{"id":47948,"date":"2018-12-20T08:41:51","date_gmt":"2018-12-20T07:41:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948"},"modified":"2018-12-20T08:41:51","modified_gmt":"2018-12-20T07:41:51","slug":"hinweise-des-tages-3272","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h01\">Sagen, was ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h02\">Die Unterdeckung w&auml;chst: Hartz-IV-Empf&auml;nger zahlen bei Wohnkosten 627 Millionen Euro drauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h03\">Privatschulen werden beliebter &ndash; und immer elit&auml;rer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h04\">Solidarit&auml;t statt Willk&uuml;r &ndash; private Krankenversicherung endlich abwickeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h05\">&Uuml;bernahme deutscher Firmen: Regierung versch&auml;rft die Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h06\">Die deutsche Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h07\">Portugal schwimmt gegen den Strom zum Erfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h08\">Truppenabzug aus Syrien Schwerer Fehler mit b&ouml;sen Folgen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h09\">Fatale Friedensbotschaft zu Weihnachten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h10\">K&ouml;lner Aktionsb&uuml;ndnis gegen die Rekrutierung Minderj&auml;hriger durch die Bundeswehr prangert Googles Versto&szlig; gegen eigene Werberichtlinien an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h11\">Wieso Bundeswehr und Polizei f&uuml;r Rechtsextreme attraktiv sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h12\">Versch&auml;rfte Finanzlast: Stuttgart&thinsp;21 wird f&uuml;r die Bahn zur Dauerlast<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h13\">Aus den Augen, aus dem Sinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h14\">Marokkos Jugend ohne Zukunft: &bdquo;Ihr habt eine Generation zerst&ouml;rt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h15\">Wie Netanyahu mit Europas Rechten flirtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h16\">Neuer Lobbyist f&uuml;r Bayer in den USA: Ex-Gr&uuml;ner wird Glyphosat-Lobbyist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47948#h17\">Das Jahr, in dem die Sozis ihre letzte Chance verschenkten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sagen, was ist<\/strong><br>\nDer Spiegel hat seinen Super-GAU. Ein vielfach ausgezeichneter Reporter hat jahrelang Geschichten gef&auml;lscht. Zeit zur Umkehr f&uuml;r den deutschen Journalismus. [&hellip;]<br>\nUnd das gilt eben nicht nur f&uuml;r das Ressort Gesellschaft. Die Wirtschaftsberichterstattung ist mindestens so fragw&uuml;rdig, weil sie Objektivit&auml;t vorgaukelt, wo regelm&auml;&szlig;ig Ideologie die Feder f&uuml;hrt. Man behauptet, wie etwa hier gezeigt, man setze sich ernsthaft mit der Erkl&auml;rung der komplexen Welt auseinander, um nichts weniger zu tun, als &bdquo;die Welt ein wenig besser zu machen&ldquo;, man denkt aber nicht im Traum daran, sich umfassend zu informieren und sich intellektuell auf die Spr&uuml;nge helfen zu lassen. Es gen&uuml;gt trotz all der gro&szlig;en Spr&uuml;che am Ende, wenn &bdquo;das Richtige&ldquo; rauskommt &ndash; und das ist immer, ohne wenn und aber, Neoliberalismus. Solange man dem Leser, dem d&uuml;mmsten aller Konsumenten, glauben macht, man habe sich M&uuml;he gegeben, die Komplexit&auml;t der Welt zu verstehen, ist alles gut.<br>\nDamit ist der Spiegel nat&uuml;rlich nicht allein. Alle, die sich tagt&auml;glich &uuml;ber diejenigen &bdquo;da drau&szlig;en&ldquo; aufregen, die den deutschen Leitmedien Einseitigkeit und auch L&uuml;gen vorwerfen, m&uuml;ssen sich jetzt an die eigene Nase fassen. Das wird hart. Aber es ist vielleicht der Beginn vom Ende der gro&szlig;en &Uuml;berheblichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/12\/sagen-was-ist\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Unterdeckung w&auml;chst: Hartz-IV-Empf&auml;nger zahlen bei Wohnkosten 627 Millionen Euro drauf<\/strong><br>\nIm August 2018 erhielten &uuml;ber drei Millionen Haushalte in Deutschland Hartz-IV-Leistungen zur Deckung ihrer Wohnkosten. Denn f&uuml;r Haushalte im Hartz-IV-Bezug &uuml;bernehmen die Jobcenter Miete, Betriebs- und Heizkosten, die so genannten Kosten der Unterkunft (KdU). Das allerdings nur bis zu einer &bdquo;angemessenen&ldquo; Obergrenze, die von der jeweiligen Kommune in Orientierung an g&uuml;nstigen Mieten des &ouml;rtlichen Mietspiegels bestimmt wird (O-Ton berichtete).<br>\nStatistiken der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) zeigen aber, dass die Obergrenze f&uuml;r angemessene Wohnkosten an der Lebensrealit&auml;t vieler Hartz-IV-Empf&auml;nger vorbeigeht und gleichzeitig zu erheblichen Einsparungen auf der Seite der Jobcenter f&uuml;hrt: Von Januar bis Dezember 2017 summierte sich die L&uuml;cke zwischen den anerkannten und den tats&auml;chlichen Kosten der Unterkunft aller in Deutschland lebenden Hartz-IV-Empf&auml;nger auf knapp 627 Millionen Euro. Verglichen mit dem Vorjahr ist die Unterdeckung der tats&auml;chlichen Wohnkosten um rund 25 Millionen Euro gestiegen, obwohl insgesamt weniger Haushalte Hartz IV bezogen.<br>\nDie Ann&auml;herung zwischen tats&auml;chlichen und anerkannten Wohnkosten im Jahr 2016 wurde somit wieder zunichtegemacht. 2016 gab es eine Anhebung der Wohngelds&auml;tze, die sich nach Einsch&auml;tzung von Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Sell auch auf die Bed&uuml;rftigkeit von Haushalten in der Grundsicherung auswirkte. Zuletzt betrug die Differenz rund 50,7 Millionen Euro (August 2018, Werte nur mit Wartezeit verf&uuml;gbar).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/newsletter\/die-unterdeckung-waechst-hartz-iv-empfaenger-zahlen-bei-wohnkosten-627-millionen-euro-drauf\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Privatschulen werden beliebter &ndash; und immer elit&auml;rer<\/strong><br>\nManuela Schwesig musste sich rechtfertigen. Die Ministerpr&auml;sidentin von Mecklenburg-Vorpommern &ndash; eine sozialdemokratische Politikerin &ndash; schickt ihr Kind nicht auf eine &ouml;ffentliche Schule. Ihre Beteuerung, die Privatschule sei eben die n&auml;chstgelegene, half Schwesig nur bedingt gegen die Welle aus Emp&ouml;rung und H&auml;me, die vor einem Jahr &uuml;ber sie hereinbrach. Denn kaum ein bildungspolitisches Thema erregt die Deutschen so sehr wie Privatschulen. Die Debatte ist emotional, auch weil immer mehr Sch&uuml;ler eine Privatschule besuchen. Heute ist es fast jeder zehnte &ndash; das sind doppelt so viele wie Anfang der Neunzigerjahre. Die einen sehen darin einen Zuwachs an Vielfalt, die anderen eine Gefahr f&uuml;r den gesellschaftlichen Zusammenhalt.<br>\nEine neue Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung exklusiv vorliegt, d&uuml;rfte die Debatte anheizen. Privatschulen werden demnach nicht nur immer beliebter, sie werden auch elit&auml;rer: Der Anteil von Akademikerkindern in Schulen in freier Tr&auml;gerschaft hat seit Mitte der Neunzigerjahre deutlich zugenommen. Das gilt besonders f&uuml;r Ostdeutschland, wo sich ein weiterer Trend zeigt: Gerade zwischen Dresden und Rostock werden diese Privatschulen zunehmend zu Bildungsst&auml;tten f&uuml;r Besserverdiener.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/schule-privatschule-schueler-1.4258364\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.610585.de\">DIW<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Wir sehen tats&auml;chlich eine soziale Segregation&ldquo;<\/strong><br>\nPrivatschulen in Deutschland werden einer aktuellen Studie zufolge immer beliebter. Und die Sch&uuml;ler stammen immer h&auml;ufiger aus Akademikerhaushalten, hob Katharina Spie&szlig;, Mitautorin der Studie, im Dlf hervor. Sie sehe nun Handlungsbedarf bei der Politik, bei &ouml;ffentlichen und privaten Schulen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schulen-in-deutschland-wir-sehen-tatsaechlich-eine-soziale.680.de.html?dram:article_id=436468\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t statt Willk&uuml;r &ndash; private Krankenversicherung endlich abwickeln<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist unglaublich, dass Beitragserh&ouml;hungen &uuml;ber Jahre von Treuh&auml;ndern gepr&uuml;ft werden, die von den privaten Krankenkassen selbst eingesetzt werden. Hier von Unabh&auml;ngigkeit zu sprechen, ist eine Farce. Die Verhandlung des Bundesgerichtshofs &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Beitragserh&ouml;hungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) zeigt erneut die soziale Ungerechtigkeit unseres Krankenversicherungssystems&ldquo;, erkl&auml;rt Achim Kessler, Sprecher der Fraktion DIE LINKE f&uuml;r Gesundheits&ouml;konomie und Obmann im Gesundheitsausschuss, anl&auml;sslich der Pr&uuml;fung des Beitragserh&ouml;hungssystems der PKV vor dem Bundesgerichtshof. Kessler weiter:<br>\n&bdquo;Die PKV erm&ouml;glicht es Besserverdienenden, sich der Solidargemeinschaft zu entziehen. Damit wird die Finanzierungslast der gesetzlichen Krankenversicherung auf die unteren Einkommensschichten abgew&auml;lzt. Aber offenbar werden selbst die eigenen Kundinnen und Kunden der PKV nicht fair behandelt. Viele Privatversicherte k&ouml;nnen f&uuml;r steigende Beitr&auml;ge gerade im Alter nicht mehr aufkommen. Die private Krankenversicherung muss endlich zugunsten einer solidarischen Gesundheits- und Pflegeversicherung abgeschafft werden, in die alle Menschen in Deutschland nach individuellem Einkommen einzahlen und von der sie die bestm&ouml;gliche Gesundheitsversorgung erhalten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/solidaritaet-statt-willkuer-private-krankenversicherung-endlich-abwickeln\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Uuml;bernahme deutscher Firmen: Regierung versch&auml;rft die Kontrolle<\/strong><br>\nEs soll ausdr&uuml;cklich kein &ldquo;Lex China&rdquo; sein: Die Bundesregierung will k&uuml;nftig h&auml;ufiger mitreden k&ouml;nnen, wenn Investoren von au&szlig;erhalb der EU nach einem deutschen Unternehmen greifen. Das st&ouml;&szlig;t auch auf Kritik. Die Bundesregierung hat die Regeln f&uuml;r ausl&auml;ndische Investoren versch&auml;rft, die Anteile an deutschen Unternehmen kaufen wollen. Mit einer &Auml;nderung der Au&szlig;enwirtschaftsverordnung wird f&uuml;r sensible Bereiche die Schwelle, ab der die Bundesregierung einen Anteilserwerb durch einen Investor pr&uuml;fen kann, von derzeit 25 Prozent auf zehn Prozent gesenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/auslaendische-investoren-in-deutschland-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Wenn es keine &ldquo;Lex China&rdquo; ist, warum versch&auml;rft die Bundesregierung zum jetzigen Zeitpunkt die Regeln &ndash; wo chinesische Konzerne deutsche Firmen erwerben wollen &ndash; , und hat dies nicht getan, als BlackRock &amp; Co. in deutschen Unternehmen auf Einkaufstour waren? Selbstverst&auml;ndlich richtet sich das neue Regelwerk gegen chinesische Investoren, weil jetzt die US-amerikanischen Investoren vor unliebsamer Konkurrenz gesch&uuml;tzt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die deutsche Frage<\/strong><br>\nBerliner Regierungsberater und Au&szlig;enpolitikexperten mahnen zu Kurskorrekturen in der deutschen EU-Politik. Eine gravierende Schw&auml;che der Union bestehe darin, dass die Eurozone bis heute &ldquo;l&auml;ngst nicht krisenresilient&rdquo; sei, urteilt die Forschungsdirektorin der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP). Die deutschen Austerit&auml;tsdiktate beim Vorgehen gegen die Eurokrise und die Berliner Migrationspolitik h&auml;tten auf dem ganzen Kontinent das &ldquo;Misstrauen gegen angebliche deutsche Alleing&auml;nge und Hegemoniestreben wiederaufleben lassen&rdquo;, warnt der Direktor des Instituts f&uuml;r Sicherheitspolitik an der Universit&auml;t Kiel (ISPK). Mit Blick auf die deutsche EU-Politik urteilt ein Historiker, die schon aus der Zeit des Kaiserreichs in anderen Staaten Europas verbreitete Wahrnehmung Deutschlands als &ldquo;unberechenbar&rdquo; sowie als &ldquo;Bedrohung&rdquo; sei heute wieder verbreitet; &ldquo;die Frage nach der Vertr&auml;glichkeit der deutschen St&auml;rke mit der europ&auml;ischen Ordnung&rdquo; &ndash; &ldquo;die deutsche Frage von 1871&rdquo; &ndash; werde derzeit erneut gestellt. Deutschland stehe &ldquo;wieder da, wo es 1914 stand&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7820\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Portugal schwimmt gegen den Strom zum Erfolg<\/strong><br>\nW&auml;hrend der ehemalige Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble im Sommer 2016 angedroht hat, dass das Land bald wieder ein zweites Rettungsprogramm bekommen m&uuml;sse, kam es ganz anders. Die Aufk&uuml;ndigung des absurden Kurses, einfach die Ausgaben &uuml;berall zu k&uuml;rzen, f&uuml;hrte zum Erfolg. Die von den konservativen Vorg&auml;ngern gek&uuml;rzten L&ouml;hne und Renten wurden wieder erh&ouml;ht, eingef&uuml;hrte Sondersteuern wieder abgeschafft und Steuererh&ouml;hungen zur&uuml;ckgenommen. Es wurden aber auch Steuern erh&ouml;ht, wie die Erbschaftssteuer und Verm&ouml;genssteuer. Mit der Zusatzgrundsteuer wurde zudem eine Verm&ouml;genssteuer auf Immobilien eingef&uuml;hrt. Ein Freibetrag sichert aber, dass das kleine H&auml;uschen oder die normale Wohnung der einfachen Leute steuerfrei bleibt. [&hellip;]<br>\nZentral war, die Binnennachfrage, Investitionen und Konsum insgesamt zu st&auml;rken. Mit Touristen, Rentnern und Investoren wird zahlungskr&auml;ftiges Potential ins Land geholt. Zudem wurde die Kaufkraft der Portugiesen erh&ouml;ht, die es dringend n&ouml;tig haben. Geld wurde dort geholt, wo es nicht ausgegeben wird, bei Verm&ouml;genden.<br>\nMit der Strategie wurde schnell die Arbeitslosigkeit auf nur noch 6,7% gesenkt. Das schafft Beitragszahler f&uuml;r die Sozialversicherung und generiert Steuereinnahmen. Dar&uuml;ber wurde das Haushaltsdefizit 2017 sogar auf gut 2% gedr&uuml;ckt, deutlich unter die Stabilit&auml;tsgrenze von 3% und deutlich unter die Br&uuml;sseler Vorgabe von 2,4%. Inzwischen wird das Land sogar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hofiert, auch die gro&szlig;en Ratingagenturen mussten die Erfolge anerkennen, womit sich auch die Zinskosten f&uuml;r portugiesische Staatsanleihen verringert haben. Das Land kann so fr&uuml;hzeitig teure Kredite des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) zur&uuml;ckzahlen und verschafft sich damit weiter Spielraum f&uuml;r Investitionen und Sozialleistungen.<br>\nIm Vergleich zum Nachbarland Spanien werden die Erfolge besonders deutlich. Das Land, in dem der Austerit&auml;tskurs auch unter der neuen sozialdemokratischen Regierung weiter angewendet wird, riss 2017 das Defizitziel erneut. Die Arbeitslosenquote ist knapp 15% hoch und wird nur von Griechenland &uuml;bertroffen. Und obwohl die Arbeitslosigkeit mehr als doppelt so hoch wie im Nachbarland ist, gibt Spanien nur 24,2% der Wirtschaftsleistung (BIP) f&uuml;r Sozialschutz aus, hat die europ&auml;ische Statistikbeh&ouml;rde Eurostat errechnet In Portugal waren es dagegen 25,2% und in Deutschland 29,4%.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Portugal-schwimmt-gegen-den-Strom-zum-Erfolg-4254593.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Truppenabzug aus Syrien Schwerer Fehler mit b&ouml;sen Folgen?<\/strong><br>\nDer US-Pr&auml;sident ordnet den R&uuml;ckzug der amerikanischen Truppen aus Syrien an. Daf&uuml;r erntet er Kritik von vielen Seiten &ndash; und auch ungewolltes Lob. Trump verteidigt seine Entscheidung unterdessen.<br>\nMit seiner Entscheidung f&uuml;r einen Truppenabzug aus Syrien st&ouml;&szlig;t US-Pr&auml;sident Donald Trump auf Kritik und Unverst&auml;ndnis in der eigenen Partei. Mehrere republikanische Senatoren und Abgeordnete bezeichneten den Schritt als schweren Fehler und warnten vor b&ouml;sen Folgen eines &uuml;berst&uuml;rzten R&uuml;ckzugs &ndash; auch f&uuml;r die Sicherheit der USA. Von den Demokraten kam ebenfalls Kritik. Die russische Regierung begr&uuml;&szlig;te Trumps Entschluss dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/trump-syrien-111.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Tagesschau mal wieder an vorderer Front der Bef&uuml;rworter von milit&auml;rischen Interventionen. Deshalb jetzt also das Lamento &uuml;ber den Abzug der US Truppen, f&uuml;r die es &uuml;brigens kein v&ouml;lkerrechtliches Mandat f&uuml;r ihre Pr&auml;senz in Syrien gibt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fatale Friedensbotschaft zu Weihnachten<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist unverantwortlich, dass die Bundesregierung weiterhin deutsche Technologie f&uuml;r den Bau von Kriegswaffen und sonstigen R&uuml;stungsg&uuml;tern unkontrolliert in Diktaturen wie Saudi-Arabien und die T&uuml;rkei zulassen will. Wir brauchen weniger anti-chinesischen Aktionismus &aacute; la Donald Trump als vielmehr einen Genehmigungsvorbehalt f&uuml;r den Erwerb von Anteilen an R&uuml;stungsunternehmen in anderen L&auml;ndern durch deutsche Konzerne&rdquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der Versch&auml;rfung von Regeln f&uuml;r ausl&auml;ndische Investoren, die Anteile an deutschen Unternehmen kaufen wollen. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung hat die gro&szlig;e Chance vertan, noch vor Weihnachten Ernst zu machen und Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r die Exporte deutscher R&uuml;stungskonzerne in Kriegsgebiete zu schlie&szlig;en. W&auml;hrend sie die H&uuml;rden f&uuml;r ausl&auml;ndische Investoren mit einer &Auml;nderung der Au&szlig;enwirtschaftsverordnung f&uuml;r sensible Bereiche erh&ouml;ht, l&auml;sst sie R&uuml;stungskonzernen wie Rheinmetall weiterhin weitgehend freie Hand beim Know-how-Transfer von Kriegswaffen und sonstigen R&uuml;stungsg&uuml;tern. Damit k&ouml;nnen Rheinmetall &amp; Co. weiter &uuml;ber Tochterfirmen im Ausland Diktaturen fit f&uuml;r den Krieg machen. Die Bundesregierung muss endlich Paragraph 49 der Au&szlig;enwirtschaftsverordnung entsprechend &auml;ndern, damit deutsche R&uuml;stungsschmieden &uuml;ber Verlagerungen ins Ausland nicht l&auml;nger hiesige Ausfuhrverbote umgehen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/fatale-friedensbotschaft-zu-weihnachten\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>K&ouml;lner Aktionsb&uuml;ndnis gegen die Rekrutierung Minderj&auml;hriger durch die Bundeswehr prangert Googles Versto&szlig; gegen eigene Werberichtlinien an<\/strong><br>\nMitglieder des K&ouml;lner Aktionsb&uuml;ndnisses gegen die Rekrutierung Minderj&auml;hriger durch die Bundeswehr haben der Rechtsabteilung von Google in Hamburg einen Brief &uuml;berreicht, in dem sie Google daf&uuml;r kritisieren, Werbung der Bundeswehr auf der Google-Plattform YouTube zuzulassen.<br>\n&bdquo;Die Richtlinien von Google besagen, dass keine Produkte oder Dienstleistungen beworben werden d&uuml;rfen, die Sch&auml;den oder Verletzungen verursachen. Zu den Kernaufgaben jeder milit&auml;rischen Organisation geh&ouml;rt jedoch die Aus&uuml;bung t&ouml;dlicher Gewalt oder ihre glaubw&uuml;rdige Androhung&ldquo;, so Florian Bechtel, Qu&auml;ker und Mitwirkender des Aktionsb&uuml;ndnisses, am Rande der &Uuml;bergabe. F&uuml;r besonders problematisch erachten die Mitglieder des Aktionsb&uuml;ndnisses die Tatsache, dass YouTube zu gro&szlig;en Teilen von Jugendlichen genutzt wird und diese gezielt von Bundeswehrwerbung angesprochen werden sollen. Diese Art der Werbung stehe im Widerspruch zu Forderungen des Kinderrechtsausschusses der Vereinten Nationen sowie der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, so Bechtel.<br>\n&bdquo;Die Bundeswehr hat seit der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 ein Rekrutierungsproblem. Seitdem gehen Jugendoffiziere nicht nur verst&auml;rkt zu sogenannten &sbquo;Informationsveranstaltungen&lsquo; in Schulen, es wird auch zunehmend an einem &sbquo;coolen&lsquo; Image der Bundeswehr gearbeitet, was hinsichtlich der Beeinflussung Minderj&auml;hriger als &auml;u&szlig;erst problematisch einzustufen ist&ldquo;, sagt Elisabeth Suba&scaron;ic&#769;, Jugendbildungsreferentin bei der Evangelischen Sch&uuml;ler*- und Sch&uuml;lerinnen*arbeit im Rheinland e.V. Bundesweit kritisiert wurde dieses Vorgehen im Umfeld der Gamescom 2018. Google als gr&ouml;&szlig;ter Akteur im Bereich der sozialen Medien sei hier in der Verantwortung, sich von diesem Vorgehen zu distanzieren, anstatt eigene Richtlinien zu unterlaufen.<br>\nDas K&ouml;lner Aktionsb&uuml;ndnis hat sich am 5.9.2018 gegr&uuml;ndet und besteht derzeit aus der Deutschen Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e. V. Gruppe K&ouml;ln, der Evangelischen Sch&uuml;ler*- und Sch&uuml;lerinnen*arbeit im Rheinland e.V. (ESR), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Stadtverband K&ouml;ln), der pax christi-Gruppe K&ouml;ln, der terre des hommes Ortsgruppe K&ouml;ln sowie der Religi&ouml;sen Gesellschaft der Freunde (Qu&auml;ker), Bezirk Rhein-Ruhr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?page_id=13195\">K&ouml;lner Aktionsb&uuml;ndnisses gegen die Rekrutierung Minderj&auml;hriger durch die Bundeswehr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wieso Bundeswehr und Polizei f&uuml;r Rechtsextreme attraktiv sind<\/strong><br>\nDas rechtsextreme Netzwerk bei der Frankfurter Polizei erinnert an &auml;hnliche Vorf&auml;lle in der Bundeswehr. Sozialwissenschaftler Jan Schedler spricht im FAZ.NET-Interview &uuml;ber &Uuml;berschneidungen und Unterschiede.<br>\nHerr Schedler, bei der Polizei und Bundeswehr werden immer mehr rechtsextremistische F&auml;lle bekannt. Ist das Zufall oder gibt es bei diesen Berufsgruppen Parallelen?<br>\nBeide Arbeitgeber ziehen st&auml;rker als andere Personen mit eher autorit&auml;ren Gesellschafts- und Ordnungsvorstellungen an. Doch diese Pr&auml;gung und Best&auml;rkung kann unterschiedlich verlaufen.<br>\nInwiefern?<br>\nPolizisten werden auch durch ihre t&auml;gliche Arbeit gepr&auml;gt, da sie in ihrem Berufsalltag oftmals stark mit gesellschaftlichen Problemen konfrontiert werden. Diese Begegnungen und Ohnmachtserfahrungen k&ouml;nnen mitunter auch zu Frustration f&uuml;hren und Polizisten mit autorit&auml;ren oder auch rechtsextremistischen Ansichten best&auml;rken. Was die Bundeswehr betrifft, so gibt es in der extremen Rechten grunds&auml;tzlich eine gro&szlig;e Affinit&auml;t zum Milit&auml;r und zu Waffen, weshalb die Bundeswehr f&uuml;r diese attraktiv ist. Im Beruf k&ouml;nnen dann vor allem autorit&auml;re Strukturen und traditionelle Vorstellungen die Soldaten mit entsprechenden Tendenzen weiter beeinflussen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/wieso-bundeswehr-und-polizei-fuer-rechtsextreme-attraktiv-sind-15947832.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Kriminologe: Rechte Str&ouml;mungen bei der Polizei kein Einzelfall<\/strong><br>\nEs gebe innerhalb der Polizei immer wieder Milieus, die gewaltaffin und empf&auml;nglich f&uuml;r rechtsextreme Positionen seien, sagte der Kriminologe Rafael Behr im Dlf. Auf solche Entwicklungen mit drakonischen Strafen zu reagieren, h&auml;lt der Experte jedoch f&uuml;r den falschen Weg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gewalt-und-wertkonservatives-denken-kriminologe-rechte.1769.de.html?dram:article_id=436452\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &ldquo;NSU 2.0&rdquo; Die Unsicherheitsbeh&ouml;rden<\/strong><br>\nHessische Polizisten sollen in faschistischen Gruppen aktiv gewesen sein. Kann man den Beh&ouml;rden angesichts solcher Ausw&uuml;chse noch vertrauen? Wen sch&uuml;tzt das System? Und wen l&auml;sst es fallen?<br>\nEs kommt nicht so sehr darauf an, wie sicher sich diejenigen f&uuml;hlen, die nicht bedroht werden. Ob wir in einem sicheren Land leben mit vertrauensw&uuml;rdigen Beh&ouml;rden entscheidet sich am Wohl derjenigen, die am wenigsten gesch&uuml;tzt sind. Letztere d&uuml;rfte es in einem Rechtsstaat gar nicht geben. Alle m&uuml;ssten in ihm gleicherma&szlig;en gesch&uuml;tzt sein.<br>\nAber die Sicherheitsbeh&ouml;rden haben ein Problem, das viel weiter reicht als ein Vertrauensproblem. Und das nicht erst seit vergangener Woche, seit einige Polizisten im Verdacht stehen, eine rassistische Morddrohung mit &ldquo;NSU 2.0&rdquo; an die Anw&auml;ltin Seda Basay-Yildiz gesendet zu haben.<br>\nUnabh&auml;ngig davon, was die Ermittlungen in Frankfurt ergeben, erhebt das, was bereits feststeht, Misstrauen gegen&uuml;ber den Sicherheitsbeh&ouml;rden beinah zu einer demokratischen Pflicht: Innerhalb des Sicherheitsapparates existieren Netzwerke von Beamten, die sich zum Faschismus bekennen. Und das wissen wir nicht erst, seit die Ermittler des Staatsschutzes auf die WhatsApp-Gruppe mit faschistischem Inhalt der Polizistin und ihrer Kollegen in Frankfurt gesto&szlig;en sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/nsu-2-0-die-unsicherheitsbehoerden-gastbeitrag-von-deniz-utlu-a-1244384.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Versch&auml;rfte Finanzlast: Stuttgart&thinsp;21 wird f&uuml;r die Bahn zur Dauerlast<\/strong><br>\nDer Bau des Stuttgarter Tiefbahnhofs versch&auml;rft die finanzielle Lage der Bahn massiv. Allein 2019 verschlingt Stuttgart&thinsp;21 ein Achtel aller Investitionen des Staatskonzerns.<br>\nStuttgart 21 wird die bereits hochverschuldete Deutsche Bahn AG in den n&auml;chsten Jahren massiv belasten. Das zeigt die neue Investitionsplanung des gr&ouml;&szlig;ten Staatskonzerns, die unserer Redaktion vorliegt. Demnach muss Bahn-Chef Richard Lutz allein bis 2023 rund 3,3 Milliarden Euro Eigenmittel f&uuml;r S 21 beschaffen &ndash; das ist mehr, als der klamme Konzern im gesamten vorigen Jahr in allen Bereichen investiert hat, und mehr als das Vierfache des letzten Jahres&uuml;berschusses.<br>\nEin Bahn-Sprecher lehnte trotz mehrfacher Anfragen eine Stellungnahme zur konkreten Finanzbelastung durch S 21 ab. Die Gesamtkosten des Tunnelprojekts sind bereits auf mindestens 8,2 Milliarden Euro gestiegen, der Bundesrechnungshof geht wie andere Experten von eher 10 Milliarden Euro aus. Wegen vieler Bau-, Planungs- und Genehmigungsprobleme wird der Bau des Tiefbahnhofs und von 59 Kilometer Tunneln im Stadtgebiet zudem fr&uuml;hestens 2025 fertig und damit viel sp&auml;ter als ehemals geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.verschaerfte-finanzlast-stuttgart-21-wird-fuer-die-bahn-zur-dauerlast.830cd8a0-54dc-445a-bc55-9007028a93e4.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Aus den Augen, aus dem Sinn<\/strong><br>\nDie ungarische Regierung unter Viktor Orb&aacute;n kriminalisiert Obdachlose. Sie sollen in Notunterk&uuml;nfte gezwungen werden &ndash; von denen gibt es aber viel zu wenige<br>\nDie massenhafte Obdachlosigkeit ist eine der schwerwiegendsten Konsequenzen der sogenannten Wende in Ungarn. Sch&auml;tzungen zufolge gibt es im ganzen Land 20.000 Menschen, die auf der Stra&szlig;e leben, vermutlich sind es weit mehr. Diese extreme Form der Armut und Entrechtung wurde anfangs noch als Skandal betrachtet, mittlerweile z&auml;hlt sie l&auml;ngst zum gewohnten, selbstverst&auml;ndlichen Bild des st&auml;dtischen Lebens. Die Regierung hat den Aufenthalt Obdachloser auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen nun mittels einer Gesetzesversch&auml;rfung f&uuml;r unzul&auml;ssig erkl&auml;rt. Das hei&szlig;t aber umgekehrt nicht, dass sie versuchte, dem Problem mit sozialpolitischen Ma&szlig;nahmen vorzubeugen und Betroffenen bezahlbaren Wohnraum zur Verf&uuml;gung zu stellen. Einer Regierung, die erkl&auml;rter Feind der Idee des Wohlfahrtsstaates ist, k&auml;me so etwas auch nicht in den Sinn. Das von Viktor Orb&aacute;n gef&uuml;hrte Kabinett unterst&uuml;tzt systematisch die Besserverdienenden und Verm&ouml;genden &ndash; auch in der Wohnpolitik. Mietwohnungen sind seit den 1990er Jahren en masse privatisiert worden, in &ouml;ffentlichem Besitz gibt es kaum noch welche &ndash; und an die &uuml;briggebliebenen kommen obdachlose Menschen nicht ran.<br>\nDie Regierung der rechtskonservativen Fidesz-Partei und der christdemokratischen KDNP macht statt dessen Menschen, die auf der Stra&szlig;e leben, zu Gesetzlosen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/345821.armenbek%C3%A4mpfung-in-ungarn-aus-den-augen-aus-dem-sinn.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Marokkos Jugend ohne Zukunft: &bdquo;Ihr habt eine Generation zerst&ouml;rt&ldquo;<\/strong><br>\nDrei Ausbildungen und trotzdem keinen Job: So sieht der Lebenslauf vieler junger Menschen in Marokko aus. Arbeitslosigkeit und ein schlechtes Bildungssystem l&auml;sst sie auf die Stra&szlig;e gehen. Vom wirtschaftlichen Wachstum des Landes profitieren sie nicht.<br>\nWenn der Gesang der Ultras aus der S&uuml;dkurve des Stadions von Raja Casablanca dr&ouml;hnt &ndash; dann geht es nicht nur um Tore, Titel und Triumphe. Die Fans singen ihren Protest:<br>\n&bdquo;Ich werde unterdr&uuml;ckt in meinem Land. Bei wem kann ich mich beklagen? Nur beim allm&auml;chtigen Gott. Er wird mein Leiden verstehen.&ldquo;<br>\nUnd das ist nur der Anfang. Dieser Fan-Gesang ist eine Anklage:<br>\n&bdquo;Ihr habt die Reicht&uuml;mer unseres Landes gestohlen. Ihr habt sie mit Ausl&auml;ndern geteilt. Ihr habt eine ganze Generation zerst&ouml;rt.&ldquo;<br>\nDas Video dieses Protestsongs der Fu&szlig;ballfans ist mehr als eine Million Mal angeklickt worden. Und etliche singen ihren Protest nicht nur, sie randalieren. Ein Mob junger Kerle zieht durch ein Stadtviertel Casablancas, zertr&uuml;mmert Schaufenster, gr&auml;bt Pflastersteine aus, schleudert sie in die Windschutzscheiben geparkter Autos. Die Sicherheitskr&auml;fte haben alle H&auml;nde voll zu tun. Und sie sind nicht zimperlich.<br>\nWoher kommt diese Wut? Woher diese Aggressivit&auml;t? Eine m&ouml;gliche Antwort l&auml;sst sich in Zahlen ausdr&uuml;cken.<br>\nDie Arbeitslosigkeit in Marokko liegt allgemein bei etwa zehn Prozent. Aber: &bdquo;Die jungen Menschen haben weiterhin gro&szlig;e Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt. Ihre Arbeitslosenquote liegt zweieinhalb Mal so hoch wie im nationalen Durchschnitt und &uuml;bersteigt in den St&auml;dten 40 Prozent.&ldquo; So beschreibt die marokkanische Rat f&uuml;r Wirtschaft, Soziales und Umwelt in seinem Jahresbericht 2017.<br>\nNoch eine Zahl als m&ouml;gliche Antwort auf die Frage, woher die Wut kommt: &bdquo;In Marokko haben etwa 1,4 Millionen junge Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren weder eine Ausbildung, noch einen Job.&ldquo;<br>\nUnklar ist, wie viele Jugendliche unter 18 Jahren im K&ouml;nigreich Marokko die Schule abbrechen. Das Erziehungsministerium sch&auml;tzt, dass es mehrere Hunderttausend sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/marokkos-jugend-ohne-zukunft-ihr-habt-eine-generation.979.de.html?dram:article_id=436003\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie Netanyahu mit Europas Rechten flirtet<\/strong><br>\nEuropas Rechtspopulisten, nicht bekannt f&uuml;r ihre Liebe zu Juden, pilgern in Scharen nach Israel. Warum schauen Israels Nationalisten so gener&ouml;s &uuml;ber das grauenvolle antisemitische Erbe hinweg, das die Rechte Europas mit sich tr&auml;gt?<br>\nIst es eine Wahrnehmungsst&ouml;rung? Im Vorfeld seines j&uuml;ngsten Israel-Besuchs hatte Italiens Innenminister Matteo Salvini gesagt, der wachsende Antisemitismus gehe Hand in Hand mit dem islamistischen Extremismus, &laquo;dem niemand Beachtung schenkt&raquo;. Vorausgesetzt, er meinte den Extremismus, von dem der Westen pausenlos spricht, der jeden Tag aufs Neue die Medienmanager begl&uuml;ckt und vor dem sein Gastgeber, Ministerpr&auml;sident Netanyahu, die Welt von fr&uuml;h bis sp&auml;t warnt: W&auml;re es da nicht auch denkbar, dass Salvini dachte, es schenke in Israel niemand der Tatsache Beachtung, dass die italienischen Faschisten, die er kennt, sch&auml;tzt und anspornt, einst auch ganz gerne Juden t&ouml;teten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/netanyahu-und-europas-rechtspopulisten-ein-seltsamer-flirt-ld.1445426\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neuer Lobbyist f&uuml;r Bayer in den USA: Ex-Gr&uuml;ner wird Glyphosat-Lobbyist<\/strong><br>\nMatthias Berninger kommt gut herum: Erst Staatssekret&auml;r bei Renate K&uuml;nast, dann Lobbyist f&uuml;r Schokoriegel. K&uuml;nftig ist er f&uuml;r Bayer in Washington.<br>\nMatthias Berninger wird Chef-Lobbyist des Bayer-Konzerns. Seinen neuen Posten als &bdquo;Leiter Public and Governmental Affairs&ldquo; soll der ehemalige Gr&uuml;nen-Politiker am 1. Januar kommenden Jahres antreten. Seine Aufgabe wird es sein, f&uuml;r den Glyphosat-Hersteller ein gutes politisches Umfeld zu schaffen. Das hat der Leverkusener Konzern dringend n&ouml;tig, denn er leidet seit der 63-Milliarden-Euro schweren &Uuml;bernahme des Agrarkonzerns Monsanto nicht nur unter dr&uuml;ckenden Schulden und sinkenden Aktienkursen, sondern auch unter einem schlechten Image.<br>\nDer in den USA verlorene Prozess Monsantos um den Unkrautvernichter Glyphosat und die Widerspr&uuml;chlichkeiten &uuml;ber Studien, die die Unbedenklichkeit des Mittels beweisen sollen, sind jetzt die Probleme von Bayer. In den USA warten 9.300 weitere Klagen gegen Monanto auf Urteile. Berningers Dienstsitz ist laut dem Magazin PR Report denn auch folgerichtig in Washington, denn f&uuml;r Bayers Wohl und Wehe ist in n&auml;chster Zeit entscheidend, wie es auf dem US-Markt weitergeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5556872\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Jahr, in dem die Sozis ihre letzte Chance verschenkten<\/strong><br>\nDeutschland braucht die SPD. Deswegen h&auml;tte die 2018 Schluss machen m&uuml;ssen mit der Gro&szlig;en Koalition. [&hellip;]<br>\n2018 h&auml;tte das Jahr werden sollen, in dem die Sozialdemokratie zu sich zur&uuml;ckfindet. In der Opposition, frei von faulen Machtkompromissen und Postenerhaltungsma&szlig;nahmen. Nach der Bundestagswahl im September 2017 sah es ja dann auch so aus, als ob es zur notwendigen Katharsis kommen w&uuml;rde. Eine Rei&szlig;leine musste her und es schien, als habe man das endlich, nach langen Jahren der Agonie, verinnerlicht und begriffen. Bis den Sozialdemokraten mal wieder die staatspolitische Verantwortung in die Quere kam und sie erneut, aus Mangel an Koalitionskanonenfutter, in die GroKo gingen.<br>\nDie Geschichte seither ist hinl&auml;nglich bekannt, sie muss hier nicht minuti&ouml;s nacherz&auml;hlt werden. Innerhalb dieses Jahres hat sich die Sozialdemokratie im Namen dieser hehren Verantwortung v&ouml;llig abgewirtschaftet. Sie taugt nicht mal mehr als zweitst&auml;rkste Kraft im politischen Betrieb. In den Landtagen droht hier und dort sogar schon die Sperrklausel. Inhaltlich hat sie au&szlig;erdem kaum noch etwas zu bieten. Mehrmals schien ein Ausstieg aus der GroKo geboten: Bei den Aff&auml;ren um Seehofer oder Maa&szlig;en; als die Union die Automobilindustrie aus der Verantwortung entlie&szlig; und so fort. Aber immer wieder hat man den Kopf eingezogen und es ausgesessen.<br>\nF&auml;hige Nachwuchsleute sind au&szlig;erdem aus der Partei ausgeschieden. Marco B&uuml;low oder Nils Heisterhagen beispielsweise sahen keinen Sinn mehr darin, auf einen Kurswandel der Partei zu hoffen. Die Neuorientierung innerhalb der Koalition ist, ganz wie man es prophezeit hatte, auf ganzer Linie gescheitert. Das sozialdemokratische Jahr 2018 endet demnach nicht als Jahr der Neuerfindung, sondern als ein historisches Katastrophenjahr: Nie war die SPD so abgetakelt wie in diesen Tagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1108410.spd-das-jahr-in-dem-die-sozis-ihre-letzte-chance-verschenkten.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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