{"id":47396,"date":"2018-11-25T11:45:45","date_gmt":"2018-11-25T10:45:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47396"},"modified":"2026-01-27T11:31:25","modified_gmt":"2026-01-27T10:31:25","slug":"es-kann-von-propaganda-gelenktem-journalismus-gesprochen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47396","title":{"rendered":"\u201eEs kann von propaganda-gelenktem Journalismus gesprochen werden\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Verbreiten Nachrichtensendungen in Deutschland und anderen demokratischen L&auml;ndern Propaganda? Eindeutig: Ja, sagt der Journalismusforscher <strong>Florian Zollmann<\/strong>. Der Dozent an der Newcastle University in England hat sich in einer Studie mit der Berichterstattung gro&szlig;er Medien &uuml;ber Konflikte wie in Syrien, im Irak oder im Kosovo auseinandergesetzt. Sein Ergebnis: &bdquo;Die Politik der NATO und USA wurde dabei nicht substantiell hinterfragt.&ldquo; Beispielsweise die Gr&auml;ueltaten der Verb&uuml;ndeten habe man in der Berichterstattung an den Rand gedr&auml;ngt. F&uuml;r Zollmann ist bewiesen, dass es h&auml;ufig einen Gleichklang zwischen Mehrheitsmeinungen in der Politik und der journalistischen Berichterstattung gibt. So passiere es, dass immer wieder in den Nachrichten &bdquo;die Sicht der politischen Eliten&ldquo; in den Vordergrund ger&uuml;ckt werde, w&auml;hrend &bdquo;kritische Stimmen aus der Bev&ouml;lkerung, selbst wenn diese in der Mehrheit sind&ldquo;, in den Nachrichten kaum noch vorkommen. Ein Interview &uuml;ber Medien und Propaganda. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5099\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-47396-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181125_Es_kann_von_propaganda_gelenktem_Journalismus_gesprochen_werden_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181125_Es_kann_von_propaganda_gelenktem_Journalismus_gesprochen_werden_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181125_Es_kann_von_propaganda_gelenktem_Journalismus_gesprochen_werden_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181125_Es_kann_von_propaganda_gelenktem_Journalismus_gesprochen_werden_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=47396-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/181125_Es_kann_von_propaganda_gelenktem_Journalismus_gesprochen_werden_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"181125_Es_kann_von_propaganda_gelenktem_Journalismus_gesprochen_werden_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Zollmann, wenn von <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42059\">Medien und Propaganda<\/a> die Rede ist, dann haupts&auml;chlich im Zusammenhang mit Medien in Diktaturen. Verbreiten auch Medien in demokratischen L&auml;ndern Propaganda? <\/strong><\/p><p>In der Tat. Die Idee, dass <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42899\">Propaganda<\/a> nur in autorit&auml;ren Gesellschaften verbreitet wird, ist eine Illusion. Nat&uuml;rlich finden wir Propaganda in Diktaturen. Viele Menschen scheinen sich aber nicht bewusst zu sein, dass moderne Propaganda in westlichen Demokratien entwickelt wurde und sich auch dort einer tiefen gesellschaftlichen Verbreitung erfreut. <\/p><p><strong>Eine tiefe gesellschaftliche Verbreitung?<\/strong><\/p><p>Ja, so ist es in der Tat. Und daf&uuml;r gibt es auch Gr&uuml;nde.<\/p><p><strong>Welche denn?<\/strong><\/p><p>In westlichen Demokratien sind die Machtsysteme seit der Einf&uuml;hrung von Wahlen und des Gewerkschaftswesens, sowie der rechtlichen Institutionalisierung der Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit, nicht mehr in der Lage, ihre Herrschaft ausschlie&szlig;lich mittels Gewalt durchzusetzen. <\/p><p><strong>Aber irgendwie wollen die Herrschenden dennoch die soziale Kontrolle?<\/strong><\/p><p>Richtig. Und soziale Kontrolle wird seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gr&ouml;&szlig;tenteils mittels Propaganda erreicht (anders als im Nationalsozialismus, wo zus&auml;tzlich direkte Gewalt und Staatsterrorismus als Mittel der Herrschaft verwendet wurden). Es kann auch von einer propaganda-gesteuerten Demokratie gesprochen werden. <\/p><p><strong>Eine &bdquo;propagandagesteuerte Demokratie&ldquo;? Da w&uuml;rde Ihnen jetzt wohl gerade auch so mancher Medienvertreter widersprechen.<\/strong><\/p><p>Das ist eine Aussage, die Vielen nicht behagt und die Viele nicht h&ouml;ren wollen. Aber: Je gr&ouml;&szlig;er die soziale Ungleichheit und damit die Klassenunterschiede innerhalb einer demokratischen, kapitalistischen Gesellschaft sind, desto wichtiger wird Propaganda als Instrument der Eliten zur Sicherung von Macht, Einfluss und Wohlstand. Und wir sehen derzeit eine noch nie dagewesene Ungleichheit in der westlichen Hemisph&auml;re. Au&szlig;erdem gilt es zu beachten: Fachleute aus der Wirtschaft entwickeln seit Jahrzehnten vielf&auml;ltige Propagandatechniken, um ihre Produkte in den Verkehr zu bringen. Oftmals verwenden Konzerne Marketingstrategien, die auf selektiver Informationsvermittlung oder sogar T&auml;uschung basieren. Die fr&uuml;he Gesch&auml;ftsliteratur fasste diese Techniken unter dem Begriff Propaganda zusammen. In der ersten H&auml;lfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde in den USA begonnen, aus einer Gesch&auml;ftsperspektive heraus <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45252\">Propagandatechniken<\/a> in einem industriellen Ma&szlig;stab zu entwickeln. Nachdem die kriegf&uuml;hrenden Parteien im Ersten und Zweiten Weltkrieg diese Techniken f&uuml;r politische Zwecke instrumentalisierten, wurde vielen Menschen das manipulative Potential von Propaganda bewusst. Das ging aber nicht mit einem Bedeutungsverlust von Propaganda einher. Fachleute aus Wirtschaft und Politik entschieden sich vielmehr f&uuml;r die Verwendung neuer Begrifflichkeiten. So f&uuml;hrte Edward Bernays, der Gr&uuml;ndungsvater moderner Propaganda, den Begriff Public Relations ein, nachdem Propagandatechniken im Krieg von den Deutschen missbraucht worden waren. Dieser Prozess kann als ein Re-Branding von Propaganda bezeichnet werden. Was historisch gesehen als Propaganda definiert wurde, h&ouml;rt heute auf Namen wie Public Relations (PR), &Ouml;ffentlichkeitsarbeit, Werbung, Branding, Lobbying, Persuasion, Public Diplomacy, Psychological Operations oder Fake News. <\/p><p><strong>Bei der Verbreitung von Propaganda kommen dann auch die Medien mit ins Spiel?<\/strong><\/p><p>Ja. Die so genannten Massenmedien sind eine wichtige Institution zur Verbreitung von Propaganda. Ein Hauptkanal ist nat&uuml;rlich die klassische Werbung, die in Zeitungen geschaltet wird oder im kommerziellen Rundfunk l&auml;uft. Ein gro&szlig;er Teil dieser Werbung ist in den letzten Jahren ins Internet abgewandert. Aber darum soll es in unserem Interview ja nicht gehen. <\/p><p><strong>Nein, wir wollen uns auf die Propaganda konzentrieren, die im &bdquo;etablierten&ldquo; Journalismus zu finden ist.<\/strong><\/p><p>Wenn Nachrichten Propaganda enthalten, dann ist das ein gro&szlig;es Problem und wohl schlimmer als Werbepropaganda, die uns versucht zum Kaufen eines bestimmten Produktes zu bewegen. Propaganda, die im Rahmen der journalistischen Berichterstattung verbreitet wird, kann eine ziemliche Gefahr f&uuml;r die Demokratie bedeuten. Denn Meinungsbildung durch die Massenmedien gilt als ein Garant f&uuml;r die Demokratie. Die Bev&ouml;lkerung hat im Alltag wenig Einfluss auf ihre politischen Repr&auml;sentanten. Dennoch kann man &ndash; vereinfacht dargestellt &ndash; davon ausgehen, dass die Bev&ouml;lkerung dann in der Lage ist, auf die Politik am besten einzuwirken, wenn sie durch die Nachrichtenmedien ausreichend informiert wird. Trotzdem ist es in der deutschen Medien- und Kommunikationswissenschaft und im Journalismus quasi ein &bdquo;No-Go,&ldquo; Nachrichten mit Propaganda zu vergleichen. Dabei gibt es insbesondere aus der anglo-amerikanischen Forschung zahlreiche Beispiele, die genau diesen Zusammenhang belegen.<\/p><p><strong>Wie denn?<\/strong><\/p><p>Wenn man Nachrichten seziert, dann lassen sich verschiedene Schichten heraussch&auml;len. Zun&auml;chst einmal bestehen Nachrichten in der Regel aus einer Mehrzahl von Quellenzitaten. Ein Merkmal des professionellen Journalismus ist es, verschiedene Zitate als &bdquo;objektive&ldquo; Fakten in einem gesprochenen oder geschriebenen Narrativ zu integrieren. Das ist ein potentielles Einfallstor f&uuml;r politische Akteure, deren Ziel es ist, eine parteiische Sichtweise in den Nachrichten zu platzieren. Das mag kein Problem sein, wenn Journalisten eine Vielzahl unterschiedlicher Meinungen ver&ouml;ffentlichen oder Quellen sorgf&auml;ltig auf ihre Richtigkeit hin &uuml;berpr&uuml;fen. Empirische Studien in der Journalismus-Forschung best&auml;tigen allerdings, dass politische Offizielle mit Abstand den Gro&szlig;teil der verwendeten Quellen in Nachrichten ausmachen. Insbesondere in ihrer Berichterstattung &uuml;ber Kriege und Au&szlig;enpolitik, aber auch &uuml;ber innenpolitische Sachverhalte spiegeln die Medien die Diskurse der etablierten politischen Parteien wider. Das ist besonders dann problematisch, wenn es einen partei&uuml;bergreifenden Konsens zu politischen Themen gibt. <\/p><p><strong>Warum ist das problematisch?<\/strong><\/p><p>In diesen F&auml;llen zeigt sich, dass die Nachrichten die politische Diskussion einseitig betonen. Die Sicht der politischen Eliten r&uuml;ckt in den Vordergrund, kritische Stimmen aus der Bev&ouml;lkerung, selbst wenn diese in der Mehrheit sind, werden an den Rand gedr&auml;ngt oder kommen gar nicht mehr in den Nachrichten vor. <\/p><p><strong>Haben Sie ein Beispiel?<\/strong><\/p><p>Ein Beispiel ist Deutschlands Beteiligung an der von den USA angef&uuml;hrten NATO-Milit&auml;roperation gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien w&auml;hrend des Kosovo-Krieges von 1999. Wie Studien best&auml;tigen, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26380\">folgten die deutschen Nachrichtenmedien den Verlautbarungen der politischen Elite<\/a> und legitimierten damit den ersten deutschen Auslandseinsatz seit dem Zweiten Weltkrieg. Dass es sich bei dieser Intervention um einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg handelte, bei dem es um geostrategische Interessen und die Existenzberechtigung der NATO ging, wurde in der Mediendiskussion weitgehend unsichtbar gemacht.<\/p><p><strong>Gibt es noch andere Beispiele f&uuml;r Propaganda im Journalismus?<\/strong><\/p><p>Ein weiteres Einfallstor f&uuml;r Propaganda besteht in der Mehrfachverwertung von PR-Material. Idealerweise sollte <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42783\">Journalismus<\/a> auf einer Prim&auml;rrecherche basieren. Das ist allerdings als Resultat von fortschreitendem redaktionellen Personalabbau immer seltener der Fall. Viele von Qualit&auml;tsmedien publizierte Berichte werden daher von PR inspiriert oder basieren weitgehend auf solchen Verlautbarungen. Eine Studie von <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/abs\/10.1080\/14616700701767974\">Justin Lewis und Kollegen<\/a> der renommierten <em>Cardiff School of Journalism, Media and Culture<\/em> untersuchte den PR-Gehalt der Publikationen angesehener britischer Nachrichtenorganisationen, wie der Sendungen des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunksenders <em>BBC<\/em> oder der in &uuml;berregionalen Tageszeitungen wie <em>The Guardian<\/em>, <em>The Independent<\/em>, <em>Daily Mail<\/em> und <em>The Times<\/em> erschienenen Artikel. 41 Prozent der untersuchten Zeitungsartikel und 52 Prozent der Rundfunksendungen bestanden demnach zum Gro&szlig;teil aus PR-Material. Bezeichnenderweise kommt die Mehrheit dieser PR aus dem Wirtschaftssektor, gefolgt von &ouml;ffentlichen Einrichtungen und Regierungsstellen, so die Cardiff-Studie. PR-Agenturen agierten demnach bei fast der H&auml;lfte der untersuchten Nachrichten als Agenda-Setter. In Anbetracht dieses Tatbestandes kann denn auch von propaganda-gelenktem Journalismus gesprochen werden.<\/p><p><strong>Wie &auml;u&szlig;ert sich Propaganda im Journalismus noch?<\/strong><\/p><p>Vor allem auch &uuml;ber Ideologie. Untersuchungen zeigen, dass sich in der Berichterstattung vielf&auml;ltige ideologische Konstrukte finden. Diese k&ouml;nnen, wie angef&uuml;hrt, durch die Quellen- oder PR-Materialien in die Berichterstattung einflie&szlig;en. Auch lassen sich in den von Journalisten selbst verfassten Textpassagen oder Kommentaren ideologische Erkl&auml;rungsmuster identifizieren. Man denke zum Beispiel an die von Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der im Jahr 2003 eingef&uuml;hrte <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=agenda-2010\">Agenda 2010<\/a>, die seither im Prinzip von allen b&uuml;rgerlichen Parteien unterst&uuml;tzt und umgesetzt worden ist. In den Nachrichtenmedien und in &ouml;ffentlichen Diskursen wird die Agenda 2010 in der Regel als &bdquo;Reform&ldquo; bezeichnet. <\/p><p><strong>Und?<\/strong><\/p><p>Die Bedeutung des Begriffes &bdquo;Reform&ldquo; beinhaltet die Verbesserung eines bestehenden gesellschaftlichen Zustandes. Die der Agenda 2010 zugrundeliegende Politik forcierte erwiesenerma&szlig;en einen Kahlschlag der Sozialsysteme, als dessen Folge sich in Deutschland die Schere zwischen Arm und Reich noch vergr&ouml;&szlig;ert hat. Tats&auml;chlich handelte es sich bei der Agenda 2010 nicht um eine Reform, sondern um reaktion&auml;re Sparpolitik. Das widerspricht aber der positiven Darstellung der Agenda 2010 in den Medien.<\/p><p><strong>Wo zeigt sich in der Berichterstattung noch Ideologie?<\/strong><\/p><p>In den letzten Jahren kann man auch immer wieder in den Medien davon h&ouml;ren, Deutschland m&uuml;sse in der Weltpolitik eine bedeutendere Rolle einnehmen. Deutschland solle sich mehr an internationalen Milit&auml;reins&auml;tzen beteiligen, an NATO-Operationen oder an einem Heer der Europ&auml;ischen Union. Auch gehe es bei dieser Politik darum, die vermeintliche Sicherheit des Westens im Ausland zu verteidigen. Wie eine Studie der <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/themen\/Bundeswehr\/armee-im-einsatz.html\">AG Friedensforschung<\/a> aufzeigt, fand in den 1990-er Jahren &bdquo;ein Paradigmenwechsel des politischen und friedenswissenschaftlichen Diskurses&ldquo; statt. So wurde in intellektuellen und politischen Kreisen eine milit&auml;risch gest&uuml;tzte Au&szlig;enpolitik salonf&auml;hig. Milit&auml;rinterventionen mit deutscher Beteiligung werden seither mit Verweis auf Stabilit&auml;t, Terrorismus oder die Wahrung der Menschenrechte gerechtfertigt. Oft hei&szlig;t es in den Medien auch, Deutschland m&uuml;sse mehr Verantwortung &uuml;bernehmen. Dass dies besch&ouml;nigende Formulierungen sind, die dazu benutzt werden, die Bev&ouml;lkerung auf Krieg einzustimmen, wird allerdings kaum zur Kenntnis genommen. Auch findet es kaum Beachtung, dass sich Deutschland durch Interventionen einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil an der Ausbeutung ausl&auml;ndischer Ressourcen und M&auml;rkte verspricht. Diese Propaganda ist besonders gef&auml;hrlich, weil die von der CDU angef&uuml;hrte Gro&szlig;e Koalition derzeit eine massive Aufr&uuml;stung plant.<\/p><p>Am st&auml;rksten ist der ideologische Gehalt der Medien, wenn es um Systemfragen geht. <\/p><p><strong>Wie meinen Sie das?<\/strong><\/p><p>So lassen sich kaum Berichte finden, in denen der real-existierende Kapitalismus grundlegend hinterfragt wird. Gleichzeitig werden sozialistische Gesellschaftssysteme, die die Interessen der Wirtschaftseliten herausfordern, d&auml;monisiert. Am bemerkenswertesten ist vielleicht die Tatsache, dass es in unseren Medien sowie in der weiteren intellektuellen Kultur kaum Hinweise auf einen m&ouml;glichen dritten Gesellschaftsweg gibt. Kann es eine egalit&auml;re und nachhaltige Gesellschaft geben, die alternative Institutionen zu denen des real-existierenden Kapitalismus und real-existierenden Sozialismus beschreibt? Diese Frage wird von unseren Medien praktisch ausgeblendet. Die systematische Aufwertung, Minimierung oder Auslassung von Ideen, Fakten und Ideologien ist ein Merkmal von Propaganda und Indoktrination. <\/p><p><strong>In Ihrer Forschung spielt das Propagandamodell von Herman und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47283\">Chomsky<\/a> eine gro&szlig;e Rolle. Was hat es damit auf sich? <\/strong><\/p><p>Das Propagandamodell, entwickelt von Edward S. Herman und Noam Chomsky in ihrem Buch <a href=\"https:\/\/books.google.co.uk\/books?id=QFwqnp-0EDoC&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false\">Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media<\/a> (The Bodley Head, 2008), umfasst ein B&uuml;ndel von grundlegenden Annahmen &uuml;ber die Verteilung von Macht in der Gesellschaft, die auch von der politisch-&ouml;konomischen Theorie innerhalb der Gesellschaftswissenschaften thematisiert werden. Das sollte kurz ausgef&uuml;hrt werden: Insbesondere die Konzernelite und die reichsten zehn Prozent der Gesellschaft verf&uuml;gen &uuml;ber gro&szlig;e &ouml;konomische Macht. Diese wird durch Planungsnetzwerke, Lobbygruppen und gemeinsame Klasseninteressen bestimmt und zur Beeinflussung der Politik eingesetzt. Auch sind die Mitglieder der Konzernelite in der Politik &uuml;berrepr&auml;sentiert und verf&uuml;gen &uuml;ber die Mittel, ihre Interessen bei der Formulierung der Politik durchzusetzen. Diese gesellschaftliche Machtstruktur bestimmt, so Herman und Chomsky, auch die Funktionsweise der Medien. Das Propagandamodell vertritt prinzipiell die Belange der arbeitenden Bev&ouml;lkerung und gesellschaftlicher Minderheiten im Gegensatz zu den Interessen der Politik- und Wirtschaftseliten. Das Propagandamodell unterscheidet sich damit fundamental von einer aus dem rechten politischen Spektrum kommenden Kritik an den Medien, wie wir sie von konservativen Forschern, von US-Pr&auml;sident Donald Trump oder von der AfD und der PEGIDA-Bewegung kennen. Bezeichnenderweise verweist das Propagandamodell nicht auf eine Verschw&ouml;rung&hellip;, <\/p><p><strong>&hellip; sondern?<\/strong><\/p><p>&hellip; Herman und Chomsky argumentieren, dass strukturelle Faktoren, die sich aus der Integration der Medien in das Marktsystem ergeben, einen gro&szlig;en Einfluss auf die Medienberichterstattung haben. Die beiden sagen, die M&auml;chtigen seien in der Lage, die Pr&auml;missen der Diskussionen zu bestimmen, zu entscheiden, was die Bev&ouml;lkerung sehen, h&ouml;ren und denken darf und damit die &ouml;ffentliche Meinung durch regelm&auml;&szlig;ige Propagandakampagnen zu lenken. Im Hinblick auf die Medienschaffenden gehen Herman und Chomsky nicht von intentionalem Verhalten aus. Vorselektion von richtig denkendem Personal durch die Eigent&uuml;mer der Medien sowie vorgefasste Meinungen der Journalisten und ihre Anpassung an organisationsbedingte Zw&auml;nge h&auml;tten einen wesentlichen Einfluss auf die Nachrichtenauswahl. Daher sei Zensur gr&ouml;&szlig;tenteils Selbstzensur. <\/p><p><strong>Was genau sind diese &bdquo;strukturellen Faktoren&ldquo;, von denen Sie sprechen? Bitte erkl&auml;ren Sie uns das Propagandamodell genauer.<\/strong><\/p><p>Herman und Chomsky haben f&uuml;nf Filter erkannt, die zu der propagandistischen Berichterstattung in freien Medien f&uuml;hren. <\/p><p><strong>Welche Filter sind das?<\/strong><\/p><p>Eigentum und Besitz an den Medien (Filter 1): Gro&szlig;e Kapitalsummen sind n&ouml;tig, um in Medienunternehmen zu investieren. Mir f&auml;llt dabei besonders auf, dass Medienbesitzer oder Anteilseigner von Medienkonzernen in der Regel wei&szlig;e M&auml;nner aus der Wirtschafts- und Finanzelite sind. Gesellschaftliche Gruppen, die keine gro&szlig;en Summen auftreiben k&ouml;nnen, sind damit nicht in der Lage, in die Medien zu investieren und eigene Medienprogramme auszustrahlen. Konkret bedeutet dies, dass Frauen, Migranten, ArbeitnehmerInnen und andere gesellschaftliche Gruppen etc. als Medieneigent&uuml;mer und Anteilseigner stark unterrepr&auml;sentiert sind. <\/p><p>Werbe- und Marktfinanzierung (Filter 2): Kommerzielle Medien finanzieren sich zu einem wesentlichen Teil durch Werbung. Die Medien verkaufen relativ wohlhabende Zuschauer-Zielgruppen an die Werbeindustrie, deren Gesellschafter aus dem gleichen gesellschaftlichen Umfeld stammen wie die Eigent&uuml;mer der Medien. Es ist daher davon auszugehen, dass die Medienberichterstattung die Sichtweisen der Werbeindustrie, Eigent&uuml;mer und kaufkr&auml;ftigen Zuschauerschichten &uuml;berrepr&auml;sentiert. Auch fungiert die Werbeindustrie quasi als eine Lizensierungsbeh&ouml;rde der kommerziellen Medien: Ohne Werbe-Sponsoring ist es in der Regel nicht m&ouml;glich, ein auf Journalismus spezialisiertes Medienunternehmen zu unterhalten.<\/p><p><strong>Und der dritte Filter?<\/strong><\/p><p>Quellen und Marktfinanzierung (Filter 3): Journalistische Investigativ-Recherchen sind sehr kostspielig. Als Resultat von Marktanreizen sind Medien dazu gezwungen, so kosteng&uuml;nstig wie m&ouml;glich zu produzieren. Das f&uuml;hrt dazu, dass Journalisten auf ein limitiertes Repertoire an Quellen und auf PR-Material zur&uuml;ckgreifen m&uuml;ssen. Auch verkehren Journalisten regelm&auml;&szlig;ig in privilegierten politischen und sozialen Kreisen. Dies f&uuml;hrt zu einer Abh&auml;ngigkeit von den Sektoren, die am besten in der Lage sind, die Medien mit Informationen zu f&uuml;ttern. Dazu z&auml;hlen die Regierung und Konzerne sowie sozial-konservative und wirtschaftsfreundliche Experten, die von diesen Vertretern der Macht finanziert werden. <\/p><p>Zum vierten Filter, der als &bdquo;Flak&ldquo; bezeichnet wird:  &bdquo;Flak&ldquo; ist eine negative Antwort auf Medienberichterstattung, mit dem Ziel, die Medien einzusch&uuml;chtern. Das Propagandamodell geht davon aus, dass insbesondere regierungsnahe und wirtschaftsfreundliche Lobbygruppen und Think Tanks &uuml;ber die Ressourcen verf&uuml;gen, um Macht auf die Medien auszu&uuml;ben. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen auch andere gesellschaftliche Gruppen Druck auf die Medien aus&uuml;ben, allerdings mit einem geringeren Grad an Finanzkraft und Koordination.<\/p><p><strong>Dann gibt es noch den f&uuml;nften Filter.<\/strong><\/p><p>Ja, das ist der Filter &bdquo;Ideologie&ldquo;. Das hei&szlig;t:  Dominante Ideologien wie der &bdquo;Antikommunismus&ldquo;, der &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; oder der Glaube an den &bdquo;freien Markt&ldquo; setzen die Parameter der &ouml;ffentlichen Diskussionen und fungieren als Kontrollmechanismen gegen Dissens. Diese und &auml;hnliche ideologische Annahmen bestimmen die Erkl&auml;rungsmuster der Mainstream-Debatten zu bedeutenden Themen. <\/p><p><strong>Diese f&uuml;nf Filter f&uuml;hren also zu einer Berichterstattung, die nicht mehr sauber funktioniert?<\/strong><\/p><p>Genau. Diese Abh&auml;ngigkeiten und &Uuml;berlappungen von Journalismus und Macht haben zur Folge, dass die Unparteilichkeit der Medien verloren geht. Die in unserem Interview angef&uuml;hrten Beispiele von Propaganda in den Medien sind demnach keine Einzelf&auml;lle: Vielmehr legt eine Analyse der institutionellen Strukturen den Schluss nahe, dass die Medien regelm&auml;&szlig;ig mit ihren Inhalten die Interessen der Machtelite unterst&uuml;tzen. Die Filter drei bis f&uuml;nf kommen &uuml;brigens auch bei &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunksendern zur Geltung, die eher politischen als kommerziellen Zw&auml;ngen ausgesetzt sind. <\/p><p><strong>Zu welchen Ergebnissen sind Herman und Chomsky noch gekommen?<\/strong><\/p><p>Sie sagen, dass die Bandbreite der politischen Diskussion limitiert ist. Sie gleicht einem Abbild der offiziellen Diskussion in politischen und wirtschaftlichen Machtzentren, w&auml;hrend eine grundlegende Hinterfragung der Motive der Innen- und Au&szlig;enpolitik gr&ouml;&szlig;tenteils von der Berichterstattung ausgeschlossen bleibt. Kritik kann nat&uuml;rlich in den Medien ge&auml;u&szlig;ert werden, allerdings bleibt diese weitgehend innerhalb der durch die dominante Ideologie gesetzten Parameter. Daher ist der Begriff L&uuml;genpresse meiner Meinung nach irref&uuml;hrend, denn Nachrichten sind weitgehend faktenbasiert. Das hei&szlig;t: Propaganda in den Nachrichten kennzeichnet sich durch eine selektive Verwendung von Fakten und durch die Hervorhebung oder Bagatellisierung bestimmter Sachverhalte und Ideologien &ndash; je nach politischer Zweckm&auml;&szlig;igkeit.<\/p><p>Das Propagandamodell basiert allerdings auf einer Holzschnitt-Analyse der Medien. Diese enth&auml;lt Spielraum f&uuml;r Modifikationen des Modells, mit denen ich mich in meiner Forschung besch&auml;ftige. Dabei existieren sicherlich Bereiche, in denen die Medien in der Lage sind, seri&ouml;sen Journalismus durchzuf&uuml;hren. Ein Beispiel ist die anf&auml;ngliche Berichterstattung &uuml;ber den NSA-Skandal, die auch dank der Hilfe von Edward Snowden das Ausma&szlig; der &Uuml;berwachung durch US-amerikanische und britische Geheimdienste verdeutlichte. Auch finden wir in manchen Tageszeitungen eine gute Berichterstattung &uuml;ber Korruption oder andere gesellschaftliche Aspekte, wie Fremdenfeindlichkeit oder Ungleichheit. <\/p><p><strong>Wie passt das Modell zu deutschen Medien?<\/strong><\/p><p>Die angef&uuml;hrten Filter lassen sich auch auf die deutschen Medien &uuml;bertragen. Es gibt in Deutschland allerdings nur eine geringe Anzahl an Studien, die das Propagandamodell ber&uuml;cksichtigen oder kritisch diskutieren. Hier sei die bahnbrechende Studie von <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31990\">Dr. Uwe Kr&uuml;ger<\/a>, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universit&auml;t Leipzig, genannt (<a href=\"https:\/\/www.halem-verlag.de\/meinungsmacht-der-einfluss-von-eliten-auf-leitmedien-und-alpha-journalisten\/\">Meinungsmacht: Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten &ndash; eine kritische Netzwerkanalyse<\/a>). Kr&uuml;ger untersucht die Verflechtungen politischer, wirtschaftlicher und journalistischer Macht in Deutschland. Die von Kr&uuml;ger durchgef&uuml;hrte Netzwerkanalyse kommt zu dem Ergebnis, &bdquo;dass die leitenden Redakteure der deutschen Leitmedien der Jahre 2007 bis 2009 au&szlig;erhalb ihrer unmittelbaren journalistischen Pflichten vielf&auml;ltig mit Politik- und Wirtschaftseliten verbunden waren&ldquo; (S. 256). Dies geschehe durch gemeinsames Engagement in Hintergrundkreisen, Stiftungen und Think Tanks. So ist ein Hauptergebnis der Studie &bdquo;die Einbindung von vier au&szlig;enpolitisch tonangebenden Redakteuren von <em>S&uuml;ddeutscher Zeitung<\/em>, <em>Frankfurter Allgemeiner Zeitung<\/em>, <em>Welt<\/em> und <em>Zeit<\/em> in au&szlig;en- und sicherheitspolitische Strukturen mit Bez&uuml;gen zu Bundesregierung, Nato und USA&ldquo; (S. 256-257). Zum einen deuteten diese Netzwerke auf ein Bem&uuml;hen der Journalisten hin, Quellen und Informationen aus dem Umfeld dieser bedeutenden Akteure zu bekommen, so Kr&uuml;ger. <\/p><p><strong>Zum anderen? <\/strong><\/p><p>Die Studie von Kr&uuml;ger beschreibt auch alarmierende Aspekte dieser Verbindungen: So zeigt eine Inhaltsanalyse der Artikel der untersuchten Journalisten einen Zusammenhang &bdquo;zwischen den Nato- und US-nahen Netzwerken und der Argumentation&ldquo; (S. 257). So argumentierten die Journalisten f&uuml;r eine st&auml;rkere milit&auml;rische Beteiligung Deutschlands in Afghanistan, was &bdquo;von der Nato und den USA gew&uuml;nscht, von der deutschen Bev&ouml;lkerung jedoch mehrheitlich abgelehnt&ldquo; wurde (S. 257). &bdquo;In den Kommentaren selbst fanden sich Elemente von Propaganda; eine Auseinandersetzung mit Einw&auml;nden und Kritik fand nicht statt,&ldquo; so Kr&uuml;gers Schlussfolgerung (S. 257).<\/p><p>Die Ergebnisse meiner Forschung sind im Einklang mit Kr&uuml;gers Arbeit. Mein Buch <a href=\"https:\/\/www.peterlang.com\/view\/title\/22749?tab=reviews\">Media, Propaganda and the Politics of Intervention<\/a> untersucht die Berichterstattung von Konflikten im Kosovo, im Irak, in Libyen, Syrien und &Auml;gypten. Basierend auf einer Auswertung von fast 2.000 Zeitungsartikeln kommt meine Studie zu dem Ergebnis, dass sich die Erkl&auml;rungsmuster in der deutschen, britischen und US-amerikanischen Qualit&auml;tspresse weitgehend mit Elitendiskursen decken. Die Politik der NATO und USA wurde dabei nicht substantiell hinterfragt. &Uuml;ber Gr&auml;ueltaten wurde nur dann berichtet, wenn das politisch bequem war. So transportierte die Presse Entr&uuml;stung &uuml;ber Gr&auml;ueltaten in ihre Berichterstattung &uuml;ber sogenannte feindliche Staaten, wie Libyen und Syrien. &Auml;hnliche Gr&auml;ueltaten, ver&uuml;bt durch die USA oder deren Verb&uuml;ndete, wurden in der Berichterstattung marginalisiert. Daher wird die &Ouml;ffentlichkeit nur sehr selektiv &uuml;ber internationale Kriegsverbrechen informiert. <\/p><p>In den USA, Gro&szlig;britannien oder Kanada findet man heute zahlreiche weitere Forschungsarbeiten auf Basis des Propagandamodells. Auch haben feministische Wissenschaftlerinnen und Forscher schon seit langem die medialen Defizite der Berichterstattung &uuml;ber Frauen aufgezeigt. &Auml;hnlich hat andere kritische Forschung gezeigt, wie ethnische Minderheiten und Migranten in den Nachrichten unterrepr&auml;sentiert und stigmatisiert werden. Es erscheint mir, dass solche kritischen Ans&auml;tze auch in Deutschland immer mehr gefragt sind, insbesondere von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern. Allerdings fehlt es an einer ausreichenden Anzahl von Lehrst&uuml;hlen in diesen Bereichen.<\/p><p><em>Lesetipp: Zollmann, Florian: Media, Propaganda and the Politics of Intervention. Peter Lang, 2017.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verbreiten Nachrichtensendungen in Deutschland und anderen demokratischen L&auml;ndern Propaganda? Eindeutig: Ja, sagt der Journalismusforscher <strong>Florian Zollmann<\/strong>. Der Dozent an der Newcastle University in England hat sich in einer Studie mit der Berichterstattung gro&szlig;er Medien &uuml;ber Konflikte wie in Syrien, im Irak oder im Kosovo auseinandergesetzt. Sein Ergebnis: &bdquo;Die Politik der NATO und USA wurde dabei<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47396\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,209,182,183,85,11],"tags":[1269,374,1672,2175,1503,1919,1407,958,466,690,1779,312,382,687,1556,1962],"class_list":["post-47396","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-interviews","category-medienkonzentration-vermachtung-der-medien","category-medienkritik","category-pr","category-strategien-der-meinungsmache","tag-chomsky-noam","tag-eliten","tag-embedded-journalism","tag-interventionspolitik","tag-krueger-uwe","tag-lueckenpresse","tag-medienbarriere","tag-medienwirtschaft","tag-nato","tag-neusprech","tag-pr-journalismus","tag-reformpolitik","tag-think-tanks","tag-ungleichheit","tag-usa","tag-werbeindustrie"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47396"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83044,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47396\/revisions\/83044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=47396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=47396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}