO&rdquo;, beteiligen zu wollen. Im Dezember folgte dann mittels eines Ratsbeschlusses die offizielle Aktivierung.<br>\nDie PESCO, an der sich 25 EU-Staaten beteiligen, soll sich zum neuen Motor einer Europ&auml;ischen R&uuml;stungsunion entwickeln, denn au&szlig;erhalb von Milit&auml;reins&auml;tzen k&ouml;nnen die EU-Staaten seither unter ihrem Dach jedes erdenkliche R&uuml;stungsvorhaben buchst&auml;blich in Angriff nehmen &ndash; und viel Zeit lie&szlig;en sie sich damit auch nicht, eine erste Projektrunde wurde bereits im M&auml;rz 2018 eingel&auml;utet. Auf dem Ratstreffen am 19.\/20. November 2018 einigten sich die EU-Au&szlig;en- und Verteidigungsminister nun auf eine zweite Runde, in die mit der Eurodrohne auch eines der wichtigsten aktuellen EU-R&uuml;stungsprojekte aufgenommen wurde.<br>\nDie PESCO zeichnet sich durch drei zentrale Merkmale aus: Erstens bricht sie mit dem bis dato im Bereich der EU-Milit&auml;rpolitik geltenden Konsensprinzip, indem an einigen entscheidenden Stellen Abstimmungen mit doppelter Mehrheit (65% der Bev&ouml;lkerung und 55% der Staaten) eingef&uuml;hrt wurden. Dies ist schon allein deshalb von gro&szlig;er Bedeutung, weil das Konsensprinzip bislang den kleinen und mittleren Mitgliedsl&auml;ndern erhebliche Einflussm&ouml;glichkeiten er&ouml;ffnete. Bei qualifizierten Mehrheitsabstimmungen wurden dagegen seit der Einf&uuml;hrung neuer Stimmgewichtungen mit dem Vertrag von Lissabon ab 2009 die Machtverh&auml;ltnisse massiv zugunsten der gro&szlig;en EU-Staaten verschoben. Im Ergebnis hat dies zur Folge, dass Deutschland und Frankreich bei diesem Abstimmungsmodus zusammen faktisch &uuml;ber eine Sperrminorit&auml;t verf&uuml;gen und jede Entscheidung, die ihnen nicht passt, blockieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/PESCO-Ruestungsprojekte-Deutschland-Italien-und-Frankreich-sahnen-ab-4226075.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutsche Regierung verf&uuml;gt Stopp der Waffenlieferungen an Saudi-Arabien<\/strong><br>\nAls Begr&uuml;ndung werden Konsequenzen aus der T&ouml;tung von Jamal Khashoggi genannt. Der Jemen-Krieg hat daf&uuml;r nicht ausgereicht<br>\nDie deutsche Regierung hat die R&uuml;stungslieferungen an Saudi-Arabien &ldquo;komplett gestoppt&rdquo;, wie am Montag das Wirtschaftsministerium bekannt gab. Begr&uuml;ndet wird der Stopp, der die Auslieferung von Waffen und anderen R&uuml;stungsg&uuml;ter betreffe, mit der Konsequenz aus der T&ouml;tung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi.<br>\nDie Entscheidung, getroffen nach einer Pr&uuml;fung, die nicht nur neue Exportgenehmigungen, sondern auch bereits erteilte Genehmigungen umfasste, entspricht einer Forderung, die in der &Ouml;ffentlichkeit umso forcierter vorgetragen wurde, je mehr &uuml;ber die haarstr&auml;ubende Aktion, die sich Anfang Oktober im saudischen Generalkonsulat in Istanbul zutrug, durchsickerte.<br>\nSo konsequent die Entscheidung im ersten Moment erscheint, bleiben doch ein paar Fragen stehen wie hartn&auml;ckige sture Kegel, die bei diesem Wurf nicht umfallen wollen. Eine w&auml;re: Warum reagiert die Bundesregierung auf die Aktion eines Killerkommandos, das einen Feind der Herrschaft im Haus Saud zur Seite r&auml;umt, aber nicht auf eine brutale Kriegsf&uuml;hrung des K&ouml;nigreiches im Jemen, die bislang &uuml;ber 50.000 Tote und Millionen Hungernde und von Krankheiten und Schw&auml;che gezeichnete Menschen auf dem Konto hat? Der saudische Wahnsinn im Jemen h&auml;tte l&auml;ngst nach Konsequenzen verlangt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Deutsche-Regierung-verfuegt-Stopp-der-Waffenlieferungen-an-Saudi-Arabien-4225688.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Das Wei&szlig;e Haus arbeitet als PR-Firma f&uuml;r den saudischen Kronprinzen&ldquo;<\/strong><br>\nDonald Trump stellt sich an die Seite Saudi-Arabiens. Die wirtschaftlichen Beziehungen zur K&ouml;nigsfamilie sind ihm wichtiger als deren mutma&szlig;liche Beteiligung am Mord an Jamal Khashoggi. Die Kritiker des Pr&auml;sidenten sind entsetzt.<br>\n&bdquo;Amerika zuerst! Die Welt ist ein sehr gef&auml;hrlicher Ort!&ldquo; So beginnt die Erkl&auml;rung, die das Wei&szlig;e Haus am Dienstag ver&ouml;ffentlichte, um Donald Trumps j&uuml;ngste Wendung in Sachen Saudi-Arabien zu rechtfertigen. &bdquo;Sehr einfach gesagt, nennt man das Amerika zuerst!&ldquo; schlie&szlig;t der Text. Dazwischen steht, im Ton von Trumps m&auml;andernden Reden, die unverhohlene Zur&uuml;ckweisung der politischen Bedenken gegen Saudi-Arabien nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi. Die mit Ausrufezeichen reich bedachte Erkl&auml;rung stellt vor allem eines klar: die wirtschaftlichen Interessen Trumps und vermeintlich der Vereinigten Staaten sind wichtiger als Erkenntnisse &uuml;ber die mutma&szlig;lichen M&ouml;rder und Mitt&auml;ter.<br>\n&bdquo;Nach meinem hart ausgehandelten Besuch in Saudi-Arabien im letzten Jahr willigte das K&ouml;nigreich ein, 450 Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten auszugeben und zu investieren,&ldquo; hei&szlig;t es in dem Text. Hunderttausende Jobs w&uuml;rden so geschaffen. In der R&uuml;stungsindustrie, deren Firmen die Erkl&auml;rung zum Teil aufz&auml;hlt, w&uuml;rden 110 Milliarden Dollar ausgegeben. Das aufzugeben w&auml;re nur ein &bdquo;wundervolles Geschenk&ldquo; an Russland und China, die statt Amerika dann die Gesch&auml;fte mit den Saudis machen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/trumps-praesidentschaft\/trump-steht-bei-khashoggi-mord-an-der-seite-saudi-arabiens-15901283.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dass die Transatlantiker nun die unmoralische Partnerschaft zwischen den USA und Saudi Arabien zu einer &bdquo;Trump-Sache&ldquo; machen, ist schon putzig. Trump unterscheidet sich in seiner Politik in diesem Punkt in keinem Jota von seinen Vorg&auml;ngern seit Ronald Reagan.<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Bin Salman w&uuml;sste von Trump gerne, wie viele Journalistenmorde er noch frei hat<\/strong><br>\nRiad, Washington (dpo) &ndash; Einmal ist keinmal, aber wo liegt die Grenze? Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman w&uuml;sste gerne von Donald Trump, wie viele ungestrafte Ermordungen von Journalisten er noch frei hat. Nur so k&ouml;nne er das weitere Vorgehen gegen Kritiker seines Regimes planen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/11\/khashoggi-bin-salman.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ermittlungen gegen Bank-Mitarbeiter: Spur zu neuem Steuerraub<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft geht einer neuen Masche nach, mit der wom&ouml;glich Banker und Aktienh&auml;ndler Millionen Steuergelder ergaunerten. Nach Recherchen von WDR und &ldquo;SZ&rdquo; soll der Trick auf Phantom-Papieren basieren.<br>\nEigentlich glaubte die Bundesregierung, sie habe den gr&ouml;&szlig;ten Steuerraubzug der Bundesgeschichte gestoppt: Bei den sogenannten Cum-Ex-Gesch&auml;ften lie&szlig;en sich Banker, Aktienh&auml;ndler und reiche Investoren in den Jahren vor 2012 gesch&auml;tzte 30 Milliarden Euro an Steuern erstatten, die sie anscheinend nie gezahlt hatten. Milliardensummen, die f&uuml;r Kinderg&auml;rten, bezahlbare Wohnungen und Internetleitungen fehlten. Doch seitdem treibt nicht nur Finanzminister Olaf Scholz die Frage um: Haben Finanzjongleure einen neuen Weg gefunden, um die deutschen Staatskassen weiter zu pl&uuml;ndern?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/steuerraub-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Steuer-Skandal: #CumFake Bombe platzt<\/strong><br>\nD&eacute;j&agrave;-vu? Neue Enth&uuml;llungen &uuml;ber Steuer-Abzocke: K&uuml;rzlich kofferte die Bundesregierung uns noch an, wir h&auml;tten Phantomschmerzen wegen der Cum-Ex-Files. Und jetzt platzt diese Bombe!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=me1-6gpLdk4\">Fabio De Masi via YouTube<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was bl&uuml;ht uns alles, wenn erst ein lupenreiner Lobbyist der Finanzindustrie Bundeskanzler wird?<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Steuerraub stoppen! Olaf, hol die Cum-Ex-Milliarden zur&uuml;ck!<\/strong><br>\nAttac-Aktivisten skandalisieren Besuch von Olaf Scholz auf der Euro Finance Week (&hellip;)<br>\nDer Finanzminister trifft sich lieber bei Sekt und H&auml;ppchen mit Vertretern der Finanzwirtschaft, statt aktiv die Verfolgung von internationalem Steuerbetrug und -vermeidung in Milliardenh&ouml;he sowie eine Reform des Finanzsystems voranzutreiben. &ldquo;Olaf Scholz besucht die Topmanager internationaler Banken, als w&auml;re nichts geschehen. Die B&uuml;rger*innen wurden aber gerade mit Hilfe dieser Unternehmen durch Cum-Ex-Gesch&auml;fte in H&ouml;he von bis zu 33 Milliarden Euro Steuergeld bestohlen&rdquo;, stellt Alfred Eibl, Mitglied des Koordinierungskreises von Attac fest. &ldquo;Statt von den Banken Schadenersatz und rigorose Aufkl&auml;rung zu verlangen, gew&auml;hrt der Finanzminister mit seinem Besuch politische Protektion. Jeder ehrliche Mensch muss sich damit als Trottel f&uuml;hlen.&rdquo; Besonders erschreckend ist, dass der gr&ouml;&szlig;te bisher bekannte europ&auml;ische Steuerskandal nicht durch staatliche Untersuchungen aufgedeckt wurde, sondern wiederum von mutigen Einzelpersonen und Journalist*innen. (&hellip;)<br>\nAttac fordert deshalb:<br>\nEine Generalklausel (Missbrauchsklausel) in der Steuergesetzgebung, die Unternehmen unter Strafandrohung verbietet, organisatorische oder buchhalterische Ma&szlig;nahmen vorzunehmen mit dem Ziel<br>\nGewinne nicht voll zu versteuern<br>\nSteuern nicht an dem Ort zu zahlen, wo die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit stattfindet<br>\nSteuerr&uuml;ckzahlungen zu erlangen, obwohl keine entsprechenden Steuern gezahlt wurden.<br>\nEin Unternehmensstrafrecht: Steuervergehen von Firmen m&uuml;ssen unabh&auml;ngig von Nachweis der individuellen Schuld einzelner Manager*innen mit einem Bu&szlig;geld bis zum zehnfachen Betrag der nicht gezahlten Steuer bestraft werden k&ouml;nnen.<br>\nManager*innen m&uuml;ssen verpflichtet werden, Verst&ouml;&szlig;e gegen das Steuerrecht aktiv zu verhindern. Danach machen sie sich strafbar, wenn sie nicht nachweisen k&ouml;nnen, dass sie alle notwendigen Ma&szlig;nahmen ergriffen haben, um illegale Steuervermeidung zu verhindern. Firmen m&uuml;ssen f&uuml;r jeden Gesch&auml;ftsbereich Verantwortliche im Management benennen.<br>\nDie gleichen Regeln m&uuml;ssen auch f&uuml;r Steuerberatungsfirmen gelten. Bei Verst&ouml;&szlig;en k&ouml;nnen diesen auch die Lizenz entzogen werden.<br>\nEine wirksame europ&auml;ische Steuerbeh&ouml;rde und eine europ&auml;ische Finanzpolizei, die bei Steuerdelikten von internationalen Konzernen t&auml;tig werden kann. Zugleich muss das Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern gest&auml;rkt und in die Lage versetzt werden, eigenst&auml;ndig Ermittlungen an sich zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/steuerraub-stoppen-olaf-hol-die-cum-ex-milliarden-zurueck\/\">attac<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die gro&szlig;e Luftnummer<\/strong><br>\nDer Beitrag von Andrea Nahles &ldquo;F&uuml;r eine gro&szlig;e Sozialstaatsreform&rdquo; aus der FAZ vom 16. November ist nun auch auf der Seite der SPD erschienen. Um es vorwegzunehmen: Der Text ist eine herbe Entt&auml;uschung, da die SPD-F&uuml;hrung einmal mehr eine gro&szlig;e Luftnummer verbreitet, die zwar viel Wirbel erzeugt, im Kern aber nichts Neues enth&auml;lt. Denn die Fragestellung, was nach Hartz IV kommen soll, r&uuml;hrt eben nicht aus einer Kritik an Hartz IV selbst. Im Gegenteil. Die Agenda-Politik wird weiterhin als Erfolgsgeschichte verkl&auml;rt. (&hellip;)<br>\nEs geht also erneut um einen Etikettenschwindel, den das Satiremagazin &ldquo;Der Postillon&rdquo; mal unter der &Uuml;berschrift &ldquo;SPD l&auml;utet traditionelles linkes Halbjahr vor wichtigen Wahlen ein&rdquo; treffend beschrieb. Nahles liefert dabei schon jetzt sch&ouml;ne, aber widerspr&uuml;chlichen Formulierungen. So schreibt sie:<br>\n&ldquo;Zum Symbol f&uuml;r das Misstrauen des Staates gegen&uuml;ber den Grundsicherungsbeziehern sind die Sanktionen geworden.&rdquo;<br>\nHei&szlig;t das nun, die SPD will diese Praxis k&uuml;nftig abschaffen? Nahles laviert herum.<br>\n&ldquo;Niemand h&auml;tte aber auch Verst&auml;ndnis, wenn Regelverst&ouml;&szlig;e und der Missbrauch von Sozialleistungen ohne Konsequenzen blieben. Leistungssperren m&uuml;ssen aber immer das letzte Mittel sein. Das Existenzminimum eines Menschen darf niemals in Frage gestellt werden.&rdquo;<br>\nWas die SPD-Chefin nun konkret will, bleibt unklar, vermutlich allen gefallen. Und zwar denen, die jetzt verschreckt denken, die SPD wolle Hartz IV tats&auml;chlich beerdigen, was nicht stimmt, wie auch denen, die bereits in regelrechte Begeisterungsst&uuml;rme verfallen und pl&ouml;tzlich an einen Befreiungsschlag ihrer Parteichefin glauben.<br>\nImmerhin wird sich das Bundesverfassungsgericht voraussichtlich im Januar 2019 erstmals mit der Sanktionspraxis des SGB II besch&auml;ftigen. Ob dabei aber mehr als hei&szlig;e Luft herauskommen wird, bleibt fraglich. Wie sollte man auch das offenkundig verfassungswidrige massenhafte K&uuml;rzen des Existenzminimums, das es seit 14 Jahren gibt, angemessen heilen oder gar sanktionieren. Das Gericht wei&szlig; es wohl selbst nicht so genau und hat daher seit 2016 lieber andere Entscheidungen vorgezogen, wie die zum dritten Geschlecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/181119die-grosse-luftnummer\">TauBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD-Chefin Nahles &uuml;ber Hartz IV: &rdquo;Das System fl&ouml;&szlig;t Angst ein&rdquo;<\/strong><br>\nAndrea Nahles will das Trauma Hartz IV &uuml;berwinden. Im Interview verteidigt die SPD-Vorsitzende ihren Vorsto&szlig; &ndash; und stichelt gegen Gr&uuml;nen-Chef Habeck.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Sie werben f&uuml;r ein B&uuml;rgergeld als neues System der Grundsicherung, bleiben in den Details aber vage. Auffallend ist, dass tragende S&auml;ulen Ihres Vorschlags die gleichen sind wie in Hartz IV: Bedarfspr&uuml;fung, Mitwirkungspflicht &ndash; und Sanktionen. Was ist denn im Kern neu am B&uuml;rgergeld?<br>\nNahles: Zentral anders ist das Menschenbild. Hartz IV kommt aus einer anderen Zeit. Die Arbeitslosigkeit war doppelt so hoch und die Debatte um den Missbrauch des Sozialstaats allgegenw&auml;rtig. Es ist mit Perspektive auf den Missbrauch konstruiert worden &ndash; und nicht auf diejenigen, die es brauchen. Deshalb ist Hartz IV bis heute vom Bild des faulen Arbeitslosen gepr&auml;gt. Ich halte dieses Bild f&uuml;r falsch. Das B&uuml;rgergeld geht dagegen den zugewandten Weg. Es gibt Menschen, die Unterst&uuml;tzung brauchen und erhalten m&uuml;ssen &ndash; und von denen im Gegenzug erwartet werden kann, dass sie dabei mitwirken.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Es gelten die gleichen Prinzipien, nur das Menschenbild ist freundlicher?<br>\nNahles: Nein, der Perspektivwechsel hat sehr konkrete Auswirkungen. Zwei Beispiele: Erstens, wenn es einerseits Sanktionen gibt, k&ouml;nnte es andererseits k&uuml;nftig auch einen Bonus f&uuml;r die Betroffenen geben etwa f&uuml;r besonderen Einsatz bei der Mitwirkung. Und Sanktionen d&uuml;rfen nicht wie aktuell das Existenzminimum antasten. Denkbar sind ja beispielsweise auch andere Sanktionen als Leistungsk&uuml;rzungen. Zweitens m&uuml;ssen wir die B&uuml;rokratie reduzieren und Zust&auml;ndigkeiten klarer machen. Die ganze Haltung muss sein: Hier wird mir geholfen, nicht: hier bin ich Bittsteller. Das ist &uuml;brigens auch die Haltung, mit der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jobcentern ihre Arbeit verrichten m&ouml;chten. Auch die leiden unter manchen Regeln, die das jetzige System hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-chefin-andrea-nahles-zu-hartz-iv-jetzt-ist-eine-grundsanierung-faellig-a-1239778.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Nahles nun doch wieder f&uuml;r Sanktionen in HartzIV<\/strong><br>\nAllerdings d&uuml;rfe das Existenzminimum nicht angetastet werden. Denkbar seien ja auch andere Sanktionen als Leistungsk&uuml;rzungen &hellip; Was schwebt Ihr denn so vor als Sanktion? Jetzt fehlt mir zugegebenerma&szlig;en doch etwas die Phantasie, um ihr noch folgen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ulrich.schneider.79\/posts\/2002151683210284?__xts__%5b0%5d=68.ARBhXQPKi8BR7Szmv6iivZypLMxTtrUqx7rkUG1cZnJ1p-MQVBfHRdtXZjIHTgA4RivzUr0F8-vhnOza_dTkxgsT6dMNS8V5G8O5kijVjZCRz_wgSnNwK8fKQzrtmBltOhM7-mma7a5b38FZQEmjL7yjML1mu63ckX-cQwaqzDP1pP2o85DwqUtUnF5JDH36WBD4ZyDvuv4FlpuW6nHHHHknk5fGKenMBrdF4kurbAaCjfdMz9qizLDy6FZfixfDq6a14H4HhZwSeP2zz_duLE3EUHOXG1dwGIdLJ_D3I6hnVkv67JUSJER0iiR69KFBM0StUkZPvfpjXAFHddOC_L82rw&amp;__tn__=-R\">Ulrich Schneider via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>DGB-Chef Hoffmann lehnt Gr&uuml;nen-Pl&auml;ne f&uuml;r Hartz IV ab<\/strong><br>\nHerr Hoffmann, in aller K&uuml;rze: War Hartz IV eher Fluch oder eher Segen f&uuml;r den Arbeitsmarkt?<br>\nReiner Hoffmann: Beides. [&hellip;]<br>\nWelcher Teil von Hartz IV muss bleiben?<br>\nEinige Punkte waren sinnvoll, zum Beispiel die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld.<br>\nDie Gr&uuml;nen wollen das Hartz-System reformieren, indem sie Arbeitslose nicht mehr zwingen wollen, Arbeit aufzunehmen. Kann das gut gehen?<br>\nDas ist keine gute Idee. Erwerbsarbeit ist mehr als nur Broterwerb. Arbeit ist Teilhabe und wichtig f&uuml;r den sozialen Zusammenhalt. Die Gr&uuml;nen wollen Menschen eine staatliche Leistung zahlen &ndash; ohne Bedingungen und ohne Perspektive f&uuml;r den Arbeitsmarkt. Das wollen die meisten gar nicht. Wir sollten Menschen nicht ausmustern. Ich bin gegen jede Form von Stilllegungspr&auml;mien &ndash; wie immer man sie nennt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/politik\/dgb-chef-hoffmann-lehnt-gruenen-plaene-fuer-hartz-iv-ab-id215815093.html?fbclid=IwAR0svL7VwQ54WDTJU35u9v348sd_hi1MumE0qjUP1cnG_tJ7BB6mqVmpbWE\">WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jascha Jaworski:<\/strong> Reiner Hoffmann rechtfertigt hier nicht nur die Streichung der Arbeitslosenhilfe, also den Abbau sozialer Rechte der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, er begr&uuml;ndet auch das wahrlich drakonische Sanktionsregime ernsthaft mit sozialem Zusammenhalt? Wie surreal geht es eigentlich noch solch einen Zusammenhang herzustellen? Haben zudem der Abbau der Leistungen bei Arbeitslosigkeit, die Versch&auml;rfung von Zumutbarkeit und Sanktionierungen die Machtverh&auml;ltnisse auf &ldquo;dem Arbeitsmarkt&rdquo; wohl gest&auml;rkt oder geschw&auml;cht? Wessen Interessen vertritt der Mann da oben? Und wer holt ihn da weg? Welch unzivilisierte Zeiten, in denen den Menschen in einem reichen Land Wohnung und Heizung gestrichen wird, wenn sie nicht gehorchen. Erinnerung: Unter 25j&auml;hrige Personen erhalten diese Totalsanktion bereits beim zweiten &ldquo;Verhaltensversto&szlig;&rdquo;, da werden Wohnungslose produziert, und die am schwersten betroffene Gruppe im ALG-II sind ohnehin die alleinerziehenden M&uuml;tter! Hier wird also Kinderarmut produziert! Und der oberste Gewerkschaftsvertreter rechtfertigt sie ohne Not! Erinnert sei an die scharfe R&uuml;ge des Pr&uuml;fausschusses zum UN-Sozialpakt, die erst gegen Deutschland und sein ALG-II-System <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=12950\">ausgeteilt wurde<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So einen Quatsch verbreitet der DBG-Chef. Das zeigt wie weit der Herr von der Lebensrealit&auml;t der Menschen entfernt ist und welche gesellschaftspolitische Rolle der DGB inzwischen hat. Welche Teilhabe vermittelt eine Arbeit bei der der Lohn nicht einmal zum reinen Lebenserhalt ausreicht? Welche Teilhabe vermitteln dem&uuml;tigende und erniedrigende Arbeitsbedingungen und welchen sozialen Zusammenhalt schaffen diese? Im Grunde ist Hoffmann also f&uuml;r den Erhalt des Hartz IV Repressionsregimes.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist das die Einzelmeinung des Herrn Hoffmann oder Konsens innerhalb des DGB und seiner Einzel-Gewerkschaften? Oder sprach Herr Hoffmann in seiner Eigenschaft als SPD-Mitglied?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftsweise gegen Abschaffung von Hartz IV<\/strong><br>\nSPD und Gr&uuml;ne wollen Hartz IV hinter sich lassen und diskutieren neue Sozialleistungen. Die &Ouml;konomen Christoph Schmidt und Peter Bofinger warnen: Das w&uuml;rde &ldquo;zu Lasten der Schw&auml;chsten gehen&rdquo;.<br>\nSPD-Chefin Andrea Nahles stellte vor wenigen Wochen ihre Pl&auml;ne f&uuml;r eine neue Grundsicherung und ein &ldquo;B&uuml;rgergeld&rdquo; vor. Gr&uuml;nen-Chef Robert Habeck will Hartz IV gar f&uuml;r eine &ldquo;Garantiesicherung&rdquo; ohne Arbeitszwang abschaffen. Diese Vorst&ouml;&szlig;e bis hin zu einer Abkehr vom bestehenden Sozialsystem sto&szlig;en jedoch auf zunehmend heftigen Widerstand.<br>\nNun haben auch die Wirtschaftsweisen Christoph Schmidt und Peter Bofinger in der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; die Reformpl&auml;ne zur&uuml;ckgewiesen. &ldquo;Die Arbeitsmarktreformen der 2000er-Jahre haben dazu beigetragen, dass die Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung ist&rdquo;, sagte Schmidt, der Vorsitzender des Sachverst&auml;ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) ist. &ldquo;Jetzt dem Prinzip des &lsquo;F&ouml;rderns und Forderns&rsquo; abzuschw&ouml;ren, w&uuml;rde vor allem zu Lasten der Schw&auml;chsten gehen.&rdquo;<br>\nAuch der gewerkschaftsnahe &Ouml;konom Bofinger h&auml;lt dem Bericht zufolge wenig von den Reformpl&auml;nen von SPD und Gr&uuml;nen. &ldquo;Ein solcher Systemwechsel w&auml;re voraussichtlich sehr teuer, und das Fehlen jeglicher Arbeitsanreize w&auml;re auch f&uuml;r die Betroffenen nicht unbedingt vorteilhaft&rdquo;, sagte er der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;. Ohne Kontrolle und den Zwang zur Arbeit w&uuml;rde &ldquo;de facto von einem bedingten zu einem bedingungslosen Grundeinkommen&rdquo; &uuml;bergegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-wirtschaftsweise-gegen-plaene-von-spd-und-gruenen-a-1239751.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Weshalb die Abschaffung des Hartz IV Repressionsregimes &ldquo;vor allem zu Lasten der Schw&auml;chsten gehen&rdquo; soll, erschlie&szlig;t sich nur jemanden, der eben Anh&auml;nger der bizarren neoliberalen Ideologie ist. Interessant ist, dass hier den Neoliberalen pl&ouml;tzlich der Terminus &ldquo;Gerechtigkeit&rdquo; einf&auml;llt, wenn es um Repression gegen die &auml;rmsten und schw&auml;chsten Mitglieder der Gesellschaft geht. Zu den aggressiven Steuerbetrugspraktiken der Reichen und Superreichen &uuml;ber Cum-Ex-Gesch&auml;fte und aktuell &uuml;ber sogenannte Phantom-Aktien f&auml;llt den sogenannten &ldquo;Top-&Ouml;konomen&rdquo; dagegen nie etwas ein.<\/em><\/p>\n<p><em>Wer einen guten Magen hat, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/wirtschaftsweise-gegen-abschaffung-von-hartz-iv_aid-34634833\">kann sich hier<\/a> die Statements der versammelten neoliberalen Ideologen (Top-&Ouml;konomen) antun.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wirtschaftswissenschaftler Sell &uuml;ber Studie: Geld vom Staat kommt bei Kindern an<\/strong><br>\nFu&szlig;ball, Gitarrenunterricht, Ballettstunde: So oder &auml;hnlich verbringen Kinder ihre Freizeit. Daf&uuml;r gibt es Kindergeld, das kommt laut einer Studie auch bei den Kindern an. &Ouml;konom Stefan Sell findet einen Aspekt darin besonders beachtenswert. Laut einer Studie kommen finanzielle Direkthilfen vom Staat f&uuml;r arme Familie auch tats&auml;chlich bei Kindern an. Die Einsch&auml;tzung, dass ein Plus dieser Hilfen von den Eltern f&uuml;r Alkohol, Tabak oder Unterhaltungselektronik ausgegeben werde, ist nach Angaben der Bertelsmann-Stiftung falsch.<br>\nSie bezieht sich dabei auf das Ergebnis einer Analyse des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW). Das ZEW hatte im Auftrag der Stiftung untersucht, wie sich das Kindergeld und das in einigen Bundesl&auml;ndern ausgezahlte Landeserziehungsgeld auf das Ausgabeverhalten von Familien auswirken. Die Forscher werteten dabei Zahlen aus dem Zeitraum von 1984 bis 2016 aus.<br>\nDer Wirtschaftswissenschaftler Stefan Sell sieht in der Studie &bdquo;ein weiteres Beweisst&uuml;ck in einer wichtigen Argumentation&ldquo;. Der Vorwurf, dass massenhaft Eltern von Hartz-IV-Kindern Geld, das ihnen zur Verf&uuml;gung gestellt werde, zweckentfremden w&uuml;rden, sei durch diese empirische Studie so nicht haltbar &ndash; von Einzelf&auml;llen abgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/wirtschaftswissenschaftler-sell-ueber-studie-geld-vom-staat.1008.de.html?dram:article_id=433846\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> In Wirklichkeit ist es so, dass Eltern f&uuml;r ihre Kinder auf Dinge verzichten, gerade um zu niedrig bemessene Sozialleistungen auszugleichen, sagen Sozialarbeiter. So gibt es beispielsweise ein Schulbedarfspaket &uuml;ber das Bildungs- und Teilhabepaket in H&ouml;he von 100 Euro j&auml;hrlich. <a href=\"https:\/\/www.diakonie-in-niedersachsen.de\/pages\/mitgliederservices\/soziale_themen\/beratung_und_gemeinwesenarbeit\/soziale_beratung_im_kirchenkreis\/publikationen\/subpages\/schulbedarfe\/index.html\">Laut einer Studie<\/a> der Diakonie in Niedersachsen, die inzwischen auch bei der Bundesregierung angekommen sein soll, fehlen allerdings durchgehend und unabh&auml;ngig von der Schulform in jeder Jahrgangsstufe mindestens 50 Euro. Um ihren Kindern trotzdem Teilhabe zu erm&ouml;glichen, verzichten Eltern daher auf notwendige Anschaffungen oder versuchen Zahlungsverpflichtungen wie die Miete hinauszuschieben. Selbstverst&auml;ndlich kommt daher mehr Geld vom Staat bei den Kindern an. Es fehlt dort ja auch am dringendsten.  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Finanzsenator will Abgeordnetenhaus ausschalten<\/strong><br>\nDer Volksinitiative &ldquo;Unsere Schulen&rdquo; wurde am Vorabend der Hauptausschuss-Sitzung am 21.11.2018 Folgendes mitgeteilt:<br>\nDie Volksinitiative darf die am 7. November unvollst&auml;ndig geblieben Anh&ouml;rung nicht abschlie&szlig;en.<br>\nDas Abgeordnetenhaus soll nach Auffassung des Finanzsenators Kollatz zum Rahmenvertrag mit der Howoge nicht befragt werden.<br>\nDamit k&ouml;nnte durch die &ldquo;zustimmenden Kenntnisnahme&rdquo; am 21. November im Hauptausschuss die Schulprivatisierung faktisch als beschlossen betrachtet werden! Das ist ein Skandal ohnegleichen. Die Eile des Ganzen kann nur als gegen die Demokratie gerichtet verstanden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/finanzsenator-will-abgeordnetenhaus-ausschalten\/\">Gemeingut in B&uuml;gerInnenhand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Miet-Gewinnmaschine<\/strong><br>\nIn Deutschland vermietet niemand mehr Wohnungen als Vonovia. Und vermutlich hat niemand so viele w&uuml;tende Mieter. Kein Wunder: Der Dax-Konzern schr&ouml;pft seine Kunden, wo er kann &ndash; und greift dabei zu zweifelhaften Methoden.<br>\nGerd Stimmelmaier hat gut zu tun. Der fr&uuml;here Controller k&uuml;mmert sich um die Nebenkostenabrechnungen vieler Mieter einer Wohnanlage im M&uuml;nchener Vorort Neuried. Seit Vonovia die Anlage 2014 gekauft hat, wird es jedes Jahr teurer: der Winterdienst, der Hausmeister, das Rasenm&auml;hen. Warum? Stimmelmaier hat mehr als 600 Seiten Unterlagen ausgewertet, Rechnungen, Belege und T&auml;tigkeitsnachweise. Hat Einzelbetr&auml;ge zusammengez&auml;hlt, Datumsangaben kontrolliert und gepr&uuml;ft, ob Arbeiten tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrt wurden.<br>\nSein Fazit ist ern&uuml;chternd: Die Abrechnungen von Vonovia seien oft fehlerhaft, die vorgelegten Belege vielfach &ldquo;dubios&rdquo; &ndash; und die Kosten viel zu hoch. Dass sich ein profitorientierter Dax-Konzern wie Vonovia um seine Mieter k&uuml;mmern w&uuml;rde, davon sind die Neurieder gar nicht ausgegangen. Doch nun glauben sie, dass Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Vermieter sie &uuml;bervorteilt.<br>\nWer nach dem Ursprung der Gewinnmaschine fragt, wird vielleicht an der Frankfurter B&ouml;rse Antworten finden. Dort gl&auml;nzt der Dax-Konzern Vonovia seit Jahren mit rasantem Wachstum. Seit dem B&ouml;rsengang im Jahr 2013 ist der Aktienkurs um 148 Prozent gestiegen.<br>\nMit dem klassischen Vermietungsgesch&auml;ft hat das allerdings wenig zu tun &ndash; das bringt einfach zu wenig Profit. Mit Erh&ouml;hungen der Kaltmiete steigerte Vonovia seine Miete pro Quadratmeter im vergangenen Jahr um mickrige 1,6 Prozent, weniger als die Inflationsrate. Erst Modernisierungen von Wohnungen, die der Konzern auf seine Mieter umgelegt hat, brachten weitere 2,5 Prozent.<br>\nSeit Jahren kauft der Konzern Wohnungen auf, rund 350.000 sind es mittlerweile. Und nachdem der deutsche Markt abgegrast ist, geht es nun in &Ouml;sterreich, Frankreich und Schweden weiter.<br>\nNeben der Kaltmiete hat Vonovia die Nebenkosten seiner Mieter als Einnahmequelle entdeckt. Statt externe Firmen zu beauftragen, &uuml;bernimmt der Immobilienkonzern viele Aufgaben mittlerweile mit eigenen Tochterfirmen und streicht die Profite ein. Der Schachzug ist clever: Vermieter haben gro&szlig;e Freiheiten, wen sie etwa mit der Treppenhausreinigung oder dem Winterdienst betrauen. Und sie k&ouml;nnen auch selbst entscheiden, ob beispielsweise ein Spielplatz einmal im Monat kontrolliert wird, oder einmal in der Woche. Vonovia bestellt, Vonovia kassiert &ndash; und der Mieter muss zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/vonovia-wie-der-wohnungskonzern-seine-mieter-schroepft-a-1238110.html\">SPON<\/a>\n<p><strong>dazu: F&uuml;nf Euro pro Quadratmeter &ndash; so geht&rsquo;s<\/strong><br>\nNahezu in allen Metropolen der Welt steigen die Mieten. Und man kann nichts dagegen tun? Die rot-gr&uuml;ne Regierung der Stadt Wien will beweisen, dass das nicht stimmt. Sie beschlie&szlig;t an diesem Donnerstag eine neue Bauordnung, die einem Paukenschlag gleichkommt.<br>\nMit der Neuregelung will Wien der Teuerung durch drastisch steigende Grundst&uuml;ckspreise entgegenwirken. Als Ursache macht die Politik vor allem Gro&szlig;investoren aus, die seit dem Finanzcrash 2008 und in Zeiten niedriger Zinsen in Immobilien ein sicheres und renditetr&auml;chtiges Investment sehen.<br>\nIn der neuen Bauordnung wird es die Widmung &ldquo;Gebiete f&uuml;r gef&ouml;rderten Wohnbau&rdquo; geben. Demnach m&uuml;ssen zwei Drittel aller neuen Wohnungen, die k&uuml;nftig gebaut werden, in die Kategorie &ldquo;gef&ouml;rderte Wohnnutzfl&auml;che&rdquo; fallen, wie es b&uuml;rokratisch hei&szlig;t. Die Miete darf hier nicht mehr als f&uuml;nf Euro netto pro Quadratmeter betragen.<br>\nSchon jetzt ist die Stadt Wien mit 220.000 st&auml;dtischen Wohnungen in Gemeindebauten und weiteren 180.000 st&auml;dtisch gef&ouml;rderten Genossenschaftswohnungen der gr&ouml;&szlig;te Immobilieneigent&uuml;mer und -verwalter der Welt. Deswegen und wegen einer Gesetzeslage, die Mieter relativ stark sch&uuml;tzt, sind die Mieten in Wien im Vergleich zu St&auml;dten wie M&uuml;nchen oder Hamburg relativ niedrig. [&hellip;]<br>\nDas gef&ouml;rderte Wohnen ist ein Wiener Modell, das nach dem Zusammenbruch des Habsburger Reichs in Folge des Ersten Weltkriegs angesichts gro&szlig;er Wohnungsnot von den Sozialdemokraten erfunden wurde. Nach Angaben Chorherrs ist der Anteil des gef&ouml;rderten Wohnbaus in Wien von einst 80 Prozent auf weniger als ein Drittel gesunken. Der soll nun nach dem Willen der Politik wieder steigen.<br>\nBetroffen von dem Gesetz sind neue Fl&auml;chen, die f&uuml;rs Wohnen ausgewiesen werden. Die Regelung soll stadtweit gelten, Ausnahmen beispielsweise f&uuml;r besonders reiche Viertel soll es nicht geben. Zudem soll sie nur f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Projekte gelten, nicht f&uuml;r die Aufstockung bestehender Wohnanlagen oder f&uuml;r Einfamilienh&auml;user.<br>\nDas Vorhaben kommt bei gro&szlig;en Bautr&auml;gern erwartungsgem&auml;&szlig; nicht gut an. Dem Vernehmen nach sehen einige darin einen Angriff auf l&auml;ngst abgeschlossene Grundst&uuml;cksk&auml;ufe, die noch nicht f&uuml;r den Bau von Wohnungen freigegeben wurden. Man habe hohe Preise gezahlt, die nicht refinanzierbar seien, wenn jetzt nur f&uuml;nf Euro Miete pro Quadratmeter f&uuml;r zwei Drittel der Wohnfl&auml;che verlangt werden d&uuml;rften, hei&szlig;t es. Bei SP&Ouml; und Gr&uuml;nen entgegnet man, diese Investoren seien selbst daf&uuml;r verantwortlich, die Preise in die H&ouml;he getrieben zu haben. Nur mit politischen Ma&szlig;nahmen k&ouml;nne man diesen Anstieg stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wien-fuenf-euro-pro-quadratmeter-wohnung-so-geht-s-a-1239764.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Genau, so geht&rsquo;s. In der marktkonformen Demokratie in Deutschland geht es nicht. Es ist nur wieder erstaunlich, dass niemand sich an der v&ouml;lligen Unt&auml;tigkeit und der unflektierten Unterwerfung aller politisch Verantwortlichen von FDP bis zu den Gr&uuml;nen unter das neoliberale Dogma des freien Marktes st&ouml;rt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>CDU nimmt Finanzierung der Deutschen Umwelthilfe ins Visier<\/strong><br>\nWeil sie ein Fahrverbot nach dem anderen erzwingt, muss die Deutsche Umwelthilfe viel Kritik einstecken. Die CDU will ihr die Finanzierung erschweren.<br>\nDie CDU k&ouml;nnte bei ihrem bevorstehenden Bundesparteitag die Gemeinn&uuml;tzigkeit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) infrage stellen. Eine Aberkennung fordert der CDU-Bezirksverband Nordw&uuml;rttemberg von Verkehrsstaatssekret&auml;r Steffen Bilger in einem entsprechenden Antrag. Das geht aus dem vorl&auml;ufigen Antragsbuch der CDU f&uuml;r den Parteitag am 7.\/8. Dezember in Hamburg hervor, das dem Handelsblatt vorliegt.<br>\nDie Antragskommission der Partei empfiehlt darin, den Antrag in der Fassung anzunehmen: &bdquo;Die CDU Deutschlands fordert zu pr&uuml;fen, ob die Deutsche Umwelthilfe noch die Kriterien f&uuml;r die Gemeinn&uuml;tzigkeit erf&uuml;llt.&ldquo; Falls die DUH den Status verliert, wird es f&uuml;r sie m&ouml;glicherweise schwieriger, sich zu finanzieren. Spenden an sie sind dann nicht mehr absetzbar.<br>\nIn einem weiteren Antrag fordert Bilgers Bezirksverband, die Umwelthilfe k&uuml;nftig von der M&ouml;glichkeit zur Erhebung von Verbandsklagen im Verwaltungsprozessrecht auszuschlie&szlig;en. Eine Abstimmung dar&uuml;ber ist aber unwahrscheinlich. Die Antragskommission empfiehlt hierzu, den Antrag zur weiteren Beratung an die CDU\/CSU-Bundestagsfraktion zu &uuml;berweisen.<br>\nAuch im Netz formiert sich Widerstand gegen die Umwelthilfe. Eine Online-Petition, die mittlerweile rund 61.000 Menschen unterschrieben haben (Stand 17.11.2018, 18 Uhr), fordert, dass dem Verein der Status der Gemeinn&uuml;tzigkeit aberkannt werden soll. Der Vorwurf: Die DUH missbrauche den Status zu &bdquo;wirtschaftlichen Zwecken und sch&auml;digt die Allgemeinheit durch Vorsatz&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/diesel-debatte-cdu-nimmt-finanzierung-der-deutschen-umwelthilfe-ins-visier\/23649656.html?fbclid=IwAR3t1KQb4x4y3WFeZqiO895jMS67LaYF-NiOBadsTJzgyM3qs012freCqWU&amp;ticket=ST-1858826-7aT4UFb3I6WW9lZwO7mT-ap1\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann zu den Fahrverboten durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Aber einer NGO die Gemeinn&uuml;tzigkeit zu entziehen, weil sie eine Position eingenommen hat, die Gesundheitsgefahren h&ouml;her als die Interessen deutscher Automobilhersteller wertet, ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Und wenn die DUH von Wladimir Putin h&ouml;chstpers&ouml;nlich finanziert wurde, &auml;ndert dies kein Jota daran, dass ihre Aufdeckungen beim Dieselskandal einen Industrieskandal aufgedeckt haben, an dem ohne wenn und aber die Automobilhersteller und die deutsche Politik und nicht die DUH verantwortlich ist. Den Boten schlechter Nachrichten zu erschie&szlig;en, hilft selten weiter.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frankreich: Abgeordnete beschlie&szlig;en Gesetz gegen &ldquo;Fake News&rdquo;<\/strong><br>\nWahlk&auml;mpfe in Frankreich sollen k&uuml;nftig besser vor &ldquo;Fake News&rdquo; gesch&uuml;tzt werden. Ein dazu gedachtes Gesetzespaket wird aber heftig kritisiert.<br>\nFrankreichs Nationalversammlung hat trotz heftiger Kritik der Opposition ein Gesetzespaket gegen gezielt gestreute Falschinformationen in Wahlkampfzeiten beschlossen. Die Abgeordneten stimmten am Dienstagabend mehrheitlich f&uuml;r zwei Entw&uuml;rfe &ndash; zuvor war das Gesetz im Senat gescheitert. Die Abgeordneten hatten nun das letzte Wort. Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron hatte sich Anfang des Jahres f&uuml;r neue Regeln gegen &ldquo;Fake News&rdquo; in Wahlkampfzeiten ausgesprochen.<br>\nDie Gesetze sollen es zum Beispiel erm&ouml;glichen, dass sich Kandidaten in den drei Monaten vor Wahlen im Eilverfahren gegen die Verbreitung von Falschinformationen im Internet wehren k&ouml;nnte. Ein Richter k&ouml;nnte dann beispielsweise Internetanbieter verpflichten, den Zugang zu diesen Inhalten zu sperren. Bedingung w&auml;re, dass die Falschinformationen vors&auml;tzlich und massiv verbreitet werden und geeignet sind, die Wahl zu beeinflussen. Au&szlig;erdem sollen soziale Netze wie Facebook und Twitter transparenter mit der bezahlten Verbreitung von Inhalten umgehen.<br>\nGegen die Gesetzespl&auml;ne hatte sich heftiger Widerstand der Opposition, aber auch beispielsweise von Journalisten geregt. Oppositionspolitiker warnten vor der Gefahr einer &ldquo;Gedankenpolizei&rdquo; und &ldquo;Zensur&rdquo;. Linke und Rechte stimmten nun im Parlament dagegen oder enthielten sich. Die Gesetze sollen noch vor der anstehenden Europawahl in Kraft treten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Frankreich-Abgeordnete-beschliessen-Gesetz-gegen-Fake-News-4227977.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ich halte das f&uuml;r eine sehr gef&auml;hrliche Entwicklung. Offenbar sehen die Neoliberalen keine andere M&ouml;glichkeit mehr ihre bizarre Ideologie durchzusetzen, als &uuml;ber die Einschr&auml;nkung der Meinungsfreiheit. <\/em><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Brillanter Denker und Aktivist &ndash; Noam Chomsky wird 90<\/strong><br>\nEr ist einer der gro&szlig;en linken Intellektuellen der USA: Noam Chomsky, Philosoph, Sprachwissenschaftler, Kritiker, Aktivist und Vision&auml;r. Am 7. Dezember wird er 90 Jahre alt. Gerade ist seine Schrift &ldquo;Kampf oder Untergang!&rdquo; erschienen, ein leidenschaftlicher Appell, &ldquo;gegen die Herren der Menschheit&rdquo; aufzustehen. ttt hat den brillanten Denker in seinem Heimatort Tucson im US-Bundesstaat Arizona besucht.<br>\nNoam Chomsky, emeritierter Professor f&uuml;r Linguistik am Bostoner MIT und seit 2017 in Arizona zu Hause, hat auch mit knapp 90 nicht vor, sich zur Ruhe zu setzen. Zu viele Fragen sind unbeantwortet, zu viele Probleme ungel&ouml;st. Menschheitsfragen, existenzielle Probleme, mit denen er sich zeitlebens auseinandergesetzt hat.<br>\nBis heute findet er harsche Worte, wenn er die amerikanische Politik kritisiert. Donald Trump hat er als &ldquo;Abrissbirne&rdquo; der Demokratie bezeichnet. Das Leugnen des Klimawandels nennt er &ldquo;selbstzerst&ouml;rerisch&rdquo;. Und der gesamten westlichen Welt bescheinigt er moralisches Versagen. Chomsky will uns aufr&uuml;tteln, indem er uns klar macht, wie wenig Zeit uns zum Umdenken bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/ttt-18112018-noam-chomsky-100.html\">TTT<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47389\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-47389","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47389"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47389\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47392,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47389\/revisions\/47392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=47389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=47389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}