{"id":47926,"date":"2018-12-19T08:15:36","date_gmt":"2018-12-19T07:15:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926"},"modified":"2018-12-19T08:15:36","modified_gmt":"2018-12-19T07:15:36","slug":"hinweise-des-tages-3271","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h01\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h02\">Hartz IV: Das Jobwunder, das nie eines war<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h03\">Solidarit&auml;tszuschlag: Milliarden f&uuml;r Topverdiener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h04\">Digitalsteuer: Frankreich will IT-Konzerne im Alleingang besteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h05\">Streiks bei Amazon: &bdquo;Wir haben uns auf einen langen Kampf eingestellt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h06\">Die Arbeitsm&auml;rkte waren in Deutschland noch nie in einem so schlechten Zustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h07\">Dienstleistungspaket<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h08\">Wie soziale Ungleichheit nachhaltige Entwicklung verhindert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h09\">Buchhalterische Einigung auf der Klimakonferenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h10\">Verbraucherschutz: Der Schutz der Industrie vor dem Verbraucher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h11\">Von der Leyen mahnt zur Geduld beim Aufbau Afghanistans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h12\">Sozialismus oder Barbarei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h13\">Imperialismus unter dem Banner der Menschenrechte: Neuauflage einer alten Masche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h14\">Viele vermeiden Diskussionen mit Andersdenkenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h15\">Das letzte Pfund der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h16\">Mord, Totschlag und kriminelle Ausl&auml;nder &ndash; Eine Analyse des FP&Ouml;-nahen Magazins &bdquo;Wochenblick&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h17\">Jahresendspurt in der &ldquo;Anstalt&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gelbe Westen &ndash; Protestform des 21. Jahrhunderts?<\/strong><br>\nNach den Warnungen vor rechter Gefahr gibt es differenziere Sichtweisen zu der franz&ouml;sischen Protestbewegung aus der au&szlig;erparlamentarischen Linken.<br>\nAuch am dritten Samstag im Dezember sind in vielen franz&ouml;sischen St&auml;dten wieder Tausende auf die Stra&szlig;e gegangen. Es gab zahlreiche Festnahmen. Wenn auch die Zahl der Protestierenden wohl kleiner geworden ist, zeigte der 15. Dezember, dass die Bewegung trotz einiger Zugest&auml;ndnisse des Pr&auml;sidenten und dem verst&auml;rkten Druck nach dem islamistischen Anschlag von Stra&szlig;burg, die Proteste einzustellen, handlungsf&auml;hig geblieben ist.<br>\nZwischen Weihnachten und Neujahr d&uuml;rften die Aktivit&auml;ten zur&uuml;ckgehen. Es wird sich zeigen, ob es im neuen Jahr eine Fortsetzung geben wird. Selbst wenn ihr das nicht gelingt, k&ouml;nnen die Gelben Westen f&uuml;r sich reklamieren, dass sie erstmals den selbstsicher auftretenden Macron zu Zugest&auml;ndnissen gezwungen haben&hellip;<br>\n(&hellip;) Riot &ndash; wie aus dem Bilderbuch<br>\nInzwischen haben sich auch Theoretiker der parteiunabh&auml;ngigen Linken zu Wort gemeldet und die Bewegung der Gelben Westen verteidigt. Dazu geh&ouml;rt auch der US-Soziologe Joshua Clover, der bekannt wurde, als er die Riots zur Protestform der Zukunft erkl&auml;rte, die nach dem von ihm diagnostizierte Ende der fordistischen Produktionsweise, die Streiks abl&ouml;sen.<br>\nDurch die Gelben Westen sieht sich Clover best&auml;tigt: Die Bewegung der Gilets Jaunes habe sich ihrer Gestalt nach geradezu idealtypisch herausgebildet. Sie sei ein Riot, wie wir ihn aus dem Lehrbuch kennen&hellip;.Die Gelben Westen haben nun von Macron die Zugest&auml;ndnisse erzwungen, die den gewerkschaftlichen K&auml;mpfen nicht gelungen sind.<br>\nAufruf zu t&auml;glichen Vollversammlungen<br>\nAuch in Frankreich haben antagonistische Linke schon l&auml;ngst Impulse in die Bewegung getragen. Genannt sei hier der Aufruf der Gelben Westen von Commercy zur Bildung von Volksversammlungen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gelbe-Westen-Protestform-des-21-Jahrhunderts-4252183.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Die Sehnsucht nach dem Politischen ist gro&szlig;&laquo;<\/strong><br>\nWarum Macrons Zugest&auml;ndnisse an die Gelbwesten nicht genug sind, wie die Gewerkschaften versagen und welche Fragen sich jetzt stellen. Der Schriftsteller Guillaume Paoli im Gespr&auml;ch mit Clemens Melzer.<br>\nCM: Die Bewegung der Gelbwesten ist sehr heterogen und die Lage hat sich seit Ende Oktober ver&auml;ndert &ndash; was sind die aktuellen Forderungen der &laquo;gilets jaunes&raquo;?<br>\nGP: Da es keine zentrale Organisation gibt, fehlt auch ein einheitlicher Forderungskatalog. Nach einer Online-Umfrage wurden 42 Forderungen ver&ouml;ffentlicht, doch auf lokaler Ebene werden andere gestellt. Generell w&uuml;rden die Leute vermutlich sagen: Mehr Kaufkraft, mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Respekt. Und dass Macron zur&uuml;cktritt.<br>\nCM: Von Anfang an wurde diskutiert, ob die Bewegung als rechts oder links einzuordnen ist. Sp&auml;testens seit sich Sch&uuml;ler und Studenten, aber auch Teile der Gewerkschaftsbewegung mit den Protesten solidarisch erkl&auml;rt haben, f&auml;llt es der Regierung schwerer, diese als &laquo;rechtsextrem&raquo; zu diffamieren. Aber ist die Gefahr, dass Le Pen von den Protesten profitiert, damit gebannt?<br>\nGP: Die Bewegung ist deswegen untypisch, weil mehrheitlich von Menschen getragen, die politisch unerfahren und schwer einzuordnen sind. Wenn sie eines gemeinsam haben, dann allerdings die tiefe Abneigung gegen s&auml;mtliche Parteien und repr&auml;sentative Instanzen. Sicher gibt es unter ihnen Leute, die Le Pen gew&auml;hlt haben, andere M&eacute;lenchon, wobei wahrscheinlich die meisten zu den 16 Millionen geh&ouml;ren, die sich bei der Stichwahl 2017 der Stimme enthalten haben. Doch alle wollen mit der etablierten Politik nichts zu tun haben, zu der auch Le Pen l&auml;ngst geh&ouml;rt. Schlie&szlig;lich entscheidet sich die rechte Klientel immer f&uuml;r Ordnung und Autorit&auml;t, und nicht f&uuml;r Krawall und direkte Aktion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/gilets-jaunes-macron-paoli-gelbwesten\">ada<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Unsere Stories im echten Leben finden&laquo;<\/strong><br>\nIn Belgien zieht eine linke Partei W&auml;hlerinnen von Sozialdemokraten wie auch Rechtsextremen. Ihr Vorsitzender erkl&auml;rt, wie das geht.<br>\n(&hellip;) Was wir stattdessen in den Vordergrund stellen wollten, war die soziale Frage, was so gut wie &uuml;berall hie&szlig;, sich mit Wohnraum und Miete zu besch&auml;ftigen. Im Bereich des sozialen Wohnungsbaus, zum Beispiel, hat es seit Jahren keine Investitionen gegeben, ebenso wenig wie Ausbesserungen an der Substanz, an feuchten W&auml;nden und so weiter. Wir haben konkrete Initiativen gestartet und das Thema medial auf die Agenda gesetzt. Unsere Strategie ist, bei den Sorgen anzusetzen, die im Leben der Leute pr&auml;sent sind. Und dann bei diesen Themen immer und immer am Ball zu bleiben, statt in allgemeine politische Reden auszuweichen.<br>\nDB: Du sprichst von konkreten Lokalthemen; aber im Gegensatz zu Parteien wie La France Insoumise oder Podemos, die jenseits von Links und Rechts stehen wollen, kommt die PTB aus einer marxistisch-leninistischen Tradition, aus dem Zusammenschluss der Kommunistischen und der Arbeiterpartei. Wie kam es zustande, dass ihr im Laufe des letzten Jahrzehnts euer Auftreten und euren Ansatz ge&auml;ndert habt?<br>\nPM: Wir haben gemerkt, dass die rechten Parteien wahnsinnig erfolgreich waren mit den Geschichten, die sie erz&auml;hlen. Die fangen bei ganz konkreten Dingen an und verallgemeinern das dann in Richtung einer allgemeineren imperialistischen Agenda. Aber sie beginnen mit kleinen Vorkommnissen, zum Beispiel Betrugsf&auml;llen, in denen Leute f&auml;lschlicherweise Sozialleistungen oder Behindertenaufschl&auml;ge bekommen haben. Solche Geschichten schaffen es auf die Titelseiten. Und alle sagen dann, dass sie selber auch jemanden kennen, die auf illegale Weise vom sozialen Sicherungssystem profitiert hat. Und dann gibt es eine Linke &ndash; ich spreche jetzt von Belgien, aber ich denke, das ist weit verbreitet &ndash; die darauf mit Statistiken zur Ungleichverteilung und Einkommenstabellen antwortet, Sachen, die alle gut und sch&ouml;n sind, aber ganz abstrakt bleiben und emotional nicht ankommen. Diese Linke erreicht die Gehirne, aber nicht die Herzen. Wir m&uuml;ssen auch von links unsere Stories im echten Leben finden und erst von da aus allgemeiner werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/belgien-ptb-peter-mertens-interview\">ada<\/a><\/li>\n<li><strong>Vom Leitstern zur Sternschnuppe<\/strong><br>\n(&hellip;) Gewiss, als Macron die Verm&ouml;genssteuer auf den Immobilienbesitz reduzierte, schluckten viele Citoyens. Doch Macron erkl&auml;rte ihnen, das geschehe, um die Leute mit Geld im Land zu behalten und mit ihren Investitionen Jobs zu schaffen. Einige seiner Berater fragten ihn, ob man im Gegenzug nicht auch den Geringverdienern ein Steuergeschenk machen m&uuml;sse &ndash; vor allem auch, weil im Land nun Rufe erschallten, Macron sei der &bdquo;Pr&auml;sident der Reichen&ldquo;.<br>\nDer Schlossherr hatte anderes zu tun. Er konzentrierte sich auf den Handshake mit Donald Trump, beeindruckte Wladimir Putin im Spiegelsaal von Versailles, bem&uuml;hte sich um Angela Merkel und ihre Antwort zu seinen Europa-Ideen. Die Aff&auml;re um seinen Leibw&auml;chter Alexandre Benalla untersch&auml;tzte er, weil er die politische Sprengwirkung der Konstellation &ndash; hier die Pariser Privilegienreiter, dort die fernen Provinzproleten &ndash; in seinem Palast missachtete. Ab und an &auml;u&szlig;erte er sich aus der Distanz noch &uuml;ber seine Landsleute; den D&auml;nen erz&auml;hlte er etwa von den &bdquo;widerspenstigen Galliern&ldquo;. Wieder zu Hause, bedeutete er denselben, sie sollten sich &bdquo;weniger beklagen&ldquo;; denn in Frankreich brauche man, wie er ein andermal t&ouml;nte, &bdquo;nur &uuml;ber die Stra&szlig;e zu gehen, um einen Job zu finden&ldquo;. Drei Millionen Arbeitslose, die vom Existenzminimum leben, dankten f&uuml;r die Aufkl&auml;rung.<br>\nWarnwesten als letzter Warnschuss<br>\nDie anderen Franzosen, die, die hart arbeiten, aber am Ende des Monats trotzdem vor einem leeren Konto stehen, stie&szlig; Macron dann mit seiner Benzinsteuererh&ouml;hung vor den Kopf. Die Steuer, begr&uuml;ndet unter anderem mit Umweltschutz, wird jedoch nicht zweckgebunden verwendet und ist insofern wiederum auch schlecht mit Umweltschutz begr&uuml;ndbar. Dieses Kernfrankreich, bestehend aus Globalisierungsverlierern an den Stadtr&auml;ndern und der tiefen Landesprovinz, holte die Warnwesten aus ihren Autos und schreit nun im Chor das, was Ruffin schon im Sommer 2017 geschrieben hatte: Macron, wir haben genug von den Steuern, genug von dir!<br>\n(&hellip;) Er b&uuml;&szlig;t auch f&uuml;r die Vers&auml;umnisse anderer: Auf einem Verkehrskreisel in Orl&eacute;ans sagte eine &bdquo;gilet jaune&ldquo;, sie rebelliere gegen &bdquo;drei&szlig;ig, vierzig Jahre verfehlter Politik&ldquo;. So lange steigt die Arbeitslosigkeit schon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/emmanuel-macron-gelbwesten-praesident-frankreich-elite-reichtum-armut\">Cicero<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hartz IV: Das Jobwunder, das nie eines war<\/strong><br>\n(&hellip;) Hartn&auml;ckig h&auml;lt sich die Legende, dass die Hartz-Reformen ganz viele Stellen geschaffen haben sollen! Selbst SPD-Linke verbreiten diesen Unsinn. So sagte Karl Lauterbach k&uuml;rzlich in einem Interview mit der taz: &ldquo;Hartz IV hat vor zehn Jahren die L&ouml;hne im unteren Bereich gesenkt. Deshalb ist die Arbeitslosigkeit gesunken.&rdquo; Tats&auml;chlich stimmt nur, dass die Langzeitarbeitslosen durch Hartz IV verarmt sind. Ab Januar 2005 gab es im Westen nur noch 345 Euro, im Osten 331 Euro f&uuml;r einen Familienvorstand. Das reichte kaum zum Leben.<br>\nJobs aber sind nicht entstanden. Lauterbach scheint zu glauben, dass es ein Land reich machen w&uuml;rde, wenn die Armut steigt. Wie verquer diese Logik ist, zeigt schon ein Blick nach Griechenland und Italien: Dort gibt es gar keine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Langzeitarbeitslose, also noch nicht einmal ein Hartz IV. Beide L&auml;nder m&uuml;ssten boomen, wenn es zutreffen w&uuml;rde, dass Jobs entstehen, sobald man die Sozialleistungen k&uuml;rzt oder ganz streicht.<br>\n(&hellip;) Die Eurokrise wirkte auf Deutschland wie ein Konjunkturprogramm<br>\nEin echter Job-Boom begann erst ab 2014. Dies war aber keine mystische Fernwirkung der Hartz-Reformen, sondern hat mit der Eurokrise zu tun, die auf Deutschland &ndash; zynischer Weise &ndash; wie ein Konjunkturprogramm wirkt. Die Zinsen sind niedrig, was den Staat entlastet und Investitionen ankurbelt. Zudem ist der Euro im Vergleich zum Dollar billig, sodass die deutschen Waren auf den Weltm&auml;rkten g&uuml;nstig zu haben sind und die Exporte florieren&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++8bbe79e4-fc93-11e8-8dea-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Solidarit&auml;tszuschlag: Milliarden f&uuml;r Topverdiener<\/strong><br>\nDie Union will den Solidarit&auml;tszuschlag komplett abschaffen. Neue Zahlen zeigen, wem das n&uuml;tzt<br>\nAuf dem Parteitag der CDU haben die Delegierten beschlossen, dass der Zuschlag auf die Einkommensteuer noch in dieser Legislaturperiode vollst&auml;ndig abgeschafft werden soll. Ein gro&szlig;er Schritt &ldquo;hin zu mehr Glaubw&uuml;rdigkeit&rdquo; sei das, sagt Carsten Linnemann, der Chef der Mittelstandsvereinigung in der Union. Schlie&szlig;lich verspricht seine Partei schon lange das Ende der Sondersteuer, die eingef&uuml;hrt wurde, um die deutsche Einheit zu finanzieren. Die Mauer ist vor fast 30 Jahren gefallen, der Soli existiert immer noch.<br>\nEs gibt aber ein Problem: Im Koalitionsvertrag steht etwas anderes&hellip;.<br>\nWorum also geht es?<br>\nDiese Frage l&auml;sst sich anhand von der ZEIT vorliegenden Berechnungen des SPD-gef&uuml;hrten Bundesfinanzministeriums erstmals im Detail beantworten. Das Ergebnis sieht zusammengefasst so aus: Vom Koalitionsbeschluss w&uuml;rden vor allem Menschen mit niedrigen, mittleren und gehobenen Eink&uuml;nften profitieren, der Unionsvorschlag entlastet vor allem Spitzenverdiener.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r den Staat w&uuml;rde die Angelegenheit allerdings ziemlich teuer: Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Rabatte kosten schon 10,2 Milliarden Euro. Die zus&auml;tzlichen Steuerentlastungen f&uuml;r die Topverdiener schlagen mit rund 11,5 Milliarden Euro zu Buche. Jahr f&uuml;r Jahr&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/53\/solidaritaetszuschlag-abschaffung-union-steuern-entlastung\">Zeit online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Digitalsteuer: Frankreich will IT-Konzerne im Alleingang besteuern<\/strong><br>\nAmerikanische IT-Konzerne machen in Europa Milliardengewinne. Steuern zahlen sie dort aber kaum. Die sogenannte Digitalsteuer k&ouml;nnte das &auml;ndern. Weil eine EU-weite L&ouml;sung nicht in Sicht ist, plant Frankreich den Alleingang.<br>\nEine sogenannte Digitalsteuer ist ein Thema, um das in Europa heftig gerungen wird. Die Idee dahinter ist, dass die riesigen Digitalkonzerne wie Google oder Facebook ihre Gewinne dort versteuern, wo sie erwirtschaftet werden und nicht mehr zum Beispiel komplett in Irland abrechnen, wo sie fast keine Steuern bezahlen. Frankreich w&uuml;rde eine solche Steuer gerne europaweit und am liebsten gestern einf&uuml;hren. Deutschland bremst dagegen gewaltig. Jetzt erh&ouml;ht Frankreich den Druck massiv.<br>\nMilliarden Ums&auml;tze in Frankreich &ndash; und fast keine Steuern bezahlt<br>\nUm zu verstehen, warum die Steuer eine franz&ouml;sische Herzensangelegenheit ist, reicht ein Blick auf die nackten Zahlen. Im Jahr 2017 haben allein die omin&ouml;sen GAFA, also Google, Amazon, Facebook und Apple in Frankreich gesch&auml;tzt rund 12 Milliarden Euro umgesetzt. Die gezahlten Steuern beliefen sich dagegen auf gerade mal knapp &uuml;ber 40 Millionen Euro. Fast nichts also. (Anmerkung WM: das sind 0,33% vom Umsatz!)<br>\nIn der Bev&ouml;lkerung wird das als gro&szlig;e Ungerechtigkeit wahrgenommen. Der Kampf gegen internationale Steuervermeidung ist eins der dringendsten Anliegen der Protestbewegung der sogenannten Gelben Westen, die Pr&auml;sident Macron gerade in eine schwere politische Krise st&uuml;rzen. Denen hatte Macron bereits vergangene Woche in einer Fernsehansprache versprochen:<br>\n&bdquo;Gro&szlig;e Unternehmen, die hier Profit machen, m&uuml;ssen auch hier Steuern zahlen. Das ist nur gerecht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/digitalsteuer-frankreich-will-it-konzerne-im-alleingang.769.de.html?dram:article_id=436324\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Hier muss man die franz&ouml;sische Regierung ausnahmsweise einmal loben. Wenn sie es denn auch durchziehen. Die anderen L&auml;nder sind dazu zu feige und reden sich damit heraus, dass eine solche Steuer, wie auch eine Finanztransaktionssteuer, nur dann Sinn mache, wenn sie von allen L&auml;ndern der EU gleichzeitig eingef&uuml;hrt w&uuml;rde. Ein Alibi f&uuml;rs Nichtstun, das die Staatshaushalte j&auml;hrlich hunderte Milliarden entgangener Steuereinnahmen kostet. Steuergelder, die f&uuml;r die Instandhaltung der Infrastruktur und f&uuml;r Sozialprogramme fehlen. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Peinlich, dass Frankreich nun umsetzt, was der SPD-Star Olaf Scholz aus R&uuml;cksicht auf die Gro&szlig;konzerne sich nicht umzusetzen traut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Streiks bei Amazon: &bdquo;Wir haben uns auf einen langen Kampf eingestellt&ldquo;<\/strong><br>\n(&hellip;) Armbr&uuml;ster: Frau Widmann, Streiken mitten im Weihnachtsgesch&auml;ft, ist das fair?<br>\nWidmann: Ja! Das ist nat&uuml;rlich immer die Natur einer Dienstleistungsgewerkschaft, dass es nat&uuml;rlich immer die Endkundinnen und Kunden trifft. Aber nachdem wir das jetzt nicht zum ersten Mal machen und das auch schon seit mehreren Jahren machen, m&uuml;sste es klar sein, dass jeder der bei Amazon bestellt inzwischen auch wei&szlig;, was das f&uuml;r ein Unternehmen ist.<br>\nWas man auch sagen muss ist, dass es sich ganz, ganz schnell beenden lie&szlig;e, wenn Amazon sich mit uns an einen Verhandlungstisch setzt.<br>\n(&hellip;) Widmann: Das sind zum einen technokratische Dinge. Die Frage ist schon, worauf sich Amazon bezieht. In dem einen Land sagt Amazon, wir sind ein H&auml;ndler, in dem anderen ein Logistiker, je nachdem welcher Tarifvertrag ihnen gerade besser passt. Das muss man auch einfach mal sehen. Der Tarifvertrag f&uuml;r die Logistik ist ein bisschen niedriger. Allerdings muss man auch ganz deutlich klarstellen: Amazon zahlt &uuml;berhaupt nicht nach Tarifvertrag, sondern sie sagen, sie orientieren sich an etwas. Das ist erst mal begr&uuml;&szlig;enswert, nat&uuml;rlich! Das ist aber nichts, worauf sich irgendjemand verlassen kann. Das kann sich morgen &auml;ndern.<br>\nDa kann Amazon sagen, ach nein, jetzt machen wir das doch anders, euer Weihnachtsgeld, auf das ihr euch jetzt schon verlassen habt, machen wir doch nicht. Das ist nichts Verbindliches. Was die Menschen allerdings brauchen ist schon, zu wissen, was erwartet mich denn in den n&auml;chsten Jahren, was erwartet mich bis zur Rente. Und man muss auch ganz ehrlich mal sagen: Das was Amazon letztendlich den Besch&auml;ftigten vorenth&auml;lt, n&auml;mlich ein ausk&ouml;mmliches Gehalt, das ist das, was wir als steuerzahlende Gemeinde fr&uuml;her oder sp&auml;ter wieder auffangen m&uuml;ssen. Das muss man einfach auch ganz klarsehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/streiks-bei-amazon-wir-haben-uns-auf-einen-langen-kampf.694.de.html?dram:article_id=436246\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Arbeitsbedingungen bei Amazon sind unter aller Sau. Die Gewerkschaft ruft zum Streik auf. Und der &bdquo;Deutschlandfunk&ldquo; ist in Sorge darum, dass die Weihnachtspakete zu sp&auml;t geliefert werden k&ouml;nnten! Stell dir vor, es wird gestreikt und keiner merkt es!<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Alle Jahre wieder<\/strong><br>\nErneut Streiks bei Amazon. Geschenkelieferungen gef&auml;hrdet<br>\n(&hellip;) Der gewerkschaftspolitische Sprecher der Linkspartei, Pascal Meiser (MdB), solidarisierte sich am Montag mit den streikenden Amazon-Besch&auml;ftigten. &raquo;Es ist doch obsz&ouml;n, dass Amazon-Chef Jeff Bezos inzwischen zum reichsten Mann der Welt geworden ist&laquo;, w&auml;hrend seine Angestellten, so Meiser, zum Teil nicht w&uuml;ssten, wie sie ihrer Familie ein sch&ouml;nes Weihnachtsfest bescheren sollen. &raquo;Und das nur, weil Amazon ihnen das im Versandhandel &uuml;bliche Weihnachtsgeld verweigert.&laquo; Meiser sagte, Amazons Lohndumping gehe nicht nur zu Lasten der Besch&auml;ftigten, sondern auch zu Lasten der Konkurrenz im station&auml;ren wie im Versandhandel, die noch &raquo;anst&auml;ndige&laquo; Tarifl&ouml;hne zahle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/345639.weihnachtsgesch%C3%A4ft-alle-jahre-wieder.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Arbeitsm&auml;rkte waren in Deutschland noch nie in einem so schlechten Zustand<\/strong><br>\nHerr Bontrup, &ldquo;Es l&auml;uft &ndash; Deutschland n&auml;hert sich der Vollbesch&auml;ftigung&rdquo; textete die Frankfurter Allgemeine noch im Juni 2018. Und Sie werden seit Jahren nicht m&uuml;de, von Massenarbeitslosigkeit zu sprechen. K&ouml;nnen Sie diesen Widerspruch aufkl&auml;ren?<br>\nHeinz-Josef Bontrup: Nur Demagogen und Populisten reden von einer fast erreichten Vollbesch&auml;ftigung. Mit der Realit&auml;t, hat das leider nichts zu tun. Wir haben weiter Massenarbeitslosigkeit im Land und ich gehe noch weiter: Die Arbeitsm&auml;rkte waren in Deutschland, z&auml;hlt man das gesamte Prekariat der Teilzeit- und geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten, die befristet Besch&auml;ftigten, die Praktikantenvertr&auml;ge und die Leiharbeiter dazu, noch nie in einem so schlechten Zustand.<br>\nDie registrierten Arbeitslosenzahlen sind zwar zur&uuml;ckgegangen und die Erwerbsarbeit hat zugelegt. Immer liegt aber die registrierte Arbeitslosenzahl noch bei gut 2 Millionen Menschen. Hinzu kommt fast eine Million statistisch wegdefinierte Arbeitslosigkeit. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit spricht hier mystifizierend von einer Unterbesch&auml;ftigung. Menschen, die sich als Arbeitslose krankgemeldet haben oder sich als Arbeitslose in Weiterbildungsma&szlig;nahmen befinden oder Ein-Euro-Jobber und andere, tauchen in Folge bei den registrierten Arbeitslosen nicht auf. Es hat von der Politik seit Mitte der 1980er Jahre 17 gesetzliche Definitionsver&auml;nderungen im Hinblick auf Arbeitslosigkeit gegeben. Immer ging es der Politik dabei nur um Sch&ouml;nrechnerei, um die Arbeitslosenzahlen k&uuml;nstlich klein zu rechnen.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Kein Mangel an Fachkr&auml;ften, sondern an Zahlungsbereitschaft&rdquo;<br>\nParallel zur Vollbesch&auml;ftigung wird vieler Orten und in einigen Branchen von Fachkr&auml;ftemangel gesprochen.<br>\nHeinz-Josef Bontrup: Einen fl&auml;chendeckenden Fachkr&auml;ftemangel gibt es in Deutschland nicht&hellip;. Die Klagen sind mehr Ausdruck eines Bestrebens, die Arbeitseinkommen niedrig zu halten. &ldquo;Urs&auml;chlich ist also kein Mangel an Fachkr&auml;ften, sondern an Zahlungsbereitschaft.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Heinz-Josef Bontrup: Zun&auml;chst einmal ist es auf gesellschaftlicher Ebene inakzeptabel, dass im Staatssektor eine parlamentarische Demokratie gegeben ist, und im Unterbau der Wirtschaft einseitig nur der Kapitaleigent&uuml;mer das Sagen hat und hier autokratisch, nicht selten sogar feudalistisch, herrscht. Diese Dichotomie gilt es endlich durch eine Wirtschaftsdemokratie zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Arbeitsmaerkte-waren-in-Deutschland-noch-nie-in-einem-so-schlechten-Zustand-4252613.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Dienstleistungspaket<\/strong><br>\nEU-Kommission: Finger weg von der demokratischen Gesetzgebung!<br>\nDemokratisch beschlossene Gesetze sollen k&uuml;nftig durch einen einfachen Beschluss der EU-Kommission aufgehoben werden k&ouml;nnen. Dieses Recht will sich die EU-Kommission mit der sogenannten Notifizierungsrichtlinie einr&auml;umen lassen. Der DGB kritisiert das und tritt daf&uuml;r ein, die europ&auml;ische Integration zu st&auml;rken.<br>\n(&hellip;) Der Vorschlag f&uuml;r diese Richtlinie ist derzeit im Gesetzgebungsverfahren zwischen Rat der EU und Europa-Parlament.<br>\nVorschlag ist Teil des Dienstleistungspakets<br>\nDer Vorschlag geh&ouml;rt zum Dienstleistungspaket, mit dem die EU-Kommission die Mitgliedstaaten dr&auml;ngen will, Regulierungen auf den Dienstleistungsm&auml;rkten abzubauen. Dies betrifft zum Beispiel die Meisterpflicht &ndash; eine wichtige Regulierung zur Sicherung der Qualit&auml;t in Handwerksberufen.<br>\nBeschlossene Gesetze d&uuml;rfen nicht einfach au&szlig;er Kraft gesetzt werden<br>\nDie EU-Kommission m&ouml;chte auch mehr Kontrollm&ouml;glichkeiten, um zu pr&uuml;fen, ob von den Mitgliedstaaten erlassene Regulierungen gegen das EU-Recht zu freien M&auml;rkten versto&szlig;en. Bisher k&ouml;nnen Regelungen, die gegen EU-Recht versto&szlig;en, in einem Vertragsverletzungsverfahren mit Klage beim Europ&auml;ischen Gerichtshof gepr&uuml;ft werden. In Zukunft will die EU-Kommission durch einen einfachen Beschluss solche Regelungen au&szlig;er Kraft setzen k&ouml;nnen. Ein solches Beschlussrecht w&uuml;rde bedeuten, dass die Kommission von Parlamenten beschlossene Gesetze der Mitgliedstaaten einfach au&szlig;er Kraft setzen kann.<br>\nGesetzgebungskompetenz der Parlamente sch&uuml;tzen<br>\nDer DGB ruft dazu auf, die Gesetzgebungskompetenz der Parlamente zu sch&uuml;tzen und die Gewaltenteilung einzuhalten. Ein Beschlussrecht der EU-Kommission &uuml;ber parlamentarisch beschlossene Gesetze darf es nicht geben. Das bisherige Verfahren ist ausreichend, um die Einhaltung der EU-Vertr&auml;ge sicherzustellen. In diesem Rahmen muss es auch in Zukunft m&ouml;glich sein, durch demokratische Verfahren hohe Qualit&auml;tsstandards f&uuml;r Dienstleistungen festzusetzen.<br>\nDer DGB tritt daf&uuml;r ein, dass die EU demokratischer und sozialer wird. So wird die europ&auml;ische Integration gest&auml;rkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/++co++7b143130-ff93-11e8-8e90-52540088cada?fbclid=IwAR23d0K4GSHYLOvY_YHi-sSO0NdOZhIMfXGom-OxW9NSvUogCZXP_0zwOEk\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie soziale Ungleichheit nachhaltige Entwicklung verhindert<\/strong><br>\nDie Revolte der Gelbwesten zeigt: Verteilungsgerechtigkeit ist eine zentrale Voraussetzung f&uuml;r die Durchsetzbarkeit von Umweltschutzma&szlig;nahmen. Der entfesselte Kapitalismus mit seiner grotesken Ungleichheit muss hier scheitern.<br>\n(&hellip;) Es ist eine evidente Tatsache, dass ein auch nur einigerma&szlig;en sinnvoller Einsatz der gemeinsamen Ressourcen mit dem neoliberal entfesselten Kapitalismus v&ouml;llig unvereinbar geworden ist. In Anbetracht dessen ist es beinahe eine Anma&szlig;ung, das neoliberale System &uuml;berhaupt als &raquo;&Ouml;konomie&laquo; zu bezeichnen.<br>\nVielmehr ist es ein System der &raquo;ungeheuren Warensammlung&laquo; (Marx), deren Gegenbuchung &ndash; Ressourceneinsatz, -verbrauch und -zerst&ouml;rung &ndash; g&auml;nzlich ausgeblendet wird. Die Au&szlig;erachtlassung der gesellschaftlichen Folgekosten ist eines seiner zentralen Fehler, der es gerade nicht zu einer &Ouml;konomie, sondern zu einem System der irrationalen, exploitativen, verschwenderischen Bed&uuml;rfnis- und Begierde Befriedigung macht. Es zehrt nach und nach seine eigene Grundlage auf. Man sollte das gegenw&auml;rtige Wirtschaftssystem daher eigentlich als ein &raquo;non-&ouml;konomisches&laquo; System bezeichnen&hellip;.<br>\nBis heute werden die Themen Umweltschutz und Verteilungsgerechtigkeit h&auml;ufig isoliert voneinander diskutiert. Das ist frappierend, weil sie sich gegenseitig bedingen. Oder anders: Soziale Ungerechtigkeit ist der gr&ouml;&szlig;te Hemmschuh einer Nachhaltigen Entwicklung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/12\/wie-soziale-ungleichheit-eine-nachhaltige-entwicklung-verhindert\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Buchhalterische Einigung auf der Klimakonferenz<\/strong><br>\nDie Energie- und Klimawochenschau: Von offenen Aufgaben nach der Klimakonferenz, beschlossenen Sonderausschreibungen und sich ver&auml;ndernden Niederschlagsmustern<br>\nWie bereits berichtet, bleibt nach der Klimakonferenz in Katowice weiterhin das gro&szlig;e Fragezeichen stehen, wie die Staatengemeinschaft die globale Erw&auml;rmung auf die vereinbarten 1,5 Grad beschr&auml;nken will (Ehrgeiziges Ziel). Die Generalsekret&auml;rin der Vereinten Nationen f&uuml;r Klimaschutz, Patricia Espinosa sprach dennoch von einem hervorragenden Erfolg der Konferenz.<br>\nImmerhin haben die Staaten ein detailliertes und einheitliches Regelwerk erarbeitet, wie sie fortan &uuml;ber ihre Bem&uuml;hungen und Erfolge im Klimaschutz gegen&uuml;ber den UN berichten m&uuml;ssen. Nur reichen die bisherigen nationalen Reduktionsziele (NDCs) bisher bei weitem nicht, um die Erderw&auml;rmung unter 2, geschweige denn unter 1,5 Grad zu halten. Und auch bei der Umsetzung der bereits zugesagten nationalen Ziele hapert es in einigen L&auml;ndern gewaltig, beispielsweise in Deutschland. Doch weitergehende Selbstverpflichtungen der Staaten waren von der Klimakonferenz auch nicht zu erwarten gewesen. Nun ist es Aufgabe der Bev&ouml;lkerungen, ihre Regierungen zu neuen und ambitionierteren Zielen zu dr&auml;ngen. Dass nun gerade Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zu einem neuen Anlauf beim Klimaschutz aufruft, klingt allerdings fragw&uuml;rdig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Buchhalterische-Einigung-auf-der-Klimakonferenz-4255312.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verbraucherschutz: Der Schutz der Industrie vor dem Verbraucher<\/strong><br>\nErn&auml;hrungsministerin Julia Kl&ouml;ckner bat die Lebensmittelkonzerne recht freundlich um Selbstverpflichtung: Sie sollen Salz, Zucker und Fett freiwillig reduzieren. So viel Laissez-faire hat selbst die Lebensmittelindustrie bis dato noch nicht gesehen.<br>\nEigentlich ist eine Ern&auml;hrungsministerin die oberste Verbrauchersch&uuml;tzerin im Lande. Jedenfalls sollte das so sein. Sie h&auml;tte zudem sogar Weisungsbefugnis und k&ouml;nnte nicht nur den Verbraucherschutz nach Ma&szlig;gabe der hiesigen Gesetzeslage verwalten: Sie k&ouml;nnte die Gesetzeslage sogar &auml;ndern und anpassen. Trotzdem hat sie vor einigen Wochen die Lebensmittelunternehmen um eine freiwillige Selbstkontrolle gebeten. Nach ihren Vorstellungen sollten diese die Portionsgr&ouml;&szlig;en verschiedener salz-, zucker- und fetthaltiger Tiefk&uuml;hlprodukte verkleinern, um so zur Volksgesundheit beizutragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/12\/verbraucherschutz-der-schutz-der-industrie-vor-dem-verbraucher\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Von der Leyen mahnt zur Geduld beim Aufbau Afghanistans<\/strong><br>\n&ldquo;Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat bei ihrem Besuch von Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan zur Geduld beim Aufbau des Landes aufgerufen. Ganz wichtig sei es, &ldquo;strategische Geduld zu haben&rdquo; und &ldquo;das Erreichte zu verteidigen&rdquo;, sagte sie am Dienstag im ZDF-&ldquo;Morgenmagazin&rdquo;. Die Bundeswehr k&ouml;nne &ldquo;nur Zeit sichern&rdquo;, bis eine politische L&ouml;sung im Konflikt zwischen Kabul und den Taliban gefunden sei.<br>\n(&hellip;) Zugleich betonte die Ministerin, dass die Bundeswehr mit ihrem Einsatz in Afghanistan in den vergangenen Jahren viel erreicht habe.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news1\/article185690150\/Konflikte-Von-der-Leyen-mahnt-zur-Geduld-beim-Aufbau-Afghanistans.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Der ex. Pr&auml;sident Afghanistans <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/hamid-karzai-ueber-afghanistan-wir-sind-grandios-gescheitert-a-1212098.html\">ist da ganz anderer Meinung<\/a>! &ldquo;Afghanistans Ex-Pr&auml;sident Karzai &ldquo;Wir sind grandios gescheitert&rdquo; Der afghanische Ex-Pr&auml;sident Karzai lobt den Einsatz Deutschlands am Hindukusch &ndash; und r&auml;umt gleichzeitig ein, dass er fast nichts gebracht hat. Die einzige L&ouml;sung f&uuml;r den Konflikt sei eine Einigung mit den Taliban.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sozialismus oder Barbarei<\/strong><br>\nDie finanzielle und milit&auml;rische Aggressivit&auml;t der USA ist die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung der Menschheit<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te barbarische Bedrohung ist die finanzielle und milit&auml;rische Aggressivit&auml;t der USA gegen jedes Land, das eine eigene unabh&auml;ngige Au&szlig;en- oder Wirtschaftspolitik anstrebt. Die US-Regierung hat China und Russland als langfristige Hauptgegner in dieser Hinsicht ausgemacht. Deutschland und andere europ&auml;ische L&auml;nder sollen f&uuml;r diese Strategie in ihre Einflusssph&auml;re gezogen werden.<br>\nDie US-Diplomatie hat seit dem Zweiten Weltkrieg die europ&auml;ische Politik durch verdeckte und oft gewaltsame Interventionen beeinflusst. Zu nennen w&auml;ren an dieser Stelle nur beispielhaft die Obristen-Herrschaft in Griechenland oder die verdeckt agierende NATO-Armee &raquo;Gladio&laquo; in Italien.<br>\nDurch den Aufbau der NATO hat Washington versucht, die europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik zu dominieren. Die Euro-Zone wurde ohne eine Zentralbank, die nationale Haushaltsdefizite finanzieren kann, angelegt. Dadurch wurde ein System der Sparpolitik auferlegt, das sicherstellt, dass die W&auml;hrungsgemeinschaft keine Bedrohung f&uuml;r die Dollar-Hegemonie wird.<br>\nWas bedeutet es f&uuml;r die Vereinigten Staaten, sich als &raquo;unverzichtbare Nation&laquo; zu bezeichnen, wie es die US-Vertreter bei den Vereinten Nationen und die US-Staatssekret&auml;re formuliert haben? Es bedeutet, dass andere Nationen von den Vereinigten Staaten abh&auml;ngig werden m&uuml;ssen. Nur so k&ouml;nnen die USA unverzichtbar werden.<br>\nDie Vereinigten Staaten haben eine eigene Fremdenlegion in Form von Al-Qaida und anderen terroristischen Gruppen geschaffen, um L&auml;nder anzugreifen, die sich gegen den Verkauf ihrer &Ouml;l- und Rohstoffressourcen an multinationale US-Konzerne wehren. F&uuml;r US-Strategen ist ein solcher Krieg die Voraussetzung f&uuml;r eine Ausdehnung des Geldimperialismus. Sein Hauptziel ist nach wie vor der Nahe Osten, aber es wird erwartet, dass Europa die &raquo;unbeabsichtigten Folgen&laquo; oder &raquo;Externalit&auml;ten&laquo; in Form Tausender Fl&uuml;chtlinge aufnehmen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/345644.rosa-luxemburg-konferenz-sozialismus-oder-barbarei.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Imperialismus unter dem Banner der Menschenrechte: Neuauflage einer alten Masche<\/strong><br>\nVor dem Ersten Weltkrieg kolonisierten die europ&auml;ischen M&auml;chte die anderen Kontinente unter dem Vorwand, die &ldquo;Eingeborenen&rdquo; zu zivilisieren. Heute versteckt sich die nackte imperialistische Ausbeutung der westlichen M&auml;chte hinter &ldquo;Menschenrechten.&rdquo;<br>\nSchon im 19. Jahrhundert bildeten sich in den imperialistischen europ&auml;ischen Staaten neben den &ldquo;Kolonialherren&rdquo; auch eine kritische &Ouml;ffentlichkeit und eine gesellschaftliche Opposition heraus, meist innerhalb der Arbeiterbewegung, sodass die damaligen Gel&uuml;ste kolonialer Ausbeutung nicht v&ouml;llig unreflektiert blieben. Infolgedessen erarbeiteten sich die Kolonisatoren Argumentationsmuster, um ihre auf wirtschaftlichen Profit und geopolitische Beherrschung ausgerichteten Absichten zu verschleiern und zu legitimieren. Sie wollten oder konnten es nicht wagen, die nackte Wahrheit auszusprechen, im Gegensatz zum sp&auml;teren &ldquo;Mein Kampf&rdquo; von Adolf Hitler mit Blick auf dessen Pl&auml;ne f&uuml;r die Sowjetunion und die slawische Kultursph&auml;re &uuml;berhaupt.<br>\nDie Ideologen der westlichen Welt entwickelten also zu Zeiten des Kolonialismus einen gro&szlig;en L&uuml;genkomplex, der darauf ausgerichtet war, die brutale Ausbeutung der &ldquo;Eingeborenen&rdquo; in den Kolonialgebieten vorgeblich als humanit&auml;re Selbstaufopferung und zivilisatorische Gro&szlig;tat der nun einmal &uuml;berlegenen Wei&szlig;en erscheinen zu lassen. Der Wei&szlig;e habe die weltgeschichtliche Mission, hie&szlig; es, die Zivilisation in alle Weltregionen zu tragen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/81076-imperialismus-unter-banner-menschenrechte-neuauflage\/\">Rt Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Viele vermeiden Diskussionen mit Andersdenkenden<\/strong><br>\nNach einer Umfrage sagen fast alle Amerikaner, dass &ldquo;kritisches Denken&rdquo; wichtig sei, aber es wird von wenigen praktiziert und weiter gegeben<br>\nHelen Lee Bouygues, die enge Beziehungen zu Frankreich hat, beriet viele Jahre Unternehmen, die in Krise gerieten oder vor der Pleite standen, was sie selbst nicht &auml;rmer machte. M&ouml;glicherweise hat sie deshalb entdeckt, dass kritisches Denken nicht nur im Gesch&auml;ftsleben, sondern auch f&uuml;r die Gesellschaft und den Einzelnen wichtig ist &ndash; nicht zuletzt als Schutz gegen Fake News. Kritisches Denken werde nicht gelehrt, obgleich es zur Bew&auml;ltigung der Informationsflut immer wichtiger werde.<br>\nJedenfalls hat sie die Reboot Stiftung gegr&uuml;ndet, die kritisches Denken, beginnend im Elternhaus und in der Schule, zu f&ouml;rdern sucht. Entwickelt werden soll auch ein digitales Programm f&uuml;r Eltern, um diese anzuleiten, das kritische Denken ihrer Kinder zu entwickeln. Ob ausgerechnet die Eltern der beste Ansprechpartner daf&uuml;r sind, mag dahingestellt sein. Und ob Apps oder &auml;hnliches daf&uuml;r geeignet sind, unabh&auml;ngiges Denken nach dem Kantschen Leitspruch der Aufkl&auml;rung zu stimulieren, kann man auch bezweifeln: &ldquo;Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!&rdquo;<br>\nDie Stiftung hat nun die Ergebnisse einer Umfrage ver&ouml;ffentlicht, die auch nicht sonderlich ermutigend sein d&uuml;rften. &Auml;hnlich wie bei anderen &ldquo;guten&rdquo; Themen, etwa dem Klimaschutz, sind nat&uuml;rlich auch die meisten f&uuml;r den Gebrauch des kritischen Denkens, aber eher ungern im eigenen Umkreis. Bouygues sagt, ein Unternehmen wieder auf die F&uuml;&szlig;e zu stellen, das aus der Spur gekommen ist, sei eine &Uuml;bung im kritischen Denken: &ldquo;Forschung, Analyse und Planung m&uuml;ssen in einer angespannten, unter zeitlichem Druck stehenden Situation Fr&uuml;chte tragen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Viele-vermeiden-Diskussionen-mit-Andersdenkenden-4247185.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das letzte Pfund der SPD<\/strong><br>\nFrau Zypries ist ein medizinisches Wunder &ndash; das nun so stark schlagende sozialdemokratische Herz scheint in den knapp drei Jahren, in welchen sie als Mitglied des Kabinetts von Bundeskanzler Schr&ouml;der t&auml;tig war, ausgesetzt zu haben: Nicht nur wurde w&auml;hrend dieser Periode die gesetzliche Rentenversicherung zugunsten privater Banken und Finanzdienstleister demontiert, eine Rentenk&uuml;rzung inklusive, sondern auch einer &raquo;der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt&laquo;, wie Schr&ouml;der sich anl&auml;sslich einer Rede vor den notorischen Hungerleidern des World Economic Forums in Davos 2005 r&uuml;hmte<br>\nDoch nun ist Zypries bestrebt, den von ihr mit zu verantwortenden Schaden wieder wettzumachen. Wie? Durch politischen Einsatz f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne und ausk&ouml;mmliche gesetzliche Renten? Zypries w&auml;re nicht Sozialdemokratin, wenn sie nicht statt dieser altmodischen Methoden eine viel bessere und zeitgem&auml;&szlig;ere Idee in petto h&auml;tte; sie m&ouml;chte endlich das enorme rentenpolitische Potential von Flaschenpfandbons nutzbar machen: &raquo;Ihr schwebt eine App auf dem Smartphone vor, mit der man etwa die Strichcodes der Pfandbons direkt einliest und dann der Betrag auf ein Vorsorgekonto &uuml;bertragen wird.&laquo; Ein philanthropisches Meisterst&uuml;ck: Zum einen h&auml;tten die Durchschnittsverdiener bereits in jungen Jahren einen Anreiz, sich in der f&uuml;r ihr Rentenalter unabdingbaren Zivilisationstechnik des Flaschensammelns zu &uuml;ben, zum anderen kann die angesparte Summe auf die im Rentenalter zu erwartende Grundsicherung angerechnet werden und so die Sozialkassen entlasten.<br>\nDas letzte Pfund, mit dem die einst sozialdemokratische SPD noch wuchern kann, ist das Flaschenpfand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/24-2018&amp;textfile=4608\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Mord, Totschlag und kriminelle Ausl&auml;nder &ndash; Eine Analyse des FP&Ouml;-nahen Magazins &bdquo;Wochenblick&ldquo;<\/strong><br>\nFotos von blutigen Messern und Fotomontagen von finsteren Kapuzenm&auml;nnern &ndash; das FP&Ouml;-nahe Magazin Wochenblick kennt vor allem ein Thema: Neben Attacken auf den ORF, Falter, Merkel und die EU dreht sich die Welt des blauen Blattes vor allem um kriminelle Migranten. Wir haben 100 Beitr&auml;ge und die Resonanz der Leser analysiert. Fazit: 94 % der Facebook-Teilungen werden &uuml;ber das Migrationsthema erzeugt. Viele der Artikel sind falsch, Verbrechen aus aller Welt werden in &Ouml;sterreich angesiedelt.<br>\n(&hellip;) Die Themenauswahl weist die Richtung:  Migration und Kriminalit&auml;t pr&auml;gen die blaue Welt.<br>\nSchon die Nachrichtenauswahl macht klar, was die blaue Welt im Innersten zusammenh&auml;lt. Wie die Grafik zeigt, nimmt das Migrations-Thema mit Abstand am meisten Raum ein. Vorzugsweise in Kombination mit Kriminalit&auml;t und Gewalt. 46 Prozent der Artikel, also gut die H&auml;lfte des Inhalts, kreisen um das Thema Migration, 29 % kombinieren Migration mit Kriminalit&auml;t:<br>\nDer Rest des Inhalts ist ein wildes Potpourri aus Nebens&auml;chlichkeiten. Perchtenlauf in Gmunden, Japaner heiratet Hologramm-Prinzessin, welche K&uuml;nstler sind nicht heimat-treu (alle Rapper, Rainhard Fendrich, Herbert Gr&ouml;nemeyer, Staatsk&uuml;nstler usw.). Die Welt des Wochenblick kennt keine Probleme wie zu niedrigen Geh&auml;ltern, den 12-Stunden-Tag oder &uuml;berteuertes Wohnen. In der Welt des Wochenblick sucht niemand nach L&ouml;sungen f&uuml;r das Pflege-System, es gibt kein Problem mit dem &Uuml;berschreiten der Wahlkampfkosten, kein Frauenvolksbegehren, keinen BVT-Skandal.<br>\nDer Wochenblick reduziert das Leben in &Ouml;sterreich auf den t&auml;glichen Kampf auf der Stra&szlig;e und die rohe Gewalt. Verziert werden die Texte mit rei&szlig;erischen Photoshop-Fake-Bildern. H&auml;ufig wird ein finsterer Kapuzenmann in ein echtes Foto geklebt und dabei Gewalt-Action vermittelt.<br>\nImportierte Kriminalit&auml;t: Der Wochenblick holt da globale Verbrechertum nach &Ouml;sterreich.<br>\nNun gibt es in &Ouml;sterreich aber viel zu wenig Kriminalit&auml;t, um den sonst so blutleeren Wochenblick zu f&uuml;llen. Das Problem umschifft die Redaktion, indem sie Tag f&uuml;r Tag Kriminalf&auml;lle aus der ganzen Welt zusammentr&auml;gt. Dass sich die martialisch beschriebenen Kriminalit&auml;tsf&auml;lle gar nicht in &Ouml;sterreich zugetragen haben, verschweigt das Medium in den Facebook-Postings ganz gezielt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/wochenblick\/\">kontrast at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Blick ist die &ouml;sterreichische Bild. Diese Bl&auml;tter appellieren unaufh&ouml;rlich an die niedrigsten Instinkte im Menschen, an Egoismus und Voyeurismus. Sie verbreiten die neoliberale Ideologie und untermauern die Solidarit&auml;t innerhalb der Bev&ouml;lkerung. Sie untergraben Empathie f&uuml;r das Ungl&uuml;ck und die Not leidender Mitmenschen indem sie st&auml;ndig behaupten, diese seien selber schuld an ihrer Misere. Verlierer halt, die sich nicht gen&uuml;gend angestrengt haben. Man beleidigt selbst noch einen toten Fisch, wenn man ihn in so ein Schmierblatt einwickelt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Jahresendspurt in der &ldquo;Anstalt&rdquo;<\/strong><br>\nMit besonders vielen wortgewandten G&auml;sten: Frank-Markus Barwasser, Luise Kinseher, Arnulf Rating und &Ouml;czan Cosar, Simon &amp; Jan &ndash; &ldquo;Die Anstalt&rdquo;, Dienstag, 22:15 Uhr im ZDF<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-vom-18-dezember-2018-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-47926","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=47926"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47926\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47928,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/47926\/revisions\/47928"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=47926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=47926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=47926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}