{"id":47877,"date":"2018-12-14T16:22:18","date_gmt":"2018-12-14T15:22:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877"},"modified":"2018-12-14T16:22:18","modified_gmt":"2018-12-14T15:22:18","slug":"hinweise-des-tages-ii-374","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h01\">EU-Gipfel zum Brexit in Br&uuml;ssel: Nur saure Bonbons f&uuml;r May<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h02\">EU-Gipfel: Russlandsanktionen werden 6 Monate fortgesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h03\">Macrons monarchischer Moment<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h04\">Kinderbetreuung: Bundesrat stimmt &ldquo;Gute-Kita-Gesetz&rdquo; zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h05\">Sind No-Border-Linke Lakaien des Kapitals?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h06\">Kramer: Merkel lag mit &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; richtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h07\">Spaniens Richter tanzen nach der Pfeife der Politiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h08\">KAS zu Studierenden-Proteste in Albanien: &bdquo;Gro&szlig;e Proteststimmung im Land&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h09\">Kosovo: Armeegesetze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h10\">Fl&uuml;chtlinge auf der neuen Balkanroute: Gefangen im Niemandsland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h11\">Globales Finanzcasino: Die Botschaft zum Jahresende lautet &bdquo;Game over&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h12\">Urteil zu Euro-6-Norm: Europ&auml;ische Gro&szlig;st&auml;dte d&uuml;rfen ab 2021 auch neueste Diesel aussperren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h13\">Schlachthof-Kontrollen nehmen rapide ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47877#h14\">Das Letzte: Staatliche Kursversicherung f&uuml;r eine Aktien-Rente?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Gipfel zum Brexit in Br&uuml;ssel: Nur saure Bonbons f&uuml;r May<\/strong><br>\nTheresa May bettelte in Br&uuml;ssel um Hilfe. Die anderen Staatschefs halten am Scheidungstermin fest. Ist der Brexit-Vertrag noch zu retten? [&hellip;]<br>\nWas als freundlicher Austausch gedacht war, geriet zum Debakel. Die Stimmung sei &bdquo;sehr schlecht&ldquo; gewesen, hie&szlig; es aus EU-Kreisen. Merkel habe May w&auml;hrend ihres Vortrags mehrfach unterbrochen und zu Pr&auml;zisierungen aufgefordert. Die Kanzlerin lie&szlig; die Britin sogar auflaufen. Als May forderte, ein Enddatum f&uuml;r den Backstop festzulegen &ndash; sie sprach von Dezember 2021 &ndash; lehnte Merkel das rundheraus ab.<br>\nNach der frostigen Runde setzten die EU-27 eine Erkl&auml;rung auf, die May im Machtkampf in London kaum helfen d&uuml;rfte &ndash; im Gegenteil. Denn &bdquo;Neuverhandlungen&ldquo; werden in dem EU-Papier ausdr&uuml;cklich ausgeschlossen. Die EU sei aber &bdquo;fest entschlossen&ldquo;, mit London schnell Verhandlungen &uuml;ber einen Partnerschaftsvertrag aufzunehmen, um den Backstop doch noch zu verhindern. Die Auffangl&ouml;sung solle nur &bdquo;so lange wie unbedingt erforderlich&ldquo; in Kraft bleiben.<br>\nWenn das Bonbons sein sollen, dann schmecken sie ziemlich sauer. S&auml;uerlich &auml;u&szlig;erten sich nach den Brexit-Beratungen auch mehrere EU-Chefs. &bdquo;Unsere britischen Freunde m&uuml;ssen uns sagen, was sie wollen, anstatt uns zu fragen, was wir wollen&ldquo;, beschwerte sich Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Die Diskussion sei &bdquo;mitunter nebul&ouml;s und unpr&auml;zise&ldquo;. &bdquo;Wir m&uuml;ssen auch mal wissen, was genau London will&ldquo;, sagte Luxemburgs Premier Xavier Bettel. &bdquo;Wir werden nicht Gipfel auf Gipfel auf Gipfel machen&ldquo;, warnte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EU-Gipfel-zum-Brexit-in-Bruessel\/!5558795\/%20\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU-Gipfel: Russlandsanktionen werden 6 Monate fortgesetzt<\/strong><br>\nBei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs in Br&uuml;ssel wurden die Sanktionen gegen Russland einstimmig um 6 Monate verl&auml;ngert. Grund sei demnach der v&ouml;llige Stillstand in der Implementation des Minsker Abkommens von Seiten Moskaus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/81025-eu-gipfel-russlandsanktionen-werden-6-monate-fortgesetzt\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: EU beschlie&szlig;t auf US-Druck Resolution gegen Nord Stream 2 &ndash; Sacharowa: &ldquo;Blanker Wahnsinn f&uuml;r Europa&rdquo;<\/strong><br>\nDas EU-Parlament hat am Mittwoch eine Resolution verabschiedet, in der zum Stopp des Baus der Nord Stream 2-Erdgaspipeline aufgerufen wird. Die Sprecherin des Ausw&auml;rtigen Amtes Russlands, Maria Sacharowa, kommentierte dies mit Unverst&auml;ndnis: &ldquo;Gegen Zusammenarbeit im Energiebereich, gegen dessen Diversifizierung aufzutreten, dagegen, der Zusammenarbeit im Energiebereich wirklich modernen Charakter zu verleihen&hellip; Das ist blanker Wahnsinn f&uuml;r Europa, das auf Energietr&auml;ger dringend angewiesen ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/newsticker\/81004-eu-beschliesst-auf-us-druck-resolution-gegen-nord-stream-2\/\">RT deutsch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Zwei Beschl&uuml;sse gegen die eigenen Interessen und gegen die Interessen der europ&auml;ischen Wirtschaft. Auf Druck der USA. Und aus Feigheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Macrons monarchischer Moment<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident macht aus seiner Vorliebe f&uuml;r den Monarchismus mit sich selbst in der Hauptrolle keinen Hehl. Die Franzosen haben ihn verstanden.<br>\nIn einem Interview aus dem Jahre 2015 &auml;u&szlig;erte sich Emmanuel Macron in Sachen Republik und franz&ouml;sischer Revolution eindeutig:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Il y a dans le processus d&eacute;mocratique et dans son fonctionnement un absent. Dans la politique fran&ccedil;aise, cet absent est la figure du roi, dont je pense fondamentalement que le peuple fran&ccedil;ais n&rsquo;a pas voulu la mort [&hellip;]&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Auf Deutsch: &bdquo;In demokratischen Gesellschaften klafft eine L&uuml;cke. In Frankreich ist diese L&uuml;cke der fehlende K&ouml;nig, dessen Tod, da bin ich mir sicher, das franz&ouml;sische Volk nicht gewollt hat&hellip;&ldquo;<br>\nDie Rede ist von Ludwig XVI., dem im Zuge der Franz&ouml;sischen Revolution enthaupteten Monarchen, als dessen Nachfolger im Geiste sich Macron gerne sieht und &ndash; wie zuletzt bei seiner Fernsehansprache an die Nation hinter vergoldetem Schreibtisch &ndash; gerne inszeniert. Ausl&ouml;ser f&uuml;r die Franz&ouml;sische Revolution &ndash; der ber&uuml;hmte Tropfen, der das Fass zum &Uuml;berlaufen brachte &ndash; war bekanntlich eine geplante Steuerreform, die die schon in Armut lebende Bev&ouml;lkerung noch weiter in den Ruin getrieben h&auml;tte. (&hellip;)<br>\nSelbstverst&auml;ndlich r&uuml;mpft Deutschland die Nase &uuml;ber so viel Gewaltbereitschaft &ndash; schon der Sturm der Bastille von 1789 gilt hierzulande im Nachhinein offenbar als verdammenswerter Versto&szlig; des gewaltbereiten P&ouml;bels gegen die &ouml;ffentliche Ordnung.<br>\nDamit aber schlie&szlig;t sich der Kreis. Denn der Protest der Franzosen, der im republikverachtenden Monarchismus Macrons in erfrischender Dialektik einen idealen Katalysator gefunden hat, richtet sich nicht nur gegen eine Person, sondern gegen ein Regime. Es ist das von Deutschland angef&uuml;hrte ancien r&eacute;gime der EURO-EU, das zum h&ouml;heren Zwecke der Wettbewerbsf&auml;higkeit seiner Mitgliedsstaaten und der selbstgew&auml;hlten Unterwerfung unter die Finanzm&auml;rkte, denen eine wirklich autonome Zentralbank jederzeit Paroli bieten k&ouml;nnte, die  Verarmung seiner Bev&ouml;lkerungen nach dem Vorbild der Bourbonen betreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/12\/macrons-monarchischer-moment\/\">Makroskop<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Gegen eine Politik der Reichen<\/strong><br>\nEs muss eine Selbstverst&auml;ndlichkeit sein, sich solidarisch mit jenen zu erkl&auml;ren, die gegen die herrschende Politik aufbegehren. Bedenklich sollte aber etwas anderes stimmen, und diese Tendenz ist nicht nur in Frankreich, sondern mit Abstufungen europaweit zu beobachten &ndash; das Aufbegehren gegen die herrschende Politik ist in seinem Selbstverst&auml;ndnis nicht mehr unbedingt links. Das Gros der Gelbwesten f&uuml;hlt sich nicht nur von Macron und Co., sondern anscheinend auch von den klassischen linken Organisationen nicht mehr vertreten. Die Gewerkschaften und linken Parteien unterst&uuml;tzen die Proteste, aber sie waren weder ihr Ausgangspunkt noch sind sie derzeit Ansprechpartner. Die Gelbwesten sind daher durchaus, wie auch der Vorstand der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; vor kurzem beschlossen hat, ein Zeichen der Ermutigung. Sie zeigen aber auch die Schw&auml;che der linken Parteien und der Gewerkschaften an.<br>\nWir leben in bewegten Zeiten, aber wenn wir ehrlich sind, die Bewegungen gehen derzeit nicht von der breiten gesellschaftlichen Linken aus. Die Rechte ist in Europa auf dem Vormarsch und der politische Mainstream setzt unbeirrt die Politik des Kapitals und der Reichen um. F&uuml;r uns als Linke ist der Zusammenhang unverkennbar. Das Erstarken von Rechtspopulismus, Neofaschismus und neuem Autoritarismus ist im Wesentlichen durch die tiefen sozialen Verwerfungen begr&uuml;ndet. Die moralische Verrohung folgt der sozialen. Eben deshalb ist die gesellschaftliche Linke in der Bringschuld. Wir wissen nicht, wie gro&szlig; noch oder wie klein das Zeitfenster ist. Angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Widerspr&uuml;che aber brauchen wir eine umfassende linke Gegenstrategie, wollen wir den Rechten das Feld nicht &uuml;berlassen. Frankreich ist sicherlich ein Beispiel daf&uuml;r, dass das Potential f&uuml;r progressive, antikapitalistische Proteste da ist. Wenn dieses Potential sich nicht schnell verfl&uuml;chtigen und nach kurzfristigen Erfolgen ins Stocken geraten soll, wenn es auch f&uuml;r die dringend notwendige radikale gesellschaftliche Transformation genutzt werden soll, muss die Linke aus ihrem Schatten treten und den Kampf um die Hegemonie in Europa aufnehmen. Nur mit einer breit angesetzten, popul&auml;ren Strategie k&ouml;nnen wir verhindern, dass die soziale Unzufriedenheit letztlich in rechte Bahnen kanalisiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5050\/innenpolitik\/10077\/Gegen-eine-Politik-der-Reichen.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kinderbetreuung: Bundesrat stimmt &ldquo;Gute-Kita-Gesetz&rdquo; zu<\/strong><br>\nSchleswig-Holstein hatte beantragt, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Damit sollte erreicht werden, dass der Bund sich zur Unterst&uuml;tzung der L&auml;nder &uuml;ber 2022 hinaus verpflichtet. Aber f&uuml;r diesen Antrag fand sich in der L&auml;nderkammer keine Mehrheit. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) machte vor der L&auml;nderkammer deutlich, dass auch der Bund eine F&ouml;rderung &uuml;ber 2022 hinaus anstrebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/schule\/gute-kita-gesetz-tritt-in-kraft-laengere-oeffnungszeiten-und-mehr-erzieher-a-1243762.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Mag ja sein, dass die SPD eine F&ouml;rderung &uuml;ber das Jahr 2022 hinaus anstrebt, nur wird sie dann im Bundestag vermutlich keine entscheidende politische Rolle mehr spielen. Es ist absolut nicht zu verstehen, warum eine Befristung der Mittel in dem Gesetz &uuml;berhaupt vorgesehen wird, wenn man doch beispielsweise mehr Fachkr&auml;fte langfristig f&uuml;r die Kitas gewinnen will. Da kann man ja nur zu der Schlussfolgerung kommen, dass der Gro&szlig;en Koalition weniger an guten Kitas, als mehr an schwarzen Nullen gelegen ist. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sind No-Border-Linke Lakaien des Kapitals?<\/strong><br>\nMan kann argumentieren, dass Deutschland und andere Industriel&auml;nder Schuld daran tragen, dass andere L&auml;nder so arm bleiben. Aber weder sind die Leidtragenden offener Grenzen diejenigen, die profitiert haben, noch sind offene Grenzen ein sinnvolles Mittel zur Entwicklung der armen L&auml;nder.<br>\nMichael Wendl, ein langj&auml;hriger Gewerkschaftsfunktion&auml;r und Politiker von SPD, Linke und jetzt wieder SPD, hat auf Makroskop eine Erwiderung auf die Kritik geschrieben, Open-Border-Linke bedienten die Interessen des Kapitals an billigen Arbeitskr&auml;ften. Da ich diese Kritik vertrete, habe ich seinen Text mit gro&szlig;em Interesse gelesen, in der Hoffnung, die Gegenseite besser verstehen zu lernen.<br>\nMeine Argumente gegen offene Grenzen f&uuml;r alle sind, sehr kurz gefasst: Das internationale Wohlstandsgef&auml;lle ist sehr gro&szlig; und es gibt hunderte Millionen Menschen, die sich begr&uuml;ndete Hoffnung auf ein besseres Leben in Deutschland machen k&ouml;nnten, wenn sie legal und einfach einreisen und hier arbeiten d&uuml;rften. Das w&uuml;rden die Sozialsysteme nicht aushalten und die L&ouml;hne vor allem im unteren Bereich w&uuml;rden massiv gedr&uuml;ckt. Das Kapital und gut verdienende Arbeitnehmer w&uuml;rden (materiell) profitieren, die unteren Schichten w&uuml;rden darunter leiden. Au&szlig;erdem w&uuml;rde es den Herkunftsl&auml;ndern schaden, die zuerst ihre am besten ausgebildeten Arbeitnehmer verlieren w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/12\/sind-no-border-linke-lakaien-des-kapitals\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kramer: Merkel lag mit &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; richtig<\/strong><br>\nDie Integration von Fl&uuml;chtlingen in Deutschland l&auml;uft nach Ansicht von Arbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer deutlich besser als angenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe mit ihrem Satz &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; Recht behalten, sagte der Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber (BDA) der Zeitung Augsburger Allgemeine. Von mehr als einer Million Menschen, die seit 2015 nach Deutschland gekommen seien, h&auml;tten knapp 400 000 einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, sagte Kramer.<br>\nDie meisten jungen Migranten k&ouml;nnten nach einem Jahr Unterricht zudem so gut Deutsch, dass sie dem Berufsschulunterricht folgen k&ouml;nnten, erkl&auml;rte der Wirtschaftsvertreter. Die gro&szlig;e Mehrheit der erwerbst&auml;tigen Fl&uuml;chtlinge arbeite mittlerweile in sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung und sei somit integriert. Viele Migranten seien &ldquo;eine St&uuml;tze der deutschen Wirtschaft geworden&rdquo;.<br>\nDeutschland m&uuml;sse das Thema Migration &ldquo;n&uuml;chterner betrachten&rdquo;, fordert Kramer. &ldquo;Wir d&uuml;rfen keine Angst vor Zuwanderung haben, sondern m&uuml;ssen Menschen, die zu uns kommen und hier arbeiten, als Bereicherung sehen.&rdquo; Die meisten Mittelst&auml;ndler seien weiter auf der Suche nach Mitarbeitern und hofften auf das geplante Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz der Gro&szlig;en Koalition.<br>\nWenn es nicht gelinge, k&uuml;nftig Fachkr&auml;fte aus dem Ausland anzuwerben, bestehe die Gefahr, dass Deutschland wirtschaftlich zur&uuml;ckfalle wie in den 90er Jahren, so Kramer. &ldquo;Dann br&auml;uchten wir allerdings wieder einen Politiker wie den einstigen SPD-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der, der den Mut aufbringt, das Ruder radikal rumzurei&szlig;en.&rdquo; Seine Reformen seien &ldquo;ein Segen f&uuml;r unsere Volkswirtschaft&rdquo; gewesen, sagte Kramer &ndash; auch wenn Politiker wie Schr&ouml;der sp&auml;ter pers&ouml;nlich oft abgestraft w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/fluechtlinge-integration-arbeitsmarkt-1.4253072\">S&uuml;dddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was hat Herr Kramer bei der Integration von Fl&uuml;chtlingen hierzulande eigentlich erwartet, wenn er nun sagt, sie laufe &ldquo;deutlich besser als angenommen&rdquo;? War Deutschland in den 90er Jahren wirtschaftlich wirklich zur&uuml;ck oder wurde dieses Land &ldquo;krank&rdquo; geschrieben, damit die angeblichen Reformen durch die rotgr&uuml;ne Schr&ouml;der-Fischer-Regierung in Kooperation mit FDP und den Unionsparteien durchgef&uuml;hrt werden konnten? F&uuml;r wen waren die &ldquo;Reformen&rdquo; ein &ldquo;Segen&rdquo; &ndash; f&uuml;r Unternehmen oder f&uuml;r die Allgemeinheit? Viele Millionen Personen sind auf jeden Fall finanziell schlechter gestellt worden &ndash; insbesondere Erwerbslose. F&uuml;r viele Millionen &ldquo;Leistungstr&auml;ger&rdquo; haben sich seither die Arbeitsbedingungen deutlich verschlechtert &ndash; vor allem der Druck auf das Lohngef&uuml;ge hat enorm zugenommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Spaniens Richter tanzen nach der Pfeife der Politiker<\/strong><br>\nWegen fragw&uuml;rdiger Anklagen, Urteile und Ernennungen ger&auml;t die spanische Justiz zunehmend ins Zwielicht. Die politischen Parteien haben zu grossen Einfluss auf die Ernennung der Richter.<br>\nDass die spanische Justiz langsam arbeitet und v&ouml;llig &uuml;berlastet ist, ist allseits bekannt. Dass aber die politischen Parteien Einfluss bis in die obersten Richtergremien haben, war den B&uuml;rgern lange Zeit nur wenig bewusst. Doch das &auml;nderte sich j&uuml;ngst mit der Ernennung des Vorsitzenden des Generalrats der Justiz (Consejo General del Poder Judicial). Das Gremium entscheidet &uuml;ber die Besetzung der wichtigsten Richterposten im Land.<br>\nKaum war bekanntgeworden, dass Manuel Marchena, ein konservativer Richter an Spaniens oberstem Gerichtshof, zum Vorsitzenden dieses Rats gek&uuml;rt werden sollte, drang Jubel aus dem Senat. Ignacio Cosido, der Sprecher der konservativen Fraktion in der kleinen Parlamentskammer, liess seine 146 Amtskollegen per Whatsapp wissen, dass man mit Marchenas Ernennung Einfluss auf die Prozesse gegen korrupte Politiker in den eigenen Reihen erlangen werde, denn man k&ouml;nne jetzt die Strafkammer des obersten Gerichts &laquo;von hinten kontrollieren&raquo;. Die Textnachricht wurde der Zeitung &laquo;El Espa&ntilde;ol&raquo; zugespielt, ein Aufschrei ging durch die gesamte Medienlandschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/spaniens-justiz-unter-der-lupe-ld.1442091%20\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>KAS zu Studierenden-Proteste in Albanien: &bdquo;Gro&szlig;e Proteststimmung im Land&ldquo;<\/strong><br>\nBezahlbare Geb&uuml;hren, mehr Geld f&uuml;r Bildung, Bek&auml;mpfung der Korruption: Seit Tagen demonstrieren Studierende in mehreren albanischen St&auml;dten. Mittlerweile sei die Proteststimmung auch auf andere Teile der Bev&ouml;lkerung &uuml;bergesprungen, sage Walter Glos von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Albanien im Dlf. [&hellip;]<br>\nGebert: Woran genau hat sich denn der Protest der Studierenden entz&uuml;ndet?<br>\nGlos: Die Proteste sind aufgekommen, nachdem gro&szlig;er Unmut entstanden ist, dass viele Studenten, die ihre Klausuren wiederholen mussten, daf&uuml;r hohe Geb&uuml;hren zahlen sollten. Hinzu kommt, dass die Geb&uuml;hren f&uuml;r die Semester nat&uuml;rlich exorbitant hoch sind. Wenn man das im Vergleich zu Deutschland heranzieht, da kann man das nachvollziehen.<br>\nGebert: Wie hoch sind die denn?<br>\nGlos: Die sind teilweise bis zu 2.600 Euro f&uuml;r ein Jahr, und bei einem Durchschnittslohn, den man hier so um die 300 bis 350 Euro im Monat vorfindet, ist das sehr teuer, und wir haben ja selbst hier Stipendien vergeben. Die Studenten, die wir da ausw&auml;hlen, die weinen dann h&auml;ufig, weil ihnen gro&szlig;es Gl&uuml;ck beschert wird, wenn ihnen zum Beispiel eine deutsche politische Stiftung ein Stipendium vergibt.<br>\nGebert: Jetzt ist die Bezahlbarkeit des Studiums das eine, was gefordert wird. Vielleicht greifen Sie sich noch mal zwei Dinge heraus, die den Studierenden ebenfalls wichtig sind.<br>\nGlos: Also das ist einmal nat&uuml;rlich die Pr&auml;senz der Studenten in den wichtigen Entscheidungsgremien, &uuml;ber Dekane oder Rektoren, dann die Verdopplung des Budgets im Staatshaushalt f&uuml;r die Bildung, und dann aber auch die katastrophale Situation in den Studentenheimen, die wirklich unglaublich schlecht sind. Ich selbst hatte die Chance, mir das anzusehen, und wenn Ihnen 40 junge Studierende zeigen, wie sie mit einer Toilette klarkommen m&uuml;ssen und mit einer Dusche und Sie vermuten, dass die deutschen Gef&auml;ngniszellen besser sind wie die Unterbringung hier im Studentenheim, dann kann man das durchaus nachvollziehen, was die Studenten fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kas-zu-studierenden-proteste-in-albanien-grosse.680.de.html?dram:article_id=435893\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kosovo: Armeegesetze<\/strong><br>\nMehrere Medien berichten, dass das kosovarische Parlament heute (14.12.) Gesetze verabschieden m&ouml;chte, welche die Umwandlung der Kosovo Security Force (KSF) in eine regul&auml;re Armee vorsehen. &bdquo;Ein richtiger Staat hat eine richtige Armee&ldquo;, schreibt hierzu etwa die Basler Zeitung (online): &bdquo;Die Gr&uuml;ndung der kosova&shy;rischen Armee ist ein symbolischer Akt. Die Umwandlung der leicht bewaffneten Sicherheitskr&auml;fte wird mehrere Jahre in &shy;Anspruch nehmen. Derzeit verf&uuml;gen sie &uuml;ber einen einzigen &shy;Helikopterpiloten. F&uuml;r die Sicherheit Kosovos bleibt weiterhin die Nato-Truppe KFOR zust&auml;ndig. Diese Aufgabe wird das westliche Milit&auml;rb&uuml;ndnis den lokalen Beh&ouml;rden vermutlich erst dann &uuml;bergeben, wenn Pristina und Belgrad ihre Beziehungen normalisiert haben.&ldquo;<br>\nZu erg&auml;nzen w&auml;re, dass die Grundlage des KFOR-Einsatzes nach wie vor die UN-Resolution 1244 ist, die sich in ihrer Pr&auml;ambel &bdquo;zur Souver&auml;nit&auml;t und territorialen Unversehrtheit der Bundesrepublik Jugoslawien&ldquo; bekannte, zu der der Kosovo vor der NATO-Milit&auml;rintervention geh&ouml;rte. N-tv.de ist insofern in seiner Berichterstattung pr&auml;ziser: &bdquo;Infolge eines langen Konflikts, in den 1999 die Nato eingriff, spaltete es sich von Serbien ab. 2008 erkl&auml;rte sich das Kosovo zum unabh&auml;ngigen Staat. Mehr als 100 L&auml;nder, darunter Deutschland, haben ihn anerkannt, nicht aber f&uuml;nf EU-Mitgliedsl&auml;nder, Russland, China sowie Serbien.&ldquo;<br>\nN-tv.de berichtet au&szlig;erdem &uuml;ber Konflikte innerhalb der NATO &uuml;ber den kosovarischen Schritt zum Ausbau der KSF: &bdquo;Auch einige Nato-Partner hegen Zweifel an den milit&auml;rischen Ambitionen des Kosovos. &sbquo;Dieser Schritt kommt zur Unzeit&lsquo;, kommentierte Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg vergangene Woche nach einem Au&szlig;enministertreffen des nordatlantischen B&uuml;ndnisses. Die USA unterst&uuml;tzen Pristina hingegen in der Armee-Frage. &sbquo;Das morgige Votum &uuml;ber die Umwandlung der KSF ist ein historisches f&uuml;r Kosovo&lsquo;, twitterte der US-Botschafter in Pristina, Philip Kosnett. &sbquo;Die USA werden die professionelle Entwicklung und Evolution der KSF unterst&uuml;tzen, die eine positive Rolle f&uuml;r das Kosovo und die Region spielen muss&lsquo;.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2018\/12\/14\/kosovo-armeegesetze\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge auf der neuen Balkanroute: Gefangen im Niemandsland<\/strong><br>\nWeil die alte Balkanroute geschlossen ist, versuchen viele Fl&uuml;chtlinge &uuml;ber Bosnien in das EU-Land Kroatien zu gelangen. Inzwischen mehren sich die Berichte von brutalen Misshandlungen durch kroatische Grenzpolizisten. Und der B&uuml;rgermeister einer bosnischen Grenzstadt beklagt, dass der Staat sein Dorf im Stich lasse. [&hellip;]<br>\nNoch vor einem Jahr lag Bosnien und Herzegowina abseits der sogenannten Balkanroute, die Wege nach Westeuropa f&uuml;hrten &uuml;ber andere L&auml;nder. Das hat sich ge&auml;ndert, seit diese Transitwege durch Grenzz&auml;une und den verst&auml;rkten Einsatz von Polizei und Milit&auml;r weitgehend dicht sind. Waren es 2017 noch weniger als 800 Menschen, sind dieses Jahr bis Ende November 22.000 sogenannte illegale Migranten in Bosnien und Herzegowina registriert worden. Zum Teil sind es Menschen, die ohnehin schon in S&uuml;dosteuropa unterwegs waren, sagt Neven Crvenkovic, Sprecher des UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerks UNHCR in Sarajevo:<br>\n&bdquo;Die meisten kommen aus Serbien. Einige sind dort schon seit 2016, als die sogenannte Balkanroute geschlossen wurde. Andere kommen aus Montenegro, das ist der zweite Weg, den sie nehmen. Es gibt aber auch Menschen, die direkt aus Griechenland kommen. Das ist eine Mischung. Die Menschen kommen in den allermeisten F&auml;llen nach Bosnien und Herzegowina, um in EU-L&auml;nder weiterzuziehen, was sie auch als ihr endg&uuml;ltiges Ziel angeben.&ldquo;<br>\nEs ist die fast 1000 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit dem EU-Land Kroatien, die Bosnien und Herzegowina so anziehend macht. Die Grenze ist gut bewacht, sie verl&auml;uft aber durch Gebirge oder anderes unwegsames Gel&auml;nde und ist schwer zu kontrollieren. Die St&auml;dte Bihac und Velika Kladusa liegen im Nordwesten des Landes. Kroatien und damit die EU sind nur noch einen Fu&szlig;marsch entfernt. Zurzeit warten dort etwa 4.000 Menschen auf eine Gelegenheit, &uuml;ber die Grenze zu gelangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-auf-der-neuen-balkanroute-gefangen-im.724.de.html?dram:article_id=435899\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Globales Finanzcasino: Die Botschaft zum Jahresende lautet &bdquo;Game over&ldquo;<\/strong><br>\nDie Finanzwelt hat Ende 2018 einen Wendepunkt erreicht. Fast zehn Jahre lang haben die Zentralbanken das globale Finanzsystem k&uuml;nstlich am Leben erhalten, indem sie Billionen an Dollars, Euros, britischen Pfund, japanischen Yen und Schweizer Franken aus dem Nichts erzeugt und zu immer niedrigeren Zinsen vergeben haben. Damit haben sie eine Entwicklung eingeleitet, die niemand vorausahnen konnte: Die Finanzm&auml;rkte haben &uuml;ber einen Zeitraum von 115 Monaten eine Rekordmarke nach der anderen gerissen. [&hellip;]<br>\nDa diese Entwicklung das globale Finanzsystem inzwischen existenziell bedroht, ersetzen die Zentralbanken, angef&uuml;hrt von der FED, seit einiger Zeit ihre &bdquo;lockere&ldquo; durch eine &bdquo;straffere&ldquo; Geldpolitik &ndash; das hei&szlig;t: Sie verringern den Geldfluss und erh&ouml;hen die Zinsen.<br>\nDie FED hat ihren Leitzins ab 2015 in mehreren sehr vorsichtigen Schritten bis auf 2,25 Prozent angehoben und bereinigt ihre auf mehr als $ 4,5 Billionen angewachsene Bilanz zurzeit um monatlich ca. $ 50 Mrd., die EZB hat ihre im M&auml;rz 2016 begonnenen Anleihenk&auml;ufe in diesem Sommer weiter eingeschr&auml;nkt und will sie ab Anfang 2019 ganz aussetzen.<br>\nDiese Umkehr in der Geldpolitik wirkt auf die Finanzm&auml;rkte allerdings wie ein Drogenentzug auf einen S&uuml;chtigen und f&uuml;hrt daher zu einer gef&auml;hrlichen Instabilit&auml;t. Aber nicht nur das: Sie trifft das System auch noch zu einer Zeit, in der es ohnehin mit einer Anh&auml;ufung von Problemen konfrontiert ist: Dem von den USA inszenierten Handelskrieg, der italienischen Bankenkrise, dem Volksaufstand in Frankreich, den Sanktionen gegen Iran, der Kapitalflucht aus den Schwellenl&auml;ndern, dem im Hintergrund immer bedrohlicher ausufernden Derivatesektor und einer einsetzenden globalen Rezession.<br>\nEin ung&uuml;nstigeres Zusammentreffen schwarzer Schw&auml;ne (m&ouml;glicher Ausl&ouml;ser f&uuml;r einen System-Kollaps) ist schwer vorstellbar. Sollten die Zentralbanken trotzdem an ihrer straffen Geldpolitik festhalten, so l&auml;sst sich die Entwicklung an den Finanzm&auml;rkten in folgende drei Stadien einteilen:<br>\n1. Stadium (in dem wir uns gerade befinden): Durch den Geldentzug wird weniger spekuliert, die Kurse beginnen zu fallen. Erste Investoren, die mit geliehenem Geld in die M&auml;rkte eingestiegen sind, ziehen sich zur&uuml;ck, worauf die Kurse weiter nachgeben. In die Spekulation gezwungene konservative Anleger werden nerv&ouml;s, verkaufen und dr&uuml;cken die Kurse noch weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.actvism.org\/opinions\/globales-finanzcasino-ernst-wolff\">activism<\/a>\n<\/li>\n\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Urteil zu Euro-6-Norm: Europ&auml;ische Gro&szlig;st&auml;dte d&uuml;rfen ab 2021 auch neueste Diesel aussperren<\/strong><br>\nEine Verordnung der EU-Kommission zu milderen Abgaswerten der Euro-6-Norm ist laut EU-Gericht gesetzeswidrig. Geklagt hatten die St&auml;dte Paris, Br&uuml;ssel und Madrid. Hersteller m&uuml;ssen nun ihre Dieselmotoren-Strategie &uuml;berdenken.<br>\nDie EU-Kommission hat laut einem Urteil des EU-Gerichts bei der Einf&uuml;hrung neuer Auto-Abgastests die Grenzwerte der Euro-6-Norm zu Unrecht gelockert. Dies entschieden die Luxemburger Richter nach einer Klage der St&auml;dte Paris, Br&uuml;ssel und Madrid. Diese St&auml;dte d&uuml;rfen die Grenzwerte nun anfechten und im Zweifel auch Fahrverbote f&uuml;r neueste Dieselautos verh&auml;ngen, die offiziell zugelassen wurden.<br>\nDamit herrscht in der Automobilbranche zun&auml;chst wieder Unsicherheit &uuml;ber k&uuml;nftige Anforderungen an Autos mit Benzin- und Dieselmotoren. Die Hersteller waren mit der nun verworfenen Regelung zufrieden. Sie hatten erreicht, dass Autos im realen Stra&szlig;enverkehr mehr NO2 aussto&szlig;en d&uuml;rfen als auf dem Pr&uuml;fstand.<br>\nDazu hatte die EU-Kommission Umrechnungsfaktoren festgelegt. Statt den im Euro-6-Regelwerk vorgeschriebenen 80 Milligramm Stickstoffdioxid je Kilometer d&uuml;rfen die Dieselautos f&uuml;r eine &Uuml;bergangszeit 168 Milligramm und danach 120 Milligramm aussto&szlig;en. Zuvor hatte es lediglich Pr&uuml;fstandsmessungen gegeben, deren Werte viele Autobauer manipuliert hatten.<br>\nDie Kommission hatte die erh&ouml;hten Grenzwerte mit Messungenauigkeiten bei Pr&uuml;fungen im realen Stra&szlig;enverkehr begr&uuml;ndet. Wenn die Autos aber mehr von dem Reizgas aussto&szlig;en d&uuml;rfen, macht es das f&uuml;r die St&auml;dte schwerer, die gesetzlichen Vorgaben zur Luftqualit&auml;t einzuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/diesel-grenzwerte-eu-gericht-erklaert-abgaswerte-fuer-nichtig-a-1243508.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schlachthof-Kontrollen nehmen rapide ab<\/strong><br>\nTausende von ihnen arbeiten in Bayern, im Oldenburger Land oder im Emsland. Sie kommen aus Bulgarien, Rum&auml;nien oder der Ukraine, arbeiten in Schlachth&ouml;fen, zerlegen im Akkord Schweine oder Rinder. Mit der Armee von Lohnarbeitern ist das reiche Deutschland zum Billigland f&uuml;r Schlachter geworden. Die Arbeitsbedingungen sind nach Ansicht von Experten oft miserabel. &Uuml;berzogene Mieten f&uuml;r Unterk&uuml;nfte, Versuche, den ohnehin niedrigen Mindestlohn zu umgehen: Experten beklagen teils sklaven&auml;hnliche Zust&auml;nde.<br>\nEigentlich sollte ein Gesetz die Probleme eind&auml;mmen. Mitte des vergangenen Jahres hatte der Bundestag die Rechte von Arbeitern in Schlachth&ouml;fen gest&auml;rkt &ndash; aus Angst vor dem Widerstand der Branche in einer Nacht- und Nebelaktion. Die Industrie konnte sich demnach bei Verst&ouml;&szlig;en gegen Arbeitsgesetze nicht mehr auf Subunternehmer berufen. Sie sollte selbst haften. Die zust&auml;ndige Gewerkschaft Nahrung Genuss Gastst&auml;tten (NGG) sprach von einem Meilenstein. Schlie&szlig;lich w&uuml;rden Kontrollen leichter, wenn die Arbeitsstunden aufgezeichnet werden m&uuml;ssen.<br>\nDoch nun macht sich Ern&uuml;chterung breit. Eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, zeigt: Die n&ouml;tigen Kontrollen haben mit dem Gesetz nicht etwa stark zu-, sondern sogar rapide abgenommen. Den Daten des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge f&uuml;hrte die zust&auml;ndige &ldquo;Finanzkontrolle Schwarzarbeit&rdquo; 2017 bundesweit nur noch 233 Kontrollen in der Fleischwirtschaft durch. 2015 waren es noch 445. (&hellip;)<br>\nDabei macht die Statistik der Regierung selbst klar, dass die Kontrollen n&ouml;tiger denn je w&auml;ren. Eine Aufstellung festgesetzter Geldbu&szlig;en, Geld- und Freiheitsstrafen in der Branche infolge von Kontrollen offenbart viele Treffer. Von 2015 bis 2017 verdoppelten sich die Geldbu&szlig;en auf 364 500 Euro, die Zahl der verh&auml;ngten Freiheitsstrafen in Monaten hat sich sogar mehr als vervierfacht &ndash; auf 356 Monate.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/fleischindustrie-schlachthof-kontrollen-nehmen-rapide-ab-1.4249896\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Staatliche Kursversicherung f&uuml;r eine Aktien-Rente?<\/strong><br>\nTrotz mehrerer Baissen, gro&szlig;er Schwankungen und aktueller B&ouml;rsenschw&auml;che erzielte der DAX in 1988 -2018 mit 8% Jahresdurchschnittsrendite die gleiche Performance wie die US-amerikanischen Barometer Dow Jones oder S&amp;P500. Ein heutiger Rentner, der in dieser Zeit durchgehend monatlich 100&euro; in Aktien angelegt h&auml;tte, k&ouml;nnte heute auf stolze 142.000 &euro; zur&uuml;ckblicken (Berechnung mit Tool). Umgelegt auf 15 Jahre einer zu erwartenden Restlebenszeit w&uuml;rde er mit diesem Kapital sein Altersruhegeld um fast 800 &euro; monatlich sp&uuml;rbar aufbessern und die &ldquo;Einkommensl&uuml;cke&rdquo; zum Sal&auml;r in der Berufszeit wom&ouml;glich schlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Staatliche-Kursversicherung-fuer-eine-Aktien-Rente-4247175.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Hm, w&uuml;rden wir uns an der Rentenpolitik der &Ouml;sterreicher orientieren, h&auml;tte ein heutiger Rentner im Schnitt auch 800 Euro mehr und das ohne Aktien, DAX und Risiko. Au&szlig;erdem wird die gesetzliche Rente bis zum tats&auml;chlich und nicht blo&szlig; bis zum erwartenden Lebensende gezahlt. Was dieser Werbebeitrag auf Telepolis soll, ist daher nicht ganz klar. Offensichtlich steht es sehr schlecht um die Finanzm&auml;rkte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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