{"id":48175,"date":"2019-01-02T08:43:27","date_gmt":"2019-01-02T07:43:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175"},"modified":"2019-01-02T08:43:27","modified_gmt":"2019-01-02T07:43:27","slug":"hinweise-des-tages-3274","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h01\">Merkels Neujahrspredigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h02\">DIW-&Ouml;konom Fratzscher: &ldquo;Die Erh&ouml;hung des Mindestlohns ist ein Placebo&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h03\">Neues aus den Unterklassen: Entrechtet, verh&ouml;hnt, ausgegrenzt &ndash; die Propaganda gegen Arme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h04\">Juso-Chef K&uuml;hnert zu 2018: &bdquo;Haben eine ganze Menge auf die Beine gestellt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h05\">Kritik an &ldquo;Vollkaskomentalit&auml;t&rdquo;: Kommunen fordern Reform des Sozialstaats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h06\">Deutsche Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h07\">Privatisierungspl&auml;ne: Wirrwarr um Toll Collect &ndash; Wer k&uuml;mmert sich um die Lkw-Maut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h08\">Nun offiziell: Bundesrechnungshof zerpfl&uuml;ckt Ex-Minister Alexander Dobrindt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h09\">Altenpflege: Geld verdienen mit Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h10\">20 Jahre Euro: 60 Prozent Schuldenstand &bdquo;vollkommen willk&uuml;rlich&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h11\">Weidmann kritisiert Haushaltskompromiss zwischen der EU und Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h12\">Exodus aus Osteuropa: Die Abwanderung der jungen Generation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h13\">Frankreich besteuert Digitalkonzerne im Alleingang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h14\">Trittin verteidigt Nord Stream 2: &ldquo;Die Amerikaner wollen Russland wirtschaftlich totr&uuml;sten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h15\">Konfrontationspolitik und Aufr&uuml;stung &ndash; ein R&uuml;ckblick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48175#h16\">Amtsantritt von Jair Bolsonaro: Gefahr f&uuml;r die brasilianische Demokratie?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Merkels Neujahrspredigt<\/strong><br>\nWie jedes Jahr begl&uuml;ckt uns Angela Merkel mit ihrer Neujahrsansprache. Und wie immer sind viele Kommentatoren von der Weisheit ihrer Worte tief ergriffen.<br>\nMir geht es anders. Ich rege mich immer noch auf, wenn ich Ansprachen h&ouml;re, bei denen die oder der Vortragende den Eindruck erwecken, die eigenen Worte nicht zu verstehen. Was meine ich?<br>\n&bdquo;Da ist die Schicksalsfrage des Klimawandels, die der Steuerung und Ordnung der Migration, da ist der Kampf gegen den internationalen Terrorismus. In unserem eigenen Interesse wollen wir alle diese Fragen l&ouml;sen. Und das k&ouml;nnen wir am Besten, wenn wir die Interessen anderer mitbedenken&ldquo;, sagt Angela Merkel, handelt aber nicht danach.<br>\nJa, wir m&uuml;ssten die Interessen anderer mitbedenken,\n<ul>\n<li>wenn wir L&ouml;hne dr&uuml;cken, Renten und soziale Leistungen k&uuml;rzen,<\/li>\n<li>wenn wir Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse haben und den europ&auml;ischen Nachbarn Spardiktate verordnen,<\/li>\n<li>wenn wir vor allem den V&ouml;lkern Afrikas unfaire Handelsvertr&auml;ge aufzwingen, ihre Landwirtschaft zerst&ouml;ren und ihre K&uuml;sten leerfischen,<\/li>\n<li>wenn wir Frieden in Europa haben wollen, sollten wir die Interessen der Russen ber&uuml;cksichtigen, die genauso wenig US-Truppen und -Raketen an ihrer Grenze wollen, wie die US-B&uuml;rger russische Truppen und Raketen an ihrer mexikanischen oder kanadischen Grenze<\/li>\n<li>wenn wir Waffen an Saudi-Arabien liefern, sollten wir die Interessen der Menschen ber&uuml;cksichtigen, die im Jemen mit diesen Waffen umgebracht werden<\/li>\n<li>wenn wir die US-Drohnenkrieger in Ramstein dulden, sollten wir die Interessen der Menschen ber&uuml;cksichtigen, die durch diesen v&ouml;lkerrechtswidrigen Drohnenkrieg ermordet werden<\/li>\n<li>wenn wir, wie in Syrien, beim Bombenwerfen helfen, sollten wir die Interessen der Menschen ber&uuml;cksichtigen, die im Bombenhagel ums Leben kommen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Noch viele andere Beispiele k&ouml;nnte man nennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2106305889430867\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>DIW-&Ouml;konom Fratzscher: &ldquo;Die Erh&ouml;hung des Mindestlohns ist ein Placebo&rdquo;<\/strong><br>\nMarcel Fratzscher, der Chef des DIW Berlin, erwartet auch f&uuml;r 2019 eine robuste Konjunktur. Viele B&uuml;rger w&uuml;rden davon aber nicht profitieren. Ein Interview.<br>\nHerr Fratzscher, f&uuml;r die deutsche Wirtschaft scheinen die Zeiten des traumhaften Wachstums vorbei zu sein. Droht eine Rezession?<br>\nNein, Deutschland erlebt nach wie vor goldene Jahre. Obwohl die Wachstumszahlen f&uuml;r 2018 insgesamt etwas schw&auml;cher sein werden als noch Anfang des Jahres erwartet, hatten wir dennoch &uuml;bers Jahr gesehen ein ordentliches Wachstum, und 2019 k&ouml;nnte es &auml;hnlich gut werden. Die Arbeitslosenquote wird weiter sinken, die L&ouml;hne werden nochmals steigen. Wenn im Ausland nichts schief geht, k&ouml;nnen wir uns noch auf zwei, drei goldene Jahre freuen. Unsere Wirtschaft hat ein riesiges Potential, wir nutzen unsere Ressourcen bisher nicht aus. [&hellip;]<br>\nWer sind die Abgeh&auml;ngten?<br>\nDringenden Handlungsbedarf sehe ich vor allem im Niedriglohnsektor, der in Deutschland au&szlig;ergew&ouml;hnlich gro&szlig; ist. Jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte arbeitet im Niedriglohnbereich, darunter auch viele gut Qualifizierte. [&hellip;]<br>\nWas muss passieren, damit es den Menschen besser geht?<br>\nDie L&ouml;hne sind auch darum so niedrig, weil es in vielen Niedriglohnbereichen keine ausreichende gewerkschaftliche Vertretung gibt. Man m&uuml;sste die Sozialpartner, also Gewerkschaften und Arbeitgeber, notfalls zwingen, Tarifvertr&auml;ge abzuschlie&szlig;en. Die Besch&auml;ftigten sind bislang zu oft auf sich allein gestellt.<br>\nWelche Branchen meinen Sie?<br>\nDie Pflege ist ein solcher Bereich. Es wird viel &uuml;ber die Arbeitsbedingungen diskutiert, aber es passiert zu wenig. In Deutschland nehmen die Forderungen zu, dass Leistungstr&auml;ger entlastet werden sollen. Gemeint sind dann aber meist Menschen mit hohen Einkommen. Dabei sind deren Eink&uuml;nfte in den vergangenen zehn Jahren massiv gestiegen. Die oberen 20 Prozent haben heute bis zu 30 Prozent mehr Einkommen. Ich finde jedoch, die eigentlichen Leistungstr&auml;ger sind die Menschen, die f&uuml;r wenig Geld viel leisten &ndash; etwa in der Pflege. 89 Prozent der dort Besch&auml;ftigten sind Frauen. F&uuml;r viele Menschen ist es schwer, am wirtschaftlichen Erfolg teilzuhaben. Das Armutsrisiko in Deutschland ist trotz des Wirtschaftsbooms sogar gestiegen.<br>\nWie gro&szlig; ist das Risiko?<br>\n17 Prozent der Bundesb&uuml;rger verdienen so wenig, dass sie zum Armutsfall werden k&ouml;nnten. In einigen Gruppen ist das Risiko aber noch deutlich h&ouml;her. Bei Familien mit Kindern sind es 20 Prozent, bei Alleinerziehenden ist sogar jede zweite von Armut bedroht. Bei solchen Dimensionen geht es nicht um Randgruppen. Oder nehmen Sie Hartz IV. &Uuml;ber sechs Millionen Menschen bekommen Hartz IV, aber nur 20 Prozent davon sind Arbeitslose. Der Verdienst vieler reicht nicht, um &uuml;ber die Runden zu kommen. Das ist sozialer Sprengstoff. Der Erfolg der AfD ist ein Warnschuss. [&hellip;]<br>\nWarum?<br>\nIch finde, es geht nicht darum, den oberen Zehntausend etwas wegzunehmen, sondern die unteren 40 Prozent, die nichts gespart haben, zu st&auml;rken.<br>\nWie soll das gehen?<br>\nEin Erbe erleichtert den Start ins Familien- oder Berufsleben, ich meine, alle Menschen sollten solche Startchancen bekommen. Jeder sollte ein Erbe bekommen. Wir vom DIW Berlin schlagen ein sogenanntes Lebenschancenerbe vor. Jeder junge Mensch sollte vom Staat 30000 Euro bekommen, um damit etwa eine Weiterbildung zu bezahlen oder eine komplett neue Berufsausbildung. Oder sich selbstst&auml;ndig zu machen. Oder damit eine Auszeit zu bezahlen. Wir sollten keine Verteilungsk&auml;mpfe ausfechten, sondern Menschen bessere Chancen er&ouml;ffnen, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es sich w&uuml;nschen.<br>\nWie sehen Ihre eigenen Berufspl&auml;ne aus? Wollen Sie Jens Weidmann als Chef der Bundesbank abl&ouml;sen?<br>\nIch habe keine solchen Pl&auml;ne und f&uuml;hle mich in meiner Rolle als Pr&auml;sident des DIW Berlin, als Wissenschaftler und kritische Stimme in den gesellschaftliche Debatten, sehr wohl.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtscha%20ft\/diw-oekonom-fratzscher-die-erhoehung-des-mindestlohns-ist-ein-placebo\/23814246.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist ein f&uuml;r den DIW-Pr&auml;sidenten typisches Interview. Kritisch klingen, aber im Kern bitte nicht sein, im Kern Unterst&uuml;tzung der herrschenden Propaganda und Politik. Zum Beispiel:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Der DIW Pr&auml;sident beklagt, jeder F&uuml;nfte arbeite im Niedriglohnsektor, das Armutsrisiko in Deutschland sei gestiegen, 17 % der Bundesb&uuml;rger verdienen so wenig, dass sie zum Armutsfall werden k&ouml;nnten, bei Alleinerziehenden sei jede zweite von Armut bedroht usw. &ndash; und dann bezeichnet er diese unsere Zeit als &bdquo;goldene Jahre&ldquo;. <\/em><\/li>\n<li><em>Er beklagt die ungerechte Verm&ouml;gensverteilung und f&uuml;gt aber dann an: &bdquo;Ich m&ouml;chte aber vor einer Neiddebatte warnen.&ldquo; Das erg&auml;nzt er dann noch mit dem Satz: &bdquo;Wir sollten keine Verteilungsk&auml;mpfe ausfechten, sondern Menschen bessere Chancen er&ouml;ffnen, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es sich w&uuml;nschen.&ldquo; <\/em><\/li>\n<li><em>Er fordert eine kl&uuml;gere Vorsorgepolitik, um Menschen im Alter abzusichern. &ndash; Und dann folgt direkt dieser Satz: &bdquo;Wir brauchen eine bessere Balance aus Rente, privater und betrieblicher Vorsorge.&ldquo; Das ist die typische Unterst&uuml;tzung der herrschenden Politik, die gekennzeichnet ist davon, dass man im Dienste privater Interessen, n&auml;mlich der Versicherungswirtschaft, die vom Steuerzahler gef&ouml;rderte betriebliche Altersvorsorge und die private Vorsorge anderer Art unterst&uuml;tzt, und gleichzeitig nichts tut, um die gesetzliche Rente zu st&auml;rken. Mit Balance kommen wir beim Versuch, gro&szlig;fl&auml;chige Altersarmut zu vermeiden, nicht weiter.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Im letzten Satz des Interviews r&uuml;hmt sich der Pr&auml;sident des DIW auch noch des mit diesem Interview wieder zelebrierten Charakters: &bdquo;Ich f&uuml;hle mich in meiner Rolle als &hellip; kritische Stimme in den gesellschaftlichen Debatten sehr wohl.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neues aus den Unterklassen: Entrechtet, verh&ouml;hnt, ausgegrenzt &ndash; die Propaganda gegen Arme<\/strong><br>\nVersoffen und ungepflegt: In Mainstreammedien werden Vorurteile &uuml;ber Hartz IV-Bezieher regelm&auml;&szlig;ig bedient<br>\nR&uuml;ck- und Ausblick: W&auml;hrend die Armut in Deutschland w&auml;chst, erkl&auml;ren Politik und Medien Betroffene weiterhin zu S&uuml;ndenb&ouml;cken und befeuern ihre zus&auml;tzliche Spaltung in ethnische, religi&ouml;se und nationale Gruppen. Soziale Konflikte sind vorprogrammiert.<br>\nProminente gaben Obdachlosen medienpr&auml;sent Festessen aus. Politiker pr&auml;sentierten sich mit Sch&ouml;pfkelle in einer Suppenk&uuml;che. Superm&auml;rkte spendeten ganz besonders werbewirksam aussortierte Lebensmittel an eine der fast 1.000 Tafeln in Deutschland. Letztere luden bed&uuml;rftige Kinder zum Basteln und deren Eltern zu Kaffee und Pl&auml;tzchen ein. Es war &ldquo;the same procedure as every year&rdquo;. Und wie jedes Jahr endete der moralische Ablasshandel mit dem Weihnachtsfest. Die karitativ engagierte Besitzb&uuml;rgerschaft geht zum Tagesgesch&auml;ft &uuml;ber. Dort hat der Bettler drau&szlig;en zu bleiben. [&hellip;]<br>\nDie sp&auml;tkapitalistische Erfolgsgesellschaft reicher Erben und verzweifelt nach Aufstieg strebender Status-Akrobaten verachtet in Wahrheit die Habenichtse. Man be&auml;ugt sie skeptisch und voyeuristisch. Das Jahr 2018 war ein Paradebeispiel daf&uuml;r. Der Fernsehsender RTL II schlug mit &ldquo;Armutspornos&rdquo; wie &ldquo;Hartz und herzlich&rdquo; und &ldquo;Promis auf Hartz IV&rdquo; die Zuschauer-Rekorde.<br>\nDas propagierte Bild der Betroffenen darin war dasselbe wie schon zu Zeiten der den rigiden Sozialabbau vorbereitenden und begleitenden Hetzreportagen &uuml;ber den kranken Fr&uuml;hrentner &ldquo;Florida-Rolf&rdquo; und die angebliche Sozialhilfe-Abzockerin &ldquo;Mallorca-Karin&rdquo;: faul, dreist und dumm. RTL II grub ein Hartz-IV-Paar aus, das in einer Obdachlosenunterkunft lebte und dem das Jugendamt die Kinder weggenommen hatte. Ein anderer gab zu, nebenher mit Drogen zu dealen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/81832-neues-aus-unterklassen-entrechtet-verhohnt\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> RT Deutsch, die andere Seite &ndash; gut, dass es die Erg&auml;nzung gibt. Im konkreten Fall werden wir indirekt auch darauf hingewiesen, die Medienwelt, die wir normalerweise nicht wahrnehmen, auch mal zu beachten: RTL II und Konsorten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Juso-Chef K&uuml;hnert zu 2018: &bdquo;Haben eine ganze Menge auf die Beine gestellt&ldquo;<\/strong><br>\nPolitisch sei 2018 ein weniger erfreuliches Jahr gewesen, sagte der Juso-Vorsitzende Kevin K&uuml;hnert im Dlf. In der Bev&ouml;lkerung sei vielfach der Eindruck entstanden, dass &bdquo;politisch ganz viel Selbstbesch&auml;ftigung war&ldquo;. Das sei angesichts der vielen Streitigkeiten nachvollziehbar &ndash; entspreche aber nicht den Tatsachen.<br>\nDass die Menschen den Eindruck gehabt h&auml;tten, dass es ein Jahr war, in dem die Politik um sich selbst gekreist sei, sei auch nachvollziehbar angesichts der vielen Querelen wie etwa dem Streit um das Asylrecht oder um Verfassungsschutzchef Maa&szlig;en, sagte K&uuml;hnert. Dabei halte er es f&uuml;r fraglich, ob das den Tatsachen entspreche, denn trotz nur acht, neun Monaten Regierungszeit &bdquo;haben wir eigentlich eine ganze Menge auf die Beine gestellt&ldquo;.<br>\nSchon die letzte Gro&szlig;e Koalition sei in der Wahrnehmung gepr&auml;gt gewesen &bdquo;von den Nicklichkeiten zwischen den Koalitionspartnern, weil es viel Streitpotential, viel Uneinigkeit gibt &ndash; und das geht immer auf Kosten der Wahrnehmung von tats&auml;chlichen politischen Entscheidungen, die getroffen werden.&ldquo; Deswegen seien die Jusos auch gegen die Gro&szlig;e Koalition, so K&uuml;hnert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/juso-chef-kuehnert-zu-2018-haben-eine-ganze-menge-auf-die.694.de.html?dram:article_id=437149\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ein sehr schwaches Interview, das im allgemeinen Palaver versinkt, obwohl die Aussagen K&uuml;hnerts schon bemerkenswert entlarvend sind. Hat der Juso-Chef nicht immer einen &bdquo;echten Politikwechsel&ldquo; gefordert? Nun erkl&auml;rt er nonchalant, dass die letzte wie auch die aktuelle Gro&szlig;e Koalition eigentlich ganz gute Arbeit geleistet habe, was aber nicht weiter auffiel, da es immer wieder Streit in der Regierung gab. Das sei einer der Gr&uuml;nde gewesen, warum man keine Neuauflage der GroKo wollte. K&uuml;hnert st&ouml;rt sich also vornehmlich an der Au&szlig;endarstellung und nicht an der Politik. Vermutlich ist K&uuml;hnert auch in die aktuelle Kampagne zur Lobpreisung von SPD-Politik <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/was-sich-2019-aendert\/\">eingebunden<\/a>, die mit Ablauf des Jahres 2018 von den Social Media Experten der Partei gestartet worden war. Darin wird beispielsweise die Erh&ouml;hung des Kindergeldes gefeiert, die aber unverst&auml;ndlicherweise erst zum Juli 2019 greift, w&auml;hrend der h&ouml;here steuerliche Freibetrag, von dem Besserverdienende profitieren, bereits ab Januar gilt. Und wer auf Hartz IV angewiesen ist, hat weiterhin gar nichts von dem, was die SPD besseres Leben nennt. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Debatten unterm Tannenbaum&rdquo;: SPD beschert Twitter die grottigste Social-Media-Kampagne der Weihnachtstage<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2018\/12\/27\/debatten-unterm-tannenbaum-spd-beschert-twitter-die-grottigste-social-media-kampagne-der-weihnachtstage\/\">Meedia<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kritik an &ldquo;Vollkaskomentalit&auml;t&rdquo;: Kommunen fordern Reform des Sozialstaats<\/strong><br>\nDer Deutsche St&auml;dte- und Gemeindebund fordert eine tiefgreifende Reform des Sozialstaates. Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Gerd Landsberg sagte der Funke Mediengruppe, in Deutschland habe sich &ldquo;eine Form der Vollkaskomentalit&auml;t ausgebildet, wonach der Staat alles und &uuml;berall leisten kann und f&uuml;r jedes individuelle Problem eine L&ouml;sung bereit halten muss&rdquo;. Das k&ouml;nne auf Dauer nicht funktionieren.<br>\n&bdquo;Jedem Problem wird mit dem Versprechen begegnet, es gebe mehr Geld und nat&uuml;rlich auch mehr Personal&rdquo;, sagte Landsberg. Beides sei vor dem Hintergrund des demografischen und wirtschaftlichen Wandels aber langfristig nicht zu erf&uuml;llen. Die Erkenntnis, dass der Staat letztlich nur das verteilen k&ouml;nne, was er vorher den B&uuml;rgern &uuml;ber Steuern und Abgaben entzogen habe, werde kaum beachtet.<br>\nZiel einer Reform m&uuml;sse sein, die Sozialgesetze zu vereinfachen, B&uuml;rokratie abzubauen und den wirklich Bed&uuml;rftigen besser zu helfen, sagte Landsberg. &ldquo;Das ist eine unverzichtbare Voraussetzung daf&uuml;r, dass der Sozialstaat auch in Zukunft funktioniert und langfristig finanzierbar ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kommunen-sozialstaat-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was wird hier vorbereitet? Eine Agenda 2020? Die Statements Landsbergs sind die &uuml;blichen neoliberalen Propagandaphrasen gegen den Sozialstaat. Die Verf&uuml;gbarkeit finanzieller Ressourcen ist nur dann ein Problem, wenn man die immer extremer entwickelnde Verm&ouml;genspolarisierung ausblendet, wenn man z.B. offenbar noch nie etwas von den betr&uuml;gerischen Cum-Ex Gesch&auml;ften geh&ouml;rt hat, die der &ouml;ffentlichen Hand allein Deutschland mehr als 32 Milliarden Euro gekostet haben. Wie diese ein Ausdruck der aggressiven Steuervermeidungspraktiken der Superreichen und Gro&szlig;konzerne sind. Das sollte Landsberg thematisieren wenn er sich darum sorgt, &bdquo; &hellip;. dass der Sozialstaat auch in Zukunft &hellip;. langfristig finanzierbar ist.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Bahn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Lichterloh brennt es bei der Bahn<\/strong><br>\nEs brennt lichterloh im Konzern. Das sieht auch die Ratingagentur S&amp;P so. In ihrem Bericht vom 21. August 2018 wird festgehalten, dass die Verschuldung sehr hoch ist (22,1 Milliarden Euro), und die betriebswirtschaftlichen Aussichten negativ sind, obgleich der Bund 2017 erhebliche zus&auml;tzliche Mittel (2,7 Milliarden Euro) bereit gestellt hat.<br>\nWas in einer solchen Situation einer Aktiengesellschaft passieren k&ouml;nnte, hat der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags 2016 in einer Ausarbeitung zum Thema &ldquo;Insolvenz von Eisenbahnunternehmen nach Artikel 87e Absatz 3 GG&rdquo; (hier das Gutachten) dargelegt. Sie kommt zum Schluss: &ldquo;Mit der Privatisierung eines vormaligen &acute;Staatsunternehmens&acute; in Gestalt einer Kapitalgesellschaft wird dieses grunds&auml;tzlich insolvenzf&auml;hig [&hellip;] Auch eine Verpflichtung zum Ausgleich von Gesellschaftsverbindlichkeiten durch den Staat als Anteilseigner ist aufgrund Aktienrecht [&hellip;] nicht ersichtlich.&rdquo;<br>\nUnterstellt man auf dieser Grundlage, Stuttgart 21 erweise sich 2020 endg&uuml;ltig als ein Fass ohne Boden, w&auml;hrend es gleichzeitig im Rahmen einer neuen Finanz- und Wirtschaftskrise zu massiven Verlusten kommt, dann k&ouml;nnte der Bahnkonzern Insolvenz anmelden. Es k&auml;me zur Bildung einer Auffanggesellschaft und einem Neustart auf niedrigerem Niveau. Ein gro&szlig;er Teil der Schulden m&uuml;sste abgeschrieben werden. Die Bauruine Stuttgart 21 m&uuml;sste mit Finanzmitteln des Landes Baden-W&uuml;rttemberg bzw. solchen der Landeshauptstadt Stuttgart &ldquo;saniert&rdquo; werden.<br>\nWollte man angesichts des DB-AG-Jubil&auml;umstag drei notwendige Schritte formulieren, w&auml;ren dies folgende: Erstens eine Aufgabe des Status als Aktiengesellschaft und eine R&uuml;ckf&uuml;hrung in ein &ouml;ffentliches Unternehmen, zweitens ein Ausstieg bei Stuttgart 21 und anderen zerst&ouml;rerischen Gro&szlig;projekten und drittens ein kompletter Neustart im Bereich Schiene.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/404\/lichterloh-brennt-es-bei-der-bahn-5608.html#\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Bahn-Debakel<\/strong><br>\nMan darf sich getrost fragen, wie das sein kann. Wie ein Konzern Jahr f&uuml;r Jahr im Heimatland Passagierrekorde bricht, mehr Z&uuml;ge auf nagelneuen Strecken verkehren l&auml;sst und daf&uuml;r nicht mehr Personal veranschlagt. Wie das gleiche Unternehmen zwar G&uuml;ter von der Stra&szlig;e auf die Schiene bringen will, gleichzeitig aber seit 2015 allein im G&uuml;terverkehr 1600 Stellen abbaut. Die Antwort ist einfach: Es l&auml;sst sich nicht verstehen. [&hellip;]<br>\nIn den vergangenen 25 Jahren ist das gesamte Stra&szlig;ennetz in Deutschland von 640 000 Kilometer um knapp 40 Prozent auf fast 900 000 Kilometer angewachsen. Im selben Zeitraum wurde das Schienennetz um knapp 20 Prozent zur&uuml;ckgebaut. [&hellip;]<br>\nAndere L&auml;nder machen der Politik l&auml;ngst vor, was auch in Deutschland n&ouml;tig w&auml;re. Sie investieren bereits deutlich mehr in das Bahnfahren. In Deutschland werden pro Kopf der Bev&ouml;lkerung gerade mal 69 Euro pro Jahr in das Schienennetz investiert. In &Ouml;sterreich sind es immerhin 187 Euro, in der Schweiz sogar 362 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/verkehr-das-bahn-debakel-1.4262655\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Deutsche Bahn hat 16 Prozent ihrer Schienen stillgelegt<\/strong><br>\nEs gab mal eine Ziegelei in Schafst&auml;dt, ein Eisenwerk und eine Zuckerfabrik. Da das &Ouml;rtchen im heutigen Sachsen-Anhalt Ende des 19. Jahrhunderts eine wahre Bl&uuml;te erlebte, wurde eine Bahntrasse in die n&auml;chstgr&ouml;&szlig;eren Orte gebaut. Doch vom Aufschwung ist wenig geblieben. Die gro&szlig;en Werke sind l&auml;ngst dicht. 2014 wurde der Ort dann so richtig abgekoppelt. Die Bahn legte die Strecke nach Bad Lauchst&auml;dt still. Als letztmals ein Zug abfuhr, begleitete die Musikkapelle das mit Weihnachtsliedern. Die Lokalzeitung zitierte einen resignierenden Ortsb&uuml;rgermeister: &ldquo;Auf der Titanic haben sie auch bis zum Schluss gespielt.&rdquo;<br>\nSo wie Schafst&auml;dt geht es vielen Orten in Deutschland. Eine neue Zahl der Bundesregierung macht nun das ganze Ausma&szlig; der Streckenstilllegungen bei der Deutschen Bahn seit der Bahnreform vor 25 Jahren klar. Mehr als 5400 Kilometer ihres deutschen Streckennetzes fielen demnach weg. So geht es aus einer Antwort von Verkehrsstaatssekret&auml;r Enak Ferlemann auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. In Betrieb sind heute noch gut 33 000 Kilometer. Damit hat die Bahn etwa 16 Prozent ihres gesamten Netzes aufgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-deutsche-bahn-hat-prozent-ihrer-schienen-stillgelegt-1.4268351\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bahn-Aufsichtsrat prangert eigenes Unternehmen an<\/strong><br>\n&ldquo;Wenn die Deutsche Bahn ein Autohersteller w&auml;re, w&auml;ren die Lenkr&auml;der hinten montiert und die R&auml;der oben&rdquo; &ndash; ein vernichtendes Urteil, besonders wenn es von den eigenen Mitarbeitern kommt. Bahn-Aufsichtsrat Klaus-Dieter Hommel hatte seinem &Auml;rger &uuml;ber die Deutsche Bahn mit diesen Worten in der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; (&ldquo;WamS&rdquo;) Luft gemacht. &ldquo;Das ist hier inzwischen eine einzige Katastrophenveranstaltung&rdquo;, schimpfte Hommel, der auch Vizechef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist.<br>\nHommel ist mit seiner Kritik nicht allein. Zuletzt hatte die Deutsche Bahn ihre selbst gesteckten Ziele bei der P&uuml;nktlichkeit verfehlt. Nur etwa 70 Prozent der Z&uuml;ge fuhren im November nach Plan. Hinzu kommen schwierige Tarifverhandlung. Wegen eines Warnstreiks hatte die Bahn am 10. Dezember bundesweit den Fernverkehr eingestellt.<br>\nDer Vize-Aufsichtsratsvorsitzende und EVG-Chef Alexander Kirchner warnte vor wachsendem Frust unter den Mitarbeitern. &ldquo;Nicht wenige denken: Es wird eh nicht besser. Viele Kollegen haben die Hoffnung verloren&rdquo;, sagte Kirchner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. &ldquo;Die Kollegen in den Z&uuml;gen und auf den Bahnh&ouml;fen sind mit der Wut der Reisenden &uuml;ber Versp&auml;tungen direkt konfrontiert. Sie m&uuml;ssen sich permanent f&uuml;r Probleme rechtfertigen, die sie weder verursacht haben noch verhindern k&ouml;nnen.&rdquo; Dazu passt eine Analyse des Bundesinnenministeriums, laut der die gewaltsamen Angriffe auf Bahnpersonal deutlich zugenommen haben.<br>\nLaut &ldquo;WamS&rdquo; ist zudem der Kapitalbedarf der Deutschen Bahn deutlich h&ouml;her als die bisher veranschlagten vier Milliarden Euro. Bahnchef Richard Lutz und Netzvorstand Ronald Pofalla m&uuml;ssen laut &ldquo;WamS&rdquo; am 15. Januar im Bundesverkehrsministerium Eckpunkte f&uuml;r Ma&szlig;nahmen zur Verbesserung der Lage vorstellen, um diese dann dem Aufsichtsrat vorzulegen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die Bahn ist &uuml;ber Jahre auf Verschlei&szlig; gefahren worden&rdquo;, sagte EVG-Chef Kirchner. Es fehlen Kapazit&auml;ten bei der Infrastruktur, bei den Z&uuml;gen und beim Personal. Das f&uuml;hrt dazu, dass das System allm&auml;hlich kippt.&rdquo;<br>\nBei der Linken im Bundestag wird der Ruf nach einer Wiederverstaatlichung laut. &ldquo;Was der hoch bezahlte Vorstand, die Manager und der Aufsichtsrat leisten, k&ouml;nnen Beh&ouml;rdenleiter schon lange. Und die kassieren daf&uuml;r keine Millionengeh&auml;lter&rdquo;, schrieb der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Jan Korte in einem Vorschlag an seine Fraktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/klaus-dieter-hommel-ueber-deutsche-bahn-einzige-katastrophenveranstaltung-a-1245274.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man liegt sicher nicht falsch eine wesentliche Ursache f&uuml;r den desolaten Zustand der deutschen Bahn in der sogenannten Bahnreform mit der Gr&uuml;ndung der Deutschen Bahn AG als privatrechtlich organisierte Eisenbahngesellschaft des Bundes, mit dem finalen Ziel der vollst&auml;ndigen Privatisierung durch einen angestrebten B&ouml;rsengang, zu sehen. Die Vorgaben, die der Bahn ein &ldquo;flexibles, kundengerechtes Agieren am Markt&rdquo; erm&ouml;glichen sollten, standen dabei ganz im Geiste der neoliberalen Ideologie. Allerdings ging dieser Entwicklung die jahrzehntelange politische Vernachl&auml;ssigung der Eisenbahn als Verkehrstr&auml;ger zu Gunsten des Stra&szlig;enverkehrs und der Automobilindustrie voraus. Gerade beim G&uuml;terverkehr sind keine Anzeichen zu erkennen, dass die Politik dem Irrsinn des expandierenden LKW-Verkehrs Einhalt gebietet.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Privatisierungspl&auml;ne: Wirrwarr um Toll Collect &ndash; Wer k&uuml;mmert sich um die Lkw-Maut?<\/strong><br>\nDer Bund will die Firma Toll Collect eigentlich wieder privatisieren. Doch an der Wirtschaftlichkeit dieser Idee gibt es gro&szlig;e Zweifel. [&hellip;]<br>\nDas Unternehmen Toll Collect, das die Maut einsammelt, geh&ouml;rte 13 Jahre lang der Deutschen Telekom und einer Tochterfirma von Daimler. Seit dem 1. September geh&ouml;rt sie dem Staat &ndash; und das ist genau das Problem, das Scheuer jetzt hat. Die Frage ist: Soll Toll Collect wieder privatisiert werden?<br>\nDer Minister meint bisher: Ja. Er hat ein Vergabeverfahren gestartet, bei dem nach einem neuen, privaten Betreiber gesucht wird. Dieses Verfahren sollte l&auml;ngst beendet und der Auftrag bis zum Jahresende vergeben sein. Ab M&auml;rz 2019 h&auml;tte Toll Collect wieder private Eigent&uuml;mer haben sollen. Aber der Zeitplan ist hin&uuml;ber. Inzwischen macht das Ministerium keine Angaben mehr dazu.<br>\nAuf eine Frage der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion zum Zeitplan antworteten Scheuers Beamte k&uuml;rzlich ausweichend: &bdquo;Eine Ver&auml;u&szlig;erung an Private erfolgt nur, wenn dies f&uuml;r den Bund wirtschaftlich ist&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort auf die Frage, die unserer Redaktion vorliegt. Und weiter: &bdquo;Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung wird derzeit fortgeschrieben.&ldquo; Das Ergebnis m&uuml;sse man abwarten. Kein Wort dazu, wann es vorliegt und wie danach gesucht wird.<br>\nDass die Frage, ob sich die erneute Privatisierung von Toll Collect lohnt, weiter untersucht wird, liegt unter anderem an einem Bericht des Bundesrechnungshofs. Die Finanzkontrolleure hatten sich genau diese Frage gestellt. Sie hatten sich die &bdquo;vorl&auml;ufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung&ldquo; vorgenommen, die Scheuers Ministerium vor zwei Jahren bei der Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft KPMG in Auftrag gebeben hatte.<br>\nDas Ergebnis: &bdquo;Der Bundesrechnungshof bezweifelt, dass die vorl&auml;ufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung geeignet war, eine Ausschreibung der Lkw-Maut als &Ouml;ffentlich-Private-Partnerschaft (&Ouml;PP) zu rechtfertigen.&ldquo; Die wirtschaftlichen Vorteile einer erneuten Privatisierung von Toll Collect seien &bdquo;zu hoch angenommen&ldquo; gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/article216101179\/Wirrwarr-um-Toll-Collect-Wer-kuemmert-sich-um-die-Lkw-Maut.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Scheuer k&uuml;ndigt Pkw-Maut in Deutschland f&uuml;r Oktober 2020 an &ndash; &Ouml;sterreicher toben<\/strong><br>\nKurz nach dem Jahreswechsel verk&uuml;ndigt Verkehrsminister Scheuer die Botschaft via Twitter: Im Oktober 2020 soll die umstrittene Pkw-Maut endlich kommen. &Ouml;sterreich sieht darin einen Versto&szlig; gegen EU-Recht &ndash; und k&uuml;ndigt rechtliche Schritte an. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Erhebung der Maut sind das auf Eintrittskartenverkauf und Live-Veranstaltungen spezialisierte Unternehmen CTS Eventim aus Deutschland und der Verkehrsspezialist Kapsch TrafficCom aus &Ouml;sterreich zust&auml;ndig. Der Vertrag mit den Firmen wurde laut Scheuer am 30. Dezember unterschrieben. Er l&auml;uft &uuml;ber mindestens zw&ouml;lf Jahre ab dem Start der Maut. F&uuml;r diesen Zeitraum hat der Auftrag laut den Firmen ein Volumen von knapp zwei Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/auto\/news\/videobotschaft-auf-twitter-scheuer-kuendigt-pkw-maut-in-deutschland-fuer-oktober-2020-an-oesterreicher-toben_id_10130966.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Urban Priol nannte das Gebaren von Andreas Scheuer <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tUZE6r28L8c\">in seinem Jahresr&uuml;ckblick<\/a> Veruntreuung von Volkseigentum. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nun offiziell: Bundesrechnungshof zerpfl&uuml;ckt Ex-Minister Alexander Dobrindt<\/strong><br>\nAuf unser Dr&auml;ngen hin hat der Bundesrechnungshof einen Bericht ver&ouml;ffentlicht, der mit der Amtsf&uuml;hrung von Alexander Dobrindt als Infrastrukturminister hart ins Gericht geht. Konsequenzen hat der rechtskonservative Polemiker aber kaum zu bef&uuml;rchten.<br>\nSeit Jahren schon geistert ein f&uuml;r den CSU-Politiker Alexander Dobrindt desastr&ouml;ser Bericht des Bundesrechnungshofes durch die &Ouml;ffentlichkeit. Gro&szlig;e Wellen schlug das Papier bislang nicht. Zum einen, weil es von zahllosen anderen Skandalen des ehemaligen Bundesministers f&uuml;r Verkehr und digitale Infrastruktur &uuml;berschattet wurde. Zum anderen, weil die gro&szlig;e Koalition kein Interesse zeigte, den Bericht offiziell zu ver&ouml;ffentlichen und ihn lieber in parlamentarischen Aussch&uuml;ssen versacken lie&szlig;. Nun aber hat der Bundesrechnungshof die Analyse aus der politischen Versenkung geholt und die finale Fassung auf seine Webseite gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/nun-offiziell-bundesrechnungshof-zerpflueckt-ex-minister-alexander-dobrindt\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Altenpflege: Geld verdienen mit Pflege<\/strong><br>\nNoch nie haben so viele Investoren Pflegeheime gekauft wie heute. Gerade f&uuml;r ausl&auml;ndische Geldgeber sind sie verl&auml;ssliche Investments. Leidet die Pflege darunter?<br>\nBis zum Jahr 2008 war Alloheim eine kleine Pflegeheimkette, gegr&uuml;ndet in Bad Marienberg, einem Kurort im Westerwald. 13 Altenheime geh&ouml;rten zu dem Unternehmen. Dann entdeckt der britische Private-Equity-Investor StarCapital die Firma, er sieht im deutschen Pflegemarkt eine &ldquo;attraktive Investmentm&ouml;glichkeit&rdquo;. Jetzt geht es nicht mehr nur um Altenpflege, es geht ums Wachstum. StarCapital kauft weitere Heime, standardisiert die Abl&auml;ufe.<br>\nNach f&uuml;nf Jahren verkaufen die Londoner die Alloheim-Kette mit mittlerweile 49 H&auml;usern f&uuml;r 180 Millionen Euro an die New Yorker Beteiligungsgesellschaft Carlyle. Auch die m&ouml;chte Expansion &ndash; und baut Alloheim zu einem Pflegekonzern mit mehr als 160 H&auml;usern aus. Ende 2017 streichen die New Yorker durch den Verkauf von Alloheim an den schwedischen Investor Nordic Capital 1,1 Milliarden Euro ein. Und Nordic? Kauft den K&ouml;lner Pflegeheimbetreiber CMS mit 23 Einrichtungen. Inzwischen ist Alloheim nicht mehr eine kleine GmbH, sondern eine europ&auml;ische Aktiengesellschaft. Und mit k&uuml;nftig mehr als 195 Einrichtungen der zweitgr&ouml;&szlig;te Alten- und Pflegeheimbetreiber in Deutschland.<br>\nDer Fall Alloheim zeigt: Finanzinvestoren haben Alten- und Pflegeheime als Investment entdeckt. Noch nie mischten in Deutschland so viele Finanzinvestoren in der Branche mit wie in diesem Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-06\/altenpflege-pflegeheime-betreiber-private-investoren\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>20 Jahre Euro: 60 Prozent Schuldenstand &bdquo;vollkommen willk&uuml;rlich&ldquo;<\/strong><br>\n20 Jahre nach Einf&uuml;hrung des Euro forderte der &Ouml;konom Peter Bofinger, Deutschland solle einfach mal &uuml;ber den Tellerrand schauen. Dass man gro&szlig;e W&auml;hrungsr&auml;ume ohne Neuverschuldung stabil am Laufen halten k&ouml;nne, sei eine deutsche Idee, sagte Bofinger im Dlf &ndash; und kritisierte Fehler der europ&auml;ischen Geldpolitik. [&hellip;]<br>\nBofinger: Ich glaube, wir m&uuml;ssen in Deutschland einfach mal &uuml;ber den Tellerrand schauen, uns die Welt ansehen, und dann stellen wir fest, dass in allen gro&szlig;en W&auml;hrungsr&auml;umen erhebliche Haushaltsdefizite vorliegen. Das gilt f&uuml;r die Vereinigten Staaten, das gilt f&uuml;r das Vereinigte K&ouml;nigreich, das gilt in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r China. Also die Idee, dass man gro&szlig;e W&auml;hrungsr&auml;ume ohne Neuverschuldung stabil am Laufen halten kann, das ist eine deutsche Idee, die so in der Realit&auml;t in anderen R&auml;umen nicht zu finden ist, und deswegen ist das nicht so dramatisch, wenn L&auml;nder im Euroraum, wie jetzt Frankreich, wie jetzt Italien, wenn die Defizite in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von drei oder zwei Prozent haben.<br>\nM&uuml;nchenberg: Das hei&szlig;t aber, w&uuml;rden Sie soweit gehen und sagen, auch die Maastricht-Kriterien sind eigentlich vollkommen willk&uuml;rlich?<br>\nBofinger: Also das Schuldenstandskriterium ist sicher vollkommen willk&uuml;rlich. F&uuml;r das gibt es &uuml;berhaupt keinen Grund, dass jetzt 60 Prozent Schuldenstand eine angemessene Gr&ouml;&szlig;e ist. Wenn Sie sich die Vereinigten Staaten angucken, die haben einen Schuldenstand von 100 Prozent. Wenn Sie nach Japan gehen, die haben einen Schuldenstand von etwa 250 Prozent. Das hei&szlig;t also, die 60 Prozent, die sind ja auch nicht wissenschaftlich abgeleitet, wie man das vielleicht erwarten w&uuml;rde, sondern das war einfach der Durchschnitt der Schuldenst&auml;nde Anfang der 90er-Jahre der Mitgliedsstaaten damals. Deswegen, glaube ich, sollte man jetzt nicht krampfhaft versuchen, solche Schuldenstandsquoten einzuhalten, wenn man gar nicht wei&szlig;, ob das &uuml;berhaupt sinnvoll ist als Zielgr&ouml;&szlig;e der Finanzpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/20-jahre-euro-60-prozent-schuldenstand-vollkommen.694.de.html?dram:article_id=436974\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Weidmann kritisiert Haushaltskompromiss zwischen der EU und Italien<\/strong><br>\nDer Bundesbankpr&auml;sident forderte, Regeln m&uuml;ssten &bdquo;stringent&ldquo; umgesetzt werden. Dies sei auch angesichts der Akzeptanz weiterer Integrationsschritte wichtig. &bdquo;Das ist bei der Vereinbarung der Kommission mit der italienischen Regierung leider nicht der Fall.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/bundesbankpraesident-weidmann-kritisiert-haushaltskompromiss-zwischen-der-eu-und-italien\/23794276.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der unvermeidliche Jens Weidmann blamiert sich auch immer noch so gut er kann. Nur die anderen brechen die heiligen Regeln und der deutsche Bundesbankchef, dessen Meinung niemanden in Europa interessiert, gibt den Oberlehrer. Leider hat er wieder vergessen zu erw&auml;hnen, dass sich Deutschland genauso wenig an die Regeln h&auml;lt und mit Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen von &uuml;ber 6 Prozent des BIPs weiterhin die Stabilit&auml;t der Eurozone gef&auml;hrdet. Deutschland hat damit einen Anteil an den Entwicklungen in anderen L&auml;ndern, &uuml;ber die sich Weidmann und Co. beklagen. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Europa zum Jahresende 2018: Ein Bild des Jammers<\/strong><br>\nWohin man auch blickt im Europa des Jahres 2018: Von Euphorie keine Spur. Der Putz an der Fassade br&ouml;ckelt bedrohlich. Die Risse ziehen sich quer durch das sogenannte &ldquo;Europ&auml;ische Projekt&rdquo;. Auch der verfr&uuml;ht als Retter auserkorene Macron kann daran nichts &auml;ndern.<br>\nLondon, Berlin, Rom, Madrid, Br&uuml;ssel, Stockholm. Und Paris. Angenommen, ein &uuml;berzeugter Europ&auml;er w&auml;re vor einigen Jahren aus der EU abgereist und w&uuml;rde erst heute wieder dort landen &ndash; er w&auml;re ersch&uuml;ttert, entsetzt, ja: wohl am Boden zerst&ouml;rt. Wohin er den Blick auch wendete, er s&auml;he nur Tr&uuml;mmer und Verheerung. Angefangen bei einer Tatsache von historischem Ausma&szlig; &ndash; im wahrsten Sinne des Wortes.<br>\nDenn zum ersten Mal wird ein Land diese Europ&auml;ische Union wieder verlassen, ganz demokratisch entschieden. Gewiss, noch sind nicht alle Turbulenzen &uuml;berstanden. Doch wird das Vereinigte K&ouml;nigreich &ndash; so oder so, vielleicht etwas sp&auml;ter als einige erwartet hatten &ndash; wieder selbst die Kontrolle &uuml;ber seine Gesetze, seine Staatskasse, seine Grenzen &uuml;bernehmen.<br>\nWas Deutschland angeht, so ist dieses Land seit den Wahlen im September 2017 in eine dauerhafte politische Instabilit&auml;t gesunken. Katastrophale Ergebnisse bei Wahlen in einzelnen Bundesl&auml;ndern, eine wacklige &ldquo;Gro&szlig;e Koalition&rdquo; und eine CDU-Parteichefin, die sich sehr drastisch zum R&uuml;cktritt gezwungen sieht: Niemand wagt einzusch&auml;tzen, wann das Chaos ein Ende nehmen k&ouml;nnte, das die Regierung in Berlin auf europ&auml;ischer B&uuml;hne l&auml;hmt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/81751-europa-zum-jahresende-2018-ein-jammer\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Exodus aus Osteuropa: Die Abwanderung der jungen Generation<\/strong><br>\nTrotz aller wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen h&auml;lt der Exodus von jungen Fachkr&auml;ften aus Osteuropa Richtung Nordwesten an. Die massive Abwanderung schw&auml;cht die Sozialsysteme und ganze Gesellschaften im &ouml;stlichen Europa. Besonders dr&auml;ngend ist das Problem im j&uuml;ngsten Mitgliedsland Kroatien.<br>\nDie ersten T&ouml;ne in dem fremden Idiom sind auf den Kabarettb&uuml;hnen des Kosovo immer eine sichere Nummer. Die Deutschkurse platzen aus allen N&auml;hten. Aber frei ausfliegen k&ouml;nnen aus dem kleinen Balkanland dem Gesetz nach eigentlich nur die Kr&auml;hen, die allabendlich &uuml;ber der Hauptstadt Prishtina kreisen.<br>\nDoch ausgeflogen wird trotzdem reichlich. Wie viele Menschen im Kosovo noch leben, wei&szlig; niemand so genau &ndash; 1,8 Millionen sind es nach offizieller Z&auml;hlung, manche Sch&auml;tzungen gehen bis hinunter auf 1,3 Millionen. Vom Armenhaus Europas mag das wenig &uuml;berraschen. Aber nicht nur der Balkan verliert in gro&szlig;er Zahl seine Bev&ouml;lkerung; mit der Ausnahme Tschechiens gilt das f&uuml;r die ganze Osth&auml;lfte Europas, ganz gleich ob au&szlig;erhalb der EU oder schon drin. Im baltischen Lettland leben zum Beispiel fast 27 Prozent weniger Menschen als bei der Unabh&auml;ngigkeit 1991.<br>\nMan ahnt das nicht, wenn man, wie viele St&auml;dtetouristen, durch die Gassen der pr&auml;chtigen Hauptstadt Riga flaniert. Aber, sagt die Migrationsforscherin Aija Lulle:<br>\n&bdquo;Der Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang wirkt sich auch materiell aus: Es sind weniger Leute auf der Stra&szlig;e, manche H&auml;user stehen leer. Einige allerdings sind auch wundersch&ouml;n renoviert &ndash; mit dem Geld aus R&uuml;ck&uuml;berweisungen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/exodus-aus-osteuropa-die-abwanderung-der-jungen-generation.724.de.html?dram:article_id=436755\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Hier wird eine katastrophale Entwicklung sichtbar. Migration hat fatale Folgen f&uuml;r die Herkunftsl&auml;nder. Hier nebenbei auch noch f&uuml;r die Entwicklung der Europ&auml;ischen Union. Mit der weiteren Migration dann auch noch f&uuml;r andere Regionen der Welt. Die Entwicklung in Ost- und S&uuml;dosteuropa ist ein gutes Beispiel daf&uuml;r, dass die zur Zeit handelnden Personen nicht in gr&ouml;&szlig;eren Zusammenh&auml;ngen denken. Im konkreten Fall schw&auml;rmen sie von Europa und tun alles, um den Zusammenhalt aufzul&ouml;sen. Durch ausbluten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Frankreich besteuert Digitalkonzerne im Alleingang<\/strong><br>\nWeil sich die EU nicht auf Ma&szlig;nahmen gegen die Steuervermeidung von Internetgiganten einigen kann, wagt Frankreich den Alleingang.<br>\nAls einziges Land der EU erhebt Frankreich ab dem 1. Januar 2019 eine Digitalsteuer. Davon sind in erster Linie internationale Internetgiganten wie zum Beispiel Google, Facebook oder Amazon betroffen. Die neue Abgabe soll der Franz&ouml;sischen Republik im Jahr 2019 rund 500 Millionen Euro an zus&auml;tzlichen Steuereinnahmen einbringen. [&hellip;]<br>\nDas Problem ist l&auml;ngstens bekannt: Gro&szlig;e Internetkonzerne verdienen in Europa Milliarden, bezahlen aber trotzdem nur wenig bis keine Steuern. Denn die geltenden Steuerregelungen der jeweiligen L&auml;nder greifen bei den global t&auml;tigen Tech-Giganten nicht. Mit ihren weltweiten Gesch&auml;ftsmodellen k&ouml;nnen sie das Steuerrecht eines Landes ohne Probleme austricksen.<br>\nDie Digitalunternehmen unterhalten in den meisten L&auml;ndern, in denen sie mit dem Internet Ertr&auml;ge erwirtschaften, keine steuerpflichtigen Firmensitze &ndash; und sind damit kaum oder gar nicht steuerpflichtig. Stattdessen zahlen sie ihre Abgaben in L&auml;ndern mit besonders g&uuml;nstigen Steuertarifen. Als Resultat zahlen die vorwiegend aus den USA stammenden Internet-Unternehmen in Europa nicht einmal halb so viel Steuern wie herk&ouml;mmliche Firmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Frankreich-besteuert-Digitalkonzerne-im-Alleingang\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Trittin verteidigt Nord Stream 2: &ldquo;Die Amerikaner wollen Russland wirtschaftlich totr&uuml;sten&rdquo;<\/strong><br>\nDie USA erh&ouml;hen den Druck auf Deutschland, den Pipelinebau von Nord Stream 2 zu stoppen. Ex-Umweltminister J&uuml;rgen Trittin erkl&auml;rt, warum es gute Gr&uuml;nde f&uuml;r Berlin gibt, sich Washington zu widersetzen. [&hellip;]<br>\nSPIEGEL ONLINE: W&uuml;rde ein Energieboykott durch Europa Russlands herrschendes Regime nicht stark treffen?<br>\nTrittin: Das gesamte wirtschaftliche und politische System Russlands beruht auf dem Export fossiler Rohstoffe. Je nach Sch&auml;tzung werden bis zu zwei Drittel des Staatshaushalts so finanziert. Die Idee, der Russe w&uuml;rde aus Jux und Dollerei eben mal den Gashahn zudrehen ist deshalb absurd: Der Kreml w&uuml;rde sich vors&auml;tzlich selbst sch&auml;digen. Das hat nicht einmal die Sowjetunion im Kalten Krieg getan.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Die USA f&uuml;hren den Widerstand gegen die Pipeline an. Der amerikanische Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hat die Bundesregierung aufgefordert, endlich ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Nord Stream 2 einzustellen.<br>\nTrittin: Ich wei&szlig; gar nicht, warum man diese Debatten um Pipelines alle paar Jahrzehnte immer wieder mit den gleichen schlechten Argumenten f&uuml;hren muss. Grenell verteidigt nun ja die Transitroute durch die Ukraine. Als die aber gebaut wurde, hat der damalige US-Pr&auml;sident Ronald Reagan dagegen heftig opponiert. Sein damaliger Botschafter in Berlin, Richard Burt, war da auch extrem hinterher. Der Bau musste von der Deutschen Bank deshalb in einer Spezialgesellschaft in Luxemburg getarnt werden, damit das noch finanziert werden konnte. Der Witz daran: Der damalige Botschafter Burt ist heute Lobbyist f&uuml;r Nord Stream 2 &ndash; und bekommt von US-Seite die gleichen Argumente zu h&ouml;ren, die er selbst vor Jahrzehnten auch vorgetragen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/russland-juergen-trittin-verteidigt-nord-stream-2-a-1244845.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Ende der Sanktionen gefordert<\/strong><br>\nVon den im Russland-Gesch&auml;ft t&auml;tigen deutschen Unternehmen fordern 95 Prozent, die antirussischen Sanktionen der Europ&auml;ischen Union abzuschaffen, 43 Prozent davon treten f&uuml;r deren sofortiges Ende ein. Dies ist eines der Ergebnisse einer Umfrage zum Gesch&auml;ftsklima unter deutschen Firmen in Russland, die die Deutsch-Russische Au&szlig;enhandelskammer in Moskau am Dienstag ver&ouml;ffentlichte. Wie die Kammer anmerkte, ist diese Zahl seit Jahren ungef&auml;hr konstant. An der Umfrage, die im November durchgef&uuml;hrt worden war, hatten sich demnach 166 deutsche Unternehmen beteiligt, die in Russland insgesamt 142.000 Menschen besch&auml;ftigen.<br>\nAllerdings wird dieser Ruf der Osthandel treibenden Wirtschaft in der Politik nicht geh&ouml;rt. Die US-Sanktionen werden als gr&ouml;&szlig;tes Hindernis der Zusammenarbeit mit Russland bezeichnet. Sie f&uuml;hrten nicht nur dazu, dass sich die wirtschaftlichen Aussichten im Lande selbst verschlechtern, sondern veranlassten auch die deutschen Unternehmen, ihre Aktivit&auml;ten in Russland zur&uuml;ckzufahren. Zwar plane nur ein kleiner Teil der deutschen Osth&auml;ndler den R&uuml;ckzug aus Russland, hie&szlig; es, aber die Mehrzahl lege eventuelle Investitionsvorhaben auf Eis, bis sich die Lage gekl&auml;rt hat. Immerhin ein Drittel der befragten Unternehmen plant dagegen, sein Russland-Gesch&auml;ft sogar auszubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/345939.osthandel-ende-der-sanktionen-gefordert.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Konfrontationspolitik und Aufr&uuml;stung &ndash; ein R&uuml;ckblick<\/strong><br>\nSeit dem 2014 von den USA initiierten Putsch in der Ukraine besteht Kriegsgefahr in Europa, das ist gro&szlig;en Teilen der Bev&ouml;lkerung &uuml;berhaupt nicht bewusst. Der Krieg in der Ostukraine kann jederzeit ausufern und sich zu einem Fl&auml;chenbrand entwickeln, daran hat sich nach dem Regierungswechsel von 2017 in Washington nichts ge&auml;ndert. Denn die &bdquo;Nebenregierung&ldquo; (auch Tiefer Staat oder Deep State) genannt, vertritt andere Interessen als der amtierende Pr&auml;sident Donald Trump, der w&auml;hrend des Wahlkampfes und in seiner Antrittsrede am 20. Januar 2017 versprochen hatte, keine Interventionskriege mehr zu f&uuml;hren und sich mit Russland zu verst&auml;ndigen. [&hellip;]<br>\nDer deutsche Au&szlig;enminister Maas bedauerte in einer Erkl&auml;rung vom 21. Oktober 2018 die Entwicklung, die &bdquo;uns und Europa vor schwierige Fragen&ldquo; stelle: &bdquo;Wir haben Russland in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgefordert, die schwerwiegenden Vorw&uuml;rfe der Verletzung des INF-Vertrags auszur&auml;umen. Bisher hat Russland dies nicht getan. Wir werben auch gegen&uuml;ber den USA daf&uuml;r, m&ouml;gliche Konsequenzen zu bedenken.&ldquo;<br>\nIndem er die Fakten ignoriert, &bdquo;wirbt&ldquo; Maas also um die Gunst der USA, die &uuml;ber verbotene Waffensysteme verf&uuml;gen, w&auml;hrend er Russland &bdquo;auffordert&ldquo;, schwerwiegende Vorw&uuml;rfe auszur&auml;umen. Ein solches Verhalten kennzeichnet die deutsche Au&szlig;enpolitik schon seit Langem und wirft ein bezeichnendes Licht auf den amtierenden Au&szlig;enminister, der die Konsequenzen seines Handelns offensichtlich nicht bedenkt. Er und andere westliche Politiker r&uuml;gen den von Donald Trump am 19. Dezember 2018 angek&uuml;ndigten Abzug der US-Truppen aus Syrien, die dort nach dem V&ouml;lkerrecht gar nicht sein d&uuml;rften. Die westliche Politik wird nach wie vor von Aggression und Aufr&uuml;stung bestimmt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/konfrontationspolitik-und-aufruestung\/%20\">Wolfgang Bittner auf KenFm<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Kriegermeute heult w&uuml;tend auf<\/strong><br>\nDie USA ziehen aus Nordsyrien ab. Man sollte meinen, Pr&auml;sident Trumps Twitter-Mitteilung h&auml;tte ein Feuerwerk von Nachfragen und Zusatzinformationen im Ersten Deutschen Fernsehen gez&uuml;ndet. Stattdessen fand bei ARD-aktuell eine Rallye in Nachrichtenvermeidung statt &ndash; unter Gro&szlig;einsatz von Schw&auml;tzern. Man sollte meinen, die Aussicht auf eine politische L&ouml;sung f&uuml;r Syrien w&auml;re von zustimmenden Kommentaren umrahmt, &bdquo;&hellip;der V&ouml;lkerverst&auml;ndigung dienend&ldquo; (Programmauftrag laut Rundfunkstaatsvertrag). Stattdessen ballerte die Tagesschau das Dum(m)-Dum(m)-Geschoss der deutschen Au&szlig;enpolitik aufs Publikum, den Minister Heiko Maas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2018\/12\/22\/us-truppenabzug-aus-syrien-die-kriegermeute-heult-wuetend-auf\/%20\">St&auml;ndige Publikumskonferenz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die USA haben v&ouml;lkerrechtswidrig Truppen in Syrien stationiert. Es besteht kein UN-Mandat, die Truppen sind also illegal im Land. Anl&auml;sslich der Ank&uuml;ndigung der USA, ihre Truppen jetzt wieder abzuziehen, hei&szlig;t es dann aus dem deutschen Verteidigungsministerium: &bdquo;Die Entscheidung des Wei&szlig;en Hauses ist Anlass zur Sorge&ldquo;. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Der &bdquo;B&uuml;ndnispartner&ldquo; USA beendet die v&ouml;lkerrechtswidrige Truppenstationierung in einem fremden Land und f&uuml;r das Ministerium von Frau von der Leyen besteht daf&uuml;r &bdquo;Anlass zur Sorge&ldquo;. Kein Aufschrei &uuml;ber solche &Auml;u&szlig;erungen aus dem Kanzleramt, kein Widerspruch aus dem Au&szlig;enministerium. Bei einem solchem Verh&auml;ltnis der Bundesregierung zu internationalem Recht besteht in der Tat Anlass zur Sorge. Bei der Bev&ouml;lkerung.  <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Syrien: Trump will &uuml;ber t&uuml;rkische Pufferzone verhandeln<\/strong><br>\n(&hellip;) In den erw&auml;hnten deutschen Berichten ist davon die Rede, dass nach Grahams Einsch&auml;tzung der Truppenabzug aus Syrien damit langsamer vonstattengehen werde, als von ihm zuvor angenommen (ein Tweet von Trump am Montag best&auml;tigt das &ldquo;langsame Vorgehen&rdquo;). Dabei wird wie schon fr&uuml;her, wenn es um die Dauer der IS-Pr&auml;senz in Syrien ging, der IS als Grund vorgebracht.<br>\n&ldquo;Der IS sei noch nicht besiegt und die Pr&auml;senz der Truppen daher weiterhin n&ouml;tig&rdquo;, wird Graham von der Zeit zitiert. Bei der Tagesschau hei&szlig;t es: Graham gehe davon aus, dass der Pr&auml;sident mit dem Abzug der US-Truppen warte, bis die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat vollst&auml;ndig besiegt sei. W&ouml;rtlich wird er mit dem Satz zitiert: &ldquo;Ich denke, wir befinden uns in einer Pausensituation.&rdquo;<br>\nAus einem Transkript der &Auml;u&szlig;erungen, die Graham nach dem Treffen mit Trump &ouml;ffentlich gemacht hat, geht hervor, dass Trump beabsichtigt, mit der T&uuml;rkei &uuml;ber eine Pufferzone zu reden, &ldquo;welche die T&uuml;rkei wegen ihrer Besorgnisse &uuml;ber die YPG-Kurden ben&ouml;tigt&rdquo;. Dazu wird von Graham erg&auml;nzt, dass &ldquo;ein Krieg zwischen der T&uuml;rkei und den Kurden das Letzte w&auml;re, was wir wollen, weil es den Druck von ISIS nimmt&rdquo;.<br>\nIst Verlass darauf, dass Trump im Gespr&auml;ch mit dem Abzugs-Kritiker Graham nicht nur beschwichtigen wollte, so r&uuml;ckt demnach der lange gehegte Plan Erdogans von einer langgestreckten Pufferzone in den syrischen Kurdengebieten in greifbare N&auml;he. F&uuml;r den 8. Januar ist ein Besuch des Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton in Ankara geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Syrien-Trump-will-ueber-tuerkische-Pufferzone-verhandeln-4260357.html%20\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Nach der Ank&uuml;ndigung Trumps, die US Truppen aus Syrien abzuziehen erwartete jeder einen unmittelbar bevorstehenden Angriff der T&uuml;rkei auf die Kurden. Diese Gefahr schein vorerst einmal gebannt. Nicht zuletzt auch auf Grund der Verhandlungen zwischen der T&uuml;rkei und Russland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Amtsantritt von Jair Bolsonaro: Gefahr f&uuml;r die brasilianische Demokratie?<\/strong><br>\nAm 1. Januar tritt Jair Bolsonaro in Brasilien das Amt des Pr&auml;sidenten an. Gew&auml;hlt wurde der ultrarechte Ex-Milit&auml;r von vielen, weil er versprach, Recht und Ordnung zu schaffen. Doch viele Menschen sorgen sich nun wegen der milit&auml;rischen Ausrichtung des Kabinetts um Menschenrechte und Demokratie.<br>\nBrasilien, am letzten Sonntag im Oktober: Millionen von Menschen feiern ausgelassen den Wahlsieg des ultrarechten Ex-Milit&auml;rs Jair Messias Bolsonaro. Seine Anh&auml;nger schwenken brasilianische Fahnen und rufen Mito, Mito. Ihr &bdquo;Mythos&ldquo; Bolsonaro hat die Stichwahl gegen den Kandidaten der linken Arbeiterpartei, Fernando Haddad, mit 55 Prozent der g&uuml;ltigen Stimmen gewonnen.<br>\nDie Welt schaut an jenem Abend fassungslos nach Brasilien. Was ist dort geschehen? Und: Wie wird die politische Zukunft des gr&ouml;&szlig;ten Staates Lateinamerikas aussehen? Jair Bolsonaro, der w&auml;hrend seiner 29 Jahre als Kongress-Abgeordneter mehrfach die brasilianische Milit&auml;rdiktatur verherrlicht hatte, bem&uuml;ht sich am Wahlabend, &Auml;ngste zu zerstreuen. In einer abgelesenen Rede bekennt er sich zu Verfassung und Demokratie:<br>\n&bdquo;Ihr werdet meine Zeugen sein: Meine Regierung wird die Verfassung, die Demokratie und die Freiheit verteidigen. Dies ist ein Versprechen, und ein Schwur vor Gott.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/amtsantritt-von-jair-bolsonaro-gefahr-fuer-die.724.de.html?dram:article_id=437078\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Bolsonaros Plan<\/strong><br>\nAn Neujahr &uuml;bernimmt in Brasilien ein Rechtsextremer das Pr&auml;sidentenamt. Er will Polizisten einen Freifahrtschein zum T&ouml;ten ausstellen, Vergewaltiger kastrieren lassen und das Fach Sexualkunde abschaffen. (&hellip;)<br>\nDer rechtsextreme Politiker hat die Wahl im Herbst mit einer beispiellosen Hetzkampagne, mit Tabubr&uuml;chen und gnadenloser Polarisierung gewonnen &ndash; und alles spricht daf&uuml;r, dass er als Pr&auml;sident genau da weiter machen wird, wo er im Wahlkampf aufgeh&ouml;rt hat. Er steht f&uuml;r eine Politik, die manche Brasilianer frenetisch bejubeln &ndash; und die andere gnadenlos ausschlie&szlig;t.<br>\nEines der Kernthemen, die Bolsonaro in den Pr&auml;sidentenpalast gesp&uuml;lt haben, ist die &ouml;ffentliche Sicherheit. Hunderttausende&hellip;<br>\nBolsonaro will der Gewalt mit Gewalt begegnen. Jeder Brasilianer soll eine Waffe tragen d&uuml;rfen, um sich zu verteidigen. &ldquo;Waffen sind Instrumente, leblose Objekte, die man zum T&ouml;ten benutzen kann &ndash; aber auch zum Retten von Leben&rdquo;, hei&szlig;t es in seinem Regierungsprogramm&hellip;<br>\nDer Rechtsau&szlig;en hat es sich zur Aufgabe gemacht, alles Progressive zur&uuml;ckzudrehen, das seine linken Vorg&auml;nger eingef&uuml;hrt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/brasilien-bolsonaro-reformen-1.4270745\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Brasiliens Fu&szlig;baller und die Politik: Wahlkampfhilfe f&uuml;r den rechten Pr&auml;sidenten<\/strong><br>\nAnfang 2019 tritt Jair Bolsonaro in Brasilien das Amt des Pr&auml;sidenten an. Der Rechtspopulist, der durch radikale &Auml;u&szlig;erungen auffiel, gewann die Stichwahl auch mit dem Versprechen, gegen Korruption und Kriminalit&auml;t vorzugehen. Unter seinen prominenten Unterst&uuml;tzern finden sich mehrere Fu&szlig;ballprofis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/brasiliens-fussballer-und-die-politik-wahlkampfhilfe-fuer.1346.de.html?dram:article_id=437089\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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