{"id":47860,"date":"2018-12-14T11:00:02","date_gmt":"2018-12-14T10:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47860"},"modified":"2019-01-08T15:30:28","modified_gmt":"2019-01-08T14:30:28","slug":"leserbriefe-zu-frankreich-demonstriert-deutschland-lamentiert-und-gedankenlosigkeit-ueberall-beispiel-einkaufsverhalten-shoppen-im-netz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47860","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eFrankreich demonstriert, Deutschland lamentiert\u201c und \u201eGedankenlosigkeit \u00fcberall! Beispiel Einkaufsverhalten: Shoppen im Netz\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47676\">Frankreich demonstriert, Deutschland lamentiert<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47726\">Gedankenlosigkeit &uuml;berall! Beispiel Einkaufsverhalten: Shoppen im Netz<\/a>&rdquo; riefen bei den NachDenkSeiten-Lesern einige Resonanz hervor, die wir nachfolgend ver&ouml;ffentlichen.<br>\nVielen Dank an die Leser, f&uuml;r die vielen interessanten und anregenden Gedanken, und die weiterf&uuml;hrenden Hinweise!  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>mit dem Artikel &bdquo;Frankreich demonstriert, Deutschland lamentiert&ldquo;<\/p><p>Haben Sie nicht nur einen wichtigen aufkl&auml;rerischen Artikel &uuml;ber den Zustand der sich Linke nennenden verfasst, sondern auch noch mit dem Vorschlag, dass die Linke bei der n&auml;chsten Sitzung in&nbsp;gelben Westen erscheinen soll, f&uuml;r einen richtigen Knaller&nbsp; gesorgt.<\/p><p>Haben Sie vielen Dank daf&uuml;r. M&ouml;gen Ihnen noch viele solcher Einf&auml;lle kommen.<\/p><p>Meine Weste liegt schon seit l&auml;ngerem &nbsp;auf dem Armaturenbrett.<\/p><p>F&uuml;r die Solidarit&auml;t mit unseren Nachbarn. &nbsp;<\/p><p>Wir&nbsp;sitzen alle in dem gleichen Boot, ob wir es nun wahrhaben wollen oder auch nicht.<\/p><p>Freundlichst<br>\nR. Schley<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Was ein Kommentar! Spitzenklasse.<\/p><p>Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel. F&uuml;r Riexinger ist jedes Problem mit dem K&uuml;rzel AfD verbunden.<\/p><p>H&auml;tte man vor dem Sturm auf die Bastille erst einmal s&auml;mtliche Wirrk&ouml;pfe aussortiert, w&uuml;rden die Bourbonen wahrscheinlich heute Frankreich regieren. <\/p><p>Wenn Deutschlands Linke beim Protestieren lieber unter sich sein will, wird es schwer mit der Schlagkraft. Denn lammfromme Trillerm&auml;rsche mit einer gemeinsamen, zuvor bis auf letzte Komma abgeschliffenen gemeinschaftlichen Erkl&auml;rung, die dann auch garantiert niemandem wehtut, m&ouml;gen ja nett sein &hellip; an den bestehenden Verh&auml;ltnissen &auml;ndern sie jedoch in der Regel nichts. Die Linke muss schon wissen, ob sie lieber was erreichen oder in Sch&ouml;nheit sterben will. <\/p><p>Wenn man dies einmal in Ruhe sacken l&auml;sst, kommt meist das Argument, dass bei den Protesten in Frankreich ja Gewalt ausge&uuml;bt wurde und man sich aus diesem Grund doch von Demonstrationen distanzieren m&uuml;sse, die von Randalierern, Pl&uuml;nderern und Hooligans f&uuml;r ihr sch&auml;ndliches Werk genutzt werden. So einfach ist es aber nicht. Das bringt niemand anders so sch&ouml;n auf den Punkt, wie die in Frankreich lebende Schauspielerin Pamela Anderson:<\/p><p>&raquo;Ich verachte Gewalt &hellip; aber was ist die Gewalt all dieser Menschen, was sind die verbrannten Luxusautos, verglichen mit der strukturellen Gewalt der franz&ouml;sischen und globalen Eliten? Anstatt sich von den Bildern der Br&auml;nde hypnotisieren zu lassen, m&uuml;ssen wir fragen, wo das alles herkommt.<\/p><p>Und die Antwort lautet: Es kommt von der wachsenden Kluft zwischen der st&auml;dtischen Elite und den l&auml;ndlichen Armen, zwischen der von Macron repr&auml;sentierten Politik und den 99 Prozent, welche unter der Ungleichheit leiden &ndash; nicht nur in Frankreich, sondern &uuml;berall auf der Welt.&laquo; <\/p><p>Diese Worte h&auml;tte man eher dem Vorsitzenden einer Linkspartei als einer Schauspielerin, die vor allem aufgrund ihrer k&ouml;rperlichen Attribute bekannt wurde, zugetraut. Die Schauspielerin erkl&auml;rt das Ph&auml;nomen der strukturellen Gewalt und der Linkenchef lamentiert &uuml;ber die Gefahr einer imagin&auml;ren Querfront. Verr&uuml;ckte Welt.<\/p><p>Die Gewerkschaften w&uuml;rden ohnehin keine Proteste unterst&uuml;tzen, bei denen sie nicht das Programm bestimmen k&ouml;nnen und SPD und Gr&uuml;ne haben mit Sozialprotesten ohnehin nicht viel am Hut; wer will schon gegen sich selbst auf die Stra&szlig;e gehen? <\/p><p>Die Rechten sind nur so stark, wie die Linke es zul&auml;sst. Die Vorsitzenden der Linkspartei sind da sehr gro&szlig;z&uuml;gig. Was w&auml;re es f&uuml;r ein Zeichen gewesen, wenn die komplette Linksfraktion bei der n&auml;chsten Sitzung des Bundestags mit gelben Westen erscheinen w&uuml;rde? Man kann den Protest nur dann zum Ziel bringen und ihn vor einem Kidnapping von rechts bewahren, wenn man sich an seine Spitze stellt. So gesehen w&auml;re es Zeit, aufzustehen und voranzugehen. <\/p><p>B.T.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>einige Anmerkungen zu Ihrem treffenden Kommentar:<\/p><p>Viele der Forderungen kann man 1:1 unterschreiben; manches fehlt (aber das ist M&auml;kelei); die Integratonsformel finde ich verk&uuml;rzt und diskussonsw&uuml;rdig, aber man muss sie im Kontext lesen.<br>\nSchon den einleitenden Satz kann man sich auf der Zunge zergehen lassen: &ldquo;Abgeordnete Frankreichs, wir &uuml;bermitteln Ihnen die Direktiven des Volkes&rdquo;. Klar, das mag man anma&szlig;end finden, aber es verweist auf das zentrale Moment der Demokratie &ndash; alle Gewalt geht vom Volke aus. Und was ist dieser Satz im Vergleich zu den Anma&szlig;ungen der Eliten in den letzten Jahrzehnten.<\/p><p>Hier in Deutschland delegitimiert sich mittlerweile fast t&auml;glich ein Teil der LINKEn selbst; Pamela Anderson hat mehr Durchblick als Riexinger, schrieb ich gestern schon meiner Frau (so wird man denn auch mit den eigenen Vorurteilen konfrontiert). Was die von Anderson angesprochene strukturelle Gewalt konkret bedeutet, hat die Le Monde diplomatique im Mai 2018 beschrieben:<br>\nEntlassungen bei Goodyear 2014 in Amiens; etwas mehr als 1000 Besch&auml;ftige betroffen; Bilanz 2017: Scheidungen zu Dutzenden, Alkoholismus, &Uuml;berschuldung, Wohneigentum verloren, 15 Selbstmorde. Wo also liegt der Ursprung der Gewalt? Bezeichnenderweise (?) gab es keine &Uuml;bersetzung in der deutschen Ausgabe &hellip;<\/p><p>Interessant sind &uuml;brigens nicht nur Entstehung und Forderungskatalog der Gilets jaunes. Die Routen der Proteste verliefen anders als &uuml;blich sozusagen auf den &ldquo;Korridoren der Macht&rdquo;. Und der franz&ouml;sische Philosoph und &Ouml;konom Fr&eacute;deric Lordon schreibt, es handele sich nicht um eine &ldquo;soziale Bewegung&rdquo;, sondern um einen Aufstand. Wenn man &ldquo;soziale Bewegung&rdquo; mit der vielbeschworenen &ldquo;Zivilgesellschaft&rdquo; gleichsetzt, erscheint mir das tats&auml;chlich als die treffendere Kategorisierung.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHeiner Biewer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>mit Ihrer Analyse der Sozialproteste in Frankreich treffen Sie den Nagel auf den Kopf!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nFelix Sch&ouml;nfelder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>soeben habe ich den im Betreff erw&auml;hnten Artikel von Jens Berger gelesen. Er hat mich geradezu begeistert. Spricht mir aus dem Herzen.<\/p><p>Daher mein Impuls, den Nachdenkseiten ein Lebenszeichen von Peter Klein zu senden. Den Artikel, den ich unten anh&auml;nge, k&ouml;nnen Sie gerne auch auf Ihren Seiten ver&ouml;ffentlichen. Er stammt aus dem Jahre 2016 und ist auf der Homepage der <a href=\"https:\/\/www.streifzuege.org\/2016\/stellt-euch-vor-das-proletariat-kommt-in-bewegung-und-die-linke-ekelt-sich\/\">&bdquo;Streifz&uuml;ge&ldquo; zu finden<\/a>.<br>\nIch hoffe, Sie k&ouml;nnen meine Wortmeldung als hilfreich und als Unterst&uuml;tzung empfinden.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernd Suffert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Irgendwann musste ein Ende der immer weiteren Versch&auml;rfung der Ausbeutungspolitik zum Nachteil der kleinen Leute kommen. In Griechenland konnte die EU &ndash; F&uuml;hrung noch die geplante Umsteuerung durch die Syriza -Regierung verhindern. In Italien wird es gerade versucht &ndash; Ergebnis noch unklar. Aber in Frankreich ist die Hyper &ndash; Ausbeutungspolitik &ndash; getarnt als notwendige &ouml;kologische Ma&szlig;nahme und notwendige Einsparung im Bildungsbereich am Ende. Am Ende, weil das Volk mit den gr&ouml;&szlig;ten revolution&auml;ren Traditionen und Erfahrungen in Europa aufsteht. Wenn, wie gemeldet, die Polizeigewerkschaften streiken werden, kann Pr&auml;sident Macron eigentlich zur&uuml;cktreten. Ob er es tun wird, bleibt abzuwarten. Aber er ist mit seiner als &bdquo;Sparpolitik&ldquo; und &bdquo;Reformen&ldquo; getarnten Betrugsmasche am Volk gescheitert. In Frankreich stehen die Worte &bdquo;Libert&eacute;, Egalit&eacute;, Fraternit&eacute;&ldquo; sowohl an &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden als auch im Bewusstsein der breiten Massen. Deshalb mischen sich auch rechtsextreme, linksextreme und Fu&szlig;ballrowdys unter die eigentlich friedlichen Massenproteste. Das wird nicht zu verhindern sein. Aber die Geheimdienste und der Staatsapparat sind am Ende machtlos, wenn zu viele der betrogenen kleinen Leute auf die Stra&szlig;e gehen. Wie 1989 in der DDR. Oder vorher in Polen. Auch noch so ausgekl&uuml;gelte Meinungsmache und Manipulationen der Medien helfen nicht mehr, weil letztlich das Sein das Bewusstsein bestimmt. In Deutschland kann Merkel noch so oft wiederholen, dass es uns doch allen gut gehen w&uuml;rde. Die Manipulatoren k&ouml;nnen noch so oft vom Gef&uuml;hl des abgeh&auml;ngt Seins reden. Irgendwann, wenn es den breiten Massen in ihrer t&auml;glichen Lebenswelt mit viel Arbeit bei schlechter Bezahlung noch schlechter geht, werden sich auch in Deutschland die Massen gelbe Westen anziehen. Angeblich soll Merkel ja au&szlig;erordentlich intelligent sein. Vielleicht tritt sie daher schon einmal langsam zur&uuml;ck.<br>\nR. Maa&szlig;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Berger! <\/p><p>Danke f&uuml;r diesen Super Artikel!!! Besser kann man das Thema nicht auf den Punkt bringen. &Uuml;ber das Dilemma oder besser gesagt die Posse um Riexinger und die Linken, kann man nur noch den Kopf sch&uuml;tteln. Da die Linke immer st&auml;rker unterwandert und wie die Gr&uuml;nen oder die SPD ihr Gesicht verlieren wird, setzte ich meine letzte Hoffnung auf die Bewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo;. Nur sollte man nicht nur versuchen (Wie von Aufstehen propagiert!), &uuml;ber Proteste die etablierten Parteien zu einer sozialeren Politik zu bewegen, sondern aktiv diese Politik mitgestalten. Man kann nur hoffen das man bei &ldquo;Aufstehen&rdquo; nicht anf&auml;ngt, die Leute nach Gusto zu sortieren. Sonst wird die AfD daf&uuml;r sorgen, dass der deutsche Michel seinen Hintern doch noch mal hoch bekommt. Mit frdl. Gr&uuml;&szlig;en Ralf Matthias, Hannover <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten-Redaktion, lieber Jens Berger,<\/p><p>ein Bekannter der j&uuml;ngst &ndash; und auch &ouml;fter &ndash; in Frankreich war, berichtete, dass die privaten franz&ouml;sischen Medien fast pausenlos &uuml;ber die Ereignisse im Land berichten, und das die Polizei bei Aktionen, wie der Blockade von Autobahnen, die f&uuml;r Nichtzahler ge&ouml;ffnet wurden, nicht einschritt. Das deutet daraufhin, dass die von Macron ausgebooteten Eliten den Massenprotest nutzen, um an dem nassforschen Parvenu Macron Revanche zu nehmen. <\/p><p>Befremdlich ist in Deutschland beispielsweise, dass auf der DGB-Gegenblende vom Freitag, als erster Kritiker Bernard-Henri L&eacute;vy die &ldquo;Gelbwesten&rdquo; zu diskreditieren versucht &ndash; ohne das die soziale Bewegung zuvor vom DGB gew&uuml;rdigt wurde. Der Philosoph, Publizist und Verleger hat m.W.n. wiederholt f&uuml;r Macron Partei ergriffen, und geh&ouml;rt selbst zu der von den &ldquo;Gelbwesten&rdquo; verachteten neoliberalen Elite Frankreichs. Das sollte der DGB-Vorstand den Gewerkschaftsmitgliedern einmal erkl&auml;ren.<\/p><p>LG, Ansgar Lanwert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbriefe zu &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47726\">Gedankenlosigkeit &uuml;berall! Beispiel Einkaufsverhalten: Shoppen im Netz<\/a>&ldquo;<\/strong><\/p><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseitenteam, <\/p><p>wenn es ja so einfach w&auml;re seine Eink&auml;ufe in der Stadt zu erledigen, denn im Prinzip haben Sie ja Recht.<br>\nAber &rdquo; shoppen&rdquo; schon&nbsp; dieses grauenvolle Wort, ich kaufe Dinge ein, die ich ben&ouml;tige. <\/p><p>Ich suchte f&uuml;r unsere Hunde: ein Halti, Hundezahnpasta und B&uuml;rsten, sowie normale Hundeb&uuml;rsten und Striegel. In unserer Stadt gibt es solche Dinge nicht zu kaufen, also ab in die n&auml;chste Stadt zum Tiermarkt. Haltis gab es in der erforderlichen Gr&ouml;&szlig;e &uuml;berhaupt nicht, desgleichen die Zahnpasta und die Hundezahnb&uuml;rsten also die 35 Km umsonst gefahren und problemlos sp&auml;ter alles bei Zooplus im Internet bestellt. <\/p><p>Seit vielen Jahren kaufe ich unseren Wein direkt bei einem deutschen Biowinzer, fr&uuml;her Bestellung per Postkarte und heute&nbsp; im Internet.<br>\nVersuchen Sie doch einmal Artikel aus Biobaumwolle im Handel zu kaufen,negativ, also ich bestelle beim &Ouml;koversand im Internet. <\/p><p>Zum Thema Lieferung: wir haben mit DHL einen Ort vereinbart, wo die Pakete abgelegt werden. Dies funktioniert seit Jahren problemlos. <\/p><p>Fazit f&uuml;r mich, was ich in unserer Kleinstadt bekomme kaufe ich hier,&nbsp; der kleinere Rest wird im Internet bestellt. Gesch&auml;fte sollten erkennen, dass&nbsp; das Internet nicht ihr &ldquo;Feind&rdquo; ist sondern sich dort auch pr&auml;sentieren. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\naus einer lebenswerten Kleinstadt<br>\nErika Trapper <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nja, es stimmt:&nbsp; es gibt leider immer mehr tote Innenst&auml;dte, aber sind daran immer Amazon &amp; Co. schuld? Ich wage es zu bezweifeln.<br>\n&nbsp;<br>\nWenn man von K&ouml;ln bis Waren (Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern) immer dieselben Einzelhandels-Ketten repr&auml;sentiert sieht, dann stimmt etwas nicht an der ganzen kommerziellen Infrastruktur. Dann wurden Textil Meyer und&nbsp; Schuhe Huber von Primark, bzw. C&amp;A verdr&auml;ngt, da die Herren Meyer, bzw. Huber mit der Dumpingpreispolitik der Giganten nicht mithalten k&ouml;nnen. Was tun also die beiden Herren, um nicht unterzugehen? Richtig, sie gr&uuml;nden Online-Shops! Wom&ouml;glich noch mit Anbindung zu eBay, und da f&auml;ngt das ganze Elend von vorne an.<br>\nWeil: eBay ist das moderne System der Galeerensklaven, in dem nur der belohnt wird, der am kr&auml;ftigsten rudern kann. In einer Welt, in der die Kapazit&auml;ten der Logistiker von der &uuml;berbordenden Paketmasse l&auml;ngst &uuml;bertroffen werden, h&auml;lt eBay noch immer dogmatisch am E+1-System fest, d.h. Ware, die an einem bestimmten Werktag bestellt wird, muss unter allen Umst&auml;nden noch am selben Werktag raus und tunlichst am n&auml;chsten Werktag zugestellt werden-von diesem System hat sich selbst Amazon inzwischen verabschiedet, und die liefern zunehmend &uuml;ber den eigenen Logistiker aus.<br>\n&nbsp;<br>\nInnerhalb dieser Warenhausketten findet zunehmend eine Kannibalisierung der eigenen Ressourcen statt, bestes Beispiel daf&uuml;r ist Karstadt. Deren Lebensmittelsparte hie&szlig; Karstadt Perfetto und bot neben (&uuml;berteuerten) Allerweltslebensmitteln auch einige exquisite Marken zu erschwinglichen Preisen an. Irgendein Shareholder Value-Cleverle aus dem Vorstand fand dieses f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig und machte folgende Milchm&auml;dchenrechnung auf: wenn wir die gehobene Sparte mit einer Allerwelts-Sparte ersetzen, dann hat Karstadt mehr Besucher, die ggf. auch in die anderen Abteilungen reinsehen und dies oder jenes kaufen-das &ldquo;Trickle-Down&rdquo;-Prinzip im neuen Gesicht.<br>\n&nbsp;<br>\nGesagt, getan. Karstadt Perfetto wurde mit Aldi S&uuml;d-Filialen ersetzt. Ob Karstadt insgesamt davon profitiert? Die Frage bleibt offen. Weil: wenn ich zu Aldi S&uuml;d gehe, will ich Lebesmittel zu einem g&uuml;nstigen Preis einkaufen. Dasselbe gilt aber nicht f&uuml;r Kosmetika, Bettw&auml;sche, Schuhe, Bekleidung , Accesoires usw., die ich bei Karstadt nach wie vor hochpreislich erhalte. Die meisten Aldi S&uuml;d-Eink&auml;ufer werden die Karstadt-Filiale sofort verlassen, um ihre Eink&auml;ufe bei anderen, g&uuml;nstigeren Ketten fortzusetzen. Eine Instinktlosigkeit diesen Ausma&szlig;es, die selbst die Einkaufs-Pr&auml;ferenzen der eigenen Einkommensklasse ignoriert, kann man nur unter verbohrten Kostenrechnern finden&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nDie Frage, die sich mir (und nicht nur mir) stellt, ist: wo finde ich die exquisiten Marken, die mir einst bei Karstadt Perfetto angeboten wurden? Bingo: im Netz! Allerdings mit Auflagen: konnte ich den leckeren Sekt aus dem S&uuml;ddeutschen fr&uuml;her bei Karstadt flaschenweise kaufen, muss beim Hersteller nun ein 6er Karton gef&uuml;llt werden..schwemmt ja auch mehr Geld in die Kasse..<br>\n&nbsp;<br>\nUnd noch eine Bemerkung: dass die Anzahl der Pakete im Online-Handel so zugenommen hat, ist auch der Verf&uuml;gbarkeit des Internets &uuml;ber mehrere Hardware-Tr&auml;ger zu verdanken (Smartphone, Tablets usw.) und auch der Tatsache geschuldet, dass Social Media-Plattformen sich auch als Shopping-Kan&auml;le verstehen (z.B. Facebook). Da haben IT-Konzerne mit Top-Anbietern von Online-Shopping-Plattformen Hand in Hand gearbeitet..kein Wunder, wenn dieselben Aktion&auml;re dahinterstecken&hellip;kann sich allerdings ein Logistiker ohne gravierende Auswirkungen auf seinen Aktienwert aus diesem Wahnsinn ausklinken? Ich wei&szlig; nicht&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nZu guter Letzt: weder der Wahnsinn des Shareholder Value, noch die steile Entwicklung von Amazon, eBay &amp; Co. sind ausserirdische Keime, die per Zufall auf die Erde gelangten. Sie sind nur die logische Entwicklung einer galoppierenden Konsum-Propaganda, die in den Neunzigern vor allem florierte: wenn jemand, der um die 50.000&euro;\/p.a. sein Einkommen nennt, konsumieren muss wie einer, der 100.000&euro;\/p.a. verdient, der wiederum das Kaufgebaren eines zeigen muss, der 500.000&euro;\/p.a. verdient, der wiederum so tun muss, als w&uuml;rde er 1 Million\/p.a. verdienen, usw. -und das Ganze, nur um &ldquo;beachtet&rdquo; zu werden-dann stimmt an dem ganzen System etwas nicht, und fr&uuml;her oder sp&auml;ter wird es kollabieren&hellip;was z.T. bereits geschah..<br>\n&nbsp;<br>\nAlles Gute aus M&uuml;lheim,<br>\nArno G&uuml;ndisch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>im Grunde geben ich Ihnen in Sachen Online-Shopping ja recht &ndash; aber was ist z.B. mit den Menschen auf dem flachen Land, die ansonsten auf das magere Shopping-Angebot im n&auml;chsten Kreisst&auml;dtchen angewiesen sind? Oder mit denjenigen, die zehn &nbsp;Stunden am Tag im B&uuml;ro hocken und f&uuml;r jede Besorgung &uuml;ber den t&auml;glichen Bedarf hinaus einen halben Tag frei nehmen m&uuml;ssten? Okay, fr&uuml;her ging das ja auch &ndash; aber fr&uuml;her gab es z.B. hier in meinem Wohnbereich auch jede Menge kompetente Fachgesch&auml;fte f&uuml;r so gut wie alles. Mittlerweile sind diese Gesch&auml;fte &nbsp;einer Schwemme von Backshops, Nagelstudios, Ein-Euro-L&auml;den, Sisha-Lounges und Ramschl&auml;den gewichen. Bevor ich mich also ins Auto setze und im 25-km-Umkreis diverse Gesch&auml;fte etwa nach einem passenden Staubsauger-Ersatzteil abklappere, mache ich es dann doch lieber online. Da muss ich dann auch nicht h&ouml;ren &ldquo;hamwer gerade nicht da, m&uuml;ssen wir bestellen, kommen Sie n&auml;chste Woche nochmal.&rdquo; Aber klar, man kanns mit der Bequemlichkeit auch &uuml;bertreiben.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;, ihr stets zufriedener Leser Peter Ludewig<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ich meine, dass das Kind bereits sp&auml;testens in den Brunnen gefallen ist, als abseits von Innenst&auml;dten Einkaufszentren mit Discountern geschaffen wurden, die eine entspannte Parkplatzsituation und kurze Laufwege f&uuml;r Produkte ohne dringenden Beratungsbedarf bieten. Den Rest hat &ldquo;billig statt g&uuml;nstig&rdquo; erreicht. Ein fehlendes Mobilit&auml;tskonzept kommt auch noch dazu. Jeder wusste, was l&auml;ngerfristig in den Innenst&auml;dten passieren musste. <\/p><p>Jetzt von Gedankenlosigkeit beim Einkaufen zu sprechen, trifft nicht mehr den Kern der Problematik. Wenn wir &uuml;ber den Standard-Warenkorb sprechen, glaube ich noch nicht an einen Online-Erfolg, wobei Amazon mit dem eigenen Zustelldienst jetzt den letzten Schritt macht. Das, was man an Weg zum Discounter spart, verwendet man dann f&uuml;r den &ldquo;Pappe-Kreislauf&rdquo;. Systemboxen w&uuml;rden das aber bereits l&ouml;sen.<br>\nDas System ist dabei aber bereits ganz auf billig getrimmt: Minimal akzeptierte Qualit&auml;t bei maximaler Marge&hellip;ein begehbares Lager ohne Beratung. <\/p><p>Insgesamt ist das Angebot aber inzwischen auch qualitativ so ausged&uuml;nnt, dass es f&uuml;r mich kaum noch Sinn macht, Ladengesch&auml;fte zu besuchen und die notwendigerweise hohen Preise f&uuml;r halbwegs passendes Zeugs zu zahlen.<br>\nBesonders bei technischen (Ersatz)-Teilen hat die Globalisierung und der Fortschritt zus&auml;tzlich so viele Varianten und Spezialisierungen eines Produkts geschaffen, dass ein &uuml;berschaubares Ladengesch&auml;ft dies nicht abdecken kann. Auch Baum&auml;rkte beschr&auml;nken sich z.B. auf die lukrativen Produkte und fordern daf&uuml;r sportliche Preise &ndash; ohne brauchbare Beratung.<br>\n&ldquo;Neu statt Ersatz&rdquo; ist Trumpf, auch im Handwerk. Dabei interessiert es gar nicht mehr, ob die alte L&ouml;sung &ndash; repariert &ndash; sogar hochwertiger w&auml;re. <\/p><p>Wenn ich Ersatzteile f&uuml;r das Auto brauche, kann ich zum Gro&szlig;h&auml;ndler fahren oder das Material bestellen. &Ouml;kologisch macht &ndash; wegen der Distanzen und Staus &ndash; vermutlich sogar letzteres mehr Sinn. Das, was Digitalisierung (die vor 10 Jahren diesbez&uuml;glich abgeschlossen war) erreicht hat, ist die Bereitstellung von weitreichenden Produktinformationen. Das ist ein sehr positiver Aspekt. <\/p><p>Ein gro&szlig;es Problem in diesem Kontext sehe ich bei Wertsch&ouml;pfung und Nachhaltigkeit.<br>\nEs wird mit hohen &ouml;kologischen Fu&szlig;abdruck produziert und bei minimalen Fehlern oder &ldquo;Veraltung&rdquo; weggeworfen und die M&ouml;glichkeit zur Reparatur durch leichtfertiges oder absichtlich dummes Design massiv erschwert.<br>\nDies ist inzwischen gesellschaftlich als nahezu unausweichlich akzeptiert wird inzwischen von Unwillen\/Unverm&ouml;gen begleitet. <\/p><p>Durch das gro&szlig;e Online-Angebot kann ich dies f&uuml;r mich etwas in Zaum halten und bekomme aus China f&uuml;r &euro;15 eine neue Beleuchtung f&uuml;r einen 2,01 Jahre alten Fernseher, statt ihn wegzuwerfen. Andere generieschere Ersatzteile kommen sogar aus der N&auml;he.<br>\nEin neues Auto aus einer gro&szlig;en Serie wegzuwerfen, nur weil die Abgasreinigung &ndash; bis zur Nichtfunktion &ndash; deformiert wurde, ist f&uuml;r mich der aktuelle symptomatische und kranke Gipfel der Entwicklung! <\/p><p>Wenn hinter Amazon ein halbwegs wohlwollendes Kollektiv st&uuml;nde, w&auml;re die Struktur nicht so schlecht: ein Gro&szlig;handelslagerinfrastruktur mit Endkundenportal und Lieferstruktur. Leider gibt die Ausbeutungskomponente in der ganzen Wertsch&ouml;pfungskette dem System die dominierende &uuml;ble Komponente. Und nein: ich ben&ouml;tige keine Zustellung innerhalb von 24h. <\/p><p>MfG<br>\nJ&ouml;rn Plewka <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nhaben Sie herzlichen Dank f&uuml;r Ihren engagierten Bericht &uuml;ber das Online-Shopping. Doch jede Medaille hat auch zwei Seiten.<br>\n&nbsp;<br>\nSo las ich k&uuml;rzlich und wei&szlig; nicht mehr genau wo, dass &uuml;ber das digitale Einkaufen sehr viel f&uuml;r die Umwelt getan werde. Wenn z.B. 100 Pakete in meinem Ort ausgefahren werden, f&auml;hrt nur ein Auto durch die Stadt. Wenn alle 100 Menschen nun mit ihrem eigenen Auto in diese fahren, h&auml;tte man alle in der Stadt mit den &uuml;blichen Nebenwirkungen wie neben der Luftverschmutzung auch noch Parkplatzsuche, verstopfte Stra&szlig;en, endlos lange Schlangen an den Kassen in den Kaufh&auml;usern, Dr&auml;ngelei und Sto&szlig;erei, gestresste und gehetzte Menschen um sich herum. Mit Kleinkindern und Kinderwagen ist es noch schwieriger. Von daher finde ich den Online-Einkauf gut und als Alternative akzeptabel. Er spart Zeit, Geld und Benzin.<br>\n&nbsp;<br>\nSelbst der Nahverkehr mit Bus in die Stadt ist erdr&uuml;ckend eng und voll. In einer Stadt wie Frankfurt, wo alle 2 Minuten eine U-Bahn f&auml;hrt, mag das anders sein. Auf dem Land ist es nicht so gut.<br>\n&nbsp;<br>\nNicht akzeptabel ist nat&uuml;rlich und damit bin ich voll auf Ihrer Seite, was die Bezahlung und den unw&uuml;rdigen Stress, dem die Paketzusteller ausgesetzt sind, angeht. Das ist, soweit ich das sehe, eine Sache der Politik und Gewerkschaften, die daf&uuml;r sorgen M&Uuml;SSEN, dass diese Personengruppen ordentlich bezahlt werden. Die Politik und Gewerkschaften d&uuml;rfen Arbeitsunrecht nicht sch&uuml;tzen, was sie tun, sondern m&uuml;ssen es bestrafen, wie jeder kleine Schwarzfahrer oder Parks&uuml;nder auch bestraft wird.<br>\n&nbsp;<br>\nSolange also auf die Aktion&auml;re gro&szlig;er Online-Portale immer wieder R&uuml;cksicht genommen wird und deren Steuerabwanderungen in Steueroasen und das Lohn-Dumping-Verhalten schulterzuckend hingenommen wird, machen sich Gewerkschaften, Bundesregierung und Bundestag zum Mitt&auml;ter bei der Ausbeutung der Gesellschaft. Eine Regierung und die entsprechenden Parteien, die diese bilden und die Opposition im deutschen Bundestag erweisen sich seit Jahren als feige und mutlos, wenn es darum geht, diesem unw&uuml;rdigen Betragen der Finanzindustrie Grenzen zu setzen.<br>\n&nbsp;<br>\nZu Punkt A mit den Untergruppen haben Sie fast alles gesagt. Auch hier sieht man deutlich die Kleingeistigkeit und Kleingl&auml;ubigkeit der handelnden Politiker, die sie unf&auml;hig macht im Sinne der Bev&ouml;lkerung t&auml;tig zu werden. Sie bringen es nicht fertig, sich auf diese, von denen sie gew&auml;hlt wurden, einzulassen und nur einen kleinen Finger f&uuml;r sie zu kr&uuml;mmen, weil sie Angst haben vor den Konsequenzen der grauen Finanz-Eminenzen. Nicht einmal das Soziale im Namen einer Partei noch das C konnte ihnen bisher Auftrieb und Mut geben, sich f&uuml;r die einzusetzen, denen sie &ouml;ffentlich verpflichtet sind, ihren W&auml;hlern.<br>\n&nbsp;<br>\nVielleicht noch ein kleines Beispiel, warum ich den Online-Handel positiv sehe.<br>\nIch ben&ouml;tige eine Tortenbox. Wo bekomme ich sie in der Stadt? Ich wei&szlig; es nicht und stehe vor der Frage: Fahre ich in die Stadt oder suche ich im Internet.&nbsp; In die Stadt fahren bedeutet, Parkhaus, was teuer ist, Parkplatzsuche ist ein herumkurven durch verschiedene Stra&szlig;en, &uuml;berziehe ich die Parkgeb&uuml;hr riskiere ich ein Kn&ouml;llchen von 10-20 Euro. Hat das alles geklappt suche ich die Gesch&auml;fte, die so etwas haben k&ouml;nnten und finde sie nicht.&nbsp; &Uuml;berall Klamottenl&auml;den. Karstadt hat sie vielleicht, da ist noch eine kleine Porzellan-\/Haushaltswarenabteilung. Wie teuer wird sie sein? Wenn sie nur die teure haben kann ich weiter suchen. Und wo? Ich werde gut zwei bis drei Stunden unterwegs sein um eine Tortenbox zu kaufen. Ich sehe bei Amazon nach, meistens meine erste Anlaufstelle um mich &uuml;ber Preise zu informieren. Amazon hat massenweise Tortenboxen. Ich bestelle eine, am n&auml;chsten Tag ist sie da.<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarola Schramm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr M&uuml;ller, <\/p><p>leider wird Ihr Beitrag zu dem Thema von zu wenigen Leuten gelesen. <\/p><p>Ich war, bin und bleibe ein Gegner von &ldquo;Online-Shopping&rdquo;, insbesondere sind Firmen wie Amazon absolute Ausbeuter ihrer MitarbeiterInnen, sie erpressen die Verlage, sie machen den Einzelhandel kaputt und zahlen keine Steuern. Es ist au&szlig;erdem ein Skandal, wenn in Wohnstra&szlig;en manchmal Fahrzeuge von drei bis vier Paketdiensten (Ausgeburt der Privatisierungen) in zweiter Reihe stehen und die Stra&szlig;e blockieren. <\/p><p>In einer Diskussionsveranstaltung meiner Bundestagsabgeordneten mit dem Vorsitzenden des ace, Stefan Heimlich, bei der es u.a. um LKW-Verkehre ging, warf ein Diskussionsteilnehmer mir vor, ich m&uuml;sse doch Verst&auml;ndnis f&uuml;r die haltenden Fahrzeuge haben, wenn ich bei Amazon bestellen w&uuml;rde, worauf ich zur Erheiterung der Anwesenden sofort entgegnete, dass ich prinzipiell nicht bei Amazon bestelle. <\/p><p>Hier m&uuml;ssten auch die Kommunalpolitiker endlich aufwachen, indem sie nicht st&auml;ndig die Ansiedlung gro&szlig;er Einkaufszentren f&ouml;rdern, die wiederum Autoverkehre hervorrufen, sondern die inner&ouml;rtlichen L&auml;den unterst&uuml;tzen, die dann auch eher fu&szlig;l&auml;ufig zu erreichen sind, und die vor allem zum Erhalt der Innenst&auml;dte und -gemeinden beitragen. Allein in meiner Stadt G&ouml;ppingen stehen mindestens 50 L&auml;den leer, anderen Fenstern Plakate h&auml;ngen, die Fassaden verrotten o.&auml;., weil die Eigent&uuml;mer auch teilweise mit den Preisen spekulieren, so dass weiter kostbare Naturfl&auml;chen mit Umweltsch&auml;den versiegelt werden. Hier sollte das Allgemeinwohlprinzip nach Art. 14 Abs. 2 GG Anwendung finden! <\/p><p>In diesem Sinne verbleibe ich <\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPeter Boettel <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beitr&auml;ge &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47676\">Frankreich demonstriert, Deutschland lamentiert<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47726\">Gedankenlosigkeit &uuml;berall! Beispiel Einkaufsverhalten: Shoppen im Netz<\/a>&rdquo; riefen bei den NachDenkSeiten-Lesern einige Resonanz hervor, die wir nachfolgend ver&ouml;ffentlichen.<br \/> Vielen Dank an die Leser, f&uuml;r die vielen interessanten und anregenden Gedanken, und die weiterf&uuml;hrenden Hinweise! Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[131,195,20,103,146],"tags":[1304,282,2427,1288,374,1043,2545,543,689,2066,2231,2245,1473,687],"class_list":["post-47860","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-oekonomie","category-die-linke","category-landerberichte","category-leserbriefe","category-soziale-gerechtigkeit","tag-amazon","tag-buergerproteste","tag-ebay","tag-einzelhandel","tag-eliten","tag-frankreich","tag-gelb-westen","tag-karstadt","tag-konsumlaune","tag-macron-emmanuel","tag-onlinehandel","tag-paketdienste","tag-riexinger-bernd","tag-ungleichheit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47860","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47860"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47860\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47863,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47860\/revisions\/47863"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47860"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=47860"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=47860"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}