{"id":47694,"date":"2018-12-07T08:35:57","date_gmt":"2018-12-07T07:35:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694"},"modified":"2018-12-07T08:35:57","modified_gmt":"2018-12-07T07:35:57","slug":"hinweise-des-tages-3263","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h01\">Gelbwesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h02\">Friedrich Merz und der Blackrock-Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h03\">Ja, es gibt den &raquo;Neoliberalismus&laquo; tats&auml;chlich!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h04\">Stolz auf was?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h05\">Rente: Ein F&uuml;nftel der langj&auml;hrig Versicherten hat geringe Anspr&uuml;che, westdeutsche Frauen besonders betroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h06\">Rentnern drohen K&uuml;rzungen: Mehrere Pensionskassen in Schieflage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h07\">Bundesbeh&ouml;rde warnt: Riskantes Essen in Heimen und Kliniken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h08\">Psychotherapeuten wehren sich gegen Spahns Pl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h09\">Abkassieren durch Abwarten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h10\">Joint Cooperation 2018<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h11\">Poroschenko eskaliert. Angela soll es richten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h12\">Russland im Visier: EU wappnet sich gegen &bdquo;Fake News&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h13\">EU-Datenaustausch im Strafverfahren: Streit um elektronische Beweismittel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h14\">Facebook: Du uns auch, Mark<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47694#h15\">Gewalt gegen Recht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gelbwesten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Macron und die &ldquo;Gelbwesten&rdquo;: Mit dem Sattelschlepper in die Sackgasse<\/strong><br>\nEs war richtig, dass die franz&ouml;sische Regierung auf die &ldquo;Gelbwesten&rdquo; zugegangen ist. Denn der Protest gegen h&ouml;here Spritpreise ist nachzuvollziehen. Allerdings k&ouml;nnte es schon zu sp&auml;t f&uuml;r Vers&ouml;hnungen sein.<br>\nNach wochenlangem Schweigen ist Frankreichs Regierung vor den gewaltsamen Protesten nun also eingeknickt. &ldquo;Keine Steuer ist es wert, die Einheit der Nation zu gef&auml;hrden&rdquo;, meinte Premierminister Edouard Philippe. Und was soll man sagen? Recht hat er! Nat&uuml;rlich sind benzinfressende, die Luft verpestende Autos schlecht f&uuml;rs Klima. Aber die Spritpreise zu erh&ouml;hen, um die Autofahrer zum Umstieg auf neue Autos zu bewegen, wenn die sich selbst das g&uuml;nstigere Benzin schon nicht leisten k&ouml;nnen, das macht keinen Sinn.<br>\nDie Ank&uuml;ndigung, diese Erh&ouml;hungen nun einzufrieren, gleicht allerdings dem Versuch, in einer doppelreihig zugeparkten Sackgasse mit einem Sattelschlepper zu wenden. Denn die &ldquo;Gelbwesten&rdquo; wollen l&auml;ngst viel mehr. Sie wollen alles! H&ouml;here Geh&auml;lter, weniger Steuern, aber gleichzeitig mehr Staat. Dass sich das ausschlie&szlig;t, ist ihnen ziemlich schnuppe. Die Radikalen unter den &ldquo;Gelbwesten&rdquo; wollen l&auml;ngst &uuml;ber politische Leichen gehen, notfalls mit noch mehr Gewalt. Manche erkl&auml;ren den R&uuml;cktritt der Regierung, ja von Pr&auml;sident Macron, schon zur Bedingung f&uuml;r Verhandlungen. [&hellip;]<br>\nAu&szlig;erdem w&auml;re der R&uuml;cktritt d&auml;mlich, weil die Stra&szlig;e vielleicht oft berechtigte Bed&uuml;rfnisse aufzeigt, aber nun einmal keine Ahnung davon hat, was es hei&szlig;t, eines der bedeutendsten L&auml;nder der Welt zu regieren. Die widerspr&uuml;chlichen Forderungen zeigen das leider nur allzu deutlich. Und dieser R&uuml;cktritt w&auml;re d&auml;mlich, weil dieser Premier und dieser Pr&auml;sident, bei allen Fehlern, mit Verlaub das beste Personal sind, was die politische Landschaft in Frankreich gerade zu bieten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/gelbwesten-kommentar-101.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.N.:<\/strong> Es ist traurig, wie auf allen Kan&auml;len, WDR 5, WDR 4, tagesschau etc. die Gelbwesten durch diesen Kommentar als d&auml;mlich dargestellt werden und Macron als das Beste, was die politische Landschaft zu bieten hat. Ein Kommentar, der bewirkt, dass man sich von den D&auml;mlichen distanziert und besser selber nicht auf die Stra&szlig;e geht&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieser Kommentar ist ein Manifest des Politik- und Demokratieverst&auml;ndnisses der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo;, in dem die Verachtung, die diese gegen&uuml;ber dem Volk, in deren Augen nat&uuml;rlich des P&ouml;bels, empfinden, nicht deutlicher zum Ausdruck kommen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Gelben Westen und ich<\/strong><br>\nIch freue mich, dass die Medien bemerkt haben, dass mein kurzes Tweet die Situation in Frankreich, meinem Wahlheimatland, aufgreift, das in den letzten Wochen eine Reihe von Massenprotesten erlebt hat.<br>\nEinige Anh&auml;nger beschuldigten mich, den Ausschreitungen und der Gewalt &ldquo;Unterst&uuml;tzung zu gew&auml;hren&rdquo; und das Problem nicht zu verstehen. Das ist so voreingenommen. Warum? Mal sehen! Warum diese Proteste jetzt?<br>\nAnstatt von den brennenden Bildern hypnotisiert zu sein, wollte ich fragen: &ldquo;Woher kamen die Proteste?&rdquo;<br>\nDie &ldquo;Gelben Westen&rdquo; (&ldquo;Gilets Jaune&rdquo;, benannt nach den Schutzwesten f&uuml;r den Stra&szlig;enverkehr) sind eine Massenbewegung des Volkes gegen das derzeitige Establishment. Es ist eine Revolte, die in Frankreich seit Jahren brodelt. Eine Revolte der einfachen Menschen gegen das gegenw&auml;rtige politische System, das &ndash; wie in vielen anderen westlichen L&auml;ndern &ndash; mit der Elite zusammenwirkt und seine eigenen B&uuml;rger verachtet.<br>\nDer Protest begann, als Pr&auml;sident Macron eine Erh&ouml;hung der Kohlenstoff- und Luftverschmutzungsabgaben ank&uuml;ndigte. Die n&auml;chste Erh&ouml;hung wird im Januar erfolgen. Damit soll mehr Geld f&uuml;r den Staatshaushalt gesammelt und auch die Menschen motiviert werden, Alternativen zu Dieselfahrzeugen zu nutzen. Macron m&ouml;chte Dieselautos bis 2040 verbieten.<br>\nAber der franz&ouml;sische Staat ermutigte die Menschen viele Jahre lang, dieselbetriebene Autos zu kaufen. So waren im Jahr 2016 62% der Pkw in Frankreich Diesel-Pkw sowie 95% aller Lieferwagen und Kleinlaster. Kein Wunder also, dass viele Menschen die neue Politik als einen totalen Betrug betrachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.eu\/aktuell\/2018_12_06_diegelbenwesten.htm\">antikrieg.eu<\/a><\/li>\n<li><strong>Wut auf Macron<\/strong><br>\nFrankreich: Zwar profitieren auch Faschisten vom Protest gegen Pr&auml;sidenten. Doch sind sie nicht Organisatoren<br>\nAls Jean-Luc M&eacute;lenchon, Wortf&uuml;hrer der parlamentarischen Linken Frankreichs, in der vergangenen Woche ank&uuml;ndigte, selbst im Protestzug gegen die Regierung &uuml;ber die Champs-&Eacute;lys&eacute;es marschieren zu wollen, stellten sich seine Gegner und Anh&auml;nger dieselbe Frage: Mit wem wird der Mann unterwegs sein? Der Widerstand der &raquo;Gelbwesten&laquo;, der &raquo;Gilets jaunes&laquo;, gegen die neoliberale Steuer- und Finanzpolitik des Staatschefs Emmanuel Macron, so geht das Ger&uuml;cht, werde von Rechten organisiert. Im Hintergrund ziehe niemand anderes die F&auml;den als die F&uuml;hrerin des ultrarechten Rassemblement National, Marine Le Pen. M&eacute;lenchon hatte eine Antwort parat: &raquo;Faschos gibt es &uuml;berall, das kann uns nicht davon abhalten, auf die Stra&szlig;e zu gehen.&laquo;<br>\nDie Richter, die seit zwei Wochen im Schnellverfahren gewaltt&auml;tige Demonstranten aburteilen und ihnen empfindliche Geldstrafen oder gar Freiheitsentzug von bis zu sechs Monaten aufbrummen, haben zumindest einen Eindruck davon geliefert, wer Steine werfen will und gef&auml;hrliche Feuerwerksk&ouml;rper im Rucksack hat, wenn er sich samstags zur &raquo;Demo&laquo; aufmacht. Nach Angaben des Pariser Polizeipr&auml;fekten Michel Delpuech und des Staatsanwalts R&eacute;my Heitz sind mehrere Gruppen zu unterscheiden.<br>\nAus der Provinz kommende junge Menschen zum Beispiel, zwischen 25 und 40 Jahre, &raquo;unbescholten&laquo;, in Polizeiakten nicht registriert, aber entt&auml;uscht und frustriert &uuml;ber die Politik eines Pr&auml;sidenten in ihrem Alter, der versprach, &raquo;alles anders zu machen&laquo;. Der habe aber unter dem Slogan &raquo;weder rechts noch links&laquo; nicht etwa die &raquo;Reformpolitik&laquo; eines &raquo;netten Familienvaters&laquo; gemacht, sondern sich mehr und mehr zum Autokraten, ja &raquo;Tyrannen&laquo; entwickelt. In der Menge habe der wilde Protest diese Leute &raquo;enthemmt&laquo; &ndash; nichts sei organisiert, alles sei viel eher &raquo;spontan&laquo;.<br>\nMarine Le Pen selbst weist es weit von sich, irgend etwas gedeichselt zu haben, was den Aufmarsch tats&auml;chlich existierender, faschistischer Gewaltt&auml;ter in den Protestz&uuml;gen betrifft. Sie scheint in diesem Fall die Wahrheit zu sagen. Denn weder Innenministerium noch die eingesetzten Ordnungskr&auml;fte gaben bisher einen Hinweis in diese Richtung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/344983.wer-demonstriert-gegen-macron-wut-auf-macron.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Friedrich Merz und der Blackrock-Kapitalismus<\/strong><br>\nFriedrich Merz will&rsquo;s wissen: Der fr&uuml;here Fraktionschef der Union im Bundestag will zur&uuml;ck auf die gro&szlig;e politische B&uuml;hne. Die vergangenen Jahre war er anderweitig besch&auml;ftigt: Im Jahr 2016 wurde er zum Vorsitzenden des Vorstands von Blackrock Deutschland ernannt. Der Multimillion&auml;r Merz ist der Dienstbote der schon seit einem Jahrzehnt in Deutschland und in der EU heranwachsenden Macht von Blackrock und Co. &ndash; sie hat sich w&auml;hrend der Kanzlerschaft von Angela Merkel still und leise ausbreiten k&ouml;nnen. Doch was macht Blackrock eigentlich?<br>\nBlackrock ist kein harmloser &bdquo;Verm&ouml;gensverwalter&ldquo;, wie von Merz und den Leitmedien gerne dargestellt. Blackrock ist Lobbyist der Superreichen, gr&ouml;&szlig;ter Insider der westlichen Wirtschaft, Verk&auml;ufer krisenverursachender Finanzprodukte, gr&ouml;&szlig;ter Organisator von Briefkastenfirmen, Lobbyist f&uuml;r die Privatisierung von Renten und Mietwohnungen und Finanzier von politischen Einfluss-Netzwerken.<br>\nUnd Blackrock ist die gr&ouml;&szlig;te Schattenbank der Welt. Schattenbanken gelten rechtlich nicht als Banken und unterliegen nicht der staatlichen Bankenaufsicht. Die Schattenbanken, zu denen neben Blackrock auch Vanguard und State Street geh&ouml;ren, agieren somit in einer rechtlichen Grauzone.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lowerclassmag.com\/2018\/12\/friedrich-merz-und-der-blackrock-kapitalismus\/\">Werner R&uuml;gemer, Lower Class Magazine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ja, es gibt den &raquo;Neoliberalismus&laquo; tats&auml;chlich!<\/strong><br>\nEinige &Ouml;konomen behaupten gerne, dass es den Neoliberalismus nicht gebe. Sie irren sich.<br>\nMargaret Thatcher behauptete einst, es gebe &raquo;so etwas wie eine Gesellschaft nicht&laquo; (&raquo;no such thing as society&laquo;). Heute ist es &uuml;blich, dass Kommentatoren und Analysten behaupten, es gebe &raquo;so etwas wie den Neoliberalismus&laquo; gar nicht. Der Begriff sei einfach eine sinnfreie Beleidigung, die von der politischen Linken verbreitet werde, ohne jeden analytischen Gehalt. Aber auf einer &raquo;Liste der zehn tr&uuml;gerischen Anzeichen daf&uuml;r, ein Neoliberaler zu sein&laquo; steht sicher ganz oben, regelm&auml;&szlig;ig zu behaupten, dass es den Neoliberalismus gar nicht gebe.<br>\nEine wichtige Stimme im Chor der Leugner ist Ed Conway, Wirtschaftskommentator bei Sky News. Auf seinem Blog nennt er vier Gr&uuml;nde, warum der Neoliberalismus keine &raquo;Sache&laquo; ist und es ihn daher gar nicht geben k&ouml;nnte. Schauen wir uns die angef&uuml;hrten Gr&uuml;nde einmal an:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/ja-es-gibt-den-neoliberalismus-tatsaechlich--2254.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Stolz auf was?<\/strong><br>\nSo niedrig wie jetzt war die Arbeitslosenzahl lange nicht mehr. Doch sie verschleiert das wahre Ausma&szlig; der Missst&auml;nde<br>\nErwerbslosigkeit ist auch eine Frage, auf welche Daten man schaut. Die offizielle Statistik verschweigt nichts, doch in der &Ouml;ffentlichkeit wird trotzdem oft ein falsches Bild erzeugt. Das liegt vor allem an der Politik, der niedrige Zahlen als Beleg eigenen Erfolgs dienen. &bdquo;Der deutsche Arbeitsmarkt ist in hervorragender Verfassung&ldquo;, lobte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dieser Tage die Lage und damit sich selbst. Auf eine &bdquo;Arbeitslosigkeit von unter f&uuml;nf Prozent&ldquo; k&ouml;nne &bdquo;Deutschland stolz sein&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDoch was wird hier gez&auml;hlt? &bdquo;Die Definition von Arbeitslosigkeit ist eine sozialrechtliche und daher politisch steuerbar&ldquo;, merkte der Sozialexperte Stefan Sell schon vor Jahren an. Die Folge sei eine Arbeitslosenstatistik, die das tats&auml;chliche Ausma&szlig; &bdquo;nur unvollst&auml;ndig abbildet&ldquo;.<br>\nMehr als 15-mal wurde in den vergangenen Jahrzehnten die Methode zur Erfassung ver&auml;ndert, &bdquo;fast jedes Mal ist die Arbeitslosenzahl danach gesunken&ldquo;, so kann man es in einem der vielen Beitr&auml;ge &uuml;ber die L&uuml;cken der Statistik lesen. (&hellip;)<br>\nZur Wirklichkeit auf dem Arbeitsmarkt geh&ouml;rt zudem, dass Menschen zwar eine Stelle haben, aber mit staatlichen Leistungen &bdquo;aufstocken&ldquo; m&uuml;ssen, weil das Geld nicht zum Leben reicht. Unter den knapp 4,26 Millionen erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Empf&auml;ngern ging zuletzt rund ein Viertel einer Lohnarbeit nach. Trotz &bdquo;guter Arbeitsmarktentwicklung&ldquo; und trotz Mindestlohns reicht das Einkommen f&uuml;r &uuml;ber 130.000 Vollzeitbesch&auml;ftigte nicht zum Leben. Hier werden Gesch&auml;ftsmodelle mit Dumpingl&ouml;hnen &ouml;ffentlich subventioniert, beklagen Kritiker seit Langem. Das gilt auch f&uuml;r viele Minijobber und Teilzeitbesch&auml;ftigte. Insgesamt arbeiten derzeit &uuml;ber elf Millionen Menschen befristet, geringf&uuml;gig, in Zeitarbeit oder in Teilzeit.<br>\nGibt es so etwas wie Arbeitslosigkeit in der Lohnarbeit? Anders gefragt: W&uuml;rden diese Menschen gern mehr arbeiten? 2017 z&auml;hlte das Statistische Bundesamt rund 2,4 Millionen Erwerbst&auml;tige, die eine Erh&ouml;hung ihrer Arbeitszeit w&uuml;nschten &ndash; im Durchschnitt ging es um Mehrarbeit von 10,9 Stunden. Die Rolle, die der zus&auml;tzliche Verdienst dabei spielt, d&uuml;rfte nicht gerade klein sein.<br>\nApropos Bundesstatistiker: Diese ermitteln die Arbeitslosigkeit nach dem sogenannten ILO-Erwerbskonzept. Sie belief sich danach im September auf 1,43 Millionen Erwerbslose, die Quote sank auf 3,3 Prozent. Diese Zahl liegt noch einmal niedriger als die der Bundesagentur, hat aber sogar Vorteile &ndash; n&auml;mlich, von Beeinflussung durch nationale Sozialgesetzgebung unabh&auml;ngig zu sein und besser internationale Vergleiche zu erlauben.<br>\nEin Bild vom wirklichen Ausma&szlig; der Erwerbslosigkeit zeigt sie nicht. Kann es das &uuml;berhaupt geben? Zweifel sind erlaubt. Vieles h&auml;ngt von Definition und politischer Perspektive ab. Und: Wer sich nirgendwo meldet und nichts beantragt, bleibt in der Statistik meist unsichtbar.<br>\nStudien gehen davon aus, dass bis zu 50 Prozent der Menschen, die eigentlich Hartz-IV-Leistungen beziehen k&ouml;nnten, auf ihren Anspruch verzichten. Ein Teil davon ist ohne Lohnarbeit. Ob diese Menschen auch als erwerbslos gez&auml;hlt werden, ist eine Frage, auf welche Daten man schaut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/tom-strohschneider\/stolz-auf-was\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rente: Ein F&uuml;nftel der langj&auml;hrig Versicherten hat geringe Anspr&uuml;che, westdeutsche Frauen besonders betroffen<\/strong><br>\n20 Prozent der Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung haben trotz langj&auml;hriger Versicherungszeiten nur geringe Rentenanspr&uuml;che, zeigt eine neue, von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Ver&ouml;ffentlichung. 90 Prozent davon sind Frauen, viele haben lange in Teilzeit gearbeitet und zwischenzeitlich die Berufst&auml;tigkeit unterbrochen. Ein st&auml;rkerer sozialer Ausgleich in der gesetzlichen Rente w&uuml;rde das Risiko von Altersarmut ebenso reduzieren wie mehr und besser bezahlte Besch&auml;ftigung, ergibt die Untersuchung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen. Parallel kapitalgest&uuml;tzte Vorsorgeformen, etwa Aktiensparpl&auml;ne, zu f&ouml;rdern, halten die IAQ-Forscher nicht f&uuml;r sinnvoll, weil sie die Menschen mit dem gr&ouml;&szlig;ten Risiko von Niedrigrenten nicht erreichen w&uuml;rden.<br>\nGeringe gesetzliche Renten bedeuten nicht in jedem Fall Armut. Wenn Anspr&uuml;che aus anderen Versorgungswerken bestehen, der Partner besser verdient hat oder Verm&ouml;gen vorhanden ist, k&ouml;nnen auch Menschen mit kleiner Rente im Alter ihren Lebensstandard halten. Doch weil die gesetzliche Rentenkasse f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit in Deutschland das finanzielle Fundament der Altersvorsorge ist, erh&ouml;hen geringe Anspr&uuml;che das Risiko stark, sich nach Erreichen der Altersgrenze finanziell einschr&auml;nken zu m&uuml;ssen. Au&szlig;erdem ger&auml;t das Rentensystem in eine Legitimationskrise, wenn zu viele langj&auml;hrig Versicherte nur d&uuml;rftige Leistungen erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_117467.htm#\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rentnern drohen K&uuml;rzungen: Mehrere Pensionskassen in Schieflage<\/strong><br>\nDie Zinsflaute geht an die Substanz mancher Pensionskassen. Mehrere Einrichtungen sind in Turbulenzen geraten. Jetzt drohen Konsequenzen f&uuml;r Versicherte.<br>\nDas Dauerzinstief bringt mehrere Pensionskassen in ernsthafte Schwierigkeiten. Erstmals in der j&uuml;ngeren Vergangenheit hat die Finanzaufsicht Bafin die Notbremse gezogen. Die Caritas Pensionskasse mit rund 25.000 Versicherten darf keine neuen Betriebsrentenvertr&auml;ge mehr abschlie&szlig;en. Im Raum stehen zudem Leistungsk&uuml;rzungen f&uuml;r die Versicherten. Das gilt auch f&uuml;r das Schwesterunternehmen, die K&ouml;lner Pensionskasse.<br>\nDie Niedrigzinsphase erschwert es Pensionskassen, die vor Jahren zugesagten vergleichsweise hohen Zinsversprechen zu erwirtschaften. Die Bafin dr&auml;ngt die Tr&auml;ger der Kassen &ndash; die Arbeitgeber &ndash;, Geld nachzuschie&szlig;en, um K&uuml;rzungen der Betriebsrente zu vermeiden. &ldquo;Ohne zus&auml;tzliches Kapital von au&szlig;en werden einige Pensionskassen nicht mehr ihre vollen Leistungen erbringen k&ouml;nnen&rdquo;, warnt Deutschlands oberster Versicherungsaufseher Frank Grund im Mai. Die Lage sei &ldquo;noch ernster als vor zwei Jahren&rdquo; und werde sich bei andauernd niedrigen Zinsen weiter versch&auml;rfen.<br>\nAktuell hat die Finanzaufsicht nach eigenen Angaben 31 Kassen unter intensiver Beobachtung. Im Fr&uuml;hjahr waren es noch 45 der 137 Versorgungseinrichtungen. Viele Tr&auml;ger beziehungsweise Anteilseigner h&auml;tten Geld nachgeschossen, sagt ein Bafin-Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/versicherungen\/id_84902668\/rentnern-drohen-kuerzungen-pensionskassen-koennten-bald-nicht-mehr-zahlen.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Nun ist es ja so, dass Friedrich Merz mit seinem Aktien-Vorschlag die Debatte in der Rentenfrage bestimmt. Alles fokussiert sich auf ihn und die &bdquo;Privatisierungsfantasien der CDU&ldquo;, wie der SPD-Generalsekret&auml;r in Verkennung der eigenen Politik unl&auml;ngst <a href=\"https:\/\/twitter.com\/larsklingbeil\/status\/1069600457956442113\">twitterte<\/a>. Diese &Uuml;bertreibung dient freilich nur dem Zweck, die weitere Privatisierung der Altersvorsorge voranzutreiben und die Ideen, die dann kommen werden als vergleichsweise milde erscheinen zu lassen. So springt beispielsweise Marcel Fratzscher schon mit dem Vorschlag eines &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-12\/altersvorsorge-aktien-rente-friedrich-merz-cdu\/komplettansicht\">Deutschlandfonds<\/a>&ldquo; wie Kai aus der Kiste. Merz dient ihm als Aufh&auml;nger, der seiner Meinung nach schon irgendwie Recht h&auml;tte, dessen Vorschlag aber komplett an der Realit&auml;t vorbeiginge. Entscheidend ist aber die Botschaft: &bdquo;Es ist dringend an der Zeit, die private Vorsorge in Deutschland zu st&auml;rken.&ldquo; Und das trotz der oben beschriebenen Schwierigkeiten bei der kapitalgedeckten Altersvorsorge.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundesbeh&ouml;rde warnt: Riskantes Essen in Heimen und Kliniken<\/strong><br>\nWer krank oder alt ist, hat oft ein geschw&auml;chtes Immunsystem. Doch in Kliniken und Heimen wird laut Lebensmittelkontrolleuren zu h&auml;ufig Essen serviert, in dem Keime oder Bakterien stecken k&ouml;nnten.<br>\nViele Krankenh&auml;user, Alten- und Pflegeheime setzen laut Bundesamt f&uuml;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ihre Patienten und Heimbewohner beim Essen unn&ouml;tigen gesundheitlichen Risiken aus. Auf den Speisepl&auml;nen der Einrichtungen st&uuml;nden oft risikobehaftete Lebensmittel wie Feinkostsalate, Rohw&uuml;rste oder R&auml;ucherfisch, kritisierte der Pr&auml;sident des Bundesamtes, Helmut Tschiersky, in Berlin bei der Vorstellung der Ergebnisse zur Lebensmittel&uuml;berwachung 2017.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/lebensmittel-keime-kliniken-heime-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Psychotherapeuten wehren sich gegen Spahns Pl&auml;ne<\/strong><br>\nPsychotherapeuten in Niedersachsen haben bereits rund 65.000 Unterschriften gegen das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Gesetz zum Terminservice in Praxen gesammelt. Damit ist die H&uuml;rde genommen, dass die Forderungen im Petitionsausschuss des Bundestages &ouml;ffentlich vorgetragen werden k&ouml;nnen. Die Kritik der Therapeuten richtet sich vor allem dagegen, dass k&uuml;nftig zuerst ein Gutachter &uuml;ber die Behandlung eines Patienten entscheiden soll. Dieses Verfahren verz&ouml;gere eine schnelle Therapie, kritisieren die Psychotherapeuten. Ohnehin m&uuml;ssen Patienten bereits laut einer Wartezeitenstudie der Bundespsychotherapeutenkammer durchschnittlich f&uuml;nf Monate auf eine Behandlung warten, im l&auml;ndlichen Raum noch l&auml;nger. Vor allem in der Region L&uuml;neburg laufen die Therapeuten Sturm gegen den Gesetzesentwurf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/lueneburg_heide_unterelbe\/Psychotherapeuten-wehren-sich-gegen-Spahns-Plaene,psychotherapeuten102.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abkassieren durch Abwarten?<\/strong><br>\nEs l&auml;uft einiges schief bei der Bahn &ndash; vor allem auf den Gleisen, kritisiert der Pr&auml;sident des Bundesrechnungshofs. Sein Vorwurf: Die Bahn spare solange, bis nicht sie, sondern der Bund zahle.<br>\nDie Eisenbahninfrastruktur wurde jahrelang auf Verschlei&szlig; gefahren. Das ist das Fazit von Kay Scheller, Pr&auml;sident des Bundesrechnungshofes in Bonn. Sein Sonderbericht ist jetzt an die Mitglieder des Bundestages gegangen.<br>\n&ldquo;Tats&auml;chlich ist seit der Einf&uuml;hrung des Finanzierungssystems 2009 eine Verschlechterung des Schienenzustands zu beobachten, das zeigen auch unsere Pr&uuml;fungen. Und die Mittel, die hier aufgewendet wurden, sind kontinuierlich angestiegen: auf 30 Milliarden Euro insgesamt, sie sind immer h&ouml;her geworden&rdquo;, kritisiert Scheller.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/bundesrechnungshof-bahn-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Joint Cooperation 2018<\/strong><br>\nNATO-CIMIC-Truppe &uuml;bt in Norddeutschland den Umgang mit politischen Unruhen<br>\nW&auml;hrend die Auswirkungen der NATO-Gro&szlig;&uuml;bung &bdquo;Trident Juncture 2018&ldquo; in Norwegen noch nicht alle behoben sind,[1] starteten bereits die n&auml;chsten &Uuml;bungsserien auf NATO-Ebene in Skandinavien. Bei dem eher unbekannten skandinavischen Staat &bdquo;Framland&ldquo; handelt es sich allerdings um eine Fiktion:<br>\n&bdquo;Eine junge Demokratie, die aus dem Zerfall eines vormals gr&ouml;&szlig;eren Staatsgebietes hervorgegangen ist, durchlebt auf ihrem Weg zum souver&auml;nen Staat politische Wirrnisse, Unruhen, Korruption und verschiedenste Angriffe von innen und au&szlig;en. Die Bev&ouml;lkerung ist verunsichert und teilweise schlecht versorgt. Die internationale Staatengemeinschaft wurde deshalb um Unterst&uuml;tzung gebeten und ist nun vor Ort.&ldquo;[2]<br>\nZum &Uuml;bungsszenario Joint Cooperation 2018 (JoCo18) erkl&auml;rt Oberstleutnant Tim Stahnke, der verantwortliche Projektleiter: &bdquo;&Auml;hnlich wie im Film sind &Auml;hnlichkeiten mit lebenden Personen rein zuf&auml;llig.&ldquo;[3] &Auml;hnlich wie in Filmen, die auf diese Formulierung im Abspann zur&uuml;ckgreifen um sich einer m&ouml;glichen Haftung zu entziehen, ist das Szenario allerdings auch hier bewusst nah an der Realit&auml;t gestrickt.<br>\nIn dem Szenario sind Demonstrant*innen, Motorradgangs und lokale Seperatistengruppen Akteure in den politischen Unruhen. Zieht man die &Uuml;bertreibungen und Verfremdungen ab, die Teil der meisten &Uuml;bungsszenarien sind, handelt es sich um eine fast perfekte Mischung aus Ostukraine und den Horrorszenarien der Baltischen Staaten vor einer Okkupation durch Russland. Nicht zuf&auml;llig findet der fiktive CIMIC-Einsatz, eine Fortsetzung der &Uuml;bung von 2017, im Rahmen der Schnellen Eingreiftruppe (VJTF) der NATO statt,[4] die 2019 von der Bundeswehr gef&uuml;hrt werden wird. Damit reiht sich die JoCo18 in die aktuelle Aufr&uuml;stung der NATO entlang ihrer Ostflanke, die &Uuml;bungen Trident Juncture 2018 in Norwegen und das parallel stattfindende Seeman&ouml;ver &bdquo;Northern Coasts 2018&ldquo; in der Ostsee ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2018\/12\/05\/joint-cooperation-2018\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die europ&auml;ischen NATO-Staaten k&ouml;nnten auf der Suche nach einem &ldquo;Feind im Inneren&rdquo; sein. Erinnert sei daran, dass die Bundeswehr im Inneren eingesetzt werden k&ouml;nnte. Dieser w&auml;re h&ouml;chstrichterlich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14192\">gedeckt<\/a>.<\/em><br>\n<em>Im Hinblick auf das, was in Zukunft noch m&ouml;glich sein k&ouml;nnte, sei auch in diesem Zusammenhang an die Erl&auml;uterungen zur Charta der Grundrechte erinnert:<\/em><br>\n<em>&bdquo;So m&uuml;ssen die in der EMRK enthaltenen &bdquo;Negativdefinitionen&ldquo; auch als Teil der Charta betrachtet werden:<\/em><br>\n<em>Artikel 2 Absatz 2 EMRK:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Eine T&ouml;tung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;<\/em><\/li>\n<li><em>jemanden rechtm&auml;&szlig;ig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtm&auml;&szlig;ig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;<\/em><\/li>\n<li><em>einen Aufruhr oder Aufstand rechtm&auml;&szlig;ig niederzuschlagen&ldquo;.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Und weiter:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe f&uuml;r Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den F&auml;llen, die im Recht vorgesehen sind, und in &Uuml;bereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden &hellip;&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die Erl&auml;uterungen sind offenbar nicht lediglich Regelungen f&uuml;r die Ausf&uuml;hrungen des Gesetzes, sondern &ndash; und das ist un&uuml;blich &ndash; dem Gesetzestext gleichgestellt. So jedenfalls nachlesbar im <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2007:303:0017:0035:DE:PDF\">Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union vom 14.12.2007<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Poroschenko eskaliert. Angela soll es richten<\/strong><br>\nLaut Umfrage eines Kiewer Instituts sind 75 Prozent der Ukrainer der Meinung, das Land entwickele sich in die falsche Richtung. Tats&auml;chlich sind die wirtschaftlichen und politisch-sozialen Verh&auml;ltnisse desolat. Korruption und Willk&uuml;r herrschen, die Demokratie wird unterdr&uuml;ckt. Der Krieg gegen die Ostukraine geht weiter. So sind Poroschenkos Aussichten, im M&auml;rz 2019 wiedergew&auml;hlt zu werden, schlecht. Die Eskalation des Konflikts mit Russland erm&ouml;glicht ihm, die nationalistische Karte zu ziehen. Im September k&uuml;ndigte er den 1999 geschlossenen Freundschaftsvertrag mit Russland, der 2019 ausl&auml;uft und auf den sich bilaterale Abkommen, wie das &uuml;ber die gemeinsame Nutzung des Asowschen Binnenmeers beziehen. Die von den USA gef&ouml;rderte Abspaltung der &bdquo;ukrainisch-orthodoxen Kirche Kiewer Patriarchats&ldquo; von der &bdquo;ukrainisch-orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats&ldquo; bejubelte Poroschenko. Mit der Spaltung verliere Russland einen &bdquo;Einflusshebel auf die ehemalige Kolonie&ldquo;.<br>\nDas Referendum der Krim-Bewohner 2014 war f&uuml;r Poroschenko und seine NATO-Schutzengel illegal. Sie schnitten die Krim von Wasser und Strom ab. Den Bau der Krimbr&uuml;cke &uuml;ber die Stra&szlig;e von Kertsch konnten sie nicht verhindern. Der russischsprachigen Bev&ouml;lkerung der Ostukraine verweigern sie jegliche, irgendwie gearteten Autonomierechte. Die Umsetzung der Minsker Abkommen ist damit blockiert. Auf die Bedingungen einer m&ouml;glichen UNO-Blauhelm-Mission kann man sich ebenfalls nicht einigen. Die Sanktionen, mit denen die Russische F&ouml;deration weichgeklopft werden soll, um einseitig Stellungen aufzugeben, haben nicht gewirkt. Bleibt als Ausweg f&uuml;r Poroschenko, durch gezielte Provokationen den Konflikt zu eskalieren und die Verb&uuml;ndeten zu zwingen, ihm milit&auml;risch zu Hilfe zu eilen. Nur so w&auml;ren Ver&auml;nderungen zu Gunsten Kiews zu erreichen. Nach dem j&uuml;ngsten Zusammensto&szlig; der russischen K&uuml;stenwache mit der ukrainischen Marine in der Stra&szlig;e von Kertsch legte Poroschenko seine W&uuml;nsche auf den Tisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5049\/positionen\/10032\/Poroschenko-eskaliert-Angela-soll-es-richten.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Russland im Visier: EU wappnet sich gegen &bdquo;Fake News&ldquo;<\/strong><br>\nSechs Monate vor der Europawahl verst&auml;rkt die EU-Kommission den Kampf gegen absichtliche Fehlinformation, L&uuml;gen und Propaganda im Internet. Die Ma&szlig;nahmen zielen vor allem auf Russland ab &ndash; das Br&uuml;ssel als Hauptquelle der Desinformation sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/3102259\/\">orf<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.G.:<\/strong> Nach all dem was &uuml;ber Edward Snowden der Welt&ouml;ffentlichkeit er&ouml;ffnet wurde vom US-Geheimapparat, sowie nach dem kleinen Kollateralschaden von Frau Merkels abgeh&ouml;rtem Telefonverkehr wird nun eine IT-task-force anti Russland von unserer EG gegr&uuml;ndet. Unertr&auml;glich! <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein weiterer Beleg daf&uuml;r, dass die Europ&auml;ische Union in den H&auml;nden der Atlantiker, der USA und Russen-Feinde ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU-Datenaustausch im Strafverfahren: Streit um elektronische Beweismittel<\/strong><br>\nSchnellerer Datenaustausch in Strafverfahren: Die EU-Kommission will den Zugriff von Ermittlern auf elektronische Beweismittel wie Surfprotokolle, WhatsApp-Nachrichten und E-Mails innerhalb der EU erheblich erleichtern. Aus Deutschland kommt Kritik &ndash; so auch von Datensch&uuml;tzern.<br>\nE-evidence, das klingt ein wenig formal und ein wenig sperrig. Einfach &uuml;bersetzt bedeutet das EU-Projekt: Ein irischer, polnischer oder franz&ouml;sischer Staatsanwalt soll in Zukunft recht einfach Daten von deutschen Servern verlangen k&ouml;nnen. Und zwar deutlich einfacher als ein deutscher Staatsanwalt -und umgekehrt.<br>\nMorgen stimmt der EU-Justizministerrat ab, und es sieht so aus als w&uuml;rde unter anderem Deutschland mit seinen Bedenken &uuml;berstimmt. Es geht um Daten sogenannter Service-Provider. Das k&ouml;nnte etwa Facebook sein, das in Zukunft WhatsApp-Daten seiner Kunden herausgeben m&uuml;sste. Es geht um Ermittlungen, f&uuml;r die das bisherige Verfahren des Datenaustauschs zu langsam sein kann. Das gesteht auch Bundesjustizministerin Katarina Barley zu.<br>\n&bdquo;Die Grundidee bei E-evidence ist eine absolut richtige, n&auml;mlich dass wir die Strafverfolgung beschleunigen, da wo auf Daten zugegriffen werden muss, das dauert bisher zu lange. &rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eu-datenaustausch-im-strafverfahren-streit-um-elektronische.1773.de.html?dram:article_id=435161\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Facebook: Du uns auch, Mark<\/strong><br>\nInteressiert es Facebook-Nutzer noch, dass Mark Zuckerberg ihre Daten verkaufen wollte &ndash; und dass Netflix, Airbnb, Tinder diese bevorzugt bekamen? Das sollte es.<br>\nIntern verschickte Mails m&ouml;chte man als Unternehmenschef vermutlich nicht ver&ouml;ffentlicht sehen. Vor allem, wenn sie einen Inhalt wie diesen haben. Er habe &uuml;bers Wochenende viel &uuml;ber das Gesch&auml;ftsmodell nachgedacht, schrieb Mark Zuckerberg, der Gr&uuml;nder und Chef von Facebook, im Oktober 2012 an einige Kollegen. Und schilderte ihnen eine Idee f&uuml;r ein Tauschgesch&auml;ft: Daf&uuml;r, dass Unternehmen Userdaten einsehen d&uuml;rften, k&ouml;nne man doch von denen eine Geb&uuml;hr erheben, zehn Cent zum Beispiel pro Nutzer und Jahr. Die Firmen m&uuml;ssten gar kein Geld direkt an Facebook zahlen, sondern f&uuml;r den Gegenwert Werbung auf der Social-Media-Plattform schalten oder andersherum Facebook auf deren Onlineplattformen Werbepl&auml;tze freir&auml;umen. &ldquo;Die Geb&uuml;hr von zehn Cent pro User und Jahr k&ouml;nnte sogar zu niedrig sein&rdquo;, schrieb Zuckerberg. &ldquo;Spotify zum Beispiel m&uuml;sste bei der H&ouml;he nur f&uuml;r drei Millionen Dollar pro Jahr bei uns Anzeigen schalten, um mit uns quitt zu sein, Pinterest auch ungef&auml;hr.&rdquo;<br>\nGem&auml;&szlig; dieser Mail wollte Mark Zuckerberg faktisch die pers&ouml;nlichen Daten von Facebook-Nutzerinnen und -Nutzern verkaufen. &Ouml;ffentlich hat Zuckerberg stets abgestritten, dass Facebook so etwas je tun werde oder getan habe. Ob das Tauschgesch&auml;ft Daten gegen Werbung eine Idee blieb oder Realit&auml;t wurde, ist bislang v&ouml;llig ungekl&auml;rt. Facebook selbst wiederholt nun als erste Reaktion den alten Schwur: &ldquo;Wir haben niemals die Daten von Menschen verkauft.&rdquo; Mark Zuckerberg hat es aber, zeigt sich nun, mindestens intern vorgeschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2018-12\/facebook-userdaten-verkauf-social-media-datenschutz-plattformkapitalismus\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Interne Facebook-Mails: &ldquo;Gut f&uuml;r die Welt, aber nicht f&uuml;r uns&rdquo;<\/strong><br>\n223 Seiten interner Mails zeigen, wie Facebooks Manager &uuml;ber Nutzer, Geld und Datenschutz diskutieren.<br>\nSie belegen, wie der Konzern sein Wachstum vorantrieb und seine Macht gezielt einsetzte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/facebook-zuckerberg-datenschutz-1.4242037\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jetzt soll aber bitte niemand &uuml;berrascht tun.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gewalt gegen Recht<\/strong><br>\nBauernproteste in Venezuela halten an<br>\nIn Venezuela protestieren Bauern f&uuml;r eine Unterst&uuml;tzung der Lebensmittelproduktion durch die Regierung. Bei einer Demonstration in Tachira wies Orlando Zambrano, Sprecher der Bauern-Organisation CRBZ und Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung, darauf hin, dass eine Planung der Lebensmittelproduktion dringend notwendig ist, berichtete das Newsportal &bdquo;Venezuela Analysis&ldquo;. Und: &bdquo;Es ist essentiell, eine gro&szlig;e, nationale Produktions-Allianz aufzubauen, die die Regierung und alle Formen von Bauern-Organisationen, die wissen, wie man produziert, verbindet.&ldquo;<br>\nDie Forderungen wurden den lokalen Vertretern des &bdquo;Nationalen Landinstitutes&ldquo; &uuml;bergeben, bei der &Uuml;bergabe sagte Aura Gomez, eine der Sprecherinnen der Bauernbewegung: &bdquo;Die Verfassung garantiert die Einbeziehung von Kleinbauern in die produktive Entwicklung des Landes. Wir sind hier, um zu fordern, dass die geeigneten Bedingungen auf dem Land geschaffen werden, damit diese Garantie erf&uuml;llt werden kann.&ldquo;<br>\nDen neuerlichen Protesten der Bauern war eine Welle von Gewalt vorangegangen. Letztes Opfer war der am 19. November bei einem &Uuml;berfall auf Hato Garza in Barinas ermordete Bauernf&uuml;hrer Tomas &bdquo;Tomasito&ldquo; Ribas. Anfang November starben Luis Fajardo, Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV), und Javier Aldana, ebenfalls von der PCV, als sie auf ihrem Motorrad von einem vorbeifahrenden Auto beschossen wurden. Auch sie waren f&uuml;hrende K&ouml;pfe der Bauernbewegung.<br>\nHato Garza, wo Ribas ermordet wurde, ist ein ca. 14 000 Hektar gro&szlig;es, brachliegendes St&uuml;ck Land, das Bauern besetzen wollten, um dort, konform mit Venezuelas Landstatuten, Lebensmittel anzubauen. Das Landrecht von 2001 garantiert Bauern eine legale Grundlage zur &Uuml;bernahme von brachliegendem Land zwecks Produktion von Lebensmitteln. Trotz der anhaltenden Versorgungskrise in Venezuela beklagen Bauernorganisationen fehlende Unterst&uuml;tzung von staatlichen Institutionen und Sicherheitskr&auml;ften, wenn es zu Auseinandersetzungen um L&auml;ndereien kommt.<br>\nGro&szlig;grundbesitzer greifen immer h&auml;ufiger auf die Unterst&uuml;tzung von Waffengewalt und Paramilit&auml;rs zur&uuml;ck, um Bauern daran zu hindern, das von ihnen nicht bewirtschaftete Land zu &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5049\/internationale_politik\/10015\/Gewalt-gegen-Recht.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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