{"id":47628,"date":"2018-12-05T08:18:51","date_gmt":"2018-12-05T07:18:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628"},"modified":"2018-12-05T08:18:51","modified_gmt":"2018-12-05T07:18:51","slug":"hinweise-des-tages-3261","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h01\">Cum-Ex: Der unerh&ouml;rte Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h02\">Gelbwesten&rdquo;-Protest wirkt: Franz&ouml;sische Regierung will Benzinsteuer-Erh&ouml;hung aussetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h03\">10 Milliarden US-Dollar Schadenersatz von Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h04\">R&uuml;ckkehr des nuklearen Denkens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h05\">Eurogruppe beerdigt echte Finanztransaktionssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h06\">Drohende Schuldenkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h07\">Der neue Geist des Kapitalismus: Du hast 1000 Euro &ndash; mach was draus!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h08\">H&uuml;bsch gemacht f&uuml;r den Verkauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h09\">Tarifkonflikt am Flughafen: Happige Forderung der Kontrolleure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h10\">Schuften f&uuml;r Sozialhilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h11\">Wie die Abschaffung der Notstandshilfe mit deinem Lohn zusammenh&auml;ngt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h12\">25 Jahre Bahnreform: Die Provinz bleibt auf der Strecke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h13\">Am Pranger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h14\">Bundesregierung l&auml;sst Waffendeals mit Saudi-Arabien zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h15\">Toll:  Bequeme Schuldzuweisung an Russland durch westlichen &bdquo;Qualit&auml;ts&ldquo;-Journalisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h16\">&ldquo;Ethisch und ehrenhaft&rdquo;: Microsoft will US-Milit&auml;r Zugang zu all seinen Technologien verschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47628#h17\">Brasilien zieht Ausrichtung der Weltklimakonferenz 2019 zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Cum-Ex: Der unerh&ouml;rte Skandal<\/strong><br>\n(&hellip;) Der Skandal ist unangenehm, weil er zwingt, sich mit der Kriminalit&auml;t am Finanzmarkt auseinanderzusetzen, aber auch mit staatlichen Institutionen, die dieser Kriminalit&auml;t nicht gewachsen sind, sowie mit schweren politischen Fehlern und Vers&auml;umnissen.<br>\nZugegeben, die Begriffe Cum-Ex und Cum-Cum sind sperrig, die Gesch&auml;fte dahinter sind kompliziert. Aber im Prinzip ist Cum-Ex ganz einfach zu verstehen: Finanzprofis, ihre Geldgeber und ihre Handlanger haben den Steuerzahler betrogen, indem sie sich durch geschickte Tricks beim Aktienhandel die einmal gezahlte Kapitalertragssteuer mehrfach aus der Steuerkasse zur&uuml;ckerstatten lie&szlig;en&hellip;.<br>\nWie genau die Trades abgelaufen sind, ist allerdings f&uuml;r das Verst&auml;ndnis des Skandals ebenso unwichtig, wie die Kenntnis des genauen Algorithmus der Schummel-Software f&uuml;r das Verst&auml;ndnis des Dieselskandals. Entscheidend ist das Ergebnis, das diese Trades bewirkten.<br>\n(&hellip;) Im Jahr 2001 weist nach jahrelangen internen Beratungen der Bundesverband deutscher Banken das Bundesfinanzministerium auf die doppelte Erstattung der Kapitalertragssteuer hin. Ein Jahr sp&auml;ter folgt ein konkreter Gesetzesvorschlag, wie der Staat reagieren sollte. Sp&auml;testens jetzt m&uuml;sste den zust&auml;ndigen politischen Akteuren die Problematik bewusst gewesen sein&hellip;.<br>\nDer Vorschlag des Bankenverbands wird mit dem Jahressteuergesetz 2007 unver&auml;ndert &uuml;bernommen. Damit trat ein Gesetz in Kraft, welches Cum-Ex-Gesch&auml;fte eigentlich beenden sollte, tats&auml;chlich aber die Ausgangsbasis daf&uuml;r legte, dass sie noch schwungvoller betrieben wurden. Denn die Cum-Ex-Akteure verstanden das Gesetz als rechtliche Absicherung f&uuml;r eine neue Variante von Cum-Ex.<br>\n(&hellip;) (So) offenbart der Cum-Ex-Skandal das Versagen des Staates in seiner Funktion als Bankeigent&uuml;mer: Nicht nur private Gro&szlig;banken aus dem In- und Ausland, sondern auch Landesbanken machten bei dem Gesch&auml;ft mit. In den Landesfinanzministerien unter den Herren Wiegard aus Schleswig-Holstein, Linssen aus NRW und Stratthaus aus Baden-W&uuml;rttemberg waren die Bem&uuml;hungen um einen Stopp f&uuml;r Cum-Ex zwar bekannt &ndash; schlie&szlig;lich arbeitete man seit 2005 im Bundesrat an der Gesetzgebung mit. Doch gleichzeitig nahmen die von denselben Landesfinanzministerien beaufsichtigten Landesbanken HSH, WestLB und LBBW am Betrug des Steuerzahlers teil. Der Steuerzahler&ndash; in Form &ouml;ffentlicher Banken &ndash; zog hier den Steuerzahler &ndash; in Form des Fiskus &ndash; am Finanzmarkt &uuml;ber den Tisch. Das ist nicht nur peinlich f&uuml;r die CDU, aus deren Reihen die Minister kamen, sondern auch unangenehm f&uuml;r die politische Linke, die traditionell den Staat als den besseren Akteur im Wirtschaftsleben ansieht.<br>\n(&hellip;) Im Zuge der Recherchen wurde bekannt, dass sich dieselben Akteure in weiteren L&auml;ndern nach M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Gesch&auml;fte zu Lasten des Fiskus umschauten und damit Erfolg hatten. Der Schaden summiert sich, konservativ gesch&auml;tzt, europaweit auf 55 Mrd. Euro<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2018\/dezember\/cum-ex-der-unerhoerte-skandal\">Gerhard Schick in den Bl&auml;ttern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gelbwesten&rdquo;-Protest wirkt: Franz&ouml;sische Regierung will Benzinsteuer-Erh&ouml;hung aussetzen<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Premierminister Edouard Philippe, der vor dem Hintergrund der Gelbwesten-Proteste Vertreter der politischen Parteien empfangen hat, wird nach Angaben der AFP eine Aussetzung der Erh&ouml;hung der Kraftstoffsteuer ank&uuml;ndigen.<br>\nUm 12.00 Uhr verk&uuml;ndete der Premierminister die Ma&szlig;nahmen der Regierung zur Beruhigung der &ldquo;Gelben Westen&rdquo;, so Le Monde: \n<ul>\n<li>Aussetzung der Erh&ouml;hung der CO2-Steuer, der Konvergenz von Diesel und Benzin und der Erh&ouml;hung der Steuer auf Dieselkraftstoff f&uuml;r Nicht-Stra&szlig;enunternehmer f&uuml;r sechs Monate.<\/li>\n<li>Die Regierung verzichtet vor&uuml;bergehend auf die f&uuml;r n&auml;chstes Jahr geplante Erh&ouml;hung der technischen &Uuml;berwachung von Autos.<\/li>\n<li>Sie verpflichtet sich ferner, die Strompreise bis Mai 2019 nicht zu erh&ouml;hen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Laut den von der AFP zitierten Regierungsquellen wird Premierminister Edouard Philippe vor dem Hintergrund der Mobilisierung der sogenannten &ldquo;Gelben Westen&rdquo; ein Moratorium f&uuml;r die Erh&ouml;hung der Kraftstoffsteuer ank&uuml;ndigen.<br>\nDiese mehrmonatige &ldquo;Aussetzung&rdquo; des Beschlusses soll nach diesen Quellen von anderen Beschwichtigungsma&szlig;nahmen begleitet werden. Der Regierungschef muss den Abgeordneten der La R&eacute;publique en marche (LREM) die am Abend des 3. Dezember im Elys&eacute;e unter dem Vorsitz von Emmanuel Macron beschlossenen Schiedsspr&uuml;che der Exekutive auf einer Fraktionssitzung vorlegen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/80381-gelbwesten-protest-wirkt-franzosische-regierung-benzinsteuer\/\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Sieg der Gelbwesten: Eine historische Bewegung<\/strong><br>\nEs geht nicht nur um eine Spritsteuer. Seit Wochen tr&auml;gt die Bewegung der &ldquo;Gelben Westen&rdquo; den Unmut der Franzosen mit der Regierung auf die Stra&szlig;e. Diese Bewegung k&ouml;nnte ganz Frankreich nachhaltig ver&auml;ndern.<br>\nGewiss, es sind Bilder von Zerst&ouml;rung und Chaos um die Welt gegangen. Sie d&uuml;rfen aber nicht vom entscheidenden Punkt ablenken: Die Mobilisierung der &ldquo;gelben Westen&rdquo;, bei der am 17. November in Frankreich landesweit Hunderttausende B&uuml;rger auf die Stra&szlig;e gegangen sind und die immer noch fortgesetzt wird, hat ein in der franz&ouml;sischen Geschichte einmaliges Ausma&szlig; f&uuml;r eine Bewegung erreicht, die keinen etablierten Organisatoren hat.<br>\n(&hellip;)  Nat&uuml;rlich, jenseits vom Benzin hat die Kaufkraft die Menschen auf die Stra&szlig;e getrieben. Lebensmittel, Kraftstoff, Strom, Gas, Versicherungen, Miete: Millionen von Haushalten steht das Wasser bis zum Hals. Die Protestierenden stammen zum gr&ouml;&szlig;ten Teil aus Arbeiterkreisen, w&auml;hrend die st&auml;dtische Bourgeoisie der Bewegung bestenfalls mit Vorbehalt begegnet.<br>\nNoch ein Faktor kommt hinzu: Die Wut dar&uuml;ber, sich von &ldquo;denen da oben&rdquo; ignoriert zu f&uuml;hlen. Das gilt sowohl in sozialer Hinsicht &ndash; denn man kann so hart arbeiten, wie man will, es reicht einfach nicht mehr &ndash; aber auch in politischer, man kann die alte Regierung zwar abw&auml;hlen, aber die Orientierung bleibt doch die gleiche. Die Erinnerung an die Volksabstimmung vom Mai 2005 &uuml;ber die Annahme des Vertragsentwurfs f&uuml;r eine europ&auml;ische Verfassung, letztendlich mit F&uuml;&szlig;en getreten, ist noch sehr lebendig. Emmanuel Macrons Mantra von der sogenannten &ldquo;europ&auml;ischen Souver&auml;nit&auml;t&rdquo; hat die Dinge objektiv noch verschlimmert: Sie ist mit der Souver&auml;nit&auml;t des Volkes nicht vereinbar&hellip;<br>\nDas Versagen der Gewerkschaften<br>\nAuch die Gewerkschaften gehen aus dieser Pr&uuml;fung nicht unbeschadet hervor. Die Vorsitzenden der Gewerkschaftsb&uuml;nde CFDT und CGC haben sich beschwert, dass solch eine Bewegung den &bdquo;sozialen Dialog&ldquo; ausschlie&szlig;t, weil sie sich &uuml;ber die &ldquo;Mittlerorganisationen&rdquo; hinwegsetzt. Die F&uuml;hrung des CGT hat ihrerseits zun&auml;chst bem&auml;ngelt, dass es sich um eine unterschwellig von der &bdquo;extremen Rechten&ldquo; gesteuerte Bewegung handle (doch eine Reihe seiner Mitglieder haben sich der Bewegung angeschlossen). Eines Tages wird man sich der Rolle des sogenannten &ldquo;Antifaschismus&rdquo; widmen m&uuml;ssen, als Vorwand, die &ldquo;Klassen&rdquo;-Grunds&auml;tze aufzugeben: Ob beim Thema Europa, den Migrationsfragen oder sogar dem Aufruf, im zweiten Durchgang bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen f&uuml;r Macron zu stimmen. Verleugnung und Lossagung werden systematisch mit der Angst begr&uuml;ndet, sich &bdquo;neben Marine Le Pen&ldquo; wiederzufinden. Damit macht man in einem Ausma&szlig; Werbung f&uuml;r sie, wie sie es wohl kaum verdient hat und r&auml;umt ihr den Platz ein, von dem sie tr&auml;umt.<br>\n(&hellip;) Die umfassenden Forderungen der Gelbwesten<br>\nForderungen der &ldquo;Gelbwesten&rdquo; gehen nun offiziell &uuml;ber die blo&szlig;e Frage der Treibstoffpreise hinaus. In einem langen, der Presse und den Abgeordneten &uuml;bermittelten Kommuniqu&eacute;, das in den franz&ouml;sischen Medien breite Beachtung fand, listen sie eine Reihe von Forderungen auf, die sie erf&uuml;llt haben m&ouml;chten:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/80404-sieg-gelbwesten-historische-bewegung\/\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &ldquo;Abgeordnete Frankreichs, wir &uuml;bermitteln Ihnen die Direktiven des Volkes, damit Sie diese in Gesetze umsetzen:&ldquo;, so ein Brief der Gelbwesten an das franz&ouml;sische Parlament. <\/em><\/p>\n<p><em>Es folgt eine Liste mit insgesamt 42 (!) Forderungen der &bdquo;Gelbwesten&ldquo; an die Abgeordneten. Diese Forderungen reichen weit &uuml;ber die Senkung des Benzinpreises hinaus, der spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Die Forderungen der Gelbwesten sind klassische Forderungen der Arbeiterbewegung, sozialdemokratische, linke Forderungen: Schluss mit der Austerit&auml;tspolitik ist der Tenor, Mindestlohn, Renten, Arbeitslosigkeit, Mietpreise, Steuern, Demokratie, Bildung Obdachlosigkeit und Armut sind die Themen.<\/em><\/p>\n<p><em>Studenten und Betriebsr&auml;te landesweit solidarisieren sich spontan und haben auch bereits erste Streiks ausgerufen und durchgef&uuml;hrt. Es riecht nach Klassenkampf.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Bewegung selber ist praktisch aus dem Nichts entstanden. Ohne Aufruf der Gewerkschaften, ohne Unterst&uuml;tzung linker Parteien, an ihnen vorbei. Umso unverst&auml;ndlicher und auch entlarvend, wenn die sich jetzt naser&uuml;mpfend hinstellen und die Bewegung in die rechte Ecke stellen wollen. Gerade die Gewerkschaften und die Parteien der Arbeiterbewegung m&uuml;ssten sich freuen &uuml;ber den unerwarteten Zuspruch zu ihren Forderungen von Seiten einer Massenbewegung und sich ihnen unverz&uuml;glich anschlie&szlig;en. Oder sind die Forderungen der Sozialdemokraten und etablierten Gewerkschaften nur Lippenbekenntnis? St&ouml;rt die Bewegung ihre Politik der Sozialpartnerschaft und Mauscheleien mit den Bossen? Da wird dann auch schnell klar, wer sich schon wie weit von den Arbeitern entfernt hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>10 Milliarden US-Dollar Schadenersatz von Iran<\/strong><br>\nEin US-amerikanisches Anwaltsb&uuml;ro versucht eine Sammelklage gegen die Islamische Republik wegen der Produktion von Sprengs&auml;tzen, die US-Soldaten get&ouml;tet oder verwundet haben.<br>\nDas Anwaltsb&uuml;ro Osen sucht zusammen mit dem Anwalt Tab Turner vor einem US-Gericht die Anerkennung einer Klage gegen Iran, die interessante Dimensionen hat. Beide Kl&auml;ger sind bekannt als Spezialisten f&uuml;r Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit &ldquo;Counter Terrorism&rdquo;, die auf Schadensersatzforderungen hinauslaufen. In diesem Fall geht es um 10 Milliarden, die von Iran eingefordert werden.<br>\nDie Anw&auml;lte vertreten Angeh&ouml;rige von US-Soldaten, die im Irak durch Waffen get&ouml;tet oder schwer verwundet wurden, die, wie die Kl&auml;ger behaupten, nachweislich in Iran hergestellt wurden.<br>\n(&hellip;) Welche Dimensionen sich da entwickeln k&ouml;nnten, deutet der Syrien-Experte Joshua Landis in einer knappen Bemerkung zum Klage-Versuch in den USA an: &ldquo;Werden Jemeniten die USA verklagen?&rdquo; (Die USA liefern die Munition f&uuml;r die saudi-arabischen Luftangriffe) oder &ldquo;Werden die Iraker die USA verklagen?&rdquo; (vgl. Irak-Krieg: Hunderttausend oder eine Million Todesopfer?).<br>\nLandis spekuliert noch weiter. F&uuml;r ihn k&ouml;nnten sich sogar neue M&ouml;glichkeiten er&ouml;ffnen, dass Waffenhersteller und -zulieferer verantwortlich gemacht werden &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/10-Milliarden-US-Dollar-Schadenersatz-von-Iran-4239346.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Abwegiger geht es kaum noch: Angeh&ouml;rige von Soldaten, die v&ouml;lkerrechtswidrig ein Land, hier den Irak, angegriffen und besetzt haben, klagen ein drittes Land, den Iran, an, Waffen und Munition an ihre Gegner geliefert zu haben und so am Tod ihrer Soldaten mitgewirkt zu haben. Man merke: Der gr&ouml;&szlig;te Waffenexportateur der Welt klagt nach einem v&ouml;lkerrechtswidrigen &Uuml;berfall auf ein fremdes Land gegen Waffenlieferungen an seine Gegner.  Die Verhandlung findet vor einem US-Gericht statt, die Angeklagten sind nicht zur Verhandlung zugelassen. Das wird dann wohl ein fairer Prozess werden! Unter diesen Umst&auml;nden d&uuml;rfte das Urteil wohl jetzt schon feststehen. Wie sieht es dann nachher mit der Eintreibung der 10 Milliarden Geldstrafe aus? Das wird wohl wieder ein Grund f&uuml;r weitere Wirtschaftssanktionen, wenn nicht gar die Begr&uuml;ndung f&uuml;r den n&auml;chsten &Uuml;berfall werden. Die USA sind in der Tat eine besondere Nation. Allerdings nicht zum Gottgefallen, wie sie so gerne behauten. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sollte diese Klage Erfolg haben, muss sich auch Deutschland warm anziehen, geh&ouml;ren deutsche Waffen doch auch bei den Staaten, die sp&auml;ter v&ouml;lkerrechtswidrig vom Westen &uuml;berfallen werden, zum Standard-Arsenal.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>R&uuml;ckkehr des nuklearen Denkens<\/strong><br>\nMit der K&uuml;ndigung des INF-Vertrages droht ein neues nukleares Wettr&uuml;sten in Europa.<br>\nWenn die Au&szlig;enminister der NATO am Dienstag (4.12) zu ihrer Herbsttagung zusammenkommen, wird es auch um die Zukunft von Abr&uuml;stung und R&uuml;stungskontrolle gehen. Nachdem die USA offenbar geheimdienstliche Erkenntnisse vorgelegt haben, soll dort eine Erkl&auml;rung verabschiedet werden, die Russland den Bruch des INF-Vertrages vorwirft. Bereits am 20. Oktober hatte Pr&auml;sident Trump angek&uuml;ndigt, aus dem Vertrag auszusteigen, der Washington und Moskau den Besitz und die Stationierung landgest&uuml;tzter Mittelstreckenwaffen mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern verbietet. Der INF-Vertrag von 1987 gilt zu Recht als Meilenstein und als wesentliches Kernelement kooperativer Sicherheit in Europa, weil er erstmals eine ganze Kategorie gef&auml;hrlicher Raketensysteme komplett beseitigte&hellip;<br>\nNoch hat die US-Regierung den Vertrag weder formal suspendiert noch gek&uuml;ndigt. Die europ&auml;ischen NATO-Staaten sollten auf dem Au&szlig;enministertreffen eine gemeinsame Position einnehmen und der US-Administration klar machen, dass sie ein zentrales Interesse am Erhalt des INF-Vertrages haben und eine Neustationierung von amerikanischen Nuklearwaffen in Europa ablehnen. Und die NATO insgesamt sollte Russland dazu auffordern, die Standorte seiner vermuteten INF-vertragsverletzenden Systeme offen zu legen und f&uuml;r Inspektionen zu &ouml;ffnen.<br>\nSp&auml;testens jetzt ist offensichtlich, dass die einseitige Stationierung der US-amerikanischen Raketenabwehr in Osteuropa und die K&uuml;ndigung des ABM-Vertrages &uuml;ber die Begrenzung derartiger Systeme durch den ehemaligen Pr&auml;sidenten George W. Bush als ein gro&szlig;er Vertrauensbruch gegen&uuml;ber Russland wahrgenommen wurde. Die Belastungen sind bis heute sp&uuml;rbar. Europa muss der Gefahr eines neuen nuklearen Wettr&uuml;stens entschieden entgegentreten und darauf bestehen, gegenseitige Anschuldigungen transparent und kooperativ zu &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/rueckkehr-des-nuklearen-denkens-3128\/\">IPG<\/a>\n<p><strong>Dazu: Welche Folgen h&auml;tte eine K&uuml;ndigung des INF-Vertrags?<\/strong><br>\nDroht mit dem angek&uuml;ndigten Ausstieg der USA aus dem Abr&uuml;stungsvertrag INF ein globaler Atomkrieg? Experten sind sich einig: die Gefahr war noch nie so gro&szlig;. Laut dem Historiker Reiner Braun, Ko-Pr&auml;sident des International Peace Bureau, w&auml;re Deutschland das Hauptschlachtfeld einer nuklearen Vernichtung. Auch zieht er Parallelen zum Beginn des Ersten Weltkrieges.<br>\nHerr Braun, erstmals seit den 80ern w&auml;chst die Angst vor einem atomaren Wettr&uuml;sten. US-Pr&auml;sident Donald Trump hatte angek&uuml;ndigt, das Abr&uuml;stungsabkommen INF zu verlassen. Sollte das tats&auml;chlich geschehen, welche Folgen k&ouml;nnte dies haben?<br>\nDie entscheidende Folge w&auml;re, da&szlig; wir ein neues atomares Wettr&uuml;sten bei den Mittelstreckenraketen haben. Diese w&uuml;rden, in Europa stationiert, die Vorwarnzeiten<br>\ndrastisch verk&uuml;rzen. Damit w&auml;re die Gefahr eines Atomkrieges aus Zufall, aus Versehen oder auch bewu&szlig;t, dramatisch nach oben geschraubt. Der Schritt des US-Pr&auml;sidenten ist ein absolut verheerender Schritt hin zu einem nuklearen Desaster.<br>\n(&hellip;) Die Dynamik von Konflikten durch fehlgeleitete Politik, die nicht mehr beherrschbar sind, die haben wir nat&uuml;rlich definitiv auch heute wieder. Das bringt<br>\ndie Gefahr eines gro&szlig;en Krieges mit sich. Diese Gefahr ist zurzeit verdammt gro&szlig;.<br>\nInwieweit ist Deutschland beteiligt, das ja traditionell zahlreiche US-Milit&auml;rbasen beheimatet? Und was k&ouml;nnte speziell auf Deutschland zukommen, sollten die USA das INF-Abkommen k&uuml;ndigen?<br>\nAlso erstens ist in einer atomaren Schlacht zwischen Ost und West Deutschland das erste und total vernichtete Schlachtfeld. Da gibt es gar keine Illusionen, das haben bereits zahlreiche Studien nachgewiesen&hellip;<br>\nWenn es zur K&uuml;ndigung des INF-Vertrags durch die USA und zu einem neuen atomaren Wettlauf kommt, w&uuml;rden diese US-Atomwaffen als erstes wieder in Deutschland stationiert werden. Das hei&szlig;t, die Gegenstationierung der russischen Atomwaffen w&uuml;rde dann nat&uuml;rlich noch genauer auf Deutschland zielen. F&uuml;r Deutschland ist es also als Teil des Problems und als zuerst betroffenes Land eine aktuell verheerende Situation&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rotfuchs.net\/files\/rotfuchs-ausgaben-pdf\/2018\/RF-251-12-18.pdf\">Rotfuchs<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurogruppe beerdigt echte Finanztransaktionssteuer<\/strong><br>\nDie Entscheidung &uuml;ber ein Euro-Budget wurde vertagt, eine echte Finanztransaktionssteuer beerdigt und Italien bekommt die rote Karte f&uuml;r mehr &ouml;ffentliche Investitionen&rdquo;, kommentiert Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die vorl&auml;ufigen Ergebnisse des Eurogruppentreffens in Br&uuml;ssel. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Eine virtuelle Betriebsst&auml;tte zur Besteuerung von Digitalkonzernen w&auml;re sinnvoll. Doch davon ist keine Rede mehr. Eine symbolpolitische Umsatzsteuer von drei Prozent auf Werbeerl&ouml;se, wenn sich der Industriel&auml;nderclub OECD nicht bis 2021 einigt, ist unzureichend. Die Eink&uuml;nfte durch die Ausgleichssteuer w&auml;ren minimal und sie st&uuml;nde wohl im Konflikt mit Doppelbesteuerungsabkommen. Sinnvoller w&auml;re eine Koalition williger Staaten, die digitale wie analoge Gewinne Quellensteuern unterwirft und den Abzug von Betriebsausgaben f&uuml;r k&uuml;nstliche Zinsen, Lizenz- und Patentgeb&uuml;hren einschr&auml;nkt.<br>\nDie Letztsicherung des Abwicklungsfonds der Bankenunion ist nicht belastbar und setzt falsche Anreize. Gerade im Krisenfall werden Banken die Steuergelder f&uuml;r das doppelte Netz nicht zur&uuml;ckzahlen. Ohne eine Trennung des Investmentbankings vom Kredit- und Einlagengesch&auml;ft bleiben Deutsche Bank &amp; Co eine tickende Zeitbombe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eurogruppe-beerdigt-echte-finanztransaktionssteuer\/\">Die Linke<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kapitalanlagen umfassend besteuern!<\/strong><br>\nZum aktuellen deutsch-franz&ouml;sischen Vorschlag f&uuml;r eine Finanztransaktionssteuer sagte Stefan K&ouml;rzell, DGB-Vorstandsmitglied, am Montag:<br>\n&bdquo;Eine Mini-Transaktionssteuer nach franz&ouml;sischem Vorbild lehnen wir ab, denn sie w&uuml;rde nur f&uuml;r Aktien von Konzernen gelten, deren B&ouml;rsenwert &uuml;ber einer Milliarde Euro liegt. Au&szlig;erdem blieben auch alle anderen Finanztransaktionsgesch&auml;fte weiterhin v&ouml;llig steuerfrei. Ein zweistelliger Milliarden-Betrag entginge so der &ouml;ffentlichen Hand &ndash; Einnahmen die dringend gebraucht werden, um den Investitionsstau aufzul&ouml;sen. Auch h&auml;tte eine solche Steuer keinerlei regulatorische Wirkung auf den Finanzm&auml;rkten. Von der urspr&uuml;nglichen Absicht, den Finanzsektor an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen, bliebe nichts &uuml;brig. Dennoch von einer Finanztransaktionssteuer zu sprechen ist Augenwischerei.<br>\nMit dem jetzt auf dem Tisch liegenden Vorschlag werden der deutsche und der franz&ouml;sische Finanzminister diesem Vorhaben nicht gerecht. Der Vorschlag einer eingeschr&auml;nkten Aktiensteuer nach franz&ouml;sischem Vorbild f&auml;llt hinter dem bisher Erreichten zur&uuml;ck. Denn schlie&szlig;lich wurde nach f&uuml;nf Jahren intensiver Verhandlungen im Verfahren der verst&auml;rkten Zusammenarbeit ein fast beschlussreifer Direktiventwurf erarbeitet, der trotz aller Kompromisse immer noch ein Fortschritt bei der Regulierung und Besteuerung des Finanzsektors gewesen w&auml;re. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen im B&uuml;ndnis &bdquo;Steuer gegen Armut&ldquo; sind wir davon &uuml;berzeugt, dass es sich nicht rechtfertigen l&auml;sst, f&uuml;r diese Schrumpfsteuer weiterhin die Werbetrommel zu r&uuml;hren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++cbf087fc-f6ec-11e8-a334-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Drohende Schuldenkrise<\/strong><br>\n&Auml;gyptens Wirtschaftsentwicklung beschert auch zwei Jahre nach Abschluss eines zw&ouml;lf Milliarden US-Dollar schweren und als Befreiungsschlag gefeierten Kreditpakets des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) schlechte Nachrichten. Die makro&ouml;konomische Lage hat sich seither nur augenscheinlich stabilisiert. &Auml;gyptens Bev&ouml;lkerung muss die Misere ausbaden. Die gnadenlose Austerit&auml;tspolitik und die vom IWF auferlegte &raquo;Budgetdisziplin&laquo; des Regimes von Staatspr&auml;sident Abdel Fattah Al-Sisi treffen dabei vor allem Einkommensschwache und die Mittelschicht. Ein Ende der Abw&auml;rtsspirale ist nicht in Sicht.<br>\nIm Herbst 2016 hatte &Auml;gyptens Regierung nach langem Z&ouml;gern die W&auml;hrung freigegeben und damit ihren Widerstand gegen die vom IWF &ndash; im Gegenzug f&uuml;r die Kredite &ndash; geforderten &raquo;Strukturreformen&laquo; aufgegeben. Durch diese W&auml;hrungsabwertung verlor das Pfund damals &uuml;ber Nacht rund 50 Prozent an Wert. Kurz darauf einigten sich der W&auml;hrungsfonds und die Regierung in Kairo auf ein Ma&szlig;nahmenpaket, das Privatisierungen von Staatsbetrieben und eine starke K&uuml;rzung der Subventionen f&uuml;r Benzin, Gas und Lebensmittel vorsah.<br>\nZuletzt sorgte eine weitere Teuerung von Nahrungsmitteln f&uuml;r Schlagzeilen.<br>\n(&hellip;) Die makro&ouml;konomische Lage sieht dabei keineswegs so rosig aus wie IWF und Al-Sisi Glauben machen wollen. &Auml;gypten schlittert geradewegs in eine Schuldenkrise. 2015 hatte das Land Auslandsschulden in H&ouml;he von 46 Milliarden US-Dollar. Ende 2017 waren es schon 82,9 Milliarden und vor etwa f&uuml;nf Monaten betrugen sie 92,6 Milliarden. &raquo;&Auml;gyptens Auslandsschulden sind noch nicht katastrophal, aber ihre Wachstumsrate ist alarmierend und beispiellos und &uuml;bt erheblichen Druck auf die F&auml;higkeit der Wirtschaft aus, diese Schulden bedienen zu k&ouml;nnen&laquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/344785.%C3%A4gyptens-volkswirtschaft-drohende-schuldenkrise.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Wo immer der IWF auf auftaucht, seine Vorgehensweise ist immer die gleiche: Erpressung des hilfesuchenden Staates: Kredit nur gegen Privatisierungen.  Das Resultat der &bdquo;Reformen&ldquo; ist auch immer dasselbe: noch mehr Verschuldung des Staates, Verarmung der Bev&ouml;lkerung und Transfer der Ressourcen an &bdquo;Investoren&ldquo;. Griechenland ist, in Europa, das beste Beispiel daf&uuml;r. Wer sich mit dem IWF einl&auml;sst hat schon verloren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der neue Geist des Kapitalismus: Du hast 1000 Euro &ndash; mach was draus!<\/strong><br>\nDie Debatte ums Grundeinkommen passt perfekt zum neuen Geist des Kapitalismus, meint Timo Daum. Denn der macht jeden zu seines Gl&uuml;ckes Schmied. Doch ist es wirklich eine gute Idee, daf&uuml;r die Idee der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge aufzugeben?<br>\nDas deutsche Erfolgsmodell der auf Lohnarbeit basierenden Sozialversicherungen ist in Frage gestellt. Ein Grundpfeiler der &bdquo;Sozialen Markwirtschaft&ldquo; und des Klassenkompromisses der Nachkriegszeit wackelt.<br>\nDiskutiert wird stattdessen ein neues Modell sozialer Sicherung, das bedingungslose Grundeinkommen &ndash; kurz BGE. Das passt gut in eine Zeit, in der wir uns von der proletarischen Arbeit verabschieden und eine neue Figur auftritt: der Arbeitskraftunternehmer, Solo-Selbst&auml;ndige oder Entrepreneur des Selbst.<br>\nIronischerweise ist es das Kapital selbst, das den Nachkriegskompromiss aufk&uuml;ndigt und die Arbeiter und Angestellten in seinen Fabriken und B&uuml;rot&uuml;rmen gar nicht mehr so richtig ausbeuten m&ouml;chte.<br>\n(&hellip;) Verbesserung der eigenen &bdquo;employability&ldquo; ist Chefsache<br>\nIm Zuge des &bdquo;neuen Geistes des Kapitalismus&ldquo; werden lebenslanges Lernen, die unternehmerische Validierung der eigenen Biografie und das Managen des Selbst zur daily operation &ndash; zur t&auml;glichen Aufgabe. Der Selbstunternehmer und die Selbstunternehmerin l&ouml;sen die Angestellten ab und machen die Weiterentwicklung und Verbesserung der eigenen employability &ndash; zur Chefsache.<br>\nDas bedingungslose Grundeinkommen w&auml;re ein weiterer Schritt in diese Richtung. Es passt zur Projektorientierung des neuen Kapitalismus wie die ber&uuml;hmte Faust aufs Auge. Damit wird ein Projekt, das als Daseinsvorsorge und Menschenrecht gedacht war, zusehends in eine Debatte &uuml;berf&uuml;hrt, bei der die individuelle Freiheit des Einzelnen innerhalb des Kapitalismus im Vordergrund steht: Du hast 1000 Euro. Mach was draus!<br>\nDie implizite Kritik an der Erwerbsarbeit als zentralem Lebensprinzip, die das Grundeinkommen auszeichnet, und weswegen es den Fans des alten Fabrik-Systems von links bis rechts ein Dorn im Auge ist, wird nun zur unternehmerischen Selbsterm&auml;chtigung umdefiniert. Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied.<br>\nWie w&auml;re es stattdessen &uuml;ber eine &ouml;ffentlich finanzierte, kostenlose allgemeine Grundversorgung zu diskutieren, die etwa Bildung, Gesundheit, Mobilit&auml;t und Wohnen umfasst?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/der-neue-geist-des-kapitalismus-du-hast-1000-euro-mach-was.1005.de.html?dram:article_id=434871\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Freiheit des Einzelnen gegen gesellschaftliche Solidarit&auml;t, die als gesellschaftlicher Zwang, das Gegenteil von individueller Freiheit verkauft wird: das ist die Grund-Doktrin des Neoliberalismus, seine verlogene Propaganda.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>H&uuml;bsch gemacht f&uuml;r den Verkauf<\/strong><br>\nBesch&auml;ftigte bei Real k&auml;mpfen gegen Lohndumping. (Die) Warenhauskette soll verscherbelt werden<br>\n(&hellip;) Als &raquo;Programm der Lohnarmut&laquo; bezeichnete der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske das Vorgehen Reals. &raquo;Es ist eine Schande, L&ouml;hne auf einem solchen Niveau noch weiter zu dr&uuml;cken&laquo;, rief er vor den Teilnehmern der Streikkundgebung, zu denen auch die Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Real, Metro Logistics Germany und Metro Cash &amp; Carry geh&ouml;rten. Das Unternehmen hatte im Juni die Tarifvertr&auml;ge mit der Gewerkschaft Verdi aufgek&uuml;ndigt und stellt seitdem neue Mitarbeiter zu weitaus schlechteren Konditionen ein. Basis ist nun eine Vereinbarung, die das Unternehmen mit der Scheingewerkschaft DHV (&raquo;Deutscher Handelsgehilfenverein&laquo;) abgeschlossen hat. Anders als Verdi hat dieser Verein allerdings so gut wie &uuml;berhaupt keine Mitgliederbasis unter den Real-Besch&auml;ftigten. Verdi fordert seit Juni vehement die R&uuml;ckkehr der Metro-Tochter in die Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/344743.streik-h%C3%BCbsch-gemacht-f%C3%BCr-den-verkauf.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Von Arbeitgebern bezahlte Scheingewerkschaften als Tarifpartner um die Tarifvertr&auml;ge zu unterh&ouml;hlen. Geht es noch hinterfotziger?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Tarifkonflikt am Flughafen: Happige Forderung der Kontrolleure<\/strong><br>\nAn der Sicherheit in der Luftfahrt darf nicht gespart werden. Dieser Grundsatz ist richtig. Doch er birgt permanent das Risiko, f&uuml;r irgendeine Forderung instrumentalisiert zu werden. Und das droht im Tarifkonflikt f&uuml;r die 23.000 Besch&auml;ftigten der Sicherheitskontrollen an deutschen Flugh&auml;fen.<br>\nRichtig und &uuml;berf&auml;llig war es vor ein paar Jahren, die &Auml;ra der Stundens&auml;tze von weniger als 11 Euro f&uuml;r Kontrollkr&auml;fte zu beenden. Sicherheit ist zu wichtig, um sie in den Niedriglohnsektor auszulagern. Was die Gewerkschaftsvertreter aber nun fordern, ist happig und l&auml;sst sich nicht mehr durch Sicherheitsargumente rechtfertigen. 20 Euro je Stunde sollen es sein &ndash; nebenbei will man im Hauruckverfahren auch noch Lohndifferenzen zwischen Ost und West und zwischen verschiedenen T&auml;tigkeiten tilgen. F&uuml;r manchen Besch&auml;ftigten w&uuml;rde das bedeuten, dass er bei gleicher Arbeit sein Einkommen binnen eines Jahrzehnts beinahe verdoppeln k&ouml;nnte. Aufschl&auml;ge von im Jahresvergleich 17 Prozent w&auml;ren die Regel.<br>\nEin wesentlicher Teil der Last dieses Konflikts liegt bei den Reisenden: Wenn die Kosten an den Kontrollen derart steigen, wird Fliegen teurer. Scheitern die Tarifgespr&auml;che, k&ouml;nnte auch noch ein Streik die Reisepl&auml;ne durchkreuzen. Passagiere d&uuml;rften wenig Verst&auml;ndnis haben, wenn sie wegen dieser Forderungen auch 2019 wieder im Terminal warten m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/happige-forderung-der-flughafenkontrolleure-15922828.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A:<\/strong> Eine (geforderte) Fast-Verdopplung der Einkommen innerhalb von 10 Jahren? Das geht nat&uuml;rlich gar nicht, au&szlig;er bei Vorst&auml;nden oder Aufsichtsr&auml;ten (oder bei Aktiendividenden), wo die FAZ es normal findet. &ldquo;Passagiere d&uuml;rften wenig Verst&auml;ndnis haben&rdquo; &ndash; ist das nicht zu weich formuliert, fehlen nicht &ldquo;Erpressung&rdquo; und &ldquo;Geiselnahme der Passagiere&rdquo;? Aber das sind wahrscheinlich die n&auml;chsten Eskalationsstufen, wenn die Gewerkschaft tats&auml;chlich ernsthaft streiken l&auml;&szlig;t. Die FAZ ist und bleibt ein arbeitnehmer- und gewerkschaftsfeindliches Blatt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung von Marco Wenzel:<\/strong> Rechnen kann die FAZ scheinbar auch nicht: Eine Lohnerh&ouml;hung von 11&euro; auf 20&euro; in 10 Jahren entspricht einer j&auml;hrlichen Steigerung von 6,2%. Bei einer Inflationsrate von 2% bleiben also j&auml;hrliche Lohnsteigerungen von ca. 4,2%. Weit entfernt also von den j&auml;hrlichen 17%, die die FAZ marktschreierisch und emp&ouml;rt da die Runde wirft. Angesichts eines erb&auml;rmlich niedrigen Monatslohnes von derzeit 1900&euro; brutto bei Vollzeitarbeit d&uuml;rfte die Forderung kaum &uuml;berzogen sein. Das w&auml;ren dann, bei heutiger Kaufkraft, eine Lohnerh&ouml;hung von 11&euro; auf 16 &euro;, also um 45%. Oder von 1900&euro; auf 2750&euro;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schuften f&uuml;r Sozialhilfe<\/strong><br>\nNGG: Mehr als jeden dritten Besch&auml;ftigten erwartet nach 45 Arbeitsjahren eine Rente unterhalb der Grundsicherung<br>\nDas Rentenk&uuml;rzungspaket der Bundesregierung trifft auf einen wachsenden Niedriglohnsektor voll prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse: Noch mehr &Auml;ltere als gedacht werden wohl ihren Lebensabend in Armut verbringen. Das ergibt eine neue Rentenprognose der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gastst&auml;tten (NGG). Laut des am Montag vorgestellten Papiers drohen 12,8 Millionen Besch&auml;ftigten in Deutschland Altersbez&uuml;ge unterhalb der Sozialhilfe &ndash; und zwar nach 45 Jahren im Beruf. Damit w&uuml;rden rund 42 Prozent der heute Arbeitenden im Alter weniger als 785 Euro erhalten. Das ist der aktuelle durchschnittliche Sozialhilfesatz f&uuml;r Alleinstehende.<br>\n(&hellip;) Das Problem bei besonders niedrigen Renten ist, dass Wohngeld oft nicht gen&uuml;gt, um das Niveau der Grundsicherung zu erreichen. Wer dann mit letzterer aufstocken muss, landet exakt an der Sozialhilfegrenze auf dem Level des ALG II. Diese liegt derzeit bei 416 Euro plus Miete, soweit sie der Region entsprechend &raquo;angemessen&laquo; ist. Freibetr&auml;ge gibt es bei der Rente nicht. Diese gelten ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Einkommen aus Erwerbsarbeit&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/344836.arm-trotz-arbeit-schuften-f%C3%BCr-sozialhilfe.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie die Abschaffung der Notstandshilfe mit deinem Lohn zusammenh&auml;ngt<\/strong><br>\nDie Regierung (in &Ouml;sterreich, Anm. WM) hat K&uuml;rzungen bei der Mindestsicherung pr&auml;sentiert. K&uuml;nftig wird es vor allem f&uuml;r Familien mit Kindern weniger Geld geben. Die Kostenersparnis f&uuml;r das staatliche Budget sind minimal, schlie&szlig;lich macht die Mindestsicherung nur 0,94 % aller Sozialausgaben aus. Viel eher geht es der Regierung darum, einen Billiglohnsektor zu schaffen. Der n&auml;chste Schritt dazu ist schon geplant: die Notstandshilfe wird abgeschafft&hellip;<br>\n(&hellip;) Abschaffung der Notstandshilfe<br>\nSchlie&szlig;lich hat die Regierung die Abschaffung der Notstandshilfe f&uuml;r Juni 2019 geplant. Das bedeutet, dass tausende Menschen in das gek&uuml;rzte Mindestsicherungssystem abrutschen. Setzt man diese Ma&szlig;nahme in ein Gesamtbild mit anderen Projekten der Regierung, wie der Streichung der Aktion 20.000, wird der eigentliche Plan von schwarz und blau ersichtlich:<br>\nDas soziale Sicherungssystem wird abgebaut.<br>\nDie Rechte von Arbeitnehmern werden geschw&auml;cht (12-Stunden-Tag, Kassenreform).<br>\nDie Angst vor dem sozialen Abstieg schw&auml;cht die Arbeitnehmer gegen&uuml;ber den Unternehmen.<br>\nDie Besch&auml;ftigten organisieren sich weniger in Gewerkschaften, trauen sich l&auml;ngere Arbeitszeiten nicht abzulehnen.<br>\nDadurch entsteht ein breiter Billiglohnsektor, von dem die Konzerne profitieren.<br>\nVerm&ouml;genszugriff<br>\nMit der Abschaffung der Notstandshilfe droht das Abrutschen in die gek&uuml;rzte Mindestsicherung. Das bedeutet aber nicht nur weniger Geld, sondern auch den Verlust von Wohnung, Auto und Sparbuch. Denn die Regierung hat die M&ouml;glichkeit auf das Verm&ouml;gen von Mindestsicherungsbeziehern zuzugreifen. Was das f&uuml;r die Lebensrealit&auml;t der Besch&auml;ftigten bedeutet, fasst Ernst Sittinger von der Kleinen Zeitung zusammen: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/notstandshilfe-abgeschafft\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>25 Jahre Bahnreform: Die Provinz bleibt auf der Strecke<\/strong><br>\n(&hellip;) Fast 40 Prozent gr&ouml;&szlig;eres Zugangebot im Nahverkehr<br>\nMit der Bahnreform 1994 wurden die beiden Staatsbahnen &ndash; Bundesbahn und Reichsbahn &ndash; in die Deutsche Bahn Aktiengesellschaft &uuml;bergef&uuml;hrt. Was in den alten Bundesl&auml;ndern schon in den Siebzigern und Achtzigern passierte, kam nun auf den Osten zu. Das zwar marode, aber fl&auml;chendeckende und dichte Bahnnetz wurde massiv geschrumpft. Ganze Eisenbahnknoten, zum Beispiel Karow in Mecklenburg-Vorpommern oder auch Templin in Brandenburg verschwanden von der Landkarte. Vor allem eingleisige Nebenbahnen rechneten sich angeblich nicht mehr. Doch sogar eine zweigleisige Strecke in Sachsen-Anhalt, auf der in den Neunzigern ICE-Z&uuml;ge mit 160 Stundenkilometern fuhren, wurde 2004 stillgelegt und anschlie&szlig;end abgebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/25-jahre-bahnreform-die-provinz-bleibt-auf-der-strecke.976.de.html?dram:article_id=435018\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong>  &bdquo;Die Bahnreform, vor 25 Jahren in Kraft getreten, sollte aus einem erkl&auml;rterma&szlig;en maroden Staatsunternehmen einen modernen Wirtschaftsbetrieb machen &ndash; und au&szlig;erdem das Bahnfahren attraktiver. Doch wie sieht die Bilanz nach einem Vierteljahrhundert aus? Im Fernverkehr hat sich die Bahn massiv aus der Fl&auml;che zur&uuml;ckgezogen und fokussiert sich auf die Rennstrecken zwischen den gro&szlig;en Verkehrslinien. Infrastruktur wurde gro&szlig;fl&auml;chig zur&uuml;ckgebaut und der Wettbewerb im Nahverkehr f&uuml;hrt zu Lohndumping und Streichung von Verkehrsleistungen durch die L&auml;nder.<\/em><\/p>\n<p><em>Wem geh&ouml;rt die Bahn? Den M&auml;rkten oder den Menschen? Oder, anders gefragt: K&auml;me man auf die Idee, eine Stra&szlig;e stillzulegen, weil sie sich nicht rechnet?&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>So die Vorank&uuml;ndigung zu diesem mehr als interessantem und emp&ouml;rendem Feature des Deutschlandfunk Kultur! Die Missst&auml;nde bei Stuttgart 21 wurden dabei gar nicht angesprochen; aber daf&uuml;r gibt es ja die NachDenkSeiten, die die besten &bdquo;Geschichtsstunden&ldquo; abliefert, die ich je hatte &ndash; f&uuml;r die man allerdings nervenstark sein sollte!!&hellip;.<\/em><\/p>\n<p><em>Daher: H&auml;nde weg von der neoliberalen Privatisierung von Objekten die das Gemeinwohl betreffen! &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Am Pranger<\/strong><br>\n(&hellip;) Seitdem die Deutsche Umwelthilfe Fahrverbote vor Gericht durchsetzt, sieht sie sich &ouml;ffentlichen Angriffen ausgesetzt. Dabei m&uuml;sste die Autoindustrie angeklagt werden.<br>\nDer 1975 gegr&uuml;ndete Verein Deutsche Umwelthilfe hat sich zum Ziel gesetzt, Umweltpolitik f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit transparent zu machen. In Netzwerken arbeitet die DUH mit Umwelt-, Verkehrs- und Verbraucherverb&auml;nden sowie mit Kommunen und Schulen zusammen. J&auml;hrlich werden viele Natur- und Umweltschutzprojekte gef&ouml;rdert. Die DUH finanziert ihre Arbeit durch Mittel aus &ouml;ffentlichen F&ouml;rdert&ouml;pfen f&uuml;r den Umwelt- und Naturschutz, privaten Spenden sowie Beitr&auml;gen aus der Vergabe von Patenschaften.<br>\nKonzertierte Kampagne<br>\nAngesichts ihrer Erfolge ist die DUH zum Lieblingsfeind all derer geworden, die sich an die M&auml;chtigen nicht herantrauen, aber, wie in anderen Zusammenh&auml;ngen auch, gerne nach unten treten: ein Abmahnverein und Arbeitsplatzvernichter sei sie, hei&szlig;t es, von den Vereinigten Staaten (oder wahlweise von Toyota) finanziert und ferngesteuert, in jedem Fall gegen die gute deutsche Autoindustrie gerichtet, die unter den von einer omin&ouml;sen Umweltlobby willk&uuml;rlich festgesetzten Schadstoffgrenzwerten leidet. Ungef&auml;hr so lauten die &raquo;Argumente&laquo; derjenigen, die gegen den Verband zu Felde ziehen. Man solle ihm die Gemeinn&uuml;tzigkeit aberkennen, Zuwendungen aus dem Ausland unterbinden, am besten den ganzen Verein verbieten ob seiner Sch&auml;dlichkeit f&uuml;r das &raquo;Autoland Deutschland&laquo; und die vielen sch&ouml;nen Arbeitspl&auml;tze. [&hellip;]<br>\nZu behaupten, die DUH sei schuld an den Fahrverboten, ist allerdings weit hergeholt. Es ist unbestreitbar, dass die CO2-Emissionen seit langer Zeit wieder gestiegen sind, dass die Autoindustrie Abgaswerte bei Dieselautos mit eigens daf&uuml;r hergestellter Software manipuliert hat und damit die betroffenen Autos auf der Stra&szlig;e deutlich mehr Schadstoffe abgeben als im Test. Ihnen h&auml;tte normalerweise die Typzulassung entzogen werden m&uuml;ssen, und die Kundinnen und Kunden h&auml;tten &ndash; wie in den Vereinigten Staaten &ndash; mit neuen, zulassungsf&auml;higen Fahrzeugen entsch&auml;digt werden m&uuml;ssen.<br>\nDas entspr&auml;che auch dem ver&auml;nderten Umweltbewusstsein der meisten Menschen, die die Klimaziele von Paris ernst nehmen und ihren Beitrag zur Erreichung dieser dringenden Ziele leisten wollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/344742.dieselskandal-am-pranger.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesregierung l&auml;sst Waffendeals mit Saudi-Arabien zu<\/strong><br>\nDie Waffenschmiede Rheinmetall trickst den Gesetzgeber aus und beliefert Kriegstreiber, Menschenrechtsbrecher und Diktatoren mit R&uuml;stungsg&uuml;tern. Dank der Bundesregierung kann Rheinmetall auch weiter an der humanit&auml;ren Katastrophe in Jemen verdienen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Der Genehmigungs- und Ausfuhrstopp der Bundesregierung nach Saudi-Arabien ist l&ouml;chrig wie ein K&auml;se. Einen Stopp von Sammelausfuhren bzw. Komponentenlieferungen &uuml;ber NATO-Partner wie Gro&szlig;britannien und Frankreich f&uuml;r den Eurofighter will die Bundesregierung von ihren Partnern abh&auml;ngig machen. Und die haben kein Interesse. Kein Interesse hat auch Rheinmetall an einem solchen Exportstopp. Die D&uuml;sseldorfer R&uuml;stungsschmiede befeuert &uuml;ber ihre Tochterfirmen im Ausland den Krieg in Jemen. Die Bundesregierung l&auml;sst dies zu.<br>\nBis heute will die Bundesregierung die Gesetzesl&uuml;cke zum Know-how-Transfer bei Kriegswaffen und sonstigen R&uuml;stungsg&uuml;tern in andere Staaten nicht schlie&szlig;en. Dabei br&auml;uchte es nur eine kleinere einfache Gesetzes&auml;nderung, um zu verhindern, dass Konzerne wie Rheinmetall weiter &uuml;ber Tochterfirmen im Ausland unkontrolliert in Diktaturen und Spannungsgebiete Kriegsger&auml;t liefern. Diese entsprechende Erg&auml;nzung in Paragraph 49 Au&szlig;enwirtschaftsverordnung fordert DIE LINKE in einem aktuellen Antrag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-laesst-waffendeals-mit-saudi-arabien-zu\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Toll:  Bequeme Schuldzuweisung an Russland durch westlichen &bdquo;Qualit&auml;ts&ldquo;-Journalisten<\/strong><br>\nDer Zwischenfall in der Meerenge von Kertsch am Eingang zum Asowschen Meer war f&uuml;r die ARD Anlass in oberlehrerhaftem Ton zu fragen, &bdquo;wie umgehen mit Pr&auml;sident Putin?&ldquo;, als sei Russlands Pr&auml;sident ein ungehorsamer Sch&uuml;ler. &bdquo;Anne Will&ldquo; war auch wieder Lehrstunde in westlicher Arroganz. Von einem Journalisten, der sich unvoreingenommen nennt.<br>\nDie Welt kann manchmal so sch&ouml;n einfach sein. Vor allem wenn man Christoph von Marschall hei&szlig;t. Der ist tats&auml;chlich &bdquo;Diplomatischer Korrespondent&ldquo; der Zeitung &bdquo;Tagesspiegel&rdquo;. Von Diplomatie hat der Mann aber nachweislich keine Ahnung, sonst h&auml;tte er bei Anne Will nicht S&auml;tze gesagt, die jedem echten Diplomaten Schauer des Grauens auf den R&uuml;cken gezaubert h&auml;tten:<br>\n&bdquo;Diese Sprache der Diplomatie, wo alle irgendwie ein bisschen Unrecht haben, damit macht man sich zum Komplizen der Rechtsbrecher.&rdquo;<br>\nUnd Rechtsbrecher im Zusammenhang mit dem Zwischenfall in der Meerenge von Kertsch zwischen Asowschem und Schwarzem Meer ist f&uuml;r Marschall, der nicht so sehr diplomatischer, sondern US-Korrespondent des Tagesspiegel war, nat&uuml;rlich zweifelsfrei der Russe, wie der Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, Dietmar Bartsch, in einer sehr sch&ouml;nen Kurzerwiderung und zum Gefallen des Publikums herausarbeitete:<br>\n&bdquo;Dass da ein russisches Schiff das gerammt hat, ist doch unstrittig, das bestreitet ja nicht mal Russland. Die Frage ist, warum? Und wie sind die Schiffsverl&auml;ufe gewesen, und da sagen sie, bei ihnen war das schon vor dem Auslaufen klar, der Russe ist schuld. So einfach ist die Welt nicht.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20181204323173775-schildzuweisung-qualitaets-journalisten-kertsch\/\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Ethisch und ehrenhaft&rdquo;: Microsoft will US-Milit&auml;r Zugang zu all seinen Technologien verschaffen<\/strong><br>\nTrotz wachsender Kritik auch in den eigenen Reihen will Microsoft-Chef Brad Smith dem Pentagon Zugang zu allen Technologien des IT-Riesens verschaffen. Das US-Milit&auml;r verf&uuml;ge &uuml;ber eine &ldquo;ethische und ehrenhafte Tradition&rdquo;, begr&uuml;ndete Smith.<br>\nDie Kooperation von IT-Firmen aus dem Silicon Valley mit dem Pentagon und US-Geheimdiensten sorgt immer wieder f&uuml;r Aufsehen. W&auml;hrend Google etwa mit technologischem Beistand dem US-Milit&auml;r im Rahmen bei seinen Drohneneins&auml;tzen behilflich ist, richtete Amazon j&uuml;ngst einen Speicherdienst f&uuml;r US-Geheimdienste ein. Diese Kooperation st&ouml;&szlig;t aber auch immer wieder auf Kritik &ndash; auch in den Firmen selbst. So k&uuml;ndigten Google-Mitarbeiter wegen der Zusammenarbeit mit dem US-Milit&auml;r ihre Anstellung.<br>\nDessen ungeachtet hat Microsoft-Pr&auml;sident Brad Smith nun erkl&auml;rt, dass sein Unternehmen &ldquo;dem US-Milit&auml;r Zugang zur besten Technologie verschaffen wird &hellip; die gesamte Technologie, die wir entwickeln. Punkt!&rdquo; Das sagte Smith w&auml;hrend des diesj&auml;hrigen Reagan National Defense Forum am Wochenende. Er wolle das Silicon Valley wissen lassen, welch &ldquo;ethische und ehrenhafte Tradition das Milit&auml;r&rdquo; habe.<br>\n(&hellip;) Microsoft-Mitarbeiter sprechen sich gegen Milit&auml;rkooperation aus<br>\nIn einem offenen Brief, der im Oktober auf dem Internetportal Medium.com ver&ouml;ffentlicht wurde, erkl&auml;rten namentlich nicht genannte Mitarbeiter, dass sie sich Microsoft mit der Erwartung angeschlossen h&auml;tten, dass die &ldquo;von uns entwickelten Technologien keinen Schaden oder menschliches Leid verursachen werden&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/80388-ethisch-und-ehrenhaft-microsoft-will-us-militaer-zugang-zu-allen-technologien-verschaffen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Brasilien zieht Ausrichtung der Weltklimakonferenz 2019 zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie brasilianische Regierung, einziger Kandidat f&uuml;r die Ausrichtung der 25. Weltklimakonferenz (COP-25) im Jahr 2019, hat ihr Angebot als Gastgeberland zur&uuml;ckgezogen. Dies teilte das Au&szlig;enministerium dem Sekretariat der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit.<br>\n(&hellip;) Erst vor einem Monat hatte das Ministerium die Bewerbung Brasiliens als Gastgeber der COP-25 bekanntgegeben.<br>\nDas Observat&oacute;rio do Clima, eine Koalition von mehr als 20 Organisationen der Zivilgesellschaft, sieht den Hauptgrund f&uuml;r den R&uuml;ckzug in der Haltung der k&uuml;nftigen Regierung des Ultrarechten Bolsonaro. Diese habe bereits deutlich gemacht, &ldquo;dass sie die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung des 21. Jahrhunderts nicht vorantreiben wird: die Bek&auml;mpfung des Klimawandels&rdquo;, kritisierte ihr Generalsekret&auml;r Carlos Rittl. &ldquo;Wenn es nur einen Bereich gab, in dem Brasilien weltweit f&uuml;hrend war, sind es Umwelt und Klimawandel. Wir sind keine Weltmarktf&uuml;hrer, wir sind in geopolitischer Hinsicht in Sicherheitsfragen nicht f&uuml;hrend. Aber in Bezug auf Klima und Umwelt sind wir f&uuml;hrend, und wir geben das auf&rdquo;, so Rittl weiter&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/12\/218745\/klimakonferenz-doch-nicht-brasilien\">Amerika 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Abholzungen im Regenwald des Amazonas haben derzeit  ihren H&ouml;chststand erreicht. Mit der Wahl des rechten Wirtschaftsvertreters und US-Freundes Bolsonaro war wohl kaum etwas anders zu erwarten. Profit vor Klima ist die Devise sowohl von Bolsonaro als auch von Trump, der bezeichnenderweise ja auch schon mal das Pariser Klimaabkommen gek&uuml;ndigt hat. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Klimaprobleme werden nicht gel&ouml;st indem man sie leugnet und Konferenzen absagt, wie nachfolgend dargelegt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Auf den Klimawandel reagieren<\/strong><br>\nHerausforderungen f&uuml;r Kleinb&auml;uerinnen und -bauern und ihre Kooperativen in Lateinamerika<br>\nUnter dem Motto &ldquo;Gemeinsam f&uuml;r ein gutes Klima&rdquo; befasste sich die Faire Woche 2018 in Berlin mit dem Klimawandel und seine Auswirkungen auf die kleinb&auml;uerliche Landwirtschaft. Kooperativen aus Peru, Nicaragua und Bolivien besuchten die Woche, um &uuml;ber ihre Produktionsbedingungen angesichts des fortschreitenden Klimawandels sowie &uuml;ber den &ouml;kologischen Anbau und fairen Handel zu informieren.<br>\nBolivien: Seit ungef&auml;hr zehn Jahren bekommen wir den Klimawandel verst&auml;rkt zu sp&uuml;ren, er ver&auml;ndert die Anbaubedingungen einschneidend: Die D&uuml;rren im Januar und Februar werden l&auml;nger, mittags prallt die intensive Sonne auf die Quinoa-Felder und die Winde wehen heftiger. Als Folge sinken die Ernteertr&auml;ge. Zudem sind wir von wiederholten K&auml;lteeinbr&uuml;chen, Hagelst&uuml;rzen und &Uuml;berschwemmungen betroffen. Die Hochebenen der Anden sind sensible &Ouml;kosysteme, deren B&ouml;den von Wind- und Wassererosion bedroht sind. Mangelnder Regen ist eine gro&szlig;e Herausforderung.<br>\nNicaragua: Seit 2011 haben unsere Produzierenden durch den in Lateinamerika grassierenden Kaffeepilz Roya erhebliche Ernteeinbu&szlig;en erlitten, wir verloren rund 60 Prozent unserer Pflanzungen. Das zeigte uns auf dramatische Weise die Notwendigkeit, unsere Anbaukulturen zu diversifizieren. Wir mussten m&uuml;hsam neue Fl&auml;chen f&uuml;r den Anbau von Ingwer und Kurkuma suchen, wo fr&uuml;her K&uuml;he weideten&hellip; Langfristig sind die zunehmende Trockenheit und Wasserknappheit ein gro&szlig;es Problem.<br>\nPeru: Seit einigen Jahren spielt das Wetter in unserer n&ouml;rdlichen Region Piura verr&uuml;ckt. Ein Jahr regnet es viel, dann wieder drei Jahre gar nicht. Die B&ouml;den sind ersch&ouml;pft, so dass die Kaffeepflanzen vertrocknen und unsere Ertr&auml;ge sinken. Auch treten bislang ungekannte Sch&auml;dlinge und Pflanzenkrankheiten auf. Wir sind gezwungen, nach neuen Fl&auml;chen in h&ouml;heren Lagen zu suchen. Die Starkregen letztes Jahr in Piura &#8210; die schlimmsten seit 1983 &#8210; haben immense Sch&auml;den angerichtet: durch &Uuml;berschwemmungen ging exportfertiger Rohrzucker im Wert von 200.000 US-Dollar verloren&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/218017\/auf-den-klimawandel-reagieren\">Amerika 21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-47628","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47628","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47628"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47628\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47630,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47628\/revisions\/47630"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=47628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=47628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}