{"id":47620,"date":"2018-12-04T08:30:01","date_gmt":"2018-12-04T07:30:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620"},"modified":"2018-12-04T08:30:01","modified_gmt":"2018-12-04T07:30:01","slug":"hinweise-des-tages-3260","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h01\">Aus f&uuml;r Finanztransaktionssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h02\">Das ist ein milliardenschwerer Gefallen f&uuml;r Reiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h03\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h04\">Berater hatten mehr Einfluss in der Bundeswehr als bislang bekannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h05\">Wenn der Schuldenabbau &auml;rmer macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h06\">70 Mrd. in Stiftungen: Die Reichsten sind erst billig rein und wollen jetzt noch billiger raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h07\">Schweizer Dorf will Grundeinkommen ausprobieren &ndash; doch nun fehlt das Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h08\">Man hat wieder Personal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h09\">Der Mensch ist wichtiger als das Auto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h10\">Die Linke und die &bdquo;Open Borders&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h11\">Am Pranger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h12\">Andalusien: Ultrarechte feiern Erfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h13\">Erika Steinbach, die Stiftung und die Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h14\">Dr. Gniffkes Macht um Acht: Auftrieb zum neuen Krim-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h15\">Die erfundene Guillotine der &bdquo;Gelbwesten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47620#h16\">100 Jahre Novemberrevolution &ndash; Die materielle Best&auml;tigung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aus f&uuml;r Finanztransaktionssteuer<\/strong><br>\nDas Aus f&uuml;r die Finanztransaktionssteuer ist ein weiterer Beweis daf&uuml;r, dass die politische Macht des Finanzsektors ungebrochen ist. &bdquo;Letztlich haben sich nicht die Interessen der Mehrheit der Menschen durchgesetzt, sondern jene Regierungen, denen die Profite des Finanzsektors wichtiger sind als seine Stabilisierung und Beteiligung an den Krisenkosten&ldquo;, sagt Detlev von Larcher von Attac Deutschland. &bdquo;Anders als sein Vorg&auml;nger hat Bundefinanzminister Olaf Scholz dabei von vornherein jegliches Engagement f&uuml;r eine Finanztransaktionssteuer missen lassen.&ldquo;<br>\nDabei ist in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern laut Umfragen die Mehrheit der Menschen f&uuml;r die Finanztransaktionssteuer, in Deutschland und &Ouml;sterreich sind es rund zwei Drittel.<br>\nSo schlecht die Entscheidung auch ist, sie kommt nicht &uuml;berraschend. Schon seit dem Vorsto&szlig; von Frankreichs Pr&auml;sident Macron vom September 2017 war klar, dass nur noch eine minimale Chance f&uuml;r die Steuer besteht. Auch ein offener Brief hunderter europ&auml;ischer Organisationen vergangene Woche wurde von den Finanzministern ignoriert.<br>\nDas Aus f&uuml;r die Finanztransaktionssteuer ist ein weiterer Beleg f&uuml;r den fehlenden Willen der Regierungen, den Finanzsektor infolge der Krise 2008 ernsthaft zu regulieren. Detlev von Larcher:  &bdquo;Egal ob die Zerteilung systemrelevanter Banken, die Trennung von Gesch&auml;fts- und Investmentbanken, die Regulierung von Schattenbanken oder ein Verbot riskanter Finanzprodukte und Gesch&auml;ftspraktiken &ndash; keine dieser Mindestanforderungen f&uuml;r eine strengere Regulierung des Finanzsektors wurde umgesetzt. Auch die Eigenkapitalanforderungen f&uuml;r Gro&szlig;banken sind nach wie vor viel zu niedrig. Das Risiko einer schweren Finanzkrise ist heute nicht geringer als 2008. Und im Ernstfall m&uuml;ssen dann wieder die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger die Kosten tragen.&ldquo;<br>\nDer aktuelle deutsch-franz&ouml;sische Vorschlag sieht vor, statt der Finanztransaktionssteuer in der gesamten EU eine reine Aktiensteuer einzuf&uuml;hren. Das ist zugleich der Ausstieg aus den bisherigen Vereinbarungen jener 10 EU-L&auml;nder, welche die Steuer bisher verhandelt haben. Eine reine Aktiensteuer ist keine Finanztransaktionssteuer sondern ihr Ende. Denn mit einer Aktiensteuer nicht erfasst w&auml;ren genau jene Finanzinstrumente, die der Spekulation dienen und die Wirtschaft destabilisieren &ndash; darunter Derivate und alle au&szlig;erb&ouml;rslichen Transaktionen. Damit w&uuml;rde auch die erhoffte Lenkungsfunktion der Steuer v&ouml;llig entfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/aus-fuer-finanztransaktionssteuer\/?fbclid=IwAR2TBDBD3Mbsrjo98V4BqfvsYZ4sRfR71yXn8YN0lpHS3XdNWPrBgWsXx1w\">attac<\/a>\n<p><strong>Dazu: Deutsch-franz&ouml;sische Finanztransaktionssteuer ist eine Fake-Steuer<\/strong><br>\nDas ist eine Fake-Finanztransaktionssteuer. Der Ex-Investmentbanker Macron will mit einer B&ouml;rsenumsatzsteuer die franz&ouml;sischen Megabanken schonen. Olaf Scholz versteckt sich hinter Frankreich, um zehn Jahre nach der Finanzkrise die Finanztransaktionssteuer kalt zu beerdigen&rdquo;, kommentiert Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, den deutsch-franz&ouml;sischen Vorsto&szlig; zur Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Die Ausnahme von Derivaten im deutsch-franz&ouml;sischen Modell wird Ausweichreaktionen provozieren. Damit wird etwa der Hochfrequenzhandel nicht wirksam eingeschr&auml;nkt. Die Anrechnung der Finanzaktionssteuer auf die Beitr&auml;ge f&uuml;r das Eurozonenbudget ist nicht sachdienlich. Damit soll die Kritik von kleinen EU-Staaten abgewehrt werden, die nur eine echte Finanztransaktionssteuer nach dem &ouml;sterreichischen Vorschlag sinnvoll f&auml;nden. Denn der Aufwand f&uuml;r eine B&ouml;rsenumsatzsteuer lohnt f&uuml;r kleine Staaten kaum. Zudem werden damit neue Widerst&auml;nde von eben jenen L&auml;ndern provoziert, die kein Eurozonenbudget w&uuml;nschen. Wir brauchen eine echte und umfassende Finanztransaktionssteuer auf alle Finanztransaktionen einschlie&szlig;lich Derivate. Dabei muss eine Kombinationsregelung von Sitz- und Ausgabeland angewendet werden, um eine Umgehung der Steuer auszuschlie&szlig;en. Eine solche Steuer m&uuml;sste notfalls in einer Koalition williger Staaten bzw. im nationalen Alleingang eingef&uuml;hrt werden &ndash; wie es auch f&uuml;hrende Unionspolitiker und Sozialdemokraten wiederholt forderten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/deutsch-franzoesische-finanztransaktionssteuer-ist-eine-fake-steuer\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das ist ein milliardenschwerer Gefallen f&uuml;r Reiche<\/strong>\n<ul>\n<li>Der Kandidat f&uuml;r den CDU-Parteivorsitz, Friedrich Merz, fordert Steuerfreiheit f&uuml;r den Aktienkauf als Form der Altersvorsorge.<\/li>\n<li>Politiker von SPD und Gr&uuml;nen kritisieren die Idee, die Reaktionen von Wirtschaftsexperten sind gemischt.<\/li>\n<li>Ebenfalls diskutiert werden Merz&rsquo; &Auml;u&szlig;erungen zum Umgang seiner Partei mit der AfD.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Bewerber f&uuml;r den CDU-Vorsitz Friedrich Merz wirbt f&uuml;r seine Idee, eine Altersvorsorge &uuml;ber Aktien steuerlich zu beg&uuml;nstigen. Bei SPD, Gr&uuml;nen und Wirtschaftsexperten st&ouml;&szlig;t der Vorschlag auf Kritik.<br>\nIn der Welt am Sonntag warb Merz f&uuml;r einen &ldquo;j&auml;hrlichen Freibetrag, unter dem man einen auf Aktien basierten Spar- oder Vorsorgeplan aufbaut&rdquo;. Er &ldquo;spreche &uuml;ber eine erg&auml;nzende Altersvorsorge, die neben die gesetzliche Rentenversicherung treten muss&rdquo;, f&uuml;hrte der ehemalige Unionsfraktionschef in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin aus.<\/p>\n<ul>\n<li>SPD-Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Carsten Schneider sagte dem Tagesspiegel: &ldquo;Statt Steuersubventionen f&uuml;r Aktiendeals von wenigen m&uuml;ssen wir die gesetzliche Rente st&auml;rken.&rdquo; Generell sei die Entwicklung in der Union bedenklich: &ldquo;Soli abschaffen, und mehr Geld f&uuml;r Verteidigung, jetzt auch noch Steuerfreiheit f&uuml;r Aktiendeals. Mit der Abgabe des Finanzministeriums hat die CDU offenbar die Grundrechenarten verlernt.&rdquo;<\/li>\n<li>SPD-Generalsekret&auml;r Lars Klingbeil wies das Vorhaben mit deutlichen Worten zur&uuml;ck: &ldquo;Was er vorschl&auml;gt, ist ein riesiger Schritt in die Privatisierung der Rente&rdquo;, sagte Klingbeil am Montag. &ldquo;Das ist ein milliardenschwerer Gefallen f&uuml;r Reiche und vor allem f&uuml;r seine Kollegen bei Blackrock.&rdquo; Merz ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender beim Verm&ouml;gensverwalter Blackrock Deutschland.<\/li>\n<li>Der Finanzexperte der Gr&uuml;nen-Fraktion Gerhard Schick stimmte im Tagesspiegel zwar der Meinung zu, die Altersvorsorge sollte tats&auml;chlich st&auml;rker &uuml;ber produktives Kapital erfolgen. Allerdings fehle es nicht an steuerlicher F&ouml;rderung, sondern an einem guten und einfachen Angebot, bei dem nicht Banken und Versicherungen die Hand aufhielten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/merz-aktien-altersvorsorge-1.4236837\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass der Vorschlag Merz&lsquo; einzig die Interessen der globalen Finanzindustrie im Blick hat und so an Unversch&auml;mtheit nicht zu &uuml;berbieten ist, steht au&szlig;er Zweifel, aber dass gerade hier SPD-Chargen f&uuml;r die gesetzliche Rentenversicherung eintreten ist sehr am&uuml;sant. War es nicht gerade die SPD, die Privatisierung der Altersvorsorge T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet hat?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Der Aktien-Vorschlag von Merz ist ein zynischer Kapitalisten-Gag<\/strong><br>\nDie Deutschen sollen mehr Aktien als Altersvorsorge kaufen: Dieser Ratschlag von Friedrich Merz verkennt die Realit&auml;ten &ndash; und verh&ouml;hnt die Menschen, die wenig verdienen, kommentiert Heribert Prantl.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ihre.sz\/videos\/307787503398870\">SZ Video via fb<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Frankreich erw&auml;gt Ausnahmezustand<\/strong><br>\nDie Proteste gegen die Politik von Pr&auml;sident Emmanuel Macron waren am Samstag in massive Gewalt umgeschlagen. In den Stra&szlig;en von Paris kam es zu chaotischen Szenen, als Randalierer Barrikaden errichteten, Autos anz&uuml;ndeten und Fensterscheiben einwarfen. Vermummte zogen zum Teil mit Metallstangen und &Auml;xten durch die Stra&szlig;en. Der Triumphbogen wurde mit Graffiti bespr&uuml;ht.<br>\nDie Ausschreitungen begannen, als Randalierer am Nachmittag versuchten, in der N&auml;he des Arc de Triomphe eine Polizeisperre zu durchbrechen und auf die Champs-&Eacute;lys&eacute;es zu gelangen. Die Ordnungskr&auml;fte gingen mit Tr&auml;nengas und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor. Dabei standen rund 5000 Polizisten etwa 5500 Protestlern gegen&uuml;ber.<br>\nAn der Eskalation der Situation sollen sich Beobachtern zufolge linksextreme Gruppen genauso beteiligt haben wie rechtsextreme Gruppen und Gewaltt&auml;ter aus den Vororten. Unter den Verhafteten befinden sich laut Innenminister Christophe Castaner jedoch auch viele normale Demonstranten, die sich von Randgruppen anstacheln lie&szlig;en. Insgesamt wurden laut Innenminister Castaner 3000 Randalierer identifiziert. Die Randalierer w&uuml;rden vor Gericht gestellt, warnte Pr&auml;sident Emmanuel Macron.<br>\nInnenminister Christophe Castaner brachte die Verh&auml;ngung des Ausnahmezustands ins Spiel, um die Sicherheitslage zu stabilisieren. &ldquo;Bei allem, was zu mehr Sicherheit f&uuml;hrt, habe ich kein Tabu. Ich bin bereit, alles zu &uuml;berpr&uuml;fen&rdquo;, erkl&auml;rte er. Macron berief f&uuml;r Sonntagmittag eine Krisensitzung im &Eacute;lys&eacute;e-Palast ein, um geeignete Ma&szlig;nahmen abzustimmen.<br>\nBei der Sitzung soll es auch darum gehen, einen Dialog mit den Protestlern aufzunehmen. An die friedlichen Demonstranten werde appelliert, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, sagte ein Regierungssprecher. Die Herausforderung dabei ist, dass die Bewegung bislang weder eine Struktur noch eine F&uuml;hrung hat.<br>\nDie Bewegung der &ldquo;Gilets Jaunes&rdquo; (&ldquo;Gelbwesten&rdquo;) hatte als spontaner Protest gegen die neue &Ouml;ko-Mineral&ouml;lsteuer begonnen und sich mithilfe der sozialen Medien rasant in Frankreich ausgebreitet. Mittlerweile ist sie zum Sammelbecken f&uuml;r den wachsenden Unmut &uuml;ber die Politik von Pr&auml;sident Emmanuel Macron geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/gelbwesten-proteste-frankreich-erwaegt-ausnahmezustand-a-1241529.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In Frankreich kann man nun exemplarisch studieren was passiert, wenn der Protest gegen die Durchsetzung der neoliberalen Agenda &uuml;berhandnimmt.. Es ist tiefergehend zu fragen, in wie weit der Neoliberalismus nicht ein generelles Klima der Gewalt hervorbringt, indem er die soziale Polarisierung vorantreibt und den Abgeh&auml;ngten und Ungeh&ouml;rten ein tiefes Gef&uuml;hl der Wertlosigkeit vermittelt, das irgendwann, wie jetzt in Frankreich, in blinde Wut umschl&auml;gt. Was die Proteste der der &ldquo;Gilets Jaunes&rdquo; f&uuml;r die herrschenden Eliten dabei so gef&auml;hrlich macht, ist die Tatsache, dass diese offensichtlich v&ouml;llig au&szlig;erhalb der &uuml;blichen Einhegungsstrukturen sozialen Protestes, wie Gewerkschaften und Parteien, organisiert sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Sehr am&uuml;sant auch, Macron hat mit seiner franz&ouml;sischen Agenda 2010 die Lebensumst&auml;nde f&uuml;r viele B&uuml;rger massiv verschlechtert und das ohne die B&uuml;rger zu fragen. Jetzt fordert er pl&ouml;tzlich zum &bdquo;Dialog&ldquo; auf &ndash; nicht ohne gleichzeitig mit dem Ausnahmezustand zu drohen. <\/em><\/p>\n<p><em>Was w&auml;re wohl geschehen, wenn die B&uuml;rger in Deutschland die rot-gr&uuml;ne Agenda 2010 nicht so lammfromm hingenommen und es &auml;hnlich massive Proteste, wie in Frankreich jetzt, gegeben h&auml;tte? Allerdings ging die rot-gr&uuml;ne Koalition durchaus geschickter vor, indem sie Durchsetzung der neoliberalen Agenda mit einer Hetzkampagne gegen Erwerbslose und Bezieher staatlicher F&uuml;rsorgeleistungen begleitete und den den B&uuml;rgern ein entsprechendes Feindbild f&uuml;r ihre Wut gleich dazu geliefert hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Eine klare Warnung an Macron&rdquo;<\/strong><br>\nHunderttausende Franzosen gehen auf die Barrikaden. Viele k&ouml;nnen sich das Leben nicht mehr leisten, sagt die Autorin C&eacute;cile Calla. Der Pr&auml;sident sei nicht nur bei diesem Thema oft zu arrogant.<br>\nHunderttausende Menschen, viele in gelben Warnwesten, demonstrieren seit fast zwei Wochen in Frankreich. Sie legten ganze Stra&szlig;en lahm, es kam zu Ausschreitungen und Verletzten. Ausl&ouml;ser war die neue &Ouml;kosteuer auf Sprit, mit der Pr&auml;sident Emmanuel Macron eine neue Klimapolitik einleitet. Doch l&auml;ngst protestieren viele Franzosen auch gegen den Pr&auml;sidenten selbst. Sie prangern die soziale Ungleichheit im Land an, sie f&uuml;hlen sich abgeh&auml;ngt und von der Regierung vergessen.<br>\nAm Dienstag hat Macron einen Schritt auf die &ldquo;Gelben Westen&rdquo; zugemacht und seine Reform etwas abgeschw&auml;cht. Doch die Wut, die viele auf die Stra&szlig;e bringt, wird damit nicht verschwinden, sagt die franz&ouml;sische Journalistin und Autorin C&eacute;cile Calla. Macron m&uuml;sse seine Politik sozial vertr&auml;glich machen und sich den Franzosen besser als bisher erkl&auml;ren. Sonst drohe bei der Europawahl ein b&ouml;ses Erwachen.<br>\nCalla lebt und arbeitet in Berlin. Von 2006 bis 2010 war sie Korrespondentin der Tageszeitung Le Monde.<br>\nSZ: Frau Calla, viele Franzosen sind so w&uuml;tend, dass sie seit bald zwei Wochen protestieren. Woher kommt dieser gewaltige Unmut?<br>\nC&eacute;cile Calla: Der Unmut ist zwar pl&ouml;tzlich sichtbar durch die Proteste und Barrikaden, aber er ist nicht pl&ouml;tzlich entstanden. Die hohe Arbeitslosigkeit oder die prek&auml;ren Lebensbedingungen sieht man als Deutscher oft nicht. Man verbindet Frankreich mit Paris, mit Reichtum und Eleganz. Die Demonstranten sind aber aus l&auml;ndlichen Regionen, den kleinen St&auml;dten oder aus der Peripherie. Dort, wo zuletzt Zugverbindungen gestrichen, Krankenh&auml;user geschlossen wurden, wo die Jobs rar sind. Sie f&uuml;hlen sich von der Regierung vergessen und verachtet. Die neue &Ouml;kosteuer auf Sprit hat das Fass zum &Uuml;berlaufen gebracht.<br>\nSchon der Wahlkampf 2017 offenbarte eine Spaltung Frankreichs in Stadt und Land, arm und reich. Hat Macron seit seinem Amtsantritt die soziale Ungleichheit zu wenig ernstgenommen?<br>\nEr war nicht komplett unt&auml;tig, f&uuml;r die &Auml;rmsten der &Auml;rmsten hat er schon einige Ma&szlig;nahmen verabschiedet. Aber die, die jetzt demonstrieren, sind vor allem aus der Mittelschicht. Es sind Menschen, die arbeiten und deren finanzielle Mittel trotzdem knapp sind. Das hat nat&uuml;rlich nicht Macron alleine zu verantworten, sondern auch die Regierungen vor ihm. Schon 1995 machte Jacques Chirac Wahlkampf mit dem Thema &ldquo;La fracture sociale&rdquo;, also mit dem &ldquo;sozialen Bruch&rdquo;. Bereits damals wusste man, dass das Land gespalten ist, dass ein Teil der Bev&ouml;lkerung sich abgeh&auml;ngt und vernachl&auml;ssigt f&uuml;hlt. Aber konkrete Ma&szlig;nahmen gab es seither kaum. Etliche Korruptionsskandale haben dieses Gef&uuml;hl der Ungerechtigkeit bei vielen Franzosen verst&auml;rkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/frankreich-proteste-macron-interview-1.4230073\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Aufschrei gegen die Arroganz der Elite<\/strong><br>\nDie &ldquo;Gilets jaunes&rdquo; haben kein politisches Programm. Das Gef&uuml;hl, missachtet zu werden, bringt das Volk gegen die Regierenden auf.<br>\nEgal wie man die Bewegung der &ldquo;Gilets jaunes&rdquo; (Gelbe Westen) politisch einordnet, kommt man nicht umhin, sie als Teil der langen Tradition von Volksbewegungen zu sehen, die die franz&ouml;sische Geschichte nicht erst seit der Revolution von 1789 pr&auml;gten.<br>\nEine 2002 ver&ouml;ffentlichte Studie von Jean Nicolas &uuml;ber die Zeit zwischen 1661 und 1789 fand heraus dass die Probleme, die das vorrevolution&auml;re Frankreich kurz- und langfristig besch&auml;ftigten, haupts&auml;chlich den Widerstand gegen das Finanzsystem und die Staatsgewalt nach sich zogen. Sie f&uuml;hrten dann bald zu einer Reform- und Modernisierungsbewegung. Diese Modernisierungen brachten wiederum einen Teil der Gesellschaft aus dem Gleichgewicht; die betroffenen Gruppen reagierten mit heftigem Widerstand auf die schnellen Ver&auml;nderungen.<br>\nEinen Teil dieser Unzufriedenheit finden wir heute, einige Jahrhunderte sp&auml;ter, bei den &ldquo;Gilets jaunes&rdquo; wieder. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich dieser Verbindung bewusst sind oder dieses Erbe der Auflehnung gegen die Staatsgewalt explizit f&uuml;r sich beanspruchen. Eine Erkenntnis ist jedoch besorgniserregend: Seit Jahrhunderten, von der Monarchie bis zur gegenw&auml;rtigen Republik, besteht ein Konflikt, bei dem auf der einen Seite die B&uuml;rgerpflicht steht, Steuern zu zahlen, und auf der anderen Seite die Rolle des Staates in der Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/frankreich-gelbe-westen-1.4237255\">S&Uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Hilflos und entzaubert<\/strong><br>\nEs ist gerade einmal anderthalb Jahre her, da wurde Emmanuel Macron als gro&szlig;er Hoffnungstr&auml;ger gefeiert. Er hatte den Mut, Europa, Klimaschutz und Reformen auf seine Fahnen zu schreiben und gewann trotzdem das Rennen um die Pr&auml;sidentschaft. Ein starkes Zeichen gegen den &uuml;berall um sich greifenden Populismus.<br>\nAber das Wunderkind ist entzaubert. Macron ist noch unpopul&auml;rer als seine schon sehr unpopul&auml;ren Vorg&auml;nger. Viele Franzosen sehen in ihm den arroganten Vertreter einer abgehobenen Elite, den Pr&auml;sidenten der Reichen. F&uuml;r die senkte er als erstes die Steuern, w&auml;hrend er die kleinen Leute, die in der Provinz nur zu oft auf ihr Auto angewiesen sind, mit einer Erh&ouml;hung der Spritsteuern vor den Kopf stie&szlig;.<br>\nMacron dringt &ndash; trotz messbarer Fortschritte &ndash; nicht durch mit seinem Plan, Frankreich durch die Energiewende, durch Innovationen, Anreize f&uuml;r Investoren und einen schlankeren Staat fit f&uuml;r die Zukunft zu machen. Er hat &uuml;bersehen, dass Millionen Franzosen weniger Angst vor dem Ende der Welt als vor dem Monatsende haben, wenn n&auml;mlich das Geld nicht mehr reicht.<br>\nZu Recht oder zu Unrecht, viele Millionen Franzosen sehen ihr Leben als einen einzigen Kampf ums &Uuml;berleben. Und dieser Zorn bricht sich nun in einer v&ouml;llig neuen sozialen Bewegung Bahn. Ihr Erkennungszeichen sind die gelben Westen, die Autofahrer bei sich f&uuml;hren m&uuml;ssen, ihr Kampfschrei ist die Erh&ouml;hung der Kaufkraft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/macron-457.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Oh ha, der noch im vergangenen Jahr in den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; als neuer Messias gefeierte Macron pl&ouml;tzlich &bdquo;hilflos und entzaubert&ldquo;. Nein, wer nun echte Reflektion erwartet hatte wird entt&auml;uscht, ist doch der Tenor, dass das franz&ouml;sische Volk einfach zu beschr&auml;nkt ist, die gro&szlig;en Visionen Macrons zu verstehen und es schwingt die Angst, der sich immer den Interessen der herrschenden Oligarchie verpflichtet sehenden deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; vor der geballten Wut des Volkes, mit.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Berater hatten mehr Einfluss in der Bundeswehr als bislang bekannt<\/strong><br>\nIn der Aff&auml;re um Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei der Auftragsvergabe an externe Berater im Verteidigungsministerium kommen neue Details ans Licht. In einem vertraulichen Bericht an den Verteidigungsausschuss des Bundestags r&auml;umt das Ministerium ein, dass Externe mehr Einfluss in der Bundeswehr aus&uuml;bten, als es in diesem Ausma&szlig; bisher bekannt war. So sollen Au&szlig;enstehende direkt an sogenannten Leistungsbeschreibungen mitgewirkt haben, die den Rahmen f&uuml;r den Einsatz Dritter im Ministerium &uuml;berhaupt schaffen.<br>\nStark vereinfacht bedeutet dies, dass Externe selbst &uuml;ber die von ihnen zu erbringenden Leistungen mitbestimmt haben. Dies ist normalerweise Aufgabe der zust&auml;ndigen Referate im Ministerium. Im Bericht vom 30. November, der der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, hei&szlig;t es, aus Unterlagen samt Mailverkehren und Stellungnahmen der Beteiligten habe sich ergeben, &ldquo;dass Externe durchaus an der Erstellung von Leistungsbeschreibungen f&uuml;r externe Unterst&uuml;tzungsleistungen mitgearbeitet&rdquo; h&auml;tten.<br>\nDer Bericht ist Teil der Bem&uuml;hungen des Ministeriums, doch noch einen Untersuchungsausschuss des Bundestags abwenden zu k&ouml;nnen. In mehreren Pr&uuml;fberichten hatte der Bundesrechnungshof klare Rechtsverst&ouml;&szlig;e und eklatante M&auml;ngel bei der Auftragsvergabe an Dritte moniert. Seither sind Haushalts- und Verteidigungspolitiker um Aufkl&auml;rung des Sachverhalts bem&uuml;ht. Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) musste den Parlamentariern bereits mehrfach Rede und Antwort stehen. Bei einer weiteren Sondersitzung vom 12. Dezember wollen die Abgeordneten entscheiden, ob ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden soll. Die Opposition droht seit Wochen damit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/von-der-leyen-bundeswehr-berater-affaere-1.4236836\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn der Schuldenabbau &auml;rmer macht<\/strong><br>\nEin Unternehmen ohne Schulden ist ein Kuriosum. Ein Staat ohne Schulden gilt vielen als erstrebenswertes Ideal. F&uuml;r ein Unternehmen gilt: Wenn der erwartete Ertrag einer Investition gr&ouml;&szlig;er ist als der Zins f&uuml;r Fremdkapital, dann mehren schuldenfinanzierte Investitionen den Unternehmenswert. F&uuml;r den Staat sollte &Auml;hnliches gelten, fordert der Internationale W&auml;hrungsfonds in seinem im Oktober ver&ouml;ffentlichen Fiscal Monitor.<br>\nMaastricht-Kriterien und Schuldenbremsen, an denen die Haushaltspolitik in Europa ausgerichtet wird, zielen aber darauf ab, &ouml;ffentliche Defizite und Schulden zu begrenzen und abzubauen, unabh&auml;ngig davon, was damit finanziert wird. &ldquo;Die Konzentration auf Schulden ignoriert gro&szlig;e Teile der Regierungsaktivit&auml;t und leistet illusorischen Fiskalpraktiken Vorschub&rdquo;, beklagt der Fonds. So k&ouml;nne man zwar durch Verzicht auf Instandhaltung der Infrastruktur das Defizit senken. Aber man vermindere dadurch auch das &ouml;ffentliche Verm&ouml;gen, oft sogar &uuml;berproportional. Zudem gebe es einen &uuml;bertriebenen Anreiz, &ouml;ffentliches Verm&ouml;gen zu verkaufen:<br>\n&ldquo;Privatisierungen erh&ouml;hen die Einnahmen und senken das Defizit, aber sie reduzieren auch die staatlichen Verm&ouml;genswerte.&rdquo;<br>\nViele Wohnungen in Staatsbesitz wurden aus solchen schuldenkosmetischen Gr&uuml;nden verkauft, was heute den Handlungsspielraum in der Wohnungspolitik einschr&auml;nkt.  Umgekehrt wird eine staatliche Bodenvorratspolitik, die ein ausreichendendes Fl&auml;chenangebot f&uuml;r Gewerbe und Wohnungsneubau sicherstellt, schwierig, wenn eine Schuldenbremse die Finanzierung auf Kredit verhindert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1077-wenn-der-schuldenabbau-aermer-macht\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>70 Mrd. in Stiftungen: Die Reichsten sind erst billig rein und wollen jetzt noch billiger raus<\/strong><br>\nDie Liste der gro&szlig;en Privatstiftungen in &Ouml;sterreich ist so gut wie identisch mit der Liste der reichsten &Ouml;sterreicher: Pierer, Benko, Glock und Piech &ndash; in rund 3.000 Privatstiftungen haben sie gemeinsam ein Verm&ouml;gen von 70 Mrd. Euro liegen. In ihren Privatstiftungen steckt so viel Geld, wie der Staat &Ouml;sterreich in einem ganzen Jahr einnimmt (2017: 73,8 Mrd). Es ist also um sehr viel Geld f&uuml;r &Ouml;sterreich, wenn die schwarz-blaue Regierung jetzt deutliche Erleichterungen f&uuml;r die Stiftungs-Milliard&auml;re plant, wie der US-Finanznachrichtendienst Bloomberg berichtet.<br>\nSeit 1993 gibt es in &Ouml;sterreich die M&ouml;glichkeit sein Verm&ouml;gen in Privatstiftungen zu parken. Das war unter den reichsten &Ouml;sterreichern vor allem aus steuerlichen Gr&uuml;nden sehr beliebt: Verm&ouml;gen konnte &uuml;ber die Stiftung vererbt werden, ohne auch nur einen Cent Erbschaftssteuer zu zahlen. Dieser Vorteil f&auml;llt seit 2008 weg: Denn seither gibt es in &Ouml;sterreich keine Erbschaftssteuer mehr. Und damit auch keinen Grund, sein Verm&ouml;gen einer Stiftung zu &uuml;bertragen.<br>\n70 Mrd. Euro haben &Ouml;sterreichs Milliard&auml;re und Million&auml;re in Stiftungen gebunden. Das ist fast soviel wie das gesamte Budget des &ouml;sterreichischen Staates, das f&uuml;r 2018 bei 86,6 Mrd. Euro liegt. Doch jetzt klagen &Ouml;sterreichs Reichste &uuml;ber das &bdquo;Einfrieren von Familienverm&ouml;gen&ldquo; und wollen ihr Geld wieder m&ouml;glichst g&uuml;nstig aus diesen Stiftungen bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/stiftungsnovelle\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schweizer Dorf will Grundeinkommen ausprobieren &ndash; doch nun fehlt das Geld<\/strong><br>\nUnter dem Motto &ldquo;Dorf testet Zukunft&rdquo; will eine Filmemacherin in Rheingau bei Z&uuml;rich ein Experiment zum bedingungslosen Grundeinkommen wagen. Doch daraus wird wohl nichts &ndash; die Schweizer haben zu wenig Geld gespendet.<br>\nFast zweieinhalb Jahre ist es her, dass die Schweizer Bev&ouml;lkerung gegen die Einf&uuml;hrung eines bedingungslosen Grundeinkommens gestimmt hat. Filmemacherin Rebecca Panian wollte im Dorf Rheinau dennoch ein Experiment starten. Jeden Monat sollten Bewohner ein Grundeinkommen erhalten. Der Gedanke dahinter: Man solle die Idee doch erst einmal testen, bevor man sie abschreibt.<br>\nFinanzieren wollte sie das &uuml;ber Crowdfunding. Doch nun fehlt das Geld, wie das Portal swissinfo.ch berichtet. Gut 150.000 Franken sind bisher zusammengekommen (umgerechnet etwa 130.000 Euro). Gebraucht werden aber gut 6,2 Millionen Franken (umgerechnet etwa 5,5 Millionen Euro). [&hellip;]<br>\nn Kenia und Finnland gab es bereits staatliche Experimente mit dem Grundeinkommen, in Kalifornien und Schottland sind weitere geplant. Die Absichten dahinter sind unterschiedlich. Finnland will Sozialleistungen einsparen. In Kalifornien sucht man die Antwort auf die Frage, wie es weitergehen soll, wenn Roboter die Jobs &uuml;bernehmen. Die Initiatoren in Kenia interessieren sich f&uuml;r Armutsbek&auml;mpfung. Es scheint, als w&auml;re es in der Schweiz daf&uuml;r noch zu fr&uuml;h.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bedingungsloses-grundeinkommen-schweizer-dorf-fehlt-geld-a-1241753.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht lokal &bdquo;testen&ldquo;. Die interessanten Erkenntnisse bekommt man doch erst, wenn man die Auswirkungen des BGE auf Lohnstrukturen und Preise und die sich daraus resultierenden Zweitrundeneffekte betrachten kann. Das ist aber nicht m&ouml;glich, wenn man das BGE nur in einem Dorf &bdquo;verschenkt&ldquo;. Solche PR-Aktionen sind wissenschaftlich sinnlos und es ist &auml;rgerlich, dass die Presse bei diesem Thema immer wieder an der seichten Oberfl&auml;che bleibt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Man hat wieder Personal<\/strong><br>\nOb Pfleger, Butler oder Putzkraft: etwa 3,6 Millionen Haushalte in Deutschland besch&auml;ftigen Hilfspersonal. Und anders als fr&uuml;her hat inzwischen auch die Mittelschicht keine Skrupel mehr, sich bedienen zu lassen &ndash; oft f&uuml;r wenig Geld.<br>\nNach Sch&auml;tzungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft besch&auml;ftigen ca. 3,6 Millionen deutsche Haushalte eine Haushaltshilfe. Christoph Bartmann: &bdquo;Da gibt es alle m&ouml;glichen Spielarten von legaler oder illegaler Besch&auml;ftigung.&ldquo;<br>\nHamburg-Osdorf, ein Stadtteil im Bezirk Altona mit schicken Einfamilienh&auml;usern und noblen Villen. Im Botanischen Garten und den vielen anderen Parks sieht man Spazierg&auml;nger, M&uuml;&szlig;igg&auml;nger und Hundesitter. Im alten Bahnhofsgeb&auml;ude residiert die Agentur Straub.<br>\n&bdquo;Wir sind eine Personalvermittlung und wir sind spezialisiert auf die Vermittlung von Hauspersonal und bedienen alles, was ein Privathaushalt braucht&ldquo;, sagt Marketa Straub. Ob Haush&auml;lterin, G&auml;rtner, Nanny, Chauffeur, pers&ouml;nliche Assistentin oder Butler &ndash; f&uuml;r Inhaberin Marketa Straub, eine studierte Betriebswirtschaftlerin, ist das kein Problem. Die Nachfrage sei gro&szlig;:<br>\n&bdquo;Also, wir haben zu Beginn eher den normalen Haushalt gehabt. F&uuml;r uns war ein Kunde, der zweimal in der Woche f&uuml;nf Stunden Personal ben&ouml;tigte, ein Gro&szlig;auftrag. Das ist heute eher etwas, was wir nicht bedienen. Heute ist das Mindestvolumen, was wir sagen, 20 Stunden in der Woche. Und die meisten Kunden liegen zwischen 20 und 40 Stunden in der Woche pro Mitarbeiter, den sie ben&ouml;tigen. Wir haben auch Kunden, wo zum Beispiel eine alleinstehende Dame zehn Mitarbeiter in Vollzeit besch&auml;ftigt.&ldquo;<br>\nDie Personalvermittlerin spricht zur&uuml;ckhaltend &uuml;ber ihre Klientel. Diskretion habe Priorit&auml;t. Man respektiere die Privatsph&auml;re der Kunden. Auf der Referenzliste im Netz finden sich Namen von prominenten Unternehmern und Sportlern. Wer richtig wohlhabend ist, kann sich gutes Personal leisten. Aber auch gutsituierte Mittelstandsfamilien greifen auf die Dienste der Agentur zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/haushaltsnahe-dienstleistungen-man-hat-wieder-personal.976.de.html?dram:article_id=434903\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Mensch ist wichtiger als das Auto<\/strong><br>\nEs ist so einfach, Autofahrer zu verdammen. Wenn sie einem nicht den Weg abschneiden, verpesten sie die Luft. Sie sitzen in ihren tonnenschweren Fahrzeugen, betrieben von einem Rohstoff fressenden Motor, und bewegen sich in St&auml;dten nur meterweise vorw&auml;rts. F&uuml;r Fahrrad fahrende Urbanisten f&uuml;hlt sich das an, als radle man durch ein d&uuml;steres Zukunftsszenario, das bereits Realit&auml;t ist.<br>\nDass nun einer der m&auml;chtigsten Lobbyisten im Land, der ADAC, fordert, Parkpl&auml;tze zu vergr&ouml;&szlig;ern, f&uuml;r die neueren Autos, die h&ouml;her und breiter als fr&uuml;her sind, macht fassungslos. Stra&szlig;en und Parkpl&auml;tze nehmen l&auml;ngst riesige Fl&auml;chen in St&auml;dten ein &ndash; jetzt also noch mehr davon? Man kann es auch so sagen: Die deutschen Autofahrer gleichen sich den amerikanischen an, f&uuml;r die massives Ger&auml;t zum Way of Life geh&ouml;rt. Auch f&uuml;r deutsche Autobauer lohnen sich vor allem SUVs. Es tut weh, dieser Unvernunft zuzuschauen.<br>\nWenn Privateigentum &ouml;ffentlichen Raum zuparkt und verdreckt, ist das eine gesellschaftliche, ja eine Machtfrage. Die Fahrradfahrer, die Fu&szlig;g&auml;nger und der &ouml;ffentliche Nahverkehr m&uuml;ssen sich diesen Raum zur&uuml;ckerobern. St&auml;dte m&uuml;ssen sich radikal wandeln &ndash; und zwar schnell.<br>\nVielen mag es wie ein m&uuml;des Mantra vorkommen, Individualverkehr zu verdammen. Zu oft, zu ziellos wurde es vorgebracht. Zu zahm sind die klingelnden Fahrrad-Demos, zu einfach lassen sich Stadtbewohner mit Helm auf dem Kopf als Gutmenschen verharmlosen. Wer auf dem Land lebt und vom Auto abh&auml;ngig ist, h&auml;lt diese St&auml;dter oft f&uuml;r arrogant, weil sie kurze Wege gewohnt sind und sich die Mieten leisten k&ouml;nnen.<br>\nDabei ist es anma&szlig;end zu glauben, das Stadtleben sei per se privilegiert. Wer einmal l&auml;nger als f&uuml;nf Minuten ohne sch&uuml;tzendes Auto an einer mehrspurigen Kreuzung stand, an Ampeln neben Lastern ausharren musste, der kann nicht ernsthaft behaupten, das sei Lebensqualit&auml;t. Sehr viele Menschen leben an solchen Kreuzungen, sehr viele leben beengt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/auto-verkehr-staedte-1.4235826\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Linke und die &bdquo;Open Borders&ldquo;<\/strong><br>\nEinst beschr&auml;nkte sich die Rede von &bdquo;offenen Grenzen&ldquo; auf radikale marktwirtschaftliche Think Tanks und libert&auml;re anarchistische Kreise. Nun ist sie integraler Bestandteil des liberalen Diskurses und f&uuml;hrt die Linke in eine existenzielle Krise. (&hellip;)<br>\nDas offene Grenzen zu einer &bdquo;linken&ldquo; Position geworden sind, ist ein ganz neues Ph&auml;nomen und steht in grundlegender Weise im Widerspruch zur Geschichte der organisierten Linken. Offene Grenzen sind seit langem ein Ruf der Wirtschaft nach der &bdquo;freien Marktwirtschaft&ldquo;. Ausgehend von neoklassischen &Ouml;konomen haben sich diese Gruppen f&uuml;r eine Liberalisierung der Migration aus Gr&uuml;nden der Marktrationalit&auml;t und wirtschaftlichen Freiheit ausgesprochen. Sie lehnen Migrationsbegrenzungen aus dem gleichen Grund ab wie sie Beschr&auml;nkungen des Kapitalverkehrs ablehnen.<br>\nDas von den Gebr&uuml;dern Koch finanzierte Cato Institute, das sich auch f&uuml;r die Aufhebung gesetzlicher Beschr&auml;nkungen der Kinderarbeit einsetzt, trommelt seit Jahrzehnten f&uuml;r offene Grenzen. Sie seien ein essentieller Grundsatz des Liberalismus: &bdquo;Forget the wall already, it&rsquo;s time for the U.S. to have open borders. &bdquo;Das Adam Smith Institute agitiert in die gleiche Richtung , weil &bdquo;Einwanderungsbeschr&auml;nkungen uns &auml;rmer machen&ldquo;.<br>\nNach Reagan und Figuren wie Milton Friedman, setzte sich George W. Bush f&uuml;r die Liberalisierung der Migration vor, w&auml;hrend und nach seiner Pr&auml;sidentschaft ein. Grover Norquist, ein eifriger Verfechter von Reagans, Bushs und Trumps Steuersenkungen, schimpft seit Jahren gegen den Illiberalismus der Gewerkschaften und erinnert daran: &bdquo;Feindseligkeit gegen&uuml;ber der Einwanderung war traditionell eine Gewerkschaftsangelegenheit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/12\/die-linke-und-der-fall-open-borders\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Am Pranger<\/strong><br>\nSeitdem die Deutsche Umwelthilfe Fahrverbote vor Gericht durchsetzt, sieht sie sich &ouml;ffentlichen Angriffen ausgesetzt. Dabei m&uuml;sste die Autoindustrie angeklagt werden.<br>\nIch bin ja f&uuml;r Klimaschutz, aber &hellip; h&ouml;rt man allenthalben als Ouvert&uuml;re f&uuml;r den lauten Protest deutscher Klein- und Spie&szlig;b&uuml;rger: nicht gegen den Abgasbetrug und die Kartellabsprachen der deutschen Automobilindustrie, die zu Lasten der Kundinnen und Kunden ging, nicht gegen die Profiteure dieses systematischen Betruges, nicht gegen die mafi&ouml;sen Strukturen, die dahinter stecken, nicht gegen die Gro&szlig;aktion&auml;re, die Porsches, Pi&euml;chs, Quandts, Klattens und die Scheichs von Katar und Kuwait. Nein, sie krakeelen gegen die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die als &ouml;ffentlich anerkannter Verbraucherschutzverband nichts anderes tut, als die Einhaltung von Gesetzen einzuklagen.<br>\nDer 1975 gegr&uuml;ndete Verein Deutsche Umwelthilfe hat sich zum Ziel gesetzt, Umweltpolitik f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit transparent zu machen. In Netzwerken arbeitet die DUH mit Umwelt-, Verkehrs- und Verbraucherverb&auml;nden sowie mit Kommunen und Schulen zusammen. J&auml;hrlich werden viele Natur- und Umweltschutzprojekte gef&ouml;rdert. Die DUH finanziert ihre Arbeit durch Mittel aus &ouml;ffentlichen F&ouml;rdert&ouml;pfen f&uuml;r den Umwelt- und Naturschutz, privaten Spenden sowie Beitr&auml;gen aus der Vergabe von Patenschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/344742.dieselskandal-am-pranger.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Andalusien: Ultrarechte feiern Erfolg<\/strong><br>\nIn der f&uuml;r ganz Spanien richtungsweisenden Wahl bekamen die drei Rechtsparteien praktisch eine absolute Stimmenmehrheit<br>\nDass in Spanien die Wahlumfragen &ldquo;mit besonderer Vorsicht genossen werden m&uuml;ssen&rdquo;, hatte Telepolis vor den Regionalwahlen am Sonntag im s&uuml;dspanischen Andalusien erneut unterstrichen. Tats&auml;chlich lagen die Umfragen wieder v&ouml;llig daneben.<br>\nStatt, wie vorhergesagt, mit knapp 5 Prozent und mit etwa drei Parlamentariern zieht die ultrarechte Partei VOX mit 11 Prozent und 12 Sitzen erstmals in ein Regionalparlament ein. Im besten Fall hatte eine Umfrage den Ultras f&uuml;r die bev&ouml;lkerungsreichste Region knapp 7% prophezeit.<br>\nWeil das Ergebnis der Ultrarechten untersch&auml;tzt wurde, reibt sich die Linke in Andalusien erstaunt die Augen. So hatte der linke Podemos-Europaparlamentarier Miguel Urb&aacute;n praktisch ausgeschlossen, dass es in Andalusien eine Rechtsregierung geben k&ouml;nnte: &ldquo;Das Szenario gibt keine Umfrage her&rdquo;, hatte er im Telepolis-Gespr&auml;ch erkl&auml;rt.<br>\nWeit gefehlt. Die rechte Volkspartei (PP) und ihre beiden Abspaltungen Ciudadanos (B&uuml;rger\/Cs) und VOX kommen gemeinsam nicht nur auf eine Sitzmehrheit, sondern haben mit 49,99% fast eine absolute Stimmenmehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Andalusien-Ultrarechte-feiern-Erfolg-4238315.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erika Steinbach, die Stiftung und die Millionen<\/strong><br>\nSteinbach hat als langj&auml;hrige Chefin des &bdquo;Bundes der Vertriebenen&ldquo; Linke gegen sich aufgebracht, manchmal sogar die Kanzlerin. Sie erschien als Karikatur auf dem Cover einer polnischen Zeitschrift &ndash; in einer SS-Uniform. Und sie trat als Bundestagsabgeordnete nach mehr als 40 Jahren Parteilaufbahn aus der CDU aus.<br>\nEs h&auml;tte das Ende ihrer Karriere sein k&ouml;nnen. Doch Erika Steinbach entschied sich anders. Sie hat am Ende ihres Lebens vielleicht ihre politische Heimat gefunden.<br>\nSeit M&auml;rz dieses Jahres ist sie Pr&auml;sidentin der Desiderius-Erasmus-Stiftung, der parteinahen Stiftung der AfD. Noch bekommt diese Stiftung kein Geld vom Staat, noch finanziert sie sich nur aus Spenden. Doch sp&auml;testens, wenn die AfD 2021 erwartungsgem&auml;&szlig; erneut in den Bundestag einzieht, d&uuml;rfte sich das &auml;ndern. Knapp 600 Millionen bekamen die parteinahen Stiftungen im vergangenen Jahr vom Staat. Rund 70 Millionen Euro w&uuml;rden der AfD j&auml;hrlich zustehen. Und wenn es nach Steinbach geht, flie&szlig;t das Geld so schnell wie m&ouml;glich. Daf&uuml;r wird sie vor dem Verfassungsgericht k&auml;mpfen.<br>\nSchon 1998, da war sie gerade Vertriebenenpr&auml;sidentin geworden erkl&auml;rte Steinbach, sie wolle &bdquo;ein Stachel im Fleisch der Politik&ldquo; sein. Heute sagt Steinbach, sie wolle weiterhin Politik ver&auml;ndern, aber indirekt, &bdquo;subkutan&ldquo;, also unter der Haut. Das gleiche Ziel mit anderen Mitteln. Was treibt diese Frau?<br>\n&bdquo;Nat&uuml;rlich wollen wir mit der Stiftung auch unsere &Uuml;berzeugungen weitertragen&ldquo;, sagt sie. Im Esszimmer gie&szlig;t sie Kaffee in ihre mit filigranen V&ouml;geln verzierten Porzellantassen. Sie sagt &bdquo;wir&ldquo;. Sie ist jetzt wieder unter Gleichgesinnten. Das Kuratorium der Stiftung hat Steinbach mit zusammengestellt. Fast die H&auml;lfte der Mitglieder war oder ist CDU-Mitglied. Etwa die ehemalige DDR-B&uuml;rgerrechtlerin Angelika Barbe, die Pegida-Anh&auml;ngerin ist, oder der &Ouml;konom Max Otte, der trotz seiner CDU-Mitgliedschaft 2017 f&uuml;r die AfD warb. Daneben sind da noch Karlheinz Wei&szlig;mann, ein Vordenker der Neuen Rechten in Deutschland, und die in rechtskonservativen Kreisen bekannte Buchh&auml;ndlerin Susanne Dagen. Sie entscheiden &uuml;ber die programmatische Linie der Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/reportage\/afd-nahe-stiftung-erika-steinbach-die-stiftung-und-die-millionen\/23708620.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Weshalb bekommen eigentlich diese &bdquo;parteinahen Stiftungen&ldquo; 600 Millionen Euro sauer verdienten Steuergeldes? Vor allem f&uuml;r was?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dr. Gniffkes Macht um Acht: Auftrieb zum neuen Krim-Krieg<\/strong><br>\nKonfrontation zwischen der Ukraine und Russland in der Meerenge von Kertsch: Putschpr&auml;sident Poroschenko provoziert einen l&auml;ppischen Zwischenfall nahe der neuen Krim-Br&uuml;cke und nutzt ihn als Vorwand, um Kriegsrecht &uuml;ber die Ukraine zu verh&auml;ngen. Tats&auml;chlich will er die anstehenden Wahlen stornieren, denn er selbst ist dabei nur mehr Z&auml;hlkandidat. Die ARD-aktuell-Redaktion unterschl&auml;gt jedoch erst einmal den Hintersinn der Aktion. Stattdessen dient sie sich westlichen Politikern als Tr&ouml;te f&uuml;r russlandfeindliche Spr&uuml;che an und l&auml;sst sogar NATO-Stoltenberg st&auml;nkern &ndash; obwohl die Ukraine (noch) nicht NATO-Mitglied ist. Die AgitProp der Tagesschau verschleiert, wer das Chaos und Leid in der Ukraine angerichtet hat: Die USA-gef&uuml;hrte &ldquo;Westliche Wertegemeinschaft&rdquo; darf ihren Scheinheiligen-Schein wahren.<br>\nVerschleiern und Geschichte leugnen: Der Westen hat die Katastrophe mit Intrige, Geld und Gewalt herbeigef&uuml;hrt. USA und EU organisierten den Putsch auf dem Maidan und demonstrierten nachdr&uuml;cklich ihre NATO-Machtanspr&uuml;che. Angesichts dieses mit vielen Toten und Verletzten herbeigef&uuml;hrten Umsturzes votierte eine &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Krimbewohner f&uuml;r Trennung von der Ukraine und Aufnahme in die Russische F&ouml;deration. So geschehen; seither herrschen Krise und Kriegshetze.<br>\nDass Tagesschau-Redakteure ungern selbst &uuml;ber komplexe Zusammenh&auml;nge informieren, zeigt sich an ihrer h&auml;ufigen Inanspruchnahme von &ldquo;Experten&rdquo;. Vorgeblich neutrale Fachleute entheben die Redaktion der Notwendigkeit, selbst Stellung zu beziehen und sich dabei zu exponieren. Mit der Auswahl des jeweiligen Experten l&auml;sst sich zudem ganz unauff&auml;llig die Tendenz einer Nachricht gestalten. Besonders beliebt bei Dr. Gniffkes Qualit&auml;tsmannschaft sind daher die Vertreter der &ldquo;Stiftung Wissenschaft und Politik&rdquo;. Wer sie befragt, beweist Linientreue und kann nichts falsch machen: Es ist die &ldquo;Denkfabrik&rdquo; der Bundesregierung, finanziert vom Steuerzahler. &bdquo;Stiftung&ldquo; klingt jedoch immer gut und au&szlig;erdem neutral. Kanzlerin und Minister ziehen die Angestellten dieses Instituts st&auml;ndig zu Rate.<br>\nWie der Herr, so&acute;s Gescherr. Die ARD-aktuell-Redaktion wandte sich im hier betrachteten Fall an die Expertin Dr. Sabine Fischer. Die kam zwar gleich zu Beginn zu der Erkenntnis:<br>\n&bdquo;Ich sehe auf russischer Seite im Moment eigentlich kaum ein Interesse an einer milit&auml;rischen Eskalation. Russland hat sich im Grunde genommen seit einem halben Jahr sehr stark zur&uuml;ckgezogen.&ldquo;<br>\nAber trotz dieser objektiv stimmigen Ansicht gaben die Gniffke-Krieger nicht klein bei. Sie fragten und schwadronierten so lange herum, bis das Feindbild wieder gerade hing und sich &bdquo;neue Sanktionen gegen Russland&ldquo; fordern lie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/80352-dr-gniffkes-macht-um-acht-krieg-ukraine-krim-russland\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die erfundene Guillotine der &bdquo;Gelbwesten&ldquo;<\/strong><br>\nBei der Demonstration in Paris beschimpften Gelbwesten die Journalisten lautstark als &bdquo;Collabo&ldquo; &ndash; Kollaborateure wie einst jene Franzosen, die ihre Landsleute an die deutschen Besatzer verrieten. In Toulouse wurden erboste Gelbwesten sogar handgreiflich und versuchten, Fernsehreportern zweier Nachrichtensender nachzustellen. Die Journalisten konnten in letzter Minute entkommen, &bdquo;sie h&auml;tten uns gelyncht&ldquo;, sagte ein Reporter hinterher. Die Journalisten erstatteten Anzeige wegen versuchter K&ouml;rperverletzung.<br>\nDie Oppositionsparteien vom linken und rechten Rand fachen die Wut auf die Presse weiter an. &bdquo;Mir gelingt es nicht, ernsthaft Mitleid mit diesen Journalisten zu haben&ldquo;, schrieb Sophia Chikirou nach dem Zwischenfall von Toulouse. Sie leitete den Pr&auml;sidentschaftswahlkampf des linken Kandidaten Jean-Luc M&eacute;lenchon, der sich mit knapp zwanzig Prozent der Stimmen beinahe f&uuml;r die entscheidende Stichwahlrunde qualifiziert h&auml;tte. In ihrer Facebook-Botschaft urteilte Chikirou weiter &uuml;ber Journalisten: &bdquo;Die Wut auf sie ist aufgrund ihrer mentalen Korruption, ihrer L&uuml;gen und ihrer Desinformation gerechtfertigt.&ldquo;<br>\nSie empfahl, auf Nachrichtensender und andere etablierte Medien zu verzichten: &bdquo;Soziale Netzwerke sind sicherer.&ldquo; Und schloss mit dem Ratschlag an die Anh&auml;nger des &bdquo;Unbeugsamen Frankreichs&ldquo; M&eacute;lenchons, &bdquo;den Journalisten keinen Vorwand mehr zu geben, sich als Opfer darzustellen&ldquo;: &bdquo;Lyncht sie nicht, sprecht nicht mit ihnen, lest sie nicht und schaut sie nicht an!&ldquo; M&eacute;lenchon selbst hat wiederholt Journalisten als &bdquo;L&uuml;gner&ldquo; und &bdquo;Schummler&ldquo; bezeichnet. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/fake-news-verbreiten-sich-in-der-gelbwesten-bewegung-15919670.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>100 Jahre Novemberrevolution &ndash; Die materielle Best&auml;tigung<\/strong><br>\nIn der Nacht zum 1. M&auml;rz 1919 n&auml;hern sich mehrere langsam und dicht hintereinander fahrende Z&uuml;ge von S&uuml;den her Halle. Sie transportieren das sogenannte Freiwillige Landesj&auml;gerkorps des Generals Georg Maercker. Gustav Noske, seit zwei Wochen Wehrminister im Kabinett des Sozialdemokraten Philipp Scheidemann, hatte Maercker beauftragt, in der Stadt an der Saale, wo ein &raquo;roter&laquo; Arbeiterrat etwas zu regsam ist und die Arbeiter seit f&uuml;nf Tagen im Generalstreik stehen, mit seinem Freikorps &raquo;Ordnung&laquo; zu schaffen. Der Hallesche &raquo;B&uuml;rgerausschuss&laquo; hatte Noske am 27. Februar in einem Telegramm dazu aufgefordert.<br>\nDie Strecke, ist im &raquo;Kriegstagebuch&laquo; Maerckers zu lesen, &raquo;lag infolge des Streiks in tiefem Dunkel. Bei Lei&szlig;ling f&auml;hrt der erste Transportzug auf den vorausfahrenden Bauzug der technischen Abteilung und bringt ihn zum Entgleisen&laquo;. Erst am Vormittag ist der erste Zug in Ammendorf: &raquo;Die beabsichtigte &Uuml;berrumpelung Halles ist damit missgl&uuml;ckt.&laquo; Obwohl somit vorgewarnt, entscheiden sich der Arbeiter- und der Soldatenrat in Halle daf&uuml;r, auf Widerstand zu verzichten. Sie verf&uuml;gen zwar &uuml;ber bewaffnete Kr&auml;fte &ndash; darunter eine Matrosenkompanie unter dem Kommando des Kommunisten Karl Meseberg &ndash;, aber die sind der eingespielten und schwerbewaffneten B&uuml;rgerkriegstruppe &shy;Maerckers nicht gewachsen. Erst durch deren provozierendes und aggressives Auftreten kommt es nach dem Einmarsch zu Schie&szlig;ereien, die bis zum 3. M&auml;rz andauern. Dabei setzt Maercker auch Minenwerfer ein. Der Belagerungszustand wird verh&auml;ngt: &raquo;Die b&uuml;rgerliche Bev&ouml;lkerung begr&uuml;&szlig;t ihn freudig. (&hellip;) Die Aufst&auml;ndischen haben 29 Tote und 67 Verwundete, die Landesj&auml;ger 7 Tote und 22 Verwundete.&laquo; Der Soldatenrat wird aufgel&ouml;st, der Vorsitzende des Arbeiterrates, Otto Kilian, festgenommen; ein Gericht schickt ihn nach monatelanger Untersuchungshaft wegen &raquo;Bildung von bewaffneten Haufen, Freiheitsberaubung und Aufreizung zum Klassenhass&laquo; ins Gef&auml;ngnis. Er stirbt im Fr&uuml;hjahr 1945 im KZ Bergen-Belsen. Karl Meseberg treibt schon im M&auml;rz 1919 tot in der Saale. Andere Laufbahnen beginnen in diesen Tagen: Ein 15j&auml;hriger B&uuml;rgersohn aus Halle macht sich als Meldel&auml;ufer bei den Landesj&auml;gern n&uuml;tzlich. Sein Name ist Reinhard Heydrich: Der Blick auf die Gegenrevolution von 1919 ist der Blick in die Wiege des deutschen Faschismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/343745.novemberrevolution-die-materielle-best%C3%A4tigung.html\">junge welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Zum Verrat der Revolution durch die deutsche Sozialdemokratie lohnt sich auch noch ein wiederholter Blick in <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-revolution-1918-100.html\">die letzte Sendung der Anstalt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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