{"id":47972,"date":"2018-12-21T08:41:11","date_gmt":"2018-12-21T07:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972"},"modified":"2018-12-21T08:41:11","modified_gmt":"2018-12-21T07:41:11","slug":"hinweise-des-tages-3273","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h01\">Deutschlandfunk &ndash; Kommentare und Themen der Woche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h02\">Sagen, was ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h03\">Dem Sozialstaat wieder eine Zukunft geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h04\">Arbeitslosengeld-II- und Sozialgeld-Ausgaben bis November 2018: 808 Millionen Euro weniger als in den ersten elf Monaten 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h05\">UN-Rat sieht in Deutschland schwere Defizite bei sozialen Menschenrechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h06\">So k&ouml;nnten Rentensysteme den Kollaps vermeiden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h07\">Warum ein Tempolimit auf der Autobahn n&ouml;tig ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h08\">F&uuml;r die Bundeswehr geht es in Afghanistan nur noch ums Durchhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h09\">Kiew will Russland testen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h10\">Jeder Tropfen ein Gewinn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h11\">Demokratie in den USA: Wo W&auml;hler keine Stimme haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h12\">Amazon: Die Daten des Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47972#h13\">Zu guter Letzt: Der letzte Krippenplatz ohne Airbnb<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschlandfunk &ndash; Kommentare und Themen der Woche<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Trumps Geschenk an den IS, Assad und Co.<\/strong><br>\nMit seiner Entscheidung, US-Soldaten aus Syrien abzuziehen, habe Donald Trump seine eigene Nahostpolitik zerst&ouml;rt, kommentiert Carsten K&uuml;hntopp. Damit lasse er Russland, dem Iran und dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad freie Hand. Auch sei der Abzug eine Einladung an den IS zu einem Comeback in Syrien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abzug-der-us-truppen-aus-syrien-trumps-geschenk-an-den-is.720.de.html?dram:article_id=436608%20\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Raumfahrt braucht neue Horizonte<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Raumfahrt-Agentur bezeichnet den Aufenthalt von Gerst und Co. auf der ISS als gro&szlig;en Erfolg &ndash; doch wirklich vorangekommen sei man nicht, kommentiert Dirk Lorenzen. Raumfahrt d&uuml;rfe kein Selbstzweck sein &ndash; und brauche neue Ziele wie die Erforschung des Mondes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rueckkehr-von-der-iss-raumfahrt-braucht-neue-horizonte.720.de.html?dram:article_id=436610%20\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>So eine Zentralbank br&auml;uchten wir in Europa auch!<\/strong><br>\nDass dies die US-Zentralbank nicht interessiert, ist bewundernswert. Sie schafft sich damit mittelfristig erhebliche Vorteile f&uuml;r die Bek&auml;mpfung k&uuml;nftiger Krisen. Denn nur wer seine Zinsen erh&ouml;ht, kann sie auch wieder senken. Und noch immer ist die Zinspolitik das effektivste Mittel, um die Konjunktur einer Volkswirtschaft zu beleben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zins-entscheidung-der-federal-reserve-so-eine-zentralbank.720.de.html?dram:article_id=436597\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Alle drei Teile der Kommentare und Themen in der Woche vom 20.12.2018 waren eine Zumutung. Der Beitrag &uuml;ber den R&uuml;ckzug des US-Milit&auml;rs aus Syrien zeugt davon, dass der Kommentator des Deutschlandfunks keine R&uuml;cksicht auf internationales Recht nimmt. Selbstverst&auml;ndlich sind aus seiner Sicht die USA mit Recht in Syrien. Wo ist denn das Recht daf&uuml;r? Im Beitrag &uuml;ber die Weltraumfahrt wird dem bemannten Weltraum das Wort geredet &ndash; Das ist schlicht ein lobbybeeinflusster Kommentar. Und das dritte, der Hinweis auf die Zinspolitik der US-Notenbank zeugt von der d&uuml;rftigen Ausbildung der Mitarbeiter des Deutschlandfunks in &Ouml;konomie. Zinspolitik sei die wirksamste Wirtschaftspolitik? Und der Kommentator wei&szlig; auch ganz genau, dass man jetzt die Zinsen erh&ouml;hen muss, damit man sie beim Konjunktureinbruch wieder senken kann. Ein tolles Argument.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sagen, was ist<\/strong><br>\n#spiegelgate Was wir aus dem Fall Relotius lernen: Journalismus, der nur nach der gro&szlig;en Erz&auml;hlung sucht, wird blind f&uuml;r eine komplexe und widerspr&uuml;chliche Wirklichkeit<br>\n&bdquo;Come on! Im Ernst? Damit kommst du niemals durch!&ldquo; Es ist dieser Satz, der mir nach dem Lesen der Spiegel-Enth&uuml;llung &uuml;ber die Betrugsf&auml;lle von Claas Relotius am meisten nachgehangen hat. Weil Relotius damit durchgekommen ist. Genauer: weil er damit durchgekommen ist, obwohl er selbst gesehen hat, wie dick aufgetragen seine erfundenen Storys waren. Weil es ihm aufgefallen ist, aber nicht den Redaktionen, nicht den Kolleginnen, nicht den Jurys. Es steckt mehr in diesem Satz als die Angst, entdeckt zu werden. Darin steckt eine stille &Uuml;bereinkunft. Die unausgesprochene &Uuml;bereinkunft, dass zwar jeder sehen kann, dass Relotius hier so dick aufgetragen hat &ndash; dass seine Story hier zu glatt ist, als dass es h&auml;tte genau so passiert sein k&ouml;nnen. Und trotzdem niemand etwas sagt. Weil alle diese Story wollen, in der alles so perfekt zusammen passt, wie Relotius, aber auch wie viele Leserinnen sie sich vorstellen. Relotius gab, was im Journalismus derzeit gewollt wird, was erfolgreich ist, und er gab es auch dann, wenn die Realit&auml;t diese Story nicht mehr hergab. Was ist nun das Problem? Dass die Realit&auml;t die Story nicht hergab &ndash; oder dass alle es so haben wollten, wie sie es sich ohnehin schon gedacht haben? [&hellip;]<br>\nFichtner kritisiert gar nicht, dass Relotius nicht &uuml;ber das geschrieben hat, was er in Fergus Falls tats&auml;chlich vorfand. Er kritisiert, dass Relotius nicht eingesehen hat, dass es in Fergus Falls keine Story gab. &bdquo;Es gibt einfach keine Geschichte, es l&auml;sst sich keine finden&ldquo;, schreibt Fichtner. Das kann stimmen, muss aber nicht. Vielleicht gab es keine Geschichte &ndash; vielleicht gab es aber auch nur nicht die Story, die alle erwartet haben, die alle haben wollten. Sondern eine andere. Eine, die in Spiegel-Reportagen keinen Platz findet.<br>\nDer Spiegel h&auml;tte von Relotius etwas lernen k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber, dass ein Journalismus, der nur nach Storys sucht, blind zu werden droht gegen&uuml;ber einer Wirklichkeit, die kompliziert, widerspr&uuml;chlich und &ndash; zum Gl&uuml;ck &ndash; immer wieder &uuml;berraschend ist. Anders, als man denkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/elsa-koester\/sagen-was-ist\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Dem Sozialstaat wieder eine Zukunft geben<\/strong><br>\nDeutschland geht es wirtschaftlich gut, doch bei vielen Sozialleistungsempf&auml;ngern kommt der Aufschwung nicht an. F&uuml;nf Ma&szlig;nahmen, die das &auml;ndern k&ouml;nnten &ndash; indem sie Hartz IV die Grundlage entziehen. (&hellip;)<br>\nErstens, und das ist mir besonders wichtig: Kinder verdienen eine eigenst&auml;ndige Grundsicherung. Ein Drittel der Menschen im SGB-II-Bezug sind Kinder und Jugendliche. Das ist absurd, denn sie haben in der Arbeitslosensicherung nichts zu suchen. Das heutige System teilt unsere Kinder faktisch in &bdquo;Sozialleistungsbezieher&ldquo; und &bdquo;Nicht-Sozialleistungsbezieher&ldquo; &ndash; ob auf der Klassenfahrt, im Verein oder beim Mittagessen in Kita und Schule. Deutschland muss aufh&ouml;ren, die soziale Spaltung bereits in den Alltag unserer Kleinen zu bringen. Deshalb sind alle bisherigen kinderbezogenen Geldleistungen in eine mit steigendem Einkommen abschmelzende Kindergrundsicherung zusammenzuf&uuml;hren. Damit sind auf einen Schlag zwei Millionen Menschen weniger in Hartz IV, und die Eltern k&ouml;nnen den Leistungsbezug leichter verlassen.<br>\nZweitens: Wir brauchen L&ouml;hne, von denen man leben kann. Derzeit erhalten auch Menschen Arbeitslosengeld, die gar nicht arbeitslos sind, deren Einkommen aber unterhalb der Leistungsschwelle des SGB II liegt (die sogenannten Aufstocker). Das ist nicht nur f&uuml;r die Betroffenen eine Dem&uuml;tigung. Auch sie haben in einem System der Arbeitslosensicherung eigentlich nichts verloren. Wir m&uuml;ssen deshalb f&uuml;r eine Erh&ouml;hung der Arbeitseinkommen sorgen. Hierf&uuml;r ist eine rasche Anhebung des Mindestlohns auf zw&ouml;lf Euro ein probates Mittel. [&hellip;]<br>\nGleichzeitig muss die Arbeitslosenversicherung in Zeiten des globalisierten Kapitalismus und der Digitalisierung Qualifikationen sch&uuml;tzen und Qualifizierung f&ouml;rdern. Die Angebote m&uuml;ssen ausgebaut und durch ein Qualifizierungsgeld attraktiver gemacht werden. Eine Teilnahme sollte die Bezugsdauer des ALG I grunds&auml;tzlich verl&auml;ngern. Auch die Lebensleistung &auml;lterer Menschen muss besser abgesichert werden. F&uuml;r diejenigen, die nach vielen Beitragsjahren arbeitslos werden, sich erfolgreich weiterqualifizieren und dennoch keine Arbeit finden, m&uuml;ssen wir bessere Br&uuml;cken in die Rente bauen. Sie verdienen ein Leben oberhalb der Grundsicherung, ohne daf&uuml;r ihre Ersparnisse aufbrauchen zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/gastbeitrag-von-carsten-sieling-wie-dem-sozialstaat-wieder-eine-zukunft-gegeben-werden-kann-15948399.html\">Carsten Sieling in der FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitslosengeld-II- und Sozialgeld-Ausgaben bis November 2018: 808 Millionen Euro weniger als in den ersten elf Monaten 2017<\/strong><br>\nIn den ersten elf Monaten des laufenden Haushaltsjahres 2018 wurden vom Bund f&uuml;r Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (brutto) 808 Millionen Euro (4,1 Prozent) weniger ausgegeben als in den ersten elf Monaten des Vorjahres 2017.<br>\nIn den zw&ouml;lf Monaten von Dezember 2017 bis November 2018 wurden vom Bund f&uuml;r Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (brutto) insgesamt 20,615 Milliarden Euro ausgegeben. (siehe die aktualisierte BIAJ-Abbildung unten) Im Haushaltsjahr 2017 wurden vom Bund f&uuml;r Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (einschlie&szlig;lich der Beitr&auml;ge und Zusch&uuml;sse zur Kranken- und Pflegeversicherung in H&ouml;he von nahezu 6,0 Milliarden Euro) insgesamt 21,423 Milliarden Euro ausgegeben.<br>\nDa bei Aufstellung des Bundeshaushalts 2018 die f&uuml;r &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo; geplanten Ausgaben von 21,5 Milliarden Euro (1. Regierungsentwurf vor der Bundestagswahl 2017) &uuml;ber 20,9 Milliarden Euro (2. Regierungsentwurf vom 02.05.2018) auf 20,4 Milliarden Euro (Bundeshaushalt 2019) gek&uuml;rzt wurden, entstehen 2018 sogenannte &bdquo;Mehrausgaben&ldquo; bei Haushaltsstelle 1101\/681 12. &bdquo;Mehrausgaben&ldquo; bei wesentlich geringeren Ausgaben als 2017! Nachrichtlich: Im Bundeshaushalt 2019 sind f&uuml;r &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo; 20,6 Milliarden Euro veranschlagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1174-arbeitslosengeld-ii-und-sozialgeld-ausgaben-bis-november-2018-808-millionen-euro-weniger-als-in-den-ersten-elf-monaten-2017.html\">BIAJ<\/a>\n<p><strong>dazu: Hartz-IV-Sanktionen: Von Sanktionen betroffene erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (ELB) im Jobcentervergleich 08\/2018<\/strong><br>\n931.293 neu festgestellte Sanktionen von September 2017 bis August 2018* gegen 412.620 erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (ELB). 1,4 Prozent weniger neu festgestellte Sanktionen als ein Jahr zuvor (von September 2016 bis August 2017). Auf Jobcenterebene reicht diese Ver&auml;nderungsrate (Spalte 3 in der BIAJ-Tabelle im Download) von -49,7 Prozent (nahezu Halbierung) bis +95,8 Prozent (nahezu Verdoppelung)! 0,9 Prozent weniger ELB, die von September 2017 bis August 2018 von (mindestens) einer neu festgestellten Sanktion betroffen waren, als ein Jahr zuvor. Auf Jobcenterebene reicht diese Ver&auml;nderungsrate von -32,2 Prozent bis +54,8 Prozent! (Spalte 6) Durchschnittlich 2,26 neu festgestellte Sanktionen pro ELB mit (mindestens) einer von September 2017 bis August 2018 neu festgestellten Sanktion. Auf Jobcenterebene reicht diese durchschnittliche Anzahl neu festgestellter Sanktionen pro ELB mit (mindestens) einer neu festgestellten Sanktion im 12-Monatszeitraum September 2017 bis August 2018 von 1,08 bis 3,55. (Spalte 8) Ein Jahr zuvor (Spalte 7): von 1,28 bis 4,36 (bei durchschnittlich 2,27). Die unkommentierte BIAJ-Tabelle vom 20. Dezember 2018 mit allen Jobcentern finden Sie hier:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.biaj.de\/archiv-materialien\/1175-hartz-iv-sanktionen-von-sanktionen-betroffene-erwerbsfaehige-leistungsberechtigte-elb-im-jobcentervergleich-08-2018.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>UN-Rat sieht in Deutschland schwere Defizite bei sozialen Menschenrechten<\/strong><br>\nDer UN-Sozialrat wirft Deutschland schwere Defizite bei der Umsetzung der sozialen Menschenrechte vor. Zahllose &auml;ltere Menschen lebten &ldquo;unter entw&uuml;rdigenden Bedingungen, auch in bestimmten Pflegeheimen&rdquo;, hei&szlig;t es im neuen Staatenbericht des Gremiums, aus dem die &ldquo;Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; zitiert. Au&szlig;erdem werde hierzulande zu wenig gegen Kinderarmut getan.<br>\nAufgrund des Mangels an qualifiziertem Personal erhielten diese Menschen &ldquo;keine angemessene Pflege&rdquo;. Wie schon im Bericht vor f&uuml;nf Jahren wird die Regierung ermahnt, &ldquo;unverz&uuml;glich&rdquo; mehr Geld f&uuml;r die Ausbildung von Pflegern bereitzustellen sowie Pflegeheime &ldquo;h&auml;ufiger und gr&uuml;ndlicher zu kontrollieren&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDem Bericht zufolge leben in Deutschland 2,55 Millionen Kinder in Armut, der Gro&szlig;teil von ihnen bei nur einem Elternteil. Das Gremium moniere mangelnde Informationen und b&uuml;rokratische H&uuml;rden, die verhinderten, dass Eltern die ihnen zustehenden Leistungen in Anspruch nehmen.<br>\n&Uuml;berdies bezweifelten die Experten, dass die Leistungen vom Kindergeld &uuml;ber Kinderzuschlag bis zum Teilnahme-Paket ausreichten, &ldquo;um den grundlegenden Bedarf zu decken&rdquo;.<br>\nDas Deutsche Kinderhilfswerk forderte Bundestag und Bundesregierung auf, die Mahnung UN-Sozialrats ernst zu nehmen und endlich Bedingungen f&uuml;r ein gutes Aufwachsen armer Kinder in Deutschland zu schaffen. Die Kritik an der zu hohen Kinderarmut in Deutschland d&uuml;rfe &ldquo;nicht wirkungslos verpuffen&rdquo;, sagte Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Holger Hofmann. (&hellip;)<br>\nErst vor wenigen Tagen hatte der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband von der Bundesregierung eine wirksamere Bek&auml;mpfung der Armut in Deutschland verlangt. &ldquo;Unerl&auml;sslich und unaufschiebbar&rdquo; seien unter anderem eine Reform der Altersgrundsicherung mit ausk&ouml;mmlichen Regels&auml;tzen, die Erh&ouml;hung des Mindestlohns auf 12,63 Euro und der Umbau von Kindergeld und Kinderzuschlag zu einer &ldquo;echten existenzsichernden Kindergrundsicherung&rdquo;, so Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Ulrich Schneider. Mit 13,7 Millionen Menschen sei hierzulande jeder Sechste von Armut betroffen. Damit sei &bdquo;eine neue traurige Rekordmarke seit der Vereinigung erreicht&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/entwuerdigende-bedingungen-un-rat-sieht-in-deutschland-schwere-defizite-bei-sozialen-menschenrechten\/23782562.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>So k&ouml;nnten Rentensysteme den Kollaps vermeiden<\/strong><br>\nDer demografische Wandel setzt weltweit die Rentensysteme unter Druck. Angesichts der Finanzierungsl&uuml;cken drohen stark steigende Beitr&auml;ge und sinkende Leistungen. Man k&ouml;nnte aber beides vermeiden. [&hellip;]<br>\nSollte es politisch nicht m&ouml;glich sein, den Beitragssatz anzuheben, gibt es nur zwei M&ouml;glichkeiten, einen kompletten Systemzusammenbruch zu vermeiden. Eine Option besteht darin, den k&uuml;nftigen Anstieg der Rentenleistungen zu verlangsamen, sodass diese ohne wesentliche Beitragserh&ouml;hung finanzierbar sind. Die andere besteht darin, von einem reinen Umlagesystem auf ein Mischsystem umzustellen, das Festleistungen durch Renditen aus Finanzanlagen erg&auml;nzt. [&hellip;]<br>\nZiehen wir nun die zweite Option in Betracht: die Kombination eines Umlagesystems mit Finanzanlagen. Die von privaten Unternehmen betriebenen Rentensysteme erreichen ihre Leistungen bei geringeren Kosten, indem sie in Aktien- und Anleiheportfolios investieren. Bei einer typischen US-Privatrente sind 60 Prozent des Verm&ouml;gens in Aktien und die verbleibenden 40 Prozent in Anleihen hoher Qualit&auml;t angelegt, was langfristig eine reale (inflationsbereinigte) Kapitalverzinsung von etwa 5,5 Prozent gew&auml;hrleistet. Im Gegensatz dazu erbringen die f&uuml;r ein umlagefinanziertes System erhobenen Beitr&auml;ge (ohne Anlagen in Finanzwerte) aufgrund des Anstiegs der Reall&ouml;hne und der Zahl der Beitragszahler eine Rendite von etwa zwei Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/vorsorge\/post-aus-harvard-usa-mehr-rendite-im-rentenalter\/23770266.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.W.:<\/strong> Der Artikel wimmelt nur so von haneb&uuml;chenen Halbwahrheiten. Ein Mischsystem aus Kapitaldeckung und Umlageverfahren w&auml;re angeblich billiger und h&auml;tte eine h&ouml;here Rendite als umlagefinanzierte Systeme. Die Relation &Auml;ltere versus Junge w&auml;re relevant f&uuml;r die Finanzierbarkeit &bdquo;der Rente&ldquo;. Auch die Erh&ouml;hung des Rentenalters w&auml;re angeblich alternativlos. Nicht erw&auml;hnt wird, dass private Rentenversicherer weder Erwerbsminderung noch Hinterbliebene absichern oder Kindererziehungszeiten gew&auml;hren. Genauso wenig, wie die Tatsache, dass kapitalgedeckte Renten in der Regel &uuml;berhaupt nicht oder nur unzureichend angepasst werden. Und das Kapitalmarktrisiko wird einfach wegdefiniert. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum ein Tempolimit auf der Autobahn n&ouml;tig ist<\/strong><br>\nF&uuml;r den Teil der Bev&ouml;lkerung mit Motto &ldquo;Freie Fahrt f&uuml;r freie B&uuml;rger&rdquo; wird J&uuml;rgen Resch zunehmend zum Feindbild. Resch ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die zuletzt mehrere Fahrverbote f&uuml;r &auml;ltere Diesel-Autos in Innenst&auml;dten gerichtlich durchsetzte. Die CDU forderte zuletzt auf ihrem Parteitag, die DUH solle keine F&ouml;rdergelder mehr vom Bund erhalten. Au&szlig;erdem solle ihre Gemeinn&uuml;tzigkeit &uuml;berpr&uuml;ft werden. Dass die Umwelthilfe lediglich die Umsetzung von Gesetzen einfordert, die die Politik jahrelang ignoriert hat, hat die CDU offenbar &uuml;bersehen.<br>\nUnd nun das: Resch will pr&uuml;fen, mit der Forderung f&uuml;r ein Tempolimit auf Autobahnen (120) und Landstra&szlig;en (80) vor Gericht zu ziehen. Ausl&ouml;ser sind die neuen Vorgaben f&uuml;r den Klimaschutz. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten verursachen Autos weniger CO&#8322;-Aussto&szlig;. Au&szlig;erdem w&auml;re das auch ein Anreiz f&uuml;r die Automobilindustrie, kleinere und leichtere Wagen zu bauen, was in der Fertigung wiederum Kohlendioxid einsparen w&uuml;rde. [&hellip;]<br>\nFakt ist, dass ein Tempolimit auf Autobahnen f&uuml;r die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung Vorteile bringt. Die Zahl der schweren Unf&auml;lle reduziert sich (der Effekt gilt noch mehr f&uuml;r die sehr unfallreichen Landstra&szlig;en). Der Fluss des immer dichteren Verkehrs w&uuml;rde sich verbessern. Die L&auml;rmbelastung geht stark zur&uuml;ck (weshalb etwa &Ouml;sterreich in seinen Alpent&auml;lern die Geschwindigkeitszulassung drastisch reduziert hat). Und nat&uuml;rlich geht auch der Schadstoffaussto&szlig; erheblich nach unten, unter anderem die Emissionen des klimasch&auml;dlichen Kohlendioxids. Laut Umweltbundesamt sinken sie bei 120 km\/h Obergrenze f&uuml;r den gesamten Pkw-Verkehr auf Autobahnen um etwa neun Prozent. Tempolimit-Gegner wie der ADAC argumentieren, dass die Einsparung kaum ins Gewicht falle bezogen auf das gesamte CO&#8322;-Problem Deutschlands. Doch diese Argumentation zieht nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/tempolimit-autobahn-deutschland-1.4259731\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>F&uuml;r die Bundeswehr geht es in Afghanistan nur noch ums Durchhalten<\/strong><br>\nDer Afghanistan-Trip der Verteidigungsministerin wirft ein Schlaglicht auf die Lage der Bundeswehr am Hindukusch. Trotz Milliardeninvestitionen bietet die afghanische Armee ein kl&auml;gliches Bild. Und au&szlig;erhalb ihres Feldlagers sind die Deutschen quasi blind.<br>\nEs war eine der ersten Amtshandlungen von Ursula von der Leyen (CDU) als Verteidigungsministerin. Im Dezember 2013 besuchte sie das Feldlager der Bundeswehr in Masar-i-Scharif, um den in Nordafghanistan stationierten Soldaten im Namen der Bundesregierung f&uuml;r ihren Einsatz zu danken. Diese kurze Stippvisite als Geste der Anerkennung wiederholte sie seitdem j&auml;hrlich in der Vorweihnachtszeit.<br>\nSo auch in dieser Woche. Am Montagabend landete von der Leyen im Camp Marmal, benannt nach dem nahe gelegenen Gebirge, das in den fast zwei Jahrzehnten des Einsatzes zu einer veritablen Kleinstadt geworden ist. Am Dienstag jettete sie zur&uuml;ck. Dazwischen lagen ein Briefing durch den Standortkommandeur und ein Besuch des im Feldlager aufgebauten Weihnachtsmarktes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article185747470\/Bundeswehr-In-Afghanistan-geht-es-nur-noch-ums-Durchhalten.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kiew will Russland testen<\/strong><br>\nUkrainischer Sicherheitsratschef Turtschinow k&uuml;ndigt neuen Versuch an, Stra&szlig;e von Kertsch zu durchbrechen<br>\nDie Ukraine wird nach den Worten ihres Sicherheitsratschefs Olexander Turtschinow erneut versuchen, Milit&auml;rschiffe durch die Meerenge von Kertsch zu schicken. Turtschinow sagte gegen&uuml;ber der britischen BBC, es m&uuml;sse verhindert werden, dass Russland das Asowsche Meer zu einem &raquo;russischen Binnengew&auml;sser&laquo; mache. Er bezeichnete es als w&uuml;nschenswert, wenn an einer solchen neuen Provokation an Bord der ukrainischen Schiffe internationale Vertreter, etwa von der OSZE oder der NATO, teilnehmen w&uuml;rden. [&hellip;]<br>\nReaktionen von seiten der angesprochenen internationalen Organisationen gab es zun&auml;chst nicht. In der Ukraine wurde spekuliert, ob ein Anfang der Woche zu einem Flottenbesuch in Odessa eingelaufenes Vermessungsschiff der britischen Marine eventuell einem solchen ukrainischen Durchbruchsversuch Geleitschutz geben k&ouml;nne.<br>\nTurtschinow verk&uuml;ndete auch, im Falle einer Bedrohung die neue Br&uuml;cke auf die Krim zu zerst&ouml;ren. Die ukrainische Marine sei in der Lage, russische Schiffe sogar in ihren Heimath&auml;fen mit Raketen zu versenken. Russland reagierte offiziell nicht auf Turtschinows &Auml;u&szlig;erungen. Einzelne Politiker warnten die Ukraine vor neuen &raquo;Provokationen&laquo;. Beim n&auml;chsten Versuch w&uuml;rden ukrainische Schiffe nicht mehr aufgebracht, sondern versenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/345848.konflikt-um-stra%C3%9Fe-von-kertsch-kiew-will-russland-testen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jeder Tropfen ein Gewinn?<\/strong><br>\nF&uuml;r die einen ist &laquo;Wasser das neue Gold&raquo;. Andere fragen sich, ob man mit Menschenrechten spekulieren darf.<br>\nEs ist eine kleine Nachricht, aber ein grosses Thema: Die Stadt Baltimore hat Anfang November als erste gr&ouml;ssere US-Stadt die Wasserprivatisierung abgeschafft. Die Einwohner sprachen sich mit 77 Prozent der Stimmen f&uuml;r die Unver&auml;usserlichkeit der Wasserversorgung aus, berichtete unter anderen die Nachrichtenagentur Reuters. Die Abstimmung setzte einen Schlusspunkt unter die Erw&auml;gung, das veraltete und marode Wasser- und Abwassersystem einem privaten Versorger zu &uuml;bergeben. Wasserrechts-Organisationen jubelten, die grossen Wasserversorger Veolia und Suez North America, die sich f&uuml;r die &Uuml;bernahme interessiert hatten, kommentierten das Wahlergebnis nicht.<br>\nDie Gedanken, die der Abstimmung vorausgingen, zeigen auf, was sich weltweit auf dem Wassermarkt abspielt. Es gibt zun&auml;chst keinen Grund, davon auszugehen, dass ein Privatunternehmen die Wasserversorgung nicht ebenso gut gew&auml;hrleisten kann wie ein &ouml;ffentliches. Bis auf einen: Profit. Eine Stadt, die ihre Versorgung verkauft, profitiert davon einmal und hat k&uuml;nftig weniger laufende Kosten.<br>\nEin Unternehmen, dessen Daseinszweck die Erwirtschaftung von Profiten ist, wird in den Vordergrund stellen, was sich auf den Wasserpreis niederschl&auml;gt. Ein US-Haushalt, der Wasser von einem privaten Versorger bezieht, zahlt im Schnitt 59 Prozent mehr daf&uuml;r, als einer, der an &ouml;ffentliche Versorger angeschlossen ist. Das rechnete die Non-Profit-Organisation &laquo;Food and Water Watch&raquo; aus, die dazu Daten gesammelt hat. Auf lange Sicht, ist &laquo;Food and Water Watch&raquo; &uuml;berzeugt, rechnet sich die &ouml;ffentliche Versorgung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Jeder-Tropfen-ein-Gewinn\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Demokratie in den USA: Wo W&auml;hler keine Stimme haben<\/strong>\n<ul>\n<li>Bei den Midterms ist es in einem County in North Carolina offenbar zu einem krassen Fall von Wahlbetrug gekommen. <\/li>\n<li>Hunderte Briefwahlstimmen sollen manipuliert worden sein, um dem republikanischen Kandidaten zum Sieg zu verhelfen. <\/li>\n<li>Der Fall ist ein Beipiel f&uuml;r die zerfallende Demokratie in den USA und speziell in North Carolina.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bladen County im S&uuml;dosten des US-Bundesstaats North Carolina. Einwohner: knapp 35 000. Viel Farmland. Mehr ist kaum zu sagen &uuml;ber den Flecken Erde. Bladen County ist kein Ort, der Besonderes verspricht &ndash; und doch erregt er seit einigen Tagen nationales Interesse.<br>\nBladen County ist der Tatort des derzeit gr&ouml;&szlig;ten Falles von Wahlbetrug in den USA. Oder genauer, der Teil von Bladen County, der zum 9. Wahlbezirk von North Carolina f&uuml;r das Repr&auml;sentantenhaus in Washington geh&ouml;rt. Die Midterm-Wahlen am 6. November haben hier ein knappes Ergebnis gebracht. 238 000 Stimmen wurden im 9. Wahlbezirk abgegeben. Der republikanische Kandidat Mark Harris hat 905 Stimmen Vorsprung und erkl&auml;rte sich zum Sieger. Sein demokratischer Kontrahent Dan McCready gestand kurz nach der Wahl auch seine Niederlage ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/demokratie-in-den-usa-wo-waehler-keine-stimme-haben-1.4257781\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Amazon: Die Daten des Anderen<\/strong><br>\nAls ein Nutzer bei Amazon seine Daten abfragt, erh&auml;lt er nicht nur die &ndash; sondern auch Audiodateien eines Fremden. Das Problem aber geht &uuml;ber den Tech-Konzern hinaus.<br>\nEndlich mehr Datenschutz &ndash; so versprachen es zumindest Politikerinnen und Politiker, als im Mai 2018 die Umsetzungsfrist der europ&auml;ischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ablief. Surft man im Netz, soll man seine Daten nun nicht nur besser sch&uuml;tzen k&ouml;nnen, nein, man soll sogar ein wenig Hoheit &uuml;ber sie zur&uuml;ckerlangen. M&ouml;chte man etwa wissen, welche Informationen eine Website &uuml;ber einen gespeichert hat, m&uuml;ssen die Betreiber sie einem senden, auf Nachfrage auch l&ouml;schen. Wenigstens die EU-B&uuml;rger sollen durch die DSGVO endlich wieder Herr &uuml;ber ihre eigenen Daten werden.<br>\nDie Regelung soll vor allem Unternehmen z&auml;hmen, die viele Daten sammeln &ndash; und das sind insbesondere die gro&szlig;en US-Tech-Firmen wie etwa Facebook, Google, Netflix und Amazon. Diese sollen Informationen &uuml;ber ihre Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr einfach ohne deren Wissen horten k&ouml;nnen. EU-B&uuml;rger sollen auf Nachfrage auch von den amerikanischen Unternehmen ein Datenpaket in allen Einzelheiten erhalten: welche Links sie angeklickt, welche Produkte sie gekauft, welche Videos sie sich angeguckt, welche Gespr&auml;che sie mit ihrem smarten Lautsprecher gef&uuml;hrt haben.<br>\nBei einem dieser gro&szlig;en Konzerne, Amazon, ist es nun im Rahmen einer solchen Selbstauskunft zu einem ernsten Datenschutz-Fauxpas gekommen. Das berichtet das Tech-Magazin c&rsquo;t in seiner aktuellen Ausgabe. Als ein Nutzer seine eigenen Informationen abfragte, erhielt er einen Downloadlink zu einer 100 Megabyte gro&szlig;en Datei. Darin fand er seine eigenen Daten &ndash; aber auch Tonaufnahmen von Gespr&auml;chen mit der intelligenten Amazon-Assistentin Alexa. Die Sache war nur die: Der Anfragende hatte Alexa nicht genutzt. Es waren die Daten eines anderen, der ebenfalls Kunde von Amazon war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2018-12\/amazon-datenschutz-alexa-nutzerdaten\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Der letzte Krippenplatz ohne Airbnb<\/strong><br>\nWie der Heilige Abend in einer konservativen Kleinfamilie beinahe ganz arg schiefgelaufen w&auml;re. Eine kleine Geschichte &uuml;ber den Messias (Friedrich Merz), sentimentales Wohnungsnot-Gesabbel und den Daimler-Stern &uuml;ber Bethlehem.<br>\n&ldquo;Es begab sich aber zu der Zeit&hellip;&rdquo;, so beginnt der Vater nun, wie jedes Jahr, seinem Sohn eine Geschichte vorzulesen, die seit zweitausend Jahren immer wieder nachgedruckt wird und den Erz&auml;hler Lukas und seinen Ko-Schreiber Matth&auml;us zu Bestsellerautoren gemacht hat. Jetzt aber passiert etwas Unerh&ouml;rtes in dieser besinnlichen Kleinfamilie, die traditionell Union w&auml;hlt. Der Sohn muckt n&auml;mlich auf: &ldquo;Nein, Papa, nicht schon wieder! Das ist doch eine bl&ouml;de Geschichte, die geht jetzt gar nicht mehr!&rdquo; Der Vater aber macht unbeirrt weiter: &ldquo;&hellip;dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt gesch&auml;tzt w&uuml;rde&hellip;&rdquo; &ndash; &ldquo;Hah! Globale Volksz&auml;hlung, so ein Quatsch&hellip;&rdquo; &ndash; &ldquo;Und diese Sch&auml;tzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.&rdquo; &ndash; &ldquo;Weihnachten in Syrien! Ja, die spinnen doch!&rdquo;<br>\nDer Vater erz&auml;hlt trotzdem weiter, wenn auch ein bisschen eingesch&uuml;chtert, und er kommt jetzt an die Stelle mit der Maria, die quasi ein Gr&uuml;ndungsmythos f&uuml;r das christliche Abendland ist und dessen Betreuerin, die CDU: &ldquo;Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.&rdquo; Aber nun legt der Sohn sowas von los: &ldquo;Ich kann&rsquo;s nicht mehr h&ouml;ren! Dieses sentimentale Wohnungsnot-Gesabbel! Ist doch klar, dass in Bethlehem zur Weihnachtszeit alles voll ist, Hotels, Hostels, Absteigen und Airbnb, das regelt halt der Markt! Diese Maria und dieser keusch mittrottelnde Josef, die sollen doch froh sein, dass sie ganz ohne Voranmeldung &uuml;berhaupt noch den letzten Krippenplatz gekriegt haben!&rdquo; In Stuttgart, ereifert sich der Sohn, da sehe das ganz anders aus, &ldquo;da geht es n&auml;mlich geordnet zu, da muss man sein Kind schon vor der Empf&auml;ngnis anmelden, egal ob die unbefleckt geplant ist oder nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/kultur\/403\/der-letzte-krippenplatz-ohne-airbnb-5573.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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