{"id":47815,"date":"2018-12-13T08:34:56","date_gmt":"2018-12-13T07:34:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815"},"modified":"2018-12-13T08:34:56","modified_gmt":"2018-12-13T07:34:56","slug":"hinweise-des-tages-3267","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h01\">Bei Gelb &uuml;ber die Ampel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h02\">Alles oder nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h03\">R&uuml;stungsexporte: Deutschland liefert &uuml;ber Umwege weiter nach Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h04\">Viele Zusteller arbeiten zu miserablen L&ouml;hnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h05\">Die Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse f&uuml;r Arbeitnehmer in Deutschland werden immer k&uuml;rzer. Oder doch nicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h06\">100 Millionen Fehltage: Deutlich mehr Arbeitnehmer leiden unter Stress und Depression<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h07\">Gewinne statt Gemeinwohl: Der Profit mit der Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h08\">Karlsruhe pr&uuml;ft Hungerstrafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h09\">Schwarz-Blaue EU-Ratspr&auml;sidentschaft: Konzerne sind die gro&szlig;en Gewinner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h10\">JEFTA bedient einmal mehr einseitig Konzerninteressen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h11\">Klimagipfel in Kattowitz: Raus aus der Kohle &ndash; aber sozialvertr&auml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h12\">Attentat von Stra&szlig;burg: &bdquo;Ein Problem der Exklusion nicht der Religion&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h13\">&ldquo;Schattenarmee&rdquo; soll Liste mit Gegnern erstellt haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h14\">Die R&uuml;ckkehr der Milit&auml;rs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h15\">40 Jahre &bdquo;Radikalenerlass: &ldquo;Berufsverbote wirken nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h16\">Potenzial Ultralinker ist besorgniserregend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47815#h17\">Fabio De Masi &ldquo;Ich bin ein investigativer Politiker&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bei Gelb &uuml;ber die Ampel<\/strong><br>\nEine naheliegende Ma&szlig;nahme im demokratischen System, sich gegen die regierende Politik zu wehren, w&auml;re es, sein Wahlverhalten zu ver&auml;ndern. Wenn nun aber verschiedene Regierungen mit unterschiedlichen Machtverh&auml;ltnissen im Wesentlichen die gleiche Politik betreiben, ist Ratlosigkeit eine nachvollziehbare Reaktion. Die Rede von den &ldquo;Einheitsparteien&rdquo; als pauschale Kritik ist zwar v&ouml;llig &uuml;berzogen, da sich sogar innerhalb der verschiedenen Fl&uuml;gel einzelner Parteien grundlegende Meinungsverschiedenheiten bemerkbar machen. Doch scheint die allgemeine Tendenz, bei der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge zu sparen, w&auml;hrend Einzelne immer obsz&ouml;nere Privatverm&ouml;gen ansammeln k&ouml;nnen, auch nicht von solchen Parteien ernsthaft in Frage gestellt zu werden, die sich sozialdemokratisch nennen. Die Langzeitfolge: Je extremer ein politisches Angebot vom Status Quo abweicht, desto attraktiver wird es f&uuml;r diejenigen, die sich massive Ver&auml;nderungen ersehnen.<br>\nKrankenh&auml;user und Pflege, Schulen und Wissenschaft, Polizei und Justiz, Altersvorsorge und Arbeitslosengeld, und nicht zuletzt der Wohnungsmarkt &ndash; wo immer die &ouml;ffentliche Hand zum Tragen kommt, sind Bereiche des Gemeinwohls chronisch unterfinanziert. Andererseits erreichen die Privatverm&ouml;gen von Superreichen nie gekannte Rekordh&ouml;hen. Seit der Kohl-Regierung ist keine einzige Steuer&auml;nderung des Bundes zulasten der Verm&ouml;genden ausgefallen. Gleichzeitig leidet eine breite Mittelschicht unter einer enormen Abgabenlast, die gro&szlig;e Teile ihres Einkommens an einen Staat abf&uuml;hrt, der anschlie&szlig;end bei der allgemeinen Daseinsvorsorge spart. Das ist so schwierig vermittelbar wie der Umstand, dass Aktienbesitz geringer besteuert wird als tats&auml;chliche Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/402\/bei-gelb-ueber-die-ampel-5563.html#\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Alles oder nichts<\/strong><br>\nUnter dem Druck faktisch unerf&uuml;llbarer Forderungen Berlins und der EU f&uuml;r den Brexit ist am gestrigen Dienstag die Regierungskrise in London eskaliert. Nur knapp ist es Premierministerin Theresa May gelungen, sich trotz eines Misstrauensvotums im Amt zu halten. Letzter Ausl&ouml;ser f&uuml;r den Beinahesturz war der sogenannte Backstop: Br&uuml;ssel besteht auf einer Regelung, die Gro&szlig;britannien wom&ouml;glich dauerhaft ohne eigenst&auml;ndige Austrittsoption der Zollunion unterwirft und eine Handelsgrenze zwischen zwei Teilen des Vereinigten K&ouml;nigreichs errichtet. Die Bestimmungen entsprechen den Interessen der Bundesrepublik, st&uuml;rzen Gro&szlig;britannien aber ins Chaos. Auch in Frankreich geht die aktuelle Regierungskrise zu guten Teilen darauf zur&uuml;ck, dass Berlin Paris seinen Austerit&auml;tsprogrammen unterworfen hat, jegliches Entgegenkommen auf EU-Ebene aber ablehnt. In Frankreich und in Gro&szlig;britannien profitiert die &auml;u&szlig;erste Rechte &ndash; ebenso wie in Italien: Dort haben Forderungen Berlins &ndash; drastische K&uuml;rzungsdiktate &ndash; das alte Polit-Establishment bereits zerrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7813\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexporte: Deutschland liefert &uuml;ber Umwege weiter nach Saudi-Arabien<\/strong><br>\nNach der Ermordung des Journalisten Khashoggi wollte die Bundesregierung alle R&uuml;stungsexporte nach Saudi-Arabien stoppen. Bei Kampfflugzeugen wie dem Eurofighter aber macht Berlin eine Ausnahme.<br>\nDie Bundesregierung will trotz des Lieferstopps f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter nach Saudi-Arabien andere europ&auml;ische Nationen nicht am Export von Waffensystemen hindern, an deren Entwicklung Deutschland beteiligt ist. So plant Berlin nach SPIEGEL-Informationen kein Veto einzulegen, wenn Gro&szlig;britannien in den n&auml;chsten Jahren den gemeinsam entwickelten Kampfjet Eurofighter nach Saudi-Arabien verkauft.<br>\nDas geht aus einem Bericht an den Wirtschaftsausschuss des Bundestages hervor, in dem die Bundesregierung ihr weiteres Vorgehen mit Blick auf den Lieferstopp nach Saudi-Arabien erl&auml;utert. Der Bericht liegt dem SPIEGEL vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/deutschland-liefert-ueber-umwege-weiter-nach-saudi-arabien-a-1243306.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Viele Zusteller arbeiten zu miserablen L&ouml;hnen<\/strong><br>\nStunde um Stunde fahren sie umher, schleppen Pakete bis unters Dach &ndash; und nicht selten m&uuml;ssen sie wiederkommen, weil gerade keiner da war: Mehr als 490 000 Menschen arbeiten mittlerweile bei Post- und Zustelldiensten in Deutschland, wie die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit nun ausgewertet hat. Vor allem Paketfirmen heuern vor Weihnachten Tausende Besch&auml;ftigte zus&auml;tzlich an, damit Geschenke rechtzeitig ankommen. Der Boom des Onlinehandels hat viele Arbeitspl&auml;tze in der Logistik geschaffen, oftmals allerdings zu j&auml;mmerlichen Konditionen.<br>\nNur 30 Prozent der Besch&auml;ftigten in der Branche haben eine Ausbildung abgeschlossen, etwa zur Fachkraft f&uuml;r Kurier-, Express- und Postdienste. 70 Prozent sind Hilfskr&auml;fte, arbeiten zum Gro&szlig;teil in Teilzeit oder als Minijobber. Das zeigt die Antwort der Arbeitsagentur auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Pascal Meiser. Demnach verdienen Vollzeitaushilfen im Mittel 2044 Euro brutto im Monat. Mehr als die H&auml;lfte von ihnen bleibe unterhalb der Niedriglohnschwelle, erhalte mithin weniger als 10,50 Euro pro Stunde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/paketboten-zusteller-niedriglohn-1.4248719\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse f&uuml;r Arbeitnehmer in Deutschland werden immer k&uuml;rzer. Oder doch nicht?<\/strong><br>\nIn der Antwort wird ausgef&uuml;hrt, dass die mittlere Dauer, konkret: die Mediandauer, der Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zwischen 2005 und 2017 von 58 auf rund 51 Monate abgesunken sei. Demnach bestand die H&auml;lfte dieser Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zum Stichtag am 31.12.2017 seit weniger als 51 Monaten.<br>\nF&uuml;r die Linken-Politikerin Sabine Zimmermann ist das ein Zeichen einer st&auml;rkeren Arbeitnehmer-Fluktuation am Arbeitsmarkt, die unter anderem durch einen Zuwachs an Befristungen und Projektstellen hervorgerufen w&uuml;rde. Doch stimmt diese Einsch&auml;tzung? Dieser Frage geht auch der Artikel Wechseln Arbeitnehmer wirklich immer schneller ihren Job? nach. Und kommt zu interessanten Ergebnissen:<br>\n&raquo;Die Zahlen des BMAS entstammen der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) und beziehen sich auf den Bestand sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, hier zum Stichtag 31. Dezember 2017. Die mittlere Dauer von 51,2 Monaten ber&uuml;cksichtigt demnach alle zum Stichtag bestehenden, sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Dazu z&auml;hlen nat&uuml;rlich alle kurz vor dem Stichtag geschlossenen Arbeitsverh&auml;ltnisse. Kommen also viele neue Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zustande, sinkt der Median insgesamt ab.&laquo;<br>\nDie alleinige Betrachtung des Bestands der Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse ist irref&uuml;hrend. Man muss sich die mittlere Dauer der beendeten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse anschauen.<br>\n&raquo;Diese misst, wie lange die Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zum Zeitpunkt ihrer Beendigung bestanden. Aus der Statistik der BA geht hervor, dass die mittlere Dauer der beendeten im Gegensatz zu den bestehenden Besch&auml;ftigungen sogar leicht gestiegen ist. Sie lag im Jahr 2017 bei 9,7 Monaten, 2013 waren es 9,1 Monate.&laquo;<br>\nFazit: Insgesamt l&auml;sst sich aus der BA-Statistik kein klarer Trend zu kurzfristigeren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen ablesen.<br>\nDas soll keineswegs eine kritische und den Finger auf reale Missst&auml;nde in vielen Branchen legende Betrachtung der Arbeitsm&auml;rkte zur&uuml;ckweisen, eine solche wird hier immer wieder in aller Deutlichkeit praktiziert, beispielsweise mit Blick auf Paketzusteller, Pflegekr&auml;fte usw.<br>\nAber man sollte bei der Analyse und Bewertung der Daten sorgf&auml;ltig arbeiten und keine Thesen in die Welt setzen, die sich so nicht belegen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/12\/12\/die-beschaeftigungsverhaeltnisse-werden-immer-kuerzer-oder-doch-nicht\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>100 Millionen Fehltage: Deutlich mehr Arbeitnehmer leiden unter Stress und Depression<\/strong><br>\nEs ist die Schattenseite der modernen Arbeitswelt: Wegen Depressionen und anderer psychischer Leiden sind im vergangenen Jahr mehr als 100 Millionen Arbeitstage ausgefallen &ndash; doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. [&hellip;]<br>\nDie Zahl der Arbeitnehmer, die wegen psychischer Leiden und Verhaltensst&ouml;rungen ausfallen, hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Im Jahr 2007 fielen wegen seelischer Erkrankungen 48 Millionen Krankheitstage an, im vergangenen Jahr waren es bereits 107 Millionen. Die Statistiker errechnen daraus Produktionsausf&auml;lle im Wert von 12,2 Milliarden Euro. Psychische Erkrankungen wie ein Burnout oder eine Depressionen sind damit bereits der zweith&auml;ufigste Grund, warum Arbeitnehmer von einem Arzt krankgeschrieben werden. [&hellip;]<br>\nGeht es nicht um Fehltage, sondern gleich um die ganze Erwerbsf&auml;higkeit, fallen die Zahlen noch alarmierender aus. Dem Bericht zufolge mussten sich im vergangenen Jahr 71.300 Menschen wegen psychischer Probleme erwerbsunf&auml;hig melden und in Rente gehen. Seelische Leiden sind damit mit Abstand die h&auml;ufigste Ursache f&uuml;r eine verminderte oder verlorene Erwerbsf&auml;higkeit. Sie kommen bedeutend &ouml;fter vor als Renteneintritte wegen eines Tumors (21.600 F&auml;lle) oder einer Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems (21.400).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/mehr-arbeitnehmer-leiden-unter-stress-und-depression-15937785.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Psychotherapeuten wehren sich gegen Spahns Patientenkontrolle<\/strong><br>\nSpeziell ausgebildete Experten sollen k&uuml;nftig entscheiden, wer in Deutschland eine Psychotherapie bekommt. So will es zumindest Gesundheitsminister Jens Spahn &ndash; und l&ouml;st damit einen Proteststurm aus.<br>\nMenschen mit psychischen Problemen m&uuml;ssen in Deutschland lange auf einen Therapieplatz warten, im Schnitt fast f&uuml;nf Monate. Gerade auf dem Land, wo es h&auml;ufig deutlich weniger niedergelassene Psychotherapeuten gibt, kann die Wartezeit sogar deutlich l&auml;nger sein. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Versorgung verbessern.<br>\nSeine Idee: K&uuml;nftig sollen speziell geschulte &Auml;rzte und Psychotherapeuten Patienten mit psychischen Problemen voruntersuchen und entscheiden, wer welche Therapie bekommt. Das geht aus dem Gesetzentwurf zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hervor, mit dem sich der Bundestag am Freitag in erster Lesung besch&auml;ftigen soll.<br>\nDas Problem: Psychologen, &Auml;rzte und Psychotherapeuten sind wenig begeistert von Spahns Pl&auml;nen. Im Gegenteil, es regt sich heftiger Widerstand. Fast 150.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, die die geplante Neuerung kippen soll. Auch der Bundesrat lehnt das Vorhaben des Gesundheitsministers ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/jens-spahn-plaene-fuer-psychisch-kranke-stossen-auf-heftigen-widerstand-a-1243190.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Petition 85363: Heilberufe &ndash; Ablehnung des Gesetzentwurfs zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vom 25.10.2018<\/strong><br>\nEine derartige Selektion, bevor eine Behandlung in Anspruch genommen werden kann, hebelt den freien Zugang zum &auml;rztlichen oder Psychologischen Psychotherapeuten aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/epetitionen.bundestag.de\/petitionen\/_2018\/_10\/_25\/Petition_85363.nc.html\">Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gewinne statt Gemeinwohl: Der Profit mit der Pflege<\/strong><br>\nJahrhundertelang war die Pflege Sache der Familie, der Kirchen, der Wohlfahrtsverb&auml;nde. Inzwischen dr&auml;ngen internationale Kapitalanleger in den Markt. Auf Kosten der Pflegebed&uuml;rftigen?<br>\nUringeruch, Schimmel, &uuml;berfordertes Personal: Immer wieder werden unzumutbare Zust&auml;nde in deutschen Pflegeheimen bekannt. Bei zwei H&auml;usern der Alloheim-Gruppe beispielsweise wurde vor einiger Zeit wegen massiver Pflegem&auml;ngel die Schlie&szlig;ung angeordnet. Sie konnten nur weiterbetrieben werden, weil ein anderer Betreiber sie &uuml;bernahm. In weiteren Heimen der Gruppe wurden &auml;hnliche Missst&auml;nde &ouml;ffentlich. Auch wenn Alloheim diese teilweise bestreitet.<br>\nAlloheim ist mit rund 170 Einrichtungen einer der gr&ouml;&szlig;ten Anbieter auf dem privaten Pflegemarkt. Zumindest in einigen dieser Einrichtungen scheint Profitmaximierung offenbar Priorit&auml;t zu haben. Innerhalb weniger Jahre wechselte das Unternehmen mehrfach den Eigent&uuml;mer. Inzwischen geh&ouml;rt es dem schwedischen Finanzinvestor Nordic Capital.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/profite-pflege-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Karlsruhe pr&uuml;ft Hungerstrafen<\/strong><br>\nDie Zahl der Hartz-IV-Bezieher ist leicht gesunken, die Sanktionswut der Jobcenter aber ungebrochen. Zwischen September 2017 und August 2018 war mehr als jeder zehnte erwerbsf&auml;hige Leistungsbezieher (rund 413.000) von einer K&uuml;rzungsstrafe betroffen. Das geht aus am Montag ver&ouml;ffentlichten neuen Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hervor. Allein in diesem August hatten die Jobcenter mehr als 7.200 Mittellosen die gesamten Bez&uuml;ge einschlie&szlig;lich Mietzuschuss f&uuml;r drei Monate gestrichen &ndash; Existenzminimum hin oder her. Knapp die H&auml;lfte der Sanktionierten war j&uuml;nger als 25 Jahre. Als Versto&szlig; gegen die Grundrechte auf Menschenw&uuml;rde, k&ouml;rperliche Unversehrtheit und die freie Berufswahl bezeichnet das Sozialgericht Gotha in Th&uuml;ringen diese Praxis. &Uuml;ber dessen Richtervorlage aus dem Jahr 2016 wird das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) nach m&uuml;ndlicher Verhandlung am 15. Januar entscheiden. Damit besch&auml;ftigt sich Karlsruhe erstmals seit der Einf&uuml;hrung von Hartz IV vor 14 Jahren mit den umstrittenen Sanktionen.<br>\nEs sei menschenunw&uuml;rdig, jemandem lebensnotwendige Mittel zu entziehen, hatten die Gothaer Richter argumentiert. Dies treibe Menschen in blanke Not, h&auml;ufig verbunden mit Hunger, Obdachlosigkeit und gesundheitlichen Sch&auml;den. Betroffene verl&ouml;ren ihr Dach &uuml;ber dem Kopf, verschuldeten sich, w&uuml;rden in Schwarzarbeit oder Kriminalit&auml;t gezwungen, hei&szlig;t es. W&ouml;rtlich schreiben die Richter: &raquo;Die Folgen, die Sanktionen mit sich bringen, sind massiv und betreffen existentielle Bereiche menschlichen &Uuml;berlebens wie die Versorgung mit Lebensmitteln, die &auml;rztliche Versorgung oder die Existenz von Wohnraum.&laquo; Selbst schwere Straftaten d&uuml;rften nicht mit derartigen Mitteln geahndet werden. Um solche gehe es dabei nicht einmal, sondern um unerw&uuml;nschte Verhaltensweisen, wie etwa die Ablehnung eines Arbeitsangebots oder zu geringe Bewerbungsbem&uuml;hungen. Die angedrohten K&uuml;rzungen von 30 bis 100 Prozent wirkten zudem wie ein mittelbarer Arbeitszwang. Den verbiete das Grundgesetz. (&hellip;)<br>\nDie ehemalige Jobcentermitarbeiterin Inge Hannemann (Die Linke) wies am Montag im Gespr&auml;ch mit junge Welt noch auf etwas anderes hin: &raquo;Die Gutscheine werden &uuml;berhaupt nur als Darlehen gew&auml;hrt&laquo;, erkl&auml;rte sie. Betroffene m&uuml;ssen daher den Geldwert nach Ende der Sanktion in Raten von zehn Prozent vom Regelsatz abstottern. &raquo;Wenn Schulden hinzukommen wegen unbezahlter Rechnungen, Mietr&uuml;ckst&auml;nden, Krankenkasse und so weiter, dann rutschen die Leute in eine Spirale, aus der sie oft nicht mehr herauskommen&laquo;, so Hannemann. Sie sei gespannt auf die Entscheidung, erwarte aber kein gro&szlig;es Zur&uuml;ckrudern nach 14 Jahren Hartz IV. &raquo;M&ouml;glicherweise werden sie die h&auml;rteren Strafen f&uuml;r 15- bis 24j&auml;hrige denen der &Auml;lteren anpassen, vielleicht auch fordern, den Jobcentern noch mehr Ermessensspielraum zu gew&auml;hren.&laquo; Letzteres w&uuml;rde ihrer Meinung nach &raquo;nur zu mehr Willk&uuml;r f&uuml;hren&laquo;. Hannemann ist &uuml;berzeugt, dass es letztlich um eine politische Entscheidung geht. Die Sanktionspraxis werde leider von breiten Bev&ouml;lkerungsschichten mitgetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/345277.hartz-iv-sanktionen-karlsruhe-pr%C3%BCft-hungerstrafen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die von der Karlsruher Richterschaft zu &uuml;berpr&uuml;fenden Vorschriften &ndash; u.a. f&uuml;r die leidvollen Sanktionen und die Praxis von Darlehen und Gutscheinen &ndash; waren politische Absicht. Vor der Einf&uuml;hrung der &ldquo;Hartz-Gesetze&rdquo; herrschten f&uuml;r die erwerbslosen Personen bessere Zust&auml;nde. Oder sollten die Verantwortlichen, insbesondere die gelernten Juristen Wolfgang Clement als damals zust&auml;ndiger Bundesminister f&uuml;r Wirtschaft und Arbeit und Gerhard Schr&ouml;der als Bundeskanzler davon tats&auml;chlich keine Ahnung gehabt haben? Das ist kaum vorstellbar &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schwarz-Blaue EU-Ratspr&auml;sidentschaft: Konzerne sind die gro&szlig;en Gewinner<\/strong><br>\nRund zwei Wochen vor dem offiziellen Ende des &ouml;sterreichischen EU-Ratsvorsitzes hat der Nationalrat Bilanz &uuml;ber die vergangenen sechs Monaten gezogen. Auch wir haben uns die Ergebnisse der &ouml;sterreichischen Regierung in der EU angesehen: W&auml;hrend insgesamt wenig weitergegangen ist, k&ouml;nnen sich Verlags-, Atom- und Kohlekonzerne sowie Finanzspekulanten &uuml;ber die &ouml;sterreichische EU-Ratspr&auml;sidentschaft freuen. Eine Bilanz der Ratspr&auml;sidentschaft in drei Punkten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/eu-ratspraesidentschaft-schwerpunkte\/%20\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>JEFTA bedient einmal mehr einseitig Konzerninteressen<\/strong><br>\n&bdquo;Wenn das EU-Parlament JEFTA heute zustimmt, entfernt es sich noch weiter von den Interessen der Menschen. Europ&auml;ischer Zusammenhalt braucht starke Arbeitnehmerrechte, soziale Gerechtigkeit, eine starke Demokratie, Umwelt- und Klimaschutz. All das wird durch JEFTA geschw&auml;cht&rdquo;, erkl&auml;rt Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der anstehenden Abstimmung &uuml;ber das japanisch-europ&auml;ische Freihandelsabkommen im EU-Parlament. Ernst weiter:<br>\n&ldquo;JEFTA bedient einmal mehr einseitig Konzerninteressen. Schon zu seiner Vorbereitung traf sich die EU-Kommission zu 89 Prozent mit Wirtschaftslobbyisten, Gewerkschaften wurden gar nicht angeh&ouml;rt &ndash; entsprechend sehen die Inhalte aus: Die regulatorische Kooperation, &uuml;ber die Beamte von EU-Kommission und japanischen Beh&ouml;rden wichtige Standards aufweichen oder abschaffen k&ouml;nnen, schw&auml;cht die demokratische Entscheidungsfindung.<br>\nWas besch&ouml;nigend &acute;wissenschaftsbasierter Ansatz` genannt wird, hebelt faktisch das fortschrittliche europ&auml;ische Vorsorgeprinzip aus. Denn so k&ouml;nnen Produkte erst dann verboten werden, wenn ihre Sch&auml;dlichkeit zweifelsfrei bewiesen ist. Au&szlig;erdem erh&ouml;ht sich der Liberalisierungsdruck auf die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge.<br>\nGleichzeitig enth&auml;lt das Nachhaltigkeitskapitel keine bindenden Verpflichtungen zu Klimaschutz, Arbeits- und Umweltstandards. Es bleibt in erster Linie zahnlose Kosmetik.<br>\nIm &Uuml;brigen ist die Strategie der EU-Kommission, Konzernklagerechte extra zu verhandeln, um die Mitsprache der nationalen Parlamente der EU-Mitgliedstaaten zu verhindern, unredlich. Fairer Handel, der das Wohl der Bev&ouml;lkerung in den Mittelpunkt stellt, muss endlich zur Grundlage der EU-Handelspolitik gemacht werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/jefta-bedient-einmal-mehr-einseitig-konzerninteressen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Klimagipfel in Kattowitz: Raus aus der Kohle &ndash; aber sozialvertr&auml;glich<\/strong><br>\nDer gerechte &Uuml;bergang zu einer CO2-freien Wirtschaft ist ein Punkt auf der Agenda des UN-Weltklimagipfels. Gro&szlig;es Interesse besteht daher auch an der Kommission, die den deutschen Kohleausstieg gestalten soll. Umweltministerin Svenja Schulz erl&auml;uterte in Kattowitz, warum der l&auml;nger dauert als geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/klimagipfel-in-kattowitz-raus-aus-der-kohle-aber.1766.de.html?dram:article_id=435732\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Raus aus der Kohle &ndash; aber sozialvertr&auml;glich. Ein Widerspruch, den die Kommission nicht l&ouml;sen kann. Sozialvertr&auml;glich hei&szlig;t, die Arbeitspl&auml;tze in der Kohleindustrie degressiv abzubauen. Die Frage steht seit langem im Raum, ohne dass eine L&ouml;sung von den Tarifpartnern f&uuml;r die Arbeitskr&auml;fte gesucht, gefunden und angeboten wurde. Warum das jetzt anders sein soll, wenn die Kommission es sich zur Aufgabe macht, bleibt zweifelhaft. Der CO&sup2;-Aussto&szlig;, der aus der Kohleverbrennung herr&uuml;hrt, findet also l&auml;nger als n&ouml;tig statt. Ebenso die Landschaftszerst&ouml;rung und die flie&szlig;enden Gewinne der Konzerneigent&uuml;mer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Attentat von Stra&szlig;burg: &bdquo;Ein Problem der Exklusion nicht der Religion&ldquo;<\/strong><br>\nDie mutma&szlig;liche Angreifer von Stra&szlig;burg wurde offenbar im Gef&auml;ngnis vom Kleinkriminellen zum Islamisten. Immer wieder radikalisieren sich Menschen in Haft, sagt unser Mitarbeiter Burkhard Birke. Doch die Gr&uuml;nde daf&uuml;r bef&auml;nden sich au&szlig;erhalb der Gef&auml;ngnismauern.<br>\nDass sich der mutma&szlig;liche Attent&auml;ter von Stra&szlig;burg, Ch&eacute;rif C., im Gef&auml;ngnis radikalisierte, sei wahrscheinlich, sagt der fr&uuml;here Frankreich-Korrespondent des Deutschlandfunks, Burkhard Birke.<br>\n&bdquo;Das ist ein Muster, das sich durch viele Profile der Attent&auml;ter der vergangenen Jahre zieht.&ldquo;<br>\nKleinkriminelle w&uuml;rden sich im Gef&auml;ngnis zu islamistischen Terroristen radikalisieren. Zu den bekannten F&auml;llen geh&ouml;ren auch Mohammad Merah, der 2012 eine j&uuml;dische Schule in Toulouse angegriffen hatte, und Amedy Coulibaly, der in einem j&uuml;dischen Supermarkt in Paris mehrere Menschen get&ouml;tet hatte.<br>\nCh&eacute;rif C. hatte am Dienstagabend auf dem Stra&szlig;burger Weihnachtsmarkt auf mehrere Menschen geschossen. Drei Menschen starben und 13 wurden verletzt. Der 29-j&auml;hrige C. war in den vergangenen Jahren 27 Mal verurteilt worden wegen Diebst&auml;hlen und Gewalttaten. Daf&uuml;r sa&szlig; er mindestens vier Jahre im Gef&auml;ngnis. Ab 2016 sa&szlig; er auch eine Haftstrafe in Konstanz und Freiburg ab, 2017 wurde er nach Frankreich verlegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/attentat-von-strassburg-ein-problem-der-exklusion-nicht-der.1008.de.html?dram:article_id=435774\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Schattenarmee&rdquo; soll Liste mit Gegnern erstellt haben<\/strong><br>\nNachdem mehrere Medien &uuml;ber ein rechtsextremes Untergrundnetz aus Bundeswehrsoldaten berichtet haben, besch&auml;ftigt sich auch die Justiz mit den Vorw&uuml;rfen. Der Generalbundesanwalt ist bei seinen Ermittlungen zu der angeblichen &ldquo;Schattenarmee&rdquo; auf eine Liste mit Namen vermeintlicher politischer Gegner gesto&szlig;en.<br>\nEine Vertreterin der Bundesanwaltschaft sagte im Innenausschuss des Bundestags, auf der Liste bef&auml;nden sich auch Namen von Politikern. Wie mehrere Teilnehmer der nicht &ouml;ffentlichen Sitzung weiter berichteten, wollten Mitglieder des Netzwerks diese Menschen &ldquo;zur Rechenschaft ziehen&rdquo;. Was darunter genau zu verstehen ist, blieb demnach offen.<br>\nEin fr&uuml;heres Mitglied der &ldquo;Prepper&rdquo;-Chatgruppen war Oberleutnant Franco A., der sich beim Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge als syrischer Fl&uuml;chtling ausgegeben hatte. Ein Vertreter des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz sagte dem Ausschuss laut Abgeordneten, Franco A. und sein Umfeld seien klar rechtsextrem einzustufen.<br>\nDer Pr&auml;sident des Milit&auml;rischen Abschirmdienstes (MAD), Christof Gramm, best&auml;tigte demnach, der MAD habe einen Soldaten des Kommandos Spezialkr&auml;fte (KSK) als &ldquo;Auskunftsperson&rdquo; eingesetzt. Dieser sei aber bewusst nicht zum V-Mann gemacht worden.<br>\nAusschussmitglied Benjamin Strasser (FDP) erkl&auml;rte: &ldquo;Unabh&auml;ngig von den noch laufenden strafrechtlichen Ermittlungen sind die Regierung und insbesondere die Nachrichtendienste gefordert, weitere Erkenntnisse zu der Tiefe und dem Umfang dieser Netzwerke zu gewinnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-gibt-es-eine-schattenarmee-mysterioese-namensliste-entdeckt-a-1243423.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Besteht ein Zusammenhang zur offenbar get&auml;tigten &Auml;u&szlig;erung des AfD-Politikers H&ouml;cke in Richtung Bundespolizei, sie solle &ldquo;ihren Vorgesetzten nicht mehr zu folgen, mit der Drohung, dass sie nach der Macht&uuml;bernahme &bdquo;des Volkes&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.graswurzel.net\/gwr\/2018\/09\/bjoern-hoeckes-faschistischer-fluss\/\">zur Rechenschaft gezogen werden w&uuml;rden<\/a>&ldquo;? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die R&uuml;ckkehr der Milit&auml;rs<\/strong><br>\nDer neue Pr&auml;sident Bolsonaro steht f&uuml;r einen autorit&auml;ren Staat und marktradikale Politik. Die Gewerkschaft bef&uuml;rchtet einen sozialen Absturz<br>\nAm Neujahrstag 2019 wird der fr&uuml;here Hauptmann Jair Messias Bolsonaro als Brasiliens 42. Pr&auml;sident sein Amt antreten. In Schl&uuml;sselstellungen seiner Regierung wird er etliche hohe Offiziere postieren, sein Vize wird der General der Reserve Hamilton Mour&atilde;o. Wie Bolsonaro ist der ein Anh&auml;nger der Diktatur, die von 1964 bis 1985 im gr&ouml;&szlig;ten Land S&uuml;damerikas herrschte. Hunderte staatliche Morde an Oppositionellen gehen auf ihr Konto. Die Herrschaft der Gener&auml;le klang damals mit einer Generalamnestie aus, strafrechtlich blieben die T&auml;ter in Uniform unbehelligt.<br>\nDas gilt auch f&uuml;r Bolsonaros Idol, den 1985 verstorbenen Oberst Brilhante Ustra, der das gef&uuml;rchtete Folterzentrum DOI-CODI in S&atilde;o Paulo geleitet hatte. Bolsonaros eigene Milit&auml;rlaufbahn als Fallschirmj&auml;ger liegt bereits l&auml;nger zur&uuml;ck. Seit 27 Jahren geh&ouml;rt er als Abgeordneter aus Rio de Janeiro dem Nationalkongress an. Politisch rei&szlig;en konnte er in all den Jahren nichts, daf&uuml;r machte Bolsonaro mit frauenfeindlichen, homophoben und rassistischen Ausf&auml;llen Schlagzeilen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/2018\/ausgabe-08\/gewerkschaft\/international\/seite-08\/die-ruckkehr-der-militaers\">ver.di publik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>40 Jahre &bdquo;Radikalenerlass: &ldquo;Berufsverbote wirken nach<\/strong><br>\nZu radikal, um Post auszutragen oder zu unterrichten? 1972 sollte sichergestellt werden, dass keine &bdquo;Verfassungsfeinde&ldquo; im &ouml;ffentlichen Dienst arbeiten. Besonders Lehrer wurden mit einem Berufsverbot belegt. Der &bdquo;Radikalenerlass&ldquo; wurde sp&auml;ter gekippt &ndash; viele Betroffenen k&auml;mpfen bis heute mit den Folgen.<br>\nDie Geschichte eines Ex-&bdquo;Ausbilders&ldquo; &ndash; Klaus Lipps aus Baden-Baden, pensionierter Gymnasiallehrer, berichtet: &bdquo;Ich war Mitglied in der DKP. Ich bin ein Alt-68er, und ich habe mir nicht allzu viel dabei gedacht, weil: ich hatte ja nicht vor, etwas anzustellen. Ich war ja auch schon Lehrer in B&uuml;hl in Baden-Baden, ich wurde zitiert, der Verfassungsschutz hatte Erkenntnisse gemeldet.&ldquo;<br>\nDas war im Jahr 1974. Klaus Lipps wurde aus dem Schuldienst bef&ouml;rdert, wegen angeblich verfassungsfeindlicher Umtriebe. &bdquo;Man hat uns nie beweisen k&ouml;nnen, dass wir Verfassungsfeinde gewesen w&auml;ren. Man hat uns beweisen k&ouml;nnen, dass wir Schmalzbrote geschmiert haben am DKP Stand. Solche Dinge hat man uns vorgeworfen&ldquo;, sagt Lipp.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/40-jahre-radikalenerlass-berufsverbote-wirken-nach.680.de.html?dram:article_id=435740\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Potenzial Ultralinker ist besorgniserregend<\/strong><br>\nNachdem es letzte Woche so aussah, als w&uuml;rde die Linkspartei offiziell Distanz zu den Protesten in Frankreich halten, sich mit der Skepsis zieren, es vielleicht ja doch eher mit einer Bewegung von &raquo;ultrarechtem Potenzial&laquo; zu tun zu haben, konnte man sich dann am Wochenende doch noch darauf besinnen, sich solidarisch zu den Zielen der M&auml;nner und Frauen in gelben Westen zu bekennen. Schlie&szlig;lich konnte man sich darauf einigen, eine &raquo;Ermutigung f&uuml;r Deutschland&laquo; in den Ereignissen jenseits des Rheins zu vermuten. Zum Gl&uuml;ck, denn eine Linke, die es ernst meint, kann sich keine Unnahbarkeit leisten in dieser Angelegenheit. Die meisten Ziele der franz&ouml;sischen Bewegung k&ouml;nnten ja auch aus einem Wahlprogramm der Linken stammen &ndash; wenn auch nicht alle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1107835.gelbwesten-potenzial-ultralinker-ist-besorgniserregend.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Fabio De Masi &ldquo;Ich bin ein investigativer Politiker&rdquo;<\/strong><br>\nDe Masi ist kein Gegner der Marktwirtschaft. &bdquo;Ein Linker hat nichts gegen M&auml;rkte, wenn sie funktionieren.&ldquo; Im wichtigsten Markt sei das aber nicht der Fall. &bdquo;Finanzm&auml;rkte haben mittlerweile eine nukleare Dimension erreicht. Ihre Funktion sollte eigentlich sein, Kapital zu Investoren zu lenken. Damit haben heutige Finanzm&auml;rkte nur noch wenig zu tun.&ldquo; Die Realwirtschaft sei da nur noch das Sahneh&auml;ubchen. St&auml;rkere Regulierung sei n&ouml;tig. Da sieht er sich sogar durch Leute von der anderen Seite best&auml;tigt. &bdquo;Die marktradikale Erz&auml;hlung stimmt einfach nicht. Die echten Ordoliberalen haben auch schon verstanden, dass M&auml;rkte reguliert sein m&uuml;ssen &ndash; weil sonst Wirtschaftsmacht entsteht, welche den Wettbewerb erschl&auml;gt.&ldquo;<br>\nUnd solche M&auml;chte sieht er l&auml;ngst am Werk. &bdquo;Blackrock &amp; Co. sind klassische Oligopolisten&ldquo;, sagt er &uuml;ber die gro&szlig;en global agierenden Verm&ouml;gensverwalter, die all&uuml;berall mit dabei seien und so letztlich nie verl&ouml;ren. Dass Frankreich und Deutschland nun statt einer umfassenden Finanztransaktionssteuer nur die deutlich abgespeckte Version einer EU-B&ouml;rsensteuer anpeilen, die weder den Turbohandel eind&auml;mmt noch die Derivate erfasst, ist f&uuml;r ihn eine Entt&auml;uschung. Eine Erkl&auml;rung: &bdquo;Pr&auml;sident Macron will keine echte Finanztransaktionssteuer, die auch Derivate einschlie&szlig;t, weil die franz&ouml;sischen Universalbanken vollgepumpt sind mit toxischen Papieren.&ldquo; Und zum Debattenthema am Donnerstag, dem Entstehen und der Vermeidung von Finanzkrisen, hat er auch eine eindeutige Meinung. &bdquo;Wenn viel billiges Geld im Markt ist, die Einkommen aber nicht steigen, dann wird nicht investiert, weil die Unternehmen kein Absatzplus erwarten. Das Geld flie&szlig;t dann in die Finanzm&auml;rkte und f&uuml;hrt zu B&ouml;rsenpreisblasen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/fabio-de-masi-ich-bin-ein-investigativer-politiker\/23751814.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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