{"id":47904,"date":"2018-12-18T08:23:56","date_gmt":"2018-12-18T07:23:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904"},"modified":"2018-12-18T08:23:56","modified_gmt":"2018-12-18T07:23:56","slug":"hinweise-des-tages-3270","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h01\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h02\">Infowar oder Absurdistan: Britisches Au&szlig;enministerium im Strudel der Desinformation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h03\">Finanzaufsicht Bafin warnt vor &ldquo;ernster&rdquo; Lage &ndash; Angst um die Betriebsrente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h04\">Digitalisierung macht das Land reicher &ndash; und ungleicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h05\">Die Arbeitsm&auml;rkte waren in Deutschland noch nie in einem so schlechten Zustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h06\">Fachkr&auml;ftemangel? Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h07\">IT-Spezialisten sind den meisten Firmen zu teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h08\">Geringqualifizierte mit Arbeitsvertrag sollten befristet bei uns arbeiten d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h09\">Paketdienste &ndash; so wenig verdienen die Zusteller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h10\">Hartz-IV-Regelsatz reicht nicht mehr f&uuml;r Stromkosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h11\">Ein sicherer Ort f&uuml;r obdachlose Frauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h12\">Zu viel auf dem Schirm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h13\">Hat die Polizei ein Nazi-Problem, Herr Wendt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h14\">&raquo;Die Araber haben ein Recht auf Demokratie&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h15\">Parteisch&auml;digend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h16\">Schr&ouml;der warnt SPD vor Linksruck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h17\">Regierungslautsprecher, voll aufgedreht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47904#h18\">Das sind 8 der erfolgreichsten Falschmeldungen auf Facebook 2018<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Geeint in unendlicher Wut<\/strong><br>\nEin schwerer Lkw f&auml;hrt durch den Kreisverkehr vor Soissons im Nordosten Frankreichs. Der Fahrer hupt. Er unterst&uuml;tzt die Proteste der &ldquo;Gelbwesten&rdquo;, obwohl er mindestens eine Stunde im Stau stand. Ein Mann ist auf dem Weg zur Arbeit. &ldquo;Das ist schon legitim, was die machen&rdquo;, sagt er, &ldquo;es wird nur nichts bringen.&rdquo;<br>\nDas glauben Yvette und Chantal ganz und gar nicht. Die beiden Rentnerinnen, 72 Jahre, stehen am Kreisverkehr, sie tragen &ldquo;Gelbwesten&rdquo;, ein fester Blick: &ldquo;Wir sind gegen diese Regierung, wir haben unsere Forderungen gestellt&rdquo;, sagen sie. &ldquo;Wenn die Regierung die nicht erf&uuml;llt, dann bleiben wir hier, bis Weihnachten und l&auml;nger.&rdquo; Ihre Kinder und Enkel sollen es besser haben.<br>\nYvette bekommt 1000 Euro Rente im Monat. Sie will sich nicht beklagen. Auch die K&auml;lte mache ihr nichts aus. &ldquo;Wir machen Feuer, und da hinten gibt es eine H&uuml;tte, wir weichen nicht.&rdquo;<br>\nAuf der anderen Seite des Kreisverkehrs ist die Jugend versammelt, Julien, 20 Jahre alt, ein H&uuml;ne mit einer gelben Weste, Holzf&auml;ller von Beruf. &ldquo;Mir reicht es einfach mit den ganzen Steuern&rdquo;, sagt er, &ldquo;die nehmen uns doch alle auf den Arm, das ist eine Schande.&rdquo; Den Franzosen helfe man nicht. &ldquo;Aber den Migranten schon, das ist nicht normal.&rdquo;<br>\n100 Meter hinter dem Kreisverkehr haben die &ldquo;Gelbwesten&rdquo; &ndash; illegalerweise &ndash; eine H&uuml;tte und eine Suppenk&uuml;che aufgebaut. Es gibt alles: von allen f&uuml;r alle. &ldquo;Die Leute bringen uns alles m&ouml;gliche vorbei&rdquo;, sagt Marie-Catherine, die hinter der Theke hin- und herwuselt. &ldquo;Ravioli, Cafe, selbstgebackenen Kuchen, wir haben sogar einen Herd und einen K&uuml;hlschrank&rdquo;, sagt sie. &ldquo;Seit dem 17. November kommen die Leute und bringen, was sie k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nDie &ldquo;Gelbwesten&rdquo;-Gemeinde vor dem Caf&eacute; Gosports, wie sie ihren Treff genannt haben, ist eine verschworene Gemeinschaft: Sie eint vor allem eins: unendliche Wut auf die Regierung und den Pr&auml;sidenten, denen sie alles zutrauen. Alles Schlechte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/gelbwesten-125.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch dieser Bericht kann sich einen &uuml;berheblichen Unterton nicht verkneifen. Was aber beeindruckt ist der Zusammenhalt und die Solidarit&auml;t der Menschen, die hier gemeinsam Widerstand gegen die neoliberalen Zumutungen leisten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wir erleben v&ouml;llig unbekannte, neue Protestformen<\/strong><br>\nDer &bdquo;Gelbwesten&ldquo;-Protest in Frankreich vereine unterschiedliche Gruppierungen, sagte DBG-Chef Reiner Hoffmann im Dlf. Teils rechtsradikale verb&uuml;ndeten sich mit linken Kr&auml;ften und radikalisierten sich. Die franz&ouml;sischen Gewerkschaften h&auml;tten keine M&ouml;glichkeit, Einfluss auf die Protestler zu nehmen.<br>\nZurheide: Aber die Frage w&auml;re ja doch, der Protest findet so viel Aufmerksamkeit, etwas mehr, bei allem Respekt, was die da machen als das, was Sie tun. Oder m&uuml;ssen Sie da Container in Brand stecken, ich wei&szlig; es ja nicht, ist das die Form der Auseinandersetzung?<br>\nHoffmann: Das ist ja nichts Neues, dass wir zum Teil unterschiedliche Protestformen, gerade was Gewerkschaften betrifft, in den 70er-Jahren zwischen Frankreich und Deutschland haben. Was wir heute erleben, Sie hatten in der Anmoderation darauf hingewiesen, sind v&ouml;llig unbekannte, neue Protestformen, wo v&ouml;llig unterschiedliche Gruppierungen zusammenkommen, zum Teil rechtsnational, ja, manchmal rechtsradikale Gruppen verbinden sich, verb&uuml;nden sich mit linken Kr&auml;ften. Dieser Protest hat auch eine Form von Radikalisierung erreicht, ich glaube, das ist &uuml;berhaupt nicht zielf&uuml;hrend. Und es ist in der Tat so, dass vieles in Frankreich offensichtlich aus dem Ruder gelaufen ist.<br>\nIch war vor 14 Tagen mit meinen franz&ouml;sischen Kollegen zusammen, die haben mir ganz klar gesagt, es gibt keinerlei M&ouml;glichkeiten, dass die Gewerkschaften, weder die CGT, noch die CFDT, da direkt einen Griff dran bekommt. Das sind Formen von sozialem Protest, der sich da breitmacht. Man muss ihn ernst nehmen, weil viele Menschen sind einfach auch zutiefst entt&auml;uscht, auch Menschen, die hohe Erwartungen an Macron hatten, Menschen wenden sich ab. Und Menschen haben ein feines Gesp&uuml;r daf&uuml;r, ob es gerecht zugeht &ndash; und da passen viele Dinge in Frankreich nicht zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hoffmann-dgb-zu-gelbwesten-wir-erleben-voellig-unbekannte.694.de.html?dram:article_id=436049\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Statements von Hoffmann muss man sich schon auf der Zunge zergehen lassen. Er h&auml;lt also die Radikalisierung des Protestes in Frankreich f&uuml;r nicht zielf&uuml;hrend und plappert auch noch den Bl&ouml;dsinn nach, die Proteste seien &bdquo;rechtsnational&ldquo;. Wo k&auml;men wir auch hin, wenn ein deutscher Gewerkschaftsvorsitzender die herrschenden Verh&auml;ltnisse in Frage stellen w&uuml;rde. Und dass die Gewerkschaften als Einhegungsinstrumente sozialen Protests keinen Einfluss haben, ist erst einmal gut so.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Infowar oder Absurdistan: Britisches Au&szlig;enministerium im Strudel der Desinformation<\/strong><br>\nDas Ministerium finanziert mit der Integrity Initiative &uuml;ber ein obskures Institut eine antirussische Kampagne, die aber auch Labour-Politiker angriff, was nun zu einem politischen Streit f&uuml;hrte<br>\nDie von Telepolis bereits erw&auml;hnte britische Integrity Initiative, die u.a. vom britischen Au&szlig;enministerium und der Nato finanziert wird, sich aber als nicht parteiisch und als nichtstaatliches Netzwerk gibt, kommt wieder in die Schlagzeilen. Gegr&uuml;ndet wurde sie 2015 vom ebenfalls vom britischen Au&szlig;enministerium gesponserten Institute for Statecraft (IfS), um die russischen Desinformationskampagnen zu bek&auml;mpfen. Dazu wurden nach geleakten Dokumenten europaweit &ldquo;Cluster&rdquo; aufgebaut, auch in Deutschland (Integrity Initiative: Britische Beeinflussungskampagne gegen Russland?).<br>\nDas Budget der Integrity Initiative f&uuml;r den Zeitraum vom 1. April 2018 bis 31. M&auml;rz 2019 betr&auml;gt immerhin 2 Millionen Pfund, gro&szlig;teils vom britischen Au&szlig;enminister&iacute;um. Ob man kurz nach dem Nervengiftanschlag auf die Skripals so ausgabefreudig war? 2017\/2018 hatte man noch nur 582.000 Pfund vom britischen Au&szlig;enministerium beantragt und erhalten. Leiter der Initiative ist Chris Donnelly, der auch Direktor vom IfS und Fellow der Defence Academy of the United Kingdom ist, lange an der Royal Military Academy arbeitete und als Sonderberater des Nato-Generalsekret&auml;rs (1989-2003) fungierte.<br>\nSunday Mail, Labour nahestehend, hat darauf verwiesen, dass die Initiative des Institute of Statecraft, als &ldquo;geheime, von der britischen Regierung finanzierte Infowar-Einheit in Schottland&rdquo; bezeichnet und betrieben von ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern, nicht nur anti-russische Propaganda betrieb, sondern auch die Labour Party und vor allem Jeremy Corbin angreifen wollte. So wurde Corbyn auf einem Tweet &uuml;ber einen Link auf eine Zeitung als &ldquo;n&uuml;tzlicher Idiot&rdquo; denunziert, der Moskau unterst&uuml;tzt. Offensiv wird von der Initiative der Twitter- Account zur Verbreitung der antirussischen Botschaften verwendet. Die vom Au&szlig;enministerium finanzierte Organisation verbreitete auch Tweets mit den Worten: &ldquo;Unlike Galloway Corbyn does not scream conspiracy, he implies it&rdquo; oder &ldquo;It&rsquo;s time for the Corbyn left to confront its Putin problem&rdquo;. Tweets richteten sich auch gegen andere Labour-Abgeordnete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Infowar-oder-Absurdistan-Britisches-Aussenministerium-im-Strudel-der-Desinformation-4253994.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Warum berichten die selbsternannten Qualit&auml;tsmedien nicht dar&uuml;ber?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Finanzaufsicht Bafin warnt vor &ldquo;ernster&rdquo; Lage &ndash; Angst um die Betriebsrente<\/strong><br>\nDie Unsicherheit ist gro&szlig;, die Sorge um die Betriebsrente w&auml;chst. Auch bei der Finanzaufsicht Bafin. &bdquo;Die Lage ist heute noch ernster als vor zwei Jahren. Und wenn die Zinsen auf dem aktuellen Niveau bleiben, wird sie sich noch weiter versch&auml;rfen&ldquo;, warnte k&uuml;rzlich Deutschlands oberster Versicherungsaufseher, Frank Grund. Ein Drittel der 137 Pensionskassen, die die Betriebsrenten von acht Millionen Bundesb&uuml;rgern ansparen oder auszahlen, steht bereits unter &bdquo;Manndeckung&ldquo; der Bafin. Bei einigen Kassen ist die Situation besonders dramatisch. Zwei kleine Pensionskassen stehen angeblich kurz davor, Leistungen an heutige und k&uuml;nftige Betriebsrentner zu k&uuml;rzen. Doch um wen es sich handelt, sagt die Bafin nicht. [&hellip;]<br>\nDie Bafin dr&auml;ngt die schw&auml;chelnden Kassen schon l&auml;nger dazu, von ihren Tr&auml;gern und Aktion&auml;ren Finanzspritzen einzufordern, um das Gesch&auml;ft wieder zu stabilisieren. Allerdings sind die Unternehmen nur verpflichtet, ein Minus bei der versprochenen Rente auszugleichen, nicht aber, die Finanzlage der Pensionskassen zu st&auml;rken. Zahlen k&ouml;nnen Arbeitgeber auch nur, wenn es sie noch gibt, wenn sie nicht pleitegegangen und selbst liquide sind. Bei sieben Prozent aller Bezugsberechtigten hat die Bafin aktuell erhebliche Zweifel, ob die Arbeitgeber Hilfe leisten. Dies gilt laut Finanzaufsicht vor allem f&uuml;r Kassen, die mit einer gro&szlig;en Zahl von Unternehmen zusammenarbeiteten. In 17 F&auml;llen haben Pensionskassen in den vergangenen vier Jahren bereits den sogenannten Rentenfaktor zulasten k&uuml;nftiger Rentner gek&uuml;rzt, um gravierendere Probleme abzuwenden. Der Rentenfaktor setzt die eingezahlten Beitr&auml;ge in ein Verh&auml;ltnis zu den sp&auml;teren Auszahlungen in der Rentenphase. Wird er gesenkt, schrumpft die Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/finanzaufsicht-bafin-warnt-vor-ernster-lage-angst-um-die-betriebsrente\/22572530.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Digitalisierung macht das Land reicher &ndash; und ungleicher<\/strong><br>\nDie Digitalisierung ist keine Naturgewalt. Es ist durchaus m&ouml;glich, sie zu gestalten und Gewinne endlich gerecht zu verteilen &ndash; zum Beispiel nach dem Vorbild Alaskas.<br>\nViele der gro&szlig;en &ouml;konomischen Trends unserer Zeit &ndash; Globalisierung, Digitalisierung, Automatisierung &ndash; haben eines gemeinsam: Sie sind gut f&uuml;r die Gesellschaft, aber nicht unbedingt gut f&uuml;r jeden Einzelnen. Der Wandel der Wirtschaft f&uuml;hrt zu einer st&auml;rkeren Ungleichheit der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung. Gerade auf dem Arbeitsmarkt schafft die neue &Ouml;konomie auch Verlierer. Es war ein gro&szlig;er Fehler der Politik, dass sie dieser Entwicklung zugesehen hat wie einem Hurrikan, der &uuml;bers Land fegt.<br>\nAber Globalisierung und Digitalisierung sind keine Naturgewalten. Wirtschaftspolitik kann sie gestalten und sich gegen die Ungerechtigkeit auflehnen. Wie? Im Prinzip ganz einfach: Die Regierenden h&auml;tten den Globalisierungsgewinnern einen Teil ihrer Profite nehmen und sie den Verlierern geben m&uuml;ssen. So aber riss die Entwicklung einen tiefen gesellschaftlichen Graben auf, der den Aufstieg von Populisten beschleunigt hat. Der Spalt ist gewaltig, er darf durch den rasenden technologischen Fortschritt, den westliche Volkswirtschaften gerade durchlaufen, nicht noch gr&ouml;&szlig;er werden. Dieses Mal muss es den Regierenden gelingen, die M&auml;rkte zum Wohle aller zu b&auml;ndigen.<br>\nDie wachsende Kluft l&auml;sst sich durch klassische Umverteilung nur schwer schlie&szlig;en. Denn ein Gro&szlig;teil dieser Umverteilung wird &uuml;ber die Systeme der Sozialversicherung geleistet, die finanzieren sich aber vorwiegend aus den bedrohten Arbeitskommen. Da die Lohnquote sinkt, ger&auml;t dieses System zunehmend selbst unter Druck. Auch eine Robotersteuer w&auml;re der falsche Ansatz, folgt sie doch der r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Logik der Maschinenst&uuml;rmer aus dem 19. Jahrhundert: Angriffe auf neue Technik, die Arbeitspl&auml;tze und soziale Verh&auml;ltnisse zerst&ouml;rte. Der Preis f&uuml;r eine neue Maschinenst&uuml;rmerei w&auml;ren erhebliche Wachstumseinbu&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/loehne-digitalisierung-macht-das-land-reicher-und-ungleicher-1.4255178\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Arbeitsm&auml;rkte waren in Deutschland noch nie in einem so schlechten Zustand<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Heinz-Josef Bontrup &uuml;ber gesch&ouml;nte Arbeitslosenzahlen, die Folgen der Digitalisierung und ein bedingungsloses Grundeinkommen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Arbeitsmaerkte-waren-in-Deutschland-noch-nie-in-einem-so-schlechten-Zustand-4252613.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel? Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s!<\/strong><br>\nSo langsam versteht Florian Bange* die Welt nicht mehr. Der 33-J&auml;hrige geh&ouml;rt eigentlich zu einer angeblich extrem gefragten Spezies, h&auml;nderingend gesucht, wie es immer hei&szlig;t: Er ist Ingenieur. In Hamburg hat er Verfahrenstechnik studiert, nach elf Semestern das Diplom mit der Note 1,9 abgeschlossen, danach mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni f&uuml;r seine Promotion geforscht. Es gibt keinen auff&auml;lligen Makel in seinem Lebenslauf. Und trotzdem findet Florian Bange keinen Job.<br>\nZwei Tage in der Woche nimmt er sich, um nach Stellenausschreibungen zu schauen und Bewerbungen zu schreiben, 107-mal hat er seine Unterlagen in diesem Jahr schon verschickt, 15-mal wurde er zu einem Gespr&auml;ch eingeladen, meistens bei Zeitarbeitsfirmen. Eine Stelle war nicht dabei. Er hat Freunde seiner Eltern gebeten, den Lebenslauf zu pr&uuml;fen, einen Headhunter und eine Personalreferentin. Aber auch der professionelle Rat half nicht. &ldquo;Dass die Suche einen Augenblick dauern w&uuml;rde, war mir ja klar&rdquo;, sagt er. &ldquo;Aber dass es so ein gro&szlig;es Problem wird, h&auml;tte ich nicht gedacht.&rdquo;<br>\nBanges Erfahrung erstaunt. Denn das, was auch er Tag f&uuml;r Tag in den Nachrichten liest, zeichnet ein ganz anderes Bild vom Arbeitsmarkt. Aus den verschiedensten Branchen hei&szlig;t es: Hilfe, wir finden keine Leute mehr! Angeblich mangelt es im gro&szlig;en Stil an Fachkr&auml;ften, Menschen also, die eine Berufsausbildung oder sogar ein Studium abgeschlossen haben. &hellip;<br>\nUnd seit Jahren schon h&ouml;rt man immer wieder die Klage, dem Land gingen die Ingenieure aus, stets mit neuen, einander &uuml;berbietenden Horrorzahlen &uuml;ber die Dimension des Personalmangels. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft vermeldete im September, Monat f&uuml;r Monat seien in Deutschland 129.470 offene Stellen f&uuml;r Ingenieurinnen und Ingenieure ausgeschrieben, elf Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor &ndash; und der h&ouml;chste Wert seit Beginn der Studie 2011. &hellip;<br>\nAuch das Verh&auml;ltnis zwischen offenen Stellen und Bewerbern und Arbeitslosen ist so niedrig wie lange nicht mehr. Trotzdem ist Forscher Bossler zur&uuml;ckhaltend, wenn von einem vermeintlichen Fachkr&auml;ftemangel die Rede ist. &ldquo;Es kommen immer noch zwei Arbeitslose auf eine offene Stelle&rdquo;, sagt er. &ldquo;Man kann also nicht sagen, dass es einen generellen Engpass gibt. Im Durchschnitt sind gen&uuml;gend Arbeitskr&auml;fte vorhanden.&rdquo; Die Mitarbeitersuche mag f&uuml;r viele Unternehmen zwar schwieriger geworden zu sein &ndash; trotzdem sind sie auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor in einer g&uuml;nstigeren Position als die Menschen, die eine Stelle suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2018-12\/arbeitsmarkt-fachkraeftemangel-personal-jobsuche\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Gut, dass die ZEIT den Mythos vom Fachkr&auml;ftemangel auch mal dekonstruiert. Selbst da, wo die Arbeitskr&auml;fte tats&auml;chlich etwas knapper sind (z. B. in der Pflege), bleiben die L&ouml;hne und Geh&auml;lter weiterhin hart gedeckelt; und dann beschweren sich die Arbeitgeber (bei wem eigentlich, wenn sie selbst verantwortlich sind???), &uuml;ber den angeblichen &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;. Dass man als Arbeitnehmer angesichts von deutlich &uuml;ber 3 Millionen Arbeitslosen und der deutschen Dumpinglohnpolitik gegen noch mehr Arbeitskr&auml;ftezuwanderung sein sollte, als es ohnehin schon gibt, liegt auf der Hand.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IT-Spezialisten sind den meisten Firmen zu teuer<\/strong><br>\nRund 82.000 offene Stellen f&uuml;r IT-Experten hat es laut einer Studie des Branchenverbands Bitkom 2018 in Deutschland gegeben. Das bedeutet einen Anstieg von 49 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr und einen neuen H&ouml;chststand beim IT-Fachkr&auml;ftemangel. Einer entsprechenden Umfrage zufolge haben 82 Prozent der Firmen einen Mangel an IT-Spezialisten &ndash; Tendenz steigend. Fast 60 Prozent rechnen mit einer Versch&auml;rfung der Lage.<br>\n&bdquo;Quer durch alle Branchen werden IT-Spezialisten h&auml;nderingend gesucht&ldquo;, sagte Bitkom-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Bernhard Rohleder. Der Studie zufolge dauert es derzeit im Durchschnitt f&uuml;nf Monate, bis Unternehmen eine offene IT-Stelle besetzen k&ouml;nnen. Der Fachkr&auml;ftemangel k&ouml;nne schon bald zu einer &bdquo;bedrohlichen Wachstumsbremse&ldquo; werden, so Rohleder.<br>\nAls Hauptgrund f&uuml;r die Probleme bei der Besetzung von IT-Stellen gaben die Unternehmen die Finanzen an. 76 Prozent der Firmen erkl&auml;rten, dass die Bewerber zu viel Gehalt forderten. Fehlende fachliche Qualifikation beklagen 38 Prozent, Soft Skills wie etwa Sozialkompetenzen vermissen 35 Prozent der befragten Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/fachkraeftemangel-it-experten-1133086\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=t3n+news\">t3n<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Deutlicher geht es nicht wof&uuml;r das Fachkr&auml;ftezuwanderungsgesetzt herhalten soll. Marktwirtschaft geht f&uuml;r Unternehmer nur in eine Richtung, ein m&ouml;glich gro&szlig;es Arbeitskr&auml;fteangebot soll die L&ouml;hne dr&uuml;cken. Dabei ist die L&ouml;sung des &bdquo;Fachkr&auml;ftemangels&ldquo; naheliegend, einfach marktgerechte L&ouml;hne zahlen. Allerdings sind Angaben zu angeblich fehlenden Fachkr&auml;ften von Branchen- und Lobbyverb&auml;nden immer mit Vorsicht zu betrachten. Es liegt in deren ureigenen Interesse die Situation zu dramatisieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geringqualifizierte mit Arbeitsvertrag sollten befristet bei uns arbeiten d&uuml;rfen<\/strong><br>\nDas geplante Gesetz zur Einwanderung von Fachkr&auml;ften wird von allen Seiten kritisiert. Vor Weihnachten soll es m&ouml;glichst noch verabschiedet werden. Gestritten wird dar&uuml;ber, ob mehr Arbeitskr&auml;fte kommen sollen und mit welcher Qualifikation. [&hellip;]<br>\nSollten Innen-, Wirtschafts- und Arbeitsministerium sich einigen, d&uuml;rfte das Ergebnis noch weiter abgestimmt werden, bevor es ins Kabinett geht. Insbesondere aus der Union kamen zuletzt kritische T&ouml;ne; Abgeordnete warnten vor &bdquo;Missbrauchsm&ouml;glichkeiten und m&ouml;glichen Fehlanreizen&ldquo; f&uuml;r Ausl&auml;nder auf Jobsuche.<br>\nBaden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) geht der Entwurf hingegen nicht weit genug. Er teile die Einsch&auml;tzung vieler Unternehmer, dass Baden-W&uuml;rttemberg die Zuwanderung von Arbeitskr&auml;ften ben&ouml;tige, sagte er der &bdquo;Stuttgarter Zeitung&ldquo;.<br>\nDies gelte nicht nur f&uuml;r Hochqualifizierte, sondern auch f&uuml;r Geringqualifizierte: In vielen Branchen herrsche schon jetzt ein eklatanter Mangel an Fachkr&auml;ften, aber auch an gering Qualifizierten. &bdquo;Man sollte vereinbaren, dass Geringqualifizierte, die vorab einen Arbeitsvertrag in der Tasche haben, zeitlich befristet bei uns arbeiten d&uuml;rfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article185612040\/Kretschmann-Geringqualifizierte-mit-Arbeitsvertrag-sollten-befristet-bei-uns-arbeiten-duerfen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kretschmann ist ja schon durch die absonderlichsten &Auml;u&szlig;erungen aufgefallen (<a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/parteien\/id_54721388\/winfried-kretschmann-bezeichnet-gruene-als-autofahrerpartei-.html\">&ldquo;Die Gr&uuml;nen sind schon immer Autofahrerpartei gewesen&rdquo;<\/a>), aber diese hier zeigt ihn nicht nur einmal mehr als Lakaien der Unternehmen, sondern man fragt sich ernsthaft, was in seinem Hirn passiert. 3,1 Millionen Arbeitslose gibt es <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/tatsaechliche-arbeitslosigkeit\/2018\/\">offiziell in Deutschland<\/a>, real sicher noch ein paar Hunderttausend mehr. Wenn das keine der gesuchten Fachkr&auml;fte sind (was faktisch falsch ist), dann doch wenigstens &ldquo;Geringqualifizierte&rdquo; &ndash; oder? Irgendwo m&uuml;ssen doch die Millionen Arbeitslosen einzuordnen sein. Und warum &uuml;bernimmt Kretschmann ohne jede Nachfrage die Diagnose eines (lokalen) Arbeitskr&auml;ftemangels und der &ldquo;offensichtlichen&rdquo; Symptombek&auml;mpfung &ldquo;Zuwanderung von Geringqualifizierten&rdquo;, wenn gleichzeitig in Deutschland deutlich &uuml;ber 3 und in der gesamten EU etwa 20 Millionen Menschen arbeitslos sind &ndash; gibt es darunter allen Ernstes keine &ldquo;Geringqualifizierten&rdquo;? Oder ist &ldquo;Geringqualifiziert&rdquo; nicht vielmehr ein Codewort f&uuml;r &ldquo;Menschen, die bereit sind, zum Niedrigstlohn zu arbeiten&rdquo;? Die v&ouml;llig naheliegende L&ouml;sung: Anwerbung von &ndash; man wagt es kaum auszusprechen &ndash; in Deutschland beheimateten, arbeitslosen Menschen durch Zahlung von akzeptablen (also deutlich h&ouml;heren) L&ouml;hnen, f&auml;llt wahrscheinlich auch deshalb flach, weil die Jobs nur &ldquo;befristet&rdquo; sind. Das macht Kretschmanns Konstruktion noch absurder und positioniert den Vorschlag noch n&auml;her an offener Sklaverei: ein Mensch z. B. aus Serbien (oder Nigeria?) w&uuml;rde f&uuml;r z. B. drei Monate (&ldquo;befristet&rdquo;) nach Stuttgart einreisen, um sich f&uuml;r 9 Euro pro Stunde als Lagerarbeiter (oder Paketzusteller) anstellen zu lassen. Vom Lohn k&ouml;nnte er nicht einmal seine Wohnung zahlen kann, die er aber in Stuttgart eh nicht f&auml;nde&hellip; und nach erfolgter Ausbeutung wieder ins Herkunftsland zur&uuml;ckgeschickt. Angesichts der ultramiesen Bezahlung, die kaum zum &Uuml;berleben reicht und Hin- und R&uuml;ckflug (-fahrt?) und Wohnungskosten nicht abdeckt, lohnt sich das nicht einmal f&uuml;r die &Auml;rmsten der Armen. Sehr menschenfreundlich, die Gr&uuml;nen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Paketdienste &ndash; so wenig verdienen die Zusteller<\/strong><br>\nDass Zusteller der Paketdienste nicht nur vor Weihnachten viel Arbeit f&uuml;r wenig Geld leisten, d&uuml;rfte allgemein bekannt ein. Wie prek&auml;r die Lage ist, hat jetzt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf Nachfrage bekannt gegeben.<br>\nFast eine halbe Million Menschen arbeiten in der Vorweihnachtszeit f&uuml;r Post- und Paketdienstleister &ndash; so beziffert es die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Und &uuml;ber die H&auml;lfte der Aushilfen verdient weniger als 10,50 Euro, den st&uuml;ndlichen Satz der Niedriglohnschwelle in Deutschland. Zustande kommt das, weil die Paketunternehmen Paketzahlen vorgeben, die in der vorgegebenen Zeit nicht zu schaffen sind. Rund 200 bis 250 Pakete am Tag sind das Pensum, das laut &uuml;bereinstimmenden Berichten verschiedener Untersuchungen ein Paketfahrer an den Tagen vor Weihnachten schaffen soll. Dass das mehr als optimistisch ist, l&auml;sst sich mit ein wenig gesundem Menschenverstand ausrechnen.<br>\nIm Schnitt, so erkl&auml;rt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, verdienen Aushilfen unter den Paketzustellern 2.044 Euro brutto im Monat, wenn sie Vollzeit arbeiten, wobei allerdings auch nur drei von zehn &uuml;ber eine passende Ausbildung verf&uuml;gen &ndash; beim Rest handelt es sich um Hilfskr&auml;fte, die zum Gro&szlig;teil in Teilzeit oder als Minijobber t&auml;tig sind. Gelernte Kr&auml;fte arbeiten allerdings meist zu besseren Bedingungen und der Schnitt bei den Vollzeitbesch&auml;ftigten liegt bei 2.601 Euro, so die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nNicht ber&uuml;cksichtigt sind dabei jene, die selbstst&auml;ndig oder scheinselbstst&auml;ndig arbeiten &ndash; und auch die laut Verdi wachsende Zahl an ausl&auml;ndischen Dienstleistern, die die Paketunternehmen als Subdienstleister unterst&uuml;tzen, bleibt in der Statistik au&szlig;en vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/paketdienste-wenig-verdienen-zusteller-1133278\/?utm_source=rss&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=t3n+news\">t3n<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hartz-IV-Regelsatz reicht nicht mehr f&uuml;r Stromkosten<\/strong><br>\nStrom soll 2019 teurer werden. Schlechte Nachrichten f&uuml;r alle &ndash; ganz besonders aber f&uuml;r Arbeitslose. Schon jetzt zahlen sie beim Strom drauf. Obwohl Hartz-IV-Empf&auml;nger k&uuml;nftig h&ouml;here Bez&uuml;ge erhalten, reicht der Regelsatz bei Weitem nicht aus.<br>\nAnhand der durchschnittlichen Stromkosten und dem Hartz-IV-Regelsatz f&uuml;r Energie haben die Experten von Check24 ermittelt, dass ein arbeitsloser Single in Deutschland pro Jahr rund 129 Euro mehr f&uuml;r Strom bezahlt, als der Staat vorsieht. W&auml;hrend der Regelsatz h&ouml;chstens 542 Euro betr&auml;gt, liegen die Stromkosten im Bundesdurchschnitt bei 671 Euro.<br>\nAm meisten zahlen Hartz-IV-Empf&auml;nger in Schleswig-Holstein drauf. Hier liegen die Stromkosten pro Jahr rund 168 Euro &uuml;ber dem Regelsatz &ndash; das sind 14 Euro im Monat. Dahinter liegen Mecklenburg-Vorpommern (164 Euro) und Brandenburg (163 Euro). Im Osten ist die Mehrbelastung mit durchschnittlich 145 Euro deutlich h&ouml;her als im Westen (126 Euro\/mit Berlin). &hellip;<br>\nEin Grund f&uuml;r den gro&szlig;e Kluft zwischen Regelsatz und Strompreis ist, dass die meisten Hartz-IV-Empf&auml;nger beim teuren Grundversorger gemeldet sind. Da sie h&auml;ufig verschuldet sind und deshalb eine negative Schufa-Auskunft haben, k&ouml;nnen sie ihren Anbieter aber nicht wechseln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/immobilien\/energiesparen\/strom-ratgeber\/weil-preise-steigen-hartz-iv-empfaenger-koennen-sich-strom-kaum-noch-leisten_id_10078832.html\">Focus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein sicherer Ort f&uuml;r obdachlose Frauen<\/strong><br>\nUnter den Obdachlosen steigt der Anteil der Frauen seit Jahren. In den 1990er-Jahren waren noch 15 Prozent der Obdachlosen in Deutschland weiblich, inzwischen sind es 25 Prozent, so eine Statistik der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe: In ihrer Einrichtung steige vor allem der Anteil der &auml;lteren Wohnungslosen meint Claudia Peiter. Altersarmut sei der wichtigste Grund.<br>\n&bdquo;Dass die Renten gerade nach Teilzeit oder Kindererziehungszeiten nicht sehr gro&szlig; sind und dann gerade in so Ballungsgebieten wo g&uuml;nstiger Wohnraum knapp ist, wo man sich dann nicht einfach verkleinern kann, wenn man merkt, die Rente reicht jetzt nicht mehr und der Umzug in was G&uuml;nstigeres ist dann einfach nicht so schnell zu bewerkstelligen, als dass nicht in der Zeit schon Mietschulden auflaufen k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nUngef&auml;hr 2.500 obdachlose Frauen gibt es in Berlin, aber das ist nur eine Sch&auml;tzung. Die sogenannte verdeckte Obdachlosigkeit ist bei Frauen besonders hoch, so Ina Zimmermann vom Diakonischen Werk:<br>\n&bdquo;Bei Frauen sieht man nur ganz selten, dass sie wohnungslos sind, weil sie irgendwie versuchen, sich anderweitig ein Dach &uuml;ber den Kopf zu verschaffen oder weil sie um jeden Preis vermeiden wollen, als wohnungslos erkannt zu werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tagesstaette-in-berlin-ein-sicherer-ort-fuer-obdachlose.1773.de.html?dram:article_id=436098\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zu viel auf dem Schirm<\/strong>\n<ul>\n<li>Bisher gibt es kaum belastbare Ergebnisse zur Auswirkung der Smartphone-Nutzung auf die Gehirnentwicklung von Kindern.<\/li>\n<li>Erste Erkenntnisse einer gro&szlig;en amerikanischen Untersuchung alarmieren Eltern. Doch noch ist es zu fr&uuml;h f&uuml;r Schlussfolgerungen.<\/li>\n<li>Dennoch sorgen sich Experten um die Kinder, die st&auml;ndig am Handy h&auml;ngen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F&uuml;r die einen ist es ein Folterinstrument aus dem siebten Kreis der H&ouml;lle, die anderen sehen einen n&uuml;tzlichen Allroundhelfer darin. Kaum eine alltagsnahe Entwicklung wird so kontrovers diskutiert und ist gleichzeitig so stark verbreitet wie das Smartphone. In den USA hat nun ein Fernsehbeitrag viele Amerikaner alarmiert. In der popul&auml;ren Sendung &ldquo;60 Minutes&rdquo; auf CBS warnen Forscher vor unabsehbaren Auswirkungen exzessiver Bildschirmzeit auf das kindliche Gehirn.<br>\n&ldquo;Wir sehen in Kernspinaufnahmen, dass der Kortex d&uuml;nner wird&rdquo;, sagt Gaya Dowling, die an den Nationalen Gesundheitsinstituten der USA an einer Untersuchung zu den Folgen des Handygebrauchs beteiligt ist. &ldquo;Das ist die &auml;u&szlig;erste Schicht des Gehirns, in der vor allem Sinneseindr&uuml;cke verarbeitet werden.&rdquo; Die Studie ist jedoch l&auml;ngst nicht beendet. Mit 300 Millionen Dollar Finanzaufwand soll an 21 Kliniken erforscht werden, wie das st&auml;ndige Starren auf den Bildschirm die Entwicklung beeinflusst. Mehr als 11 800 Kinder und Jugendliche sollen in die Untersuchung einbezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/smartphone-hirnentwicklung-kinder-1.4255098\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieser Artikel ist eine sinnvolle Erg&auml;nzung zum Vortrag von Getraud Teuchert-Noodt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=teuchert-noodt-gertraud\">beim letzten Pleisweiler Gespr&auml;ch<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hat die Polizei ein Nazi-Problem, Herr Wendt?<\/strong><br>\nDer Frankfurter Polizeipr&auml;sident Gerhard Bereswill sagte gegen&uuml;ber dem Hessischen Rundfunk dazu: &ldquo;Das sind tats&auml;chlich Hakenkreuze, Hitler-Bilder und &Auml;hnliches gewesen.&rdquo; Ein Fall, der kein gutes Licht auf die Polizei wirft. Schon seit Jahren sieht sich die Polizei mit Vorw&uuml;rfen von den Vereinten Nationen sowie Amnesty International konfrontiert, es g&auml;be ein strukturelles Problem mit Rechten, Identit&auml;ren oder auch Nazis innerhalb der Strafverfolgungsbeh&ouml;rde.<br>\nRainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, sagt: &ldquo;Wenn sich diese Anschuldigungen bewahrheiten, trifft das die Polizei besonders hart. Zudem befl&uuml;gelt es das Vorurteil von Linken, die Polizei w&auml;re ausl&auml;nderfeindlich.&rdquo; Den Vorwurf, die Polizei h&auml;tte ein generelles Nazi-Problem, will Wendt allerdings nicht gelten lassen. &ldquo;Nein, wir haben kein strukturelles Problem mit Nazis in der Polizei. Es gibt jedoch immer wieder Einzelf&auml;lle, die auff&auml;llig werden. Diese vertuschen wir aber nicht, sondern kl&auml;ren auf und bringen es zur Anzeige.&rdquo; (&hellip;)<br>\nEinen Anstieg von Fremdenfeindlichkeit in der j&uuml;ngeren Vergangenheit will Wendt nicht bemerkt haben: &ldquo;Es ist ein Dauerauftrag von uns, auf solche Entwicklungen zu achten. Das ist nichts Neues.&rdquo; (&hellip;)<br>\nUlla Jelpke, Innenpolitische Sprecherin bei Die Linke, sieht das anders. Sie beklagt &ldquo;mangelnde Aufmerksamkeit&rdquo; f&uuml;r Rechtsextremismus innerhalb der Polizei bei Polizeif&uuml;hrungen und Innenministerien. Ihr sei vom Bundesinnenministerium mitgeteilt worden, dass im Bereich der Bundespolizei seit 2012 ganze 14 rechtsextreme Vorf&auml;lle erfasst worden seien.<br>\n&ldquo;Wenn man bedenkt, dass bei der Bundeswehr jedes Jahr &uuml;ber 100 solcher Vorf&auml;lle registriert werden, ist die Zahl bei der Bundespolizei nat&uuml;rlich verd&auml;chtig niedrig. Sie zeigt eigentlich nur, dass es ein gravierendes Erfassungsproblem gibt&rdquo;, kritisiert Jelpke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/1608035\/hat-die-polizei-ein-nazi-problem-herr-wendt\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47883#h12\">Rechtsextremismus-Verdacht ersch&uuml;ttert Frankfurter Polizei<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47578#h18\">Offenbar Rechtsextreme bei der Polizei (&ldquo;nur&rdquo; bei der Frankfurter Polizei?), eventuell eine rechtsextreme Untergrundarmee bei der Bundeswehr<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2017\/09\/13\/besser-schneider-jobcenter-menschen-namen\/\">Jobcenter benachteiligen Menschen mit ausl&auml;ndischen Namen<\/a>. Da ist die Frage &ldquo;Was ist mit dem &Ouml;ffentlichen Dienst los?&rdquo; nicht abwegig &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Die Araber haben ein Recht auf Demokratie&laquo;<\/strong><br>\nDer saudische Journalist Jamal Khashoggi wurde am 2. Oktober im Konsulat seines Landes in Istanbul ermordet. Erst auf massiven internationalen Druck r&auml;umte Riad ein, dass es sich dabei um eine vors&auml;tzliche T&ouml;tung handelte. Der folgende Beitrag basiert auf einem Vortrag, den Khashoggi am 26. April bei einer Konferenz des Center for Middle East Studies der Universit&auml;t Denver und des Center for the Study of Islam and Democracy in Washington gehalten hat. Wir publizieren ihn hier mit freundlicher Genehmigung in deutscher Erstver&ouml;ffentlichung. Die &Uuml;bersetzung aus dem Englischen stammt von Steffen Vogel. &ndash; D. Red.<br>\nIch komme aus Saudi-Arabien, wo Demokratie und Islam sehr relevante Themen sind. In der Vergangenheit war es so: Wollte ein saudischer Regierungsvertreter die Debatte &uuml;ber die Demokratie abw&uuml;rgen, stellte er stets in Frage, ob sie mit dem Islam vereinbar sei. Aber das hat sich mit dem Arabischen Fr&uuml;hling endg&uuml;ltig erledigt. Seinerzeit unterst&uuml;tzten die Menschen in der arabischen Welt die Proteste f&uuml;r einen demokratischen politischen Wandel. Das galt vor allem f&uuml;r die Jugend, aber sogar f&uuml;r die Islamisten, einschlie&szlig;lich einiger Salafisten, die zuvor der Demokratie immer kritisch gegen&uuml;bergestanden hatten. Andere Salafisten behielten diese Haltung allerdings bei. Sie betrachten die Demokratie nach wie vor als &bdquo;Kufr&ldquo; oder unislamisch, weil sie in ihr eine Zur&uuml;ckweisung religi&ouml;ser Werte sehen.<br>\nInsgesamt jedoch zeigten die langen Schlangen, die sich 2012 vor den Wahllokalen in Tunesien und &Auml;gypten bildeten, klar, dass die Menschen in der arabischen Welt bereit f&uuml;r den Wandel waren. Sie nahmen enthusiastisch an demokratischen Wahlen teil, und das schloss islamistische Parteien ein, die oft im Fokus standen, wenn es um die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie ging. Diese Bilder aus &Auml;gypten und Tunesien &ndash; von M&auml;nnern und Frauen, Jungen und Alten, die zu den Urnen str&ouml;men &ndash; sollten wir jenen Scheinwahlen entgegenhalten, die wir heute in &Auml;gypten und anderen Teilen der arabischen Welt sehen. Denn diese Bilder liefern uns ein Argument gegen all jene, die behaupten, &bdquo;die Araber sind noch nicht bereit f&uuml;r die Demokratie&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2018\/dezember\/%C2%BBdie-araber-haben-ein-recht-auf-demokratie%C2%AB\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Parteisch&auml;digend<\/strong><br>\nNun will die SPD erneut versuchen, Thilo Sarrazin aus der Partei zu werfen. Der d&uuml;rfte aber gelassen dem mittlerweile dritten Parteiordnungsverfahren entgegen blicken. Die H&uuml;rden f&uuml;r einen Rauswurf sind ja immer noch sehr hoch und die Wahrscheinlichkeit damit gro&szlig;, dass sich die Parteispitze ein weiteres Mal blamiert. Der Ansatz des Parteiausschlussverfahrens ist ohnehin falsch.<br>\nGrundlage eines Parteiordnungsverfahrens ist parteisch&auml;digendes Verhalten. Was ist nun parteisch&auml;digend, werden Sie zurecht fragen? Ist es ein Thilo Sarrazin mit seinen B&uuml;chern und wirren Thesen oder ein Vorstand, der die Partei, um die es geht, mit immer wieder gleichlautenden Fehlentscheidungen von einem Wahldesaster zum n&auml;chsten f&uuml;hrt. (&hellip;)<br>\nInsofern ist es auch nicht verwunderlich, wenn ein Thilo Sarrazin sagt, dass er sich in dieser SPD immer noch gut aufgehoben f&uuml;hlt. Denn eine SPD, die &ldquo;spa&szlig;ige&rdquo; Debattencamps veranstaltet und reihenweise Ank&uuml;ndigungen in Umlauf bringt, in der Regierung aber immer wieder klein beigibt, befindet sich n&auml;mlich auf demselben j&auml;mmerlichen Niveau.<br>\nKleiner Tipp: Vielleicht sollte der Vorstand einfach mal die Politik &auml;ndern, also wieder zur Sozialdemokratie zur&uuml;ckkehren, statt dem Neoliberalismus und der Union permanent hinterherzulaufen. Vermutlich w&uuml;rde sich dann ein Herr Sarrazin auch viel unwohler f&uuml;hlen und von ganz allein das Weite suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/181217parteischaedigend\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schr&ouml;der warnt SPD vor Linksruck<\/strong><br>\nDie SPD steckt im Umfragetief, Rufe nach einem Linksruck in der Partei werden lauter. F&uuml;r einen anderen Kurs spricht sich dagegen Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der aus.<br>\nDer ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) hat seine Partei vor einem Linksruck gewarnt und dazu aufgerufen, einen Mitte-Kurs beizubehalten. &ldquo;Wenn die SPD etwas aus der &Auml;ra von Helmut Schmidt f&uuml;r heute lernen kann, dann ist es eines: Mehrheiten werden in der politischen Mitte gewonnen, nicht am Rand&rdquo;, sagte Schr&ouml;der der Deutschen Presse-Agentur anl&auml;sslich des 100. Geburtstags von Helmut Schmidt.<br>\nDer 2015 verstorbene Altkanzler Schmidt w&auml;re am 23. Dezember 100 Jahre alt geworden. Wie auch Schr&ouml;der bei seinen Wahlsiegen 1998 und 2002 konnte er gerade W&auml;hler im politischen Zentrum &uuml;berzeugen. In der SPD gibt es wegen des Umfrageabsturzes der Partei Str&ouml;mungen, die in der Steuer- und Sozialpolitik nach links r&uuml;cken wollen.<br>\n&ldquo;Mit seiner Politik konnte er breite Mehrheiten erreichen, weil er der SPD Kompetenz in den Bereichen Wirtschaft und innere Sicherheit verschaffte&rdquo;, betonte Schr&ouml;der. &ldquo;Die W&auml;hlergruppe, die wir heute unter dem Begriff &ldquo;Mitte&rdquo; fassen, hat er bei den Bundestagswahlen 1976 und 1980 f&uuml;r die SPD mobilisiert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/parteien\/id_84957170\/altkanzler-gerhard-schroeder-warnt-spd-vor-linksruck.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie erfolgreich die Strategie ist in der Mitte Wahlen zu gewinnen l&auml;sst sich ja deutlich an den Wahlergebnissen der SPD ablesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Regierungslautsprecher, voll aufgedreht<\/strong><br>\nWas ein rechter Staatsfunk ist, zeigt die ARD-aktuell-Redaktion einmal mehr, inhaltlich und sprachlich, in ihrem Bericht &uuml;ber die Stra&szlig;burger Trag&ouml;die: Der (mutma&szlig;liche) M&ouml;rder ist tot \/ Die Ordnung ist wiederhergestellt \/ Der Weihnachtsmarkt hat wieder ge&ouml;ffnet \/ Jetzt aber Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! &ndash; Nicht die Spur kritischer Distanz. Blankes Nachbeten der beh&ouml;rdlichen Darstellung. Verzicht auf Nachdenken und eigenst&auml;ndige Pr&uuml;fung. Politischen Kontext des Geschehens ignorierend. Journalistische Grunds&auml;tze missachtend, zu denen auch der Respekt vor rechtsstaatlichen Prinzipien geh&ouml;rt. Im vorliegenden Fall: Die grunds&auml;tzliche Pflicht zur Unschuldsvermutung im Hinblick auf den &bdquo;mutma&szlig;lichen&ldquo; Attent&auml;ter.<br>\nDa die Chose in Frankreich spielt, sei die Frage erlaubt: Wirkte die Story auf die ARD-aktuell-Redaktion nicht wie ein d&eacute;j&agrave;-vu, kam kein &bdquo;Aha-Gef&uuml;hl&ldquo; auf? Ist den werten Kollegen nicht die vollkommene &Uuml;bereinstimmung mit dem Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt aufgefallen? Oder, falls doch: Hielten sie es f&uuml;r unn&ouml;tig, auf die Parallelit&auml;t hinzuweisen? In Stra&szlig;burg wie in Berlin standen die mutma&szlig;lichen T&auml;ter schon zuvor unter enger &Uuml;berwachung von Staatsschutz und Polizei. Beide sollten &ndash; &bdquo;Gefahr im Verzug&ldquo; &ndash; kurz vor den Attentaten festgenommen werden. Beide konnten sich aber d&uuml;nne machen, trotz der engen &Uuml;berwachung. Beide hatten ein Netz von Komplizen, wahrscheinlich auch weit in die Geheimdienste hinein. Beide wurden kurz nach der Tat gesehen, verfolgt und schlie&szlig;lich &bdquo;auf der Flucht erschossen&ldquo;.<br>\nUnd es k&ouml;nnen nun beide nicht mehr aussagen. &Uuml;ber sich, die Motive ihrer Tat, ihre Hinterm&auml;nner. Wie praktisch, nicht?<br>\nDie Umst&auml;nde des Berliner Zwillingsfalles sind bis heute nicht aufgekl&auml;rt, sind immer noch Gegenstand von parlamentarischen Untersuchungsaussch&uuml;ssen. Die Tagesschau hielt es nicht f&uuml;r n&ouml;tig, auf die frappierende Gleichheit der Ereignisse aufmerksam zu machen. Als ob diese Qualit&auml;tsjournalisten noch nie den Begriff &bdquo;Tiefer Staat&ldquo; geh&ouml;rt h&auml;tten.<br>\nJa, wenn man selbst zu dicht dran ist an der Staatsmacht, fast Teil derselben, dann sieht man eben nicht mehr, was dahinter steckt, hinter soviel obsz&ouml;ner Zuf&auml;lligkeit.<br>\nEin Querverweis auf die Gelbwesten war ebenfalls angebracht. Der Tagesschau erschien das allerdings nicht so. Kam das Attentat in Stra&szlig;burg dem franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron nicht wie gerufen? Wirkt es nicht &bdquo;wie bestellt&ldquo;? Die Gelbwesten hatten Macron und seine antisoziale Politik bereits an den Rand des Scheiterns gebracht. Jetzt kann er aufatmen; nach Stra&szlig;burg herrscht landesweit Angst. Der Ruf nach dem Starken Staat erschallte, und schon ist die geballte Staatsmacht zur Stelle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2018\/12\/16\/regierungslautsprecher-voll-aufgedreht\/\">St&auml;ndige Publikumskonferenz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das sind 8 der erfolgreichsten Falschmeldungen auf Facebook 2018<\/strong><br>\nWenn L&uuml;gen und Falschmeldungen &ouml;ffentliche Debatten pr&auml;gen, ist das ein Problem. Deshalb hat BuzzFeed News recherchiert, welche Falschmeldungen 2018 auf Facebook besonders erfolgreich waren.<br>\nHier sind unsere wichtigsten Ergebnisse:\n<ul>\n<li>Unsere Auswertung zeigt, dass besonders Angela Merkel und Fl&uuml;chtlinge von den L&uuml;gen betroffen sind.<\/li>\n<li>Besonders erfolgreiche Falschmeldungen haben in diesem Jahr noch mehr Likes, Kommentare und Shares erzielt als 2017.<\/li>\n<li>Die acht erfolgreichsten Falschmeldungen hatten mehr Facebook-Interaktionen als fast alle Artikel der gr&ouml;&szlig;ten Nachrichtenseiten in Deutschland.<\/li>\n<li>Wichtigste Verbreiter dieser Falschnachrichten sind die AfD und die ehemalige CDU-Politikerin Erika Steinbach.<\/li>\n<li>Die erfolgreichste Falschnachricht auf Facebook war laut unserer Analyse dieses Jahr ein Artikel der in Russland registrierten Webseite Anonymousnews.ru. Der Artikel generierte insgesamt 148.000 Facebook-Interaktionen. Zum Vergleich: Nur die S&uuml;ddeutsche Zeitung hatte in diesem Jahr einen Artikel, der mehr Interaktionen auf Facebook erzeugte. Keine andere der 50 meistgelesenen deutschen Nachrichtenseiten &ndash; nicht Bild, Spiegel, Focus, Welt oder Stern &ndash; hatten in diesem Jahr einen Artikel mit so vielen Interaktionen auf Facebook.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.buzzfeed.com\/de\/karstenschmehl\/falschmeldungen-facebook-2018-fakes-luegen-fake-news\">BuzzFeed<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bevor die russische Domain von Anonymousnews.ru zu falschen Schl&uuml;ssen f&uuml;hrt &ndash; diese Seite wird von einem deutschen Rechtsextremen betrieben, der sich auf der Flucht vor den Beh&ouml;rden befindet und auch schon <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43148#h17\">Artikel der NachDenkSeiten gef&auml;lscht hat<\/a>. Der Erfolg dieser Seite auf Facebook ist erschreckend, sollte jedoch nicht zu einem undifferenzierten Ruf nach strikterer &Uuml;berwachung f&uuml;hren, unter der am Ende des Tages alle leiden w&uuml;rden. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-47904","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47904","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47904"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47904\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47907,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47904\/revisions\/47907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=47904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=47904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}