{"id":47408,"date":"2018-11-23T16:15:12","date_gmt":"2018-11-23T15:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408"},"modified":"2018-11-23T16:03:35","modified_gmt":"2018-11-23T15:03:35","slug":"hinweise-des-tages-ii-372","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h01\">Haushalt 2019 setzt absolut falsche Priorit&auml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h02\">Berateraff&auml;re zieht sich: Von der Leyen bleibt Antworten schuldig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h03\">USA behindern deutsche Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h04\">Das Eurozonen-Budget<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h05\">EU-Sondergipfel in Br&uuml;ssel: Last-Minute-Deals zum Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h06\">Die M&auml;r von der Chancengleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h07\">Frauen haben nur ein Drittel der Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h08\">Dieser Mann hat nichts zu verschenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h09\">Gleiche Sozialleistungen f&uuml;r anerkannte Fl&uuml;chtlinge und Inl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h10\">Kampfdrohnen aus Israel: Jetzt soll es ganz schnell gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h11\">Gemeinsame europ&auml;ische Verteidigungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h12\">CIA soll Tonband besitzen, das saudischen Kronprinzen schwer belastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h13\">S&ouml;ldner in den USA: Wie die Privatisierung des Krieges voranschreitet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47408#h14\">Jens Lehmann &ndash; Der Torh&uuml;ter und die Moral<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Haushalt 2019 setzt absolut falsche Priorit&auml;ten<\/strong><br>\nHeute beschlie&szlig;t der Bundestag den Haushalt f&uuml;r das Jahr 2019. Der Etat des Verteidigungsministeriums wird um ca. 4,7 Milliarden Euro auf 43,2 Milliarden Euro erh&ouml;ht. Hierzu erkl&auml;rt der Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low:<br>\nInnerhalb nur eines Jahres wird das Milit&auml;rbudget um mehr als 10 Prozent erh&ouml;ht. Noch einmal 4,7 Milliarden Euro mehr f&uuml;r den sowieso schon immens hohen Verteidigungsetat sind f&uuml;r mich nicht akzeptabel. Das ist doppelt so viel wie der gesamte Haushalt des Umweltministeriums. Eine so deutliche Erh&ouml;hung des Milit&auml;rhaushalts ist verantwortungslos. Wir folgen damit klar der Trump-Doktrin, das 2,0%-NATO-Ziel m&ouml;glichst schnell zu erreichen. Es sind nicht nur zus&auml;tzlich entstehende Personalkosten, die hier eine Rolle spielen, besonders der Bereich Milit&auml;rische Beschaffungen steigt von 2018 auf 2019 um 25% auf 6,5 Milliarden Euro. 2017 lag dieser noch bei 3,8 Milliarden Euro.<br>\nW&auml;hrend wir also massiv aufr&uuml;sten, sind wir nicht bereit im gleichem Ma&szlig;e (ausgehend vom 51. Finanzplan 2017) die Mittel f&uuml;r Krisenpr&auml;vention, humanit&auml;re Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit zu erh&ouml;hen &ndash; so wie im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Das stellt einen Bruch des Koalitionsvertrags dar und belegt die absolut falsche Priorit&auml;tensetzung bei der Haushaltsplanung.<br>\nDas Geld fehlt an etlichen anderen wichtigen Stellen. Die Budgets anderer Bereiche wie Umwelt\/Klimaschutz, Gesundheit\/Pflege oder Bildung\/Forschung beispielsweise steigen prozentual deutlich weniger stark an. Auch an der schwarzen Null wird weiter festgehalten, obwohl wir dringend mehr staatliche Investitionen br&auml;uchten. Nicht einmal der Erhalt &ouml;ffentlicher Infrastruktur ist gesichert.<br>\nHaushaltsrecht ist das ureigenste Recht der Abgeordneten. Wiedermal hat aber die Bundesregierung den Kurs, gerade auch im Bereich Verteidigung, vorgegeben. Diese krasse Erh&ouml;hung des Milit&auml;retats geht klar an dem vorbei, was wir vor der letzten Bundestagswahl versprochen haben.<br>\nDiesen Haushalt kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren und kann ihm daher nicht zustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.marco-buelow.de\/haushalt-2019-setzt-absolut-falsche-prioritaeten\/\">Marco B&uuml;low<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Berateraff&auml;re zieht sich: Von der Leyen bleibt Antworten schuldig<\/strong><br>\nJa, es seien Fehler gemacht worden. Das hat Verteidigungsministerin Von der Leyen einger&auml;umt. Ein Untersuchungssausschuss zur Berateraff&auml;re ist deshalb aber noch nicht vom Tisch. Die Opposition fordert mehr Aufkl&auml;rung.<br>\nDie Entscheidung &uuml;ber einen Untersuchungsausschuss zur Berateraff&auml;re des Verteidigungsministeriums f&auml;llt voraussichtlich erst im Dezember. Nach der ersten, mehr als vierst&uuml;ndigen Befragung von Ministerin Ursula von der Leyen im Verteidigungsausschuss des Bundestags behielten sich die Oppositionsfraktionen einen solchen Schritt weiter vor. &ldquo;Wenn das Ministerium so weitermacht, ist das nicht auszuschlie&szlig;en&rdquo;, sagte der Linken-Politiker Tobias Pfl&uuml;ger nach der Sitzung.<br>\nIn der Aff&auml;re geht es um den Einsatz externer Berater durch das Verteidigungsministerium und die Bundeswehr. Der Bundesrechnungshof hatte Ende Oktober festgestellt, dass daf&uuml;r in den Jahren 2015 und 2016 mindestens 200 Millionen Euro ausgegeben wurden. Die Kritik: Teilweise sei gegen Vergabe-Richtlinien versto&szlig;en und die Notwendigkeit des Experten-Einsatzes sei nicht immer nachgewiesen worden.<br>\nZudem steht der Vorwurf der Vetternwirtschaft im Raum, den Von der Leyen nach Angaben von Oppositionsvertretern in der Ausschusssitzung noch nicht entkr&auml;ften konnte. &ldquo;Es wurde lediglich betont, dass das gepr&uuml;ft wird, dass man das ausschlie&szlig;en will, dass man es aber nicht ausschlie&szlig;en kann&rdquo;, sagte die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Von-der-Leyen-bleibt-Antworten-schuldig-article20735940.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>dazu: Weitere Regelverst&ouml;&szlig;e in von der Leyens Ministerium<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof hat neue Vorw&uuml;rfe gegen das Verteidigungsministerium erhoben. In einem vertraulichen Pr&uuml;fbericht vom 14. November r&uuml;gen die Experten, das Haus von Ursula von der Leyen habe in einem bisher noch nicht bekannten Fall vergaberechtswidrig externe Unternehmensberater beauftragt. Zudem wird in dem Bericht dargelegt, das Ministerium habe in Berlin eine Luxusimmobilie f&uuml;r eine Cyberagentur ohne ordentliche Wirtschaftspr&uuml;fung angemietet. Das Papier liegt dem SPIEGEL vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/berater-affaere-weitere-regelverstoesse-im-von-der-leyen-ministerium-a-1239916.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA behindern deutsche Unternehmen<\/strong><br>\n&ldquo;Dass US-Botschafter Richard Grenell den R&uuml;ckzug deutscher Unternehmen aus dem Iran-Gesch&auml;ft lobt, ist an Zynismus kaum zu &uuml;berbieten. Diese Entscheidung f&auml;llt nicht freiwillig, sondern weil die USA sie dazu n&ouml;tigen. Die Unternehmen sind oft gleichzeitig zu einem gr&ouml;&szlig;eren Teil in den USA aktiv. Wollen sie diese Gesch&auml;fte nicht aufs Spiel setzen, haben sie aufgrund der exterritorialen Sanktionen durch die USA keine andere Wahl, als sich aus dem Iran zur&uuml;ckzuziehen&rdquo;, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Ausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie, die &Auml;u&szlig;erung des US-Botschafters Richard Grenell. Ernst weiter:<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung ist aufgerufen daf&uuml;r zu sorgen, wenigstens den mittelst&auml;ndischen Unternehmen, die weiterhin im Iran t&auml;tig sein wollen, dies zu erm&ouml;glichen. Daf&uuml;r ist sicherzustellen, dass der Zahlungsverkehr funktioniert: Dem Zahlungsverkehrsdienstleister SWIFT ist &uuml;ber geeignete Wege eine Blockade iranischer Banken zu untersagen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/usa-behindern-deutsche-unternehmen\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Eurozonen-Budget<\/strong><br>\nFinanzexperten warnen nach dem weitgehenden Scheitern der franz&ouml;sischen Vorst&ouml;&szlig;e zur Reform der Eurozone vor einer konjunkturellen Abk&uuml;hlung im W&auml;hrungsraum. Die Forderung von Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron, ein Eurozonen-Budget einzuf&uuml;hren, ist in den vergangenen Tagen von Berlin zwar der Form nach unterst&uuml;tzt, aber der Sache nach ausgehebelt worden. So soll sich das Budget f&uuml;r die 19 Eurostaaten auf h&ouml;chstens 20 bis 25 Milliarden Euro belaufen; Macron hatte ein Volumen in dreistelliger Milliardenh&ouml;he verlangt, um die krisenf&ouml;rdernden Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone abzuschw&auml;chen. Wirksame Investitionsprogramme sind mit 25 Milliarden Euro kaum m&ouml;glich. Dies wiegt umso schwerer, als die Bundesrepublik, das &ouml;konomische Zugpferd der Eurozone, soeben einen R&uuml;ckgang ihres Bruttoinlandsprodukts verzeichnet hat. Da gro&szlig;e Risiken wie der Brexit und die aktuellen Handelskriege hinzukommen, scheint eine Stagnation der Eurozone m&ouml;glich. Beobachter raten, die EZB m&uuml;sse notfalls zum erneuten Aufkauf von Staatsanleihen bereit sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7792\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Sondergipfel in Br&uuml;ssel: Last-Minute-Deals zum Brexit<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel hat vor dem EU-Sondergipfel am Sonntag eine hektische Krisendiplomatie eingesetzt. Manche Themen sind noch strittig. Der Ausgang ist ungewiss.<br>\nAm Sonntag soll die Scheidung zwischen der EU und Gro&szlig;britannien besiegelt werden &ndash; mit einem letzten Brexit-Gipfel in Br&uuml;ssel. Doch nun sind neue Zweifel an einer g&uuml;tlichen Trennung aufgekommen. Es geht um Gibraltar, die Fischerei-Rechte und die k&uuml;nftigen Beziehungen. In Br&uuml;ssel reiht sich ein Krisentreffen an das n&auml;chste. Bereits am Mittwochabend war die britische Premierministerin Theresa May &uuml;berraschend in die belgische Hauptstadt geeilt, um mit EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker die angeblich letzten H&uuml;rden auszur&auml;umen. Das Treffen habe &bdquo;sehr gute Fortschritte&ldquo; gebracht, hie&szlig; es hinterher &ndash; doch offenbar keinen Durchbruch.<br>\nDeshalb will May am Samstag noch einmal nach Br&uuml;ssel kommen. Der Blitzbesuch kurz vor dem Brexit-Gipfel soll dem heimischen Publikum auf der britischen Insel signalisieren, dass die in London heftig angefeindete Premierministerin bis zur letzten Minute k&auml;mpft. Er deutet jedoch auch auf ungel&ouml;ste Probleme hin. Welche das sind, will niemand sagen. Alles bleibt unter dem Deckel, es gibt nicht einmal Leaks. Unklar ist auch, was an den Ger&uuml;chten dran ist, dass Kanzlerin Angela Merkel gedroht habe, den Brexit-Gipfel platzen zu lassen. Die Kanzlerin habe damit gedroht, am Sonntag gar nicht erst nach Br&uuml;ssel zu reisen, berichtete der Guardian. In deutschen Regierungskreisen wird das nicht best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EU-Sondergipfel-in-Bruessel\/!5552379\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die M&auml;r von der Chancengleichheit<\/strong><br>\nNachrichten &uuml;ber einen &raquo;sozialen Rechtsstaat&laquo;: In der Rangliste der Bildungsgerechtigkeit belegt dieses reiche Land Platz 23 von 41 untersuchten Staaten (UNICEF). Die soziale Herkunft entscheidet in kaum einem anderen Land so stark &uuml;ber den Bildungsweg (OECD). Jedes f&uuml;nfte Kind w&auml;chst in Armut auf &ndash; und seine Benachteiligung bleibt meist lebenslang ein Dauerzustand (Bertelsmann Stiftung). 96 Prozent der Kinder leben in Armut, deren Mutter alleinerziehend und arbeitslos ist (IAB). In den St&auml;dten wachsen die Gettos (Wissenschaftszentrum f&uuml;r Sozialforschung).<br>\nDer &raquo;soziale Rechtsstaat&laquo;, aus dem diese Daten stammen, ist Deutschland. UN-Sonderberichterstatter Mu&ntilde;oz mahnte: In Deutschland seien Herkunft und schulische Leistungen eng miteinander verkn&uuml;pft. Die soziale Ungleichheit spiegele sich in den Bildungschancen wider. Aber die Themen Wohnungsnot und Altersarmut oder die wiederkehrenden Rekordmeldungen &uuml;ber Ungleichheit provozieren keine Emp&ouml;rung oder gar einen Aufstand; an die Ungerechtigkeiten hat man sich seit Jahren, manchmal seit Jahrzehnten gew&ouml;hnt, ohne dass sich jemals eine politische &Auml;nderung abgezeichnet h&auml;tte. (&hellip;)<br>\nDie Tatsache, dass diese Verh&auml;ltnisse weder von der Bundesregierung noch von der EU-Kommission, dem Bundesverfassungsgericht oder sonst einer staatlichen Instanz gerechter gestaltet werden, belegt, dass es vergeblich bleibt, in einer Klassengesellschaft Gerechtigkeit von &raquo;oben&laquo; zu erwarten. Dass etwas getan werden muss, ist evident. Denn Armut t&ouml;tet nicht nur in den L&auml;ndern des globalen S&uuml;dens, sondern auch in Europa. Als Deutschland und die Troika Griechenland radikale K&uuml;rzungen im Gesundheitswesen aufgezwungen haben, stieg dort die Kindersterblichkeit in nur zwei Jahren um 43 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/22-2018&amp;textfile=4571\">Ossietzky 22\/2018<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frauen haben nur ein Drittel der Macht<\/strong><br>\nDer Verein ProQuote Medien z&auml;hlt seit mehr als sechs Jahren den Frauenanteil in der Branche &ndash; nun speziell in den Fernseh- und Radioanstalten. Die Ergebnisse ern&uuml;chtern, nur zwei Sender erreichen Parit&auml;t.<br>\nDie Redaktionen sind &uuml;berwiegend weiblich, der Nachwuchs auch, nur die F&uuml;hrungsetagen werden von M&auml;nnern dominiert: In Sachen Gendergerechtigkeit spiegeln die deutschen Rundfunkanstalten viele andere Branchen wider &ndash; einerseits. Andererseits zeigt eine aktuelle Studie des Vereins ProQuote Medien zur Geschlechterverteilung in journalistischen F&uuml;hrungspositionen auch positive Entwicklungen.<br>\nErstmals seit der Gr&uuml;ndung des Vereins im Sommer 2012 hat er sich die F&uuml;hrungsetagen in den &ouml;ffentlich-rechtlichen und privaten Fernseh- und H&ouml;rfunksendern genauer angesehen. Immerhin liegt der sogenannte &ldquo;gewichtete Frauenmachtanteil&rdquo;, mit dem Pro Quote Medien die Machtquote von Frauen in Unternehmen berechnet, im journalistisch-programmlichen Bereich im Durchschnitt bei 37,7 Prozent. Ein Wert, der &uuml;ber dem Bundesdurchschnitt in F&uuml;hrungsetagen liegt. Den gab das Statistische Bundesamt f&uuml;r das Jahr 2017 mit 29,2 Prozent an.<br>\nVon parit&auml;tischen Verh&auml;ltnissen allerdings kann nur in ganz wenigen F&auml;llen die Rede sein. Nur 37,6 Prozent der &ldquo;Tagesthemen&rdquo;-Kommentare wurden von Frauen gesprochen. Bei den Auslandsberichterstattern sind 31,6 Prozent weiblich und bei den Radio-Programmverantwortlichen 24,8 Prozent, ein Viertel der gro&szlig;en politischen TV-Magazinen wird redaktionell von Frauen verantwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-maenner-dominieren-die-funkhaeuser-a-1239433.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein typisches Beispiel f&uuml;r linksliberale Scheindebatten. Was w&uuml;rde sich an der Berichterstattung der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; &auml;ndern, wenn Geschlechterparit&auml;t vorhanden w&auml;re? Genauer, wenn nun der Anteil an akademisch gebildeten Frauen aus der oberen Mittelschicht anstatt bei einem Drittel bei der H&auml;lfte liegen w&uuml;rde? Sicher nicht das geringste, da im Journalismus noch signifikanter als in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen, der entscheidende Faktor nicht das Geschlecht, sondern die soziale Herkunft ist. Ein Schuh w&uuml;rde nur dann daraus, wenn man gleichzeitig fordern w&uuml;rde, dass damit auch der Anteil an Frauen aus nicht-akademischen Elternh&auml;usern erh&ouml;ht werden muss. Aber so ist die Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit nat&uuml;rlich nicht gemeint.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47186\">&bdquo;Journalisten wollen nicht am Leistungsmythos r&uuml;tteln&ldquo;<\/a><\/strong> und insbesondere: <strong><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47315\">Journalisten im Dickicht des D&uuml;nkels<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Dieser Mann hat nichts zu verschenken<\/strong><br>\nFriedrich Merz mag nicht reich sein, aber um eine Wohlstandsillusion handelt es sich bei seinem Einkommen sicher nicht. Umso interessanter wirkt vor diesem Hintergrund eine Begebenheit aus vergangenen Tagen. [&hellip;]<br>\nEinmal hat Friedrich Merz am Taxistand des Berliner Ostbahnhofs sein elektronisches Notebook verloren und aus eigener Kraft auch nicht wiedergefunden. Ein gewisser Enrico, seines Zeichens Obdachloser, fand es, nahm es an sich und &uuml;berlegte mit seinem Kumpel Micha, was sich damit anfangen lie&szlig;e: verkaufen? Man besann sich aber, Merz w&uuml;rde jetzt vielleicht sagen: auf &bdquo;Werte&ldquo; wie Anstand und Ehrlichkeit und gab das Ding beim Bundesgrenzschutz ab, nicht ohne die Anschrift der Obdachlosenhilfe zu hinterlassen.<br>\nVier Wochen sp&auml;ter wurde ihnen der Finderlohn &uuml;berreicht: &bdquo;Nur wer sich &auml;ndert, wird bestehen. Vom Ende der Wohlstandsillusion &ndash; Kursbestimmung f&uuml;r unsere Zukunft&ldquo; von einem gewissen Friedrich Merz, nat&uuml;rlich mit Widmung (&bdquo;Dem ehrlichen Finder&ldquo;). Das Buch schmissen sie gleich in die Spree &ndash; weniger, weil sie Belehrungen &uuml;ber Wohlstandsillusionen ohnehin nicht n&ouml;tig hatten, als vielmehr deswegen, weil sie sich, menschlich nur zu begreiflich, etwas mehr versprochen hatten. Das geschah im Jahr 2004 oder 2005, Enrico wei&szlig; es nicht mehr so genau. Es muss jedenfalls gewesen sein, bevor Friedrich Merz ordentlich Geld verdiente. Nach den Ma&szlig;st&auml;ben einer gewissen Verm&ouml;gensforschung war er damals so was von Mittelstand, dass mehr als ein Freiexemplar von der Wohlstandsillusionsschwarte einfach nicht drin war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/friedrich-merz-hat-nichts-zu-verschenken-kommentar-15902529.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Friedrich Merz im Faktencheck: Individualrecht auf Asyl nur in Deutschland?<\/strong><br>\nIm Grundgesetz steht das Recht auf Asyl. Friedrich Merz, Bewerber um den CDU-Parteivorsitz, denkt laut &uuml;ber eine &Auml;nderung nach und geht dabei ins Detail. Aber stimmen seine &Auml;u&szlig;erungen &uuml;berhaupt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/friedrich-merz-faktencheck-individualrecht-asyl-deutschland-33430678\">web.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Ich war &uuml;berrascht, wie unaufgeregt, sachlich und wohl auch fundiert web.de hierzu informiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gleiche Sozialleistungen f&uuml;r anerkannte Fl&uuml;chtlinge und Inl&auml;nder<\/strong><br>\nDie H&ouml;he von Sozialleistungen f&uuml;r anerkannte Fl&uuml;chtlinge d&uuml;rfen nicht vom Aufenthaltstitel abh&auml;ngen. Das hat der Europ&auml;ische Gerichtshof im Fall eines in &Ouml;sterreich lebenden Afghanen entschieden. Das Urteil ist f&uuml;r EU-Staaten bindend, direkte Folgen entfaltet es in Deutschland aber nicht.<br>\nAnerkannte Fl&uuml;chtlinge d&uuml;rfen nicht weniger Sozialleistungen erhalten als eigene Staatsb&uuml;rger. Dies gelte unabh&auml;ngig davon, ob der Fl&uuml;chtling nur ein befristetes Aufenthaltsrecht besitzt, entschied der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) am Mittwoch in Luxemburg. Anlass war ein Fall aus &Ouml;sterreich. Das Urteil ist aber f&uuml;r alle EU-Mitgliedsstaaten bindend. (AZ: C-713\/17)<br>\nKonkret ging es um einen Afghanen, der mit seiner Familie nach &Ouml;sterreich gekommen und dort 2016 als Fl&uuml;chtling anerkannt worden war. Damit ging eine Aufenthaltsberechtigung f&uuml;r drei Jahre einher. Der Mann erhielt Sozialhilfe, allerdings gem&auml;&szlig; einer &ouml;sterreichischen Regelung weniger als Fl&uuml;chtlinge ohne eine Befristung des Aufenthaltsrechts. Diese erhalten ebensoviel Sozialhilfe wie Inl&auml;nder. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Deutschland d&uuml;rfte der Richterspruch keine direkten Folgen haben. Denn nach Auskunft der Beh&ouml;rden gibt es keine unterschiedliche Behandlung anerkannter Fl&uuml;chtlinge bei der Sozialhilfe, die von der Dauer des Aufenthaltsrechts abhinge. &bdquo;Ein anerkannter Fl&uuml;chtling, sofern er nicht f&uuml;r den Lebensunterhalt von sich und seiner Familie aufkommen kann, hat Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung&ldquo;, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit dem &bdquo;Evangelischen Pressedienst&ldquo;.<br>\nEine Sprecherin des Bundesamtes f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) erkl&auml;rte: &bdquo;F&uuml;r alle Personen, die Fl&uuml;chtlingsschutz bekommen, gelten die gleichen rechtlichen Grundlagen und Folgen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2018\/11\/22\/eugh-gleiche-sozialleistungen-fluechtlinge-inlaender\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kampfdrohnen aus Israel: Jetzt soll es ganz schnell gehen<\/strong><br>\nWeil sie in Deutschland keine Fluggenehmigung erhalten, stationiert die Bundesregierung ihre Kampfdrohnen in Israel. Zur Frage der Bewaffnung sto&szlig;en Abgeordnete auf eine Mauer des Schweigens.<br>\nBei der Beschaffung von Kampfdrohnen f&uuml;r die Bundeswehr duldet die Bundesregierung keinen Verzug mehr. Sofort nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages am 13. Juni zugestimmt hatte, unterzeichnete die Bundeswehr den Betreibervertrag f&uuml;r das Leasing von Drohnen des Typs &bdquo;Heron TP&ldquo;. Die amtierende Koalition begr&uuml;ndet den Drohnen-Wunsch mit einer &bdquo;F&uuml;rsorgepflicht&ldquo; f&uuml;r deutsche Soldaten. Dahintersteckt aber vielmehr ein Wunsch nach &bdquo;F&uuml;rsorge&ldquo; f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie, denn Airbus ist der Hauptauftragnehmer von diesem und weiteren deutschen Drohnengesch&auml;ften, darunter der &bdquo;Eurodrohne&ldquo; oder der milliardenschweren Spionagedrohne PEGASUS.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/meinungsstark-politik\/kampfdrohnen-aus-israel-jetzt-soll-es-ganz-schnell-gehen\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gemeinsame europ&auml;ische Verteidigungspolitik<\/strong><br>\nAm 19. November 2018 haben sich die franz&ouml;sische und deutsche Verteidigungsministerin getroffen und einen weiteren wichtigen Schritt zum Ausbau einer gemeinsamen europ&auml;ischen Verteidigungspolitik beschlossen.<br>\nBereits Ende 2018 soll im Projekt der n&auml;chsten Generation Kamppanzer unter deutscher F&uuml;hrung der n&auml;chste Meilenstein erreicht werden &ndash; das sogenannte Statement of Requirements f&uuml;r eine Konzeptstudie. Dar&uuml;ber hinaus wird von den deutschen Firmen Rheinmetall und KMW zusammen mit der franz&ouml;sischen Firma Nexter bis Mitte 2019 ein Vorschlag erwartet, wie weitere Studien und Forschungs- und Entwicklungsvorhaben initiieret werden k&ouml;nnen.<br>\nBeide Ministerinnen kamen weiterhin &uuml;berein, dass Dassault und Airbus in einer Studie &uuml;ber ein gemeinsames Konzept f&uuml;r ein Luftkampfsystem zusammenarbeiten. Ein entsprechender Vertrag soll unter franz&ouml;sischer F&uuml;hrung von beiden L&auml;ndern Anfang 2019 unterzeichnet werden. Im Rahmen dieses &Uuml;bereinkommens planen die Ministerinnen, Forschungs- und Entwicklungsstudien &uuml;ber das Kampfflugzeug und sein Triebwerk auf der n&auml;chsten Pariser Luftfahrtshow 2019 vorzustellen.<br>\n2017 hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron den politischen Willen bekundet, die europ&auml;ische Verteidigungspolitik zu st&auml;rken. Daf&uuml;r sollen deutsch-franz&ouml;sische Kampfsysteme Luft sowie Land entwickelt werden. Die Verantwortung f&uuml;r das Kampfsystem Luft liegt bei den Franzosen, f&uuml;r Land bei Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/de\/aktuelles\/gemeinsame-europaeische-verteidigungspolitik-29192\">Bundesministerium der Verteidigung<\/a>\n<p><strong>dazu: R&uuml;stungsindustrie rechnet mit guten Gesch&auml;ften<\/strong><br>\nDie &bdquo;Armee Europas&ldquo;, eine Vision des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron, ist bislang zwar nur eine Idee. Aber sicher ist schon jetzt, dass die Europ&auml;er wieder mehr Geld f&uuml;r Waffen ausgeben werden. Die europ&auml;ische R&uuml;stungsindustrie darf sich auf gute Gesch&auml;fte freuen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/boerse\/ruestung-eu-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>CIA soll Tonband besitzen, das saudischen Kronprinzen schwer belastet<\/strong><br>\nDie CIA soll ein Telefonat mitgeschnitten haben, in dem Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman &ndash; MBS genannt &ndash; seinem Bruder Khaled bin Salman den Auftrag gab, &ldquo;Jamal Khashoggi so schnell wie m&ouml;glich zum Schweigen zu bringen&rdquo;. Das behauptet der t&uuml;rkische Journalist Abdulkadir Selvi in seiner Kolumne f&uuml;r die Zeitung &ldquo;H&uuml;rriyet&rdquo;.<br>\nDie CIA-Direktorin Gina Haspel habe w&auml;hrend ihres Besuchs in Ankara im vergangenen Monat &ldquo;signalisiert&rdquo;, dass eine Aufnahme dieses Telefonats zwischen den Br&uuml;dern Mohammed und Khaled existiere. Khaled bin Salman ist der Botschafter Saudi-Arabiens in Washington. Khashoggi hatte seit 2017 in den USA gelebt.<br>\nSelvi berichtet unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen, dass sich der Kronprinz und sein Bruder &uuml;ber die &ldquo;Unannehmlichkeiten&rdquo; unterhielten, die durch Khashoggis Kritik am saudischen K&ouml;nigshaus entstanden seien.<br>\nWas den Bericht so brisant macht: Der Autor der &ldquo;H&uuml;rriyet&rdquo;-Kolumne ist ein enger Vertrauter des t&uuml;rkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan. Der Zeitpunkt des Artikels ist deshalb kaum zuf&auml;llig gew&auml;hlt, sondern kann als Reaktion der t&uuml;rkischen Regierung auf die j&uuml;ngsten Erkl&auml;rungen von Donald Trump gewertet werden. Der US-Pr&auml;sident hatte erkl&auml;rt, dass Saudi-Arabien trotz der Ermordung Khashoggis am 2. Oktober im Istanbuler Konsulat, ein &ldquo;unverbr&uuml;chlicher Partner&rdquo; der Vereinigten Staaten bleiben werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/jamal-khashoggi-cia-soll-tonband-besitzen-das-mohammed-bin-salman-schwer-belastet-a-1239800.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn das stimmen sollte, ist zu hoffen, dass dieser US-Geheimdienst seine Beweissicherung besser betreibt als so manch deutscher Geheimdienst (Stichworte: Aktenvernichtung und NSU).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>S&ouml;ldner in den USA: Wie die Privatisierung des Krieges voranschreitet<\/strong><br>\nDer Unternehmer Eric Prince will, dass die USA in Afghanistan ihre Soldaten durch S&ouml;ldner ersetzen. 6.500 private Kriegsprofis anstelle von 23.000 Soldaten. Das, so Prince, w&uuml;rde es den USA erm&ouml;glichen, endg&uuml;ltig aus der Region abzuziehen. Der Ex-Elitesoldat lobbyiert in h&ouml;chsten Regierungskreisen.<br>\nS&ouml;ldner erscheinen uns wie Figuren aus vergangenen Zeiten &ndash; zum Beispiel aus dem 30j&auml;hrigen Krieg. Die Wahrheit ist: Das Business boomt wie nie zuvor. In den USA macht der Gr&uuml;nder von Blackwater, Eric Prince, mit einem Vorschlag Furore: Er will ein Privatheer nach Afghanistan schicken.<br>\nEric Prince wei&szlig;, wie man Menschen beeindruckt. In seinem j&uuml;ngsten Video steht er James-Bond-gleich in engem Anzug vor dunklem Hintergrund. Schnitt. Sein kantiges Gesicht mit milit&auml;rischem Haarschnitt in Nahaufnahme. Schnitt. Dann jagen sich die Bilder der Anschl&auml;ge von 9\/11, der Kriege in Afghanistan und Irak. Schnitt. Seine Stimme erz&auml;hlt ruhig von angeblichen Heldentaten. Schnitt. Die amerikanische Flagge. Ersch&ouml;pfte Soldaten. Weinende Kinder. Schnitt. Der Coup kommt erst zum Schluss. Der wohl ber&uuml;hmteste S&ouml;ldner der USA wirbt f&uuml;r seine Vision: Er will den Krieg in Afghanistan beenden. Und er wei&szlig; auch wie.<br>\n&bdquo;Einer der interessantesten Vorschl&auml;ge, wie man das tun k&ouml;nnte, kommt von Eric Prince, der Blackwater gegr&uuml;ndet hat, die Firma, die 2007 im Irak viel &Auml;rger hatte. Was er vorschl&auml;gt: Die USA sollen alle Soldaten, auch die der Nato, durch S&ouml;ldner ersetzen.  Dann, meint er, w&auml;re das Afghanistan-Problem gel&ouml;st.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/soeldner-in-den-usa-wie-die-privatisierung-des-krieges.724.de.html?dram:article_id=433958\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jens Lehmann &ndash; Der Torh&uuml;ter und die Moral<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Elfmeterkiller wollte stets ehrlich sein. Doch seine Steuerakte zeigt Konten auf einer Kanalinsel, unversteuertes Einkommen und doppelt kassiertes Kindergeld. [&hellip;]<br>\nSo glimpflich kommen nicht alle davon. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs sollen Steuers&uuml;nder verurteilt werden, wenn sie mehr als 100.000 Euro hinterzogen haben. &bdquo;Wenn jemand besondere Energie aufwendet, um Steuern zu hinterziehen, wirkt sich das grunds&auml;tzlich strafversch&auml;rfend aus&ldquo;, sagt Klaus Bernsmann, Professor f&uuml;r Strafrecht an der Universit&auml;t Bochum.<br>\nAllerdings spiele es eine wichtige Rolle, welche Staatsanwaltschaft das Verfahren f&uuml;hrt, die regionalen Unterschiede seien gewaltig. &bdquo;Es gab F&auml;lle im Ruhrgebiet, in denen wegen deutlich weniger als 500.000 Euro Steuerhinterziehung zu vollstreckende Haftstrafen verh&auml;ngt wurden&ldquo;, sagt Bernsmann. &bdquo;Auf die Person des Beschuldigten sollte es aber nie ankommen.&ldquo;<br>\nKommt es aber doch, sagt ein Anwalt, der viele Steuers&uuml;nder vertritt. Wer verm&ouml;gend genug sei, um sogar einen massiven Steuerschaden auszugleichen, k&ouml;nne entspannt in die Verhandlung mit den Beamten treten.<br>\nUnd wer obendrein eine hohe Geldauflage zahle, habe weit bessere Aussichten als ein Normalb&uuml;rger, Staatsanwaltschaft und Gericht zu einer Einstellung des Verfahrens zu bewegen. Hilfreich sei au&szlig;erdem ein Verteidiger, der den Fall verkompliziert. Fazit des Juristen, der sich selbst zu dieser Kategorie der Rechtsvertreter z&auml;hlt: &bdquo;Es gibt eine Zweiklassenjustiz.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/finanzen\/recht-steuern\/ex-nationalspieler-jens-lehmann-der-torhueter-und-die-moral\/23662466.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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