{"id":47791,"date":"2018-12-12T08:13:19","date_gmt":"2018-12-12T07:13:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791"},"modified":"2018-12-12T08:13:19","modified_gmt":"2018-12-12T07:13:19","slug":"hinweise-des-tages-3266","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h01\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h02\">Von der Leyen will neues Millionenbudget f&uuml;r Berater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h03\">&bdquo;Die Lage ist furchteinfl&ouml;&szlig;end&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h04\">Bahn muss sich bewegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h05\">Was der Streit mit Italiens Budget mit den L&ouml;hnen zu tun hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h06\">Cum-Ex: Justiz verfolgt kritische Journalisten im Auftrag der Steuerr&auml;uber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h07\">Milliarden f&uuml;r Million&auml;re &ndash; Warum Trumps Steuerreform kein Erfolg ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h08\">Piketty: Macron macht einen historischen Fehler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h09\">&Ouml;sterreich: Diese 5 Zahlen beenden jede Mindestsicherungsdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h10\">Viele Zusteller arbeiten zu miserablen L&ouml;hnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h11\">Tomatenfreie Zeit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h12\">R&uuml;stung gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h13\">R&uuml;stungsprojekte: Juristen halten EU-Verteidigungsfonds f&uuml;r illegal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h14\">&ldquo;Armageddon im Orient&rdquo;: Wie der Westen im Umgang mit dem Iran und Saudi-Arabien seine Glaubw&uuml;rdigkeit verliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h15\">Die Portfolio-Bereinigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h16\">Die Auftragsbotschafter der Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h17\">US-Sanktionen umgehen: EU will bald den alternativen Zahlungsverkehr mit dem Iran einrichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47791#h18\">Kurz notiert: Stilfragen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wem Macrons Milliarden-Versprechen n&uuml;tzen<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Macron will die &ldquo;Gelbwesten&rdquo; ruhigstellen &ndash; mit einer Reihe sozialer Ma&szlig;nahmen f&uuml;r Geringverdiener. Den Staat kostet das Milliarden. &Ouml;konomen glauben aber, dass die Falschen profitieren.<br>\nEmmanuel Macron hat sp&auml;t reagiert. Seit Wochen beherrschen die Proteste der &ldquo;Gelbwesten&rdquo; das Land, doch erst am Montagabend wandte sich Frankreichs Pr&auml;sident an sein Volk. In einer Fernsehansprache k&uuml;ndigte er Zugest&auml;ndnisse in der Sozialpolitik an. So sollen:<br>\n&Uuml;berstunden nicht mehr besteuert werden<br>\nBesch&auml;ftigte eine Jahrespr&auml;mie erhalten, ohne dass der Staat Abgaben erhebt<br>\nMindestlohnverdiener einen Zuschlag von maximal 100 Euro im Monat erhalten<br>\nRentner erst ab 2000 Euro Rente (bisher ab 1200 Euro) h&ouml;here Sozialabgaben zahlen. [&hellip;]<br>\nVon den Ma&szlig;nahmen sollen Geringverdiener und Rentner profitieren. Wie zielf&uuml;hrend die Pl&auml;ne sind, ist allerdings umstritten. Der Lebensstandard in Frankreich ist hoch, ebenso hoch ist f&uuml;r viele Franzosen die gef&uuml;hlte Ungerechtigkeit im Land. Sichtbar wird dies in der Arbeitswelt. Wie in Deutschland auch, gibt es in Frankreich eine Zweiklassengesellschaft. Wer einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat, ist gut abgesichert und schwer k&uuml;ndbar. Viele Franzosen hangeln sich jedoch von einem befristeten Vertrag zum n&auml;chsten, oft bei schlechter Bezahlung. Macron sagte in seiner Ansprache dazu: &ldquo;Wir wollen ein Frankreich, in dem man w&uuml;rdig von seiner Arbeit leben kann.&rdquo;<br>\nDoch wirken sich die Zugest&auml;ndnisse tats&auml;chlich finanziell positiv auf jene aus, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind? Der franz&ouml;sische Wirtschaftsprofessor Gilbert Cette bezweifelt, dass alle vier Ma&szlig;nahmen das leisten k&ouml;nnen.<br>\nWas hilft Geringverdienern wirklich? [&hellip;]<br>\n Ifo-Pr&auml;sident Clemens Fuest findet die Steuererleichterungen noch aus einem anderen Grund schwierig. &ldquo;Sie f&ouml;rdern &Uuml;berstunden und kommen denen nicht zugute, die nur Teilzeitjobs oder keine Arbeit haben&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Statement. &Auml;hnliches k&ouml;nnte auch auf den Plan zutreffen, nach dem Besch&auml;ftigte eine Jahrespr&auml;mie erhalten sollen, ohne dass der Staat Abgaben verlangt. Die Pr&auml;mie gibt es allerdings nur, wenn der Arbeitgeber dazu in der Lage ist. Damit d&uuml;rften auch hier vor allem jene Besch&auml;ftigte profitieren, die ohnehin in besser gestellten Unternehmen arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/emmanuel-macron-wer-profitiert-von-den-zugestaendnissen-an-die-gelbwesten-a-1243120.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Fragen nach den Profiteuren sind v&ouml;llig berechtigt &ndash; und &uuml;berraschenderweise &auml;u&szlig;ert sogar Clemens Fuest einen vern&uuml;nftigen Gedanken. Gerade die, denen es am allerschlechtesten geht, Teilzeitbesch&auml;ftigte, Arbeitslose und arme Rentner, h&auml;tten exakt gar nichts von den vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen. Nutzen w&uuml;rden sie Rentnern mit mittlerer Rente, Vollzeitangestellten mit Mindestlohn und Vollzeitangestellten in gro&szlig;en, gutverdienenden Firmen, die ihre &Uuml;berstunden steuerfrei ausgezahlt bek&auml;men, absolut im Einklang mit Macrons neoliberaler Agenda. Interessant ist noch, da&szlig; jetzt alle Sorgen &auml;u&szlig;ern &uuml;ber das staatliche Defizit, das durch die staatlichen Almosen in H&ouml;he von ca. 8-10 Milliarden Euro 2019 die 3-Prozent-Grenze rei&szlig;en w&uuml;rde, w&auml;hrend sich in 18 Monaten exakt *niemand* beschwert hat &uuml;ber den &ndash; weiterhin g&uuml;ltigen! &ndash; Plan Macrons, <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Frankreich-verkuendet-massive-Steuersenkung-article19927013.html\">die Unternehmensteuern radikal zu senken<\/a>, was den Staat das Doppelte als die Almosen f&uuml;r Rentner und Mindestl&ouml;hner kosten wird, n&auml;mlich j&auml;hrlich 20 Milliarden Euro. Und Macron hat keineswegs vor, die L&ouml;hne auf Kosten der Unternehmen zu erh&ouml;hen, denn f&uuml;r den 100 Euro h&ouml;heren Mindestlohn und den Verzicht auf Sozialabgaben kommt der Staat auf. Mit anderen Worten: auch nach Macrons &ldquo;Zugest&auml;ndnissen&rdquo; bleibt der neoliberale Kurs vollst&auml;ndig intakt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ob die von Macron angek&uuml;ndigten Ma&szlig;nahmen sinnvoll sind oder den Falschen helfen dar&uuml;ber kann sicher diskutiert werden. Deren prim&auml;res Ziel ist nat&uuml;rlich zuerst die Situation zu beruhigen und nicht eine grunds&auml;tzliche Abkehr von dessen neoliberaler Politik. Aber die neoliberalen Oberlehrer jenseits des Rheins wissen bereits, dass der Mindestlohn in Frankreich schon jetzt viel zu hoch ist und die geplante Erh&ouml;hung, aberwitzige 66 Cent, &ldquo;die Chancen von Jugendlichen und schlecht Ausgebildeten, die heute arbeitslos seien, noch weiter verschlechtern.&rdquo; Vor der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns in Deutschland wurde von den gleichen Figuren ein massiver Jobabbau prophezeit &ndash; nichts davon ist eingetreten. Der allergr&ouml;&szlig;te Irrsinn allerdings ist, dass &ldquo;die EU-Kommission &hellip; bereits angek&uuml;ndigt hat, sich die finanziellen Auswirkungen der Milliarden-Zusagen anschauen zu wollen&rdquo;. Gerne darf Br&uuml;ssel sich den franz&ouml;sischen Haushalt genau ansehen. Hoffentlich steigert sich damit die Wut des franz&ouml;sischen Volkes so weit, dass Macron hinweggefegt und damit ein Zeichen gegen die neoliberale Idiotie in Europa gesetzt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kritik an Macrons Rede: &ldquo;Mogelpackung&rdquo;<\/strong><br>\n&Uuml;berzeugt hat die pr&auml;sidiale Muppet Show am Ende niemanden. Am gestrigen Montagabend trat Staatsoberhaupt Emmanuel Macron im franz&ouml;sischen Fernsehen auf und verk&uuml;ndete seine Beschl&uuml;sse, mit denen er den seit Wochen andauernden Protest &ndash; unter anderem, aber inzwischen nicht mehr allein, der Leute in &ldquo;Gelben Westen&rdquo; &ndash; bes&auml;nftigen m&ouml;chte (vgl. Macron verspricht h&ouml;heren Mindestlohn, steuerfreie &Uuml;berstunden und eine Jahrespr&auml;mie).<br>\nNoch in der Nacht sprachen die Teilnehmer am Protest jedoch &uuml;berwiegend von &ldquo;Mogelpackungen&rdquo; und einer &ldquo;Maskerade&rdquo;. Auch beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen wird auf der Webseite aufgezeigt, dass die durch Pr&auml;sident Macron vorgebliche Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns (SMIC) in Wirklichkeit gar keine sei, sondern lediglich die bereits alte Ank&uuml;ndigung von Steuerkrediten f&uuml;r Geringverdiener wiederholt.<br>\nAuch in der politisch-parlamentarischen Sph&auml;re &uuml;berwiegt die Kritik. Auf der politischen Linken kritisiert etwa die KP-nahe Tageszeitung L&rsquo;Humanit&eacute;, es komme f&uuml;r Macron nicht in Frage, &ldquo;die Reichen anzutasten&rdquo;, und stattdessen solle nun die Allgemeinheit an Stelle der Gro&szlig;unternehmen zahlen.<br>\n(&hellip;) Nun &uuml;berraschte Pr&auml;sident Macron &ndash; jedenfalls im ersten Augenblick &ndash; mit der Ank&uuml;ndigung, er solle nun doch erh&ouml;ht werden und zwar um 100 Euro im Monat, allerdings noch nicht im Jahr 2019. Sieht man genauer hin, dann f&uuml;gte Macron jedoch sofort hinzu, dies solle die Arbeitgeber &ldquo;keinen Euro mehr kosten&rdquo;. Der abh&auml;ngig besch&auml;ftigten Arbeit mehr geben, ohne dass das Kapital mehr zahlt &ndash; wie soll das nun gehen?<br>\nIn den Augen von Emmanuel Macron ist es einfach: Entweder wird aus den Sozialkassen genommen, indem die Beitr&auml;ge nochmals abgebaut werden (in den letzten Monaten baute die Regierung Sozialbeitr&auml;ge in den Unternehmen ab und verlagerte sie auf eine nicht progressive Steuer auf Einkommen, die CSG oder den &ldquo;Allgemeinen Sozialbeitrag&rdquo;). Oder aber die Erh&ouml;hung wird, durch eine Art indirekter staatlicher Pr&auml;mie, aus Steuereinnahmen finanziert. Es scheint auf die zweitere L&ouml;sung hinauszulaufen, da, wie oben zitiert, nunmehr bereits f&uuml;r 2019 und 2020 angek&uuml;ndigte Steuerkredite f&uuml;r Geringverdienende als &ldquo;Erh&ouml;hung des Mindestlohns&rdquo; verkauft werden sollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kritik-an-Macrons-Rede-Mogelpackung-4247502.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Gegen Bildungsreformen: Sch&uuml;lerproteste in Frankreich brechen nicht ab<\/strong><br>\nSeit einer Woche demonstrieren franz&ouml;sische Sch&uuml;ler jetzt schon gegen Bildungsreformen der Regierung. Noch immer sind Dutzende Schulen blockiert. Der Protest richtet sich inzwischen auch gegen die Polizei.<br>\nDie Sch&uuml;lerproteste gegen Reformen im Bildungsbereich in Frankreich gehen weiter. Am Montag war der Unterricht an mehr als 100 Schulen gest&ouml;rt, wie der Sender France Info unter Berufung auf das Bildungsministerium berichtete. Rund 40 Schulen waren demnach komplett blockiert. Das seien weniger als am vergangenen Freitag.<br>\nDie Sch&uuml;ler protestieren seit einer Woche &ndash; der &Auml;rger richtet sich zum Beispiel gegen eine Reform des Abiturs und die neue Zulassungsplattform f&uuml;r Hochschulen. Auch Studenten hatten sich an dem Protest beteiligt.<br>\n(&hellip;) Die Proteste der Sch&uuml;ler sind diffus, teilweise sind sie von den &bdquo;Gelben Westen&ldquo; inspiriert, die seit Mitte November gegen Steuererh&ouml;hungen und die Reformpolitik auf die Stra&szlig;en gehen. Am Wochenende war es bei Demonstrationen der Bewegung abermals zu Ausschreitungen gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/hoch-schule\/gegen-bildungsreformen-schuelerproteste-in-frankreich-halten-an-15934372.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von der Leyen will neues Millionenbudget f&uuml;r Berater<\/strong><br>\nIn der Berateraff&auml;re droht ein Untersuchungsausschuss &ndash; doch Ursula von der Leyen will sich nach SPIEGEL-Informationen weitere 343 Millionen Euro f&uuml;r externe Experten genehmigen lassen. Der Rechnungshof &auml;u&szlig;ert scharfe Kritik. [&hellip;]<br>\nVon der Leyen aber scheint unbeirrbar. Nach SPIEGEL-Informationen hat ihr Ministerium dem Haushaltsausschuss neue Papiere vorgelegt, mit denen sie sich weitere 343 Millionen Euro f&uuml;r externe Berater und Dienstleister genehmigen lassen will. Ausgerechnet am Mittwoch, am gleichen Tag ist auch eine Sondersitzung des Verteidigungsausschusses zu der Aff&auml;re terminiert, soll das Budget diskutiert werden.<br>\nDas Geld soll &uuml;ber den Etat der bundeseigenen BWI GmbH flie&szlig;en, die als IT-Dienstleister der Bundeswehr fungiert. Laut der Vorlage will von der Leyen das BWI-Budget f&uuml;r die kommenden Jahre um 570 Millionen Euro auf dann stolze 6,516 Milliarden Euro anheben. Als Gegenleistung organisiert die BWI fast den gesamten IT-Bereich der Bundeswehr, der Vertrag l&auml;uft bis 2023.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ursula-von-der-leyen-will-neues-millionen-budget-fuer-berater-a-1243172.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Externe Berater m&uuml;ssen raus aus den Ministerien<\/strong><br>\nCDU\/CSU und SPD haben ein 16. Ministerium eingerichtet &ndash; das der Berater, das inzwischen in alle Ressorts hineinregiert. Wie aus der Antwort (PDF) auf meine Frage hervorgeht, hat die Bundesregierung seit 2014 3.804 Vertr&auml;ge in H&ouml;he von 716 Millionen Euro mit externen Dritten f&uuml;r Beratungs- und Unterst&uuml;tzungsleistungen abgeschlossen. Externe gewinnen damit immer mehr an Einfluss, Regierungspolitik und Ministeriumsaufgaben werden ausgelagert. Die Unabh&auml;ngigkeit und die Neutralit&auml;t des Staates werden unterlaufen, meint auch der Bundesrechnungshof.<br>\nDieser Irrsinn ist nicht nur teuer, sondern auch undemokratisch: Diese &ldquo;Berater&rdquo; werden immer &ouml;fter auch zu Entscheidern &ndash; ohne jede Legitimation und Transparenz. Spitze des Eisbergs ist das Verteidigungsministerium, wo ganz dreist Vergaberecht gebrochen wurde.<br>\nExterne Berater m&uuml;ssen raus aus den Ministerien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/externe-berater-muessen-raus-aus-den-ministerien\/?fbclid=IwAR0c-xXaN-9U-RbiZLyCc8F-FthBv667LELMhRGtRB3kjA3OEIt6eYiYJvs\">Die Linke<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Mehr Beamte, weniger Berater!<\/strong><br>\nMehr als 700 Millionen Euro f&uuml;r externe Berater? Die Bundesregierung sollte lieber selbst die Expertise aufbauen. Das w&auml;re teurer, w&uuml;rde aber das Vertrauen st&auml;rken.<br>\nMindestens 716 Millionen Euro hat die Bundesregierung in den vergangenen f&uuml;nf Jahren f&uuml;r externe Berater ausgegeben. Das ist angesichts der jahrelangen Kritik am Einfluss von Lobbyisten auf die Politik erschreckend viel Geld.<br>\nNat&uuml;rlich, es gibt Argumente, die f&uuml;r die Praxis sprechen &ndash; vor allem, wenn es um die Gesetzgebung geht. Vom ersten Diskussionsentwurf in den Ministerien bis zur Ver&ouml;ffentlichung im Bundesgesetzblatt ist es ein langer Weg. Oft werden Expertinnen und Experten engagiert, um den komplexen Prozess inhaltlich zu begleiten. Eurorettungsschirm, Mietpreisbremse, Pflege: Rund 550 Gesetze wurden auf diesem Weg allein in der vergangenen Wahlperiode verk&uuml;ndet. Ist es da nicht verst&auml;ndlich, dass in den Ministerien nicht zu jedem Thema das notwendige Wissen vorhanden ist?<br>\nDas Argument tr&auml;gt nur vordergr&uuml;ndig. Bei n&auml;herer Betrachtung ist es vielmehr Ausdruck eines fundamentalen Problems: Es verfestigt den Eindruck, dass Politik mit der zunehmend komplexen Wirklichkeit genauso &uuml;berfordert ist, wie die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Doch wenn die Politik die Herausforderungen unserer Zeit nicht ohne externe Hilfe managen kann, leidet das Vertrauen. Mit diesem Ph&auml;nomen wird in der politischen Soziologie in Teilen die Entfremdung zwischen &ldquo;dem Volk&rdquo; und &ldquo;den Politikern&rdquo; erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-12\/bundesregierung-externe-berater-ausgaben-finanzministerium-matthias-hoehn-anfrage\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong>, Die &Uuml;berschrift ist catchy, was folgt, fragw&uuml;rdig. Wieso wird hier allen Ernstes behauptet, &ldquo;selbst die Expertise auf[zu]bauen&rdquo; w&auml;re teurer als 716 Millionen Euro f&uuml;r Berater, die alle &uuml;ber 1.000 Euro am Tag kosten, also mindestens doppelt so viel selbst wie ein Spitzenbeamter? Und warum &ldquo;werden Expertinnen und Experten engagiert, um den komplexen Prozess inhaltlich zu begleiten&rdquo;? In bestimmten tiefen technischen Details (Mobilfunk, Pharmazie, Medizin&hellip;) werden auch gute Beamte Beratung brauchen, aber wieso m&uuml;ssen Gesetze von ganzen Heerscharen von Beratern designt werden? Die genannten Beispiele &ndash; ein &ldquo;Eurorettungsschirm&rdquo;, der in Wahrheit mehrere Volkswirtschaften (Griechenland, Spanien, Irland, Portugal&hellip;) ruiniert  hat, und eine angebliche &ldquo;Mietpreisbremse&rdquo;, die nicht bremst &ndash; sind da besonders bezeichnend f&uuml;r das Wirken von externen Beratern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Die Lage ist furchteinfl&ouml;&szlig;end&ldquo;<\/strong><br>\nAnhaltende Proteste quer durch Frankreich, ein gro&szlig;er Auftritt von Matteo Salvini in Rom und die Brexit-Abstimmung in London &ndash; Anlass genug f&uuml;r viele wirklich Reiche, sich zu schrecken.<br>\n(&hellip;) Niemand d&uuml;rfe sich wundern, dass &raquo;die B&uuml;rger verschiedenster L&auml;nder rund um die Welt nach und nach aufgewacht sind und rebellieren&laquo;, so Montier&hellip; Doch die wahre Ursache &raquo;ist ein kaputtes System von &ouml;konomischen Vorgaben, eben der Neoliberalismus&laquo;. Er &raquo;kam Mitte der 1970er-Jahre auf, und vier wesentliche &ouml;konomische Strategien kennzeichneten ihn: der Verzicht auf Vollbesch&auml;ftigung als ein w&uuml;nschenswertes politisches Ziel und stattdessen Inflationssteuerung; eine verst&auml;rkte Globalisierung bei der Mobilit&auml;t von Menschen, Kapital und beim Handel; die Maximierung des Shareholder Value statt neuer Investitionen und Wachstum; schlie&szlig;lich das Streben nach flexiblen Arbeitsm&auml;rkten und die Schw&auml;chung der Gewerkschaften&hellip;.<br>\n(Der Neoliberalismus) ist auch ein Projekt, das nur wenigen auf Kosten der vielen nutzt. Es f&uuml;hrt nicht nur zu einer verw&ouml;hnten Gesellschaftsschicht von High Income Individuals, also einzelnen Personen mit hohem Einkommen, sondern auch zu einer Schicht von abgehobenen Technokraten. Diese Abgehobenheit erlaubt ihnen, ihre t&ouml;richten Grunds&auml;tze weiter zu verfolgen, die aber die Wirtschaft ins Chaos st&uuml;rzen. W&auml;hrend dies geschieht, tr&ouml;sten sie sich mit der Behaglichkeit von &ouml;konomischen Theorien, die der Wirklichkeit widersprechen&hellip;.<br>\nPopulismus ist eine Antwort auf den Neoliberalismus. Es dauerte 40 Jahre, bis dessen wahre Auswirkungen sichtbar wurden. Aber jetzt, da sie sichtbar sind, sind sie dramatisch. Die meisten entwickelten Volkswirtschaften sind ausgeh&ouml;hlt und nur noch leere H&uuml;lsen. Sie verzeichnen enorme Handelsbilanzdefizite und produzieren immer weniger G&uuml;ter, welche die Menschen tats&auml;chlich konsumieren. Daf&uuml;r produzieren sie arbeitslose Arbeiter und unzufriedene B&uuml;rger.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/12\/die-lage-ist-furchteinfloessend\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Es brennt und die Brandstifter, die Verursacher der Krise des Kapitalismus wissen sehr wohl, dass das, was sie da angerichtet haben, schiefgehen wird. Sie wollen aber tanzen solange die Musik spielt und sich dann in der Stunde der Wahrheit, schnell vom Acker machen. Sie verschanzen sich in unzug&auml;nglichen Gebieten, horten Vorr&auml;te und Goldm&uuml;nzen und r&uuml;sten private Milizen auf, die sie sch&uuml;tzen sollen. Auch das wird ihnen nicht helfen, wenn es soweit ist. Wenn die Bomben fallen und das Weltklima kollabiert. Oder wenn die Revolution&auml;re sie, wie damals den Sonnenk&ouml;nig, abholen kommen. <\/em><\/p>\n<p><em>Inwieweit, wie der Autor des vorliegenden Beitrags meint, eine &bdquo;sozialliberale Demokratie&ldquo;, was auch immer das denn sein mag, der Ausweg ist, das sei dahingestellt. Die Geschichte wird es uns zeigen. Eins steht jedenfalls fest: so kann und wird es auch nicht mehr weitergehen. Die Linke sollte darum endlich aufh&ouml;ren zu lamentieren und sich gegenseitig zu bekriegen und stattdessen eine gemeinsame Strategie daf&uuml;r entwickeln wie man Probleme l&ouml;st.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bahn muss sich bewegen<\/strong><br>\nDas hatte gesessen. Nur f&uuml;r vier Stunden legten am Montagmorgen die Eisenbahner ihre Arbeit nieder, und schon ging fast nichts mehr. Als Reaktion auf ein zu geringes Tarifangebot des Bahn-Managements traten die Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) von f&uuml;nf bis neun Uhr in den Streik. Bundesweit wurde der Berufsverkehr eingeschr&auml;nkt. In Bayern waren die Gleise fast fl&auml;chendeckend tot&hellip;.<br>\n&raquo;Die Wucht des Warnstreiks hat gezeigt, wie gro&szlig; der Unmut der Kolleginnen und Kollegen ist&laquo;, erkl&auml;rte der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der EVG, Torsten Westphal. &raquo;Wir denken eben auch, dass es ein deutliches Zeichen Richtung Bahnvorstand war, der sich nun zu bewegen hat.&laquo; Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, der im Berliner S-Bahn-Verkehr steckenblieb, sagte, die Bev&ouml;lkerung erwarte, &raquo;dass die Bahnbesch&auml;ftigten einen ordentlichen Lohn bekommen und ordentliche Arbeitszeiten. Daf&uuml;r ist das Verst&auml;ndnis heute sehr gro&szlig; gewesen.&laquo; Die Konzernspitze sprach hingegen von einer &raquo;v&ouml;llig &uuml;berfl&uuml;ssigen Eskalation&laquo;. Die beiden Parteien seien bereits vorher einer Einigung sehr nah gewesen. Durch die sehr kurzfristige und allgemein gehaltene Ank&uuml;ndigung habe die Bahn keinen Ersatzfahrplan mehr erstellen k&ouml;nnen.<br>\nDie EVG hatte am Samstag die Tarifverhandlungen in Hannover abgebrochen und angek&uuml;ndigt, sie erst nach einem verbesserten Angebot der Deutschen Bahn wieder aufzunehmen. Die Gewerkschaft fordert 7,5 Prozent mehr Geld; das Management habe ein Prozent zu wenig geboten&hellip;.<br>\nDas P&uuml;nktlichkeitsziel von mehr als 80 Prozent kann die Bahn eigenen Planungen zufolge erst 2025 erreichen. Das Schienennetz muss dringend fl&auml;chendeckend erneuert werden. Dem Konzern fehlen 20.000 Mitarbeiter. Gleichzeitig wurden am Sonntag die Preise im Fernverkehr um weitere 1,9 Prozent angehoben. Am Freitag hatte der Bundesrechnungshof das Gesch&auml;ftsmodell der Bahn infrage gestellt. Gewinnmaximierung und Auslandsbeteiligungen vertr&uuml;gen sich nicht mit dem Auftrag des Bundes, zuverl&auml;ssigen Schienenverkehr zu gew&auml;hrleisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/345189.arbeitskampf-bahn-muss-sich-bewegen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Solidarisch sein<\/strong><br>\n(&hellip;) Einen ganz anderen Charakter hat aktuell die Konkurrenz der Gewerkschaften bei der Bahn. Hier befeuern sich die im DGB organisierte Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und die dem Beamtenbund angeschlossene Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) gegenseitig. Sie konkurrieren vor allem um die Zugbegleiter und Gastronomiemitarbeiter &ndash; denen beide zeigen wollen, dass sie die durchsetzungsf&auml;higere Organisation sind.<br>\n(&hellip;) Bei den gro&szlig;en GDL-Streiks 2007 und 2015 hat junge Welt stets f&uuml;r Solidarit&auml;t geworben &ndash; gegen Widerst&auml;nde, auch aus der Linken. Das zentrale Argument: Wenn Besch&auml;ftigte f&uuml;r progressive Forderungen k&auml;mpfen, ist Unterst&uuml;tzung angesagt. Linke k&ouml;nnen ihnen ihre Organisationsform nicht vorschreiben &ndash; zumal es f&uuml;r die L&ouml;sung der GDL aus der Tariff&uuml;hrerschaft von Transnet\/EVG gute Gr&uuml;nde gab. Und auch jetzt gilt: Den in der EVG organisierten Besch&auml;ftigten geb&uuml;hrt Solidarit&auml;t. Nicht sie sind f&uuml;r die Probleme der Pendler und Fernreisenden verantwortlich, sondern eine Konzernspitze, die ihnen angemessene Tariferh&ouml;hungen verweigert. Und sollte die GDL demn&auml;chst nachziehen, gilt dasselbe. Am st&auml;rksten w&auml;ren die Gewerkschaften freilich, w&uuml;rden sie gemeinsam k&auml;mpfen. Laut Weselsky k&ouml;nnte &raquo;pl&ouml;tzlich dem gesamten Zugpersonal einfallen, dass es tarifvertraglich zu keinerlei &Uuml;berstunden verpflichtet ist&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/345223.solidarisch-sein.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Was der Streit mit Italiens Budget mit den L&ouml;hnen zu tun hat<\/strong><br>\nLohnverhandlungen werden unter dem Diktat des Standortwettbewerbs gef&uuml;hrt. Die Finanzm&auml;rkte diktieren die Verteilung der Einkommen.<br>\nDer Streit um Italiens Budget ist ein Musterbeispiel daf&uuml;r, wie Lohnverhandlungen in einer globalisierten Welt gef&uuml;hrt werden. Dabei stehen EU-Kommission und Medien voll auf der Seite des Kapitals bzw. der Arbeitgeber.<br>\n(&hellip;) Die Kapitalm&auml;rkte als Preisrichter<br>\nDas hat die Lohnverhandlungen grunds&auml;tzlich ver&auml;ndert. Am Verhandlungstisch sitzen zwar immer noch die nationalen Arbeitgeber und die Arbeitnehmer, aber dar&uuml;ber schweben gleichsam als Preisrichter die Kapitalm&auml;rkte. Sie bewerten laufend die &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; von L&auml;ndern und Regionen. Ihr beliebtestes Kommunikationsmittel ist der Zins der Staatsanleihen bzw. die Abweichung der Zinss&auml;tze im Vergleich zu Deutschland (Spread). Auch sehr wirksam ist die Benotung oder das Rating der Rating-Agenturen. Mit diesen Signalen sagen sie den Kapitalm&auml;rkten, wo es sich zu investieren lohnt. Und lohnen tut es sich grunds&auml;tzlich dort, wo das Kapital den Verteilungskampf gegen die Arbeit gewinnt<br>\nItalien wollte das Angebot an Arbeitskr&auml;ften verringern<br>\nWie das konkret funktioniert, zeigt sich aktuell etwa am Beispiel von Italien. Dort hat die Regierung zwei Posten ins Budget eingebaut, die f&uuml;r die Verteilung wichtig sind: Erstens das Reddito di Cittadinanza: Einkommen unter 780 Euro sollen auf diesen Betrag aufgestockt werden. Damit wird gleichsam eine Lohnuntergrenze fixiert. Zweitens sollen sich die Italiener fr&uuml;her pensionieren lassen k&ouml;nnen. Damit wird das Angebot an Arbeitskr&auml;ften verringert. Dagegen laufen die Kapitalm&auml;rkte Sturm. Sie haben den Spread auf zeitweise 350 Punkte bzw. auf 3,5 Prozent erh&ouml;ht und &bdquo;Moodys&ldquo; hat die Bewertung oder das Rating von italienischen Staatsobligationen Ende Oktober auf das tiefe Niveau von Baa3 herabgestuft.<br>\nJetzt scheint Italien zu Zugest&auml;ndnissen bereit, die Mehrausgaben f&uuml;r das Reddito und die vorgezogene Rente im Umfang von 4 Milliarden Euro zu k&uuml;rzen. Ein Teil dieser Ausgaben soll f&uuml;r &bdquo;wachstumsf&ouml;rdernde&ldquo; Massnahmen &bdquo;investiert&ldquo; werden. Damit sind Steuersenkungen oder Subventionen f&uuml;r Unternehmen gemeint, die Personal einstellen.<br>\n(&hellip;) &Uuml;bersch&uuml;sse von Konzernen und Reichen f&uuml;hren zu Schuldenbergen der Staaten<br>\nEs ist nicht zu &uuml;bersehen: Seit die Kapitalm&auml;rkte als parteiische Schiedsrichter &uuml;ber allen Verhandlungstischen thronen, sitzen die Unternehmen an einem sehr langen Hebel. Sie verkaufen nicht mehr nur ihre Produkte, sondern versilbern auch ihre Jobs. Wie man damit Milliarden Subventionen scheffelt, hat j&uuml;ngst Amazon (2,5 Mrd. Dollar Quartalsgewinn) mit der Standortwahl einer neuen Zentrale der ganzen Welt vor Augen gef&uuml;hrt.<br>\nWas die Welt aber offenbar noch nicht begriffen hat, ist die Pointe, dass die riesigen Netto-&Uuml;bersch&uuml;sse des Unternehmenssektors und der reichen Privathaushalte einerseits und die Schuldenberge der Staaten andererseits blo&szlig; die zwei Seiten derselben Medaille sind. Die Staaten k&ouml;nnen ihre Schulden nur abbauen, wenn sie daf&uuml;r sorgen, dass die Unternehmen mehr ausgeben und sich verschulden m&uuml;ssen.<br>\nDas ist leichter gesagt als getan und die Aufgabe wird noch schwerer, wenn Medien die Macht der M&auml;rkte weiterhin als Naturgesetz begreifen und solange die EU-Kommission ihre Aufgabe darin sieht, den Willen der Kapitalm&auml;rkte zu vollstrecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Was-der-Streit-mit-Italiens-Budget-mit-den-Lohnen-zu-tun-hat\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Cum-Ex: Justiz verfolgt kritische Journalisten im Auftrag der Steuerr&auml;uber<\/strong><br>\nWie heute bekannt geworden ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg im Zusammenhang mit den Cum-Ex-Recherchen gegen den Chefredakteur des gemeinn&uuml;tzigen Recherchezentrums Correctiv und wirft ihm Anstiftung zum Verrat von Gesch&auml;fts- und Betriebsgeheimnissen vor. Damit folgt sie einem Gesuch der Schweizer Beh&ouml;rden, die wegen einer Anzeige der Schweizer Bank Sarasin t&auml;tig wurden.<br>\nWir protestieren scharf gegen diese Instrumentalisierung der deutschen Strafverfolgungsbeh&ouml;rden und fordern, Whistleblower ebenso wie kritische Journalisten zu sch&uuml;tzen statt zu verfolgen.<br>\n&ldquo;Die Staatsanwaltschaft unterst&uuml;tzt die Steuerr&auml;uber und verfolgt die Aufkl&auml;rer. Das ist schockierend&rdquo;, sagt Attac-Steuerexperte Alfred Eibl. &ldquo;Statt die T&auml;ter des k&uuml;rzlich aufgedeckten 55 Milliarden Euro schweren Steuerbetrugs zu belangen und das Geld f&uuml;r die Allgemeinheit zur&uuml;ckzuholen, macht die Justiz Journalisten das Leben schwer, die die Hintergr&uuml;nde zu diesem Steuerraub mit Hilfe von Whistleblowern aufgedeckt haben. Wer Missst&auml;nde aufdeckt, verpfeift niemanden, sondern handelt im Sinne des Gemeinwohls.&rdquo;<br>\nAttac fordert bereits seit Jahren ein Whistleblower-Gesetz, das die Weitergabe von Firmen- und Verwaltungsdaten zur Aufdeckung von Straftaten und Steuerhinterziehung grunds&auml;tzlich straffrei stellt und die Whistleblower arbeitsrechtlich und strafrechtlich sch&uuml;tzt. Mit einem solchen Gesetz entfiele auch jede Grundlage f&uuml;r die Verfolgung von Journalisten, die Informationen von Whistleblowern ver&ouml;ffentlichen.<br>\nF&uuml;r Beh&ouml;rden, Banken, Unternehmensberatungen, Anwaltskanzleien und andere einschl&auml;gig t&auml;tige Unternehmen und Einrichtungen soll es zudem eine Informationspflicht geben, wenn die Allgemeinheit finanziell oder durch Umweltverschmutzung, Gesundheitsbelastungen und &Auml;hnliches gesch&auml;digt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/cum-ex-justiz-verfolgt-kritische-journalisten-im-auftrag-der-steuerraeuber\/\">attac<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Staatsanwaltschaft verfolgt Correctiv, weil sie den Cum-Ex Skandal aufgedeckt haben, die CDU will der Deutschen Umwelthilfe die staatliche F&ouml;rderung entziehen, weil sie die Einhaltung der gesetzlich zul&auml;ssigen H&ouml;chstwerte f&uuml;r die Schadstoffemission bei Dieselautos gerichtlich eingeklagt hat&hellip; <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Nun ja, das ist eben marktkonforme Demokratie<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Neues von der Klassenjustiz<\/strong><br>\nSolange man mit seinem Kram zuverl&auml;ssig den liberalen Herrschaftsdiskurs bedient, geht alles gut. Sobald der Eigent&uuml;merklasse ins Handwerk gepfuscht wird, fangen die Probleme an. Oliver Schr&ouml;m, Chefredakteur der Recherchegruppe Correctiv, lernt diese Lektion gerade &ndash; und sie l&auml;sst ihn nach eigenem Bekunden &raquo;ratlos zur&uuml;ck&laquo;.<br>\n(&hellip;) K&auml;me die Sache vor Gericht und w&uuml;rde er verurteilt, drohen ihm bis zu drei Jahre Haft oder eine empfindliche Geldstrafe. Der Vorgang hat auch einen kr&auml;ftigen Zug ins Absurde: Nach Angaben Schr&ouml;ms wird in der Bundesrepublik gegen Mitarbeiter der Bank Sarasin, f&uuml;r die sich die Hamburger Staatsanwaltschaft jetzt ins Zeug legt, wegen ihrer Rolle bei den &raquo;Cum-Ex&laquo;-Gesch&auml;ften ermittelt.<br>\nFrank &Uuml;berall, Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes (DJV), nahm an der Pressekonferenz teil. Er ist nach eigenem Bekunden &raquo;ziemlich entsetzt&laquo; &uuml;ber die Angelegenheit, die er als &raquo;Angriff auf die Pressefreiheit&laquo; bezeichnete. Die Hamburger Staatsanwaltschaft mache sich dabei zum &raquo;Handlanger der Justiz in der Schweiz&laquo;. Der ebenfalls anwesende Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) wies darauf hin, dass das Ermittlungsverfahren gegen Schr&ouml;m noch nicht das ganze Bild sei; es zeichne sich eine Strategie der &raquo;Cum-Ex&laquo;-Profiteure ab, alle die von der Justiz verfolgen zu lassen, &raquo;die sich mit dem Thema intensiver befassen&laquo;&hellip;<br>\nDer finanzpolitische Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, Fabio De Masi, forderte am Dienstag Justizministerin Katarina Barley, Finanzminister Olaf Scholz (beide SPD) und den Hamburger Justizsenator Till Steffen (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) zum Eingreifen auf. W&auml;hrend &raquo;die &rsaquo;Cum-Ex&lsaquo;-Gangster frei herumlaufen&laquo;, hindere die Hamburger Staatsanwaltschaft Journalisten an ihrer Arbeit. Die genannten Politiker m&uuml;ssten daf&uuml;r sorgen, dass die &raquo;Ressourcen der Staatsanwaltschaft auf die Aufkl&auml;rung des &rsaquo;Cum-Ex&lsaquo;-Steuerbetrugs ausgerichtet&laquo; werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/345258.neues-von-der-klassenjustiz.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.B.:<\/strong> Ich kann noch nachvollziehen, dass h&ouml;chstbezahlte Winkeladvokaten (meistens erfolgreich) versuchen, aus T&auml;tern mit hoher krimineller Energie Opfer zu machen. Es ersch&uuml;ttert mich allerdings immer wieder, wie willf&auml;hrig die Politik den Boden daf&uuml;r bereitet und die Justiz dann t&auml;tig wird. Fabio De Masi hat Justizministerin, Finanzminister und Justizsenator aufgefordert einzugreifen. Die Botschaft h&ouml;r&rsquo; ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Milliarden f&uuml;r Million&auml;re &ndash; Warum Trumps Steuerreform kein Erfolg ist<\/strong><br>\nAn Weihnachten begl&uuml;ckte Donald Trump Superreiche und Konzerne mit billionenschweren Steuergeschenken &ndash; und versprach Normalverdienern h&ouml;here L&ouml;hne und mehr Jobs. Ein knappes Jahr sp&auml;ter steht fest: Das waren Luftschl&ouml;sser.<br>\nSchon der Titel war eine T&auml;uschung: &ldquo;Tax Cuts and Jobs Act&rdquo;. Um die billionenschweren Geschenke f&uuml;r Firmen und Reiche zu rechtfertigen, versprach Donald Trump bei der Unterzeichnung seiner Steuerreform im Dezember: Wenn wir die Abgaben senken, erleben die USA das gr&ouml;&szlig;te Wachstumswunder aller Zeiten. Mit mehr Geld in der Tasche werden die Unternehmen investieren, Jobs schaffen und &ldquo;ihre Arbeiter mit Boni &uuml;bersch&uuml;tten&rdquo;.<br>\nEins steht fest: F&uuml;r Gro&szlig;konzerne und Topverdiener ist die gr&ouml;&szlig;te Steuerreform seit den 80er Jahren ein Geldregen. Die Unternehmenssteuern sind von 35 auf 21 Prozent gefallen. Um 1,5 Billionen Dollar haben die Republikaner Superreiche und Konzerne entlastet. Sie sind durch das Weihnachtsgeschenk aus der Staatskasse noch reicher geworden. Doch dass dadurch mehr Jobs entstanden sind, darf bezweifelt werden. [&hellip;]<br>\nSteuergeschenke schaffen kaum mehr Jobs<br>\nSeit der Steuerreform im Januar ist die US-Wirtschaft zweifelsohne stark gewachsen: Um 2,2 Prozent im ersten, 4,2 Prozent im zweiten und 3,5 Prozent im dritten Quartal. Die Frage ist nur, ob Trumps Steuergeschenke wirklich der Grund daf&uuml;r sind. Der Boom begann schon vor fast zehn Jahren unter US-Pr&auml;sident Obama und h&auml;lt bis heute an. Wachstumstreiber ist vor allem die jahrelange Niedrigzinspolitik der US-Notenbank.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Warum-Trumps-Steuerreform-kein-Erfolg-ist-article20734516.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Harte und mit Fakten unterlegte, berechtigte Kritik. Es w&auml;re sogar noch sch&ouml;ner, wenn der Autor die vielleicht nicht ganz so verheerenden, aber doch &auml;hnlich unverantwortlichen Unternehmensteuersenkungen in Deutschland ganz genauso auseinander nehmen w&uuml;rde. &ldquo;Die konservative Doktrin der Trickle Down Economics, nach der Geschenke des Staates an Reiche und Konzerne mit der Zeit &uuml;ber h&ouml;here Investments, Wachstum und Jobs zu Arbeitern und Normalverdienern heruntertr&ouml;pfeln, hat sich bislang nicht bewahrheitet. Aber Fakten spielen f&uuml;r FDP, CDU, CSU, SPD und Gr&uuml;ne bekanntlich ja nur eine untergeordnete Rolle.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Piketty: Macron macht einen historischen Fehler<\/strong><br>\nK&uuml;rzlich war in einer franz&ouml;sischen Fernsehsendung ein Mann zu Gast, der eine schwierige Aufgabe hatte. Der Experte f&uuml;r Steuern und Finanzen sollte die Frage beantworten, ob denn die Abschaffung der bisherigen Form der Verm&ouml;genssteuer den von Macron erw&uuml;nschten Effekt erzielt, wonach Wohlhabende und Unternehmensf&uuml;hrer nun mehr Geld in die Wirtschaft investieren. Der Mann wurde als kompetent vorgestellt, regierungsnah und vertraut mit detaillierten Einblicken.<br>\nEr l&auml;chelte etwas verlegen, weil er passen musste. Wortreich erkl&auml;rte er, wie kompliziert es sei, schon jetzt Ergebnisse der Reform zu sehen, die nur mehr den Immobilienbesitz als Verm&ouml;gen steuerlich veranschlagt, aber die Finanzwerte der Verm&ouml;genden weitestgehend verschont.<br>\nDie Ermittlungen, ob dies tats&auml;chlich zu mehr Investitionen f&uuml;hre, w&uuml;rden lange dauern, aber die Regierung habe zur Reform der &ldquo;Solidarit&auml;tssteuer auf das Verm&ouml;gen&rdquo;, wie die abgeschaffte ISF im vollen Wortlaut hie&szlig;, eine Reihe von begleitenden Ma&szlig;nahmen oder Auflagen getroffen, die Anreize daf&uuml;r schaffen w&uuml;rden, dass das von der Steuer verschonte Verm&ouml;gen in Unternehmen gesteckt w&uuml;rde. Zwar wurde das Publikum nicht dar&uuml;ber aufgekl&auml;rt, wie diese Auflagen konkret aussehen, aber das L&auml;cheln des Experten in die ratlose Runde schien eine Spur gefestigter.<br>\nThomas Piketty: Die falsche Politik zur falschen Zeit<br>\nF&uuml;r den franz&ouml;sischen Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty liegen die Dinge dagegen klar auf der Hand. Bekannt wurde er auch in Deutschland durch sein Buch &ldquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&rdquo;, die historische Entwicklung der Verm&ouml;gensverteilung zum Thema hat und als These verficht, dass das Kapital tendenziell schneller w&auml;chst als die Einkommen, dass diese Tendenz langfristig f&uuml;r die Wirtschaft negative Auswirkungen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Piketty-Macron-macht-einen-historischen-Fehler-4248046.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: Diese 5 Zahlen beenden jede Mindestsicherungsdebatte<\/strong><br>\n&bdquo;Die Mindestsicherung belastet unser Budget&ldquo;, &bdquo;Zu viele erschleichen sich Leistungen&ldquo;&hellip; sind nur einige der Behauptungen, die in der Diskussion um die Mindestsicherung eingebracht werden. Es ist an der Zeit, Fakten statt Vorurteile sprechen zu lassen und eine n&uuml;chterne Diskussion &uuml;ber Armutsbek&auml;mpfung in &Ouml;sterreich zu f&uuml;hren.<br>\nSeit 2010 dient die sogenannte &bdquo;Bedarfsorientierte Mindestsicherung&ldquo; als Ma&szlig;nahme zur Armutsbek&auml;mpfung in &Ouml;sterreich. Seit ihrer Einf&uuml;hrung ist der Anteil der armutsgef&auml;hrdeten Menschen in &Ouml;sterreich gesunken. Wen unterst&uuml;tzt die Mindestsicherung und wie viel kostet sie dem Staat wirklich?<br>\n1 &ndash; Zwei Drittel der Bezieherinnen sind Frauen und Kinder<br>\nDerzeit beziehen etwa 250.000 Menschen Mittel aus der Mindestsicherung.<br>\nUnter den Frauen befinden sich viele Alleinerzieherinnen, Frauen ohne Anspruch auf eine eigene Pension und Frauen, die Teilzeit arbeiten, aber zu wenig verdienen, um sich (und Angeh&ouml;rige) zu versorgen.<br>\n2 &ndash; Im Durchschnitt erh&auml;lt eine Person 300 &euro;<br>\nDer Maximalbetrag (828 Euro) wird selten ausbezahlt.<br>\nRund 75 Prozent der BezieherInnen sind &bdquo;AufstockerInnen&ldquo; &ndash; sie arbeiten zwar, verdienen aber zu wenig, um sich und Angeh&ouml;rige zu versorgen.<br>\n3 &ndash; F&uuml;r die Mindestsicherung werden nur 0,8% des Budgets aufgewendet<br>\n2015 wurden daf&uuml;r etwa 870 Millionen Euro ausgegeben. Was viel klingt, relativiert sich im Vergleich mit anderen Ausgaben: F&uuml;r den Bereich Marktordnung und Fischerei waren beispielsweise im selben Jahr 733 Millionen Euro veranschlagt. K&uuml;rzungen in diesem Bereich h&auml;tten budget&auml;r keinen positiven Effekt, w&uuml;rden aber real Existenzen bedrohen und zu Verelendung f&uuml;hren.<br>\n4 &ndash; Die Treffsicherheit der Mindestsicherung liegt bei 99.2%<br>\nDie Behauptung, es g&auml;be &bdquo;F&ouml;rderbetrug&ldquo;, ist eine M&auml;r.<br>\nWer Anspruch auf Mindestsicherung hat, ist klar geregelt &ndash; und der Bezug wird genau kontrolliert. Nur bei 0,8 Prozent der BezieherInnen kommt es zu Sanktionen wegen falscher Angaben oder der Weigerung, Jobangebote anzunehmen.<br>\n5 &ndash; Nur 0,18 % der Bev&ouml;lkerung leben zur G&auml;nze von der Mindestsicherung<br>\nDas entspricht 8 Prozent aller BezieherInnen.<br>\nDer Bezug von Mindestsicherung hat nichts mit &bdquo;Faulheit&ldquo; oder &bdquo;Arbeitsscheue&ldquo; zu tun. Ein Drittel der BezieherInnen sind Kinder und PensionistInnen &ndash; sie d&uuml;rfen gar nicht arbeiten.<br>\nDie &uuml;berwiegende Mehrheit der Menschen arbeitet, ist in Pension oder bezieht noch andere Leistungen, hat aber zu wenig zum Leben.<br>\nIn einer solidarischen Gesellschaft werden Anstrengungen unternommen, um Menschen vor Armut zu bewahren. Die Mindestsicherung ist eine Form davon und unterst&uuml;tzt die Schw&auml;chsten in der Gesellschaft. Der Aufwand von weniger als 1 Prozent des Budgets ist verkraftbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/diese-5-zahlen-beenden-jede-mindestsicherungsdebatte\/\">kontrast.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die relativen Zahlen in der BRD d&uuml;rften nicht allzu weit entfernt von denen in &Ouml;sterreich sein. Wenn der Staat Geld braucht, so soll er es sich bei den Steuerbetr&uuml;gern und Gro&szlig;konzernen, meist sind die ja identisch, holen und nicht bei Sozialabgaben sparen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Viele Zusteller arbeiten zu miserablen L&ouml;hnen<\/strong>\n<ul>\n<li>Nur 30 Prozent der Besch&auml;ftigen in Zustelldiensten haben eine Ausbildung; 70 Prozent sind Hilfskr&auml;fte, arbeiten zum Gro&szlig;teil in Teilzeit oder als Minijobber.<\/li>\n<li>Mehr als die H&auml;lfte der Aushilfen bleibt unterhalb der Niedriglohnschwelle, erh&auml;lt also weniger als 10,50 Euro pro Stunde.<\/li>\n<li>Tats&auml;chlich d&uuml;rfte die Lage noch schlechter sein. Denn die Statistik erfasst keine selbst&auml;ndigen oder gar scheinselbstst&auml;ndigen Fahrer.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Stunde um Stunde fahren sie umher, schleppen Pakete bis unters Dach &ndash; und nicht selten m&uuml;ssen sie wiederkommen, weil gerade keiner da war: Mehr als 490 000 Menschen arbeiten mittlerweile bei Post- und Zustelldiensten in Deutschland, wie die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit nun ausgewertet hat. Vor allem Paketfirmen heuern vor Weihnachten Tausende Besch&auml;ftigte zus&auml;tzlich an, damit Geschenke rechtzeitig ankommen. Der Boom des Onlinehandels hat viele Arbeitspl&auml;tze in der Logistik geschaffen, oftmals allerdings zu j&auml;mmerlichen Konditionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/paketboten-zusteller-niedriglohn-1.4248719\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tomatenfreie Zeit!<\/strong><br>\nNestl&eacute; nennt er eine Verbrecherbande, und wer im November Spargel aus Thailand serviert, ist in seinen Augen ein Idiot: Der Sternekoch Vincent Klink hat sein Tagebuch ver&ouml;ffentlicht und wirbt im Gespr&auml;ch mit Stefan Siller f&uuml;r saisonale K&uuml;che, Nachhaltigkeit und Resteverwertung. Denn Abfall sei die Mutter aller neuen Gerichte.<br>\n(&hellip;) Der Koch m&uuml;sse eigentlich ein Vorbild sein, findet Klink. Gegen den Verderb von Lebensmitteln. Insbesondere angesichts verhungernder Kinder, die nach Ansicht des Kochs ermordet werden. Denn genug Ressourcen, um alle zu versorgen, seien ja da. Es ist wirklich wichtig, dass wenn was &uuml;brig ist, man daraus noch was macht. Mein Lehrchef damals, der war noch Kriegsteilnehmer, und hat einmal gesagt: Abfall ist die Mutter aller neuen Gerichte. Und der Mangel schafft Fantasie&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/396\/tomatenfreie-zeit-5436.html\">Kontext<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Man muss ja nicht immer Politiker sein, um die Welt zu verstehen und das Richtige zu tun. Ein Koch ist hier, wie man sieht, kl&uuml;ger als mancher Abgeordnete&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>R&uuml;stung gegen Russland<\/strong><br>\nDie Bundeswehr steuert in einen neuen Kalten Krieg (&hellip;)<br>\nDen ersten wichtigen Meilenstein f&uuml;r eine grundlegende Neuausrichtung der Bundeswehr in Richtung Russland, markierten im April 2017 die &bdquo;Vorl&auml;ufigen konzeptionellen Vorgaben f&uuml;r das k&uuml;nftige F&auml;higkeitsprofil der Bundeswehr&ldquo;. Verfasst unter der &Auml;gide von Generalleutnant Erhard B&uuml;hler wurden schon damals keine Zweifel daran gelassen, dass der &bdquo;B&uuml;ndnisverteidigung&ldquo; und damit faktisch der R&uuml;stung gegen Russland k&uuml;nftig wieder mehr Bedeutung zukommen soll. Deutschland m&uuml;sse bis 2031 drei schwere Divisionen mit je etwa 20.000 SoldatInnen in die NATO einbringen k&ouml;nnen, die erste bereits 2026, so die wichtigste Aussage des Dokumentes. Den nicht sonderlich zarten Hauch von Kaltem Krieg, den das Ganze vermittelte, fasste die FAZ am 19. April 2017 treffend zusammen: &bdquo;Damit w&uuml;rden die Divisionen wieder die klassische Struktur aus der Zeit vor 1990 einnehmen.&ldquo;<br>\nDiese Hochr&uuml;stung gegen Russland ist ernst zu nehmen, wie allein schon ein erg&auml;nzender Blick in das vom Heereskommando Mitte 2017 herausgegebene Papier &bdquo;Wie k&auml;mpfen die Landstreitkr&auml;fte k&uuml;nftig&ldquo; zeigt. Darin wird ein detailliertes Szenario entworfen, wie die Bundeswehr einen Landkrieg gegen Russland im Jahr 2026 gewinnen kann und welche F&auml;higkeiten hierf&uuml;r beschafft werden sollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/11\/ruestung-gegen-russland\/\">Graswurzelrevolution<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>R&uuml;stungsprojekte: Juristen halten EU-Verteidigungsfonds f&uuml;r illegal<\/strong><br>\nDie EU will enger zusammenr&uuml;cken &ndash; doch jetzt ger&auml;t ein weiteres wichtiges Projekt ins Wanken: Der milliardenschwere Europ&auml;ische Verteidigungsfonds ist laut einem Gutachten rechtswidrig.<br>\nIm Juni hat die EU-Kommission den Entwurf einer Verordnung f&uuml;r die Einrichtung des EVF vorgestellt. 13 Milliarden Euro sollen demnach in den Jahren 2021 bis 2027 in den Topf flie&szlig;en &ndash; unter anderem f&uuml;r Forschungsprojekte und die Entwicklung neuer Waffensysteme, darunter die Euro-Drohne, ein Kampfjet der n&auml;chsten Generation oder ein deutsch-franz&ouml;sischer Kampfpanzer. Im November stimmten die EU-Mitgliedsl&auml;nder dem Vorhaben &ldquo;in seiner allgemeinen Ausrichtung&rdquo; weitgehend zu.<br>\nDoch der Fonds krankt nicht nur daran, dass es bisher wenige konkrete Projekte gibt, die er finanzieren k&ouml;nnte. Jetzt droht auch juristischer &Auml;rger: Laut einem Gutachten, das der Bremer Rechtswissenschaftler Andreas Fischer-Lescano im Auftrag der Linksfraktion im EU-Parlament verfasst hat, verst&ouml;&szlig;t der Verteidigungsfonds gegen EU-Recht.<br>\n&ldquo;Militarisierung der EU auf den Tr&uuml;mmern des Rechts&rdquo;<br>\nDenn der Lissaboner EU-Vertrag verbiete die Finanzierung milit&auml;rischer oder verteidigungspolitischer Projekte aus dem Gemeinschaftshaushalt. Die Kommission versuche zwar, das Problem zu umgehen, indem sie Industrie- und Forschungsf&ouml;rderung als Hauptziele des Fonds ausgebe, so Fischer-Lescano. Doch dessen Hauptziel sei eindeutig, &ldquo;die Verteidigungsf&auml;higkeit zu verbessern&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ruestung-eu-verteidigungsfonds-laut-gutachten-illegal-a-1242792.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Armageddon im Orient&rdquo;: Wie der Westen im Umgang mit dem Iran und Saudi-Arabien seine Glaubw&uuml;rdigkeit verliert<\/strong><br>\nDer Journalist Jamal Khashoggi betritt die saudische Botschaft in Istanbul und kommt nie wieder raus. Der Regimekritiker: zerst&uuml;ckelt und in S&auml;ure zersetzt. Den Auftrag zum Mord gab der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, sagt die CIA. Trotz weltweiter Emp&ouml;rung wird er beim G20-Gipfel nicht nur von Putin freundschaftlich begr&uuml;&szlig;t. Warum eigentlich?<br>\nTats&auml;chlich hat der Westen ein irritierendes Verh&auml;ltnis zu Saudi-Arabien und seinen absolutistischen Herrschern. Immer gro&szlig;e Emp&ouml;rung und dann passiert NICHTS.  2017 verkaufte Trump vor diesem Tanz Waffen im Wert von 350 Milliarden Dollar an die Saudis.<br>\nReaktion&auml;re Lesart des Islam&rdquo;<br>\nWas hinter dieser seltsamen Freundschaft steckt, versucht Michael L&uuml;ders in seinem aktuellen Buch zu erkl&auml;ren: &ldquo;Die gesch&auml;ftlichen Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien sind sehr eng. Sie basieren auf der Gleichung: Waffen gegen &Ouml;l. Und das seit dem Zweiten Weltkrieg. Deswegen lassen die USA und ihre westlichen Verb&uuml;ndeten Saudi-Arabien gew&auml;hren &ndash; obwohl der wahhabitische Staatsislam, der in Saudi-Arabien herrscht, eine &auml;u&szlig;erst r&uuml;ckst&auml;ndige, um nicht zu sagen reaktion&auml;re Lesart des Islam bedeutet, die Saudi-Arabien aufgrund seines Erd&ouml;l-Reichtums noch in die entlegensten Gebiete der Welt exportiert. Auch nach Deutschland in Form des Salafismus&rdquo;, so L&uuml;ders.<br>\n&ldquo;Indirekte finanzielle Unterst&uuml;tzung der gro&szlig;en Terrororganisationen der Vergangenheit&rdquo;<br>\nDie Saudis finanzieren mit vielen Milliarden den dschihadistischen Islam, &uuml;berall in der Welt. Sowohl in islamischen L&auml;ndern als auch in Europa haben sie zur Radikalisierung von Muslimen beigetragen:<br>\n&ldquo;Die gro&szlig;en Terrororganisationen der Vergangenheit &ndash; allen voran Al-Kaida und der Islamische Staat &ndash; tragen ganz eindeutig eine saudische, eine wahhabitische Pr&auml;gung. Das bedeutet zum einem indirekte finanzielle Unterst&uuml;tzung. Vor allem aber eine ideologische Inspiration, die von Saudi-Arabien ausgeht. Eigentlich m&uuml;sste man, wenn man nicht interessengeleitet w&auml;re, sagen: Saudi-Arabien ist ein Land &ndash; zugespitzt gesagt &ndash; das man dringendst unter Quarant&auml;ne stellen m&uuml;sste&rdquo;, fordert L&uuml;ders&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/armageddon-im-orient-102.html\">TTT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Portfolio-Bereinigung<\/strong><br>\nDas Prinzip ist eiskalt: Der Stuttgarter Medienkonzern SWMH kauft kleinere Verlage und macht sie St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck platt. Auf der Strecke bleiben die Besch&auml;ftigten &ndash; und die zweite Meinung. Lehrst&uuml;cke aus Esslingen und B&ouml;blingen.<br>\nIn ihrer Not haben sie sich an die Frau gewandt, die ihnen immer versichert hat, sie w&auml;re auf ihrer Seite. Das war beim Verkauf der &ldquo;E&szlig;linger Zeitung&rdquo; (EZ) anno 2016 so, der, so sagte sie, zu ihrem Wohl war. Und das war ein Jahr zuvor so, als sie auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichtet haben, damit eine neue Druckmaschine angeschafft werden konnte. Zur Arbeitsplatzsicherung. Und jetzt hat ihnen Christine Bechtle-Kobarg gesagt, sie w&uuml;rde gerne helfen, k&ouml;nne es aber nicht, weil sie nichts mehr zu sagen habe. Leider, leider k&ouml;nne sie keine Hoffnungen machen. Mit dem gr&ouml;&szlig;ten Bedauern&hellip;<br>\nDie Menschen, die vom Schicksal der K&uuml;ndigung betroffen sind, arbeiten in der Bechtle Druck &amp; Service GmbH &amp; Co. KG (BDS) sowie der Bechtle Weiterverarbeitungs GmbH &amp; Co. KG. Beides sind Tochtergesellschaften des Bechtle-Verlags, der seit zwei Jahren zur S&uuml;dwestdeutschen Medienholding SWMH geh&ouml;rt. Viele arbeiten seit Jahrzehnten in dem Traditionsbetrieb, dem Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann noch im vergangenen Jahr ein Loblied zum 150. Geburtstag gesungen hat. Viele waren bis vor Kurzem stolz darauf, ein &ldquo;Teil der Firma&rdquo; zu sein.<br>\nDas sind sie nicht mehr. Sie sind entt&auml;uscht, w&uuml;tend und frustriert, weil sie immer alles mitgetragen haben: Verzicht auf Lohnerh&ouml;hungen, 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich, Gehaltsk&uuml;rzungen&hellip;<br>\nDas Aus, sprich: die Schlie&szlig;ung beider Betriebe, hat ihnen einer der vielen SWMH-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer am 6. November verk&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/401\/die-portfolio-bereinigung-5536.htm\">Kontext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Auftragsbotschafter der Tagesschau<\/strong><br>\nDie USA wollen aus dem INF-Abr&uuml;stungsvertrag aussteigen. Washington begr&uuml;ndet den Schritt mit Moskaus angeblicher Vertragsverletzung. &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; begleiten die Infragestellung des INF-Vertrags mit ihrem Leitmotiv: Russland in Misskredit bringen.<br>\nUSA und NATO orchestrieren die Gef&auml;hrdung des Weltfriedens sorgf&auml;ltig: Kaum nimmt das Kriegspotenzial in einem Konfliktherd etwas ab &ndash; Beispiele: Libyen, Syrien, Ukraine &ndash;, schon liegt an anderer Stelle die Lunte am Pulverfass. Jetzt drohen die USA, den INF-Vertrag &uuml;ber das Verbot nuklearer Mittelstreckensysteme zu k&uuml;ndigen. Angeblich, weil Russland dagegen versto&szlig;e, und zwar mit seinem Marschflugk&ouml;rper Novator 9M729, NATO-Code: &ldquo;SSC-8&rdquo;. Wie immer spielt ARD-aktuell dazu die Leitmelodie: russlandfeindliche T&ouml;ne, mal piano, mal fortissimo.<br>\nTagesschau und Tagesthemen fragen weder nach Belegen f&uuml;r die Vorw&uuml;rfe aus Washington, noch gehen sie gar der Frage nach, ob die USA nicht ihrerseits den INF-Vertrag verletzen. Um im Bilde zu bleiben: Ob das Pulver im Fass noch trocken ist, pr&uuml;fen sie auch nicht.<br>\nVor 31 Jahren leitete der INF-Vertrag das Ende des Kalten Krieges zwischen West und Ost ein und bot Europa seither relativen Schutz vor atomarer Bedrohung. Jetzt verlangen USA und NATO von Russland ultimativ, auf seine Novator 9M729 zu verzichten: binnen zwei Monaten. Andernfalls will Pr&auml;sident Trump den INF k&uuml;ndigen. Und die Redaktion von ARD-aktuell stellt weder sich selbst noch &ouml;ffentlich die f&uuml;r Journalisten immer obligatorische Frage: Warum das, warum gerade jetzt? Hatte Trump nicht schon vor Monaten seine Unzufriedenheit mit dem INF erkl&auml;rt? Den USA passte doch schon zu Obamas Zeiten die ganze Richtung nicht mehr?<br>\n(&hellip;) Die Vorgeschichte und den politischen Kontext l&auml;sst die ARD-aktuell einfach weg. Stattdessen unterst&uuml;tzen Tagesschau &amp; Co. die durchsichtige Strategie der USA, Russland vor der Welt&ouml;ffentlichkeit als vertragsbr&uuml;chig hinzustellen. Der Gleichklang des &ouml;ffentlich-rechtlichen Senders mit der Erkl&auml;rung des US-Scharfmachers und Au&szlig;enministers Pompeo ist beeindruckend&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/80805-dr-gniffkes-macht-um-acht\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>US-Sanktionen umgehen: EU will bald den alternativen Zahlungsverkehr mit dem Iran einrichten<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Europ&auml;ische Union will die Handelswege mit dem Iran offenhalten, um das von US-Pr&auml;sident Donald Trump gek&uuml;ndigte Atomabkommen zu retten. Diesbez&uuml;glich will Br&uuml;ssel bis Ende des Jahres einen alternativen Zahlungsweg errichten, um Finanztransaktionen zwischen der EU und dem Iran zu erleichtern und so die US-Sanktionen zu umgehen.<br>\n&bdquo;Ich gehe davon aus, dass dieses Finanzinstrument in den kommenden Wochen, vor Ende des Jahres, als Mittel zum Schutz und zur F&ouml;rderung legaler Gesch&auml;ftsbeziehungen eingef&uuml;hrt wird&rdquo;, sagte am Montag die EU-Au&szlig;enbeauftragte Federica Mogherini.<br>\nVorbereitungen zwischen Au&szlig;en- und Finanzministern laufen<br>\nSo soll bis Ende des Jahres eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle) eingerichtet werden. Details nannte Mogherini keine, betonte aber, dass die Vorbereitungen zwischen Au&szlig;en- und Finanzministern bereits laufen. Diese Idee wurde bereits im November von EU-Beamten vorgeschlagen. Damit soll die Abh&auml;ngigkeit von den USA und der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) beseitigt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/80832-us-sanktionen-umgehen-eu-will-alternativen-zahlungsverkehr-iran\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>Dazu: Russland erw&auml;gt Abschaltung von Visa und MasterCard wegen US-Sanktionen<\/strong><br>\nMoskau sieht sich im kommenden Januar mit der Aussicht auf st&auml;rkere US-Sanktionen konfrontiert, da der US-Kongress ein neues Paket antirussischer Sanktionen diskutieren wird. Die russische Zentralbank warnt die Kreditgeber im Land vor m&ouml;glichen Risiken.<br>\nDie Zentralbank Russlands empfiehlt, dass russische Finanzinstitute notwendige Pr&auml;ventivma&szlig;nahmen ergreifen, falls deren Partnerbanken gezwungen werden sollten, die Verbindung zu Dienstleistungen &uuml;ber die beiden weltweit am h&auml;ufigsten verwendeten Zahlungssysteme Visa und MasterCard einzustellen, so die russische Wirtschaftszeitung Wedomosti.<br>\n(&hellip;) Die Zentralbank von Russland empfiehlt, dass russische Banken nach einem alternativen Tr&auml;ger suchen, der die aktuellen Anbieter Visa und MasterCard ersetzen k&ouml;nnte, einen Wartungsvertrag abschlie&szlig;en und eine Integrationsm&ouml;glichkeit testen sollte.<br>\nAls Reaktion auf Sanktionen hat Russland ein eigenes nationales Zahlungssystem entwickelt. Nachdem Kunden mehrerer russischer Banken aufgrund von US-Sanktionen vor&uuml;bergehend nicht in der Lage gewesen sind, Visa und MasterCard zu verwenden, wurde 2015 das Zahlungssystem MIR eingef&uuml;hrt. Allein im Juni 2018 wurden 37 Millionen MIR-Karten ausgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/russland\/80840-russland-bereit-visa-und-mastercard\/\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Wirtschaftssanktionen der US Regierung erweisen sich immer mehr als Schnitt ins eigentliche Fleisch. Die Welt wird sich &uuml;ber l&auml;ngere Zeit nicht l&auml;nger von den USA erpressen lassen, koppelt sich vom Dollar ab und entwickelt ein von den USA unabh&auml;ngiges Zahlung System. Und das ist auch gut so.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Kurz notiert: Stilfragen<\/strong><br>\nFrankreich, Brexit und der b&ouml;se Putin&hellip;<br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron habe eine &ldquo;Stilkorrektur&rdquo; vollzogen und dem Druck der Stra&szlig;e nachgegeben, hei&szlig;t es. So k&uuml;ndigte er unter anderem eine Steigerung des Mindestlohns an und eine Befreiung von Steuern und Sozialabgaben auf &Uuml;berstunden. Letzteres haben die Gelbwesten allerdings nie gefordert, sondern vielmehr eine st&auml;rkere Beteiligung der Verm&ouml;genden an den Staatsfinanzen. Doch in dieser Frage bleibt Macron hart. Die Deutschen Edelfedern sorgen sich unterdessen mal wieder um ihr Dogma. Gepflegte Weltbilder w&uuml;rden schlie&szlig;lich zerst&ouml;rt, wenn nun auch Frankreich anfinge, die Regeln des heiligen Fiskalpaktes zu brechen.<br>\nDer Brexit ist wieder offen und eine Abstimmung dar&uuml;ber im britischen Unterhaus gestern verschoben worden. Was die Premierministerin in den kommenden Wochen in Europa noch erreichen wolle, sei vielen Beobachtern unklar. Na, ihren Job retten, was denn sonst. Das Prozedere folgt dabei der &uuml;blichen Dramaturgie: Zeit verk&uuml;rzen, Druck erh&ouml;hen und Mutti Merkel mal in Br&uuml;ssel machen lassen. Dank eines Urteils des EuGH d&uuml;rften die Briten im M&auml;rz sogar einseitig ihre Austrittserkl&auml;rung widerrufen. Wenn es so kommt, w&auml;ren wohl auch die Stilfragen blamiert.<br>\nPutin war bei der Stasi, meldet der Boulevard in gro&szlig;en Lettern. Sein Ausweis sei entdeckt worden. Soll wohl hei&szlig;en, dass der russische Pr&auml;sident jetzt aber sein &ouml;ffentliches Amt niederlegen muss, sofern er falsche Angaben zu einer m&ouml;glichen T&auml;tigkeit f&uuml;r das MfS bei seiner Einstellung gemacht hat. Diese Stilbl&uuml;te gibt es im Gegensatz zu der Titelstory &uuml;brigens umsonst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/181211kurz-notiert-stilfragen\">Taublog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Macron bietet eine Erh&ouml;hung des Mindestlohnes um 100&euro;, das sind l&auml;ppische 6,5%, an. Und das auch noch fr&uuml;hestens ab 2020. Die 100 &euro; sollen aber nicht die Arbeitgeber zahlen m&uuml;ssen. Wo Macron das Geld dann aber hernehmen will sagt er nicht. Wenn nicht bei den Arbeitgebern, dann kommen zur Finanzierung nur der Staat und die Privathaushalte in Frage. Eine Mogelpackung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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