{"id":4764,"date":"2010-03-12T09:16:52","date_gmt":"2010-03-12T08:16:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4764"},"modified":"2010-03-12T09:16:52","modified_gmt":"2010-03-12T08:16:52","slug":"hinweise-des-tages-1097","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4764","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Hartz IV,  Jobcenter sparen bei Langzeitarbeitslosen, FDP zur Zukunft des Sozialstaates, Kreditausfallversicherungen, Mindestlohn, Guido Westerwelle und seine Familie, J&ouml;rges WebTV-Kolumne, Europ&auml;ischer W&auml;hrungsfonds , Dreht&uuml;r-Lobbykratie; (MB\/KR)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Arbeit bringt doch mehr als Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">O-Ton Deutschland: &ldquo;Ich bekomme Hartz IV und putze ehrenamtlich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Jobcenter sparen bei Langzeitarbeitslosen: Statt F&ouml;rderung mehr Personal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Networking an der Schneeschaufel: Die Pl&auml;ne der FDP zur Zukunft des Sozialstaates nehmen langsam konkrete Z&uuml;ge an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Kreditausfallversicherungen: &Ouml;konom fordert Jagd auf Zocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Landesregierung Th&uuml;ringen: Eine &uuml;ppige Rente nach nur zehn Jahren Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Mindestlohn: PIN setzt Gerichtsurteil um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">&Uuml;berstunden in der Krise: &ldquo;Es kommt zu extremen Gesundheitssch&auml;den&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Lachsfieber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Guido Westerwelle: Der Familienminister auf Reisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">J&ouml;rges &ndash; die WebTV-Kolumne: Weg mit dem Z&ouml;libat!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">R&uuml;ttgers Kampf gegen Enth&uuml;llungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Da fehlt die Ehre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Finger weg vom EU-Vertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Don Alphonso: Nichts gelernt, das aber gr&uuml;ndlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Kim Otto: Dreht&uuml;r-Lobbykratie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4764&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeit bringt doch mehr als Hartz IV<\/strong><br>\nArbeitsmarkt: Guido Westerwelle hat nach Ansicht von Fachleuten eine &ldquo;Gespensterdebatte&rdquo; ausgel&ouml;st. Fakten zeigen: Auch bei gering entlohnter Arbeit sind die Einkommen h&ouml;her als mit Sozialleistungen nach Hartz IV.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/vdi-nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?cat=1&amp;id=46351&amp;source=rubrik&amp;sitestat=&amp;ivw=redaktion&amp;doPrint=1\">VDI-Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>O-Ton Deutschland: &ldquo;Ich bekomme Hartz IV und putze ehrenamtlich&rdquo;<\/strong><br>\nMartina T. ist Hartz-IV-Empf&auml;ngerin und s&auml;ubert die Toilette einer Grundschule &ndash; ehrenamtlich. Den unbeliebten Job macht sie gern, auch ohne Geld. Er gibt ihr das Gef&uuml;hl, dass sie den Steuerzahlern etwas zur&uuml;ckgeben kann und erspart ihr das tatenlose Herumsitzen zu Hause. Arbeiten ist f&uuml;r sie Lebensqualit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article6719341\/Ich-bekomme-Hartz-IV-und-putze-ehrenamtlich.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MR:<\/strong> Was diese Frau macht, geh&ouml;rt nat&uuml;rlich bezahlt und zwar &ldquo;normal&rdquo; bezahlt!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Was f&uuml;r eine redaktionelle Meisterleistung der Springer-Journaille. Die Heldin der Arbeit schafft trotz erheblicher gesundheitlicher Probleme unentgeltlich und ehrenamtlich f&uuml;r gutes Gewissen und die Lebensqualit&auml;t und zeigt dem faulen Schmarotzer-Gesindel (Achtung, satirische &Uuml;bertreibung!), wo das Putztuch h&auml;ngt. Dass die Arbeit als Reinigungskraft selbstverst&auml;ndlich NICHT zus&auml;tzlich, sondern regul&auml;r &ndash; also kein geeigneter 1-Euro &ndash;Job ist, also tariflich bezahlt geh&ouml;rt, ist der Welt genau so wenig eine Zeile wert wie die Tatsache, dass hier eine sozialversicherungspflichtige T&auml;tigkeit verdr&auml;ngt wird. Dass die Putzerei im Rahmen des Ehrenamtes legitim ist, bezweifele ich auch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jobcenter sparen bei Langzeitarbeitslosen: Statt F&ouml;rderung mehr Personal<\/strong><br>\nDie Jobcenter sparen bei der F&ouml;rderung von Langzeitarbeitslosen &ndash; und stocken mit dem Geld ihre Personaletats auf. F&uuml;r Qualifizierungen fehlt so das Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/weniger-foerderung\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Personal aufzustocken ist sicher nicht die schlechteste Idee, wenn damit Arbeitslose besser betreut und gef&ouml;rdert werden k&ouml;nnte. Aber dort daf&uuml;r zu sparen, ist indiskutabel.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Anmerkung: Hinzu kommt die von Schwarz\/Gelb geplante Sperrung von 600 Millionen Euro, die im Haushalt 2010 f&uuml;r die Qualifizierung von Arbeitslosen gedacht waren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Networking an der Schneeschaufel: Die Pl&auml;ne der FDP zur Zukunft des Sozialstaates nehmen langsam konkrete Z&uuml;ge an<\/strong><br>\nGuido Westerwelles Sorge, das Nachdenken &uuml;ber erh&ouml;hte Leistungen f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger k&ouml;nne zu einer &auml;hnlich dekadenten Situation wie der im sp&auml;ten R&ouml;mischen Reich f&uuml;hren, hat die Diskussion &uuml;ber den Sozialstaat heftig angefacht. Bisher hat die FDP mit der von ihr selbst angeheizten Debatte nicht punkten k&ouml;nnen. Erst j&uuml;ngst bezeichnete Enth&uuml;llungsjournalist G&uuml;nter Wallraff den FDP-Vorsitzenden Westerwelle als &ldquo;Dummbeutel&rdquo;, da er nicht wisse, wer da im R&ouml;mischen Reich geprasst und geschlemmt habe. Zudem wurde der FDP vorgeworfen, bisher kein eigenes Konzept f&uuml;r eine Neustrukturierung der Sozialsysteme vorgestellt zu haben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=32237&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.liberale.de\/Pressemitteilungen\/2980c202\/index.html?id=13521\">Friedrich-Naumann-Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-03\/hartz-IV-fdp-reform?page=all&amp;print=true\">Die &ldquo;Zeit&rdquo;<\/a> spricht von Sachdebatte. Das Ganze ist ein Witz, ein M&auml;uslein ward geboren, und daf&uuml;r hat Westerwelle das Volk aufgehetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kreditausfallversicherungen: &Ouml;konom fordert Jagd auf Zocker<\/strong><br>\nChef&ouml;konom Heiner Flassbeck hat ein Rezept, wie die EU teuflischen Spekulanten das Handwerk legen k&ouml;nnte &ndash; und erkl&auml;rt, warum das wohl nicht passieren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/kreditausfallversicherungen-oekonom-fordert-jagd-auf-zocker_aid_488301.html?drucken=1\">Focus<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Pfund wird zum Pr&uuml;gelknaben<\/strong><br>\nGriechenland war gestern, heute ger&auml;t Gro&szlig;britannien in die F&auml;nge der Spekulanten: Sie attackieren das britische Pfund und treiben den handelsgewichteten Wechselkurs auf ein Elf-Monatstief. Die Bank of England sieht eine Kampagne des Kapitalmarkts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:britische-staatsschulden-pfund-wird-zum-pruegelknaben\/50086629.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em>Passend dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Griechische Defizite: Kann denn Export S&uuml;nde sein?<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Krise des Jahres 2009 hat die Wirtschaft ersch&uuml;ttert und Weltbilder ins Wanken gebracht. Mit der Krise werfen viele &Ouml;konomen auch einen kritischeren Blick auf die &ldquo;globalen Ungleichgewichte&rdquo;. Auf der einen Seite stehen die Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse der gro&szlig;en Exportnationen wie China, Japan und Deutschland, die flei&szlig;ig Waren ausf&uuml;hren und Ersparnisse bilden. Auf der anderen Seite gibt es die hohen Leistungsbilanzdefizite der Nationen, die sich Konsum auf Pump erlaubten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC\/Doc~E55CE580B93B04F2182ACA0FBB6AC1817~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Heiner Flassbeck wird hier vors&auml;tzlich in eine unseri&ouml;se Ecke gestellt, indem er als einstiger Berater von Oskar Lafontaine dargestellt wird (was nichts Unredliches w&auml;re, er war sein Staatssekret&auml;r). Dagegen ist Wolfgang Franz der ehrenwerte Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrates. &Uuml;ber die ideellen, finanziellen und personellen Beziehungen seines Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung lesen Sie hier nichts, hier schon: <a href=\"?p=4558\">&bdquo;Gehirnw&auml;sche&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Landesregierung Th&uuml;ringen: Eine &uuml;ppige Rente nach nur zehn Jahren Arbeit<\/strong><br>\nIn Th&uuml;ringen k&ouml;nnen Minister sehr fr&uuml;h ihren Lebensabend beginnen. Er wird ihnen mit einem &uuml;ppigen Ruhegehalt vers&uuml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freies-wort.de\/nachrichten\/thueringen\/seite3thueringenfw\/art2402,1133672?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Freies Wort<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mindestlohn: PIN setzt Gerichtsurteil um<\/strong><br>\nIm Januar hatte das Bundesverwaltungsgericht den Mindestlohn f&uuml;r Briefzusteller gekippt. Das bekommen jetzt die PIN-Mitarbeiter zu sp&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/karriere\/berufsleben\/mindestlohn-pin-setzt-gerichtsurteil-um_aid_488476.html?drucken=1\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Uuml;berstunden in der Krise: &ldquo;Es kommt zu extremen Gesundheitssch&auml;den&rdquo;<\/strong><br>\nImmer mehr Arbeit: Betriebsrats-Berater Christian Stupka klagt &uuml;ber steigenden Druck auf Arbeitnehmer &ndash; und r&auml;t Angestellten, sich zu wehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/jobkarriere\/438\/505628\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lachsfieber<\/strong><br>\nIn seiner norwegischen Heimat nennt man ihn den &bdquo;Gro&szlig;en Wolf&rdquo;. John Fredriksen geh&ouml;rt zu den reichsten Menschen der Welt. Als Reeder geh&ouml;rt ihm nicht nur das weltgr&ouml;&szlig;te Tankerimperium &ldquo;Frontline&rdquo;, mit seiner &ldquo;Marine Harvest&rdquo; ist er der gr&ouml;&szlig;te Player im Gesch&auml;ft mit industriell produziertem Fisch. Seine Firma produziert pro Jahr &uuml;ber 100 Millionen Zuchtlachse in Chile und Norwegen &ndash; f&uuml;r die ganze Welt. Ein Gesch&auml;ft mit schwindelerregenden Wachstumsraten. Die WDR-Autoren Wilfried Huismann und Arno Schumann hefteten sich &uuml;ber ein Jahr lang an die Fersen des Gro&szlig;investors. Ihre brisanten Recherchen &uuml;ber den weltweit operierenden Nahrungsmittelgiganten wurden zu einem packenden &Ouml;ko-Thriller. Chile ist ein Paradies f&uuml;r Investoren. Alles, was in Europa durch Umweltgesetze verboten ist, k&ouml;nnen Unternehmer wie Fredriksen am anderen Ende der Welt tun: In Chile liegen die Lachsfarmen dicht beieinander, in den 40 Meter tiefen K&auml;figen tummeln sich doppelt so viele Lachse wie in Europa. Um Seuchen zu verhindern, werden Hunderte Tonnen Antibiotika ins Futter gemischt. Chemikalien und Farbstoffe an den K&auml;figen und im Wasser f&uuml;hren dazu, dass die Lachse nach 18 Monaten Mast ein chemisch und biologisch belastetes Produkt sind. Wenn die Fjorde vom Abfall der Industrie verseucht sind, hinterlassen Konzerne wie &ldquo;Marine Harvest&rdquo; einen &ouml;kologischen Friedhof und ziehen weiter gen S&uuml;den &ndash; in die noch intakte Welt Patagoniens. Ein &ouml;kologischer Alptraum. Um das Image der Massentierhaltung im Meer zu verbessern, geht Fredriksen im April 2008 eine Partnerschaft mit der gr&ouml;&szlig;ten Umweltorganisation der Welt ein, dem WWF. F&uuml;r eine Spende von 100.000 Euro pro Jahr darf &ldquo;Marine Harvest&rdquo; mit dem Panda-B&auml;rchen des WWF f&uuml;r seine industriell erzeugten Mastlachse werben. Chilenische Fischer werfen dem WWF vor, er habe sich an John Fredriksen verkauft. \n<p><strong>WIEDERHOLUNGEN:<\/strong><br>\nEinsExtra, 13. M&auml;rz 2010, 17:03 Uhr<br>\nEinsExtra, 13.\/14. M&auml;rz 2010, 03:00 Uhr<br>\nEinsExtra, 24. M&auml;rz 2010, 20:15 Uhr<br>\nEinsExtra, 6. April 2010, 08:15 Uhr<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/programm.daserste.de\/pages\/programm\/detail.aspx?id=DF9D6E1B16AC16F1936B24A19A01D080\">ARD (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/3971992?pageId=487890&amp;moduleId=799280\">ARD-Mediathek (Video)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Lesers:<\/strong> Ob DGB und Bertelsmann oder der &ldquo;Gro&szlig;e Wolf&rdquo; und der WWF: Wenn es ums Geld geht ist man nicht mehr so kritisch, auch wenn die B&uuml;rger oder die Umwelt die Zeche zahlen. Jeder sollte diesen Film gesehen haben, um zu begreifen, welcher Wahnsinn hinter den enormen Gewinnen steht. Profit ohne R&uuml;cksicht auf Verluste!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Solche Reportagen gibt es dann sp&auml;t in der Nacht!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Guido Westerwelle: Der Familienminister auf Reisen<\/strong><br>\nEiner f&uuml;r alle, alle f&uuml;r einen: Wie Au&szlig;enminister Guido Westerwelle, sein Bruder Kai, Lebenspartner Michael Mronz und Gesch&auml;ftsfreund Cornelius Boersch gesch&auml;ftlich verbunden sind &ndash; und voneinander profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/464\/505653\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>J&ouml;rges &ndash; die WebTV-Kolumne: Weg mit dem Z&ouml;libat!<\/strong><br>\nSexuellen Missbrauch? Gibt&rsquo;s doch &uuml;berall. Sagt die katholische Kirche &ndash; um l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Reformen zu verhindern. Ein Pl&auml;doyer gegen den Z&ouml;libat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/video\/joerges-die-webtv-kolumne-weg-mit-dem-zoelibat-1549910.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>R&uuml;ttgers Kampf gegen Enth&uuml;llungen<\/strong><br>\nSagen wir mal so: Es l&auml;uft nicht rund f&uuml;r J&uuml;rgen R&uuml;ttgers (CDU). Dynamisch und siegessicher startete er in den Wahlkampf, jetzt aber, neun Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein Westfalen hat ihn die Kraft nicht verlassen, sondern eingeholt. Was in diesem Fall ung&uuml;nstig f&uuml;r den Ministerpr&auml;sidenten ist, denn Hannelore Kraft ist die Herausforderin der SPD. Nach neuesten Infratest Dimap Umfragen w&uuml;rden heute fast genauso viele Menschen J&uuml;rgen R&uuml;ttgers direkt w&auml;hlen wie Hannelore Kraft. Kein Wunder also, dass J&uuml;rgen R&uuml;ttgers ein bisschen angefasst ist, was er derzeit gerne an Journalisten ausl&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/zapp\/archiv\/medien_politik\/ruettgers108.html\">NDR Zapp (Videofenster unten)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Da fehlt die Ehre<\/strong><br>\nErst feuert er verdiente Mitarbeiter, jetzt versucht er sich herauszuwinden. Ein so skandal&ouml;ses Verhalten wie Guttenberg im Fall Kundus hat sich kein Vorg&auml;nger erlaubt. Es geht um den Vier-Sterne-General Wolfgang Schneiderhan und um Staatssekret&auml;r Peter Wichert. Denen hatte Guttenberg vorgehalten, sie h&auml;tten ihm zum Bombardement von Kundus, durch das viele Zivilisten starben, Dokumente vorenthalten, ja, sie unterschlagen. Darum verloren beide ihre Posten, wurden geschasst mit &ndash; wenn man es genau nimmt &ndash; strafbewehrten Vorw&uuml;rfen, kurz: mit Schimpf. Die Schande hat Guttenberg, wie sich jetzt herausstellt. Nicht nur, dass er seine verschiedenen, aber daf&uuml;r jeweils im Brustton der &Uuml;berzeugung vorgetragenen Wertungen so zu erkl&auml;ren versuchte, samt und sonders auf Kosten von Schneiderhan und Wichert. Und es waren Irrt&uuml;mer! Jetzt stellt sich auch noch heraus, dass der Grund, der zu ihrem Abschied f&uuml;hrte, unhaltbar ist. Wieder ein Irrtum. Den Guttenberg so nebenbei anspricht, in einem Interview, unter anderem, nach dem Motto: Ach ja, war gar nicht so. Fr&uuml;her h&auml;tte man gesagt, das geh&ouml;rt sich nicht. Mindestens. Fr&uuml;her h&auml;tte der, der so gehandelt hat, daraus Konsequenzen gezogen &ndash; f&uuml;r sich. Demokratische Gepflogenheit und Benimm: Man muss den Eindruck gewinnen, als mangle es dieser Koalition, der schwarz-gelben, der selbst ernannten &ldquo;b&uuml;rgerlichen&rdquo;, an eben deren Ma&szlig;st&auml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-03\/guttenberg-schneiderhan-wichert?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Na ja, Ehre. Karl Theodor zu Guttenberg ist halt noch nicht zum Politprofi gereift. Der h&auml;tte erst gar nicht versucht, sich in Sachen Afghanistan zu profilieren, sondern sich darauf konzentriert, in diesem Amt, und dann noch in Kriegszeiten, zun&auml;chst einmal zu &uuml;berleben. Auch wenn man den Umfragewerten Guttenbergs nie folgen konnte, f&uuml;hlt man sich angesichts der vermeidbaren Fehler Guttenbergs und der inzwischen fast gnadenlosen Abrechnung in den Medien zwar best&auml;tigt, eher aber stellt sich eine gewisse Freudlosigkeit dar&uuml;ber ein, dass einige MinisterInnen so wenig Substanz aufweisen &ndash; zum Schaden Deutschlands.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Finger weg vom EU-Vertrag<\/strong><br>\nDer Vorschlag f&uuml;r einen Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds ist unrealistisch, weil sie eine Vertrags&auml;nderung erfordern. Eine echte Wirtschaftsregierung braucht die Eurozone trotzdem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:das-neue-europa-muenchau-finger-weg-vom-eu-vertrag\/50086934.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers GK:<\/strong> Dem ftd-Kolumnisten Wolfgang M&uuml;nchau ist zuzustimmen, wenn er eine europ&auml;isch abgestimmte Wirtschafts-, Finanz- und Besch&auml;ftigungspolitik einfordert. In einem gemeinsamen W&auml;hrungsraum ist dies die zwingende Voraussetzung zur Vermeidung gravierender &ouml;konomischer Ungleichgewichte. Auch M&uuml;nchaus Hinweis auf die Sch&auml;dlichkeit der von Deutschland unilateral beschlossenen &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; ist schl&uuml;ssig. Jedoch: Ein Europ&auml;ischer W&auml;hrungsfond ist nicht nur aus rein prozeduralen Gr&uuml;nden (wegen einer dann notwendigen &Auml;nderung des EU-Vertrages) abzulehnen. Denn es steht zu bef&uuml;rchten, da&szlig; die hiesigen neoliberalen Kreise in Politik, Medien und Wirtschaftsverb&auml;nden einen Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfond dazu mi&szlig;brauchen w&uuml;rden, &uuml;ber eine restriktive Finanz-, Sozial- und Lohnpolitik den Staaten der Eurozone und der Mehrheit der dort lebenden Menschen die &ouml;konomischen Daumenschrauben anzulegen. Ein von Deutschland oktroyiertes &ldquo;Prokrustesbett&rdquo; w&auml;re eine ernsthafte Belastung f&uuml;r eine erfolgreiche europ&auml;ische Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik. Allerdings ist sich wohl auch Wolfgang M&uuml;nchau der Gefahr des Missbrauchs eines Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds bewu&szlig;t, wenn er schreibt: &ldquo;Die Idee eines Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds ist an sich ebenfalls gut. Doch die St&auml;rkung des Stabilit&auml;tspakts ist anachronistisch. Die Staats- und Regierungschefs mussten den Pakt 2005 reformieren, gerade weil die Sanktionen nicht gegriffen haben. Jetzt wieder auf Sanktionen zu setzen, wie etwa der Entzug von EU-Geldern oder von Stimmrechten, ist sehr problematisch.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Don Alphonso: Nichts gelernt, das aber gr&uuml;ndlich<\/strong><br>\nDas Debakel am Neuen Markt h&auml;tte viele wertvolle Lehren bereitgehalten. Doch die viel gr&ouml;&szlig;ere Finanzkrise der letzten beiden Jahre zeigt, dass nach dem Hype vor allem eines kommt: Das gro&szlig;e Vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/it-medien\/it-telekommunikation\/:10-jahre-dotcom-blase-nichts-gelernt-das-aber-gruendlich\/50086669.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kim Otto: Dreht&uuml;r-Lobbykratie<\/strong><br>\nZu Beginn dieses Jahres verschlug es einem beinahe die Sprache dar&uuml;ber, mit welcher Selbstverst&auml;ndlichkeit ein Teil der politischen Klasse &bdquo;Einflussspenden&ldquo; aus der Wirtschaft inzwischen nicht nur f&uuml;r legal, sondern auch f&uuml;r legitim h&auml;lt. Die Chronologie der Ereignisse &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/maerz\/drehtuer-lobbykratie?print\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Auch, wenn wir die beschriebenen F&auml;lle eigentlich alle kennen &ndash; diese komprimierte Zusammenfassung zu lesen, schockiert.<\/em><\/p><\/li>\n\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Hartz IV, Jobcenter sparen bei Langzeitarbeitslosen, FDP zur Zukunft des Sozialstaates, Kreditausfallversicherungen, Mindestlohn, Guido Westerwelle und seine Familie, J&ouml;rges WebTV-Kolumne, Europ&auml;ischer W&auml;hrungsfonds , Dreht&uuml;r-Lobbykratie; (MB\/KR)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4764","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4764"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4764\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4772,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4764\/revisions\/4772"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}