{"id":47702,"date":"2018-12-07T12:05:22","date_gmt":"2018-12-07T11:05:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47702"},"modified":"2018-12-10T07:27:54","modified_gmt":"2018-12-10T06:27:54","slug":"zweifel-an-der-transatlantischen-freundschaft-werden-wir-russland-gerecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47702","title":{"rendered":"Zweifel an der \u201aTransatlantischen Freundschaft\u2018. Werden wir Russland gerecht?"},"content":{"rendered":"<p>Dr. <strong>Peter Becker<\/strong>, Rechtsanwalt und Ko-Pr&auml;sident der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms, IALANA, hat in einem l&auml;ngeren Essay die Zweifel am Sinn und Wirken der sogenannten &bdquo;Transatlantischen Freundschaft&ldquo; beschrieben. Er bezweifelt, dass wir damit Russland gerecht werden. Mit diesem Text erg&auml;nzen die NachDenkSeiten ihre Aufkl&auml;rungsarbeit zum neu angeheizten West-Ost-Konflikt. Danke, Peter Becker. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Zweifel an der &sbquo;Transatlantischen Freundschaft&lsquo;. Werden wir Russland gerecht?<\/strong><br>\n<em>Von Peter Becker<\/em><\/p><p>Der Begriff &sbquo;Transatlantische Freundschaft&lsquo; steht heute f&uuml;r ein historisch gewachsenes Konstrukt, dessen eine wichtige Aufgabe es ist &ndash; so die Arbeitshypothese &ndash;, eine Ann&auml;herung der EU an Russland und vor allem Deutschlands an Russland zu verhindern. Daf&uuml;r wird seit hundert Jahren das Feindbild Russland gepflegt, w&auml;hrend die USA als leuchtendes demokratisches und rechtsstaatliches Gegenbild herausgeputzt werden. Russland wird die Rolle des Kriegstreibers zugeschoben.<\/p><p>Die USA sind ein Gegenbeispiel, dem sie aber historisch eigentlich nur mit dem Sieg gegen den Hitler-Faschismus, den N&uuml;rnberger Prinzipien und der Gr&uuml;ndung der UN gerecht geworden sind. Denn dagegen steht ein ungleich m&auml;chtigerer Strang von v&ouml;lkerrechtswidrigen Interventionen und Kriegen, dazu wirtschaftlich unverantwortliche Verhaltensweisen und jetzt Trumps klimapolitischer Irrsinn.<\/p><p>Das vertraute Bild der USA wird, beginnend mit dem 20. Jahrhundert, von idealistischen Pr&auml;sidenten gepr&auml;gt. Die Realpolitik bestimmen aber bellizistische Kr&auml;fte. Auch die innere Verfassung der USA, der &sbquo;weltweit &auml;ltesten Demokratie&lsquo;, stellt sich genau betrachtet anders als gewohnt dar; ebenso die reale Verfassung des amerikanischen Rechtsstaats. Vielen Journalisten gelingt es nicht, die &ndash; zugegebenerma&szlig;en komplexen &ndash; Zusammenh&auml;nge zu ber&uuml;cksichtigen.<\/p><p>Ein verzerrtes Bild wird auch von Russland gezeichnet: Russland hat sich schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts friedenspolitisch engagiert und dieses Verhalten schon vor dem Ende des Kalten Krieges vorangetrieben; erst recht danach. Aber diese Verhaltensweisen werden kaum wahrgenommen.<\/p><ol type=\"I\">\n<li><strong>Marksteine der Entwicklung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs<\/strong>\n<ol>\n<li><strong>Der V&ouml;lkerbund:<\/strong> Der amerikanische Pr&auml;sident Woodrow Wilson &uuml;bernahm mit seinem Vierzehn-Punkte-Programm Kants Forderung &bdquo;zum ewigen Frieden&ldquo;, das zur Gr&uuml;ndung des V&ouml;lkerbundes in 1920 f&uuml;hrte. Obwohl der V&ouml;lkerbund von vielen Nationen beschlossen wurde, konnte sich Wilson in den USA nicht durchsetzen. Der Senat lehnte die Ratifizierung des Versailler Vertrages ab, in den die Satzung des V&ouml;lkerbundes aufgenommen war; die USA wurden damit nie Mitglied des V&ouml;lkerbundes.<\/li>\n<li><strong>Weltwirtschaftskrise:<\/strong> Ausgehend vom &sbquo;Schwarzen Freitag&lsquo; im Jahr 1929, einem Crash der US-B&ouml;rse, kam es zur Weltwirtschaftskrise. Von den insgesamt 25.000 US-Banken mussten fast 11.000 geschlossen werden. Ausl&ouml;ser waren hemmungslose Spekulationen mit dem Geld der Einleger, die zur Einf&uuml;hrung des Trennbankensystems mit dem Glass-Steagall-Act von 1933 f&uuml;hrte.\n<p>Die Weltwirtschaftskrise f&uuml;hrte auch in Deutschland zu zahllosen Firmenzusammenbr&uuml;chen, l&ouml;ste eine Armutswelle aus und wird als Wegbereiterin der Macht&uuml;bernahme durch die Nationalsozialisten eingesch&auml;tzt.<\/p>\n<p>Wir behalten in Erinnerung: Der nicht regulierte US-Kapitalismus kann weltweite Wirtschaftszusammenbr&uuml;che herbeif&uuml;hren.<\/p><\/li>\n<li><strong>Pearl Harbor:<\/strong> Die USA waren zun&auml;chst am Zweiten Weltkrieg nicht beteiligt. Pr&auml;sident Roosevelt wollte aber den Kriegseintritt. Ihm kam gelegen, dass die amerikanischen Kryptologen den japanischen Telegrafenverkehr entzifferten, aus dem sich ergab, dass die japanische Luftwaffe im Herbst 1940 einen Luftangriff auf Pearl Harbor plante, Standort der US-Pazifikflotte. Diese\n<p>Absichten wurden aber dem Chef der Pazifikflotte, Admiral Kimmel, verheimlicht. Kimmel erhielt die Anweisung, 21 moderne Kriegsschiffe, darunter seine beiden Flugzeugtr&auml;ger, aus Pearl Harbor abzuziehen und nur die &auml;ltesten Schiffe dort zu belassen. Am 7. Dezember 1941 bombardierten die Japaner die US-Flotte. 2.476 Soldaten starben, ein Gro&szlig;teil der Flotte wurde versenkt. Das f&uuml;hrte in der Bev&ouml;lkerung zu einem Stimmungsumschwung, Roosevelt konnte den Kriegseintritt durchsetzen.<\/p>\n<p>Der Ablauf wurde von der US-Marine totgeschwiegen. Admiral Kimmel wurde sogar Versagen vorgeworfen, er wurde degradiert. Robert Stinnett, Pazifik-Veteran, recherchierte &uuml;ber 17 Jahre lang in Archiven, redete mit Kryptologen und erlangte mit Hilfe des &sbquo;Freedom of Information Act&lsquo; zahlreiche Informationen. Er deckte den wahren Ablauf auf (in seinem Buch Pearl Harbor, 2000, auf Deutsch erschienen 2003). Trotzdem bleibt die US-Regierung bis heute bei der &sbquo;amtlichen&lsquo; Darstellung.<\/p><\/li>\n<li>Der <strong>Bombenabwurf vom August 1945 auf Hiroshima und Nagasaki<\/strong> diente nur vordergr&uuml;ndig der Beendigung des Krieges mit Japan. Denn es hatte schon vorher ein Kapitulationsangebot des Tenno gegeben. Seine intendierte Wirkung war, Druck auf Stalin auszu&uuml;ben, der mit dem britischen Premierminister Attlee und dem US-Pr&auml;sidenten Truman bei der Potsdamer Konferenz zusammensa&szlig;. Der eigentliche Sieger des Zweiten Weltkriegs war n&auml;mlich die Sowjetunion, die 17 bis 25 Millionen Opfer zu beklagen hatte, w&auml;hrend die USA &sbquo;nur&lsquo; gut 400.000 tote Soldaten z&auml;hlte.\n<p>Es ging Truman darum, trotz dieser Disparit&auml;t zuk&uuml;nftiger Hegemon zu werden. Dazu sollte ihm die Atombombe verhelfen: so die These des amerikanischen Historikers Gar Alperovitz in seinem Buch Hiroshima. Die Entscheidung f&uuml;r den Abwurf der Bombe (in deutscher Sprache erschienen 1995). Dem damaligen Kriegsminister Stimson sei es gelungen, der amerikanischen &Ouml;ffentlichkeit Fakten und Stellungnahmen vorzuenthalten und so eine &bdquo;Legende&ldquo; &uuml;ber den Einsatz der Bombe zu schaffen. Ein Rezensent des Buchs von Alperovitz, Hans Kluth (FAZ vom 29.12.1995), untertitelt seine Besprechung mit &bdquo;<em>Im H&ouml;llenofen der Atombombe begann der Kalte Krieg<\/em>&ldquo;.<\/p><\/li>\n<p>Mit den <strong>N&uuml;rnberger Prozessen<\/strong> wurden nicht nur die Hauptkriegsverbrecher bestraft, vielmehr wurde das V&ouml;lkerrecht weiterentwickelt. Trotz vielf&auml;ltiger Kritik verhalfen sie dem Prinzip zum Durchbruch, dass es f&uuml;r einen Kernbestand von Verbrechen keine Immunit&auml;t geben darf.<\/p>\n<li>Basierend auf Vorarbeiten von Churchill und Roosevelt wurde im Juni 1945 die <strong>UN-Charta<\/strong> von 50 Staaten unterzeichnet. Als erster Staat ratifizierten die USA die Charta und boten den Vereinten Nationen als Sitz New York an, wo er heute noch ist. Sie reklamierten aber f&uuml;r sich ein Veto-Recht im Sicherheitsrat, neben dem f&uuml;r die weiteren vier Siegerm&auml;chte des Zweiten Weltkriegs Sowjetunion, China, Gro&szlig;britannien und Frankreich. Es wird heute allgemein als Hemmnis f&uuml;r die Durchsetzung der neuen Friedensordnung angesehen, der die Gr&uuml;ndung der UNO dienen sollte.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Der Kalte Krieg<\/strong>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong>Kalter Krieg:<\/strong> Mit dem &sbquo;langen Telegramm&lsquo; von George Kennan vom State Department wurde der Schwenk zu einer feindlichen Haltung gegen&uuml;ber Moskau begonnen. Zwar gab es nie direkte Konfrontationen, aber Stellvertreterkriege wie die in Korea und in Afghanistan. Der Kalte Krieg trat als Systemkonfrontation zwischen Kapitalismus und Kommunismus in Erscheinung, f&uuml;hrte also auch zu weltweiten Interventionen und der Unterst&uuml;tzung von Milit&auml;rputschen durch die USA (&sbquo;Truman-Doktrin&lsquo;).<\/li>\n<li>Die <strong>McCarthy-&Auml;ra<\/strong> von etwa 1946 bis 1955 war durch einen lautstarken Anti-Kommunismus und Verschw&ouml;rungstheorien gepr&auml;gt; sie war eine Phase der Verfolgung echter oder vermeintlicher Kommunisten und deren Sympathisanten. Die Angst vor Kommunisten war ein Merkmal des Kalten Krieges. Selbst die Demokratische Partei der USA wurde als &bdquo;rote Faschisten&ldquo; beschimpft. Die Zuarbeiten kamen aus dem von J. Edgar Hoover geleiteten FBI. Selbst die deutschen Emigranten Thomas Mann und Bertold Brecht wurden vor das Komitee f&uuml;r unamerikanische Umtriebe (HUAC) geladen. Charlie Chaplin wurde die Wiedereinreise in die USA verweigert.<\/li>\n<li><strong>Interventionen:<\/strong> Mit der Doktrin des amerikanischen Pr&auml;sidenten Monroe (1823) wurde zugesichert, dass sich die USA nicht in europ&auml;ische Konflikte einschalten wollten. Im Gegenzug reklamierten die USA die Nichteinmischung Europas in amerikanische. Die s&uuml;damerikanischen Staaten wurden praktisch zum Vorhof der USA, nachdem diese zahlreiche Staaten erobert hatten, etwa Texas, Kalifornien, Neu-Mexiko, Arizona, Nevada, Utah: Mexiko verlor etwa die H&auml;lfte seines bisherigen Staatsgebietes. Auch im 20. Jahrhundert wurde diese Politik fortgesetzt, etwa mit den Milit&auml;rinterventionen in der Dominikanischen Republik, Kuba, Nicaragua, Honduras, Grenada.\n<p>Auch nach dem Zweiten Weltkrieg, der durch das Eingreifen der USA beendet wurde, intervenieren die USA auf Basis der Truman-Doktrin in zahlreichen F&auml;llen:<\/p>\n<ul>\n<li>1953 st&uuml;rzt die CIA den gew&auml;hlten Ministerpr&auml;sidenten Mohammad Mossadegh im Iran, der die Verstaatlichung des iranischen &Ouml;ls durchgesetzt hatte; er wurde abgel&ouml;st durch das Regime von Schah Mohammad Reza Pahlavi.<\/li>\n<li>1954 organisierte die CIA eine S&ouml;ldnerinvasion gegen Guatemalas Pr&auml;sidenten Jacobo &Aacute;rbenz Guzm&aacute;n, der vor allem eine durchgreifende Landreform durchsetzen wollte.<\/li>\n<li>1961 bis 1964 beteiligten sich die USA in Form der CIA laufend an den innenpolitischen Auseinandersetzungen der Demokratischen Republik Kongo und organisierten die Ermordung von Staatschef Patrice Lumumba.<\/li>\n<li>1963 wurde in der Dominikanischen Republik nach dem Sturz der Trujillo-Diktatur 1961 der Linkspolitiker Juan Bosch von rechtsgerichteten Milit&auml;rs mit Hilfe der CIA gest&uuml;rzt.<\/li>\n<li>1964 bombardierten die USA Laos; die Intervention wird als der &sbquo;geheime Krieg&lsquo; bezeichnet.<\/li>\n<li>Ebenfalls 1964 wurde in Brasilien mit logistischer Unterst&uuml;tzung durch die CIA der links gerichtete Pr&auml;sident Jo&atilde;o Goulart gest&uuml;rzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aber das ist nur eine Auswahl: Der ehemalige Bedienstete des US-Foreign-Office William Blum listet in seinem Buch <em>Zerst&ouml;rung der Hoffnung<\/em> (in den USA unter dem Titel Killing Hope erschienen, erstmals 1987; in deutscher Sprache erschienen 2008) 55 bewaffnete Interventionen der USA und der CIA seit dem Zweiten Weltkrieg auf.<\/p><\/li>\n<li>Der <strong>Vietnam-Krieg:<\/strong> Frankreich verlor in der Schlacht um &ETH;i&#7879;n Bi&ecirc;n Ph&#7911; 1954 seine Kolonien Vietnam, Laos und Kambodscha. Es kam zur Bildung der Staaten S&uuml;dvietnam (anti-kommunistisch) und Nordvietnam (kommunistisch), die einen B&uuml;rgerkrieg begannen. Mit dem Tonkin-Zwischenfall 1964 legitimierten die USA ihr Eingreifen in den Vietnam-Krieg: Angeblich h&auml;tten nordvietnamesische Schnellboote zwei US-Kriegsschiffe beschossen. Die Pentagon-Papiere (erschienen 1971) und die Memoiren von Robert McNamara (1995) belegen, dass die US-Regierung die Vorf&auml;lle durch bewusste Falschdarstellung zum Durchsetzen ihres seit 1963 geplanten Kriegseintritts nutzen wollten. Aber Nordvietnam gewann 1975 den Krieg gegen die USA, mit zwei bis f&uuml;nf Millionen Toten, was zur Gr&uuml;ndung des einheitlichen Staates Vietnam f&uuml;hrte. Die USA setzten das hochgiftige Entlaubungsmittel &sbquo;Agent Orange&lsquo; ein und begingen damit unglaubliche Kriegsverbrechen.<\/li>\n<li><strong>Chile:<\/strong> Mit direkter Beteiligung des CIA wurde in Chile der sozialistische Pr&auml;sident Salvador Allende 1973 gest&uuml;rzt; er starb. Eine faschistische Milit&auml;rjunta unter Augusto Pinochet &uuml;bernahm die Macht bis 1989.<\/li>\n<li><strong>Panama:<\/strong> 1977 handelte US-Pr&auml;sident Jimmy Carter mit dem panamaischen General Omar Torrijos Vertr&auml;ge aus, nach denen der Panama-Kanal bis zum Jahr 2000 an Panama zur&uuml;ckzugeben sei. Es ist geradezu ergreifend, wie Carter in seiner Biografie <em>Full Life<\/em>. <em>Reflections at 90<\/em> seinen Kampf um einen vern&uuml;nftigen Ausgleich mit Panama beschreibt &ndash; und welche Widerst&auml;nde in der eigenen Bev&ouml;lkerung er dazu &uuml;berwinden musste. Torrijos Nachfolger Manuel Noriega, verstrickt in undurchsichtige Drogengesch&auml;fte, wollte sein Verm&auml;chtnis pflegen und weigerte sich, die Erlaubnis f&uuml;r den Betrieb der &sbquo;School of the Americas&lsquo; in Panama zu verl&auml;ngern, einer nach Noriegas Annahme &bdquo;<em>Ausbildungsst&auml;tte f&uuml;r Todesschwadronen und rechtsgerichtete Milit&auml;rs auf unserem Boden<\/em>&ldquo;. Nachdem Noriega auch noch den Bau eines zweiten Kanals durch Japan pr&uuml;fen lie&szlig;, f&uuml;hrten die USA am 20. Dezember 1989 in Panama die gr&ouml;&szlig;te Luftlandeoperation seit dem Zweiten Weltkrieg mit vielen Toten durch und kidnappten Noriega, um ihn in den USA vor Gericht zu stellen: ein klarer Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht. Die USA wollten unbedingt verhindern, dass die Kontrolle &uuml;ber den Kanal wieder in die H&auml;nde des souver&auml;nen Panama zur&uuml;ckgegeben wurde (Manuel Noriega mit Peter Eisner: <em>America&rsquo;s Prisoner. The Memoirs of Manuel Noriega<\/em>, 1997). F&uuml;r die publizistische Begleitung des &Uuml;berfalls, genannt &sbquo;Operation gerechte Sache&lsquo;, wurde der &sbquo;National Media Pool&lsquo; bei der Invasion Panamas eingerichtet, mit dem die Berichterstattung umgedreht wurde (dazu die Arbeit von Thomas Zimmerling: <em>Die US-Invasion in Panama<\/em>, 1999\/2000).<\/li>\n<li><strong>Erster Afghanistan-Krieg:<\/strong> In Afghanistan war 1978 eine demokratische Regierung an die Macht gekommen, die von den Taliban und anderen bek&auml;mpft wurde. Die Regierung rief die Sowjetunion zu Hilfe. Die USA griffen 1981 in den Krieg ein und unterst&uuml;tzten die dortigen Mudschahedin, die sich 1989 durchsetzten und die sowjetischen Soldaten zum Abzug zwangen.<\/li>\n<li><strong>Erster Irak-Krieg:<\/strong> Die USA r&uuml;steten das Regime des Irak unter Saddam Hussein auf. Der Irak begann 1980 einen Bruderkrieg gegen den Iran, der acht Jahre dauerte und ohne Sieger mit einem Waffenstillstand beendet wurde.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Nach dem Ende des Kalten Krieges<\/strong>\n<ol start=\"15\">\n<li><strong>Zweiter Irak-Krieg:<\/strong> Saddam Hussein &uuml;berfiel Kuwait, das durch Schr&auml;gbohrungen in ein irakisches &Ouml;lfeld ausbleibende Zinsen f&uuml;r Kriegskredite durch direktes &Ouml;labzapfen ausglich. Der Westen intervenierte auf Seiten Kuwaits und besiegte den Irak. 1991 griffen die USA die geschlagene zur&uuml;ckflutende irakische Armee mit Brandbomben an; ein Vorgang, den eine Kommission unter Vorsitz des fr&uuml;heren US-Justizministers Ramsey Clark als Kriegsverbrechen einstufte.<\/li>\n<li><strong>Projekt for the New American Century (PNAC):<\/strong> Das PNAC wurde 1997 von William Kristol und Robert Kagan gegr&uuml;ndet. William Kristol ist Neo-Konservativer, der sich leidenschaftlich f&uuml;r Israel einsetzt und f&uuml;r die milit&auml;risch gest&uuml;tzte Hegemonie der USA sowie f&uuml;r die umfassende Revision des V&ouml;lkerrechts eintritt. Weitere Gr&uuml;nder sind Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz, Richard Perle, John Bolton. Man muss sich sein Manifest ansehen (Wikipedia), empfehlenswert ist die <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Project_for_the_New_American_Century\">englische Version<\/a>: Es ist die Proklamation einer US-Weltherrschaft, gest&uuml;tzt auf milit&auml;rische Macht. Der Irak-Krieg wird angek&uuml;ndigt. Geradezu herbeigefleht wird ein gro&szlig;es Ereignis wie Pearl Harbor, von dem sich der PNAC einen Aufbruch verspricht. Viele sehen darin eine Vorwegnahme von 9\/11 (vgl. dazu Jochen B&ouml;lsche, Der Krieg, der aus dem Think Tank kam, Spiegel online vom 04.03.2003). Am 26.01.1998 forderte das PNAC in einem Brief an &bdquo;Mister William Clinton&ldquo; den damaligen US-Pr&auml;sidenten zu einem Sturz Saddams und zu einer radikalen Umkehr im Umgang mit der UNO auf.<\/li>\n<li><strong>Pr&auml;sident George W. Bush:<\/strong> Bush, Sohn von George H. W. Bush, der von 1976 bis 1977 Direktor der CIA war, war von 2001 bis 2009 der 43. Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten. Ins Amt kam er mit einer Mehrheit von 537 Stimmen in Florida.<br>\nEr berief die ma&szlig;geblichen Strategen des PNAC in seine Regierung: Dick Cheney wurde Vizepr&auml;sident, Lewis Libby Cheneys Stabschef, Donald Rumsfeld Bushs Verteidigungsminister, Paul Wolfowitz Rumsfelds Stellvertreter, John Bolton wurde Staatssekret&auml;r f&uuml;r R&uuml;stungskontrolle, Richard Armitage stellvertretender Au&szlig;enminister, Richard Perle, einst Vize-Verteidigungsminister unter Ronald Reagan, Chef des American Defense Policy Board, William Kristol, der PNAC-Vorsitzende, beriet Bush und galt als das &bdquo;<em>Hirn des Pr&auml;sidenten<\/em>&ldquo;.<\/li>\n<li><strong>Der zweite Afghanistan-Krieg:<\/strong> Bush begann nach 9\/11 die &sbquo;Operation Enduring Freedom&lsquo; (OEF) gegen Afghanistan: v&ouml;lkerrechtswidrig, weil Afghanistan die USA nicht angegriffen hatte. Aber der Afghanistan-Krieg war der schon vom PNAC konzipierte Beginn des &bdquo;Krieges gegen den Terror&ldquo;; einer v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegsstrategie, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sich die USA anma&szlig;en, Krieg gegen einen Staat oder eine Gruppierung zu f&uuml;hren, die sie zuvor einseitig als &sbquo;terroristisch&lsquo; bezeichnet haben: Damit wird ein milit&auml;risches Interventionsrecht beansprucht (Bush-Doktrin).<\/li>\n<li><strong>Die &sbquo;Farben-Revolutionen&lsquo;:<\/strong> Die &ouml;ffentliche Kritik an den von der CIA gesteuerten Interventionen nahm st&auml;ndig zu. CIA-Abtr&uuml;nnige und Whistleblower wie L. Fletcher Prouty und Victor Marchetti hatten Einzelheiten zur verdeckten CIA-Finanzierung internationaler Studentenorganisationen ver&ouml;ffentlicht. Sie waren als ehemalige CIA-Angeh&ouml;rige oder -kenner in hohem Ma&szlig;e glaubw&uuml;rdig. Oliver Stone, ber&uuml;hmter Regisseur, setzte Prouty ein Denkmal als Mr. X in seinem Kennedy-Film. Das f&uuml;hrte zur Einsetzung der Rockefeller-Kommission, die die CIA auf rechtswidrige Aktivit&auml;ten hin untersuchen sollte. Die brisantesten 86 Seiten des Reports wurden allerdings von Dick Cheney vernichtet, damals Stabschef des Wei&szlig;en Hauses. Als Ausweg gr&uuml;ndeten CIA-Direktor Casey und Helfer eine Organisation, die sie &sbquo;National Endowment for Democracy&lsquo; (NED) nannten.\n<p>Das NED, unterst&uuml;tzt von den Soros-Stiftungen, finanzierte und bildete NGOs aus, deren Aufgabe es war, ausgehend von durchaus berechtigten Protestbewegungen Umst&uuml;rze zu organisieren; so etwa Otpor (Serbisch: Widerstand). Sie war eine studentische Oppositions-NGO, die von Washington erschaffen und nach Serbien hineingetragen wurde. Sie konnte schlie&szlig;lich den Sturz von Slobodan Milo&scaron;evi&#263; erreichen. Sogar Kriege wie die in Bosnien waren provoziert: &bdquo;<em>Der Krieg in Bosnien war in jeder Hinsicht ein amerikanischer Krieg. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat ihn angestiftet, am Laufen gehalten und ein fr&uuml;hes Ende verhindert<\/em>&ldquo; (Sir Alfred Sherman, Berater von Premierministerin Margaret Thatcher).<\/p>\n<p>Auch die &sbquo;Orangene Revolution&lsquo; in der Ukraine, die &sbquo;Rosen-Revolution in Georgien oder die &sbquo;Tulpen-Revolution&lsquo; in Kirgisien verliefen nach diesem Muster.<\/p>\n<p>N&auml;heres kann man nachlesen im SPIEGEL (&bdquo;Die Revolutions-GmbH&ldquo;, erschienen am 14.11.2005, Einleitung: &bdquo;<em>Wie macht man eine Revolution? Was in Jugoslawien 2000 passierte, in Georgien  2003, in der Ukraine 2004, wirkte wie ein spontaner Volksaufstand gegen Autokraten. In Wahrheit war vieles sorgf&auml;ltig geplant &ndash; von Studentenf&uuml;hrern und ihren vernetzten Organisationen. Sie scheuten auch amerikanische Hilfe nicht. Welches Regime wird ihr n&auml;chstes Opfer?<\/em>&ldquo;). Die Abl&auml;ufe im Einzelnen findet man im Buch von F. William Engdahl: <em>Geheimakte NGOs &ndash; Wie die Tarnorganisationen der CIA Revolutionen, Umst&uuml;rze und Kriege anzetteln<\/em>, 2017.<\/p><\/li>\n<li>Der <strong>Krieg gegen Jugoslawien:<\/strong> Zwischen dem 24. M&auml;rz und dem 10. Juni 1999 bombardierte die NATO &ndash; besser: die USA &ndash; Jugoslawien. Denn die gesamte Zielbestimmung lag in den H&auml;nden der US-Amerikaner, was zu Beschwerden der europ&auml;ischen NATO-Partner f&uuml;hrte. &sbquo;Aus Versehen&lsquo; wurde auch die chinesische Botschaft getroffen.\n<p>Ausl&ouml;ser des Krieges war der letztlich militant gewordene Aufstand der &sbquo;Befreiungsorganisation&lsquo; der albanischen Kosovaren UCK, die f&uuml;r ein autonomes, Albanien-orientiertes Kosovo k&auml;mpften. Die Bundestagswahl im Herbst 1998 hatten die SPD und die Gr&uuml;nen gewonnen. Die US-Au&szlig;enministerin Madeleine Albright bestellte den kommenden Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der und seinen kommenden Au&szlig;enminister Joschka Fischer nach Washington, um sie auf den Krieg einzuschw&ouml;ren. Motiv war die Angst Albrights vor den anf&auml;nglich auch von Fischer ge&auml;u&szlig;erten Absichten, aus der NATO auszutreten.<\/p>\n<p>Der Mitgr&uuml;nder des PNAC, Robert Kagan (Ehemann von Victoria Nuland, US-Botschafterin bei der EU), schrieb dazu in seinem Buch <em>Macht und Ohnmacht. Amerika und Europa in der Neuen Weltordnung<\/em> (2003), nur die NATO sei &bdquo;<em>der Westen<\/em>&ldquo;. Sehr kritisch betrachtete Kagan europ&auml;ische Bem&uuml;hungen, eine Alternative zur NATO aufzubauen. In der Abwehr dieser Gefahr sah Kagan den wesentlichen Grund f&uuml;r den Jugoslawien-Krieg: Auf dem Balkan h&auml;tten keine &bdquo;<em>nationale Interessen<\/em>&ldquo; auf dem Spiel gestanden. Ein Hauptziel der amerikanischen Intervention sei der Zusammenhalt des B&uuml;ndnisses gewesen. Eine Rezension ist in den NachDenkSeiten vom 29.10.2015 erschienen.<\/p>\n<p>Der Krieg gegen Jugoslawien war v&ouml;lkerrechtswidrig, weil eine Erm&auml;chtigung des Sicherheitsrates und eine Selbstverteidigungssituation nicht vorgelegen hatten. Der erste deutsche Kriegseinsatz nach 1945 war daher illegal. Die v&ouml;lkerrechtliche &sbquo;Rechtfertigung&lsquo;, es habe sich um eine &sbquo;humanit&auml;re Intervention zwecks Verh&uuml;tung eines V&ouml;lkermordes&lsquo; gehandelt, war an den Haaren herbeigezogen. Erstens: Die Fakten gaben einen &sbquo;V&ouml;lkermord&lsquo; nicht her. Zweitens: Die sogenannte &sbquo;humanit&auml;re Intervention&lsquo; war v&ouml;lkerrechtlich nicht anerkannt. Eine Resolution der UN-Generalversammlung von 2005 l&auml;sst zwar derartige Interventionen zu, bindet sie aber an die Zustimmung des Sicherheitsrates.<\/p><\/li>\n<li>George W. Bush <strong>k&uuml;ndigt<\/strong> Ende 2001 den <strong>ABM-Vertrag von 1972<\/strong>, um das Raketenabwehrsystem NMD installieren zu k&ouml;nnen. Der Anti-Ballistic-Missile-Vertrag von 1972 hatte die Funktion, Defensiv-Waffen zu begrenzen, damit kein Land einen nuklearen Erstschlag f&uuml;hren kann, wenn es sich gegen den unweigerlich folgenden Gegenschlag, den Zweitschlag, nicht ausreichend sch&uuml;tzen kann. Der ABM-Vertrag war von George H. Bush und Michail Gorbatschow im Jahr 1991 als Teil des START-I-Vertragssystems ausgehandelt worden, nachdem er urspr&uuml;nglich 1982 von US-Pr&auml;sident Ronald Reagan initiiert worden war.<\/li>\n<li><strong>Dritter Irak-Krieg:<\/strong> 2003 begann Pr&auml;sident George W. Bush den Dritten Golf-Krieg; mit der Begr&uuml;ndung, Saddam Hussein entwickle Massenvernichtungswaffen. Das stellte sich als L&uuml;ge heraus. Der Krieg endete mit der Ermordung Saddam Husseins. Er wird als klar v&ouml;lkerrechtswidrig eingestuft, weil er kein Verteidigungs-, sondern ein Angriffskrieg war und keine zum Krieg erm&auml;chtigende Resolution des Sicherheitsrates vorlag.<\/li>\n<li><strong>Spekulation als Massenvernichtungswaffe:<\/strong> Schon 1994 warnte Horst K&ouml;hler, damals Pr&auml;sident des Deutschen Sparkassenverbandes, vor dem Derivat-Handel, der einen GAU ausl&ouml;sen k&ouml;nne.<br>\nNachdem Bill Clinton mit der Aufhebung des &sbquo;Glass-Steagall Act&lsquo; das Trennbankensystem abgeschafft hatte, kam es zun&auml;chst zu einer Fusionswelle, dann zur Internetblase und 2008 zum Zusammenbruch des US-Finanzsystems: Die Bank <em>Lehman Brothers<\/em> und der gr&ouml;&szlig;te Versicherungskonzern AIG brachen zusammen; AIG wurde mit Steuergeldern gerettet. In Deutschland ging die IKB, Tochter der KfW, pleite. Sie hatte &ndash; wie andere &ndash; Zweckgesellschaften in Steuer- und Finanzparadiesen gegr&uuml;ndet, deren Ergebnisse in den Bilanzen nicht auftauchten. So wurde die Regulierung umgangen. Mit <em>Goldman Sachs<\/em> wurde eine der m&auml;chtigsten Investmentbanken in den USA verklagt, mit &bdquo;<em>finanziellen Massenvernichtungswaffen<\/em>&ldquo; gehandelt zu haben (Horst K&ouml;hler am 29.04.2010 in M&uuml;nchen). Sehr interessant: Hans-Peter Martin\/Harald Schumann: Die Globalisierungsfalle (1996), Harald Schumann\/Christiane Grefe: Der globale Countdown (2008).<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Leitende Merkmale der US-Politik<\/strong>\n<ol start=\"24\">\n<li><strong>US-Politik und V&ouml;lkerrecht:<\/strong> Die USA k&ouml;nnen durchaus als einer der Begr&uuml;nder des modernen V&ouml;lkerrechts angesehen werden. Beispiele: Der V&ouml;lkerbund, die UNO, die N&uuml;rnberger Prinzipien. Es gibt aber zahlreiche Beispiele, bei denen es die USA nicht nur ablehnen, neugeschaffenen v&ouml;lkerrechtlichen Regelwerken beizutreten, sondern sie kommen auch ihren rechtlichen Verpflichtungen aus ratifizierten v&ouml;lkerrechtlichen Vereinbarungen nicht nach.\n<p>Beispielsweise verpflichtet der Atomwaffensperrvertrag auch die USA in Artikel VI, &bdquo;<em>in redlicher Absicht Verhandlungen &uuml;ber wirksame Ma&szlig;nahmen zur Beendigung des nuklearen Wettr&uuml;stens in naher Zukunft und zur nuklearen Abr&uuml;stung zu f&uuml;hren<\/em>&ldquo;. Aber in ihrem Grundsatzdokument zur milit&auml;rischen Nuklearstrategie vom Januar 2002 legen die USA fest, dass sie f&uuml;r unbegrenzte Zeit &uuml;ber eine schlagkr&auml;ftige und modernisierte Nuklearstreitmacht verf&uuml;gen wollen. Seither werden viele Milliarden Dollar in die Modernisierung der US-Atomwaffen gesteckt. Die Beispiele:<\/p>\n<p>Der <strong>Atomwaffensperrvertrag:<\/strong> Mit der Nuclear Posture Review von 2002 ist ein Pr&auml;ventivschlag m&ouml;glich. Es werden nukleare Gefechtsk&ouml;pfe entwickelt, die u.a. tief in die Erdoberfl&auml;che eindringen k&ouml;nnen. Die Planungen umfassen nicht nur die Modernisierung der Atomwaffen, sondern auch der Nuklearraketen und Atombomber f&uuml;r die n&auml;chsten 50 Jahre.<\/p>\n<p>Der Vertrag &uuml;ber einen umfassenden Atomteststopp, der &sbquo;<strong>Comprehensive Test Ban Treaty<\/strong>&lsquo; (CTBT) wurde zwar von Russland, Frankreich und Gro&szlig;britannien ratifiziert, von den USA und China aber nicht.<\/p>\n<p>Der <strong>Raketenabwehrvertrag<\/strong> (ABM-Treaty, 1972) wurde von den USA 2003 gek&uuml;ndigt.<\/p>\n<p>Die <strong>Chemiewaffenkonvention<\/strong> wurde zwar von den USA ma&szlig;geblich mitentwickelt. Die USA verbanden aber mit der Ratifizierung die Weigerung, sich den Inspektionsbestimmungen der Konvention zu unterziehen. Verdachtsinspektionen sind unm&ouml;glich.<\/p>\n<p>Die <strong>Konvention &uuml;ber biologische und toxische Waffen<\/strong> von 1972 wurde von den USA nicht ratifiziert. Sie wenden sich gegen ein rechtsverbindliches Vertragsregime zur Herstellung von Transparenz, haben bereits einen Prototyp f&uuml;r eine Bio-Bombe gebaut und waffenf&auml;higen Anthrax hergestellt.<\/p>\n<p>Die <strong>Konvention &uuml;ber das Verbot von Anti-Personen-Minen<\/strong> von 1997 wurde von den USA nicht ratifiziert (wie auch von Russland u.a.).<\/p>\n<p>Die <strong>UN-Klimarahmenkonvention und das Kyoto-Protokoll<\/strong> wurden von den USA abgelehnt.<\/p>\n<p>Die <strong>Pariser Klimarahmenkonvention<\/strong> von 2015 wurde von den USA unter Barack Obama zwar unterzeichnet, von Pr&auml;sident Trump aber gek&uuml;ndigt.<\/p>\n<p>Dem <strong>R&ouml;mischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs<\/strong> von 1998 traten die USA nicht bei.<br>\n<strong>Fazit:<\/strong> Die amerikanischen Politiker stehen der Idee eines V&ouml;lkerrechtssystems auf vertraglicher Grundlage ablehnend gegen&uuml;ber. N&auml;heres: Denner\/Makhijani\/Burroughs (Hrsg.): US-Politik und V&ouml;lkerrecht, in deutscher Sprache 2004 ediert von IALANA.<\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Krieg ist ihr Gesch&auml;ftsmodell&ldquo;:<\/strong> Das ist die &Uuml;berschrift &uuml;ber einem Artikel in Spiegel online vom 12.09.2015 zum Buch von James Risen &bdquo;Krieg um jeden Preis&ldquo; (2015). Risen sagt in dem Interview:<br>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Es gibt eine beeindruckend gro&szlig;e Gruppe von Leuten, deren Einkommen ausschlie&szlig;lich vom Krieg abh&auml;ngt. Der Krieg ist ihr einziges Gesch&auml;ftsmodell.&ldquo; 2.000 Privatfirmen lebten inzwischen vom Gesch&auml;ft mit dem Krieg (vgl. dazu Herbert Wulf: Internationalisierung und Privatisierung von Krieg und Frieden, 2005; &bdquo;Der Staat nimmt in Kauf, dass sich die S&ouml;ldner-Unternehmen und ihre Akteure vor Ort weitgehend der &ouml;ffentlichen Kontrolle entziehen&ldquo;, Wikipedia).\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>Die <strong>Geheimdienste:<\/strong> Die wichtigsten sind: <em>Central Intelligence Agency (CIA)<\/em>, Auslandsgeheimdienst; <em>Federal Bureau of Investigation (FBI)<\/em>, Spionageabwehr Inland; <em>National Security Agency (NSA)<\/em>, weltweite technische Aufkl&auml;rung; <em>National Reconnaissance Office (NRO)<\/em>, Satellitenaufkl&auml;rung; <em>National Geospatial-Intelligence Agency (NGA)<\/em>, geografische Aufkl&auml;rung. Das sind die wichtigsten von insgesamt 16 US-Geheimdiensten. Die besch&auml;ftigen 107.000 Spione. Daf&uuml;r entstehen j&auml;hrlich Kosten von 52,6 Milliarden Dollar (2013, Quelle: Washington Post).\n<p>Im weltweiten Spionagenetz Echelon arbeiten die &bdquo;<em>Five Eyes<\/em>&ldquo; zusammen, Geheimdienste der USA, Gro&szlig;britanniens, Kanadas, Australiens, Neuseelands. Das System dient zum Abh&ouml;ren und &Uuml;berwachen von &uuml;ber Satellit geleiteten privaten und gesch&auml;ftlichen Telefon- und Faxverbindungen und Internetdaten. Zielsetzung: In Deutschland bestanden schon 2007 bis 2013 die Hauptaufgaben der NSA in Wirtschaftsspionage und &Uuml;berwachung der politischen F&uuml;hrungspersonen (so der Echelon-Ausschuss des Europ&auml;ischen Parlaments). Im deutschen Bad Aibling stand bis 2004 eine &Uuml;berwachungsstation. Die Kooperation von NSA und <em>Bundesnachrichtendienst (BND)<\/em> hie&szlig; Eikonal. Frank-Walter Steinmeier, seinerzeit Geheimdienstkoordinator, sagte im Deutschlandfunk: &bdquo;<em>Es hat zu meiner Zeit keine Kenntnisse gegeben &uuml;ber [&hellip;] eine derartig umfangreiche Abh&ouml;rpraxis.<\/em>&ldquo; Gert R. Polli, von 2002 bis 2008 Leiter des &ouml;sterreichischen Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz und Terrorismusbek&auml;mpfung, kommt in seinem Buch Deutschland zwischen den Fronten (2017) zu dem Schluss, &bdquo;<em>amerikanische Dienste in Europa, allen voran die NSA und die CIA, agierten als Akteure einer Gleichschaltung<\/em>&ldquo;, mit dem Ziel, &bdquo;<em>die politischen Eliten Europas unkritisch transatlantisch und neoliberal auszurichten<\/em>&ldquo;: &bdquo;<em>Eine der langfristigen geopolitischen Zielsetzungen der USA ist die Verhinderung einer Allianz zwischen Europa und Russland<\/em>&ldquo; (Stratfor).<\/p>\n<p>Polli zeigt in seinem Buch, wie Spionage eingesetzt wird, um die US-Regierung wirtschaftlich und politisch &uuml;ber die Entwicklungen in Europa informiert zu halten. Die damit verbundene Wirtschaftsspionage hat einen f&uuml;r die USA erfreulichen Nebenaspekt: Sie liefert Kenntnisse &uuml;ber verbotene oder gar korrupte Vorgehensweisen europ&auml;ischer Unternehmen in den USA, die dann zu Milliardenstrafen &ndash; etwa gegen die Deutsche Bank &ndash; f&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Die amerikanische Verfassung ist &uuml;berholt:<\/strong> Nur die Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung von 1776 bekennt sich zu den Menschenrechten. Die amerikanische Verfassung von 1787 regelt vor allem die Staatsorganisation mit einem starken Pr&auml;sidenten und dem Wahlm&auml;nnersystem, das von Misstrauen gegen&uuml;ber dem Wahlb&uuml;rger, aber auch gegen&uuml;ber der Verwaltung der noch jungen Mitgliedstaaten gepr&auml;gt war. &bdquo;<em>Die USA waren und sind kein Kind der Aufkl&auml;rung, sie sind ein Kind des Kompromisses zwischen Vormoderne und Moderne<\/em>&ldquo; (so der Historiker Michael Hochgeschwender, FAZ vom 12.11.2016).\n<p>Meine These: Die amerikanische Verfassung ist untauglich, die Konflikte der Gegenwart angemessen zu regulieren. Beispiel ist das Wahlm&auml;nnersystem, das die Einzelstaaten und die Rechtsprechung so pervertiert haben, dass ein nach Stimmen eigentlich unterlegener Kandidat trotzdem Pr&auml;sident werden kann (Beispiele: George W. Bush, Donald Trump). Auch Richter und Staatsanw&auml;lte werden gew&auml;hlt, mit dem Pferdefu&szlig;, dass die Superreichen nicht nur auf den Gesetzgeber und die Exekutive, sondern auch auf die Rechtsprechung irregul&auml;ren Einfluss nehmen k&ouml;nnen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Die USA werden von einer Oligarchie von Superreichen regiert:<\/strong> Der Journalist Markus Feldenkirchen hat in seinem Essay <em>Vereinigte Oligarchen von Amerika<\/em> (SPIEGEL 36\/2015) die folgende These aufgestellt: &bdquo;<em>Das politische System der USA weist heute in vielem die Wesensmerkmale einer Oligarchie auf, weil eine kleine Zahl an Milliard&auml;ren nicht nur das Wirtschaftsleben, sondern auch die Politik bestimmt.<\/em>&ldquo; Auch f&uuml;r den fr&uuml;heren US-Pr&auml;sidenten Jimmy Carter sind die USA &bdquo;<em>nur noch eine Oligarchie<\/em>&ldquo;; &bdquo;<em>unbegrenzte Summen an Bestechungsgeldern<\/em>&ldquo; seien Voraussetzung, um in politische &Auml;mter zu gelangen. Beispiele: Trumps Vizepr&auml;sident Mike Pence wird seit 2012 von den Koch-Brothers (Verm&ouml;gen: 149 Milliarden Dollar) unterst&uuml;tzt. Die Kochs nutzen ihr Verm&ouml;gen, um eine radikale freie Marktwirtschaft in den USA zu verankern. Selbst in die Supreme-Court-Besetzung mischen sie sich ein (Die Zeit, 9. Juli 2018). N&auml;heres Tom Schimmeck: <em>Was kostet die Demokratie? Die Koch-Br&uuml;der und der Wahlkampf in den USA<\/em>, DLF 16.02.2016, Manuskript.<\/li>\n<li><strong>Fazit:<\/strong> Die USA sind keine Demokratie. &Auml;mter sind k&auml;uflich. Die Verm&ouml;gensverteilung ist grotesk ungleich. Der Rechtsstaat funktioniert nur eingeschr&auml;nkt. Anw&auml;lte vertreten Gesch&auml;digte vor allem dann, wenn sie mit v&ouml;llig &uuml;berh&ouml;hten Quoten am Schadensersatz beteiligt werden.\n<p>Au&szlig;enpolitisch halten sich die USA nicht an das V&ouml;lkerrecht, sondern vertreten ein opportunistisches V&ouml;lkerrechtsverst&auml;ndnis. Das war auch unter Obama so, wie sein Drohnenkrieg zeigt. Die W&uuml;nsche des milit&auml;risch-industriellen Komplexes bestimmten die R&uuml;stung, so Eisenhower. Er brachte folgendes Beispiel: Der <em>National Security Council<\/em> steigerte den Milit&auml;retat um 350 Prozent mit der Behauptung, die Sowjetunion k&ouml;nne die USA mit Atomwaffen in einem &Uuml;berraschungsangriff in Schutt und Asche legen. Das war reine Spekulation. Dasselbe gilt noch heute: Russland hat einen Milit&auml;retat von 66 Milliarden Dollar, allein die USA das Zehnfache davon, alle NATO-Staaten zusammen das Zwanzigfache. Trotzdem simuliert die NATO in riesigen Man&ouml;vern die Verteidigung gegen einen Angriff Russlands, obwohl der reiner Irrsinn w&auml;re.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Die friedenspolitische Rolle Russlands und der Sowjetunion<\/strong>\n<ol start=\"30\">\n<li>Die <strong>Haager Friedenskonferenzen<\/strong> wurden aufgrund der Anregung des russischen Zaren Nikolaus II. und auf Einladung der niederl&auml;ndischen K&ouml;nigin Wilhelmina 1899 und 1907 in Den Haag einberufen und sollten der Abr&uuml;stung und der Entwicklung von Grunds&auml;tzen f&uuml;r die friedliche Regelung internationaler Konflikte dienen. Vorgesehen war eine obligatorische Schiedsgerichtsbarkeit, die aber zun&auml;chst an Deutschland scheiterte. Dennoch kam es zur Errichtung des Schiedsgerichtshofs in Den Haag. Fortsetzungskonferenzen scheiterten wegen des Ersten Weltkriegs. Erst der V&ouml;lkerbund brachte die gerichtliche L&ouml;sung internationaler Streitfragen voran. Sein Rat wurde mit dem Entwurf eines Planes zur Errichtung eines st&auml;ndigen internationalen Gerichtshofs betraut, der auch Gutachten erstatten k&ouml;nnen sollte.<\/li>\n<li><strong>Russland hat nicht den Ersten Weltkrieg ausgel&ouml;st:<\/strong> Deutschland und &Ouml;sterreich\/Ungarn standen 1914 der &sbquo;Entente Cordiale&lsquo; gegen&uuml;ber, die vor allem durch deutsche Aufr&uuml;stungsma&szlig;nahmen wie das Flottenprogramm zustande gekommen war, das als Bedrohung der englischen Seeherrschaft verstanden wurde. Dazu kamen eindeutige Verabredungen wie franz&ouml;sische Kriegskredite an Russland oder der russisch-serbische Beistandspakt.<br>\nAm Ende der Juli-Krise 1914, ausgel&ouml;st durch den Mord am &ouml;sterreichischen Thronfolger in Sarajevo, stand die Kriegserkl&auml;rung &Ouml;sterreich-Ungarns an Serbien vom 28. Juli 1914. Unmittelbar danach begannen &ouml;sterreichische Kanonenboote ab 1 Uhr nachts von der Donau aus die Bombardierung Belgrads. Russland ordnete die Teilmobilmachung an. Aber zugleicht erreichte den deutschen Kaiser ein Telegramm des Zaren mit dem folgenden Vorschlag: &bdquo;<em>Es w&auml;re gut, das &ouml;sterreich-serbische Problem der Haager Konferenz zu &uuml;bermitteln<\/em>&ldquo;; sie war durch die Zweite Haager Konferenz von 1907 eingerichtet worden, der sowohl die Staaten der Entente Cordiale als auch Russland und Preu&szlig;en zugestimmt hatten. Der deutsche Reichskanzler Bethmann-Hollweg lehnte ab. Auch zwei weitere Versuche des Zaren gegen&uuml;ber Kaiser Wilhelm II, einen Krieg zu vermeiden, blieben ohne Erfolg.\n<p>Aber die deutsche Propaganda, die die wahren Abl&auml;ufe verschwieg, schob Russland die Kriegsschuld zu. Darauf fiel sogar die SPD-Fraktion im Reichstag herein, die die Kriegskredite mit bewilligte, obwohl sie wenige Tage vorher noch das &bdquo;<em>verbrecherische Treiben der Kriegshetzer<\/em>&ldquo; in Deutschland und &Ouml;sterreich-Ungarn angeprangert hatte.<\/p>\n<p>Denn am 3. August 1914 legte der Reichskanzler dem Reichstag eine Denkschrift vor, in der f&auml;lschlich behauptet wurde, russische Truppen h&auml;tten am Nachmittag des 1. August die Grenzen &uuml;berschritten: die Kriegsschuldl&uuml;ge. Es war daher kein Wunder, dass viele Sozialdemokraten die Kriegskredite mit bewilligten, auf Basis der Auffassung, der Krieg gegen Russland sei der &sbquo;Heilige Krieg&lsquo; der deutschen Sozialdemokratie. Aber es bildete sich eine kriegskritische Abgeordnetengruppe, die im April 1917 die USPD gr&uuml;ndete. Zu ihr geh&ouml;rte Karl Kautsky. Er ver&ouml;ffentlichte im Jahr 1919 sein Buch <em>Wie der Weltkrieg entstand<\/em>. Da kann man die richtigen Abl&auml;ufe nachlesen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Brest-Litowsk:<\/strong> Trotz gewaltiger russischer Opferzahlen diktierte das Deutsche Reich Russland im Jahr 1918 in Brest-Litowsk einen Gewaltfrieden ohne Kompromisse, setzte seinen Eroberungszug im Osten unvermindert fort &ndash; und verlor den Krieg trotzdem.<\/li>\n<li><strong>Besetzung Russlands durch die USA 1918-1920:<\/strong> Im Sommer des Jahres 1918 befanden sich etwa 13.000 amerikanische Soldaten auf dem Gebiet der neu gegr&uuml;ndeten <em>Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken<\/em> (UdSSR). Zwei Jahre und tausende von Todesopfern sp&auml;ter zogen die amerikanischen Truppen ab, nachdem sie ihre Mission, den bolschewistischen Staat schon &bdquo;<em>bei der Geburt zu erw&uuml;rgen<\/em>&ldquo; (Winston Churchill, The Second World War, Band IV, 1951), verfehlt hatten.\n<p>In den USA begann ein antikommunistischer Propagandafeldzug. Im Februar und M&auml;rz 1919 hielt der Rechtsausschuss des US-Senats Anh&ouml;rungen ab, in denen viele Bolschewisten-Schauergeschichten vorgestellt wurden:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Unter dem Strich war das Ergebnis dieser Anh&ouml;rungen [&hellip;] ein Bild von Sowjetrussland, wonach dieses eine Art von Tollhaus war, das von elenden Sklaven bewohnt war, welche auf Gedeih und Verderb einer Organisation von Amokl&auml;ufern ausgeliefert waren, deren Absicht es war, alle Spuren der Zivilisation zu beseitigen und das Land in die Barbarei zu f&uuml;hren&ldquo; (Frederick L. Schuman: American Policy Toward Russia Since 1917, 1928).\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Hitler-Stalin-Nichtangriffspakt 1939:<\/strong> Der Krieg gegen die Sowjetunion geh&ouml;rte zu den festen Absichten Adolf Hitlers (&bdquo;Lebensraum im Osten&ldquo;). Die Sowjetunion versuchte daher, B&uuml;ndnisse mit den Vereinigten Staaten und Gro&szlig;britannien zustande zu bringen, aber erfolglos. Auch der Franco-Putsch in Spanien, den die faschistische <em>Legion Condor<\/em> unterst&uuml;tzte, fand keinen Widerstand durch westliche M&auml;chte. Stalin ist aber vorzuwerfen, dass er auf das Angebot Hitlers in einem geheimen Zusatzvertrag einging, Polen aufzuteilen. Schon vor Beginn des &sbquo;Blitzkrieges&lsquo; ordnete Hitler am 18. Dezember 1940 an: &bdquo;<em>Die deutsche Wehrmacht muss darauf vorbereitet sein, auch vor Beendigung des Krieges gegen England Sowjetrussland in einem schnellen Feldzug niederzuwerfen<\/em>&ldquo; (Fall Barbarossa). Der Ausgang des Krieges ist bekannt.<\/li>\n<li><strong>KSZE:<\/strong> Schon vor ihrer eigentlichen Gr&uuml;ndung beschloss der Warschauer Pakt in Bukarest 1966 in der &sbquo;Deklaration &uuml;ber die Festigung des Friedens und der Sicherheit in Europa&lsquo; den Vorschlag der Einberufung einer &sbquo;Konferenz &uuml;ber Fragen der europ&auml;ischen Sicherheit&lsquo;. Sie sollte zur Aufl&ouml;sung der bestehenden Allianzen beitragen und die USA &ndash; als nicht-europ&auml;ischen Staat &ndash; aus Europa verdr&auml;ngen. 1967 wurde in der &sbquo;Karlsbader Erkl&auml;rung&lsquo; die Errichtung eines Systems zur kollektiven Sicherheit beschlossen.\n<p>Am 1. August 1975 wurde die KSZE-Schlussakte in Helsinki unterschrieben. In ihr verpflichteten sich die Staaten<\/p>\n<ul>\n<li>zur Unverletzlichkeit der Grenzen,<\/li>\n<li>zur friedlichen Regelung von Streitf&auml;llen,<\/li>\n<li>zur Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten,<\/li>\n<li>zur Wahrung der Menschenrechte und Grundfreiheiten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die USA bestanden auf der Mitwirkung, obwohl es um &bdquo;<em>Sicherheit und Zusammenarbeit in <strong>Europa<\/strong><\/em>&ldquo; ging.<\/p><\/li>\n<li><strong>Charta von Paris:<\/strong> Auf dem KSZE-Gipfeltreffen vom November 1990 wurde der Ost-West-Konflikt auf der normativen Ebene beendet. Mit der Charta von Paris wurde ein grundlegendes internationales Abkommen &uuml;ber die Schaffung einer neuen friedlichen Ordnung in Europa nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der Einstellung der Ost-West-Konfrontation geschaffen. Sie wurde am 21.11.1990 beschlossen, auch hier wieder unter Einschluss der USA und Kanadas. In Paris wurde auch der &sbquo;Vertrag &uuml;ber konventionelle Streitkr&auml;fte in Europa&lsquo; (KSE-Vertrag) von 22 Regierungschefs der NATO- und Warschauer-Pakt-Staaten unterzeichnet. &bdquo;<em>Einer der st&auml;rksten Bef&uuml;rworter dieser neuen Weltordnung war Michail Gorbatschow<\/em>&ldquo; (OSZE-Magazin 4\/2010).<\/li>\n<li>Die <strong>polnische &sbquo;Schocktherapie&lsquo;<\/strong>, Vorl&auml;ufer der russischen, wurde ausgedacht in den USA: Die polnische Gewerkschaft <em>Solidarno&#347;&#263;<\/em> entstand 1980 aus einem Streik heraus. Lech Wa&#322;&#281;sa &uuml;bernahm 1981 den Vorsitz. Der aus Polen stammende Papst Johannes Paul II. unterst&uuml;tzte <em>Solidarno&#347;&#263;<\/em>. Wa&#322;&#281;sa erhielt 1983 den Friedensnobelpreis. Da die USA Polen als den &sbquo;weichsten&lsquo; Staat im Ostblock ansahen, erhielt <em>Solidarno&#347;&#263;<\/em> vom gr&ouml;&szlig;ten amerikanischen Gewerkschaftsbund AFL-CIO, der CIA und der NED gro&szlig;z&uuml;gige staatliche Zuwendungen, die die Anwerbung von zehn Millionen Mitgliedern m&ouml;glich machte. Die US-N&auml;he zeigte sich daran, dass 1985 von Senator Kennedy die <em>Solidarno&#347;&#263;-Foundation<\/em> in den USA gegr&uuml;ndet wurde. Wa&#322;&#281;sa beauftragte die beiden Juristen Jaros&#322;aw und Lech Kaczy&#324;ski, mit den Vorsitzenden der polnischen Blockparteien &uuml;ber die Bildung einer nichtkommunistischen Koalitionsregierung zu verhandeln. Das Vorhaben gelang mit der Wahl von Tadeusz Mazowiecki zum Ministerpr&auml;sidenten Polens. Ende 1990 wurde Wa&#322;&#281;sa zum Staatspr&auml;sidenten gew&auml;hlt.\n<p>Polen hatte sich bereits seit den 1970-er Jahren bei westlichen Banken verschuldet, die bis Mitte der 1980-er Jahre 50 Milliarden Dollar ausmachten, beinahe zwei Drittel des polnischen BIP. Als dann die jahrzehntelange staatliche Preiskontrolle aufgehoben wurde, schnellte die Inflation 1989 auf 250 und 1990 auf 585 Prozent, w&auml;hrend das gesamtwirtschaftliche Einkommen gleichzeitig absank. Polen stand wirtschaftlich mit dem R&uuml;cken zur Wand. Dem 34-j&auml;hrigen Harvard-&Ouml;konomen Professor Jeffrey David Sachs und dem mit ihm kooperierenden Spekulanten George Soros gelang es unter &Uuml;bernahme der von Milton Friedman und den &sbquo;Chicago-Boys&lsquo; entwickelten &sbquo;Schocktherapie&lsquo; &ndash; 1973 in Chile angewandt &ndash;, Ministerpr&auml;sident Mazowiecki und seinen Finanzminister Leszek Balcerowicz f&uuml;r einen direkten &Uuml;bergang in den freien Markt zu gewinnen (&sbquo;Balcerowicz-Plan&lsquo;).<\/p>\n<p>Aber unmittelbar nach dem Fall der Berliner Mauer entstand dadurch eine wirtschaftliche Katastrophe: Der Regierung war es untersagt, bei der polnischen Nationalbank Geld drucken zu lassen, um Haushaltsl&ouml;cher zu stopfen. Das erzwang radikale Einsparungen, die zu Arbeitslosigkeit f&uuml;hrten. Zugleich wurden 90 Prozent der staatlichen Preiskontrollen beendet, so dass die Preise explodierten. Das f&uuml;hrte zu einer katastrophalen Senkung des Lebensstandards der Bev&ouml;lkerung. Die polnische Regierung war gezwungen, die staatseigenen Kronjuwelen zu privatisieren. Die riesige Stahlfabrik <em>Huta Warszawa<\/em> im Wert von drei bis vier Milliarden US-Dollar wurde f&uuml;r 30 Millionen Dollar an den italienischen Konzern <em>Lucini<\/em> verkauft. Die polnische Industrieproduktion brach weitgehend zusammen, an ihre Stelle trat allm&auml;hlich eine Dienstleistungswirtschaft. R&uuml;ckwirkend wurde der &sbquo;Balcerowicz-Plan&lsquo; daher als Erfolg eingestuft, allerdings auch wegen zahlreicher ausl&auml;ndischer Investitionen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Gorbatschow, Jelzin und die russische Staatspleite:<\/strong> Der russische Pr&auml;sident Michail Gorbatschow hatte zwar au&szlig;enpolitische Erfolge, als er 1987 mit dem amerikanischen Pr&auml;sidenten Ronald Reagan den INF-Vertrag zur Abr&uuml;stung der in Europa aufgestellten nuklearen Mittelstreckenraketen abschlie&szlig;en konnte. Gorbatschow beendete den Kalten Krieg und erm&ouml;glichte die deutsche Wiedervereinigung, die zum <em>Zwei-Plus-Vier-Vertrag<\/em> von 1990 f&uuml;hrte. Gorbatschow erhielt daf&uuml;r 1990 den Friedensnobelpreis.\n<p>Sein politisches und wirtschaftliches Reformprogramm Perestroika, das den Unternehmen finanzielle Selbstverantwortung gab und ausl&auml;ndischen Unternehmen die Beteiligung an sowjetischen mit h&ouml;chstens 49 Prozent erlaubte, f&uuml;hrte aber zu gro&szlig;en Schwierigkeiten. Vor allem hatte Gorbatschow den Sowjetb&uuml;rgern 1987 den Besitz von Dollars erlaubt. Praktisch &uuml;ber Nacht wuchs ein riesiger Schwarzmarkt f&uuml;r Dollars heran, w&auml;hrend der Rubel in der Sowjetunion de facto wertlos wurde.<\/p>\n<p>Die Wirren nutzte der KGB-General Philipp Bobkov, der sich selbst als Erfinder der Perestroika gerierte, und unterst&uuml;tzte den Aufstieg von Michail Chodorkowski, Roman Abramowitsch, Boris Beresowski und Alexander Kunanykhin zu Oligarchen. Typisch ist der Aufstieg von Chodorkowski: Er gr&uuml;ndete nach einem Chemiestudium mit 24 Jahren das Zentrum f&uuml;r <em>wissenschaftlich-technisches Sch&ouml;pfertum der Jugend-Stiftung f&uuml;r Jugendinitiative<\/em> (NTTM), eines auf marktwirtschaftlichen Prinzipien beruhenden Komsomol-Unternehmens. 1989 &uuml;bernahm Chodorkowski den Vorsitz der <em>Kommerziellen Innovationsbank f&uuml;r wissenschaftlich-technischen Fortschritt<\/em>, die eine der ersten Privatbanken Russlands war. Die Bank kaufte 1990 die Firma NTTM und benannte sie in <em>Menatep-Invest<\/em> um, die als Bank agierte und rasch gr&ouml;&szlig;er wurde. Die anderen &sbquo;Oligarchen&lsquo; hatten &auml;hnliche Aufstiege.<\/p>\n<p>Am 14.03.1990 wurde Gorbatschow zum Staatspr&auml;sidenten der UdSSR gew&auml;hlt. Im August 1991 kam es zu einem Putsch gegen ihn. Aber dem im Juni 1991 neugew&auml;hlten Pr&auml;sidenten der russischen Sowjetrepublik (RSFSR), Boris Jelzin, gelang es, die Putschisten auszuschalten und damit die Staatsgewalt zu &uuml;bernehmen. Am 25. Dezember 1991 trat Gorbatschow als Pr&auml;sident der Sowjetunion zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>Jelzins Finanzminister Jegor Gaidar und seine Berater Anatoli Tschubais, Harvard-&Ouml;konom Jeffrey Sachs, George Soros und vor allem Wladimir Potanin entwickelten das System der &sbquo;Coupon-Privatisierung&lsquo;: Gaidar und Potanin orientierten sich an dem polnischen &sbquo;Schocktherapie&lsquo;-Modell. Als Leiter des staatlichen Komitees zur Verwaltung des Staatsverm&ouml;gens gab Tschubais 150 Millionen<br>\n&sbquo;Vouchers&lsquo; (Privatisierungsschecks oder -Coupons) heraus, f&uuml;r jeden einzelnen russischen B&uuml;rger. Jeder konnte dann seinen &sbquo;Voucher&lsquo; in die Aktien eines russischen privatisierten Staatsbetriebes oder Warenhauses investieren. Da die meisten Russen aber &uuml;ber keinerlei Bargeld verf&uuml;gten, verkauften sie ihre &sbquo;Vouchers&lsquo; gegen Bargeld &ndash; und vor allem an die Oligarchen. So wurden der weltgr&ouml;&szlig;te Nickelbetrieb, einige der weltgr&ouml;&szlig;ten &Ouml;l- und Gaskonzerne wie <em>Sibneft<\/em> und <em>Gazprom<\/em> und <em>RUSAL<\/em>, der weltweit gr&ouml;&szlig;te Aluminiumhersteller, privatisiert. Michail Chodorkowskis <em>Menatep-Bank<\/em> konnte f&uuml;r 310 Millionen Dollar 78 Prozent Anteile an der &Ouml;lfirma <em>Jukos<\/em> erwerben, die aber einen wahren Wert von etwa f&uuml;nf Milliarden Dollar hatte. In &auml;hnlicher Weise ersteigerte Boris Beresowski den &Ouml;lgiganten <em>Sibneft<\/em>, dessen Wert bei drei Milliarden US-Dollar lag, f&uuml;r nur 100 Millionen.<\/p>\n<p>1995 wurde der Voucher-Aufkauf von staatlichen Unternehmen durch ausl&auml;ndische Investoren verboten. Ausnahme: Der <em>Harvard-Fonds, die Harvard-Management-Company<\/em> (HMC) und George Soros, der Harvard-Professor Sachs als Berater von Tschubais ins Spiel gebracht hatte, konnten als &sbquo;Belohnung&lsquo; f&uuml;r ihre Beratung die Aktienmehrheit bei <em>MLMK<\/em>, Russlands zweitgr&ouml;&szlig;tem Stahlwerk, und bei der &Ouml;lfirma Sidanko erwerben, deren gesch&auml;tzte &Ouml;lreserven die von <em>Mobil Oil<\/em> &uuml;berstiegen.<\/p>\n<p>1993 wurde eine Volksabstimmung mit Fragen zu Jelzins Wirtschaftspolitik durchgef&uuml;hrt. Die Oligarchen und Soros unterst&uuml;tzten die Volksabstimmungskampagne zu Jelzins Gunsten. Sie ging in seinem Sinne aus. Auch die Wiederwahl von Jelzin im Jahr 1996, die zun&auml;chst aussichtslos schien, wurde von Soros und den Oligarchen unterst&uuml;tzt. Jelzin gewann mit 54 Prozent.<\/p>\n<p>Der IWF hatte 1995 einen Kredit &uuml;ber 10,2 Milliarden Dollar an die Regierung Jelzin gegeben. Im Jahr 1998 flossen Milliarden von Dollars nach Russland; ein Vorgang, der zu einer Rubelkrise f&uuml;hrte. Die russische Industrieproduktion war fast auf die H&auml;lfte abgesunken, und die Armut der Bev&ouml;lkerung von zwei auf &uuml;ber 40 Prozent geklettert. Ein Gastkommentar von Soros in der Londoner <em>Financial Times<\/em> l&ouml;ste einen panischen Ausstieg aus rubelbasierten Anleihen und russischen Aktien aus. Der Rubel war nichts mehr wert. Die kurzfristigen Schulden beliefen sich auf 20 Milliarden Dollar, mit einem ausl&auml;ndischen Anteil von 6,5 Milliarden.<\/p>\n<p>Die russische Regierung wollte den Rubel abwerten. Dessen Anbindung an den US-Dollar war kurz zuvor aufgehoben worden. Die Freigabe des Wechselkurses f&uuml;hrte zu einem Wertverlust des Rubel von 60 Prozent. Der Schuldendienst der Gesch&auml;ftsbanken konnte nicht mehr bedient werden. Ein Gro&szlig;teil musste Insolvenz anmelden. Das wieder spielte den Oligarchen in die H&auml;nde, die die wichtigsten Banken des Landes &uuml;bernahmen.<\/p><\/li>\n<li><strong>&sbquo;Schocktherapie&lsquo; in Russland misslungen:<\/strong> Zwischen 1991 und 1997 schrumpfte das russische BIP um 83 Prozent. Allein die Agrarproduktion brach um 63 Prozent ein, die wirtschaftlichen Investitionen lie&szlig;en um 92 Prozent nach. &Uuml;ber 70.000 Fabriken wurden geschlossen; 13 Millionen Menschen verloren ihre Arbeit.\n<p>An dieser Entwicklung hatten die USA mitgewirkt. N&auml;heres: F. William Engdahl: <em>Geheimakte NGOs<\/em>, 2017.<\/p><\/li>\n<li>Putin kommt an die Macht: Am 10. August 1999 entlie&szlig; Jelzin Ministerpr&auml;sident Sergei Stepaschin und ersetzte ihn durch Wladimir Putin, einen unbekannten KGB-Offizier, der die Zeit des Kalten Krieges in Dresden verbracht hatte. F&uuml;r ihn sprach, dass er am Tag nach dem Putsch gegen Gorbatschow mit Blick darauf, dass der KGB-Vorsitzende am Putsch beteiligt war, aus dem KGB ausschied.\n<p>Jelzin trat am 31.12.1999 zur&uuml;ck und ernannte Putin bis zu den Wahlen im M&auml;rz 2000 zum amtierenden Pr&auml;sidenten.<\/p><\/li>\n<li><strong>Putin arrangiert sich mit den Oligarchen:<\/strong> Nach seinem Wahlsieg im Juni 2000 berief Putin die 18 m&auml;chtigsten Oligarchen in den Kreml ein. Er machte ihnen klar, dass er Loyalit&auml;t zum Staat erwartete. Chodorkowski, der zuvor den &Ouml;lkonzern <em>Jukos<\/em> gekauft hatte, hielt sich nicht daran. Daraufhin wurde in 2003 ein Steuerstrafverfahren gegen ihn eingeleitet und er wurde verurteilt. <em>Jukos<\/em> wurde zerschlagen und stellte den Betrieb ein.<\/li>\n<li><strong>Putin spricht 2001 im Bundestag:<\/strong> Putin hielt am 25. September 2001 vor dem Deutschen Bundestag eine Rede, in der er bekr&auml;ftigte, Russland verstehe sich als europ&auml;isches Land, und warb f&uuml;r Gorbatschows Vision vom &bdquo;<em>Aufbau des europ&auml;ischen Hauses<\/em>&ldquo;. Ein Hauptziel sei &bdquo;<em>der stabile Frieden auf dem Kontinent [&hellip;] Wie bekannt, haben wir den Vertrag &uuml;ber das allgemeine Verbot von Atomtests, den Vertrag &uuml;ber die Nichtverbreitung von Kernwaffen, die Konvention &uuml;ber das Verbot von biologischen Waffen sowie das START II-Abkommen ratifiziert. Leider folgten nicht alle NATO-L&auml;nder unserem Beispiel.<\/em>&ldquo; Am Schluss der Rede bekannte er: &bdquo;<em>Wir sind nat&uuml;rlich am Anfang des Aufbaus einer demokratischen Gesellschaft und einer Marktwirtschaft. [&hellip;] Aber abgesehen von den objektiven Problemen und trotz mancher &ndash; ganz aufrichtig und ehrlich gesagt &ndash; Ungeschicktheit schl&auml;gt unter allem das starke und lebendige Herz Russlands, welches f&uuml;r eine vollwertige Zusammenarbeit und Partnerschaft ge&ouml;ffnet ist.<\/em>&ldquo; Das Protokoll vermerkt: &bdquo;<em>Die Abgeordneten erheben sich.<\/em>&ldquo;<\/li>\n<li><strong>Die NATO-Umzingelungsstrategie:<\/strong> Gorbatschow schenkte Deutschland im Jahre 1990 die Einheit. Er stimmte sogar zu, dass das vereinigte Deutschland Mitglied der NATO sein k&ouml;nne. Die Bedingung war, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehne, was beispielsweise von dem damaligen deutschen NATO-Generalsekret&auml;r W&ouml;rner, von US-Au&szlig;enminister James Baker und seinem deutschen Kollegen Hans-Dietrich Genscher auch versprochen wurde (Der Spiegel 48\/2014). Ein Teil dieser Abmachung war, dass &bdquo;<em>ausl&auml;ndische Streitkr&auml;fte und Atomwaffen oder deren Tr&auml;ger<\/em>&ldquo; im Beitrittsgebiet &bdquo;<em>weder stationiert noch dorthin verlegt<\/em>&ldquo; werden d&uuml;rften, wie es in Artikel 5 Abs. 3 des 2+4-Vertrages 1990 hei&szlig;t.\n<p>Aber: Die NATO hielt sich nicht daran. Sie l&ouml;ste sich nicht nur nicht auf wie der Warschauer Pakt, sondern dehnte sich nach Osten aus. Bereits auf dem NATO-Gipfel in Madrid 1997 wurde auf Betreiben der USA den ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten Polen, Tschechien und Ungarn die Mitgliedschaft angeboten, die am 12. M&auml;rz 1999 der NATO beitraten, wenige Tage vor Beginn der Bombardierung Jugoslawiens durch die NATO, unter deutscher Beteiligung.<\/p>\n<p>Im November 2002 erhielten auf dem NATO-Gipfel in Prag Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rum&auml;nien, die Slowakei und Slowenien die Einladung zu Verhandlungen &uuml;ber einen NATO-Beitritt, und am 29. M&auml;rz 2004 traten diese neuen L&auml;nder der NATO bei. Beim NATO-Gipfel in Bukarest im April 2008 wurde der Beitritt Albaniens und Kroatiens beschlossen und am 1. April 2009 vollzogen. Der Ukraine und Georgien wurde der Beitritt in Aussicht gestellt, nachdem der ukrainische Au&szlig;enminister Arsenij Jazenjuk im Januar 2008 in Bukarest um die Aufnahme in die NATO ersucht hatte. Angela Merkel verhinderte das im letzten Moment. Aber die Umzingelung Russlands war damit weitgehend gelungen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Putin-Rede auf der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz 2007:<\/strong> In seiner Rede prangerte Putin das zweierlei Ma&szlig; des Westens an: &bdquo;<em>Ich habe jedenfalls verstanden, dass die Anwendung von Gewalt nur dann als legitim gilt, wenn sie auf der Grundlage einer Entscheidung der NATO, der EU oder der UNO basiert.<\/em>&ldquo; Er z&auml;hlte die mit den USA vereinbarten Abr&uuml;stungsvertr&auml;ge auf, machte aber darauf aufmerksam, dass beispielsweise der INF-Vertrag keinen &bdquo;<em>universellen Charakter<\/em>&ldquo; erhalten habe: &bdquo;Die Koreanische Volksdemokratische Republik, die Republik Korea, Indien, Iran, Pakistan, Israel&ldquo; h&auml;tten solche Waffen. Und vor allem sagte er: &bdquo;Die NATO-Erweiterung ist ein provozierender Faktor.&ldquo; Er erinnerte an die Zusagen, die der Sowjetunion anl&auml;sslich des Zwei-Plus-Vier-Vertrages gegeben wurden, und sprach die Zusammenarbeit in WTO und OSZE an. Aber seine Analyse ist in ihrer Offenheit schonungslos. Im Westen &uuml;berwogen die kritischen Kommentare.<\/li>\n<p><strong>Die Rolle Polens:<\/strong> Eine besondere Rolle in der NATO-Umzingelungsstrategie spielt Polen und dabei Rados&#322;aw Sikorski. 1992 wurde Sikorski stellvertretender Verteidigungsminister. Von 1998 bis 2001 war er stellvertretender Au&szlig;enminister. Nachdem die USA nach 9\/11 um Beteiligung an der Operation <em>Enduring Freedom<\/em> (OEF) baten, bef&uuml;rwortete Sikorski die Beteiligung, die im M&auml;rz 2002 auch begann. Ab 2002 arbeitete Sikorski als Direktor der <em>New Atlantic Initiative<\/em> im konservativen <em>American Enterprise Institute<\/em> (AEI) in Washington. Das AEI finanziert sich durch Spenden. Unter seinen 50 sogenannten Fellows befinden sich auch zahlreiche Vordenker des amerikanischen Neokonservatismus, wie etwa Richard Perle, Cheney und Irving Kristol.<\/p>\n<p>Nachdem Sikorski im November 2007 Au&szlig;enminister im Kabinett Tusk wurde, unterst&uuml;tzte er die Stationierung von NATO-Truppen in Polen und anderen Staaten Mittel-Ost-Europas sowie die Positionierung von US-Raketenabwehrsystemen in seinem Land. Am 20.8.2008 unterzeichneten die US-Au&szlig;enministerin Condoleezza Rice und Sikorski das Abkommen &uuml;ber die Stationierung von US-Luftabwehrraketen in Polen. Im Februar 2010 wurde bekanntgegeben, dass die amerikanischen Patriot-Raketen nur etwa 100 Kilometer von der Grenze zur russischen Enklave Kaliningrad entfernt aufgebaut werden sollten. Ferner wurde bekanntgegeben, dass das Raketenabwehrsystem &bdquo;<em>zum Schutz Europas<\/em>&ldquo; auf Rum&auml;nien ausgedehnt werde.<\/p>\n<p>Sikorski engagierte sich auch f&uuml;r den Umsturz in der Ukraine. Nach einem Artikel in der polnischen linken Wochenzeitung Nie (Neun) vom 18. April 2014 hatte Sikorski im September 2013 86 Mitglieder des <em>Rechten Sektors<\/em> nach Warschau eingeladen, angeblich als Teil eines Programms zur Zusammenarbeit zwischen Universit&auml;ten. Tats&auml;chlich erhielt der <em>Rechte Sektor<\/em> vier Wochen intensives Training in der Technik des Putsches, einschlie&szlig;lich des Einsatzes von Scharfsch&uuml;tzengewehren.<\/p>\n<li><strong>Der Maidan:<\/strong> Nachdem das ukrainische Parlament am 16. Januar Gesetze zur Eind&auml;mmung der Proteste auf dem Maidan erlassen hatte, kam es schon in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar zu Gewalt, an ihrer Spitze der <em>Rechte Sektor<\/em>. Am Morgen des 20. Februar schossen Scharfsch&uuml;tzen wohl aus dem <em>Hotel Ukraine<\/em> und aus dem Konservatorium, beide in der Hand des <em>Rechten Sektors<\/em> (<em>Der Freitag<\/em>, 19.02.2015), sowohl auf Oppositionelle als auch auf Demonstranten. Rund 80 Menschen starben. Auch der estnische Au&szlig;enminister Urmas Paet &auml;u&szlig;erte in einem abgeh&ouml;rten Telefongespr&auml;ch mit der EU-Au&szlig;enbeauftragten Catherine Ashton den Verdacht, das Maidan-Lager habe selbst Scharfsch&uuml;tzen engagiert (<em>t-online<\/em> vom 07.03.2014). Die Journalistin Ann-Dorit Boy schilderte diese Abl&auml;ufe in der FAZ vom 24.2.2014 unter der &Uuml;berschrift &bdquo;<em>Die Extremisten vom Maidan<\/em>&ldquo;, die nach Aussage ihres Anf&uuml;hrers Dmytro Jarosch schon Ende Januar &bdquo;<em>die Verantwortung f&uuml;r den &sbquo;revolution&auml;ren Prozess&lsquo; &uuml;bernommen<\/em>&ldquo; hatten.\n<p>Am 21. Februar schlug eine Vermittlungsmission der EU unter der F&uuml;hrung des deutschen, franz&ouml;sischen und polnischen Au&szlig;enministers unter Teilnahme eines Abgesandten der russischen Regierung ein Abkommen vor, nach dem die alte Verfassung von 2004 wiederhergestellt, eine<br>\nRegierung der nationalen Einheit gebildet, die Polizei und die bewaffneten Demonstranten zur&uuml;ckgezogen und vorgezogene Neuwahlen durchgef&uuml;hrt werden sollten.<\/p>\n<p>22.\tAber einen Tag nach der Unterzeichnung dieses Kompromissabkommens kam alles anders. Am 22. Februar wurde in Kiew ein Putsch durchgef&uuml;hrt. Der Rechte Sektor besetzte das Parlament und &uuml;bernahm die Kontrolle in Kiew. Bei der Abstimmung wurde Pr&auml;sident Wiktor Janukowytsch abgesetzt. Der Abgeordnete Olexander Turtschinow wurde zum neuen Staatspr&auml;sidenten gew&auml;hlt. Das Parlament w&auml;hlte den Vorsitzenden der &sbquo;Vaterlandspartei&lsquo;, Jazenjuk, zum Ministerpr&auml;sidenten. Diese Macht&uuml;bernahme war illegal, weil die f&uuml;r die Neuwahl eines Staatspr&auml;sidenten in der Verfassung vorgeschriebene Dreiviertelmehrheit nicht erreicht wurde. Ludger Volmer, ehemaliger Staatssekret&auml;r im AA, bezeichnete diesen Regierungswechsel als &bdquo;<em>klaren Putsch<\/em>&rdquo; (<em>Deutschlandfunk<\/em>, 25.06.2015).<\/p>\n<p>Der Putsch bewirkte nicht nur den Machtwechsel in Kiew. Er bewirkte auch, dass das Abkommen vom 21. Februar Makulatur wurde. Das kommentiert der Journalist Uwe Klu&szlig;mann in <em>SPIEGEL-online<\/em> vom 3.3.2014 wie folgt:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die Folge: Die russische Bev&ouml;lkerung der Krim erhob sich gegen die Zentralregierung, noch bevor Putin Truppen in Marsch setzte. Die drei westlichen Unterzeichner Steinmeier, Sikorski und Fabius h&auml;tten, wenn sie wollten, f&uuml;r ihre Beschwerden wegen Vertragsverletzung einen Adressaten in Kiew: Das Abkommen tr&auml;gt auch die Unterschrift des jetzigen Premierministers Arsenij Jazenjuk.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Die Annexion der Krim:<\/strong> Vor diesem Hintergrund erscheint die Annexion der Krim im M&auml;rz 2014 in einem neuen Licht. Russland musste damit rechnen, dass rund um seine in Sewastopol stationierte Flotte NATO-St&uuml;tzpunkte errichtet w&uuml;rden &ndash; machtpolitisch gesehen intolerabel und eine handgreifliche Zuspitzung der Einkreisungspolitik durch die NATO.<br>\n&Uuml;blicherweise hei&szlig;t es, Russland habe in v&ouml;lkerrechtswidriger Weise die Krim annektiert. Der Hamburger Staatsrechtler und Rechtsphilosoph Reinhard Merkel kommt zu einem anderen Ergebnis (FAZ vom 08.04.2014):\n<blockquote><p>\n&bdquo;Hat Russland die Krim annektiert? Nein. Waren das Referendum auf der Krim und deren Abspaltung von der Ukraine v&ouml;lkerrechtswidrig? Nein. Waren sie also rechtens? Nein; sie verstie&szlig;en gegen die ukrainische Verfassung (aber das ist keine Frage des V&ouml;lkerrechts). H&auml;tte aber Russland wegen dieser Verfassungswidrigkeit den Beitritt der Krim nicht ablehnen m&uuml;ssen? Nein; die ukrainische Verfassung bindet Russland nicht. War dessen Handeln also v&ouml;lkerrechtsgem&auml;&szlig;? Nein; jedenfalls seine milit&auml;rische Pr&auml;senz auf der Krim au&szlig;erhalb seiner Pachtgebiete dort war v&ouml;lkerrechtswidrig. Folgt daraus nicht, dass die von dieser Milit&auml;rpr&auml;senz erst m&ouml;glich gemachte Abspaltung der Krim null und nichtig war und somit deren nachfolgender Beitritt zu Russland doch nichts anderes als eine maskierte Annexion? Nein.<\/p>\n<p>[&hellip;]\tWas auf der Krim stattgefunden hat, war etwas Anderes: eine Sezession, die Erkl&auml;rung der staatlichen Unabh&auml;ngigkeit, best&auml;tigt von einem Referendum, das die Abspaltung von der Ukraine billigte. Ihm folgte der Antrag auf Beitritt zur Russischen F&ouml;deration, den Moskau annahm. Sezession, Referendum und Beitritt schlie&szlig;en eine Annexion aus, und zwar selbst dann, wenn alle drei v&ouml;lkerrechtswidrig gewesen sein sollten. Der Unterschied zur Annexion, den sie markieren, ist ungef&auml;hr der zwischen Wegnehmen und Annehmen. Auch wenn ein Geber, hier die De-facto-Regierung der Krim, rechtswidrig handelt, macht er den Annehmenden nicht zum Wegnehmer. Man mag ja die ganze Transaktion aus Rechtsgr&uuml;nden f&uuml;r nichtig halten. Das macht sie dennoch nicht zur Annexion, zur r&auml;uberischen Landnahme mittels Gewalt, einem v&ouml;lkerrechtlichen Titel zum Krieg.&ldquo;[&hellip;]\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Georgien, Moldawien, Ost-Ukraine:<\/strong> F&uuml;r Polen, Balten und Tschechen war klar, dass Russland den Krieg 2008 gegen Georgien begonnen hat. Aber eine Untersuchung der EU hat klargestellt, dass der Krieg von Georgien begonnen wurde (FAZ vom 30.09.2009). Allerdings war auch das Verhalten Russlands angreifbar, dass den Bewohnern der abtr&uuml;nnigen Gebiete Abchasien und S&uuml;dossetien russische P&auml;sse ausgeh&auml;ndigt hatte. Russland hat an der Aufrechterhaltung des Status der abtr&uuml;nnigen Gebiete Abchasien und Ossetien ein Interesse. Er sei der eines &bdquo;<em>frozen conflict<\/em>&ldquo;, der Beitritt Georgiens zur NATO sei daher unwahrscheinlich, weil sich die NATO andernfalls das Risiko eines kriegerischen Konflikts mit Russland einhandeln w&uuml;rde (FAZ vom 15.10.2018). &Auml;hnlich ist das mit dem Status von Transnistrien, einem abtr&uuml;nnigen Landesteil der Republik Moldawien, der unter russischem Einfluss steht (zu allem Egbert Jahn: <em>Politische Streitfragen<\/em>, Band I 2008: Jahn ist Prof. em. f&uuml;r Politikwissenschaft in Frankfurt\/Main).\n<p>Hier liegt auch der Grund, warum Russland den Konflikt in der Ost-Ukraine am K&ouml;cheln h&auml;lt. Denn ein NATO-Beitritt der Ukraine w&uuml;rde auch hier die Gefahr eines Krieges herbeif&uuml;hren. Alle Konflikte w&auml;ren l&ouml;sbar, wenn die Beitrittsabsichten zur NATO aufgegeben w&uuml;rden.<\/p><\/li>\n<li><strong>Russland als &sbquo;gelenkte Demokratie&lsquo;:<\/strong> Schon Jelzin verteidigte den Status Russlands, eines Landes, &bdquo;<em>das an Zaren und F&uuml;hrer gew&ouml;hnt ist<\/em>&ldquo;, als &bdquo;<em>gelenkte Demokratie<\/em>&ldquo;. Das sei auch Putins Ansatz, der sich dem Verdacht ausgesetzt sieht, die Opposition zu g&auml;ngeln (Alexei Nawalny) und f&uuml;r politische Morde verantwortlich zu sein (Litwinenko, Skripal). Auch wenn Kritik berechtigt ist (vgl. etwa die Berichterstattung des Journalisten Julian Hans f&uuml;r die S&uuml;ddeutsche Zeitung aus Moskau), muss man bei der W&uuml;rdigung dieser Zust&auml;nde das geschilderte fragile innen- und au&szlig;enpolitische Kr&auml;fteverh&auml;ltnis ber&uuml;cksichtigen. Viele deutsche Politiker und Wirtschaftsbosse sind an der Wiederherstellung eines guten Verh&auml;ltnisses zu Russland interessiert; was auch gelingen kann, wenn man einen realistischen Blick auf die Entwicklung hat.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Fazit<\/strong>\n<ol start=\"50\">\n<li>Europa und vor allem Deutschland muss seine Einstellung zu Russland &uuml;berdenken. Nicht erst seit Trump handeln die USA in gro&szlig;em Umfang v&ouml;lkerrechtswidrig, w&auml;hrend Russland sich klar v&ouml;lkerrechtsfreundlicher aufgestellt hat. Trump handelt sowohl wirtschaftlich wie au&szlig;enpolitisch in hohem Ma&szlig;e aggressiv. Russland kann sich demgegen&uuml;ber Aggressionen &ndash; etwa gegen die baltischen Staaten &ndash; gar nicht leisten: Es ist milit&auml;risch der NATO auch nicht ann&auml;hernd ebenb&uuml;rtig, was am Verh&auml;ltnis der Milit&auml;rausgaben deutlich wird.\n<p>Deutschland sollte daher im Sinne des Friedensgebotes des Grundgesetzes als Vermittler zwischen Europa und Russland wirken, was allerdings voraussetzt, dass es seine Rolle grundlegend revidiert. Das sollen diese Ausf&uuml;hrungen klarmachen.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. <strong>Peter Becker<\/strong>, Rechtsanwalt und Ko-Pr&auml;sident der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms, IALANA, hat in einem l&auml;ngeren Essay die Zweifel am Sinn und Wirken der sogenannten &bdquo;Transatlantischen Freundschaft&ldquo; beschrieben. Er bezweifelt, dass wir damit Russland gerecht werden. Mit diesem Text erg&auml;nzen die NachDenkSeiten ihre Aufkl&auml;rungsarbeit zum neu angeheizten West-Ost-Konflikt. Danke, Peter Becker. <strong>Albrecht<\/strong><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47702\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,126,171,11],"tags":[1519,2020,964,901,1645,1644,1426,2175,2407,1268,1711,1564,1611,304,1313,941,911,466,1337,799,915,663,1367,1418,259,776,1419,2147,1977,592,260,687,639,1556,1703,2128,2518,966,476],"class_list":["post-47702","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-erosion-der-demokratie","category-militaereinsaetzekriege","category-strategien-der-meinungsmache","tag-atomwaffen","tag-biochemische-waffen","tag-chodorkowski-michail","tag-geheimdienste","tag-georgien","tag-gorbatschow-michail","tag-hegemonie","tag-interventionspolitik","tag-jelzin-boris","tag-kalter-krieg","tag-klimaabkommen","tag-krieg-gegen-den-terror","tag-kriegsluegen","tag-kriegsverbrechen","tag-krim","tag-ksze","tag-maidan","tag-nato","tag-oligarchen","tag-polen","tag-putin-wladimir","tag-putsch","tag-ruestungsausgaben","tag-regime-change","tag-russland","tag-schockstrategie","tag-soros-george","tag-sowjetunion","tag-transatlantische-partnerschaft","tag-trennbanken","tag-ukraine","tag-ungleichheit","tag-uno","tag-usa","tag-voelkerrecht","tag-verfassung","tag-versailler-vertrag","tag-weltkrieg","tag-weltwirtschaftskrise"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47702","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47702"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47702\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47745,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47702\/revisions\/47745"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47702"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=47702"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=47702"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}