{"id":47501,"date":"2018-11-29T08:39:42","date_gmt":"2018-11-29T07:39:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501"},"modified":"2018-11-29T08:39:42","modified_gmt":"2018-11-29T07:39:42","slug":"hinweise-des-tages-3257","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h01\">Russlands linke Offensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h02\">Brisante Russland-Dokumente ver&ouml;ffentlicht &ndash; wenige schauen hin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h03\">Mehr Deutsche f&uuml;r h&ouml;here Verteidigungsausgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h04\">Die Armee der Europ&auml;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h05\">Arbeitsbedingungen: Keine Entwarnung bei prek&auml;rer Besch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h06\">Trugbild des faulen Arbeitslosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h07\">Bundesregierung streitet weiter &uuml;ber europ&auml;ische Arbeitslosenversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h08\">Drei&szlig;ig Jahre Abwegigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h09\">Griechenland: Rentner haben immer noch nicht genug zum Leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h10\">G20-Gastgeber in der Krise: Argentinien auf der Intensivstation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h11\">Digitalkonzerne besteuern &ndash; Gewinnverschiebung eind&auml;mmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h12\">Digital idiots &ndash; Zur Kritik des &laquo;Digitalpakts f&uuml;r Schulen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h13\">Landesbank: Wenig Interesse an Einstieg bei der NordLB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47501#h14\">Der Kandidat &ndash; Wie sozial ist Friedrich Merz?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russlands linke Offensive<\/strong><br>\nAnti-Rassismus, Kampf gegen Kolonialismus, Umweltschutz: Von Berlin aus sind Medien t&auml;tig, die an der Grenze zwischen linkem Aktivismus und Journalismus agieren. Finanziert werden sie aus Russland.<br>\nVon Patrick Gensing und Silvia St&ouml;ber, ARD-faktenfinder<br>\nAuf den ersten Blick wirkt &ldquo;Redfish&rdquo; wie ein kleines Start-up-Unternehmen, das sich einem k&auml;mpferischen Graswurzeljournalismus verschreibt: Ein konsequentes und erfolgreiches Team wolle &uuml;ber den Kampf gegen &ldquo;das ausbeuterische globale System&rdquo; berichten. Ein System, &ldquo;das die Menschheit versklavt und unseren Planeten zerst&ouml;rt&rdquo;.<br>\nMenschen sollten &ldquo;ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, gegen milit&auml;rische und wirtschaftliche Kriege um des Profits willen und gegen Rassismus&rdquo;. Denn bei &ldquo;Redfish&rdquo; glaube man &ldquo;an die Gleichberechtigung aller &ndash; unabh&auml;ngig von Geschlecht, Sexualit&auml;t, Leistungsumfang, Alter und Religion&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/faktenfinder.tagesschau.de\/ausland\/russlands-linke-offensive-101.html\">Faktenfinder<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Autoren meinen und beschreiben, dass und wie Russland kritische Webseiten im Westen finanziert. Das zu recherchieren und zu beschreiben ist v&ouml;llig legitim. Da wird sichtbar, dass Russland &ndash; wie auch mit den Medien RT deutsch und Sputnik &ndash; versucht, die Meinungsbildung im Westen zu beeinflussen. &ndash; Nicht legitim ist, dass die sogenannten Faktenfinder wichtige Fakten, die f&uuml;r das Gesamtbild wichtig sind, einfach weglassen. Wenn man wie die Faktenfinder in die Beurteilung nicht mit einbezieht, dass der Westen und insbesondere die USA, die NATO und die Atlantiker seit Jahrzehnten das Meinungsbild beeinflussen, dann l&auml;sst man einen wichtigen Teil der Wahrheit weg. Schon in den sechziger Jahren &ndash; in den f&uuml;nfziger Jahren sowieso &ndash; konnte man beobachten, wie wichtige Medien wie die Springer-Presse zum Beispiel von westlichen Meinungsmachern gepr&auml;gt sind. Heute gilt das f&uuml;r viele einflussreiche Medien &ndash; von den &Ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern &uuml;ber die S&uuml;ddeutsche Zeitung bis zur FAZ. Das kann man wissen. Die Anstalt zum Beispiel hat auf der Basis der Untersuchungen von Uwe Kr&uuml;ger den Einfluss der Atlantiker belegt. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JFvQuZBxh-Q\">Siehe hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Putins Geniestreich<\/strong><br>\nDie sozialen Medien haben ein Putin-Problem: Im Ukrainekonflikt d&uuml;rfte die russische Propaganda ein neues Niveau erreichen, dem Westen fehlt noch immer ein passendes Gegenmittel. [&hellip;]<br>\nWie russische Propaganda im Netz funktioniert, ist nichts weniger als genialisch. Meiner Einsch&auml;tzung nach hat Putin, selbst ehemaliger Geheimdienstler, dabei vor allem das Zusammenspiel zwischen redaktionellen und sozialen Medien perfektioniert. Russische Staatspropaganda im Netz ist gewisserma&szlig;en zugleich &ldquo;state of the art&rdquo; und &ldquo;art of the state&rdquo;. Es ist dem Kreml damit gelungen, die St&auml;rke liberaler Demokratien in eine Schw&auml;che zu verwandeln: die offene Debatte n&auml;mlich. [&hellip;]<br>\nDie Strategie dahinter ist ein klassischer Geheimdienstansatz: Die Schw&auml;chung der Gegner macht uns automatisch st&auml;rker &ndash; was &uuml;brigens auch westliche Geheimdienste aufs antidemokratischste verfolgt haben. Putins Trollfabriken &ndash; die durch Presserecherchen, Leaks und Whistleblower nachvollziehbar geworden sind &ndash; sind die Verk&ouml;rperung der Informationskriegsf&uuml;hrung im 21. Jahrhundert. Sie produzieren st&auml;ndig Blogbeitr&auml;ge, sind in sozialen Medien h&ouml;chst aktiv und verlinken immer wieder staatliche Propagandamedien wie RT, ehemals Russia Today. So wird keine &ldquo;Gegen&ouml;ffentlichkeit&rdquo; gesponnen, sondern eine Gegenrealit&auml;t. [&hellip;]<br>\nDie liberalen Demokratien samt der klassischen Medienlandschaft haben bisher kein gesellschaftlich wirksames Antidot gegen Putins digitale Manipulationsmaschinerie gefunden. Mit dem kommenden Ukrainekonflikt werden wir ein weiteres Meisterst&uuml;ck des Putin&rsquo;schen Social-Media-Krieges serviert bekommen. Wahrscheinlich sogar hier in den Kommentaren. Danke, Putin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/wladimir-putins-wirkmaechtige-propaganda-in-sozialen-medien-a-1240829.html%20\">Sascha Lobo auf SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es gibt Texte, die sind so niveaulos und d&auml;mlich, dass es verschenkte Lebenszeit ist, sich mit ihnen zu besch&auml;ftigen. Dieser &bdquo;Lobo&ldquo; geh&ouml;rt zweifelsohne dazu. Hat Sascha Lobo &uuml;berhaupt noch die intellektuelle Fallh&ouml;he, um sich ernsthaft mit ihm auseinanderzusetzen? Ich glaube nicht, daher m&ouml;chte ich den Artikel auch lieber inhaltlich unkommentiert lassen. Er spricht so oder so f&uuml;r sich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> P&uuml;nktlich zur Eskalation des NATO-Russland-Konflikts gie&szlig;t Sascha Lobo &Ouml;l ins Feuer und stellt klar, wer der B&ouml;se ist: Putin, der M&ouml;chtegern-Zerst&ouml;rer aller liberalen Demokratien. Weil die Faktenlage d&uuml;nn ist, argumentiert Lobo mit den Sympathien, die Europas Rechte f&uuml;r Putin kundtun. Es geht also weitgehend um eine Kontaktschulddebatte, deren Kern neben tats&auml;chlich bedenklichen Ausw&uuml;chsen ganz einfach darin liegt: Autorit&auml;r denkende Charaktere lieben autorit&auml;re F&uuml;hrergestalten. Kein Mensch bezweifelt, dass Russlands Geheimdienst nicht durch Nettigkeit gegen&uuml;ber dem Westen besticht, aber Aktivit&auml;ten westlicher Geheimdienste deutet Herr Lobo nur in einem einzigen Satz an, um dann abschlie&szlig;end alle Forenschreiber, die nicht ins Lobosche Horn blasen und sich eine kritische, aber auch ausgewogene und dem Frieden verpflichtete Russlanddebatte w&uuml;nschen, als &ldquo;prorussische Wutb&uuml;rger&rdquo; und Marionetten im &ldquo;Meisterst&uuml;ck des Putin&rsquo;schen Social-Media-Krieges&rdquo; abzukanzeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Brisante Russland-Dokumente ver&ouml;ffentlicht &ndash; wenige schauen hin<\/strong><br>\nUnter Bill Clinton hatten die USA in den russischen Wahlkampf eingegriffen. Nato-Osterweiterung und Putin waren Gespr&auml;chsthema.<br>\nBisher als &laquo;geheim&raquo; eingestufte Transkripte von Gespr&auml;chen zwischen den Pr&auml;sidenten Bill Clinton und Boris Jelzin aus den Jahren 1996 bis 1999 hat die &laquo;Clinton Presidential Library&raquo; dieses Jahr der &Ouml;ffentlichkeit freigegeben. Sie zeigen dass\n<ul>\n<li>Boris Jelzin die USA vor einer Osterweiterung der Nato warnte;<\/li>\n<li>die USA sich in den Wahlkampf in Russland einmischten;<\/li>\n<li>Boris Jelzin als seinen Nachfolger Waldimir Putin w&auml;rmstens empfahl.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Solche Dokumente mit Originalgespr&auml;chen erlauben einen seltenen Einblick in den wirklichen Ablauf von Ereignissen. H&auml;ufig werden die wahren Absichten durch die &ouml;ffentlichen Verlautbarungen, durch Ablenkungsman&ouml;ver und Geheimhaltung verschleiert und verf&auml;lscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Clinton-Jelzin-Wahlen-Nato-Osterweiterung-Brisante-Dokumente\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Grunds&auml;tzlich bekannt, aber die Details der Telefongespr&auml;che sind unglaublich. Es ist fast zum Verzweifeln an unserer &bdquo;Demokratie&ldquo; mit ihren &bdquo;westlichen Werten&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein interessanter Artikel. Er best&auml;tigt mit den zitierten Dokumenten, was Naomi Klein in Schock-Strategie vor l&auml;ngerem schon beschrieben hat: der Westen, speziell die USA, hatten ihre Finger tief in den Innereien Russlands und damit gro&szlig;en Einfluss auf den damaligen Pr&auml;sidenten Jelzin. Dar&uuml;ber wird noch einmal ausf&uuml;hrlich zu schreiben sein. Denn die jetzige Krise zwischen der Ukraine und Russland hat auch damit zu tun, mit den vielen Zumutungen, die in den Dokumenten sichtbar werden, vor allem mit der NATO Osterweiterung. &bdquo;Bis hierher und nicht weiter&ldquo;&ndash; das w&auml;re vermutlich die treffende Zusammenfassung dessen, was heute die Reaktion auf die vielen Zumutungen pr&auml;gt.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Dokumente belegen, dass Jelzin seinen Nachfolger Putin vermutlich bewusst ausgesucht und gef&ouml;rdert hat und konkret auch dem US Pr&auml;sidenten Clinton empfohlen hat. Immerhin. Aber Putin hat vermutlich die in den Dokumenten sichtbare Bettelei des russischen Pr&auml;sidenten beim US Pr&auml;sidenten angewidert und zu den Akten gelegt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die neue Tyrannei des Dollars<\/strong><br>\nUnter Pr&auml;sident Barack Obama wurden zielgerichtete &ouml;konomische Sanktionen zu Amerikas Waffe erster Wahl. Donald Trump hat daraus eine Streubombe gemacht, die Staaten wie den Iran vernichten soll. Wie sollen die Europ&auml;er darauf reagieren?<br>\nM&ouml;glicherweise will Donald Trump keine Kriege im Mittleren Osten anfangen. Doch das bedeutet nicht, dass er sich von der Idee eines durch die USA herbeigef&uuml;hrten &ldquo;Regime Change&rdquo; im Iran verabschiedet hat. Seine Regierung favorisiert Sanktionen gegen das Land, die denselben Zweck verfolgen wie der Einmarsch der Bush-Regierung 2003 im Irak.<br>\nSeit dem R&uuml;ckzug der USA aus dem Atomabkommen mit Iran im Mai sucht Trump nach Wegen, um den Druck auf das Regime dort zu erh&ouml;hen. Am 4. November traten die US-Sanktionen gegen die lebenswichtige &Ouml;lindustrie Irans in Kraft. Und die US-Regierung will sogar noch weiter gehen, indem sie Sekund&auml;rsanktionen gegen andere L&auml;nder verh&auml;ngt, die das Ziel verfolgen, den Iran komplett aus der auf dem Dollar basierenden Weltwirtschaft auszuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++aa04af06-f250-11e8-82e5-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mehr Deutsche f&uuml;r h&ouml;here Verteidigungsausgaben<\/strong><br>\nIn Deutschland sprechen sich, anders als noch im Vorjahr, mehr Menschen f&uuml;r h&ouml;here Verteidigungsausgaben aus als f&uuml;r die Beibehaltung des bisherigen Niveaus. Einer Erh&ouml;hung der Verteidigungsausgaben stimmen heute 43 Prozent der Deutschen zu, das sind elf Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil derer, die f&uuml;r die Beibehaltung der bisherigen R&uuml;stungsausgaben pl&auml;dieren, ging in dem Zeitraum hingegen von 51 Prozent auf 40 Prozent zur&uuml;ck. Die Ausgaben senken wollen 14 Prozent, ein Prozentpunkt weniger als ein Jahr zuvor. [&hellip;]<br>\nDamit d&uuml;rfte eine relative Mehrheit der Deutschen die Entscheidung der gro&szlig;en Koalition guthei&szlig;en, im kommenden Jahr deutlich mehr Geld f&uuml;r Verteidigung auszugeben. So sind im Bundeshaushalt 2019 f&uuml;r den Wehretat 43,2 Milliarden Euro vorgesehen, nach 38,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/umfrage-mehr-deutsche-fuer-hoehere-verteidigungsausgaben-15905769.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.S.:<\/strong> Wie kann das behauptet werden, wenn 40% die R&uuml;stungsausgaben beibehalten und 14% sie senken wollen und damit 54% keine h&ouml;heren R&uuml;stungsausgaben wollen?!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Armee der Europ&auml;er<\/strong><br>\nNeue Schritte beim Aufbau einer &ldquo;Armee der Europ&auml;er&rdquo;, Sorgen &uuml;ber einen Verlust des &ldquo;Verteidigungsvorsprungs&rdquo; des Westens gegen&uuml;ber Russland und China sowie die Rolle K&uuml;nstlicher Intelligenz in k&uuml;nftigen Kriegen standen bei der gestern zu Ende gegangenen Berliner Sicherheitskonferenz auf dem Programm. Die Konferenz ist &ndash; anders als die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz &ndash; nicht au&szlig;enpolitisch, sondern stark milit&auml;rpolitisch und r&uuml;stungsindustriell gepr&auml;gt; an ihr nehmen allj&auml;hrlich mehr als tausend Milit&auml;rs, Wirtschaftsvertreter, Staatsbeamte und Politiker teil. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nutzte die Veranstaltung, um f&uuml;r die &ldquo;Armee der Europ&auml;er&rdquo; Schritte zur Einschr&auml;nkung des Parlamentsvorbehalts zur Debatte zu stellen. Experten urteilen, &ldquo;Europa&rdquo; m&uuml;sse zuk&uuml;nftig &ldquo;vielleicht sogar vollst&auml;ndig&rdquo; ohne US-Unterst&uuml;tzung &ldquo;f&uuml;r seine eigene Sicherheit sorgen&rdquo;. Dazu m&uuml;ssten nicht nur schnelle Fortschritte in der Nutzung von K&uuml;nstlicher Intelligenz zur Kriegf&uuml;hrung gemacht werden. Man ben&ouml;tige auch ein die EU-Kriegf&uuml;hrung legitimierendes &ldquo;europ&auml;isches Narrativ&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7798\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitsbedingungen: Keine Entwarnung bei prek&auml;rer Besch&auml;ftigung<\/strong><br>\nAktuelle Entwicklungen und gewerkschaftliche Forderungen<br>\nNiedrige Einkommen, geringer sozialer Schutz und weniger Mitbestimmungsrechte. Das ist noch immer die aktuelle Situation von prek&auml;r Besch&auml;ftigten. Die Gewerkschaften fordern den Gesetzgeber zum Handeln auf. Leiharbeit muss st&auml;rker reguliert und sachgrundlose Befristung abgeschafft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++da5c4450-f2f2-11e8-b85a-52540088cada\">DGB<\/a>\n<p><strong>dazu: Zweith&ouml;chste Erwerbst&auml;tigenquote &ndash; aber viele sind arm trotz Arbeit<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bundesrepublik hat die zweith&ouml;chste Erwerbst&auml;tigenquote in der EU, lautet die vermeintliche Erfolgsmeldung. Schaut man genauer hin, br&ouml;ckelt die Fassade: Jeder f&uuml;nfte Erwerbst&auml;tige in Deutschland ist prek&auml;r besch&auml;ftigt und arbeitet im Niedriglohnbereich&ldquo;, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die heute vom Statistischen Bundesamt vorgestellte Sonderauswertung der EU-Arbeitskr&auml;fteerhebung von Eurostat. Ferschl weiter:<br>\n&bdquo;Die Agenda-Reformen haben Anfang der 2000er Jahre den Arbeitsmarkt gro&szlig;fl&auml;chig dereguliert, aber nicht mehr Arbeit geschaffen. Durch Mini- und Midijobs sowie unfreiwillige Teilzeitarbeit wurde das vorhandene Arbeitsvolumen lediglich auf mehr K&ouml;pfe verteilt und die Besch&auml;ftigten unter Lohndruck gesetzt. Wer nicht mitspielt, wird im Hartz-IV-System sanktioniert. Das Ergebnis dieses &sbquo;F&ouml;rderns und Forderns&lsquo; ist, dass viele Menschen arm trotz Arbeit sind. Wir brauchen endlich eine Abkehr von der uns&auml;glichen Agenda-Politik und ihren verheerenden Auswirkungen.<br>\nDeswegen setzt sich DIE LINKE f&uuml;r einen Mindestlohn von mindestens zw&ouml;lf Euro, eine Streichung der Ausnahmen sowie die Ausweitung der Kontrollen ein.  Dar&uuml;ber hinaus wollen wir, dass Besch&auml;ftigte von der ersten Arbeitsstunde an in den Schutz der Sozialversicherung einbezogen werden. Sachgrundlose Befristungen und Leiharbeit wollen wir eind&auml;mmen und langfristig ganz abschaffen. Stattdessen wollen wir gute Arbeit f&uuml;r alle.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/zweithoechste-erwerbstaetigenquote-aber-viele-sind-arm-trotz-arbeit\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Vom Verwalten des Prek&auml;ren<\/strong><br>\nDer Minijob geh&ouml;rt ersetzt, der Freibetrag drastisch gesenkt &ndash; denn Arbeit muss sich wieder lohnen [&hellip;]<br>\nMan h&auml;tte eigentlich schon l&auml;ngst politisch ansetzen m&uuml;ssen. Freilich nicht so, wie man das jetzt offenbar auf der Agenda hat, indem man die prek&auml;ren Strukturen so anpasst, dass damit die Beibehaltung von Arbeitskraft gew&auml;hrleistet ist, die flexibel und ohne unternehmerische Verantwortung aufgesaugt werden kann. Mit der Etablierung des Mindestlohnes zeichnete sich ab, dass der Minijob rein rechnerisch an Grenzen sto&szlig;e. In der Praxis war mit weiteren Schlichen zu rechnen. Sukzessiv h&auml;tte man diese geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in &raquo;kleine sozialversicherungspflichtige Stellen&laquo; &uuml;berf&uuml;hren m&uuml;ssen.<br>\nJetzt steht man vor der Entscheidung: Entweder man toleriert die krummen Touren zur Umgehung des Mindestlohnes in diesem Sektor, indem man nicht zu genau hinschaut &ndash; also, indem man weitermacht wie bisher. Oder aber man baut den prek&auml;ren Sektor aus, erh&ouml;ht den Freibetrag und etabliert somit jene, die in diesem Feld arbeiten, dauerhaft in einem prek&auml;ren Zustand ohne erf&uuml;llte Anspr&uuml;che und Zugang zur Krankenversicherung. Den Teufelskreis prek&auml;rer Besch&auml;ftigung durchbricht man nicht, indem man die prek&auml;ren Vorgaben erweitert und sich innerhalb der prek&auml;ren Logik bewegt. Man muss ihn durchbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1106734.minijobs-vom-verwalten-des-prekaeren.html%20\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trugbild des faulen Arbeitslosen<\/strong><br>\nMan spricht wieder &uuml;ber Hartz IV. Um gleich mit Mythen aufzur&auml;umen: Hartz IV ist weder H&auml;ngematte noch ein individuelles Problem und auch nicht verantwortlich f&uuml;r gesunkene Arbeitslosenzahlen. Da hilft auch keine Sch&ouml;nf&auml;rberei. Eine kurze Geschichte &uuml;ber eine gro&szlig;e soziale Frechheit. [&hellip;]<br>\nAn Weihnachten 2003 stand &ldquo;Hartz IV&rdquo; dann im Gesetzblatt, wurde im Laufe des Folgejahres noch an einigen Stellen leicht reformiert und trat zum 1. Januar 2005 in Kraft. Seitdem ist die Zahl der Besch&auml;ftigten um f&uuml;nf Millionen Personen gestiegen, und die Zahl der registrierten Arbeitslosen hat sich fast halbiert. Vor diesem Hintergrund warnen nicht nur weite Teil von CDU und FDP, sondern auch Christoph Schmidt, der Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, davor, Hartz IV wieder abzuschaffen. Schlie&szlig;lich haben, so Schmidt &ldquo;die Arbeitsmarktreformen der 2000er-Jahre (&hellip;) dazu beigetragen, dass die Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung ist&rdquo;.<br>\nDiese Argumentation hat man schon so oft geh&ouml;rt, dass sie kaum mehr hinterfragt wird. Die Zahl der Arbeitslosen ist tats&auml;chlich stark gesunken. Das gilt auch dann, wenn man die Aufh&uuml;bschungen, wie die Herausnahme der &uuml;ber 58-j&auml;hrigen Langzeitarbeitslosen aus der Statistik seit 2009, mit einbezieht. Es gibt jedoch keine Studie, die einen monokausalen Zusammenhang zwischen der Einf&uuml;hrung von Hartz IV und der gesunkenen Arbeitslosigkeit belegt. [&hellip;]<br>\nKurz zusammengefasst stellt sich der Mehrwert der Entwicklung seit 2005 also so dar: mehr Arbeitspl&auml;tze, mehr Niedrigl&ouml;hner, mehr Armut, mehr psychische Krankheiten, mehr Wohnungslosigkeit. Ein Erfolgsmodell ist das nicht. Es sei denn, man sieht nur das Mehr an Arbeitspl&auml;tzen und l&auml;sst alles andere au&szlig;er Acht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/400\/trugbild-des-faulen-arbeitslosen-5511.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Argumentation hinsichtlich der gesunkenen Arbeitslosenzahlen wird schon hinterfragt und ist auch beantwortet. Nachvollziehen l&auml;sst sich beispielsweise, dass die Arbeitslosenzahlen bis 2006 weiter stiegen, trotz der Arbeitsmarktreformen, die angeblich alles zum Besseren gewendet haben sollen. F&uuml;r Entspannung auf dem Arbeitsmarkt sorgte aber eine vor&uuml;bergehende Lockerung der Sparpolitik Eichels nach dem Regierungswechsel 2005 und die parallel anziehende weltweite Konjunktur. Vor allem aber verbesserte Deutschland seine Wettbewerbsf&auml;higkeit permanent auf Kosten anderer durch Lohnzur&uuml;ckhaltung und die Schaffung eines riesigen Niedriglohnsektors. Deutschland exportiert dadurch bis heute Arbeitslosigkeit in seine Nachbarl&auml;nder. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundesregierung streitet weiter &uuml;ber europ&auml;ische Arbeitslosenversicherung<\/strong><br>\nVor dem EU-Reformgipfel Mitte Dezember haben Union und SPD immer noch keine gemeinsame Position. Heute will SPD-Finanzminister Scholz seine Pl&auml;ne konkretisieren. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Olaf Scholz macht bei der europ&auml;ischen Arbeitslosenversicherung eine gro&szlig;e Illusionsshow. Denn in der Bundesregierung ist zur Arbeitslosenversicherung nichts abgestimmt&ldquo;, sagte Fabio de Masi, finanzpolitischer Sprecher der Linkspartei. Eine europ&auml;ische Arbeitslosenversicherung zur Sicherung der Liquidit&auml;t nationaler Systeme bei konjunkturellen Schocks w&auml;re durchaus sinnvoll. Scholz wolle aber einen faulen Deal, um europ&auml;ische Partner auf Hartz IV, Leiharbeit und Ketten-Befristungen wie in Deutschland zu verpflichten, sagte de Masi.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/sozialpolitik-bundesregierung-streitet-weiter-ueber-europaeische-arbeitslosenversicherung\/23690014.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Europ&auml;ische Arbeitslosenversicherung &ndash; Die gro&szlig;e Illusionsshow des Olaf Scholz<\/strong><br>\nFabio De Masi h&auml;lt die Vorschl&auml;ge von Bundesfinanzminister Olaf Scholz f&uuml;r eine Europ&auml;ische Arbeitslosenversicherung f&uuml;r eine &ldquo;gro&szlig;e Illusionsshow&rdquo;. Die Antworten der Bundesregierung (PDF) auf seine Kleine Anfrage belegen das.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/europaeische-arbeitslosenversicherung-die-grosse-illusionsshow-des-olaf-scholz\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Drei&szlig;ig Jahre Abwegigkeit<\/strong><br>\nGescheitert Akteure wie Blackrock profitieren vom R&uuml;ckbau der &ouml;ffentlichen Altersvorsorge. Nun stellt eine UN-Studie klar: Die Rentenprivatisierung ist ein weltweites Debakel [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend die Auswirkungen der Rentenprivatisierungen f&uuml;r die Versicherten vielfach katastrophal waren, profitierte der Finanzsektor durch hohe Geb&uuml;hren und einen weiteren &ouml;konomischen Machtausbau erheblich. Angesichts der Evidenz an negativen sozialen und &ouml;konomischen Auswirkungen und des Umstands, dass 60 Prozent der 30 L&auml;nder, die ihre Rentensysteme weitgehend oder vollst&auml;ndig privatisiert haben, mittlerweile wieder eine Umkehrung dieses Irrweges eingeleitet haben, kann dieses Experiment nur als gescheitert bezeichnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/dreissig-jahre-abwegigkeit\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Eine Umkehrung des Irrweges ist mittlerweile eingeleitet, nicht so in Deutschland. Hier haben Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart: &bdquo;Wir halten am Drei-S&auml;ulen-Modell fest und wollen in diesem Rahmen die private Altersvorsorge weiterentwickeln und gerechter gestalten. Es ist ein Dialogprozess mit der Versicherungswirtschaft anzusto&szlig;en mit dem Ziel einer z&uuml;gigen Entwicklung eines attraktiven standardisierten Riester-Produkts.&ldquo; <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Griechenland: Rentner haben immer noch nicht genug zum Leben<\/strong><br>\nWer wissen will, wie tief der Frust &uuml;ber die Sparpolitik sitzt, der muss die griechischen Rentner fragen. Vor allem auf dem Land ist die Not gro&szlig;. Dass die griechische Regierung die Renten nicht weiter zusammenstreichen will, bringt vielen Rentnern nichts.<br>\nGr&uuml;nes Licht aus Luxemburg &ndash; Griechenland hat aus Sicht der Geldgeber-L&auml;nder so gut gespart, dass es im neuen Jahr auf einige weitere K&uuml;rzungen, zum Beispiel f&uuml;r die Rentner, verzichten kann. Letzte Woche schickte diese Nachricht der Chef des Rettungsmechanismus f&uuml;r Griechenland, Klaus Regling, pers&ouml;nlich nach Athen &ndash; doch sie kam bei den Hauptbetroffenen nicht wirklich gut an:<br>\n&bdquo;Da wird jetzt &uuml;berhaupt nichts in meinem Geldbeutel zu sp&uuml;ren sein. Keinen einzigen Euro mehr geben sie uns Rentner. Wieder einmal wird das in ihre eigenen Taschen wandern &ndash; die Geldgeber holen sich das wieder, was sie uns geliehen haben.&ldquo;<br>\nConstantinos Tsibelenios engagiert sich seit l&auml;ngerem in einer Rentner-Gewerkschaft, geht auch regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r h&ouml;here Renten auf die Stra&szlig;e. Er hat es mit seinen 600 Euro im Monat vom Staat sogar noch relativ gut &hellip; andere m&uuml;ssen mit deutlich unter 500 Euro im Monat auskommen:<br>\n&bdquo;Ich mache mir viele Sorgen &ndash; ich habe kaum Geld. Nicht um mich mache ich mir die Sorgen &ndash; ich mache mir um meine Kinder Gedanken, weil die alle ohne Arbeit sind&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-rentner-haben-immer-noch-nicht-genug-zum-leben.795.de.html?dram:article_id=434412\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>G20-Gastgeber in der Krise: Argentinien auf der Intensivstation<\/strong><br>\nAusgerechnet zum Zeitpunkt des G20-Gipfels liegt die Wirtschaft des einstigen &bdquo;Superstars&ldquo; Argentinien am Boden, die Menschen gehen auf die Barrikaden. Steht nun &ndash; nach dem Staatsbankrott von 2001 &ndash; der n&auml;chste Crash vor der T&uuml;r?<br>\n&bdquo;Argentinien ist krank, es kann nicht atmen. Wir, die Menschen k&ouml;nnen nicht mehr atmen. Wir k&ouml;nnen unsere Rechnungen nicht mehr bezahlen. Dagegen gehen wir auf die Stra&szlig;e!&ldquo;<br>\n&bdquo;Diese Regierung macht, was keine Hausfrau machen w&uuml;rde: Das wenige Geld, was reinkommt, dem spiels&uuml;chtigen Onkel geben, damit er es in einer Nacht auf den Kopf haut. Deswegen protestieren die B&uuml;rger. Und was macht die Regierung? Sie schickt die Polizei!&ldquo;<br>\nBuenos Aires, November 2018: Argentinien in der Krise, die B&uuml;rger auf den Barrikaden, die Regierung h&auml;ngt erneut am Tropf des Internationalen W&auml;hrungsfonds &ndash; und das ausgerechnet vor dem G20-Gipfel. Ein Jahr vorher sah alles noch ganz anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/g20-gastgeber-in-der-krise-argentinien-auf-der.979.de.html?dram:article_id=434338\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Digitalkonzerne besteuern &ndash; Gewinnverschiebung eind&auml;mmen<\/strong><br>\nDie (legalen) Steuervermeidungstricks multinationaler Konzerne verursachen j&auml;hrlich hunderte Milliarden Euro an Steuerausf&auml;llen in der EU. Internetgiganten wie Google, Facebook und Co. dr&uuml;cken ihre Steuern auf Gewinne besonders heftig. Allein bis Ende 2016 betrugen die unversteuerten Auslandsgewinne von Google 60 Milliarden US-Dollar. Apple zahlte in Irland 2014 0,005 Prozent Steuern &ndash; 50 Euro f&uuml;r jede Million Gewinn.<br>\nLaut EU-Kommission zahlen Tech-Giganten im Schnitt 9,5 Prozent Steuern auf ihre Gewinne im Vergleich zu 23,2 Prozent f&uuml;r &uuml;brige Konzerne. Dies hat ma&szlig;geblich zwei Gr&uuml;nde. Zum einen spielen Markenrechte (z.B. am iPhone) bzw. immaterielles Know-How (z.B. der Suchmaschinen-Algorithmus von Google) eine &uuml;berragende Rolle bei der Wertsch&ouml;pfung der Digitalkonzerne. Diese immateriellen G&uuml;ter bieten mehr M&ouml;glichkeiten zur Gewinnverschiebung, als Autos oder Maschinen. Denn der Wert solcher Patente ist schwer zu beziffern, da die Internetgiganten Quasi-Monopolisten sind und es kaum vergleichbare Marktpreise gibt an denen sich Finanzbeh&ouml;rden bei den sogenannten konzerninternen Verrechnungspreisen orientieren. Die Finanzbeh&ouml;rden &uuml;berpr&uuml;fen aber anhand solcher Preise Finanzfl&uuml;sse innerhalb der Konzerne auf k&uuml;nstliche Steuertricks. Apple oder Google k&ouml;nnen dadurch etwa Apple oder Google Deutschland eine sehr hohe fiktive Lizenz- oder Patentgeb&uuml;hr an Apple oder Google Irland &uuml;berweisen lassen, um Gewinne aus Deutschland au&szlig;er Landes zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/2124.digitalkonzerne-besteuern-gewinnverschiebung-eind%C3%A4mmen.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Digital idiots &ndash; Zur Kritik des &laquo;Digitalpakts f&uuml;r Schulen&raquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Wahrhafte Bildung hat stets einen subversiven Anteil und birgt immer Gefahren f&uuml;r die jeweilige Form der Herrschaft&ldquo; schreibt G&ouml;tz Eisenberg in diesem Essay. Kein Wunder, dass Kinder an den Schulen eher verbildet werden sollen. Gez&uuml;chtet wird eine smarte, &ouml;konomisch verwertbare Form der Idiotie, die sich im Wiederk&auml;uen von Erlerntem und im Beherrschen blinkender Ger&auml;te ersch&ouml;pft. Am Ende beherrschen eher die Ger&auml;te die Menschen. Auf der Strecke bleiben die sinnliche Unmittelbarkeit der Weltwahrnehmung, lebendiger Austausch mit Menschen und auch die von den Herrschenden gef&uuml;rchtete F&auml;higkeit, sich eine kritische Meinung zu bilden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/digital-idiots-zur-kritik-des-digitalpakts-fuer-schulen\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<p><strong>dazu: Widerstand im Bundesrat gegen Digitalpakt Schule: &ldquo;Etliche L&auml;nder haben h&ouml;chste Bedenken&rdquo;<\/strong><br>\nIn einigen Kultusministerien regt sich Protest gegen die &Auml;nderung des Grundgesetzes, auf die sich die Parteien im Bundestag geeinigt haben. Sie drohen, den Digitalpakt Schule im Bundesrat scheitern zu lassen. Vor wenigen Tagen erst klopften sich Bildungspolitiker s&auml;mtlicher Parteien gegenseitig auf die Schultern: Die Koalition hatte sich mit FDP und Gr&uuml;nen unter gro&szlig;em Get&ouml;se auf die &Auml;nderung des umstrittenen Grundgesetzartikels 104c geeinigt &ndash; und damit auf eine Lockerung des Kooperationsverbots von Bund und L&auml;ndern. [&hellip;]<br>\nGalt die Zustimmung der L&auml;nderkammer vergangene Woche noch als recht sicher, formiert sich nun veritabler Protest. Insbesondere die konservativ gef&uuml;hrten Kultusministerien stehen dem Vorhaben offenbar skeptisch gegen&uuml;ber. Grund f&uuml;r den &Auml;rger: Dem &ldquo;&Auml;nderungsantrag der Arbeitsgruppen Haushalt&rdquo; zufolge einigten sich die Bundestagsfraktionen nicht blo&szlig; auf die breit kommunizierte Neuformulierung des Paragraphen 104c. Im Kleingedruckten finden sich vielmehr noch weitere Anpassungen. So soll demnach auch Artikel 104b zum Teil neu gefasst werden &ndash; und das st&ouml;&szlig;t bei einigen L&auml;nderministern auf Protest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/schule\/digitalpakt-schule-widerstand-im-bundesrat-a-1240670.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Landesbank: Wenig Interesse an Einstieg bei der NordLB<\/strong><br>\nSie braucht einen neuen Investor, und zwar schnell: Die NordLB, die Landesbank mit Sitz in Hannover, ist auf der Suche nach einem neuen Investor. Heute endet nicht nur die Bieterfrist. Heute hat die NordLB auch offengelegt, wie das vergangene Quartal gelaufen ist.<br>\nDie NordLB leidet unter den Belastungen durch faule Schiffskredite. Zwar kommt der Abbau des Portfolios in H&ouml;he von jetzt noch 7, 3 Milliarden Euro schleppend voran. Vor allem wegen n&ouml;tiger R&uuml;ckstellungen im Zuge des geplanten Jobabbaus brach der Gewinn jedoch um 80 Prozent auf 64 Millionen Euro nach Steuern ein, sagte Vorstandschef Thomas B&uuml;rkle anl&auml;sslich der Neun-Monats-Bilanz in Hannover.<br>\nAus eigener Kraft wird die drittgr&ouml;&szlig;te deutsche Landesbank die angestrebte Kapitalquote von mindestens 13 Prozent nicht erreichen k&ouml;nnen. Bislang sind mehrheitlich das Land Niedersachsen und die Sparkassen in der Region beteiligt &ndash; zur Kr&auml;ftigung des Eigenkapitals wird seit Monaten nach neuen Kapitalgebern gesucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/landesbank-wenig-interesse-an-einstieg-bei-der-nordlb.766.de.html?dram:article_id=434447\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Kandidat &ndash; Wie sozial ist Friedrich Merz?<\/strong><br>\nDie Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) wirft Merz &ldquo;Verst&ouml;&szlig;e gegen die Grunds&auml;tze guter Unternehmensf&uuml;hrung&rdquo; vor. Der Deutsche Mieterbund sieht Merz in der Verantwortung f&uuml;r  &ldquo;r&uuml;de Methoden und Mietwucher&rdquo; auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Im Mittelpunkt der Kritik steht Merz&lsquo; Verantwortung als Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Ablegers von BlackRock, dem weltweit gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalter.<br>\nDer SdK-Vorsitzende, Markus Kienle, h&auml;lt die &Auml;mterh&auml;ufung in Aufsichtsr&auml;ten von Merz f&uuml;r problematisch. Der Kandidat f&uuml;r den CDU-Parteivorsitz versto&szlig;e &ldquo;mit der Vielzahl seiner Aufsichtsratsmandate gegen die Grunds&auml;tze guter Unternehmensf&uuml;hrung&rdquo;. Der sogenannte Corporate Governance Kodex erlaube maximal f&uuml;nf Aufsichtsratsmandate, das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden z&auml;hlt nach diesem Kodex doppelt. Laut SdK &uuml;bt Merz danach rechnerisch sieben Mandate aus, zwei mehr als erlaubt.<br>\nAktuell agiert Merz bei gleich drei Unternehmen als Aufsichtsratsvorsitzender, beim Arnsberger Toilettenpapierhersteller WEPA, dem Flughafen K&ouml;ln-Bonn und der deutschen Sparte des international agierenden Verm&ouml;gensverwalters BlackRock. Dazu kommen Aufsichtsratsposten bei der Privatbank HSBC Trinkhaus Deutschland und im Verwaltungsrat des Schweizer Zugbauers Stadler Rail. &ldquo;Herr Merz hat es zur Perfektion gebracht, seine politische Macht f&uuml;r seine anwaltliche T&auml;tigkeit zu nutzen&rdquo;, kritisiert SdK-Sprecher Kienle. Auf schriftliche Nachfrage teilte Merz mit, dass er im Falle einer Wahl zum CDU-Parteichef alle seine Aufsichtsratsmandate niederlegen werde.<br>\nDer Deutsche Mieterbund macht Merz als Aufsichtsrat von BlackRock mitverantwortlich f&uuml;r steigende Mieten. BlackRock ist gr&ouml;&szlig;ter Anteilseigner bei den drei wichtigsten privaten Wohnungsunternehmen Vonovia AG, Deutsche Wohnen AG und LEG AG. Der Mieterbund wirft den Konzernen, die zusammen rund 700.000 Wohnungen besitzen, &ldquo;r&uuml;de Methoden, Mietwucher und Tricksereien am Rande der Legalit&auml;t&rdquo; vor. F&uuml;r all das trage Merz als Aufsichtsratschef von BlackRock eine Mitverantwortung, so der Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes in Nordrhein-Westfalen, Hans-Jochen Witzke. &ldquo;Wer das f&uuml;r richtig h&auml;lt und sich daran bereichert, der hat meines Erachtens nicht die Glaubw&uuml;rdigkeit, die man braucht f&uuml;r ein Amt als Bundeskanzler, nicht mal die eines CDU-Vorsitzenden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/kandidat-friedrich-merz-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder einmal eine sch&ouml;ne Reportage &uuml;ber den wichtigsten deutschen Lobbyisten der globalen Finanzindustrie. Interessant, dass Black Rock entsprechende Anteile unter anderem auch am gr&ouml;&szlig;ten deutschen Immobilienkonzern, der Vonovia, h&auml;lt. Die Praktiken der Vonovia sind inzwischen hinl&auml;nglich bekannt. Diese scheinen den Aufsichtsratsvorsitzenden des deutschen Ablegers des weltweit gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalters aber nicht zu st&ouml;ren. Besonders bezeichnend auch Merz&rsquo; Engagement beim Verkauf der maroden Westdeutsche Landesbank. Aus der Reportage: &ldquo;Merz rechnet jeden Tag ab, selbst samstags und sonntags, 396 Tage ohne Pause mal 5.000 Euro. Merz kassiert vom Steuerzahler fast zwei Millionen Euro &ndash; f&uuml;r erfolglose Arbeit.&rdquo; Andererseits w&auml;re ein Bundeskanzler Merz die Vollendung der &ldquo;marktkonformen Demokratie&rdquo;, dann sollte niemand mehr daran zweifeln, dass die Demokratie in Deutschland inzwischen eine Farce ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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